Dom St. Martin

Markt 10
D 55116 Mainz

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Der zu den Kaiserdomen zählende Bau ist eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika, mit romanische als auch gotische und barocke Anbauten.

Im August 1009, dem Tag der Weihe, wurde der Bau durch einen Brand zerstört. Ursächlich war vermutlich die Festillumination des Domes anlässlich des Weihetages. Zu solchen Anlässen wurden Kirchen im Mittelalter häufig mit Fackeln beleuchtet.

Unter den beiden unmittelbaren Nachfolgern des Willigis, Erkanbald und Aribo, blieb der ruinierte Dom eine Baustelle. Erst unter Erzbischof Bardo (1031–1051) wurde der Bau erneut vollendet, so dass der Dom am 10. November 1036 in Gegenwart von Kaiser Konrad II. eingeweiht wurde. Der Dom war nun als Pfeilerbasilika ausgeführt. Nicht wieder aufgebaut wurden die zur Vorkirche führenden offenen Säulengänge, sowie zunächst auch die Vorkirche. Dafür entstanden der Kreuzgang und die Stiftsgebäude um den Dom herum.

Von großer Bedeutung für die Baugeschichte des Mainzer Doms ist die Förderung durch Kaiser Heinrich IV. Anlass war der Brand von 1081, bei dem der Dom abermals schwer beschädigt wurde. Heinrich IV., der zuvor auch schon den Dom zu Speyer hatte umbauen lassen, begann um 1100 mit dem Aufbau des zerstörten Domes in vom lombardischen Stil geprägten Formen.

Insgesamt siebenmal hatte der Dom im Lauf der Jahrhunderte gebrannt, was immer auch Umbauten zur Folge hatte.

Der Untergang des alten Erzbistums und die damit verbundenen Wirren gingen auch am Mainzer Dom nicht spurlos vorüber. Bei der Beschießung der Stadt durch die Preußen 1793 wurde der Dom schwer getroffen.
In den Zeiten nach der Mainzer Republik diente der Dom als Heerlager bzw. Magazin, die Ausstattung wurde verkauft. Schließlich war der Dom selbst vom Abbruch bedroht. Dieses Schicksal wendete Bischof Joseph Ludwig Colmar mit Hilfe Napoleons jedoch ab. Colmar führte den Dom wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zu. Dies beinhaltete auch umfangreiche Restaurierungsarbeiten, die sich bis 1831 hinzogen.
Auch gab es bis 1875 noch Umbauten, da die erst 1828 auf den alten gotischen Glockenstube aufgesetzte schmiedeeiserne Kuppel wohl zu schwer war und Risse im Mauerwek verursachte. Es entstand an dieser Stelle der heutigen neu-romanische östliche Vierungsturm.