zur Startseite

Staatsoper Hannover

Die Staatsoper Hannover gehört zu den weltbesten Opern.
Der Prachtbau wurde 1845 bis 1852 nach einem Entwurf von Hofbaumeister Georg Friedrich Laves erbaut. Er diente zunächst als königliches Hoftheater, da dem König das Schlosstheater zu klein geworden war. Das spätklassizistische Gebäude mit seinen beiden großen Seitenflügeln besitzt zur Georgstraße hin einen Vorbau, auf dem sich die in Stein gemeißelten Abbilder von Dichtern und Komponisten tummeln.
Das Opernhaus brannte 1943 aus und wurde 1948 im historischen Stil wieder aufgebaut. Im Zuge einer General-Sanierung erhielt es 1985 eine völlig neue Akustik. In den Jahren 1996 bis 1998 und zuletzt 2012 wurde die Bühnentechnik erneuert.

Kontakt

Staatsoper Hannover
Niedersächsische Staatstheater Hannover
Opernplatz 1
D-30159 Hannover

Telefon: +49 (0)511-9999 1111
Fax: +49 (0)511 9999 1999

 

Kassen im Opernhaus und im Schauspielhaus
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10–19.30 Uhr (Vorverkauf bis 18.30 Uhr), Samstag 10–14 Uhr (im Opernhaus bis 18 Uhr)
An den Kassen können auch alle Programmhefte aktuell laufender Produktionen erworben werden.
Abendkasse: eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (kein Vorverkauf)

Telefonischer Kartenverkauf
Montag bis Freitag 10–18 Uhr, Samstag 10–14 Uhr
Oper

Tristan und Isolde

Oper von Richard Wagner

Handlung in drei Akten (1856 /57 – 59) nach dem Versroman »Tristan« des Gottfried von Straßburg

Fahlheit, ausgewaschene Farben, immer klarer werdende Konturen – das ist das Morgengrauen, der Übergang von Nacht zu Tag, diese zwielichtige Phase des Tages. Doch für Tristan und Isolde, dieses zum Inbegriff tragischer Liebe gewordene Paar, ist das Morgengrauen mehr als nur ein Farbwert. Für sie bedeutet der Tagesanbruch ein Ende der Dunkelheit, in der Umrisse sich auflösen, Körper, Welt und Seelen miteinander verschmelzen. Sie wissen – und das ist das wahre Morgengrauen –, der Tag wird ihnen nur die Qualen der Entsagung bringen, denn in dieser Welt dürfen sie nicht vereint sein. Schließlich ist sie, die irische Prinzessin Isolde, mittlerweile Frau des kornischen Königs Marke; schließlich ist er, Cornwalls edler Ritter Tristan, dessen treuer Lehnsmann.

Doch Tristans nie versiegende Liebe zu Isolde ist wie die nie stillbare Wunde, die ihn einstmals zu Kriegszeiten unter der falschen Identität des Tantris zu Isolde geführt hatte. Nur Isoldes Heilkünste konnten die Wunde versiegeln, doch als sie in Tantris den Feind erkannte, der ihren Verlobten getötet hatte, verzichtete sie aus Mitleid auf Rache an dem hilfesuchenden, wehrlosen Ritter. Seither tobt in Tristan der Kampf zwischen der Treuepflicht gegenüber seinem König und seiner Liebe zu Isolde – der Krieg, den er einst auf dem Felde austrug, lebt nun schmerzhaft in seinem Innersten weiter.

Ausgerechnet er muss Isolde nach Kriegsende zur Hochzeit mit Marke von Irland nach Cornwall überführen, um den Frieden zwischen den beiden lange verfeindeten Völkern zu besiegeln. Kurz vor Ende der Reise jedoch wird die Konfrontation von Tristan mit Isolde unausweichlich: Sie fordert ihn auf, einen vorgeblichen Sühnetrank zu trinken, von dem sie beide denken, es sei ein erlösendes Gift. Der zu erwartende gemeinsame Tod erlaubt es ihnen, sich gegenseitig ihre Gefühle zu offenbaren – doch als sich der Trank als Liebeselixier herausstellt, wandelt sich dieser Moment höchsten Glückes in den Moment der größten Tragik in ihrem Leben: Seither wissen sie, dass diese unerfüllbare Liebe sie bis an das Ende ihrer Tage quälen wird. Nun bleibt ihnen nur noch das Dunkel der Nacht, um sich ihrer Liebe zu vergewissern, sich gemeinsam im Sehnen nach Vereinigung zu verzehren. »Tristan du, / ich Isolde, /nicht mehr Tristan! /Du Isolde, /Tristan ich, /nicht mehr Isolde!«

Handlungsträger sind nicht mehr nur der Librettotext und das Bühnengeschehen, sondern in nie zuvor dagewesenem Maße die Musik, die dem Strom der Gedanken der Figuren folgt und plastisch schildert, was ihnen unsagbar ist. Leitmotive setzt Wagner auf diesen verworrenen Pfaden der Gefühle als »Wegweiser« ein; die Welten von Tag und Nacht erzählen mittels bahnbrechender Harmonik ebenso viel über die Lichtverhältnisse wie über den Leidensdruck und Schmerz der Protagonisten. So wird »Tristan und Isolde«zu einer »der Ursprungsurkunden der musikalischen Moderne« (Carl Dahlhaus), die Zeugnis ablegt vom ewigen Widerstreit zwischen Sehnsucht und Pflichterfüllung, Licht und Dunkel, Liebessehnsucht und Liebesqual, die den Übergangszustand wie das Morgengrauen fliehen und nur im absoluten Zustand des Todesdunkels Erlösung finden.

Musikalische Leitung: Will Humburg
Inszenierung: Stephen Langridge
Bühne und Kostüm: Conor Murphy
Butoh Choreographie: Tadashi Endo
Licht: Susanne Reinhardt
Choreinstudierung: Lorenzo Da Rio
Dramaturgie: Christopher Baumann
Ballett

Marylin

Ballett von Jörg Mannes

Being Marilyn – ein Phänomen, das Jörg Mannes zutiefst interessiert. Er betrachtet es aus unserer Zeit heraus, in der ein erbitterter Kampf um das Wahrgenommen-Werden geführt wird. Heute gilt es, in einem Universum voller Selfies, den selbst geschaffenen Bildern gerecht zu werden. Der Monroe war das Mitte der 1950er Jahre perfekt gelungen. Doch ihr Image wurde zum Verhängnis, weil es ihr Leben determinierte und ihr eigentliches Selbst zum Verschwinden brachte. Hätte sie einen Wunsch frei, würde trotzdem manche Frau allzu gerne in Marilyns Rolle schlüpfen: Sexsymbol par excellence und Ikone des 20. Jahrhunderts.

Für alle Welt ist Marilyn Monroe die hinreißende, naive Blondine mit den aufregenden Maßen 93–58–91. Ihre Filme sind im kollektiven Gedächtnis verankert: der Thriller »Niagara« ebenso wie die Komödien »Blondinen bevorzugt«, »Wie angelt man sich einen Millionär?« oder »Das verflixte 7. Jahr«. Für »Manche mögen’s heiß« wurde sie als Beste Schauspielerin mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Mit dem Drama »Misfits – Nicht gesellschaftsfähig« bekam sie endlich die Anerkennung als Charakterdarstellerin, die sie immer erhofft hatte. Ihre Hauptrolle, der Medienstar, war hart erarbeitet. Hin und her geschoben zwischen leiblicher Mutter, Pflegeeltern, Waisenhaus und einer verwitweten Tante, entwickelt sich die schüchterne Norma Jeane Mortenson – so ihr eigentlicher Name – zur Teenager-Schönheit. Als Arbeiterin einer Rüstungsfabrik wird sie für einen Pin-up-Kalender fotografiert und avanciert bald zum gefragten Fotomodell und Mannequin. Sie lässt ihr brünettes Kraushaar glätten und erblondet. Nach ersten kleinen Filmrollen nimmt sie Sprech-, Gesangs- und Tanzunterricht. Filmstudio-Bosse basteln gemeinsam mit der 22-Jährigen am Image der Marilyn Monroe, wie sie sich inzwischen nennt. Dazu gehören auch kleinere chirurgische Eingriffe und gebleichtes Haar. Nacktfotos sorgen für einen Skandal, und Marilyns Schlagfertigkeit bringt zusätzliche Publicity. Ihr komödiantisches Talent macht Furore, und ihre Beliebtheit steigt rasant. Doch darauf ruht sie sich keineswegs aus, sondern sie studiert »Methodacting« in Lee und Paula Strasbergs Actors Studio.

Hinter der Fassade des umjubelten Stars verbirgt sich eine Frau, von der die Welt wenig weiß. Insider schildern sie als belesen, kunstinteressiert, sozial und politisch engagiert. Aber das öffentliche Interesse gilt den drei Ehen und den Liebesbeziehungen der Monroe. Vor allem ihr Verhältnis zum US-Präsidenten John F. Kennedy und zu dessen Bruder Robert ist bis heute Gegenstand von Spekulationen – nicht zuletzt durch Marilyns legendären Auftritt mit »Happy Birthday, Mr President« zu Kennedys offizieller Geburtstagsfeier 1962 in New York. Drei Monate später findet man sie tot in ihrem Bett. Suizid oder Mord? Eine bis heute offene Frage.

Choreographie: Jörg Mannes
Bühne: Florian Parbs
Kostüme: Alexandra Pitz
Licht: Holger Klede
Video: Philipp Contag-Lada
Dramaturgie: Brigitte Knöß
Oper

Die Zauberflöte

Wolfgang Amadeus Mozart

Oper in zwei Aufzügen

Rasant beginnt sie, diese Oper aller Opern: Prinz Tamino gerät in die Fänge einer gefährlichen Schlange, fällt relativ unheldenhaft in Ohnmacht und wird von drei mysteriösen Damen gerettet. Doch als Tamino erwacht, ist von ihnen nichts mehr zu sehen; statt ihrer kommt Papageno des Wegs, dem erfrischend gleich-gültig ist, dass Tamino von fürstlichem Geblüt ist. Ebenso wenig geniert er sich, den Sieg über die Schlange für sich in Anspruch zu nehmen – was die drei Damen aus ihrer Deckung lockt. Solche Taten für sich zu reklamieren, stünde Papageno – der lediglich ein Vogelfänger im Dienste ihrer Herrin, der sternflammenden Königin, sei – nicht an, befinden sie. Doch wird ihm eine Chance auf Wiedergutmachung eingeräumt: Er solle im Auftrag der Königin Tamino zur Seite stehen bei der Aufgabe, ihre von Sarastro entführte Tochter Pamina zu retten. Unversehens geraten also der Prinz und der Vogelfänger als ungleiches Duo in ein großes Abenteuer, bei dem sich immer neue Rätsel auftun: Gut und Böse prallen aufeinander, und nicht immer ist klar, wer welcher Seite zuzurechnen ist. Mehr als einmal sind der Prinz und der Vogelfänger bei den Prüfungen des Sarastro dem Tode nahe. Selbst Pamina gerät in Not: Taminos standhafte Stummheit in einer der Prüfungen bringt die an dessen Liebe zweifelnde junge Frau an den Rand des Selbstmords; Papageno hingegen wünscht sich einen Strick bei der Aussicht, ein entsagungsreiches und vor allem gefährtinnenloses Leben führen zu müssen. Schwerwiegende Entscheidungen müssen die Figuren für sich und ihr Leben treffen, während sie zwischen den Polen von Gut und Böse, von Pflichterfüllung und Freiheit hin und her gerissen werden. »Die Zauberflöte« sei neben Shakespeares »Hamlet« und Leonardos »Mona Lisa« das dritte große Rätselwerk unserer Kultur, beschreibt der Schweizer Germanist Peter von Matt die große Faszination dieses Werkes, zu der die Musik maßgeblich beiträgt – schließlich bestimmt sie in Form der titelgebenden Zauberflöte und eines Glockenspiels die Handlung mit.

Mozarts und Schikaneders Oper ist eine umfassende Mischung musikalischer Stile – vom volksliedhaften Ton des Papageno hin zur virtuosen Koloraturarie der Königin der Nacht, von den sakralen Chorklängen der Anhänger Sarastros zu den innig-puren Melodien der Arien Paminas. Gleichzeitig schwebt das Werk zwischen Kasperletheater und Zauberoper, zwischen spektakulärer Maschinenoper und rührendem Volkstheater, zwischen Märchen, Mythos und moralisch-freimaurerisch geprägtem Mysterienspiel. All dies trägt Tamino, Papageno und Pamina durch die Höhen und Tiefen der Handlung – doch geht diese über das Bestehen von Prüfungen hinaus. Dank der Musik Mozarts kommen sie am Ende dem einen großen Rätsel ein Stück weit auf die Spur: Wer bin ich?

Musikalische Leitung: Valtteri Rauhalammi
Inszenierung: Frank Hilbrich
Bühne: Stefan Heyne
Kostüme: Julia Müer
Licht: Susanne Reinhardt
Choreinstudierung: Lorenzo Da Rio
Dramaturgie: Christopher Baumann
Oper

Madame Butterfly

Oper von Giacomo Puccini

Tragedia giapponese (1904)
Von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa

Gemessen an ihrer heutigen Popularität ist es fast unvorstellbar – doch die Uraufführung von Puccinis japanischer Tragödie »Madame Butterfly« 1904 an der Mailänder Scala war ein Desaster. Die vehemente Ablehnung durch das Publikum und die Presse traf den erfolgsverwöhnten Puccini völlig unvorbereitet. Dennoch glaubte er an seine neue Oper über die Geisha Cio-Cio-San, die den in Japan stationierten amerikanischen Marineleutnant Pinkerton heiratet, der sie schon kurze Zeit später verlässt. Bis heute ist Puccinis »seelenvollste, ausdrucksreichste Oper« ein packendes Werk über das Aufeinanderprallen zweier Kulturen, ein eindringliches Psychogramm einer hartnäckig liebenden Frau.

Nach einer Inzenierung von: Peter Brenner
Bühne und Kostüme: Ottowerner Meyer
Licht: Claus Ackenhausen
Choreinstudierung: Lorenzo Da Rio
Aufführungen / Theater Schauspiel Hannover Hannover, Prinzenstr. 9
Aufführungen / Konzert Festival Strings Lucerne Luzern, Dreilindenstr. 93
Aufführungen / Theater Theater in der List Hannover Hannover, Spichernstr. 13
Aufführungen / Festival Intern. Fredener Musiktage Freden, Schillerplatz 6
Aufführungen / Theater UHU-Theater Hannover Hannover, Böhmerstr. 8
Aufführungen / Aufführung THEATER an der GLOCKSEE Hannover, Glockseestr. 35 (Hinterhof)
Fr, 23.11.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung THEATER an der GLOCKSEE Hannover, Glockseestr. 35 (Hinterhof)
Sa, 24.11.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung THEATER an der GLOCKSEE Hannover, Glockseestr. 35 (Hinterhof)
Mi, 28.11.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung THEATER an der GLOCKSEE Hannover, Glockseestr. 35 (Hinterhof)
Fr, 30.11.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung THEATER an der GLOCKSEE Hannover, Glockseestr. 35 (Hinterhof)
Mi, 5.12.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung THEATER an der GLOCKSEE Hannover, Glockseestr. 35 (Hinterhof)
Fr, 7.12.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung THEATER an der GLOCKSEE Hannover, Glockseestr. 35 (Hinterhof)
Sa, 8.12.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung COMMEDIA FUTURA Theater in der Eisfabrik Hannover, Seilerstr. 15 F
Aufführungen / Aufführung die hinterbuehne Hannover, Hildesheimer Str. 39a
Aufführungen / Konzert Richard Wagner-Verband Hannover e.V. Burgdorf, Uetzer Str. 60G
Aufführungen / Theater Wilde Reiter e.V. Freies Theatergruppe aus Hannover Hannover, Seilerstr.15F
Aufführungen / Konzert C.Bechstein Centrum Hannover Königshof Hannover, Königstr. 50a
Aufführungen / Theater TANZtheater INTERNATIONAL Tanz und Theater e.V. Hannover, Roscherstr. 12
Aufführungen / Theater THEATER an der GLOCKSEE Hannover, Glockseestr. 35