zur Startseite
7

Residenztheater

Das Residenztheater ist eines der größten und bedeutendsten Sprechtheater Deutschlands und zeigt mit seinem großen Ensemble unter der Intendanz von Martin Kušej internationale Dramatik von Shakespeare und Schiller über Ibsen bis zur Gegenwart sowie experimentelle und offene Formen wie die Theaterabende von Oliver Frljić, Milo Rau oder Bernhard Mikeska.

Im Residenztheater und Cuvilliéstheater ist die weltumspannende Dramatik von Shakespeare über Moliére, Schiller und Ibsen bis zur Gegenwart zu erleben. Im Marstall finden neben zeitgenössischen Stücken etwa von Michel Decar, Joël Pommerat und Noah Haidle auch offene und experimentelle Formen wie die von Oliver Frljić sowie Projekte von Milo Rau ihren Platz.

Eine Öffnung für europäisches Theater manifestiert sich in der Zusammenarbeit mit internationalen Regisseuren wie Ivica Buljan, Timofej Kuljabin oder dem österreichischen Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjan. Diese spiegelt sich auch in zahlreichen Kooperationen und Gastspieleinladungen in ganz Europa wider.

Kontakt

Residenztheater
Max-Joseph-Platz 1
D-80539 München

Telefon: +49 (0)89 2185 1940
Fax: +49 (0)89 2185 2185
E-Mail: tickets@residenztheater.de

Bewertungschronik

Residenztheater bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Residenztheater

Theater

Die Verlorenen

von Ewald Palmetshofer

Premiere 19. Oktober 2019

Eine Frau kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück. Eine Hirschkuh stellt sich auf der Straße einem PKW entgegen. Ein junger Mann übernachtet im Wald, bis sich ihm eine Tür öffnet. Zwei alte Männer, die keiner mehr wahrnimmt, wiegen sich in den Schlaf. Ein Teenager kehrt seiner Mutter den Rücken und geht Stück für Stück der Welt verloren.

«ich komm von hier mehr Herkunft hab ich nicht ich hoff, das reicht»

Ewald Palmetshofer erzählt in seinem neuen Theaterstück von Menschen, denen die Selbstverständlichkeit, Mensch zu sein, abhandengekommen ist. Dabei vernehmen sie noch die Frage, was das Wort «Mensch» denn bedeuten möge. Ohne Antwort halten sie der eigenen Fraglichkeit stand – solange ihre Kraft reicht.

«Nach niemands Abbild sind sie geschaffen. Der Himmel ist leer, und die Geschöpfe auf Erden sind ganz auf sich allein gestellt. Der Mensch ist seine eigene fortwährende Aufgabe, eine unabschließbare Arbeit; der Mensch ist die kräftezehrende Mühsal, sich selbst hervorzubringen. Es ist, als müsste man den Menschen beständig vor dem Tod erretten, aus dem Reich der Dinge, vor dem Zugriff der tödlichen Versachlichung, Verminderung und Profanisierung. Als müsste man für seine Unsterblichkeit kämpfen, mit Worten seine Auferstehung, seine Aufrichtung herbeireden. Als ob man noch beten könnte, erhebt man die Stimme und richtet sie nach draußen, wo keiner ist.» Ewald Palmetshofer

Ewald Palmetshofer ist einer der prononciertesten Gegenwartsdramatiker, dessen Stücke hochkomplexe, musikalische Sprachpartituren sind, die mit äußerster rhythmischer Strenge oftmals einem jambischen Metrum folgen. Nora Schlocker, Hausregisseurin am Residenztheater München, setzt mit «Die Verlorenen» ihre Zusammenarbeit mit Ewald Palmetshofer fort und bringt nach «Edward II. Die Liebe bin ich» und «Vor Sonnenaufgang» zum dritten Mal ein Stück des österreichischen Dramatikers zur Uraufführung.

Inszenierung: Nora Schlocker
Bühne: Irina Schicketanz
Kostüme: Marie Roth

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Die Verlorenen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Die Verlorenen

Theater

Sommergäste

von Maxim Gorki

Premiere: 25. Oktober 2019

Im Sommerhaus des Rechtsanwalts Bassow trifft sich die russische intellektuelle Mittelschicht: ein Kreis aus Familienmitgliedern, Freund*innen und Freundesfreund* innen um Bassow und seine Frau Warwara Michajlowna. Man ist in Urlaubsstimmung, arbeitet wenig, gibt sich der Langeweile und Zerstreuung hin. Tatsächlich aber liegt eine gesellschaftliche Veränderung in der Luft. Warwara Michajlowna und die Ärztin Marja Lwowna werden nicht müde, im Kreis der Sommerfrischler*innen die Möglichkeit eines besseren Lebens für alle und ein Bewusstsein gemeinsamer politischer Verantwortung zu formulieren. Doch mit jedem Gespräch, jedem Streit, jeder Selbstenthüllung wird fraglicher, ob diese Sommergäste für ein anderes, wahrhaftigeres Leben und die Verwirklichung gerechterer Verhältnisse ausgestattet sind.

«Sie werden mich fragen, wie sie leben sollen. Und was soll ich dann antworten?»

In virtuos skizzierten, der Realität abgelauscht wirkenden Szenen entwirft Gorki in seinem 1904 in St. Petersburg uraufgeführten Schauspiel das Panorama einer sozialen Schicht – der russischen Intelligenzija –, die in einer historischen Schwellenzeit ratlos zu erstarren droht. Es ist der Vorabend der Russischen Revolution von 1905, die mit dem Marsch tausender Arbeiter*innen auf den Petersburger Winterpalast und dessen blutiger Zerschlagung durch die Armee des Zaren ihren Anfang nehmen wird. Und weder der Autor noch seine Figuren können ahnen, wie nahe sie einem historischen Wendepunkt gekommen sind. In dieser Dringlichkeit und in Gorkis beharrlicher Frage nach unserer Fähigkeit zu Solidarität mit Benachteiligten und Schwächeren liegt das radikal Gegenwärtige dieses modernen Klassikers.

Mit «Sommergäste» stellt sich der britische Regisseur Joe Hill-Gibbins, dessen künstlerische Handschrift sich durch präzise Dialog- und Figurenarbeit auszeichnet, erstmals dem Münchner Publikum vor.

Inszenierung: Joe Hill-Gibbins
Bühne: Johannes Schütz
Kostüme: Astrid Klein

Sommergäste bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Sommergäste

Theater

Drei Schwestern

von Simon Stone nach Anton Tschechow

Premiere: 30. Oktober 2019

Mit einem Drama um Alltag, Sehnsucht und Scheitern stieg Anton Tschechow – und mit ihm das moderne Theater – ins 20. Jahrhundert ein: «Drei Schwestern», uraufgeführt 1901 im Moskauer Künstlertheater, ist die Chronik einer Familie, in der Tschechow die Balance zwischen Melancholie und Lebensfreude, Realismus und Stilisierung hält.

Der australische Autor und Regisseur Simon Stone hat Tschechows berühmtes Drama zum Ausgangspunkt seiner von «Theater heute» als «Stück des Jahres 2017» ausgezeichneten Neudichtung genommen und diese mit rasanter Dialogkunst, subtilen Charakterstudien und der daraus sich zuverlässig ergebenden Ambivalenz der Figuren thematisch im Hier und Jetzt verortet.

«Verdienen wir überhaupt, glücklich zu sein? Weil vielleicht suchen wir immer das Gegenteil. Also sabotieren wir alle Chancen, die das Leben uns gibt.»

Aus Tschechows Provinzpersonal werden so urbane Sinnsuchende, die in Zeiten von Twitter, Facebook und Instagram in ihrem Ferienhaus zwischen Gesprächen über den Niedergang der Linken und Donald Trump Kindheitserinnerungen und Zukunftsvisionen nachhängen. Es geht um Existenzielles und Komisches, um Hoffnungen und Träume – und darum, mit diesen gegen die stets drohenden Banalitäten des Alltags, gegen Einsamkeit und Verzweiflung vorzugehen.

Simon Stone gilt mit seinen radikalen Neuinterpretationen kanonisierter Klassiker der Dramenliteratur als einer der einflussreichsten Regisseure des internationalen Gegenwartstheaters und wurde mit dieser Inszenierung des Theater Basel zum Berliner Theatertreffen 2017 eingeladen.

«Tschechows Stücke beginnen alle mit dem Hinweis, dass sie in der Gegenwart spielen, und dabei nehme ich ihn wörtlich. Die Gegenwart hört nie auf. Irgendwann hat man begonnen, sie in die Vergangenheit zu versetzen, weil man der Meinung war, der Autor hätte mit der Gegenwart seine eigene Gegenwart gemeint. Dabei sollten sie doch die jeweils gegenwärtige Gesellschaft widerspiegeln.» Simon Stone

Inszenierung: Simon Stone
Bühne: Lizzie Clachan
Kostüme: Mel Page
Musik: Stefan Gregory
Dramaturgie: Constanze Kargl

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Drei Schwestern bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Drei Schwestern

7

Residenztheater

Das Residenztheater ist eines der größten und bedeutendsten Sprechtheater Deutschlands und zeigt mit seinem großen Ensemble unter der Intendanz von Martin Kušej internationale Dramatik von Shakespeare und Schiller über Ibsen bis zur Gegenwart sowie experimentelle und offene Formen wie die Theaterabende von Oliver Frljić, Milo Rau oder Bernhard Mikeska.

Im Residenztheater und Cuvilliéstheater ist die weltumspannende Dramatik von Shakespeare über Moliére, Schiller und Ibsen bis zur Gegenwart zu erleben. Im Marstall finden neben zeitgenössischen Stücken etwa von Michel Decar, Joël Pommerat und Noah Haidle auch offene und experimentelle Formen wie die von Oliver Frljić sowie Projekte von Milo Rau ihren Platz.

Eine Öffnung für europäisches Theater manifestiert sich in der Zusammenarbeit mit internationalen Regisseuren wie Ivica Buljan, Timofej Kuljabin oder dem österreichischen Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjan. Diese spiegelt sich auch in zahlreichen Kooperationen und Gastspieleinladungen in ganz Europa wider.

Residenztheater bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Residenztheater

Aufführungen / Theater Münchner Kammerspiele München, Falckenbergstraße 1
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Brienner Straße 50
Aufführungen / Oper Bayerische Staatsoper München München, Max-Joseph-Platz 2
Aufführungen / Konzert Orff-Zentrum München München, Kaulbachstr. 16
Aufführungen / Theater theater VIEL LÄRM UM NICHTS - München München, August-Exter-Str. 1
Aufführungen / Theater Staatstheater am Gärtnerplatz München München, Gärtnerplatz 3
Aufführungen / Theater Theaterakademie August Everding
Aufführungen / Theater Teamtheater München München, Am Einlaß 2a / 4
Aufführungen / Theater Fabriktheater Traunstein e.V. Traunstein, Crailsheimstraße 12
Fr, 18.10.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Fabriktheater Traunstein e.V. Traunstein, Crailsheimstraße 12
Sa, 19.10.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Fabriktheater Traunstein e.V. Traunstein, Crailsheimstraße 12
So, 20.10.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Musical Deutsches Theater München München, Schwanthalerstraße 13
Aufführungen / Kabarett Münchner Lustspielhaus München, Occamstr. 8
Aufführungen / Theater Komödie im Bayerischen Hof München, Promenadeplatz 6
Aufführungen / Theater theater ... und so fort München, Hans-Sachs-Str. 12
Aufführungen / Kabarett Münchner Lach- und Schießgesellschaft München, Ursulastraße 9
Aufführungen / Kulturveranstaltung FestSpielHaus gGmbH München, Quiddestr. 17
Aufführungen / Theater Tatwort Improvisationstheater München, Rumfordstr. 29-31
Aufführungen / Theater Oberanger Theater München München, Oberanger 38
Aufführungen / Oper Fürstbischöfliches Opernhaus Passau Passau, Gottfried-Schäffer-Str. 2 4
Aufführungen / Theater TheaterRaum München München, Hans-Sachs.Str. 12
Aufführungen / Theater Sensemble Theater Kulturfabrik Augsburg, Bergmühlstraße 34
Aufführungen / Theater Kleine Bühne München München, Kazmairstraße 66
Aufführungen / Theater Athanor Akademie Burghausen, Burg 7b
Aufführungen / Theater fastfood theater München, Betriebsbüro: Häberlstraße 20
Aufführungen / Theater HochX München, Entenbachstr. 37
Aufführungen / Kabarett Kulturhaus Kresslesmühle Augsburg, Barfüßerstraße 4
Aufführungen / Theater Teamtheater Tankstelle München, Am Einlaß 2a
Aufführungen / Theater TamS-Theater München, Haimhauser Str. 13 a
Aufführungen / Theater Theater werkmünchen München, Grafinger Straße 6/103
Aufführungen / Theater Theaterschule Yorick München, Quiddestr. 17

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.