Kunsthalle Fridericianum
Künstlerische Haltung, Mut und Experiment. Frei nach dem Zitat des thailändischen Künstlers Rirkrit Tiravanija „Less Oil More Courage“ positioniert sich die Kunsthalle Fridericanum unter der Künstlerischen Leitung von Rein Wolfs als ein Ort für mutige Experimente, neue künstlerische Haltungen und gesellschaftlich relevante Inhalte. Nicht in erster Linie die ‚ölmalerische’ Tradition, sondern gestische, Performance bezogene und ‚humane’ Kunst wird im Programm der Kunsthalle groß geschrieben.
Im ältesten öffentlichen Museumsgebäude des europäischen Festlandes werden neue Energien freigesetzt, um damit an die Tradition des Fridericanums (mit Erdkilometer, Beuys’schem Denken und documenta-Experimenten) anzuknüpfen. Ambitioniert und engagiert will die Kunst sein, die hier präsentiert wird. Menschlich, human will sie sein, mit hier und da einem Funken Erhabenheit - ein Plädoyer für die noch zu formulierenden Voraussetzungen einer Menschlichkeit des 21. Jahrhunderts.
Die Kunst der Kunsthalle Fridericanum will berühren, die Besucher/innen nie unberührt lassen!
Ausstellungen
Vorschau 2012/13
Die Kunsthalle Fridericianum schließt vorerst ihre Türen, um die Räume für die dOCUMENTA (13) freizumachen. In den letzten vier Jahren, seit Rein Wolfs im Jahr 2008 die künstlerische Leitung im Fridericianum übernommen hat, standen vor allem große Einzelausstellungen auf dem Programm. Dabei lag das Augenmerk ebenso auf jungen, viel versprechenden Künstler/innen, als auch auf bereits gefestigten Positionen von internationaler Bekanntheit und Relevanz. Danh Vo referiert mit seiner Ausstellung JULY, IV, MDCCLXXVI explizit auf die Freiheit, ihre Facetten und auf unterschiedliche Auslegungen des Begriffs. Damit markiert er gleichzeitig ein programmatisches Schlussstatement dieser ersten Reihe von Solo-Ausstellungen in der Kunsthalle Fridericianum, ist doch Vos Beschäftigung mit Freiheit, Revolution, Utopie und Gewalt auch eine Verhandlung von Aspekten, die das Fridericianum als historische Stätte berührt und die Institution in ein gesellschaftlich-politisches Spannungsfeld rückt. Die Kunsthalle Fridericianum versteht sich ausdrücklich als Ort, an dem die Kunst als Protagonistin frei agieren kann, und steht für eine Haltung, die die Kunst vor allem als weitestmöglichen Denkraum verstanden wissen möchte. „Weniger Kunstwerke, die an ihrer eigenen formalen Praxis interessiert sind, sondern eine Kunst, die an ihre kommunikativen Fähigkeiten im Sinne einer menschlichen Sprache glaubt.“1 – Dieses Anliegen, das zu Beginn der ersten Periode von Rein Wolfs formuliert wurde, soll auch zukünftig Bestand haben.
Dafür, dass in Kassel nach einer documenta nicht mehr „das Licht ausgeht“, wie es Harald Szeemann noch 1972 skizzierte, ist also mittlerweile gesorgt. Die Kunsthalle Fridericianum hat sich auf dem Terrain der zeitgenössischen Kunst eine feste Position von internationalem Rang verschafft – nicht als Pausenprogramm zwischen den documenta-Ausstellungen, sondern als unabhängige Größe. Frei nach dem Zitat „Less Oil More Courage“ (Rirkrit Tiravanija) konnte die Kunsthalle ein Ort für mutige Experimente, neue künstlerische Haltungen und gesellschaftlich relevante Inhalte werden. Dieses Ziel gilt es auch ab 2013 wieder zu verfolgen, wenn die Kunsthalle Fridericianum erneut ihre Türen öffnet und ihr Programm nicht nur fortsetzt, sondern – dem bisherigen kuratorischen Credo folgend – mit neuen Ideen und Formaten aufwarten wird.
Eine Publikation, die alle Ausstellungen der Kunsthalle Fridericianum von 2008 bis 2011 dokumentiert, erscheint im Frühjahr 2012.
Kunsthalle Fridericianum
Friedrichsplatz 18
D-34117 Kassel
Telefon: +49 561 707 27 20
Fax: +49 561 707 27 75
E-Mail:
office@fridericianum-kassel.de
ÖFFNUNGSZEITEN:
Mittwoch bis Sonntag 11-18 Uhr
Geöffnet an folgenden gesetzlichen Feiertagen (Karfeitag, Ostersonntag, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstsonntag, Pfingstmontag, Fronleichnam, Tag der deutschen Einheit, 2. Weihnachtsfeiertag). Nur am 24. und 25. Dezember 2011 bleibt die Kunsthalle Fridericianum geschlossen.
EINTRITTSPREISE:
normal: 5 Euro
ermäßigt: 3 Euro
Gruppen: 2 Euro pro Person
bis 12 Jahre Eintritt frei
Jahreskarte: 25 Euro / ermäßigt: 15 Euro
Kombi-Karte Kunsthalle und Kasseler Kunstverein: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro
Mittwochs ist der Eintritt für alle Besucher/innen frei!