zur Startseite
14

Residenztheater

Das Residenztheater ist eines der größten und bedeutendsten Sprechtheater Deutschlands und zeigt mit seinem großen Ensemble unter der Intendanz von Martin Kušej internationale Dramatik von Shakespeare und Schiller über Ibsen bis zur Gegenwart sowie experimentelle und offene Formen wie die Theaterabende von Oliver Frljić, Milo Rau oder Bernhard Mikeska.

Im Residenztheater und Cuvilliéstheater ist die weltumspannende Dramatik von Shakespeare über Moliére, Schiller und Ibsen bis zur Gegenwart zu erleben. Im Marstall finden neben zeitgenössischen Stücken etwa von Michel Decar, Joël Pommerat und Noah Haidle auch offene und experimentelle Formen wie die von Oliver Frljić sowie Projekte von Milo Rau ihren Platz.

Eine Öffnung für europäisches Theater manifestiert sich in der Zusammenarbeit mit internationalen Regisseuren wie Ivica Buljan, Timofej Kuljabin oder dem österreichischen Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjan. Diese spiegelt sich auch in zahlreichen Kooperationen und Gastspieleinladungen in ganz Europa wider.

Kontakt

Residenztheater
Max-Joseph-Platz 1
D-80539 München

Telefon: +49 (0)89 2185 1940
Fax: +49 (0)89 2185 2185
E-Mail: tickets@residenztheater.de

Bewertungschronik

Residenztheater bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Residenztheater

Schauspiel

(Nicht)Mütter!

Ein kollektives Rechercheprojekt

Premiere: 15.7.2022

«Wovon ich träume? Mhm… (lacht) ... Tatsächlich von der Gesellschaft, die den Begriff ‹normal› abgeschafft hat, wo der Begriff einfach nicht mehr existiert. Ich glaube, damit wäre schon mal viel getan.»

Im Text von «(Nicht)Mütter!» sind Antworten aus 22 Interviews zum Thema (Nicht-)Mutterschaft miteinander verflochten – zu einem Stück über Entscheidungen, Zweifel, (Fehl-)Geburten, Abbrüche, Transformationen und mutige Handlungen. Die vielfältigen Lebensrealitäten diverser Frauen und weiblich gelesener Personen finden hier genauso eine Bühne wie Perspektiven, Erlebnisse und Gefühle, die gesellschaftlich nach wie vor tabuisiert sind. 22 Stimmen sprechen über ihre Mütter, über das Mutter-Werden, das Mutter-Sein, das Niemals- oder Unbedingt-Mutter-Werden-Wollen und das Nicht-Mutter-Werden Können.

Die Schauspielerinnen Barbara Horvath und Lisa Stiegler und DJ* Theresa «BiMän» Bittermann geben diesen Stimmen einen Körper und einen Hallraum, in dem ein polyphones Gespräch entsteht, das alle Menschen einlädt – seien sie Mütter oder nicht.

Stückentwicklung: Theresa „BiMän“ Bittermann, Sara Dec
Stückentwicklung: Marie Gimpel, Barbara Horvath, Friederike Meisel, Lisa Stiegler
Idee: Lisa Stiegler
Bühne und Kostüm: Marie Gimpel, Friederike Meisel
Komposition: Theresa „BiMän“ Bittermann
Licht: Johannes Frank

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

(Nicht)Mütter! bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte (Nicht)Mütter!

Schauspiel

Theater von der Erde bis zum Mars

Zwischen Traum und Katastrophe - frei nach Karl Kraus

Premiere: 23.7.2022

Die beiden Jugendklubs des Residenztheaters zeigen in einer zweiteiligen Veranstaltung, woran sie im Verlauf der Spielzeit 2021/22 wöchentlich gearbeitet haben.

Teil 1: Träume von der Erde – Ein Verschnitt absurder Alltäglichkeiten

Klub 1, angeleitet von Ensemblemitglied Patrick Bimazubute und Regieassistentin Sara Dec, speist sich ausschließlich aus eigenen kreativen Kräften und unternimmt den Versuch, ohne eindeutige Absprachen Gemeinsamkeit zu erzeugen. Zentral für die Untersuchung in eigener Autor*innenschaft der acht Teilnehmenden ist die Beobachtung und Reflexion des eigenen Alltags sowie die Auseinandersetzung mit als relevant empfundenen Themen und (Alb)träumen: «Aufwachen und die Augen wieder schließen. La dolce far niente.» ... «Ich denk immer alle Horrorsituationen zu Ende und dann werden sie mir zu langweilig. Das Grübeln wird dann auch weniger.» … «Haben die Männer Angst vor dir?»… «Du wirst mal 'ne super Hausfrau.» …«Und wenn ich dich nicht liebe?» … «Menschen müssen für ihre Freiheit kämpfen.» … «Die Frage ist doch: Würdet ihr jemanden erschießen?» …«Wieso dann einen Traum? Oder ein Ziel?»

Teil 2: Bis zum Mars – frei nach Karl Kraus

Klub 2, angeleitet von Regieassistentin Lea Iris Meyer und Theaterpädagogin Linda Nerlich, hat sich seit März 2022 getroffen und Karl Kraus’ als unspielbar geltendes Monumentaldrama «Die letzten Tage der Menschheit» als Ausgangspunkt genommen, um historische und aktuelle Zeitungsartikel, Talkshowaufzeichnungen, Improvisationen und Gedankenexperimente zu einem apokalyptischen Abend zu verdichten: Die großen Seuchen sind überstanden, alle Kriege sind gekämpft, die Erde ist unbewohnbar geworden. Doch die Menschen haben sich eine neue Heimat gesucht. Alljährlich treffen sie im «Marstheater» aufeinander, um sich festspielartig an die Geschichten der Erde zu erinnern. Welche Umstände führten zur «großen Apokalypse», bevor endlich alles gut wurde? Denn auf dem Mars herrschen Frieden und Utopie.
Spielerisch blicken die elf Jugendlichen in dieser Collage mithilfe der Technik der Regnose, dem Rückblick aus einer imaginierten Zukunft zurück auf das Heute. Welches sind die vier Reiter, die unsere «Apokalypse» ankündigen? Und warum wurden ihre Warnungen sehenden Auges missachtet?

Künstlerische Leitung «Von der Erde»: Patrick Bimazubute, Sara Dec
Künstlerische Leitung «Bis zum Mars»: Lea Meyer, Linda Nerlich

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Theater von der Erde bis zum Mars bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Theater von der Erde bis zum Mars

Schauspiel

Der Schiffbruch der Fregatte Medusa

von Alexander Eisenach nach dem historischen Bericht von Jean-Baptiste Henri Savigny und Alexandre Corréard

Im Juni 1816 sticht die «Medusa», die schnellste Fregatte ihrer Zeit, in See. Ihr Ziel ist das senegalesische Saint-Louis. An Bord sind zweihundertvierzig Menschen – neben den Matrosen großteils Soldaten, aber auch der Gouverneur der Kolonie samt Familie, dazu Priester, Lehrer, Ärzte und Ingenieure. Zwei Tagesreisen von ihrem Ziel entfernt läuft das Schiff auf eine Sandbank und zerbirst. Da auf den Rettungsboten nicht genug Platz für alle ist, wird ein Floß gezimmert, das von den Rettungsbooten an Land gezogen werden soll. Doch schon bei der Abfahrt wird das steuerlose und völlig überladene Floß von den Booten zurückgelassen, auf denen sich die Würdenträger in Sicherheit bringen. Von den hundertsiebzehn Männern werden nur fünfzehn überleben. Nicht wenige fallen der Hand ihrer Leidensgenossen zum Opfer, denn das wenige Gut, das sie retten konnten – Fässer mit Wein, durchweichter Zwieback, ein paar Waffen und Wertgegenstände –, wird genauso bis aufs Blut umkämpft wie die Entscheidungshoheit über mögliche Rettungsmaßnahmen.



Ausgehend von den Schilderungen des Wundarztes Savigny und des Ingenieurs Corréard, Überlebende des Unglücks, schuf der damals unbekannte Maler Théodore Géricault 1819 «Das Floß der Medusa», das heute zu den berühmtesten Gemälden des Louvre zählt. Der Autor und Regisseur Alexander Eisenach, der sich vergangene Spielzeit mit «Einer gegen alle» nach Oskar Maria Graf am Residenztheater vorgestellt hat, zeigt nun eine Bühnenadaption des Verteilungskampfs der Schiffbrüchigen, in dem sich Fragen nach Solidarität und Gerechtigkeit von größter Aktualität auftun.

«Von den Strukturen des Imperialismus und Kolonialismus des frühen 19. Jahrhunderts führen Linien ins Heute. Der Spagat zwischen einer skrupellosen Ausbeutungsökonomie an der Peripherie unserer Wahrnehmung und einem progressiv-egalitär geprägten Menschenbild vor dem Hintergrund von Aufklärung und Wissensgesellschaft im Zentrum unserer Aufmerksamkeit beschreibt das historische Moment ebenso wie die Gegenwart.» Alexander Eisenach

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Der Schiffbruch der Fregatte Medusa bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Der Schiffbruch der Fregatte Medusa

Schauspiel

Spiel des Lebens

Die Kareno-Trilogie («An des Reiches Pforten» – «Spiel des Lebens» – «Abendröte») von Knut Hamsun

Aus dem Norwegischen von Maria Herzfeld und Christian Morgenstern

«Das ganze Jahr hab ich von diesem Fieber gehört. Aber ich fürchte mich nicht mehr davor.»

Hamsuns Trilogie zeichnet die Geschichte eines Menschen, der sich von den tonangebenden Eliten übersehen und um gesellschaftliche Anerkennung betrogen fühlt. Der Philosoph Ivar Kareno entwickelt sich vom dreißigjährigen radikalen und antiliberalen Schriftsteller am Rande der Armutsgrenze zum vierzigjährigen Hauslehrer zweier Unternehmersöhne in einer fernen Küstenregion. Dort sitzt Kareno in seinem Schreibturm und brütet, während vom Norden her ein ansteckendes Fieber über die Menschen kommt, der Unternehmer Otermann über seinem Reichtum verrückt wird und ein sonderbarer Mann um die Häuser streicht, von dem es heißt, er sei die Gerechtigkeit. Zehn Jahre später hofft der nun fünfzigjährige Kareno noch immer auf die große Wende in seinem Leben. Und tatsächlich wird er eine Wegmarke erreichen, an der er sich entscheiden muss, ob er am radikalen Denken seiner Jugend festhält oder eine politisch gemäßigte Karriere einschlägt.

Der norwegische Literaturnobelpreisträger Knut Hamsun gilt seit seinem Debütroman «Hunger» (1890) als Wegbereiter der literarischen Moderne. Zwischen 1895 und 1898 entsteht seine «Kareno-Trilogie», in der er seine eigenen Verfehlungen der Zukunft vorauszusehen scheint: Hamsun wird eine zunehmend antidemokratische Haltung einnehmen und schließlich mit den Nationalsozialisten kollaborieren. Sowohl am Autor Hamsun als auch an seiner Figur Ivar Kareno werden schleichende Radikalisierungsprozesse und Verhärtungen sichtbar, die mit Blick auf unsere Gegenwart von eminentem Interesse sind.

Nach Judith Herzbergs «Die Träume der Abwesenden» inszeniert Stephan Kimmig mit «Spiel des Lebens» zum zweiten Mal am Residenztheater.

Inszenierung: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Musik: Michael Verhovec
Licht: Gerrit Jurda
Dramaturgie: Ewald Palmetshofer

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Spiel des Lebens bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Spiel des Lebens

Schauspiel

Bitches

von Bola Agbaje
aus dem Englischen von Sylvia Bieker und Henriette Zeltner-Shane

Die Sons of Bitches sind weiblich und haben viel Power: Funke und Cleo, langjährige Freundinnen, betreiben unter diesem Namen ihren erfolgreichen Vlog. Mit ihren Fans und Follower*innen teilen sie ihre Ansichten über Make-Up, Musik, Katzen und das Leben an sich. Aber immer wieder wird der Pause-Button der Kamera gedrückt, und dann treten tiefgehende Konflikte in ihrer Beziehung zutage, deren Auslöser oft ihre unterschiedlichen Hautfarben sind – Funke ist Schwarz und Cleo ist weiß. Funke ist politisch aktiv und Teil der Black Lives Matter-Bewegung, Cleo steht dem eher gleichgültig gegenüber. Aber eines Tages geht ein Video online, das so nicht geplant war.

Die britische Dramatikerin Bola Agbaje zeichnet in ihrem für das National Youth Theatre of Great Britain geschriebenen Stück das Porträt einer vielschichtigen Freundschaft, in der trotz aller Nähe rassistische Zuschreibungen passieren und diskutiert werden. Die Ensembleschauspielerinnen Linda Blümchen und Massiamy Diaby spielen in München die Rollen von Cleo und Funke. In der vom Max-Joseph-Platz einzusehenden Schönen Aussicht inszeniert der Londoner Regisseur Philip J Morris.

Inszenierung: Philip J Morris
Bühne: Katharina Wegmann
Kostüme: Natascha Dick
Theaterpädagogik: Linda Nerlich

Altersempfehlung: ab 13 Jahren

Bitches bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Bitches

Schauspiel

Der Drang

Volksstück von Franz Xaver Kroetz

Franz Xaver Kroetz' Stücke sind immer beides: Skandal und normal. Sie erzählen vom Volk und seinen Abgründen, also eigentlich dem ganz normalen Leben. So auch im Volksstück «Der Drang», das in der Urfassung «Lieber Fritz» bereits 1975 als «Sexualkomödie» für Furore sorgte.

Kroetz erzählt aus dem Leben des Friedhofsgärtnerpaars Hilde und Otto, bei denen es im Bett so frustrierend ist wie beim Kranzbinden für die Beerdigungen. In die triste Idylle kommt Fritz, Hildes Bruder. Er saß wegen Exhibitionismus im Gefängnis, hat sadistische Neigungen, die er jetzt mit Pillen zu unterdrücken sucht. Er findet Arbeit, Bett und Verständnis bei den beiden. Otto, der bei seiner Frau sexuell nicht findet, was er braucht, erregt sich am Anderssein des Schwagers, will ihn zur Wiederholungstat provozieren. Fritz widersteht auch Mitzi, einer vereinsamten Mitarbeiterin, die ihn bedrängt. Abgewiesen und sexuell bedürftig finden Mitzi und Otto zueinander, «lassen die Sau raus» und machen das, was sie Fritz als Perversion unterstellen. Ehefrau Hilde ist eifersüchtig und entwickelt andere Gelüste: Mordgelüste.

Ist es die Lust am Verbotenen, die Neugier aufs Anderssein, oder sind es schlicht Vorurteile, die einerseits faszinieren und andererseits Abwehr hervorrufen? Hassen und lieben, Opfer wie Täter*in sein, ist dieser allgemeine Drang die (un-)heilige Ambivalenz der Gerechten?

Nach «Agnes Bernauer» steht mit «Der Drang» ein weiteres Stück von Franz Xaver Kroetz auf dem Spielplan des Residenztheaters.

Inszenierung: Lydia Steier
Bühne und Kostüme: Blake Palmer
Musik: Dennis DeSantis
Video: Jonas Alsleben
Licht: Benjamin Schmidt
Dramaturgie: Constanze Kargl

2 Stunden 05 Minuten

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Der Drang bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Der Drang

Schauspiel

Das Vermächtnis (The Inheritance)

aus dem Amerikanischen von Hannes Becker frei nach dem Roman «Howards End» von E.M. Forster

New York City in den letzten Monaten der Präsidentschaft Barack Obamas. Während der Autor Toby Darling der Premiere seines Theaterstücks entgegenfiebert, verbringt sein Partner Eric Glass Zeit mit seinem Bekannten Walter. Die Gespräche mit dem 55-Jährigen führen Eric in eine Vergangenheit, die er als schwuler Mann Anfang dreißig nur vom Hörensagen kennt: die verheerende Aidsepidemie, welche die LGBTQ-Community von Beginn der 1980er-Jahre an erschütterte. Dabei ist in Walters Erzählungen immer wieder von einem alten malerischen Landhaus die Rede. Welche Rolle dieser Ort für Walter und seinen Partner Henry Wilcox gespielt hat, kann Eric nicht ahnen. Im Herbst 2016 verfolgt Erics Freundeskreis fassungslos die Wahlniederlage Hillary Clintons gegen den Republikaner Donald Trump. Amerika wandelt sich. Plötzlich scheinen Freiheiten, für welche die vorangegangene Generation von Aktivist*innen gekämpft hat, nicht mehr selbstverständlich. Eric muss sich fragen, wer er ist und sein will.

Mit seinem mehrfach ausgezeichneten Theaterstück «Das Vermächtnis» gelingt dem international gefeierten amerikanischen Dramatiker Matthew Lopez ein Meisterwerk des Storytelling: ein Bühnenepos in zwei Teilen, Beziehungs- und Gesellschaftsdrama, überreich an Figuren, ein Sittenbild, so komisch wie tragisch. Er übernimmt darin Motive aus E. M. Forsters 1910 erschienenem Roman «Howards End», transferiert diese ins New York der 2010er-Jahre und erzählt temporeich die berührende Geschichte einer Wahlfamilie und schwulen Community, die vor der Frage steht, ob sie bereit ist, das Vermächtnis der jüngeren Geschichte anzunehmen. Lopez' Stück verneigt sich vor den Schicksalen der Vergangenheit und entwirft ein utopisches Bild gemeinsamer Verantwortung und gegenseitigen Respekts. Dabei steht es in der Tradition von Tony Kushners «Engel in Amerika», das in dieser Spielzeit ebenfalls am Residenztheater zu sehen sein wird.

Inszenierung und Bühne: Philipp Stölzl
Kostüme: Kathi Maurer
Musik: Ingo Ludwig Frenzel
Licht: Gerrit Jurda
Mitarbeit Bühne: Franziska Harm
Dramaturgie: Ewald Palmetshofer

Übersetzt von Hannes Becker

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Teil 1 und Teil 2 werden sowohl als Doppelvorstellung als auch einzeln an aufeinanderfolgenden Tagen gezeigt

Das Vermächtnis (The Inheritance) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Das Vermächtnis (The Inheritance)

Schauspiel

Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft

von PeterLicht nach Molière

«Der eingebildete Kranke», Molières fünfte Komödie, die sich mit der Ärzteschaft und den von ihr praktizierten Heilmethoden beschäftigt, besitzt eine in der Theatergeschichte einzigartige makabre Komponente: Molière, in der Uraufführungsinszenierung 1673 selbst der eingebildete Kranke und bereits von schwerer Krankheit gezeichnet, erlitt auf offener Bühne einen Blutsturz und starb wenige Stunden später.

Im Zentrum steht Argan, der sich nicht nur einbildet, krank zu sein, sondern es tatsächlich ist: Er leidet an Hypochondrie. So kann und will er sich nicht anders zu seinem sozialen Umfeld ins Verhältnis setzen als über sein Leid, um das er in tyrannischer Selbstbespiegelung kreist. Der Kölner Autor und Musiker PeterLicht schreibt mit «Der eingebildete Kranke» seine vierte Molière-Neudichtung: Gewohnt sprachverspielt seziert er sowohl den Individual- als auch den Gesellschaftskörper und bricht das letzte Tabu neoliberaler Selbstoptimierer – das der Sterblichkeit.

«Argan ist ein Hyperperformer der Empfindsamkeit. Er neigt der Unsterblichkeit zu, das heißt, er will immer weiter das tun, was ihm als Lebewesen vorgegeben ist zu tun, nämlich LEBEN, wie sollte es auch anders sein? Er ist ein LEBEwesen, bei ihm gibt es keinen Tod, sondern nur die ANGST vor dem Tod. Der Tod ist abgeschafft. Aber leider ist es nicht klar, ob sie wirklich gelang, die Abschaffung. Argan hat den Tod ersetzt durch Strategien zur Vermeidung des Todes. Also zur Aufrechterhaltung der Gesundheit, was ja das Gleiche. Es gibt eine einfache Gleichung: Solange man gesund ist, ist man noch nicht tot. So viel immerhin wissen wir. Obwohl … » PeterLicht

Claudia Bauer setzt ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit PeterLicht fort und bringt mit «Der eingebildete Kranke» zum dritten Mal ein Stück des Autors zur Uraufführung. Ab 18. April 2020 wird auch «Tartuffe oder das Schwein der Weisen» am Residenztheater zu sehen sein.

Inszenierung: Claudia Bauer
Bühne: Andreas Auerbach
Kostüme: Vanessa Rust
Musik: Peter Licht
Arrangements und Musikalische Leitung: Henning Nierstenhöfer
Licht: Tobias Löffler
Dramaturgie: Constanze Kargl

Altersempfehlung: ab 15 Jahren

Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft

Schauspiel

Cyrano de Bergerac

nach Edmond Rostand

Der historische Cyrano de Bergerac lebte als Dandy, Duellist und Dichter, früher aufklärerischer Philosoph und Science-Fiction-Autor im Frankreich des 17. Jahrhunderts. Berühmter als seine eigenen Werke machte ihn jedoch das Stück des neuromantischen Dramatikers Edmond Rostand von 1897, in dem die Hauptfigur seinen Namen trägt und wie das historische Vorbild als dichtender Musketier bei den Gascogner Kadetten dient. Die wahrscheinlich zweitberühmteste Nase der Weltliteratur nach der Pinocchios scheint hingegen eine Erfindung des Autors zu sein, genauso wie das fatale Dreiecksverhältnis, das die Handlung des Stücks bestimmt: Cyrano liebt Roxane, traut sich seiner Hässlichkeit wegen aber nicht, der Angebeteten seine Leidenschaft zu gestehen. Stattdessen wird er Ghostwriter seines Regimentskollegen Christian de Neuvillette, den Roxane seines schönen Äußeren wegen liebt, der aber eben keine schönen Briefe schreiben kann. Und so entspinnt sich eine virtuelle Fernbeziehung, die in Wirklichkeit eine Ménage-à-trois ist.

Der italienische Regisseur Antonio Latella und sein Co-Autor und Dramaturg Federico Bellini nehmen sich nach den «Drei Musketieren», die weiter über die Bühnen des Residenztheaters galoppieren, des zweiten großen Klassikers über ruhmreiche Fechter an. Sie machen Rostands Stück zum Ausgangspunkt einer Recherche über das Wesen des Theaters und der Liebe, in der statt der über fünfzig Figuren der Vorlage nur zwei Darsteller auf der Bühne stehen. Die beiden Männer müssen die Geschichte nun ohne das Objekt ihrer Begierde erzählen und haben somit auch keine Muse, die ihre Verse befeuern könnte.

«Alles spielt sich in einem Theater ab – wie die erste Szene bei Rostand – und darüber wird auch durchaus ironisch diskutiert: Wo gibt es in dieser Gesellschaft einen Raum, um frei zu agieren und man selbst zu sein – ob nun mit oder ohne Nase? Es geht um die Beziehung von Kunst und Macht und die Unmöglichkeit, die wahre Liebe zu finden. Es gibt hier nur eine Liebe, die aus Worten besteht. Das Wort aber ist ein Spielzeug der List und hat mit Wahrheit wenig zu tun. Cyrano macht die Bühne zu einem politischen Handlungsraum und zum Schauplatz eines Kampfs, in dem Worte als Waffen gebraucht werden. Denn im Freiraum der Bühne sind verbale Angriffe und Schmähtiraden gegen alles und jede*n erlaubt, ob sie sich nun reimen oder nicht.» Federico Bellini

Inszenierung: Antonio Latella
Bühne: Giuseppe Stellato
Kostüme: Graziella Pepe
Musik: Franco Visioli
Licht: Barbara Westernach
Choreografie und Kampftraining: Francesco Manetti
Dramaturgie: Federico Bellini, Katrin Michaels

1 Stunde 40 Minuten, Keine Pause

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Cyrano de Bergerac bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Cyrano de Bergerac

Schauspiel

Gott

von Ferdinand von Schirach

Elisabeth Gärtner, pensionierte Architektin, hat nur noch einen Wunsch: Sie will sterben. Ihr geliebter Ehemann ist vor drei Jahren an Krebs gestorben und ohneihn macht für sie das Leben keinen Sinn mehr. Ein Medikament, das ihr erlaubt, selbstbestimmt in den Tod zu gehen, wird ihr verweigert. Jetzt soll vor dem Ethikrat grundsätzlich über ihren Fall entschieden werden. Juristische, medizinische und theologische Sachverständige streiten leidenschaftlich über die Frage: Hat der Mensch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben? Dürfen Ärzt*innen beim Suizid helfen? Und wem gehört eigentlich unser Leben? Uns? Dem Staat? Gott?

In seinem hochaktuellen neuen Stück «Gott» setzt sich der Autor und Jurist Ferdinand von Schirach mit dem kontrovers diskutierten Thema der Sterbehilfe auseinander. Wie schon in seinem Erfolgsstück «Terror» spielt auch in «Gott» das Publikum wieder eine zentrale Rolle. Denn am Ende der fiktiven Sitzung des Ethikrates entscheiden Sie, ob dem Wunsch von Frau Gärtner entsprochen werden soll oder nicht.

Inszenierung: Max Färberböck
Bühne: Volker Thiele
Kostüme: Lili Wanner
Sound: Michael Gumpinger
Licht: Monika Pangerl
Dramaturgie: Michael Billenkamp

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Gott bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Gott

Schauspiel

Was der Butler sah

von Joe Orton
Aus dem Englischen von René Pollesch

«Es gibt hier keine privilegierte Klasse. Der Wahnsinn ist demokratisch und nach diesem System behandeln wir auch.»

In der Nervenklinik des Psychiaters Dr. Prentice geht es zu wie im Irrenhaus. Alles beginnt mit einem Bewerbungsgespräch, während dessen Dr. Prentice der Sekretärin Geraldine mehr als #MeToo-verdächtige Annäherungsversuche macht. In flagranti ertappt werden sie von seiner Frau, die allerdings eine eigene Affäre zu vertuschen sucht. Es entspinnt sich eine atemberaubende Jagd von sechs Figuren nach passenden Kleidungsstücken, passenden Ausreden und dem passenden Geschlecht, bei der beinahe ein Polizist ermordet wird und alles mit Winston Churchills Penis endet.

Was wie eine furios boulevardeske Verwechslungskomödie wirkt, in der kein Klischee und kein Seitensprung ausgelassen werden, entpuppt sich schnell als eine bitterböse Farce, in der bürgerliche Moralvorstellungen unterwandert und Tabus gebrochen werden. Orton, der in den 1950er- und 1960er-Jahren in Großbritannien offen schwul lebte, schreibt aber nicht nur über queere Themen, sondern spottet auch wortwitzig über die zwanghafte Pathologisierung von Lebensentwürfen jenseits der gesellschaftlichen Norm. Mit seinem bissigen Stil und dunklen Humor zählt er zu den einflussreichsten britischen Dramatiker*innen des 20. Jahrhunderts.

Bastian Kraft, der in der Spielzeit 2019/2020 mit «Lulu» eindrucksvoll zeigte, wie sich audiovisuelle Technik und lustvolles Spiel miteinander verbinden lassen, wird einmal mehr überkommene Geschlechterrollen aufbrechen und Ortons Stoff in ein neues Gewand kleiden.

Inszenierung: Bastian Kraft
Bühne: Wolfgang Menardi
Kostüme: Inga Timm
Musik: Polly Lapkovskaja
Licht: Hannes Gambeck
Video: Jonas Alsleben
Dramaturgie: Constanze Kargl

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Was der Butler sah bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Was der Butler sah

Schauspiel

Gier unter Ulmen

von Eugene O'Neill
Aus dem Englischen von Alexander F. Hoffmann

Aus dem Nichts hat Ephraim Cabot seine Farm in Neuengland durch harte Arbeit im Schweiße seines Angesichts geschaffen und hält seine drei Söhne mit puritanischer Strenge zur Arbeit an. Anstatt das Werk der gemeinsamen Mühen nun an die nächste Generation weiterzugeben, präsentiert der Witwer den längst erwachsenen Kindern die junge Abbie als seine Braut und setzt damit eine Tragödie von antiker Wucht in Gang: Während die älteren Brüder die Hoffnung, den Vater zu beerben, vollends aufgeben und dem Ruf des Goldes nach Kalifornien folgen, entsteht zwischen dem jüngsten Sohn Eben, seinem Vater und seiner Stiefmutter eine verhängnisvolle Dreieckskonstellation – auch Abbie erhebt Ansprüche auf die Farm, die Eben mit allen Mitteln zu verteidigen bereit ist. Die sexuellen Energien, die sich zwischen den Gleichaltrigen Bahn brechen, machen den Sohn wiederum zum erbitterten Konkurrenten seines Vaters, der seine Macht bis über den Tod hinaus nicht abgeben will. Schließlich gehen Begehren und Gewalt eine explosive Symbiose ein.

«Das Glück liegt genau vor deinen Füßen, brauchst es nur aufzuheben.»

Der Nobelpreisträger Eugene O’Neill untersucht in «Gier unter Ulmen», uraufgeführt 1924 in New York, wie unterdrückte Begierden und fehlende Empathie zu Verrohung und Einzelkämpfer*innentum führen. Der in Russland geborene Regisseur Evgeny Titov stellt sich mit dieser Inszenierung erstmals dem Münchner Publikum vor.

Inszenierung: Evgeny Titov
Bühne: Duri Bischoff
Kostüme: Eva Dessecker
Musik: Moritz Wallmüller
Licht: Markus Schadel
Dramaturgie: Stefanie Hackl

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Gier unter Ulmen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Gier unter Ulmen

Schauspiel

Herz aus Glas

nach dem gleichnamigen Drehbuch von Herbert Achternbusch

«Wird die Zukunft im Untergang der Fabriken ebenso eine Notwendigkeit erkennen, wie uns die Burgen ein Zeichen notwendiger Wandlung sind?»

Das Steigen der Meere, das Sterben der Wälder und sogar die beiden Weltkriege soll der Waldprophet Mühlhiasl, der angeblich im 16. Jahrhundert in der Gegend von Straubing gelebt hat und als bayerischer Nostradamus in die Sagenwelt des Bayerischen Waldes eingegangen ist, vorhergesagt haben. Der Dramatiker, Autorenfilmer und Poet Herbert Achternbusch bedient sich dieser Legende, um von einer Gesellschaft zu erzählen, der zur Wahrung ihres Wohlstands jedes Mittel recht ist: Denn vom Ruhm des teuren Rubinglases der ortsansässigen Manufaktur lebt das ganze Dorf – nur, dass der soeben verstorbene Glasmeister die geheime Rezeptur mit ins Grab genommen hat. Der eilends zur Abhilfe einbestellte Kuhhirte Hias bestätigt die ihm zugeschriebenen hellseherischen Fähigkeiten, indem er zur Stelle ist, bevor überhaupt nach ihm gerufen wurde. Angetrieben von seinen düsteren Prophezeiungen einerseits und vom tyrannischen Glashüttenherrn Goldfinger andererseits, gerät das ganze Dorf in Aufruhr und ist bald bereit, dem Reichtum den Seelenfrieden zu opfern.

«Herz aus Glas», 1976 von Werner Herzog verfilmt, vereint ein dörfliches Gesellschaftsporträt mit einer zivilisatorischen Großansicht im Geist der sich damals organisierenden Umweltbewegungen: Achternbusch erzählt von der Industrialisierung als einer Menschheitsepoche, die letztendlich von Egoismus angetrieben wird und ihre fadenscheinige Rechnung ohne die gewaltigen Kräfte der Natur gemacht hat – eine Sichtweise, die aktuelle Prognosen nur unterstreichen. Die Regisseurin Elsa-Sophie Jach adaptiert Achternbuschs Drehbuch für die Bühne und gibt damit ihr Debüt in München

Herz aus Glas bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Herz aus Glas

Schauspiel

Urteile (revisited) - Nach dem Prozess

Ein dokumentarisches Theaterprojekt über die Opfer des NSU in München von Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi

Vom 21. Oktober bis zum 7. November 2021 werden unter dem Titel «Kein Schlussstrich!» bundesweit Theaterprojekte gezeigt, die sich mit dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) beschäftigen. Denn auch zehn Jahre nach dessen Selbstenttarnung sind die Hintergründe des NSU-Komplexes nach wie vor ungeklärt. Das Stück «Urteile», das am 10. April 2014 im Marstall uraufgeführt wurde und als erstes Stück im deutschsprachigen Raum aus Perspektive der Hinterbliebenen der Mordopfer erzählt, wird deshalb von Christine Umpfenbach mit einer neuen Besetzung in Form eines Reenactment und als Fortführung ins Jetzt wieder auf die Bühne gebracht.

Am 29. August 2001 wurde Habil Kılıç in seinem Obst- und Gemüseladen in München-Ramersdorf ermordet. Als Tatmotiv galt «organisierte Kriminalität». Am 15. Juni 2005 wurde Theodoros Boulgarides in seinem Geschäft im Münchner Westend erschossen. Die Zeitungen titelten über das siebte Opfer: «Türkenmafia schlug wieder zu.» Anstatt trauern zu dürfen, wurden die betroffenen Familien von Sicherheitsbehörden, Medien, aber auch von ihrem unmittelbaren Umfeld jahrelang zu Unrecht verdächtigt. Das Stück thematisiert, was die Hinterbliebenen in München bis zur Selbstenttarnung der Täter*innen im November 2011 erleben mussten. Erweitert wird diese Fragestellung für «Urteile (revisited) – Nach dem Prozess» um eine Betrachtung aus dem Jahr 2021: Wie denken und fühlen die Betroffenen über die Ereignisse und den Prozess heute?

Die Regisseurin und Autorin Christine Umpfenbach ist bekannt für ihre dokumentarischen Theaterprojekte. Ihr letztes Stück «9/26 – Das Oktoberfestattentat» wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis 2021 nominiert. 2013 hat sie gemeinsam mit der Soziologin Tunay Önder mit Journalist*innen, Rechtsanwält*innen und Politiker*innen gesprochen, vor allem aber mit den Verwandten, Freund*innen und Arbeitskolleg*innen der Opfer. Mit ihrer Recherche legen sie ein exemplarisches Fehlverhalten offen, das seine Ursache unter anderem im strukturellen Rassismus in Behörden, Medien und im Alltag hat.

Inszenierung: Christine Umpfenbach
Recherche: Tunay Önder
Bühne und Kostüme: Evi Bauer
Musik: Azhar Naim Kamal
Licht: Monika Pangerl
Dramaturgie: Michael Billenkamp

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Urteile (revisited) - Nach dem Prozess bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Urteile (revisited) - Nach dem Prozess

Schauspiel

Mars

von Fritz Zorn

Erst die physische Qual seiner Krebserkrankung durchbricht für Fritz Zorn den Schutzschild einer anerzogenen «Unempfindlichkeit der Seele», erst der drohende Tod weckt seinen Widerstand gegen das Nichtlebendürfen: «Ich bin jung und reich und gebildet; und ich bin unglücklich, neurotisch und allein.» Mit diesen Worten beginnt der Schweizer Autor Fritz Zorn seine Abrechnung mit Herkunft, Familie und Erziehung. Aber: Die Besinnung auf den Tod ist auch eine Besinnung auf Freiheit. Die Kunst zu sterben, befreit den einzelnen von jeder Unterwürfigkeit und allem Zwang und bietet durch die Akzeptanz der eigenen Finalität die Möglichkeit, sich als Teil eines übergeordneten Transformationsprozesses wahrzunehmen.

Für Ensemblemitglied Max Mayer und Bühnenbildner Jonas Vogt bildet die Besonderheit des Areals hinter dem Marstall die Grundlage für ihre installative Auseinandersetzung mit Existenz, Verlust, Trauer und Transformation.

Konzeption & Umsetzung: Max Mayer, Jonas Vogt
Kostüme: Silke Messemer
Dramaturgie: Michael Billenkamp
Team Veranstaltungstechnik: Lilli Joy Finnigan, Marius Juds

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Mars bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Mars

Schauspiel

Die Wolken, die Vögel, der Reichtum

von Thom Luz nach Motiven von Aristophanes

Verschwinden, zerrinnen, verduften und abzwitschern – die Komödien von Aristophanes handeln von allem, was auf dieser Welt flüchtig ist: Leben, Glück, Besitz, Wissen, Zuversicht und Vernunft. Sie erzählen vom komplizierten Menschsein, vom Problem der korrekten Verteilung von Eigentum, von Gier, verdrehter Rhetorik und der ewigen Unvereinbarkeit von Theorie und Praxis. Im Phrontisterion, der Denkfabrik des Sokrates, wird an der Herstellung des Wahren und Guten geforscht und gearbeitet – und heimlich am Sockel des Weltbilds gesägt. Wer hat denn bewiesen, dass wirklich Zeus für Regen und gottgewollte Regentschaft zuständig ist? Für die Technik, das schwache Argument zum starken zu machen – und umgekehrt, sind die Philosoph*innen und schrägen Vögel, die im Wolkenkuckucksheim nach dem Ursprung und dem Zweck der Welt fahnden, berühmt und berüchtigt. Und genau deshalb steht auch eines Tages ein neuer Schüler auf der Flucht vor der Schuldenlast vor der Tür.



«Man könnte zusammenfassen: In den letzten 2400 Jahren scheint sich die Welt kaum verändert zu haben. Unser Leben gleicht heute wie damals einem hastig erzählten verworrenen Witz, und die wahren Gewinnerinnen aller Kämpfe und Kriege sind zum Schluss einzig die Wolken am Himmel, von denen man seit Sokrates weiß, dass ihnen unsere menschlichen Dramen eigentlich egal sind und die deswegen seit Beginn der Zeit das tun, was sie am besten können: vorüberziehen. Der einzige Trost ist, dass Sokrates' Schierlingsbecher in Wirklichkeit ein Füllhorn ist: Es ist genug Gift für alle da.» Thom Luz

Thom Luz, Hausregisseur am Residenztheater, ausgewiesener Wolkenexperte sowie Spezialist für flirrende, flüchtige und vielschichtige Inszenierungen, entwickelt aus drei Komödien des Aristophanes einen neuen musikalischen Theaterabend. Schwerpunkte: Gier, Geiz und Gesang.

Inszenierung und Bühne: Thom Luz
Musikalische Leitung: Mathias Weibel
Kostüme und Licht: Tina Bleuler
Dramaturgie: Katrin Michaels, Almut Wagner

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

1 Stunde 40 Minuten, Keine Pause

Die Wolken, die Vögel, der Reichtum bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Die Wolken, die Vögel, der Reichtum

Schauspiel

Tartuffe oder Das Schwein der Weisen

von PeterLicht nach Molière

«Tartuffe» war jene Komödie Molières, die unmittelbar nach ihrer Uraufführung 1664 in der Blüte des Barocks mit dem Bann des Aufführungsverbots belegt wurde. Die einflussreiche katholische «parti des dévots» sah sich durch Molières Figurenzeichnung angegriffen, denn hinter Tartuffes Maske der Gottesfürchtigkeit und Tugend wird sichtbar, dass dieser ausschließlich an monetären und sexuellen Bedürfnisbefriedigungen interessiert ist. Und so kämpft die Familie des Bürgers Orgon gegen Tartuffes Einflussnahme auf den von ihm geblendeten Patriarchen und versucht, ihre dem gängigen Moralkodex vermeintlich zuwiderlaufende Lebensführung zu verteidigen.

Der Autor und Musiker PeterLicht löst das für uns heute nur unzureichend lesbare Sittengemälde aus der gesellschaftspolitischen Realität des französischen Absolutismus und nimmt in seiner Neudichtung «Tartuffe oder das Schwein der Weisen» die Gegenwart ins Visier. Dabei operiert er durchaus mit dem Personal des Originals, dessen literarische Nachfahren sind allerdings einem Übermaß an Freiheit(en) ausgesetzt: In säkularen Zeiten herrscht der Horror Vacui und so erhofft und fürchtet die «sozial miteinander connectete Skulptur» das Erscheinen Tartuffes, er dient als Wunschmaschine und Projektionsfläche.

«Alte Texte muss man zerstäuben. Man muss sie Wort für Wort zerreiben. Und den Plot verschleißen, dann entsteht wieder etwas, was da mal war. Vielleicht etwas im Sinne Molières. Ich hege große Sympathie für diesen Autor. Aber ich bin kein Historiker. Wort- oder Plottreue kann ihn auch nicht mehr retten.» PeterLicht

Claudia Bauer wurde mit dieser rasanten, präzisen und opulenten Arbeit zum Berliner Theatertreffen 2019 eingeladen. Ihre Inszenierung «Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft» von PeterLicht ist auch weiterhin im Repertoire zu sehen.

Inszenierung: Claudia Bauer
Bühne: Andreas Auerbach
Kostüme: Vanessa Rust
Musik: PeterLicht
Arrangements und Musikalische Leitung: Henning Nierstenhöfer
Dramaturgie: Constanze Kargl

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Tartuffe oder Das Schwein der Weisen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Tartuffe oder Das Schwein der Weisen

Schauspiel

Ist mein Mikro an?

von Jordan Tannahill
aus dem Englischen von Kristin Lea Hess und Frank Weigand

Mit ihrem stummen Protest vor dem schwedischen Parlamentsgebäude im Jahr 2018 initiiert die damals 15-jährige Greta Thunberg eine globale Bewegung. Seit mittlerweile drei Jahren finden weltweit Fridays for Future-Streiks statt. Schüler*innen und junge Erwachsene demonstrieren für eine lebenswerte Zukunft und gegen die Untätigkeit im Angesicht einer bereits stattfindenden Klimakatastrophe. Der Dramatiker Jordan Tannahill hat sich für das Stück «Ist mein Mikro an?» von den Reden Greta Thunbergs inspirieren lassen und eine Kampfansage und Liebeserklärung zugleich geschrieben. Begleitet von einer DJane verschaffen sich 17 junge Frauen zwischen 13 und 22 Jahren Gehör, thematisieren das drängendste Problem der Menschheit und fragen: In welchem Alter beginnt eigentlich politisches Handeln? Kann es eine Gerechtigkeit zwischen den Generationen geben? Wie überzeugt man jede*n Einzelne*n, für die Zukunft dieser Welt einzutreten?

Inszenierung: Daniela Kranz
Bühne: Viva Schudt
Kostüme: Anna Gillis
Licht: Thorsten Scholz
Choreographie: Annerose Schmidt
Dramaturgie: Sina Corsel
Theaterpädagogik: Linda Nerlich

Mit freundlicher Unterstützung der Freunde des Residenztheaters e.V. und der Hubertus Altgelt-Stiftung.

Ist mein Mikro an? bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Ist mein Mikro an?

Kurs

HEIMATRAUM.München

Die Bayerische Staatsoper, das Residenztheater und die HypoVereinsbank - Member of UniCredit bieten gemeinsam auf dem Marstallplatz kostenlose Workshops für Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung (zwischen 6 und 18 Jahren) an.

Einmal die Woche werden wir gemeinsam singen, tanzen, musizieren und improvisieren, rund um den Begriff HeimaTraum. Begleitpersonen können sich währenddessen mit Getränken (Kaffee, Tee, Wasser etc.) austauschen.

3 Stunden, Keine Pause

Jeden Mittwoch (ab Juni 2022) von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr auf dem Marstallplatz
Termine: 01.06. / 08.06. / 15.06. / 22.06. / 29.06. / 20.07. / 27.07.22
Anmeldung: jugend@staatsoper.de (Bitte geben Sie Anzahl, Alter und Sprache der Teilnehmer an.)
Einstieg jederzeit möglich
Keine Vorkenntnisse erforderlich

Marstall-Workshop Bayerische Staatsoper: ab 6 Jahren

HEIMATRAUM.München bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte HEIMATRAUM.München

Kindertheater

Die Biene im Kopf

von Roland Schimmelpfennig

Wendig, kurzweilig und voller Leichtigkeit erzählt Autor Roland Schimmelpfennig von einem Kind, das im familiären und im schulischen Umfeld schutzlos durchs Leben geht. Die leeren Bierflaschen der Eltern mehren sich, in der Schule ist es der Außenseiter und auf dem Nachhauseweg wird es von den anderen Kindern schikaniert. Doch das Kind verwandelt sich in eine Biene und rettet sich mit seiner ganzen Vorstellungskraft in eine andere, freie Welt. Es meistert so mit den Mitteln der Poesie die schwierigsten Herausforderungen des Lebens. «Die Biene im Kopf» ist die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit des Residenztheaters mit dem renommierten Dramatiker Roland Schimmelpfennig, dessen Stücke «Der Riss durch die Welt» und «Der Kreis um die Sonne» in den vorangegangenen Spielzeiten am Residenztheater uraufgeführt wurden. Das Kinderstück «Die Biene im Kopf» ist eine Produktion des «Klub Xtra».

Für alle Vorstellungen im Januar ist «Die Biene im Kopf» zu Gast in der Grundschule an der Sankt-Martin-Straße München.

Altersempfehlung: ab 6 Jahren

Bei Interesse an einer Aufführung in Ihrer Schule wenden Sie sich bitte an resi.alle@residenztheater.de.

Die Biene im Kopf bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Die Biene im Kopf

2 Gespräch

Resi ruft an

Die Schauspieler*innen des Residenztheaters spielen, lesen und erzählen kurze Szenen aus den aktuellen Stücken, Ausschnitte aus Lyrik und Literatur – für Sie ganz persönlich und live am Telefon.

Resi ruft an bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Resi ruft an

30.04.20, 08:38, jen Direkter und persönlicher in der aktuellen Kontaktverbots-Zeit Kultur genießen wie die Idee des Resi

Direkter und persönlicher in der aktuellen Kontaktverbots-Zeit Kultur genießen wie die Idee des Residenztheaters geht kaum noch.

Schauspiel

Medea

nach Euripides

Medea ist wohl die unfassbarste Gestalt der Literaturgeschichte. Wie keine andere Frauenfigur zieht sie eine beispiellose Blutspur nach sich: Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos – und damit nicht genug. Als Schutzsuchende flieht sie mit ihrer Familie an den Königshof von Korinth. Die durch ihre Intellektualität, rhetorische Kraft und kämpferische Entschiedenheit ihrer Umgebung Überlegene wird dort als Fremde ausgestoßen und gedemütigt. Schließlich geht Medea bis zum Äußersten, um ihren Gegnern zu schaden und Rache zu nehmen: Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Der Komplexität und Ambivalenz der Figur Medea ist es geschuldet, dass sich ihr Handeln und ihre Motive einfachen Erklärungsmustern entziehen. Sie ist nicht Opfer oder Täterin, sondern vielleicht beides zugleich. Euripides, der jüngste und modernste der drei großen Tragödiendichter der griechischen Antike, hat seine Hauptfigur aus der mythologischen Distanz befreit und in Medea das verstörend Menschliche freigelegt.

Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel, eine der renommiertesten Regisseur*innen des deutschsprachigen Raums und bereits sieben Mal zum Berliner Theatertreffen eingeladen, das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung. «Medea» ist Karin Henkels erste Regiearbeit am Residenztheater.

ab 14 Jahren

Inszenierung: Karin Henkel
Bühne: Thilo Reuther
Kostüme: Teresa Vergho
Musik: Arvild J. Baud
Chorleitung: Alexander Weise
Licht: Tobias Löffler
Dramaturgie: Bendix Fesefeldt

Medea bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Medea

Kindertheater

Ronja Räubertochter

nach dem gleichnamigen Roman von Astrid Lindgren

ab 6 Jahren

Geboren in einer Gewitternacht, lässt die kleine Ronja die gestandene Räuberbande rund um ihren Vater, Häuptling Mattis, für kurze Zeit das Räubergeschäft vergessen. Selbst der Blitz, der ihr Zuhause, die Mattisburg, von nun an durch den unüberwindbaren Höllenschlund in zwei Teile spaltet, kann der Euphorie nichts anhaben. Schnell vergehen die Jahre. Es zieht Ronja in den Mattiswald, der bevölkert ist von Füchsen, Bären, aber auch den Wesen des unheimlichen Dunkelvolks: die hinterhältigen Graugnome und Dunkeltrolle, die Angst wittern können, die schnell empörten Rumpelwichte oder die grausamen Wilddruden, die Jagd auf neue Waldbewohner*innen machen. Ronja greift nach den Sternen und lässt ihren Jubelschrei laut durch den Frühling des Waldes hallen. Doch dann trifft sie auf Birk, Sohn des Erzfeindes Räuberhäuptling Borka, der auch noch mitsamt seiner Bande in die Nordseite der Burg eingezogen ist. Heimlich schließen die beiden Freundschaft und entdecken gemeinsam die aufregende Welt der Natur. Aber als ihre Familien davon erfahren, lodert der alte Hass zwischen den Banden wieder auf. Mattis verstößt seine Tochter. Ronja und Birk ziehen allein in die Bärenhöhle im Wald…

«Ich denke daran, wie leicht man alles ganz unnötig zerstören kann.»

In der Dramatisierung von Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker führt der weise alte Räuber Glatzen-Per als Erzähler durch die Abenteuer von Ronja, Birk und der Räuberbande – eine Geschichte über Toleranz, Emanzipation, den Zauber unbekannter Welten und die erste Liebe.

Daniela Kranz, Leiterin des neuen «Resi für alle», öffnet mit einer partizipativen Form die Türen des Theaters. Zusammen mit Schauspieler*innen und darstellerisch Interessierten, die mitwirken wollen, erschafft sie spielerisch die zauberhafte Welt von «Ronja Räubertochter».

Inszenierung: Daniela Kranz
Bühne und Kostüme: Viva Schudt
Musik: Polly Lapkovskaja, Nicholas McCarthy
Liedtext: Federico Sanchez
Licht: Gerrit Jurda
Dramaturgie: Stefanie Hackl

Ronja Räubertochter bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Ronja Räubertochter

14

Residenztheater

Das Residenztheater ist eines der größten und bedeutendsten Sprechtheater Deutschlands und zeigt mit seinem großen Ensemble unter der Intendanz von Martin Kušej internationale Dramatik von Shakespeare und Schiller über Ibsen bis zur Gegenwart sowie experimentelle und offene Formen wie die Theaterabende von Oliver Frljić, Milo Rau oder Bernhard Mikeska.

Im Residenztheater und Cuvilliéstheater ist die weltumspannende Dramatik von Shakespeare über Moliére, Schiller und Ibsen bis zur Gegenwart zu erleben. Im Marstall finden neben zeitgenössischen Stücken etwa von Michel Decar, Joël Pommerat und Noah Haidle auch offene und experimentelle Formen wie die von Oliver Frljić sowie Projekte von Milo Rau ihren Platz.

Eine Öffnung für europäisches Theater manifestiert sich in der Zusammenarbeit mit internationalen Regisseuren wie Ivica Buljan, Timofej Kuljabin oder dem österreichischen Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjan. Diese spiegelt sich auch in zahlreichen Kooperationen und Gastspieleinladungen in ganz Europa wider.

Residenztheater bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Residenztheater

Aufführungen / Oper Bayerische Staatsoper München München, Max-Joseph-Platz 2
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Tumblingerstraße 29
Aufführungen / Theater Staatstheater am Gärtnerplatz München München, Gärtnerplatz 3
Aufführungen / Theater Münchner Kammerspiele München, Falckenbergstraße 1
Aufführungen / Theater theater VIEL LÄRM UM NICHTS - München München, August-Exter-Str. 1
Ereignisse / Tanz Tanzwerkstatt Europa München , Zielstattstraße 10A
Ereignisse / Festival Opernfestival Gut Immling 25.6. bis 14.8.2022
Aufführungen / Theater Teamtheater München München, Am Einlaß 2a / 4
Aufführungen / Aufführung Joint Adventures - Walter Heun
Mo, 8.8.2022, 08:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung Joint Adventures - Walter Heun
Mo, 8.8.2022, 20:30 Uhr
Aufführungen / Musical Deutsches Theater München München, Schwanthalerstraße 13
Aufführungen / Kabarett Münchner Lustspielhaus München, Occamstr. 8
Aufführungen / Theater Komödie im Bayerischen Hof München, Promenadeplatz 6
Aufführungen / Theater theater ... und so fort München, Hans-Sachs-Str. 12
Aufführungen / Kabarett Münchner Lach- und Schießgesellschaft München, Ursulastraße 9
Aufführungen / Kulturveranstaltung FestSpielHaus gGmbH München, Quiddestr. 17
Aufführungen / Theater Tatwort Improvisationstheater München, Rumfordstr. 29-31
Aufführungen / Theater Oberanger Theater München München, Oberanger 38
Aufführungen / Oper Fürstbischöfliches Opernhaus Passau Passau, Gottfried-Schäffer-Str. 2 4
Aufführungen / Theater Kleine Bühne München München, Kazmairstraße 66
Aufführungen / Theater fastfood theater München, Betriebsbüro: Häberlstraße 20
Aufführungen / Theater HochX München, Entenbachstr. 37
Aufführungen / Theater TamS-Theater München, Haimhauser Str. 13 a

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.