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Nationaltheater Mannheim

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Nationaltheater Mannheim
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Tanz

Verräterisches Herz

Choreografien von Jirí Pokorný und Stephan Thoss

Premiere: 02. Juni 2018, Schauspielhaus

Durch Herzklopfen verraten wir einen Zustand der Erregung, im besten Fall der freudigen Erregung im Sinne einer durch einen überraschenden Glücksmoment ausgelösten Aufregung. Aber auch ein unerwarteter Schreckensmoment lässt unser Herz schneller schlagen und beschleunigt den Puls. In Edgar Allan Poes Kurzgeschichte Das verräterische Herz ist Herzklopfen nicht länger Reaktion auf ein Ereignis, sondern Grund für eine Wahnvorstellung, wenn ein Mörder sich einbildet, das Herz seines Opfers schlagen zu hören, sodass er verraten werden könne, und schließlich – gemartert vom grausamen Pochen – seine Tat gesteht.

Das Unheimliche und das Grauen, die Nervenkrise wie das Kriminelle, Grausame und Kranke sind alles Züge, die das Werk des großen amerikanischen Erzählers Edgar Allan Poe prägen, dessen Geschichten das Genre der Kriminalliteratur, der Science-Fiction und der Horrorstory begründeten. Stephan Thoss, der eine Vorliebe für das Rätselhafte und Geheimnisvolle hat und sich in seinen Stücken häufig mit dem Verhältnis von Realem und Surrealem beschäftigt, begibt sich in seiner von Poes Erzählung inspirierten Uraufführung auf neues Terrain und spürt diesmal der Relation von Rationalem und Irrationalem nach. Seien Sie gespannt auf ein Tanzstück voll magischer Rätsel!

Dazu hat Thoss den Gastchoreografen Jirí Pokorný eingeladen. Als ehemaliger Tänzer des Weltklasse-Ensembles NDT-Nederlands Dans Theater sowie von Crystal Pites sehr renommierter und weltweit gefragter Compagnie Kidd Pivot macht der Tscheche seit 2010 mit Choreografien u. a. für das NDT 2 auf sich aufmerksam.
Tanz

Carmen

Tanzstück von Yuki Mori

Musik von Georges Bizet, Rodion Shchedrin und Joseph Schwantner

Prosper Mérimées Novelle Carmen erzählt von der Begegnung des baskischen Soldaten Don José mit der verführerischen Zigeunerin Carmen, wie er der stolzen, freiheitsliebenden und leidenschaftlichen Femme fatale rettungslos verfällt, zum Räuber und Mörder aus Eifersucht wird und schließlich auch Carmen tötet. Diese verhängnisvolle Liaison ist nicht nur einer der bekanntesten Stoffe der Weltliteratur, sondern zugleich auch Vorlage für Georges Bizets erfolgreichste Oper Carmen. Rodion Shchedrin hat die Musik aus Bizets Oper entnommen, für Streicher und Percussion arrangiert und eine abendfüllende Ballettmusik geschaffen. Zu den spanisch anmutenden Klängen von Shchedrins Carmen Suite wird das Handlungsstück dieser Spielzeit um die Themen Liebe, Tod und Freiheit kreisen.

Bereits in der Spielzeit 2016/2017 war mit Loops im Rahmen von Hello Surprise eine Choreografie des Japaners Yuki Mori in Mannheim zu erleben. Nun ist der ehemalige Thoss-Tänzer eingeladen, den Klassiker Carmen neu zu interpretieren. Mori ist seit 1999 als Choreograf tätig und seit der Spielzeit 2012/2013 künstlerischer Leiter und Chefchoreograf von Theater Regensburg Tanz. Seine Arbeiten wurden international mehrfach ausgezeichnet und seine Choreografie The House erst 2016 für den deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert.

Choreografie: Yuki Mori
Musikalische Leitung: Wolfgang Wengenroth
Bühne: Dorit Lievenbrück
Kostüme: Katharina Meintke
Dramaturgie: Ina Brütting
Tanz

Ein Sommernachtstraum

Stephan Thoss

Musik von John Dowland / Joby Talbot u.a.

Es sind Liebesbeziehungen unterschiedlichster Art, von denen William Shakespeares Ein Sommernachtstraum erzählt. Im Mittelpunkt stehen dabei eine durch politisches Kalkül arrangierte Verbindung, junge stürmische Paare im ersten Liebesrausch, die mit dem Schmerz der Eifersucht zu kämpfen haben, ein zerstrittenes »altes« Ehepaar, dessen Miteinander längst zu einem Machtkampf ausgeartet ist, und eine skurrile Truppe von Handwerkern. Durcheinandergewirbelt werden die Protagonisten vom magischen Waldgeist Puck, der dafür sorgt, dass am Ende jeder sich und seine Beziehung neu definieren muss.

Zu Musik des Shakespeare-Zeitgenossen John Dowland, des 1971 geborenen englischen Komponisten Joby Talbot und anderen folgt Stephan Thoss in seiner ersten Mannheimer Uraufführung den Paaren an einen magischen Ort: den Wald, der nicht nur in Märchen geheimnisvolles Symbol der Begegnung und Verwandlung ist. Als Ausdruck des Ursprünglichen und Sinnlichen konfrontiert er die Liebenden mit einer Situation des Kontrollverlustes, in der die Liebe in einem neuen Licht erscheint.

Choreografie: Stephan Thoss
Bühne: Kaspar Zwimpfer
Kostüme: Carmen Maria Salomon
Dramaturgie: Anja von Witzler
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Theater Nationaltheater Schauspiel Mannheim Mannnheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Theater Theatergemeinde Volksbühne Heidelberg Heidelberg, Theaterstraße 10
Aufführungen / Konzert SWR Symphonieorchester Stuttgart, Neckarstraße 230
Aufführungen / Konzert D. Radio Philharmonie Kaiserslautern Kaiserslautern, Fruchthallstr. 1
Aufführungen / Theater Badisches Staatstheater Karlsruhe Karlsruhe, Baumeisterstr. 11
Aufführungen / Konzert Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Ludwigshafen, Heinigstraße 40
Aufführungen / Konzert KIRCHHEIMER KONZERTWINTER Kirchheim/Weinstraße, Oberer Waldweg 7
Der kultivierte Klang
Aufführungen / Aufführung Nibelungen Festspiele gGmbH Worms, Von-Steuben-Str. 5
Aufführungen / Konzert Weingartner Musiktage Junger Künstler Weingarten, Wiesenstr. 30