THEATER IM PFALZBAU
Spielzeit 11/12
Die Dreigroschenoper
Theaterstück von Bertolt Brecht
Premiere: 05. Februar 2012
»Sie werden jetzt eine Oper hören. Weil diese Oper so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können, heißt sie Die Dreigroschenoper.«
Bertolt Brecht
Brechts heiter bitteres Stück wird von 27 Kindern im Alter von 9 bis 16 Jahren sowie von drei erwachsenen Schauspielern aufgeführt. Durch die Besetzung von Kindern und Erwachsenen wird dem heute sehr aktuellen gesellschafts- und wirtschaftskritischen Stück ein neuer Aspekt hinzugefügt. Das Verhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen wird thematisiert: Kinder werden einerseits zur Ware und von Erwachsenen benutzt; andere wiederum lassen sich vom Nachwuchs alles gefallen. Mackie Messer und seine Bande erkennen keine Grenzen und keine Moral an – außer ihrer eigenen. Die Platte aus Jugendlichen hält eine ganze Stadt in ihren Fängen. Andere Kinder werden von Familie Peachum zum Betteln auf die Straße geschickt (eine Wirklichkeit in deutschen Großstädten). Jugendliche auf der Schwelle zum Erwachsenwerden: sie stellen harte Fragen, probieren ihre Grenzen aus und sehnen sich nach Liebe und Anerkennung. Geplant wird ein sozialkritisches und temporeiches Stück. Die Dreigroschenoper möchte Barrieren, Vorurteile der Erwachsenen und der Jugendlichen abbauen, aber auch politische und wirtschaftliche Fragen aufwerfen.
Musik: Kurt Weill
Musikalische Leitung: Paul Leonard Schäffer
Inszenierung: Éva Adorján, Jürgen Esser
Preise: 12 / erm. 7 Euro; Familienpaket: 25 Euro
Ort:
Theatersaal
Termine:
So, 5.2.2012, 19:30 | Premiere |



Mo, 6.2.2012, 19:30 |



Di, 7.2.2012, 11:00 |



Mo, 13.2.2012, 11:00 |



Di, 14.2.2012, 19:30 |


David Hughes Dance Company Edinburgh
Tanz
Mit einem dreiteiligen Ballett-Abend gastiert die vielbeachtete junge David Hughes Dance Company aus Edinburgh im Theater im Pfalzbau. Der in Leicester geborene David Hughes, Gründungsmitglied der Images Dance Company, schloss sich 1986 Janet Smith and Dancers an, von 1988-1994 tanzte er mit London Contemporary Dance Theatre. David Hughes wirkte bei der Rambert Dance Company mit und arbeitete freiberuflich für eine Vielzahl an Tanzprojekten. Im Juli 2005 gründete Hughes mit der Unterstützung des Scottish Arts Councils die David Hughes Dance Company. Auftritte in Schottland und London folgten. 2007 wurde die Compagnie am Byre Theatre in St. Andrews ansässig. 2008 entstand in Zusammenarbeit mit Al Seed das beeindruckende Werk „The Red Room“.
Mit einer skurrilen, schnörkelig-exaltierten Hommage an das erste Ballett ohne Handlung, Les Sylphides, findet sich eine der eigenwilligen Choreographien der jung verstobenen, vielversprechenden Choreographin Tanja Liedtke im Programm. Die designierte künstlerische Leiterin der Sydney Dance Company, die 2007 tragischerweise bei einem Autounfall ums Leben kam, schuf mit Imploded, Une Rêverie Romantique ein spannendes, energiegeladenes Tanzstück in der für sie typischen modernen Bewegungssprache.
Umrahmt wird dieses Stück von zwei Werken des Namensgebers der Gruppe: zum einen von seiner Choreographie Matt’s lost his groove, in dem zwei Männer und ein Motorrad im Mittelpunkt der Ereignisse stehen. Das Tanzstück untersucht auf eine sehr realitätsnahe und amüsante Weise wo und wie die sehr unterschiedlichen Welten von HipHop und Zeitgenössischem Tanz kollidieren. Zum anderen mit The Red Room, das er gemeinsam mit dem preisgekrönten Theatermacher Al Seed schuf. Inspiriert durch Edgar Allan Poes Erzählung Die Maske des Roten Todes verweben die beiden eine Vielzahl tänzerischer Traditionen mit extremem körperlichem Theater zu einer wahren Horrorshow auf der Bühne.
Bei einem anberaumten ausschweifenden Maskenfest erscheint ein Gast, der - von den übrigen Gästen als degoutant und obszön empfunden - als Roter Tod gewandet, also als Pest auftritt. Als der Prinz dieser persona non grata die Maske entreißen will, entpuppt sich die Gestalt als körperlos, Prospero sinkt tot zu Boden. Der Tod lässt sich nicht überlisten, er ist ein uneingeschränkter Herrscher.
Mit enormen optischen Schaueffekten und in starken, expressiven Bewegungen geben die sechs Tänzer in einer faszinierenden Darbietung die unheimliche Geschichte Poes wider und scheuen dabei keine Kraftanstrengung. So zieht sich etwa eine Figur, die an einen Narr erinnert, durch das Geschehen, als Prügelknabe Opfer brutaler Gewaltexzesse, aber selbst ständig auf der Lauer liegend, um seinerseits zum Täter zu werden – ein bedrückendes Abbild unserer Zeit. So steht die gesamte dekadente Hofgesellschaft im Zeichen des Verfalls. In The Red Room werden unsere Kultur, ihre Gier und ihr Machtstreben, auf eine dunkle, vielschichtige und verzerrte Weise reflektiert und durch die dynamische, internationale Company von Tänzern auf unheimliche Art zum Leben erweckt.
t’s lost his groove
Choreographie: David Hughes
loded, Une Rêverie Romantique
Choreographie: Tanja Liedtke
Red Room
Choreographie: David Hughes, Al Seed
Preise: 33 Euro, 28 Euro, 23 Euro, 18 Euro
Ort:
Theatersaal
Termin:
Do, 9.2.2012, 19:30 |


3. Philharmonisches Konzert: Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz | Steffens | Bashkirova
Elena Bashkirova, Klavier
Karl-Heinz Steffens, Dirigent
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
Béla Bartók: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Ludwig van Beethovens 4. Sinfonie in B-Dur erfreute sich zu Lebzeiten des Komponisten größter Beliebtheit, wird aber heute vergleichsweise selten gespielt. Das Werk wurde im Herbst des Jahres 1806 vollendet, also in einer Phase, in der sich Beethoven wegen seiner Liebe zur Komtesse Therese von Brunswick in einem absoluten Hochgefühl befand. Dies drückt sich besonders im markanten ersten Thema aus, das sich zu einer heiteren gefühlsmäßigen Ekstase fortspinnt. Ignaz von Seyfried charakterisierte den Tondichter zu dieser Zeit als »heiter, zu jedem Scherz aufgelegt, frohsinnig, munter, lebenslustig, witzig, nicht selten satirisch«. Dieses Glücksgefühl schlägt sich in seiner vierten Sinfonie nieder.
1802 fertiggestellt, 1803 uraufgeführt, wird die 2. Sinfonie in der Forschung als ein wichtiges Zeugnis für die inneren Kämpfe Beethovens gewertet. Er komponierte das Werk, als seine beginnende Ertaubung deutlich wurde. Die überschäumend positive Aussage der Sinfonie wird damit erklärt, dass Beethoven zu diesem Zeitpunkt noch die Hoffnung hatte, geheilt zu werden. An seinen Freund Wegeler schrieb er während der Arbeit die Zeile: Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht.
Sein 3. Klavierkonzert schrieb Béla Bartók 1945. Es war sein Geburtstagsgeschenk an seine Frau, die Pianistin Ditta Bartók. Damit bildet es einen Kontrast zu seinen beiden ersten Klavierkonzerten, die er vor allem für sich selbst komponiert hatte. Ursprünglich sollte Ditta Bartók das Konzert 1945 in den Vereinigten Staaten uraufführen, doch war sie nach dem Tod Béla Bartóks im September des selbigen Jahres nicht dazu in der Lage. Die Uraufführung fand am 8. Februar 1946 posthum in Philadelphia unter der Leitung von Eugène Ormandy statt; Solist war der Bartók-Schüler György Sándor.
Preise: 26 Euro, 20 Euro, 15 Euro
Ort:
Konzertsaal
Termine:
Sa, 11.2.2012, 19:30 |



Mo, 13.2.2012, 20:00 |



Di, 14.2.2012, 20:00 |


Die grandiosen Abenteuer der tapferen Johanna Holzschwert
Von Michael Bang, Michael Schramm und Sabine Zieser
Ein historisches Abenteuerspiel im Hier und Jetzt
Für Menschen ab 8 Jahren
»Holzschwert, Kopf verkehrt«, so hänseln die Mitschülerinnen die 10-jährige Johanna Holzschwert nur wegen des blöden Nachnamens. Und ihr brennendes Interesse für die Geschichten des Mittelalters können sie auch nicht verstehen. Sie lauern ihr auf dem Schulweg auf – und dann passiert es, im Streit wirft Johanna eine Fensterscheibe der Schule ein. Mit einem Brief des Englischlehrers an ihre Eltern in der Tasche macht sie sich auf den Heimweg. Was nun? Johanna traut sich nicht nach Hause, sondern geht, wie so oft, in den Zoo. Sie holt sich Rat bei den Tieren. Vor dem Gehege der Erdmännchen fängt sie an zu träumen. Sie träumt davon, stark zu sein wie ihre Namensschwester Johanna von Orleans. Sie leiht sich die Ritterausrüstung ihres Bruders und zieht in den Kampf … Wird sie gewinnen?
»Schiller? Nee, alles Mummpitz: Die quietschlebendige Version des gleichnamigen Nürnberger Kindertheaters sehr frei nach des Dichters ›Johanna von Orleans‹ ist satte Unterhaltung.«
Regie: Alex Byrne
Bühne: Ensemble Theater Mummpitz
Kostüme: André
Einheitspreis: 12 / erm. 7 Euro
Ort:
Theatersaal
Termin:
Do, 16.2.2012, 11:00 |


bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS
In diesem Werk von Marie Chouinard interpretieren die zehn Tänzer die Goldberg-Variationen als Übung der Freiheit. Die Tänzer tanzen oft auf der Spitze, eine, zwei oder sogar vier auf einmal. In einer Spektroskopie der Gebärden kann man sie dabei beobachten, wie sie sich verschiedener Hilfsmittel bedienen: Stricke, Prothesen, Stangen und Gurte befreien die Bewegungen, behindern oder ermöglichen sie erst.
Dieser Umgang mit den Requisiten lässt ungewöhnliche Körper-Figuren und dynamische Bewegungsabläufe entstehen und eröffnet eine Welt gewissenhafter und spielerischer Erkundungen, die sich in Solos, Duos, Trios und Ensembles spiegeln, in der Arbeit der Tänzer, ihrem Vergnügen und ihrem Erfindungsgeist, in ihrer Menschlichkeit.
Als Ästhetin außerhalb der Norm regt Marie Chouinard zum Nachdenken an über die Berührung zwischen dem Unbeschreiblichen des Anderen und der Unmittelbarkeit der Schönheit der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. Subtil und extravagant, grandios und wild, erforschen die Tänzer in ihren Bewegungen das unlösbare Geheimnis der Körper, des Lebens.
Choreographie: Marie Chouinard
Musik: Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach, Interpretiert von Glenn Gould
Ausstattung, Licht: Marie Chouinard
Kostüme: Vandal
Preise: 44 Euro, 37 Euro, 30 Euro, 23 Euro
Ort:
Theatersaal
Termin:
Do, 23.2.2012, 19:30 |


Konzert: El General
Ort:
Theatersaal
Termin:
Sa, 25.2.2012, 21:00 |


No Time for Art 0 & 1
Schauspiel
Ort:
Theater im Pfalzbau
Termin:
So, 26.2.2012, 19:30 |


Oskar und Felix
Komödie von Neil Simon
Als Felix nach fünfjähriger Ehe Knall auf Fall von seiner Frau Betty vor die Tür gesetzt wird, nimmt ihn sein Freund Oscar gutmütig bei sich auf. Was anfangs wie eine ganz normale Männer-WG aussieht, entpuppt sich bald als beinahe eheliches Panoptikum, mit dem einzigen Unterschied, dass das ewig wischende und putzende Heimchen am Herd eben keine Frau, sondern ein Mann ist. Doch außer Staubsauger, Luftwaschfilter und diversen Kochutensilien hat Felix alle nur erdenklichen Desinfektionssprays in seiner Aussteuer und beginnt die Männerkiste gnadenlos zu zerputzen. Aus Oscars originell-chaotischer Single-Behausung wird dank Felix’ unermüdlicher Schaffenskraft ein steriler Musterhaushalt. Oscars regelmäßige verräucherte, chaotische Pokerrunden mit ungenießbaren Sandwichvariationen mutieren zu keimfreien Dinnerpartys. Und auch für das Rendezvous mit den beiden heißblütigen Spanierinnen aus dem oberen Stockwerk haben die beiden ganz unterschiedliche Pläne …
Hätte Neil Simon sein Stück, das sich kaum ein Theater auf der Welt entgehen ließ und das in Hollywood mit Walther Matthau und Jack Lemmon unvergesslich verfilmt wurde, überhaupt noch besser machen können? – Die Los Angeles Times schrieb 2002 über die Uraufführung von Oscar und Felix: »Tour-de-force comedy shines more brightly than ever.«
Inszenierung: Katja Wolff
Bühnenbild: Jan Freese
Kostüme: Heike Seidler
Preise: 26 Euro, 22 Euro, 18 Euro, 14 Euro
Ort:
Theatersaal
Termin:
Mo, 27.2.2012, 19:30 |


4. Sinfoniekonzert:
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz | Steffens | Hagner
Karl-Heinz Steffens, Dirigent
Viviane Hagner, Violine
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Franz Schubert: Sinfonie h-Moll D 759 Unvollendete
Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert D-Dur KV 218
Antonin Dvorák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 Aus der neuen Welt
Franz Schuberts h-Moll-Sinfonie gibt der Musikwissenschaft einige Rätsel auf: Trägt sie den Titel Unvollendete zu Recht, oder hat der Komponist bewusst auf weitere Sätze verzichtet, weil er sein Werk schon in den ersten beiden Sätzen als vollendet betrachtete? Bisher jedenfalls wurde das Problem nicht geklärt. Das grandiose Werk zählt dennoch zu den meistgespielten des Komponisten.
Die 9. Sinfonie e-Moll op. 95 Antonín Dvoráks trägt den Namen Aus der Neuen Welt, da sie von Dvoráks dreijährigem Amerika-Aufenthalt inspiriert wurde. Es wurde sein wohl populärstes Werk, zu dem er selbst schrieb: »Aber den Unsinn, dass ich indianische oder amerikanische Motive verwendet hätte, lassen Sie aus, weil das eine Lüge ist. Ich habe nur im Geiste dieser amerikanischen Volkslieder geschrieben.« Die Musik aus der Neuen Welt beinhaltet einen zeitlosen Pioniergeist, beschreibt den optimistischen Aufbruch in eine bessere Welt. Die Themen seiner Ecksätze sind kurz und prägnant gehalten und einer zyklischen Grundkonzeption untergeordnet: Das Hauptthema erscheint in allen folgenden Sätzen der Sinfonie.
In dem von Mozart innerhalb weniger Wochen komponierten Violinkonzert D-Dur KV 218 ist der Schlusssatz höchst originell und voller Überraschungen gestaltet. Im melodischen und harmonischen Ritornell fügt der Komponist eine Episode ein, in der der Solist streckenweise die Melodie selbst durch gleichzeitiges Mitspielen der leeren G-Saite begleitet, und so einen stilisierten Musette-Dudelsack-Klang erzielt. Das Violinkonzert ist von einer großen Reinheit und Tiefe des Ausdrucks geprägt.
Preise: 39 Euro, 36 Euro, 33 Euro, 25 Euro, 21 Euro, 18 Euro
zuzügl. 2 Euro an der Abendkasse
Ort:
BASF- Feierabendhaus
Termine:
Mo, 27.2.2012, 20:00 |



Di, 28.2.2012, 20:00 |


Hello Dolly
Musical von Jerry Herman
Sie ist »eine Frau, die gern ›was arrangiert‹«: Die lebenslustige Witwe Dolly Meyer betätigt sich als Heiratsvermittlerin und Beraterin in allen Lebenslagen. Ihre Dienste nimmt der wohlhabende, aber äußerst geizige Kaufmann Horace Vandergelder aus Yonkers in Anspruch, denn er will um die Hand der Hutmacherin Irene Molloy aus New York anhalten. Dolly hat aber insgeheim selbst ein Auge auf den bekannten Halbmillionär geworfen, und so entwickelt sie ein raffiniertes Doppelspiel …
Das turbulente Geschehen voller Intrigen, Missverständnisse und überraschender Entdeckungen führt nicht nur zu einer grandiosen Parade in der 14. Straße und in das exklusive Harmonia Garden Restaurant, sondern bringt Horace Vandergelder gar als Unruhestifter vor Gericht. Erst dann begreift der reiche, aber einsame Kaufmann, dass nur Dolly der Schlüssel zu seinem Glück sein kann.
Hello, Dolly! gehört seit seiner Uraufführung am New Yorker Broadway im Januar 1964 zu den international erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. Neben der rasanten Handlung, die auf einer Komödie Thornton Wilders basiert, den witzigen Dialogen von Michael Stewart und großen Tanzszenen ist es vor allem das musikalische Feuerwerk der Melodien Jerry Hermans, auf dem dieser Erfolg beruht. Der Titelsong Hello, Dolly! gehört zum Repertoire aller Bigbands auf der Welt, aber auch Songs wie »Zieh
deinen Sonntagsanzug an« oder »Ich lass’ die Musik nicht vorbei« sind Evergreens geworden. Berühmt wurde auch die Verfilmung des Musicals mit Barbra Streisand und Walter Matthau aus dem Jahr 1969, die mit drei Oscars ausgezeichnet wurde.
Inszenierung: Stefan Tilch
Musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo
Bühne: Charles Cusick-Smith
Kostüme: Philip Ronald Daniels, Charles Cusick Smith
Choreographie: Stefano Giannetti
Chor: Ulrich Nolte
Preise: 38 Euro, 32 Euro, 26 Euro, 20 Euro
Seniorenvorstellung: 21 / erm. 11 Euro
Ort:
Theatersaal
Termine:
Mi, 29.2.2012, 19:30 |



Do, 1.3.2012, 14:30 |



Di, 6.3.2012, 19:30 |


4. Philharmonisches Konzert:
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz | Schiff | Weinmeister
Bruno Weinmeister, Violoncello
Heinrich Schiff, Dirigent
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Carl Maria von Weber: Oberon-Ouvertüre J. 306
Paul Hindemith: Konzert für Violoncello und Orchester
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Der Dirigent Heinrich Schiff kann auf eine nunmehr jahrzehntelange Karriere zurückblicken. Nach seinem Cellostudium debütierte er 1971 in Wien und London und ist seither regelmäßig bei allen bedeutenden Orchestern, in den großen Musikzentren und bei den wichtigen Festivals in Europa, den USA und Japan zu Gast. Heinrich Schiff verfolgte schon während des Studiums umfassendere musikalische Interessen, so hospitierte er u. a. in der Dirigentenklasse Hans Swarovskys. Zu Beginn seiner Karriere stand das Cello fast ausschließlich im Mittelpunkt, doch gewann das Dirigieren ab 1985 in seinen Aktivitäten zunehmend an Bedeutung. Dabei standen ihm befreundete Dirigenten immer wieder beratend zur Seite. Seit mehr als 20 Jahren nehmen nun Cellospielen und Dirigieren einen gleichberechtigten Raum innerhalb seiner Konzerttätigkeit ein.
Bruno Weinmeister, geboren 1972 in Salzburg, studierte Violoncello in Basel, Salzburg und Berlin unter anderem bei Heinrich Schiff. Noch während seines Studiums übernahm er die Stelle des Ersten Solocellisten bei der Staatskapelle Dresden. 1998 verließ er das Orchester und konzentrierte sich ganz auf seine solistischen und kammermusikalischen Aufgaben.
Preise: 26 Euro, 20 Euro, 15 Euro
Ort:
Konzertsaal
Termin:
So, 4.3.2012, 19:30 |


One Language - Many Voices
Vier Erzählungen von Joseph Conrad, Somerset Maugham, Chinua Achebe und Salman Rushdie
Die vier Kurzgeschichten, in englischer Sprache in einer Inszenierung von Paul Stebbings präsentiert, spielen alle in ehemaligen Kolonien Großbritanniens und erzählen von der Konfrontation von Kolonialherren und Einheimischen, westlichen Werten und fernöstlichen Traditionen – während der Kolonialzeit bis heute.
An Outpost of Progress von Joseph Conrad ist in einem Außenposten im entlegenen Teil Afrikas kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt und behandelt die Unfähigkeit zweier britischer Soldaten, abseits ihrer Zivilisation zu überleben, die letztlich zu ihrem Tod führt und als Metapher für den Gesamtzustand des British Empire verstanden werden kann.
The Force of Circumstance von Somerset Maugham handelt von einem britischen Paar, dessen geplante Hochzeit scheitert, als sie 1920 nach Borneo auswandern.
In Dead Man’s Path von Chinua Achebe versucht ein nigerianischer Lehrer, europäische Werte in einem Dorf einzuführen – mit verheerendem Ergebnis.
Good Advice is Rarer Than Rubies von Salman Rushdie ist im zeitgenössischen Indien angesiedelt. Eine Frau aus Bombay möchte ein Visum beantragen, um nach England auszureisen, da dort eine arrangierte Ehe mit einem fremden Mann wartet. Doch die Reise endet anders, als geplant …
Inszenierung: Paul Stebbings
American Drama Group Europe
In englischer Sprache
Einheitspreis 21 Euro, erm. 11 Euro
Ort:
Theatersaal
Termine:
Mi, 7.3.2012, 11:00 |



Mi, 7.3.2012, 19:00 |


Antéchrista
Von Amélie Nothomb
Amélie Nothomb beleuchtet in Antéchrista die Freundschaft zweier junger Mädchen. Die Einzelgängerin Blanche freundet sich mit der umschwärmten Christa an, die auch Blanches Eltern im Sturm erobert, bald bei Blanche einzieht und diese zunehmend verdrängt: Sie ist die Antéchrista, die gekommen ist, um Blanche auf teuflische Weise ins Unglück zu stürzen.
Gespielt wird dieses Einpersonenstück von Nathalie Cellier, die in der knapp neunzigminütigen Aufführung sowohl die Rollen der Eltern als auch die Charaktere der beiden Antipoden Blanche und Christa auf großartige Art und Weise interpretiert.
Regisseur Peter Steiner wendet sich in seiner Inszenierung des Stückes mit scharfem Blick der falschen Freundschaft zwischen Blanche und Christa zu, die eine zunehmend zerstörerische Dynamik entwickelt. Wenn Nathalie Cellier als dominante Christa die schüchterne Blanche mit dem Kommando »Öffne deinen Schrank, zieh dich aus!« erniedrigt und diebische Freude daran hat, geht einem dieses Spiel wahrhaft unter die Haut.
Bühnenfassung: Nathalie Cellier
Kostüme: Nathalie Cellier
Inszenierung und Ausstattung: Peter Steiner
es spielt: Nathalie Cellier
In französischer Sprache
Einheitspreis: 12 Euro, erm. 7 Euro
Ort:
Theatersaal
Termin:
Do, 8.3.2012, 19:00 |


Urmel aus dem Eis
Lesung von Dirk Bach
Für alle Kinder, Junggebliebene und Fans ab 6 Jahren
Kinderbuch von Max Kruse
mit Musik von Hermann Amann
Auf der Insel Titiwu leben Professor Habakuk Tibatong, viele Tiere und Tim Tintenkleks glücklich und zufrieden. Das Schwein Wutz führt den Haushalt und Seele-Fant singt seine traurigen Lieder. Alle Tiere gehen freiwillig in die Sprachschule; doch alle haben ihre unverkennbare, individuelle Sprechweise. Bis eines Tages ein schmelzender Eisblock ein Urmel-Ei freilegt. Gemeinsam brüten sie ein Urmel aus … Und leichtfertig teilt der Professor per Flaschenpost der Welt mit, dass es Urmels doch gibt. Das ruft König Futsch, der in der Demokratie eigentlich kein König mehr ist, auf den Plan. Er will das Urmel fangen und tot oder lebendig in sein Königreich bringen. Allerhand Aufregung und Turbulenzen folgen.
Dirk Bach ist begeisterter Urmel-Fan und Max Kruses Wunsch-Erzähler, wie die folgende Begeisterungsbekundung hinlänglich illustriert:
»Lieber Dirk Bach! Ich bin hingerissen, entzückt, begeistert – was Sie
wollen. Das ist nicht Vorlesekunst, sondern Sprecherzauberei. Danke! Danke! Man kann das einfach nicht besser. Und das Schönste ist, dass Ihr Vortrag nicht nur lustig, witzig ist, sondern auch so warm, herzlich, sogar zärtlich. Ich bin ganz sicher, die Kinder werden dieses Urmel und Konsorten nun noch mehr lieben und alle Tiere mit Ihren Stimmen identifizieren. Seien Sie umarmt! Ihr Max Kruse.«
Einheitspreis: 5 / erm. 3 Euro, Familienpaket: 10 Euro
Ort:
Studio
Termin:
So, 11.3.2012, 16:00 |


New York City Ballet
Seit 30 Jahren zum ersten Mal in Deutschland!
Das New York City Ballet (NYCB) ist eine der führenden Compagnien der Welt, mit einem beispiellosen aktiven Repertoire von mehr als 150 Werken. Das Ensemble wurde 1948 von dem Choreographen George Balanchine und dem Kunstlieberhaber Lincoln Kirstein gegründet.1949 trat Jerome Robbins der Compagnie als Associate Artistic Director bei und kreierte – mit der Unterstützung Balanchines und zahlreicher Gastchoreographen – eine Vielzahl von Balletten für die Compagnie. Nach dem Umzug ins Lincoln Center-David H. Koch Theater wuchs die Compagnie zu einer der größten weltweit heran, mit mehr als 90 Tänzern, einem 62-köpfigem Orchester, einer offiziellen Ballettschule (School of American Ballet) und einer jährlichen 23-wöchigen Spielzeit in New York.
Die Tänzer des NYCB zählen zu den Besten der Welt und bestechen durch technische Brillanz, Schnelligkeit und Musikalität. Die Basis des Repertoires bildet die Neo-Klassik, viele Werke des Repertoires gelten als choreografische Meisterwerke und Ballettklassiker des 20. Jahrhunderts
Das NYCB wird seit dem Tod Balanchines von Peter Martins geleitet.
Divertimento Nr. 15
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart, Choreographie: George Balanchine
Tarantella
Musik: Louis Moreau Gottschalk, Choreographie: George Balanchine
Dances at a Gathering
Musik: Frederic Chopin, Choreographie: Jerome Robbins
Symphony in three Movements
Musik: Igor Strawinsky, Choreographie: George Balanchine
Preise: 96 Euro, 82 Euro, 66 Euro, 48 Euro
Ort:
Theatersaal
Termine:
Mo, 12.3.2012, 19:30 |



Di, 13.3.2012, 19:30 |


Elling - Zwei gegen den Rest der Welt
Schauspiel von Axel Hellsternius
Die Welt von Elling und seinem Freund Kjell Bjarne ist ziemlich klein. Die zwei Außenseiter, die sich in der Psychiatrie kennengelernt haben, sind Teilnehmer an einem integrativen Wohnprojekt zur Wiedereingliederung in die norwegische Gesellschaft. Elling ist schlau, schnell beleidigt, schüchtern und fantasiebegabt, ein Poet, der immer unter der liebevollen Diktatur seiner nun verstorbenen Mutter gelebt hat. Kjell dagegen ist eher täppisch, praktisch veranlagt, wortkarg, energiegeladen und gutmütig, außerdem hat er die Eigenart, unter Stress mit dem Kopf gegen Wände zu schlagen. Elling lebt in seiner Fantasie, wo er schon die halbe Welt bereist und die tollsten Frauen erobert hat, und auch Kjell, der es mit dem Schreiben nicht so hat, aber Wasserhähne und Autos reparieren kann, lebt eher in einer eigenen Welt. Die zwei Antihelden, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, reizen gleichermaßen die Lachmuskeln und berühren mit kindlicher Unschuld bei ihren unkonventionellen Versuchen, sich ein selbstbestimmtes Leben einzurichten.
»Ein Klassestück, das Nachdenklichkeit und gute Stimmung verbreitet, das Spaß macht und Lust auf das Angehen von Problemen.«
Ludwigsburger Kreiszeitung
Inszenierung: Werner Schretzmeier
Bühne / Kostüme: Gudrun Schretzmeier
Preise: 26 Euro, 22 Euro, 18 Euro, 14 Euro
Ort:
Theatersaal
Termin:
Fr, 16.3.2012, 19:30 |


Charleys Tante
Schwank von Brandon Thomas
Jakob und Charley haben sich bis über beide Ohren verknallt. Doch weil den Studenten zum Liebes-Lunch mit ihren Freundinnen Amy und Kitty eine Anstandsdame fehlt, muss Mitbewohner Georg seinen Kommilitonen aus der Klemme helfen, in Damenklamotten schlüpfen und seine Freunde als Charleys steinreiche Tante aus Brasilien spielen, de?ren Besuch sich verzögert hat. Logisch, dass die Kerle mit dieser Verkleidungsarie ein ebenso turbulentes wie vergnügliches und erheiterndes Chaos anzetteln. Die aus dieser Travestie resultierende Situationskomik macht denn auch den Reiz des Stückes aus, das 1892 in London uraufgeführt wurde.
Regisseur Folker Bohnet holt die Verwechslungskomödie von Brandon Thomas vom England um die Jahrhundertwende ins Norddeutschland der spießigen 50er Jahre und lässt die Schauspieler dabei die Doppelmoral dieser Zeit in Gestik und Haltung parodieren.
Inszenierung: Folker Bohnet
Bühnenbild: Felice Lavaulx-Vrecourt
Preise: 26 Euro, 22 Euro, 18 Euro, 14 Euro
Ort:
Theatersaal
Termin:
Sa, 17.3.2012, 19:30 |


Der Kaufmann von Venedig
Schauspiel von William Shakespeare
Antonio, ein reicher venezianischer Kaufmann, möchte seinen Freund Bassanio unterstützen, der sich in Portia, eine reiche junge Adelige, verliebt hat. Aber Portia darf nicht heiraten, wen sie will, sondern nur den, der das richtige von drei Kästchen wählt, die jeweils einen Sinnspruch tragen. Allein um bei dieser Lotterie dabeizusein, braucht Bassanio das Geld, er muss mit angemessenem Hofstaat erscheinen. Um Bassanio mit dem nötigen Geld unter die Arme greifen zu können, macht Antonio nun selber Schulden, und zwar bei dem jüdischen Geldverleiher Shylock. Doch dieser verlangt ein besonderes Pfand: ein Pfund Fleisch von Antonios Leib, wenn er zur bestimmten Zeit den Schuldschein nicht ein-lösen kann. Antonio willigt ein und unterschreibt den entsprechenden Schein, ist er sich doch sicher, dass seine Handelsschiffe, die zurzeit auf großer Fahrt sind, bald reich beladen nach Venedig zurückkehren werden. Doch die Ereignisse spitzen sich immer mehr zu, bis schließlich Shylock mit gewetztem Messer und sogar einer Waage vor Antonio steht …
Roberto Ciullis Inszenierung von Der Kaufmann von Venedig ist Shakespeare-Adaption, -Reflexion und -Paraphrase in einem, eine Inszenierung mit Blick auf das 20. und den Beginn des 21. Jahrhunderts. Händler sitzen auf Kaffeehausstühlen und wissen nichts Wesentliches zu tun. Es sind junge Männer ohne Orientierung und ohne Lebensentwurf, die hier vorgestellt werden und die sich mit albernen Neckereien bei Laune halten.
Inszenierung: Roberto Ciulli
Dramaturgie: Helmut Schäfer
Bühnenbild: Gralf-Edzard Habben
Kostüme: Dejan Radulovic
Musik: Gerd Posny
Preise: 33 Euro, 28 Euro, 23 Euro, 18 Euro
Ort:
Theatersaal
Termin:
Mo, 19.3.2012, 19:30 |


Frühlings Erwachen!
Von Nuran David Calis nach Frank Wedekind
Ab 14 Jahren
Live Fast -Die Young
»Frühlings Erwachen«: Was für ein wunderbar poetischer Begriff. Er könnte eine Menge angenehme Assoziationen hervorrufen: Sonne auf der Haut, junges Grün in den Bäumen, Jasminduft, helle Mondnächte, Tagträumer und Nachtschwärmer, Erwartung und Vorfreude. Eigentlich! Gleichzeitig steht diese Formulierung aber auch für die schwierige Entwicklungsphase zwischen Kindheit und Erwachsensein. Eine Zeit, in der man nicht mehr Kind ist und noch nicht erwachsen. Eine Zeit des Zweifelns und Verzweifelns, die so genannte Pubertät. Und plötzlich ist man mit lauter problematischen Themen konfrontiert: Sinnsuche, Verweigerung, Schulschwierigkeiten, Todessehnsucht, Gehirnbaustelle. Probleme statt Poesie.
Konsequenterweise hat Frank Wedekind sein gleichnamiges Stück 1890 im Untertitel »Eine Kindertragödie« genannt. 16 Jahre vergingen von der Fertigstellung bis zur Uraufführung. Bei der Premiere löste das Stück einen Skandal aus. Gefangen im festgeschnürten Netz bürgerlicher Sexualmoral des Wilhelminischen Kaiserreichs, verurteilte man das Bühnengeschehen als Obszönität. Darüber kann man heute milde lächeln. Längst ist es kein Tabu mehr, über Sexualität zu sprechen; Aufklärungsnöte treiben junge Menschen nicht mehr in die Verzweiflung. Eine andere Schwierigkeit des Wedekindschen Stücks für heutige Jugendliche ist die vereinfachte Darstellung aller erwachsenen Figuren; sie wirken wie Karikaturen, die aus der Zeit gefallen sind.
Das wusste Nuran David Calis. In seiner Bearbeitung hat er diejenigen Fragestellungen herausgestellt, die vor hundert Jahren genauso wie heute jungen Menschen in der Lebensphase des »Frühlings Erwachen« unter den Nägeln brennen: Der Hunger nach Leben ebenso wie das Gefühl, jegliche Kontrolle über sich verloren zu haben, überfordernde Anforderungen der Erwachsenen und die Sehnsucht nach Freiheit.
Regie: Beat Fäh
Bühne und Kostüme: Mandy Hanke
Einheitspreis: 12 / erm. 7 Euro
Ort:
Theatersaal
Termin:
Di, 20.3.2012, 19:00 |


Don Quichote
Nach dem Roman von Miguel de Cervantes
Nachdem der Roman El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha von Miguel de Cervantes Saavedra zu Beginn des Jahres 1605 zum ersten Mal veröffentlicht wurde, zog er sofort eine große, begeisterte Leserschaft in seinen Bann. Die Geschichte handelt von einem kleinen, spanischen Landadeligen mit einer Leidenschaft für die Lektüre von Ritterromanen. Fatalerweise kann er bald schon nicht mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden. Er verfällt dem Wahnsinn und hält sich selbst für den Helden seiner Bücher. Angespornt von dieser Überzeugung, beginnt er umherzureisen mit dem Ziel, das Unrecht zu bekämpfen und seinen ritterlichen Mut zu beweisen. Seine Obsession für das Rittertum lässt ihn von nun an nicht mehr los. In seiner Vorstellung werden selbst die alltäglichsten Dinge zu einem heldenhaften Abenteuer. Auf dem Rücken seines Pferdes Rosinante und in Begleitung seines treuen Gefährten Sancho Panza erlebt Don Quixote viele phantas-tische Abenteuer. Die spektakulärste Episode stellt zweifellos sein Kampf mit den Windmühlen dar, in der nicht nur die Wahnvorstellungen eines älteren Mannes auf die Spitze getrieben werden, sondern es geht darin auch um den Konflikt zwischen Sein und Schein. Gerade dieser Gegensatz zwischen Realität und Ideal zieht sich als Hauptmotiv durch das gesamte Werk. Der Roman, den Cervantes anfänglich nur als Parodie über zeitgenössische Ritterromane angelegt hatte, geriet zu einem literarischen Meisterwerk, das auch heute noch immer seine Leser begeistert.
Regisseur Paul Stebbings hat sich des Klassikers mit viel Einfühlungsvermögen angenommen und ihn in einer wunderbaren Inszenierung mit viel Witz und Humor auf die Bühne gebracht.
In spanischer Sprache
Inszenierung: Paul Stebbings
Einheitspreis: 21 / erm. 11 Euro
Ort:
Theatersaal
Termin:
Mi, 21.3.2012, 19:00 |


Carmina Burana / Astutuli
Werke von Carl Orff
Oper / Ballett
Cantiones profanae (weltliche Gesänge)
nach Texten aus der Benediktbeurer Handschrift / Eine bairische Komödie - Text vom Komponisten
Als 1803 die alten bayerischen Klöster aufgehoben wurden, brachte man ihre Bücherschätze in die Münchener Hofbibliothek. Darunter war eine Pergamenthandschrift des 13. Jahrhunderts mit mittellateinischen Dichtungen aus dem oberbayerischen Benediktbeuern. Ihrem Inhalt nach ist die Handschrift »Carmina Burana« eine Anthologie, eine Sammlung, die einen bunten Querschnitt durch die weltliche lateinische Lyrik des 12. und 13. Jahrhunderts bietet. Mit Selbstverständlichkeit wurden hier die Singweisen kirchlicher Hymnen und Sequenzen für die profanen Dichtungen übernommen. Fast einem Drittel der Stücke des Buranus sind linienlose Neumen übergeschrieben, graphische Zeichen, die im Mittelalter anstelle unserer modernen Noten verwendet werden, um einen ungefähren Melodieverlauf wiederzugeben.
Carl Orff, einer der eigenständigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, griff diese weltlichen Lieder in lateinischer und mittelhochdeutscher Sprache für Carmina burana auf. Die Komposition für drei Gesangssolisten und großen Chor ist durch eine elementare, rhythmische Einfachheit geprägt.
Das Stück Astutuli, im Untertitel als eine »bairische Komödie« bezeichnet, handelt von einem reisenden Gaukler, der in einer kleinen Stadt zu einer Theateraufführung lädt. Seine bildlichen Suggestionen sind so stark, dass sich die Zuschauer schon im »kakanischen« Land, einer Art Schlaraffenland, wähnen. Und so ziehen alle bereitwillig ihre Kleider aus, um das »kakanische Gewand« anzuprobieren. Doch wie böse ist das Erwachen, als sie feststellen müssen, dass plötzlich alle Kleider verschwunden sind.
Musikalische Leitung: Roger Boggasch
Inszenierung u. Choreographie (Carmina Burana): Stefano Giannetti
Inszenierung (Astutuli): Johannes Reitmeier
Ausstattung: Johannes Reitmeier und Stefano Giannetti
Chor: Ulrich Nolte
In lateinischer und mittelhochdeutscher Sprache (Carmina Burana) / In bayrischer Mundart (Astutuli)
Preise: 44 Euro, 37 Euro, 31 Euro, 23 Euro
Ort:
Theatersaal
Termin:
Do, 22.3.2012, 19:30 |


Hallo?
von Taki Papaconstantinou und Ensemble
Theater für die Allerkleinsten ab 3 bis 7 Jahren
"Dutz! Duuuutz!“ ruft die Mutter. Aber er kommt nicht, der Dutz. Schließlich will man ja nicht die ganze Zeit an Mamas Rockzipfel hängen. Draußen wartet die große Welt und die will der Dutz endlich kennenlernen...
"Hallo?“ ist eine Abenteuerreise zu den Dingen und den Sinnen. Ohne zu verklären mit Humor, Musik und berührenden Bildern begleiten wir Dutz bei seinen ersten mutigen Schritten in eine unbekannte Welt, wo Alltägliches wundersam und Wundersames alltäglich wird.
Dutz, eine Mischung aus Mensch und Teddybär haut ab. Die Mutter hört man noch rufen, doch die Neugier ist zu groß. Staunend entdeckt Dutz die Welt. Das heißt, zuallererst die Kinder im Publikum, vor denen er sich fürchtet, die dann aber zu seinen Komplizen werden. Denn es gibt allerhand zu entdecken.
Inmitten der Bühne steht ein riesiger Schrank auf einer grünen Wiese …
"Hallo?“ ist Theater für die Allerkleinsten. Über das Erzählen der eigentlichen Geschichte ist es dem Theater Katerland ein besonderes Anliegen, dass auch alle Mittel des Theaters erlebbar gemacht werden: Figur, Kostüm, Bühnenbild, Requisiten, Licht, Musik und wenige Worte.
Ein kleines aber auch großes Theatererlebnis, das Lust auf mehr machen soll.
Konzept / Regie: Taki Papaconstantinou
Spiel: Graham Smart, Regula Inauen / Barbara Schwiglhofer
Musik: Shirley Hofmann
Bühne: Peter Affentranger
Kostüme: Natalie Péclard
Administration: Jacqueline Kölliker
Stücklänge: ca. 40 Minuten
Eine Koproduktion von theater katerland mit Theater am Gleis Winterthur und Dschungel Wien
Ort:
Studio
Termine:
Mo, 26.3.2012, 16:00 |



Di, 27.3.2012, 11:00 |



Di, 27.3.2012, 16:00 |


The Drift
»Er vertraut dem Tanz. Diese Leidenschaft lässt Helge Letonja sein Publikum spüren, indem er ihm durchaus auch Unerwartetes zumutet. […] Die Bewegung zum Tanz entsteht im Innern und schiebt den Körper ständig in die Welt hinaus, mal leise, mal weit um sich greifend. Dabei wird in aller Leichtigkeit auch das Dunkle und in der Düsterkeit das Hoffnungsvolle sichtbar.«
Melanie Suchy, Publikation zur Tanzplattform 2010
Der Choreograph Helge Letonja war unter anderem Tänzer beim Bremer Tanztheater unter Susanne Linke/Urs Dietrich und bei Jan Fabre. 1996 gründete er in Bremen die steptext dance company.
Ein interdisziplinäres kollaboratives Gesamtkonzept von Choreographie, Raumgestaltung und zeitgenössischer Musik zeichnen seine künstlerische Arbeit aus.
The Drift ist das zweite Stück der Trilogie Displacing Future, mit welcher Letonja die Themen Migration und Wanderungen ausleuchtet. Referenz- und Assoziationsraum der mit Tänzerinnen und Tänzern von steptext dance project und Montréal Dans besetzten Produktion ist der Ozean: Die Meere trennen und verbinden verlassene Heimat und ersehnte Ufer. In ihnen verlieren sich die Spuren jener Aufgebrochenen, die ihr Ziel nicht erreicht haben. Mit dem Sinnbild des Schwarms als Schutz versprechender Gemeinschaft fokussiert das Tanzstück die Suchbewegungen der Wandernden. Strömungen und umströmte Körper, Wirbel und Turbulenzen werden zu Parametern der Choreographie und zu Referenzen bei der Erkundung von Mechanismen der Eingliederung und Ausgrenzung. Zugleich tragen die Tänzerinnen und Tänzer auch ihre individuellen physischen Erzählungen in den von dem bildenden Künstler Kyungwoo Chung mit seiner Videokunst gestalteten Bühnenraum. Die von den beiden zeitgenössischen Komponisten Gerhard Stäbler und Kunsu Shim eigens für The Drift geschaffene Musik wird vom JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saarland live gespielt.
Choreographie: Helge Letonja, Bühne: Kyungwoo Chung
Musik: Gerhard Stäbler / Kunsu Shim
Preise: 33 Euro, 28 Euro, 23 Euro, 18 Euro
Ort:
Theatersaal
Termine:
Mi, 4.4.2012, 19:30 |



Do, 5.4.2012, 19:30 |


Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Intendant: Hansgünther Heyme
Bismarckstraße 116
D-67059 Ludwigshafen
Telefon: +49 (0621) 504 30 - 46
Fax: +49 (0)621-5 04-29 30
Veranstaltungsorte
Theater im Pfalzbau
Theatersaal / Theater im Bühnenturm / Studio / Raum der Medienschule / Konzertsaal
Berliner Straße 30, 67059 Ludwigshafen
Telefon: (0621) 504 25 - 51
BASF-Feierabendhaus
Leuschnerstraße 47, 67063 Ludwigshafen
Theaterkasse:
Öffnungszeiten:
Montags bis freitags von 10.00 bis 13.00 Uhr und von 16.30 bis 19.00 Uhr, samstags von 11.00 bis 13.00 Uhr.
Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
Postanschrift: Theater im Pfalzbau, Theaterkasse, Berliner Str. 30, 67059 Ludwigshafen
Reservierungen:
Tel. (0621) 504-2558
NEU: Montags bis freitags von 10.30 bis 13.00 Uhr und von 17.00 bis 18.30 Uhr,
samstags von 11.30 bis 13.00 Uhr
Fax (0621) 504-2526
E-Mail:
pfalzbau.theaterkasse@ludwigshafen.de
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