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Nationaltheater Mannheim

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Nationaltheater Mannheim
Mozartstr. 9
D-68161 Mannnheim

Telefon: +49 (0)621 1680 0
E-Mail: Nationaltheater.kasse@mannheim.de

Oper

Marienvesper

Claudio Monteverdi

Premiere: 15. Dezember 2018

Szenische Aufführung

Mit einem der größten und zugleich rätselhaftesten Werke des 17. Jahrhunderts geht der Mannheimer Monteverdi-Zyklus in die dritte Runde. Der große »Erfinder« der Oper schrieb im Jahr 1610 eine Vesper zu Ehren der Gottesmutter Maria, in der sich große, nach allen Regeln des polyphonen Kontrapunkts geschriebene Chöre mit solistischen und dem modernen Opernstil verpflichteten Sätzen abwechseln. Wollte Monteverdi beweisen, dass er in allen Stilen zu Hause war? Ist die Vesper überhaupt für den Gebrauch in der Kirche gedacht gewesen? Ist sie zu Monteverdis Lebzeiten jemals erklungen? Wir wissen es nicht.

Die durch Mehrchörigkeit einkomponierte Raumwirkung der Vesper, die hochdramatische musikalische Anlage, die das Individuum der Masse gegenüberstellt und so zu einer Meditation über die großen Fragen von Liebe, Opfer und Erlösung wird – all das aber ruft nach theatraler Umsetzung, zu der der katalanische Regisseur Calixto Bieito emotionale, starke und große Theaterbilder finden wird.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek (Gast)
Regie & Bühne: Calixto Bieito
Mitarbeit Bühne: Anna-Sofia Kirsch
Kostüme: Anna Eiermann
Dramaturgie: Cordula Demattio / Albrecht Puhlmann
Chor: Dani Juris

In lateinischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Die Meistersinger von Nürnberg

Richard Wagner

Wieder einmal war Richard Wagner in Geldnot geraten. Eine publikumswirksame, komische Oper sollte hier schnelle Abhilfe schaffen: Seine »Meistersinger von Nürnberg« wurden schließlich aber weit mehr als nur komisch. Angesiedelt im altdeutsch-idyllischen Nürnberg des 16. Jahrhunderts, lässt Wagner junge Liebe gegen die Starrheit einer mit allen Mitteln aufrechterhaltenen Tradition antreten. Eva, die Tochter des Goldschmiedemeisters Pogner, hat sich in Walther von Stolzing verliebt. Der jedoch kann sie nur heiraten, wenn er den von Evas Vater ausgeschriebenen Sängerwettstreit gewinnt und mit seinem Preislied die gestrengen Meistersinger überzeugt. Hans Sachs erkennt das Potenzial des jungen Ritters und verhilft ihm – und der »deutschen Kunst« – schließlich zum Erfolg.

Regisseur und Bühnenbildner Nigel Lowery liebt nach eigenen Worten genau diese »deutsche Kunst«, was ihn nicht daran hindert, ihr mit seinem unverkennbar britischen Humor zu Leibe zu rücken. Und ihr zum 150. Jubiläum der Uraufführung, befreit von falschem Pathos, ganz neue Facetten abzugewinnen.

Musikalische Leitung: Alexander Soddy
Regie, Bühne & Kostüm: Nigel Lowery
Licht: Lothar Baumgarte
Dramaturgie: Cordula Demattio / Albrecht Puhlmann
Chor: Dani Juris

in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Don Giovanni

Wolfgang Amadeus Mozart

Um Gott und Welt, Liebe und Sex, um Schuld und Strafe und den ganzen Rest geht es in »Don Giovanni«, uraufgeführt 1787 im Gräflich Nostitzschen Nationaltheater in Prag. Für den »Mannheimer Sommer« wurde Mozarts Meisteroper zum Anlass eines Regiewettbewerbes.

Die 27-jährige Russin Ekaterina Vasileva und ihre Bühnen- und Kostümbildnerin Sonya Kobozeva setzten sich unter 50 Einreichungen aus sieben Ländern durch; es ist ihre erste Produktion in Deutschland. Die Regisseurin hatte das bei weitem ausgefallenste Konzept des Wettbewerbs vorgelegt – ein Konzept, das in gewissem Sinne die Grenzen von Vernunft und gutem Geschmack sprengt. Denn Vasileva stellt den komödiantischen Aspekt von Mozarts Werk in den Mittelpunkt und entwirft dafür eine grotesk überzeichnete und disproportionierte Welt. Die im Stück angelegten Männer- und Frauenbilder werden comicartig vergrößert und zur Grundlage einer Dramaturgie der Überraschungen und Bosheiten gemacht. Assoziationen an die Wilde Malerei der Achtziger oder die surrealen Welten eines Charms oder Bulgakow drängen sich auf. Menschliche und tierische Körper werden zum gigantischen Baumaterial einer Bühnenwelt, die zugleich psychischer Innenraum und abstrakte Kunstwelt ist. Musikalisch wiederum liegt dieses Körper- und Welttheater bei unserem Generalmusikdirektor Alexander Soddy in allerbesten Händen.

Musikalische Leitung: Alexander Soddy
Inszenierung: Ekaterina Vasileva
Bühne und Kostüme: Sonya Kobozeva
Licht: Nicole Berry
Dramaturgie: Jan Dvořák
Chor: Dani Juris
Familienprogramm

Aschenputtel

Gioacchino Rossini

Komische Opern begründeten Gioacchino Rossinis Weltruhm; denn hier treffen sich eine schier überwältigende sängerische Virtuosität und dramatischer Instinkt auf eine berauschende Weise. Im Entstehungsjahr des Barbier von Sevilla komponierte Rossini eine Märchenoper nach französischer Vorlage: Cenerentola, wie Aschenputtel auf Italienisch genannt wird.

Rossinis Märchenversion verzichtet allerdings weitgehend auf übersinnliche Elemente und hebt stattdessen die komischen Aspekte der Handlung hervor. Am Ende wird die Halbwaise Angelina (alias Aschenputtel) für ihre Güte und Herzensreinheit mit der Liebe des Prinzen Don Ramiro belohnt.

Regisseurin Cordula Däuper inszeniert diese Koproduktion mit dem Konzert Theater Bern als farbenfrohe Oper für die ganze Familie – schon ihre Collage Wake up and Dream! über das Leben von Cole Porter war ein großer Erfolg am Nationaltheater. Die Musikalische Leitung hat Matthew Toogood, der seit 2016 Kapellmeister am Haus ist, gemeinsam mit dem Gastdirigenten Attilio Cremonesi.

Musikalische Leitung: Attilio Cremonesi (Gast) / Matthew Toogood
Inszenierung: Cordula Däuper
Bühne: Ralph Zeger
Kostüme: Sophie du Vinage
Licht: Christian Wurmbach
Dramaturgie: Katja Bury (Gast) / Julia Warnemünde
Szenische Neueinstudierung: Claudia Plaßwich
Chor: Dani Juris

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Werther

Jules Massenet

Johann Wolfgang von Goethes Briefroman diente als Anregung für Jules Massenets Oper. Werther liebt Charlotte mit dem ganzen Überschwang seiner Gefühle. Charlotte wird jedoch einen anderen heiraten und rät Werther, sie zu vergessen. Monate später beginnt sie ihre Gefühle für Werther zu realisieren. Als Charlottes Ehemann sie nach einem plötzlichen Zusammentreffen mit dem zurückgekehrten Werther in großer Verwirrung findet, schöpft er Verdacht. Auf seine Veranlassung hin muss Charlotte Werther die erbetenen Pistolen übergeben. Werther erschießt sich. Erst dem Sterbenden bekennt Charlotte ihre Liebe.

Ganz im Dienste der exzessiven Stimmungen und packenden Atmosphären steht die Musik, die Jules Massenet Goethes weltberühmtem Briefroman verlieh. Im Jahr 2013 lockte die suggestive Schwarz-weiß-Inszenierung von David Mouchtar-Samorai Weltstar Jonas Kaufmann als FOA-Gast, und sie hat ihren Reiz bis heute nicht verloren.

Musikalische Leitung: Wolfgang Wengenroth
Inszenierung: David Mouchtar-Samorai
Bühne: Heinz Hauser
Kostüme: Urte Eicker
Oper

Madama Butterfly

Giacomo Puccini

Der in Japan stationierte Leutnant Pinkerton heiratet die Geisha Cio-Cio-San. Er weiß, dass diese Ehe außerhalb Japans keinerlei Verbindlichkeit besitzt. Cio-Cio-San glaubt jedoch an die Treue ihres Ehemanns. Als Pinkerton nach Amerika zurück befohlen wird, lebt sie mit ihrem Kind nur für seine Rückkehr. Jahre später kommt Pinkerton tatsächlich nach Japan – doch nur, um seinen Sohn zu sich zu holen.

Regie: Wolfgang Blum
Bühne: Paul Walter
Kostüme: Gerda Schulte
Chor: Tilman Michael

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Rigoletto

Giuseppe Verdi

»Le roi s’amuse ist der großartigste Stoff und vielleicht das größte Drama der Moderne!«, schrieb Verdi an seinen Librettisten Francesco Maria Piave. Zu Beginn des Jahres 1850 hatte Verdi das Drama Victor Hugos entdeckt und war fasziniert von dem Schicksal des verkrüppelten Hofnarren Rigoletto, den sein körperliches Gebrechen, aber auch sein maßloses und überhebliches Verhaltenzu einem Außenseiter der höfischen Gesellschaft macht. Im Zentrum der Oper, die zunächst den Titel La Maledizione erhalten sollte, stand für Verdi der Fluch eines unglücklichen Vaters, der die verlorene Ehre seiner Tochter beklagt, deswegen vom Hofnarren belacht wird und diesen verflucht. Doch dann muss Rigoletto miterleben, wie Gilda, seine einzige Tochter, den Liebesbeteuerungen des skrupellosen Herzogs erliegt. Außer sich vor Zorn engagiert er den Auftragsmörder Sparafucile. Die Maßlosigkeit seiner Rache schlägt auf ihn selbst zurück, und am Ende ist nicht der Herzog das Opfer, sondern seine Tochter.

Verdis weltberühmtes Werk verwandelt sich in der Inszenierung von Alexander Schulin in ein fesselndes Horrorszenario, das die Psyche der Charaktere beleuchtet.

Musikalische Leitung: Benjamin Reiners
Regie: Alexander Schulin
Bühne: Sandra Meurer
Kostüme: Cornelia Brunn
Chor: Dani Juris
Kinderprogramm

Hänsel und Gretel

Engelbert Humperdinck

Das bekannte Märchen der Brüder Grimm als große Oper: Humperdincks erfolgreichstes Werk erfreut seit über hundert Jahren groß und klein. Im Vergleich zur Vorlage ist hier die Handlung verkürzt und die "böse" Stiefmutter humanisiert. Ihre große Beliebtheit verdankt die idyllischen Märchenoper nicht zuletzt der Mischung aus spätromantischer Orchestersprache und schlichten Volksliedern wie "Suse, liebe Suse" oder "Ein Männlein steht im Walde".

Musikalische Leitung: Matthew Toogood / Wolfgang Wengenroth
Inszenierung nach: Wolfgang Blum
Bühne und Kostüme: Herbert Stahl
Oper

La bohème

Giacomo Puccini

Über den Dächern von Paris fristen der Dichter Rodolfo, der Maler Marcello, der Musiker Schaunard und der Philosoph Colline ihr ärmliches Künstlerdasein.
Auch an Weihnachten fehlt es ihnen an allem. Dennoch wollen sie in ihrem Stammcafé Momus im Quartier Latin feiern. Rodolfo will später nachkommen. Die schwindsüchtige Nachbarin Mimi aber hält ihn auf. Im dunklen Zimmer kommen die beiden sich schnell näher. Zusammen folgen sie den Freunden zu Momus. Auch Musetta, die ehemalige Geliebte Marcellos, ist unter den zahlreichen Gästen. Obwohl sie mit dem reichen, aber alten Alcindoro zusammen lebt, liebt sie Marcello noch immer. Die beiden versöhnen sich. Alcindoro bleibt nur, die Rechnung für alle zu bezahlen. Lange hält das junge Glück aber nicht vor. Marcello verfällt in die alte Eifersucht, und auch Rodolfo und Mimi können nicht miteinander leben, zu krank ist Mimi. Schweren Herzens trennen sich die beiden Paare. Wieder in der Mansardenwohnung, spielen sich die Künstlerfreunde gegenseitig Ausgelassenheit vor. Man feiert, bis überraschend Musetta mit der todkranken Mimi eintritt. Nun ist alle Eifersucht vergessen. Jeder versucht, etwas für Mimi zu tun, doch alle Hilfe kommt zu spät. Sie stirbt.

Musikalische Leitung: Alexander Soddy / Wolfgang Wengenroth
Inszenierung: Friedrich Meyer-Oertel
Bühne: Günter Fischer-Piscat
Kostüme: Reinhard Heinrich
Chor: Anton Tremmel
Kinderchor: Anke-Christine Kober
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Theater Nationaltheater Schauspiel Mannheim Mannnheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Konzert Festival Strings Lucerne Luzern, Dreilindenstr. 93
Aufführungen / Theater Theatergemeinde Volksbühne Heidelberg Heidelberg, Theaterstraße 10
Aufführungen / Konzert SWR Symphonieorchester Stuttgart, Neckarstraße 230
Aufführungen / Konzert D. Radio Philharmonie Kaiserslautern Kaiserslautern, Fruchthallstr. 1
Aufführungen / Aufführung Museum Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels, Zeitzer Str.04
Sa, 17.11.2018, 15:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels, Zeitzer Str.04
Sa, 17.11.2018, 15:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels, Zeitzer Str.04
Sa, 17.11.2018, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater TSB Theater- und Spielberatung Baden-Württemberg e. V.
Mo, 19.11.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Badisches Staatstheater Karlsruhe Karlsruhe, Baumeisterstr. 11
Aufführungen / Konzert Dt. Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Ludwigshafen, Heinigstraße 40
Aufführungen / Konzert Kirchheimer Konzertwinter Kirchheim, Oberer Waldweg 7
Aufführungen / Aufführung Nibelungen Festspiele Worms, Von-Steuben-Str. 5
Aufführungen / Theater Theater- und Spielberatung Baden-Württemberg e.V. Heidelberg, Bienenstr. 5
Aufführungen / Konzert Weingartner Musiktage Junger Künstler Weingarten, Wiesenstr. 30