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Thalia in der Gaußstraße

Die Gaußstraße ist Dependance des Thalia Theaters und Stadtteiltheater von Hamburg Altona gleichermaßen – offen für alle aus dem Großraum Hamburg, aber mit starker Anbindung an den kreativen Melting Pot Altona aus Arbeitern, Künstlern, bürgerlichem Mittelstand und einer zunehmend interkulturellen Gesellschaft. Besonders dem multinationalen Zusammenhang wird das Programm des Thalias in der Gaußstraße verstärkt Rechnung tragen und gleichzeitig Kreativort für ungewöhnliche und junge künstlerische Initiativen sein.

In den letzten zehn Jahren hat sie sich die Gaußstraße vom Fabrikgelände in ein Kreativzentrum mit dem Charme eines New Yorker Hinterhofs verwandelt. Hier hat sich das Thalia eine Spielstätte und Probebühnen erobert. Wir gestalten weiter: Das Foyer ist offener, großzügiger, wohnlicher und lädt noch entschiedener zur Kommunikation ein. Die zweite Spielstätte neben der Thalia Gauß ist die Thalia Gauß Garage, ein Ort mit Patina, ein Ort für Experimente und zum Entdecken.

Kontakt

Thalia in der Gaußstraße
Gaußstraße 190
D-22765 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-306039-10 / -12
E-Mail: petra.mai@thalia-theater.de

 

Kartenkasse
Mo-Sa 10-19 Uhr
So und Feiertage 16-18 Uhr
info@thalia-theater.de
Tel. 040.32814-444, Fax -212

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Thalia in der Gaußstraße

Theater

Ein Mensch brennt

von Nicol Ljubić

Uraufführung: 08. September 2019

Mitten im Deutschen Herbst gerät das Leben des zehnjährigen, fußballbegeisterten Hanno Kelsterberg aus dem Lot: Hartmut Gründler zieht als Untermieter bei Familie Kelsterberg ein. Er ist Idealist, kompromissloser Atomkraftgegner, engagierter Politkämpfer. Noch ahnt niemand, dass er sich am 16. November 1977 in der Hamburger Innenstadt als Zeichen gegen die Atompolitik der Bundesrepublik selbst verbrennen wird. Während Hannos Vater die Bemühungen seines Untermieters belächelt oder entnervt abtut, gerät seine Mutter immer mehr in dessen Bann. Sie ist fasziniert von dem unermüdlichen Einsatz Gründlers und beginnt ihn zu unterstützen: gemeinsam schreiben sie Protestbriefe an Helmut Schmidt und verteilen Flugblätter auf Demos. Hanno erlebt, wie die Ehe seiner Eltern unter dem ideologischen Fremdgehen leidet und schließlich zerbricht. Heute, als Erwachsener, will Hanno verstehen, was in diesen Jahren vor sich ging und wie seine Familie an einem vermeintlich selbstlosen Weltverbesserer zugrunde gehen konnte. Er versucht, eine neue Perspektive auf seine Vergangenheit zu finden: Wofür möchte man einstehen? Wie weit ist man bereit für seine Überzeugungen zu gehen? Endet die Welt am eigenen Gartentor oder fängt sie da erst an?

Ausgehend von der wahren Geschichte Hartmut Gründlers zeichnet der 1971 in Zagreb geborene und mittlerweile in Berlin lebende Autor Nicol Ljubić ein ebenso provokantes wie auch feinfühliges Porträt einer bürgerlichen Familie in den siebziger Jahren.

Swen Lasse Awe wurde mit der Uraufführung von „Abraum“ von Wilke Weermann an den Münchner Kammerspielen zum Körber Studio Junge Regie eingeladen. Zuletzt inszenierte er die Uraufführung „German Love Letter (zum Mond)“ von Lisa Danulat am Theater Bielefeld. Mit „Ein Mensch brennt“ zeigt er erneut eine Uraufführung, seine erste Arbeit am Thalia in der Reihe „Junge Regie“.

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Theater

Der Boxer

von Szczepan Twardoch

Uraufführung: 14. September 2019

Aus dem Polnischen von Olaf Kühl

Im Warschau der 30er Jahre kämpft der jüdische Boxer Jakub Shapiro mit der Kraft und Geschicklichkeit seines Körpers darum, dem Elend seiner Herkunft zu entkommen. Er arbeitet für den Paten Jan Kaplica, der über Warschau herrscht wie Al Capone über Chicago. Der Großganove kontrolliert die Bordelle, treibt Schutzgeld ein und genießt das Leben in dicken Autos und dunklen Bars. Shapiro begleitet Kaplica und erledigt für dessen Imperium die Drecksarbeit. Bald werden die mafiösen Geschäfte und das süße Leben überschattet vom Kampf gegen die polnischen Nationalisten, die in der Stadt die Macht übernehmen wollen. „Der Boxer“ zeichnet ein eindringliches Bild der Stadt Warschau – kurz bevor die deutsche Wehrmacht einmarschiert.

Die junge, mehrfach ausgezeichnete polnische Regisseurin Ewelina Marciniak bringt den Roman von Szczepan Twardoch, Star der polnischen Gegenwartsliteratur, auf die Bühne. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht der drei Frauen, die Shapiros Leben teilen, allen voran seine Geliebte Ryfka, eine Bordellbesitzerin. Man kann „Der Boxer“ als Warnung lesen vor dem wachsenden Nationalismus in Polen und Europa heute. Aber auch als Ballade Noire über das Böse, das jeden in dieser Geschichte infiziert: Nationalisten, Kommunisten, Juden, Boxer, Gangster, Politiker und auch jene Angehörige der Mittelklasse, die sich durch die Deportation ihrer jüdischen Nachbarn bereichern. Wenn Gewalt so attraktiv ist, dass sie uns betört, so Marciniak, können wir sie dann bekämpfen, über sie schreiben, ein Stück über sie anschauen – und von ihrer Verführung verschont bleiben?

Regie: Ewelina Marciniak
Dramaturgie: Susanne Meister

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Der Boxer

Theater

Amerika

Nach dem Roman von Franz Kafka

„Als der sechzehnjährige Karl Roßmann, der von seinen armen Eltern nach Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und ein Kind von ihm bekommen hatte, in dem schon langsam gewordenen Schiff in den Hafen von New York einfuhr, erblickte er die schon längst beobachtete Statue der Freiheitsgöttin wie in einem plötzlich stärker gewordenen Sonnenlicht.“

Franz Kafka Kafkas Amerika ist kein konkretes Land, sondern ein vielfach überlagertes Bild aus Mythen, Projektionen, Fakten und Fantasien. Die Reise des Auswanderers Karl Roßmann findet im Kopf statt, von der Einfahrt in den Hafen New Yorks bis zur finalen Zugfahrt zum großen Naturtheater von Oklahoma ist es die Odyssee eines Anschlusssuchenden, der bis zuletzt nicht an der eigenen Isolation verzweifelt und vielleicht sogar am Ende im Theater Oklahomas jenes Zuhause findet, das er fortwährend suchte.

Kafkas epochales Werk schildert zu Beginn des 20. Jahrhunderts hellsichtig die Figur des „Vertriebenen“ – vertrieben durch die Eltern, vertrieben aus Europa. Die Geschichte eines Heimatlosen, dem Amerika nicht, wie Hunderttausenden von freiwilligen Auswanderern zum Ort der Verheißung wird, sondern zum Land des sozialen Abstiegs – ein Antibild zu Familien wie den irischen Kennedys oder deutschen Kaufmannsfamilien, die sich dort eine neue Existenz aufbauten. Kafka ermöglicht durch die Schilderung der Welt der Moderne, ihrer gigantischen Verkehrsströme, ihrer hektischen Arbeitswelt unser erinnerndes Erstaunen darüber, dass all das, was wir als normal empfinden, erst seit kurzem so ist. Kafkas Roman als Phantasma und Erlebnis eines einzigen Schauspielers.

Regie: Bastian Kraft
Bühne: Peter Baur

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Amerika

Theater

In der Schwebe

von Maya Arad Yasur

Schau nicht nach unten. Das musst du dir einschärfen: Schau nur die Leute hinter den Fenstern an und stell dir vor, du hättest ihren Boden unter den Füßen.

In schwindelnder Höhe hängen Isaac und Benjamin in der Luft, nur gesichert mit einem Seil, unter ihnen geht es 13 Stockwerke in die Tiefe. Nicht der beste Ort für Isaac, um einem Menschen aus der Vergangenheit zu begegnen, mit dem er eigentlich hatte abschließen wollen: ob aus Zufall, Schicksal oder Berechnung hängt sein früherer Weggefährte Benjamin neben ihm vor der Fassade des Wolkenkratzers. Und der will – ausgestattet nur mit Putzutensilien, Möhren und einem Messer – der Vergangenheit auf den Grund gehen. Die eigene Geschichte, geprägt von Krieg und Gewalt, lässt sich nicht länger verdrängen und fördert grausame Wahrheiten zu Tage. Doch dann passiert ein Unfall, der beide zurück in die Gegenwart schleudert und möglicherweise ihre Zukunft in Europa gefährdet.

Maya Arad Yasur gewann für ihr Stück „Diamond Stars“ (In der Schwebe) 2010 den ersten Preis beim Dramatikerwettbewerb des ITI (International Theatre Institute) und der UNESCO. 2014 wurde sie mit dem Habima Award für Nachwuchskünstler ausgezeichnet und erhielt 2018 den Stückemarktpreis des Berliner Theatertreffens für „Amsterdam“. Die Theaterstücke der israelischen Dramatikerin werden an diversen Theatern in Israel, Deutschland, Österreich, Norwegen und den USA aufgeführt.

Regie: Alek Niemiro
Bühne: Marion Schindler
Kostüme: Anna Degenhard
Dramaturgie: Hannah Stollmayer
Musik: Tom Gatza

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Bewertungen & Erfahrungsberichte In der Schwebe

Theater

Bilder deiner großen Liebe

von Wolfgang Herrndorf
Ein Abend von Birte Schnöink & Marie Rosa Tietjen

Ein Abend über Isa, die Herrscherin über das Universum, die Planeten und Alles.

Ein Roadtrip. Durch Wälder und Pfützen, Gedanken und Gedankenstriche. Isa ist bewaffnet. Eine radikale Denkerin, die wenn sie es will, die Sonne verschieben kann. Sie geht zu Fuß. Mit einer Pause am goldenen Berg. „Von oben sehe ich über das Land und bin müde. Im Innern wüten eiserne Zangen. Ich versuche zu schlafen und kann es nicht. Ich versuche weiterzugehen und kann es nicht. Ich konzentriere mich auf die Sachlage und komme zu dem Ergebnis, dass ich Hunger habe.“
Dann geht Isa weiter. Satz für Satz. Ort für Ort.
Und dazwischen? „Das sind die Löcher der Kausalität. Es sind die fehlenden Übergänge von Ursache und Wirkung. An diesen Stellen klafft das ganze Universum auf.“, so zitiert Wolfgang Herrndorf den Philosophen
Joseph Vogl in seinem Blog „Arbeit und Struktur“.

Seine letzte Arbeit „Bilder deiner großen Liebe“ bleibt nach Herrndorfs Freitod im Jahr 2013 ein unvollendeter Roman, ein „kaputtes“ Werk.

Regie: Marie Rosa Tietjen
Dramaturgie: Christina Bellingen
Bühne: Katharina Pia Schütz
Kostüme: Birte Schnöink, Marie Rosa Tietjen
Video: Birte Schnöink, Marie Rosa Tietjen
Darsteller: Birte Schnöink

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Bilder deiner großen Liebe

Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen Thalia Theater Hamburg Hamburg, Alstertor 1
Aufführungen / Ballett Hamburg Ballett John Neumeier Hamburg, Caspar-Voght-Straße 54
Aufführungen / Aufführung Theater Naumburg
Di, 18.6.2019, 11:15 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Di, 18.6.2019, 11:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Di, 18.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Mi, 19.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Do, 20.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Fr, 21.6.2019, 11:30 Uhr
Aufführungen / Oper Opernloft im Alten Fährterminal Altona Hamburg, Van-der-Smissen-Straße 4
Fr, 21.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Fr, 21.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Oper Opernloft im Alten Fährterminal Altona Hamburg, Van-der-Smissen-Straße 4
Sa, 22.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung The English Theatre of Hamburg Hamburg, Lerchenfeld 14
Sa, 22.6.2019, 19:30 Uhr
Aufführungen / Theater theater itzehoe Itzehoe, Theodor-Heuss-Platz 1
Aufführungen / Theater Ohnsorg-Theater GmbH Hamburg, Große Bleichen 23-25
Aufführungen / Aufführung Die Burg - Theater am Biedermannplatz Hamburg, Biedermannplatz 19
Aufführungen / Oper Opernloft Junges Musiktheater Hamburg e.V. Hamburg, Van-Der-Smissen-Straße 4
Aufführungen / Theater VB Thalia Hamburg, Maike-Harder-Weg 19
Aufführungen / Operette Hamburger Engelsaal Hamburg, Valentinskamp 40 - 42
Aufführungen / Theater Theater das Zimmer Hamburg, Washingtonallee 42
Aufführungen / Theater Pantheater Haseldorf, Deichreihe 29
Aufführungen / Kabarett Theaterschiff Hamburg Hamburg, Holzbrücke 2 / Nikolaifleet
Aufführungen / Theater Theater Die Komödianten Kiel, Wilhelminenstrasse 43
Aufführungen / Theater Galli Theater Hamburg Hamburg, Behringstraße 26-28
Aufführungen / Theater Altonaer Theater Hamburg, Museumstraße 17
Aufführungen / Theater Volkstheater Geisler Lübeck, Dr. Julius - Leber - Straße 25

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