GÜRZENICH-ORCHESTER KÖLN

Ein traditionsreiches Spitzenorchester

Das Gürzenich-Orchester Köln ist eines der traditionsreichsten Sinfonie-Orchester Deutschlands. Sein Stammsitz ist die Kölner Philharmonie, die zu den schönsten Konzertsälen weltweit gehört. Hier spielt das Gürzenich-Orchester über 50 Konzerte pro Jahr. Der zweite Schwerpunkt ist die Oper Köln, wo das Orchester bei über 160 Vorstellungen jährlich im Orchestergraben sitzt.

Die Wurzeln des Gürzenich-Orchester reichen zurück bis zu den mittelalterlichen Ratsmusiken und den ersten festen Ensembles des Kölner Doms. Den Namen „Gürzenich“ verdankt das Orchester dem in der Renaissancezeit errichteten Ballsaal und Markthalle Gürzenich, wo ab 1857 die Sinfoniekonzerte stattfanden. Heute gehört das Gürzenich-Orchester Köln zu den Top Ten der Deutschen Sinfonie-Orchester und ist durch CD-Einspielungen und Gastspiele von Amsterdam über London bis Shanghai weltweit bekannt.

Markus Stenz - Dirigent

Markus Stenz ist Generalmusikdirektor der Stadt Köln und Gürzenich-Kapellmeister sowie Erster Gastdirigent des Hallé Orchestra mit Sitz in Manchester. Er ist zudem designierter Chefdirigent des Radio Filharmonisch Orkest ab 2012/2013.

Ausgebildet an der Hochschule für Musik in Köln bei Volker Wangenheim und bei Leonard Bernstein und Seiji Ozawa in Tanglewood profilierte er sich früh mit ungewöhnlichen Projekten und zahlreichen Ur- und Erstaufführungen. 1989 übernahm Markus Stenz die musikalische Leitung des Cantiere Internazionale d’Arte in Montepulciano (bis 1995) und leitete als Chefdirigent von 1994 bis 1998 die London Sinfonietta, das renommierteste britische Ensemble für zeitgenössische Musik. Parallel zu seiner Position als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Melbourne Symphony Orchestra von 1998 bis 2004 hat Markus Stenz sein Repertoire ständig in Richtung Klassik und Romantik erweitert.

Seit der Spielzeit 2003/2004 ist Markus Stenz Gürzenich-Kapellmeister. Er leitete das Gürzenich-Orchester zum Jahreswechsel 2007/2008 auf dessen erster China-Tournee sowie im August 2008 in der Royal Albert Hall im Rahmen der BBC Proms in London.

Markus Stenz debütierte als Operndirigent mit Hans Werner Henzes „Elegie für junge Liebende“ am Gran Teatro La Fenice in Venedig. Er hat zahlreiche Ur- und Erstaufführungen geleitet, z.B. Hans Werner Henzes „Das verratene Meer“ in Berlin, „Venus und Adonis“ an der Bayerischen Staatsoper und „L’ Upupa und der Triumph der Sohnesliebe“ 2003 bei den Salzburger Festspielen. Seit seinem Operndebüt gastierte Markus Stenz an den wichtigen internationalen Opernhäusern und bei internationalen Festivals wie z.B. am Teatro alla Scala in Mailand, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, an der English National Opera, an der Lyric Opera Chicago, San Francisco Opera, in Los Angeles, am Staatstheater Stuttgart, an der Deutschen Oper Berlin, der Bayerischen Staatsoper München, der Staatsoper Hamburg, an der Oper Frankfurt (mit der Uraufführung von Detlev Glanerts „Caligula“) sowie beim Festival in Glyndebourne, beim Edinburgh International Festival und den Salzburger Festspielen.

Besonders hervorzuheben aus dem bisherigen Wirken an der Oper Köln sind die viel beachteten Aufführungen von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“, „Lohengrin“, „Tannhäuser“, „Tristan und Isolde“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“ sowie Leoš Janáčeks „Jenůfa“ und „Kát’a Kabanová“. Die Oper Köln beginnt die Saison 2010/2011 mit einem Gastspiel in China: Wagners „Ring des Nibelungen“ kommt zweimal zyklisch im Rahmen der Expo 2010 in Shanghai zur Aufführung und in Peking gastiert die Oper Köln mit einer Vorstellungsreihe von Mozarts „Don Giovanni“. Markus Stenz zeichnet in Köln in der kommenden Saison musikalisch verantwortlich u.a. für die Neuproduktionen von Richard Strauss‘ „Elektra“ sowie Alban Bergs „Wozzeck“.

Als Konzertdirigent hat Markus Stenz u a. das Königliche Concertgebouw Orchester, die Münchner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Berliner Philharmoniker, das Tonhalle Orchester Zürich, die Wiener Symphoniker, das Hallé Orchestra Manchester, die Staatskapelle Berlin, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg sowie die Sinfonieorchester des BR, HR, WDR und NDR geleitet. In den USA arbeitete er mit dem Chicago Symphony und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra sowie den Sinfonieorchestern von Boston, Dallas, Minnesota, Houston und Seattle.

Mit dem Label OehmsClassics werden derzeit alle Sinfonien von Gustav Mahler sowie der Lieder „Des Knaben Wunderhorn“ mit Christiane Oelze (Sopran) und Michael Volle (Bariton) herausgebracht. Der Zyklus erscheint auf Hybrid-SACD. Den Auftakt des großen Mahler-Zyklus mit dem Gürzenich-Orchester Köln macht die 5. Sinfonie cis-Moll, die im Herbst 2009 in die Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen wurde. Mittlerweile sind auch die 4. Sinfonie und die Wunderhorn-Lieder erschienen. Vorgesehen ist die kontinuierliche Veröffentlichung von Einzel-CDs sowie nach Abschluss der Aufnahmen im Jahr 2012 ein Schuber mit sämtlichen Sinfonien und den Wunderhorn-Liedern.

Seit Mitte Oktober 2005 werden die Konzerte des Gürzenich-Orchesters mitgeschnitten und sind als „GO live!“ - Sofort-CD ca. fünf Minuten nach dem Schlussapplaus erhältlich. Eine "Best of"-Abmischung der drei Konzertabende steht einige Wochen später im iTunes Music Store als Download zur Verfügung. Innerhalb dieser umfangreichen Konzert-Dokumentation sind u.a. folgende Werke erschienen: Ludwig van Beethovens Sinfonien Nr. 5 und 7, Wolfgang Amadeus Mozarts c-Moll Messe, Gustav Mahlers Sinfonien Nr. 5, 6 und 7 sowie Anton Bruckners Sinfonien Nr. 5 und 8.

Saison 2011/12

4. Kammerkonzert: Gürzenich-Orchester | Solisten

Gürzenich-Orchester
Robert Oberaigner, Klarinette
Tom Owen, Oboe
Thomas Jedamzik, Fagott
Andreas Jakobs, Horn
Nils Mönkemeyer, Viola
Nicholas Rimmer, Klavier


Wolfgang Amadeus Mozart: Trio Es-Dur für Klarinette, Viola und Klavier KV 498
"Kegelstatt-Trio"
August Klughardt: Schilflieder op.28 (1872), 5 Fantasiestücke nach Gedichten von Nikolaus Lenau für Klavier, Oboe und Viola
Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur KV 452 (1784)

Eintritt nur mit gültiger Konzertkarte
€ 13,- | Z: € 13,-

Ort:

Kölner Philharmonie

Termin:

Sa, 4.2.2012, 15:00 |

Philharmonielunch: Ausschnitte aus dem Programm des 7. Sinfoniekonzerts

30 Minuten kostenloser Musikgenuss beim Probenbesuch: Eine halbe Stunde vom Alltag abschalten, die Mittagspause oder den Stadtbummel unterbrechen und sich für kommenden Aufgaben inspirieren lassen.

PhilharmonieLunch wird von der KölnMusik gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem Gürzenich-Orchester Köln ermöglicht.

Medienpartner Kölnische Rundschau.

Eintritt frei

Ort:

Kölner Philharmonie

Termin:

So, 23.12.2012, 12:30 |

Experiment Klassik

Ranga Yogeshwar und Markus Stenz entführen in die Welt der Klassik

Ranga Yogeshwar, Moderation
Gürzenich-Orchester Köln
Markus Stenz, Dirigent und Moderation


Igor Strawinsky: »Le sacre du printemps«

Inmitten unserer Welt des Wandels offenbart sich in manchen klassischen Musikwerken eine bemerkenswerte Zeitlosigkeit. Zuhörer verlassen bewegt und glücklich einen Konzertsaal, obwohl sie Musik gehört haben, die oft mehrere hundert Jahre alt ist. Was macht den Zauber eines klassischen Meisterwerks aus? Was passiert mit uns, wenn wir diese Musik hören? Ranga Yogeshwar und Markus Stenz suchen in der neuen Konzertreihe »Experiment Klassik« nach einer Antwort: Ein neues Angebot für alle Zuhörer, die neugierig auf klassische Musik sind und bereit, sich von ihr verführen zu lassen.Den Auftakt dieses neuen Konzertformats bildet ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts: Igor Strawinskys Ballettkomposition Le sacre du printemps. Auch heute noch zieht das Werk sein Publikum unweigerlich in den Bann. Die Zuhörer wohnen einem heidnischen Ritual bei, bei dem ein junges Mädchen als Opfer für den Gott des Frühlings auserwählt wird und sich schließlich zu Tode tanzt. Die Musik, die Strawinsky dafür komponierte, beschreibt in starken Kontrasten die Zartheit des Frühlings und die Raserei des heidnischen Opferrituals. Im ersten Konzertteil tauchen Ranga Yogeshwar, Markus Stenz und das Gürzenich-Orchester gemeinsam mit dem Publikum in das Werk ein. Wichtige Facetten des Stückes werden unter das Mikroskop gelegt und von verschiedenen Seiten beleuchtet, angespielt und erklärt. Dabei gibt es Berührendes, Verblüffendes und Neues zu entdecken. Nach dieser Vorbereitung spricht die Musik dann für sich selbst, wenn die Besucher das Werk nach der Pause in konzertatmosphäre hören und erleben.

Ort:

Kölner Philharmonie

Termin:

Do, 23.2.2012, 20:00 |

7. Sinfoniekonzert:
Gürzenich-Orchester | Markus Stenz

Renaud Capuçon, Violine
Gautier Capuçon, Violoncello
Frank Braley, Klavier
Gürzenich-Orchester Köln
Markus Stenz, Dirigent


Jean-Féry Rebel: »Chaos« – Ouvertüre aus »Les Éléments«
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56
Joseph Haydn: Nr. 1a Einleitung – »Die Vorstellung des Chaos« aus: »Die Schöpfung« Hob. XXI:2
Igor Strawinsky: »Le sacre du printemps«

Ein beispielloses Chaos. So endete die Uraufführung von Igor Strawinskys Ballett Le sacre du printemps 1913 im Pariser Théâtre des Champs-Élysées. Im Publikum breitete sich Hohngelächter aus, manche Zuschauer wurden handgreiflich. Das Ganze artete zu einem Tumult aus – doch wenige Jahre später wurde das Stück in aller Welt nachgespielt. Chaos in der Musik ist immer höchste Kunst. Das zeigt auch Joseph Haydns Einleitung zu seiner »Schöpfung«, die Vorstellung des Chaos, die heute noch den Atem stocken lässt. Und das zeigte, noch vor Haydn, der französische Bach-Zeitgenosse Jean-Féry Rebel mit der Ouvertüre Chaos zu seiner Ballettmusik über die Erschaffung der Welt, »Les Éléments«. Rebel beginnt mit einem harmonisch vieldeutigen Cluster, der alle Töne der Tonleiter enthält. Ein Urbild des Chaos, das sich verblüffend ähnlich in der Urknalltheorie wiederfindet. Wenn auch nicht aus dem Chaos, so doch fast aus dem Nichts lässt Beethoven sein berühmtes Tripelkonzert beginnen, ein freundschaftlicher, verspielter Wettlauf von Klaviertrio und Orchester. Die französischen Brüder Renaud und Gautier Capuçon sind beim Gürzenich- Orchester mit dem Doppelkonzert von Johannes Brahms
in guter Erinnerung. Für das Beethoven-Konzert bringen sie ihren Triopartner Frank Braley mit.

Ort:

Kölner Philharmonie

Termine:

So, 26.2.2012, 11:00 |
Mo, 27.2.2012, 20:00 |
Di, 28.2.2012, 20:00 |

Philharmonielunch:
Ausschnitte aus dem Programm des 8. Sinfoniekonzerts

30 Minuten kostenloser Musikgenuss beim Probenbesuch: Eine halbe Stunde vom Alltag abschalten, die Mittagspause oder den Stadtbummel unterbrechen und sich für kommenden Aufgaben inspirieren lassen.

PhilharmonieLunch wird von der KölnMusik gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem Gürzenich-Orchester Köln ermöglicht.

Medienpartner Kölnische Rundschau.

Eintritt frei

Ort:

Kölner Philharmonie

Termin:

Do, 22.3.2012, 12:30 |

8. Sinfoniekonzert:
Gürzenich-Orchester | Simone Young | Jörg Widmann

Jörg Widmann, Klarinette
Gürzenich-Orchester Köln
Simone Young, Dirigentin


Jörg Widmann: »Elegie« für Klarinette und Orchester
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109

Die Australierin Simone Young, Intendantin und GMD der Hamburgischen Staatsoper, ist ständiger Gast der großen Orchester von den Wiener bis zu den New Yorker Philharmonikern. Die Sinfonien Anton Bruckners hat sie in den jeweiligen Urfassungen für eine Aufsehen erregende Gesamteinspielung aufgenommen. »Analytischer als ihr Vorbild Daniel Barenboim, aber auch impulsiver als der unvergessene Günter Wand erweckt Simone Young den frühen Bruckner zu orchestralem Leben,« lobte der Spiegel ihre Konzerte mit den Hamburger Philharmonikern. Beim Gürzenich-Orchester Köln gibt sie ihr Debüt mit Bruckners 9. Sinfonie. Obwohl der Komponist fast ein Jahrzehnt – von 1887 bis zu seinem Tod 1896 – an der Sinfonie arbeitete, hat er sie nicht vollenden können. Doch auch in ihrer unvollendeten Gestalt erscheint die Sinfonie wie eine mächtige Einheit, nicht zuletzt dank des gewaltigen Adagios, das Bruckner selbst für das Schönste hielt, das er je komponiert hat. Mit Jörg Widmann gibt einer der wichtigsten Komponisten und Klarinettisten der jungen Generation sein Debüt beim Gürzenich-Orchester. Als Interpret eigener Werke und klassischer Solokonzerte von W. A. Mozart bis Carl Maria von Weber gastiert er weltweit, vom Schleswig Holstein Festival bis zur Carnegie Hall in New York. Seine Elegie, die er sich 2006 selbst auf den Leib geschrieben hat, verbindet hohe Virtuosität mit subtilem Klangfarbenspiel.

Ort:

Kölner Philharmonie

Termine:

So, 25.3.2012, 11:00 |
Mo, 26.3.2012, 20:00 |
Di, 27.3.2012, 20:00 |

Matthäus Passion

Carolyn Sampson, Sopran
Ingeborg Danz, Alt
Marcus Ullmann, Tenor
Thomas Bauer, Bariton
Maximilian Schmitt, Tenor (Evangelist)
Oliver Zwarg, Bariton (Christusworte)
Knaben des Kölner Domchores
Vokalensemble Kölner Dom
Gürzenich-Orchester Köln
Markus Stenz, Dirigent


Johann Sebastian Bach: Matthäuspassion BWV 244

So etwas hatte man noch nicht gehört. Als Johann Sebastian Bach 1729 in der Karfreitagsvesper der Leipziger Thomaskirche zum ersten Mal seine Matthäuspassion aufführte, war die Gemeinde irritiert. Die große Besetzung mit Solisten, doppeltem Chor und Orchester, die technische und kompositorische Meisterschaft und die überwältigende Ausdruckskraft übertraf alles bis dahin Vorstellbare.In eindringlichen Rezitativen und Arien erzählt Bach die Leidensgeschichte Jesu. Durch die doppelchörige Anlage erzeugt er phantastische Klangwirkungen, wenn in den insgesamt vierzehn Chorälen das dramatische Geschehen auf seine Höhepunkte zusteuert. Allerdings war man sich nicht sicher, ob die fast opernhafte Zeichnung von Handlung und Personen überhaupt in den kirchlichen Rahmen passte. Nur wenige Aufführungen folgten, und bald war das Werk ganz vergessen. Erst hundert Jahre später machte Felix Mendelssohn-Bartholdy mit der ersten Wiederaufführung seit Bachs Tod eine Begegnung mit dem Werk möglich und läutete eine Bach-Renaissance ein, die bis heute ungebrochen anhält. Für das Gürzenich-Orchester hat die jährliche Aufführung der Bach-Passionen an Karfreitag eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1859 zurückreicht, als Gürzenich-Kapellmeister Ferdinand Hiller im Gürzenich erstmals die Matthäuspassion dirigierte.

Ort:

Kölner Philharmonie

Termin:

Fr, 6.4.2012, 18:00 |

Philharmonielunch:
Ausschnitte aus dem Programm des 9. Sinfoniekonzerts

30 Minuten kostenloser Musikgenuss beim Probenbesuch: Eine halbe Stunde vom Alltag abschalten, die Mittagspause oder den Stadtbummel unterbrechen und sich für kommenden Aufgaben inspirieren lassen.

PhilharmonieLunch wird von der KölnMusik gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem Gürzenich-Orchester Köln ermöglicht.

Medienpartner Kölnische Rundschau.

Eintritt frei

Ort:

Kölner Philharmonie

Termin:

Do, 19.4.2012, 12:30 |

9. Sinfoniekonzert:
Gürzenich-Orchester | Dmitrij Kitajenko | Leonard Elschenbroich

Leonard Elschenbroich, Violoncello
Gürzenich-Orchester Köln
Dmitrij Kitajenko, Dirigent


Darius Milhaud: »La création du monde« op. 81 – Ballet nègre für 18 Instrumentalsolisten
Camille Saint-Saëns: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33
Peter Iljitsch Tschaikowsky/Semjon Bogatyrjow: Sinfonie Es-Dur (rekonstruiert nach Skizzen 1951 – 1955)

Vor zwei Jahren spielte er im Eröffnungskonzert des Schleswig Holstein Musikfestivals das Doppelkonzert von Johannes Brahms an der Seite von Anne-Sophie Mutter. Er tritt mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Fabio Luisi und Christoph Eschenbach auf, welcher über den Cellisten Leonard Elschenbroich sagt: »Er ist das Synonym für Tiefe, Ausdruck, Ausstrahlung und Perfektion. Die Musik, die er spielt: das Ideal, das jeder sucht.« Auch mit Dmitrij Kitajenko, dem Ehrendirigenten des Gürzenich-Orchesters, hat er bereits zusammen musiziert. Sie werden im Gürzenich-Konzert Camille Saint-Saëns elegantes und schwelgerisches 1. Cellokonzert interpretieren. Seinen Tschaikowsky-Zyklus setzt Kitajenko mit einer Überraschung fort: Der Sinfonie in Es-dur, Tschaikowskys inoffizieller Siebter, die von dem Komponisten Semjon Bogatyrjow aus nachgelassenen Skizzen und dem 3. Klavierkonzert geformt wurde. Auftakt des Konzerts bildet Darius Milhauds Ballettmusik La création du monde: Eine funkensprühende Hommage an den Jazz der 1930er Jahre, ein Feuerwerk burlesker Melodien und Rhythmen.

Ort:

Kölner Philharmonie

Termine:

So, 22.4.2012, 11:00 |
Mo, 23.4.2012, 20:00 |

5. Kammerkonzert:
Alja Velkaverh | Oliver Schwarz | Alvaro Palmen u.a.

Paul Hindemith | Johann Strauß

Alja Velkaverh, Flöte
Oliver Schwarz, Klarinette
Demetrius Polyzoides, Violine
Elisabeth Polyzoides, Violine
Alvaro Palmen, Viola
Joachim Griesheimer, Violoncello
Janna Polyzoides, Klavier
Han-An Liu, Harmonium


Paul Hindemith: »Ouvertüre zum ›Fliegenden Holländer‹ wie sie eine schlechte Kurkapelle morgens um 7 am Brunnen vom Blatt spielt«
Johann Strauß: »Rosen aus dem Süden« op. 388 für Klavier, Harmonium und Streichquartett bearbeitet von Arnold Schönberg
Paul Hindemith: »Drei Deutsche Tänze im flotten Ländlertempo« aus dem Quintett für Klarinette und Streichquartett
Johann Strauß: »Kaiser-Walzer« op. 437 für Flöte, Klarinette, Streichquartett und Klavier bearbeitet von Arnold Schönberg

Ort:

Kölner Philharmonie

Termin:

Sa, 12.5.2012, 15:00 |

10. Sinfoniekonzert:
Gürzenich-Orchester | Markus Stenz | Lars Vogt

Lars Vogt, Klavier
Gürzenich-Orchester Köln
Markus Stenz, Dirigent


Franz Schubert: Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 »Unvollendete«
Julian Anderson: »Symphony« Deutsche Erstaufführung
Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15

Mutmaßungen über verschwundene Skizzen und verlorene Sätze zu Schuberts Unvollendeter gibt es viele, ebenso Ergänzungsversuche aus allen Epochen seit seinem Tod. Keiner konnte sich im Konzertleben durchsetzen. Schuberts Sinfonie ist unvollendbar. Was sie ausstrahlt, Weltschmerz und Innigkeit, ihre Gebrochenheit, tiefe, unstillbare Sehnsucht, ist ihr eigentliches Wesen, das uns unvermindert zu bewegen vermag.Bei dem 1967 geborenen Londoner Julian Anderson sind so gegensätzliche Phänomene wie elektronische Spektralmusik und Volkslieder aus Litauen, Polen und Rumänien Motor seines Komponierens.
Diese Quellen sprudeln auch in seiner 2003 uraufgeführten Symphony, einem kraftvollen Werk voller lebendiger Melodien und unwiderstehlicher Rhythmen. Das Gürzenich-Orchester spielt die Deutsche Erstaufführung. Neunzig Takte Orchester, und dann erst meldet sich das Klavier? Das konnte nicht gut gehen bei der Uraufführung von Brahms 1. Klavierkonzert am 27. Januar 1859, zu einer Zeit, als ein Solokonzert bitte nicht mehr sein sollte als Anlass zur Selbstinszenierung reisender Virtuosen. Gegen alle Erwartungen hatte Brahms eine Art Sinfonieklavierkonzert komponiert, in dem Solist und Orchester auf grandiose Weise miteinander verschmelzen und das zugleich in Dichte und Anspruch einem Streichquartett gleich kommt. Solist ist Lars Vogt, der für seine Auftritte mit den bedeutendsten Orchestern gefeiert wird.

Ort:

Kölner Philharmonie

Termine:

So, 20.5.2012, 11:00 |
Mo, 21.5.2012, 20:00 |
Di, 22.5.2012, 20:00 |

Philharmonielunch:
Ausschnitte aus dem Programm des 11. Sinfoniekonzerts

30 Minuten kostenloser Musikgenuss beim Probenbesuch: Eine halbe Stunde vom Alltag abschalten, die Mittagspause oder den Stadtbummel unterbrechen und sich für kommenden Aufgaben inspirieren lassen.

PhilharmonieLunch wird von der KölnMusik gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem Gürzenich-Orchester Köln ermöglicht.

Medienpartner Kölnische Rundschau.

Eintritt frei

Ort:

Kölner Philharmonie

Termin:

Do, 31.5.2012, 12:30 |

11. Sinfoniekonzert:
Gürzenich-Orchester | Christian Zacharias

Freerk Zeijl, Flöte
Horst Eppendorf, Oboe
Oliver Schwarz, Klarinette
Rainer Schottstädt, Fagott
Markus Wittgens, Horn
Gürzenich-Orchester Köln
Christian Zacharias, Klavier und Leitung


Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 83 g-Moll Hob. I:83 »La Poule« (Die Henne)
Francis Poulenc: Sextett für Klavier und Bläserquintett
Olivier Messiaen: »Un sourire« op. I/57
Francis Poulenc: »Sinfonietta« FP 141

Es wird ein wenig wie zu Mozarts Zeiten sein, wenn Christian Zacharias nach der Haydn-Sinfonie den Dirigentenstab niederlegt und sich ans Klavier setzt, um mit den Solobläsern des Gürzenich-Orchesters das Sextett von Francis Poulenc aufzuführen. Ausschließlich Pianist zu sein hat Christian Zacharias nie genügt, ausschließlich Dirigent auch nicht. Seit vielen Jahren fasziniert er durch seine grenzüberschreitenden Programme, mit denen er vermeintlich Bekanntes neu ins Licht rückt. Seit zehn Jahren leitet er das Orchestre de Chambre de Lausanne und gastiert bei so renommierten Ensembles wie dem Los Angeles Philharmonic, den Bamberger Sinfonikern und dem Hallé Orchestra Manchester. Und nicht selten dirigiert er diese Orchester vom Konzertflügel aus – wie Mozart eben, den Olivier Messiaen mit seinem kurzen Orchesterwerk Unsourire zu dessen 300. Geburtstag würdigte: »Trotz Schmerzen, Leids, Hungers, Kälte, Unverständnisses und Todesnähe hat Mozart stets gelächelt. Auch seine Musik lächelte. Deshalb habe ich mir, in aller Demut, gestattet, meine Huldigung mit ›Ein Lächeln‹ zu überschreiben.«

Ort:

Kölner Philharmonie

Termine:

So, 3.6.2012, 11:00 |
Mo, 4.6.2012, 20:00 |
Di, 5.6.2012, 20:00 |

2. Kinderkonzert: Ohren auf!

Robert Oberaigner, Klarinette
Thomas Jedamzik, Fagott
Gürzenich-Orchester Köln
Markus Stenz, Dirigent und Moderation


Richard Strauss: Duett Concertino F-Dur für Klarinette und Fagott mit Streichorchester und Harfe

Ort:

Kölner Philharmonie

Termine:

Mi, 13.6.2012, 09:30 |
Mi, 13.6.2012, 11:30 |

6. Kammerkonzert:
Susanne Blattert | Thomas Adamsky | Rainer Schottstädt u.a.

Susanne Blattert, Mezzosopran
Thomas Adamsky, Klarinette
Rainer Schottstädt, Fagott
Markus Wittgens, Horn
Ursula Maria Berg, Violine
Elisabeth Polyzoides, Violine
Susanne Duven, Viola
Joachim Griesheimer, Violoncello
Henning Rasche, Kontrabass


Richard Strauss/Franz Hasenöhrl: »Till Eulenspiegel einmal anders« für Klarinette, Horn, Fagott, Violine und Kontrabass
Hugo Wolf: Fünf Mörike-Lieder arrangiert für Mezzosopran, Klarinette, Horn, Fagott und Streichquintett von Rainer Schottstädt
Richard Wagner: Fünf Lieder nach Gedichten von Mathilde Wesendonk arrangiert für Mezzosopran, Klarinette, Horn, Fagott und Streichquintett vo
Jean Françaix: Oktett für Klarinette, Horn, Fagott und Streichquintett

Ort:

Podium der Philharmonie

Termin:

Sa, 16.6.2012, 15:00 |

Philharmonielunch:
Ausschnitte aus dem Programm des 12. Sinfoniekonzerts

30 Minuten kostenloser Musikgenuss beim Probenbesuch: Eine halbe Stunde vom Alltag abschalten, die Mittagspause oder den Stadtbummel unterbrechen und sich für kommenden Aufgaben inspirieren lassen.

PhilharmonieLunch wird von der KölnMusik gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem Gürzenich-Orchester Köln ermöglicht.

Medienpartner Kölnische Rundschau.

Eintritt frei

Ort:

Kölner Philharmonie

Termin:

Do, 21.6.2012, 12:30 |

12. Sinfoniekonzert:
Gürzenich-Orchester | Markus Stenz

Gürzenich-Orchester Köln
Markus Stenz, Dirigent


Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 7 e-Moll »Lied der Nacht«

Große Resonanz haben die ersten CD-Veröffentlichungen der Gustav-Mahler-Gesamteinspielung des Gürzenich-Orchesters ausgelöst. Die 5. Sinfonie fand Aufnahme in die Bestenliste des Deutschen Schallplattenpreises, und wie der WDR urteilten auch viele andere: »Jetzt belegt Kölns Generalmusikdirektor Markus Stenz mit seiner Neueinspielung einen der obersten Spitzenplätze in der riesigen Mahler-Diskografie. Mahlers Lebenszweifel, sein Liebesglück und der im letzten Satz beschworene Einklang von Seele und Natur – all das ist anhand der transparenten Vielstimmigkeit in der Totalen und der beredten Deutlichkeit im Detail endlich mit Händen zu greifen.«Noch intensiver ist nur das Erlebnis im Konzertsaal. Markus Stenz beschließt die Konzertsaison im 100. Todesjahr von Gustav Mahler mit dessen 7. Sinfonie. »Zur Orientierung möchte ich noch bemerken, dass das Werk vorwiegend heiteren, humoristischen Inhalts ist.« – So schrieb Gustav Mahler lakonisch nach Vollendung der Partitur an seinen Verleger. Doch Mahler wäre nicht Mahler, hätte seine Heiterkeit nicht den doppelten Boden der Melancholie, sein Humor
nicht das Wissen um die Schattenseiten des Lebens. So ist auch diese Sinfonie mit ihrem jubelnden Finale und den dunklen Mittelsätzen, die der Sinfonie den Beinamen »Lied der Nacht« eintrugen, ein vollendetes Abbild des menschlichen Daseins.

Ort:

Kölner Philharmonie

Termine:

So, 24.6.2012, 11:00 |
Mo, 25.6.2012, 20:00 |
Di, 26.6.2012, 20:00 |

Gürzenich-Orchester Köln

Bischofsgartenstrasse 1
D-50667 Köln

E-Mail: sarakacianis@guerzenich-orchester.de

Abos, Tickets, Preise:

Köln-Ticket
Telefon Hotline: 0221 - 280 282
Montag bis Freitag: 8.00 - 20.00 Uhr
Samstag: 9.00 - 16.00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10.00 - 16.00 Uhr

Kartenkasse im Opernhaus
Offenbachplatz
50667 Köln
Schriftliche Bestellung: Vorverkaufskasse, Postfach 10 10 61, 50450 Köln
Fax: 0221 – 221 28249
E-Mail: vv-kassebuehnen@stadt-koeln.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 - 19.30 Uhr, Samstag 11.00 - 19.30 Uhr.
Vom 28. Juni bis 3. August bleibt der Kartenservice geschlossen.

und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Konzertkasse in der Philharmonie
Die Konzertkasse der Kölner Philharmonie öffnet an Konzerttagen 90 Minuten vor Konzertbeginn. Dort halten wir für jedes Konzert Restkarten (wenn möglich) und 100 Stehplätze bereit.