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SCHAUSPIEL KÖLN

Spielzeit 2015/16

Exodus.

Die Bibel, Teil 2

Premiere: 07. November 2015 | Schauspielhaus

Ägypten 1200 v. Chr. Wir blicken auf die Provinz Goschen zwischen östlichem Nildelta und Rotem Meer. Ein kleiner Landstrich, der einst Jakob und seiner siebzigköpfigen Familie als Wohn- und Weideland überlassen wurde und jetzt – 400 Jahre später – seine über 600.000 Nachkommen beherbergt. Hier ein halbkaputtes Zelt, dort ein notdürftiger Schlafplatz, dazwischen Bretterverschläge für Kuh, Ziege und Schaf. Dicht an dicht klebt Wohnstatt an Tierstall, Kartoffelbeet an Misthaufen. Dementsprechend katastrophal steht es um die hygienischen Bedingungen: Seuchen grassieren, Menschen sterben. Ägypten schaut voller Abscheu auf dieses kleine Gebiet: Es vermutet den Keim allen Übels genau hier, wo seine Sklaven wie in einem Schweinekoben leben und sich ungebremst weiter vermehren. Aus Angst vor Überfremdung, Pest und Revolution greift der ägyptische Pharao zu drakonischen Maßnahmen: Fronarbeit unter unmenschlichen Bedingungen und Ermordung aller männlichen Neugeborenen.
An diesem heillosen Ort trifft eine Hebräerin eine Entscheidung: Um ihren kleinen Jungen zu retten, legt sie ihn in ein Schilfkörbchen und lässt ihn den Nil hinuntertreiben. Moses ist es, der so der tödlichen Verordnung des Pharaos entgeht.
Moses ist es auch, der Jahre später, mittels Zaubertricks und schrecklichen Wundern das hebräische Volk aus der ägyptischen Sklaverei befreit und in Gottes Knechtschaft führt. Besiegelt durch den Treuebund am Sinai stellt Gott sein altes Versprechen an die Hebräer ein weiteres Mal in Aussicht: das Land, in dem Milch und Honig fließen.

Auf der Grundlage von Texten aus dem 2. bis 5. Buch Moses eröffnen Stefan Bachmann und sein Ensemble mit einem theatral-performativen Großprojekt über Sklaverei und Freiheit, über Flucht und Utopie, über Aufbruch und Heimkommen das Schauspielhaus am Offenbachplatz.
Der Pentateuch (1. - 5. Buch Moses), zu dem auch Exodus (2. Buch Moses) zählt, ist über mindestens sechs Jahrhunderte (ca. 1200 v. Chr. - 500 v. Chr) im Kulturraum der Levante und dem Vorderen Orient entstanden. Die heutige Forschung unterscheidet drei Hauptquellen, aus welchen sich die Bücher zusammensetzen: Je nach Gottesbezeichnung stammen die Texte vom Elohisten oder Jahwisten, bei rituellem Charakter von der Priesterschrift ab. Grundlage für die Exodus-Inszenierung bilden Texte aus den 2. - 5. Buch Moses.

Regie: Stefan Bachmann
Beratung und Texte: Lukas Bärfuss
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Esther Geremus
Dramaturgie: Barbara Sommer

Ort:

Schauspielhaus

Termin:

Sa, 7.11.2015 | Premiere |

3.31.93

von Lars Norén

Deutschsprachige Erstaufführung: 12. November 2015 | Schauspielhaus

Mitten in Europa. Eine Stadt. Stein, Beton, Rigips, Asphalt, ausgebreitet und in die Höhe gezogen, Straßen, Schienen, Schneisen zwischen Bürogebäuden, Einkaufspassagen, Wohnblöcken. An den Rändern: Einfamilienhäuser, deren Fenster auf verkehrsberuhigte Spielstraßen und eine braungrüne Ackerlandschaft hinausgehen. Vor den Türen die Autos. Noch ist es kalt. Oder schon wieder. Wer keinen Grund hat zu gehen, bleibt, wo er ist. Sie sitzen hinter den Fassaden und warten, die Alten und die ganz Jungen, die ohne Aufgabe sind, ohne Arbeit und ohne Verabredung. Wann fängt das endlich an ? Wann hat das bloß ein Ende? Wie konnte so viel Zeit vergehen?
Da ist eine Kluft zwischen dem, was man plant und dem, was geschieht. Nur ungerührt lässt sie sich überbrücken; mit entschiedener Missachtung der Realität, entschlossener Ignoranz der Absurditäten des Daseins.

Lars Norén, einer der wichtigsten lebenden Dramatiker Schwedens und großen europäischen Intellektuellen, hat ein neues Stück geschrieben. Zugleich erbittert und nachsichtig blickt er darin auf den Reigen der sich unablässig Mühenden und unablässig Fehlenden. Moritz Sostmann, der als Hausregisseur am Schauspiel Köln unter anderem UND PIPPA TANZT!, Kafkas AMERIKA und DER GUTE MENSCH VON SEZUAN auf die Bühne brachte, wird Noréns poetisches Panorama für das Kölner Publikum entfalten. Wie bei seinen früheren Arbeiten werden Menschen und Puppen auch diesmal ein Ensemble bilden.

Regie: Moritz Sostmann
Bühne: Christian Beck
Kostüme: Elke von Sivers
Puppen: Hagen Tilp
Dramaturgie: Nina Rühmeier

Ort:

Schauspielhaus

Termin:

Do, 12.11.2015 | Dt. Erstaufführung |

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