7. meisterkonzert:
orchestra of the age of enlightenment | ian bostridge
orchestra of the age of enlightenment
ian bostridge, tenor
steven devine, cembalo & leitung
johann sebastian bach:
„brandenburgisches“ konzert nr. 4 g-dur bwv 1049
kantate „ich habe genung“ bwv 82
sinfonia aus der kantate „gott soll allein mein herze haben“ bwv 169
arie „mein verlangen ist, den heiland zu umfangen“ aus der kantate „komm, du süße todesstunde“ bwv 161
arie „der ewigkeit saphirnes haus“ aus der kantate „lass, fürstin, lass noch einen strahl“ („trauer-ode“) bwv 198
sinfonia aus der kantate „geist und seele wird verwirret“ bwv 35
arie „sanfte soll mein todeskummer“ aus dem oster-oratorium bwv 249
arie „zerschmettert mich, ihr felsen und ihr hügel“ aus der johannes-passion bwv 245
Sein anrührender Tenor und seine lyrische Singweise machen Ian Bostridge zum „Orpheus Britannicus“ unserer Zeit, der sich aber besonders gerne auch im deutschsprachigen Repertoire bewegt. Der weltweit bewunderte Sänger aus London wird bei seinem Innsbruck-Debüt gemeinsam mit dem führenden britischen Originalklangensemble in Musik aus Kantaten und Passionen von Bach um ein beherrschendes Thema damaliger kirchenmusikalischer Kontemplation kreisen: die Todessehnsucht. „Mein Verlangen ist, den Heiland zu umfangen und bei Christo bald zu sein“ heißt es in einer Arie, die Bostridge programmatisch in das Zentrum rückt. Er spannt den besinnlichen Bach-Bogen von der weltabgewandten Solokantate „Ich habe genug“ bis zu opernhafter Arien-Dramatik aus der Johannes-Passion. Die Thematik lebt auch ohne Worte weiter, wenn das Orchester mit Bläser- und Orgelsoli angereicherte Sinfonien aus Kantaten musiziert, die Bach aus Concerti seiner Köthener Hofmusikerzeit in die Kirchenmusik übernommen hat und die somit aus derselben Schaffensepoche stammen wie die „Brandenburgischen“ Konzerte, deren viertes das Programm einleiten wird.
einführungsgespräch um 19 uhr
Ort:
congress innsbruck, saal tirol
rennweg 3, a-6020 innsbruck
Termin:
Mi, 30.5.2012, 20:00 |
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