STAATSORCHESTER KASSEL

Spielzeit 2017/18

2. Sinfoniekonzert I Bußtagskonzert:
Staatsorchester Kassel | Bihlmaier | Schöch

Werke von Bach / Webern, Guilmant und Mendelsson Bartholdy

Staatsorchester Kassel
Anja Bihlmaier, Dirigent
Michael Schöch, Orgel


Johann Sebastian Bach / Anton Webern: Fuga (2. Ricercata) a sei voci aus Das Musikalische Opfer BWV 1079
Alexandre Guilmant: Sinfonie Nr. 2 A-Dur für Orgel und Orchester op. 91
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 5 d-Moll Reformations-Sinfonie op. 107

Drei Jahre vor seinem Tod schrieb Johann Sebastian Bach eine Sammlung kontrapunktischer Sätze über ein Thema Friedrichs II. für Cembalo, die unter dem Titel Musikalisches Opfer bekannt wurde, die Fuge ist dabei die gehaltvollste Komposition der Sammlung. 1935 instrumentierte Anton Webern diese Fuge für Orchester. Die Webernsche Transkription der Bach-Fuge ist bei aller Eigenwilligkeit des Konzepts keine nachträgliche Beigabe musikalischer Verwandlungskunst.
Alexandre Guilmant war Zeitgenosse von César Franck und Camille Saint-Saëns. Anders als seine Kollegen widmete er sich vor allem der Neubelebung Alter Musik und der Orgelkompositionen seinerzeit vergessener Meister wie Frescobaldi, Gabrieli, Byrd, Scheidt, Buxtehude, Pachelbel und etlicher französischer Orgelkomponisten. Für uns bietet seine 2. Sinfonie A-Dur die wunderbare Gelegenheit erstmals mit der großartigen neuen Orgel in der Martinskirche zu musizieren.
Mit dem Kirchenlied »Ein’ feste Burg« setzte Felix Mendelssohn dem Reformator Luther ein Denkmal im »Gewand« einer Sinfonie. Mendelssohn tat sich schwer damit, seine »jugendliche Jugendarbeit« zu akzeptieren. Er hätte sie am liebsten, wie er einem Freund verriet, nicht »aus dem Gefängnis« seines Notenschranks »entwischen lassen«. Diese »Sinfonie zur Feier der Kirchen-Revolution«, wie das Werk ursprünglich hieß, erschien dann auch erst über 20 Jahre nach Mendelssohns Tod im Druck und zwar als Nummer 5 seiner Sinfonien und mit der verwirrend hohen Opuszahl 107. In Wahrheit aber ist diese offiziell letzte (und in Wahrheit zweite) Sinfonie Mendelssohns das Frühwerk eines 20-Jährigen, der sich mit einem opulenten sinfonischen Werk als respektabler Komponist in Berlin einen Namen machen wollte.

Termin:

Do, 23.11.2017, 20:00 |

3. Kammerkonzert:
Consortium Casselanum

"Barocke Weihnacht unterm Herkules"

Diego Aceña Moreno, Flöte
Ute Liebich / Christian Voß, Oboe
Patrick Liebich, Fagott
Elvan Schumann / Katja Geismann, Violine
Skerza Singer, Viola
Manfred Schumann, Violoncello
Heiko Pape, Kontrabass
Giulia Glennon / Jörg Halubek, Cembalo
Consortium Casselanum


Das Ensemble Consortium Casselanum setzt sich aus Musikern aus dem Umfeld des Staatsorchesters zusammen und ist bekannt für seine stimmungsvollen Weihnachtskonzerte. Das diesjährige Programm lädt zu barocken Highlights und Neuentdeckungen ein. Neben der h-Moll-Suite von J.S. Bach erklingen – passend zum 300. Geburtstag des Kasseler Herkules – Instrumentalstücke aus der gleichnamigen Oper von G.F. Händel. Des Weiteren steht u.a. eine Suite von Fortunata Chelleri auf dem Programm, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts Hofkapellmeister in Kassel war.

Mit Werken von Bach, Buxtehude, Chelleri, Händel und Telemann

Termin:

Mo, 11.12.2017, 19:30 |

3. Sinfoniekonzert:
Staatsorchester Kassel | Angelico

Werke von Debussy und Casella

Staatsorchester Kassel
Francesco Angelico, Dirigent


Claude Debussy: La Mer (Das Meer) Drei sinfonische Skizzen
Alfredo Casella: Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 12

»Sie wissen vielleicht nicht, dass ich der schönen Laufbahn eines Seemanns bestimmt war, und dass nur die Zufälle des Lebens mich davon abgebracht haben. Nichtsdestoweniger habe ich Ihm [dem Meer] eine aufrichtige Leidenschaft bewahrt. Nun werden Sie mir sagen, dass die Weinberge der Bourgogne nicht gerade vom Ozean umspült werden...! Und dass das Ganze womöglich den im Atelier entstandenen Landschaftsbildern ähneln könnte! Aber ich habe unzählige Erinnerungen; das ist meiner Meinung nach mehr wert als eine Realität, deren Zauber in der Regel die Gedanken zu schwer belastet.« (Claude Debussy) Schöner als Claude Debussy selber kann man den Zauber, den La Mer bis heutet entfaltet, nicht in Worte fassen. Impressionismus pur!
Alfredo Casella wurde 1883 in Turin geboren und studierte bei Fauré in Paris. Bei seiner Rückkehr 1915 nach Italien war er bereits ein ausgereifter Komponist, der sich der zeitgenössischen Musik sehr verpflichtet fühlte. Inspiriert von Mahler und Strauss schuf er 1908/09 in Paris die vielschichtige zweite Sinfonie, Höhepunkt seines frühen Schaffens. Mit dem Geniestreich verschaffte er der italienischen Sinfonik international neue Geltung. In Deutschland jedoch findet sich das Werk bislang selten in den Konzertprogrammen, in seiner Heimat Italien hingegen ist Casella einer der populärsten Komponisten des 20. Jahrhunderts da es ihm gelang, einen typisch italienischen Nationalstil auch in die Neue Musik einfließen zu lassen.

Termin:

Mo, 18.12.2017, 20:00 |

4. Sinfoniekonzert:
Staatsorchester Kassel | Nesterowicz | Schmid

Werke von Dvořák und Tschaikowsky

Staatsorchester Kassel
Michal Nesterowicz, Dirigent
Benjamin Schmid, Violine


Antonín Dvořák: Violinkonzert a-Moll op. 53
Peter I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 Winterträume

Antonín Dvořák einziges Violinkonzert ist mittlerweile ein Klassiker des Violinrepertoires. Es entstand auf Anregung seines Verlegers Franz Simrock, der ihn fragte: »Wollen Sie mir nicht ein Violinkonzert scheiben? Recht originell, kantilenenreich und für gute Geiger? Bitte ein Wort!«. Inspiration erhielt Dvořák zudem von Joseph Joachim, dem wichtigsten deutschen Geiger der Epoche. Das Konzert entstand 1879–80, zeitgleich mit der 6. Sinfonie. Beide gelten als Hauptwerke seiner »Slawischen Periode«.
Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. So lässt sich Tschaikowskys Stimmung beschreiben, als ihm sein Lehrer Anton Rubinstein den Auftrag gibt, seine erste Sinfonie zu schreiben. Der 24-Jährige macht sich mit hellem Eifer an sein Opus 13, bricht aber bald zusammen. »Ich bin nutzlos, ich bin eine Null«, sagt er sich in selbstzerstörerischer Weise. Trotz solcher schweren Zweifel vervollständigt er die Sinfonie und benennt sie Winterträume. Ein Werk voller Stimmungsbilder, immer noch zu selten gespielt im Konzertsaal.

Termin:

Mo, 8.1.2018, 20:00 |

5. Sinfoniekonzert:
Staatsorchester Kassel | Bihlmaier | Filjak

Werke von Dukas, Ravel und Fauré

Staatsorchester Kassel
Anja Bihlmaier, Dirigent
Martina Filjak, Klavier


Paul Dukas: Goetz von Berlichingen Ouvertüre
Maurice Ravel: Konzert für Klavier und Orchester G-Dur
Gabriel Fauré: Pelléas et Mélisande Suite op. 80
Maurice Ravel: Daphnis et Chloé Suite Nr. 1

Termin:

Mo, 12.2.2018, 20:00 |

17. Classic Night:
Staatsorchester Kassel | Bihlmaier | Pijanka

Staatsorchester Kassel
Anja Bihlmaier, Dirigent
Insa Pijanka, Moderation


Alle Jahre wieder folgt das Staatsorchester einer schönen Tradition und ist zu Gast in der Königsgalerie, dem »Konzertsaal« mitten im Herzen der Kasseler Innenstadt. Auch dieses mal dürfen sich die Zuhörer auf ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm aus Opern-, Operetten- und Walzermelodien freuen. Und sicher auch auf die eine oder andere musikalische Überraschung.

Termin:

So, 4.3.2018, 20:00 |

6. Sinfoniekonzert I Karfreitagskonzert:
Staatsorchester Kassel | Angelico | Kolarczyk

Werke von Dallapiccola und Bruckner

Staatsorchester Kassel
Francesco Angelico, Dirigent
Armin Kolarczyk, Bariton


Luigi Dallapiccola: Preghiere für Bariton und Kammerorchester
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 A-Dur

Termin:

Fr, 30.3.2018, 20:00 |

7. Sinfoniekonzert:
Staatsorchester Kassel | Spering | Horsch

Werke von Henze, Telemann, Sammartini und Strawinsky

Staatsorchester Kassel
Andreas Spering, Dirigent
Lucie Horsch, Blockflöte


Hans Werner Henze: Telemanniana in einem Satz
Georg Philipp Telemann: Suite a-Moll für Flöte, Streicher und Basso continuo TWV55:a2
Giuseppe Sammartini: Konzert F-Dur für Flöte, Streicher und Basso continuo
Igor Strawinsky: Pulcinella Suite

Termin:

Mo, 30.4.2018, 20:00 |

8. Sinfoniekonzert:
Staatsorchester Kassel | Angelico | Baechle

Werke von Bellini, Wagner / Mottl und Schönberg

Staatsorchester Kassel
Francesco Angelico, Dirigent
Janina Baechle, Alt


Vincenzo Bellini: Sinfonia zu Norma
Richard Wagner / Felix Mottl: Wesendonck-Lieder WWV 91
Arnold Schönberg: Pelleas und Melisande Sinfonische Dichtung op. 54

Termin:

Mo, 4.6.2018, 20:00 |

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Mo 10:00 - 13:00 Uhr, 14:00 - 18:30 Uhr
Di-Fr 10:00 - 18:30 Uhr
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