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Opernhaus

Das Staatstheater Kassel – Ein Theater mit Tradition

Das Staatstheater Kassel versteht sich mit seinen rund 500 festen Mitarbeitern als ein moderner Theaterbetrieb, der sich gleichermaßen der Tradition wie der Moderne verpflichtet fühlt. 30 Neuinszenierungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, dazu die Sinfonie-, Sonntags-, Kammer-, Familien-, Schüler- und Sonderkonzerte bilden Jahr für Jahr das große Angebot. Darüber hinaus sorgt ein umfangreiches theater- und konzertpädagogisches Programm für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche.

Kontakt

Opernhaus
Staatstheater Kassel
Friedrichsplatz 15
D-34117 Kassel

Telefon: +49 (0)561-10 94 - 0
E-Mail: info@staatstheater-kassel.de

Oper

Ares

Tanztheater: Ein Stück von Johannes Wieland

Premiere: 27. April 2019

Zu Musik von Richard Strauss
Mit dem Staatsorchester Kassel und Sopranistin Nicole Chevalier

Eine mit mehr als 35 Darsteller*innen gefüllte Bühne und ein großbesetztes Orchester bilden den Rahmen für »Ares«, das neue Stück von Johannes Wieland. Die bekannte Sopranistin Nicole Chevalier interpretiert Lieder von Richard Strauss, wie zum Beispiel die kurz vor seinem Tod komponierten »Vier Letzten Lieder« nach Texten von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff.

»untergraben ikonen unsere unabhängigkeit und individualität? halten sie unser soziales gefüge nur scheinbar zusammen? oder können gerade diese schlüsselfiguren auch als waffe einer gegenbewegung eingesetzt werden, als eine projektionsfläche für die gesetzten, neuen ziele? die durch mythologie, religion, politik und kultur erschaffenen götter und halbgötter setzen uns gefahr und faszination gleichermaßen aus.«
Johannes Wieland


Ares – Aρης, der Sohn von Zeus und Hera, ist ein Rächer und Verderber. Aus der in vorgriechischer Zeit als Fruchtbarkeitsgott verehrten mythologischen Götterfigur wird der unbeliebte Kriegsgott, ein Meister des Massakers und des Blutbades – kein personifizierter Superstar oder eine wohlige Leitfigur.
Wie wird man zur leuchtenden Ikone und wie bleibt man eine Leitfigur?
Genauso schnell wie der Aufstieg erfolgen kann, vollzieht sich auch der Wechsel vom Höhenrausch hinunter zur (erneuten) Bedeutungslosigkeit. Was ist mit den Schattenseiten von Schlüsselfiguren in unserem Leben – wohin führt uns unsere (blinde) Nachfolge?

Musikalische Leitung: Mario Hartmuth
Choreografie: Johannes Wieland
Bühne: Momme Röhrbein
Kostüme: Angelika Rieck
Dramaturgie: Lauren Rae Mace
Licht: Stefanie Dühr
Proben- und Trainingsleitung: Victor Rottier
Oper

Die Walküre

Richard Wagner

Erster Tag

Der Ring der Macht ist in die Hände Fafners geraten, der für Wotan Walhall errichtet und im Kampf um den Reif den eigenen Bruder erschlagen hat. Wotan weiß: Wenn es Alberich gelingt, den Ring zurückzuerobern, so würde dies seinen eigenen Untergang bedeuten, zumal er nicht nach ihm greifen darf, da er an die von ihm selbst geschaffenen Gesetze und Verträge gebunden ist.
So zeugt Wotan das Wälsungen-Geschwisterpaar Siegmund und Sieglinde als eigenes Heldengeschlecht, das »freier« in seinen Entscheidungen sein soll als er selbst. Durch sie hofft er, den Ring zurückzugewinnen und die Welt von Alberichs Fluch zu befreien.
Als Siegmund und Sieglinde einen Sohn zeugen, duldet Wotans Frau Fricka diesen Inzest nicht. Sie fordert die Trennung der Geschwister und deckt zugleich den Selbstbetrug ihres Gatten auf: Siegmund sei keineswegs ein »freier« Held, da dessen Freiheit, Not und Taten von Wotan selbst herbeigeführt wurden. Schweren Herzens gibt Wotan Brünnhilde, Walküre und Lieblingstochter, den Befehl, Siegmund im Kampf gegen Sieglindes Ehemann Hunding zu töten. Doch Brünnhilde hat Mitleid mit dem Paar und widersetzt sich den Anordnungen ihres Vaters.
In der Walküre gelang es Wagner erstmals, Musik und Text gleichberechtigt auf eine mediale Ebene zu stellen und sich so dem von ihm selbst geforderten musikdramatischen Prinzip anzunähern.

Musikalische Leitung: Francesco Angelico
Inszenierung: Markus Dietz
Bühne: Mayke Hegger
Kostüme: Henrike Bromber
Dreh und Erstellung Video: David Worm
Dramaturgie: Christian Steinbock
Licht: Christian Franzen
Choreografische Mitarbeit: Lillian Stillwell
Oper

Anfang und Ende - B.A.C.H.⁶¹

Eine szenische Reise mit Kirchenkantaten von Johann Sebastian Bach

»Nicht Bach, sondern Meer müsste er heißen«, begeisterte sich Beethoven,
Wagner empfand ihn als »das wunderbarste Rätsel aller Zeiten« und Max Reger begriff ihn als eine Personifizierung der Musik schlechthin, als »Anfang und Ende aller Musik.«
Mit einem ungeheuren Gespür für alles musikalische Material stellte sich Johann Sebastian Bach immer neuen Herausforderungen. Er vermochte es, alle verschiedenen musikalischen Stile mit denen der neuen Musik seiner Zeit bruchlos zu verbinden. Selbst wenn er keine Opern geschrieben hat.

Für uns heute ist Bach der Komponist seiner Passionen und Oratorien, dem wir
»Die Kunst der Fuge« und »Das wohltemperierte Klavier« zu verdanken haben; äußerst populär wurden seine »Brandenburgischen Konzerte«. In seiner Zeit als Thomaskantor in Leipzig schuf er vor allem Kantaten für jeden Sonntag des Kirchenjahres. Und immer folgte er dem Credo »bey jedem Takt einen anderen Affekt« zu komponieren, denn die Musik sprechend zu machen war eines seiner Anliegen.

Dieses erweitern wir nun zu einer szenischen Version: Wir dramatisieren sechs dieser vornehmlich in Leipzig geschriebenen Kirchen-Kantaten für die Opernbühne. Als musikalisch-ästhetische Reise, die vom Dunkel ins Licht, von tiefen Seelennöten zum Jubel führen soll und die davon erzählen will, »dass der Mensch (s)ein Leben hat« und vom Anfang und Ende eines Jeden.
[Von Bachs Freude am Spiel mit Zahlen ließen wir uns bei der Titelgebung inspirieren: 61 ist die gebildete Quersumme der ausgewählten Kantaten-Nummern – 187, 52, 27, 26, 146 und 172 – nach dem Bach-Werk-Verzeichnis = BWV]

Musikalische Leitung | Orgel | Cembalo: Jörg Halubek
Inszenierung / Bühne: Aniara Amos
Kostüme: Sarah Julia Rolke
Video: Thomas Zipf
Dramaturgie: Dr. Ursula Benzing
Licht: Albert Geisel
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti
Oper

Film ab! We are back!

Arnie hat sein Versprechen »I’ll be back« mehr als einmal gehalten. Überhaupt haben Fort­setzungen, Prequels, Sequels und wie sie alle heißen, gerade Konjunktur. Und Serien sind sowieso die neuen cineastischen Stars. Diesem Trend können natürlich auch wir uns nicht entziehen und finden nach Jahren der Abstinenz im Genre Filmmusik zu unseren Wurzeln zurück. Und so zieht endlich auch auf der Bühne des Staatstheaters wieder der Glanz Hollywoods ein. Wir rollen den roten Teppich aus und sagen: Film ab!

Musik aus: Batman – The Dark Night, Iron Man, Interstellar, Star Wars, Mars Attacks, Dirty Dancing, La La Land, The Rock, Ratatouille, Game of Thrones, A-Team u.v.m.

Musikalische Leitung: Rasmus Baumann
Szenische Einrichtung: Janis Knorr
Moderation: Insa Pijanka
Bühne und Kostüme: Sibylle Pfeiffer
Oper

Madama Butterfly

Giacomo Puccini

Japanische Tragödie in drei Aufzügen

Anfang des 20. Jahrhunderts: Japan gilt als militärische Großmacht und aufgrund des damit einhergehenden wirtschaftlichen Aufschwungs pflegt das Land zahlreiche Handelskontakte mit westlichen Staaten. Dies ist der historische Hintergrund für die Begegnung zweier Welten: Anders als in der Heimat des amerikanischen Marineoffiziers Pinkerton ist die festgefügte japanische Gesellschaft durch strenge Bräuche geprägt.
Vor diesem Gegensatz entfaltet sich die menschliche Tragödie um eine bedingungslos liebende Frau und einen oberflächlichen selbstsüchtigen Mann: Cio-Cio-San bricht für die Liebe ihres Lebens mit ihrer Vergangenheit und dem, was sie an ihre Heimat bindet, für ihn aber ist die Heirat nur Auftakt für ein exotisches Liebesabenteuer, an dessen Ende Pinkerton Cio-Cio-San schwanger in der Isolation zurücklässt. Drei Jahre lang wartet sie geduldig auf seine Rückkehr – um sich dann eingestehen zu müssen: Sie hat sich um ihr eigenes Leben gewartet.
Keine andere Oper Puccinis beruht so ausschließlich auf einer einzigen Person:
Cio-Cio-San ist als Madama Butterfly in die Operngeschichte eingegangen. Mit ihr schenkte Puccini uns eine »tragedia giapponese«, in der er sein bewährtes Klangspektrum um feinsinnig-fernöstliche Dimensionen von großer emotionaler Kraft erweitert.

Jan-Richard Kehl übernimmt die Inszenierung für den aus persönlichen Gründen verhinderten Regisseur Lorenzo Fioroni. Kehl, der in der Vergangenheit schon mit Fioroni zusammengearbeitet hat, wird im Wesentlichen das Konzept übernehmen, d. h. er wird die Puccini-Oper »nach einer Idee von Lorenzo Fioroni« inszenieren.

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Joakim Unander
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti
Oper

West Side Story

von Leonard Bernstein

Nach einer Idee von Jerome Robbins | Buch von Arthur Laurents
Gesangstexte von Stephen Sondheim

Als moderne Adaption von Shakespeares ROMEO UND JULIA erzählt WEST SIDE STORY natürlich die Geschichte der tragischen Liebe. Aber das wahrscheinlich berühmteste Musical der Welt, dieser Versuch einer »amerikanischen Oper«, zeichnet sich vor allem durch seine Vielseitigkeit aus. Migration und Heimat, Jugendliche ohne Perspektiven auf der Suche nach ihrem Platz im Leben, ratlose Erwachsene, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, Fanatismus, der zu tödlicher Gewalt führt, und Vergebung, die vielleicht einen Ausweg bieten kann, sind Themen, denen die Protagonisten ausgesetzt sind. // Tony, der Anführer der Jets, einer alteingesessenen Straßengang, liebt Maria, die Schwester von Bernardo, dem Anführer der neu zugezogenen Sharks. Die Revierkämpfe in der New Yorker Westside werden immer brutaler, bis Tony Marias Bruder im Affekt ersticht. Obwohl sie ihm verzeihen kann, wird Tony Opfer von Willkür, Intrige und Rachsucht. // Die Schöpfer des Musicals wollten diese Geschichte in einer neuen Form erzählen, die weder Oper noch Ballett oder Schauspiel, sondern eine gleichbedeutende Kombination der drei Kunstformen sein sollte. Daraus entstand ein musikalisch höchst anspruchsvolles Stück, in dem dramatische Arien, witzig-kritische Songs, rasante Tanznummern und schnelle Dialoge in einer künstlichen Jugendsprache in ein ergreifendes Finale münden – die Jugendlichen stehen mit der trauernden Maria um Tonys Leiche. // Aber im Gegensatz zu Shakespeares Julia legt sich Maria am Ende nicht zum Sterben neben ihren Geliebten. Sie steht auf und geht mit den anderen erhobenen Hauptes in eine Zukunft, die möglicherweise eine Versöhnung bringen könnte.

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann
Inszenierung: Philipp Rosendahl
Choreografie: Volker Michl
Bühne: Daniel Roskamp
Kostüme: Brigitte Schima
Sounddesign: Heiko Schnurpel
Dramaturgie: Christian Steinbock
Licht: Albert Geisel

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Il barbiere di Siviglia

Melodramma buffo in zwei Akten von Gioachino Rossini

Figaro, listiger Barbier und subversiver Vertreter seines Standes, kann alles, vor allem vertrackte Situationen meistern: Not kennt bei ihm kein Gebot. So findet dank seines tollkühnen Eingreifens am Ende die gewitzte Rosina ihr Liebesglück bei Graf Almaviva. Vorübergehend. Beziehungsweise solange, bis Almaviva sich (bei Beaumarchais wie bei Mozart) auf ein neues Liebesabenteuer kaprizieren möchte. Doch bei Rossini heißt es zunächst »Figaro qua, Figaro lá, Figaro su, Figaro giù«. Es ist ein quirliger und liebenswerter Angeber, der ständig und überall anzutreffen ist. Figaro hat sich in Sevilla niedergelassen und ist leicht zu finden: Er wohnt in Nr. 15, einem Haus mit weißer Fassade. Perücken dekorieren das Schaufenster und Schönheitstinkturen verlocken zu Wunderkuren – ein Laden also für jedermann, auch für Frauen. Aber auch das ist schon vorgegriffen.

Rosina, auf die Almaviva ein Auge geworfen hat, lebt bei Doktor Bartolo. Das ist ihr Vormund oder anders ausgedrückt: sie sein Mündel, über das Bartolo eifersüchtig wacht, und wenn er’s für nötig befindet, auch über den Hausschlüssel, will sagen: Bartolo sperrt Rosina ein. Es ist nicht etwa so, dass Bartolo Rosina gefühlsmäßig zugetan wäre. Nein, auf ihr Geld hat er’s abgesehen, und im Falle einer Heirat sei ihm dieses zugänglich, glaubt er. Jetzt geht’s aber erst einmal darum, wie Almaviva die Aufmerksamkeit Rosinas wecken kann: Seine musikalischen Bemühungen, Rosina jeden Morgen ein Ständchen zu bringen, scheinen vorläufig erfolglos – wie gut, dass Figaro nicht weit ist.

Mit seinem Barbier von Sevilla gelang Rossini ein musikalischer Geniestreich; er reüssierte mit einer Komödie, die uns bis heute in ihrer Turbulenz mit rasantem Parlando und virtuoser Buffo-Technik vermitteln möchte: Das Glück liegt zum Greifen nahe. »Avanti« heißt die Parole!

Musikalische Leitung: Mario Hartmuth
Inszenierung: Adriana Altaras
Bühne: Valentin Köhler
Kostüme: Yashi
Licht: Brigitta Hüttmann
Dramaturgie: Dr. Ursula Benzing
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti
Aufführungen / Theater Staatstheater Kassel Schauspielhaus Kassel, Friedrichsplatz 15
Aufführungen / Theater Staatstheater Kassel TIF Kassel, Friedrichsplatz 15
Aufführungen / Theater BAC Theater Bad Arolsen Bad Arolsen, Amselweg 50
Aufführungen / Theater tic: Theater im Centrum Kassel, Akazienweg 24
Aufführungen / Theater Hessisches Landestheater Marburg Marburg, Am Schwanhof 68-72

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