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Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Kontakt

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Berliner Str. 30
D-67059 Ludwigshafen

Telefon: +49 (0621) 504 30 - 46
Fax: +49 (0)621-5 04-29 30

 

Reservierungen:
Tel. +49 (0)621-504-2558
Montags bis freitags von 10.30 bis 13.00 Uhr und von 17.00 bis 18.30 Uhr,
samstags von 11.30 bis 13.00 Uhr
Fax (0621) 504-2526
E-Mail: pfalzbau.theaterkasse@ludwigshafen.de
http://tickets.vibus.de/00100137000000/default.aspx
Disskusion

Kultur für alle?

Grenzen und Chancen eines offenen Kulturbegriffs

Elitäre Leuchttürme versus Breitenkultur – stimmen diese Gegensätze in der heutigen Zeit noch? Freie und institutionalisierte Kulturträger sehen sich vor gewaltige Aufgaben gestellt: sie wollen auf aktuelle politische Entwicklungen reagieren und sich für ein breiteres und heterogenes Publikum öffnen, das sonst eher selten den Weg ins Theater, in Museen etc. findet. Hemmschwellen sollen abgebaut werden, neue und unkonventionelle Zugänge geschaffen werden, ohne die angestammten Zuschauer zu verlieren. Bürgerbühnen und die kreative Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, öffentliche und frei zugängliche Kulturevents sind Wege, dies zu erreichen.

Wie gehen wir am besten auf die Menschen zu und erreichen vor dem Hintergrund unterschiedlicher Herkunft und Kultur, Bildung und Erwartungen möglichst vielfältige Gruppierungen? Welche neuen Möglichkeiten der Kooperation lassen sich für freie und etablierte Kulturträger erschließen? Lassen sich die Herkulesaufgaben, die angesichts neuester Entwicklungen digitaler Medien und Netzwerke auf uns warten, gemeinsam besser meistern und wie könnte eine solche Zusammenarbeit sinnvoll gestaltet werden?

Moderation: Andrea Trautvetter, SWR Studio Mannheim-Ludwigshafen

Gäste:
Barbara Auer, Leiterin des Kunstvereins Ludwigshafen
Eleonore Hefner, Leiterin des Kulturvereins Kultur Rhein-Neckar
Gerhard Fontagnier, Kulturparkett
Beat Fehlmann, Intendant der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, zukünftiger Intendant der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Sascha Koal, Leiter Theater Felina Areal Mannheim

Eintritt frei
Theater

Drei Schwestern

Schauspiel von Simon Stone nach Anton Tschechow
Theater Basel

Voller Wehmut erinnern sich Olga, Mascha und Irina an ihre glückliche Kindheit in Moskau. Alle ihre Sehnsüchte, ihr Gefühl verpasster Chancen projizieren sie auf diese Stadt, die sie schon lange nicht mehr gesehen haben. Ihr Leben spielt sich auf dem Lande ab, in der Provinz, wo es wenig glamourös zugeht. Ein ständiges Ringen um Sinn, Erfüllung, Beschäftigung ist der Alltag der drei Schwestern. Unablässig reflektieren sie ihr Dasein in der ländlichen Tristesse, dazwischen passieren, fast beiläufig, die wahren Tragödien: eine unglückliche Liebe, ein tödliches Duell, ein brennendes Haus

Anton Tschechow lässt keinen Zweifel daran, dass es den dreien nie gelingen wird, sich aus ihrem gefühlten Gefängnis zu befreien. Wohin sollten sie auch gehen? Das Moskau ihrer Träume existiert nicht. Mit seinen Stücken, die er selbst eher als Komödien sah, setzte Tschechow eine radikale Zäsur in der Theatergeschichte. Nie zuvor hat ein Dramatiker in diesem Maß der Trivialität des Daseins Raum gegeben und mit großer Schärfe über die eigene Zeit, das eigene Milieu erzählt. Wie Tschechow selbst begreift der Regisseur Simon Stone die Drei Schwestern als Gegenwartsstück – bezogen auf die Gegenwart, in der es gespielt wird. Olga, Mascha, Irina und all die anderen sind für ihn Menschen von heute. Auch bei dieser Inszenierung bewährt sich Stones spezifische Arbeitsweise. Er überschreibt die Dialoge, setzt die Figuren und ihre Sprache in einen modernen Kontext und wird so dem Ursprungsgedanken mehr als gerecht.

Tschechows Sinnsucher verortet Stone in einem Ferienhaus, wo ihre freiwillige Auszeit zum Desaster gerät. Konflikte brechen auf, Lebenslügen werden sichtbar, der Stillstand ist rasend. Wir schauen von außen zu, wie die Gesellschaft durch das spektakuläre Bühnenbild wuselt und zunehmend den Halt verliert. Ihre vergebliche Betriebsamkeit verweist überzeugend auf unsere allzu schnelle, allzu oberflächliche Zeit. Das ausnahmslos glanzvolle Ensemble, darunter zum vierten Mal in dieser Spielzeit der Schauspieler Roland Koch, agiert mit Mut zum großen Gefühl und zur schonungslosen Abrechnung mit dem Hipster von heute.

Simon Stone ist Hausregisseur am Theater Basel. Seit einigen Jahren fällt er durch seine entschiedenen und innovativen Stücküberschreibungen auch international auf. Mit Ibsens John Gabriel Borkman (in Koproduktion mit dem Burgtheater Wien und zu Gast bei den Festspielen Ludwigshafen 2016) bescherte er dem Theater Basel bereits 2016 eine Einladung zum Berliner Theatertreffen, die zweite folgte 2017 mit seiner Inszenierung von Tschechows Drei Schwestern. Auch mit dem wichtigen Nestroy-Theaterpreis wurde er mehrfach ausgezeichnet.

„Cool, aber doch mit einem Maximum an Emotion aufgeladen…“ Süddeutsche Zeitung

„Pures Schauspielertheater, so richtig old school mit Figuren, mit Handlung, mit So-tun-als-ob, mit Pathos und vorgeführten Gefühlsausbrüchen – und es war herrlich!“ Berliner Zeitung

Inszenierung: Simon Stone
Bühne: Lizzie Clachan
Kostüme: Mel Page
Musik: Stefan Gregory
Licht: Cornelius Hunziker
Dramaturgie: Constanze Kargl

Mit Liliane Amuat, Elias Eilinghoff, Franziska Hackl, Barbara Horvath, Roland Koch, Florian von Manteuffel, Nicola Mastroberardino, Cathrin Störmer, Michael Wächter, Simon Zagermann

Preise
35 € / 30 € / 25 € / 20 €

Dauer
2 Stunden 45 Minuten, eine Pause

Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung
DO, 14.06.18, Gläsernes Foyer
Oper

El Gato Montés

Oper in drei Akten von Manuel Penella
Pfalztheater Kaiserslautern

Die junge Soleá ist hin- und hergerissen. Verlobt ist sie mit dem berühmten und beliebten Stierkämpfer Rafael, aber eigentlich fühlt sie sich zu Juanillo, genannt „El Gato Montés“, die Wildkatze, hingezogen, der einst für sie aus Liebe einen Mord beging und seither als Bandit durch die Berge streift. Bei einer der vielen Siegesfeiern Rafaels eskaliert die Situation: Eine Zigeunerin prophezeit ihm den Tod im nächsten Kampf. Außerdem taucht plötzlich Juanillo auf und fordert die Hand der Soleá. Unter dem Verdikt von Ehre, Treue und Schicksalsergebenheit kann der Konflikt nur ein tragisches Ende finden.

Der spanische Komponist Manuel Penella Moreno (1880-1939) ist in Deutschland nahezu unbekannt, dabei schrieb er nicht weniger als 80 Bühnenwerke (Opern, Zarzuelas und Revuen) und zahlreiche populäre Lieder. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte er zu einer Gruppe von Komponisten, die sich einer originär spanischen Musiktradition verpflichtet fühlten und sich nicht der musikalischen Moderne Europas, insbesondere dem in Spanien stark rezipierten französischen Impressionismus anschlossen. Penellas musikalische Heimat ist die Zarzuela, dieses urspanische Genre, das mit „spanischer Operette“ nur unzureichend umrissen ist. Später verzichtete der Komponist auf den Wechsel von gesprochenen Dialogen und Musiknummern und strebte – wie bei El Gato Montés – eine durchkomponierte Opernform an. Vom Sujet wie von der Musiksprache her kommt El Gato Montés einer veristischen Oper nahe, wenn auch der Rhythmus des Pasodoble und der Seguedilla wie auch der Tonfall der andalusischen Mundart prägend sind.

Musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo
Inszenierung: Alfonso Romero Mor
Bühne: Ricardo Sanchez Cuerda
Kostüme: Rosa Garcia Andujar

In spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Preise
46 € / 39 € / 32 € / 25 €

Dauer
2 Stunden 30 Minuten, zwei Pausen
Aufführungen / Oper Nationaltheater Oper Mannheim Mannnheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Theater Nationaltheater Schauspiel Mannheim Mannnheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Theater Theatergemeinde Volksbühne Heidelberg Heidelberg, Theaterstraße 10
Aufführungen / Konzert SWR Symphonieorchester Stuttgart, Neckarstraße 230
Aufführungen / Konzert D. Radio Philharmonie Kaiserslautern Kaiserslautern, Fruchthallstr. 1
Aufführungen / Theater Badisches Staatstheater Karlsruhe Karlsruhe, Baumeisterstr. 11
Aufführungen / Konzert Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Ludwigshafen, Heinigstraße 40
Aufführungen / Konzert KIRCHHEIMER KONZERTWINTER Kirchheim/Weinstraße, Oberer Waldweg 7
Der kultivierte Klang
Aufführungen / Aufführung Nibelungen Festspiele gGmbH Worms, Von-Steuben-Str. 5
Aufführungen / Konzert Weingartner Musiktage Junger Künstler Weingarten, Wiesenstr. 30