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Deutsches SchauSpielHaus

Das Schauspielhaus ist die Hauptspielstätte. Der Zuschauerraum des von dem berühmten Architektenpaar Hermann Helmer und Ferdinand Fellner d. J. 1899/1900 erbauten Theaters ist in Rot und Gold gehalten und gilt mit seinen neobarocken Elementen, dem Figurenschmuck und dem roten Gestühl als einer der schönsten Theaterräume Deutschlands.

Neben der großen Bühne finden auch Veranstaltungen im MarmorSaal (1. Rang) und im RangFoyer (2. Rang) sowie im Restaurant Theaterkeller statt.

Dem Deutschen SchauSpielHaus steht eine Phase umfangreicher Sanierungsarbeiten bevor: Die beiden Ränge des denkmalgeschützten Zuschauersaals müssen vollständig entkernt und statisch ertüchtigt werden.

Aufgrund der Baumaßnahmen wird der Spielbetrieb in der Kirchenallee ab 1/5/2018 unterbrochen und die Spielzeitpause verlängert. Die kommende Spielzeit 2018-19 eröffnet Ende Oktober 2018. Bereits am 13/10/2018 startet das Junge SchauSpielHaus sein Programm. Während der Sanierungsarbeiten stehen auch der MalerSaal, das RangFoyer sowie die Große ProbeBühne nicht für Vorstellungen zur Verfügung.

Während der Rangsanierung sind wir mit vielen Gastspielen unterwegs und spielen in Hamburg u.a. auf Kampnagel, im Monsun-Theater oder der Immanuelkirche auf der Veddel.

Kontakt

Deutsches SchauSpielHaus
Neue SchauSpielHaus GmbH
Kirchenallee 39
D-20099 Hamburg

Telefon: +49 (0)40.2 48 71-3
E-Mail: kartenservice@schauspielhaus.de

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Theater

Rotkäppchen und der Wolf

von Martin Mosebach

„Spricht die Mutter mir vom Wald,
schlottert sie entsetzenskalt.
Mütterlicher Phantasie
frisst der Wolf dort Mensch und Vieh.
Forsche nicht im Waldgehege!
Weiche keinen Schritt vom Wege!“
(Martin Mosebach, Rotkäppchen und der Wolf)


Mit guten Ratschlägen gewappnet, macht sich das Kind auf den Weg – doch der Gang der Geschichte ist unausweichlich. Das Märchen vom Mädchen mit der roten Kappe, das sich durch den gefährlichen, aber auch verheißungsvollen Wald wagt, um die Großmutter zu besuchen und dabei auf den bösen Wolf trifft, zählt zu den bekanntesten europäischen Märchenstoffen. 1988 hat Martin Mosebach daraus ein monumentales Drama in Versform geschrieben, in dem die Figuren und das Leben im Wald eine humorvolle und zugleich abgründige Überhöhung erfahren.
Martin Höfermanns Kondensat dieser Dramatisierung für Erwachsene nimmt die vergifteten Mütter-Töchter-Verhältnisse unter die Lupe: Die schrägen Figuren arbeiten sich – getrieben von Reue und Bitterkeit in Bezug auf getroffene Lebensentscheidungen – an der Ausweglosigkeit, die ihnen durch ihre Rollen zugekommen ist, ab.
Vielleicht kommt der Wolf, dem sie früher oder später unweigerlich alle begegnen, als Katalysator – oder gar als Erlöser? –, nicht ganz ungelegen? Und vielleicht ist auch er, der Außenseiter, von diesen Gedanken nicht ausgenommen?
„Die Apokalypse steht ins Haus. Wir Untiere wissen es längst, und wir wissen es alle.“ (Ulrich Horstmann, Das Untier)

Regie: Martin Höfermann
Bühne: Annina Brell
Kostüme: Katharina Leu
Dramaturgie: Sonja Szillinsky

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Theater

Probleme Probleme Probleme

von René Pollesch

„Jedes Mal, wenn ein Problem sich stellt, tauchen auch neue Begriffe auf, so dass wir, wenn wir die Geschichte der Philosophie derart verstehen – als Erschaffen von Begriffen, die Funktionen von Problemen sind und Probleme, die eigentlich versteckt und unscheinbar sind und entdeckt werden müssen – sehen können, dass die Philosophie nichts mit den Kategorien von Wahr oder Unwahr zu tun hat. Die Suche nach Wahrheit hat überhaupt nichts zu bedeuten. Das Erschaffen von Begriffen und Problemstellungen sind bedeutend, Wahrheit und Unwahrheit hingegen keineswegs. Ein Problem mit Bedeutung, ein bedeutendes Problem.
Philosophie-Machen heißt, sich Problemen stellen, die Sinn machen und Begriffe erschaffen, die uns dazu bringen, uns auf das Verstehen von Problemen und die Auseinandersetzung mit ihnen zuzubewegen.“ (Gilles Deleuze)

Regie: René Pollesch
Bühne: Barbara Steiner
Kostüme: Tabea Braun
Video: Ute Schall
Kamera: Hannes Francke
Licht: Susanne Ressin
Ton: André Bouchekir, Christoph Naumann
Videotechnik: Marcel Didolff, Antje Haubenreisser
Tonangler: Dorian Sorg
Dramaturgie: Sybille Meier

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Jugendprogramm

lauwarm
14+

von Sergej Gößner

„Und plötzlich bebt alles, und bebt und bebt, und drückt und pocht, und dann beruhigt es sich wieder und hört auf. Aber irgendetwas passiert. Irgendetwas hat sich verändert. Irgendetwas - Dann bebt es wieder und drückt und knirscht und tut weh und drückt noch mehr, - meine Knochen - meine Knochen - alles drückt - ich werde erdrückt - mein Kopf, meine Schultern - ich werde erdrückt! - mein Brustkorb - ICH WERDE ERDRÜCKT! - Und dann hat alles ein Ende, und alles beginnt.“

Sergej Gößner, Ensemblespieler des Jungen SchauSpielHauses und preisgekrönter Nachwuchsautor, schreibt mit „lauwarm“ ein Stück über die intimsten Momente des Menschseins. Sein Text erzählt poetisch und humorvoll von Geburt, Kindheit und Identität - er handelt nicht zuletzt davon, wie es sich anfühlt „dazwischen“ zu sein. Wie begegnet man der eigenen Sexualität, wenn sie anders und fremd erscheint? Und wie erklärt man Familie und Freunden, dass man mehr als nur ein Geschlecht begehrt? Der junge Regisseur Mathias Spaan, Student der Theaterakademie Hamburg, wird diesen Monolog für das RangFoyer in Szene setzen. Fabian Dämmich spielt den hin- und hergerissenen Protagonisten in dieser lyrischen, semi-biographischen Uraufführung.

Regie: Mathias Spaan
Ausstattung und Ton: René Haustein
Dramaturgie: Sonja Szillinsky

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Theater

Effi Briest - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie

von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk

nach Theodor Fontane

„Effi Briest schaukelt mit Elektra, Medea, Penthesilea und deren drei Schwestern Nora, Lulu und Franziska im Kirschgarten und spielt Verstecken. Ihre couragierte Mutter, Lady Macbeth, kündigt Geert von Innstetten an, der im Biberpelz und seidenen Schuhen erscheint und um Effis schmutzige Hände anhält. Geert, der unlängst eine Liebelei mit Sara Sampson hatte, zieht nach der Hochzeit mit Effi in Bernarda Albas Haus nach Damaskus oder Andorra. Effi wird schwanger, die heilige Johanna wird geboren und Fräulein Julie und Hedda Gabler werden die Zofen. Die schöne Aussicht, die Hoffnung auf Glaube und Liebe, auf glückliche Tage, endet mit zerbrochenen Krügen: Effi beginnt mit dem Revisor Crampas eine Affaire Rue de Lourcine. Was folgt, ist ein Totentanz, ein böses Frühlings Erwachen aus dem Sommernachtstraum.“ (Clemens Sienknecht)

Regie: Clemens Sienknecht
Künstlerische Mitarbeit: Barbara Bürk
Bühne und Kostüme: Anke Grot
Dramaturgie: Sybille Meier

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Theater

Anna Karenina - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie

von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk nach Lew Tolstoi

Mindestens 100 Minuten, aber nicht länger als 119 Minuten. Bestimmt keine Pause.

„Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise.“ Ob das so stimmt, oder ob nicht vielleicht sogar das Gegenteil der Fall ist, lässt uns der russische Schriftsteller Lew Tolstoi in seinem Jahrtausend-Werk »Anna Karenina« ergründen. Die Protagonistin des Romans ist eine der drei namhaften Ehebrecherinnen des 19. Jahrhunderts, die im Verstoß gegen gesellschaftliche Gepflogenheiten an ihrer leidenschaftlichen Liebe zu einem anderen als ihrem Ehemann zugrunde gehen muss.

Clemens Sienknecht und Barbara Bürk setzen ihre Serie des menschlichen Scheiterns im MalerSaal des SchauSpielHauses fort. Die neue Folge ihrer hochgeschätzten Radioshow »Berühmte Seitensprünge der Weltliteratur« widmen sie dieses Mal der Titelheldin aus Russland, die es ziemlich genau 20 Jahre vor Effi Briest und ungefähr 20 Jahre nach Emma Bovary mit eben dergleichen Geschichte zu eben demselben Weltruhm gebracht hatte.

Regie: Barbara Bürk, Clemens Sienknecht
Bühne und Kostüme: Anke Grot
Dramaturgie: Sybille Meier

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Theater

Die Stadt der Blinden

Fassung von Kay Voges, Matthias Seier und Bastian Lomsché

nach dem Roman von José Saramago

An einer belebten Straßenkreuzung wartet ein Mann darauf, dass die Ampel auf Grün schaltet und – erblindet. Ein hilfsbereiter Passant bringt den Erblindeten nach Hause, wenig später erblindet auch er. Eine rätselhafte Epidemie scheint ausgebrochen, immer mehr Menschen der Stadt erblinden von einem Augenblick auf den anderen. Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, weiß sich die Regierung keinen anderen Rat, als die Betroffenen in einer verlassenen Irrenanstalt zu internieren. Orientierungslos, sich selbst überlassen, unfähig ihr Schicksal zu begreifen, versuchen die Blinden ihr Leben in dieser neuen Umgebung zu organisieren. Doch je mehr Menschen eintreffen, desto unerträglicher, chaotischer, gewalttätiger wird die Situation.
In seinem Roman »Die Stadt der Blinden«, für den er 1998 mit dem Nobelpreis geehrt wurde, zeichnet der große portugiesische Erzähler José Saramago nicht nur das realistische Bild einer plötzlichen Katastrophe, er enthüllt gleichzeitig das philosophische Universum einer allgemeinen Blindheit, in dem menschliches Handeln als gewalttätige und lächerliche Groteske erscheint. Wir freuen uns, dass Kay Voges, der zuletzt mit seiner spektakulären Inszenierung »Borderline Prozession« zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde, zum ersten Mal am Deutschen SchauSpielHaus inszenieren wird.

Regie: Kay Voges
Bühne: Pia Maria Mackert
Kostüme: Mona Ulrich

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Theater

Die Übriggebliebenen

nach Thomas Bernhard

Es ist später Nachmittag an einem siebten Oktober: Im Elternhaus von Vera, Clara und Rudolf Höller wird ein Geburtstagsfest vorbereitet. Die drei Geschwister sind hier gemeinsam alt geworden, können sich nicht aus den Fängen ihrer Vergangenheit befreien und präsentieren ihr dauerndes Spiel von Macht und Unterwerfung, Umklammerung und Demütigung. Ebenfalls noch im Haus der verstorbenen Eltern wohnend bereiten zwei Schwestern ein Festessen für ihren aus einer psychiatrischen Klinik heimkehrenden Bruder vor. Auch hier deutlich spürbar: das verkrampfte Miteinander und gehässige Gegeneinander, das Anreden gegen die Bürden der Kindheit und der angstvolle Blick in die Zukunft.
Das letzte Fest des Lebens, eine Beerdigung, wird vorbereitet im Schloss Wolfsegg. Hier warten Amalia und Cäcilia auf ihren Bruder Franz, um die bei einem Autounfall verunglückten Eltern zu Grabe zu tragen. Franz Murau, der seiner Familiengeschichte durch ein Leben in Rom zu entkommen suchte, kehrt als Alleinerbe zurück und wünscht sich nichts sehnlicher als „alles auszulöschen, das ich unter Wolfsegg verstehe, und alles, das Wolfsegg ist.“
Drei Familien, drei gleichgeartete Geschwisterkonstellationen, die geprägt sind von „exzessivem Infantilismus“ (»Ritter, Dene, Voss«) und Todesnähe zugleich. In allen drei Familien ähneln sich die neurotischen Strukturen, wobei sie in »Vor dem Ruhestand « und in »Auslöschung« eine politische Zuspitzung erfahren, die der Alltäglichkeit eine skandalöse Dimension verleihen. Denn im Hause Höller feiert man, lange nach dem Zweiten Weltkrieg, heimlich Himmlers Geburtstag. Und hinter der Maske des rechtschaffenen Gerichtspräsidenten Höller verbirgt sich ein Nazi, ehemaliger KZ-Kommandant und Gewaltverbrecher, der seinem Leben nur durch die fortwährende Verherrlichung des Faschismus Sinn und Halt zu geben vermag. Seine Schwester Vera ist ihm fanatisch verbündet, während Clara als Opponentin agiert. Aber letztendlich ist auch sie unfähig, sich dem perversen Kerker ihres Zuhauses zu entziehen. In ähnlicher Verstrickung quält sich Franz Murau, seine Eltern haben nach Kriegsende über Jahre hinweg führende Nazigrößen in der sogenannten Wolfseggschen „Kindervilla“ versteckt. Murau ekelt diese Familiengeschichte. Umso härter trifft ihn die Erkenntnis, dass die katholisch-nationalsozialistische Erziehung durch die Eltern nach wie vor die Psyche der Schwestern, vor allem aber auch seine eigene, okkupiert.
In allen drei Texten beschäftigt sich Thomas Bernhard mit familiären Konstellationen, die Menschen anfällig machen für autoritär-patriarchalische Weltbilder, in zwei Fällen sogar für faschistische Vorstellungen. Als »Vor dem Ruhestand« 1979 uraufgeführt wurde, schrieb der Kritiker Benjamin Henrichs, die außerordentliche Qualität dieses Textes läge darin, dass Bernhard diese Anfälligkeit nicht aus aufgeklärter sicherer Ferne, sondern aus alarmierender Nähe beschreibe, er suche sie in jedem von uns. Ein beunruhigender Weg, den die Inszenierung von Karin Henkel in der Verknüpfung der verwandten Familienporträts verfolgen und untersuchen möchte. Zumal Veras Prophezeiung, „Es kommt der Tag, sagt Rudolf, wo er nicht mehr gezwungen ist, Himmlers Geburtstag in seinem Hause versteckt feiern zu müssen“ traurige Aktualität gewonnen hat.

Regie: Karin Henkel
Bühne: Muriel Gerstner, Selina Puorger
Kostüme: Klaus Bruns
Licht: Annette ter Meulen
Sound: Arvild J. Baud
Dramaturgie: Rita Thiele

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Kinderprogramm

Tiere im Hotel [5+]

von Gertrud Pigor

Der Bär, unumstrittener Chef im Wald, möchte seinen Winterschlaf in diesem Jahr endlich einmal ungestört an einem komfortablen Ort verbringen und bucht eine Suite im Hotel der Tiere, einem Grand Hotel mit dem Charme vergangener Zeiten, in dem der Gast noch König ist. An der Rezeption trägt heute das Kaninchen, Page und Liftboy im Grand Hotel, die alleinige Verantwortung für den reibungslosen Ablauf. Der Hoteldirektor ist verreist und verlässt sich voll und ganz auf seinen Pagen. Als Jahrgangsbester der Hotelfachoberschule sieht sich das Kaninchen auf anspruchsvolle Gäste sehr gut vorbereitet und möchte bei seinem ersten Einsatz in Vertretung des Hoteldirektors alles richtig machen.
Das Kaninchen wartet gespannt auf den angekündigten Gast; eine größere Anlieferung schwerer Koffer lässt auf einen langen Aufenthalt schließen

Kaninchen: „Herzlich willkommen. Wir hoffen, Sie hatten eine gute Anreise und wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt.“

Bär: „Ruhe. Schlüssel.“

Bereits beim Check-in zeigt sich, dass der Bär mit seinen ausgefallenen Sonderwünschen ein mehr als anstrengender Hotelgast sein wird. Übellaunig befiehlt er absolute Ruhe. Keinen Mucks möchte er hören, und das gelte für die gesamte Dauer seines Winterschlafs, der im Übrigen viele lange Monate dauern werde. Sein Frühstück hat der anspruchsvolle Gast gleich mitgebracht: Ein kleines Küken, das über die Wintermonate ordentlich gefüttert und zu einem großen, dicken Huhn herangewachsen soll; wie immer rechne der Bär nach seinem Winterschlaf mit entsprechendem Bärenhunger. ‚Der Gast ist König‘, so hat es das Kaninchen gelernt. Mit einem mulmigen Gefühl nimmt es das Küken in seine Obhut; wenn ihn das kleine Huhn nur nicht so treuherzig anschauen würde!

Überraschend taucht eine Horde Waschbären im Hotel auf. Sie geben sich als Putzkolonne aus und durchstöbern das ganze Hotel. Warum wusste das Kaninchen nichts davon? Was haben die Waschbären vor? Die Hotelruhe ist dahin, der Bär wacht auf, gefährliches Knurren ist aus der Bären-Suite zu hören - und plötzlich ist auch noch das Küken verschwunden.

Ein Stück über das große Abenteuer, eigene Entscheidungen zu treffen und Bären zu zähmen.

Regie: Gertrud Pigor
Bühne: Katrin Plötzky
Kostüme: Hannah Petersen
Komposition: Jan Fritsch
Choreographische Mitarbeit: Tom Bünger
Licht: Jonathan Nacke
Ton: Nicanor Müller van der Haegen , Benjamin Owuso
Dramaturgie: Mathias Wendelin

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Theater

König Lear

von William Shakespeare

Ein König dankt ab. Sein Reich will er unter den drei Töchtern aufteilen. Doch nicht die jeweilige Eignung der potenziellen Thronfolgerinnen für das Regierungsgeschäft soll dafür ausschlaggebend sein, sondern die Liebe der Töchter zu ihrem Vater. Der Staatsakt gerät zur Inszenierung persönlicher Gefühle, zum Wettstreit in der Kunst der Liebesdarstellung. Nur Cordelia, die jüngste, von Lear am meisten geliebte Tochter verweigert sich dem öffentlichen Gefühlstheater und schweigt. Indem sie der Sehnsucht ihres Vaters nach persönlicher Zuneigung am authentischsten entspricht, zieht sie seine ganze Wut auf sich. Lear verstößt sie. Er teilt das Reich zwischen ihren beiden Schwestern und setzt so eine Katastrophe in Gang, an deren Ende Gewalt, Chaos und Wahnsinn stehen.
Shakespeares wohl düsterstes Drama erzählt von der Selbstzerstörung einer Welt, die ihren Bewohnern – allen voran dem gealterten König selbst – unlesbar geworden ist. Zeichen der Macht und Zeichen der Liebe überlagern sich, verschwimmen und entziehen sich jeder Deutung. Grenzen verflüssigen sich, Regeln wirken hohl und Rituale lächerlich. Form und Inhalt der eigenen Existenz – soziale Rolle und persönliches Empfinden, Selbstentwurf und Selbstverwirklichung – klaffen so unüberbrückbar auseinander, dass der Sturz in einen apokalyptischen Naturzustand als fataler Ausweg erscheint.

Regie: Karin Beier
Bühne und Kostüme: Johannes Schütz
Musik: Jörg Gollasch
Licht: Annette ter Meulen
Dramaturgie: Christian Tschirner

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Theater

Am Königsweg

von Elfriede Jelinek

„Achtung, hier kommt der neue König…!“ Der Sieger, der Vorkämpfer, der Anführer, der Gewinner, der Vater, der Erlöser, der Gott: Viele Namen trägt der gerade erwählte König, doch wie er wirklich heißt, wird nie direkt ausgesprochen: Donald J. Trump ist Anlass, aber nicht Essenz des neuen Stückes von Elfriede Jelinek. Sie stellt sich grundsätzlichere Fragen wie: Wieso treten Rechtspopulismus und Superkapitalismus stets gemeinsam auf? Bedeutet der Sieg dieses Königs nicht die gespenstische Rückkehr des „Alten“, „historisch Überlieferten, auch wenn damals Millionen daran krepiert sind“? Und wieso steht der Verblendung der neuen Rechten keine Hellsicht der Gegner gegenüber? Wieso sind in diesem Schauspiel alle blind?

Gleich zu Beginn des Stückes: Auftritt der Autorin als blinde Seherin; sie blutet aus den Augen, später auch aus dem Mund. Der König tritt als blinder Ödipus auf. Er bringt die Pest und wird bald ausgestoßen werden, aber noch sitzt er in seinem goldenen Turm auf goldenen Stühlchen, trinkt mit seiner goldigen Familie aus goldenen Bechern. Seine Anhänger und Gegner schlagen derweil aufeinander ein wie Kasperle auf das Krokodil. Wo sind wir hier? In einer Monster Horror Picture Show? Im Unterschichtsfernsehen? Einem schlechten Imperator-Film? In einem Helden-Cartoon? Trumps Selbstinszenierung liefert die perfekte Steilvorlage für Jelineks geniale Parodie. Und doch bleibt Verzweiflung, Ohnmacht und Erschrecken spürbar: über den Hass und die Wut der neuen weißen Rotten, über Nationalismus und Rassismus, die wie monströse Zombies aus alten Gräbern wiederauferstehen.

Regie: Falk Richter
Bühne: Katrin Hoffmann
Kostüme: Andy Besuch
Video: Meika Dresenkamp, Michel Auder
Komposition und Musik: Matthias Grübel
Dramaturgie: Rita Thiele

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Aufführungen Thalia Theater Hamburg Hamburg, Alstertor 1
Aufführungen / Theater Thalia in der Gaußstraße Hamburg Hamburg, Gaußstraße 190
Aufführungen / Ballett Hamburg Ballett John Neumeier Hamburg, Caspar-Voght-Straße 54
Aufführungen / Aufführung Theater Naumburg
Di, 18.6.2019, 11:15 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Di, 18.6.2019, 11:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Di, 18.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Mi, 19.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Do, 20.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Fr, 21.6.2019, 11:30 Uhr
Aufführungen / Oper Opernloft im Alten Fährterminal Altona Hamburg, Van-der-Smissen-Straße 4
Fr, 21.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Fr, 21.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Oper Opernloft im Alten Fährterminal Altona Hamburg, Van-der-Smissen-Straße 4
Sa, 22.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Sa, 22.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Theater theater itzehoe Itzehoe, Theodor-Heuss-Platz 1
Aufführungen / Theater Ohnsorg-Theater GmbH Hamburg, Große Bleichen 23-25
Aufführungen / Aufführung Die Burg - Theater am Biedermannplatz Hamburg, Biedermannplatz 19
Aufführungen / Oper Opernloft Junges Musiktheater Hamburg e.V. Hamburg, Van-Der-Smissen-Straße 4
Aufführungen / Theater VB Thalia Hamburg, Maike-Harder-Weg 19
Aufführungen / Operette Hamburger Engelsaal Hamburg, Valentinskamp 40 - 42
Aufführungen / Theater Theater das Zimmer Hamburg, Washingtonallee 42
Aufführungen / Theater Pantheater Haseldorf, Deichreihe 29
Aufführungen / Kabarett Theaterschiff Hamburg Hamburg, Holzbrücke 2 / Nikolaifleet
Aufführungen / Theater Theater Die Komödianten Kiel, Wilhelminenstrasse 43
Aufführungen / Theater Galli Theater Hamburg Hamburg, Behringstraße 26-28
Aufführungen / Theater Altonaer Theater Hamburg, Museumstraße 17
Aufführungen / Theater Volkstheater Geisler Lübeck, Dr. Julius - Leber - Straße 25

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