

36. Innsbrucker Festwochen 2012
Mi, 8.8.2012 - So, 26.8.2012


Den gebürtigen Römer Alessandro De Marchi zieht es bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2012 noch etwas südlicher, nach Neapel. In der damals vom spanischen Vizekönig regierten Stadt am Vesuv brachte der Komponist Francesco Provenzale im 17. Jahrhundert die noch junge Gattung der Oper zum Blühen. Eine von nur zwei erhaltenen Opern von Provenzale hat De Marchi für Innsbruck ausgesucht: Der künstlerische Leiter der Festwochen wird „La Stellidaura vendicante“ (Die Rache der Stellidaura) dirigieren. Provenzale machte die Oper besonders volksnah, indem er Figuren einbezog, die im Dialekt sprechen und singen – womit erstmals auch volksmusikalische Melodien in die Oper Eingang fanden.
Dieser Aspekt wird sich 2012 über das gesamte Programm spannen: Die Auswirkungen von populärer, volkstümlicher, traditioneller Musik der Barockzeit auf komponierte Musik. Neapel ist eine der Destinationen auf einer Reise durch die große Welt der Alten Musik. Die Reise wird zu volksmusikalischen Quellen und in künstlerisch eindrucksvolle Klangregionen quer durch Europa, von der iberischen Halbinsel über Italien, Österreich, Deutschland, Ungarn und den slawischen Raum bis auf die britischen Inseln und sogar nach Übersee führen. Die Künstler ließen sich besonders gerne vom Reiz des Fremden anziehen, etwa italienische Komponisten, wenn sie den rauen Charme schottischer Melodien einkomponierten. Wahre Abenteurer waren es, die überhaupt auf andere Kontinente aufbrachen, Missionare, die den katholischen Glauben und damit aber auch die europäische Kultur und deren Musik bis nach China und nach Lateinamerika trugen. Damit ging wiederum die Entdeckung unbekannter Schönheiten fremder Kulturen einher. Von solchen Begegnungen und Verknüpfungen der Kulturen in Fernost, am Äquator und in der alten Welt wird zu hören sein: Weltmusik von einst, gewachsen mit regionalen Wurzeln.
Fremde Schönheiten bevölkern auch die Opernbühne, in Gestalt von starken Frauen, die verführerisch um Liebe, aber auch um Herrschaft kämpfen: Neben der heißblütigen Neapolitanerin Stellidaura die schöne Helena in Bontempis Oper „Il Paride“, die machthungrige Poppea in Monteverdis letztem Opernwerk, das im Erfolgsformat BAROCKOPER:JUNG aufgeführt wird, und die Gesangsschülerin Dirindina, die sich in einem Intermezzo Domenico Scarlattis von zwei Musikern umgarnen lässt.
Die Welt und das Leben sind Musik.
Programm 2012
La Stellidaura Vendicante
(Die Rache der Stellidaura)
Oper in drei Akten
von Francesco PROVENZALE (1624 -1704)
Libretto von Andrea Perrucci
Jennifer Rivera, Stellidaura
Carlo Allemano, Orismondo
Enzo Capuano, Giampetro
Hagen Matzeit, Armillo u. a.
Academia Montis Regalis
Alessandro De Marchi, Musikalische Leitung und Cembalo
François De Carpentries, Regie
Karine Van Hercke, Ausstattung
Er war der musikalische Regent Neapels zur Zeit des spanischen Vizekönigtums im 17. Jahrhundert: Francesco Provenzale, aufgestiegen vom Konservatoriumsdozenten und Kirchenkapellmeister bis zum Leiter der Real Cappella di Palazzo. Das Opernleben der Stadt brachte er nicht nur mit seinen eigenen Kompositionen in Schwung, sondern auch mit seinem selbstlosen Einsatz für Werke aus dem Opernmekka Venedig. Nur zwei von Provenzales Opern sind erhalten, sie reichen aber aus, um diesem Komponisten einen Sonderstatus in der Entwicklung der Gattung zuerkennen zu können: Der Neapolitaner führte in eigentlich ernste Sujets komische Figuren ein, die im Dialekt singen. Mit dieser Eigenart prägte Provenzale für lange Zeit den Theaterstil und die Blüte der Commedia dell’arte in der Stadt am Vesuv.
Eine der beiden überlieferten Provenzale-Opern hat der künstlerische Leiter der Innsbrucker Festwochen, Alessandro De Marchi, für 2012 ausgewählt: „La Stellidaura vendicante“, „Die Rache der Stellidaura“. Eine der komischen Dienerfiguren löst in der heißblütigen Liebesgeschichte, in der zwei Edelmänner um die schöne Stellidaura rivalisieren, allein dadurch die größten Verwicklungen aus, dass er im kalabresischen Dialekt singt. Keine der anderen Figuren, die alle italienisch singen, versteht den Diener wirklich, „und ich übrigens auch nicht“, schmunzelt der Römer De Marchi. Umgekehrt tut sich auch der Diener schwer, die Anweisungen in italienischer Sprache zu begreifen, wodurch zunächst ein Liebesgeständnis bei der falschen Person landet, aber zu guter Letzt der Titelheldin Stellidaura, die wegen eines Mordanschlags auf den Rivalen ihres Liebhabers zum Tode durch Gift verurteilt wurde, das Leben gerettet wird. Denn der Diener verwechselt links und rechts und damit das tödliche Gift mit einem harmlosen Schlafmittel. Das Happy end ist gesichert. Komik besiegt Tragik.
Alessandro De Marchi schwärmt von Provenzales musikalischer Wendigkeit, der zwischen ernsten Passagen und heiteren Phrasen wechselt. In den Arien entwickelt sich die Melodik vorherrschend einerseits auf Tanzbässen, andererseits im Charakter von Lamenti. Gleichzeitig mit der kalabresischen Sprache brachte Provenzale auch einen eingängigen volksmusikalischen Tonfall in die Oper ein.
In der Titelpartie wird das Innsbrucker Publikum der amerikanischen Mezzosopranistin Jennifer Rivera wieder begegnen, die hier 2010 in „L’Olimpiade“ begeisterte. Den Diener mit Dialekt, Giampetro, wird der von der Mailänder Scala bis zur Berliner Staatsoper gefeierte Bariton Enzo Capuano singen, dessen Heimat – erraten – Kalabrien ist.
TICKETS von 10 - 155 Euro
Einführungsgespräch: jeweils 1 Stunde vor Beginn | Tiroler Landestheater, Pausenfoyer
Aufführung in italienischer Sprache und kalabresischem Dialekt
(mit deutschen Übertiteln)
www.academiamontisregalis.it
Ort:
Tiroler Landestheater
Rennweg 2, A-6020 Innsbruck
Termine:
Mi, 8.8.2012, 18:00 |
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Fr, 10.8.2012, 18:00 |
Tickets online |



So, 12.8.2012, 16:00 |
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Hörbeispiel:
Juan de Araujo: Alarma valientes
America Latina
Konzert
Ensemble Elyma (zum Teil auf Instrumenten aus Lateinamerika)
Gabriel Garrido, Musikalische Leitung
Sakrale Vokalmusik und weltliche Lieder und Instrumentalmusik zum Fest zu Ehren der Heiligen Jungfrau von Guadelupe in Sucre/Bolivien von:
Roque Jacinto DE CHAVARRÍA (1688–1719)
Juan DE ARAUJO (1646–1712)
Andrés FLORES
Blas TARDIO Y GUZMAN (ca. 1695–1762)
Sakrale Vokalmusik und Orgelmusik aus Spanien von:
Francisco CORREA DE ARAUXO (1584–1654)
Antonio MARTIN Y COLL († um 1734)
So klang Südamerika im Barock, als Jesuiten auch musikalische Mission betrieben: Vespern und Messen und so manch fremder Klang in der Alten Musik aus Bolivien u. a.
Ort:
Stift Wilten, Stiftskirche
Klostergasse 7, A-6020 Innsbruck
Termin:
Do, 9.8.2012, 20:00 |
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Blockflöten in der Kapelle
Konzert
Maria de Martini und Rebeca Ferri, Blockflöten
ANONYMUS (14. Jahrhundert): Estampie Royale e Saltarelli
Gioseppe GIAMBERTI (ca 1600–ca 1663): Aria del Granduca, Cantilena de’ Salti, Villan di Spagna
ANONYMUS: Pauls Steeple, Johney Cock thy Beavor, A Division to a Ground by Mr. Solomon Eccles (aus: The Division Flute)
Georg Philipp TELEMANN (1681–1767): Fantasia für Flöte senza basso A-Dur TWV 40:2 u. a.
Francois COUPERIN (1668–1733): Le Rossignol en Amour
Maurizio CAZZATI (1616–1678): Giga detta „La Bargellina“
Jean Baptiste Loeillet DE GANT (1688–ca 1720): Giga Allegro
Jacques HOTTETERRE (1674–1763): Gigue
Johann Sebastian BACH (1685–1750): Ein Kanon (aus: Die Kunst der Fuge, BWV 1080)
Cristoforo CARESANA (ca. 1640–1709): Tarantella
Zwei Blockflöten, die miteinander plaudern, plappern und parlieren – und denen die Schnäbel wie tirilierenden Vögeln gewachsen sind. Ein italienisches Musikerinnen-Duo spielt Tarantellas, Giguen und Saltarellas aus einer fernen Epoche.
Ort:
Schloss Ambras, Nikolauskapelle
Schloßstr. 20, A-6020 Innsbruck
Termin:
Fr, 10.8.2012, 13:00 |
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La Dirindina
Konzert - "halbszenisch"
Marie-Sophie Pollak, Dirindina u. a.
Academia Montis Regalis
Alessandro De Marchi, Musikalische Leitung und Cembalo
Christoph von Bernuth, Regie
Domenico SCARLATTI (1685 - 1757): „La Dirindina“.
Farsetta per musica in zwei Teilen nach einem Libretto von Girolamo Gigli
Hohe Töne aus hübschem Munde - Musikmeister und Kastrat werben im römischen Karneval um junge Gesangsschülerin.
Ort:
Schloss Ambras, Spanischer Saal
Schloßstr. 20, A-6020 Innsbruck
Termine:
Sa, 11.8.2012, 20:00 |
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Mo, 13.8.2012, 20:00 |
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Baroque Oriental
Konzert
Francesca Lombardi Mazzulli, Sopran
Valer Barna-Sabadus, Countertenor
Pera Ensemble
Mehmet C. Yesilçay, Musikalische Leitung
Claudio MONTEVERDI (1567–1643): „Si dolce é’l tormento“, „La mia Turca“ (aus: Quarto scherzo delle ariose vaghezze, 1624); „Vanne Orfeo“, „Vi ricorda, o bosch’ombrosi“ (aus der Oper „L’Orfeo“, 1607)
Michelangelo ROSSI (um 1601–1656): „Mio ben decoil tormento più“
Hafiz POST (um 1630–1694): Biz âlûde-i sâgar-i bâdeyiz
Giulio CACCINI (um 1545–1618): „Dalla porta d’oriente“, „Amarilli, mia bella“
Maurizio CAZZATI (1616–1678): Ballo delle ombre
Angelo Michele BARTOLOTTI (17. Jahrhundert): Passacaglia
Türki BERAY: Ufki
Antonio VALENTE (um 1520–um 1600): Gallarda napolitana
ÇELEBI: Bayati Pesrev
Bellerofonte CASTALDI (um 1581–1649): Ritornello primo
ANONYMUS: Ciaccona paradiso; Rast Semai; Probinan de melyorn / Pisrev-i Sukufezar Naziresi
IMPROVISATIONEN zu „Mio ben“; Sinekemani; Kanun
Orientalische Düfte umgeben barocke Melodien, italienische Ornamentik verbindet sich mit osmanischen Melismen: eine Begegnung von zwei Kulturen, Religionen und Philosophien.
Ort:
Tiroler Landestheater
Rennweg 2, A-6020 Innsbruck
Termin:
Di, 14.8.2012, 21:00 |
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L'Incoronazione Di Poppea
Dramma musicale in einem Prolog und drei Akten
von Claudio MONTEVERDI (1567 - 1643)
Libretto von Gian Francesco Busenello
BAROCKOPER:JUNG
Emőke Baráth, Poppea / Fortuna
Tehila Nini Goldstein, Nerone
Rupert Enticknap, Ottone
Giuseppina Bridelli, Ottavia / Virtù
Gianluca Buratto, Seneca
Jeffrey Francis, Arnalta
Anna Maria Sarra, Drusilla / Damigella
Martin Vanberg, Nutrice / Lucano / Soldato
Mert Süngü, Liberto, Soldato
Gianluca Margheri, Littore
Musiker der Schola Cantorum Basiliensis
Massimiliano Toni, Musikalische Leitung und Cembalo
Jakob Peters-Messer, Regie
Jeffrey Francis, Coach des SängerInnen-Ensembles
Claudio Monteverdis Krönung seines musikdramatischen Schaffens bietet ausgewählten TeilnehmerInnen des Innsbrucker Cesti-Wettbewerbs von 2011 in der BAROCKOPER:JUNG 2012 eine ideale Gelegenheit, ihre stimmlichen und stilistischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Monteverdis Charakterzeichnung von zutiefst menschlichen Figuren, die wechselweise der Machtgier, der sexuellen Begierde, dem Stolz und der Rachsucht erliegen, eröffnet den jungen SängerInnen einen wertvollen Reichtum an Affekten und musikalischen Emotionen.
Als Poppea und der ihren Reizen verfallene Kaiser Nero werden die Sopranistinnen Emöke Baráth und Tehila Nini Goldstein zu erleben sein, die beim Cesti-Wettbewerb 2011 mit dem 1. Preis und dem 2. Preis ausgezeichnet wurden.
TICKETS von 20 - 75 EUR
Aufführung in italienischer Sprache
bei Schlechtwetter im Kammerspiele, Tiroler Landestheater
Ort:
Innenhof der Theologischen Fakultät
Karl-Rahner-Platz 1, A-6020 Innsbruck
Termine:
Do, 16.8.2012, 20:00 |
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Sa, 18.8.2012, 20:00 |
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Mo, 20.8.2012, 20:00 |
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Hörbeispiel:
Frescobaldi - Messa sopra l'aria della Monica - 1/5 - Kyrie
L'Aria della Monica
Konzert
Coro Ruggero Maghini Turin
Claudio Chiavazza, Musikalische Leitung
Girolamo FRESCOBALDI (1583 - 1643): „Messa sopra l’aria della Monica“ u. a.
Über ein Lied der Monica, eine populäre Volksweise der Barockzeit, hat Frescobaldi nicht nur eine Instrumental-Partita, sondern auch eine Messe komponiert. Ein Prachtstück für jenen Turiner Chor, der schon bei den Festwochen 2011 für Furore sorgte.
Ort:
Stiftskirche, Stift Stams
Stiftshof 1, A-6422 Stams
Termin:
Fr, 17.8.2012, 20:00 |
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Hörbeispiel:
Benedetto Ferrari (1597-1681) - Ruggiero - Ciaconna
La Sabbatina
Konzert
William Dongois, Zink
Hadrien Jourdan, Orgel und Cembalo
Gioseffo GUAMI (1542–1611): Canzon à 8, XXIV (1608)
ANONYME/Girolamo DALLA CASA († 1601): La rose (1584)
Giovanni Antonio PANDOLFI MEALLI: Sonata seconda „La Cesta“, Sonata sesta „La Sabbatina“ (aus: Sonate a Violino solo, Innsbruck, 1660), Fassung für Zink und Basso continuo
Claudio MERULO (1533–1604)/Giovanni Battista BOVICELLI (um 1550–um 1594): In te Domine speravi (1594)
Heinrich SCHEIDEMANN (um 1596–1663): Dic nobis Maria
u. a.
Eine Hymne auf die Virtuosität des phantastischen Stils in den seltenen Klangfarben von Zink und Ebert-Orgel – mit einer Mixtur kostbarer Stücke aus dem Frühbarock, u. a. von dem Innsbrucker Hofmusiker Pandolfi Mealli. Er porträtierte in seinen Sonaten Kollegen wie den berühmten Geiger Sabbatini und den Opernmaestro Cesti.
Ort:
Hofkirche
Universitätsstrasse 2, A-6020 Innsbruck
Termin:
Sa, 18.8.2012, 22:00 |
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Violine in der Kapelle
Konzert
Jolanta Sosnowska, Barockvioline
Johann Joseph VILSMAYR (1663–1722): Partia I A-Dur (aus: Artificiosus Concentus pro Camera, distributos in Sex Partes, seu Partias à Violino Solo Con Basso bellè imitate, Salzburg, 1715)
Johann Paul von WESTHOFF (1656–1705): Partia IV C-Dur
Johann Sebastian BACH (1685–1750): Partita für Violine solo E-Dur BWV 1006
Georg Philipp TELEMANN (1681–1767): Fantasia XII a-Moll TWV 40:25
Sarabande, Gigue, Gavotte, Bourrée – eine bunte Sammlung von Tänzen, mit der eine junge polnische Geigerin gleichzeitig eine Geschichte der barocken Violinmusik mit Werken von einem Salzburger Biber-Schüler, einem Bach-Vorläufer und zwei großen Meistern erzählt.
Ort:
Schloss Ambras, Nikolauskapelle
Schloßstr. 20, A-6020 Innsbruck
Termin:
So, 19.8.2012, 13:00 |
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Scottish Tunes
Konzert
Deborah York, Sopran
Musica Antiqua Roma
Riccardo Minasi, Musikalische Leitung und Violine
Bearbeitungen von schottischen Volksliedern von:
Francesco GEMINIANI (um 1680–1762)
Francesco Maria VERACINI (1690–1768)
John BANISTER (um 1655–1725)
William MCGIBBON (1690–1756)
Joseph HAYDN (1732–1809)
u. a.
Sie singt an der Berliner Staatsoper unter der Leitung von René Jacobs und gehört zu den renommiertesten Barockmusiksängerinnen. Nach Innsbruck bringt Deborah York schottische Melodien mit, die es schon alten Meistern angetan haben, in deren kunstvollen Bearbeitungen die „Scottish Tunes“ nichts von ihrer Exotik verloren haben.
Ort:
Schloss Ambras, Spanischer Saal
Schloßstr. 20, A-6020 Innsbruck
Termin:
So, 19.8.2012, 20:00 |
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Slawische Tänze
Konzert
moderntimes_1800
Ilia Korol, Musikalische Leitung und Violine
Werke von:
Franz BENDA (1709–1786)
Johann Gottlieb JANITSCH (1708–1763)
Johann Gottlieb GRAUN (1703–1771)
Johann Sebastian BACH (1685–1750)
Wilhelm Friedemann BACH (1710–1784)
Georg Philipp TELEMANN (1681–1767)
Telemann liebte Polonaisen, auch bei Bach findet sich so manch slawischer Tonfall. Mit den beiden Meisterkomponisten begibt sich der russische Geiger Ilia Korol mit dem Tiroler Ensemble moderntimes_1800 auf Spurensuche in den Osten und stößt dabei auf Raritäten von Komponisten aus Polen, Schlesien und Böhmen.
Ort:
Schloss Ambras, Spanischer Saal
Schloßstr. 20, A-6020 Innsbruck
Termin:
Di, 21.8.2012, 20:00 |
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Hörbeispiel:
Pedrini: Sonata V en Sol majeur (flute) Le Baroque Nomade, Jean-Christophe Frisch
Konzert in der verbotenen Stadt
Konzert
Ensembles XVIII-21 Le Baroque Nomade und Fleur de Prunus
(Besetzung: u. a. chinesische Mundorgel, Xiao [chinesische Bambusflöte], Dizi [chinesische Querflöte], Viola da gamba, Theorbe, Cembalo, Orgel)
Cyrille Gerstenhaber (Sopran), Wang Weiping (Sprecher, Pipa [chinesische Zupfinstrument])
Shi Kelong (Sprecher, Trommeln), Jean-Christophe Frisch (Musikalische Leitung, Flöte, Yünluo [chinesisches Glockenspiel])
Joseph Marie: AMIOT SJ (1718–1793)
Chinesisches Divertissement Nr. 3
Matteo RICCI SJ (1552–1610): In alto le nostre aspirazioni, Il Pastore che cambia di collina, Forza e influsso della virtù, Indifferenza di cuore (aus: Acht Lieder mit der Begleitung auf abendländischem Instrumentarium)
Paolo PAPINI: Ardente desiderio di morir in quella santa casa (1598), Qual Ape al favo da gli amati fiori
Wu LI (1632–1718): Strophes musicales en louange à la Sainte Mère, Le démon de l’orgueil
Teodorico PEDRINI CM (1671–1746): Sonate in G-Dur
Francesco Martini FIAMMENGO: Mentre più coce in sù'l merigio ardente (1598)
TRADITIONELL: Le Mouton sur la Colline
Katholizismus trifft auf Konfuzius – der Jesuitenpater Matteo Rizzi missionierte in China nicht nur für Christentum und Forschergeist, sondern auch für Barockmusik. Ein Austausch der Kulturen begann, eine chinesische Mundorgel füllte die Harmonik von Madrigalen ...
Ort:
Jesuitenkirche
Karl-Rahner-Platz, A-6020 Innsbruck
Termin:
Mi, 22.8.2012, 20:00 |
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Finalkonzert des 3. Cesti-Wettbewerbs
Konzert
FinalistInnen des Wettbewerbs
Jugendorchester der Academia Montis Regalis
Piers Maxim, Musikalische Leitung
Arien und Szenen aus Barockopern, Preisverleihung
Der Innsbrucker Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti hat sich in kurzer Zeit international etablieren können. An die hundert Anmeldungen bereits zur zweiten Auflage 2011 lassen für den dritten Cesti-Wettbewerb wieder ein enormes Interesse erwarten. Bezeichnend für den großen Bedarf an einem speziellen Wettbewerb für Barockoperngesang ist aber auch das äußerst hohe Niveau, mit dem viele TeilnehmerInnen die Jury und im Finalkonzert dann auch das Publikum beeindrucken: Die Beschäftigung mit dem barocken Operngesang ist heute so stark wie noch nie. So darf man auch für die dritte Durchführung des Wettbewerbs exzellente SängerInnen erwarten. Darüber hinaus hat sich die Verknüpfung des Wettbewerbs mit dem Projekt BAROCKOPER:JUNG und Konzerten im Rahmen der Innsbrucker Festwochen als äußerst fruchtbar herausgestellt. Auf das Publikum wartet im Finalkonzert des Wettbewerbs ein „Best of“ der barocken Opernliteratur und die Gelegenheit, über die Vergabe eines Preises abzustimmen.
Ort:
Tiroler Landeskonservatorium
Paul-Hofhaimer-Gasse 6, A-6020 Innsbruck
Termin:
Do, 23.8.2012, 20:00 |
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Lautenclavier in der Kapelle
Konzert
Peter Waldner, Lautenclavier (Kopie von Keith Hill nach Zacharias Hildebrandt)
Jan Adam REINCKEN (1643–1722): Partite diverse sopra l´aria „Schweiget mir vom Weiber nehmen“ altrimente chiamata „La Meyerin“
Edward JOHNSON (1572–1601): Johnson’s Medley
Neun Miniaturstücke aus dem „Fitzwilliam Virginal Book“:
Thomas MORLEY (1558–1602):Alman.
Giles FARNABY (1562–1640): Tell me, Daphne; The Old Spagnoletta.
William BYRD (1543–1623): Corranto.
ANONYMUS: Nowel’s Galliard; Corranto; Watkins Ale; The King’s Morisco.
William TISDALL (um 1570–1605): Almand
Giles FARNABY: Up t(ails) all
Jan Pieterszoon SWEELINCK (1562–1621): Poolsche dans („Soll es sein“)
Samuel SCHEIDT (1587–1654): Alamanda „Bruynsmedelijn“
Heinrich SCHEIDEMANN (1596–1683): Englische Mascarata
Matthias WECKMANN (1619–1674): Partita in a „Die lieblichen Blicke der schönen Astre“
Dieterich BUXTEHUDE (um 1637–1707): Partite diverse sopra l’aria „La Capricciosa“ BuxVW 250
Das am zartesten besaitete Tasteninstrument ließ sich einst J. S. Bach bauen: das Lautenclavier. Auf einem Nachbau erfolgt eine volksmusikalische Spurensuche im englischen, flämischen und norddeutschen Frühbarock.
Ort:
Schloss Ambras, Nikolauskapelle
Schloßstr. 20, A-6020 Innsbruck
Termin:
Fr, 24.8.2012, 13:00 |
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Il Paride
Opera musicale in fünf Akten
von Giovanni Andrea BONTEMPI (1624 - 1705)
Libretto vom Komponisten
Mariana Flores (Discordia, Argenia), Raquel Andueza (Pallade, Elena), Hannah Morrison (Venere, Amore), Luciana Mancini (Enone), David Hansen (Paride), Fulvio Bettini (Giove, Priamo, Ermillo), Dominique Visse (Giunone, Ecuba, Lupino), Emiliano Gonzales Toro (Mercurio, Melindo, Ancroco, Ergauro), Fernando Guimarães (Apollo, Irseno, Draspo, Oronte)
L’Arpeggiata
Christina Pluhar, Musikalische Leitung / Theorbe
Christoph von Bernuth, Regie
Oliver Helf, Ausstattung
Wer ist die Schönste auf dem Olymp – und auf Erden? Der trojanische Prinz Paris wird von Göttervater Jupiter ausgewählt, zu beurteilen, wem der goldene Apfel als „schönes Geschenk für die Allerschönste“ gebühre, den die gekränkte Göttin der Zwietracht unter die anderen Göttinnen geworfen hat. Dem ahnungslosen Paris, der eine Liebesbeziehung mit der Nymphe Enone hat, erscheinen plötzlich die Göttinnen Juno, Pallas und Venus. Alle versprechen ihm nur das Allerbeste, der trojanische Jüngling entscheidet sich schließlich für Venus, die ihm die Liebe zur schönsten aller Frauen auf Erden, Helena, der Königin von Sparta und Tochter von Jupiter, garantiert.
Der aus Perugia stammende Komponist, Kastrat, Musikschriftsteller, Historiker und Bühnenarchitekt Giovanni Andrea Bontempi wurde nach Lehrjahren bei Claudio Monteverdi in der Cappella di San Marco in Venedig von Heinrich Schütz in die Hofmusikkapelle nach Dresden geholt, wo der junge Künstler bald Musikgeschichte schreiben sollte. Denn 1662 komponierte er anlässlich eines sächsischen Hochzeitsfestes mit „Il Paride“ die erste italienische Oper, die auf deutschem Boden aufgeführt wurde. Bontempi versammelte dafür im Stil eines großen Welttheaters gleich die griechischen Gottheiten, die trojanische Königsfamilie, eine Schar von Höflingen sowie Schäfer, Diener, Handwerker und Geistliche auf der Opernbühne, um seine Form eines „Ludus de amore“ zu verwirklichen. Bei der Uraufführung im Riesensaal des Dresdner Schlosses sangen 13 ausschließlich männliche Sänger, unter ihnen der Komponist, die 28 verschiedenen Partien der Oper, in der repräsentative höfische Szenen mit Stegreifszenen im Stile der Commedia dell’arte abwechseln und in deren Musik ganz nach dem venezianischen Vorbild Monteverdis und Cestis in einer Mischung aus rezitativischem und ariosem Gesang ernste und heitere Seiten wechseln.
Die österreichische Lautenistin und „Maestra di cappella“ Christina Pluhar bringt Bontempis monumentales Werk mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata in eine für heutige Verhältnisse realistische Version, in der aber alle historischen Aspekte, so auch das Moment der Improvisation, gewahrt bleiben. Pluhar betont die vielfärbigen Charaktere der Sängerpartien: „Komisch, satirisch, verzweifelt, absurd und melancholisch.“ In ihrem hochkarätigen SängerInnen-Ensemble befindet sich mit dem Countertenor Dominique Visse ein guter Bekannter der Innsbrucker Festwochen, deren Operndirektor Christoph von Bernuth in diesem „Universum der Gefühle“, das Bontempis Werk für ihn darstellt, Regie führt.
TICKETS von 10 - 110 Euro
Einführungsgespräch: jeweils 1 Stunde vor Beginn | Tiroler Landestheater, Pausenfoyer
Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Koproduktion der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci
www.arpeggiata.com
Ort:
Tiroler Landestheater
Rennweg 2, A-6020 Innsbruck
Termine:
Fr, 24.8.2012, 19:00 |
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So, 26.8.2012, 16:00 |
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Hörbeispiel:
Leidenschaft und Seele
Konzert
Max Emanuel Cencic, Countertenor
Armonia Atenea
George Petrou, Musikalische Leitung
Leonardo LEO (1694–1744): Cantate spirituale per Alto e Basso continuo: „Dove fuggo, a che penso“, „Vissi nol niego“
Francesco DURANTE (1684–1755): Concerto Nr. 2 g-Moll
Nicola PORPORA (1686–1768): Mottetti per Alto e strumenti: „Salve Regina“, „Qualis avis“
Antonio CALDARA (1670–1736): Sinfonia a quattro a-Moll „Morte e sepultura di Cristo“; Sinfonia a quattro h-Moll „La passione di Gesu Signor nostro“
Der weltweit gefeierte Countertenor Max Emanuel Cencic taucht in das spirituelle Reich italienischer Kantaten und Motetten des Barock ein.
Ort:
Hofburg, Riesensaal
Rennweg 1, A-6020 Innsbruck
Termin:
Sa, 25.8.2012, 20:00 |
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Innsbrucker Festwochen der Alten Musik GmbH
Herzog-Friedrich-Straße 21
A-6020 Innsbruck
Telefon: +43-(0)512-57 10 32
E-Mail:
festwochen@altemusik.at
Bürozeiten:
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