Internationales Musikfestival
Heidelberger Frühling 2010

Sa, 20.3.2010 - Sa, 24.4.2010

„Ach Europa“

Das Internationale Musikfestival Heidelberger Frühling hat sich innerhalb kürzester Zeit als eines der „spannendsten und innovativsten Musikfestivals in Deutschland“ etabliert (Deutschlandradio). In seiner 14. Saison lädt es unter dem Motto „Ach Europa“ zu einer musikalischen Reise durch den Kontinent ein. Behandelt wird die Frage nach einer gemeinsamen europäischen Identität und dem Beitrag, den Musik als identitätsstiftendes Element leisten kann.

Zu den „Reisebegleitern“ gehören Thomas Hampson, Sol Gabetta, das City of Birmingham Symphony Orchestra und herausragende Pianisten wie Ivo Pogorelich, Hélène Grimaud, Grigory Sokolov, Ewa Kupiec und David Fray. Mit ECHO-Klassik-Preisträgerin Ragna Schirmer ist auch der erste „Artist in Residence“ ist eine Pianistin. Dies überrascht kaum, bildet doch neben dem Streichquartettfest und dem Heidelberger Atelier (zeitgenössische Musik) der Jubilar Frédéric Chopin einen Schwerpunkt des diesjährigen Programms.

Charakteristisch für die 88 Veranstaltungen in fünf Festivalwochen ist intensive Dialog zwischen Künstlern und Publikum und die Einordnung von Musik in größere Zusammenhänge. Daher nimmt auch das Rahmenprogramm festival+ mit Vorträgen, Konzerteinführungen, Künstlergesprächen und Filmvorführungen einen wichtigen Platz ein und steht der Qualität der Konzerte in nichts nach.

Konzerte

eröffnungskonzert heidelberger frühling 10:
baiba skride und das city of birmingham symphony orchestra

Baiba Skride, Violine
City of Birmingham Symphony Orchestra
Andris Nelsons, Leitung


Richard Wagner (1813-1883): „Meistersinger“-Ouvertüre
Dmitri Schostakowitsch (1906-1975): Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 77
Peter I. Tschaikowsky (1840-1893): Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Sie sind nicht nur fast gleich alt, sondern auch in derselben Stadt geboren: Andris Nelsons (*1978) und Baiba Skride (*1981). Beide stammen aus Riga und können sich so zum jungen Europa zählen. Nelsons, der mittlerweile als „der aufregendste der jüngeren Dirigenten“ (Süddeutsche Zeitung) gilt, verlängerte gerade seinen Vertrag als Chef des City of Birmingham Symphony Orchestra. Die großen Orchester und Opernhäuser weltweit reißen sich ebenfalls um ihn und im Sommer gibt er mit Wagners Lohengrin sein Debüt in Bayreuth.
Nicht minder erfolgreich ist die Geigerin Baiba Skride, die gleichsam zu den spannendsten jungen Musikerinnen unserer Zeit zählt. Ebenso wie Nelsons steht sie für ein klares und durchdachtes, dabei aber vollkommen unprätentiöses Musizieren, Fachpresse und Kritiker loben ihr Spiel einhellig als „…unfehlbar intelligent, […] klar, überlegt, überzeugend“ (International Record Review). Nelsons und Skride lernten sich 2008 bei einer CD-Einspielung mit dem CBSO kennen, beim Eröffnungskonzert des Heidelberger Frühling sind sie nun erneut gemeinsam zu erleben. Zusammen mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra haben sie Schostakowitschs Violinkonzert (für dessen Einspielung Baiba Skride 2006 den ECHO Klassik erhielt) und die 5. Sinfonie von Tschaikowsky im Gepäck – Stücke zweier Komponisten, denen die Freiheiten des heutigen Europa noch nicht vergönnt waren.
Man darf gespannt sein auf die lettisch-britische Begegnung, denn „die Letten“, sagt Andris Nelsons, „ sind ein schüchternes Volk, doch wehe, wenn sie aus sich herausgehen.“

„Die größte und schönste Hoffnung am internationalen Dirigentenhimmel. Der 30-jährige Lette ist ein Ausbund an Musikalität.“
Der Tagesspiegel

Preis: € 99,- | € 79,- | € 59,- | € 45,- | € 29,- | € 19,-

18.30 uhr Vortrag Dr. Bernd Feuchtner

Wir danken Herrn Dr. Jobst Wellensiek

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Sa, 20.3.2010, 19:30 | Tickets online

liederabend thomas hampson

Thomas Hampson, Bariton
Wolfram Rieger, Klavier


Robert Schumann (1810-1856): „Liederkreis“ op. 39
Samuel Barber (1910-1981): Lieder (u.a. „Dover Beach“)

Ein Amerikaner mit Lebensmittelpunkt in der Schweiz, der sich seit vielen Jahren in das deutschsprachige Kunstlied vertieft, in weltweiten masterclasses sein Verständnis einer kulturenübergreifenden Musik weitergibt, ein großer Verfechter der neuen Medien und weltweiten Vernetzung und Wissensübermittlung via Internet ist, mit seiner Stiftung HampsongFoundation seit Jahren den Dialog zwischen Amerika und Europa fördert und dafür kürzlich mit dem Distinguished Artistic Leadership Award ausgezeichnet wurde. Könnte man sich einen besseren Botschafter für das Festivalmotto „Ach Europa“ vorstellen als Bariton Thomas Hampson?

Musikvermittlung, Auseinandersetzung mit dem Eigenen und dem Fremden, der europäischen Musikgeschichte und ihren Einflüssen, all dies sind Themen, die aus dem umfassenden künstlerischen Schaffen des amerikanischen Baritons nicht mehr wegzudenken sind. Themen, die auch dem Heidelberger Frühling am Herzen liegen. Nicht zuletzt deshalb kann man die langjährige Zusammenarbeit von Thomas Hampson und dem Heidelberger Frühling wohl seit so vielen Jahren als eine ganz besondere Freundschaft und Erfolgsgeschichte bezeichnen.

Ein Wiedersehen mit Thomas Hampson wird es bei seinem Liederabend beim Heidelberger Frühling 2010 geben. Am Klavier wird ihn, in bewährter Manier, Wolfram Rieger begleiten, auf dem Programm stehen Werke von Schubert. So sieht Europa in Heidelberg aus.

Preis: € 69,- | € 55,- | € 39,- | € 30,- | € 25,- | € 19,-

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

So, 21.3.2010, 20:00 | Tickets online

literatur und musik | dieter borchmeyer

Dieter Borchmeyer, Vortrag

»Freude schöner Götterfunken« – eine heimliche Freiheits- oder Nationalhymne? Zur Wirkungsgeschichte von Schillers Lied »An die Freude«

Am 23. Dezember 1989 – anderthalb Monate nach dem Mauerfall – führte Leonard Bernstein in Berlin die 9. Sinfonie von Beethoven im Westen und zwei Tage später im Osten der Stadt auf. Den Schlusssatz hatte man so noch nie gehört, denn aus der Ode „An die Freude“ wurde nun ein Hymnus „An die Freiheit“. Bernstein griff hier auf die Legende zurück, der erste Vers des Gedichts habe tatsächlich in der Urfassung nicht der Freude, sondern der Freiheit gegolten.
Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall hat das Lied „An die Freude“ nichts von seiner Aktualität verloren, steht Schillers Text in der Vertonung Beethovens doch heute als musikalisches Synonym für ein in Freiheit vereintes Europa. Wer im 19. Jahrhundert und weithin auch noch im 20. an Schiller dachte, dachte an Freiheit, ja Schillers dichterische Welt bot Ersatz für sie, wenn sie im politischen Leben versagt wurde. Der nationale Begeisterungstaumel des Schiller-Jahrs 1859 ist kaum anders zu erklären. Auf Schiller wurden die durch das Scheitern der Revolution von 1848 enttäuschten Freiheits- und Einigkeitsillusionen des liberalen Bürgertums projiziert.
Von der vermeintlichen Freiheitshymne über die heimliche Nationalhymne bis zur inoffiziellen Europahymne reicht die Wirkungsgeschichte von Schillers Ode „An die Freude“, die der Vortrag von Dieter Borchmeyer vor dem Hintergrund der Mentalitätsstrukturen des späten 18. Jahrhunderts und der deutschen Geschichte nachzeichnen wird.

In Kooperation mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Preis: Eintritt frei

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

So, 21.3.2010, 11:00 | Tickets online

forum junger künstler | dejan lazić

Dejan Lazić, Klavier

Frédéric Chopin (1810-1849):
Zwei Nocturnes op. 32
Ballade Nr. 2 F-Dur op. 38
Ballade Nr. 3 As-Dur op. 47
Grande Polonaise Brillante précédée d'un Andante spianato Es-Dur op.22
Grande Valse Brillante Es-Dur op. 18
Scherzo Nr. 2 b-Moll op. 31
Sergei Rachmaninow (1873-1943):
„Moments Musicaux“ op. 16

„Form wird Drama: Wenn ein Pianist mehr kann als Klavier spielen, profitiert auch sein Klavierspiel davon!“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Wenn ein Pianist zugleich als Komponist der Musik sein Talent widmet, kann das „Mehr-Können“ als idealtypischer, gleichsam schöpferischer und interpretatorischer Zugang zur Kunstform verstanden werden.
Der Pianist und Komponist Dejan Lazić ist ein wahrhafter Spezialist im „Mehr-Können“. Der junge Kroate startete bereits während seiner Studienjahre in Salzburg eine rasante pianistische Karriere. Erst im letzten Jahr erhielt er den ECHO Klassik 2009 und sorgte auf den großen Festivals für internationale Begeisterung.
Sein Debüt in Heidelberg steht ganz im Zeichen Chopins, der nahezu vollendet die Einheit von Komponist und Pianist verkörpert. So schrieb Debussy einst bewundernd: „Chopin war der größte von uns allen, denn er entdeckte alles einzig und allein durch das Klavier.“ Lazićs Entdeckungsreise dieser kompositorischen Höhepunkte führt von den Nocturnes zu den Balladen und natürlich zur Polonaise und zum Walzer. Der Pianist beschließt sein Konzert mit den jüngst auf CD erschienenen „Moments Musicaux“ von Rachmaninow; der Geist Chopins wirkt auch in diesen „musikalischen Momenten“ fort.

Preis: € 35,- | € 25,- | € 18,- | € 12,-
Mit dem Chopin-Abo erhalten Sie 25% Rabatt auf dieses Konzert.

16.00 Uhr Vortrag mit Hans Hachmann:
»Tänze, Träumereien und Geschichten« - die musikalischen Formen im Werk Chopins.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

So, 21.3.2010, 17:00 | Tickets online

forum junger künstler | khatia buniatishvili

Khatia Buniatishvili, Klavier

Frédéric Chopin (1810-1849):
Sonate Nr. 2 b-Moll op. 35
Auswahl aus: 24 Préludes op. 28
Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52
Igor Strawinsky (1881-1945): „Petruschka”
Franz Liszt (1811-1886): „Mephisto-Walzer” Nr. 1

„Das Klavier ist mein zweites Ich“ soll Chopin gesagt haben. Hat man das Glück einen Klavierabend mit Khatia Buniatishvili zu erleben, scheint auch hier ein „zweites Ich“ am Werk: Die junge Künstlerin begeistert die Hörer mit ihrem einfühlsam-elegischen und zugleich emphatischen Klavierspiel.
In Georgien geboren, studierte Buniatishvili erst in Tiflis, dann in Wien und erhielt schon bald zahlreiche Auszeichnungen (Horowitz-Wettbewerb 2003, Rubinstein-Wettbewerb 2008). „Best Performer of a Chopin Piece” darf sie sich nennen und so verwundert es nicht, dass der Heidelberger Frühling die junge Pianistin in seinem Chopin-Schwerpunkt einbindet. Neben ausgewählten Préludes und der 2. Sonate mit ihrem berühmten Trauermarsch, erklingt die 4. Ballade, in der Chopin eine intime Klangatmosphäre, Poesie ohne Worte, entwirft. Den innigen Chopin-Klang kontrastiert Buniatishvili mit der dynamischen Konzentration, die in Strawinskys „Petruschka“ das Bild der Tänzer vor Augen führt. In diabolische Sphären führt sie schließlich mit Liszts „Mephisto-Walzer“. Ein virtuoses Wechselspiel ungestümer Bewegung und tiefer Empfindung – wie geschaffen für das außergewöhnliche Talent der jungen Pianistin.

Preis: € 35,- | € 25,- | € 18,- | € 12,-
Mit dem Chopin-Abo erhalten Sie 25% Rabatt auf dieses Konzert.

19.00 uhr Vortrag mit Hans Hachmann:
»Sein wahres Vaterland ist das Traumreich der Poesie« (Heinrich Heine über Frédéric Chopin) - Die Préludes und Sonaten.

Das Konzert wird von SWR2 mitgeschnitten.

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

Di, 23.3.2010, 20:00 | Tickets online

sol gabetta und das kammerorchester basel

Sol Gabetta, Violoncello
Kammerorchester Basel


Frederick Delius (1862-1934): „The Walk to the Paradise Garden”
Edward Elgar (1857-1934): Cellokonzert e-Moll op. 85
Antonín Dvořák (1841-1904): Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70

Ihr Spiel fasziniert, ihr musikalischer Ausdruck besticht durch emotionale Direktheit: „Sie kann auf vier Saiten singen, lebendig erzählen und spieltechnisch glänzen“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Cellistin Sol Gabetta. Seit einigen Jahren gilt die Argentinierin als eine der profiliertesten Musikerinnen unserer Zeit und tritt in die Fußstapfen ihrer großen Vorgänger – nicht umsonst wählte Harald Eggebrecht für das Titelbild seines Buches „Große Cellisten“ eine Gegenüberstellung von Sol Gabetta und Pablo Casals.
Mit Gabetta und dem Kammerorchester Basel treffen sich beim Frühling zwei langjährige Freunde und musikalische Partner, die ihre Begeisterung für Musik unterschiedlichster Epochen und Stile teilen. Jüngst arbeiteten sie an einer gemeinsamen CD-Einspielung mit Werken aus der Zeit der Wiener Klassik. In Heidelberg steht Musik der spätromantischen Tradition auf dem Programm – Schwerpunkt: England. Dabei darf Elgars Cellokonzert natürlich nicht fehlen. Mit weiten melodischen Zügen, chromatischen Wendungen und spannungsvollen Vorhalten schafft der Komponist einen direkten Ausdruck voll melancholischer Intensität.
Auch Delius weiß den romantischen Kern seiner Musik zu offenbaren. Und ins Schwelgen kommt man bei ihm ebenso sehr: Das bekannte Intermezzo „The Walk to the Paradise Garden” aus seinem lyrischen Drama „A Village Romeo and Juliet“ führt in die emotionsgeballte Stimmung des Werkes.
Von den englischen Zeitgenossen ist der Weg zu Dvořák nicht weit. Denn seine Musik fand auf der britischen Insel große Anerkennung. Seine 7. Sinfonie entstand auf Wunsch der Philharmonic Society. In ihrer Form ist sie klassisch, doch in ihrem Ausdruck von scharfer Dramatik – ein Werk, das den englischen „Spätromantikern“ gefallen musste.

19.15 Uhr Konzerteinführung mit den classic scouts

Preis: € 69,- | € 55,- | € 39,- | € 30,- | € 25,- | € 19,-

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Mi, 24.3.2010, 20:00 | Tickets online

liederabend measha brueggergosman

Measha Brueggergosman Sopran
Justus Zeyen, Klavier


„Nacht und Träume“
Lieder von Johannes Brahms (u.a. „Ständchen“), Ernest Chausson, Henri Duparc, Franz Liszt, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert (u.a. „Nachtstück“), Richard Strauss (u.a. „Ständchen“) u.v.a.

„Surprise“ heißt Measha Brueggergosmans erstes Soloalbum und der Titel ist Programm: Überraschend ist ihre ganze Person und ihr ungewöhnliches Repertoire, das über die Klassik hinaus in die Kabarettsphären ragt und die Popkultur streift.
„Nacht und Träume“ heißt ihr neues CD-Projekt – ein Überraschungspaket besonderer Art, das die afrokanadische Ausnahmesängerin beim Frühling vorstellen wird. „Nacht und Träume“ sind der Inbegriff romantischer Sehnsucht. Man denkt an Schuberts gleichnamiges Lied, an Novalis‘ „Hymnen an die Nacht“, an Gemälde von Caspar David Friedrich … Bewegende Traumklänge und Nachtgedanken aus drei Jahrhunderten und fünf europäischen Ländern versammeln sich hier: Lieder von Mozart, Schubert, Wolf und Strauss fehlen ebenso wenig wie musikalische Lyrik von Liszt, Fauré und Poulenc.
Ihre Liebe zum Lied, eine der intimsten und zugleich ausdrucksstärksten musikalischen Gattungen, hat Brueggergosman durch ihr Studium bei Edith Wiens entdeckt und durch ihre Zusammenarbeit mit Thomas Quasthoff vertieft.
Und nicht nur ihr Gesang wird in das Reich der „Nacht und Träume“ führen. Auch ihre direkte unverblümte Art, ihre Sinnlichkeit und ihr Temperament versprechen einen einzigartigen Liederabend.

„Diese Frau ist ein Gesamtkunstwerk und in jeder Sekunde authentisch.“
(Münchner Merkur)

Preis: € 45,- | € 35,- | € 25,- | € 15,- | € 10,-
Mit dem Schnupper-Abo erhalten Sie 15% Rabatt auf dieses Konzert.

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Do, 25.3.2010, 20:00 | Tickets online

lisa batiashvili und das georgische kammerorchester

Lisa Batiashvili, Violine
Georgisches Kammerorchester
Ariel Zuckermann, Leitung


Sulchan Nassidse (1927-1996): Kammersinfonie Nr. 3
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Konzert für Violine und Orchester A-Dur KV 219
Sulchan Zinzadse (1925-1991): Miniaturen für Solovioline und Orchester
Peter I. Tschaikowsky (1840-1893): Streichsextett d-Moll op. 70 „Souvenir de Florence”

Lisa Batiashvili liebt ihr Heimatland. Die erfolgreiche Violinistin hat vor allem Georgiens Folklore in ihr Herz geschlossen. Auch die georgischen Komponisten des 20. Jahrhunderts standen der Tradition ihres Landes sehr nahe; ihre Musik spricht davon.
In Sulchan Zinzadses Werken sind die folkloristischen Momente wie selbstverständlich eingebettet. Seine „Miniaturen“ dringen in die ganz eigene Welt der georgischen Musik. Sie bilden gleichsam eine Miniatur des georgischen Lebensgefühls – eine Musik, die den warmen traditionell-volkstümlichen Klang mit den kompositorischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts verbindet. „Diese Musik zu interpretieren, ist wie eine Reise in meine Kindheit…“ schwärmt die heute in München lebende Künstlerin. 2008 spielte sie die „Miniaturen“ zusammen mit dem Georgischen Kammerorchester unter Ariel Zuckermann auf CD ein. Ihr bravuröses und feinsinnig-differenziertes Spiel wird durch das kongeniale Einfühlungsvermögen des Kammerorchesters zur Perfektion gebracht – ein Zusammenwirken, das die georgische Musik als solche erst entstehen lässt. Diese schafft das Orchester auch mit Sulchan Nassidses Kammersinfonie. Sie ist geprägt von einer scharfen Idiomatik im Stile Bartóks.
Die Georgier bleiben allerdings nicht unter sich. Sie treten in den europäischen Dialog: Zum einen mit Mozarts Sinfonie KV 201 – ein Höhepunkt seiner frühen Instrumentalmusik; zum anderen mit Schuberts innig-romantischen „Rondo“ und dem virtuos dahinfliegenden „Rondo capriccioso“ von Saint-Saëns.

„Lisa Batiashvili spielt vital, stolz und immer nobel.“
(Süddeutsche Zeitung)

Preis: € 52,- | € 43,- | € 35,- | € 25,- | € 15,-

19.00 Uhr Vortrag mit Dr. Harald Eggebrecht
Zugabe: Öffentliches Künstlergespräch mit Jörg Tröger im Anschluss an das Konzert

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Fr, 26.3.2010, 20:00 | Tickets online

heidelberger atelier pass

Matthias Pintscher, Künstlerische Leitung und Dirigent
Magnus Lindberg, Komponist
Inon Barnatan, Klavier
Ragna Schirmer, Klavier
Dominique Horwitz, Sprecher
Mitglieder des Festivalensembles
Paul Fitzsimon, Dirigent
Asasello Quartett
Minguet Quartett
Junge Komponisten europäischer Musikhochschulen


Komponieren, kommentieren und kommunizieren: Im Heidelberger Atelier wird Neuere und Neueste Musik dialogfähig. Statt Elfenbeintürmen werden Brücken gebaut – zwischen Publikum und Werk, Interpreten und Komponisten, Vergangenheit und Gegenwart. In der bewährten Mischung aus Workshops, Konzerten und Ideenbörsen stellt das Festival Wegmarken bereit, um den Zugang zu zeitgenössischen Kompositionen zu erleichtern. Wie immer steht Musikvermittlung ganz im Fokus der programmierten Werke und deren Einstudierung. Dirigiert wird das internationale Festivalensemble vom Komponisten Matthias Pintscher, bereits zum dritten Mal als künstlerischer Leiter zu Gast beim Atelier.

Auch das ausführliche Komponistenporträt darf nicht fehlen: Der Finne Magnus Lindberg stellt nicht nur seine kompositorischen Ideen zur Aufführung bereit, sondern – in einem moderierten Workshop – auch zur Diskussion. Symphonik nach Sibelius, das bedeutet für den Nordeuropäer vor allem eines: Freude am Experimentieren. „Nur das Extreme ist interessant“, lautet sein künstlerisches Credo. Lindberg, privat mit dem Dirigenten Esa-Pekka Salonen befreundet, ist seit 2009 Composer-in-Residence bei der New Yorker Philharmonie.

Wort und Ton beflügeln sich wechselseitig – besonders, wenn es um die Förderung junger Komponisten geht. Das Verfahren hat mittlerweile Tradition: Nachwuchs-Tonkünstler aus ganz Europa bewerben sich beim Festival. Sechs von ihnen werden eingeladen, ihre Werke besprochen, erläutert und aufgeführt – mit dem Ziel, ihnen die Gelegenheit zum Dialog mit Interpreten und Kollegen zu bieten. Neu ist: Auch der Zuhörer wird um Feedback gebeten. Erstmals wird 2010 ein Publikumspreis verliehen. Der Sieger darf sich nicht nur über einen Geldpreis freuen, sondern auch über eine Einladung zu einem Komponistenporträt beim nächsten Atelier.

Der Heidelberger Atelier-Pass ist gültig für alle Veranstaltungen und Konzerte im Rahmen des Heidelberger Atelier vom 26. bis 28. März 10 und vom Wahlabo ausgenommen.

Preis: € 50,-

Ort:

Festivalforum Alte Pädagogische Hochschule Heidelberg
Keplerstr. 87, 69121 Heidelberg

Dauer:

Fr, 26.3.2010 - So, 28.3.2010 | Tickets online

heidelberger atelier | tag 1

15.00 uhr | begrüßung und nachmittagskonzert
Mitglieder des Festivalensembles
Léoš Janáček (1854-1928): Concertino
Robert Schumann (1810-1856): Andante und Variationen op.46
Matthias Pintscher (*1971): Celestial Objects I
Maurice Ravel (1875-1937): Introduction et allegro

17.00 uhr | workshop-konzert »neue wege« I
Drei der sechs jungen Komponisten stellen sich mit ihren eingereichten Werken vor. Anschließend werden die Werke vom Festivalensemble Heidelberger Atelier aufgeführt.

19.30 Uhr | eröffnungskonzert heidelberger atelier 2010
Dominique Horwitz, Sprecher
Arte Ensemble
Igor Strawinsky (1881-1945): „L’Histoire du Soldat“

„Meine Freiheit wird umso größer und umfassender sein, je enger ich mein Aktionsfeld abstecke.“ Dieses Diktum hat Igor Strawinsky in der „Geschichte vom Soldaten“ besonders beeindruckend verwirklicht. Sprecher und ein kleines Instrumentalensemble – das ist alles, was es zur Aufführung dieses kompakten Musiktheaters braucht. Aber auch äußere Umstände machten diese reduzierte Besetzung notwendig: Das Minimal-Schauspiel, welches sich hervorragend für Wanderbühnen eignet, entstand 1917, inmitten des Ersten Weltkriegs und kurz vor der Oktoberrevolution in Strawinskys russischer Heimat. Dichter und Freund Charles Ferdinand Ramuz steuerte den Text bei. Der wiederum basiert auf einer Geschichte des Autoren Alexander Afanasiev: das populäre Sujet eines Mannes, der mit dem Teufel paktiert und die Konsequenzen dieses Bündnisses am eigenen Leib zu spüren bekommt.
Mit dem charismatischen Dominique Horwitz gibt sich ein gern gesehener Künstler beim Heidelberger Frühling und darüber hinaus einer der beliebtesten Schauspieler Deutschlands die Ehre. Bekannt durch seine Rollen in der TV-Saga „Der große Bellheim“ (1992) und in Jospeh Vilsmaiers internationalem Kinoerfolg „Stalingrad“ (1993), war der gebürtige Franzose auf Theater- und Kabarett-Bühnen bisher ebenso zu erleben wie vor der Kamera und in der Rolle des Regisseurs.

22.00 uhr | nachtkonzert
Inon Barnatan, Klavier
Mitglieder des Festivalensembles
Werke von Frédéric Chopin, Maurice Ravel, Franz Schubert und Vadim Karrasikov (“Over the Shadow of the Candle”)

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Preise:
€ 10,- Tagesveranstaltungen des Heidelberger Atelier vor 19.30 Uhr (nur an der Tageskasse)
20,- Abendveranstaltungen ab 19.30 sowie gültig für alle Tagesveranstaltungen des Heidelberger Atelier

Ort:

Festivalforum Alte Pädagogische Hochschule Heidelberg
Keplerstr. 87, 69121 Heidelberg

Termin:

Fr, 26.3.2010 | Tickets online

klavierabend ivo pogorelich

Ivo Pogorelich, Klavier

Ludwig van Beethoven (1770-1827): Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111, Klaviersonate Nr. 24 Fis-Dur op. 78
Jean Sibelius (1865-1957): „Valse triste“ op. 44 Nr. 1
Maurice Ravel (1875-1937): „Gaspard de la nuit“

„Dieser Mann ist ein Genie!“ – mit diesen Worten verließ Martha Argerich 1980 wütend den Saal und die Jury des Warschauer Chopin-Wettbewerbs. Der junge Pianist Ivo Pogorelich war nicht über die dritte Runde hinausgekommen – nicht nur der Skandal, auch der Start zu einer Weltkarriere war mit dieser Entscheidung perfekt.
Früher wegen seiner radikalen Interpretationen bekannt, gefeiert und gefürchtet ist nun nach mehrjährigem Rückzug aus dem Konzertleben ein veränderter, gereifter Ivo Pogorelich auf die Konzertpodien zurückgekehrt. Über sein letztes Münchner Konzert war zu lesen: "Ivo Pogorelich scheint ein anderer. Einer, der nach vielem Probieren und Suchen unvermittelt die Rätsel aller Kunst entwirrt hat und nun geblendet und staunend vor dem eigenen unfassbaren Können steht […] Plötzlich begreift man wieder, warum Musik den Menschen so existentiell wichtig und unverzichtbar ist. Es war dies einer der ganz großen Momente […]: phänomenal."
In Heidelberg wird Pogorelich unter anderem mit zwei Beethoven-Sonaten – op. 78 und dem berühmten op. 111 – zu hören sein. Zu erwarten ist sicherlich nicht weniger als eine Sternstunde der Klaviermusik

Preis: € 69,- | € 55,- | € 39,- | € 30,- | € 25,- | € 19,-

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Sa, 27.3.2010, 20:00 | Tickets online

heidelberger atelier | tag 2

10.30 uhr | komponistenporträt magnus lindberg
Magnus Lindberg (*1958):
"Etudes I and II" (2001 und 2004)
"Clarinet Trio (2008)
"Quintetto dell'Estate" (1979)

12.00 uhr | lunchkonzert zum 200. geburtstag von robert schumann

15.00 uhr | nachmittagskonzert
mit Mitgliedern des Festivalensembles und dem Minguet Quartett
Magnus Lindberg (*1958): Duo concertante (1990/1992)
Matthias Pintscher (*1971): „Neues Streichquartett“, UA im Rahmen der Salzburger Mozartwoche 2009
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Streichquartett f-Moll op. 80

17.00 uhr | workshop-konzert „neue wege“ II | wahl publikumspreis
Drei der sechs jungen Komponisten stellen sich mit ihren eingereichten Werken vor. Anschließend werden die Werke vom Festivalensemble Heidelberger Atelier aufgeführt.
Im Anschluss Wahl des Publikumspreises Heidelberger Atelier 2010.

21.00 uhr | symposion - lange nacht der musik
Werke von Luciano Berio, Wolfgang Rihm („Mnemosyne“), Robert Schumann, Alban Berg („Sieben frühe Lieder“ in der Fassung für Sopran und Kammerensemble), John Cage (“Seven Haiku”), Camille Saint-Saëns (Septett op. 65), Matthias Pintscher u.a.

Die Zeiten, in denen zeitgenössische Kompositionen Krawalle im Publikum auslösten, sind längst vorbei. Gesucht wird – sowohl von Komponisten- als auch von Publikumsseite – der Dialog. Das Symposion macht es möglich: Kurzpausen zwischen den Musikbeiträgen aus dem traditionellen und zeitgenössischen Repertoire geben Gelegenheit zu Rückfragen und Diskussion. Als Aufführungsformat, das den traditionell eher förmlichen Konzertrahmen sprengt und Schnittstellen schafft zwischen Werken, Interpreten und Zuhörern, erprobt das Symposion neue Wege des gemeinsamen musikalischen Erlebens.
Für reichlich Diskussionsbedarf wird die breite Palette an aufgeführten Werken denn auch mit Sicherheit sorgen: Da wäre zum Beispiel der Zeitgenosse Wolfgang Rihm, dessen Oeuvre eines von vornherein auszuschließen scheint: Klassifizierung. Ähnlich wie das Werk seines 2003 verstorbenen Kollegen Luciano Berio und das des Amerikaners John Cage (1912-1992) kennzeichnet das Rihm‘sche Opus ein Crossover aus Altbewährtem und Avant-Garde-Stilen, ein dynamisches Wechselspiel zwischen Traditionsbewusstsein einerseits und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Techniken andererseits. Da ist es naheliegend, den zeitgenössischen Kompositionen einige ihrer Referenzwerke aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert zur Seite zu stellen.

Preise:
€ 10,- Tagesveranstaltungen des Heidelberger Atelier vor 19.30 Uhr (nur an der Tageskasse)
€ 20,- Abendveranstaltungen ab 19.30 sowie gültig für alle Tagesveranstaltungen des Heidelberger Atelier

Ort:

Festivalforum Alte Pädagogische Hochschule Heidelberg
Keplerstr. 87, 69121 Heidelberg

Termin:

Sa, 27.3.2010 | Tickets online

heidelberger atelier | finale

Asasello Quartett
Ragna Schirmer Klavier
Mitglieder des Festivalensembles


Robert Schumann (1810-1856): Klavierquintett Es-Dur op. 44
Bekanntgabe des Gewinners des Publikumspreises Heidelberger Atelier 2010 und Aufführung des prämierten Werkes
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Oktett Es-Dur op. 20

Bekanntlich ist jedes Ende zugleich ein Anfang: Für einen der sechs Nachwuchskomponisten zumindest könnte sich die Bekanntgabe des Publikumspreises beim Finale als Sprungbrett für die gerade erst begonnene Karriere erweisen. Möglich auch, dass der glückliche Gewinner in reiferen Jahren dann ähnlich liebevoll-nostalgisch auf sein/ihr Jugendwerk zurückblickt wie einst Felix Mendelssohn Bartholdy auf sein Streicher-Oktett: Als „sein Liebstes aus der Jugendzeit“ wertschätzte er dieses, wie Robert Schumann einst mitteilte. 1825 unter der Ägide Carl Friedrich Zelters komponiert, zeigt das Oktett, dass sich die symphonische Satztechnik nicht erst in Arnold Schönbergs Kammersinfonien ihren Weg in die Kammermusik bahnte: Statt wie ein Doppelquartett ist das Werk „im Style eines symphonischen Orchesters“ konzipiert – und ebenso auszuführen, wie Mendelssohn im Autograph anordnet. Die programmatischen Züge im leichtfüßigen Scherzo entspringen, so wird vermutet, seiner Faszination für die Walpurgisnacht-Szene aus dem ersten Teil von Goethes „Faust“.
Wer könnte dieses Finale besser anstimmen als Ragna Schirmer, die es vermag, sich mit traumwandlerischer Sicherheit durch die verschiedensten musikalischen Epochen zu bewegen? – Und damit dem zentralen Anliegen den Atelier-Akteure – den Brückenschlägen zwischen unterschiedlichen Stationen der Kompositionsgeschichte – Nachdruck verleiht.

Preis: € 20,-

Im Anschluss an das Konzert gemeinsamer Ausklang mit Künstlern und Publikum

Das Konzert wird von SWR2 mitgeschnitten.

Ort:

Festivalforum Alte Pädagogische Hochschule Heidelberg
Keplerstr. 87, 69121 Heidelberg

Termin:

So, 28.3.2010, 11:00 | Tickets online

literatur und musik | vortrag alfred brendel

Alfred Brendel, Vortrag und Klavier

»Licht- und Schattenseiten der Interpretation«

Eigentlich, so schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu einem seiner letzten Konzerte, sei Alfred Brendel „gar nicht Pianist, sondern ein Musikgedankenvorleser“. Ungezählte Male während seiner Karriere als Interpret am Klavier erklärte er sich (und seinen Zuhörern) die Ideen eines Stückes und zerlegte dessen Strukturen, indem und während er spielte. Jahrzehntelang hat er sich vor allem mit Mozart, Beethoven und Schubert auseinandergesetzt und deren Werke immer wieder neu durchdacht. Kein Wunder, dass er das Wort „Werktreue“ nicht mag, denn damit kann auch Buchstabentreue gemeint sein.
Im Dezember 2008 hat er sein unwiderruflich letztes öffentliches Konzert gegeben. Doch glücklicherweise bleibt er seinem Publikum als Musikphilosoph erhalten. Erstmals zu Gast beim Heidelberger Frühling, gibt Brendel bei einem Vortrag am Klavier Einblick in seinen Umgang mit der Interpretation von Werken und beantwortet Fragen der Zuhörer. Musik, so Alfred Brendel, müsse man „von ihrem Inneren heraus entwickeln und nicht von außen Scheinwerfer draufhalten“. Im Idealfall erzähle ihm das Stück, was er machen soll. „Ich will nicht dem Stück sagen, wie es sein soll, und dem Komponisten nicht, wie er hätte komponieren sollen“, so Brendel. Musik verstehen und gestalten, den Sinn der Werke ergründen, das ist sein Lebensthema: eben ein „Musikgedankenvorleser“.

Preis: € 25,- | € 15,- | € 10,-

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

So, 28.3.2010, 15:00 | Tickets online

forum junger künstler | kit armstrong

Kit Armstrong, Klavier

Johann Sebastian Bach (1685-1750):
Italienisches Konzert F-Dur BWV 971
Präludium und Fuge E-Dur und cis-Moll aus dem Wohltemperierten Klavier I
Chromatische Phantasie und Fuge d-Moll BWV 903
György Ligeti (1923-2006):
Fünf Etüden
Frédéric Chopin (1810-1849):
Préludes Nr. 14, 15, 16, 18 und 21 aus: 24 Préludes op. 28
Scherzi Nr. 3 cis-Moll op. 39 und Nr. 4 E-Dur op. 54

Fast möchte man sagen, Chopins „24 Préludes“ seien ein „Kinderspiel“ für ihn. Mit seinen gerade mal 17 Jahren hat der Pianist Kit Armstrong schon eine beachtliche Karriere hinter sich: Zwei abgeschlossene Studiengänge, Musik und Mathematik, kann der junge Künstler vorweisen. Bereits viermal hat er den Morton Gould Composer Award erhalten. Und seine erste Sinfonie „Celebration“ komponierte Armstrong mit sieben Jahren: Eine zukunftsträchtige Erfolgsgeschichte! „Kit Armstrong ist fraglos ein Phänomen“ konstatiert die New York Times. Und Alfred Brendel, Mentor und Freund des jungen Ausnahmetalents, schwärmt: „Dieser Junge ist die größte musikalische Begabung, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin.“
Zur Feier von Chopins 200. Geburtstag widmet sich Kit Armstrong dem Werk des großen Komponisten. Mit der Konzeption in 24 verschiedenen Tonarten erinnern Chopins „24 Préludes“ an Bachs „Wohltemperiertes Klavier“. Doch komponierte Chopin keine Fugen zu seinen Präludien. Nicht ein „Vorspiel zu“ wird hier zur kompositorischen Aufgabe, sondern das „Präludieren selbst“. Auch dem Scherzo verhalf der Komponist zu Eigenständigkeit. Und der Name spricht für sich: Chopin schuf Stücke von spielerisch-virtuosem und poetischem Charakter – „Scherze“, die pianistischen Anspruch fordern.

„Dieser Junge ist die größte musikalische Begabung, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin.“
Alfred Brendel

Preis: € 35,- | € 25,- | € 18,- | € 12,-
Mit dem Chopin-Abo erhalten Sie 25% Rabatt auf dieses Konzert

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Das Konzert wird von SWR2 mitgeschnitten

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

So, 28.3.2010, 17:00 | Tickets online

klavierabend hélène grimaud

Hélène Grimaud, Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Klaviersonate a-Moll KV 310
Alban Berg (1885-1935): Klaviersonate op. 1
Franz Liszt (1811-1886): Klaviersonate h-Moll
Béla Bartók (1881-1945): Rumänische Volkstänze Sz 68

„Ach Europa“ könnte die Familiengeschichte von Héléne Grimaud überschrieben sein. Die Großväter aus Italien und Deutschland, der Vater nach dem II. Weltkrieg von Franzosen adoptiert, die Mutter aus Nordafrika stammend, selbst aufgewachsen in Frankreich – für das Wort „Heimat“ blieb so Hélène Grimaud, geboren 1969 in Aix-en-Provence, nur die Musik. Doch wenn sie nach Deutschland komme, fühle sie, „es ist etwas hier, was mir entspricht“. Schon im Jahr ihres Studienabschlusses gewann sie mit Rachmaninows zweiter Klaviersonate den Grand Prix du disque. Nur zwei Jahre später, mit erst 18 Jahren, gab sie gemeinsam mit dem Orchestre de Paris ein Konzert unter Leitung von Daniel Barenboim. Damit war der Weg geebnet für ihre internationale Karriere, die sie seither auf alle wichtigen Konzertpodien der Welt geführt hat.
Ihre Konzertprogramme sind faszinierend und vielfältig. Beim Heidelberger Frühling 10 wechseln sich tragisch-dramatische Momente wie bei Mozarts a-Moll Sonate KV 310 ab mit tristanisierender Klangsinnlichkeit, wie sie in Alban Bergs Klaviersonate op. 1 zu hören ist, die harmonisch gerade noch auf dem Boden der Tonalität steht. Dem schließt sich Franz Liszts virtuoses Gesamtkunstwerk, seine h-Moll Sonate, an, die ebenso auf dem Programm steht wie Bartóks Rumänische Volkstänze.

Preis: € 69,- | € 55,- |€ 39,- | € 30,- | € 25,- | € 19,-

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Di, 30.3.2010, 20:00 | Tickets online

andreas staier | goldbergvariationen

Andreas Staier, Cembalo

Johann Sebastian Bach (1685-1750): „Goldberg-Variationen“ BWV 988

Den letzten Teil seiner „Clavier Übung“ gab Johann Sebastian Bach 1742 mit dem Titel „Aria mit verschiedenen Veränderungen“ in Druck. Zusätzlich vermerkte er, dass das Werk (heute unter dem Titel „Goldberg-Variationen“ bekannt) „denen Liebhabern zur Gemüths-Ergetzung“ gewidmet sei. Dies war freilich eine starke Untertreibung: Die insgesamt 30 Variationen gelten als ein Höhepunkt barocker Variationskunst. Außerordentliche Technik, Virtuosität und viel musikalisches Verständnis sind vonnöten, um sich dem Werk adäquat zu nähern. Diese hohen Anforderungen machen die „Goldberg-Variationen“ zu einer der schwierigsten Klavierkompositionen Bachs. Und doch hat sie bereits ein 14-jähriger Cembalist gespielt: Johann Gottlieb Goldberg, der sie dem Reichsgrafen von Keyserlingk zur Beseitigung dessen Schlaflosigkeit vortragen sollte.
Andreas Staier zeigt am Cembalo, dass seine „Goldberg-Variationen“ ganz und gar nicht zum Einschlafen sind. Denn „das Spiel dieses freien, vielseitigen Künstlers gehört zum geistvollsten, hellhörigsten, brillantesten und improvisationsfreudigsten auf dem Gebiet der musikalischen Interpretation überhaupt“, wie sein ehemaliger Lehrer Lajos Rovatkay anlässlich der Verleihung des Praetorius-Musikpreises 2008 über ihn sagte.

Preis: € 39,- | € 29,- | € 19,- | € 15,-

19.00 uhr Konzerteinführung mit Prof. Dr. Arnold Werner-Jensen:
Bachs Goldberg-Variationen und die europäische Clavier-Spieltechnik in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

Mi, 31.3.2010, 20:00 | Tickets online

ensemble sarband

Ensemble Sarband:
Vladimir Ivanoff, Leitung und Perkussion
Fadia el-Hage, Alt
Adnan Schanan, Nay
Furat Qadduori, Qanun
Mohammed Ali A. Hashim, Violine
Angelika Moths, Cembalo / Orgelpositiv / Qanun

Modern String Quartet:
Jörg Widmoser, Violine
Winfried Zrenner, Violine
Andreas Höricht, Viola
Jost-H. Hecker, Cello
Hugo Siegmeth / Till Martin, Saxophon

Judith Haug, Bildprojektionen


»The Arabian Passion According to J. S. Bach«

Niemand hat das Leid, das Jesus Christus für die Menschen auf sich nahm, musikalisch so eindringlich und leidenschaftlich dargestellt wie Johann Sebastian Bach in seinen beiden Passionsoratorien. Johannes- und Matthäuspassion gelten als Höhepunkte barocker Ausdruckskunst und sind ein fester Bestandteil des europäischen Konzert- und des christlichen Glaubenslebens. Bekanntermaßen sind jedoch im Heiligen Land die Konflikte seit Jesu Geburt nicht abgerissen. Vladimir Ivanoff, musikalischer Leiter des Ensembles Sarband, vergleicht in seiner „Arabischen Passion“ Jesu Leiden und die Leidensgeschichte des Nahen Ostens in der Zeit des Neuen Testaments mit der aktuellen Lage, und zwar durch eine faszinierende Neudeutung der bachschen Passionen. Klassische arabische Musiker, zwei Jazzsaxophonisten und das Modern String Quartet finden einander in der Musik Bachs: Barocke Komplexität begegnet der Spontaneität von arabischer Musik und Jazz. Diese musikalische Zusammenarbeit schafft einen intensiven und kontemplativen Raum für gegenseitigen Respekt und Frieden. Sie wird bekräftigt durch Bildprojektionen, die das alltägliche Leiden der Menschen im Irak zeigen – festgehalten von unabhängigen Fotografen.
Im Ensemble Sarband musizieren Künstler und Künstlerinnen aus Bulgarien, der Türkei, dem Libanon, dem Irak, Schweden, China, England, Japan, Italien und Deutschland. Dabei geht es nicht um Cross-over, sondern um eine Reise durch Raum und Zeit, durch Religionen und Kulturen. Hier kann man die gewohnten Bahnen des Denkens und des Musikbetriebs hinter sich lassen. Und was hätte der alte Bach dazu gesagt? Er hätte, wie es die Business Times 2007 schrieb, „sich in seinem Grab umgedreht. Dann wäre er herausgestiegen, hätte sich den Staub abgeklopft und aufmerksam zugehört.“ Und er hätte festgestellt, dass in der „Arabischen Passion“ die von ihm vertonten Choräle in ihrer Innigkeit und Kraft die gleichen geblieben sind.

Preis: € 29,- | € 19,-

19.15 uhr Konzerteinführung mit den classic scouts

In Kooperation mit der Heidelberger Druckmaschinen AG

Ort:

Atrium des Forschungs- und Entwicklungszentrums der Heidelberger Druckmaschinen AG
Kurfürstenanlage 52-60, 69115 Heidelberg
Eingang: Alte Eppelheimer Straße 26 (Ecke Kirchstraße)

Termin:

Do, 1.4.2010, 20:00 | Tickets online

singer pur und david orlowsky

Singer Pur:
Claudia Reinhard, Sopran
Klaus Wenk, Tenor
Markus Zapp, Tenor
Manual Warwitz, Tenor
Reiner Schneider-Waterberg, Bariton
Marcus Schmidl, Bass
& David Orlowsky Klarinette


Giovanni Pierluigi da Palestrina (1514/15 oder 1525-1594):
Ausschnitte aus „De Lamentatione Jeremiae Prophetae“ (mit Improvisation)
Arrangements von Matan Porat (*1982):
„Surge amica mea“; „O bone Jesu“; „Trahe me post te“
Carlo Gesualdo (1566-1613):
Arrangements von Matan Porat:
„Sicut ovis ad occisionem“, aus: „Sabbato Sancto“, Responsorium 1
„O vos omnes“; „Tristis est anima mea“

Mit den kirchenmusikalischen Kompositionen von Giovanni Pierluigi da Palestrina wurde Rom zum europäischen Musikzentrum und er selbst zum Vorbild für unzählige nachfolgende Komponistengenerationen. Nicht ganz so bedeutend war Carlo Gesualdo auf dem Gebiet der weltlichen Musik. Durch ihren starken Affektausdruck und kühne harmonische Wendungen nimmt seine Musik dennoch unzweifelhaft Errungenschaften der Hochromantik des 19. Jahrhunderts vorweg. Bis heute haben sich viele Ensembles dieser Musik angenommen und sich bemüht, diese so stilecht wie möglich zum Klingen zu bringen. David Orlowsky, der Sänger auf der Klarinette, und Singer pur, Deutschlands wohl renommiertestes Vokalensemble, machen es nun ganz anders! Orlowskys ungewöhnlicher Klarinettenton fügt sich als zusätzliche Stimme in den glockenklaren Ensembleklang von Singer Pur ein und schafft dadurch eine faszinierende Klangerweiterung, die jeder „Richtlinie“ für historische Aufführungspraxis spottet. Die Klarinettenstimme orientiert sich meist am Originaltext, bricht aber immer wieder aus und versinkt in gebetsartigen Meditationen zwischen den Stücken, sodass eine verfremdende Schwebung entsteht. Der Musik von Palestrina werden Werke von Gesualdo gegenübergestellt, unter anderen die „tres sacres cantiones“, bei deren Überlieferung eine Stimme verloren gegangen ist. Der Komponist Matan Porat, von dem die hypnotischen Arrangements stammen, hat diese Stimme speziell für David Orlowsky „noch einmal“ komponiert. Den uralten Vokalsätzen von Palestrina und Gesualdo wird auf diese Weise ein Stück Gegenwart hinzugefügt. Das Ergebnis ist eine ungewöhnliche klangliche Symbiose der ECHO-Klassik-Preisträger Orlowsky und Singer Pur, die unter die Haut geht: Eine Hommage an die alten Meister sakraler Vokalmusik.

Preis: € 35,- | € 25,- | € 18,- | € 12,-

In Kooperation mit der Heiliggeistkirche Heidelberg

Ort:

Heiliggeistkirche Heidelberg
Marktplatz, 69117 Heidelberg

Termin:

Di, 6.4.2010, 19:30 | Tickets online

forum junger künstler | valentin radutiu

Valentin Radutiu Violoncello
Yael Kareth Klavier


Frédéric Chopin (1810-1849): Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 65, Polonaise Brillante C-Dur op. 3
Robert Schumann (1810-1856): Fünf Stücke im Volkston a-Moll op. 102
César Franck (1822-1890): Sonate für Violoncello und Klavier A-Dur

Cello + Klavier = Chopins Kammermusik. So ungewöhnlich diese Gleichung klingen mag, so berechtigt ist sie. Denn das kammermusikalische Schaffen des Komponisten beschränkt sich auf eine kleine aber feine Auswahl, die dem Violoncello und dem Klavier einen besonderen Platz einräumt. Chopins Affinität zum Klavier versteht sich von selbst, doch weshalb das Cello? Eine Antwort liefert die intensive Zusammenarbeit mit seinem Freund Auguste Franchomme – einem der erfolgreichsten Cellisten seiner Zeit.
Einer der interessantesten Cellisten unserer Zeit verspricht der junge Valentin Radutiu zu werden. Ausgezeichnet mit dem Musikpreis des BDI spielt er sich derzeit an die Spitze des Cellisten-Nachwuchses. Mit Chopins Sonate in g-Moll und der „Polonaise brillante“ wird der gebürtige Münchner beim Frühling sein unglaubliches Können zeigen. Als Pendant steht Francks Cello-Sonate in A-Dur auf dem Programm. Ursprünglich eine Violinsonate wurde sie transkribiert von Jules Delsart, einem Schüler Franchommes.
Am Klavier begleitet wird Radutiu von der jungen israelischen Pianistin Yael Kareth. Sie arbeitete bereits mit Daniel Barenboim zusammen und studiert derzeit bei Dmitrij Bashkirov in Berlin.

Valentin Radutiu: 1. Preis Violoncellowettbewerb „Ton und Erklärung“ – Werkvermittlung in Musik und Wort des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI 2009

19.00 uhr Konzerteinführung mit Hans Hachmann:
»Ich werfe sie in die Ecke, dann sammle ich sie wieder auf« - Chopins Cellosonate und andere Werke für sein »Zweitinstrument«

Preis: € 19,-

In Kooperation mit der Klaus Tschira Stiftung gGmbH

Ort:

Studio der Villa Bosch
Schloss-Wolfsbrunnenweg 33, 69118 Heidelberg

Termin:

Di, 6.4.2010, 20:00 | Tickets online

orgelmusik in europa | markus uhl

Markus Uhl, Orgel

Orgelmusik in Europa | Nord-Nordwest

Dietrich Buxtehude (1637-1707): Präludium, Fuge und Ciacona in C-Dur BuxWV 137
Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621): „Unter der Linden grüne“, Liedvariation über ein niederländisches Volkslied
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Präludium Nr. 3 h-Moll aus „Sechs Präludien und Fugen für Pianoforte“ op. 35
Johann Sebastian Bach (1685-1750): „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ BWV 662
Max Reger (1873-1916): Toccata in d-Moll aus „Zwölf Orgelstücke“ op. 59
György Ligeti (1923-2006): „Harmonies“ aus: „Zwei Etüden für Orgel“
John Rutter (*1945): „Toccata in seven“

Wohl kein Instrument ist so „europäisch“ wie die Orgel. Spätestens seit dem 15. Jahrhundert spielt sie im kirchlichen Raum bis in unsere Zeit eine musikalische Hauptrolle. Dabei haben sich in jedem Land und zu jeder Zeit eigene Orgelstile mit typischen Klangcharakteren und der dazu passenden Orgelliteratur herausgebildet.
Die Reihe „Orgelmusik in Europa“ möchte diese geschichtlichen Entwicklungen nachzeichnen. Auch wenn es nicht möglich ist, in drei Konzerten auch nur annähernd einen Überblick über sechs Jahrhunderte Orgelmusik zu geben, so sollen doch wichtige Stationen und Stile gestreift werden.
Die Konzerte sind nach Ländergruppen geordnet: Im ersten Konzert „Nord-Nordwest“ erklingt Musik aus Mittel- und Norddeutschland, Holland und England. Das Konzert „Süd-Südost“ ist mit Süddeutschland, Österreich und Italien verknüpft. Der Abend „West-Südwest“ hat den Schwerpunkt auf französischer und spanischer Musik.
Die neue Orgel der Jesuitenkirche ist mit ihren vielfältigen klanglichen Möglichkeiten das ideale Instrument für diese Orgelreise durch Europa.

Preis: € 5,- (nur an der Tageskasse)

Wir danken der Marienhaus-Stiftung Heidelberg

Ort:

Jesuitenkirche Heidelberg
Merianstraße 2, 69117 Heidelberg

Termin:

Mi, 7.4.2010, 18:15

ewa kupiec und das pražák quartet

Ewa Kupiec, Klavier
Pražák Quartet:
Vaclav Remes, Violine
Vlastimil Holek, Violine
Josef Kluson, Viola
Michal Kanka, Violoncello


Frédéric Chopin (1810-1849):
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll op. 11
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-Moll op. 21

In Bearbeitungen für Klavier und Streichquartett durch unbekannten Autor, autorisiert durch Frédéric Chopin.

„Ach Europa“ – ein passendes Motto für den Kammermusikabend mit Ewa Kupiec. Die polnische Pianistin widmet sich ganz ihrem Landsmann Chopin, dem sie nicht mit großem Pomp und Orchester, sondern ganz privat und persönlich mit Quartettbegleitung zum 200. Geburtstag gratuliert. Unterstützung erhält sie von ihren tschechischen Nachbarn, dem Pražák Quartet, das auf eine mehr als 30 Jahre andauernde internationale Karriere zurückblicken kann.
Auch Ewa Kupiec macht sich bereits seit vielen Jahren über die Grenzen ihres Heimatlandes hinaus einen Namen als große Pianistin. Witold Lutosławski bezeichnete sie einmal als „eine wahre Offenbarung“.
Die Konzerte in e-Moll und f-Moll gehören zu den wenigen Orchesterwerken, die Chopin komponierte. In der kammermusikalischen Fassung verdichten sie ihre Wirkung. Sie repräsentieren einen brillanten Stil à la Johann Nepomuk Hummel und zeigen bisweilen eine Nähe zum frühen mozartschen Modell. Schumann erkannte die Besonderheit der beiden Werke. Er soll sogar gesagt haben, dass ein Genie mit dem Format Mozarts heute eher Konzerte von Chopin als jene von Mozart komponieren würde. Auch die damaligen Kritiken waren Chopins Klavierkonzerten wohlgesonnen. Die Revue Musicale schrieb 1832 über sein Konzertdebüt in Paris: „In seinen Melodien ist Seele, in seinen Passagen Fantasie und in allem Originalität.“

Preis: € 45,- | € 35,- | € 25,- | € 15,- | € 10,-
Mit dem Schnupper-Abo erhalten Sie 15% Rabatt auf dieses Konzert.
Mit dem Chopin-Abo erhalten Sie 25% Rabatt auf dieses Konzert.

19.00 Uhr Konzerteinführung mit Hans Hachmann:
»Das Klavier ist mein zweites Ich!« - Bearbeitungen Chopinscher Werke, von denen auch andere profitierten.

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Mi, 7.4.2010, 20:00 | Tickets online

artist in residence 2010 | ragna schirmer

Ragna Schirmer, Klavier

Frédéric Chopin (1810-1849): Zwölf Etüden op. 10 und op.25
Robert Schumann (1810-1856): Zwölf sinfonische Etüden op.13

Mit Bachs „Goldberg-Variationen“ begeisterte die Pianistin Ragna Schirmer vor zwei Jahren bereits das Heidelberger Publikum. Dieses Jahr ist sie als Artist in Residence zu Gast und präsentiert mit den Etüden von Chopin und Schumann zwei vertraute Werke, die sie zu ihren prämierten CD-Aufnahmen zählen kann. Ihre Chopin-Einspielung wurde vom Klassik & Jazz Magazin Rondo zur „CD des Monats“ gekürt. Den „Stern des Monats“ erhielt sie für ihre eindrucksvolle Schumann-Interpretation (Fachzeitschrift Fono-Forum). Die international gefragte Pianistin, ECHO-Klassik-Preisträgerin 2009, weiß das poetische Moment dieser hochkarätigen Etüden-Zyklen mit virtuoser Zielgerichtetheit herauszuarbeiten. Bei Schumann ist es das romantisch Drängende – bei Chopin das elegant Brillierende.
Eine spannendere Gegenüberstellung romantischer Klaviermusik kann es kaum geben: Chopin und Schumann – Pianistisches und Sinfonisches. Mit ihren Etüden setzen der Deutsche und der frankophile Pole deutliche Akzente. Als „wahrhafte Dichtergebilde“ bezeichnete Robert Schumann Chopins virtuosen Etüden-Zyklus und sah darin „wahrhaft Geniales, das allezeit Geltung hat“. Mit seinen „Sinfonischen Etüden“ wiederum vermittelt Schumann zwischen zwei Gattungen, ein Novum und Einzelfall in der Musikgeschichte. Chopin hingegen widmet sich in seinen 12 Etüden op. 10 und 25, wie zu erwarten, ganz seinen pianistischen Raffinessen.

„Man muss lange suchen, bis man ein vergleichbares Können antrifft, eine vergleichbare Persönlichkeit. Ragna Schirmer hat eine Menge zu erzählen.“
(Berliner Philharmoniker – Das Magazin)

Preis: € 45,- | € 35,- | € 25,- | € 15,- | € 10,-
Mit dem Chopin-Abo erhalten Sie 25% Rabatt auf dieses Konzert.

19.00 Uhr Vortrag mit Hans Hachmann:
»Weder für Musiker ohne Virtuosität, noch für Virtuosen ohne Musikalität« (A. Cortot) - die Etüden Chopins und ihre Interpreten.
Zugabe: Öffentliches Künstlergespräch mit Jörg Tröger im Anschluss an das Konzert

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Do, 8.4.2010, 20:00 | Tickets online

streichquartettfest

Philharmonia Végh Budapest
András Keller, Leitung

Keller Quartett:
András Keller, Violine
János Pilz, Violine
Zoltßan Gál, Viola
Judit Szabó, Violoncello

Auer Quartet:
Vilmos Oláh, Violine
Gábor Berán, Violine
Csaba Gálfi, Viola
Ákos Takács, Violoncello

Akadémia Quartet:
Zsófia Környei, Violine
Antónia Bodó, Violine
László Móré, Viola
Bálint Maróth, Violoncello

Valentin Erben, Violoncello
Ragna Schirmer, Klavier


Vier Musiker, sechzehn Saiten und unendlich viele Möglichkeiten – so lässt sich, vereinfacht, das Phänomen Streichquartett erklären: eine etwa 250-jährige Tradition, die allen Neuerungen des 20. Jahrhunderts zum Trotz ungebrochen bleibt. Die flexible Gattung ist nahezu jeder musikalischen Sprache mächtig – und wohl auch deshalb damals wie heute ein gemeinsamer Nenner der verschiedenen europäischen Kompositionsschulen. Tradition geworden ist das Streichquartett auch beim Heidelberger Frühling: Hier wird seit fünf Jahren ein ganzes Wochenende für das Genre reserviert. Die Protagonisten: Hervorragende Ensembles aus aller Welt, Komponisten und Experten. Als "Special Guest" ist 2010 zudem "Artist-in-Residence" Ragna Schirmer mit von der Partie, die beim Eröffnungskonzert neben den Streicher- auch Klaviersaiten zum Erklingen bringt. Von allen Seiten und Saiten lässt sich Streichquartett- und andere Kammermusik erleben, wenn die Akteure gemeinsam musizierend und probend und im Austausch mit dem Publikum alte Vorurteile abbauen und – vor allem jüngeren Zuhörern – neue Wege zur Kammermusik bahnen.
Als Keimzelle der Symphonik begriff einst der Violinvirtuose und Dirigent Sandor Végh die Kammermusik. Nach ihm, einem Bürger Europas im wahrsten Sinne, benannte sich das Streichquartettorchester Philharmonia Végh. Hervorgegangen aus der Zusammenarbeit der hochrangigen ungarischen Streichquartette Keller, Akademia und Auer, wird es geleitet von András Keller, seit 2007 gleichzeitig Chefdirigent der Ungarischen Symphoniker. Das Schaffen ihrer Landsmänner Bartók, Kódaly, Ligeti und Kurtág stellt die Philharmonia Végh bevorzugt dem Oeuvre Johann Sebastian Bachs gegenüber – ein Komponisten-Wechselspiel, mit dem das Ensemble bereits international von sich reden machte.

streichquartettfest-pass: € 85,- | € 70,-
Der Pass ist gültig für alle Veranstaltungen und Konzerte des Streichquartettfestes vom 09. bis 11. April 10. Vom Wahlabo ausgenommen.

In Kooperation mit dem Impresariat Simmenauer und der Musik- und Singschule Heidelberg

Ort:

Musik- und Singschule Heidelberg
Kirchstraße 2, 69115 Heidelberg

Dauer:

Fr, 9.4.2010, 17:00 - So, 11.4.2010 | Tickets online

streichquartettfest | tag 1

17.00 uhr | begrüßung und »tea-time«
Franz Schubert (1797-1828): Quartettsatz c-Moll D703
György Kurtág (*1926): 6 Moments musicaux op. 44
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Streichquartett f-Moll op. 95 in der Orchesterfassung, Cavatina aus: Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130

19.30 uhr | eröffnungskonzert streichquartettfest
Ragna Schirmer, Klavier
Philharmonia Végh Budapest
Anton Webern (1883-1945): Langsamer Satz Es-Dur
Johan Sebastian Bach (1685-1750): Klavierkonzert A-Dur BWV 1055
György Ligeti (1923-2006): Streichquartett Nr. 1 ("Métamorphoses nocturnes")
Arnold Schönberg (1874-1951): „Verklärte Nacht“ op. 4 in der Fassung für Streichorchester

Leipzig – Wien – Budapest: so lassen sich die Stationen des Eröffnungskonzerts des Streichquartettfests 2010 geographisch beschreiben, in dem die Musiker der Philharmonia Végh sich auf eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte begeben. Auf ihrem Weg begleitet werden sie von der Pianistin Ragna Schirmer, die erstmals mit den Budapester Musikern der Quartette Keller, Auer und Akadémia musizieren wird. Dass die Musiker der Philhamonia Végh musikalisch auch in der Zweiten Wiener Schule beheimatet sind, demonstrieren sie mit Werken von Webern, Ligeti und Schönberg. Neben Anton Weberns »Langsamen Satz« von 1905, einem tief in den schwelgerischen Klangidealen des ausgehenden 19. Jahrhunderts verhafteten Quartettsatz, steht Schönbergs Streichsextett »Verklärte Nacht« op. 4 von 1899 in der Fassung für Streichorchester auf dem Programm. Musikalisch komplettiert wird das Konzert durch das erste Streichquartett von György Ligeti, das unter der ursprünglichen Bezeichnung »Métamorphoses nocturnes«. Nicht nur eine Reise durch verschiedene europäische Musikkulturen, sondern auch durch die Jahrhunderte ist damit also garantiert!

Preise:
€ 15,- Tagesveranstaltungen des Streichquartettfestes vor 19.30 Uhr (nur an der Tageskasse)
€ 35,- | € 25,- Abendveranstaltungen ab 19.30 sowie gültig für alle Tagesveranstaltungen des Streichquartettfests

In Kooperation mit dem Impresariat Simmenauer und der Musik- und Singschule Heidelberg.

Ort:

Musik- und Singschule Heidelberg
Kirchstraße 2, 69115 Heidelberg

Termin:

Fr, 9.4.2010 | Tickets online

streichquartettfest | tag 2

10.00 uhr | komponistenworkshop mit martón illés

12.00 uhr | lunchkonzert »alles fuge oder was?«
Ein Fugenkaleidoskop von Bach über Haydn, Beethoven und Webern bis zu Widmann mit dem Keller Quartet

15.30 uhr | workshop »musik hören lernen«
mit Valentin Erben

17.00 uhr | »tea-time«
Philharmonia Végh Budapest
Béla Bartók (1881-1945): Auszüge aus "44 Duos für zwei Violinen" Sz 98
Ernst von Dohnányi (1877-1960): Serenade für Streichtrio C-Dur op. 10
Léo Weiner (1885-1960): Divertimento Nr. 1 op. 20 für Streichorchester

21.00 uhr | lange nacht des streichquartetts »bach und die ungarn«
Philharmonia Végh Budapest

Im Zentrum stehen Auszüge aus „Die Kunst der Fuge“ von Johann Sebastian Bach mit Streichquartett, das restliche Programm umfasst Werke in verschiedenen Besetzungen (vom Duo bis hin zum Streichorchester)

B-A-C-H – Die enigmatische Klang-Signatur aus der letzten Fuge Bachs hat sich seit der posthumen Veröffentlichung seiner Kunst der Fuge 1751 als wahre Inspirationsquelle erwiesen: Über 400 Bach-Hommagen sind seither entstanden, denen dieses viertönige Motiv zugrunde liegt. Spätestens durch den glühenden Bach-Verehrer Franz Liszt, der darüber sein Orgelwerk Präludium und Fuge schrieb, erhielt es Mitte des 19. Jahrhunderts auch Einzug in die ungarische Kompositionsgeschichte.
Ein musikalisches Mysterium ist die unvollendet gebliebene Kunst der Fuge bis heute, denn noch immer gibt sie noch so manches Rätsel auf: In welcher Reihenfolge beabsichtigte Bach die Fugen und Kanons anzuordnen? Welche Instrumentierung hatte er vorgesehen? Stammt der Titel tatsächlich vom Komponisten persönlich? Kein Wunder also, dass sich um den Zyklus diverse Legenden zahlensymbolischer, theologischer und musikgeschichtlicher Natur ranken. Von derlei mythischen Überhöhungen einmal abgesehen ist die Sammlung aber vor allem eines: ein beeindruckendes Zeugnis zur Vollendung gebrachter kontrapunktischer Techniken, wie sie vor allem Komponisten des 20. Jahrhunderts wieder als Anregung dienten. Die Gratwanderung zwischen formaler Strenge und Klangschönheit meisterte Bach mit Bravour – und mag genau darin den drei Ungarn Bartók, Ligeti und Kurtág ein Vorbild gewesen sein.

Preise:
€ 15,- Tagesveranstaltungen des Streichquartettfestes vor 19.30 Uhr (nur an der Tageskasse)
€ 35,- | € 25,- Abendveranstaltungen ab 19.30 sowie gültig für alle Tagesveranstaltungen des Streichquartettfests

In Kooperation mit dem Impresariat Simmenauer und der Musik- und Singschule Heidelberg.

Ort:

Musik- und Singschule Heidelberg
Kirchstraße 2, 69115 Heidelberg

Termin:

Sa, 10.4.2010 | Tickets online

forum junger künstler | olga scheps

Olga Scheps, Klavier

Frédéric Chopin (1810-1849):
Fantasie f-Moll op. 49
Nocturne Des-Dur op. 27/2
Nocturne cis-Moll op. posth.
Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23
Trois Nouvelles Etudes
Polonaise “Héroique” As-Dur op. 53
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Rondo a-Moll KV 511
Robert Schumann (1810-1856): Fantasie in C-Dur op. 17

Als „neuen Stern am Chopin-Himmel“ würdigt die Frankfurter Allgemeine Zeitung Olga Scheps, die sich bereits früh als pianistisches Nachwuchstalent profilierte: Ihre Konzerttätigkeit begann sie bereits mit zwölf Jahren. Seit 2006 studiert sie bei Pavel Gililov in Köln, 2008 war sie Preisträgerin bei der Kissinger Klavierolympiade. Mit Auftritten in den USA und in Asien blickte die gebürtige Moskauerin auch über den europäischen Tellerrand und begeisterte ihr Publikum bereits weltweit.
Man darf also sehr gespannt sein auf ihren Heidelberger Chopin-Klavierabend, der Fantasievolles birgt – Fantasievolles im Sinne poetisch-musikalischer Ideen, die Formgrenzen sprengen und in verborgene Gefühlswelten führen. In den Nocturnes treten diese Ideen unverkennbar zutage. Chopin spielte sie „aus der Seele heraus“, wie seine Zeitgenossen berichteten. Seine Ballade in g-Moll beginnt in ähnlich empfindsamer Manier, schwingt sich dann aber hinauf in virtuose Klangfluten. Als eine in Noten festgehaltene Improvisation erscheint die f-Moll-Fantasie: Spieltechnischer Anspruch paart sich mit fließenden, folkloristisch anmutenden Melodien.

16.00 Uhr Konzerteinführung mit Hans Hachmann:
»Schmetterlinge, Äolsharfen, Regentropfen« - Wesentliche und typische Charakterzüge im Oeuvre des heimatliebenden Weltbürgers

Preis: € 35,- | € 25,- | € 18,- | € 12,-
Mit dem Chopin-Abo erhalten Sie 25% Rabatt auf dieses Konzert.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

Sa, 10.4.2010, 17:00 | Tickets online

streichquartettfest | finale

Philharmonia Végh Budapest

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Divertimento D-Dur für Streichorchester
Anton Webern (1883-1945): Sechs Bagatellen op. 9, Langsamer Satz für Streichquartett
Béla Bartók (1881-1945): Divertimento für Streichorchester Sz 113
Franz Schubert (1797-1828): Streichquintett C-Dur D956

Vier plus X: Nicht nur Streichquartette, sondern auch größere kammermusikalische Gattungen werden beim "Festival im Festival" zur Aufführung gebracht. Und spätestens im Finale wird sich herausstellen: In puncto Klangfarbenvielfalt und Kontrastwirkungen stehen solche Besetzungen der Symphonik in nichts nach. Da wäre zum Beispiel Schuberts 1828 entstandenes Quintett mit seinen disparaten Tonarten und den konträren Klangsphären der ersten beiden Sätze: Spannungsreicher geht es kaum. Oder Bartóks Divertimento, das satzweise zwischen diatonischer und chromatischer Melodieführung wechselt und in barocker Concerto-Grosso-Manier die Balance zwischen solistischen Klangruppen und Orchesterpassagen sucht – während der Komponist obendrein ganz nonchalant klassische Formen mit ungarischen Skalen und Rhythmen füllt. Kontraste durchziehen auch das Programm als Ganzes: Zwar ist Mozarts und Bartóks Kompositionen die Bezeichnung Divertimento gemein, die eigentlich ein leichtes, unterhaltsames Instrumentalstück meint. Doch liegen diese beiden kompositorischen Realisationen zeitlich, also auch musikalisch, weit auseinander. Und während Schuberts Spätwerk symphonische Weiträumigkeit kennzeichnet, nehmen Weberns Bagatellen op. 9, musikalische Ideenvielfalt auf engstem Raum, nur wenige Minuten Aufführungszeit in Anspruch. Kaum facettenreicher könnte das Streichquartettfest ausklingen.

Preis: € 35,- | € 25,-

In Kooperation mit dem Impresariat Simmenauer und der Musik- und Singschule Heidelberg

Ort:

Musik- und Singschule Heidelberg
Kirchstraße 2, 69115 Heidelberg

Termin:

So, 11.4.2010, 11:00 | Tickets online

i fagiolini und robert hollingworth

I Fagiolini Vokalensemble
Robert Hollingworth, Laute


„The English Muse“

Orlando Gibbons (1583-1625): The Silver Swan / What is our life
John Dowland (1563-1626): Preludium / A Fancy / Can she excuse my wrongs / Galliard / In darkness let me dwell
John Wilbye (1574-1638): Draw on sweet night
Thomas Weelkes (1576-1623): Noel, adieu thou court’s delight / As Vesta was from Latmos hill descending
John Ward (1571-1638): Weep forth your tears
Richard Nicholson (um 1570-1639): Sing, shepherds all
William Byrd (1543-1623): Deus venerunt gentes
Anthony Holborne (1545-1602): Cradle Pavan
Thomas Tomkins (1572-1656): Weep no more, thou sorry boy / O let me live / Too much I once lamented

Dass Musik aus dem Alten England alles andere als langweilig ist, beweist auf unterhaltsame Weise das britische Ensemble „I Fagiolini“. Gegründet 1986 von Robert Hollingworth in Oxford, gewann die Gruppe 2006 den Royal Philharmonic Society Award. International haben sich „I Fagolini“ mit ihren innovativen Musikpräsentationen längst einen hervorragenden Ruf erworben, vor allem ihre Einspielung von ‘The Full Monteverdi’ ist hochgelobt. Die Zeitung ‘The Independent’ forderte ihre Leser auf, sich so schnell wie möglich Karten für eine Aufführung zu besorgen.

Chorknabe am Kings`s College in Cambrigde, später Musiker in der Londoner Chapel Royal – so sah die typische Laufbahn vieler britischer Musiker und Komponisten im 16. und 17. Jahrhundert aus, auch die im Konzert zu hörenden Komponisten sind diesen Weg gegangen. In ihrem Programm „The English Muse“ stellen „I Fagiolini“ Musik aus England zwischen 1575 und 1622 vor – Madrigale, Motetten und Lautenstücke von Byrd, Dowland, Gibbons, Tomkins, Weelkes und Wilbye. Mit so viel komödiantischen Elementen und Sinn für Humor waren die Werke der alten Meister allerdings lange nicht zu hören, denn die Musik des Ensembles ist, so schreibt das BBC Music Magazine, “ …lively, imaginative, even anarchic...and a lot of fun.“

Preis: € 39,- | € 29,- | € 19,- | € 15,- | € 10,-

19.00 uhr Konzerteinführung mit Matthew Gardner

Ort:

Peterskirche Heidelberg
Plöck 70, 69117 Heidelberg-Altstadt

Termin:

So, 11.4.2010, 20:00 | Tickets online

forum junger künstler | antti siirala

Antti Siirala, Klavier

Johannes Brahms (1833-1897): Sechs Klavierstücke op. 118
Arnold Schönberg (1874-1951): Drei Klavierstücke op. 11, Sechs kleine Klavierstücke op. 19
Frédéric Chopin (1810-1849): Sonate Nr. 3 h-Moll op. 58

Sein Motto: „Einfach du selbst sein!“. Mit seiner Authentizität, Spontaneität und seinen unglaublichen pianistischen Höhenflügen, sei es mit Brahms’ Klavierkonzerten oder mit Schubert-Transkriptionen, beeindruckt der junge Finne Antti Siirala sein Publikum.
Erkämpfte er sich zu Beginn seiner Karriere seinen Platz unter den großen Pianisten als „Einspinger“ – so nutzte der finnische Pianist seinen Chancen und überrascht bereits einige Male das Publikum als „Ersatz“ für Bronfman, Pogorelich oder Grimaud – ist er heute längst regelmäßig gerngesehener Gast in den großen Musikhäusern und arbeitet weltweit mit renommierten Orchestern und Dirigenten.
Beim Frühling wagt Siirala den Dreischritt Chopin – Brahms – Schönberg: Von der romantischen Sonate zur atonalen Miniatur, von der klassischen Form zum musikalischen Monogramm. Chopin zeigt in der Sonate h-Moll seine ganz persönliche Errungenschaft der klassischen Form: Denken in polyphonen Strukturen und melodischer Prägnanz. Brahms lässt in seinen 6 Klavierstücken op. 118 das lyrisch-expressive Moment hervortreten. Und Schönberg schafft mit seinen op. 11 und 19 subtile Klanggebilde, die den Eindruck der inneren Unverbindlichkeit erwecken: Ein musikalisches Dreigestirn, das Antti Siiralas ungemein differenziertes Klavierspiel in ein ganz besonderes Licht rücken wird.

19.00 uhr Konzerteinführung mit Hans Hachmann:
Vom »Chopinek« zum Tasten- und Salonlöwen - die erstaunliche Biographie des Fryderyk Franciszek Szopen

Preis: € 35,- | € 25,- | € 18,- | € 12,-
Mit dem Chopin-Abo erhalten Sie 25% Rabatt auf dieses Konzert.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

Di, 13.4.2010, 20:00 | Tickets online

orgelmusik in europa | markus uhl

Markus Uhl, Orgel

Orgelmusik in Europa | Süd-Südost

Georg Muffat (1653-1704): Toccata Prima aus “Apparatus musico organisticus”
Girolamo Frescobaldi (1583-1643): Bergamasca aus „Fiori Musicali“
Michelangelo Rossi (1601/02-1656): Toccata Settima
Antonio Vivaldi (1678-1741) / Johann Sebastian Bach (1685-1750): Orgelkonzert in a-Moll BWV 593
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): „Andante für eine Orgelwalze“ F-Dur KV 616
Johannes Brahms (1833-1897): „Schmücke dich, o liebe Seele“ aus "Elf Choralvorspiele" op. posth.
Anton Heiller (1923-1979): “In Festo Corporis Christi”, Vier Stücke zum Fronleichnamsfest

Wohl kein Instrument ist so „europäisch“ wie die Orgel. Spätestens seit dem 15. Jahrhundert spielt sie im kirchlichen Raum bis in unsere Zeit eine musikalische Hauptrolle. Dabei haben sich in jedem Land und zu jeder Zeit eigene Orgelstile mit typischen Klangcharakteren und der dazu passenden Orgelliteratur herausgebildet.
Die Reihe „Orgelmusik in Europa“ möchte diese geschichtlichen Entwicklungen nachzeichnen. Auch wenn es nicht möglich ist, in drei Konzerten auch nur annähernd einen Überblick über sechs Jahrhunderte Orgelmusik zu geben, so sollen doch wichtige Stationen und Stile gestreift werden.
Die Konzerte sind nach Ländergruppen geordnet: Im ersten Konzert „Nord-Nordwest“ erklingt Musik aus Mittel- und Norddeutschland, Holland und England. Das Konzert „Süd-Südost“ ist mit Süddeutschland, Österreich und Italien verknüpft. Der Abend „West-Südwest“ hat den Schwerpunkt auf französischer und spanischer Musik.
Die neue Orgel der Jesuitenkirche ist mit ihren vielfältigen klanglichen Möglichkeiten das ideale Instrument für diese Orgelreise durch Europa.

Preis: € 5,- (nur an der Tageskasse)

Wir danken der Marienhaus-Stiftung Heidelberg

Ort:

Jesuitenkirche Heidelberg
Merianstraße 2, 69117 Heidelberg

Termin:

Mi, 14.4.2010, 18:15

reinhold friedrich und das philharmonische orchester heidelberg

Reinhold Friedrich, Trompete
Philharmonisches Orchester Heidelberg
Cornelius Meister, Leitung


Anno Schreier (*1979): Drei Fragmente (2004/06)
Michael Haydn (1737-1806): Trompetenkonzert
Anton Bruckner (1824-1896): Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Repräsentativ, feierlich, glanzvoll – in der Musikgeschichte spielte die Trompete stets eine besondere Rolle. Als Soloinstrument erlebte sie vor allem im 17. und 18. Jahrhundert ihre Blüte; zahlreiche Kompositionen wurden ihr gewidmet. Auch Leopold Mozart schuf 1762 ein Konzert für Trompete, das dem Instrument einen strahlenden und zugleich beweglich-kantablen Ton zuerkannte.
Diese Klangidee umzusetzen, ist für den Trompeter Reinhold Friedrich ein „Leichtes“; ist es doch gerade die sonore Unbeschwertheit, die den Charakter des Werkes prägt. Friedrich ist Meister des Clarinblasens und längst ein Idol der jungen Bläsergeneration. Die Kunst des Trompetenspiels weiß der Wahl-Heidelberger geradezu vollendet zu präsentieren. Exzellente Unterstützung erhält er dabei vom Philharmonischen Orchester Heidelberg unter der Leitung von Cornelius Meister.
Neben Mozarts Trompetenkonzert widmet sich das Philharmonische Orchester zwei weiteren Werken, die in ihrer Zusammenschau interpretatorische Vielgestaltigkeit verlangen: Mit den „Drei Fragmenten“ von Anno Schreier, in diesem Jahr „Komponist für Heidelberg“, begibt sich das Orchester in eine zeitgenössische Klangwelt, die eigenwillige musikalisch-formale Ideen entwickelt, wie bereits die Titel erahnen lassen: „Praeludium“, „Quodlibet“, „Climax“.
Als romantisches Gegengewicht ist Bruckners 7. Sinfonie zu hören. Mit ihr errang der Österreicher die lang ersehnte Anerkennung als großer Sinfoniekomponist: „Das bedeutendste sinfonische Werk seit Beethovens Tod“ soll Hermann Levi gesagt haben. Bruckner selbst schrieb in sein Tagebuch: „… zum ersten Mal die Sonne auf meinen Schreibtisch gescheint.“ Das ist der wahre Frühling.

Preis: € 34,- | € 28,- | € 22,- | € 13,-

19.00 uhr Konzerteinführung mit Maria Göth

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Mi, 14.4.2010, 12:00 | Tickets online

artist in residence 2010 | ragna schirmer

Ragna Schirmer, Klavier und Moderation

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll BWV 903
Georg Friedrich Händel (1685-1759): Suite d-Moll HWV 437, Chaconne G-Dur HWV 435, Suite B-Dur HWV 434
Johann Sebastian Bach / Ferruccio Busoni (1866-1924): Chaconne d-Moll
Johannes Brahms (1833-1897): Variationen über ein Thema von Georg Friedrich Händel op. 24

„Man muss lernen, was zu lernen ist – und dann seinen eigenen Weg gehen.“ Dieser Satz wird Ragna Schirmers Leib- und Magen-Komponist Georg Friedrich Händel zugeschrieben. Dessen „Suites de Pièces pour le Clavecin“ hat sie nun erstmals in einer Gesamtaufnahme vorgelegt und dafür prompt den ECHO Klassik 2009 erhalten. Bereits bei ihrer Debüt-CD ging sie ungewöhnliche Wege und widmete sie Bachs „Goldberg-Variationen“, einer der schwierigsten Klavierkompositionen des Meisters. Dem steht seine Chaconne d-Moll, der Schlusssatz der Partita Nr. 2, kaum nach. Ferruccio Busoni richtete das Werk für Klavier ein und holte aus dem Variationssatz, den Bach ursprünglich einer einzelnen Geige anvertraut hatte, geradezu orchestrale Klanggewalt heraus. Dies gilt auch für Johannes Brahms’ „Variationen und Fuge über ein Thema von Händel“, die die händelsche Suite HWV 434 zum Vorbild haben. Eine kühne Komposition ist schließlich auch die Chromatische Fantasie BWV 903, in der Bach bis an die Grenzen der Tonalität vorstieß. Derartig aufeinandergetürmte Schwierigkeiten können Ragna Schirmer aber nicht schrecken. Bereits mit 20 Jahren hat sie in Leipzig den Bachwettbewerb für sich entschieden, und mit 26 Jahren noch einmal – als einzige Pianistin, der das je gelungen ist. Ihre Konzerte führen sie seitdem in die bekanntesten Konzertsäle und zu den renommiertesten Festivals Europas.

Preis: € 45,- | € 35,- | € 25,- | € 15,- | € 10,-
Mit dem Schnupper-Abo erhalten Sie 15% Rabatt auf dieses Konzert.

19.15 uhr Konzerteinführung mit den classic scouts

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Do, 15.4.2010, 20:00 | Tickets online

klavier-masterclass ragna schirmer

Ragna Schirmer, Kursleitung
Sechs Kursteilnehmer


Die Veranstaltungen finden im Sebastian-Münster- und im Kammermusiksaal des Kongresshauses Stadthalle Heidelberg statt.

Vom 16. bis 18. April 2010 wird die Pianistin Ragna Schirmer, Artist in Residence des Heidelberger Frühling 10, Schüler und Studenten im Rahmen einer Klavier-Masterclass unterrichten. Dieser Kurs richtet sich sowohl an Schüler ab 13 Jahren, die bereits erste Konzert- und Wettbewerbsverfahrung vorweisen können, als auch an Hochschulstudenten, die eine Pianistenausbildung an einer Musikhochschule im deutschsprachigen Raum absolvieren. Im Vordergrund steht dabei die Arbeit an technischen und interpretatorischen Fragen, insbesondere der Musik von Frédéric Chopin und Robert Schumann aus Anlass von deren 200. Geburtstag. Aus den Bewerbungen des bundesweiten Ausschreibungsverfahrens an Musikhochschulen, Musikgymnasien und Musikschulen werden sechs Kursteilnehmer ausgewählt und zwischen dem 16. und 18. April 2010 täglich von Ragna Schirmer unterrichtet. Eine passive Teilnahme für interessiertes Publikum ist dabei jederzeit kostenlos möglich. Am Sonntag, den 18. April findet im Anschluss an den Unterricht ein Abschlusskonzert mit den Teilnehmern des Meisterkurses statt, bei dem die im Unterricht erarbeiteten Werke aufgeführt werden.

Vorläufiger Zeitplan (Stand 13.10.2009, Änderungen vorbehalten)

fr 16. april 10 | 11.00 - 14.00 und 15.00 - 18.00 uhr
sa 17. april 10 | 11.00 - 14.00 und 15.00 - 18.00 uhr
so 18. april 10 | 12.00 - 15.00 uhr
masterclass

so 18. april 10 | 17.00h
abschlusskonzert der teilnehmer

Preis: Eintritt frei

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Fr, 16.4.2010, 11:00

literatur und musik | ulrich noethen und hideyo harada

Ulrich Noethen, Rezitation
Hideyo Harada, Klavier


»Gleich einem Stern der einsam zieht«
Zum 200. Geburtstag von Frédéric Chopin

Frédéric Chopin (1810-1849):
Mazurken, Nocturnes, Walzer, Etüden, Ballade op. 23
Briefe, biografische Dokumente und Zeugnisse von Zeitgenossen

„Die Natur gab ihm schmächtige Gestalt, aber das edelste Herz und das Genie. Er ist nicht bloß Virtuose, er ist auch Poet. Er kann die Poesie, die in seiner Seele lebt, zur Anschauung bringen.“ Warum sich Heinrich Heine zu solchen Worten hinreißen ließ, dürfte wohl auch heute noch jeder nachvollziehen können, der in die musikalische Welt Frédéric Chopins eintaucht. Sei es nun als Interpret seiner virtuosen Klavierwerke, oder als Zuhörer, der sich von den Kompositionen emotional gefangen nehmen lässt. Zum 200. Geburtstag des Komponisten lassen nun die Pianistin Hideyo Harada und der Schauspieler Ulrich Noethen mit einem musikalisch-literarischen Programm den Menschen Frédéric Chopin in all seinen Facetten wieder lebendig werden. Einen Mann, der noble polnische Eleganz mit französischem Esprit verband, der im Spannungsfeld zwischen Paris und seiner polnischen Heimat mit ihrer oft leidvollen Geschichte zu zeitlos gültigen Kompositionen inspiriert wurde, die bis heute die Menschen zu berühren vermögen. Das Programm „Gleich einem Stern, der einsam zieht“ verknüpft dabei das farbenreich schillernde Klavierschaffen Chopins mit Briefen des Komponisten, lässt daneben aber auch prominente Zeitgenossen wie Liszt, Mendelssohn, Schumann, Balzac, Heine oder George Sand ihre Stimme erheben.

Preis: € 25,-

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Ort:

Festivalforum Alte Pädagogische Hochschule Heidelberg
Keplerstr. 87, 69121 Heidelberg

Termin:

Fr, 16.4.2010, 20:00 | Tickets online

konzert | sonderprojekt lesedi show choir

Südafrikanischer Chorgesang

Wenn sie ihre Stimmen erheben, dann erklingen nicht nur Gospels und Gesänge in der Tradition der Zulu, Xhosa und Sesotho, auch die Körper der Sänger schwingen und tanzen in einer dynamischen Choreografie. Mit dem Lesedi Show Choir aus dem südafrikanischen Heidelberg bereichert ein Stück afrikanische Kultur den Heidelberger Frühling und gemeinsam laden Festival und Chor die Aufführenden und das Publikum zu Dialog und Austausch ein.
Zu diesem Sonderprojekt des Heidelberger Frühling gehören ein Konzert des Lesedi Show Choir am Freitag sowie ein Workshop zum Mitmachen für alle begeisterten Chorsängerinnen und –sänger am Samstag und Sonntag. Bei einem gemeinsamen Abschlusskonzert können die Workshop-Teilnehmer das Gelernte präsentieren und zusammen mit dem Lesedi Show Choir aufführen.

Weitere Programmpunkte des Sonderprojektes Lesedi Show Choir:

Chor-Workshop mit dem Lesedi Show Choir
musik- und singschule heidelberg
sa 17. april 10 | 11.00 - 13.00 und 15.00 - 17.00 uhr
so 18. april 10 | 13.00 - 15.00 uhr
Preis: € 50,- Workshop-Pass für aktive Teilnahme. Maximal 150 Teilnehmer, gültig für das Konzert (16.4.), den Workshop (17. und 18.4.) und das Abschlusskonzert des Workshops (18.4.) mit dem Lesedi Show Choir. Vom Wahlabo ausgenommen

Gemeinsames Abschlusskonzert des Lesedi Show Choir und der Workshop-Teilnehmer
so 18. april 10 | musik- und singschule heidelberg | 16.00 uhr
Preis
€ 12,- Abschlusskonzert des Workshop am 18. April 10

Südafrikanisches Abendessen mit dem Lesedi Show Choir
so 18. april 10 | prinz carl palais | 19.00 uhr
€ 69,- (€19,- gehen als Spende an den Chor)

In Kooperation mit der Heiliggiestkirche Heidelberg und der Musik- und Singschule Heidelberg.

Ort:

Heiliggeistkirche Heidelberg
Marktplatz, 69117 Heidelberg

Termin:

Fr, 16.4.2010, 20:00 | Tickets online

trio viviane hagner, daniel müller-schott
und jonathan gilad

Jonathan Gilad, Klavier
Viviane Hagner, Violine
Daniel Müller-Schott, Violoncello


Robert Schumann (1810-1856): Klaviertrio Nr. 3 g-Moll op. 110
Maurice Ravel (1875-1937): Klaviertrio a-Moll
Johannes Brahms (1833-1897): Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8

Über die Geigerin Viviane Hagner schrieb die New York Times, die Künstlerin habe dem Ton ihres Instruments etwas Schmerzliches verliehen, sogar in fröhlichen Passagen. Dies sei besonders tief berührend gewesen. Anlässlich eines Konzerts des Cellisten Daniel Müller-Schott konnte man in der Süddeutschen Zeitung lesen, er habe sich „geradezu angriffslustig in den Eröffnungssatz [gestürtzt], der vom Solisten nicht nur vorwärtsdrängende Kraft, sondern auch tonliche Sanftheit verlangt“. Und zusammen mit dem jungen französischen Pianisten Jonathan Gilad, der als eine der außergewöhnlichsten Klavierbegabungen seiner Generation gilt und bereits zum zweiten Mal beim Frühling ist, hat man geradezu die Traumbesetzung eines Klaviertrios vor sich. Alle drei haben, was wahre Virtuosität ausmacht: eine exzellente Technik auf ihren Instrumenten, dabei Tiefe, Reflexionsvermögen und persönliche Reife. Diese Fähigkeiten sind für die drei Werke in höchstem Maße erforderlich: Robert Schumanns letztes Trio op. 110 ist ein sperriges Stück Musik, zugleich aber, wie seine Frau in ihr Tagebuch notiert, „originell, durch und durch voller Leidenschaft, besonders das Scherzo, das einen bis in die wildesten Tiefen mit fortreißt“. 1853 stellt Schumann das Werk in einem Hauskonzert vor. Johannes Brahms, einer der Gäste, war so beeindruckt, dass er an seinem eigenen Erstling, einer Fantasie d-Moll, zu zweifeln begann. Wenig später schuf er sein H-Dur-Trio, das durch seinen schwärmerischen Ton und die brillanten motivisch-thematischen Beziehungen aller musikalischen Themen besticht. Ähnliches wie zum schumannschen Trio ließe sich auch über Maurice Ravels Klaviertrio a-Moll sagen. Der Komponist experimentierte mit verschiedenen, gleichzeitig erklingenden Taktarten und verlieh dem Werk dadurch gedankliche Tiefe und innere Glut, die von den Solisten höchste technische Souveränität verlangt.

Preis: € 45,- | € 35,- | € 25,- | € 15,-

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

So, 18.4.2010, 20:00 | Tickets online

literatur und musik | dieter borchmeyer und christian thielemann

Dieter Borchmeyer und Christian Thielemann, Gespräch
Siegfried Mauser Musikalische, Umrahmung


»Robert Schumann - Musiker und Poet dazu«

»Schumann ist unter allen lebenden Meistern der Mann mit dem weitesten Streben; jede Form, jedes Gebiet – und fast immer mit Erfolg – versuchend, verläßt er es sogleich, um ein neues zu betreten.« So schreibt 1849 der Kritiker Louis Ehlert in der Preußischen Staats-, Kriegs- und Friedenszeitung. Das »weiteste Streben« meint zumal Schumanns Streben nach einer Verschränkung der Künste und die Erfindung einer »poetischen Musik«. Nicht nur in seiner Vokalmusik, vor allem in seinen Liedern, sondern auch in seiner Instrumentalmusik geht er vielfach von außermusikalischen Gedanken und Vorstellungen, von poetischen Ideen aus, die er ohne Worte in Töne zu setzen sucht. Das verraten schon die Titel seiner Klavierkompositionen: Papillons, Carnaval, Kreisleriana, Fantasiestücke oder Kinderszenen, in denen er »Gestalten und redende Charaktere« versammelt. Und erst recht bahnt ihm die »Zuflucht zur Poetik« den Weg zu den »Königsgattungen«: der Symphonie, dem Streichquartett, der Kammermusik in ihren verschiedenen Besetzungen. Die Instrumente sollen nicht nur absolute Musik zum Erklingen bringen, sondern »etwas zu sagen« haben, und so führen sie oft in ihrem sprachhaften, erzählerischen oder szenischen Duktus innere Monologe und Dialoge ohne Worte. Eine Musik aus dem Geiste der Poesie, wenn auch meist ohne dezidiertes literarisches Programm. Seine »Doppelnatur« als Musiker und Poet drängte Schumann ständig in die Literatur. Er war nicht nur ein glühender Bewunderer von Goethe, den er vielfach vertont hat, Jean Paul, dessen Spuren sich durch sein ganzes Werk ziehen, und den Romantikern und Nachromantikern, zumal E.T.A. Hoffmann (dem er in den Kreisleriana ein Denkmal gesetzt hat), die ihm in ihrer Annäherung der Poesie an die Musik besonders entgegenkamen, sondern er griff auch selber immer wieder in Gedichten, Prosastücken und Essays zur literarischen Feder, präsentierte sich als Musikpublizist von einem Rang, wie es ihn vor Wagner in der deutschen Musikgeschichte noch nicht gegeben hatte. Schumann repräsentierte so einen neuen philosophisch-literarischen Komponistentypus, der – aus der romantischen Idee der Universalpoesie und Gesamtkunst geboren – über Wagner weit in die Moderne vorausweist. Diesen Wechselwirkungen von Musik und Literatur sucht das Gesprächskonzert nachzugehen.

Preis: € 15,-

In Kooperation mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

So, 18.4.2010, 15:00 | Tickets online

forum junger künstler | duo riul - sebastian manz und martin klett

Duo Riul
Sebastian Manz, Klarinette
Martin Klett, Klavier


Camille Saint-Saëns (1835-1921): Sonate Es-Dur op. 167 (1921)
Jean Françaix (1912-1997): Thema und Variationen (1974)
Francis Poulenc (1899-1963): Sonate (1962)
Claude Debussy (1862-1918): Première Rhapsodie (1910)
Darius Milhaud (1892-1974): „Scaramouche“ op. 165 b (1937)

„Musique française de France!“ Mit seiner puristischen Forderung begeisterte der Schriftsteller Jean Cocteau viele französische Komponisten. Um ihn bildete sich 1918 die Künstlergruppe „Les Six“, der auch Poulenc und Milhaud angehörten. Sie trat für eine Ästhetik ein, die die Grenzen zwischen E- und U-Musik aufgehoben wissen wollte.
Wunderbare Beispiele dieser Musik sind Milhauds „Scaramouche“ und Poulencs Sonate für Klarinette und Klavier. Leichtigkeit und Ernst, Witz und Empfindsamkeit sind auch in den Werken für Klarinette von Françaix, Debussy und Saint-Saëns zu spüren. Zusammen bilden sie eine eindrucksvolle Klangreise durch das Frankreich des 20. Jahrhunderts.
Interpretiert wird dieses rundum französische Programm von zwei deutschen Künstlern, dem Klarinettisten Sebastian Manz und dem Pianisten Martin Klett. 2008 gründeten die jungen Musiker das „Duo Riul“ und feierten sogleich große Erfolge: Im gleichen Jahr erhielten sie den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs und wurden in die „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“ aufgenommen. Manz und Klett sind Meister ihres Instruments und schöpfen mit ihrem Können alle Klangmöglichkeiten der „musique française“ aus – von singender Melodik bis hin zum neckisch-burlesken Ton.

Preis: € 35,- | € 25,- | € 18,- | € 12,-

19.00 uhr Konzerteinführung

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

Di, 20.4.2010, 20:00 | Tickets online

orgelmusik | "between the times"

Ensemble »Between The Times«:
Knut Rössler, Saxophon und Flöte
Stefan Siegmund, Trompete und Flügelhorn
Johannes Vogt, Laute und E-Gitarre
Jens Uhlenhoff, Vibraphon und Percussion
Christoph Andreas Schäfer, Orgel und Klavier


Musikalische Spuren durch Europa

Das Ensemble »Between the Times« setzt das Motto »Ach Europa« in Musik um. Denn die orientalisch beeinflusste Musik der Türkei, Siziliens und Spaniens, die melancholischen Klänge der skandinavischen Länder, die keltische Musik Britanniens und der Bretagne, osteuropäische und jüdische Melodien, uralte gregorianische Gesänge und Volkslieder, die Erfindung der Mehrstimmigkeit und der Harmonik – dies alles und noch vieles Weitere hat seine Spuren in der europäischen Musik hinterlassen, sowohl in der notierten klassischen Musik als auch im improvisierten europäischen Jazz.
Das Ensemble begibt sich auf Spurensuche und nähert sich spielerisch und improvisatorisch diesen vielfältigen Klängen. Dabei werden einige vertraute Themen aus Kompositionen von Bach, Monteverdi, Mendelssohn, Beatles, Purcell, Garbarek und anderen wiedererkennen.

Preis: € 15,-

Ort:

Heiliggeistkirche Heidelberg
Marktplatz, 69117 Heidelberg

Termin:

Di, 20.4.2010, 20:00 | Tickets online

klavierabend grigory sokolov

Grigory Sokolov, Klavier

Robert Schumann (1810-1856): Klaviersonate Nr. 2 f-Moll op. 14 ("Concert sans orchestre")
u.w.

Liest man Zeitungskritiken über Auftritte von Grigory Sokolov, stellt sich unweigerlich der Eindruck ein, man habe es hier mit einem Heiligen oder wenigstens einem überirdischen Wesen zu tun. Der Künstler habe durch sein Spiel „sich selbst, den Flügel und die Hörer zu einer Einheit werden lassen“, die „Zeit und Raum vergessen ließ“, liest man 2009 in den Ruhr Nachrichten. Diese ungeteilte Begeisterung findet sich durchweg in allen Medien, unabhängig davon, ob Sokolov nun Bach, Beethoven, Brahms, Chopin oder Rachmaninow spielt. Erstaunlich ist dies nicht nur als Faktum an sich, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass Sokolov – Mitglied im illustren Kreis der Tschaikowsky-Preisträger – weder zu den glitzernden Tastenlöwen noch zu den Plattenstars im Musikbusiness gehört, sondern im Gegenteil als unprätentiös und uneitel gilt. Dies ist sicher auch ein Teil des Geheimnisses des genialen Pianisten Sokolov, das bewirkt, dass seine Konzerte regelmäßig ausverkauft sind und ebenso regelmäßig mit Standing Ovations des begeisterten Publikums enden. Sokolov selbst sagte in einem Interview: „Musik ist für mich kein Beruf, sondern ein Aspekt des Lebens. Nicht für alle Menschen ist Musik eine Seite des Lebens. Für manche ist es wirklich ein Beruf. Um zu leben, nicht das Leben selbst. Die innere Welt ist das Wichtigste in der Musik, überhaupt in der Kunst.“ Der andere Teil des Geheimnisses ist – neben seiner brillanten Technik und seinem subtilen Klanggespür –, dass Sokolov stets dem Dienst am Komponisten verpflichtet ist. Das bringt ihn zu Interpretationen auch von Werken, die man gut zu kennen meint, deren grandios ausgearbeitete Klangbalance und Tiefenschärfe nie selbstgefällig ist, sondern erhellend. So, sagen die Kritiker einhellig, haben sie das noch nie gehört – ein Künstler wie aus einer anderen Welt.

Preis: € 69,- | € 55,- |€ 39,- | € 30,- | € 25,- | € 19,-

19.00 uhr Vortrag mit Dr. Eleonore Büning

Das Konzert wird von SWR2 mitgeschnitten.

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Mi, 21.4.2010, 20:00 | Tickets online

orgelmusik in europa | markus uhl

Markus Uhl, Orgel

Orgelmusik in Europa | West-Südwest

Louis-Nicolas Clérambault (1676-1749): “Suite du deuxième Ton” aus: “Premier livre d'Orgue” (1710)
Juan Josep Cabanilles (1644-1712): Gallardas I
Cèsar Franck (1822-1890): Choral Nr. 3 a-Moll aus “Trois Chorals pour Grand Orgue”
Marcel Dupré (1886-1971): Prélude Nr. III aus “Trois Préludes et Fugues” op. 7
Olivier Messiaen (1908-1992): “Le mystère de la Sainte Trinitè” aus “Les Corps Glorieux”
Charles-Marie Widor (1844-1937): Toccata F-Dur aus „Symphonie pour orgue“ Nr. 5 f-Moll op. 42 Nr. 1

Wohl kein Instrument ist so „europäisch“ wie die Orgel. Spätestens seit dem 15. Jahrhundert spielt sie im kirchlichen Raum bis in unsere Zeit eine musikalische Hauptrolle. Dabei haben sich in jedem Land und zu jeder Zeit eigene Orgelstile mit typischen Klangcharakteren und der dazu passenden Orgelliteratur herausgebildet.
Die Reihe „Orgelmusik in Europa“ möchte diese geschichtlichen Entwicklungen nachzeichnen. Auch wenn es nicht möglich ist, in drei Konzerten auch nur annähernd einen Überblick über sechs Jahrhunderte Orgelmusik zu geben, so sollen doch wichtige Stationen und Stile gestreift werden.
Die Konzerte sind nach Ländergruppen geordnet: Im ersten Konzert „Nord-Nordwest“ erklingt Musik aus Mittel- und Norddeutschland, Holland und England. Das Konzert „Süd-Südost“ ist mit Süddeutschland, Österreich und Italien verknüpft. Der Abend „West-Südwest“ hat den Schwerpunkt auf französischer und spanischer Musik.
Die neue Orgel der Jesuitenkirche ist mit ihren vielfältigen klanglichen Möglichkeiten das ideale Instrument für diese Orgelreise durch Europa.

Preis: € 5,- (nur an der Tageskasse)

Ort:

Jesuitenkirche Heidelberg
Merianstraße 2, 69117 Heidelberg

Termin:

Mi, 21.4.2010, 18:15

forum junger künstler | ray chen

Ray Chen, Violine
Andrew Tyson, Klavier


Robert Schumann (1810-1856): Violinsonate Nr. 1 a-Moll op.105
Johannes Brahms (1833-1897): Violinsonate Nr. 2 A-Dur op.100
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Violinsonate Nr. 2 A-Dur BWV 1015
Camille Saint-Saëns (1835-1921): Introduction et Rondo Capriccioso op. 28
Niccolò Paganini (1782-1840): Cantabile D-Dur op. 17

Gerade 20 Jahre ist er alt und kann schon eine beeindruckende Karriere vorweisen. Bereits mit vier Jahren erhielt der Australier Ray Chen ersten Violinunterricht und gab mit acht sein erstes öffentliches Konzert mit Orchester. Mit 15 Jahren begann er sein Studium am Curtis Institute in Philadelphia. 2009 gewann Chen den ersten Preis beim renommierten Königin Elisabeth Wettbewerb, in dessen Folge ihm u.a. von der Nippon Music Foundation eine Stradivari von 1708 zur Verfügung gestellt wurde. Gemeinsam mit dem ebenfalls vielfach ausgezeichneten jungen Pianisten Andrew Tyson spielt er zunächst zwei späte Sonaten von Robert Schumann und Johannes Brahms. Erstere entstand 1851, als Schumanns geistige Gesundheit bereits stark beeinträchtigt war. Es ist, als würde er hier seine innersten Gefühle mit dem Hörer teilen: zarteste Lyrik und düstere Momente wechseln einander ab. Die anschließend erklingende Sonate a-Moll von Johann Sebastian Bach für Violine und Cembalo besticht durch die einzigartige Intensität der beiden Instrumente, gepaart mit höchster Ausdruckskraft. Camille Saint-Saëns widmete sein 1863 entstandenes Werk Introduction et Rondo Capriccioso dem wohl berühmtesten Violinvirtuosen seiner Zeit, dem Geiger Pablo de Sarasate. Ursprünglich für Violine und Orchester komponiert, ist es beim Heidelberger Frühling in einer Bearbeitung für Violine und Klavier zu hören.

Ray Chen: 1. Preis Concours Reine Elisabeth Brüssel 2009

Preis: € 25,-

Ort:

Kammermusiksaal Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Do, 22.4.2010, 20:00 | Tickets online

schuberts mehrstimmige gesänge mit klavier I

Ulrich Eisenlohr, Klavier
Sibylla Rubens / Silke Schwarz, Sopran
Regina Jakobi / Ingeborg Danz, Alt
Markus Schäfer / Marcus Ullmann, Tenor
Thomas E. Bauer / Markus Flaig, Bass


Franz Schubert (1797-1828):
Sämtliche mehrstimmige Gesänge mit Klavier

Rund 130 Einzelwerke, vom schlichten Kanon über das klavierbegleitete mehrstimmige Lied bis zur mehrteiligen, mit Solisten, Chor und Orchester besetzten Kantate – sein ganzes Leben lang setzte sich Franz Schubert mit dem mehrstimmigen Gesang auseinander. Beim Heidelberger Frühling 10 werden nun alle klavierbegleiteten Gesänge vorgestellt, die in solistischer Besetzung aufführbar sind.
Dabei sind die Themen und Kompositionsanlässe äußerst vielfältig: Zu ersten Studien regte der Unterricht bei Antonio Salieri an, später entstanden viele der mehrstimmigen Gesänge als Auftragswerke oder als „Gesellschaftsmusiken“, um sie im Freundes- und Bekanntenkreis aufzuführen, als Überraschungsständchen für Geburtstage, als komödiantische Unterhaltung oder als Trink- und Geselligkeitslieder. Doch auch einfach „zweckfreie“ mehrstimmige Gesänge gibt es, bei denen sich Schubert von einem Gedicht inspiriert fühlte, die dem. Gotteslob dienen oder sich mit Tod und Auferstehung, Natur- und Lebensbetrachtung auseinandersetzen
Ob die Lieder mehrstimmig oder solistisch aufgeführt werden sollten, ist nicht immer klar bezeichnet. Nur selten schrieb Schubert am Beginn der Partitur ein „Coro“ nieder, doch musste er sich wahrscheinlich über die Frage der Besetzung gar keine Gedanken machen: Viele der Lieder vertragen sowohl solistische als auch chorische Aufführung. Man passte sich wohl eher den gegebenen Aufführungsmöglichkeiten an, gab es doch im südlichen deutschsprachigen Raum zu Schuberts Lebzeiten noch keine lebendige Chortradition außerhalb der Kirche wie etwa mit den Liedertafeln und Männerchören im Norden. Bei anderen Werken, wie der komödiantischen Minioper „Der Hochzeitsbraten“ mit ihren drei Protagonisten, war und ist natürlich nur eine solistische Besetzung möglich.

Preis: € 35,- | € 25,- | € 18,- | € 12,-

19.00 uhr Konzerteinführung

Das Konzert wird von SWR2 mitgeschnitten.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

Do, 22.4.2010, 20:00 | Tickets online

schuberts mehrstimmige gesänge mit klavier II

Ulrich Eisenlohr, Klavier
Sibylla Rubens / Silke Schwarz, Sopran
Regina Jakobi / Ingeborg Danz, Alt
Markus Schäfer / Marcus Ullmann, Tenor
Thomas E. Bauer / Markus Flaig, Bass


Franz Schubert (1797-1828):
Sämtliche mehrstimmige Gesänge mit Klavier

Rund 130 Einzelwerke, vom schlichten Kanon über das klavierbegleitete mehrstimmige Lied bis zur mehrteiligen, mit Solisten, Chor und Orchester besetzten Kantate – sein ganzes Leben lang setzte sich Franz Schubert mit dem mehrstimmigen Gesang auseinander. Beim Heidelberger Frühling 10 werden nun alle klavierbegleiteten Gesänge vorgestellt, die in solistischer Besetzung aufführbar sind.
Dabei sind die Themen und Kompositionsanlässe äußerst vielfältig: Zu ersten Studien regte der Unterricht bei Antonio Salieri an, später entstanden viele der mehrstimmigen Gesänge als Auftragswerke oder als „Gesellschaftsmusiken“, um sie im Freundes- und Bekanntenkreis aufzuführen, als Überraschungsständchen für Geburtstage, als komödiantische Unterhaltung oder als Trink- und Geselligkeitslieder. Doch auch einfach „zweckfreie“ mehrstimmige Gesänge gibt es, bei denen sich Schubert von einem Gedicht inspiriert fühlte, die dem. Gotteslob dienen oder sich mit Tod und Auferstehung, Natur- und Lebensbetrachtung auseinandersetzen
Ob die Lieder mehrstimmig oder solistisch aufgeführt werden sollten, ist nicht immer klar bezeichnet. Nur selten schrieb Schubert am Beginn der Partitur ein „Coro“ nieder, doch musste er sich wahrscheinlich über die Frage der Besetzung gar keine Gedanken machen: Viele der Lieder vertragen sowohl solistische als auch chorische Aufführung. Man passte sich wohl eher den gegebenen Aufführungsmöglichkeiten an, gab es doch im südlichen deutschsprachigen Raum zu Schuberts Lebzeiten noch keine lebendige Chortradition außerhalb der Kirche wie etwa mit den Liedertafeln und Männerchören im Norden. Bei anderen Werken, wie der komödiantischen Minioper „Der Hochzeitsbraten“ mit ihren drei Protagonisten, war und ist natürlich nur eine solistische Besetzung möglich.

Preis: € 35,- | € 25,- | € 18,- | € 12,-

19.00 uhr Konzerteinführung

Das Konzert wird von SWR2 mitgeschnitten.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Ort:

Alte Aula der Universität Heidelberg
Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Termin:

Fr, 23.4.2010, 20:00 | Tickets online

martin grubinger & friends

Martin Grubinger & Friends:
Martin Grubinger, Percussion
Leonhard Schmidinger, Percussion
Sabine Pyrker, Percussion
Rainer Furthner, Percussion
Martin Grubinger sen., Percussion
Per Rundberg, Klavier
u.a.


Keiko Abe (*1937): „Wave“, „Prism Rhapsody“
Makii Ishii (1936-2003): „13 Drums“ (Perkussion)
Bruno Hartl (*1963): Konzert für Marimbaphon und Streichorchester (bearbeitet für Marimbaphon und Klavier)
Iannis Xenakis (1922-2001): „Okho“
Minoru Miki (*1930): Marimba Spiritual

Es gibt nur einen, der mit einem Durchschnittspuls von 155 ein vierstündiges Konzert bestreiten kann: Martin Grubinger. Über 600.000 Noten hat der Multi-Perkussionist bei seinem ersten Marathonkonzert 2006 in Wien auswendig gespielt. Neun Solowerke präsentierte er, darunter drei Uraufführungen – nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern vor allem eine musikalische Höchstleistung. Damit blieb der junge Perkussions-Künstler seiner Devise treu: „Ich gehe immer ans Limit“. Als Grubinger mit 17 Jahren in Bergen seine Solokarriere startete, wurde ihm schon damals „totale Professionalität“ attestiert (Simone Young). Und diese geht mit seinem unglaublichen Leistungswillen einher: „Ich will nie einem Komponisten sagen müssen, dass etwas unmöglich ist.“
Der gebürtige Salzburger verfolgt mit seinen Interpretationen neben den „athletischen“ Zielen natürlich auch musikalische: „Man muss das Schlagwerk zum Singen bringen“ – eine künstlerische Herausforderung, die Grubinger mit Leichtigkeit zu meistern scheint. Ungemein rhythmische Präzision zeigt sein rasantes Spiel, das zu keiner Zeit das Melodische zurückdrängt. Die beeindruckende Motorik verbindet sich mit feinfühliger Interpretation. Ohne übertreiben zu müssen, kann Grubinger als Wegbereiter einer neuen perkussiven Klangästhetik betrachtet werden.
Dem Heidelberger Publikum ist Martin Grubinger längst ein Begriff. Beim Frühling 06 und 07 sorgte er für rhythmische Sogwirkung mit seinem weltumspannenden Programm „Pulsing Percussion I“ und „II“. Dieses Jahr hat sich der junge Künstler Verstärkung mitgebracht: „Grubinger & Friends“ werden dem Publikum ein rhythmisches Elementarereignis bereiten.

Preis: € 52,- | € 43,- | € 35,- | € 25,- | € 15,-

19.15 uhr Konzerteinführung mit den classic scouts

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Fr, 23.4.2010, 20:00 | Tickets online

abschlusskonzert heidelberger frühling 10:
christiane oelze und das SWR sinfonieorchester baden-baden und freiburg

Christiane Oelze, Sopran
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Thierry Fischer, Leitung


Robert Schumann (1810-1856): Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur op. 52
Benjamin Britten (1913-1976): „Les Illuminations“ op. 18
Gustav Mahler (1860-1911): Sinfonie Nr. 4 G-Dur

Das SWR Sinfonieorchester hat sich einen ausgezeichneten Ruf durch seinen jahrzehntelangen Einsatz für die angeblich „unspielbare“ Neue Musik erworben, lässt sich aber nicht auf die Rolle eines Spezialensembles festlegen. Unüberhörbar kommt die so gewonnene instrumentale Souveränität auch dem traditionellen Repertoire zugute: Es gibt eine bemerkenswerte Haydn-Mozart-Tradition, und um Schreker und Mahler bemühte man sich schon, als an eine „Renaissance“ dieser Komponisten noch nicht zu denken war. Gustav Mahlers 4. Sinfonie steht unter dem Dirigat von Thierry Fischer auch beim Abschlusskonzert des Heidelberger Frühling 10 auf dem Programm. Mahler stellte das Werk in den Jahren 1899 / 1900 in seinem Sommerquartier in Maiernigg / Österreich fertig. In ganz spezifischer Weise liegt der Sinfonie und insbesondere deren Finalsatz das bereits 1892 entstandene Lied „Das himmlische Leben“ zugrunde, das Mahler dem Gedichtband „Des Knaben Wunderhorn“ entnahm. Der (allerdings nur scheinbaren) kindlichen Einfachheit des Liedes, der formalen Klarheit der vier Sätze und dem Holzbläserkolorit stellt Mahler düstere und skurrile Töne gegenüber und macht so deutlich, dass sich das Werk auf doppeltem Boden bewegt. Eine typisch mahlersche Traumwelt entsteht, durch die der Komponist der als hässlich erlebten wirklichen Welt entfloh, so der Musikwissenschaftler H. H. Eggebrecht. Beide Welten, so wird letztlich deutlich, werden von Mahler sinfonisch abgebildet, sind aber weder musikalisch noch in der Wirklichkeit miteinander zu vereinen. Christiane Oelze hat sich als Interpretin von prominenten Opernrollen, anspruchsvollem Lied- und Konzertrepertoire wie auch von geistlichen Werken international höchstes Ansehen erworben. Dem Heidelberger Publikum bereits aus Liederabenden bekannt, ist sie beim Abschlusskonzert als Solistin in „Les Illuminations“ von Benjamin Britten zu hören. Der 1939 entstandene Liederzyklus basiert auf Versen von Arthur Rimbaud und war Brittens Meilenstein in eine glänzende musikalische Zukunft.

Preis: € 79,- | € 59,- | € 45,- | € 29,- | € 19,-
Mit dem Schnupper-Abo erhalten Sie 15% Rabatt auf dieses Konzert

Das Konzert wird von SWR2 mitgeschnitten.

Ort:

Kongresshaus Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg

Termin:

Sa, 24.4.2010, 19:30 | Tickets online

classic scouts ensemble

Ob als Reporter, Fotograf, Vortragender oder gar als Musiker - Jugendliche ab 14 Jahren sind eingeladen, als classic scouts das Festival zu begleiten. In Konzerteinführungen stellen sie Programme und Künstler Gleichaltrigen vor und schreiben live vom Konzertgeschehen in ihrem eigenem Blog und einer Festivalzeitung.

Dezember bis April finden regelmäßige Treffen statt. Infos unter www.heidelberger-fruehling.de und facebook.

konzerteinführungen
mi 24. märz 10 | kongresshaus stadthalle heidelberg | 19.30 uhr
fr 26. märz 10 | kongresshaus stadthalle heidelberg | 19.30 uhr
do 01. april 10 | forschungs und entwicklungszentrum der heidelberger druckmaschinen AG | 19.30 uhr
do 15. april 10 | kongresshaus stadthalle heidelberg | 19.30 uhr
fr 23. april 10 | kongresshaus stadthalle heidelberg | 19.30 uhr
konzerttag classic scouts-ensemble
24. april 10 | opernzelt heidelberg | ca. 13.00 uhr

Du willst mitmachen? Melde dich unter Tel. 06221 – 14 22 420, oder -421

Preis: Eintritt frei

Ort:

Opernzelt Heidelberg
Emil-Maier-Straße 16, 69115 Heidelberg

Termin:

Sa, 24.4.2010

Festival +

vortragsreihe zum 200. geburtstag von frédéric chopin

„Hut ab, Ihr Herren, ein Genie!“ (Robert Schumann) - Vortragsreihe mit Hans Hachmann zum 200. Geburtstag von Frédéric Chopin

so 21. märz 10 | alte aula der universität heidelberg | 16.00 uhr
zum Konzert mit Dejan Lazić
»Tänze, Träumereien und Geschichten« - Die musikalischen Formen im Werk Chopins.

di 23. märz 10 | alte aula der universität heidelberg | 19.00 uhr
zum Klavierabend mit Khatia Buniatishvili
»Sein wahres Vaterland ist das Traumreich der Poesie« (Heinrich Heine über Frédéric Chopin) - Die Préludes und Sonaten.

di 06. april 10 | studio der villa bosch | 19.00 uhr
zum Violoncelloabend mit Valentin Radutiu
»Ich werfe sie in die Ecke, dann sammle ich sie wieder auf« - Chopins Cellosonate und andere Werke für sein »Zweitinstrument«.

mi 07. april 10 | kongresshaus stadthalle heidelberg | 19.00 uhr
zum Konzert mit Ewa Kupiec und dem Pražák Quartet
»Das Klavier ist mein zweites Ich!« - Bearbeitungen Chopinscher Werke, von denen auch andere profitierten.

do 08. april 10 | kongresshaus stadthalle heidelberg | 19.00 uhr
zum Klavierabend mit Ragna Schirmer
»Weder für Musiker ohne Virtuosität, noch für Virtuosen ohne Musikalität« (Alfred Cortot) - Die Etüden Chopins und ihre Interpreten.

so 11. april 10 | alte aula der universität heidelberg | 16.00 uhr
zum Klavierrecital mit Olga Scheps
»Schmetterlinge, Äolsharfen, Regentropfen« - Wesentliche und typische Charakterzüge im Oeuvre des heimatliebenden Weltbürgers.

di 13. april 10 | alte aula der universität heidelberg | 19.00 uhr
zum Klavierabend mit Antti Siirala
Vom »Chopinek« zum Tasten- und Salonlöwen - die erstaunliche Biographie des Fryderyk Franciszek Szopen.

Die Vorträge sind im Preis der Konzertkarte enthalten. Der Vortrag kann einzeln für € 5,- (nur an der Tageskasse) besucht werden.

Dauer:

So, 21.3.2010 - Di, 13.4.2010

konzerteinführungen und gespräche

sa 20. märz 10 | kongresshaus stadthalle heidelberg | 18.30 uhr
Vielfalt in der Einheit: Russlands musikalische Sprachen
Dr. Bernd Feuchtner

mi 31. märz 10 | alte aula der universität heidelberg | 19.00 uhr
Bachs Goldberg-Variationen und die europäische Clavier-Spieltechnik in der ersten Hälfte des 18. Jh.
Prof. Dr. Arnold Werner-Jensen

so 11. april 10 | peterskirche heidelberg | 19.00 uhr
The Golden Age: Englische Vokalmusik um 1600
Matthew Gardner

mi 14. april 10 | kongresshaus stadthalle heidelberg | 19.00 uhr
Einmal Oberösterreich und zurück - Von Virtuosen, jungen Notenhelden und Klangvisionen
Maria Göth

sa 17. april 10 | kongresshaus stadthalle heidelberg | 18.30 uhr
Dauer im Wechsel - Die Leitidee Europas
Prof. Dr. Jochen Hörisch

di 20. april 10 | alte aula der universität heidelberg | 19.00 uhr
Auf der Suche nach neuen Wegen in der Musik: Frankreich um das fin de siècle

do 22. und fr 23. april 10 | alte aula der universität heidelberg | 19.00 uhr

Dauer:

Sa, 20.3.2010 - Fr, 23.4.2010

zugabe

Nach dem Konzert den Abend gemeinsam mit den Künstlern im Gespräch ausklingen lassen – darum geht es bei der neuen Reihe Zugabe. Denn dies soll es auch sein: Eine Zugabe für Sie, das Publikum, um in der entspannten Atmosphäre des Restaurants Stadtgarten die Künstler hautnah zu erleben und dabei gutes Essen oder ein Glas Wein genießen zu können.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Das Publikum ist herzlich zum Gespräch eingeladen! Eintritt frei.

fr 26. märz 10 | kongresshaus stadthalle heidelberg
Lisa Batiashvili und Ariel Zuckermann im Gespräch mit Jörg Tröger

di 06. april 10 | studio der villa bosch
Valentin Radutiu im Gespräch mit Jörg Tröger

do 08. april 10 | kongresshaus stadthalle heidelberg
Ragna Schirmer im Gespräch mit Jörg Tröger

Dauer:

Fr, 26.3.2010 - Do, 8.4.2010

friday night jazz

Fernab vom Konzertsaal, im puristischen Ambiente des Restaurants Stadtgarten, bietet sich an vier Freitagabenden die Möglichkeit, swingenden, groovigen und bluesigen Jazzklängen zu lauschen – und dabei guten Wein, mediterrane Küche oder Cocktails zu genießen.

fr 28. märz 10 | ab 22.00 uhr

fr 09. april 10 | ab 22.00 uhr

fr 16. april 10 | ab 22.00 uhr

fr 23. april 10 | ab 22.00 uhr

Ort:

Restaurant Stadtgarten
Friedrich-Ebert-Anlage 2, 69117 Heidelberg

Dauer:

So, 28.3.2010 - Fr, 23.4.2010

film ab! - das filmprogramm

»ach europa«
Um das Motto des Heidelberger Frühling 10 geht es auch beim Filmprogramm. "One Day in Europe" heißt passenderweise der Film von Hannes Stöhr, in dem er mit erfrischender Leichtigkeit von Menschen in Europa, von Begegnungen und Missverständnissen, vom Reisen, Ankommen und Aufbrechen – und von der Möglichkeit, sich nahe zu kommen erzählt.

Preis je Film € 6,- l € 5,- (erm.)
Kartenreservierungen: Tel.: 06221 - 97 89 18 oder medienforum@gmx.de
www.karlstorkino.de

In Kooperation mit dem Medienforum Heidelberg e.V.

12. april 10 | 19:00
henners traum - Das größte Tourismusprojekt Europas
Deutschland 2008, Regie: Klaus Stern, 93 Min., Dokumentarfilm
Aus dem verschlafenen Beberbeck mit seinem klassizistischen Schloss soll für 420 Millionen Euro ein luxuriöses Tourismus-Resort werden - und das in „Hessisch-Sibirien“! Ein Dokumentarfilmkrimi über Größenwahnsinn, Realitätsverlust und Mut in der hessischen Provinz und gleichzeitig mitten in Europa – gerade aufgrund der weltweiten Immobilien- und Finanzkrise aktueller denn je. Erstaufführung in Heidelberg. Weitere Informationen: www.henners-traum.de

13 april 10 | 19:00
L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr
Frankreich / Spanien 2002, Regie: Cédric Klapisch, 122 Min, franz. Originalfassung mit deutschen Untertiteln, Darsteller: Romain Duris, Cécile de France u.a.
Der französische Student Xavier will für ein Jahr nach Barcelona, um dort endlich die spanische Sprache zu lernen und den eigenen Lebenslauf aufzupolieren. In der Hafenstadt ist der Wohnungsmarkt allerdings extrem schwierig. Xavier landet schließlich in einer WG mit Italienern, Deutschen, Dänen, einer Britin und einer Spanierin. Klar, dass neben den verschimmelten Kühlschrankinhalten und dreckigen Badezimmern auch das babylonische Sprachengewirr für ein skurriles Durcheinander sorgt. Legendäre Gute-Laune-Studenten-Komödie aus Frankreich - mit viel sanfter Ironie, bissigem Witz und entwaffnender Ehrlichkeit auf dieses Chaos, das sich „Auslandsstudienjahr“ nennt.

14 april 10 | 19:00
One day in Europe
Deutschland / Spanien 2005, Regie: Hannes Stöhr, 100 Min., Darsteller: Florian Lukas, Megan Gay u.a.

Eine englische Geschäftsfrau und eine russische Rentnerin in Moskau, ein Berliner Rucksacktourist und ein schwäbischer Taxifahrer in Istanbul, ein ungarischer Pilger und ein galizischer Polizist in Santiago de Compostela, ein französisches Straßenkünstlerpärchen in Berlin: Sie alle werden in Gepäckdiebstähle verwickelt. Es ist der Tag des Championsleague-Finales zwischen Galatasaray Istanbul und Deportivo La Coruña in Moskau. Überall herrscht Fußballfieber, den Euro gibt es auch schon. Nur mit der Verständigung ist es manchmal ganz schön schwierig...

Regisseur Hannes Stöhr erzählt warmherzig, neugierig und mit erfrischender Leichtigkeit von Menschen in Europa, von Begegnungen und Missverständnissen, vom Reisen, Ankommen und Aufbrechen – und von der Möglichkeit, sich nahe zu kommen.

Preis: € 6,- | € 5,- (ermäßigt)

Ort:

Karlstorkino Heidelberg
Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg

Dauer:

Mo, 12.4.2010 - Mi, 14.4.2010

Internationales Musikfestival Heidelberger Frühling gGmbH

Ziegelhäuser Landstr. 5
D-69120 Heidelberg

Telefon: +49 (0)6221-14 22 422

Kartenbestellung:
- Tel. +49 – (0)6221 - 14 22 422 (Mo-Fr, 10.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr)
- Vorverkaufsstellen der Rhein-Neckar-Zeitung in Heidelberg (Hauptstraße 23, 69117 Heidelberg) und in der Region
- Zigarren Grimm Am Bismarckplatz (Sophienstraße 11, 69115 Heidelberg)
- Mannheimer Morgen Forum (P3 4-5, 68161 Mannheim, Mo-Fr 8.30 - 18 Uhr)
- Alle Vorverkaufsstellen der CTS/Eventim AG (www.eventim.de)
- www.heidelberger-fruehling.de