OPER MANNHEIM

Spielzeit 2011/12

Die Walküre

Richard Wagner

Premiere: 25. März 2012, Opernhaus

Erster Tag des Bühnenfestspiels "Der Ring des Nibelungen"

Wotan zeugte zusammen mit einer Menschenfrau die Zwillinge Siegmund und Sieglinde. Denn ein freier Held soll tun, was er selbst als Hüter der Gesetze nicht darf: den im Rheingold verlorenen Ring und dessen Macht zurückgewinnen. Auf der Flucht findet Siegmund im Hause Sieglindes Schutz. Die als Kinder voneinander Getrennten erkennen sich als Geschwister und werden ein Liebespaar. Nach der Liebesnacht stellt sich Siegmund Sieglindes Gatten Hunding zum Kampf. Als Hüterin von Recht, Sitte und Ehe überzeugt Wotans Gattin Fricka ihn davon, dass eine göttliche Unterstützung Siegmunds die Grundfesten seines Systems erschüttern würde. Wotan kapituliert und befiehlt der Walküre Brünnhilde Siegmunds Tod. Brünnhilde ist von der Liebe des Paares berührt und widersetzt sich ihrem Vater. Während Siegmund durch Wotans Eingreifen stirbt, kann sie Sieglinde retten, die Siegmunds Sohn erwartet. Wotan verbannt die ungehorsame Tochter, umgibt jedoch den Ort, an dem sie in Schlaf versinkt, mit einem Feuerring. Sie soll die Frau des Furchtlosen werden, der sie findet und weckt.

Mit Das Rheingold hatte Richard Wagner seinen Zyklus in der Welt der Götter, Riesen und Zwerge begonnen. In Die Walküre werden Götter- und Menschenwelt im Schicksal eines Liebespaares verknüpft und existentielle Beziehungsfragen verhandelt.

Musikalische Leitung: Dan Ettinger
Inszenierung, Bühne, Kostüme: Achim Freyer
Dramaturgie: Regine Elzenheimer

Ort:

Opernhaus

Termin:

So, 25.3.2012, 17:00 | Premiere |

Avenue Q

Robert Lopez/Jeff Marx

Premiere: 19. April 2012, Opernhaus

Auf der Suche nach einer Perspektive für sein Leben kommt der Collegeabsolvent Princeton in die Avenue Q. Mit wenig Geld, aber großen Träumen passt er somit zu den anderen Bewohnern der Straße: zu der engagierten Kate, die im Kindergarten das Thema „Internet“ behandeln will, jedoch von Trekkie Monster darüber aufgeklärt wird, dass dieses prinzipiell nur für Pornos konzipiert wurde. Zu Rod, der noch nicht zu seiner Homosexualität stehen kann. Zu Christmas Eve und dem arbeitslosen Brian, die heiraten wollen und zu der Nachtclubsängerin Lucy. Und dann gibt es auch noch die Bullshit Bären, zwei unschuldig knuddelige Teddys, die einen dazu verführen, unvernünftige Dinge zu tun …

Avenue Q ist ein Musical über die skurrilen Bewohner einer fiktiven Straße in einem Randbezirk New York Citys, das sich mit Homosexualität, Rassismus, Pornografie, Obdachlosigkeit, Perspektivlosigkeit, Sex und menschlichen Schwächen auseinandersetzt. Alle geben tagtäglich ihr Bestes, um ihrem Leben einen Sinn zu geben, einen Job und die große Liebe zu finden.

In Avenue Q werden einige Figuren nicht von Menschen verkörpert, sondern durch Puppen dargestellt. Mit den Darstellern, die sie führen, verschmelzen sie zu witzigen, vorlauten und tiefgründigen Charakteren verschmelzen.
Die lebensfrohe Show verzichtet auf „political correctness“ und lief mit rasanten Songs wie dem weltbekannten The internet is for porn, von 2003 bis 2009 erfolgreich am Broadway, wo sie unter anderem den Tony Award für das beste Musical gewann. Am Nationaltheater Mannheim erlebt Avenue Q seine deutsche Erstaufführung.

Musikalische Leitung: Christiaan Crans
Inszenierung: Dominik Flaschka
Bühne: Simone Baumberger
Kostüme: Kathrin Kündig
Puppen: Rick Lyon
Choreografie: JoNAThan Huor
Dramaturgie: Susanne Schemschies

Ort:

Opernhaus

Termine:

Do, 19.4.2012, 19:30 | Premiere |
Do, 26.4.2012, 19:30 |
Mi, 2.5.2012, 19:30 |

V. Akademiekonzert

Dan Ettinger, Dirigent
Sharon Kam, Solist


Dmitri Schostakowitsch: Auszüge aus den Balletsuiten 1 und 2 und Die Bremse
Julius Rietz: Klarinettenkonzert g-Moll
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 10 e-Moll op.93

Karten bei der Musikalischen Akademie, Telefon: 0621 26044

Ort:

Rosengarten

Termine:

Mo, 6.2.2012, 20:00 |
Di, 7.2.2012, 20:00 |

3. Familienkonzert: Hexen, Geister und Gespenster

Joseph Trafton, Musikalische Leitung
Anselm Dalferth, Dramaturgie
Juri Tetzlaff, Moderation


Werke von Hector Berlioz, Camille Saint-Saëns u.a.

Vorsicht Juri, pass auf! Vor allem nachts, wenn es dunkel ist, aber manchmal auch Sonntag vormittags, kommen sie aus ihren Verstecken und sprechen rätselhafte Formeln oder versetzen Berge. Manche von ihnen sind sehr nett und hilfsbereit, andere sind gemein und gefährlich. Du denkst vielleicht, dass es sie nicht gibt, aber Mara, die Mannheimer Rakete, ist da anderer Meinung: Wer weiß schon, ob Hexen , Geister und Gespenster nur in Träumen vorkommen oder ob sie wirklich existieren! .... Als ob ein magischer Zauber die Luft erfüllt und die Musik all das zum Leben erweckt, was so unvorstellbar schien....

Ort:

Opernhaus

Termin:

So, 12.2.2012, 11:00 |

Cavalleria rusticana | I Pagliacci

Pietro Mascagni | Ruggero Leoncavallo

Ein Doppelabend zum Thema Ehebruch mit jeweils blutigem Ende: In Mascagnis Cavalleria rusticana findet der junge Sizilianer Turiddu bei seiner Rückkehr vom Militärdienst seine einstige Geliebte Lola mit dem Fuhrmann Alfio verheiratet. Turiddu sucht Trost in den Armen von Santuzza. Doch als die alte Liebe von Lola und Turiddu wieder aufflammt, verrät Santuzza Alfio die Untreue seiner Frau. Nach dem Ostergottesdienst fordert Alfio Turiddu zum Duell. Im Zweikampf muss Turiddu sein Leben lassen.
In Leoncavallos I Pagliacci muss Canio, der Leiter einer reisenden Komödiantengruppe, erfahren, dass seine Frau Nedda einen Geliebten hat. Während der Vorstellung einer lustigen Posse eskaliert Canios Eifersucht. Auf offener Bühne ersticht er seine Frau und deren Liebhaber.

Musikalische Leitung: Joseph Trafton
Inszenierung: Roland Velte
Bühne und Kostüme: Wolfgang Gussmann
Chor: Tilman Michael

Ort:

Opernhaus

Termine:

Sa, 11.2.2012, 19:30 |
So, 26.2.2012, 19:30 |

Samson et Dalila

Camille Saint-Saëns

Von den Philistern unterdrückt, drohen die Hebräer ihr Gottvertrauen zu verlieren. Als Abimelech, der Statthalter von Gaza, ihren Gott verhöhnt, tötet ihn Samson und löst einen Aufstand aus. Die Philisterin Dalila umschmeichelt den siegreichen Samson, der seiner ehemaligen Geliebten nicht widerstehen kann. Doch Dalilas Verführungskünste dienen der Rache: Sie liefert Samson aus. Im Gefängnis fleht der geblendete Samson um Gottes Hilfe, bevor er im Tempel dem Gott der Philister huldigen soll. Auch jetzt können Schmähungen und Lästerungen der Philister Samson nicht erschüttern – und Gott kommt ihm zu Hilfe: Der Tempel stürzt über Samson und den Philistern zusammen.
Mit der biblischen Episode aus dem Buch der Richter nimmt Camille Saint-Saëns’ populärste Oper sowohl inhaltlich als auch musikalisch eine Sonderstellung innerhalb der französischen Oper des 19. Jahrhunderts ein. In dem ursprünglich als Oratorium geplanten Werk durchdringen sich Oper und Oratorium auf einzigartige Weise: Saint-Saëns integriert die choralartigen Hymnen und Fugati der meist statischen Chöre in Tableaus, die sich auf die Tradition der Grand opéra stützen. Die Verbindung von Politik, biblischem Stoff und Erotik stieß in Frankreich lange Zeit auf Ablehnung. Die Uraufführung erfolgte 1877 in Weimar. Erst nach der Pariser Uraufführung 1890 konnte sich das Werk einen Platz im internationalen Repertoire erobern.

Musikalische Leitung: Alois Seidlmeier
Chor: Tilman Michael

Ort:

Opernhaus

Termin:

Fr, 2.3.2012, 19:30 |

Eugen Onegin

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Vor dem Hintergrund ernüchternder Lebenswirklichkeit entfaltet Tschaikowski in der Konstellation von vier jungen Menschen ein Spektrum von emotionalen Extremen. Er erzählt dies aus drei Perspektiven: Die realitätsferne Tatjana lebt in literarischen Liebeswelten, bis ihr Eugen Onegin begegnet, auf den sie plötzlich all ihre angestauten Gefühle projiziert. In einem nächtlichen Monolog entfaltet sie in einem Brief an Onegin das ganze Panorama dieser Emotionen. Er gibt sich jedoch als liebes- und beziehungsunfähiger Zyniker zu erkennen. – Der Poet Lenskij, der Tatjanas Schwester Olga überhitzt und eifersüchtig liebt, lässt sich durch Onegins dekadente Unangepasstheit zu einer Duellforderung provozieren, der er selbst zum Opfer fällt. – Onegin selbst, durch die Tötung Lenskijs immerhin zu Schuldgefühlen fähig geworden, entdeckt seine Leidenschaft für Tatjana erst, als sie durch ihre Ehe mit dem Fürsten Gremin in unerreichbare Ferne gerückt ist.

Als Tschaikowski sich 1877 entschloss, einige Szenen aus Puschkins Versroman Eugen Onegin zu vertonen, schlug er mit seinen „lyrischen Szenen“ einen für die Oper völlig neuen Weg ein: „Ich brauche keine Zaren, Zarinnen, Volksaufstände, Schlachten, Märsche, mit einem Wort alles das, was mit dem Attribut Grand opéra bezeichnet wird. Ich suche ein intimes, aber starkes Drama, das auf Konflikten beruht, die ich selber erfahren oder gesehen habe, die mich im Innersten berühren können.“

Obwohl er die Oper zu seiner Zeit für „bühnenunwirksam“ hielt, wurde sie nicht zuletzt kraft ihrer Musik zu einem der meistgespielten Repertoirewerke.

Musikalische Leitung: Dan Ettinger
Inszenierung: Regula Gerber
Bühnenbild: Sandra Meurer
Kostüme: Sabine Blickenstorfer
Dramaturgie: Regine Elzenheimer
Chor: Tilman Michael

Ort:

Opernhaus

Termine:

Sa, 4.2.2012, 19:00 |
So, 4.3.2012, 18:00 |

Benefizkonzert mit Fazil Say

Die Musikalische Akademie richtet ein Benefizkonzert zugunsten des Türkischen Roten Halbmonds und des Lions-Projekts KLASSE 2000 aus.

Der in Ankara geborene Pianist, Komponist und Weltbürger Fazil Say wird mit der Solistin Burcu Karadağ (Ney), Mitgliedern des Nationaltheater-Orchesters und Stipendiaten der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim dieses Konzert gestalten.
Anschließend ist im Foyer des Rosengartens eine Performance im Rahmen des WIR!-Projekts geplant. Dieses Projekt, getragen vom Büro 2020 und dem Kulturamt der Stadt Mannheim, soll eine Art „Cultural Map“ der Quadrate-Stadt erstellen und ein transkulturelles Netzwerk zwischen Hoch-, Alltags-, Sub- und Jugendkultur aufbauen.

Kooperationspartner sind der Lions-Club Mannheim-Quadrate, die Agentur m:con und das Projekt WIR!.
Der Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz, hat die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen.

Ort:

Rosengarten

Termin:

So, 4.3.2012, 11:00 |

VI. Akademiekonzert

Dan Ettinger, Dirigent
Dan Ettinger und Burcu Karadag (Ney), Dirigent
Kinderchor des Nationaltheater Mannheim


Fazil Say: Hezarfen
Joseph Haydn: Klavierkonzert D-Dur, Hob XVIII:11
Gustav Holst: The Planets op. 32

Mit freundlicher Unterstützung von Carl-Otto Limbourg, Mustafa Baklan und Karlheinz Lochbühler

Ort:

Rosengarten

Termine:

Mo, 5.3.2012, 20:00 |
Di, 6.3.2012, 20:00 |

La Gioconda

Amilcare Ponchielli

Die Liebe zu ihrem Mann Enzo und ihre Abneigung gegen den grausamen Barnaba werden der Sängerin Gioconda zum Verhängnis. Der durch ihre Zurückweisung gekränkte Barnaba will Gioconda an ihrem verwundbarsten Punkt treffen: Sein Racheplan sieht vor, Enzo mit dessen Geliebter Laura zusammenzubringen, um die beiden schließlich an die Staatsinquisition auszuliefern. Auch Gioconda droht dem Sog der Rache zu verfallen. Dann erkennt sie jedoch in Laura die Retterin ihrer Mutter. Zweimal rettet Gioconda das Leben Lauras und schreckt auch nicht davor zurück, sich Barnaba anzubieten, um die Flucht von Enzo und Laura zu ermöglichen. Als Barnaba jedoch den Preis einfordert, bezahlt Gioconda mit ihrem Leben.

Mit La Gioconda beschreitet Ponchielli einen ganz eigenen Weg, der die effektvollen Genreszenen der Grand opéra mit der italienischen Operntradition verbindet. Er stellt diese nicht in den Dienst historisch-politischer Verortung der Handlung, sondern generiert unter Verwendung traditioneller venezianischer Gesänge und Tänze ein Lokalkolorit, das der alles dominierenden Macht der Affekte seine Authentizität verleiht und auf den Verismo vorausweist.

Musikalische Leitung: Joseph Trafton
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Julia Gabriele Simon

Ort:

Opernhaus

Termin:

Sa, 10.3.2012, 19:30 | Gala |

Die Fledermaus

Johann Strauß

Anstatt eine Arreststrafe anzutreten, begleitet Dr. Falke seinen Freund Eisenstein zum Ball des Prinz Orlofsky. Hier trifft er nicht nur eine interessante junge Künstlerin, in der er schon bald sein Stubenmädchen Adele erkennt, den Gefängnisdirektor im Inkognito eines Chevalier Chagrin, sondern auch eine unbekannte maskierte Schönheit: Eisensteins Frau Rosalinde, die der Treue ihres Gatten recht misstrauisch gegenüber steht. Es wird nach Herzenslust betrogen und gelogen bis mit dem nächsten Morgen die bittere Realität anbricht – und sich doch schließlich alles nur als ein von Dr. Falke inszeniertes Spiel entpuppt, um sich für eine vergangene Blamage zu rächen.

„Gipfelpunkt der klassischen Operette“, „sehr wienerisch,aber auch etwas verführerisch ...“ – der sonst so nüchtern-sachliche Operettenführer überschlägt sich fast, wenn es darum geht, die Qualitäten der Strauß’schen Fledermaus zu beschreiben. Legendär geworden sind die Charaktere des Eisenstein, der Rosalinde, des Dr. Falke und des Prinzen Orlofsky, und nicht zuletzt „des Frosches“ im letzten Akt, der das komische Talent des Schauspielers fordert.

Musikalische Leitung: Alois Seidlmeier
Inszenierung: Friedrich Meyer-Oertel
Bühne: Wolf Wanninger
Kostüme: Reinhard Heinrich
Chor: Tilman Michael

Ort:

Oper Mannheim

Termin:

Fr, 9.3.2012, 19:00 |

Messa da Requiem

Giuseppe Verdi

Premiere: 24. Februar 2012, Opernhaus

Verdis Requiem ist neben seinem Streichquartett in e-moll das einzige Werk, das der Komponist in der langen Pause zwischen Aida (1871) und Otello (1887) neu komponierte. Ursprünglich hatte er 1868 anlässlich des Todes von Rossini die Komposition eines Requiems von mehreren italienischen Komponisten initiiert, und steuerte den letzten Teil „Libera me“ zu einem Gemeinschaftswerk bei, das nie aufgeführt wurde. Als 1873 der von Verdi verehrte Dichter Alessandro Manzoni starb, komponierte Verdi mit seinem Requiem zu dessen Gedenken schließlich allein ein großdimensioniertes und in der liturgischen Literatur einzigartiges dramatisches Oratorium, in dem er den liturgischen Text der lateinischen Totenmesse mit vokalem Belcanto und romantischer Instrumentationskunst zu einem leidenschaftlichen „imaginären Drama“ über den Tod verbindet. Neben einem in Ausdruck und Form ungewöhnlich vielfältigen Chorsatz ist das Besondere an Verdis Werk eine dramatische Individualisierung der vier Solo-Stimmen, die die unterschiedlichen Facetten zwischen Angst, Trauer und dem Wunsch nach Erlösung in der Erfahrung mit der Grenze des menschlichen Lebens verkörpern. Obwohl strenge Kritiker dem Werk von Anbeginn zu viel Sinnlichkeit für eine sakrale Musik vorwarfen, ist Verdis Requiem eines der eindrucksvollsten und meistgespielten oratorischen Großwerke.

Musikalische Leitung: Dan Ettinger
Chor: Tilman Michael

Ort:

Opernhaus

Termine:

Fr, 24.2.2012, 19:30 | Premiere |
Sa, 3.3.2012, 20:00 |
So, 11.3.2012, 19:00 |

Macbeth

Giuseppe Verdi

Auf abgründige Weise sind Macbeth und seine Lady, die ihn zum Königsmord treibt, miteinander verbunden: Impotenz und eine monströse Weiblichkeit gebären einen Machtwillen, der in Mord, politischem Terror und Wahnsinn endet. Übernatürliche Wesen und Geistererscheinungen kehren das Unbewusste nach außen: geheime Wünsche ebenso wie Angst und Schuldgefühle. Die Prophezeiungen der Hexen, Wahnbilder und Erscheinungen der Ermordeten markieren im Machtverlust über das eigene Selbst die Grenzen der Macht.

Verdis Adaption des Shakespearschen Dramas realisiert auf neuartige Weise eine musikdramatische Poetik des Fürchterlichen, die die Abgründe menschlicher Existenz vergegenwärtigt. Die Liebe – unverzichtbares Ingrediens jeder Opernhandlung – scheint hier völlig verschwunden hinter Strukturen von Abhängigkeit und Gewalt, die artifizielle Schönheit des Belcanto hinter einer wahrhaftigen, expressiven Deklamation. Er wolle eine Lady, die „hässlich“ und „teuflisch“ ist und die an den wichtigsten Stellen der Oper nicht singt, schrieb Verdi. Und einen Macbeth, der die musikalische von der szenischen Darstellung aus entwickelt. Für den Komponisten war seine 1847 uraufgeführte und 1864/65 grundlegend überarbeitete Oper ein wesentlicher Schritt auf dem Weg, sich von Konventionen der musikalischen Form, des Gesangs und der Besetzung zu befreien.

Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic
Inszenierung: Regula Gerber
Bühne: Sandra Meurer
Kostüme: Sabine Blickenstorfer
Dramaturgie: Dr. Regine Elzenheimer
Choreografie: Günther Grollitsch
Chor: Tilman Michael

Ort:

Oper Mannheim

Termine:

Mo, 13.2.2012, 19:30 |
So, 18.3.2012, 19:00 |

4. Familienkonzert: Musik braucht Luft

Joseph Trafton, Musikalische Leitung
Anselm Dalferth, Dramaturgie0
Juri Tetzlaff, Moderation


Warum heißt eines der bekanntesten Musikstücke der Welt "Air" und ständig werden in der Oper "Arien" gesungen? Was haben Töne denn mit der Luft zu tun? Wie Donner klingt weiß jeder - aber wie klingen eingentlich Blitze? Ist frische Lust wichtig für den Klang von Blasinstrumenten oder nur für Konzertbesucher? Musik und Natur müssen geschützt werden und deshalb mach Juri sich daran den vielen Fragen auf den Grund zu gehen,die Mara, die Mannheimer Rakete, ihm dagelassen hat. Dabei findet er überraschende Dinge heraus und entdeckt, dass Musik in der Luft und Luft in der Musik ist. Aber bei einer Frage kommt er ohne deine Hilfe nicht weiter: Können Töne die Luft verschmutzen?

Werke von Johann Sebastian Bach, Mauricio Kagel u.a.

Ort:

Opernhaus

Termin:

So, 18.3.2012, 11:00 |

My Fair Lady

Frederick Loewe

Eigentlich will Eliza Doolittle durch den Sprachunterricht bei Professor Higgins nur ihren lästigen Akzent loswerden, um den Sprung von der Straßenverkäuferin zur ehrenwerten Angestellten eines Blumenladens zu schaffen. Doch der ganz von sich und seinen Fähigkeiten überzeugte Higgins nutzt die Chance zum Experiment am lebenden Objekt: in seiner Hybris will er aus Eliza eine Lady nach seinem Bilde formen und die mit Oberst Pickering abgeschlossene Wette ist nur der geeignete Vorwand für seine berserkerhaften Methoden. Doch Higgins hat die Rechnung ohne Eliza gemacht, die ihn mit seinen eigenen Waffen schlägt – der guten Erziehung ...

Mit My Fair Lady gelang Frederick Loewe und seinem Librettisten Alan Jay Lerner 1956 ein Glanzsstück, der das Werk bis heute zum wohl erfolgreichsten Musical aller Zeiten macht. Das Geheimnis dieses Erfolges liegt neben einer Fülle musikalischer Ideen – kaum einem anderen Musical entstammen so viele Songs, die bis heute als Klassiker gelten – im behutsamen Umgang mit der literarischen Vorlage: dem Autorenduo gelang eine musicalgerechte Adaption von George Bernard Shaws Pygmalion ohne auf die für das Musical so ungewohnte ironische Schärfe Shaws zu verzichten oder die Brisanz des Themas zu vernachlässigen. Elizas Geschichte ist die ihrer Auflehnung und ihres Ringens um Selbstbehauptung. Fast beiläufig erzählt sie von einer unmöglichen Liebe, die so alt ist wie das abendländische Bewusstsein: der zwischen Pygmalion und der von ihm erschaffenen Statue Galatea.

Musikalische Leitung: Joseph Trafton
Inszenierung: Helmut Baumann / Jürg Burth
Bühne: Katrin Kegler-Fritsch
Kostüme: Uta Loher / Conny Lüders
Dramaturgie: Julia Gabriele Simon
Chor: Tilman Michael

Ort:

Opernhaus

Termine:

Sa, 18.2.2012, 19:30 |
Sa, 25.2.2012, 19:30 |
Mi, 21.3.2012, 19:30 |

Il barbiere di Siviglia

Gioacchino Rossini

Graf Almaviva hat sich in Rosina verliebt. Mit allerlei Tricks versucht er, in das Haus ihres Onkels Bartolo zu gelangen, der Rosina eingesperrt hält und sie um ihrer Mitgift willen selbst heiraten will. Dabei lässt sich der Graf weder von Bartolo noch von dem intriganten Musiklehrer Basilio abhalten. Der selbstsichere Barbier Figaro steht ihm zur Seite und versucht seinen Teil dazu beizutragen, dass die Geschichte glücklich enden kann.

Il barbiere di Siviglia beruht auf dem ersten Teil von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais’ Komödien-Trilogie, in der die Figur des ebenso gewitzten wie intriganten Barbiers im Zentrum steht. Aus unterschiedlichen Gründen – nicht zuletzt wegen der Sängerbesetzung der Uraufführung – verschoben der Librettist Cesare Sterbini und Gioacchino Rossini allerdings den Fokus von Figaro auf den Grafen Almaviva. Der Barbier wird zu einem sympathischen, aber meist erfolglosen Großmaul.

Das Werk gilt nicht nur als Rossinis Meisterwerk auf dem Gebiet der Opera buffa, sondern seit seiner Uraufführung vom 20. Februar 1816 in Rom als Inbegriff der Gattung überhaupt. Die Musik Rossinis vertieft keine Seelenzustände, sondern zeigt grotesk überdrehte Nummern, die bis an die Grenzen des Absurden reichen. Über allem steht eine entfesselte Vitalität, die dieses Werk unverwechselbar und zu einer der erfolgreichsten Musikkomödien der Operngeschichte macht.

Musikalische Leitung: Alois Seidlmeier
Inszenierung: Monique Wagemakers
Bühne: Dirk Becker
Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer
Dramaturgie: Anselm Dalferth
Chor: Tilman Michael

Ort:

Opernhaus

Termine:

So, 19.2.2012, 19:00 | Preisverleihung |
Fr, 23.3.2012, 19:30 |

Die Zauberflöte

Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts (vor)letztes Werk ist zugleich sein vielleicht rätselhaftestes. Es beginnt mit der Flucht und Ohnmacht Taminos, der, als er wieder erwacht – ausgelöst durch das Bild von Pamina –, auf einen wechselvollen und widersprüchlichen Initiationsweg geschickt wird. Begleitet von einer Zauberflöte und drei Knaben, die ihn schützen sollen, wandelt er zwischen Lebensbedrohung und der von Papageno vertretenen pragmatischen Lebensmeisterung auf einem schmalen Grat – auf der Suche nach der Liebe. Hin und her geworfen zwischen der emotionalen Extremwelt der Königin der Nacht und der tugendheischenden Geheimbruderschaft Sarastros findet Tamino – geleitet von Pamina – seinen Weg in die Männlichkeit, allerdings um den Preis, dass die „sternflammende“ Königin zerschmettert wird.

Aufgeladen mit zahlreichen Symbolen wechselt das Stück, das in einer Reihung von unterschiedlichsten Bildern und unter Verwendung spektakulärer Theatermittel erzählt wird, in der Mitte die Perspektive und spiegelt darin auch die Umbrüche und Unruhen seiner Entstehungszeit. Als „Vexierbild“ der Dialektik von Aufklärung und Demagogie (Ivan Nagel), als „Gesellschaftsentwurf zwischen Revolution und Restauration“ und „kompromisslose Aufdeckung der Widersprüche des Lebens“ mit kritischem Utopiepotential (Wolfgang Willaschek) oder als durch die Musik geeintes „mixtum compositum“ aus humanistischem Manifest und ‚Maschinen-Komödie’ (Stefan Kunze) fordert Mozarts Zauberflöte immer wieder neue szenische Deutungen heraus.

Musikalische Leitung: Dan Ettinger
Inszenierung: Joachim Schlömer
Bühne: Jens Kilian
Dramaturgie: Regine Elzenheimer
Chor: Tilman Michael
Kostüme: Dagmar Morell

Ort:

Opernhaus

Termine:

Fr, 10.2.2012, 19:00 |
Mi, 22.2.2012, 19:00 |
Do, 29.3.2012, 19:00 |

Lucia di Lammermoor

Gaetano Donizetti

Lucia liebt Edgardo, den Erzfeind ihres Bruders Enrico. Dieser lanciert einen gefälschten Brief, der Lucia von der vermeintlichen Untreue ihres Geliebten überzeugt. So möchte Enrico die Stellung der Familie sichern und rücksichtslos Lucias Hochzeit mit Lord Bucklaw durchsetzen. Für die junge Frau beginnt eine Verkettung unglückseliger Ereignisse, in deren weiteren Verlauf sie dem Wahnsinn verfällt. Grundlage der Oper Donizettis ist eine Liebe, die im Leben nicht sein darf und deswegen erst im Tod ihre Erfüllung finden kann. Im ständigen Widerstreit der Affekte, zwischen Hass und Liebe, Intrigen und Treueschwüren entwickelt der Komponist eine psychologische Charakterstudie, die in der wohl bekanntesten Wahnsinnsarie der Operngeschichte gipfelt. Lucia erscheint als eine von Beginn an gefährdete Persönlichkeit, die an den gesellschaftlichen Realitäten ihrer Umwelt zerbricht. Als Vorlage für das Libretto diente Sir Walter Scotts in Schottland angesiedelter Roman The Bride of Lammermoor, der im Zuge der Schauerromantik populär geworden war. Donizettis Musik nimmt jedoch stilistisch keinen Bezug auf das schottische Milieu. Stattdessen entfaltet sich ein Feuerwerk des Belcanto: Virtuose Koloraturen, farbige Instrumentation und dramatische Schlagkraft begeistern das Publikum seit der Uraufführung der Oper am 26. September 1835 in Neapel.

Musikalische Leitung: Joseph Trafton
Inszenierung: Christian Pade
Bühne und Kostüme: Alexander Lintl
Dramaturgie: Anselm Dalferth
Chor: Tilman Michael

Ort:

Opernhaus

Termine:

So, 12.2.2012, 19:30 |
Sa, 31.3.2012, 19:30 |

Madama Butterfly

Giacomo Puccini

Der in Japan stationierte Leutnant Pinkerton heiratet die Geisha Cio-Cio-San. Er weiß, dass diese Ehe außerhalb Japans keinerlei Verbindlichkeit besitzt. Cio-Cio-San glaubt jedoch an die Treue ihres Ehemanns. Als Pinkerton nach Amerika zurück befohlen wird, lebt sie mit ihrem Kind nur für seine Rückkehr. Jahre später kommt Pinkerton tatsächlich nach Japan – doch nur, um seinen Sohn zu sich zu holen.

Musikalische Leitung: Alois Seidlmeier
Regie: Wolfgang Blum
Bühne: Paul Walter
Kostüme: Gerda Schulte
Chor: Tilman Michael

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termine:

Do, 16.2.2012, 19:30 |
Mi, 28.3.2012, 19:30 |

Papageno spielt auf der Zauberflöte

Eberhard Streul

Der Vogelfänger Papageno ist ein echter Held. Das behauptet er jedenfalls. Wäre ihm nicht eine Dienerin der Königin der Nacht zuvorgekommen, hätte er den Prinzen Tamino sicher selbst vor der bösen Schlange gerettet, die ihn bedrohte. So aber war es pure Prahlerei, als er vorgab, das Ungeheuer erwürgt zu haben.
Die Strafe folgt auf den Fuß: Papageno muß sich ein Schloß vor den Mund legen lassen, während Tamino den Auftrag erhält, die schöne Tochter der Königin der Nacht, Pamina, aus dem Reich des Sarastro zu befreien.
Bevor Tamino aber mit Pamina in seine Heimat zurückkehren und Papageno mit seiner neuen Freundin Papagena eine Familie gründen kann, sind noch viele Abenteuer zu bestehen. Alle Kinder, die am Anfang der Oper Mitspielkarten bekommen haben, dürfen ihnen dabei auf der Bühne helfen.

Musikalische Leitung: Philippe Adam / Guido Mayer
Inszenierung: Eberhard Streul
Bühne: Ulrike Schnappat
Kostüme: Hannes Neumaier

Ort:

Oper Mannheim

Termine:

Mi, 21.3.2012, 10:30 | Wiederaufnahme |
Do, 29.3.2012, 10:30 |
Fr, 30.3.2012, 11:00 |

Die Comedian Harmonists Teil 2 - Jetzt oder nie

Gottfriedn Greiffenhagen/Jörg Daniel Heinzmann

Der Lebenstraum Harry Frommermanns nimmt in der Fortsetzung des Bühnenstücks von Gottfried von Greiffenhagen ein tragisches Ende. Während der alte Harry auch nach der Trennung der Comedian Harmonists im Jahr 1935 weiterhin verzweifelt versucht, seinen Lebenstraum eines vokalen Orchesters zu erfüllen, erinnert er sich immer wieder an die Gründung der ersten „boy group“ aller Zeiten. Die szenische Umsetzung seiner Erinnerungen wird getragen durch die unverwechselbaren und allseits bekannten Lieder über den stechenden Kaktus, wachsenden Spargel und nichtstuende Hühner, aber auch über Abschied und Aufbruch.

Inszenierung: Olaf Strieb
Bühne und Kostüme: Sandra Meurer
Dramaturgie: Regine Elzenheimer

Termin:

Mo, 26.3.2012, 19:30 | Wiederaufnahme |

La Bohème

Giacomo Puccini

Über den Dächern von Paris fristen der Dichter Rodolfo, der Maler Marcello, der Musiker Schaunard und der Philosoph Colline ihr ärmliches Künstlerdasein.
Auch an Weihnachten fehlt es ihnen an allem. Dennoch wollen sie in ihrem Stammcafé Momus im Quartier Latin feiern. Rodolfo will später nachkommen. Die schwindsüchtige Nachbarin Mimi aber hält ihn auf. Im dunklen Zimmer kommen die beiden sich schnell näher. Zusammen folgen sie den Freunden zu Momus. Auch Musetta, die ehemalige Geliebte Marcellos, ist unter den zahlreichen Gästen. Obwohl sie mit dem reichen, aber alten Alcindoro zusammen lebt, liebt sie Marcello noch immer. Die beiden versöhnen sich. Alcindoro bleibt nur, die Rechnung für alle zu bezahlen. Lange hält das junge Glück aber nicht vor. Marcello verfällt in die alte Eifersucht, und auch Rodolfo und Mimi können nicht miteinander leben, zu krank ist Mimi. Schweren Herzens trennen sich die beiden Paare. Wieder in der Mansardenwohnung, spielen sich die Künstlerfreunde gegenseitig Ausgelassenheit vor. Man feiert, bis überraschend Musetta mit der todkranken Mimi eintritt. Nun ist alle Eifersucht vergessen. Jeder versucht, etwas für Mimi zu tun, doch alle Hilfe kommt zu spät. Sie stirbt.

Musikalische Leitung: Joseph Trafton
Inszenierung: Friedrich Meyer-Oertel
Bühne: Günter Fischer-Piscat
Kostüme: Reinhard Heinrich
Chor: Tilman Michael

Ort:

Opernhaus

Termin:

Di, 27.3.2012, 19:30 | letzte Aufführung! |

Parsifal

Richard Wagner

Der Gralskönig Amfortas leidet an einer unheilbaren Wunde, die er sich zuzog, als er im Schloss des teuflischen Klingsor den Verführungskünsten der schönen Kundry erlag. Allein ein „reiner Tor, durch Mitleid wissend“, kann ihn von seinem Schmerz erlösen. Nach langen Irrfahrten und „wissend geworden“ durch den Kuss der einstigen Verführerin Kundry gelingt es Parsifal, den heiligen Speer zurückzugewinnen. Die Macht Klingsors ist gebrochen und Amfortas von seinem Leiden befreit. Parsifal enthüllt den lange verborgenen Gral, der Kraft und Jugend spendet.

Musikalische Leitung: Friedemann Layer
Inszenierung: Hans Schüler
Bühne: Paul Walter
Kostüme: Gerda Schulte
Chor: Tilman Michael

Ort:

Oper Mannheim

Termin:

Fr, 6.4.2012 |

NATIONALTHEATER MANNHEIM

Mozartstr. 9
D-68161 Mannnheim

Telefon: +49 (0)621 1680 0
E-Mail: Nationaltheater.kasse@mannheim.de

KARTENVERKAUF

Vorverkauf am Goetheplatz
Di bis Fr. 11.00-18.00 Uhr
Mo und Sa. 11.00-13.00 Uhr
Außerdem an allen Vorstellungstagen zwischen 18.00 und 20.00 Uhr

Kartentelefon: 0621 1680 150
Kartenfax: 0621 1680 258
Di bis Fr. 9.00-20.00 Uhr , Mo und Sa. 9.00-15.00 Uhr
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Kartentelefon Schnawwl: 0621 1680 302
Öffnungszeiten Schnawwl
Mo., Mi., Do. u. Fr. 9.00 - 12.00 u. 14.00 - 17.00, Di. 10.00 - 12.00 u. 14.00 - 17.00
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