SCHAUSPIEL KÖLN - Depot 1

Spielzeit 2017/18

Peer Gynt

von Henrik Ibsen

Premiere: 22. September 2017, Depot 1

Peer Gynts Odyssee beginnt in dunklen, norwegischen Berglandschaften. Hier wächst der Bauernsohn mit seiner Mutter auf, verarmt, von der Dorfgesellschaft ausgestoßen und verlacht. Er flüchtet sich in seine Fantasie, in Tagträume und Lügenmärchen, glaubt sich zu Höherem berufen, Kaiser der Welt will er werden, und bald schon geht seine Reise los. Sie beginnt mit einem Hochzeitsgelage und dem Raub der Braut, führt ihn in die Gegenwelt der Trolle, er zeugt ein Kind, lebt als Einsiedler im Wald, lässt Mutter, Kind und seine Lebensliebe Solveijg zurück und macht sich daran, die Welt zu erobern. Es verschlägt ihn nach Afrika, er wird Großkapitalist und Prophet, Playboy und Kaiser der Irren – um schließlich, am Ende seines Lebens, wieder heimzukehren.

Es ist das Drama des modernen Menschen, das Henrik Ibsen mit PEER GYNT entfaltet. Um sich selbst zu finden, erfindet sich Peer Gynt immer wieder neu. Mit Ibsens »dramatischem Gedicht« über einen Ich-Sucher und Fantasten eröffnet Stefan Bachmann die neue Spielzeit.

Regie: Stefan Bachmann
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Joki Tewes | Jana Findeklee
Musik: Sven Kaiser
Choreografie: Sabina Perry
Dramaturgie: Julian Pörksen

Ort:

Depot 1

Termine:

Fr, 22.9.2017, 19:30 | Premiere |
Sa, 23.9.2017, 19:30 |
So, 1.10.2017, 19:30 |
Sa, 7.10.2017, 19:30 |
So, 8.10.2017, 16:00 |
Di, 17.10.2017, 19:30 |
Sa, 28.10.2017, 19:30 |

Romeo und Julia

von William Shakespeare

Premiere: 14. Oktober 2017, Depot 1

Eigentlich war Romeo nur in der Hoffnung zum Maskenball des verfeindeten Capulet-Clans gegangen, seine Angebetete Rosalinde dort zu sehen. Stattdessen begegnet er Julia – Nachname: Capulet –, verliebt sich haltlos, heiratet sie heimlich, ermordet ihren Cousin, geht in die Verbannung, kehrt zurück in seine Heimatstadt Verona, um sich in der Gruft der vermeintlich toten (in Wahrheit jedoch nur betäubten) Geliebten umzubringen. Und Julia folgt ihm in die Unterwelt wie Orpheus der Euridike. »Two star-crossed lovers« … in unausweichlichem Schicksal oder frei und mutvoll handelnd? Zwei jedenfalls, die inmitten einer identitätswütenden Umgebung begreifen, dass man die Welt auch »vom Unterschied aus erfahren kann« (Alain Badiou). Zwei Liebende.

Die junge Regisseurin Pınar Karabulut eröffnete zuletzt die Außenspielstätte am Offenbachplatz mit ihrer Uraufführung von Dirk Lauckes Stück KARNICKEL. Mit dynamischen Inszenierungen, in denen sie klassische wie zeitgenössische Stoffe aus überraschenden Blickwinkeln betrachtet und mit großem szenischen Einfallsreichtum auf die Bühne bringt, hat sie sich innerhalb kurzer Zeit einen Namen in der deutschen Theaterlandschaft gemacht. Mit Shakespeares großer Liebestragödie ROMEO UND JULIA ist erstmals eine Arbeit Pınar Karabuluts im Depot 1 des Schauspiel Köln zu sehen.

Regie: Pınar Karabulut
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: Teresa Vergho
Musik: Daniel Murena
Dramaturgie: Nina Rühmeier

Ort:

Depot 1

Termine:

Sa, 14.10.2017, 19:30 | Premiere |
So, 15.10.2017, 18:00 |
So, 22.10.2017, 18:00 |
Do, 26.10.2017, 19:30 |

Arsen und Spitzenhäubchen

von Joseph Kesselring

In einem der ältesten Häuser Brooklyns leben die beiden Schwestern Abby und Martha Brewster zusammen mit ihrem geistig eingeschränkten Neffen Teddy – so genannt, weil er sich für den Präsidenten Theodore Roosevelt hält – und Relikten aus der guten alten Zeit: Kerzenlicht, Manieren und dem "Lady Baltimore"-Marmorkuchen nach einem Rezept von 1906. Die ganze Nachbarschaft rühmt ihre Wohltätigkeit und ihre Kochkünste, mit der örtlichen Polizei befinden sie sich dank großzügiger Sachspenden in bestem Einvernehmen und nun steht auch noch die Hochzeit ihres zweiten Neffen, Mortimer, mit der Pfarrerstochter Elaine bevor… Das Leben der Brewsters könnte so friedvoll sein, wäre da nicht das schwarze Schaf der Familie: Jonathan, ein psychotischer Serienmörder – und hätte Mortimer nicht ganz unverhofft eine grausige Entdeckung gemacht.

Wie viel Behauptung steckt in unserer Normalität? Wie viele Leichen verträgt unsere Zivilisation? – Und was ist eigentlich aus dem Fußballoratorium EFFZEH! EFFZEH! geworden, mit dem der Regisseur und Liedermacher Rainald Grebe am 23. Juni den Beginn unserer ganz persönlichen Sommer-Saison ansingen sollte? Bekanntlich und (in diesem Fall) leider kommt unverhofft öfter.

Ort:

Depot 1

Termine:

Mi, 27.9.2017, 19:30 |
Sa, 30.9.2017, 19:30 |
Di, 3.10.2017, 19:30 |
Fr, 6.10.2017, 19:30 |
Sa, 21.10.2017, 19:30 |
So, 29.10.2017, 18:00 |

Faust I

von Johann Wolfgang von Goethe

Über sechzig Jahre hat Goethe mit der Arbeit am FAUST zugebracht. Die Geschichte dieses rastlosen, ewig suchenden Menschen, der sich frustriert von den Wissenschaften abwendet, sich an der Magie versucht und schließlich die berühmte Teufelswette eingeht, hat Goethe zeitlebens beschäftigt. Es ist die Tragödie des modernen Menschen, der sich nach Erfüllung sehnt und sie nirgends findet, ein Getriebener, der auf einer rauschhaften Reise Welten durchquert. Kneipen werden aufgesucht, Verjüngungstränke eingenommen, Faust verliebt sich in Gretchen, erobert sie und stürzt sie ins Verderben. Was mit einer Gotteswette begann, endet mit einer satanischen Orgie auf dem Blocksberg und einer zerstörten jungen Frau, die auf ihre Henker wartet.

Mit einem Ensemble aus Schauspielern und Puppen begibt sich Moritz Sostmann, Hausregisseur am Schauspiel Köln, auf eine Expedition durch Goethes rätselhaften Dramenkosmos.

Regie: Moritz Sostmann
Bühne: Christian Beck
Kostüme: Elke von Sivers
Puppen: Hagen Tilp
Musik: Philipp Pleßmann
Licht: Hartmut Litzinger
Dramaturgie: Julian Pörksen

Ort:

Depot 1

Termin:

Di, 31.10.2017, 19:00 |

Tod eines Handlungsreisenden

von Arthur Miller

Unterm Strich lief es doch eigentlich ganz gut. Fast vierzig Jahre lang war Willy Loman als Handlungsreisender unterwegs. Und auch wenn er es nie bis nach oben geschafft hat, hat es irgendwie doch immer gereicht: Um die Familie mit den beiden Söhnen zu ernähren und sogar, um die Hypotheken für das kleine Mittelschichtshaus abzubezahlen. Doch der Traum vom kleinen Lebensglück ist ein zerbrechlicher: Kurz vor dem Ruhestand geht Willy die Puste aus. Die Welt dreht sich zu schnell für den alten Handlungsreisenden. Die alten Kontakte greifen nicht mehr, er verliert seinen Job und bei genauerem Hinsehen geht es nicht nur bei ihm, sondern auch bei seinen Söhnen ans Eingemachte. Wie konnte ihm das passieren? Hätte er noch härter für die eigene Zukunft arbeiten können? Gibt es eigentlich Gerechtigkeit? Oder hat Willy sich einfach ein Leben lang geirrt?

Arthur Millers Stück stellt 60 Jahre nach seiner Uraufführung die Fragen nach dem gefühlten und tatsächlichen Abstieg einer ganzen Gesellschaftsschicht mit erschreckender Aktualität.

Regie: Rafael Sanchez
Bühne: Thomas Dreißigacker
Mitarbeit Bühne: Hedda Ladwig
Kostüme: Maria Roers

Ort:

Depot 1

Termine:

So, 24.9.2017, 19:30 |
Fr, 29.9.2017, 19:30 |
Mi, 11.10.2017, 19:30 |
Fr, 27.10.2017, 19:30 |

BÜHNEN KÖLN

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