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Oper Leipzig

Die Oper Leipzig bildet das Dach für ein Drei-Sparten-Haus bestehend aus Oper, Leipziger Ballett und der Musikalischen Komödie. Verortet im Opernhaus (Oper & Leipziger Ballett) im Zentrum Leipzigs und im Haus Dreilinden (Musikalische Komödie) im Stadtteil Lindenau, steht sie in der Tradition von mittlerweile fast 320 Jahren Musiktheaterpflege in Leipzig. 1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl als drittes bürgerliches Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg eröffnet. Seit 1840 spielt das weltweit renommierte Gewandhausorchester zu allen Vorstellungen der Oper und des Balletts. Seit der Spielzeit 2009/10 ist Prof. Ulf Schirmer Generalmusikdirektor der Oper Leipzig. Unter seiner musikalischen Leitung rücken insbesondere die Werke Richard Wagners und Richard Strauss’ in den Mittelpunkt des Repertoires. Mit der Ernennung Ulf Schirmers zum Intendanten der Oper Leipzig in der Spielzeit 2011/2012 erhielt die künstlerische Zusammenarbeit von Oper und Gewandhausorchester eine weitere Dimension.

Die Oper Leipzig steht für höchste musikalische und handwerkliche Qualität. Es wird auf aktiv gelebte Ensemblekultur und die Förderung von Nachwuchssängerinnen und -sängern gesetzt. Das Programm reicht in der Breite von Oper, Spieloper, Operette, Musical bis hin zu klassischem und modernem Ballett. Hinzu kommen zahlreiche Angebote und Eigenproduktionen für Kinder, junge Erwachsene und Familien. Die Oper Leipzig ist ein städtischer Eigenbetrieb der Stadt Leipzig und einer der größten mittelständischen Arbeitgeber der Stadt mit über 600 Angestellten. Neben den drei Sparten stehen die Kostüm- und Theaterwerkstätten, die ebenfalls für das Schauspiel Leipzig und das Theater der Jungen Welt arbeiten, unter der Verwaltungshoheit der Oper Leipzig.

Kontakt

Oper Leipzig
Augustusplatz 12
D-04109 Leipzig

Telefon: 0341 - 1261 - 261

 

Vorverkauf:
Mo. - Fr. 10.00 bis 20.00 Uhr,
Sa. 10.00 bis 18.00 Uhr
Tel.: 0341 - 1261 - 261

Anfahrt:
Straßenbahnlinien 4, 7, 8, 10, 11, 12, 15, 16
Haltestelle Augustusplatz
Bewertungschronik

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Kinderprogramm

Dornröschen

Once Upon a Dream
Ballett von Jeroen Verbruggen

Premiere: 29. November 2019

Musik von Peter Tschaikowski
Für Kinder ab 8 Jahren

Es war einmal eine junge Prinzessin, die war dazu verflucht, hundert Jahre zu schlafen, bis sie von einemPrinzen wachgeküsst wurde. Die Geschichte ist wohlbekannt, denn »Dornröschen« ist eines der berühmtesten Märchen überhaupt. Peter Tschaikowski fand darin 1890 den geeigneten Stoff für eine Ballettmusik, die er selbst für seine beste hielt.
In der Interpretation des belgischen Choreografen Jeroen Verbruggen spielt der hundertjährige Schlaf eine zentrale Rolle. Stets bleibt die Frage offen, was Traum ist und was Realität. Immer tiefer geht es hinab in die Psyche eines jungen Mädchens, das an der Schwelle zum Erwachsenwerden steht. Dabei entdeckt es die bedrohlichen, aber auch die schönen Seiten von Liebe und Sexualität und ficht den Konflikt mit der von Eifersucht und Missgunst getriebenen Mutter aus.
Obwohl in Deutschland die Version der Brüder Grimm bekannter ist, hat das Märchen seinen Ursprung in Frankreich und wurde bereits Ende des 17. Jahrhunderts von Charles Perrault geschrieben. Bei ihm heißt die Geschichte »La Belle au bois dormant (Die schlafende Schöne im Wald)«. Erst die Grimm’sche Fassung, die weitaus weniger grausam ist als die französische, trägt den Titel »Dornröschen«. Inspiriert von Perraults Originalfassung kreiert Verbruggen ein zeitgemäßes Coming-of-Age-Drama, das zum Träumen, Gruseln und Lachen einlädt.

Dirigent: Felix Bender
Choreografie: Jeroen Verbruggen
Bühne: Chiara Stephenson
Kostüme: Charlie Le Mindu
Video: Tina Alloncle
Licht: Fabiana Piccioli
Leipziger Ballett
Gewandhausorchester

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Oper

Tristan und Isolde

Richard Wagner

Handlung in drei Aufzügen | Text vom Komponisten

Mit »Tristan und Isolde« schuf Richard Wagner seine wohl radikalste, aber auch sinnlichste Oper. Zwei Liebende werden in einen Strudel der Leidenschaften hineingesogen, der so intensiv ist, dass eine Erlösung nur im Tod möglich ist.

Um der ungewollten Hochzeit mit König Marke von Cornwall zu entgehen, will die irische Königstochter Isolde ihrem Leben ein Ende setzen. Gemeinsam mit Tristan, dem Neffen des Königs, trinkt sie jedoch versehentlich kein Gift, sondern einen Liebestrank. Gequält von unerfüllter Sehnsucht leben die beiden fortan für den Wunsch, im Tod vereint zu sein.

Richard Wagner adaptierte für seinen »Tristan« das mittelalterliche Epos von Gottfried von Straßburg und ließ sich von der Philosophie Schopenhauers inspirieren. Dessen pessimistische Ideen vom Streben nach dem Ende der Existenz vereinte er jedoch mit der eigenen Neigung zu sinnlicher Hingabe. Dazu schuf er eine Musik, die die überwältigenden Gefühle der kaum noch aktiv handelnden Figuren zum Klingen bringt. Wie das immer größer werdende Verlangen der Liebenden drängt die Musik unaufhörlich nach Erlösung. Die beinahe sinfonisch anmutende musikalische Sprache, die Wagner verwendet, ist durch den Zusammenbruch der Tonalität und extreme Chromatik gekennzeichnet – eine zeitlose »unendliche Melodie« für die Ewigkeit, die den Lauf der Musikgeschichte unumkehrbar beeinflussen sollte.

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer
Inszenierung: Enrico Lübbe
Co-Regie: Torsten Buss
Bühne: Étienne Pluss
Kostüm: Linda Redlin
Video fettfilm
Licht: Olaf Freese

In deutscher Sprache mit Übertiteln

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Oper

Der Liebestrank | L'elisir d'amore

Gaetano Donizetti

Manchmal hilft nur noch ein Liebestrank, vor allem wenn es so einer ist wie der von Tristan und Isolde. Zumindest Nemorino setzt all seine Hoffnung in dieses Gebräu: Schließlich ist er als kleiner Niemand in die anbetungswürdige, aber eher am schneidigen Belcore interessierte Adina verliebt. Welch ein Glück, dass der fahrende Wunderdoktor Dulcamara ein solches Mittel rein zufällig in seinem Sortiment führt. Das Wunderelixier, bei dem es sich freilich um nichts anderes als Alkohol handelt, zeigt auch prompt seine Wirkung: Mit frisch gewonnenem Selbstvertrauen steigt Nemorino zum begehrtesten Junggesellen weit und breit auf – wozu das Gerücht einer beträchtlichen Erbschaft wohl nicht unwesentlich beiträgt. So gelingt es Nemorino nicht nur, seinen Nebenbuhler auszustechen, sondern letztlich auch Adinas Herz zu gewinnen.

Schon der erste Tropfen von Gaetano Donizettis »Liebestrank« machte das Publikum 1832 süchtig nach den süßen, verschwenderischen Melodien, die der Komponist auch der berühmtesten Arie des Stückes einträufelte: Nemorinos berührender Klage »Una furtiva lagrima«. Rolando Villazón, der als Nemorino häufig genug selbst erfolgreich auf der Bühne stand, inszeniert Donizettis »Liebestrank« nun an der Oper Leipzig. Mit viel Witz und Herz, aber auch feinem Gespür für den Tiefsinn des Werkes erzählt er das heitere Liebesabenteuer als turbulenten Western-Movie.

Musikalische Leitung: Giedrė Slekytė
Inszenierung: Rolando Villazón
Bühne: Johannes Leiacker
Kostüme: Thibault Vancraenenbroeck

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Oper

Der fliegende Holländer

Richard Wagner

Romantische Oper in drei Aufzügen

Bis in alle Ewigkeit ist der fliegende Holländer dazu verdammt, auf seinem Geisterschiff die Weltmeere zu durchsegeln, ohne Rast, ohne Ziel. Nur einmal alle sieben Jahre darf er an Land, um dort Erlösung zu ­suchen: in einem »Weib, das bis in den Tod getreu ihm auf Erden«. Die Kapitänstochter Senta, die an den ­gesellschaftlichen Konventionen und der Enge der dörflichen Gemeinschaft zu ersticken droht, glaubt sich auserkoren, diesen Fluch zu brechen. Als ihr ­Vater ­Daland mit einem geheimnisvollen Fremden an ­seiner Seite von See zurückkehrt, erkennt sie sofort den Verdammten aus jener düsteren Seemanns­ballade, die ihr schon die Amme vorsang, und bricht auch die letzten Brücken zum vorgezeichneten Leben mit ihrem Verehrer Erik ab.

Nach seinen drei Frühwerken betrachtete Richard Wagner den 1843 uraufgeführten »Fliegenden ­Holländer« als sein erstes gültiges Werk überhaupt. Mit dem Einbruch des Übersinnlichen und der ­dämonischen Naturgewalten in die Realität knüpfte er an die Tradition der schauerromantischen Oper an und beschritt mit dem Erlösungsmotiv einen Weg, der für seine folgenden Musikdramen bestimmend werden sollte. Das stürmische Wogen des Meeres, wilde Seemannschöre und die zentrale Ballade Sentas ­ver­dichtet Wagner zu einem atmosphärischen ­Thriller, der vom ersten Ton an in Bann zieht. Michiel Dijkema, der in ­Leipzig zuletzt mit seiner bewegenden Interpre­ta­tion von »­Rusalka« begeisterte, erzählt in seiner Inszenierung von der Suche nach Heimat, aber auch von der Sehnsucht nach dem Anderen

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer
Inszenierung: Michiel Dijkema
Bühne: Michiel Dijkema
Kostüme: Jula Reindell
Choreinstudierung: Thomas Eitler-de Lint
Dramaturgie: Elisabeth Kühne

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Oper

Carmen

Georges Bizet

Text von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von ­Prosper Mérimée

Für Carmen ist das höchste Gut ihre Freiheit. ­Niemals will sie sich den Zwängen der Gesellschaft unter­werfen. Der angepasste Sergeant Don José ist fasziniert von dieser Frau, die sich einfach nimmt, was sie will. Er gibt alles für sie auf, seine Jugendliebe Micaëla, seine Stellung beim Militär und schließt sich sogar einer Schmugglerbande an. Er ist besessen von Carmen, die schon bald das Interesse an ihm verliert und dem ­todesmutigen Stierkämpfer Escamillo verfällt. José ist verzweifelt und will Carmen zurück, um jeden Preis. Mit seiner »Carmen« gelang Georges Bizet 1875 ein wahrer Coup. Das Stück ist bis heute eine der meist­gespielten Opern aller Zeiten. Betörende Melodien und mitreißende Rhythmen treffen auf eine starke Titel­heldin. Diese stellt das Gegenbild zu den passiven, sich aufopfernden Frauenfiguren dar, die die Opernwelt im 19. Jahrhundert kannte.

Die australische Regisseurin Lindy Hume, die an der Oper Leipzig bereits »Don Pasquale« und »La ­Cenerentola« inszenierte, sieht Carmen nicht als männermordenden Vamp, als der sie oft dargestellt wird, sondern als selbstbestimmte Frau. Sie zieht ­Parallelen zwischen Carmen und Don Giovanni: Beide ­Figuren sind in ihrer Unabhängigkeit ihrer Zeit vor­aus und heißen den Tod als letzte Bekundung ihres unbedingten Freiheitswillens willkommen.

Musikalische Leitung: Matthias Foremny
Inszenierung: Lindy Hume
Bühne, Kostüme: Dan Potra
Kampf-Choreografie: Jochen Schmidtke
Choreinstudierung: Thomas Eitler-de Lint
Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer
Dramaturgie: Nele Winter

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Oper

La fanciulla del West (Das Mädchen aus dem goldenen Westen)

Giacomo Puccini

Oper in drei Aufzügen | Text von Guelfo Civinini und Carlo ­Zangarini, nach dem Schauspiel »The Girl of the Golden West« (1905) von David Belasco

Puccinis siebte Oper führt uns in ein einsames Goldgräbercamp im Wilden Westen – ein bis dato ungewöhnlicher Schauplatz für eine Oper! Das Zusammenleben in dieser rauen Männerwelt ist bestimmt von einer klaren Hackordnung unter Führung von ­Sheriff Jack Rance, der die Tristesse der Prärie mit Machtmissbrauch und Willkürherrschaft kompensiert. Die ­Suche nach dem Gold wird für die Männer zum Sinnbild für eine tiefe Sehnsucht, die unter der harten Schale des Arbeitsalltags liegt, für die Suche nach dem Sinn des menschlichen Daseins, fern der Heimat, fern der Familie. In dieser Welt verkörpert Minnie die Hoffnung auf ein anderes Leben. Für die Goldgräber ist Minnie ­Mutter, Schwester, sexuelle Projektionsfläche und reiner Engel zugleich. Als plötzlich ein Fremder in das Camp eindringt, gerät die Ordnung ins ­Wanken, ­zumal eine dunkle Vergangenheit auf ihm lastet und Minnie, die sich in ihn verliebt hat, öffentlich für ihn eintritt. Ist auch ihm das Recht auf eine zweite Chance und ein neues Leben mit Minnie vergönnt?

Mit seiner Goldgräberoper taucht Puccini – ähnlich wie zuvor mit »La Bohème« oder »Madama Butterfly« – in ein klar umrissenes Milieu ein, für das er ein spe­zifisches musikalisches Kolorit kreiert. Auf den ersten Blick erscheint es naheliegend, als Auftragswerk für die Metropolitan Opera New York eine »Westernoper« im Breitwandformat zu schreiben. Allerdings kommen hinter der romantischen Fassade der ins goldene Abendrot getauchten Cloudy Mountains die zentralen Fragen der menschlichen Existenz zum Vorschein.

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer
Inszenierung: Cusch Jung
Bühne, Kostüme: Karin Fritz
Choreinstudierung: Thomas Eitler-de Lint
Choreinstudierung: Alexander Stessin
Dramaturgie: Christian Geltinger

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Kinderprogramm

Hänsel und Gretel

Engelbert Humperdinck

Märchenoper in drei Bildern | Text von Adelheid Wette nach dem Märchen der Brüder Grimm | Für Kinder ab 8 Jahren

Seit über hundert Jahren verzaubert Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ nun schon Generationen von jungen Opernbesuchern. Bezeichnenderweise fand die Uraufführung dieser Oper am Vorabend eines Heiligen Abends statt. Und noch heute erscheint Hänsel und Gretel alljährlich zur Weihnachtszeit auf den Spielplänen fast aller Opernhäuser. Weihnachten ist eben das Fest der Familie und Hänsel und Gretel die Familienoper schlechthin. Während die Kinder mit strahlenden Augen ihrem ersten Opernerlebnis entgegenfiebern, schwelgen die Erwachsenen in Nostalgie und Kindheitserinnerungen. In unserer Neuproduktion werden Regisseurin Birgit Eckenweber und ihr Ausstatter Alexander Mudlagk die beiden Geschwister Hänsel und Gretel in eine fantastische Märchenwelt eintauchen lassen, die garantiert jedes Kind in Staunen versetzen wird. Wer möchte da nicht auch noch einmal Kind sein?

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer
Inszenierung: Birgit Eckenweber
Bühne und Kostüme: Alexander J. Mudlagk
Einstudierung Kinder- u.Jugendchor: Sophie Bauer

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Oper

La Bohème

Giacomo Puccini

Szenen aus Henri Murgers „Vie de Bohème“ in vier Bildern von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Am 10. Dezember 1895 versammelte sich der »Club La Bohème« – eine Künstlergilde von Literaten und Malern, mit denen Giacomo Puccini eine gemeinsame Erinnerung an seine Jahre als Student und Bohémien wachhielt. Während seine Freunde Wein tranken und Karten spielten, komponierte er – und rief plötzlich vom Klavier aus: »Ruhe, ihr Burschen! Ich bin fertig!« In kurzer Zeit entstand die Partitur und die Oper mit der wunderbaren Liebesgeschichte zwischen Mimi und Rodolfo kam auf die Bühne. Ohne jemals zuvor in Paris gewesen zu sein, fing Puccini das Flair der Szenerie ebenso ein wie die Atmosphäre eines frostklirrenden Wintertages. Dazu kommt sein Sinn für eine klare Figurenzeichnung, denn die Leere und Kargheit der Naturschilderung lässt alle Figuren und das »Grundthema« Liebe noch verlorener und verzweifelter, gleichsam einsam-erstarrt erscheinen.

Peter Konwitschnys Interpretation folgte den Intentionen des großen italienischen Komponisten und dessen Librettisten, die Henri Murgers Roman zur Vorlage nahmen, und brachte in Bühne, Kostüm und Regie eine herausragende einfühlsam-poetische Inszenierung auf die Bühne.

Dirigent: Christoph Gedschold
Inszenierung: Peter Konwitschny
Bühne, Kostüme: Johannes Leiacker
Choreinstudierung: Alexander Stessin
Einstudierung des Kinderchores: Sophie Bauer

In Originalprache. Mit deutschen Übertiteln

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Oper

Rusalka

Antonín Dvorák

Lyrisches Märchen in drei Akten | Text von Jaroslav Kvapil

»Rusalka« ist ein Märchen für Erwachsene von der Sehnsucht nach einer anderen Welt. Dvořák und sein ­Librettist Kvapil ließen sich von slawischen ­Mythen, Märchenfiguren wie de la Motte Fouqués »Undine« und ­Andersens »Kleiner Seejungfrau« sowie der ­Melusinensage inspirieren. Die Geschichte wird aus der Sicht der Naturgeister erzählt, in deren Welt der Mensch rücksichtslos hereinbricht. Die Oper erlebte seit ihrer Uraufführung im Jahr 1901 einen weltweiten Erfolgszug und zählt heute zu den bekanntesten tschechischen Opern. Nicht nur im berühmten »Lied an den Mond« entführt Dvořáks Musik in faszinierende Klangwelten voll Magie und zerbrechlicher Schönheit.

Die Nixe Rusalka sehnt sich nach einer menschlichen Seele. Seit sie sich in einen Prinzen verliebt hat, den sie beim Baden im See beobachtete, kann sie an nichts anderes mehr denken. Der Wassermann warnt sie vor den Menschen. Trotzdem lässt Rusalka sich von der Hexe in eine Frau verwandeln. Doch es gibt strenge Bedingungen: Sie muss die Liebe des Prinzen gewinnen, sonst droht den beiden Böses. Zunächst gelingt es der verwandelten Nixe, das Herz des Prinzen zu verzaubern. Dann verliebt dieser sich jedoch in eine fremde Fürstin. Um in den See zurückkehren zu können, muss Rusalka nun Schreckliches tun.

Dirigent: Christoph Gedschold
Inszenierung: Michiel Dijkema
Bühne: Michiel Dijkema
Kostüme: Jula Reindell
Choreinstudierung: Alexander Stessin
Dramaturgie: Nele Winter

In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Kinderprogramm

Schneewittchen

Marius Felix Lange

Kinderoper nach dem Märchen der Brüder Grimm
Für Kinder ab 6 Jahren

Die eitle Königin Clothilde ist vollkommen eingenommen von ihrem eigenen Spiegelbild. ­Ständig muss ihr Zauberspiegel ihr versichern, dass ihre ­Schönheit alles übertrifft. Auf keinen Fall darf es im Land eine ­schönere Frau geben als sie – koste es, was es wolle! Doch eines Tages erblickt der Spiegel ihre Stief­tochter, Schneewittchen, und stellt fest: Die ­Schönheit des jungen gutherzigen Mädchens übertrifft die der ­Königin um ein Vielfaches. Um die Konkurrentin aus dem Weg zu schaffen, setzt die Stiefmutter Himmel und Hölle in Bewegung. Gewarnt von dem Jäger, der sie im Auftrag der Königin erschießen soll, flieht Schneewittchen hinter die sieben Berge zu den sieben Zwergen, die sie freundlich aufnehmen. Doch ist sie dort sicher vor den Intrigen der bösen Königin?

Marius Felix Lange erzählt in seiner Kinderoper von 2011 die bekannte Geschichte um Neid und Schönheits­wahn auf eine frische, zeitgemäße Art. Er greift dabei auf humorvolle Weise aktuelle ­Themen auf, die er in eine kindgerechte Musik verpackt. Dass die Oper trotz aller Eingängigkeit mit reichlich Raffinesse und Anspruch aufwartet, dürfte auch die ­Ohren Erwachsener ­erfreuen. Ein kurzweiliges Opern­erlebnis für die ganze Familie!

Musikalische Leitung: Felix Bender
Inszenierung: Patrick Rohbeck
Bühne, Kostüme: Alexander J. Mudlagk
Dramaturgie: Nele Winter

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Kinderprogramm

Ballett: Der Nussknacker

Ballett von Jean-Philippe Dury

Musik von Peter Tschaikowski (»Der Nussknacker« op. 71) nach E. T. A. Hoffmanns Erzählung »Nussknacker und Mäusekönig« (1816) | in der Bearbeitung »Histoire d’un casse-noisette« (1845) von Alexandre Dumas d. Ä. | Choreografische Uraufführung | Für Kinder ab 6 Jahren

Tschaikowski kannte ihn – den Zauber des Weihnachtsabends, den er zeitlebens mit geradezu kindlicher Freude beging: »Sodann, als die Kerzen angezündet waren, spielte die Gastgeberin einen Marsch, die Türen taten sich weit auf und ›die Kinder‹ (alle nahezu fünfzig Jahre alt), Tschaikowski allen voran, stürmten in den Saal, fassten sich an den Händen und begannen um den Christbaum zu tanzen«, so eine Zeitgenossin. Nicht zufällig fühlt man sich bei dieser Beschreibung an den Beginn von Tschaikowskis »Nussknacker«-Ballett erinnert. Denn auch Clara und ihre Geschwister können es kaum erwarten, bis sie an Heiligabend endlich ihre Geschenke auspacken können. Für die größte Begeisterung sorgt dabei ein Spielzeug vom geheimnisvollen Onkel Drosselmeier: ein Nussknacker, den vor allem Clara in ihr Herz schließt. Als sie um Mitternacht heimlich zu ihrem hölzernen Freund zurückschleicht, scheinen Traum und Wirklichkeit zu verschwimmen: Wie von Zauberhand erwachen Nussknacker und Zinnsoldaten zum Leben und kämpfen unerbittlich gegen die Schar des Mäuse­königs. Schließlich entscheidet Claras mutiges Eingreifen die Schlacht – der einst zum Nussknacker verwandelte Prinz ist erlöst. Zum Dank nimmt er das Mädchen mit auf eine tänzerische Reise ins Reich der Schneekönigin und den prachtvollen Palast der Zuckerfee.

Seit über hundert Jahren entführt Tschaikowskis Ballett seine großen und kleinen Zuschauer in eine märchenhafte Welt voller Fantasie. Basierend auf den Märchenvorlagen e. t. a. Hoffmanns und Alexandre Dumas’ erzählt es eine faszinierende Geschichte zwischen Illusion und Realität, von nächtlichen Schatten, der erlösenden Kraft der Liebe und der Sehnsucht nach den Wundern der Kindheit. Nach seinem facettenreichen Beitrag zur Spiegelzelt-Produktion »Französische Chansons« setzt Choreograf Jean-Philippe Dury in Leipzig nun Tschaikowskis Ballett-Klassiker opulent in Szene.

Dirigent: Christoph Gedschold
Choreografie: Jean-Philippe Dury
Bühne: Yoko Seyama
Kostüme: Aleksandar Noshpal
Video: Wolf Bittner
Lichtdesigner: Andreas Harder
Choreografische Assistenz: Yolanda Martin
Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer

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Oper

Der Barbier von Sevilla

Gioacchino Rossini

Komische Oper in zwei Aufzügen | Libretto von Cesare Sterbini nach der Komödie von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

Der Mensch, das vernunftbegabte Wesen? Claus Guths Inszenierung ist eine erfrischende Studie über die Wechsel­wirkungen zwischen Mensch und Tier, ein char­mantes Plädoyer für die triebhaft-instinkt-gesteuerten Persönlichkeitsanteile der Gattung Homo sapiens.

Die köstliche Belcanto-Oper entstand nach der gleichnamigen, turbulenten Komödie von Beaumarchais. Das mit einfallsreichen Absur­di­täten und frischer Situationskomik gespickte Libretto inspirierte Rossini zu einer spritzigen Musik mit raffinierten Melodien und lebhaften Rhythmen.

Musikalische Leitung: Stephan Zilias
Regie: Claus Guth
Bühne und Kostüme: Christian Schmidt
Beleuchtung: Georg Boeshenz
Choreinstudierung: Alexander Stessin
Dramaturgie: Katrin Böhnisch

In Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln

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Kinderprogramm

Knusper, Knusper, Knäuschen

Engelbert Humperdinck

»Hänsel und Gretel« in einer Fassung für junge Zuschauer
Märchenoper in drei Bildern | Text von Adelheid Wette | Für Kinder ab 6 Jahren

»Hänsel und Gretel mobil« – Engelbert Humperdincks berühmte Märchenoper in der Bearbeitung von Rainhard Leuscher, mit Dialogen und in der Inszenierung von Gundula Nowack – steht auch auf dem Spielplan des Konzertfoyers. Ganz anders als in der großen Aufführung auf der Opernbühne erleben die Kinder hautnah das Zusammenwirken des Gewandhausorchesters und der Opernsolisten und können den Dirigenten direkt bei der Arbeit beobachten. Und nicht zuletzt ist es für die Kinder spannend zu erleben, was sich auch die Mitarbeiter der Bühnentechnik alles überlegt haben, um sie in eine zauberhafte Theaterwelt zu entführen, die als Zeitreise in die Entstehungszeit der Oper führt.

Dirigent: Ulf Schirmer
Inszenierung: Gundula Nowack
Bühne: Norman Heinrich
Kostüme: Sven Bindseil
Dramaturgie: Heidi Zippel

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Kinderprogramm

Ballett: Der Karneval der Tiere

Camille Saint-Saëns

Ballett nach Musik von Camille Saint-Saëns (Der Karneval der Tiere, Grande fantaisie zoologique, Suite für Kammerorchester) | Für Kinder ab 5 Jahren

»Der Karneval der Tiere« ist das wohl bekannteste Werk des bereits zu Lebzeiten legendären französischen Komponisten Camille Saint-Saëns. Komponiert für Kammerorchester und zwei Klaviere und zunächst auch nicht explizit für Kinder gedacht, gelang dem Komponisten ein beeindruckendes Werk mit besonderem Charme. Camille Saint-Saëns liebte den musikalischen Spaß. Es ging ihm in den 14 Musikstücken weniger um eine Darstellung von Tieren, als vielmehr um eine Auseinandersetzung mit der Musik seiner Zeit. Somit kann man den »Karneval der Tiere« auch als einen »Maskenzug« bezeichnen, bei dem der Komponist seine Zeitgenossen und sich selbst humorvoll zitiert. Denn neben diversen Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Fischen zählen ironischerweise auch die Fossilien und die Pianisten zu den porträtierten Tieren, es gibt zahlreiche Zitate und Anspielungen auf eigene Werke und solche von Zeitgenossen. Zu Lebzeiten erlaubte der Komponist lediglich drei Aufführungen. Nur für die berühmte Primaballerina Anna Pawlowa gab er den »Schwan« frei, der unter dem Titel »Der sterbende Schwan« weltberühmt wurde. Nach dem Tode des Komponisten eroberte »Der Karneval der Tiere« die Konzertsäle der Welt und die Herzen großer und kleiner Zuhörer.

Dirigent: Samuel Emanuel
Choreografie, Inszenierung, Kostüme: Bjarte Emil Wedervang Bruland
Musikalische Stückeinführung: Christina Geißler

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Oper

Tosca

Giacomo Puccini

Oper in drei Akten | Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem gleichnamigen Drama von Victorien Sardou

Der Vorhang hebt sich und die gesamte Bühne ist in ein Lichtermeer aus tausend brennenden Kerzen getaucht. Der Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema setzt Puccinis überbordender Musik spektakuläre Bühnenbilder entgegen, die den Zuschauer hineinziehen in die schillernden Verwicklungen von Liebe und Macht, Kirche und Staat in Rom um 1800. Puccinis »Tosca« an der Oper Leipzig ist ein spannender Opernkrimi im Spielfilm-Format und ein wahres Sängerfest!

Kaum eine Oper ist so im zeitlichen Kontinuum der Geschichte verankert wie Giacomo Puccinis »Tosca«. Die Handlung spielt im Rom des ausgehenden 18. Jahrhunderts. In dieser Stadt begegnen sich geistliche und weltliche Macht, Kirchenstaat und Polizeistaat auf eine frappierende Art und Weise. Architektonischer Ausdruck dieser Verbindung sind Bauwerke wie die Kirche St. Andrea della Valle, der Palazzo Farnese oder die Engelsburg, die bis heute das Gesicht der Ewigen Stadt prägen. Sie sind zugleich die Schauplätze für Puccinis Oper. Je mehr sich Puccini auf der Oberfläche um detailgetreuen Realismus bemüht, umso stärker sind seine Protagonisten getrieben von heftigen Leidenschaften und großem Pathos. Perfekt spielt Puccini in seiner Oper auf der Klaviatur der Gefühle, lässt die Zuschauer mitfühlen mit der Operndiva Tosca, deren Liebe zu Cavaradossi auf Grund der politischen Umstände zum Scheitern verurteilt ist.

Musikalische Leitung: Matthias Foremny
Inszenierung: Michiel Dijkema
Bühne: Michiel Dijkema
Kostüme: Claudia Damm
Licht: Michael Münster
Einstudierung Chor: Thomas Eitler-de Lint
Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer
Dramaturgie: Christian Geltinger

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Oper

Der Freischütz

Carl Maria von Weber

Romantische Oper in drei Aufzügen | Text von Johann Friedrich Kind

»Das Ganze schließt freudig« – so endet Webers Bericht über seine neue Oper »Der Freischütz« an seine Braut Caroline Brandt vom März 1817. Doch vor dem vermeintlich glücklichen Ausgang der unheimlichen Geschichte über Versagensängste, gesellschaftliche Zwänge und individuelle Glücksansprüche tun sich Abgründe auf und die Macht des Bösen scheint zu triumphieren. Da ist der Jägerbursche Max, von dessen traditionellem Probeschuss seine ganze bürgerliche Existenz und sein Liebesglück abhängen und der den alleinigen Ausweg im Pakt mit dem Teufel sieht. Diesen Pakt hat Kaspar längst geschlossen, desillusioniert und gezeichnet von Lebenserfahrungen, die einen jungen Menschen überfordern. Und auch die Max versprochene Agathe muss ebenso wie ihr Bräutigam mit der bangen Frage leben: »Verfiel ich in des Zufalls Hand?« Daher versucht auch sie verzweifelt, sich nicht völlig den Irrungen und Wirrungen des Schicksals ausgeliefert zu sehen. Wie bei allen Figuren des Stückes speisen sich auch ihre Ängste aus der Annahme, dass ihr Gott einen wahrhaftigen Gegenspieler hat. Weber hat diese religiös-dämonische Welt, in der alles Tun und Handeln sich scheinbar in einer Verstrickung finsterer Mächte vollzieht, auf einzigartige Weise musikalisch gezeichnet.

»Ins Schwarze getroffen« jubelte Carl Maria von Weber nach der Uraufführung 1821 im Berliner Theater am Gendarmenmarkt. Mit dem »Freischütz« begann der Siegeszug der deutschen romantischen Oper. Denn wie in keinem anderen Werk der Zeit artikulieren sich die Ängste und Sehnsüchte einer ganzen Generation. Für Weber hatte der Aufschrei des Max »Mich umgarnen finstere Mächte« ausschlaggebende Bedeutung sowohl für die Atmosphäre des vielschichtigen Geschehens, als auch für den Klangcharakter der Musik, die schnell höchste Popularität erlangte. Regisseur Christian von Götz und sein Bühnenbildner Dieter Richter gehen mit ihrer Konzeption weit über eine rein psychologische Deutung der Geschichte hinaus und zeigen ein Spiel über Aberglauben und die Ängste der Figuren in einer Welt, in der der Glauben an Gott und Teufel ihr gesamtes Denken und Handeln bestimmt.

Dirigent: Matthias Foremny
Inszenierung: Christian von Götz
Choreografische Assistenz: Verena Hierholzer
Bühne: Dieter Richter
Kostüme: Jessica Karge
Choreinstudierung: Alexander Stessin
Dramaturgie: Heidi Zippel

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Oper

Das Rheingold

Richard Wagner

Vorabend zum Bühnenfestspiel »Der Ring des Nibelungen« | Text vom Komponisten

Als Vorabend zu Richard Wagners monumentalem Weltdeutungsmythos exponiert das »Rheingold« die zentralen Themen dieser Tetralogie. »Nur wer der Liebe Macht entsagt«, der vermag das Gold des Rheines zum Ring zu schmieden, der die Weltherrschaft verleiht. Liebe und Macht schließen sich aus, so die Erkenntnis, die am Anfang dieses Zyklus’ steht. Es ist das tiefe Es in den Streichern, das uns die Idee eines natürlichen Urzustands musikalisch sinnfällig macht. Doch mit Alberichs Raub des Rheingolds, Wotans größenwahnsinniger Idee eines Repräsentationsbaus als Symbol längst verlorener Autorität der Götter, der Überlistung Alberichs durch Loge und Wotan, Alberichs Fluch, schließlich Fafners Brudermord an Fasolt entspinnt sich eine Kette von Verstrickungen, die auch durch die Warnungen der weisen Erda nicht gestoppt werden können.

Zum Wagner-Jubiläum 2013 startet die Oper Leipzig ihren neuen szenischen »Ring des Nibelungen« mit dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Intendant und Generalmusikdirektor Prof. Ulf Schirmer. Das »Rheingold« ist nicht nur der kürzeste, sondern vielleicht auch der komödiantischste Teil des gesamten »Rings«. Götter sind eben auch nur Menschen ...

Dirigent: Ulf Schirmer
Inszenierung: Rosamund Gilmore
Bühne: Carl Friedrich Oberle
Kostüme: Nicola Reichert

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Oper

Die Walküre

Richard Wagner

Erster Tag des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“
Text vom Komponisten

Tochter Brünnhilde widersetzt sich dem Willen ihres Vaters Wotan, als dieser auf Geheiß seiner Frau Fricka, der Hüterin der Ehe, die Tötung seines Sohnes, des Wälsungen Siegmund, anordnet. Dieser wurde von Wotan in die Welt gesetzt, um als freier Held den Göttern den Ring der Weltherrschaft zurückzuerobern. Auf seiner Mission trifft er auf seine Zwillingsschwester Sieglinde und verliebt sich in sie. Als Siegmund im Kampf fällt, flüchtet Brünnhilde mit der schwangeren Sieglinde nach Walhall, wo sie von Wotan gestellt und zur Strafe auf einem von Feuer umgebenen Felsen in ewigen Schlaf versetzt wird.
Richard Wagners »Walküre« ist ein Drama für sich. Sicherlich ist das einer der Gründe, warum der zweite Teil der Tetralogie »Der Ring des Nibelungen« oft als singuläres Stück auf den Spielplänen der Opernhäuser erscheint. Zugleich ist es derjenige Teil, der durch seine klare musikalische Dramaturgie besticht sowie durch Höhepunkte wie die »Winterstürmen« Siegmunds, die Todesverkündigung Brünnhildes, den Walkürenritt oder Wotans Abschied. Darüber hinaus ist die Geschichte mit ihren zahlreichen inzestuösen Verwicklungen schlichtweg ein packendes Familiendrama.

Dirigent: Ulf Schirmer
Inszenierung: Rosamund Gilmore
Bühne: Carl Friedrich Oberle
Kostüme: Nicola Reichert
Dramaturgie: Christian Geltinger

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Oper

Siegfried

Richard Wagner

»Der junge Siegfried«, so der ursprüngliche Titel von Wagners Libretto, erzählt die Geschichte des Sohnes von Siegmund und Sieglinde, des Wälsungenpaares. Nachdem sein Vater durch Hunding getötet wurde und seine Mutter bei seiner Geburt verstarb, lebt er bei seinem bösen Ziehvater Mime. »Siegfried« ist die Geschichte eines Pubertierenden, der aufbegehrt gegen einen Vater, der nicht sein eigener ist, und gegen dessen Plan, mit Siegfrieds Hilfe an den Nibe­lungenhort zu gelangen, den der Riesenwurm Fafner in seiner Gewalt hält. Doch nur der, der das Fürchten nicht gelernt hat, vermag Fafner zu besiegen. Furchtlos schmiedet Siegfried sein Schwert, tötet Fafner und nimmt Ring und Tarnkappe an sich.

Der Sieg über Fafner wird für Siegfried zu einem Akt der Initiation, des Erwachsenwerdens. Er lernt die Stimmen der Vögel zu deuten und tötet seinen Ziehvater Mime, als dieser ihn vergiften will. Schließlich bricht er auch die Macht seines als Wanderer durch die Welt ziehenden Großvaters Wotan, zerstört mit seinem Schwert dessen Speer und verschafft sich dadurch Zugang zum Brünnhildenfelsen. Die Liebe zu Brünnhilde lässt ihn seine eigentliche Mission vergessen.

Der dritte Teil von Richard Wagners Tetralogie, oft auch das Scherzo genannt, ist eine Mischung aus Märchen und Komödie. Zugleich lässt Wagner die Urkräfte der Natur musikalisch lebendig werden, die im »Rheingold« eine so entscheidende Rolle spielen und die für Regisseurin Rosamund Gilmore ein verbindendes Thema des kompletten Zyklus darstellen. Am Pult des Gewandhausorchesters steht Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer.

Dirigent: Ulf Schirmer
Inszenierung: Rosamund Gilmore
Bühne: Carl Friedrich Oberle
Kostüme: Nicola Reichert
Dramaturgie: Christian Geltinger

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Oper

Götterdämmerung

Richard Wagner

Dritter Tag des Bühnenfestspiels »Der Ring des Nibelungen« | Text vom Komponisten

»Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen«, so die schicksalhafte Prophezeiung Loges am Ende des »Rheingold«. Dass sich Wotan mit dem Bau von Walhall auf fatale Art und Weise verschuldet hat, wird ihm bereits in der »Walküre« klar, wo er sich vor seiner Tochter Brünnhilde das Scheitern seines Planes selbst eingesteht und nur noch das »Ende« herbeisehnt. Immer wieder schlägt der Fluch des Nibelungen Alberich zu und fordert seine Opfer. Man muss sich entscheiden: Macht oder Liebe. Eine letzte Hoffnung bleibt: Siegfried, der neue Held. Doch der naive Naturbursche wird Opfer der eiskalten Intrigen einer durch und durch degenerierten Gesellschaft, in der Werte wie Liebe und Freundschaft, Wahrheit und Treue mit Füßen getreten werden. So bleibt zum Schluss nur noch der totale Zusammenbruch des Systems als Ausweg für einen Neuanfang.
Wagners »Götterdämmerung« beschreibt den Übergang von der Natur zur Kultur, von der Götterwelt zur Menschenwelt, vom Mythos zur Zivilisation, bis sich nach dem großen Weltenbrand schließlich die Natur wieder ihr Recht verschafft. Immer stärker verdichten sich im letzten Teil der Tetralogie die musikalischen Motive, bis in Brünnhildes großem Abgesang Wagner noch einmal die ganze Welt des »Rings« vor uns Revue passieren lässt. Die »Götterdämmerung« ist ein packender Psychothriller über Liebe, Macht und Verrat und ein Kraftakt für Sänger, Chor und Orchester. Am Pult des Gewandhausorchesters steht Intendant und gmd Ulf Schirmer.

Dirigent: Ulf Schirmer
Inszenierung: Rosamund Gilmore
Bühne: Carl Friedrich Oberle
Kostüme: Nicola Reichert
Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo
Dramaturgie: Christian Geltinger

In deutscher Sprache. Mit Übertiteln

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Oper Leipzig

Die Oper Leipzig bildet das Dach für ein Drei-Sparten-Haus bestehend aus Oper, Leipziger Ballett und der Musikalischen Komödie. Verortet im Opernhaus (Oper & Leipziger Ballett) im Zentrum Leipzigs und im Haus Dreilinden (Musikalische Komödie) im Stadtteil Lindenau, steht sie in der Tradition von mittlerweile fast 320 Jahren Musiktheaterpflege in Leipzig. 1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl als drittes bürgerliches Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg eröffnet. Seit 1840 spielt das weltweit renommierte Gewandhausorchester zu allen Vorstellungen der Oper und des Balletts. Seit der Spielzeit 2009/10 ist Prof. Ulf Schirmer Generalmusikdirektor der Oper Leipzig. Unter seiner musikalischen Leitung rücken insbesondere die Werke Richard Wagners und Richard Strauss’ in den Mittelpunkt des Repertoires. Mit der Ernennung Ulf Schirmers zum Intendanten der Oper Leipzig in der Spielzeit 2011/2012 erhielt die künstlerische Zusammenarbeit von Oper und Gewandhausorchester eine weitere Dimension.

Die Oper Leipzig steht für höchste musikalische und handwerkliche Qualität. Es wird auf aktiv gelebte Ensemblekultur und die Förderung von Nachwuchssängerinnen und -sängern gesetzt. Das Programm reicht in der Breite von Oper, Spieloper, Operette, Musical bis hin zu klassischem und modernem Ballett. Hinzu kommen zahlreiche Angebote und Eigenproduktionen für Kinder, junge Erwachsene und Familien. Die Oper Leipzig ist ein städtischer Eigenbetrieb der Stadt Leipzig und einer der größten mittelständischen Arbeitgeber der Stadt mit über 600 Angestellten. Neben den drei Sparten stehen die Kostüm- und Theaterwerkstätten, die ebenfalls für das Schauspiel Leipzig und das Theater der Jungen Welt arbeiten, unter der Verwaltungshoheit der Oper Leipzig.

Vorverkauf:
Mo. - Fr. 10.00 bis 20.00 Uhr,
Sa. 10.00 bis 18.00 Uhr
Tel.: 0341 - 1261 - 261

Anfahrt:
Straßenbahnlinien 4, 7, 8, 10, 11, 12, 15, 16
Haltestelle Augustusplatz

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Oper Leipzig

Aufführungen / Musical Musikalische Komödie Leipzig Leipzig, Dreilindenstraße 30
Aufführungen / Theater Landesbühnen Sachsen
Aufführungen / Kabarett Kabarett academixer Leipzig Leipzig, Kupfergasse 2
Aufführungen / Tanz Gregor Seyffert Compagnie Dessau Dessau, Friedensplatz 1a
Aufführungen / Theater Schauspiel Leipzig Leipzig, Bosestraße 1
Aufführungen / Theater Anhaltisches Theater Dessau Dessau, Friedensplatz 1a
Aufführungen / Kabarett Kabarett Leipziger Pfeffermühle Leipzig, Katharinenstr. 17 / Kretschmann´s Hof
Aufführungen / Aufführung Kabarett Leipziger Brettl
Sa, 23.11.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Theater Magdeburg Opernhaus Magdeburg, Universitätsplatz 9
Aufführungen / Theater Theater Zeitz im Capitol Zeitz, Judenstraße 3-4
Aufführungen / Oper Opernhaus Halle Halle, Universitäsring 24
Aufführungen / Theater Carl-Maria-von-Weber-Theater Bernburg Bernburg, Schloßstr. 22
Aufführungen / Theater Kammerspiele Magdeburg Magdeburg, Sudenburger Wuhne 44
Aufführungen / Kulturveranstaltung Verein DAS JAGDHAUS Kössern, Dorfstraße 1
Aufführungen / Tanz Leipziger Tanztheater Leipzig, Johannes-R.-Becher-Straße 22
Aufführungen / Cabaret CircusVarieté Halle Halle, Große Steinstr. 30
Aufführungen / Konzert Mediencampus Villa Ida Medienstiftung der Sparkasse Leipzig Leipzig, Poetenweg 28
Aufführungen / Aufführung Kulturhaus Weißenfels Weißenfels, Merseburger Str. 14

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