BAYERISCHE STAATSOPER MÜNCHEN
Spielzeit 2009/10
Dialogues des Carmélites
Francis Poulenc
Libretto vom Komponisten nach dem gleichnamigen Drama von Georges Bernanos
Premiere am Sonntag, 28. März 2010
In seiner 1953 entstandenen Oper Dialogues des Carmélites lässt der französische Komponist Francis Poulenc Revolution und Religion aufeinander treffen: Die junge Blanche de la Force, von Geburt an von Panikattacken verfolgt, flieht in die Abgeschiedenheit eines Klosters, wo sie hofft, ihre quälende Lebensangst zu überwinden. Der Eintritt in den Orden der Karmelitinnen und die Gespräche mit den Mitschwestern stärken sie und ihren Glauben, doch die Angst bleibt. Die Französische Revolution macht auch vor Klostermauern nicht halt und verbietet den Nonnen die Ausübung ihrer Ordensregeln. Diese stellen sich dagegen, nehmen dafür den Märtyrertod in Kauf. Einzig Blanche nicht – sie flieht wieder, aus Todesangst. Die Standhaftigkeit, mit welcher die Schwestern ihr Martyrium antreten, errettet Blanche von ihrer Angst. Furchtlos folgt sie ihnen aufs Schafott.
Musikalische Leitung: Kent Nagano
Inszenierung und Bühne: Dmitri Tcherniakov
Kostüme: Elena Zaitseva
Licht: Gleb Filshtinsky
Produktionsdramaturgie: Andrea Schönhofer
Chöre: Andrés Máspero
Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper
Neuinszenierung
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Die Premiere wird live auf BR-Klassik übertragen.
30 Minuten vor Vorstellungsbeginn live aus dem Foyer des Nationaltheaters:
Foyer, die Sendung zur Neuproduktion mit Gesprächen und Reportagen.
Ort:
Nationaltheater
Termine:
So, 28.3.2010, 19:00 | Premiere
Do, 1.4.2010, 19:00
Do, 8.4.2010, 19:00
Sa, 17.4.2010, 19:00
Fr, 23.4.2010, 19:30
Le nozze di Figaro
Wolfgang Amadeus Mozart
Wenn das Dienstpersonal heiratet, will der Graf (doch wieder) seinen Spaß: Die erste Nacht mit Susanna, dem Kammermädchen. Figaro findet das gar nicht komisch. Gräfin und Susanna halten zusammen. Verkleidungen viele - Verwicklungen noch mehr. Jeder will jeden - was nicht immer klappt. Mit schönerer Musik kann man einander nicht begehren. Fazit: Männer sind anders - und Frauen auch.
Musikalische Leitung: Juraj Valcuha
Inszenierung: Dieter Dorn
Bühne und Kostüme: Jürgen Rose
Licht: Max Keller
Dramaturgie: Hans-Joachim Ruckhäberle
Chöre: Andrés Máspero
Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: 3 Stunden 40 Minuten (1 Pause)
Ort:
Nationaltheater
Termine:
Do, 11.3.2010, 19:00
So, 14.3.2010, 18:00
Fr, 19.3.2010, 19:00
Mo, 22.3.2010, 19:00
Il barbiere di Siviglia
Gioachino Rossini
Liebe, List und Lüge. Daraus schuf Rossini sein Meisterwerk! Die Geschichte um den berühmtesten Friseur aller Zeiten: Figaro - Schaumschläger und Klingenwetzer, der alle und alles durcheinanderwirbelt ... Man muß sie einfach erleben, die unglaubliche Geschwindigkeit dieser Musik, die brillanten Solo-Nummern und die mitreißenden Ensembles. Die Oper mit den meisten Ohrwürmern.
Musikalische Leitung: Christopher Ward
Inszenierung: Ferruccio Soleri
Bühne: Carlo Tommasi
Kostüme: Ute Frühling
Chöre: Andrés Máspero
Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: 3 Stunden (1 Pause)
Ort:
Nationaltheater
Termine:
Sa, 13.3.2010, 19:00
Do, 18.3.2010, 19:00
So, 21.3.2010, 17:00
Geruch - Die unmögliche Enzyklopädie XIII
Ein schier unmögliches Unterfangen: Schon die französischen Aufklärer d’Alembert und Diderot hatten die Idee, sämtliches Wissen der Welt festzuhalten und für alle systematisch aufzuarbeiten. Die Enzyklopädie wurde ein großer Erfolg – als gedankliches Projekt hingegen ist sie natürlich bis heute nicht abgeschlossen. Auch die Welt des Musiktheaters bietet eine Fülle an Begriffen, die Künstler bis heute immer wieder beschäftigen.
Die Dramaturgie von Staatsoper und Staatsballett lädt Sie daher auf eine gewagte Entdeckungsreise ein. Werden Sie zum Kenner zahlreicher Geheimnisse von Oper und Ballett und lassen Sie sich einmal im Monat an entlegene, ungesehene Orte der Oper entführen und kommen Sie mit einem Begriff auf die Spur – zusammen mit Künstlern und Musikern unseres Opernhauses sowie mit Experten unterschiedlichster Profession und Passion.
EUR 8.-
Ort:
Probenräume am McGraw-Graben
Soyerhofstr. 11
U-Bahn: St-Quirin-Platz
Termin:
Mo, 15.3.2010, 20:00
Don Giovanni
Wolfgang Amadeus Mozart
Dramma giocoso in zwei Akten
Don Giovanni – zwischen Bewunderung und Verdammung wird er von Mit- und Nachwelt stilisiert: zum sinnlichen Verführer, gefühllosen Zyniker, todbringenden Dämon, triebgesteuerten Egoisten, traurigen Engel oder zur stolzen Verkörperung menschlicher Selbstverwirklichung.
Dieser kaum fassbare Held spielt mit seinen Mitmenschen und agiert nach nur einer Regel: Es lebe die Freiheit! Er verführt unzählige Frauen, deren Leben danach nicht mehr das gleiche ist wie zuvor. Er tötet den Vater einer Eroberung, als der ihm in die Quere kommt. Schmerzhafte Kollateralschäden einer getriebenen Suche nach dem, was Lebendigkeit verheißen kann?
Drei Frauen und zwei Männer verfolgen gemeinsam diesen Mann, der in jedem von ihnen etwas anderes auslösen mag: Rachegefühle, Lust, Neugier auf Unbekanntes, der Wunsch, sich bedingungslos zu unterwerfen oder altruistische Rettungsgedanken. Je näher sie ihm kommen, desto mehr lösen sich seine Konturen auf. Der Wunsch ihn zu entlarven, wird zur Obsession seiner Bestrafung und Vernichtung. Die übernimmt schließlich eine höhere Gewalt, so dass seine Verfolger immer wieder nur auf sich selbst stoßen.
Lorenzo da Ponte schuf aus einem Moralstück über einen „bestraften Wüstling“ das Libretto für Wolfgang Amadeus Mozart. Erst dessen Musik macht hieraus ein Werk von janusköpfiger Gestalt: Ein psychologisch ausgefeiltes Drama und zugleich ein Theater, das die finale Höllenmaschine ankurbelt. Ein dramma giocoso – ein komisches Drama – und doch vor allem ein Nachtstück, in dem sich Lebensgier und Lebenslust eruptiv entladen müssen, weil auf der anderen Seite der Tod, die Einsamkeit und die Leere warten.
Musikalische Leitung: Kent Nagano
Inszenierung: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Video: Benjamin Krieg
Licht: Reinhard Traub
Produktionsdramaturgie: Miron Hakenbeck
Chöre: Andrés Máspero
Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper
Neuinszenierung
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 3 Stunden 45 Minuten, 1 Pause
Ort:
Nationaltheater
Termine:
Sa, 27.3.2010, 19:00
Di, 30.3.2010, 19:00
Sa, 3.4.2010, 19:00
Mi, 7.4.2010, 19:00
Sa, 10.4.2010, 19:00
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München
Telefon: +49 (0)89-21 85-19 20 oder +49 (0)89-21 85 19 20