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Opernhaus

Das Staatstheater Kassel – Ein Theater mit Tradition

Das Staatstheater Kassel versteht sich mit seinen rund 500 festen Mitarbeitern als ein moderner Theaterbetrieb, der sich gleichermaßen der Tradition wie der Moderne verpflichtet fühlt. 30 Neuinszenierungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, dazu die Sinfonie-, Sonntags-, Kammer-, Familien-, Schüler- und Sonderkonzerte bilden Jahr für Jahr das große Angebot. Darüber hinaus sorgt ein umfangreiches theater- und konzertpädagogisches Programm für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche.

Kontakt

Opernhaus
Staatstheater Kassel
Friedrichsplatz 15
D-34117 Kassel

Telefon: +49 (0)561-10 94 - 0
E-Mail: info@staatstheater-kassel.de

Bewertungschronik

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Opernhaus

Oper

L'ultimo sogno – Der letzte Traum

Annäherung an La Traviata

Premiere: 19. September 2020

von Carlo Ciceri / Giuseppe Verdi | Text: Francesco Maria Piave nach Die Kameliendame von Alexandre Dumas

Für die Pariser Edelkurtisane Violetta Valéry zählen nur der Rausch des Augenblicks und die unbedingte Freiheit, bis sie Alfredo Germont und mit ihm Liebe und Glück kennenlernt. Doch ihr Leben an seiner Seite endet jäh, als Alfredos Vater sie um die Auflösung der Beziehung bittet: Die Zukunft seiner eigenen Familie stünde auf dem Spiel. Schweren Herzens verlässt Violetta Alfredo und kehrt – von der Tuberkulose gezeichnet – in die Halbwelt zurück, der sie sich entflohen glaubte.

Für eine Neuinterpretation dieser Oper hat das Staatstheater Kassel den italienischen Komponisten und Dirigenten Carlo Ciceri exklusiv beauftragt, schließlich galt es, aktuelle Pandemie-Auflagen mit der musikalischen Linie Verdis in Einklang zu bringen. Die so entstandene Instrumentation ist eine gelungene Annäherung an die Originalpartitur Verdis. Die Reduzierung des Orchesters auf rund 20 Musiker*innen schafft Raum für ungewöhnliche und individuelle Klangfarben und die Fokussierung auf die Figur der Violetta lässt das Werk als ebenso stringente wie spannungsreiche Erzählung in einem neuen Licht erscheinen.

Musikalische Leitung: Francesco Angelico
Inszenierung: Bruno Klimek
Bühne: Hermann Feuchter
Kostüme: Tanja Liebermann
Dramaturgie: Christian Steinbock
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Musiktheater

La Cenerentola (Aschenputtel)

Dramma giocoso in zwei Akten von Gioachino Rossini

Premiere: 10. Oktober 2020

»Erzähl mir keine Märchen«, so heißt es im Volksmund. Doch die Menschen neigen dazu, Märchen zu erzählen und vor allem zu konsumieren, schließlich sehnen sie sich oft genug mit großer Lust nach dem Unglaublichen, das in solchen Geschichten steckt und urplötzlich wahr wird. »Aschenputtel ist das Märchen par excellence«, schreibt der Wissenschaftler Iring Fetscher, »seine Geschichte ist die unglaubhafteste, die sich denken lässt.« 1817 eroberte das Mädchen aus der Asche dank Gioachino Rossini auch die italienische Opernbühne. Mit La Cenerentola entstand ein wahres Meisterwerk, in dem der Komponist die Sänger*innen zu Höchstleistungen anspornt: Die Koloraturen blitzen wie Perlen am Schnürchen, die Ensembles legen ein Tempo an den Tag, dass es einen schwindelt. Und die Story? Die ist so märchenhaft wie witzig, charmant und lehrreich: Da wird die arme Angelina, genannt Cenerentola, von ihrem Stiefvater Don Magnifico und ihren Stiefschwestern Tisbe und Clorinda recht stiefmütterlich behandelt. Selbst als der heiratswütige Prinz Don Ramiro zu einem Ball lädt, um nach einer Prinzessin in spe Ausschau zu halten, darf sie nicht mit aufs Schloss, sondern muss weiterhin in der Asche sitzen und arbeiten. Doch noch ist nicht aller Tage Abend: Ein falsches Blaublut, ein falscher Diener und ein paar gute Geister stiften mächtig Verwirrung und sorgen dafür, dass am Ende alle bekommen, was und wen sie verdienen.

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann
Inszenierung: Adriana Altaras
Bühne I Kostüme: Yashi
Licht: Stefanie Dühr
Dramaturgie: Christian Steinbock

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Kinderprogramm

Hänsel und Gretel

Märchenspiel von Engelbert Humperdinck

»End’ der Graus, Hexengraus und der Spuk ist aus!«

Wenn die Mutter müde am Tisch sitzt, ist das Unglück schon geschehen: Sie hält den zerbrochenen Krug in der Hand. Dann kommt der Vater vom Markt zurück, und, auch das noch, wieder einmal angetrunken. Da hat die Mutter die Kinder im Zorn bereits in den Wald geschickt zum Beeren pflücken, dass wenigstens etwas auf dem Tisch sei, wenn der Vater heimkehrt. In dem zerbrochenen Krug war nämlich einmal Milch, die doch zu Reisbrei verrührt werden sollte. Aber immerhin hat der Vater einen Teil seiner Einkünfte vom Besenverkauf auf dem Markt auch in Lebensmittel umgesetzt: Speck, Butter, Würste, Eier bringt er mit. Darüber selbst hocherfreut, singt er: »Hunger ist der beste Koch«.

Natürlich ist es die Geschichte von Hänsel und Gretel, die Engelbert Humperdinck 1893 musikalisch so genial erzählt; es ist aber auch die von Mutter und Vater: Die beiden zeigen eine Wahrhaftigkeit in Bezug auf das, was heute für viele Menschen zur »Lebensrealität“ geworden ist: Vater (und/oder Mutter) mühen sich ab für die Familie; der Zorn der Mutter ist echt, als der Krug zerbricht, er steht für etwas kaputt Gegangenes, was nicht zu ersetzen oder zu reparieren ist, weil es am Geld oder nötigen Willen fehlt. Über beides verfügen sie nicht. Zum Vorwurf macht die Mutter dem Vater, dass er sich wieder einmal betrunken hat. Und obwohl sie die Mechanismen durchschaut, kann und will sie sich damit nicht mehr auseinandersetzen. In der Oper benennt der Vater das Problem (wenngleich mit anderen Worten): »Ach, wir armen Leute, alle Tage so wie heute: in dem Beutel ein großes Loch, und im Magen ein größeres noch«. Ja, die Familie leidet Not, es mangelt schon an der existentiellen Grundversorgung: Alle haben Hunger, aber nichts zu essen. Bis auf heute. Und so ziehen sie ihre Freude daraus, dass der Vater einmal so viel verdiente, dass es nun für eine Weile reicht zum Sattwerden. Und deshalb wollen sie heute »hopsassa, lustig sein«: Vielleicht geht es jetzt mit der Besenbinderei doch aufwärts!

Erzählt man die Geschichte bis hier, ließe sie sich durchaus als naturalistisches Sozialdrama verstehen – auch vor dem Hintergrund der sozialen Wirklichkeit Mitte des 19. Jahrhunderts, die herzustellen Ludwig Bechstein mit seiner Psychologisierung der Grimm’schen Märchenfiguren Hänsel und Gretel 1845 bezweckte.

Jetzt aber kommt die Hexe ins Spiel. Als die Eltern sich zum Essen niederlassen wollen, fragt der Vater plötzlich: »Halt, wo bleiben die Kinder?« Ja, gibt die Mutter zu, sie habe sie in den Wald gejagt, aus gutem Grunde. Aber, weiß der Vater, im Wald wohne doch das Böse. Bevor den Kindern dieses Böse in Gestalt der Knusperhexe begegnet, merken sie (wir sind im zweiten Bild der Oper), dass sie sich verlaufen haben. In der Inszenierung von Elmar Gehlen flüchten sie sich in ihrer Angst auf eine Insel aus Moos. Hier, so glauben sie, sind sie sicher, und tatsächlich dürfen sie zunächst entkommen: Das Sandmännchen hat ihnen Schlafkörnchen in die Augen gestreut und auf einmal schwirren bunte Elfen durch die Lüfte, kriecht eine Riesenschnecke über die Bühne, sorgen wehende Wolken für eine Märchenstimmung. Als Gretel wieder aufwacht, fragt sie zaghaft: »Wo bin ich, ist es ein Traum?« Da liegt die Hexe schon auf der Lauer …

Musikalische Leitung: Mario Hartmuth
Inszenierung: Elmar Gehlen
Bühne: Thomas Richter-Forgách
Kostüme: Martina Feldmann
Dramaturgie: Dr. Ursula Benzing
Choreinstudierung: Maria Radzikhovskiy

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Online

Theater für Zuhause

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Staatstheater Kassel

Das Staatstheater Kassel – Ein Theater mit Tradition

Das Staatstheater Kassel versteht sich mit seinen rund 500 festen Mitarbeitern als ein moderner Theaterbetrieb, der sich gleichermaßen der Tradition wie der Moderne verpflichtet fühlt. 30 Neuinszenierungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, dazu die Sinfonie-, Sonntags-, Kammer-, Familien-, Schüler- und Sonderkonzerte bilden Jahr für Jahr das große Angebot. Darüber hinaus sorgt ein umfangreiches theater- und konzertpädagogisches Programm für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche.

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Aufführungen / Theater Staatstheater Kassel Schauspielhaus Kassel, Friedrichsplatz 15
Aufführungen / Theater Staatstheater Kassel TIF Kassel, Friedrichsplatz 15
Aufführungen / Theater BAC Theater Bad Arolsen Bad Arolsen, Amselweg 50
Aufführungen / Theater tic: Theater im Centrum Kassel, Akazienweg 24
Aufführungen / Theater Hessisches Landestheater Marburg Marburg, Am Schwanhof 68-72

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