OPER LEIPZIG - Opernhaus
Spielzeit 2011/12
Das schlaue Füchslein
Leoš Janáček
Premiere: 25. Februar 2012, Opernhaus
Oper in drei Akten | Text vom Komponisten, nach der Erzählung »Liska Bystrouska« von Rudolf Tesnohlıdek | Deutsche Textfassung von Peter Brenner
Eine junge Füchsin wächst bei einer Försterfamilie auf. Eines Tages zieht es sie in den Wald, wo sie sich in einen prächtigen Fuchs verliebt und Junge zur Welt bringt. Doch die Füchsin will dem Förster nicht aus dem Kopf gehen. In ihrer natürlichen Unbeschwertheit spiegelt sich sein unerfülltes Liebesleben. Eines Tages wird die Füchsin von einem Wilderer erschossen. In der Betrachtung des ewigen Kreislaufs von Werden und Vergehen in der Natur lernt der Förster, über seinen eigenen Liebeskummer und die bittere Erfahrung des Abschiednehmens und Älterwerdens hinweg zu kommen. Leoš Janáceks »Schlaues Füchslein« ist eine sommernächtliche Hymne an die Natur und die Liebe. Diese sehr persönlichen Alterswerke des Komponisten von »Jenůfa« und »Katja Kabanova« sind naturphilosophische Fabeln und melancholisch-versöhnlicher Abgesänge auf die Jugend, kritische Milieustudien einer kleinbürgerlichen Dorfgesellschaft und musikalische Sublimationen der eigenen Triebwelt des Komponisten.
Musikalische Leitung: Matthias Foremny/ William Lacey (29.6.) | Inszenierung: Lotte de Beer | Bühne, Kostüme: Marouscha Levy | Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo | Dramaturgie: Christian Geltinger | Chor der Oper Leipzig | Solisten des Kinderchores der Oper Leipzig | Gewandhausorchester
Ort:
Opernhaus
Termine:
Sa, 25.2.2012, 19:00 | Premiere |
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So, 4.3.2012, 18:00 |
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So, 18.3.2012, 15:00 |
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So, 27.5.2012, 18:00 |
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Fr, 29.6.2012, 19:30 |
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Der Rosenkavalier
Richard Strauss
Komödie für Musik in drei Aufzügen | Text von Hugo von Hofmannsthal
»Das nächste Mal schreibe ich eine Mozartoper ...«, soll Richard Strauss nach der Uraufführung seiner »Elektra« gesagt haben und schuf mit dem »Rosenkavalier« ein Werk ganz im Geiste des großen Salzburgers: ein heiter-ernstes Spiel, das mit seiner Melodien- und Walzerseligkeit das Wien des 18. Jahrhunderts beschwört – aber ein bereits verklärtes aus der Perspektive des beginnenden 20. Jahrhunderts. Wehmütig lächelnd schaut man zurück, den Abschied von einer ganzen Epoche vorausahnend. Es ist auch der Abschied der Feldmarschallin von ihrem jungen Geliebten Octavian und der ihres ländlich-derben Vetters Ochs von seinen Heiratsplänen mit Sophie, der Tochter des neureichen Herrn Faninal. Am Ende bleibt das Publikum mit dem neuen Paar Sophie und Octavian allein: »Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein ...«
Eine der beliebtesten Opern kehrt auf den Spielplan der Oper Leipzig zurück. Die Inszenierung von Alfred Kirchner aus dem Jahr 1998 spielt detailgetreu, aber nicht ohne doppelten Boden, mit der Optik des Rokoko.
Musikalische Leitung: Ulf Schirmer | Inszenierung: Alfred Kirchner | Bühne: Marcel Keller | Kostüme: Joachim Herzog | Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo | Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer
Chor und Kinderchor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester
Spieldauer: ca. 4 Stunden | Zwei Pausen
Ort:
Opernhaus
Termin:
So, 19.2.2012, 15:00 |
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Macbeth
Giuseppe Verdi
Melodramma in vier Akten | Text von Francesco Maria Piave, nach Shakespeare
Shakespeares berühmtes schottisches Königsdrama bekommt in seiner Vertonung durch den italienischen Musikdramatiker eine rasante Lebendigkeit, die verblüfft, amüsiert und unterhält, aber auch tief im Herzen anrührt. Verdi räumt den Hexen noch mehr Raum ein als Shakespeare. Alle mächtigen Könige müssen im Laufe der Handlung erfahren, wie schwach sie sind. Ihr Aufstieg und Untergang ist lange schon in der Hexenküche vorbereitet worden. Peter Konwitschny inszeniert die Doppelgesichtigkeit der Weltgeschichte: Spuk findet nicht nur in der Hexenküche statt, sondern ist allgegenwärtig. Durch die Anwesenheit der Hexen werden perfide Mechanismen entlarvt, werden berechnende Politik und skrupelloses Machtstreben lächerlich gemacht, gleichzeitig aber auch die Tragik der Menschen gezeigt, die sich dem mörderischen Geschehen nicht entziehen können. Wie in »Aida«, »Traviata« und »Rigoletto« plädiert Verdi auch hier für die humanen und liebenswerten Seiten gerade in den Figuren, die von der Gesellschaft ausgegrenzt werden.
Musikalische Leitung: Ulf Schirmer | Inszenierung: Peter Konwitschny | Bühne: Jörg Kossdorff | Kostüme: Michaela Mayer-Michnay| Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo | Dramaturgie: Bettina Bartz, Bernd Krispin | Chor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester
In Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln
Ort:
Opernhaus
Termine:
Sa, 4.2.2012, 19:00 |
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Sa, 14.4.2012, 19:00 |
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Fr, 27.4.2012, 19:30 |
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Die Meistersinger von Nürnberg
Richard Wagner
Oper in drei Aufzügen | Text vom Komponisten
Richard Wagners einzige komische Oper erzählt vom idealen Menschheitstraum, durch Kunst ein blühendes Gemeinwesen zu schaffen. In einem den mittelalterlichen Meistergesang pflegenden Nürnberg sorgt der begabte Außenseiter Stolzing für Aufregung. Um Pogners Tochter Eva heiraten zu dürfen, muss er die Regeln des Meistergesangs erlernen und als Sieger aus dem Sängerwettbewerb hervorgehen. Auch dem populären Hans Sachs ist Eva nicht gleichgültig. Doch als er in Stolzings Gesang ein außergewöhnliches Talent erkennt, scheint er selbstlos auf sein persönliches Glück zu verzichten ...
Die Inszenierung von Jochen Biganzoli im Bühnenbild von Helmut Brade schafft einen Bogen zum 50jährigen Jubiläum des Leipziger Opernhauses, das 1960 mit dieser Wagner-Oper eröffnet wurde.
Musikalische Leitung: Ulf Schirmer | Inszenierung: Jochen Biganzoli | Bühne: Helmut Brade | Kostüme: Heike Neugebauer | Choreografie: Silvia Zygouris | Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo
Ort:
Opernhaus
Termine:
Sa, 11.2.2012, 17:00 |
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Mo, 9.4.2012, 15:00 |
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Der Barbier von Sevilla
Gioacchino Rossini
Komische Oper in zwei Aufzügen | Libretto von Cesare Sterbini nach der Komödie von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
Rossinis „Barbier von Sevilla” ist eine der köstlichsten aller Belcanto-Opern. Der damals 23jährige Komponist schrieb die Partitur in nur 26 Tagen nach der gleichnamigen Komödie von Beaumarchais. Das mit einfallsreichen Absurditäten und frischer Situationskomik gespickte Libretto inspirierte Rossini zu einer spritzigen Musik voller eingängiger und raffinierter melodischer Einfälle und lebhafter Rhythmen. Mit seinen zündenden Ensemblenummern hob er die Opera buffa auf ein neues künstlerisches Niveau.
Regisseur Claus Guth findet für diese turbulente Oper einen besonders spannenden Zugriff: „Ich wollte die Distanz auf die Figuren vergrößern, um das Absurde hervorzuheben. Ich behaupte, es handle sich im ersten Akt zunächst einmal nicht um Menschen, sondern um Insekten, was die Musik mit ihrem Sirren, Flirren und Zischen fast schon illustriert. Das ist ein Kunstgriff, der mir einen spaßhaften, aber auch spannenden Blick darauf erlaubt, was ‚Menschen’ eigentlich antreibt”.
Inszenierung
Musikalische Leitung: William Lacey | Inszenierung: Claus Guth | Szenische Bühne, Kostüme: Christian Schmidt | Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo
Chor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester
In Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln
Ort:
Opernhaus
Termine:
Sa, 10.3.2012, 19:00 |
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Sa, 7.4.2012, 19:00 |
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Eugen Onegin
Peter I. Tschaikowski
Lyrische Szenen in drei Akten | Deutsch-russische Texteinrichtung der Oper Leipzig
„Zum richtigen Zeitpunkt den Wert eines Angebotes nicht zu erkennen, das ist das große Thema des Stücks.“ Das Publikum nimmt Teil an den Hoffnungen der Tatjana, dem Lebensüberdruss Onegins, den Schwärmereien Lenskijs, an Liebe, Illusionen und Eifersucht.
Das Geheimnis des großen Erfolges von Peter Konwitschnys Leipziger Inszenierung besteht darin, dass sie dieser Botschaft des Werkes nachspürt. Das Publikum hat Teil an den Hoffnungen der Tatjana, dem Lebensüberdruss Onegins, den Schwärmereien Lenskijs, an Liebe, Illusionen und Eifersucht. Es ist gelungen, eine Brücke zu schlagen von den Leidenschaften und Verzweiflungen der damaligen Menschen zum heutigen Publikum.
Musikalische Leitung: Matthias Foremny | Inszenierung: Peter Konwitschny | Bühne, Kostüme: Johannes Leiacker | Choreinstudierung: Stefan Bilz
Spieldauer: ca. 2 3/4 Stunden | Eine Pause
Ort:
Opernhaus
Termin:
So, 15.4.2012, 18:00 |
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Cinderella
Ballett von Meryl Tankard
Musik von Sergej Prokofjew | Koproduktion mit dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen und cult!ur partner
Und wenn sie nicht gestorben sind …
Wir kennen das. Wir träumen davon und glauben es nicht. Weil Märchen mit der Wirklichkeit so spielen, dass Träume daraus werden. Manchmal auch Alpträume. Da haben wir zum Beispiel unser Aschenbrödel mit den Tauben, dem Prinzen und dem Schuh. »Cendrillon« im französischen Sprachraum, »Soljuschka« im russischen und im englischen: »Cinderella«, das klingt so märchenhaft verträumt. Deshalb hat sich die australische Choreografin Meryl Tankard, die mit dem Leipziger Ballett diesen Ballettklassiker neu bearbeitet, für den englischen Namen entschieden.
Seit 1813 entstanden Ballette zu den Motiven aus dem »Aschenputtel« Märchen. Zum Klassiker entwickelte sich der Ballettstoff erst nach der erfolgreichen Uraufführung der Choreografie zur Musik von Sergej Prokofjew 1945 am Bolschoi Theater Moskau. Prokofjews Ballett wurde seitdem immer wieder von Choreografen als Vorlagen für ihre Adaptionen und getanzten Märchenfantasien genutzt. Meryl Tankard wird nun an der Oper Leipzig mit dem Ballettensemble in die musikalische Märchen- und Fantasiewelt Prokofjews eintauchen.
Musikalische Leitung: William Lacey | Choreografie: Meryl Tankard | Assistent und Co-Choreograf: Paul White | Bühne, Kostüme: Cordelia Matthes | Film: Regis Lansac | Licht: Alexander Koppelmann
Leipziger Ballett | Gewandhausorchester
Ort:
Opernhaus
Termine:
So, 8.4.2012, 15:00 |
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So, 22.4.2012, 18:00 |
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La Traviata
Giuseppe Verdi
Oper in drei Akten | Libretto von Francesco Maria Piave
nach dem Roman „Die Kameliendame” von Alexandre Dumas
In Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln
„La Traviata” bildet den Abschluss jener meisterhaften Operntrias, die Verdi in den Jahren 1850-52 schrieb. Wieder hatte er sich von einer Außenseiterfigur inspirieren lassen: Nach dem Narren in „Rigoletto” und der Zigeunerin Azucena im „Trovatore” steht mit der Kurtisane Violetta Valéry eine Gestalt im Zentrum der Oper, deren Charisma das ihrer Vorgänger(innen) noch übertrifft. Die Pariser Halbwelt ist der Ort dieser Geschichte um die ebenso unbedingte wie hoffnungslose Liebe zwischen Alfred Germont und der todkranken Violetta, einer Liebe, die nicht nur von Beginn an mit dem Tod, sondern auch noch mit den Normen bürgerlicher Moral und Familienehre konfrontiert ist.
Doch erst durch Verdis Musik kommen innerhalb der Handlung die großen Themen Liebe, Tod und Moral differenziert zur Geltung. Verdi hat weniger den morbiden Reiz der heiligen Hure, die Leidenschaft des jungen bürgerlichen Liebhabers, die Zwielichtigkeit des Milieus und die Moralität des Vaters komponiert als die Wechselwirkung all dieser Momente. So geht es in seiner populärsten Oper um mehr als um den Leidensweg einer Außenseiterin: Labile psychische Innenwelten und gesellschaftliche Verhältnisse werden auf drastische Weise miteinander konfrontiert.
Musikalische Leitung: William Lacey | Inszenierung: Andreas Homoki | Bühne: Frank Philipp Schlößmann | Kostüme: Gabriele Jaenecke | Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo
Ort:
Opernhaus
Termin:
Do, 10.5.2012, 19:30 |
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Die Zauberflöte
Wolfgang Amadeus Mozart
Große Oper in zwei Aufzügen | Text von Emanuel Schikaneder
Die geniale Mischung aus tragischer Oper, rätselhaftem Zauberspiel und lustigem Volkstheater scheint jegliche Gattungsgrenzen zu sprengen. Mozarts letztes Bühnenwerk ist weisheitsvolle Märchenoper und Welttheater zugleich – an der Schnittstelle von historischen und gesellschaftlichen Umbrüchen. 1791, das Jahr der Uraufführung der „Zauberflöte”, steht schon am Beginn des Übergangs von der Aufklärung in die Romantik. Die Erfahrungen aus der Französischen Revolution spiegeln sich in dieser Oper ebenso wider wie das erwachende künstlerische Interesse an den Nacht- und Schattenseiten der menschlichen Seele, an Verdrängtem, Irrationalem. Wie zwei Seiten einer Medaille stehen sich die Machtsphären von Königin der Nacht und Sarastro gegenüber, welcher Pamina, die Tochter der Königin, entführte, um sie im Sinne seiner Lehren zu erziehen. Mit dem Auftrag, die geliebte Tochter zu befreien, schickt die Königin den Prinzen Tamino in Sarastros Reich, mit ihm den naiven Vogelfänger Papageno. Zauberflöte und Glockenspiel sollen helfen Gefahren zu bannen.
Musikalische Leitung: Matthias Foremny | Inszenierung: Ralf Nürnberger | Bühne: Yadegar Asisi | Kostüme: Claudia Rühle | Choreinstudierung: Stefan Bilz
Ort:
Opernhaus
Termine:
Fr, 4.5.2012, 19:30 |
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So, 20.5.2012, 15:00 |
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Così fan tutte
Wolfgang Amadeus Mozart
Opera buffa in zwei Akten | Text von Lorenzo Da Ponte
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze | Eine Produktion der Komischen Oper Berlin
Pendelnd zwischen Klamauk und Tragik ist das dritte und letzte Meisterstück des Erfolgsteams Mozart/Da Ponte ein Unikum der Operngeschichte. „Von der Musik ist, glaube ich, alles gesagt, dass sie von Mozart ist …“, schrieb schon 1790 das Weimarer Journal des Luxus und der Moden im Bericht über die Uraufführung.
Wer des Italienischen mächtig ist, weiß, dass sich der Titel Così fan tutte – So machen es alle – ausschließlich auf Frauen bezieht. Das Stück dreht sich nämlich um die Frage, ob diese dem Mann so rätselhaften Wesen überhaupt treu sein können: Zwei junge Männer sind naiv genug, auf die Treue ihrer Verlobten hundert Zechinen zu verwetten. Auch die Frauen selber können sich gar nicht vorstellen, sich jemals für einen anderen Mann zu interessieren. Von soviel Leichtgläubigkeit herausgefordert, setzen zwei alternde Zyniker, ein Philosoph und eine Kammerzofe, alle Hebel in Bewegung, um die romantische Illusion von der ewigen Liebe zu zerstören. Die jungen Leute werden im Zuge der handgreiflichen Beweisführung in einen so heftigen Strudel emotionaler Verwicklungen gezogen, dass ihnen am Ende Zweifel kommen, ob sie es wirklich so genau hatten wissen wollen.
Man kann das Stück in seinem Nebeneinander von Witz und Ernst, von frecher Derbheit und psychologischer Feinzeichnung als heiteres Verwirrspiel um jugendlichen Liebesüberschwang oder als abgründige Analyse zwischenmenschlicher Beziehungen verstehen. Der Regisseur Peter Konwitschny brachte den Inhalt auf den knappen Satz: „Und plötzlich ist alles anders …“
Musikalische Leitung: Andreas Stoehr | Inszenierung: Peter Konwitschny | Einstudierung: Georgios Kapoglou | Bühne: Jörg Kossdorff | Kostüme: Michaela Mayer-Michnay | Choreinstudierung: Stefan Bilz
Spieldauer ca. 3 3/4 Stunden | Eine Pause
Termine:
Fr, 10.2.2012, 19:00 |
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Do, 17.5.2012, 18:00 |
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Die Liebe zu drei Orangen
Sergej Prokofjew
Oper in vier Akten und zehn Bildern mit einem Prolog | Text nach Carlo Gozzi vom Komponisten | Deutsche Textfassung von Dr. Jürgen Beythien und Eberhard Sprink
Prokofjews märchenhafte Oper spielt mit den Versatzstücken des Theaters und trifft damit sarkastisch-politische, aber auch berührende menschliche Aussagen. Der Regisseur Wolfgang Engel und das spielfreudige Ensemble konnten hier alle Register ihres Könnens ziehen. Hier kann man Friedhelm Eberle, als »Prinzipal der Theatertruppe einen Vollblut-Striese und Königsnarren gebend« (Freie Presse) erleben, gemeinsam mit den Damen und Herren des Opernchores, den Solisten, Inspizienten und Bühnenarbeitern – unter dem Motto »Ihr Platz auf der Bühne« – hautnah bei der Arbeit. Die Kritik pries den »bunt-schillernden Theaterabend, der trotzdem nie flach wird« (Kultiversum) als »wunderbare musiktheatralische Überrumpelung« (Coburger Tageblatt) und »großes Theater auf dem Theater« (opernwelt) und lobte den »Mut einer Spielplan-Entscheidung, die gegen die Krise den unsterblichen Charme des Theaters beschwört«. (Mitteldeutsche Zeitung)
Musikalische Leitung: Roland Kluttig | Inszenierung: Wolfgang Engel | Bühne: Andreas Jander | Kostüme: Michael Sieberock-Serafimowitsch | Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo | Chor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester
Spieldauer: ca. 2 1/2 Stunden | Eine Pause
Ort:
Opernhaus
Termine:
Do, 16.2.2012, 19:30 |
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Mo, 28.5.2012, 18:00 |
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So, 3.6.2012, 18:00 |
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Tosca
Giacomo Puccini
Oper in drei Akten | Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem gleichnamigen Drama von Victorien Sardou
Kaum eine Oper ist so im zeitlichen Kontinuum der Geschichte verankert wie Giacomo Puccinis »Tosca«. Die Handlung spielt im Rom des ausgehenden 18. Jahrhunderts. In dieser Stadt begegnen sich geistliche und weltliche Macht, Kirchenstaat und Polizeistaat auf eine frappierende Art und Weise. Architektonischer Ausdruck dieser Verbindung sind Bauwerke wie die Kirche St. Andrea della Valle, der Palazzo Farnese oder die Engelsburg, die bis heute das Gesicht der Ewigen Stadt prägen. Sie sind zugleich die Schauplätze für Puccinis Oper. Je mehr sich Puccini auf der Oberfläche um detailgetreuen Realismus bemüht, umso stärker sind seine Protagonisten getrieben von heftigen Leidenschaften und großem Pathos. Perfekt spielt Puccini in seiner Oper auf der Klaviatur der Gefühle, lässt die Zuschauer mitfühlen mit der Operndiva Tosca, deren Liebe zu Cavaradossi auf Grund der politischen Umstände zum Scheitern verurteilt ist. Ein Stoff, wie geschaffen für die große Bühne, der bei Regisseur Michiel Dijkema sicher in den richtigen Händen liegt. Am Pult präsentiert sich erstmals Anthony Bramall in einer musikalischen Neueinstudierung.
Musikalische Leitung: Anthony Bramall | Inszenierung, Bühne: Michiel Dijkema | Kostüme: Claudia Damm | Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo | Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer | Dramaturgie: Christian Geltinger
In Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln
Ort:
Opernhaus
Termine:
Fr, 17.2.2012, 19:30 |
Tickets online |



So, 25.3.2012, 18:00 |
Tickets online |



Sa, 21.4.2012, 19:00 |
Tickets online |



Sa, 23.6.2012, 19:00 |
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OPER LEIPZIG
Opernhaus
Augustusplatz 12
D-04109 Leipzig
Telefon: 0341 - 1261 - 261
Vorverkauf:
Mo. - Fr. 10.00 bis 20.00 Uhr,
Sa. 10.00 bis 18.00 Uhr
Tel.: 0341 - 1261 - 261
Anfahrt:
Straßenbahnlinien 4, 7, 8, 10, 11, 12, 15, 16
Haltestelle Augustusplatz