Oberösterreichische Landesmuseen

Verwaltet und zentral organisiert im historischen Francisco-Carolinum, dem Stammhaus in der Museumstraße, gestalten sich die OÖ. Landesmuseen als „Kulturkonzern mit vielen Standorten“.

Im Oberösterreichischen Landesmuseum in der Museumstrasse sind neben der Landesgalerie die Bereiche Graphische Sammlung, Bibliothek, Direktion, Verwaltung, Marketing, Kulturvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit beherbergt.
Neben der theoretischen Bearbeitung und Sammlung von Gegenwartskunst mit Bezug zu Oberösterreich werden laufend Ausstellungen realisiert. Diese werden jeweils von speziellen Vermittlungsprogrammen begleitet.

Auch das Kubin-Kabinett ist hier beherbergt und bietet Einblicke in die weltweit größte Sammlung an Arbeiten Alfred Kubins.

Landesgalerie Linz

Die Landesgalerie ist die wissenschaftliche Fachinstitution des Landes Oberösterreich für moderne und zeitgenössische Kunst und im Stammhaus in der Museumstraße situiert.
Ihre Schwerpunkte sind die Kunst des 20. Jahrhunderts, zeitgenössische Kunst mit Oberösterreichbezug, österreichische Kunst im internationalen Kontext, interdisziplinäre Projekte und thematisch zusammenhängende Ausstellungsreihen.

Wichtiges Ziel der Landesgalerie ist es, die Auseinandersetzung mit moderner und zeitgenössischer Kunst zu unterstützen. In diesem Sinne wird ein laufendes, international orientiertes Ausstellungsprogramm konzipiert, wobei jede Ausstellung von einer wissenschaftlichen Buchpublikation begleitet wird.

Die Kunstsammlung der Landesgalerie umfasst rund eintausend Gemälde, Skulpturen und Rauminstallationen, großteils aus dem Bereich der modernen und zeitgenössischen Kunst, sowie rund 20.000 Fotografien und etwa 10.000 graphische Arbeiten der Kunst des 20. Jahrhunderts, welche in der Graphischen Sammlung betreut werden.

Neben einer laufenden Aktualisierung der Sammlung (Förderung eines möglichst breiten Spektrums an gegenwärtigen, künstlerischen Äußerungen mit Oberösterreichbezug), unternimmt die Landesgalerie eine kontinuierliche, wissenschaftliche Aufarbeitung und Dokumentation des vorhandenen Bestandes.

In der Reihe "Aus der Sammlung" werden in den Räumlichkeiten des ersten Stockes ausgewählte Werke der Landesgalerie sowie der Graphischen Sammlung präsentiert.

Mit diesen, nach bestimmten inhaltlichen Kriterien ausgerichteten Präsentationen, die etwa alle zwei Monate wechseln, bietet die Landesgalerie ihren BesucherInnen die Möglichkeit, immer wieder neue Einblicke in die Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts in Oberösterreich zu gewinnen.

Adresse
Museumstraße 14
4010 Linz
Tel: +43-(0)732-774482-0
www.landesgalerie.at

Öffnungszeiten
Di - Fr 9.00 - 18.00 Uhr,
Sa / So und Fei 10.00 - 17.00 Uhr,
Mo geschlossen
An folgenden Tagen ist die Landesgalerie geschlossen:
1. Jän. (bis 12 Uhr), Karfreitag, 1. Nov., 24. Dez., 25. Dez., 31. Dez.

Schlossmuseum Linz

Kulturwissenschaftliche Sammlungen der OÖ. Landesmuseen

Der spätmanieristische Bau des Linzer Schlossmuseums beherbergt die kulturwissenschaftlichen Sammlungen der OÖ. Landesmuseen (Kunst vom Mittelalter bis zur Moderne - Gotik, Malerei des 19. Jh., Kunstgewerbe, sowie historische Musikinstrumente, Numismatik, Volkskunde, Technikgeschichte und Archäologie).

Das Linzer Schlossmuseum stellt das Sachkulturgüterarchiv des Landes Oberösterreich dar und ist Schauplatz vielfältiger, landeskundlicher Forschungen im geisteswissenschaftlichen Bereich.

Die Dauerausstellungen vermitteln einen Gang durch die Kulturgeschichte von Oberösterreich. Zudem finden jährlich Großausstellungen, die sich mit landeskundlichen und internationalen Themen beschäftigen (Schwerpunkte sind Ethnologie, Kunst- und Kulturgeschichte), sowie kleinere Präsentationen aus Beständen des Hauses, statt.

Adresse
Tummelplatz 10
4010 Linz
Tel: +43-(0)732-774419-0
www.schlossmuseum.at

Öffnungszeiten
Di - Fr 9.00 - 18.00 Uhr,
Sa / So und Fei 10.00 - 17.00 Uhr,
Mo geschlossen
An folgenden Tagen ist das Schlossmuseum geschlossen:
1. Jän. (bis 12 Uhr), Karfreitag, 1. Nov., 24. Dez. (ab 14 Uhr), 25. Dez., 31. Dez.

Biologiezentrum Linz Dornach

Das Biologiezentrum in Linz-Dornach stellt mit seinen mehr als sechs Millionen Objekten die größte naturkundliche Sammlung des Landes Oberösterreich dar und nimmt damit österreichweit, nach dem Naturhistorischen Museum Wien, den zweiten Platz ein.

Das Biologiezentrum betreut die Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Oberösterreichischen Landesmuseen.

Wechselnde Ausstellungen zu naturwissenschaftlichen Themen eröffnen „Fenster in die Wissenschaft“, darüber hinaus werden jährlich zwei Sonderausstellungen konzipiert.

Neben der Forschungs-, Ausstellungs- und Sammlungstätigkeit der Zoologen, Botaniker und Geowissenschaftler des Biologiezentrums, welche internationale Anerkennung findet, werden im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften eine Fülle von biologischen Vorträgen angeboten.

Zusätzlich werden die Schriftenreihen Stapfia und Denisia und drei Zeitschriften - Linzer biologische Beiträge, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs und Vogelkundliche Nachrichten - Naturschutz aktuell betreut und herausgegeben.

Im Ökopark des Biologiezentrums finden zahlreiche Vermittlungsprogramme statt.

Die geowissenschaftlichen Sammlungen sind seit 2002 in der Außenstelle Welserstraße untergebracht.

Adresse
Johann-Wilhelm-Klein-Straße 73
4040 Linz-Dornach
Tel: +43-(0)732-759733-0
www.biologiezentrum.at

Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 17.00 Uhr,
So und Fei 10.00 - 17.00 Uhr,
Sa geschlossen
An folgenden Tagen ist das Biologiezentrum geschlossen:
1. Jän. (bis 12 Uhr), Karfreitag, 1. Nov., 24. Dez., 25. Dez., 31. Dez.

Anton-Bruckner-Gedenkstätte

Das Schulhaus steht nahe der Kirche, wurde bereits 1600 erwähnt und bestand ursprünglich aus Holz. 1665 erfolgte ein Neubau, 1705/06 und 1783 erhielt es jenes Aussehen, in dem es Bruckner als Kind erlebte. Seine Familie war seit 1777 eng mit dem Haus verbunden, von der Anstellung des Großvaters bis zum Tod des Vaters. 1828 besuchten es 240 Wochen- und 140 Sonntagsschüler. Das kleine Klassenzimmer musste bis zu 90 Kinder aufnehmen. Erst 1853/54 erfolgte eine Erweiterung auf zwei Klassen. 1968 wurde das Haus vom Land erworben, um eine Gedenkstätte einzurichten. Diese umfasst den Wohnraum, das Geburtszimmer und die Schulklasse und bietet eine mit Klangbeispielen unterlegte Dokumentation zu Bruckners Werdegang. Unter den gezeigten Originalen befinden sich Kirchengewänder, der Spieltisch der großen Orgel von St. Florian, das Clavichord aus seiner Windhaager Zeit, der erste Lorbeerkranz, ein Kreuz, ein Dirigentenstab sowie die Totenmaske des Meisters.

Adresse
Augustinerstraße 3
4052 Ansfelden
TEL +43-(0)7229-87128

Öffnungszeiten
1. April bis 31. Oktober:
Mi 14-17 Uhr
So 10-12 und 14-17 Uhr
und nach Vereinbarung

Freilichtmuseum Sumerauerhof

Der ansehnliche Vierkanter in idyllischer Lage bei St. Florian, ist Denkmalhof und Freilichtmuseum und beherbergt eine in Europa einzigartige Bauernmöbelsammlung der Volkskundeabteilung der OÖ. Landesmuseen und bietet daneben Platz für Sonderausstellungen und Veranstaltungen.

Bereits im Mittelalter gab es eine Gruppe von strohgedeckten Holz- oder Lehmbauten mit dem Hofnamen "Summerauer unterm Holz", der starke Verbindungen zum Stift St. Florian hatte.

Im 17. Jahrhundert dürfte es zum Zusammenschluss von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden zu einem geschlossenen Vierkanthof gekommen sein. 1855 zerstörte ein Brand einen Teil des gegen die Straße gelegenen Flügels des Wohntraktes. Der daraufhin erfolgte Umbau ist im Wesentlichen noch im Bauzustand von 1971 zu sehen, dem Jahr, in welchem die damalige Besitzerin Maria Althuber unverheiratet und kinderlos starb. 1978 konnte der zu den größten Höfen zählende Sumerauerhof vom Land Oberösterreich angekauft und als regionales Freilichtmuseum ausgestaltet eröffnet werden. Seit 2002 betreut das OÖ. Landesmuseum den Sumerauerhof als Außenstelle.

Adresse
Samesleiten 15
4490 St. Florian
Tel: +43-(0)7224-8031
email: info@sumerauerhof.at
www.sumerauerhof.at

Öffnungszeiten
letzter Sonntag im April bis 31. Oktober:
Di-So 10-12, 13-17 Uhr
Mo geschlossen

Kubin-Haus

Hoch über dem Inn befindet sich in der Gemeinde Wernstein der Freisitz Zwickledt. Ein kompakter schlossähnlicher Baukörper, dem an der Rückseite ein Wirtschaftstrakt angeschlossen ist. Der Weg zum Eingang führt durch einen kleinen Park mit altem Baumbestand und einem kleinen teichähnlichen Tümpel. In diesem Haus an exponierter Lage lebte über viele Jahre eine der faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: Alfred Kubin. 1877 in Leitmeritz in Böhmen geboren, aufgewachsen in Salzburg und Zell am See konnte er sich bereits nach 1900 sehr erfolgreich in der Münchner Kunstszene etablieren. 1906 schließlich erwarb er den Freisitz Zwickledt. Er übersiedelte von München hierher und blieb mit der Unterbrechung weniger Reisen bis zu seinem Tod im Jahr 1959 an diesem Ort. In Zwickledt entstand der größte Teil seines bildkünstlerischen Werks. Auch schrieb Kubin an diesem besonderen Ort seinen berühmten und einzigen Roman „Die andere Seite“. Bis heute gilt dieses Werk als eine der wichtigsten deutschsprachigen Arbeiten zur phantastischen Literatur.

Nach dem Tod von Alfred Kubin übernahm das Land Oberösterreich, das gemeinsam mit der Grafischen Sammlung Albertina auch den künstlerischen Nachlass erhielt, Zwickledt und führt es seither als Gedächtnisort an diesen so vielschichtigen Künstler weiter. Das Wohnhaus blieb in allen Details – vor allem beim Arbeitszimmer und der umfangreichen Bibliothek – so erhalten, wie zu Lebzeiten Alfred Kubins. Für den Besucher entsteht der Eindruck, als ob Kubin soeben für seinen täglichen Spaziergang das Haus verlassen habe und jederzeit zurückkommen könne.

Vor knapp zehn Jahren wurde der Wirtschaftstrakt des Hauses in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt behutsam umgestaltet: Im Erdgeschoß wurde ein spezieller Kubin-Gedächtnisraum gestaltet, der wesentliche Beispiele seiner Zeichenkunst präsentiert. Ein multifunktionaler Veranstaltungsraum findet sich im Obergeschoß. Hier werden regelmäßig auf Kubin bezogene Ausstellungen und Kulturveranstaltungen durchgeführt.

Das Kubin-Haus ist heute eine von 14 Einrichtungen der Oberösterreichischen Landesmuseen. Inhaltlich der Landesgalerie Linz, der wissenschaftlichen Fachinstitution für Kunst des 20. Jahrhunderts zugeordnet, wird an diesem speziellen Ort der Versuch unternommen, mit einem Programm von ca. sechs bis sieben Ausstellungen dem Phänomen der Zeichnung und der Faszination Alfred Kubins nachzuspüren. Seit mehreren Jahren koordiniert die Landesgalerie ein Ausstellungsprogramm in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wernstein, dem Kunstverein Passau, der Innviertler Künstlergilde, dem Oberösterreichischen Kunstverein sowie jüngstens dem Kulturverein Landstrich. Jeder dieser Partner konzipiert und organisiert pro Jahr ein bis zwei Ausstellungen, die dem Leitbild des Ausstellungsprogrammes im Kubin-Haus folgen. Das Kubin-Haus hat sich somit auch als ein wesentlicher Brennpunkt eines regional verankerten und international orientierten Netzwerkes von Kultureinrichtungen in Oberösterreich und Passau etabliert.

Die Verankerung des Kubin-Hauses im Gesamtkörper der Oberösterreichischen Landesmuseen kommt auch durch das permanente Angebot von Vermittlungsprogrammen für alle Altersgruppen zum Ausdruck. Ein eigener Führungsdienst durch das Kubin-Haus wird von Vermittlungsaktivitäten für die jeweiligen Ausstellungen begleitet. Die Programme, die sich in besonderer Weise um Kinder und Jugendliche bemühen, werden dabei auch mit der Traumwerkstatt als der ältesten museumspädagogischen Einrichtung in Oberösterreich koordiniert. Dadurch sollen in die Vermittlungsangebote auch die aktuellsten Erkenntnisse einfließen können.

Insgesamt hat sich das Kubin-Haus als ein sehr erfolgreiches Modell einer kulturellen Zusammenarbeit erwiesen. Das Museum als die „andere Seite“ des Wohnhauses von Kubin wurde in den letzten Jahren zu einem sehr lebendigen Ort kultureller Kommunikation und ist als Angebot einer grenzüberschreitenden Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken.

Adresse
Zwickledt Nr. 7
4783 Wernstein am Inn
Tel +43-(0)7713-6603
email: kubinhaus@landesmuseum.at

Öffnungszeiten
1. April bis 31. Oktober:
Di-Do: 10-12 und 14-16 Uhr
Fr: 9-12 und 17-19 Uhr
Sa, So, Fei: 14-17 Uhr
Mo geschlossen

Führungen
Die Besichtigung des Hauses ist nur mit Führung möglich!

Führungen finden jeweils:
am Di, Mi und Do um 10.30 und um 14.30 Uhr
am Fr um 10.30 und um 17.30 Uhr und
am Sa, So, Fei um 14.30 und um 16.00 Uhr statt.
Die Führungen beginnen immer pünktlich zu den angeführten Zeiten!

Mühlviertler Schlossmuseum

Die Museumsgründung erfolgte durch den Verein Heimatbund Alt-Freystadt im Jahr 1926. Der erste Ausstellungsraum war die ehemalige Schlosskapelle, die zu diesem Zeitpunkt als Lager für das Vermessungsamt diente. 1932 Jahre kam dann die Säulenhalle ebenerdig dazu. 1942 wurde aus dieses Vereinsmuseum vom Bezirk (Landrat) Freistadt übernommen. 1948 wurde der Turm des Schlosses (Bergfried) für museale Zwecke umgebaut. Es entstanden neun zusätzliche Räume. 1952 hat das Land Oberöster­reich das Heimathaus übernommen und bis zum Jahr 2000 geführt. Durch Freiwerden verschiedener Wohnungen konnte das Museum im Laufe der Zeit weitere Schauräume im Südtrakt dazugewinnen. Seit 1. April 2000 führt der Verein Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt das Museum, die fachliche Betreuung liegt weiterhin beim wissenschaftlichen Personal des OÖ. Landesmuseums Linz.

Adresse
Schlosshof 2
4240 Freistadt
Tel: +43-(0)7942-72274
email: schlossmuseum.freistadt@aon.at
www.museumsstrasse.at/schlossmuseum

Öffnungszeiten
Mo-Fr: 9-12 und 14-17 Uhr
Sa, So, Fei: 14-17 Uhr

Photomuseum Bad Ischl

Das Gesamtprojekt Kaiserpark Kaiservilla und Cottage (Marmorschlössl) wurde im Jahre 1859 dem k.k. Hofgärtner Franz Rauch anvertraut, der es schließlich im Jahre 1861 fertig stellen konnte. Es umfasste den Umbau der ehemaligen Villa Elz zur kaiserlichen Sommerresidenz, die Gestaltung des Parks sowie den Bau des Marmorschlössls. Franz Rauch war dazu bestens prädestiniert, da er bereits Jahre früher von Kaiser Franz I. nach England und Frankreich entsandt worden war, um die Gestaltung von Gärten zu studieren.

Nachdem das Marmorschlössl in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg verschiedenen anderen Zwecken gedient hatte, begann es zu verfallen und war Anfang der 1970er Jahre ernsthaft gefährdet. Das Zusammentreffen mehrerer Umstände, die schließlich die Rettung dieses Bauwerkes und die Umwandlung in ein Photomuseum bewirkten, darf als Glücksfall bezeichnet werden.

Es ist dem Eigentümer Mag. Markus Habsburg-Lothringen zu danken, dass er den Ernst der Lage richtig erkannte und mit dem Land Oberösterreich im Jahre 1975 einen Bestandsvertrag auf 50 Jahre abschloss und die Pflege und Wartung übertrug. Gleichzeitig wurde für die Photogeschichtliche Sammlung Hans Frank, bisher in Salzburg untergebracht, die neue Heimstätte gefunden.

Auf Initiative von Komm.Rat Kurt Römers erwarb das Land Oberösterreich die einmalige Sammlung, um sie im Marmorschlössl einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

In Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Stadtgemeinde Bad Ischl wurde die Wiederinstandsetzung in Angriff genommen. Die Eröffnung fand am 29. Juni 1978 durch Landeshauptmann Dr. Ratzenböck statt. Er bezeichnete die Instandsetzung als ein Beispiel mustergültiger Zusammenarbeit von Privatinitiative, öffentlicher Denkmalpflege und Kulturpolitik.

Die Photogeschichtliche Sammlung Frank, nunmehr Photomuseum des Landes Oberösterreich, hält durchaus jeden Vergleich mit ausländischen Museen stand. Es wird aber sicher kaum ein anderes Museum geben, das von der Landschaft, dem Bauwerk und dem geschichtlichen Rahmen her ähnlich untergebracht ist. Wenn man Raum 1 betritt, fällt der Blick zunächst auf eine Büste von Daguerre und die Porträts von Nièpce und Talbot.

Lois Jacques Mandé Daguerre (1787–1851) arbeitete mit Nièpce zusammen und vollendete nach dessen Tode die Erfindung. Er gilt als Erfinder der Photographie. Das offizielle Datum der Erfindung ist der 19. August 1839, an dem Arago in der Academie Francaise die Erfindung der Daguerreotypie verkündete.

William Henry Fox Talbot (1800–1877) arbeitete in England zur gleichen Zeit wie Daguerre in Frankreich an einem Negativ-Positiv-Verfahren. Er nannte sein Verfahren Calotypie – es wird aber auch als Talbotypie bezeichnet.

Unter dem Eindruck der Erfindung der Photographie erklärte der Maler Paul de la Roche spontan die Malerei für tot. Natürlich war dies nicht der Fall. Die Photographie wurde zwar bald zum bevorzugtem Mittel des Porträtierens, allein schon wegen der sicher größeren Genauigkeit der Abbildung. Es begannen sich aber sehr bald viele Maler für dieses neue Medium zu interessieren, und man konnte sogar von einer fruchtbaren Symbiose sprechen. Im Photomuseum kann auch eine Reihe von Daguerrotypien bewundert werden. Weiters ist auch das sogenannte Petzval Objektiv, ein Objektiv mit für die damalige Zeit unwahrscheinlicher Lichtstärke zu sehen. Der Österreicher Ludwig Petzval hatte damals mangels Computer 10 im Rechnen geübte Artilleristen, die dieses Objektiv errechneten.

Der nächste Raum ist der sogenannte große Salon. Die Ausstattung dieses Raumes vermittelt den Eindruck von höchstem handwerklichen Können, gepaart mit einem wohldurchdachten künstlerischen Konzept. Hinzu kommen die prachtvolle Decke und der aufwendige Parkettboden. Auf den Postamenten der Türen bzw. Fensterverkleidungen finden wir insgesamt 16 Figuren aus dem Nibelungenlied. Von Siegfried über Brunhilde und Hagen ist alles vertreten, was Rang und Namen hat. Das Nibelungenlied wurde im 19. Jahrhundert wiederentdeckt und kann sicher auch in einen gewissen Zusammenhang mit dem damaligen nationalten Bewusstsein gebracht werden.

In den folgenden Räumen findet der Besucher die Geschichte der Photographie in verschiedenen Exponaten und Dokumentationen dargeboten. Vor allem die Leistungen Österreichs auf dem Gebiet der Photographie werden dokumentiert. Das Museum hat in den letzten Jahren zwei bedeutende Zugänge, nämlich die Sammlung „die erzählenden Leicas“, ein Geschenk vom ehemaligen deutschen Bundesinnungsmeister Heinz Binseil und die von Georg Habsburg-Lothringen und seiner Mutter geschenkten 400 Autochrome. Es handelt sich um die ersten Farbdias. Um sie den Besuchern zugängig zu machen, werden sie in einem Film „die Leidenschaft der Erzherzogin Margaret“ den Besuchern gezeigt.

Adresse
Jainzen 1
4820 Bad Ischl
Tel: +43-(0)6132-24422

Öffnungszeiten
1. April bis 31. Oktober:
täglich 9.30-17 Uhr

OÖ Schifffahrtsmuseum

Das in der architekturgeschichtlich hoch bedeutenden Greinburg beheimatete, von der Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gothaschen Familie getragene und fast ausschließlich aus Beständen des OÖ. Landesmuseums ausgestattete Museum enthält eine Darstellung der historischen Schifffahrt auf den Flussläufen Oberösterreichs, die vorwiegend auf der Forschungstätigkeit Max Neweklowskys fußt. Gezeigt wird anhand von Plan- und Skizzenmaterial, Modellen und historischen Originalobjekten sowohl Schifffahrt und Flößerei auf der Donau als auch der Verkehr auf ihren Nebenflüssen, vorwiegend auf der Traun und der Enns.

Adresse
Greinburg 1
4360 Grein
Tel: +43-(0)7268-7007
Fax: +43-(0)7268-7007-15
email: mail@schloss-greinburg.at
www.schloss-greinburg.at

Öffnungszeiten
1. Mai bis 26. Oktober: täglich 9-17 Uhr

Stelzhamer Gedenkstätte

Im Elternhaus des Dichters Franz Stelzhamer (1802-1874) in Großpiesenham (Gemeinde Pramet, VB Ried/Innkreis), einem für die Region charakteristischen Blockbau, hat sich im Erdgeschoß das sogenannte "Muadastüberl" erhalten, ein aus dem früheren 19. Jahrhundert stammendes Interieur, das dem Besucher die Einfachheit und Kargheit der damaligen Lebensumstände vor Augen führt. Einige zusätzliche Gegenstände verweisen auf die Biografie des Dichters. Das privat bewohnte Haus befindet sich im Besitz des Landes Oberösterreich, der Museumsraum ist von April bis Oktober kostenlos zu besichtigen.

Adresse
Großpiesenham 26
4874 Pramet
Tel: +43-(0)7754-8387

Öffnungszeiten
1. April bis 31. Oktober:
täglich 9-12 und 13-17 Uhr

Waffensammlung Schloss Ebelsberg

Das vom Kulturverein Schloss Ebelsberg im Zusammenwirken mit der Kast'schen Gutsverwaltung betriebene und weitgehend mit Beständen des OÖ. Landesmuseums ausgestattete Museum ist der Darstellung der Militärgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gewidmet. Den Anfang stellt die Schlacht von Ebelsberg im Jahr 1809 dar, die unmittelbar unterhalb des Schlosses stattfand und dieses auch in Mitleidenschaft zog; das Kampfgeschehen wird durch figurenreiche Panoramen dem Besucher nahegebracht. Ein Querschnitt durch Uniformen und Ausrüstungsgegenstände der k.k. Armee leitet den Besucher zur umfangreichen Dokumentation der heimischen Waffenproduktion, die in Steyr ein Zentrum von Weltgeltung besaß. In einem eigenen Raum kann sich der Besucher anhand von Originalen einen Überblick über das österreichisch-ungarische Kriegsmarinewesen vor 1918 verschaffen. Schließlich wird die Teilnahme der in Oberösterreich stationierten Truppenkörper an den Fronten des Ersten Weltkriegs dargestellt.

Adresse
Schloss Ebelsberg
Schloßweg 7
4030 Linz
Tel: +43-(0)732-307632
email: schloss-ebelsberg@aon.at

Öffnungszeiten
Sa, So, Fei: 10-12 und 13-17 Uhr
und nach Vereinbarung

Zoll- und finanzgeschichtliche Sammlung

Die aus der Privatsammlung hervorgegangene und in ständigem Ausbau begriffene Sammlung umfasst zahlreiche Gegenstände zur Geschichte der österreichischen Zoll- und Finanzverwaltung, wobei Objekte oberösterreichischer Provenienz einen besonderen Schwerpunkt bilden. Sie enthält Erinnerungsstücke an die Geschichte der Zoll- und Finanzämter, wie Archivmaterial, Uniformen und Ausrüstungsgegenstände, umfangreiche Dokumentationen zur Institutionsgeschichte, aber beispielsweise auch eine hervorragende Sammlung von Stempelmarken aus der ganzen Welt oder zahlreiche beschlagnahmte Schmuggelobjekte. Eine spezialisierte Handbibliothek ergänzt die Sammlung der Originale.

Die Schausammlung im Stiegenhaus des Finanzamtes Linz-Urfahr in der Kaarstraße bietet einen Überblick über das Zoll- und Finanzwesen des Landes, wobei die an der Stirnwand des Treppenhauses angesiedelte, umfangreiche Sammlung von Amtsschildern besonders hervorgehoben sei. Die im ehemaligen "Hauptzollamt" in der Zollamtstraße deponierten Gegenstände können n. V. im Rahmen von Depotführungen durch Chefinspektor Walter Pils besichtigt werden.

Adresse
Kaarstraße 21 und Zollamtstraße 4-6
4040 Linz
TEL +43-(0)732-7605-2040 od. -2453

Öffnungszeiten
Mo-Fr: 8-13 Uhr

Oberösterreichische Landesmuseen

Tummelplatz 10
A-4010 Linz

Telefon: +43-(0)732-774419-0

Oberösterreichisches Landesmuseum / Landesgalerie Linz
Museumstraße 14
A-4010 Linz
Tel: +43-(0)732-774482-0
www.landesmuseum.at
www.landesgalerie.at

Schlossmuseum Linz
Tummelplatz 10
A-4010 Linz
Tel: +43-(0)732-774419-0
www.schlossmuseum.at

Biologiezentrum Linz Dornach
Johann-Wilhelm-Klein-Straße 73
A-4040 Linz-Dornach
Tel: +43-(0)732-759733-0
www.biologiezentrum.at

Anton-Bruckner-Gedenkstätte
Augustinerstraße 3
A-4052 Ansfelden
Tel: +43-(0)7229-87128

Freilichtmuseum Sumerauerhof
Samesleiten 15
A-4490 St. Florian
TEL +43-(0)7224-8031

Kubin-Haus
Zwickledt Nr. 7
A-4783 Wernstein am Inn
TEL +43-(0)7713-6603

Mühlviertler Schlossmuseum
Schlosshof 2
A-4240 Freistadt
Tel: +43-(0)7942-72274

Photomuseum Bad Ischl
Jainzen 1
A-4820 Bad Ischl
TEL +43-(0)6132-24422

OÖ Schifffahrtsmuseum
Greinburg 1
A-4360 Grein
TEL +43-(0)7268-7007

Stelzhamer Gedenkstätte
Großpiesenham 26
A-4874 Pramet
TEL +43-(0)7754-8387

Waffensammlung Schloss Ebelsberg
Schloss Ebelsberg
Schloßweg 7
A-4030 Linz

Zoll- und finanzgeschichtliche Sammlung
Kaarstraße 21
A-4040 Linz
Tel: +43-(0)732-7605-2040 od. -2453