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Alice Ripoll CRIA, ©Renato Mangolin
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SPIELART Theaterfestival München

22. Oktober bis 6. November 2021

Alle zwei Jahre findet das internationale SPIELART Theaterfestival an verschiedenen Orten in München statt. In der diesjährigen Ausgabe zeigen wir in einem hybriden Festivalformat über 40 Performances, Theater- und Tanzstücke sowie Filme, Bildende Kunst und Social Media Events – live in München, online oder als Theater für Zuhause.

SPIELART will Raum für vielfältige Perspektiven schaffen, Grenzen überwinden und zum gemeinsamen Nachdenken anregen. In einer Kombination aus zahlreichen Uraufführungen, Gastspielen, Positionen junger Künstler*innen, Ko-Kurationen und Konferenzen bringt SPIELART Menschen zusammen. Zum kollektiven Sehen, Hören und Riechen, Diskutieren und Feiern.

Auch dieses Jahr präsentieren wir viele spannende Künstler*innen unter anderem aus China, Griechenland, Indien, Nairobi, Brasilien, Südafrika, Schweiz, Tschad, Philippinen und München. Es wird viel passieren. Seien Sie dabei!

Kontakt

SPIELART Theaterfestival München
Spielmotor München e.V. ­
eine Initiative der Stadt München und der BMW Group
Lothstr. 19
D-80797 München

Telefon: +49-89-280 56 07
E-Mail: info@spielmotor.de

 

TICKETS:
www.muenchenticket.de
Der VVK beginnt gestaffelt ab dem 15.09.2021, die restlichen Vorstellungen dann ab 01.10.2021.
Bewertungschronik

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Performance

MONNULA – DOLLS WHO MIGRATE

Samara Editions | Tamara Cubas (Montevideo)

Kann ein Objekt eine Performance sein? Kann eine Premiere in der Intimität eines Zuhauses stattfinden? Was könnten neue Formen und Wege sein, Künstler*innen und Publikum zu verbinden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Samara Editions und lädt Künstler*innen ein, Performances zu kreieren, die per Post an ein Publikum gesendet werden.

Für diese Ausgabe lädt Samara die Choreografin Tamara Cubas aus Uruguay ein. In MONNULA - DOLLS WHO MIGRATE begeben sich Tausende von Puppen auf eine Reise um die Welt. Alle temporären Gastgeber*innen wählen jeweils ein neues Ziel für die Puppe und ihr Reisetagebuch. MONNULA ermöglicht eine intime Begegnung, die den historischen und kulturellen Ursprung der Puppe mit der Person, die sie empfängt, und den nächsten Adressat*innen verbindet. Das Reisetagebuch erzählt die Geschichte der Puppe und die uralte Tradition der Gemeinschaft, die sie herstellt. Seine leeren Seiten bieten Raum, die Erfahrung der Begegnung zu teilen. MONNULA beschäftigt sich auch mit den Spannungsverhältnissen von religiösen, rituellen, kapitalistischen und ökologischen Bräuchen, von materiellem und spirituellem Leben, Westen und indigenen Völkern und interessiert sich für Kontraste von Besitz und Losgelöstheit, Kontrolle und Freizügigkeit. MONNULA ist eine kollektive, gestische Performance und Kartografie, die sich zum Ziel setzt, Welten und Menschen zu verbinden.

Regie: Tamara Cubas
Dramaturgie: Gabriel Calderón
Kuration: Verónica Cordeiro
Produktion und künstlerische Recherche: Alicia Laguna
Künstlerische Recherche und Internationale Beziehungen: Julia Asperska
Grafikdesign: Francisco Lapetina

Koproduktion Samara Editions | Vooruit Arts Center | SPIELART Theaterfestival | Teatro Línea de Sombra Besonderen Dank an Die Frauen der Comca'ac-Gemeinde (Seri-Gemeinde) in Punta Chueca, Sonora, Mexiko.

In englischer Sprache

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Film

DEATH AND BIRTH IN MY LIFE

Mats Staub (Basel | Berlin)

In DEATH AND BIRTH IN MY LIFE geht es um die existenziellen Übergangserfahrungen von Lebensanfang und Lebensende und wie wir selbst durch Geburten und Todesfälle verwandelt werden. Mats Staub hat unter anderem in München, Manchester, Dublin und Johannesburg jeweils zwei Menschen zusammengeführt, die er bei ihrem Gespräch über Geburt und Tod filmt. Bislang wurde das Langzeitprojekt in Theater- und Museumskontexten gezeigt und war auch Teil von SPIELART 2019. Nun hat Mats Staub ein Format entwickelt, das in einem intimeren Rahmen stattfinden und dennoch eine kollektive Erfahrung sein kann: in München lebende Menschen haben die Möglichkeit, Gastgeber*innen des Projekts zu werden und die Filme an einem oder mehreren Abenden in ihrem Wohnzimmer zu zeigen. Damit kann DEATH AND BIRTH IN MY LIFE an unterschiedlichsten Orten in der Stadt gezeigt werden und ermöglicht einen Austausch mit Bekannten, Verwandten und Nachbar*innen über elementare Lebenserfahrungen, die uns alle prägen, über die wir aber so selten sprechen.

Sie können Gastgeber*in des Projekts werden und einen oder mehrere Abende in Ihrem Wohnzimmer veranstalten. Dabei können Sie zwischen verschiedenen Filmen wählen, die je knapp eine Stunde dauern (in deutscher, englischer oder französischer Sprache). Beim Übergabetermin erhalten Sie eine Box mit Mini-Beamer, den gewählten Filmen und Projektunterlagen. Wenn Ihr Veranstaltungstermin feststeht, können Sie Personen aus Ihrem sozialen Umfeld – Verwandte, Bekannte, Nachbar*innen, Kolleg*innen – einladen. Sie bestimmen Uhrzeit und Anzahl der Gäste selbst.

Idee | Konzept | Leitung: Mats Staub
Dramaturgie: Simone von Büren | Elisabeth Schack
Kamera | Postproduktion: Benno Seidel | Matthias Stickel
Übersetzung | Untertitelung: Simona Weber | Martin Thomas Pesl | Matthias Stickel | Benno Seidel

Produktionsleitung: Barbara Simsa, Elisabeth Schack
Produktion: zwischen_produktionen
Koproduktion: Kaserne Basel | Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt | SPIELART Theaterfestival München | SICK! Festival Manchester | Festival Theaterformen Hannover | Festival der Regionen | Centre culturel suisse Paris | Migros-Kulturprozent | Dublin Theatre Festival Unterstützung Fachausschuss Tanz und THEATER BS/BL | Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung | Christoph Merian Stiftung | Ernst Göhner Stiftung

In deutscher und englischer Sprache mit deutschen Untertiteln

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Tanz

SAVE THE LAST DANCE FOR ME

Alessandro Sciarroni (San Benedetto del Tronto)

In SAVE THE LAST DANCE FOR ME wird eine vom Aussterben bedrohte Volkstradition wiederbelebt: die Polka Chinata. Im Dezember 2018 stößt Alessandro Sciarroni auf den aus Bologna stammenden Tanz, der in Italien damals nur von fünf Menschen praktiziert wird. Dieser Balztanz, der auf die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurückgeht, wurde ursprünglich ausschließlich von Männern performt. Gemeinsam mit den Tänzern Gianmaria Borzillo und Giovanfrancesco Giannini arbeitet Alessandro Sciarroni in SAVE THE LAST DANCE FOR ME mit den Schritten von Polka Chinata und entwickelt eine zeitgenössische Tanz-Performance, die Vergangenheit und Tradition zitiert und weiterführt. Energetisch performen die beiden Tänzer den körperlich anspruchsvollen, fast akrobatischen Tanz zu elektronischer Musik. SAVE THE LAST DANCE FOR ME ist eine virtuose Übung, eine wirbelnde Umarmung, die zwischen Konkurrenz und Zärtlichkeit changiert. Die Produktion erkundet vergessene Perspektiven und hinterfragt kritisch konventionelle Bedeutungen von Männlichkeit.

Idee: Alessandro Sciarroni
Mit: Gianmaria Borzillo | Giovanfrancesco Giannini
Künstliche Zusammenarbeit: Giancarlo Stagni
Musik: Aurora Bauzà | Pere Jou (Telemann Rec.)
Styling: Ettore Lombardi
Technische Leitung: Valeria Foti
Kuratierung | Förderung | Beratung: Lisa Gilardino

Keine Sprachkenntnisse erforderlich

Verwaltung | Ausführende Produktion: Chiara Fava
Kommunication: Damien Modolo
Produktion: corpoceleste_C.C.00# | MARCHE TEATRO Teatro di Rilevante Interesse Culturale
Koproduktion: Santarcangelo Festival | B.Motion | Festival Danza Urbana

Neben der Aufführung wird ein Workshop angeboten, der auf die Neuinterpretation und Verbreitung der Polka Chinata abzielt.

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Online

REST OF THE STRUGGLE

Kapitel 1 - RECOVER

Auf der Suche nach Räumen und Strategien der Ruhe erkundet REST OF THE STRUGGLE unsere künstlerische Praxis und schafft neue Ansätze in der Kunst, die dem realen und materiellen Erleben unseres Alltags näher sind. „Der Kampf geht weiter“ und fühlt sich zunehmend an wie die atemlose Jagd nach „Freiheiten“, die sich uns ein ums andere Mal entziehen. Staaten und die sie stützenden Systeme nehmen uns die Luft, kaum dass wir ankommen und in der Kunst nach Momenten des Durchatmens streben, uns fragen, wie wir diese Ruhe wieder in unseren Alltag fügen können. Innehalten, sich die Zeit nehmen, Luftholen, ist heute mehr denn je ein nachdrücklicher Akt des Widerstands. Es braucht Ruhe, damit der Kampf weitergehen kann.

Das erste Kapitel von REST OF THE STRUGGLE trägt den Titel RECOVER (dt. Erholung). Als digitales Engagement umfasst es multiple Praktiken an der Schnittstelle von Kunst und Alltag: Yoga, Puppenmachen, Kochen, Poesie, digitale Ruheräume. RECOVER findet online statt, im Rahmen des SPIELART Theaterfestivals 2021. Wir wollen Augenblicke der Erholung anbieten. Wir sehen sie als Chance zum Community-Building. Wir gründen Gemeinschaften der Erholung, online und grenzüberschreitend, in Zeiten, in denen unsere Körper zahlreiche Aufstände weltweit erleben. Seit Monaten markieren Unsicherheit, Einsamkeit, Atemlosigkeit unser Sein. In Bewegung, Stimme, Geschichten und Fantasie geben wir uns Praktiken und Prozessen hin und laden Menschen ein, mit uns zu ruhen und sich mit uns gemeinsam um recovery zu bemühen – durch Berührung, Gefühl, Hören und Handeln. Jeden Tag.

(Mallika Taneja)

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Installation

FOUR MONTHS, FOUR MILLION LIGHT YEARS

Sara Sejin Chang (Sara van der Heide) (Brüssel)

Die multimediale Filminstallation und Performance FOUR MONTHS, FOUR MILLION LIGHT YEARS der Künstlerin Sara Sejin Chang (Sara van der Heide) thematisiert koloniale Narrative hinter der transnationalen Adoption, insbesondere in Bezug auf die historischen Beziehungen zwischen den Niederlanden und Korea. Allein in den Niederlanden wurden rund 40.000 Menschen aus dem Globalen Süden adoptiert, oft durch Kinderhandel und mit gefälschten Dokumenten. FOUR MONTHS, FOUR MILLION LIGHT YEARS unternimmt eine Zeitreise von der zeitgenössischen niederländischen Gesellschaft über die Teilnahme von niederländischen Soldaten am Koreakrieg bis zu frühen kolonialen Beschreibungen asiatischer Menschen durch weiße Europäer*innen und die gewaltsame Auslöschung schamanischer Kulturen. FOUR MONTHS, FOUR MILLION LIGHT YEARS ist eine schamanische Heilungsreise durch Raum und Zeit, in der Gedichte, Lieder und Visionen die Ahnen um Unterstützung bitten. Die Arbeit ist eine Hommage an diejenigen, die von ihren Müttern, Vätern, Familie, Ahnen, Land, Kultur und Geistern abgeschnitten wurden.

Innerhalb der Installation finden Live-Performances von Sara Sejin Chang (Sara van der Heide) mit Live-Erzählung und rituellem Trommeln zu Ehren und Beschwörung der Ahnen statt.

Performance | Regie | Aquarelle | Kamera | Schnitt | Text | Trommeln | Voice over | Ton: Sara Sejin Chang (Sara van der Heide)
Komposition | Gesang: Yan Vandenbroucke
Koreanische Percussion: Leslie Maes
Koreanischer Gesang: Jungrak Choi
Ton: Céline Gillain
Kostüme: Lila John
Farbabstimmung: Paul Millot
Klinische Psychologin: Miranda Ntirandekura Aerts
Dramaturgische Beratung: Kopano Maroga
Live-Erzählung und Percussion: Sara Sejin Chang (Sara van der Heide)

Besonderer Dank an die Schamanen von Darghad: Aminaa | Kyugagaa | Eden-Ochi | Umbaan | Saintsetseg und den koreanischen Mudang Jen Bosalnim

Unterstützt von: The Mondriaan Foundation | GRIMONSTER Residenz | Korean Cultural Center of Brussels | Botschaft der Niederlande
Koproduktion: Kunstenfestivaldesarts | 11. Berlin Biennale

Live Performances innerhalb der Installation am 22.10. um 18 Uhr und am 23.10.um 20 Uhr

In englischer Sprache, Teile in koreanischer, niederländischer und mongolischer Sprache

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Tanz

DANZA Y FRONTERA

Amanda Piña (Wien | Santiago de Chile | Mexiko-Stadt)

DANZA Y FRONTERA basiert auf einem Tanz, der an der Grenze zwischen Mexiko und den USA entsteht. Dieser Tanz wird heute in einem Kontext extremer Gewalt im Zusammenhang mit Drogenhandel, Militarisierung und Billiglohnindustrien performt. Der Tanz geht auf eine uralte, prähispanische Tanzform zurück, die später von der spanischen Krone bei der Besetzung Mexikos als „Danza de Conquista“, als sogenannter „Eroberungstanz“ eingesetzt wurde. Diese Choreografie veränderte sich immer weiter und wurde schließlich als eine Form des Widerstands gegen koloniale und später neoliberale Kräfte genutzt. Heute kann sie als eine zeitgenössische popkulturelle Aneignung gesehen werden, in der indigene Praktiken, koloniale Erzählungen, Hip-Hop-Kultur und indigene Mystik mitschwingen. DANZA Y FRONTERA untersucht diese Grenzchoreografie und bringt ihre Protagonist*innen im Kontext des Voranschreitens der „Festung Europa“ nach München. Als Grenzsubjekte leben die Performer*innen in einem Dazwischen. Sie sind sich der Macht und der Einschränkungen dieser Situation bewusst und navigieren jenseits aller Begriffe von Grenze, seien diese kulturell, national oder ästhetisch.

Die Produktion ist der jüngste Teil der Serie „Endangered Human Movements“, einem Langzeitprojekt, das sich für das Wieder-Erscheinen von Tänzen und kulturellen Praktiken einsetzt. Im Rahmen dieses Projekts wurden bereits fünf Forschungsbände realisiert, die Performances, Installationen, Videos, Publikationen, Workshops und Lectures umfassen.

Künstlerische Leitung | Choreographie: Amanda Piña
Choreographie | Transmission: Rodrigo de la Torre Coronado
Recherche: Alma Quintana | Juan Carlos Palma Velasco | Alberto Montes | Paula Chaves
Performance: Matteo Marziano Graziano | Daphna Horenczyk | Paula Andrea | Chaves Bonilla | Dafne del Carmen Moreno | Juan Carlos Palma Velasco | Cristina Sandino | Rodrigo de la Torre Coronado | Lina María Venegas
Dramaturgie | Entwicklung: Nicole Haitzinger
Recherche | Theorie: Nicole Haitzinger | Amanda Piña
Musik: Christian Müller
Live Percussion: Julio Cesar Cervantes Herrera (tbc)
Kostüm: La mata del veinte | Julia Trybula
Bühne: Michel Jimenez
Video: Danza de Conquista | Amanda Piña | estudio el gozo. 2018
Licht: Victor Duran

Produktionsmanagement: nadaproductions | Janina Weißengruber | Daniel Hüttler
Senior Advisor: Marie-Christine Barrata Dragono
International Distribution | Tour Management: Something Great (Berlin)
Management: Angela Vadori
Produktion: nadaproductions
Koproduktion: Tanzquartier Wien Gefördert von der Stadt Wien (Kulturabteilung der Stadt Wien) | Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Sektion IV – Kunst und Kultur
Unterstützung: Mexican Ministry of Foreign Affairs | National School of Folkloric Dance of Mexico | INBA | National Institute of Fine Arts Mexico | Diplomado “Como Encender Un Fosforo” | Alma Quintana | University Museum of Contemporary Art of Mexico | MUAC | Goethe Institut Mexico | Museo Universitario del Chopo | Mexikanische Botschaft in Österreich | ImPulsTanz International Dance Festival

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Oper

NEHANDA

nora chipaumire

Die Oper NEHANDA obduziert die Legende von Nehanda, einem Mhondoro-Geist, der von den Shona verehrt wird, die in Simbabwe und Zentralmosambik beheimatet sind. Im späten 19. Jahrhundert organisierte Nehandas Medium, Charwe Nyakasikana, die ersten Aufstände im britisch besetzten Südrhodesien in den Jahren 1896-97. Sie wurde gefangen genommen und aufgehängt, bis sie tot war. NEHANDA bietet eine juristische und philosophische Verteidigung für die ersten Held*innen des Befreiungskampfes Simbabwes. Das Libretto basiert auf dem berüchtigten Gerichtsverfahren „The Queen vs. Nehanda“ (1898). Die lange und verherrlichte Herrschaft von Königin Victoria war Zeuge des Aufstiegs und der Ausdehnung des britischen Königreiches auf der ganzen Welt.

Künstlerische Leitung: Nora Chipaumire
Performance: Nora Chipaumire | McIntosh "Soko" Jerahuni | Othnell "Mangoma" Moyo | Fatima Katiji | Tom Jules Samie | Gilbert Zvamaida | Kei Soares-Cobb | Peter van Heerden | Lucia Palmieri | Stanley Wasili | Sylvestre Akakpo Adzaku
Tontechnik: Vusumuzi Moyo
Inspizient: Sylvestre Akakpo Adzaku
Technik | Produktionsleitung: Roderick Murray Company
Manager: Leonie Wichman

Eine Kooperation von: SPIELART Theaterfestival und Haus der Kunst. NEHANDA ist ein Auftragswerk des Quick Center for the Arts der Fairfield University und des Lower Manhattan Cultural Council im Rahmen des Extended Life Dance Development Programms.
Es wird ermöglicht durch großzügige Unterstützung durch das Artists "Bubble" Residency Programm der Andrew W. Mellon Foundation, das National Dance Project der New England Foundation for the Arts, erhielt freundliche Unterstützung von NYSCA und NEA und wurde entwickelt durch Residencies bei PACT Zollverein, Essen und CSC, Bassano del Grappa Unterstützung durch die Mid Atlantic Arts Foundation durch USArtists International in Partnerschaft mit dem National Endowment for the Arts und der Andrew W. Mellon Foundation.

Die Oper besteht aus drei Kapiteln. Am 22.10.2021 wird das dritte Kapitel ( MANIFEST THINKING ) verkörpert. Am 23.10.2021 folgt das erste Kapitel ( NATIVES, EMPIRE, JAIL ).

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Tanz

THE DRYING PRAYER

Taigué Ahmed (N'Djamena)

Der Tschadsee ist eines der ältesten Wunder der Sahara, er verbindet die Länder Tschad, Nigeria, Niger und Kamerun und versorgt die Region mit Wasser und Nahrung. Der See ist Schutzraum für alle Arten und ein spirituell aufgeladenes Archiv für Tänze und Gesänge der vor Ort lebenden Völker. Aufgrund des Klimawandels, zunehmender Sicherheitsprobleme und daraus resultierender Vertreibungen, wurde der Tschadsee in den letzten Jahren jedoch zu einem bedrohten Lebensraum. Jetzt häufen sich Konflikte, die überwiegend mit einer Militarisierung der Regionen beantwortet werden. Mit THE DRYING PRAYER kreiert der tschadische Choreograf Taigué Ahmed zusammen mit seinem fünfköpfigen Tänzer*innen-Ensemble und dem Musiker und DJ Afrotronix ein Tanzstück, das sich mit aktuellen Transformationen von Lebensraum, Flora, Fauna und Gemeinschaftsstrukturen am Tschadsee beschäftigt. Zeitgenössischer afrikanischer Tanz trifft auf traditionelle Bewegungsabläufe und Hip-Hop auf den Urban Dance Style Coupé-Decalé. THE DRYING PRAYER ist eine getanzte Kartographie, eine Bestandsaufnahme der Situation des Tschadsees und seiner Bewohner*innen.

Choreographie | Projektleitung: (Tschad) Taigué Ahmed
Tanz: Baidy Ba | Aimé Djedonang | Hervé Dakanga | Aly Karembé
Tanz | Gesang: Erika Manitha Omadje
Musik: Caleb Rimbtobaye I Afrotronix
Kostüm | Bühne: Veronika Utta Schneider
Dramaturgie | Projektleitung: Sarah Israel Lichtdesign Wolfgang Eibert

Ein Tanzprojekt von Taigu Ahmed (Ndam Se Na) und SISK — Büro für Dramaturgie und Produktion, in Koproduktion mit HochX Theater und Live Art, Deutsches Nationaitheater und Staatskapelle Weimar und Deutsches Theater Göttingen. Mit Unterstützung des SPIELART Theaterfestival München und des CND Centre national de la danse, Künstler im Residenzprogramm (Paris). Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

In französischer Sprache mit lokalen Dialekten und Sprachen

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Theater

MADAMA BUTTERFLY

Satoko Ichihara (Tokio)

In MADAMA BUTTERFLY, einer Adaption von Giacomo Puccinis erfolgreicher Oper, untersucht die Regisseurin Satoko Ichihara die stereotype Konstruktion japanischer und asiatischer Weiblichkeit. In Puccinis Oper wird die 15-jährige Cio-Cio-San mit einem amerikanischen Offizier verheiratet. Als er kurz danach verschwindet ist sie schwanger. Später erfährt sie, dass er eine amerikanische Frau geheiratet hat und begeht Selbstmord. Dieses Butterfly-Narrativ taucht in Abwandlungen immer wieder auf, in Literatur, Oper, Theater und Film und hat seinen Ursprung in dem Essay „Madame Chrysanthème“, in dem der französische Schriftsteller Pierre Loti vor 130 Jahren seine Affäre mit einer Japanerin verarbeitete. Seitdem haben sich die Vorurteile nicht wesentlich geändert. Aber was passiert, wenn das Narrativ durch die Körper derer geht, die im Jahr 2021 in Tokio oder in Europa leben? Anstatt den Originaltext zu adaptieren, erzählt Satoko Ichihara in MADAMA BUTTERFLY eine zeitgenössische Geschichte. Sie spielt in einer japanischen Gesellschaft, die sich an dem westlichen Schönheitskanon orientiert und seine Begehren übernimmt. Durch die Dekonstruktion des Butterfly-Mythos und seine transkulturelle Überformung, ändert Satoko Ichihara die Blickrichtung. Dabei befasst sie sich humorvoll und schamlos mit Fragen nach Zugehörigkeit, romantisierten Vorstellungen multikultureller Identitäten und den kolonialen Strukturen unserer Sehnsüchte.

Text | Regie: Satoko Ichihara
Dramaturgie: Tine Milz
Performance: Kyōko Takenaka | Sascha Ö. Soydan | Yan Balistoy
Bühne | Kostüme: Stefan Britze
Videos: Juan Ferrari
Übersetzung ins Englische: Aya Ogawa
Übersetzung ins Deutsche Tine Milz

Produktion Stéphane Noël (Materialise / HK) im Auftrag von Neumarkt (Zürich / CH) | Makiko Yamazato für Q Company | Theater Commons Tokyo (Tokyo / JP). Madama Butterfly ist eine Produktion von Neumarkt (Zürich / CH), in Koproduktion mit Q Theatre Company (Tokyo / JP), Theater Commons Tokyo (Tokyo / JP) und Zürcher Theaterspektakel (Zürich / CH).
Realisierung in Zusammenarbeit mit Residenztheater München und SPIELART Theaterfestival München Diese Produktion erhielt die Unterstützung des Kinosaki International Arts Center (Toyooka / JP) für einen Forschungsaufenthalt sowie ein Produktionsstipendium des Arts Council Tokyo (Tokyo Metropolitan Foundation for History and Culture / JP). Satoko ICHIHARA ist Stipendiatin der Saison Foundation (Tokyo / JP).

Japanisch und Englisch mit deutschen Untertiteln

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Performance

A CRASH COURSE IN CLOUDSPOTTING

Raquel Meseguer Zafe (Bristol) / Audioperformance

Das digitale Audioprojekt A CRASH COURSE IN CLOUDSPOTTING erzählt die Geschichten von Menschen, die sich in der Öffentlichkeit ausruhen müssen, weil sie unter nicht-sichtbaren Behinderungen wie chronischen Schmerzen oder chronischer Erschöpfung leiden. Die Theatermacherin Raquel Meseguer Zafe sammelt seit mehreren Jahren diese Geschichten über das Hinlegen, Anlehnen und (Aus)ruhen in der Öffentlichkeit und die Widerstände, die sich durch eine Umwelt ergeben, die nur für bestimmte Menschen ausgelegt ist. A CRASH COURSE IN CLOUDSPOTTING produziert eine neue Form des kollektiven Erlebens, in der sich das Publikum zuhause ausruhen und der Audio-Performance beiwohnen kann. Neben den erzählten Geschichten werden in Echtzeit, mithilfe einer App Sounds einer neurodiversen Gruppe von Menschen ausgelöst, die sich im Laufe des Tages ausruhen, um Schmerzen oder Müdigkeit zu bewältigen. A CRASH COURSE IN CLOUDSPOTTING begreift (Aus)ruhen dabei als kreativen und mutigen Akt und sieht in der Horizontalität eine neue, inklusive Form der Publikumsanordnung, die ein anderes Aufnehmen, Zuhören und Beteiligen ermöglicht.

Konzipiert von: Raquel Meseguer Zafe
Entworfen in Kollaboration mit Theatre Designer Sophia Clist
Komposition | Sound: Jamie McCarthy Associate Artist Laura Dannequin
Design: Tom Metcalfe Sound Design Charles Webber
Softwareentwicklung: David Haylock | Joseph Horton
Publikationsdesign: Lily Green (No Bindings)

Beauftragt von Unlimited & Camden Alive Produktion MAYK Gefördert mit öffentlichen Mitteln von Arts Council England. In Zusammenarbeit mit dem Grenzgänger-Festival

In englischer Sprache

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Tanz

L'HOMME RARE

Nadia Beugré (Abidjan | Montpellier)

Das Unbehagen, das viele Männer angesichts von Tänzen verspüren, die wegen ihres Beckeneinsatzes allgemein als „weiblicher" eingeordnet werden, amüsiert die Choreografin Nadia Beugré. Sehen Männer die Beschäftigung mit Becken und Hüften als eine Bedrohung für ihre (konstruierte) Männlichkeit? In L’HOMME RARE (deutsch: Der ungewöhnliche Mann) versammelt Nadia Beugré fünf Tänzer und Performer, die sich selbst dauerhaft oder vorübergehend als Männer definieren. Die Gesichter der Tänzer bleiben im Verborgenen, mit dem Rücken zu uns geben sie sich unterschiedlichen choreografische Strömungen hin. Der Fokus der Choreografie liegt aber immer auf der Flexibilität ihrer Becken. L'HOMME RARE hinterfragt die Aufmerksamkeit, die wir Körpern schenken und versetzt die Zuschauer*innen in die Position von Voyeur*innen. Die fünf Tänzer experimentieren mit der Umkehrung von männlichen und weiblichen Attributen, relativ nackt, manchmal mit hochhackigen Schuhen. Indem sie sich mit Voyeurismus auseinandersetzt, reflektiert Nadia Beugré auch die Geschichte des europäischen Blicks auf schwarze Körper und untersucht, wie Körper über andere Körper urteilen.

Kreation und Choreographie Nadia Beugré Performance Lucas Nicot | Vadel Guei Daouda Keita | Nadim Bahsoun | Marius Moguiba Licht | Technische Leitung Anthony Merlaud Musik Serge Gainsbourg, Lucas Nicot, Percussions d’Obilo External eye Faustin Linyekula

Produktion Studios: Kabako | Virginie Dupray
Unterstützung: Latitudes Contemporaines
Koproduktion: Kunstenfestivaldesarts, Brüssel, Belgien | Théâtre de la Ville, Festival d’Automne Paris, Frankreich | Montpellier Danse 2019/2020 résidence de création à l’Agora, cité internationale de la danse, with support from the Fondation BNP Paribas | CCN2, Centre Chorégraphique National de Grenoble, Frankreich | CCN d’Orléans, Frankreich | KunstencentrumVooruit, Gent, Belgien | Musée de la Danse, Centre Chorégraphique National de Rennes et de Bretagne, Frankreich | BIT Teater garasjen, Bergen, Norwegen | Théâtre de Nîmes, Frankreich Unterstützt von L’échangeur CDCN Hauts-de France (Studio Libre), Château-Thierry, Frankreich und DRAC Occitanie –French Ministry of Culture and Communication Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur / DGCA.

Keine Sprachkenntnisse erforderlich

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Performance

WERTHER.LIVE

Das digitale Theaterprojekt WERTHER.LIVE des Kollektivs punktlive erkundet mediale Grenzen – in Pandemie-Zeiten und darüber hinaus. DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER, geschrieben 1774 von Johann Wolfgang von Goethe, dient als Vorlage für WERTHER.LIVE. Das Stück wurde für die virtuelle Gegenwart adaptiert, es fusionieren Theater mit Social Media und Film: Ebay statt Tanzball, Skype statt Spaziergang im Wald. Lotte und Werther verlieben sich auf eBay Kleinanzeigen, und obwohl sie sich nie persönlich begegnet sind, bringt das Lottes langjährige Beziehung ins Wanken. Wie verhandelt Werther im 21. Jahrhundert sein Leid, und seine Gedanken zum Freitod? Und wie gehen seine Freund*innen damit um, dass er ihnen immer mehr entgleitet? Auf sehr eindringliche und intime Weise macht das Stück diese Themen erlebbar, indem in Werthers und Willhelms virtuelles Handeln eingetaucht werden kann.

Mit: Jonny Hoff, Klara Wördemann, Florian Gerteis, Michael Kranz
Regie: Cosmea Spelleken
Live-Schnitt: Lotta Schweikert
Technik: Leonard Wölfl
Produktionsleitung: Sofie Anton

Gefördert von den Kulturämtern Freiburg und Karlsruhe.

In deutscher Sprache

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Performance

MOWGLI

Sorour Darabi (Paris | Shiraz | Berlin)

Der Dschungel in MOWGLI ist ein unangepasstes Konzept, der wildgewordene Traum einer Nacht, ein verdrängtes Territorium außer- und innerhalb der Stadt und ihrer sozialen Konstruktionen. Ausgangspunkt dieser Arbeit von Sorour Darabi war der Titel, der einem Track des französischen Rap-Duos PNL entnommen ist. In MOWGLI erkundet der*die Künstler*in die fortwährende Projektion von Wildnis auf translokale Körper. Auf einer fast leeren Bühne entwirft Darabi in einem Mix aus Storytelling, Choreografie und Poesie, Fragmente des Dschungels, die Spielräume für unsere eigenen Imaginationen offenhalten. MOWGLI wird zum Möglichkeitsraum für positive Aneignungen und Neuentdeckungen, der performende Körper verwehrt fixierte Zuschreibungen und begreift „wild werden“ als politisches Projekt. Die Performance wandelt zwischen gelebten und fantasierten Geschichten und bezieht die Lyrics von PNL und die Sounds der iranischen Sängerin Gogoosh mit ein.

Gefährlich, peinlich, aufregend, wild!

Konzept | Text | Choreografie | Performance: Sorour Darabi
Dramaturgie: Pauline L. Boulba | Soto Labor
Lichtdesign | Szenografie: Jean-Marc Ségalen
Sounddesign: Elena Tissier
Outside Eye: Daniel Blanga Gubbay | Dries Douibi | Mathieu Bouvier | Lynda Rahal
Mitarbeiter*innen Recherche: Tarek Lakhrissi | Ndayé Kouagou

Produktion Kunstenfestivaldesarts Ausführung der Produktion Météores Verwaltung Charlotte Giteau Touring Sandrine Barrasso Koproduktionen Kunstenfestivaldesarts | Alkantara | Sophiensaele | Tanzquartier Wien | workspacebrussels | WP Zimmer | Theater Frascati | Teatro Di Roma | Kaserne Basel | SPIELART Theaterfestival München | Kunstencentrum Buda | Spedidam | Fonds Transfabrik - Fonds franco-allemand pour le spectacle vivant Unterstützung Les Subsistances | Centre national de la danse (Pantin) | La Briqueterie – CDCN du Val-de-Marne | L’Échangeur – CDCN Hauts-de-France | Le Pacifique – CDCN Grenoble Auvergne Rhône Alpes | Les Laboratoires d’Aubervilliers | Centre national de danse contemporaine ANGERS | Montévidéo / Centre d’Art | Kunstenwerplaats | Beursschouwburg Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur / DGCA

In englischer Sprache

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Performance

WE CALL WONDER

Christiane Huber (München)

WE CALL WONDER ist eine Performance zwischen Reenactment und Varieté, die eine 500- jährige Chronik der Wundertaten der Schwarzen Madonnen in Deutschland, Polen, Mexiko und Frankreich zeichnet. Das Projekt baut auf Christiane Hubers performativer Soundinstallation WUNDER im Sommer 2021 auf. In WE CALL WONDERS weitet Christiane Huber ihr Blickfeld und will untersuchen, welchen Stellenwert Wundertaten heute noch haben können. Sind Wunder einfach nur Begebenheiten, die nicht zu erklären sind? Oder ist Wunderglaube schlichtweg bequem und ein Wirtschaftsfaktor der heute wie auch vor 500 Jahren die Kassen füllt? Führt der Glaube an Wunder zu einem Rückgang an politischem Engagement? In der Performance sollen aus den religiösen Praktiken rund um Wallfahrtsorte performative Handlungen abgeleitet werden, die eine Gemeinschaft stärken können. Im Kontext des Theaters wird eine Umdeutung der religiösen Symboliken unternommen: Rituelle Gesänge, Schluckbildchen und Gnadenstrahl werden in einem humorvollen Mix aus Reenactment, Videoprojektionen, Storytelling, Choreografie, Lecture und Soundinstallation untersucht. Dabei berichten die Performer*innen von den Wundern der verschiedenen Schwarzen Madonnen und vermengen Dokumentation, Fiktion und magisches Denken zu einem Wunderloop.

Mit: Quindell Orton, Delaine Le Bas, u.a.
Regie | Konzept: Christiane Huber
Dramaturgie: Anna Gschnitzer
Musik | Konzeption: Klang Michael Schmid
Video | Licht: Sven Zellner
Bühne: Robert Keil
Choreografie: Lena Grossmann
Kostüm: Pola Kardum
Recherche | Künstlerische Mitarbeit: Cintia Rangel, Delaine Le Bas, Weronika Zalewska, Antigone Akgün
Künstlerische Produktionsleitung: Rat&Tat
Kulturbüro Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Simone Lutz PR

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Theater

HOW TO TURN TO STONE

Manuela Infante (Santiago de Chile)

Wie könnte ein Stück aussehen, das sich wie ein Stein verhält? Ein Stein wird nicht geboren, er wächst nicht und er stirbt nicht. Gesteine können als Modelle für eine andere Art von Widerstand dienen. Sie können zentrale Konzepte unserer Gegenwart wie Wachstum, Fortschritt und Entwicklung kritisch hinterfragen. In HOW TO TURN TO STONE erkundet die chilenische Regisseurin und Autorin Manuela Infante ein nicht-anthropozentrisches, nicht-humanistisches Theater. Bereits seit einigen Jahren wirkt sie in ihrer Arbeit der modernen Vorstellung vom Menschen als Maß aller Dinge entgegen. Für sie dient dieses Konzept allein der Rechtfertigung von Ausschluss und Ausbeutung. Die künstlerische Auseinandersetzung mit Gesteinen ermöglicht Manuela Infante eine spekulative Praxis, eine neue Perspektive auf die Welt, die andere Organisationsformen und alternative Formen der Politik mit sich bringt. HOW TO TURN TO STONE experimentiert mit erodierten Erzählungen, die sich wie Gesteinsschichten verdichten und mit aufeinander aufbauenden Klanglandschaften. Dabei beschäftigt sich das Stück eingehend mit der Anpassung von arbeitenden Körpern mit geologischen Formationen und ihren geteilten Geschichten: Denn auch in den Körper sind Abbau und Erschöpfung eingeschrieben.

Regie | Dramaturgie: Manuela Infante
Mit: Marcela Salinas | Aliocha de la Sotta | Rodrigo Pérez
Design: Rocío Hernández
Technische Leitung | Visuals: Pablo Mois
Sounddesign: Manuela Infante
Visuals Design | Licht-Klang-Programmierung: Alex Waghorn
Choreographie: Diana Carvajal
Musik-Kollaborationen: Valentina Villarroel | Marcos Meza
Mit Musik von: Eliane Radigue | Pauline Oliveros | Kali Malone | Senyawa and Beverly Glenn-Copeland
Soundtechnik: Diego Betancourt
Tontechnisches Design: Gonzalo Rodríguez
Recherche | Dramaturgie: Camila Valladares

In spanischer Sprache mit deutschen Untertiteln

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Tanz

CRIA

Alice Ripoll | Cia Suave (Rio de Janeiro)

Im Portugiesischen hat das Wort „Cria“ (Brut) zwei wörtliche Bedeutungen: „junges Wesen“ (Tier oder Mensch) und „erschaffen“. In Brasilien wird es häufig verwendet, um auszudrücken, in welchem Slum jemand geboren wurde: „Ich bin Cria von Complexo“. Die Gruppe Cia Suave erforschte in ihrer ersten Tanzproduktion unter der Leitung der brasilianischen Choreografin Alice Ripoll bereits den Passinho-Tanz, eine neue Form des Urban Dance Style, die sich aus dem Funk von Rio de Janeiro ableitet und in den Favelas zu einem Hoffnungsträger geworden ist. Passinho verwendet Schritte aus Samba, Capoeira, Hip-Hop und Breakdance. In ihrer zweiten Performance CRIA lässt sich die Gruppe von einer Ableitung des Passinho-Tanzes inspirieren: dem Dancinha (kleiner Tanz), der Funk mit zeitgenössischem Tanz verwebt. In CRIA geht es um das Schaffen einer Gemeinschaft, um Familie und Elternschaft, Freundschaft und Sexualität. Die zehn Tänzer*innen auf der Bühne übersetzen ihre Erfahrungen und Erinnerungen als junge Brasilianer*innen in Bilder und präsentieren in energetischen Bewegungen ihre Fähigkeiten und Geschichten.

Regie: Alice Ripoll
Tanz: Gabriel Tiobil | Andre Oliveira | VN Dançarino Brabo | Nyandra Fernandes | May Eassy | Romulo Galvão | Hiltinho Fantástico | Thamires Candida | GB Dançarino Brabo | Ronald Sheick
Regieassistenz | Soundtechnik: Alan Ferreira | Renato Linharares
Licht: Andréa Capella
Kostüme: Raquel Theo
Musikalische Leitung: DJ Pop Andrade Designer Caick Carvalho
Video | Fotos: Renato Mangolin Difusion ART HAPPENS

Produktion: Rafael Fernandes
Unterstützung Centro Coreográfico da Cidade do Rio de Janeiro | Casa do Jongo | Rafael Machado Fisioterapia
Realisierung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut.

In englischer Sprache

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Kulturveranstaltung

GLOBAL ANGST - Parlament, Parade, Ritual

„Die Angst ist Welt geworden“ konstatierte 2010 der Philosoph Paul Virilio angesichts von Finanzmarktkrise und weltweitem Krieg gegen den Terror. Er meinte damit, dass die Panik total, also allumfassend geworden sei.

Wir leben in einem Zeitalter der Angst. Sie konstruiert Freund und Feind, Innen und Außen, Sicherheitsbedürfnisse und -politik. Die Weltgemeinschaft ist in eine Vielheit gleichzeitiger Angstwelten zerfallen. Keine rationalen Argumente vermögen diese hermetischen Filterblasen zu durchdringen. Aus dem Licht der Aufklärung, so Virilio, sei durch die Beschleunigung der Terror der Lichtgeschwindigkeit geworden.

Im Rahmen von GLOBAL ANGST werden diese furchtsamen Welten in einer affektpolitischen Intervention zusammengeführt. In München, der sichersten Stadt Deutschlands, entsteht am Halloween-Wochenende eine Koalition der Verängstigten.

In drei performativen Situationen manifestieren sich eine Auswahl an lokalen und internationalen Ängsten in künstlerischen, akademischen und politischen Beiträgen.

In der Muffathalle tagt am 29. Und 30.10. das Parlament der Angst. Hier werden Zuschauer*innen zu Parlamentarier*innen und sammeln gemeinsam mit Musiker*innen, Performer*innen, Denker*innen und Politiker*innen die Ängste unserer Zeit. Diese werden in einer Parade zusammen mit zivilgesellschaftlichen Gruppen sowie lokalen und internationalen Künstler*innen durch die Münchner Innenstadt getragen, um schließlich bei einem Ritual auf dem ehemaligen Olympiagelände feierlich entzündet zu werden.

Julian Warner

Kurator von GLOBAL ANGST

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Performance

BANG BANG WO

Nelisiwe Xaba (Johannesburg) / Lecture-Performance

In der Lecture Performance BANG BANG WO (Mandarin: „Helfen“) erkundet die Choreografin und Performerin Nelisiwe Xaba umgeben von einer kreisrunden Wand aus transparenten, mit Körnern und Saat gefüllten Zellophantüten, die Politik und die Bedeutung von Hilfeleisten und -annehmen. BANG BANG WO erinnert uns daran, dass auf „Hilfe" aufbauende Beziehungen oft die Gewalt maskieren, die unter der Oberfläche der Gesellschaft wirkt. Stipendien, Affirmative Action, Allianzen im digitalen Raum, wohltätige Spenden und transnationale NGOs, Black Tax und gegenderte Hausarbeit, die ein integrales Element des häuslichen Lebens südafrikanischer Familien ist, kommen auf den Prüfstand. BANG BANG WO stellt unbequeme Fragen zu unserem Engagement, wenn wir „Hilfe" annehmen oder leisten und zu den Machtverhältnissen zwischen Helfenden und Hilfeempfangenden.

Konzept | Performance | Choreografie: Nelisiwe Xaba
Drehbuchentwicklung | Recherche: Nelisiwe Xaba | Candida Merwe
Audiomontagen: Candida Merwe
Aufgenommen | bearbeitet von: Mocke J Van Veuren Voice Over Toni Morkel
Video- | Projektionsregie: Nelisiwe Xaba
Schnitt: Candida Merwe
Kostüm: Superella

Realisierung in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst und dem Goethe-Institut
Unterstützt vom National Arts Council of South Africa | The Centre for the Less Good Idea

In englischer Sprache

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Performance

CRIPTONITE – BE INSPIRED!

Edwin Ramirez & Nina Mühlemann (Zürich)

BE INSPIRED! beschäftigt sich mit den Zusammenhängen von Behinderung, Inspiration, Superkräften und Held*innentum des Alltags und nutzt schwarzen Humor, Ironie und eine an Comicbücher angelehnte Ästhetik, um mit dem Publikum gemeinsam die Thematik kritisch und schelmisch unter die Lupe zu nehmen. Die Veranstaltung ist eine Ausgabe der Reihe CRIPTONITE, die von den Performance- Künstler*innen Edwin Ramirez und Nina Mühlemann durchgeführt wird. Ein queerer, punker Raum, in dem die kreative Arbeit und Selbstbestimmung von Künstler*innen mit Behinderung im Mittelpunkt steht. Um einer größeren Anzahl von Menschen mit Behinderungen die künstlerische Arbeit an Kulturinstitutionen zugänglich zu machen, wird im Vorfeld jeweils eine Person dabei unterstützt, eine eigene Performance zu erarbeiten. Woran wird Inspiration gemessen? Wer genau sind denn diese Held*innen des Alltags? In BE INSPIRED! nutzen die Performer*innen ihre Superkräfte: Lipsyncs, Gedankenlesen und Telekinese.

Konzept | Performance Nina Mühlemann | Edwind Ramirez Gastperformane Roy Fischer Dramaturgie Kahtrin Veser Bühne Gabriela Rutz Ton Susanne Affolter Licht Marek Lamprecht Audiodeskription Kathrin Veser | Sophia Neises Produktion | Untertitel Sarah Schoch

Förderung Stadt Zürich, Kanton Zürich Migros Kulturprozent Zürich, Stiftung Corymbo, Eidgenössisches Büro für Gleichstellung von Menschen mit Behinderung EBGB. CRIPTONITE ist Teil des Freischwimmen Netzwerks 2020 – 2021. Realisierung in Zusammenarbeit mit LUISE - Engagement und Kultur und mit dem Grenzgänger-Festival.

In deutscher Sprache mit englischen und deutschen Untertiteln

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Performance

HOW THE TIME GOES

Forced Entertainment (Sheffield)

HOW THE TIME GOES ist eine fragmentarische, Multi-Episoden-Video-Performance in sieben Teilen von Forced Entertainment. Geboren aus dem vorhöllischen Delirium des Lockdowns zeigt die online Performance die Hauptakteur*innen der Kompanie in improvisierten Zoom-Interaktionen mit dem Pianisten Marino Formento, an verschiedenen Orten wie Sheffield, Berlin, dem ländlichen Frankreich, London, Wien und Budapest. Aufgenommen zwischen März und Mai 2021, erweitert HOW THE TIME GOES die pandemische Seltsamkeit der Arbeit END MEETING OF ALL (2020) und schafft ein sogartiges Sammelsurium aus unbearbeiteten Fragmenten – weder Tagebuch noch Fiktion. Gefilmt in einem einzigen Take, dauert jede Episode zwischen 25 und 60 Minuten. In einem Mix aus ironischer Komik und melancholischem Zeitlupen-Unfug baut das Kollektiv auf der porösen Flüchtigkeit und der Verbindung und Trennung, die dem pandemischen Online-Dasein innewohnen auf, um ihre etablierten Methoden der Live-Performance und narrativen Dekonstruktion zu erweitern.

Konzept | Performance: Robin Arthur, Tim Etchells, Jerry Killick, Richard Lowdon, Cathy Naden, Claire Marshall & Terry O’Connor
Gastperformer | Musikalische Zusammenarbeit: Marino Formenti
Regie: Tim Etchells Ton John Avery

Digitale Postproduktion Hugo Glendinning Digitale Produktionsleitung Jim Harrison Produktion Forced Entertainment Koproduktion HAU Hebbel am Ufer (Berlin), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt a.M.), PACT Zollverein (Essen). Ein Projekt im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

In englischer Sprache mit englischen Untertiteln

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Theater

WHAT KEEPS US ALIVE?

Christine Umpfenbach (München)

Ein Projekt im Stadtraum mit Münchner*innen über 70

Am Ende des Lebens fragt man sich, wofür man gelebt hat. Man weiß, dass das Leben nicht mehr lang sein wird. Das Endliche, das Begrenzte ist es aber auch, das Freiheit schenkt. In dem Theaterprojekt WHAT KEEPS US ALIVE? der Regisseurin Christine Umpfenbach geht es um sechs Menschen über 70, die ohne Angst machen, was ihnen Kraft gibt und sie am Leben hält. Denn es gibt keine Zeit, Zweifel zu haben oder sich einzuschränken aus Sorge, was andere über einen denken könnten. In den Blick rücken durch ihre Geschichten auch marginalisierte Aspekte der deutschen Geschichte. Gemeinsam mit jüngeren Darsteller*innen stellen sie Momente der Vergangenheit nach und entwickeln Räume für nicht gelebtes, verpasstes Leben. Durch diese Überschneidung von dokumentarischen mit fiktiven Momenten, wird Nichtgelebtes Realität. In WHAT KEEPS US ALIVE? werden Orte im Stadtraum zur Bühne, die für die älteren Darsteller*innen von Bedeutung sind. Die Zuschauer*innen werden in drei Touren eingeteilt und erkunden vier Spielorte. Das könnte ein geheimer Ort im englischen Garten sein, ein Bunker am Hauptbahnhof, ein Platz im Stadtzentrum, ein Friedhof oder eine Moschee in der Innenstadt.

Regie | Konzept: Christine Umpfenbach
Text: Denijen Pauljević
Mit: Oscar Bloch, Mel Canady, Werner Dietrich, Isabell Höckel, Joshua Kliefert, Jochanah Mahnke, Jenny Rombai, Nils Thalmann, Monika Umpfenbach, Orazio Vallone, Walter Weiterschan
Ausstattung: Franziska Boos
Video: Suli Kurban
Choreografie: Andrea Funk

In deutscher Sprache

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Tanz

FOLK-S – WILL YOU STILL LOVE ME TOMORROW?

Alessandro Sciarroni (San Benedetto del Tronto)

Der Schuhplattler ist ein uralter Tanz aus dem Ostalpenraum, der sich durch charakteristische Handschläge auf Oberschenkel und Schuhe auszeichnet und traditionell nur von Männern getanzt wird. Die Idee von alten Volkstänzen, die bis heute als populäre Phänomene überlebt haben, beschäftigt den italienische Choreografen Alessandro Sciarroni. Für die Produktion FOLK-S schickt er eine Gruppe von Schauspieler*innen und Tänzer*innen aus dem zeitgenössischen Tanz nach Südtirol, damit sie sich die komplizierten Schritte des Schuhplattler aneignen können. In FOLK-S wird der Schuhplattler im Aufführungsraum rekonstruiert. Dadurch geografisch und kulturell dekontextualisiert, verlagert sich der Fokus auf die Regeln und die Form des Tanzes, auf Rhythmus, Strenge und Klarheit. Dabei ist die Auseinandersetzung mit Zeit elementar: da sich die Aufführung von FOLK-S immer auch als Übung versteht, gibt es keine festgelegte Länge. Durch die Wiederholung der Praxis bis an die Grenzen der physischen Ausdauer werden Obsessionen, Ängste und die Fragilität der Aufführung aufgedeckt. Für die Interpret*innen von FOLK-S gibt es keine andere Zeit als die Gegenwart, hypnotisiert verlieren sie sich in ihrem Ritual und ziehen uns in ihren Bann.

Konzept | Dramaturgie: Alessandro Sciarroni
Mit: Anna Bragagnolo | Marco D’Agostin | Pablo Esbert Lilienfeld | Elena Giannotti | Leon Maric | Matteo Ramponi
Original Musik | Ton: Pablo Esbert Lilienfeld
Lichtdesign: Rocco Giansante
Kostüme: Ettore Lombardi Faith
Coaching: Rosemary Butcher
Technische Betreuung | Lights on Tour: Cosimo Maggini | Valeria Foti
Dramaturgische Beratung | Casting: Antonio Rinaldi
Choreographische Beratung: Tearna Schuichplattla
Video | Bilder: Matteo Maffesanti

Produktionsleitung: Marta Morico
Organisation: Benedetta Morico
Presse: Beatrice Giongo
Verwaltung: Chiara Fava
Kuratierung | Förderung | Beratung: Lisa Gilardino
Produktion: MARCHE TEATRO - Progetto Archeo.S - System der archäologischen Stätten der Adria, kofinanziert durch das IPA Adriatic Cross-Border Cooperation Program
In Zusammenarbeit mit corpoceleste_C.C.00#

Bei SPIELART wird außerdem Alessandro Sciarronis Arbeit SAVE THE LAST DANCE FOR ME zu sehen sein.

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Theater

BRONX GOTHIC

Okwui Okpokwasili | Peter Born (New York City) / Work-in-progress

BRONX GOTHIC befindet sich an der Schnittstelle von Theater, Tanz und visueller Kunstinstallation und verhandelt die spannungsgeladene Beziehung zweier Mädchen, die in den 1980er Jahren in der Bronx aufwuchsen. Die Regisseurin und Performerin Okwui Okpokwasili entwickelte BRONX GOTHIC in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Designer Peter Born. In BRONX GOTHIC wir eine fiktive Welt um das Erwachsenwerden eines jungen Mädchens geschaffen, mit einer Erzählung, die von Briefromanen und zeitgenössischen Griots beeinflusst ist. Die Choreografin, Tänzerin und Performerin Wanjiru Kamuyu verkörpert das Stück nun mit einer neuen Energie. In einer Kombination aus Bewegung, Songs und schriftlichen Korrespondenzen beschäftigt sich BRONX GOTHIC mit der universellen Erfahrung eines Körpers in Transformation. Wie gehen wir mit den multiplen Zuständen um, die in einem Körper vorhanden sind? Mit einer Sprache die zwischen unverblümt, poetisch, grob und komisch changiert, beschwört und erforscht Okwui Okpokwasili diese Jugendfreundschaft, die sich in einem Durcheinander von Beleidigungen, Wut und Liebe äußert.

In englischer Sprache

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Tanz

I AM 60

Wen Hui (Bejing)

I AM 60, die jüngste Arbeit der Choreografin und Tänzerin Wen Hui, ist Resultat ihrer Reflexionen über ihre Lebenserfahrung als Frau und Künstlerin. Sie wurde dabei von den mutigen Darstellungen von Frauen inspiriert, die in den Stumm- und frühen Tonfilmen der Pionierstudios in Shanghai in den dreißiger Jahren auftauchen. Diese Filme stellten soziale Probleme heraus, zeigten Klassenunterschiede und -kämpfe und setzten sich mit drängenden Fragen zur Geschlechtergerechtigkeit und der nationalen Kultur auseinander. Stark geprägt wurde dieses Kino von der „Neue Frauen" Bewegung, die die Unterdrückung durch das konfuzianisch-patriarchale System und die damit verbundenen konservativen Werte kritisierte und für bessere Bildungschancen und Gleichberechtigung einstand. Viele Filme konzentrieren sich daher auf die Darstellung starker und komplexer Frauenfiguren mit dem Ziel, eine moderne und liberale Kultur in China zu fördern. In I AM 60 werden Vergangenheit und Gegenwart zusammengeführt, indem die körperlichen Erfahrungen von Frauen verschiedener Generationen, Audio- und Videoaufnahmen, Texte, Bilder und mündliche Erzählungen zu einer multimedialen dokumentarischen Tanzperformance verwoben werden. Dabei denkt I AM 60 auch die aufkeimende feministische Bewegung im heutigen China mit, die in den letzten Jahren mit erheblichen Repressalien konfrontiert wurde.

Choreographie | Tanz: Wen Hui
Dramaturgie: Zhang Zhen
Musik: Wen Luyuan
Video: Rémi Crépeau | Zhou Xueping
Licht | Bühnentechnik: Romain de Lagarde
Administration | Booking: Damien Valette
Koordination Louise Bailly

Produktion: Living Dance Studio
Koproduktion: Théâtre de la Ville/Festival d'automne Paris
Unterstützt durch ein Residenzstipendium am Théâtre de la Ville – Les Abbesses
Dank an das technische Team des Théâtre des Abbesses
Preisträgerin des Residenzprogramms des Französischen Instituts am Cité internationale des arts, Paris
Unterstützt von micadanses-Paris
Gefördert mittels eines Tanzstudios am CND Centre national de la danse, Paris
Unterstützt vom Französischen Institut in China Realisierung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Beijing

In chinesischer Sprache mit deutschen Untertiteln

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Performance

THE SEX CONGRESS

Bubblegum Club (Johannesburg) / Online Performance

Für SPIELART Theaterfestival 2021 arbeitet das Künstler*innenkollektiv Bubblegum Club mit lokalen Sexarbeiter*innen an einer virtuellen Performance.

Kuratiert von Bubblegum Club.


Altersbeschränkung 18+

In englischer Sprache

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Performance

MANILA ZOO

Eisa Jocson (Manila)

In Disneys Imperium des Glücks spielen philippinische Entertainer*innen eine besondere Rolle. Sie gelten als energiegeladene Glücksmaschinen, wenn es darum geht, in den Vergnügungsparks und Shows des Konzerns Tiere, geformt nach US-amerikanischen Werten und Lebensweisen, darzustellen. In MANILA ZOO erforscht die Choreografin Eisa Jocson gemeinsam mit einem internationalen Team die Schnittstellen von Mensch und Tier, von Spektakel, Arbeit und Isolation. In welchem Moment verwandelt sich Disneys Glücksimperium in einen Zoo? Die COVID-19-Pandemie hat diese Frage umso relevanter gemacht und die Arbeit von MANILA ZOO radikal auf den Kopf gestellt. Wer kann sich frei bewegen, sogar Grenzen überqueren? Wer ist gezwungen an einem Ort, in einem begrenzten Raum zu bleiben? MANILA ZOO untersucht die politischen Zusammenhänge, die in den Aufführungsraum, den virtuellen Raum, das Disney-Imperium, den Zoo und in Privaträume eingeschrieben sind. In Eisa Jocsons Choreographie durchdringen sich das Private und das Öffentliche, das Reale und das Virtuelle, Glück und Horror. Mensch und Tier teilen die Psychose in der Isolation.

Künstlerische Leitung | Choreografie | Performance: Eisa Jocson
Musikalische Leitung: Charlotte Simon
In Zusammenarbeit mit: Bunny Cadag | Cathrine Go | Russ Ligtas | Joshua Serafin
Creative Presence: Arco Renz
Dramaturgie: Anna Wagner
Lichtdesign: Jan Maertens
Live Stream Video Design: Yap Seok Hui | ARTFACTORY
Choreographische Beratung | Bewegungscoach: Rasa Alksynte
Technische Leitung: Yap Seok Hui | ARTFACTORY
Live Stream | Video Technik: Stev.e Kwak | ARTFACTORY
Sound | Video Engineer: Fernando Castro I public noise
Produktionsleitung | Koordination | Distribution: Anne Kleiner
Künstlerische Produktionsleitung Frankfurt | Touring: Andreas Jahncke Produktionsleitung: Manila Perky Parong

Eine Produktion von Eisa Jocson und Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main (Deutschland) im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main.
In Koproduktion mit BIT Teatergarasjen (Norwegen) | Esplanade – Theatres on the Bay (Singapur) | Kaserne Basel (Schweiz) | RISING Melbourne (Australien) | Tanzquartier Wien (Österreich) | Taipei Performing Arts Center (Taiwan) | TPAM – Performing Arts Meeting in Yokohama (Japan).
In Kooperation mit dem Gallus Theater Frankfurt am Main.
Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe Instituts. Die Tanzplattform Rhein-Main ist ein Projekt von Künstlerhaus Mousonturm und Hessischem Staatsballett. Sie wird ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und ist gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stiftungsallianz [Aventis Foundation, BHF-Bank-Stiftung, Crespo Foundation, Dr. Marschner-Stiftung, Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung].

In englischer Sprache und Tagalo

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Theater

DILATION

Esther Kamba (Nairobi) / Work-in-progress

Die Arbeiten der kenianisch-kanadische Künstlerin Esther Kamba sind Interventionen und kollektive Befreiungen, die die standardisierten künstlerischen Methoden und Ästhetiken des globalen Nordens öffnen, um andere Traditionen und alternatives Wissen zu integrieren. In DILATION spürt sie der metaphysischen Ebene der Geburt nach mit dem Wunsch, über die Parameter westlicher wissenschaftlicher Beschreibungen und Denkweisen hinauszugehen. Zu diesem Zweck erforscht sie indigene Praktiken und Vorstellungen rund um Schwangerschaft, Geburt und postnatale Prozesse. Sie begibt sich auf eine multimediale Suche nach Praktiken, die verschiedene Auffassungen von Heilung traumatischer Geburtserfahrungen kombinieren. In DILATION begegnen sie auch ihrer eigenen tiefgreifenden Erfahrung der Schwangerschaft und Geburt
als Grundlage für eine Auseinandersetzung mit Identität und Erbe.

DILATION ist Teil des künstlerischen Austauschprogramms Maabara Exchange Theatre des Autors und Theatermachers Ogutu Muraya. Das Projekt soll einen Raum zum Ausprobieren bieten, in dessen Rahmen praxisorientiert und experimentell gearbeitet werden kann. Diese erste Ausgabe zeigt innerhalb von NEW FREQUENCIES die Arbeiten von Esther Kamba und Wanjiku Mwawuganga.

Konzept | Performance: Esther Kamba
Dramaturgie: Mueni Lundi
Recherche: Wambua wa Kawive
Beratung: Doula Kainyu
Szenografie: Alacoque Ntome
Assistenz: Victor Opura

Produktion: Maabara Exchange Theatre
Koproduktion: SPIELART Theaterfestival | Zürcher Theater Spektakel
Realisierung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut

In englischer Sprache mit Kikamba, Kikuyu, Sheng und Kiswahili Wörtern

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Performance

CRIMINAL TRIBES ACT: EXTENDED

Sankar Venkateswaran (Attapadi)

[There is] no need to hear your voice, when I can talk about you better than you can speak about yourself. No need to hear your voice. Only tell me about your pain. I want to know your story. And then I will tell it back to you in a new way. Tell it back to you in such a way that it has become mine, my own. Re-writing you, I write myself anew. I am still author, authority. I am still [the] colonizer, the speaking subject, and you are now at the center of my talk.
(Bell Hooks, Marginality as a Site of Resistance)

CRIMINAL TRIBES ACT: EXTENDED des indischen Regisseurs Sankar Venkateswaran untersucht Formen der sozialen Ausgrenzung in Indien und deren Legitimation durch die Kolonialgeschichte. Das Projekt beginnt bei dem Criminal Tribes Act von 1871 einer kolonialen Gesetzgebung, die es erlaubte, verschiedene nomadische Gemeinschaften für kriminell zu erklären. Zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit Indiens betraf der Criminal Tribes Act das Leben von rund 13 Millionen Menschen. Bis 1949 war der Criminal Tribes Act in Kraft und trug maßgeblich zur Legitimierung der vorherrschenden Vorstellungen von Kastenhierarchien bei. CRIMINAL TRIBES ACT: EXTENDED analysiert die Strukturen der Diskriminierung, die sich im Kastensystem bis in die heutige Zeit fortsetzten und immer wieder neu in die Körper der Individuen eingeschrieben werden. Das Stück beginnt als ein offenes Gespräch zwischen zwei Schauspielern, Chandru und Rudy. Sie sprechen miteinander über ihre Hintergründe, Erfahrungen, und Unterschiede. Während sie miteinander sprechen, wenden sie sich auch an das Publikum. Während sie versuchen ihre Geschichten zu „übersetzten“, wird der eine zum Sprecher, der andere zum Thema. Das Stück offenbart die inhärenten Konflikte zwischen dem Sprecher und dem Subjekt, dem Gesprochenen und dem Unausgesprochenen und die (Un-)Entrinnbarkeit von „uns“, „ihnen“ und „den anderen“.

CRIMINAL TRIBES ACT wurde zuvor bei SPIELART 2017 gezeigt, nun kommt das Team mit CRIMINAL TRIBES ACT: EXTENDED zurück. Da durch die Covid19-Pandemie die künstlerische Arbeit, die Kollaborationen über Grenzen hinweg pflegt, weiterhin schwierig umzusetzen ist, wird diese weiterentwickelte Version der Performance statt einem neuen Stück aufgeführt. Ergänzend dazu wird Sankar Venkateswaran in einem Zoom-Gespräch über die Stückentwicklung sprechen, die nun für SPIELART 2023 geplant ist, um den Kurationsprozess tansparent zu machen.

Konzept | Regie: Sankar Venkateswaran
Text | Performance: Chandra Ninasam | Anirudh Nair
Produktion: Satoko Tsurudome
Realisierung in Zusammenarbeit mit Münchner Volkstheater und dem Goethe-Institut

In englischer Sprache und Kannada mit deutschen Untertiteln

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Performance

ROOTS

Wanjiku Mwawuganga (Nairobi) / Work-in-progress

ROOTS ist ein interdisziplinäres Projekt, das physisches, mündliches und audiovisuelles Storytelling einsetzt, um Intersektionalität und Mutterschaft zu untersuchen. Dabei werden die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern über fünf Generationen hinweg verfolgt. Die kenianische Schauspielerin und Regisseurin Wanjiku Mwawuganga führt Interviews mit den Frauen, die sie großgezogen haben und untersucht das Körpergedächtnis in Relation zu der festgehaltenen Erinnerung auf einem Foto. ROOTS will Verständnis schaffen für die komplexen, wechselseitigen Verbindungen von Verletzlichkeit und Entfremdung in Bezug auf die Familie und eine generationenübergreifende Erinnerung.

ROOTS ist Teil des künstlerischen Austauschprogramms Maabara Exchange Theatre des Autors und Theatermachers Ogutu Muraya. Das Projekt soll einen Raum zum Ausprobieren bieten, in dessen Rahmen praxisorientiert und experimentell gearbeitet werden kann. Diese erste Ausgabe zeigt innerhalb von NEW FREQUENCIES die Arbeiten von Wanjiku Mwawuganga und Esther Kamba.

Text | Performance: Wanjiku Mwawuganga
Dramaturgie: Leila Anderson
Technik: Henry Wamae
Fotografie: Kimani Wandaka
Mentor: Ogutu Muraya

Produktion: Maabara Exchange Theatre
Koproduktion SPIELART Theaterfestival | Zürcher Theater Spektakel
Realisierung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut

In englischer Sprache mit Kikuyu und Sheng Wörtern

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Performance

XOBULA INXEBA

Qondiswa James (Kapstadt)

In XOBULA INXEBA (dt.„Schäle die Wunde ab“), untersucht die Künstlerin Qondiswa James die temporäre, autonome Zone eines Verkaufsstandes, in der gefährliche Ideen durch Geschichtenerzählen öffentlich erkundet werden. XOBULA INEXBA handelt von einem Paar auf dem Land und einem Gewaltakt, der alles auf den Kopf stellt. Die Produktion befasst sich mit der Prekarität von Landarbeiter*innen (insbesondere inoffiziellen Händler*innen und Straßenverkäufer*innen) und Wanderarbeiter*innen (in diesem Fall einem LKW-Fahrer) in der Region Eastern Cape, um die Klassenbestrebungen einer Familie in den Kontext eines Südafrikas nach der Wahrheits- und Versöhnungskommission TRC von 1994 zu bringen.

Text | Performance: Qondiswa James
Live Sound Komposition: Asher Gamedze

Realisierung in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst München

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Installation

USAMBARAVEILCHEN

Franziska Angerer (München)

In Deutschland verkommt es zu einer preisgünstigen Zimmerpflanze, zum dekorativen Wegwerfprodukt – eigentlich stammt das Usambaraveilchen aber aus dem Usambara-Gebirge in Tansania. Fasziniert von dieser Entfremdung verfolgt die junge Regisseurin Franziska Angerer die Spuren der Pflanze auf ihrem Fensterbrett und stößt auf Biopiraterie und koloniale Strukturen in der Botanik. Ein Kolonialbeamter schickte die Pflanze 1892 an seinen Vater in Berlin. Von dort gelangt sie in die Hände eines Samenzüchters, der das Saatgut bis in die USA versandte. In dem installativen Klangraum USAMBARAVEILCHEN verschafft ein transnationales Team aus Künstler*innen und Wissenschaftler*innen der Pflanze nun Gehör. Hier wird sie zur Zeugin und Akteurin, die über Regionen und Kontinente, Geschichten und Systeme hinweg verschiedene Stimmen verbindet. USAMBARAVEILCHEN zeichnet die Wege der Pflanze nach, reanimiert untergegangene Perspektiven und macht sie für die Zusehenden und Zuhörenden sinnlich erfahrbar.

Von und mit: Franziska Angerer | Christine Börsch-Supan | Valentina Pino Reyes
Come in Tent: Claude Jansen | Aino Moongo

Debütförderung der Stadt München
Koproduktion SPIELART Theaterfestival Kooperation Museum Fünf Kontinente

In deutscher und englischer Sprache

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Performance

TAKDIR. DIE ANERKENNUNG

Ülkü Süngün (Stuttgart)

In der partizipativen Performance TAKDIR. DIE ANERKENNUNG bringt die Künstlerin Ülkü Süngün interessierten Teilnehmer*innen in einer Eins-zu-eins-Situation, die korrekte Aussprache der Namen der zehn Mordopfer des NSU bei. Im Akt des repetitiven Aussprechens der zehn Namen klingen Erinnerung und Anerkennung nach. Der Chor der Sprechenden und Erinnernden wird durch weitere Teilnehmende stetig lauter und setzt ein temporäres Denkmal für Enver Şimsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, Ismail Yasar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubasık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter. TAKDIR. DIE ANERKENNUNG reflektiert Praktiken der Erinnerungskultur im öffentlichen Raum und fragt nach neuen Formen der öffentlichen Erinnerung, die sich durch Sprache ausdrücken lassen.

Von und mit: Ülkü Süngün
Banner Requisite | Bühnenbild: Implantieren Festival 2020

In Zusammenarbeit mit Bellevue di Monaco | Münchner Stadtmuseum Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder.

In deutscher Sprache

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Tanz

KAMWE KAMWE | ONE BY ONE

SoKo (Harare)

„Kamwe“ ist ein Wort der Shona Sprache, das im Englischen mit „eins“ übersetzt werden kann. In KAMWE KAMWE / ONE BY ONE erforscht der*die Musiker*in, Tänzer*in und Choreograf*in SoKo zusammen mit der Sängerin und Tänzerin Vivian Tavaziva und dem Schlagzeuger und Mbira-Spieler Othnello Moyo die traditionellen Kriegstänze Simbabwes und deren Musik. Die Mbira ist eines der markantesten Instrumente Zimbabwes. Sie wird mit den Fingern gezupft und wird oft bei religiösen Ritualen von Geistermedien benutzt, um mit den Geistern der Ahnen in Verbindung zu treten. In KAMWE KAMWE / ONE BY ONE nutzt SoKo den eigenen Körper als Gefäß für den Geist und nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch diesen Körper. Tanzen ist ein wichtiger Aspekt der simbabwischen Kultur, Tradition, Spiritualität und Geschichte. Es gibt viele Tänze, die die Kultur des Volkes widerspiegeln und als Gemeinschaftsereignisse selbstreflektierend für die gesamte Community wirken.

KAMWE KAMWE / ONE BY ONE ist Teil des Projektes SERIES X des Choreografen Boyzie Cekwana. SERIES X lädt drei afrikanische Künstler*innen ein: Tegan Peacock, SoKo und Adam Chienjo. Die Absicht liegt dabei in der Unterstützung der Künstler*innen bei der Auseinandersetzung mit ihren jeweiligen Kontexten.

Von | Mit: SoKo
Gesang | Tanz: Vivian Tavaziva
Musik: Othnello Moyo
Mentor: Boyzie Cekwana

Produktion Jerahuni Movement Factory Koproduktion SPIELART Theaterfestival Realisierung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut

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Performance

NYAKALONDO

Adam Chienjo (Nairobi)

Gemeinsam mit Tänzerin Sara Kwala Opondo, Musiker Daniel Muhuni und dem Filmemacher Lucky Philip Rundu taucht der Choreograf und Performer Adam Chienjo in die Bereiche der "unterbewussten Spiritualität" ein. Diese Reise verbindet Storytelling, Musik, Film und Animation und untersucht die Lücken in der afrikanischen Spiritualität, die vor und seit dem Aufkommen des Kolonialismus und der Gewalt der organisierten Religion entstanden. Was ist unterbewusste Spiritualität? Was war davor, was ist jetzt und was wird als Nächstes kommen?

NYAKALONDO (dt. „eine geheimnisvolle Stimme“) ist Teil des Projektes SERIES X des Choreografen Boyzie Cekwana. SERIES X lädt drei afrikanische Künstler*innen ein: Tegan Peacock, SoKo und Adam Chienjo. Die Absicht liegt dabei in der Unterstützung der Künstler*innen bei der Auseinandersetzung mit ihren jeweiligen Kontexten.

Choreografie | Performance: Adam Chienjo
Tanz: Sara Kwala Opondo
Film: Lucky Philip Rundu
Musik: Daniel Muhuni
Mentor: Boyzie Chekwana

Produktion: Adam Chienjo
Koproduktion SPIELART Theaterfestival
Realisierung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut

In englischer Sprache

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Performance

HEAD_SPACE

Tegan Peacock (Pietermaritzburg)

Wenn unser Selbst verborgen ist, eingeschlossen in einem Körper aus Gedanken und angehaltenem Atem. Wenn das was wir sind, nicht immer das ist, was wir der Welt präsentieren wollen. Wenn Verstand und Körper Gedanken und Emotionen erleben, die Krieg miteinander führen. Was ist real und was ist eingebildet? Wie befreien wir uns von den Fesseln unseres eigenen Geistes und Körpers?

Die Performance HEAD_SPACE der Künstlerin Tegan Peacock zeichnet die inneren Unterhaltungen des Körpers und des Geistes in Aufruhr durch Film, Ton und Bewegung nach. HEAD_SPACE ist die Abbildung von Mustern, Zwängen und Kämpfen, eine performative Kartographie des Selbst mit elektroakustischer Musikperformance von Wayne Reddiar, Design von Hannah Lax und Performance von Tegan Peacock.

HEAD_SPACE ist Teil des Projektes SERIES X des Choreografen Boyzie Cekwana. SERIES X lädt drei afrikanische Künstler*innen ein: Tegan Peacock, SoKo und Adam Chienjo. Die Absicht liegt dabei in der Unterstützung der Künstler*innen bei der Auseinandersetzung mit ihren jeweiligen Kontexten.

Sometimes it is alright
to simply sit
And pace the corridors
of your eyelids,
With your fingers
Keeping time
Across your chest.

Perhaps chaos is a season.
A closed room
A monsoon.’

(Hannah Lax)

Performance: Tegan Peacock
Musikperformance: Wayne Reddiar
Design: Hannah Lax
Mentor: Boyzie Cekwana

Produktion: Tegan Peacock
Koproduktion: SPIELART Theaterfestival
Realisierung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut

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Performance

LULLABY FOR SCAVENGERS

Kim Noble | CAMPO (London)

In dem auf Englisch poetisch anmutenden Titel LULLABY FOR SCARVENGERS, dem „Schlaflied für Aasgeier“, steckt die Essenz dieser eigensinnigen Performance des Londoner Multitalents Kim Noble: in seinem Nachdenken über unsere Welt verbindet er feinsinnig Melancholie und radikalen Humor. Nach KIM NOBLE WILL DIE und YOU’RE NOT ALONE ist dies der dritte Teil seiner Performance-Serie über Einsamkeit und menschliche Sehnsüchte. Begleitet von einem Fuchs und einem toten, sprechenden Eichhörnchen nimmt er uns mit auf Reisen in nächtliche Bürogebäude, auf seinen Dachboden und in den Wald. Dabei erzählt er in einer Collage aus Video- und Liveperformance vom Alleinsein, von artenübergreifenden Abschieden und der Suche nach Verbündeten. Wie überleben wir in dieser zunehmend zerstörten Welt? Was geben wir den nächsten Generationen mit auf den Weg? Und wie gehen wir mit Nagetieren auf unserem Dachboden um? Um diese Fragen beantworten zu können, arbeitet Kim Noble als Reinigungskraft, erklärt einer Made die Welt und schickt einen Staubsaugerbeutel ins All.

Von | Mit: Kim Noble
Outside Eye: Pol Heyvaert
Technik: Saul Mombaerts

Produktion CAMPO Ghent
Koproduktion Schauspiel Leipzig | Kampnagel Internationales Sommerfestival Hamburg | Festival actoral Marseille | SICK Festival Manchester

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Theater

(SOMEWHERE) BEYOND THE CHERRY TREES

Prodromos Tsinikoris (Athen)

In dem Stück KIRSCHGARTEN, das Anton Tschechow 1903 verfasste, findet Nichts statt, aber Alles geschieht. Von Anfang an scheint das Ende des Kirschgartens und der soziale Abstieg der Protagonist*innen unausweichlich. Doch was passiert mit der Familie Ranewskaja, wenn das Stück endet? Wer sind diese Figuren jenseits von Tschechows Text? Und wie sieht die Zukunft des Kirschgartens aus? Wird er abgeholzt, um Ferienwohnungen zu bauen? In (SOMEWHERE) BEYOND THE CHERRY TREES verschränkt der Regisseur und Performer Prodromos Tsinikoris literarische Auseinandersetzung und dokumentarische Arbeit. In Athen sorgen Privatleute, die sich ihren Platz im Süden sichern wollen, internationale Großinvestoren und wechselnde Räumungsgesetze für einen unaufhörlichen Druck auf den Wohnungsmarkt. Um sich die steigenden Mieten leisten zu können, müssen viele Menschen ihre Wohnungen auf Airbnb anbieten – und werden so selbst zu Preistreibenden und Gentrifizierenden. (SOMEWHERE) BEYOND THE CHERRY TREES beschäftigt sich mit dem Recht auf einen Platz in der Stadt, den Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und dem Schicksal der Betroffenen von Gentrifizierung. Dabei erkundet die Produktion Möglichkeiten der Überschneidung und Vermischung von fiktiven Figuren mit einer gegenwärtigen, dokumentierten Realität.

Konzept | Regie: Prodromos Tsinikoris
Text: Ioanna Valsamidou | Prodromos Tsinikoris im Dialog mit dem Team
Mitarbeit Regie: Korina Vasileiadou
Dramaturgie: Martin Valdés-Stauber | Ioanna Valsamidou
Bühnen- und Kostümbild: Eleni Stroulia
Lichtdesign: Eliza Alexandropoulou
Musikalische Komposition | Sounddesign: Panagiotis Manouilidis
Video: Dimitris Zachos
Video-Kinematografie: Michalis Gkatzogias
Mitarbeit Bühnen- und Kostümbild: Zaira Falirea
Artwork und Werbematerial: Michalis Valasoglou
Set-Konstruktion: Yannis Nitsos – Art Wood Creations
Kostümbau: Dimitrios Paradi
Schaufensterpuppenbau: Konstantina Efthimiadou
Mit: Maria Panourgia | Stella Vogiatzaki | Kalliopi Simou | Prodromos Tsinikoris | Giorgos Valais | Giorgos Vourdamis
Im Video zu sehen Kostis Tsakomidis

Ausführende Produktion Kostis Panagiotopoulos
Produktionsassistenz: Olivia Kotsifa
Koproduktion Maillon, Théâtre de Strasbourg – Scène européenne Die Recherche für die Performance wurde von Onassis AiR, dem internationalen Residenzprogramm der Onassis Foundation, unterstützt

In griechischer Sprache mit deutschen und englischen Untertiteln

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Performance

GRINDING THE WIND

Dina Mimi (Amsterdam | Jerusalem) / Lecture-Performance

Dina Mimi ist in GRINDING THE WIND auf der Suche nach den fehlenden Teilen der Geschichte ihres Urgroßvaters, der 1969 in einem israelischen Militärkrankenhaus medizinischen Tests und einer Herzoperation unterzogen wurde. Dieses Ereignis veranlasste die junge Künstlerin zu einer Recherchereise durch Archive, mündliche Überlieferungen, Träume und Literatur. Sie erklärt: „Wie ein Chirurg, der feuchte Träume davon hat, während einer Operation einen Finger in ein Herz einzuführen, so ist auch mein Erforschen der performativen Aspekten der Operation am offenen Herzen von Sehnsucht motiviert. Das Herz meines Urgroßvaters, eingeschlossen hinter mehr als hundert Stichen von seiner Brust bis zur Taille, wurde als seine letzte Geste der Selbstverbrennung in Asche zurückgeführt.“ Angesichts des Mysteriums dieses nun unzugänglichen „Archivs“ sucht Dina Mimi in GRINDING THE WIND nach Hinweisen, um das Schweigen, den Protest und schließlich auch den Tod ihres Urgroßvaters nachvollziehen zu können.

Von | Mit: Dina Mimi
Sound: Bashar Suleiman | Maya Khaldi

Auftragswerk im Rahmen von The Consortium Commissions - einem von Mophradat initiierten Projekt

In englischer und arabischer Sprache

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Film

ENTRE DEUX III - TESTAMENT

Dorine Mokha (Lubumbashi)

Im Januar 2021 starb Dorine Mokha, sehr plötzlich mit nur 31 Jahren. Ein Jahr zuvor hatte sein Solo ENTRE DEUX III – TESTAMENT in der Kaserne Basel Premiere. In diesem dritten und letzten Teil seines autobiografischen Trilogie-Projekts (nach ENTRE DEUX (2013) und ENTRE DEUX II, LETTRE À GUZ (2015)) verhandelte Dorine Mokha das brutale Spannungsverhältnis zwischen der eigenen, queeren Identität und dem repressiven Druck der kongolesischen Gesellschaft. Die Schönheit und Stärke Dorines an diesem Abend war überwältigend. Wir können ENTRE DEUX III – TESTAMENT nun nicht mehr bei SPIELART zeigen. Es gibt aber einen mit seinem Cousin Franck Moka gedrehten, gleichnamigen Film, der Dorine Mokhas Leben in der Demokratischen Republik Kongo dokumentiert und in Verbindung mit Ausschnitten aus der Performance setzt. Mit Dorine ist nicht nur ein großer Künstler, sondern vor allem auch ein außergewöhnlich mutiger Mensch und Aktivist von uns gegangen. (S.B.)

Von und mit: Dorine Mokha
Choreografie | Tanzperformance: Dorine Mokha
Regie: Dorine Mokha
Kamera: Joseph Kasau
Skript: Dorine Mokha
Bearbeitung: Joseph Kasau
Musik- | Sounddesign | Mixing: Franck Moka, Dorine Mokha
Texte | Voice: Over Dorine Mokha

Produktion: Franck Moka | Dorine Mokha | Clark Hanko | Judith Kalanga
Produktionsfirma: Art’gument Project
Koproduktion: Studios Kabako | Centre Waza
Mit Unterstützung von Nidje Connexion

In französischer Sprache mit englischen Untertiteln

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Performance

BATOTASTAS

Nástio Mosquito

Batota = to cheat
Batata = potato

Estás (tá-tá) = The verb "To be"; "You Are" more specifically. The "tá-tá" expression translates informally to, "... yeah yeah, I'm sure you will ..." as in the disbelief of one's declared position, decision, or declaration.

Fake it until I make it? Maybe if I knew when I was going to die...I'm committed to make it until we make it. This performatic gesture intends to be a shared moment of inevitable emotional awakening. That kind of awakening that exposes, expands, and totally dismantles the story you tell yourself about yourself... Is the self me, "the character" me? ... Only the process will tell. BATOTASTAS is not a perspective of my perception of the world we live in, the current social situation or how as a community we may or may not bust a move... This is my gift to myself in favor of not alone. Inner and external motion and the people we do it with. My name is Nástio Mosquito and I'm inviting you to find yourself in, on, and through my ego's collective dysfunction; because THEY THE THEM ARE WE. Video. Audio. Storytelling.

Konzept | Text: Nástio Mosquito
Performance: Nástio Mosquito, Fred Gracias
Musik: Dijf Sanders & Nástio Mosquito
Sound Technik: Fred Gracias
Video: Ric Bower
Szenografie: Nástio Mosquito in Zusammenarbeit mit Kelly Schacht
Grafik Design: Eva Gonçalves

Produktion: Godelieve Mosquito für ZZZZZ Creative Projects
Koproduktion: SPIELART Theaterfestival

In englischer Sprache

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Performance

MOM, I AM NO LONGER BLACK

Marilú Mapengo Námoda (Quelimane)

MOM, I AM NO LONGER BLACK ist ein performatives Ritual der Künstlerin Marilú Mapengo Námoda (Mmaapengo Námoda), das in Form einer Durational Performance über mehrere Stunden hinweg stattfindet. Die Zuschauer*innen können MOM, I AM NO LONGER BLACK in verschiedenen Timeslots beiwohnen. Marilú Mapengo Námoda schreibt selbst: „Die Performance dreht sich um den tiefsten aller meiner Tode; den, für den ich immer noch keine Sprache gefunden habe. Ich habe beschlossen, die Übersetzung nicht mehr zu erzwingen. Ich habe Wasser getrunken, ich habe gegessen und geatmet. Ich habe die Echos berührt, die aus den tiefen Gewässern kommen: Tränen, Schweiß, Ängste, Wunden, Wünsche, Urin, Menstruationsflüssigkeit. Ich habe vergeben, mir selbst, dir und der Geschichte; ich habe allem vergeben, auch Gott. Ich bin nicht mehr schwarz. Ich bin zurück in der Schwärze.“

Die Künstlerin lädt das Publikum ein, ein Objekt mitzubringen, das in Verbindung mit etwas steht, das sie zu vergeben bereit sind.

Konzept | Performance: Marilú Mapengo Námoda
External Eye: Manfrin Manfrin

Produktion Marilú Mapengo Námoda

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Film

LETTERS FROM THE CONTINENT

Studios Kabako (Kisangani)

LETTERS FROM THE CONTINENT sind 21 Briefe an die Welt, 21 Selbstportraits junger Künstler*innen in Zeiten der Krise. Sie leben in Lagos, Moroni, Tunis, Kapstadt, Lubumbashi und anderen Städten auf dem Kontinent Afrika und arbeiten in den Bereichen Tanz, Choreografie, Performance und Schauspiel. In kurzen Videobeiträgen, die zwischen Mai und Juni 2020 aufgenommen wurden, erzählen sie von ihrem Alltag in der Pandemie. Sie sind besorgt um ihre Körper, ihre Kunst und um politische und ökonomische Krisen in ihrer Umgebung. Neben der Auseinandersetzung mit den Bedingungen und der Sichtbarkeit ihrer Arbeiten, versichern sie sich ihrer Rollen und Aufgaben als Künstler*innen. Diese Berichte einer neuen Generation vermengen Ängste, Hoffnungen, Träume und Überlebensstrategien zu einer Vielzahl von Bildern und Geschichten eines Kontinents in Bewegung.

Dorine, wieso Kunst und nicht Recht? Meine Antwort ist einfach: Angst. Angst, einer von Ihnen zu werden, die sich wie Götter benehmen, samt Tricks und Heucheleien. Ich gehöre nicht dazu, um mich ihrer Dramaturgie zu widersetzten. Dafür habe ich meinen Körper, meinen Stift, meine Stimme.
- Dorine Mokha in LETTERS FROM THE CONTINENT -

Mit: Fatoumata Bagayoko (Mali, aus Bamako) Collectif d’Art-d’Art | Michael Disanka | Christiana Tabaro (DR Kongo, aus Kinshasa) Cie La Mer noire | Alioune Sow | Khoudia Touré | Kirsner Tsengou Dingha | Pierre-Claver Belleka (Senegal, aus Dakar) Hamdi Dridi (Tunis, gesendet aus Montpellier | Frankreich) Didier Ediho (DR Kongo, aus Kinshasa) Chourouk El-Mahati | Moad Haddadi | Mohamed Lamqayssi (Marokko, gesendet aus Belfort | Frankreich) Kaïsha Essiane (Gabon, aus Libreville) Marcel Gbeffa (Benin, gesendet Gaborone | Botswana) Qondiswa James (Südafrika, aus Kapstadt) Samwel Japhet (Tansania, aus Daressalaam) Jeannot Kumbonyeki (DR Kongo, aus Kinshasa) Souleymane Ladji Kone (Burkina Faso, aus Ouagadougou) Seifeddine Manai (Tunesien, aus Tunis) Judith Olivia Manantenasoa (Madagaskar, aus Antananarivo) Dorine Mokha (DR Kongo, aus Lubumbashi) Abdoul Mujyambere (Ruanda, aus Kigali) Salim Mzé Hamadi Moisi (Komoren, aus Moroni) Nagham Salah Othman (Sudan, gesendet aus Kairo | Ägypten) Germaine Sikota (Togo, aus Lome) Maria Tembé (Mosambik, aus Maputo) Westsyde Lifestyle | Ambrose Idemudia Joshua | Daniel Emmanuel Olajuwon | Ordia Eromose | Osokoya Yemi (Nigerien, aus Lagos)
Konzeption | Künstlerische Leitung: Virginie Dupray, Faustin Linyekula
Postproduktion: Faustin Linyekula
Assistenz Postproduktion: Franck Moka
Praktikum Postproduktion: Samuel Abotipay, Chimène Baofa, Benjamin Bukasa, Derhwa Kasunzu, Loys Linyekula, Antoine Mawazo, Dorcas Mulamba
Musik: Franck Moka

Produktion: Studios Kabako | Virginie Dupray
Produktionsassistenz: Jonathan Adnan | Isaac Yenga
Koproduktion: mit A-CDCN | CEC ArtsLink | Charleroi Danse Centre chorégraphique de Wallonie Bruxelles | L’échangeur CDCN Hauts-de-France | Festival de Marseille | Hau Hebbel am Ufer, Berlin | Institut français in Paris | Kaserne Basel | Manège, scène nationale, Reims | La Manufacture, CDCN Nouvelle Aquitaine Bordeaux La Rochelle | MC 93 Bobigny | Palais des Beaux-Arts (BOZAR) Brüssel | SPIELART Theaterfestival München | Prohelvetia Johannesburg | with the Swiss Arts Council & Swiss Agency for Development | Théâtre de Vidy-Lausanne | Touka danses CDCN Guyane
Unterstützung: durch L’Art Rue Tunis | The National Arts Festival – RSA

In französischer Sprache mit deutschen Untertiteln (HochX)
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Untertiteln (Digital)

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Kulturveranstaltung

NOSE - Making sense of scents

NOSE ist eine Reihe von duftenden Nächten im Köşk, ein tägliches, kostenloses Programm mit Veranstaltungen für euren Geruchssinn.

Lauscht dem Geruch des letzten Waldes auf der Erde. Folgt den duftenden Routen der Gewürzmigrationen. Nehmt ein Klang- und Duftbad.

NOSE ist in diesem Jahr das olfaktorische Zentrum von SPIELART. Hier verfolgen wir die gleichen Themen wie im Rest des Festivals, aber mit der Nase.

Der Geruchssinn ist der erste Sinn, den wir von Geburt an benutzen. Düfte lösen direkt Emotionen und Erinnerungen aus und haben einen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen, wie wir uns zu Orten und Menschen verhalten.

Geruch ist ein kulturelles Phänomen. Die Art und Weise, wie wir Gerüche artikulieren und Bedeutungen um sie herum schaffen, ist kulturell und sozial definiert. Das Programm von NOSE schöpft aus dem Reichtum der jüngsten soziologischen Forschung über die Art und Weise, wie Düfte Osmologien schaffen - Wertesysteme, die Gerüchen zugeschrieben werden.

NOSE bietet tägliche Abenteuer für euer olfaktorisches System, inspiriert von Minna Salamis Konzept von sinnlichem Wissen: "Wenn etwas sinnlich ist, wirkt es nicht nur auf die Sinne, sondern auf das ganze Wesen - auf Geist, Körper und Seele."

Performances, Installationen, Konzerte, Workshops, Lectures, Aktivitäten für Kinder.

Kommt mit euren Kindern, eurer Großmutter, euren Freund*innen und Liebhaber*innen.

Die Bar ist immer geöffnet.

Es ist nicht nötig, zu buchen, im Voraus zu planen oder sich anzumelden. Schaut einfach vorbei, wenn ihr Zeit habt, es ist immer etwas los.

Eva Neklyaeva
Kuratorin von NOSE

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Alice Ripoll CRIA, ©Renato Mangolin
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SPIELART Theaterfestival München

Spielmotor München e.V. ­
eine Initiative der Stadt München und der BMW Group

22. Oktober bis 6. November 2021

Alle zwei Jahre findet das internationale SPIELART Theaterfestival an verschiedenen Orten in München statt. In der diesjährigen Ausgabe zeigen wir in einem hybriden Festivalformat über 40 Performances, Theater- und Tanzstücke sowie Filme, Bildende Kunst und Social Media Events – live in München, online oder als Theater für Zuhause.

SPIELART will Raum für vielfältige Perspektiven schaffen, Grenzen überwinden und zum gemeinsamen Nachdenken anregen. In einer Kombination aus zahlreichen Uraufführungen, Gastspielen, Positionen junger Künstler*innen, Ko-Kurationen und Konferenzen bringt SPIELART Menschen zusammen. Zum kollektiven Sehen, Hören und Riechen, Diskutieren und Feiern.

Auch dieses Jahr präsentieren wir viele spannende Künstler*innen unter anderem aus China, Griechenland, Indien, Nairobi, Brasilien, Südafrika, Schweiz, Tschad, Philippinen und München. Es wird viel passieren. Seien Sie dabei!
TICKETS:
www.muenchenticket.de
Der VVK beginnt gestaffelt ab dem 15.09.2021, die restlichen Vorstellungen dann ab 01.10.2021.

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Bewertungen & Berichte SPIELART Theaterfestival München

Ereignisse / Messe ArtMuc 14. bis 17.10.2021
Ereignisse / Kulturveranstaltung Haus der Kunst München München, Prinzregentenstraße 1
Ereignisse / Festival Nymphenburger Sommer München München, Südliche Auffahrtsallee 56
Ereignisse / Festival AMMERSEErenade Klassikfestival 11. bis 19.9.2021
Ereignisse / Festival Carl-Orff-Fest Andechs & Ammersee Füssen, Hochstiftstraße 9a
Ereignisse / Festival Passionsspiele in Oberammergau Oberammergau, Ludwig-Thoma-Straße 10
Aufführungen / Oper Bayerische Staatsoper München München, Max-Joseph-Platz 2
Ereignisse / Ausstellung Münchner Künstlerhaus München, Lenbachplatz 8
Ereignisse / Festival Deutsches Mozartfest Augsburg Augsburg, Bahnhofstr. 18 1/3a
Ereignisse / Theater Theaterfestival SPIELART München München, Ludwigstr. 8
Ereignisse / Festival Spielmotor München e.V. München, Ludwigstraße 8
Ereignisse / Theater Oberangertheater München, Oberanger 38
Ereignisse / Kulturveranstaltung Stadthalle Germering Germering, Landsberger Str. 39
Ereignisse / Kulturveranstaltung Jour Fix bei 84 GHz Kultur im Keller München, Georgenstraße 84
Ereignisse / Oper Immling Festival Halfing, Gut Immling
Ereignisse / Kulturveranstaltung Kulturverein Olympiadorf forum 2 München, Nadistrasse 3
Ereignisse / Gastronomie Turmstüberl im Valentin-Karlstadt-Musäum München, Tal 50
Ereignisse / Festival Tanzwerkstatt Europa München, Emil Geis Str. 21
Ereignisse / Kulturveranstaltung Orff Zentrum München München, Kaulbachstraße 16
Ereignisse / Kulturveranstaltung Klohäuschen, Westtor an der Großmarkthalle München München, Thalkirchenerstr. 81
Ereignisse / Festival Spectaculum Mundi München, Graubündener Str. 100
Ereignisse / Festival Klang & Raum - Musikfestival in Kloster Irsee Irsee, Klosterring 4
Ereignisse / Kulturveranstaltung Einstein Kultur München, Einsteinstr. 42

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