BALLETT MANNHEIM

Spielzeit 2017/18

Let's Beat

Choreografien von Marco Goecke, Giuseppe Spota und Stephan Thoss

Premiere: 06. Januar 2018, Schauspielhaus

Musik von J. S. Bach, F. Mendelssohn Bartholdy, Hans Zimmer, Keith Jarrett, Jimi Hendrix u.a.

Der Tanzabend Let’s Beat verbindet drei Stücke ganz unterschiedlicher Choreografen, die sich von der Kraft des Rhythmus inspirieren und puren Tanz sprechen lassen. In Nichts sprengt Marco Goeckes individuelle Tanzsprache geradezu ästhetische Grenzen und die völlig neuen Bewegungen bedeuten eine technische Herausforderung für die Tänzer. Goeckes unverkennbarer Stil ist durch die Betonung des Oberkörpers sowie extrem rasante Arm- und Handbewegungen geprägt, bei denen gar die Finger zittern. Der Hauschoreograf am Stuttgarter Ballett und dem Nederlands Dans Theater wurde erst im Sommer 2015 von der Fachzeitschrift tanz zum »Choreograph des Jahres« gewählt und ist derzeit einer der wichtigsten deutschen Choreografen.

Dazu kreiert Giuseppe Spota mit Strawinskys Petruschka eine Uraufführung für das Mannheimer Ensemble und Stephan Thoss zeigt sein atmosphärisches Stück La Chambre Noire. Um Interessierten schon vorab Einblicke in den vielseitigen Abend zu gewähren, lädt die Compagnie im Dezember zu einer öffentlichen Probe und einer Einführungssoirée ein.

Ort:

Schauspielhaus

Termine:

Do, 21.12.2017, 19:00 | Voraufführung |
Sa, 6.1.2018, 19:30 | Premiere |
Do, 18.1.2018, 19:30 |

Der Tod und das Mädchen

Tanzstück von Stephan Thoss

Musik von Franz Schubert, Philip Glass u. a.

Unzählige Eindrücke und Erfahrungen füllen unser Leben wie einen riesigen Ballon, während wir versuchen, einen Platz und Sinn in ihm zu finden. Stets bemüht, unserem Gefühl zu vertrauen und unseren Sehnsüchten Zuversicht zu geben, hoffen, lieben und kämpfen wir, um größtmögliche Erfüllung im Laufe eines Lebens zu erfahren. Aber in uns wohnt auch die Angst vor dem Tag, an dem uns das Kämpfen genommen wird und wir noch nicht angekommen sind, die Angst vor der Stunde null. Der Tod ist eine der wesentlichsten Erfahrungen der menschlichen Existenz, alles läuft auf ihn hinaus und er wird mit absoluter Gewissheit stattfinden.

Die Notwendigkeit, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen und sich ihm zu stellen, setzt gleichermaßen voraus, sich dem Leben zu stellen. Wie der Sommer die Kühle des Winters und wie der Tag die Ruhe der Nacht braucht, so brauchen wir für das Überleben auch das Ein- und Ausatmen, benötigt das Leben den Tod. Ohne ihn folgt kein neues Leben gemäß dem Zyklus der Natur vom Werden und Vergehen – eine Balance, die die Natur schuf und an der wir teilhaben.

Da das Leben uns nur dann die Chance gibt, ohne Ängste zu leben, wenn wir den Tod fest im Leben eingebettet sehen und nicht weit weg als bösen, dunklen Fleck am Ende des Lebens, sagt Stephan Thoss’ Tanzstück bewusst »Ja« zu beiden. Genau das gibt uns die Kraft, mit größter Leidenschaft zu leben, lieben und zu tanzen.
Das gleichermaßen schaurige wie erotische Motiv des personifizierten Todes als Verführer einer jungen Frau wurde in den verschiedenen Kunstgattungen immer wieder neu verarbeitet. Es ist die Widersprüchlichkeit von Zärtlichkeit und Grausamkeit, die den Reiz dieses Sujets ausmacht und die auch Stephan Thoss inspiriert hat, dem spannungsvollen Thema in seinem abendfüllenden Tanzstück Der Tod und das Mädchen nachzuspüren.

Choreografie, Bühne, Kostüme: Stephan Thoss

Ort:

Opernhaus

Termine:

Di, 26.12.2017, 19:30 |
Di, 9.1.2018, 19:30 |
Sa, 20.1.2018, 19:30 |

NATIONALTHEATER MANNHEIM

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