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Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Die Pfalzbau Bühnen (Theater im Pfalzbau) sind eines der wichtigsten Gastspielhäuser Deutschlands und damit einzigartig in Rheinland-Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar. Das vielfältige Programm zeigt einen Querschnitt der besten internationalen, deutschen und regionalen Theaterproduktionen. Im Herbst präsentieren die Festspiele Ludwigshafen Schauspiel- und Tanzaufführungen auf höchstem Niveau. In der zweiten Spielzeithälfte sind neben renommierten Bühnen und Compagnien auch ausgewählte Inszenierungen nahe gelegener Theaterhäuser zu Gast. Neben Schauspiel und Tanz sind dann auch Musiktheaterinszenierungen und Produktionen für Kinder und Jugendliche zu sehen.

Kontakt

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Berliner Str. 30
D-67059 Ludwigshafen

Telefon: +49 (0621) 504 30 - 46
Fax: +49 (0)621-5 04-29 30

 

Reservierungen:
Tel. +49 (0)621-504-2558
Montags bis freitags von 10.30 bis 13.00 Uhr und von 17.00 bis 18.30 Uhr,
samstags von 11.30 bis 13.00 Uhr
Fax (0621) 504-2526
E-Mail: pfalzbau.theaterkasse@ludwigshafen.de
Über die Internetseite sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn
Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

© Christine Tritschler
Musical

3 Musketiere - Das Musical

Musik und Text: Rob Bolland und Ferdi Bolland
Buch: André Breedland

Junges Musical der Pfalzbau Bühnen

Als sich d’Artagnan in Begleitung des alten Pferdes Pomme de Terre und mit seinem ersten eigenen Degen auf den Weg nach Paris macht, tut er dies, um sich seinen Lebenstraum zu erfüllen: Musketier zu werden. In der französischen Hauptstadt angekommen, freundet er sich schnell mit Athos, Porthos und Aramis an, drei Musketieren des Königs, und ebenso schnell ist er Teil gefährlicher Ereignisse. Nun muss d’Artagnan nach England reisen, um eine Verschwörung gegen die Königin zu vereiteln, wohlwissend, dass in Paris die schöne Constanze auf ihn wartet.
Unzählige Male schon wurde Dumas‘ berühmter Roman in den unterschiedlichsten Medien adaptiert, nun zeigen die Pfalzbau Bühnen die Musicalinszenierung von Iris Limbarth als Eigenproduktion mit dem Ensemble des Jungen Musicals der Pfalzbau Bühnen. Mit eindrucksvollen Fechtszenen, ergreifenden Balladen, historisch anmutenden Kostümen und beeindruckenden Choreographien bietet die Inszenierung spannende Unterhaltung für alle Altersgruppen.

Inszenierung und Choreographie: Iris Limbarth
Musikalische Leitung: Frank Bangert
Bühne: Britta Lammers
Kostüme: Heike Korn
Musikalische Einstudierung: Tim Speckhardt
Szenische Einstudierung: Julia Schwarz
Choreographische Einstudierung: Viktoria Reese

Mit Jugendlichen aus Ludwigshafen und der Region

Dauer 3 Stunden 15 Minuten, eine Pause

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Bewertungen & Berichte 3 Musketiere - Das Musical

Musiktheater

Alcina

Oper von Georg Friedrich Händel

Pfalztheater Kaiserslautern

Die Zauberin Alcina bannt alle, die sich der Machtsphäre ihrer Insel nähern, durch ihre Kunst: entweder als ihr willenlos ergebene Liebhaber oder aber, wer sich ihr widersetzt, als Tiere, Pflanzen oder Felsen. Auf der Suche nach ihrem Bräutigam Ruggiero kommt Bradamante in Männerkleidern auf Alcinas Insel. Aus dem sich entspinnenden Verwirrspiel der Gefühle geht Alcina als Verliererin hervor. Ihre Macht und ihr Zauber sind durch die echte Liebe, die sie für Ruggiero empfindet, gebrochen.
Die 1735 in London uraufgeführte Alcina ist eine der letzten Opernkompositionen Georg Friedrich Händels und entstand in einer Zeit, in der sein Opernunternehmen bereits in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten war und kurz vor der Auflösung stand. Rein musikalisch hört man dem Werk jedoch keinerlei Schaffenskrise an, gehört doch Alcina zweifellos zu den inspiriertesten und farbigsten Opernpartituren Händels mit fast musikdramatischen Zügen. Für die zwischen Liebe und (Selbst-) Täuschung zerrissene Titelfigur hat der aus Halle stammende Komponist zu einer tiefen Charakterdarstellung gefunden, die weit über die in der Barockoper übliche äußere Affektdarstellung hinausgeht und bereits auf Gluck oder Mozart verweist.

Text nach dem Libretto L’isola di Alcina von Antonio Fanzaglia und dem Epos Orlando furioso von Ludovico Ariosto

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Anton Legkii
Inszenierung: Andreas Bronkalla
Bühne: Herbert Murauer
Kostüme: Anke Drewes
Chor: Gerhard Polifka

Preise 47 € / 40 € / 33 € / 26 €

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© Wolfgang Böhm
Comedy

Udo Sawitzky und Frau

Von und mit Wolfgang Böhm

Zwei Ehepartner, zwei Kosmen – und EINE komplizierte Welt. Hausmeister Udo Sawitzky und seine Frau Inge (Chorsängerin) bringen Ordnung in dieses komplexe Chaos. Und wie es sich für eine gute Ehe gehört, tut das jeder für sich: Lebensweisheiten, feine Beobachtungen – nicht nur über das Leben und den Tod, natürlich auch über den eigenen Ehepartner. Der Komiker Wolfgang Böhm gibt beiden eine Stimme und führt den Beweis, dass eine funktionierende Lebensbeziehung Raum für alternative Fakten braucht.

Wolfgang Böhm spielte 25 Jahre lang an deutschen Stadt- und Staatstheatern. Hier entdeckte er seine große Leidenschaft für gute Unterhaltung und brillante Komödien. Intendanten, Regisseure und Publikum waren von seiner komödiantischen Vielseitigkeit begeistert, und so war Wolfgang Böhm regelmäßig für ausverkaufte Vorstellungen mit Lachgarantie zuständig. In Ludwigshafen sorgte er bei der Wort und Wein-Veranstaltung Der Rhein als Alberich für Erheiterung. Udo Sawitzky und Frau ist sein erster Solo-Comedy-Abend.

Einheitspreis 19 € / ermäßigt 11 €

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Bewertungen & Berichte Udo Sawitzky und Frau

Schauspiel

Medea

Von Simon Stone nach Euripides

Burgtheater Wien

Medea – Königstochter, Ehefrau, Betrogene, Fremde. Medea – Kindsmörderin, Hexe. Kaum eine Frauenfigur der Antike hat mehr Adaptionen inspiriert als sie. Jede Epoche warf dabei ihren eigenen Blick auf den Mythos um die Frau, die aus Liebe zu Jason ihre Heimat für immer verlässt und ihm nach Griechenland folgt. Sie gebiert ihm zwei Kinder, muss nach ein paar Jahren jedoch einer anderen, jüngeren Königstochter Platz machen. Medea tut das Unvorstellbare: Sie ermordet nicht nur Jasons neue Braut, sondern auch ihre eigenen Kinder.

Der australische Regisseur und Stückeüberschreiber Simon Stone versetzt Medea in die Gegenwart und mischt die antike Tragödie mit einer realen Geschichte: In den 1990ern setzte die amerikanische Ärztin Debora Green nach ihrer Scheidung das Familienhaus in Brand und tötete dabei ihre drei Kinder. Aus Medea wird bei Stone die Pharmazeutin Anna, die gerade einen Aufenthalt in der Psychiatrie hinter sich hat. Nun will sie die Beziehung zu ihrem Mann Lucas wiederbeleben, der jedoch ein Auge auf die Tochter seines Chefs geworfen hat. Kurz davor, alles zu verlieren, sieht Anna nur noch einen einzigen Ausweg.

In der Titelrolle brilliert Caroline Peters, die beim Gastspiel des Burgtheaters Wien in Yasmina Rezas Komödie Bella Figura begeisterte.

Inszenierung: Simon Stone
Bühne: Bob Cousins
Kostüme: An D’Huys, Fauve Ryckebusch
Musik: Stefan Gregory
Dramaturgie: Klaus Missbach
Mit: Mavie Hörbiger, Christoph Luser, Caroline Peters, Falk Rockstroh, Steven Scharf, Irina Sulaver

Simon Stone
Der australische Regisseur Simon Stone sammelte Theatererfahrung in seiner 2007 gegründeten Theaterkompanie „The Hayloft Project“, die sich auf Adaptionen klassischer Theatertexte spezialisierte. Mit The Wild Duck gastierte er 2012 auf dem Ibsen-Festival in Oslo, 2013 bei den Wiener Festwochen und beim Holland Festival Amsterdam, wo die Inszenierung den Publikumspreis erhielt. Aufgrund des großen Erfolges von The Wild Duck bei den europäischen Festivals wurde Stone von verschiedenen Theatern in Europa als Gastregisseur eingeladen. Seither inszeniert er an großen Schauspielhäusern wie dem Burgtheater Wien und dem Theater Basel, wo er seit 2015 als Hausregisseur engagiert ist. Seine Inszenierungen wurden mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet und mehrfach zum Deutschen Theatertreffen eingeladen. In Ludwigshafen waren von ihm die am Burgtheater Wien entstandene Aufführung des Jahres 2014/15 John Gabriel Borkman nach Henrik Ibsen und Drei Schwestern nach Anton Tschechow vom Theater Basel zu sehen.

Preise 47 € / 40 € / 33 € / 26 €

Dauer ca. 90 Minuten, keine Pause

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Infoveranstaltung

Präsentation des Spielplans 2022/23

Am Sonntag, 29.05.22 um 11 Uhr präsentiert Tilman Gersch mit seinem Team den Spielplan der neuen Saison auf der großen Bühne. Ausgewählte Vorstellungen werden erläutert und durch Projektionen illustriert. Im Anschluss an die Veranstaltung lädt die Gesellschaft der Freunde der Pfalzbau Bühnen alle Besucherinnen und Besucher zu einem Sektumtrunk ein. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Eintritt frei, Anmeldung erwünscht

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Schauspiel

Hamlet

Von William Shakespeare

Schauspielhaus Bochum

„Diesen Hamlet muss man gesehen haben.“ Süddeutsche Zeitung

Der alte König Hamlet ist tot, sein Mörder und Bruder Claudius hat seine Witwe Gertrud geheiratet und sitzt jetzt auf dem Thron. Prinz Hamlet, krank vor Trauer, wird vom Geist seines Vaters heimgesucht. Der Geist befiehlt ihm, ihn zu rächen. Dieser Auftrag treibt Hamlet immer weiter in die Isolation. William Shakespeare machte 1602 aus einer europäischen Legende die philosophische Geschichte einer bis heute faszinierenden Sinnsuche. In der Regie von Johans Simons mit Sandra Hüller in der Titelrolle wird Hamlet zu einem Plädoyer für radikale Ehrlichkeit.
Regisseur Johan Simons antwortet auf die Frage nach dem Kern des Stückes: „‘To be or not to be.‘ Nicht umsonst ist der Satz so berühmt. Hier versucht jemand herauszufinden, ob es ein Recht auf Existenz gibt. Was ist der Sinn unseres Lebens, wenn eine Lüge so oft als Wahrheit gilt? Meiner Meinung nach ist Hamlet extrem empfindlich und kompromisslos, er erträgt keine falschen Fassaden. Das zerstört ihn.“
Dass er die Hauptrolle des Shakespeare-Dramas mit einer Frau besetzt hat, ist für Simons kein großes Thema. Theater so sagt er, vermittle sich über Gedanken, nicht über Identifikation. „Der Stoff handelt von Geisteskraft und der Dynamik des Denkens. Sandra Hüller hat einen flexiblen Geist. Und sie hat eine persönliche Herangehensweise. Sie lehnt jeden Zynismus ab. Sandra erweitert Hamlets Gedanken und füllt sie mit Emotionen, wie nur sie das kann.“

Inszenierung: Johan Simons
Textfassung: Jeroen Versteele
Bühne und Kostüme: Johannes Schütz
Musik: Mieko Suzuki
Mitarbeit Musik und Sounddesign: Lukas Tobiassen
Klangregie: Will-Jan Pielage
Lichtdesign: Bernd Felder
Dramaturgie: Jeroen Versteele
Übersetzung: Angela Schanelec, Jürgen Gosch

Mit: Mourad Baaiz, Konstantin Bühler, Dominik Dos-Reis, Ann Göbel, Gina Haller, Stefan Hunstein, Sandra Hüller, Mercy Dorcas Otieno, Bernd Rademacher, Mieko Suzuki, Ulvi Teke, Lukas Tobiassen, Jing Xiang

Dauer 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause

Preise 41 € / 35 € / 29 € / 23 €

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Performance

2022 - Cloud Daughters

Ein internationales Dokumentartheaterprojekt
Von Jenke Nordalm und Julie Paucker

KULA Compagnie

Wie sind wir zu dem geworden, was wir sind? Diese Frage stellt sich das internationale weibliche Dokumentartheaterprojekt Cloud Daughters. Die beteiligten Künstlerinnen haben Wurzeln in Deutschland, der Schweiz, in Israel, Bulgarien, Schweden, Ungarn. Ihre Mütter stammen aus den verschiedensten Kontexten und haben doch Vieles gemeinsam. Obwohl sie keine aktiven Frauenrechtlerinnen waren, haben sie sich Schritt für Schritt eine Freiheit erobert, von der die Generation davor kaum zu träumen wagte.

Die Coronakrise führte zu einem Erstarken des Nationalen und Patriarchalen. Das liegt an geschlossenen Grenzen, einem Rückzug ins Private, an dem Bedürfnis, die lokale Wirtschaft anzukurbeln und wenigstens im kleinen Umfeld Kontrolle zurückzugewinnen. Feministische Errungenschaften stehen unversehens auf dem Spiel. Grund genug, sich noch einmal bewusst zu machen, wie sehr die Töchter von den Anstrengungen der Mütter profitieren. Jede der Künstlerinnen geht auf ihre eigene autobiografische Spurensuche – nach der Mutter und der eigenen Rolle als Tochter.

Kunst braucht die internationale Vernetzung, die Solidarität und die Schwarmintelligenz von Künstlerinnen, die mit den unterschiedlichsten Lebensumständen konfrontiert sind und sich aus ihrem spezifischen Blickwinkel zur Gesellschaft verhalten. Diese drei Töchter treten als Zeuginnen ihrer Geschichte und als moderne Künstlerinnen auf. Ihre Recherche wird offenlegen, wie sehr ihre Mütter sie in ihrem künstlerischen Wollen und Werden geprägt haben.

Mit: Beatrice Fleischlin, Hajnalka Peter, Nadia Migdal
Produktionsleitung: Eric Nikodym

In Kooperation mit Pfalzbau Bühnen Ludwigshafen, Spreehalle Berlin, Kulturhaus Helferei Zürich, Women Of Music

Einheitspreis 24 € / ermäßigt 14 €

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Schauspiel

Katharina Knie

Heimat Zirkus Stadt
Von Carl Zuckmayer

Pfalzbau Bürger Bühne

In einer kleinen Stadt nahe Mannheim gastiert wie jedes Jahr der Wanderzirkus Karl Knie. Früher strömte das Publikum, aber diesmal bleibt es aus. Eine Wirtschaftskrise hat viele Menschen in Not gebracht und auch die Zirkusfamilien müssen um ihr Überleben kämpfen. Direktor Karl Knie ist über sechzig Jahre alt und hat Mühe, diese Krise zu bewältigen. Er hofft auf seine Tochter Katharina, die wie er Artistin ist und den Zirkus einmal weiterführen soll. Katharina aber hat andere Pläne. Sie möchte sich in der Stadt niederlassen, auch wenn sie einen Bruch mit dem Vater und das mögliche Ende des Unternehmens riskiert. So entzündet sich ein Konflikt um die Frage, wie sehr die Jungen den Alten verpflichtet sind und ob es möglich und legitim ist, im Spannungsfeld zwischen Tradition, Familie und Aufbruch zu einer eigenen, individuellen Verortung zu finden.

Das Ensemble der Pfalzbau Bürger Bühne ist ein Querschnitt der Bevölkerungsvielfalt in Ludwigshafen. Die Altersspanne reicht von 12 bis über 70 Jahren, manche Ensemblemitglieder haben nie woanders gelebt, andere kommen aus fernen Ländern oder leben in Familien, die zugewandert sind. Anhand Carl Zuckmayers „Seiltänzerstück“ möchten wir mit diesen Menschen den Begriff der Heimat befragen, der in den letzten Jahren eine unerwartete Renaissance erfahren hat und zugleich erheblichen Sprengstoff birgt. Dabei sollen, wie schon bei Ratten Ludwigshafen, Erzählungen der Spielerinnen und Spieler eine wichtige Rolle spielen. Und unsere Zirkusmanege öffnet sich für viele lokale Künstlerinnen und Künstler, die gerade durch die intensive Auseinandersetzung mit ihren Traditionen eine Heimat in Ludwigshafen und der Metropolregion gefunden haben.

Inszenierung/Bühne: Tilman Gersch
Kostüme: Tamara Priwitzer
Musik: Frank Rosenberger
Dramaturgie und Textfassung: Barbara Wendland
Mit Menschen aus Ludwigshafen und Umgebung

Einheitspreis 15 € / ermäßigt 10 €

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Konzert

Paulus

Rebecca Blanz, Sopran
Johanna Götz, Alt
Daniel Schreiber, Tenor
Hanno Müller-Brachmann, Bass
Dirigent Tristan Meister

Kammerphilharmonie Mannheim
Beethovenchor Ludwigshafen
Dirigent: Tristan Meister


Felix Mendelssohn Bartholdy Paulus op.36

Das erste der beiden vollendeten Oratorien von Felix Mendelssohn Bartholdy, Paulus op. 36 (MWV A 14), handelt vom Leben und Wirken des Apostels Paulus.

Im Auftrag des Frankfurter Cäcilien-Vereins begann Mendelssohn 1832 die Arbeit nach seiner Rückkehr aus Paris nach Berlin. Inspiriert von Bach und Händel, wünschte Mendelssohn sich von seinem Freund Julius Schubring einen Text aus Bibelworten sowie die Einbeziehung von Chorälen „aus dem Gesangsbuch […] ganz in der Art der Bach‘schen Passion“ (Brief an Julius Schubring, 22. Dezember 1832).

Die Uraufführung fand zu Pfingsten beim 18. Niederrheinischen Musikfest 1836 in Düsseldorf in der Tonhalle statt. Mendelssohn überarbeitete danach das Werk noch einmal für den Druck. In dieser endgültigen Fassung wurde es in englischer Sprache als St. Paul im Oktober 1836 in Liverpool aufgeführt. In den folgenden achtzehn Monaten wurde es auch beim Birmingham Triennial Music Festival und insgesamt über 50 weitere Male dargeboten.

Das Oratorium, in zwei Teile gegliedert, beschreibt den Werdegang vom Saulus zum Paulus: So schildert der erste Teil Paulus‘ Verfolgung der Christen (Märtyrertod des Stephanus durch Steinigung) und das Damaskus-Erlebnis der Erscheinung Christi. Der zweite Teil erzählt von seiner Arbeit als Missionar und von den damit verbundenen Gefahren.

Dass Mendelssohn dramatisch besonders wertvolle Szenen, wie die im Kerker von Philippi und die des Tribunals von Caesarea, nicht verwendet hat, wurde oft bedauert, doch ging es ihm wohl eher um die Umsetzung und Erzählung der Apostelgeschichte als um die Darstellung von Paulus als Persönlichkeit. Im zweiten Teil kommt der Ton dem einer Predigt sehr nahe. Im Schlusschor zieht Mendelssohn das Fazit, dass nicht nur Paulus die Gerechtigkeit Gottes durch seine Standhaftigkeit erfährt, „sondern alle, die seine Erscheinung lieben“. Somit stellt das Oratorium auch eine Aufforderung zur Bekehrung dar.

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© Ingo Schäfer
Tanz

Geschlossene Spiele

Ballett von Demis Volpi nach einem Schauspiel von Julio Cortázar

Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg

In einem argentinischen Lokal treffen Menschen aufeinander, die auf den ersten Blick wenig zu verbinden scheint. Ein Richter wiegt in der Mittagspause pedantisch seine Möhren, eine amerikanische Touristin möchte ein Huhn um Erlaubnis fragen, es zu verspeisen, die Kellner fallen wie aus dem Nichts in Ohnmacht, ein Kunde versucht über Stunden, seine Koffer aufzugeben, scheitert aber letztlich am bürokratischen Apparat. Absurd-surreale Begegnungen verweben sich zu einem virtuosen Diskurs über Gerechtigkeit, Recht und Unrecht, und die Idee des Menschen, in fairer Art und Weise über das Schicksal anderer bestimmen zu können. Als Grundlage für sein erstes Handlungsballett als neuer Chefchoreograph des Ballett am Rhein hat Demis Volpi ein Schauspiel von Julio Cortázar gewählt, das mit Scharfsinn nicht nur seinen ursprünglichen Hintergrund, die Zeit der Militärdiktatur Argentiniens unter J.R. Videla seziert, sondern auch heute noch als Gesellschaftsparabel funktioniert.
Für den Autor Cortázar war der Einbruch des Unbegreiflichen in den Alltag die einzig wirkliche Möglichkeit, unsere Realität nachvollziehbar zu machen. Das Entgleiten einer bekannten Situation in etwas Surreales, manchmal sogar Bedrohliches ist eine Einladung zur vielseitigen choreographischen Umsetzung.

Der deutsch-argentinische Choreograph und Opernregisseur Demis Volpi ist seit Beginn der Spielzeit 2020/2021 Ballettdirektor und Chefchoreograph am Ballett am Rhein in Düsseldorf und Duisburg. 2011 wurde Volpi mit dem Erik Bruhn Preis, 2012 mit dem Chilenischen Preis vom Kunst-Kritikerkreis und 2014 mit dem Deutschen Tanzpreis Zukunft ausgezeichnet. Außerdem wurde er 2017 für sein abendfüllendes Ballett Salome für den weltweit anerkannten Prix Benois de la Danse nominiert und in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Opernwelt zum Nachwuchskünstler des Jahres 2017 ernannt. Tod in Venedig war ebenfalls für die 2018 International Opera Awards in der Kategorie Beste Neuproduktion nominiert.

Choreographie: Demis Volpi
Musik: E. Carter, E. Morricone, L. Berio, C. Saint-Saëns u.a.
Bühne: Heike Scheele
Kostüm: Katharina Schlipf
Licht: Bonnie Beecher
Dramaturgie: Maurice Lenhard

Preise 55 € / 47 € / 39 € / 31 €

Stückeinführung um 19:10 UHR, gläsernes Foyer

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© Andreas Bassimir
Schauspiel

Harold and Maude

Tragikomödie von Colin Higgins

Theatergastspiele Fürth

Harold und Maude erzählt die Liebesgeschichte eines todessüchtigen, neurotischen Achtzehnjährigen aus gutem Hause und einer vitalen, lebensfrohen und impulsiven Neunundsiebzigjährigen, einer "unwürdigen Alten", die in gestohlenen Autos durch die Stadt rast und in einem Haus voller bizarrer Erinnerungsstücke am Rande der Stadt lebt. Harolds wohlhabende und dominante Mutter versucht ihren Sohn über eine Heiratsagentur mit jungen Frauen zu verkuppeln, was aber wegen der inszenierten Selbstmordversuche Harolds regelmäßig misslingt. Diese morbide Faszination für den Tod lässt ihn auch immer wieder Beerdigungen besuchen. Dort lernt er eines Tages die Exzentrikerin Maude kennen.
Bald entwickelt sich zwischen Harold und Maude eine Liebesbeziehung jenseits jeglicher gesellschaftlicher Konventionen. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Je mehr Harold in das Leben von Maude eintaucht, desto mehr verändert sich sein Blick auf die Welt. Und sein Entschluss steht schnell fest: Maude ist die Frau, mit der er sein ganzes Leben verbringen möchte. Sie ist die ideale Partnerin, die er heiraten will. Gäbe es da nicht besagtes kleines Problem: Harold ist 18 und Maude fast 80 ...
Maude lehrt Harold einen neuen Blick auf die Welt und das Leben, und das sonderbare Paar erlebt schwarzhumorige Situationen voller grotesker Komik, zugleich aber auch melancholischer Poesie und Zärtlichkeit. Das zauberhafte Theaterstück nach dem gleichnamigen Film aus dem Jahre 1971 bringt eines der wohl ungewöhnlichsten und liebenswertesten Liebespaare der Literatur auf die Bühne.

Inszenierung: Thomas Rohmer
Mit: Kathrin Ackermann, Maximilian Wrede, Manuela Denz, Magdalena Meier, Sebastian R. Delta und Hans-Peter Ampferer

Preise 29 € / 25 € / 21 € / 17 €

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© Jean-Luc Beaujault
Tanz

Saison Sèche

Tanzstück von Phia Ménard

Compagnie Non Nova, Frankreich
DEUTSCHLANDPREMIERE

Die Choreographin Phia Ménard wurde nicht im Körper einer Frau geboren, aber sie fühlte wie eine Frau, schon in ihrer Kindheit. Dennoch ging sie als Junge, als Mann durch die Welt, lernte männliche Attitüden und spürte immer mehr, dass es ihr unmöglich war, diesen Zuschreibungen zu entsprechen. Schließlich wagte sie den entscheidenden Schritt und wechselte das Geschlecht, mit allen Konsequenzen. Saison Sèche erzählt von dieser Metamorphose. In atemberaubenden Bildern vermittelt Phia Ménard mit ihren Tänzerinnen, welche inneren Konflikte, welche Not einen so mutigen Entschluss begleiten. Mit messerscharfer Ironie führt das Ensemble altbekannte Männlichkeitsrituale vor und zelebriert jene gängigen Klischees maskulinen Verhaltens, von denen die Choreographin sich gern befreit hat.

Aber auch Verluste werden spürbar. Überrascht stellte Phia Ménard fest, dass ihr als Frau viele Freiheiten abhanden kamen, dass plötzlich Anpassung und normatives Verhalten erwartet wurden. Sie ist männlich sozialisiert und trägt noch immer ein Stück Mann in sich – das sorgt bei anderen für Irritation. Ménards radikal offener Tanzabend ist ein Plädoyer für die Freiheit des Menschen, ein individuelles Leben jenseits von Gender und Geschlecht führen zu können.

Die Compagnie Non Nova wurde 1998 von Phia Ménard gegründet. Der Name entstammt der lateinischen Sentenz ‚Non nova, sed nove‘ – nicht neu, aber auf neue Weise. Das bezieht sich auf den Anspruch der Choreographin, verschiedene Künste zu einer neuen Ästhetik zu verbinden. So sorgt Saison Sèche nicht nur im Tanz, sondern auch in der Ausstattung für sehr überraschende Effekte. Phia Ménard ist mit ihren Produktionen und Performances zur Zeit auf vielen wichtigen Theaterfestivals zu Gast, darunter Festival d’Avignon und Wiener Festwochen.

In Koproduktion mit Festival d’Avignon, La Criée – Théâtre national de Marseille, Théâtre de Loire-Atlantique à Nantes u. a.

Konzept und Dramaturgie: Phia Ménard und Jean-Luc Beaujault
Bühne: Phia Menard
Kostüme: Fabrice Illa Leroy
Musik: Ivan Roussel
Licht: Laïs Foulc

Preise 36 € / 31 € / 26 € / 21 €

Dauer ca. 90 Minuten, keine Pause

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Bewertungen & Berichte Saison Sèche

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Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Die Pfalzbau Bühnen (Theater im Pfalzbau) sind eines der wichtigsten Gastspielhäuser Deutschlands und damit einzigartig in Rheinland-Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar. Das vielfältige Programm zeigt einen Querschnitt der besten internationalen, deutschen und regionalen Theaterproduktionen. Im Herbst präsentieren die Festspiele Ludwigshafen Schauspiel- und Tanzaufführungen auf höchstem Niveau. In der zweiten Spielzeithälfte sind neben renommierten Bühnen und Compagnien auch ausgewählte Inszenierungen nahe gelegener Theaterhäuser zu Gast. Neben Schauspiel und Tanz sind dann auch Musiktheaterinszenierungen und Produktionen für Kinder und Jugendliche zu sehen. Reservierungen:
Tel. +49 (0)621-504-2558
Montags bis freitags von 10.30 bis 13.00 Uhr und von 17.00 bis 18.30 Uhr,
samstags von 11.30 bis 13.00 Uhr
Fax (0621) 504-2526
E-Mail: pfalzbau.theaterkasse@ludwigshafen.de
Über die Internetseite sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

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Aufführungen / Oper Nationaltheater Oper Mannheim Mannheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Theater Nationaltheater Schauspiel Mannheim Mannheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Theater Theater und Orchester Heidelberg Heidelberg, Theaterstraße 10
Aufführungen / Theater Theatergemeinde Volksbühne Heidelberg Heidelberg, Theaterstraße 10
Aufführungen / Theater UnterwegsTheater Heidelberg Heidelberg, Hebelstr. 9
Ereignisse / Ballett Ballett Mannheim Mannheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Theater Badisches Staatstheater Karlsruhe Karlsruhe, Baumeisterstr. 11
Aufführungen / Theater Theater Baden-Baden Baden-Baden, Goetheplatz 1

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