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SPIELART Theaterfestival München

25.10. – 9.11.2019

16 Tage Performances, Theater, Tanz, Installationen, Konzerte, Gespräche, Begegnungen im Festivalzentrum und Partys – das ist SPIELART. Das Theaterfestival bringt in diesem Jahr Künstler*innen aus rund 30 Ländern nach München, wo ihre Arbeiten an verschiedenen Spielorten in der ganzen Stadt gezeigt werden – in Theatern und Museen, aber auch in einem Boxclub und einem Waschsalon. „Everyone cares about something“, glaubt der Künstler Nástio Mosquito und lädt das SPIELART-Publikum zu einer schrägen Karaoke-Session ein. Auch zahlreiche weitere Künstler*innen finden unerwartete Mittel, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge zu verwandeln: Sie bewachen Theatervorhänge, zeichnen auf Körper, verteidigen Bäume, nutzen Puppen, Smartphones, Kriegstrümmer oder Loop-Machines. Am letzten Festivalwochenende findet mit NEW FREQUENCIES ein kleines Festival im Festival statt, bei dem ausschließlich Stücke jüngerer Künstler*innen gezeigt werden. So wird SPIELART 2019 wieder ein großes Theaterfest – für das Publikum, für die Künstler*innen und für die ganze Stadt.

Kontakt

SPIELART Theaterfestival München
Spielmotor München e.V. ­
eine Initiative der Stadt München und der BMW Group
Lothstr. 19
D-80797 München

Telefon: +49-89-280 56 07
E-Mail: info@spielmotor.de

Bewertungschronik

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Theater

21 - ERINNERUNGEN ANS ERWACHSENWERDEN

Mats Staub (Basel | Berlin)

Der Schweizer Künstler und Geschichtensammler Mats Staub erforscht, wie sich Weltgeschichte in persönlichen Erinnerungen spiegelt. Für die Videoinstallation 21 – ERINNERUNGEN ANS ERWACHSENWERDEN stellt er Menschen aus den verschiedensten Ländern die Frage: „Was haben Sie im Alter von 21 Jahren gemacht?“ Die Stationen sind unter anderem Bern und Belgrad, Wien und Weimar, Kinshasa und Johannesburg. Nach drei Monaten besucht er die Protagonist*innen erneut: Während er ihnen die verdichteten Tonaufnahmen vorspielt, filmt er die Reaktionen in ihren Gesichtern. Sie reichen von Schmunzeln über Weinen, Gesten des Stolzes bis zum sichtbaren Nachsinnen. Als stetig wachsende Videoinstallation porträtiert 21 – ERINNERUNGEN ANS ERWACHSENWERDEN die Erzählenden als Hörende ihrer eigenen Erinnerung. Die Zuschauer*innen begegnen Mats Staubs Porträtierten im frei begehbaren Ausstellungsraum auf Monitoren. In der Zusammenschau ergeben sich unerwartete Überschneidungen und ein außergewöhnlicher Blick auf das vergangene und gegenwärtige Jahrhundert.

Bei SPIELART wird vom 26.10. bis 9.11. außerdem Mats Staubs Arbeit DEATH AND BIRTH IN MY LIFE zu sehen sein

Idee | Konzept | Leitung: Mats Staub
Szenografie: Monika Schori Kamera Matthias Stickel, Benno Seidel, Sifiso Khanyile
Ton: Andrea Brunner, Mandla Nkuna
Technik: Hanno Sons, Stefan Goebel
Mitarbeit: Olivia Ebert, Sandra Li Maennel (Frankfurt), Wolfram Sander (Hannover), Nadine Tobler (Bern, Zürich), Edin Omanovic (Belgrad), Jenny Flügge (Weimar), Franziska Jenni (Basel), Elisabeth Schack (Wien), Abby Middleton (Brighton), David Tushingham (Woodchurch), Inga Wagner (Freiburg), Maia Marie, Nomonde Mbusi (Johannesburg) Milou de Boer (Groningen), Simon Hildebrand (Lausanne), Kate Hillgrove (Adelaide), Patrick Mudekereza, Jackson Bukasa (Lubumbashi), Dada Kahindo (Kinshasa), Alexandra Reich (Mannheim), Selina Losa, Alex Foulkes (Madrid), Celya Larré (Paris), Callum Madge (Edinburgh)
Produktionsleitung: Barbara Simsa, Elisabeth Schack
Übersetzung | Untertitelung: Nathalie Rouanet, Françoise Guiguet, David Tushingham

Eintritt frei

Öffnungszeiten:
Montags geschlossen | Dienstags 10 - 20 Uhr | Mittwoch - Sonntag 10 - 18 Uhr

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Theater

AS FAR AS MY FINGERTIPS TAKE ME

Tania El Khoury (Beirut)

AS FAR AS MY FINGERTIPS TAKE ME ist eine Begegnung zweier Personen, die durch eine Wand voneinander getrennt sind und sich nur an Händen und Armen berühren. Auf der einen Seite der Wand sitzt der Street Art Künstler und Musiker Basel Zaraa. Er wurde im Yarmouk Camp für palästinensische Geflüchtete in Syrien geboren, Jahre später war seine Familie erneut zur Flucht gezwungen. Zu hören ist ein von Zaraa komponierter Song, der inspiriert wurde vom Weg seiner Schwestern vom Camp in Damaskus nach Schweden. Gleichzeitig fertigt Zaraa eine Zeichnung auf dem Arm des*der Besucher*in an. Durch Klang und Körperkontakt erforscht diese intime Performance das menschliche Bedürfnis, von Leidensgeschichten „berührt“ zu werden, um Empathie zeigen zu können.

Die Regisseurin Tania El Khoury war bei SPIELART bereits 2013 mit STORIES OF REFUGE und 2015 mit GARDENS SPEAK zu Gast. Bei SPIELART 2019 ist von 26. bis 30.10. zudem ihre neueste Arbeit CULTURAL EXCHANGE RATE zu sehen.

Von: Tania El Khoury
Mit: Basel Zaraa
Songwriting | Gesang | Bass | Keyboard: Basel Zaraa
Gesang: Emily Churchill Zaraa
Musikproduktion: Pete Churchill
Flöte und Klarinette: Katie Stevens

Eintritt € 5,00 | Ermäßigt € 5,00

Besuchsdauer ca. 15min | Es ist eine Anmeldung unter info@spielmotor.de oder 089/2805607 erforderlich | Eine Person pro Slot

Arabisch mit englischer und deutscher Übersetzung

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Theater

BANATABA

Faustin Linyekula (Kisangani)

Der Tänzer, Choreograf und Storyteller Faustin Linyekula sagt, dass Gegenstände ihn nie interessiert haben. Dennoch ist es ein Gegenstand, der ihn bewegt, mit seiner Mutter und seinem Onkel die beschwerliche Reise in das Dorf seiner Vorfahren anzutreten – eine Skulptur, gefunden in den Lagerräumen des Metropolitan Museums. In New York scheint sie es nicht wert, ausgestellt zu werden. In den Lengola-Dörfern aus denen sie stammt, stünde sie wohl auf dem Dorfplatz, ungeschützt, doch im Gegenzug für alle Bewohner*innen zugänglich. Indem er einen lokalen Künstler beauftragt, eine Kopie der Statue anzufertigen, transportiert Linyekula sie symbolisch zurück an ihren Ursprungsort und reflektiert auf das Unrecht des kolonialen Kunstraubes. In der Tanzperformance, die aus dieser Reise entstand, stellen er und der Tänzer Moya Michael sich Fragen zum Zusammenhang von lokaler Kunstgeschichte und kollektiver Identität. Wenn Masken und Statuen die Archive kongolesischer Dörfer sind, wie können ihre Communities in Kontakt zu ihrer geplünderten Vergangenheit bleiben? Was bleibt übrig von den Geschichten, die den Objekten innewohnen, wenn sie ihrem Entstehungsort entrissen werden?

Faustin Linyekula zeigt bei SPIELART 2019 zwei Arbeiten. CONGO ist am 5. und 6.11. zu sehen.

Künstlerische Leitung: Faustin Linyekula
Performance: Moya Michael, Faustin Linyekula
Video | Ton: Faustin Linyekula
Foto: Loys Linyekula

Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

Englisch mit deutschen Übertiteln

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Theater

NO PRESIDENT

Nature Theater of Oklahoma (New York)

Der gescheiterte Schauspieler Mikey ist Mitarbeiter einer kleinen, aber erfolgreichen Sicherheitsfirma. Er hat einen Auftrag, von dessen Wichtigkeit er überzeugt ist: Ein Theatervorhang muss bewacht werden und mit ihm das, was dahinter verborgen sein mag. Der Job erscheint zunächst einfach und erfüllend, doch schon bald geraten Mikey und die Gesamtsituation mehr und mehr außer Kontrolle. Nature Theater of Oklahoma zeigen einen furiosen Theaterabend, der sich der Form des Balletts bedient – einer Tanzgattung, die einst ausgerechnet vom Sonnenkönig Ludwig XIV. zur Kunstform erklärt wurde und somit eng mit dem Glauben an Macht verbunden ist. Gleichzeitig nimmt die Inszenierung freimütig Anleihen bei Stummfilm, Slapstick und Modern Dance, stilecht begleitet von der Musik des NUSSKNACKERS. NO PRESIDENT ist ein nicht enden wollender, bitterböser und zugleich urkomischer Abgesang auf die sogenannten westlichen Werte und auf eine Gesellschaft, die ihre vermeintliche Überlegenheit schamlos zelebriert.

Text, Regie, Choreografie: Kelly Copper, Pavol Liska
Technische Leitung: Ansgar Prüwer
Licht: Luka Curk
Sound: Torsten Schwarzbach
Kostüme | Requisiten: Gabi Bartles
Mit: Ilan Bachrach, Tale Dolven, Gabel Eiben, Robert Johanson, Kadence Neill, Bence Mezei Corps de Ballet Gustavo de Oliveira Leite, Laron Janus, Raymond Jin Pin, Joana Kern, Hannah Krebs, Marlena Meier, Anna Schneider, Philip WiehageDramaturgie Florian Malzacher

Nature Theater of Oklahoma waren bei SPIELART bereits 2007 mit NO DICE und 2013 mit LIFE AND TIMES EPISODE 1-4 zu sehen.

Eintritt € 18,00 | Ermäßigt € 9,00

Künstler*innengespräch nach der Vorstellung am 25.10. | Die Vorstellung am 25.10. und das Gespräch werden in Deutsche Gebärdensprache übersetzt

Englisch mit deutschen Übertiteln

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Führung

KANAL KIRCHNER

Hygiene Heute (Berlin)

„Am 25. Mai 2001 bekommt Simone S. in einem Münchner Massagesalon einen Umschlag überreicht. Darin: Ein Walkman. Sie folgt der Stimme Schritt für Schritt durch München und wird nie wieder gesehen. Bernd Ernst und Stefan Kaegi haben ein Konzept für ein Hör-Theaterstück entwickelt, in dem der Zuschauer /-hörer sich auf eine zweifache Reise begibt: Den Anweisungen vom Band folgend, wandert er sowohl durch das reale München, als auch durch die vom Autor in Fragmenten vorgeschriebene Geschichte. Hörerlebnis und reale visuelle Eindrücke verbinden sich zu einem privaten Erlebnis in der Öffentlichkeit Münchens.“ So wurde KANAL KIRCHNER im Programmheft von SPIELART 2001 angekündigt. Der dystopische Hör-Spaziergang zieht das Publikum tief hinein in eine von Überwachung und Manipulation geprägte Gesellschaft. Achtzehn Jahre nach seiner Entstehung haben der öffentliche Raum und seine Regeln sich auf eine Art verändert, die KANAL KIRCHNERS düster-trashige Visionen in neuem Licht erscheinen lässt.

Konzept und Realisation: Bernd Ernst und Stefan Kaegi

Eintritt € 5,00 | Ermäßigt € 5,00

Dauer 75min | im Stadtraum | Start am Ampere | Ende am Gasteig | Es ist eine Anmeldung unter info@spielmotor.de oder 089/2805607 erforderlich | Start alle 10 Minuten, eine Person pro Slot

In deutscher Sprache

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Theater

CULTURAL EXCHANGE RATEng

Tania El Khoury (Beirut)

In CULTURAL EXCHANGE RATE teilt die Künstlerin Tania El Khoury ihre Familiengeschichte. Eine Geschichte des Lebens in einem Dorf an der Grenze zwischen Libanon und Syrien, des Überlebens von Kriegen, des gesammelten Geldes in wertlos gewordenen Währungen, einer kurzen Migration nach Mexiko und eines Flusses, dem die kolonialen und nationalen Grenzen egal sind. Das interaktive Live-Art Projekt beruht auf Interviews, die die Künstlerin mit ihrer mittlerweile verstorbenen Großmutter geführt hat, die älter war als die Libanesische Republik. Auf mündlich überlieferten Geschichten aus ihrem Dorf Akkar, auf Erzählungen von der Entdeckung verlorener Verwandter in Mexico City und vom Versuch der Familie, eine doppelte Staatsbürgerschaft zu erlangen. Die Zuschauer*innen sind eingeladen, in eine Installation einzutauchen, in der Familiengeheimnisse versteckt liegen – als Klänge, Bildern und Texturen, in denen mehr als ein Jahrhundert der Grenzüberquerungen Spuren hinterlassen hat. Tania El Khoury war bei SPIELART bereits 2013 mit STORIES OF REFUGE und 2015 mit GARDENS SPEAK zu Gast. Bei SPIELART 2019 ist von 25. bis 27.10. zudem ihre Arbeit AS FAR AS MY FINGERTIPS TAKE ME zu sehen.

Sound Design: Fadi Tabbal
Grafik Design: Jana Traboulsi
Schnitt: Ali Beidoun
Kamera: Luke Bryant
Archiv: El Khoury Family Papers (Lebanon and Mexico); Archivo General de la Nación (México); SRE - Acervo Histórico Diplomático (México)

Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

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Gespräch

DEATH AND BIRTH IN MY LIFE

Mats Staub (Basel | Berlin)

In seinem neuen Langzeitprojekt fragt Mats Staub nach den existenziellen Grenz- und Übergangserfahrungen des Lebens: nach Geborenwerden und Sterben, Lebensanfang und Lebensende. Er nähert sich diesen universellen Ereignissen über individuelle Erzählungen aus verschiedenen Teilen der Welt. Unter anderem in Deutschland, England und Südafrika hat er jeweils zwei Menschen zusammengeführt und sie bei ihrem Gespräch über Tod und Geburt gefilmt. In der Videoinstallation sind die beiden Gesprächspartner*innen auf zwei Bildschirmen zu sehen und die Besucher*innen schauen ihnen sowohl beim Sprechen als auch beim Zuhören ins Gesicht.

Bei einem Besuch können jeweils zwei dieser Gespräche mitverfolgt werden. Drei Gesprächskombinationen stehen zur Wahl:

A: Rania & Carsten (Hannover); Erika & Charlotte (Frankfurt) – Sprache: Deutsch
B: Ahmed & Basso (Basel); Sharon & Hlengiwe (Johannesburg) – Sprachen: Deutsch, Englisch m. dt. UT
C: Donna & Cath (Manchester); Dominique & Smangele (Johannesburg) – Sprache: Englisch m. dt. UT

Idee | Konzept | Leitung: Mats Staub
Kamera: Benno Seidel | Matthias Stickel
Szenografie: Monika Schori
Dramaturgische Mitarbeit: Simone von Büren | Elisabeth Schack
Technik: Hanno Sons | Stefan Göbel
Produktionsleitung: Elisabeth Schack | Barbara Simsa

Mats Staub wird in München weitere Gespräche zu Tod und Geburt aufzeichnen – Interessierte können sich unter info@spielmotor.de informieren.

Eintritt € 12,00 | Ermäßigt € 6,00

Bitte beim Ticketkauf Station gemäß Sprache wählen

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Theater

HUNGARIAN ACACIA

Kristóf Kelemen | Bence György Pálinkás (Budapest)

Ein Großteil der Bewohner*innen Ungarns hält diesen Baum für das landestypische Nationalgewächs: gemeint ist die Gewöhnliche Robinie (auch falsche Akazie genannt). Es handelt sich bei ihr nicht um eine einheimische Art, sondern um eine Einwanderin aus Nordamerika, die sich zu einer der am weitest verbreiteten Pflanzenarten in Ungarn entwickelt hat. Das Dasein des Baumes spaltet die Meinungen der Expert*innen. Umweltschützer*innen ist er ein Dorn im Auge, da sie ihn als Eindringling betrachten; wohingegen Förster*innen in für harmlos halten. Die Robinie wurde immer wieder als Symbol für verschiedene Ideologien verwendet – auch in den letzten Jahren. In HUNGARIAN ACACIA gehen Kristóf Kelemen und Bence György Pálinkás der Frage nach, wie ein einfacher Baum Gegenstand aufgeheizter politischer Debatten werden konnte. Sie bedienen sich dabei der Mittel eines postfaktischen Dokumentartheaters, das sich mit ausgewählten satirischen Aktionen in die politische Diskussion einmischt und sogar zur Gründung einer Bewegung führt – wird auch sie Wurzeln schlagen?

Regie | Konzept: Kristóf Kelemen, Bence György Pálinkás
Mit: Angéla Eke, Katalin Homonnai, Kristóf Kelemen, Márton Kristóf, Bence György Pálinkás
Musik: Márton Kristóf
Regieassistenz: Anita Totobé
Koordination Schauspieler: Réka Judit Kiss
Szenenaufbau: Dániel Balázsi, Fanni Hegedüs
Licht-und Soundesign: Mátyás Major
Fotografie: Krisztina Csányi
Englische Übersetzung: Miklós Zsámboki
Deutsche Übersetzung: Gábor Miklós Thury
Produktionsleitung: Judit Böröcz

Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

Cool-Down nach der Vorstellung am 26.11. Künstler*innengespräch nach der Vorstellung am 27.11.

Ungarisch mit deutschen und englischen Übertiteln

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Performance

NO.ONE.GIVES.A.MOSQUITO'S. ASS.ABOUT.MY.GIG

Nástio Mosquito (Luanda | Gent | Lissabon)

»KARAOKESUCKS!!!«

Yes, that has been my attitude towards this extra-social activity for the past 25 years of my life. Now…
I have no band.
I have no shame.
I have no interactive skills. I do not give a fuck about applause. Just love…
I have something to share.
I have songs, and with them I have the best karaoke session in the world.
Well… I would, if it was an actual karaoke session, and I actually knew the lyrics of the songs.

»KARAOKE ROCKS, I SAY!«

Ein Nástio Mosquito Rezept
Visuals: Diogo Vasconcelos, Vic Pereir
Musik | Performance: Nástio Mosquito
Blechbläser Arrangement: João Cabrita
Remix | Mix | Mastering: Seiji
Produktion: Seiji, Kennedy Ribeiro, André Pinheiro, ExPatriots
Graphic Design: Hadewych Becuwe
Projekt Koordinierung: Godelieve Mosquito for ZZZZZ Creative Projects
Copyright: Nástio Mosquito

Eintritt frei

In englischer Sprache

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Performance

BIG NOTHING

Dai Chenlian (Beijing)

In BIG NOTHING bedient der chinesische Künstler Dai Chenlian auf der Bühne ein selbstkonstruiertes Papierpuppen-Spiel. Ohne Worte entsteht anhand des Schattenspieles, mit dem der Künstler immer wieder direkt interagiert, eine komplexe Erzählung. Sie schafft Querverbindungen zwischen verschiedensten Zeit- und Realitätsebenen und begibt sich ausgehend von Dai Chenlians Kindheitserinnerungen in die mythische Welt des YOUYANG ZAZU. Diese Sammlung chinesischer Geistergeschichten und Legenden aus dem neunten Jahrhundert erscheint auf den ersten Blick beinahe unsinnig: Münder wachsen aus Ellbogen und wollen gefüttert werden, ein Mann verwandelt sich in eine Pagode, eine Biene bringt den Kopf einer Frau zum Explodieren. Indem Dai Chenlian diese Erzählungen mit seiner eigenen Biografie und Familiengeschichte verflicht, erschafft er eine neue Form von Realität, die er als Hyperrealität bezeichnet und die zum Nachdenken über die Beschaffenheit von Wirklichkeit einlädt.

Regie und Performance: Dai Chenlian
Dramaturgie: You Mi

Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

Künstler*innengespräch nach allen Vorstellungen

keine Sprachkenntnisse erforderlich

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Performance

PLEASANT ISLAND

Silke Huysmans | Hannes Dereere | CAMPO (Brüssel)

Nauru ist ein kleiner Inselstaat im Pazifik. Englische Walfänger nannten die Insel einst „Pleasant Island“. Die Geschichte des heutigen Zwergstaates liest sich wie eine Parabel auf die westliche Welt. Denn nach der Entdeckung riesiger Phosphatvorkommen wurde Nauru zu einem der reichsten Länder der Erde. Auf jedem Stück Land wurde gegraben und abgebaut – bis die natürlichen Ressourcen der Insel erschöpft waren. Heute ist Nauru eines der ärmsten Länder der Welt. Um Staatseinnahmen zu erzeugen, interniert Nauru auf australisches Geheiß Geflüchtete. Silke Huysmans und Hannes Dereere begaben sich für PLEASANT ISLAND auf Recherchereise nach Nauru. Dort sprachen sie mit Einwohnern und Geflüchteten. Wegen drohender Repressalien verzichteten sie auf Kameraequipment und beschränkten sich für Interviews auf das Mobiltelefon. Die Ästhetik des Smartphones beherrscht auch das Bühnengeschehen. Die dokumentarische Unmittelbarkeit verweist auf die Dringlichkeit der Situation: Denn das zerstörte Ökosystem Naurus ist ein Vorbote für eine drohende weltweite Umweltkatastrophe.

Silke Huysmans und Hannes Dereere waren bei SPIELART 2017 mit MINING STORIES zu sehen

Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

Cool-Down nach der Vorstellung am 28.10. Künstler*innengespräch nach der Vorstellung am 29.10.

Englisch mit deutschen Übertiteln

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Performance

ON THIN ICE

Ogutu Muraya (Nairobi)

Als Ogutu Muraya 2014 für sein Masterstudium von Nairobi nach Amsterdam zieht, beginnt er, Tagebuch zu führen. Was anfangs dazu dienen soll, seine Identität vor der unvertrauten Kulisse einer fremden Stadt zu kartografieren und lokalisieren, wächst über die Jahre hinweg zu einem komplexen persönlichen Archiv an. Der Aufenthalt in den Niederlanden ist für Muraya wunderschön, komplex und schmerzhaft zugleich, ein Amalgam paradoxer Erfahrungen. Zurück in Nairobi ist er nun dabei, aus seinem stetig wachsenden Tagebuch fragmentarische Memoiren zu formen die ihm helfen sollen, die Herausforderungen seiner Erfahrung der Diaspora zu verstehen. ON THIN ICE ist eine performative Lesung eines Auszugs dieses fortlaufenden Buchprojekts.

Ogutu Muraya war bei SPIELART 2015 mit NOBODY KNOWS MY NAME und 2017 mit BECAUSE I ALWAYS FEEL LIKE RUNNING zu sehen.

Eintritt € 12,00 | Ermäßigt € 6,00

Künstler*innengespräch nach der Vorstellung am 30.10.

In englischer Sprache

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Performance

THE ECSTATIC

Jeremy Nedd | Impilo Mapantsula (New York | Basel | Johannesburg)

In Südafrikas Townships entstand während der Apartheits-Zeit die energiegeladene Tanzform des Pantsula. Um die extrem schnellen und virtuosen Schrittfolgen herum bildete sich bald eine neue Subkultur. Ihre Codes zeigen sich auch heute anhand von Kleidung, Sprache, Musik und einer ganz speziellen Lebensphilosophie. In THE ECSTATIC lassen Jeremy Nedd und Impilo Mapantsula den Pantsula auf eine andere Tanztradition treffen – den Praise Break. Er stammt aus dem kirchlichen Kontext der Pentecostalbewegung (Pfingstbewegung). Bei diesen Gottesdiensten verschmelzen Tanzbewegung, Stimme und Klang auf überschwängliche Weise. Die Teilnehmenden machen die Erfahrung einer wahrhaften Ekstase. Was aber passiert beim Zusammentreffen der beiden Tanzstile? Jeremy Nedd und Impilo Mapantsula rücken in THE ECSTATIC den „Break“ in den Fokus. Er wird wörtlich verstanden – als eine Unterbrechung. Auf der Bühne scheint die Zeit beinahe still zu stehen, während die sechs Tänzer in einer präzisen Bewegungsstudie dem Moment ekstatischen Erlebens sowie einem Aufgehen in der Gemeinschaft nachspüren.

Konzept | Choreografie: Jeremy Nedd & Impilo Mapantsula
Performance | Choreografie: Kgotsofalang Moshe Mavundla, Tommy Tee Motsapi, Bonakele Mambotjie Masethi, Sicelo Malume ka Xaba, Sello Zilo Midiga, Vusi 2.2 Mdoyi
Technik und Licht: Thomas Giger
Bühne: Laura Knüsel
Musik | Komposition: Xzavier Stone & Modulaw
Audiodesign: Fabrizio Di Salvo
Produktionsleitung Schweiz: Ursula Haas
Produktionsleitung: Südafrika Daniela Goeller
Dramaturgie: Anta Helena Recke
Produktionsassistenz: Kihako Narisawa, Lucas Del Rio Estevez Outside Eye Deborah Joyce Holman, Maximilian Hanisch

Eintritt € 19,00 | Ermäßigt € 6,00

Künstler*innengespräch nach der Vorstellung am 30.10.

keine Sprachkenntnisse erforderlich

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Performance

MIKADO REMIX

Louis Vanhaverbeke | CAMPO (Gent)

Eine der am häufigsten bei Google eingegebenen Fragen lautet: „How can I be normal?“. Für viele Menschen scheint Normalität ein Ideal zu sein. Louis Vanhaverbeke beschäftigt sich in MIKADO REMIX mit dem Drang nach Normalität, in dem sich stets auch eine Sehnsucht nach sozialer Integration artikuliert. Individuen wollen dazu gehören und akzeptiert werden. Die Einhaltung der Norm verspricht seelischen Frieden, es entstehen aber auch neue Zwänge. In MIKADO REMIX sind die Grenzen der Normalität ebenso bildlich wie buchstäblich. Louis Vanhaverbeke, ein versierter Handwerker, füllt die Bühne mit Bauzäunen, Aufbewahrungsboxen und einem Sicherungskasten. Er schafft ungeahnte Verknüpfungen, die außer Kontrolle geraten. Das komplexe Geschehen kippt ins Unheimliche. Vanhaverbeke baut, bohrt und stapelt weiter. Auch auf klanglicher Ebene: Dort sampelt, rappt und beatboxt er. Seiner Innenwelt gibt er durch DIY-Konstruktionen räumliche Gestalt, öffnet Türen, wo es vorher nur Grenzen gab, und Fenster, wo man bis vor kurzem nur Spiegel sah.

Louis Vanhaverbeke war bei SPIELART 2017 mit MULTIVERSE zu sehen.

Von und mit: Louis Vanhaverbeke
Dramaturgie: Dries Douibi
Videografie: Freek Willems
Licht- und Sounddesign: Bart Huybrechts
Technik: Philippe Digneffe, Simon Van den Abeele

Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

Cool-Down nach der Vorstellung am 30.10. Künstler*innengespräch nach der Vorstellung am 31.10.

Englisch und Flämisch, Sprachkenntnisse nicht zwingend erforderlich

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Performance

SPEAK BITTERNESS

Forced Entertainment (Sheffield)

Schuldbekenntnisse finden in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Kontexten statt: In Talkshows, in Kirchen, vor Gericht und von Angesicht zu Angesicht. SPEAK BITTERNESS wurde bei SPIELART erstmals im Jahr 1997 gezeigt – in einer Zeit, in der die politische und mediale Landschaft, in der solche Eingeständnisse stattfanden, noch eine völlig andere war. Das Stück ist eine nicht enden wollende Folge verschiedenster Beichten. Manche von ihnen sind klein und erzählen von alltäglichen Verfehlungen. Davon, den Hund nicht spazieren geführt zu haben oder heimlich in fremden Tagebüchern zu lesen. Andere wiederum sind Berichte gigantischer Betrügereien und schwerer Verbrechen bis hin zu Massenmord und Genozid. Während die Performer*innen sich mit sanfter Stimme zu diesen Taten bekennen, liefern sie sich dem Blick der Zuschauer*innen ganz bewusst aus und überlassen ihnen das Urteil über Schuld, Unschuld und alles, was dazwischen liegt.

Forced Entertainment sind bereits seit 1997 mit SPIELART verbunden und zeigten hier im Laufe der letzten Jahre neun Theaterarbeiten. Bei der diesjährigen Festivalausgabe sind drei ihrer mehrstündigen Stücke zu sehen, die man schon jetzt als Klassiker des experimentellen Theaters bezeichnen kann. 12AM: AWAKE & LOOKING DOWN wird am 2.11. gezeigt, AND ON THE THOUSANDTH NIGHT am 8.11.

Von: Forced Entertainment
Performance: Robin Arthur, Tim Etchells, Richard Lowdon, Claire Marshall, Cathy Naden, Terry O'Connor Text Tim Etchells and the company
Regie: Tim Etchells
Design: Richard Lowdon
Soundtrack: John Avery
Lichtdesign: Nigel Edwards

Eintritt frei

Einlass jederzeit möglich

In englischer Sprache

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Installation

UNTER DEM TEPPICH

God's Entertainment (Wien)

Was wird unter den Teppich gekehrt in Deutschland und der gesamten europäischen Gemeinschaft? Diese Frage nehmen God’s Entertainment zum Anlass für eine künstlerische Recherche und die daraus resultierende Installation UNTER DEM TEPPICH. Angeleitet von der bosnischen Weberin und Künstlerin Ifeta wird in der ersten Festivalwoche mit Hilfe von Münchner*innen ein Teppich (Ćilim) angefertigt. Seine Fäden und seine Struktur aus Kett- und Schlussfäden, die in einem komplexen Gewebe aufeinandertreffen, stehen symbolisch für gesellschaftliche Zusammenschlüsse und Menschen in Bewegung aller Art: von Tourist*innen über Migrant*innen, Geflüchteten, Asylant*innen, bis zu Gastarbeiter*innen. Die Weber*innen können bei der Arbeit im Lothringer13_Florida besucht werden. In der zweiten Phase des Projekts wird der Teppich ausgestellt und unter ihm entsteht eine Installation aus im Vorfeld gesammeltem Bild- und Videomaterial. Um diese multimediale Collage besuchen zu können, müssen die Zuschauer*innen selbst dort hin, wo alles Vergessene und Verdrängte sich sammelt: unter den Teppich.

God's Entertainment waren bei SPIELART bereits 2009 mit PASSANTENBESCHIMPFUNG, 2011 mit TRANS-EUROPA-BOLLYWOOD und 2015 mit CHAUVINISM SCANNER zu sehen.

Eintritt frei

26.- 30.10. täglich 17 - 22 Uhr öffentliches Weben in der Lothringer13_Florida

Deutsch, Bosnisch und andere Sprachen

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Performance

ONDAANISA YO POMUDHIME

Nashilongweshipwe Mushaandja (Windhoek)

ONDAANISA YO POMUDHIME (DER TANZ DES GUMMIBAUMS) ist ein Ritual der Bewegungen zwischen körperlichen und institutionellen Archiven. Nashilongweshipwe Mushaandja entwickelt einen intimen und immersiven queeren Tanz, den er sich an einem Gummibaum vorstellt, aber in einem Bau aus Beton performt – dem Museum. Er greift hierbei auf ein akustisches Archiv aus Stille, Lärm, Liebes- und Kampfesliedern aus Südafrika zu, um der systematischen Auslöschung und Ausschließung der Wissensquellen entgegen zu wirken, die sich an den Rändern und in den Bruchstellen kolonial-nationalistischer Archive finden. Der Gummibaum (Omudhime) wird ursprünglich für Rituale der Reinigung und Grenzüberschreitung genutzt. Feuer, Salz und Marula-­Kerne symbolisieren die Enteignung von Land und die Rückkehr zur Erde. „Odalate naiteke“ (Der Zaun muss durchbrochen werden) – auf diesen Slogan, der 1971 (Namibia unterstand in dieser Zeit der südafrikanischen Mandatsmacht) von landesweit protestierenden namibischen Arbeiter*innen verwendet wurde, beruft sich der Künstler. Für ihn kann es weder Frieden, Heilung noch Versöhnung geben, wenn es keine Umverteilung von Land und keine restaurative Gerechtigkeit gibt.

Konzept: Nashilongweshipwe Mushaandja
Performance: Nashilongweshipwe Mushaandja und Fillepu Negodhi

Eintritt frei

keine Sprachkenntnisse erforderlich

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Performance

REHAB TRAINING

Geumhyung Jeong (Seoul)

Puppen, Staubsauger, Sexspielzeuge, Fitnessgeräte, Haarbürsten… Das sind nur einige der Alltagsobjekte, die die südkoreanische Choreografin und Performancekünstlerin Geumhyung Jeong in den letzten Jahren gesammelt und zu ihren Spielpartnern gemacht hat. In ihren Performances erforscht sie immer wieder die merkwürdigen Beziehungen zwischen ihrem Körper und diesen Objekten der Moderne. REHAB TRAINING ist ein Duett mit einer lebensgroßen, männlichen Puppe, hergestellt als künstlicher Patient zur Ausbildung von Pflegepersonal. Diesen Dummy lässt Jeong in akribischer Kleinstarbeit eine Art Reha-Training durchlaufen, das aus konkreten Aufgabenstellungen besteht: Unter ihrer Kontrolle lernt er, sich zu bewegen, zu laufen und sie anzufassen. Mit beinahe irritierender Ruhe und Besonnenheit widmet sich Jeong dem Versuch, ihren Partner interaktionsfähig zu machen und eine Beziehung zu ihm herzustellen. Die Zuschauer*innen werden zu Voyeur*innen der wachsenden Intimität innerhalb dieses absurden Pas De Deux.

Geumhyung Jeong war bei SPIELART bereits 2015 mit CPR PRACTICE zu sehen.

Konzept | Regie | Performance: Geumhyung Jeong

Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

keine Sprachkenntnisse erforderlich

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Performance

12AM: AWAKE & LOOKING DOWN

Forced Entertainment (Sheffield)

12AM: AWAKE & LOOKING DOWN entstand 1996 und war Forced Entertainments erste Durational Performance, ein Dauer-Stück von damals zwölf Stunden. Es untersucht das Verhältnis von Persönlichkeiten und den Labels, mit denen sie versehen werden. Während eine Gruppe von Performer*innen sich über Stunden hinweg mit Second-Hand-Kleidung und Pappschildern kostümiert dem Publikum präsentiert, entsteht ein Kaleidoskop an Rollenbildern. 12AM macht die körperliche Anstrengung der Darsteller*innen sichtbar, während sie mit wachsendem Erfindungsgeist zu Figuren werden, die wir alle kennen und unzählige Male gesehen haben: in Filmen, trashigen Fernsehsendungen, im Supermarkt, auf der Straße und natürlich auch beim Blick in den Spiegel. Durch die Länge – bei SPIELART werden es sechs Stunden sein – liegt unter allen Vorgängen eine Ahnung von Verfall und Vergänglichkeit, die dem Stück eine spezielle Energie einhaucht.

Forced Entertainment sind bereits seit 1997 mit SPIELART verbunden und zeigten hier im Laufe der letzten Jahre neun Theaterarbeiten. Bei der diesjährigen Festivalausgabe sind nun drei ihrer mehrstündigen Stücke zu sehen, die man schon jetzt als Klassiker des experimentellen Theaters bezeichnen kann. SPEAK BITTERNESS wird am 31.10 gezeigt, AND ON THE THOUSANDTH NIGHT am 8.11.

Von: Forced Entertainment
Performance: TBC
Regie: Tim Etchells
Design: Richard Lowdon
Lichtdesign: Nigel Edwards und Richard Lowdon
Soundtrack: John Avery

Eintritt frei

Einlass jederzeit möglich | Nach der Vorstellung Shuttleservice zu OREST IN MOSSUL in der Kammer 1

In englischer Sprache

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Theater

OREST IN MOSSUL

Milo Rau | NTGent (Gent)

Die ORESTIE ist nicht nur die einzige erhaltene Trilogie des antiken Theaters, sie ist zugleich Gründungsmythos der westlichen Zivilisation. In OREST IN MOSSUL transportiert Milo Rau den Antikenstoff und reist mit seinem Ensemble in das kriegsversehrte Mossul. In der irakischen Stadt rief im Jahr 2014 der „Islamische Staat“ sein Kalifat aus. An kaum einem Ort der Welt scheint das Prinzip der Blutrache, des nie enden wollenden Kreislaufs der Revanche, von dem auch die ORESTIE geleitet ist, naheliegender als hier, wo Bewohner*innen mit der Frage konfrontiert sind, wie mit gefangenen IS-Kämpfer*innen umzugehen ist. Milo Rau inszeniert diese Tragödie mit einem gemischten Ensemble aus europäischen und irakischstämmigen Schauspieler*innen, mit Recherchen und Projektteilen in Mossul, die in Form von Videoprojektionen zu sehen sind. Über allem steht die Frage: Kann in Mossul der Kreislauf der Gewalt durchbrochen und durch ein Prinzip der Rechtsprechung, Integration und Versöhnung ersetzt werden?

Milo Rau war bei SPIELART zuletzt 2015 mit THE CIVIL WARS und THE DARK AGES und 2017 mit DIE 120 TAGE VON SODOM zu sehen.

Text Milo Rau und Ensemble nach Aischylos Regie Milo Rau Mit Duraid Abbas Ghaieb, Susana AbdulMajid, Elsie de Brauw, Risto Kübar, Johan Leysen, Bert Luppes, Marijke Pinoy, Suleik Salim Al-Khabbaz, Saif Al-Taee, Firas Atraqchi, Nabeel Atraqchi, Zaidun Haitham, Rabee Nameer, Baraa Ali, Khalid Rawi, Khitam Idress, Rayan Shihab Ahmed, Hathal Al-Hianey, Mustafa Dargham, Younis Anad Gabori, Ahmed Abdul Razzaq Hussein, Abdallah Nawfal, Mohamed Saalim, Hassan Taha

Eintritt € 41,00 | Ermäßigt € 8,00

Die Karten der unterschiedlichen Preiskategorien kosten zwischen €10 und €41 | Künstler*innengespräch nach beiden Vorstellungen | Nach der Vorstellung Shuttleservice zu 12AM: AWAKE & LOOKING DOWN im HochX

Niederländisch, Arabisch und Englisch mit deutschen und englischen Übertiteln

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Performance

TOTEM

Christian Etongo (Yaoundé)

Das Totem ist in traditionellen afrikanischen Religionen ein Identifikationsobjekt, das eine Gruppe mit einer unerschütterlichen Verbindung zusammenhält. Häufig handelt es sich um eine von Symbolen bedeckte, vertikale Skulpur aus Holz. Der Kopf ist meist übergroß, denn als Sitz des Denkens gilt er als nobelster Teil des Körpers. Das vom Totem verkörperte Tier oder Gewächs wird als heilig angesehen und darf nicht gegessen oder gehandelt werden. Christian Etongos Arbeiten sind komplexe Aufstellungen, die Mythen und Rituale performativ überschreiben, um eine Art neuen (zentral-)afrikanischen Kulturbegriff zu begründen. In TOTEM agiert er als “Ngan'Ngan”, eine Art Zeremonienmeister, und inszeniert die symbolische Rückführung eines Totems, das von einem anderen Clan gestohlen wurde. Auf der Bühne sind neun Masken in einem Kreis angeordnet, Etongo steht in ihrer Mitte und versucht, die verlorene zehnte Maske zurück zu beschwören. Es beginnt ein Ritual, das die Grenzen zwischen Inszenierung, Realität, spiritueller Welt und Theater verschwimmen lässt.

Eintritt frei

Von und mit Christian Etongo

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Performance

A SONG TO HEAR YOU ARRIVING

Sofia Dinger (Lissabon)

This song is about
I miss you, but sometimes I don't , because I almost forget (you).
I never thought that to mourn would be like this.
It's about the last time we laughed together
that last last time we laughed together
that perfect last time
It's about laughing one last time together, again and again.
This song is about
all those ghosts : I want to talk to them. We can still play birds.


A SONG TO HEAR YOU ARRVING ist ein individuelles Requiem, ein extrem persönliches Ritual der Trauer. Die Solo-Performance sucht nach Worten, die an einen Verstorbenen gerichtet werden können. Was letztlich entsteht, ist ein Klangteppich aus Textfragmenten, Vogelstimmen, Trommelschlägen, Gelächter, Tränen und einem Epilog.

Von und mit Sofia Dinger

Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

Künstler*innengespräch nach der Vorstellung

In englischer Sprache

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Theater

MY BODY BELONGS TO ME

Laila Soliman | Ruud Gielens (Kairo | Antwerpen | Hannover | Braunschweig)

MY BODY BELONGS TO ME ist eine dichte und direkte Theaterarbeit, die in einem minimalistischen Bühnensetting von den Darstellerinnen getragen wird. Aus dem Sudan und Eritrea kommend sind sie Mitglieder einer selbst organisierten Gruppe, die sich gegen FGM (female genital mutilation / weibliche Genitalverstümmelung) einsetzt. In MY BODY BELONGS TO ME stehen die Aktivistinnen – Mütter, Hausfrauen und Berufstätige – auf der Bühne, singen traditionelle Frauenlieder und erzählen mit bemerkenswerter Offenheit ihre sehr individuellen Lebensgeschichten: vom Heranwachsen als Frauen, vom Eingriff und seinen Folgen, ihrem Weg nach Deutschland, von Unterstützung und Solidarität – fern von Klischees.

Konzept | Regie: Ruud Gielens | Laila Soliman
Koordination der Gruppe: My body belongs to me Mai Shatta
Mit: Nihad Ahmed | Yodit Akbalat | Mona Habib Allah | Nadia Elsayed|. Nagat Hamid | Abir Omer
Produktionsleitung: Swantje Möller

Eintritt € 18,00 | Ermäßigt € 9,00

MY BODY BELONGS TO ME wird in einer Doppelvorstellung mit SOLO FÜR MARIA gezeigt.

Arabisch, Deutsch und Englisch mit deutschen und englischen Übertiteln

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Performance

SOLO FÜR MARIA

Maria Domingos Tembe | Panaibra Gabriel Canda (Maputo)

Maria ist der Name der Mutter Gottes, der Name unzähliger Mütter und Töchter und der Name der Tänzerin auf der Bühne. Ein Name, auf den zahlreiche Vorstellungen von Weiblichkeit projiziert werden. In SOLO FÜR MARIA nimmt sich Maria Domingos Tembe den Konflikt zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und Selbstbehauptung vor. Im ersten Teil der (auto-)biografischen Choreografie führt die Tänzerin und Schauspielerin dem Publikum ihr Bewegungsrepertoire vor und lässt ihren Körper Sehgewohnheiten unterlaufen. Im zweiten Teil, inszeniert von Regisseur und Choreograf Panaibra Gabriel Canda, werden Frauenrechte und Gewalterfahrungen verhandelt. Indem sie sich den Blicken des Publikums nicht nur aussetzt, sondern diese auch mit großer Intensität zurückwirft, erzeugt Tembe eine Form von Intimität, die Gegenseitigkeit einfordert.

Idee: Panaibra Gabriel Canda
In Zusammenarbeit mit: Maria Tembe
Performance: Maria Domingos Tembe
Lichtdesign: Caldino Jose

Eintritt € 18,00 | Ermäßigt € 9,00

SOLO FÜR MARIA wird in einer Doppelvorstellung mit MY BODY BELONGS TO ME gezeigt

In englischer Sprache

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Performance

ALL INCLUSIVE

Julian Hetzel | CAMPO (Wolfach | Utrecht | Gent)

Mehrere Kilogramm Kriegstrümmer sind das Rohmaterial in Julian Hetzels Performance ALL INCLUSIVE. Sie stammen aus Syrien und sind Produkte eines Konfliktes, der seit über acht Jahren wie kaum ein anderer die politische Wirklichkeit und ihre mediale Wahrnehmung formt. Das Publikum beobachtet in ALL INCLUSIVE die Führung einer Gruppe geflüchteter Syrer*innen, die von einer Kunstvermittlerin mit dem westlichen Kanon vertraut gemacht werden soll. In der fiktiven Museumssituation wird die Gruppe mit Kriegstrümmern konfrontiert, die in diesem Kontext als Exponate erscheinen. Julian Hetzel hinterfragt die Ästhetisierung von Gewalt. Wenn aus Bombentrümmern Skulpturen geformt werden können und wenn ein mündlicher Vortrag, der die Zahlen von Kriegstoten referiert, per Synthesizer zu Tönen und Musik verwandelt werden kann, wie verhält sich dann der Schrecken zu künstlerischer Schönheit und deren Produktion? Julian Hetzel bezieht bei allen Fragen die konkrete Realität von Geflüchteten mit ein. Den Luxus, eine Fliegerbombe in rein ästhetischen Kategorien zu erfassen, haben sie nicht.

Bei SPIELART war Julian Hetzel bereits 2013 mit THE INDUSTRY OF WAITING und 2015 mit SCULPTING FEAR zu Gast.

Konzept und Regie: Julian Hetzel
Dramaturgie: Miguel Angel Melgares
Künstlerische Beratung: Sodja Lotker
Kostüme: Anne-Catherine Kunz
Produktionsassistenz: Sabine Mangeleer
Technik: Korneel Coessens, Piet Depoortere

Eintritt € 19,00 | Ermäßigt € 6,00

Künstler*innengespräch nach beiden Vorstellungen

Englisch mit deutschen Übertiteln, kurze Passagen ohne Übertitel

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Performance

VERSUCH ÜBER DAS STERBEN

Boris Nikitin (Basel)

Ein Jahr nach dem Tod seines Vaters, beginnt der Autor und Regisseur Boris Nikitin die Geschichte von dessen ALS-Erkrankung aufzuschreiben. Die Krankheit macht kurzen Prozess: Von der Diagnose bis zum Tod dauert diese knapp ein Jahr. Sehr früh eröffnet der Vater, dass er einen assistierten Suizid in Erwägung zieht. Eine Aussage, die vieles ändert. In der Lecture-Performance VERSUCH ÜBER DAS STERBEN verbindet Nikitin die Geschichte dieses Outings mit der Geschichte seines eigenen Coming-Outs als schwuler Mann vor 20 Jahren. Dabei entwickelt er einen Theaterabend über den Schritt in die Öffentlichkeit, das Brechen von gesellschaftlichen Tabus und die Verwundbarkeit, die sich einstellt, wenn Menschen beginnen, sich sichtbar und hörbar zu machen. VERSUCH ÜBER DAS STERBEN ist ein Stück über den Blick der Anderen, die Überwindung von Schamgrenzen und über die Utopie einer Verletzlichkeit, die kein Mangel des Menschseins ist, sondern eine revolutionäre Fähigkeit.

Von und mit: Boris Nikitin

Eintritt € 12,00 | Ermäßigt € 6,00

Deutsch mit englischen Übertiteln

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Performance

LEGACY

Nadia Beugré (Abidjan | Montpellier)

Im Dezember 1949 protestieren Frauen im ivorischen Grand Bassam friedlich gegen die Kolonialherrschaft und für die Freilassung ihrer Ehemänner und Brüder aus politischer Gefangenschaft. Sie marschieren in einer stetig wachsenden Gruppe über eine Distanz von 30 Kilometern und bedienen sich hierbei des 'Adjanou', eines Rituals, zu dessen zentralen Elementen Gesang, Tanz und das Entblößen des weiblichen Körpers zählen. LEGACY ist die künstlerische Übersetzung dieser politischen Form und überträgt eine extrem physische Art des Protests in eine Tanzperformance. Die Tänzerinnen Nadia Beugré und Hanna Hedman sowie die Musikerin Manou Gallo tun sich mit zehn Münchnerinnen zusammen. Gemeinsam zeigen sie sich rennend, schwitzend und erzählend, verbünden sich miteinander ebenso sehr wie mit den Zuschauer*innen und lassen einen kraftvollen Raum weiblicher Solidarität entstehen. So wird LEGACY zur Hommage an die unzähligen Frauen, die weltweit für Rechte, Freiheiten und Menschenwürde kämpfen – ihre eigenen ebenso sehr wie die ihrer Familien und Communities.

Choreografie: Nadia Beugré
Performance: Nadia Beugré, Hanna Hedman
Musik: Manou Gallo
Dramaturgie und Coaching der Teilnehmerinnen: Boris Hennion
Mit: TBA
Lichtdesign und Szenografie: Erk Houllier
Technische Leitung und Licht: Anthony Merlaud
Executive Producer: Latitudes Prod. – Lille
Produktionsleitung: Maria-Carmela Mini
Produktionsbüro: Boris Hennion

Eintritt € 18,00 | Ermäßigt € 9,00

Cool-Down nach der Vorstellung am 4.11. Künstler*innengespräch nach der Vorstellung am 5.11.

keine Sprachkenntnisse erforderlich

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Theater

CONGO

Faustin Linyekula | Text : Éric Vuillard (Kisangani | Lyon)

„Den Kongo, den gibt es nicht. Da ist nur ein Strom und ein großer Wald.“ Der Kongo musste erst erfunden werden – so Éric Vuillard in seiner gleichnamigen Erzählung. Der belgische König Leopold II. will eine Kolonie für sich allein, einen Staat als private Aktiengesellschaft. Nach der Berliner Kongokonferenz 1884 machen sich seine Gouverneure, Kommissare und Vollstrecker an die Arbeit. Der international gefeierte kongolesische Choreograf und Regisseur Faustin Linyekula hat die Erzählung KONGO für sein Stück bearbeitet. Er mischt Worte, Bewegungen und Lieder aus dem Äquatorialwald. In der Theaterarbeit tritt Linyekula als Tänzer auf der Bühne gemeinsam mit dem Schauspieler Kamono Moanda und der Sängerin Pasco Losanganya in einem holzschnittartigen Setting aus Licht und Schatten auf. Die dunkle und wunderschöne Reise gipfelt in der Frage: Wie kann man angesichts der Gräuel der Vergangenheit sprechen, tanzen oder auch nur auf den Beinen bleiben?

Faustin Linyekula zeigt bei SPIELART 2019 zwei Arbeiten. BANATABA ist am 25.10. zu sehen.

Produktion: Studios Kabako
Künstlerische Leitung: Faustin Linyekula
Text: Éric Vuillard (Actes Sud), Deutsche Übersetzung: Matthes & Seitz Berlin
Sounddesign: Franck Moka, Faustin Linyekula
Lichtdesign: Koceila Aouabed
Mit: Moanda Daddy Kamono, Faustin Linyekula, Pasco Losanganya

Eintritt € 18,00 | Ermäßigt € 9,00

Cool-Down nach der Vorstellung am 5.11. Künstler*innengespräch nach der Vorstellung am 6.11.

Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln

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Performance

BAG BEATINGS

Sello Pesa (Johannesburg)

Sello Pesa widmet sich in seinen häufig ortsspezifischen Arbeiten und lebenden Installationen den Herausforderungen und Veränderungen des Lebensalltags in Südafrika. Seine Stücke sind getrieben von einer scharfsinnigen Analyse des Alltäglichen und scheinbar Gewöhnlichen. BAG BEATINGS ist ein beunruhigendes Experiment an den Grenzen von Theater und Tanz, das dem Publikum immer wieder das Gefühl gibt, eine Gewaltverbrechen beizuwohnen, nur um im nächsten Moment an die Absurdität der Grundsituation zu erinnern. Indem sie ein lebloses und noch dazu „zum Schlagen gemachtes“ Objekt zur Zielscheibe werden lässt, untersucht die Performance extreme physische Gewalt auf eine Art, die einerseits abstrakt und beinahe komisch erscheint und andererseits kaum realer und verstörender sein könnte.

Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

Cool-Down nach der Vorstellung am 6.11. Künstler*innengespräch nach der Vorstellung am 7.11.

Englisch und weitere Sprachen, Sprachkenntnisse nicht zwingend erforderlich

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Performance

MUSEUM OF LUNGS

Stacy Hardy | Nancy Mounir | Neo Muyanga | Laila Soliman (Kapstadt | Kairo)

MUSEUM OF LUNGS ist ein Theaterstück über Schmerz, Trauma und Krankheit in modernen kapitalistischen Gesellschaften. Ausgangspunkt ist die persönliche Erzählung der Schriftstellerin Stacy Hardy, die jahrelang mit undiagnostizierter Tuberkulose lebte. In ihrem Heimatland Südafrika ist diese Krankheit weiterhin eine der häufigsten Todesursachen. Hardy stellt Fragen nach der Verletzlichkeit individueller und kollektiver Körper und nach der – häufig rassistischen – Gewalt, die in Gesundheitssystemen sowie politischen Strukturen verankert ist. MUSEUM OF LUNGS ist eine musikalische, dokumentarische Performance, die Archivmaterial mit persönlichen Bekenntnissen verschachtelt, um Verwundbarkeit als Kern von Stärke und Krankheit als Schauplatz von Widerstand und Transformation zu zeigen. Stacy Hardy teilt sich die Bühne mit einer Puppe, die als ihre Doppelgängerin fungiert, und mit den Musiker*innen und Komponist*innen Neo Muyanga und Nancy Mounir.

Regisseurin des Stückes ist Laila Soliman, die bei SPIELART bereits 2011 im Rahmen von SOCIAL FICTIONS und 2017 mit der Theaterarbeit ZIG ZIG zu Gast war. Neo Muyanga war mit TSOHLE - A REVOLTING MASS ebenfalls bei SPIELART 2017 vertreten.

Text | Performance Stacy Hardy Komposition | Live-Musik Nancy Mounir und Neo Muyanga Regie Laila Soliman Ausstattung Moira Gilliéron. Puppe Marius Kob Art Work Bassem Yousry Lichtdesign Mirjam Berger Technik Thomas Kohler, Mirjam Berger Produktion | Touring Franziska Schmidt, produktionsDOCK

Eintritt € 19,00 | Ermäßigt € 6,00

Künstler*innengespräch nach der Vorstellung am 7.11.

Englisch mit deutschen Übertiteln

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Performance

AND ON THE THOUSANDTH NIGHT

Forced Entertainment (Sheffield)

Forced Entertainment haben es sich zum Ziel gemacht, Theaterstücke zu produzieren, die alle verstehen, die einen Fernseher haben. Aus ihrer legendären 24-Stunden-Performance WHO CAN SING A SONG TO UNFRIGHTEN ME, die bei SPIELART 1999 zu sehen war, entstand AND ON THE THOUSANDTH NIGHT. Die Marathon-Erzählperformance erkundet die Beziehung zwischen einer Geschichte, ihren Hörer*innen und ihren Erzähler*innen. Mit Pappkronen und roten Umhängen als König*innen verkleidet, graben die Performer*innen sechs Stunden lang in Volkserzählungen, Parabeln, Anekdoten, halberinnerten Filmplots, Geistergeschichten, Märchen und schmutzigen Witzen. Sie erzählen um die Wette, unterbrechen einander, übertreiben, bedienen sich sorglos der Ideen der jeweils anderen und bauen sie in ihre eigenen Geschichten mit ein. Zwischen Performer*innen und Zuhörenden entsteht eine Gemeinschaft, die tief eintaucht in einen Kosmos, der letztlich förmlich alle Erzählungen der Welt zu enthalten scheint.

Forced Entertainment sind bereits seit 1997 mit SPIELART verbunden und zeigten hier im Laufe der letzten Jahre neun Theaterarbeiten. Bei der diesjährigen Festivalausgabe sind nun drei ihrer mehrstündigen Stücke zu sehen, die man schon jetzt als Klassiker des experimentellen Theaters bezeichnen kann. SPEAK BITTERNESS wird am 31.10. gezeigt, 12AM: AWAKE & LOOKING DOWN am 2.11.

Eintritt frei

Einlass jederzeit möglich

In englischer Sprache

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Festival

NEW FREQUENCIES

NEW FREQUENCIES ist ein kleines Festival im Festival. Das letzte SPIELART Wochenende ist ganz den neuen Stimmen der internationalen Theaterlandschaft gewidmet: An zwei Tagen zeigen wir ein dichtes Programm aus Abschlussarbeiten und Erstlingswerken. Deutlich wird hierbei die enorme Vielfalt und Unterschiedlichkeit dieser künstlerischen Positionen: Die Stücke sind zwischen 15 Minuten und angekündigten drei Stunden lang, die formale Spannbreite reicht vom Well-Made Play über Lecture- und Storytelling-Formate bis hin zur partizipativen Performance und einem Rockkonzert, das von Puppen bestritten wird. Auch inhaltlich könnten die Stücke kaum unterschiedlicher sein: während einige Arbeiten extrem persönlich und autobiografisch geprägt sind, widmen sich andere politischen und historischen Fakten und Ereignissen oder der Auseinandersetzung mit Traditionen. Die Haltung der Künstler*innen geht von Wut und Verzweiflung angesichts einer aus den Fugen geratenen politischen Gegenwart über die pointierte Gesellschaftskritik bis hin zu gemeinschaftsstiftenden Momenten, in denen sich zarte gesellschaftliche Utopien offenbaren.

Wir laden Sie ein, sich mit uns auf dieses Mosaik an Stimmen einzulassen. Mit dem NEW FREQUENCIES-ABO kann das gesamte Programm gesehen werden. Beim NEW FREQUENCIES-Brunch am Sonntag den 10.11. gibt es die Gelegenheit, mit den Künstler*innen ins Gespräch zu kommen.

Ko-kuratiert von Laila Soliman

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SPIELART Theaterfestival München

Spielmotor München e.V. ­
eine Initiative der Stadt München und der BMW Group

25.10. – 9.11.2019

16 Tage Performances, Theater, Tanz, Installationen, Konzerte, Gespräche, Begegnungen im Festivalzentrum und Partys – das ist SPIELART. Das Theaterfestival bringt in diesem Jahr Künstler*innen aus rund 30 Ländern nach München, wo ihre Arbeiten an verschiedenen Spielorten in der ganzen Stadt gezeigt werden – in Theatern und Museen, aber auch in einem Boxclub und einem Waschsalon. „Everyone cares about something“, glaubt der Künstler Nástio Mosquito und lädt das SPIELART-Publikum zu einer schrägen Karaoke-Session ein. Auch zahlreiche weitere Künstler*innen finden unerwartete Mittel, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge zu verwandeln: Sie bewachen Theatervorhänge, zeichnen auf Körper, verteidigen Bäume, nutzen Puppen, Smartphones, Kriegstrümmer oder Loop-Machines. Am letzten Festivalwochenende findet mit NEW FREQUENCIES ein kleines Festival im Festival statt, bei dem ausschließlich Stücke jüngerer Künstler*innen gezeigt werden. So wird SPIELART 2019 wieder ein großes Theaterfest – für das Publikum, für die Künstler*innen und für die ganze Stadt.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte SPIELART Theaterfestival München

Ereignisse / Festival Residenzwoche München 11. bis 20.10.2019
Ereignisse / Kulturveranstaltung Museum fünf Kontinente München München, Maximilianstraße 42
Ereignisse / Kulturveranstaltung Haus der Kunst München München, Prinzregentenstraße 1
Ereignisse / Festival AMMERSEErenade Klassikfestival Schondorf, Fuchsbergstr. 15
Ereignisse / Festival Opernfestival Gut Immling Halfing, Gut Immling
Ereignisse / Festival Passionsspiele in Oberammergau 16.5. bis 4.10.2020
Ereignisse / Festival Nymphenburger Sommer München München, Südliche Auffahrtsallee 56
Ereignisse / Festival Carl-Orff-Fest Andechs & Ammersee Füssen, Hochstiftstraße 9a
Ereignisse / Ausstellung Münchner Stadtbibliothek München, Rosenheimer Str. 5
Ereignisse / Ausstellung Münchner Künstlerhaus München, Lenbachplatz 8
Ereignisse / Messe POSITIONS Munich Art Fair feat. paper positions munich München, Heßstrasse 132
So, 20.10.2019, 11:00 Uhr
Ereignisse / Theater Münchener Biennale München, Ludwigstr. 8
Ereignisse / Theater Theaterfestival SPIELART München München, Ludwigstr. 8
Ereignisse / Festival Spielmotor München e.V. München, Ludwigstraße 8
Ereignisse / Theater Oberangertheater München, Oberanger 38
Ereignisse / Freizeit DT - Die Tanzschule am Deutschen Theater München München, Schwanthalerstrasse 13
Ereignisse / Kulturveranstaltung Stadthalle Germering Germering, Landsberger Str. 39
Ereignisse / Kulturveranstaltung Jour Fix bei 84 GHz Kultur im Keller München, Georgenstraße 84
Ereignisse / Kulturveranstaltung Indien-Institut Grünwald, Oberhachingerstr. 37
Ereignisse / Oper Immling Festival Halfing, Gut Immling
Ereignisse / Kulturveranstaltung Amerika Haus München, Karolinenplatz 3
Ereignisse / Kulturveranstaltung Kulturverein Olympiadorf forum 2 München, Nadistrasse 3
Ereignisse / Essen/Trinken Turmstüberl im Valentin-Karlstadt-Musäum München, Tal 50
Ereignisse / Festival Tanzwerkstatt Europa München, Emil Geis Str. 21
Ereignisse / Kulturveranstaltung Orff Zentrum München München, Kaulbachstraße 16
Ereignisse / Festival Osterfestival Nördliche Oberpfalz Pleystein, Neuenhammerstr. 1
Ereignisse / Kulturveranstaltung Klohäuschen, Westtor an der Großmarkthalle München München, Thalkirchenerstr. 81
Ereignisse / Festival Spectaculum Mundi München, Graubündener Str. 100
Ereignisse / Festival Klang & Raum - Musikfestival in Kloster Irsee Irsee, Klosterring 4
Ereignisse / Festival Nymphenburger Sommer München München, Schloss Nymphenburg Eingang 19
Ereignisse / Kulturveranstaltung Einstein Kultur München, Einsteinstr. 42

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