Oper         Kinderoper    

Oper Köln

Spielzeit 2011/12

Il Ritorno d’Ulisse in Patria

Claudio Monteverdi

Premiere: 25. Februar 2012, Opernhaus

Oper mit einem Prolog und drei Akten
Libretto von Giacomo Badoaro
nach den Gesängen XIII - XXIV aus der "Odyssee" von Homer
Musik von Claudio Monteverdi (1567 - 1643)

Die Heimkehr des griechischen Feldherrn ODYSSEUS/ULISSE aus dem Trojanischen Krieg findet beinahe nicht statt. Schier unüberwindbare Hindernisse haben die Götter, allen voran der Meergott NEPTUN, vor das Einlaufen in den heimischen Hafen und die Wiedervereinigung der Eheleute ODYSSEUS und PENELOPE gesetzt. Wie ODYSSEUS auf seiner Rückfahrt zahlreichen Gefahrensituationen ausgesetzt ist, erlebt auch seine Gemahlin PENELOPE, die sich der beharrlichen Annäherungsversuche der sie bedrängenden Freier erwehren muss, die langen Jahre des Wartens als eine Phase der Prüfung und der Isoliertheit. Auch nach der Ankunft des ODYSSEUS in Ithaka vollzieht sich das Wiedererkennen der Ehegatten keineswegs mit sofortiger Wirkung, sondern erst nach weiteren Prüfungen.

Die Uraufführung der »RITORNO D’ULISSE« fand 1640 im Teatro di San Cassiano in Venedig statt. Viele Jahre war das Werk verschollen, bevor die Handschrift – ohne Hinweise auf die Instrumentierung, lediglich mit den Gesangslinien und der Generalbassnotation versehen – 1881 in der Wiener Staatsbibliothek wiederentdeckt wurde.

Die Zerbrechlichkeit des menschlichen Schicksals und die Unwägbarkeit langer Reisen waren für die Bevölkerung der einstigen Seemacht nur allzu vertraute Themen. Dass das Leben und irdische Glück Faktoren ausgesetzt sind, deren Beherrschung außerhalb ihres Einflussbereiches liegt, war eine tägliche Erfahrung. So kommt der Sphäre der Götter und der abstrakten Gewalten in diesem »Dramma per musica« eine besondere Bedeutung zu. Dabei wird die im Mittelpunkt stehende »Heldengeschichte« durch zahlreiche humorvolle Elemente kontrastiert, etwa in den Rollen des Dienerpaars und weiterer skurriler Nebenfiguren.

Nach der erfolgreichen Neuproduktion von Claudio Monteverdis »L’INCORONAZIONE DI POPPEA« (1642) im Gerling-Quartier unternimmt die Oper Köln mit »IL RITORNO D’ULISSE IN PATRIA« erneut eine Zeitreise in jene Jahre, als die Oper sich als Gattung gerade erst zu entwickeln begann.

Musikalische Leitung: Konrad Junghänel
Inszenierung Bernd Mottl
Bühne & Kostüme: Friedrich Eggert
Licht: Andreas Grüter
Dramaturgie: Georg Kehren & Silke Leopold

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termine:

Sa, 25.2.2012, 19:30 | Premiere |
Mi, 29.2.2012, 19:30 |
Fr, 2.3.2012, 19:30 |
So, 4.3.2012, 16:00 |
Mi, 7.3.2012, 19:30 |
Fr, 9.3.2012, 19:30 |
So, 11.3.2012, 18:00 |
Mi, 14.3.2012, 19:30 |
Sa, 17.3.2012, 19:30 |
Do, 22.3.2012, 19:30 |
Sa, 24.3.2012, 19:30 |

Rigoletto

Giuseppe Verdi

Premiere: 15. März 2012, Opernhaus

Oper in drei Akten
Libretto von Francesco Maria Piave
nach einem Drama von Victor Hugo
Musik von Giuseppe Verdi (1813 - 1901)

Drei Werke, die bis heute zum Grundstock eines jeden Opernspielplans gehören, begründeten einst Verdis Weltruhm: »RIGOLETTO« (1851), »LA TRAVIATA« und »IL TROVATORE« (beide 1853). In allen drei Opern widmet sich Verdi von der Gesellschaft Ausgestoßenen: dem Hofnarren RIGOLETTO, der, so wie die kranke Edelkurtisane Violetta Valéry ihren Körper, seinen Witz verkauft und schließlich der Zigeunerin Azucena, die Freiwild ist in einer mittelalterlichen Rechtsordnung.

»RIGOLETTO« erzählt die Tragödie eines Narren, der, missgebildet, dem Hofadel eine willkommene Zielscheibe für gemeine und infame Belustigungen ist. RIGOLETTO erweist sich jeder Laune seines Dienstherren gefällig, durchschaut aber die Nichtigkeit seiner Umgebung und macht sich mit seinem ätzenden Witz bei den Höflingen verhasst, mehr noch: Er unterdrückt »im Dienst« jedes menschliche Gefühl für Anstand und Recht und überschreitet dabei alle moralischen Grenzen. Privat hingegen klammert er sich mit Inbrunst an seine Tochter GILDA, die er komplett von der Außenwelt abschirmt. Er ist ein fürsorglicher Vater und glaubt, Privatleben und sein Wirken am Hof vollkommen voneinander trennen zukönnen. Doch er irrt …

Basierend auf Victor Hugos’ Schauspiel »Le roi s’amuse« schrieb Verdi den »RIGOLETTO« im Auftrag des berühmten Opernhauses La Fenice in Venedig. Die bevorstehende Uraufführung war im Frühjahr 1851 das Thema aller Musikliebhaber der Stadt. Doch wussten sie von der Musik der neuen Oper noch wenig. Verdi händigte dem Orchester erst wenige Stunden vor der Premiere die Noten für »La donna é mobile …«, der Kanzone des Herzogs im 3. Akt, aus.Kaum war die glanzvolle Premiere am 11. März desselben Jahres zu Ende gegangen, trällerten alle Gondolieri der Lagunenstadt den neuen Schlager!

Erneut ist Katharina Thalbach als Regisseurin an der Kölner Oper zu Gast. Bühne und Kostüme entwirft der in Venedig beheimatete Künstler Ezio Toffolutti. Die musikalische Leitung liegt in Händen des französischen Dirigenten Alain Altinoglu.

Musikalische Leitung: Alain Altinoglu
Inszenierung: Katharina Thalbach
Bühne & Kostüme: Ezio Toffolutti
Licht: Andreas Grüter
Choreografie: Nadine Schori
Dramaturgie: Birgit Meyer
Chorleitung: Andrew Ollivant

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termine:

So, 11.3.2012, 11:00 | Voraufführung |
Do, 15.3.2012, 19:30 | Premiere |
So, 18.3.2012, 16:00 |
Mi, 21.3.2012, 19:30 |
Fr, 23.3.2012, 19:30 |
So, 25.3.2012, 18:00 |
Do, 29.3.2012, 19:30 |

Cäcilia Wolkenburg

Divertissementchen

Im Sommer des Jahres 1922 wird eine Frau unter dubiosen Umständen zum ersten weiblichen Oberbürgermeister der Stadt Köln gewählt. Ihre erste Amtshandlung ist die Einführung einer Quotenfrau im Dreigestirn des Kölner Karnevals. Wo Jungfrau draufsteht, soll auch Jungfrau drin sein. Aber so einfach ist das nicht. Die wenigen, die vor der Jury erscheinen sind hässlich und untalentiert. Einzig das Model eines Malers fällt durch Schönheit und Anmut auf. Aber Leonore kommt aus Sachsen und spricht kein Kölsch. Für Jan Op den Hippt, Mitglied der Jury und Professor an der »Akademie för uns kölsche Sproch« kein Problem. Er wettet, dass er es bis zur nächsten Session schaffen werde, aus der »sächsischen Kraat« ein echt kölsches Mädchen zu machen. In intelligent witzigen Dialogen, turbulenten Szenen, mitreißender Musik und ständig wechselnden Kölner Örtlichkeiten, steuert die Geschichte auf einen glanzvollen Höhepunkt zu. Dass jedoch, auf dem großen »Benefizball für Frauen in Not«, die soeben durch perfektes Kölsch als Mitglied der kölschen Hautevolee gefeierten Leonore aus der Rolle fällt, stellt alle Erwartungen auf den Kopf.

»CÄCILIA WOLKENBURG« (»Zillche«) heißt die Theaterabteilung, offiziell Bühnenspielgemeinschaft des 1842 gegründeten Kölner Männer-Gesang-Vereins (KMGV).

Dieser traditionelle Name der Bühnenspielgemeinschaft, die 1874 ihre ersten Vorstellungen gab, geht auf das damals soeben erworbene Vereinhaus »Wolkenburg« inmitten der Kölner Innenstadt zurück. Während der Karnevalszeit führt die Bühnenspielgemeinschaft im Opernhaus ein »DIVERTISSEMENTCHEN« auf. Diese belustigenden Theaterstücke haben nun vor allem zwei ganz typische Merkmale: Es wird darin ausschließlich im kölnischen Dialekt gesprochen und gesungen und, zweitens, werden sämtliche Rollen, auch die der Frauen, von Männern dargestellt.

Ort:

Opernhaus

Termine:

Sa, 4.2.2012, 19:30 |
So, 5.2.2012, 15:00 |
So, 5.2.2012, 19:30 |
Fr, 10.2.2012, 19:30 |
Sa, 11.2.2012, 19:30 |
So, 12.2.2012, 15:00 |
Mo, 13.2.2012, 19:30 |
Di, 14.2.2012, 19:30 |
Mi, 15.2.2012, 19:30 |
Do, 16.2.2012, 19:30 |
So, 19.2.2012, 15:00 |
So, 19.2.2012, 19:30 |
Di, 21.2.2012, 19:30 |

Opernhaus

Offenbachplatz
D-50667 Köln

Telefon: +49 (0)221 .22 12 82 56
E-Mail: info@buehnenkoeln.de

Kasse im Opernhaus: Offenbachplatz, 50667 Köln

Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn,
für die Kinderoper 30 Minuten vorher.

Kartentelefon: 0221 .22 12 84 00
Montag bis Freitag 10:00 bis 19:30 Uhr
Samstag 11:00 bis 19:30 Uhr

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