ZWEIGSTELLE OETTINGEN in Bayern
Oettingen i. Bay. ist im Erdgeschoß des Residenzschlosses ein Museum entstanden, das wechselnde Ausstellungen aus den reichen, nahezu alle Kulturkreise der Erde umfassenden Bestände des Staatlichen Museums für Völkerkunde präsentiert.
Gesichter des Buddha.
Kunst des Buddhismus in Asien
Do, 25.3.2010 - So, 15.7.2012 | verlängert


Der Buddhismus zählt zu den großen Weltreligionen und übt heute außer in den asiatischen Ländern auch vor allem auf Sinnsuchende im Westen große Anziehung aus. Entstanden in Nordindien zwischen dem 6. und 4. Jh. v. Chr. verbreitete er sich über ganz Asien. Wie ein roter Faden, der die Essgewohnheiten, die Welt- und Moralvorstellungen und die Bestattungsriten bestimmt, durchzieht der Buddhismus das Leben der Gläubigen. Heute existieren mit dem Mahayana-, dem Theravada-Buddhismus und dem Lamaismus noch drei große buddhistische Schulrichtungen. Erste Zeugnisse
des Buddhismus in Gestalt von Fels-Inschriften stammen aus dem 3. Jh. v. Chr. Sie wurden im Auftrag von Kaiser Ashoka angefertigt, der sich als erster indischer Herrscher zum Buddhismus bekannte.
Prinz Siddharta Gautama, der in eine wohlhabende und einflussreiche Familie geboren wurde, erkannte, dass das Leben von Leid und Vergänglichkeit geprägt ist. Nach seiner Erleuchtung wurde er zum Buddha und entschloss sich, seine Erkenntnis zur Überwindung des Leids den Menschen mitzuteilen. Ziel jedes Buddhisten ist das Eingehen ins Nirvana durch das Anhäufen von positivem Karma und die damit verbundene Beendigung des Wiedergeburtskreislaufes.
Die Ausstellung
Gesichter des Buddha ermöglicht einen Überblick über die Vielfalt buddhistischer Kunst in einem Zeitrahmen von fast 1800 Jahren. Ausgehend von den frühen Zentren Gandhara (im heutigen Pakistan) und Mathura (Nordindien) mit den ersten Darstellungen des Buddha in Menschengestalt überhaupt, verfolgt die Ausstellung die Entwicklung des Buddhabildes über fast ganz Asien. Der Theravada-Buddhismus in den südasiatischen Ländern Thailand, Sri Lanka, Kambodscha, Laos, Myanmar (Birma) und Indonesien hat eine Vielfalt regionaler Stilrichtungen hervorgebracht, deren gemeinsames Kennzeichen ihre strenge Schönheit und würdevolle Ausstrahlung ist. In Ländern wie Japan und China hat sich vor allem der Mahayana-Buddhismus
verbreitet. Anhänger dieser Schule sind im Gegensatz zu Theravada-Buddhisten überzeugt, dass ein jeder die Erleuchtung erlangen kann. Darstellungen des Buddha aus diesen Ländern erkennt man an der runden Gesichtsform, sowie an den stark mandelförmigen Augen.
Vom 15.04.2011 bis Februar 2012 werden insgesamt 137 Meisterwerke buddhistischer Skulptur und Malerei im Völkerkundemuseum Oettingen in Bayern ausgestellt.
Alle Objekte stammen aus den Sammlungen des Staatlichen Museums für Völkerkunde München.
STAATLICHES MUSEUM FÜR VÖLKERKUNDE MÜNCHEN
Zweigstelle Oettingen
Schloßstraße 36
D-86732 Oettingen i. Bay.
Telefon: +49 (0)9082-70951 oder 3910
Fax: +49 (0)9082-70988
E-Mail:
museum.voelkerkunde@extern.lrz-muenchen.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11-17 Uhr
An allen Feiertagen geöffnet, ausgenommen 24./25.12 und 31.12.
Eintritt:
Erwachsen 2,00 €, erm. 1,50 €;
Schüler 0,50 €,
Kinder bis 6 Jahren und Schulklassen frei