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Schauspiel Hannover

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Schauspiel Hannover
Niedersächsische Staatstheater Hannover
Prinzenstr. 9
D-30159 Hannover

Telefon: +49 (0)511-9999 00

 

Kassen im Opernhaus und im Schauspielhaus
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10–19.30 Uhr (Vorverkauf bis 18.30 Uhr), Samstag 10–14 Uhr (im Opernhaus bis 18 Uhr)
An den Kassen können auch alle Programmhefte aktuell laufender Produktionen erworben werden.
Abendkasse: eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (kein Vorverkauf)

Telefonischer Kartenverkauf
Montag bis Freitag 10–18 Uhr, Samstag 10–14 Uhr
Schauspiel

Der schwarze Obelisk

Geschichte einer verspäteten Jugend von Erich Maria Remarque

Premiere: 31. August 2018, Schauspielhaus

1923 ist Ludwig Bodmer Grabsteinverkäufer in Werdenbrück. Das Geschäft geht gut, trotzdem befindet er sich in schwieriger Finanzlage, denn das Geld verliert von Stunde zu Stunde an Wert. Ludwig legt sich ein Arsenal an Schwindeleien zurecht, um den Alltag zu überstehen: Mahlzeiten zahlt er mit längst abgeschafften Essensmarken; statt im Varieté Eintritt zu zahlen, beobachtet er seine freizügige Nachbarin am Fenster; auf Alkohol lässt er sich einladen. – Die durch den Weltkrieg verpasste Jugend will nachgeholt werden! Am Wochenende arbeitet Ludwig als Organist in einem Irrenhaus und lernt dort Geneviève Terhoven kennen. Sie ist schön und persönlichkeitsgespalten, die meiste Zeit über nennt sie sich Isabelle. Das Mädchen, so scheint ihm, hat mehr verstanden von der Welt als die sich moralisch auflösende Gesellschaft vor dem Eingangstor zur Anstalt. Hier zieht es bereits auf: das erste nationalistische Donnergrollen. Und während Ludwigs Kameraden gespannt Hitlers Reden im Radio verfolgen, auf den Straßen erst Vereinzelte, dann ganze Gruppen das Deutschlandlied singen, es scheinbar beliebige Festnahmen gibt, entschließt er sich zu gehen.

Nach seinen erfolgreichen Bühnenadaptionen von Im Westen nichts Neues und Die Nacht von Lissabon vervollständigt Lars-Ole Walburg mit Der schwarze Obelisk seine Remarque-Trilogie. Erschienen auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, gilt auch dieses Werk als wichtige Antikriegsliteratur. Alle drei Inszenierungen werden in dieser Spielzeit im Repertoire zu sehen sein.

Regie: Lars-Ole Walburg
Bühne: Robert Schweer
Kostüme: Nina Gundlach
Musikalische Leitung: Lars Wittershagen
Dramaturgie: Kerstin Behrens
Schauspiel

Trutz

nach dem Roman von Christoph Hein

Premiere: 08. September 2018, Schauspielhaus

Der deutsche Schriftsteller Rainer Trutz und der russische Wissenschaftler Waldemar Gejm geraten in den Malstrom der Gewalten des 20. Jahrhunderts. Nach gelungener Flucht vor den Nazis kommen Trutz und seine Frau voller Hoffnung auf ein besseres Leben in der Sowjetunion an. Hier lernen sie die Gejms kennen. Ein Kind wird geboren, Maykl. Auch die Gejms haben einen Sohn, Rem. Waldemar Gejm macht die beiden Kinder zu Probanden in seiner Forschung zur Mnemotechnik, der Lehre von Ursprung und Funktion des Gedächtnisses. Die beiden Kinder sind gelehrige Schüler. Doch der Hitler-Stalin-Pakt von 1939 ändert schlagartig alles für die deutschen Emigranten. Plötzlich werden sie auch hier verfolgt. Trutz wird im Gulag erschlagen, seine Frau stirbt in der Verbannung und auch Gejm fällt der Willkür des stalinistischen Systems zum Opfer. Er wird deportiert. Seine Forschung erregte Anstoß. Nur Maykl und Rem überleben. Beide werden wegen ihrer Fähigkeit, nichts zu vergessen, im Verlaufe ihres Lebens immer wieder Probleme mit der Macht bekommen. Erst im vereinigten Deutschland begegnen sie sich wieder. Vielleicht gilt ja doch der letzte Satz des Romans: »Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.«

Der 1944 geborene und in Ostdeutschland aufgewachsene Autor Christoph Hein hat einen Roman über das Wirken von Ideologien, über das Hoffen auf ein besseres Leben jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung, über Lügen und Verbrechen und das Problem, all das zu erinnern und zu erzählen, geschrieben.

Regie und Bühne: Dušan David Pařízek
Kostüme: Kamila Polívková
Dramaturgie: Johannes Kirsten
Aufführungen / Oper Staatsoper Hannover Hannover, Opernplatz 1
Aufführungen / Theater Theater in der List Hannover Hannover, Spichernstr. 13
Aufführungen / Theater UHU-Theater Hannover Hannover, Böhmerstr. 8
Aufführungen / Aufführung COMMEDIA FUTURA Hannover, Seilerstr. 15 F
Theater in der Eisfabrik
Aufführungen / Aufführung die hinterbuehne Hannover, Hildesheimer Str. 39a
Aufführungen / Konzert Richard Wagner-Verband Hannover e.V. Burgdorf, Uetzer Str. 60G
Aufführungen / Theater Wilde Reiter e.V. Hannover, Seilerstr.15F
Freies Theatergruppe aus Hannover
Aufführungen / Konzert C.Bechstein Centrum Hannover Hannover, Königstr. 50a
Königshof
Aufführungen / Tanz TANZtheater INTERNATIONAL Hannover, Roscherstr. 12
Tanz und Theater e.V.
Aufführungen / Theater THEATER an der GLOCKSEE Hannover, Glockseestr. 35