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tif - Theater im Fridericianum

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tif - Theater im Fridericianum
Staatstheater Kassel
Friedrichsplatz 15
D-34117 Kassel

Telefon: +49 (0)561-10 94 - 0
E-Mail: info@staatstheater-kassel.de

Kinderprogramm

Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt

von Finn-Ole Heinrich

Premiere: 06. Mai 2018, tif

für alle ab 10 Jahren

Maulina Schmitt ist die Herrscherin über ihr Königreich »Mauldawien«. Eigentlich heißt sie Paulina, weil sie aber immer wieder ›der Maul packt‹, ist ihr Spitzname Programm: Denn maulen bedeutet nicht einfach rumstänkern. Maulen, das ist eine Lebenseinstellung. Maultaschen und Maulwurfskuchen gehören ebenso zum Leben dazu wie die Maul-Höhle im Garten. Als ihre Mutter mit ihr ins praktische Plastikhausen umzieht, platzt ihr der Kragen. Ihren Vater, der in Mauldawien alleine wohnen bleibt, nennt sie fortan nur »den Mann«. Hat er sie verbannt? Irgendwas stimmt gewaltig nicht, wenn die eigene Mama sich das gefallen lässt! Ihre Mutter sollte mal zum Arzt, beschließt Maulina. Mauldawien muss zurückerobert werden, für Sonntage mit unendlich langen Frühstücken zu dritt, für die Maul-Höhle! Manchmal muss man das Leben zusammenrollen, in den Anspitzer stecken und sagen: »SO NICHT, liebe Welt!«
Mit offenen Augen, Phantasie und einem Löwenherz voller Mut begegnet Paulina Schmitt den Ängsten vor Verlust, Krankheit und dem Alleinsein. Statt den Kopf in den Sand steckt sie all ihre Kraft ›in den Maul‹, den Kanal für alle Gefühle, die nicht einzuordnen sind, sondern einfach raus müssen!

Anna Vera Kelle wird nach Inszenierungen in Leipzig, Berlin und am Schauspiel Hannover zum ersten Mal im Jungen Staatstheater Kassel inszenieren.
»Mein kaputtes Königreich« von Finn-Ole Heinrich ist der erste Band der Maulina-Trilogie, die 2015 mit dem LUCHS Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde.

Inszenierung: Anna Vera Kelle
Bühne: Michael Ottopal
Kostüme: Lisa-Dorotheè Franke
Dramaturgie: Thomas Hof
Theater

17/18 - leicht gekürzt

Eine Stückentwicklung des JugendClub+

Premiere: 12. Mai 2018, tif

Die Spielzeit ist noch nicht ganz vorbei, aber der Jugendclub+ zeigt jetzt schon mal seine persönlichen Highlights: Wir wandern mit WERTHER in die weite Welt und finden uns in komplizierten Liebesdreiecken wieder, wir reisen mit MERLIN durch die Jahrhunderte und suchen nach runden Tischen, verlieren uns mit Puck im verwirrenden SOMMERNACHTSTRAUM und erleben hoffentlich unbeschadet die MORGENDÄMMERUNG. Und somewhere finden wir vielleicht die wahrhaftige, bedingungslose Liebe, wie die zwischen Tony und Maria. Dabei sind wir weder Jets noch Sharks, sondern BOHEME.

Es spielen: Lea Burczan I Vanessa Camaj I Sarah Christman I Antonia Dahlmeier I Marie-Luise Freudenberg I Aaron Herold I Jana Keßler I Güney Korkmaz I Linda Kugler I Alina Möller I Freya Pillardy I Nelly Recknagel I Julina Schulze I Samantha Steinmetz I Katharina Urbon

Leitung: Anna Stoß und Thomas Hof, Theaterpädagogen
Ausstattung: Sibylle Pfeiffer
Theater

dass alles zum besten steht, hätten sie sagen müssen

Stückentwicklung

Premiere: 25. Mai 2018, tif

Irgendwann im Irgendwo liegt Utopia, ein großer Weltraumbahnhof, oder ein intergalaktischer Schrottplatz. Ein Nicht-Ort (Non-Lieux) im Wortsinne, wie man ihn heute kennt von U-Bahnstationen, Hotellobbies, Einkaufspassagen. Einerseits unwirtlich, nur zur Durchreise bestimmt, gegen das Persönliche imprägniert wie mit Teflon – andererseits sind diese Transitbereiche auch Spielplatz großer Geschichten gewesen: der geschäftige Zauber der Grand Hotels, Hollywood-Romanzen auf Flughäfen, Agentenstories zwischen den Gleisen...

Jener »Non-Lieux« zwischen Tristesse und Glamour ist vor allem eins: eine Plattform, von der man aus in die diversen Fantasie-Zielorte abfahren kann. Denn während die Utopie noch eine Anbindung an die Realität haben muss (gerade wenn sie politisch sein will), sind die Fantasien völlig frei davon, muss Nimmerland nicht real sein oder Das Ferne Land, Phantásien oder Hogwarts... Obwohl man über diese Orte die Wahrheit sagen oder lügen kann, auch wenn sie nicht existieren. Offenbar ist wahr oder falsch keine Frage der Existenz... Immanuel Kant und jedes Kind wissen das!

Und folglich beginnt die Geschichte wie sie immer endet: im Weltraum, im Vakuum der Utopie, mit den Gestalten der Kinderbücher. Menschen, die vergessen haben, dass sie Bastian Balthasar Bux waren oder Peter Pan. Oder die vielleicht niemals Momo waren und sich jetzt an etwas erinnern müssen, was sie nie vergessen haben, nämlich wie es ist, ein Prinz Mio zu sein.

Was ist geschehen? Wie sind sie hergekommen? Wer ist der Feind? Hat das Böse, haben Capitän Hook, Ritter Cato, Das Nichts aus den Büchern gesiegt? Oder ist es in Wahrheit die Postmoderne, die sich als der ultimative Schurke erwiesen hat, mit dem Fluch des Gilles de Rais de Leuze, dass die großen Geschichten zu Ende sind... Sind alle dort diejenigen, die sie scheinen oder nicht scheinen? Müssen sich alte Feinde verbünden, um die verunglückte Raumkapsel, gestrandet auf Utopia, wieder flott zu kriegen?

Inszenierung: Philipp Rosendahl
Bühne und Kostüme: Katharina Faltner
Musik: Marco Mlynek
Dramaturgie: Thomaspeter Goergen
Theater

Unterwerfung

nach dem Roman von Michel Houellebecq

Ein Aufschrei ging durch das Land, welchem wir das schöne Wort »Feuilleton« verdanken: Die rechten Schriftsteller seien zurück, ein Spiel mit dem Feuer, abstruse Rassismen – »Unterwerfung« von Michel Houellebecq sei ein gefährliches Buch! Im Jahr 2022: Ein Muslimbruder wird der Präsident Frankreichs und alle Intellektuellen der Grande Nation haben der Islamisierung zugestimmt, nur um Marine le Pen zu verhindern. Voilà, der Protagonist, ein impotenter Ästhet, weiß wie Brie und Chablis, lebt sich prächtig ein in der schariaschönen neuen Welt der Polygamie. Sacrebleu! Was hat Houellebecq denn da geschrieben? In seinem Roman, der am Tag nach den Attentaten auf Charlie Hebdo punktgenau erschien? Eine Dystopie? Eine Satire? Ein Polit-Thriller? Nun, vor allem eine zärtliche Analyse seines Protagonisten, eines ebenso traurigen wie komischen Europäers. Und seines Schwanengesangs im Sexshop. Eines Spezialisten für die Dekadenzliteratur des 19. Jahrhunderts, der es nur noch als Last empfindet, die perfekte Rolle im Leben zu spielen. Der einsehen muss, dass er in einer wütenden Welt lebt, in der die Segnungen der gut ausgebildeten Großstädter nicht automatisch von allen geliebt werden. Dem es kalt wird in der von Gott und Göttern leeren Welt der Postmoderne. Der auf einmal zum Anti-Helden der Demokratie wird, an der er so pflichtbewusst wie lethargisch festhält wie an einer gescheiterten Ehe. Warum der Roman zu so viel Empörung führte? Man regt sich ja gerne über das beim anderen auf, was man an sich selbst nicht mag … Houellebecq mag die Prügelei im Parlament der Ideologen sehr amüsiert haben. Leider, und das ist nun der Humor dieses großen Literaten, sind heute die Tragödien halt viel lustiger als die Farcen ...

Inszenierung: Gustav Rueb
Bühne und Kostüme: Susanne Priebs
Musik: David Rimsky-Korsakow
Dramaturgie: Thomaspeter Goergen
Theater

Konsens

von Nina Raine

Eine Frau ist vergewaltigt worden. Zwei Freunde, Edward und Tim, ringen als Anwälte vor Gericht auf verschiedenen Seiten um das Recht in diesem Fall. Jake, ebenfalls Anwalt, wird gerade von seiner Frau verlassen, die er immer wieder betrogen hat. Auf welcher Seite stehen Tim, Edward und seine Frau Kitty in dem privaten Prozess? Wer spricht für wen? Die Paare schauen sich gegenseitig genüsslich beim Scheitern zu, in der Beziehung wie im Beruf, bis sie erkennen müssen, dass auch in ihrer Beziehung mehr Kompromisse als Einverständnisse herrschen. Nach zehn Jahren als erfolgreicher Anwalt hat sich sowohl die Sprache als auch das Denken verändert: Juristische Termini haben in die Beziehung Einzug gehalten. Mitleid ist ein Fremdwort geworden. Aber das Leben ist eben kein Gerichtsprozess, die Logik einer Verteidigung ist nicht die Logik einer Beziehung. Edward und Matt, im Gerichtssaal Kontrahenten, bleiben auch im Wohnzimmer Kontrahenten. Selbst gegen ihre Frauen wollen sie um jeden Preis gewinnen, obwohl der Wert des Verzeihens mehr Schlagkraft gehabt hätte als jede weitere kluge Verteidigungsstrategie. Die Paare müssen die Erfahrung machen, dass Rache keiner Vernunft folgt und Entschuldigungen mehr Gefühl brauchen als das bloße Bekennen von Tatsachen. Nina Raine verbindet durch eine boshaft-ironische Sprechweise der Figuren den Gerichtsfall mit den Beziehungskonflikten der beruflich wie privat erfolgreichen Mittdreißiger, die sich ihr Leben eingerichtet und eine genaue Vorstellung von Recht und Moral gefunden zu haben meinen.
Jedes Jahr zeigen in Deutschland rund 8.000 Frauen eine Vergewaltigung an, was schätzungsweise nur etwa fünf bis 15 Prozent aller gewaltsamen sexuellen Übergriffe sind. Die wenigsten werden strafrechtlich verfolgt und nur acht Prozent der angezeigten Täter verurteilt. »Consent« (deutsch: Einverständnis) ist einer der wichtigsten Begriffe in einem Vergewaltigungsfall. Bis ins Jahr 2016 konnte ein eindeutiges »nein« immer noch als Einverständnis interpretiert werden.

Inszenierung: Eva Lange
Bühne und Kostüme: Sibylle Pfeiffer
Dramaturgie: Annabelle Leschke
Theater

Die Präsidentinnen

von Werner Schwab

»Die schlechten Elemente wachsen auch sofort in die Überzahl hinein, wenn man etwas besseres geworden ist. Da wird man viele starke Wachorgane brauchen in dem neuen Leben.«

Erna, Grete und Mariedl, drei Frauen unterschiedlichen Alters, treffen sich in Ernas Wohnküche. Weit davon entfernt, ihre Ressentiments als Mangel zu begreifen, sind sie vielmehr davon überzeugt, dass das, was sie sprachlich erfinden, die Welt ist. Wer wäre davor gefeit? Während die drei in einer ersten Runde ihre gegenwärtigen Leben vergleichen, sich argwöhnisch messen, die Schwere ihres Unglücks und die Stärke ihrer religiösen Überzeugungen in die Waagschale werfen, verwandelt sich in einer zweiten Runde die beengte kleinbürgerliche Idylle zunehmend in ein jahrmarktseliges Land der Träume: Das Gespräch der drei selbsternannten Königinnen entfaltet Wunschphantasien, die den Bezug zur Wirklichkeit völlig verloren haben. Erna findet sich mit tief religiösem Traummann an ihrer Seite in einem Hort der Wohlanständigkeit wieder, Grete erfüllt sich alle sexuellen Phantasien, die sie umtreiben und die jüngste, Mariedl, redet sich eine Welt herbei, in der sie endlich wirklich nützlich sein wird: wenn nämlich beim Dorffest auf einmal die Klos verstopft sind und ihre beherzte Expertise gefragt ist.
Werner Schwab beschreibt mit der ihm eigenen groben Zärtlichkeit drei Wesen, die gesellschaftlich beschädigt sind, und die verzweifelt und komisch darum ringen, sich durch ihre Sprache in ihrer kleinen Welt zu behaupten: Königinnen ihrer Defekte, Herrscherinnen ihrer Phantasiereiche.
DIE PRÄSIDENTINNEN ist das erste von Schwabs »Fäkaliendramen«. Zu dessen Titel vermerkt der Autor: »Das sind Leute, die glauben, alles zu wissen, über alle zu bestimmen. Eine Form von Größenwahn. Ich stamme aus einer Präsidentinnen-Familie.«

Inszenierung: Martin Schulze
Bühne und Kostüme: Ulrike Obermüller
Dramaturgie: Michael Volk
Theater

Die Leiden des jungen Werther

von Johann Wolfgang Goethe

»Es ist doch gewiss, dass in der Welt den Menschen nichts notwendig macht als die Liebe.«

Der junge Werther ist gerade frisch von zu Hause ausgezogen, als er Lotte kennenlernt. Unsterblich verliebt er sich in sie, die ganze Welt verliert sich um ihn her, er wandelt umher wie ein Träumender, der nicht weiß, ob Tag oder Nacht ist, wie im Rausch: Sie hat »alle seine Sinne gefangengenommen«.
Allerdings ist Lotte bereits vergeben. Demnächst wird sie ihren Verlobten Albert heiraten. Werther wird unglücklicher Teil einer Dreiecksbeziehung, steigert sich in einen Liebeswahn, ein Fieber, hinein, sucht den von ihm ersehnten Platz in der Welt allerdings vergeblich und gerät immer mehr an die Grenzen seines Verstandes …
Goethes Sturm-und-Drang-Roman avancierte bald nach seinem Erscheinen 1774 zu einem Bestseller: »Die Wirkung des Büchleins war groß, ja ungeheuer». Von vielen zeitgenössischen Rezensenten wurden Die Leiden des jungen Werther als Anstiftung zum Suizid verteufelt; Jugendliche hingegen stilisierten Werther rasch zum tragischen Popstar seiner Zeit. Und obwohl nun schon fast 250 Jahre alt, vermag uns der »erste moderne Roman deutscher Sprache« immer noch zu fesseln, als wäre er heute erlebt, heute geschrieben.

Janis Knorr (Saffran & Krump, Grimm!) bearbeitet die Geschichte über den Ego-Trip eines Außenseiters für drei Schauspieler und wirft damit ein Licht auf die Sichtweisen aller Beteiligten dieser Amour fou.

Inszenierung: Janis Knorr
Bühne und Kostüme: Ariella Karatolou
Musik: Thorsten Drücker
Video: Jan Kunigkeit
Dramaturgie: Thomas Hof / Petra Schiller

Empfohlen ab 14 Jahren
Theater

Rum und Wodka

Schräges Solo für einen Mann
von Conor McPherson

Überfordert mit der Familienvaterrolle, in die er mit 20 hineingeschlittert ist, selbst noch ein halbes Kind, flüchtet sich der Mann in den Alkohol – und die Spirale in den Abgrund beginnt. Seinen langweiligen Job wirft er hin und betrinkt sich erstmal. Das schöne Wochenende endet im Bett einer anderen Frau und er ist »happy as a pig in shit«.
Sonntagnachts kriecht er dann wie ein kranker Hund nach Hause, steht am Bett seiner beiden schlafenden Kinder – und kann seine Existenz nicht mehr ertragen.

Der irische Autor und Regisseur Conor McPherson wurde 1971 in Dublin geboren. Rum und Wodka inszenierte er 1992 am University College Dublin. Es war sein erstes Stück. Es folgten Salzwasser, Das Wehr, Der gute Dieb und viele weitere Stücke und auch Filme, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt.

Inszenierung: Janis Knorr
Bühne und Kostüme: Ariella Karatolou
Dramaturgie: Thomaspeter Goergen
Theater

Impro-Sport

mit dem GenerationenClub und dem JugendClub des Staatstheaters Kassel

Angelehnt an Keith Johnstones Theatersport werden an diesem Abend unsere SpielClubs in einem heißen Rampensau-Duell die tif-Bühne erobern und um die Gunst des Publikums werben. Nichts ist abgesprochen – alle Szenen werden live und vor den Augen des Publikums improvisiert. Ob Tarzan am Strand als Oper, Rosamunde-Pilcher-Dramen in der Krabbelgruppe oder Einblicke in ungeahnte Körperwelten, die nie ein Mensch zuvor vertanzt hat – Sie bestimmen, was geschieht!

Leitung: Thomas Hof
Theater

Die Netzwelt

von Jennifer Haley

In naher Zukunft hat sich das menschliche Leben fast vollständig in die zur Realität parallel existierende Netzwelt verlagert. Perfektioniert hat dieses System der Geschäftsmann Sims mit seinem virtuellen »Refugium«. In diesem exklusiven Club können sich die Mitglieder mit einer virtuellen Identität ihre sexuellen Wünsche und dunklen Sehnsüchte erfüllen. Das Einzigartige: Das von Sims paradiesisch gestaltete Haus ist ein (wahrer) Traum für Pädophile, da die angebotenen virtuellen Lustobjekte Kinder sind. Begehen die Kunden mit ihren Avataren in der digitalen Welt ein reales Verbrechen? Die Ermittlerin Morris schickt ihren Agenten Woodnut in die Netzwelt, gleichzeitig verhört sie Sims. Dieser beharrt auf der reinen Simulation und dem Einverständnis aller Beteiligten. Außerdem hätten die Fantasien, die die Kunden des Refugiums ausleben, keinen Einfluss auf das Leben in der Wirklichkeit. Woodnut verstrickt sich immer mehr in dem verführerischen Elysium, besonders als er Iris kennenlernt, ein bezauberndes neunjähriges Mädchen, das Sims hörig zu sein scheint. Der Kampf um das virtuelle Mädchen wird zu einem Stellvertreterkrieg um Ethik und die Freiheit, die eigene Obsession auszuleben, der in beiden Welten zu katastrophalen Folgen führt.

Müssen unsere Fantasien begrenzt werden? Welche Konsequenzen haben virtuelle Vorgänge für unsere Realität? Können sie eine Erkenntnis schaffen, die unsere sinnlich erfahrbare Wahrnehmung übersteigt? Jennifer Haley schildert eine Zukunft, die mehr und mehr zu unserer Gegenwart wird. Sie zeigt den schmalen Grat auf, der zum Abgrund werden kann, zwischen der grenzenlosen Freiheit und der moralischen Verantwortung.

Inszenierung: Markus Dietz
Bühne und Kostüme: Mayke Hegger
Video: David Worm
Dramaturgie: Annabelle Leschke
Theater

Sabine Wackernagel spielt: Frau Jenny Treibel

von Theodor Fontane

Sabine Wackernagel spielt die Kommerzienrätin Frau Jenny Treibel, geborene Bürstenbinder, die für Theodor Fontane all das verkörperte, was er an der Bourgeoisie verachtete, ja geradezu hasste.
Er nannte seinen Roman » eine humoristische Verhöhnung unserer Bourgeoisie mit ihrer Redensartlichkeit auf jedem Gebiet.«
Sabine Wackernagel lässt das Publikum teilhaben an den Lebensweisheiten und Gefühlswallungen einer Frau, die glaubt durchdrungen zu sein von hohen Idealen, und die doch, wie Fontane schrieb, »sich in Sehnsucht verzehrt, nach allem, was Geld und Besitz heißt.«

Textfassung: Sabine Wackernagel
Inszenierung: Valentin Jeker
Aufführungen / Theater Staatstheater Kassel Schauspielhaus Kassel, Friedrichsplatz 15
Aufführungen / Theater Staatstheater Kassel TIF Kassel, Friedrichsplatz 15
Aufführungen / Konzert Göttinger Symphonie Orchester Göttingen, Godehardstraße 19-21
Aufführungen / Theater BAC Theater Bad Arolsen Bad Arolsen/Wetterburg, Amselweg 50
Aufführungen / Konzert Arolser Barock-Festspiele Bad Arolsen, Große Allee 24
Touristik-Service Bad Arolsen
Aufführungen / Musical tic: Theater im Centrum Kassel, Akazienweg 24
Aufführungen / Konzert Göttinger Symphonie Orchester Göttingen, Godehardstraße 19-21
DAS Symphonie Orchester Niedersachsens
Aufführungen / Aufführung Planetarium Kassel, An der Karlsaue 20c
Museumslandschaft Hessen Kassel
Aufführungen / Theater Hessisches Landestheater Marburg GmbH Marburg, Am Schwanhof 68-72