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Thalia in der Gaußstraße

Kontakt

Thalia in der Gaußstraße
Gaußstraße 190
D-22765 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-306039-10 / -12
E-Mail: petra.mai@thalia-theater.de

 

Kartenkasse
Mo-Sa 10-19 Uhr
So und Feiertage 16-18 Uhr
info@thalia-theater.de
Tel. 040.32814-444, Fax -212

Das Wetter

Uraufführung: 19. Mai 2018, Thalia Gaußstraße

Ein feiner Nebelvorhang hängt über den Morgenstunden. Von der See her weht schwacher Wind in Richtung eines südöstlichen Tiefdruckgebiets. Nach dezentem Druckabfall in Bodennähe verstärkt er sich, trägt den Nebel fort und entblößt am späten Vormittag die Frühlingssonne. Sie geht still auf ihren Zenit zu und erwärmt die aufsteigende Luft, bis gegen zwei Uhr die Höchsttemperatur erreicht wird. Am frühen Nachmittag schieben sich Wolken vor die Szene. Winde fahren auf. Leichter Nieselregen kündigt einen Wetterumschwung an.
Lange hatte das Theater kein Dach über dem Kopf. Es fand unter freiem Himmel statt, direkt unter den Augen der Götter. Wind und Wetter waren natürliche Bestandteile der Dionysien, Blitz und Donner spielten in der Tragödie sich selbst. Die unbeherrschbare Natur war unteilbar verbunden mit der Poesie. Inzwischen sind Himmel und Theater getrennt. Die Angst vor dem, was „draußen“ ist, hat das Wetter ausgesperrt. Dabei ist das Naturschauspiel der Ursprung des Dramas – Katastrophe und Katharsis sind Geschwister.

Alle reden ständig über das Wetter. Sie haben Recht damit. Jan Philipp Stange inszeniert das Wichtigste und Unwichtigste, das es gibt. Mit schmelzenden Polen und Donnerblitzen, mit Langeweile und Gummistiefeln. Jeden Tag aufs Neue. Jan Philipp Stange, der erstmals am Thalia Theater arbeitet, war mit seiner Inszenierung „Der 10. Juni 2016“ beim Hamburger Festival „Körber Studio Junge Regie“ zu Gast.

Regie: Jan Philipp Stange
Theater

Dancer in the Dark

nach dem gleichnamigen Film von Lars von Trier

Amerika im Jahr 1960. Selma Jezkova hat große Sorgen. Die tschechische Einwanderin leidet an einer Augenkrankheit, die sie nach und nach erblinden lässt. Auch ihr zwölfjähriger Sohn hat die Krankheit geerbt. Um Geld für die rettende Operation des Kindes zu verdienen, schiebt sie Doppelschichten in einer Metallfabrik. Ihre Sehschwäche verheimlicht sie aus Angst davor, die Arbeit zu verlieren. Aber sie hat eine große Leidenschaft: die heile Welt der amerikanischen Musicals, in der nie etwas Schreckliches geschieht und deren Musik sie durch ihren bedrückenden Alltag trägt. Als Selmas hart erspartes Geld von einem Nachbarn gestohlen wird, prallen Realität und Traumwelt aufeinander. Selma wird zur Mörderin. Der Regisseur Lars von Trier schrieb und verfilmte den Stoff als modernes melodramatisches Musical mit der Sängerin Björk in der Hauptrolle. Für Bastian Kraft ist es, nach seiner hochgelobten Inszenierung von „Dogville“ am Schauspiel Köln, die zweite Auseinandersetzung mit dem dänischen Dogma-Regisseur.

Regie: Bastian Kraft
Theater

Bilder deiner großen Liebe

von Wolfgang Herrndorf
Ein Abend von Birte Schnöink & Marie Rosa Tietjen

Ein Abend über Isa, die Herrscherin über das Universum, die Planeten und Alles.

Ein Roadtrip. Durch Wälder und Pfützen, Gedanken und Gedankenstriche. Isa ist bewaffnet. Eine radikale Denkerin, die wenn sie es will, die Sonne verschieben kann. Sie geht zu Fuß. Mit einer Pause am goldenen Berg. „Von oben sehe ich über das Land und bin müde. Im Innern wüten eiserne Zangen. Ich versuche zu schlafen und kann es nicht. Ich versuche weiterzugehen und kann es nicht. Ich konzentriere mich auf die Sachlage und komme zu dem Ergebnis, dass ich Hunger habe.“
Dann geht Isa weiter. Satz für Satz. Ort für Ort.
Und dazwischen? „Das sind die Löcher der Kausalität. Es sind die fehlenden Übergänge von Ursache und Wirkung. An diesen Stellen klafft das ganze Universum auf.“, so zitiert Wolfgang Herrndorf den Philosophen
Joseph Vogl in seinem Blog „Arbeit und Struktur“.

Seine letzte Arbeit „Bilder deiner großen Liebe“ bleibt nach Herrndorfs Freitod im Jahr 2013 ein unvollendeter Roman, ein „kaputtes“ Werk.

Regie: Marie Rosa Tietjen
Dramaturgie: Christina Bellingen
Bühne: Katharina Pia Schütz
Kostüme: Birte Schnöink, Marie Rosa Tietjen
Video: Birte Schnöink, Marie Rosa Tietjen
Darsteller: Birte Schnöink
Theater

Tschick

nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf

"Mit Kunstblut und Eiswürfeln, Weltraumanzügen und Klaviermusik beleben die drei überzeugenden Darsteller ein quirliges und charmantes Stück – das damit dem Buch absolut gerecht wird." taz

Maik und Tschick, zwei vierzehnjährige Außenseiter, die nichts zu verlieren haben, außer vielleicht ihre Einsamkeit, machen sich mit einem geklauten Lada auf den Weg in die Walachei durch eine surreale Mondlandschaft voller merkwürdiger Menschen, irgend-wo entlang der deutschen Autobahnen. Eine Geschichte vom Erwachsenwerden, dem besten Sommer des Lebens, von Freundschaft und erster Liebe: eine Abenteuerreise ins Unbekannte.

Regie: Christopher Rüping
Bühne: Jonathan Mertz
Kostüme: Lene Schwind
Musik: Christoph Hart
Dramaturgie: Sandra Küpper
Theater

Ich rufe meine Brüder

von Jonas Hassen Khemiri

„Ich rufe meine Brüder an und sage: Da ist neulich so ein krankes Ding passiert. Habt ihr gehört? Ein Mann. Ein Auto. Zwei Explosionen. Mitten in der City. Ich rufe meine Brüder an und sage: Jetzt geht’s los. Haltet euch bereit.“ Amor ist ein junger Mann – Enkel, Freund, Cousin, Student – dessen Normalität plötzlich zusammenbricht, als in Stockholm eine Autobombe explodiert. Amor glaubt, die Aufmerksamkeit aller anderen auf sich zu ziehen; und in jedem Blick vermutet er einen Verdacht. Seine Realität beginnt sich zu verschieben, als er anfängt, die diffuse Angst vor islamistischem Terror auf sich zu projizieren. „Weißt du, ich bin nicht sicher, wie viel sich nur in meinem Kopf abspielt“, gesteht er Valeria, seiner Jugendliebe. Möglichst normal versucht er trotzdem, seinem Alltag nachzugehen. Aber wie sieht „normal“ eigentlich aus, wenn man plötzlich zur Projektionsfläche von Vorurteilen wird? Wieviel hat er wirklich mit dem Attentat zu tun? Schnell wird deutlich, wie leicht sich die Wahrnehmung von Täter und Opfer, von Realität und Einbildung verwischen und manipulieren lässt. Jonas Hassen Khemiris Texte haben bereits Tradition am Thalia: Nachdem „Invasion!“ in der Regie von Antú Romero Nunes bereits in der sechsten Spielzeit zu sehen sein wird, ist „Ich rufe meine Brüder“ nach „Wir sind Hundert“ das dritte Stück des schwedischen Autors im Spielplan. Seine Texte nehmen immer wieder gewohnte Wahrnehmungsmuster auseinander und beschäftigen sich auf ungewöhnliche Weise mit der Frage nach dem scheinbar „Fremden“ in unserer Mitte.

Regie: Anton Kurt Krause
Ausstattung: Sibylle Wallum
Dramaturgie: Anne Rietschel
Theater

Imperium

von Christian Kracht

„Wachet auf aus eurer Lethargie, ihr Vegetarier, und setzt an Stelle eurer Sehnsucht, die das Paradies in weiter, weiter Ferne sieht, die mutige Tat: Schnürt euer Ränzel, packt die Koffer, steigt aufs Schiff und ziehet ein ins Reich der Kokospalme, in den Palmentempel des Fruktivorismus! Ziehet ein ins Sonnenland, um Sonnenkinder zu werden.“ August Engelhardt

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlässt August Engelhardt die mit Macht in die Moderne aufbrechende westliche Zivilisation, besteigt ein Schiff und macht sich auf in die Südsee nach Deutsch-Neuguinea. Der Frühhippie, überzeugter Nudist und Vegetarier will dort in der deutschen Kolonie sein tropisches Weltreich des Fruktivorismus begründen. Auf Kredit kauft er die Insel Kabakon, mit Kokosplantage und Bewohnern. Seine Heilslehre, der Kokovorimus, beruht auf der Überzeugung, die Kokosnuss sei die vollkommene Frucht, der Sonne am nächsten und biete als ausschließliche Nahrungsquelle dem Menschen die Möglichkeit, einen gottähnlichen Zustand zu erreichen.

Christian Kracht erzählt in seinem Roman „Imperium“ vom Werde- und Niedergang eines bizarren Aussteigers. Mit gleichermaßen nüchternem Erzählton eines Reiseberichts wie praller, barocker Ausschmückung eines anekdotischen Abenteuerromans - sich dabei üppig historischer Ereignisse wie auch Lebensdaten von Personen der Zeitgeschichte bedienend - betreibt Kracht ein elegantes Spiel mit Fiktionalisierung von der Kolportage bis zur Camouflage und ruft auf irritierende Weise brisante Fragen nach Zusammenhängen zwischen Utopie und Fanatismus wach. Denn während sich weit, weit weg ein Weltverbesserer auf seinem Weg zur Erlösung in die Paranoia verirrt, entwickelt sich das übrige Weltgeschehen in dramatischer Weise und bereitet den Boden, für einen anderen Vegetarier, dem Massen in ihren eigenen Untergang folgen werden.

Regie: Jan Bosse
Bühne: Stéphane Laimé
Kostüme: Kathrin Plath
Musik: Jonas Landerschier
Dramaturgie: Gabriella Bußacker
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Theater Thalia in der Gaußstraße Hamburg Hamburg, Gaußstraße 190
Aufführungen / Ballett Hamburg Ballett John Neumeier Hamburg, Caspar-Voght-Straße 54
Aufführungen / Aufführung theater itzehoe Itzehoe, Theodor-Heuss-Platz 1
Aufführungen / Aufführung Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Schwerin, Graf-Schack-Allee 11
Aufführungen / Aufführung Ohnsorg-Theater GmbH Hamburg, Große Bleichen 23-25
Aufführungen / Aufführung Theater Schachar Hamburg, Bogenstraße 36
Aufführungen / Konzert Laeiszhalle - Musikhalle Hamburg Hamburg, Johannes-Brahms-Platz
Aufführungen / Aufführung Alt-Rahlstedter Theatergruppe Hamb urg, Scharbeutzer Straße 36
Erstklassiges Amateurtheater ausHamburg Leitung Hanna Barthels
Aufführungen / Konzert Musikseminar Hamburg Hamburg, Max-Brauer-Allee 24
Aufführungen / Konzert Junge Philharmonie Elbe-Weser Stade, Im Johanniskloster
Aufführungen / Aufführung Kultur Bühne Bugenhagen Hamburg, Biedermannplatz 19
"Ensemble Proszenium"
Aufführungen / Oper OPERNLOFT Hamburg, Fuhlenwiete 7
Aufführungen / Konzert Jazzclub im Stellwerk Hamburg, Hannoversche Str. 85 (direkt im Bahnhof Harburg)
Aufführungen / Theater Amateurtheater VB Thalia v.1879 e,V, Hamburg, Maike-Harder-Weg 19
Geschäftsstelle Rainer Pietschmann
Aufführungen / Operette Hamburger Engelsaal Hamburg, Valentinskamp 40 - 42
Das Theater der leichten Muse
Aufführungen / Aufführung Theater in der Washingtonallee Hamburg, Washingtonallee 42
www.theaterwashingtonallee.de
Aufführungen / Theater Pantheater Haseldorf, Deichreihe 29
Aufführungen / Kabarett DAS SCHIFF Hamburg, Holzbrücke 2 / Nikolaifleet
Hamburgs Theaterschiff
Aufführungen / Aufführung Theater Die Komödianten Kiel, Wilhelminenstrasse 43
Aufführungen / Aufführung Theater Die Komödianten Kiel, Wilhelminenstrasse 43
Aufführungen / Aufführung Galli Theater Hamburg Hamburg, Behringstraße 26-28
Aufführungen / Theater Altonaer Theater Hamburg, Museumstraße 17
Aufführungen / Theater Volkstheater Geisler Lübeck, Dr. Julius - Leber - Straße 25
Aufführungen / Konzert Halle4.24 Hamburg, Stockmeyer Str. 41
Konzerthalle für Klassik und Jazz