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Opernhaus

Das Staatstheater Kassel – Ein Theater mit Tradition

Das Staatstheater Kassel versteht sich mit seinen rund 500 festen Mitarbeitern als ein moderner Theaterbetrieb, der sich gleichermaßen der Tradition wie der Moderne verpflichtet fühlt. 30 Neuinszenierungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, dazu die Sinfonie-, Sonntags-, Kammer-, Familien-, Schüler- und Sonderkonzerte bilden Jahr für Jahr das große Angebot. Darüber hinaus sorgt ein umfangreiches theater- und konzertpädagogisches Programm für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche.

Kontakt

Opernhaus
Staatstheater Kassel
Friedrichsplatz 15
D-34117 Kassel

Telefon: +49 (0)561-10 94 - 0
E-Mail: info@staatstheater-kassel.de

Bewertungschronik

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Opernhaus

Oper

Idomeneo, Re di Creta

Dramma per musica in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere: 07. Dezember 2019

Der Titel verweist auf eine erhabene Herrscherpersönlichkeit der Geschichte: Idomeneo, kretischer König zur Zeit des trojanischen Krieges. Mozart selbst hielt Idomeneo für eine seiner besten Opern, er stellt darin die Mächtigen in Frage und eröffnet mit einer packenden Ouvertüre die tragische wie schicksalhafte Geschichte: Idomeneo hat nach jahrelangem Krieg mit den Griechen zusammen Troja in die Knie gezwungen. Unterpfand seines Sieges sind trojanische Gefangene.
In diesem Spiel um Liebe, Herrschaft und Politik wird die Vergangenheit mit der Gegenwart verrechnet, geraten Passion und Gerechtigkeit zu Sinnbildern einer Zukunftsutopie. Mozart lässt sich hiermit 1780/81 auf ein dramatisches Experiment ein, bei dem er mit dem störrischen Textdichter Varesco in einen zermürbenden Streit nicht nur um Worte, sondern buchstäblich um Silben ringen muss. Letztlich bedeutet diese Auseinandersetzung, dass es seine erste Oper wird, für die er die Gesamtverantwortung trägt. Mozart erschafft mit ihr ein dramatisches Geflecht unterschiedlicher Liebesinteressen und Machtansprüche, so schlagen die Gefühle Wellen und Wogen. Er komponiert den Katastrophenton, die Wirrnis, die Richtungslosigkeit der von Schrecken erfassten Volksmasse. Und über all dem schwebt ein grausamer Fluch der Götter: Idomeneo verspricht für seine Rettung aus Seenot die Opferung des ersten Menschen, der ihm begegnet. Es ist sein eigener Sohn.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Idomeneo, Re di Creta

Gala

Operettenzauber

Silvester im Opernhaus

Wie heißt es doch so schön? »Fällt das Reden uns schwer, müssen Blumen her«; »Heute hier, morgen fort« oder »Im Feuerstrom der Reben sprüht ein himmlisch’ Leben«. Und das alles getragen von schwärmerischen Melodien und pulsierenden Walzerrhythmen. Und wenn dann in den Augen auch noch ein vielversprechendes Glitzern aufblitzt, ja, dann liegt Liebe in der Luft. Sodann lodert in Varasdin die Glut des Wiener Blut oder verheißen »Frühlingsstimmen« neues Glück, auch wenn so mancher Weg der Herren erst noch in »Maxim’s« führt, denn da ist Damenwahl.
Also, wenn’s da mal nicht zugeht wie in der Operette! Und die tanzt mit sinnlicher Wärme und herzhaftem Schwung in leichten Schritten daher: aufrührerisch und auf charmante Weise respektlos wird sie in einer Mischung aus Nostalgie und Esprit zum Abenteuer und Erlebnis, denn wo liebt und tanzt, lacht und bechert man heute noch so ungeniert? Auf jeden Fall auf Kassels Opernbühne und da gilt, ob »so und so und so« das Motto: »Chacun à son goût!«

Musikalische Leitung: Mario Hartmuth
Bühne und Kostüme: Sibylle Pfeiffer
Moderation: Dr. Ursula Benzing
Licht: Stefanie Dühr
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

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Oper

Cinderella

von Charles Way

für alle ab 6 Jahren

Nach dem Tod ihrer Mutter heiratet Cinderellas Vater erneut. Damit nicht genug, bringt die Neue auch noch zwei verwöhnte, unausstehliche Töchter mit in die frisch gebackene Patchwork-Familie. Fortan dreht sich alles nur noch um die beiden. Cinderella wird schikaniert, wie eine Putzsklavin behandelt und muss am Ende auch noch in die Küche ziehen. Nur im Garten ihrer Mutter findet sie ein wenig Trost, wo sie sich mit einer merkwürdigen, sprechenden Taube anfreundet.

Ganz andere Sorgen hat Prinz Sebastian: Sein Vater König Leopold liegt seit vier Jahren im Bett und kümmert sich um gar nichts, vor allem nicht um seinen Sohn, den es immer wieder weg vom Glitzertraum des Hofes in die wirkliche Welt zieht. Heimlich verkleidet er sich und schleicht sich in die Stadt, wo er – wie im Märchen – auf Cinderella trifft … Aber Papa hat andere Pläne. Ein Prinz heiratet gefälligst eine Prinzessin! Und so muss vom Hofkomponisten Wolfgang Amadeus Mozart ein großer Ball organisiert werden.
Mit seiner sehr humorvollen Modernisierung dieser uralten Geschichte gelingt es Charles Way, Probleme unserer Gegenwart mit traditionellen Elementen des Märchens zu verknüpfen. Zwischen den Erwartungen der Erwachsenen und der Suche nach dem eigenen Glück gehen die beiden jungen Hauptfiguren ihren Weg zur selbstbestimmten Freiheit. Das ist nicht einfach – aber natürlich gibt es ein märchenhaftes Happy End. Für ihre Inszenierung Lindbergh – die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus erhielt Regisseurin Martina van Boxen in der Kategorie Regie im Kinder- und Jugendtheater den deutschen Theaterpreis »Der Faust 2018«.

Inszenierung: Martina van Boxen
Bühne: Michael Habelitz
Kostüme: Esther van de Pas
Musik: Thorsten Drücker
Licht: Christian Franzen
Dramaturgie: Julia Hagen

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Oper

Cavalleria rusticana I I Pagliacci

Melodramma in einem Aufzug von Pietro Mascagni I Dramma in zwei Akten und einem Prolog von Ruggero Leoncavallo

Manchmal reicht ein einziges Werk aus, um den*die Künstler*in weltweit und epochenübergreifend unsterblich werden zu lassen. Bei den Komponisten Pietro Mascagni und Ruggero Leoncavallo trifft dies zu. Seit ihre Operneinakter Cavalleria Rusticana und I Pagliacci Ende des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal über die Bühne gingen und diese im Sturm eroberten, werden beide Werke in einem Atemzug genannt. Gemeinsam begründeten sie die Epoche des musikalischen »Verismo« in der italienischen Musik und das bedeutet: Realistisches und bis an emotionale Grenzen gehendes Musiktheater, das Eintauchen in glutvoll-überschäumende Gefühlswelten und eine Musik, die einen mitreißenden Sog entfaltet.

Beide Werke sind in Süditalien verortet und in beiden sind verschmähte Liebe, unbändige Eifersucht und der Durst nach Vergeltung die zentralen Themen, die fast eruptiv die Katastrophe herbeiführen: In Cavalleria Rusticana nimmt Santuzza Rache an Turiddu, der sie für eine andere Frau sitzen gelassen hat. Und in
I Pagliacci wird das Theater selbst zum Schauplatz eines Mordes: Realität und Fiktion verschwimmen für einen Moment, bis der Komödiant Canio seine Frau Nedda auf offener Bühne ersticht, weil sie ihn für den jungen Silvio verlassen wollte. »La commedia è finita – Das Spiel ist aus« lauten Canios letzte Worte. Und der Vorhang fällt.

Inszenierung: Tobias Theorell
Bühne und Kostüme: Herbert Murauer
Dramaturgie: Christian Steinbock
Licht: Stefanie Dühr

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Kinderprogramm

Hänsel und Gretel

Märchenspiel von Engelbert Humperdinck

»End’ der Graus, Hexengraus und der Spuk ist aus!«

Wenn die Mutter müde am Tisch sitzt, ist das Unglück schon geschehen: Sie hält den zerbrochenen Krug in der Hand. Dann kommt der Vater vom Markt zurück, und, auch das noch, wieder einmal angetrunken. Da hat die Mutter die Kinder im Zorn bereits in den Wald geschickt zum Beeren pflücken, dass wenigstens etwas auf dem Tisch sei, wenn der Vater heimkehrt. In dem zerbrochenen Krug war nämlich einmal Milch, die doch zu Reisbrei verrührt werden sollte. Aber immerhin hat der Vater einen Teil seiner Einkünfte vom Besenverkauf auf dem Markt auch in Lebensmittel umgesetzt: Speck, Butter, Würste, Eier bringt er mit. Darüber selbst hocherfreut, singt er: »Hunger ist der beste Koch«.

Natürlich ist es die Geschichte von Hänsel und Gretel, die Engelbert Humperdinck 1893 musikalisch so genial erzählt; es ist aber auch die von Mutter und Vater: Die beiden zeigen eine Wahrhaftigkeit in Bezug auf das, was heute für viele Menschen zur »Lebensrealität“ geworden ist: Vater (und/oder Mutter) mühen sich ab für die Familie; der Zorn der Mutter ist echt, als der Krug zerbricht, er steht für etwas kaputt Gegangenes, was nicht zu ersetzen oder zu reparieren ist, weil es am Geld oder nötigen Willen fehlt. Über beides verfügen sie nicht. Zum Vorwurf macht die Mutter dem Vater, dass er sich wieder einmal betrunken hat. Und obwohl sie die Mechanismen durchschaut, kann und will sie sich damit nicht mehr auseinandersetzen. In der Oper benennt der Vater das Problem (wenngleich mit anderen Worten): »Ach, wir armen Leute, alle Tage so wie heute: in dem Beutel ein großes Loch, und im Magen ein größeres noch«. Ja, die Familie leidet Not, es mangelt schon an der existentiellen Grundversorgung: Alle haben Hunger, aber nichts zu essen. Bis auf heute. Und so ziehen sie ihre Freude daraus, dass der Vater einmal so viel verdiente, dass es nun für eine Weile reicht zum Sattwerden. Und deshalb wollen sie heute »hopsassa, lustig sein«: Vielleicht geht es jetzt mit der Besenbinderei doch aufwärts!

Erzählt man die Geschichte bis hier, ließe sie sich durchaus als naturalistisches Sozialdrama verstehen – auch vor dem Hintergrund der sozialen Wirklichkeit Mitte des 19. Jahrhunderts, die herzustellen Ludwig Bechstein mit seiner Psychologisierung der Grimm’schen Märchenfiguren Hänsel und Gretel 1845 bezweckte.

Jetzt aber kommt die Hexe ins Spiel. Als die Eltern sich zum Essen niederlassen wollen, fragt der Vater plötzlich: »Halt, wo bleiben die Kinder?« Ja, gibt die Mutter zu, sie habe sie in den Wald gejagt, aus gutem Grunde. Aber, weiß der Vater, im Wald wohne doch das Böse. Bevor den Kindern dieses Böse in Gestalt der Knusperhexe begegnet, merken sie (wir sind im zweiten Bild der Oper), dass sie sich verlaufen haben. In der Inszenierung von Elmar Gehlen flüchten sie sich in ihrer Angst auf eine Insel aus Moos. Hier, so glauben sie, sind sie sicher, und tatsächlich dürfen sie zunächst entkommen: Das Sandmännchen hat ihnen Schlafkörnchen in die Augen gestreut und auf einmal schwirren bunte Elfen durch die Lüfte, kriecht eine Riesenschnecke über die Bühne, sorgen wehende Wolken für eine Märchenstimmung. Als Gretel wieder aufwacht, fragt sie zaghaft: »Wo bin ich, ist es ein Traum?« Da liegt die Hexe schon auf der Lauer …

Musikalische Leitung: Mario Hartmuth
Inszenierung: Elmar Gehlen
Bühne: Thomas Richter-Forgách
Kostüme: Martina Feldmann
Dramaturgie: Dr. Ursula Benzing
Choreinstudierung: Maria Radzikhovskiy

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Oper

Der Wildschütz

Albert Lortzing

Komische Oper in drei Aufzügen

Wenn am Ende der Ouvertüre lautstark ein Schuss ertönt, ist dies der Beginn eines Verwechslungs- und Verkleidungsreigens, wie er turbulenter kaum sein könnte: Abgegeben hat diesen Schuss Dorfschulmeister Baculus, der anlässlich seiner Verlobung mit dem süßen Gretchen in den Wäldern des Grafen Eberbach einen vermeintlichen Rehbock erlegt hat. Nun droht ihm diese illegale Wilderei zum Verhängnis zu werden. Denn sollte er seine Stellung verlieren, wäre es Essig mit der Hochzeit. Da kommt das in der Komödie gern bemühte »Incognito« zu Hilfe: Eine Baronin erscheint als angebliches Gretchen beim Grafen, um diesen zu besänftigen, ein Baron gibt sich als Stallbursche aus und wirbt um jenes »falsche« Gretchen, und der liebeshungrige Graf macht sich gleich an beide Gretchen heran. Eine feurige Liebeserklärung jagt die nächste, bis die Masken schließlich fallen, Baculus seine Braut für 5000 Taler verscherbelt und sich der Rehbock als Esel entpuppt.

Lortzings Musik zum Wildschütz – uraufgeführt 1842 in Leipzig – strahlt in jeder Phrase Brillanz und überschäumende Leichtigkeit aus. Dabei versäumt es der Komponist keinesfalls, der Kotzebue’schen Komödienvorlage in Sachen »Gesellschaftskritik« gerecht zu werden: Die Epoche des Biedermeier wird tüchtig aufs Korn genommen und der herrschende Adel muss so manchen Seitenhieb verknusen.

Musikalische Leitung: Deniola Kuraja
Inszenierung: Tom Ryser
Bühne: Julie Weideli
Kostüme: Magali Gerberon

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Staatstheater Kassel

Das Staatstheater Kassel – Ein Theater mit Tradition

Das Staatstheater Kassel versteht sich mit seinen rund 500 festen Mitarbeitern als ein moderner Theaterbetrieb, der sich gleichermaßen der Tradition wie der Moderne verpflichtet fühlt. 30 Neuinszenierungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, dazu die Sinfonie-, Sonntags-, Kammer-, Familien-, Schüler- und Sonderkonzerte bilden Jahr für Jahr das große Angebot. Darüber hinaus sorgt ein umfangreiches theater- und konzertpädagogisches Programm für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche.

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Aufführungen / Theater Staatstheater Kassel Schauspielhaus Kassel, Friedrichsplatz 15
Aufführungen / Theater Staatstheater Kassel TIF Kassel, Friedrichsplatz 15
Aufführungen / Theater BAC Theater Bad Arolsen Bad Arolsen, Amselweg 50
Aufführungen / Theater tic: Theater im Centrum Kassel, Akazienweg 24
Aufführungen / Theater Hessisches Landestheater Marburg Marburg, Am Schwanhof 68-72

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