Theatinerkirche (St. Kajetan)

Theatinerstraße 22 (Theatinerkirche München)
D 80333 München

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Knallgelb liegt die Theatinerkirche am Odeonsplatz und sorgt damit für einen bunten Farbklecks in der Münchner Altstadt. Doch erst im Inneren entfaltet Sie ihre ganze barocke Schönheit, in dezentem Weiß. Nicht nur dieser Kontrast macht St. Kajetan zu einer der spannendsten Kirchen der Stadt.

Die Fassade der katholischen Hof- und Stiftskirche St. Kajetan, von den Münchnern allerdings Theatinerkirche genannt, gehört mit zu den schönsten der ganzen Stadt. Stolz reckt sie sich in kräftigem Gelb dem weiß-blauen bayerischen Himmel entgegen. Ihren Abschluss findet sie in den Kupferdächern der Türme und der mächtigen Kuppel. Es ist ein wahrlich prächtiger Bau, der an vielen Stellen der Stadt schon von weitem zu sehen ist.

Eine lange Geschichte - die Fassade der Theatinerkirche

Wie schon Schloss Nymphenburg wurde die Theatinerkirche als Dank für eine glückliche Geburt erbaut. Der spätere Kurfürst Max Emanuel war gerade erst geboren, als seine Mutter Henriette Adelheid von Savoyen 1662 die „schönste und wertvollste Kirche“ bei dem Italiener Agostino Barelli in Auftrag gab. Wenige Monate später begannen die Bauarbeiten. Wegen heftigen Auseinandersetzungen zwischen Barelli und dem Bauleiter übernahm Enrico Zucalli 1674 die künstlerische Leitung. Wieder gab es Diskussionen, und so blieb die Außenfassade der Theatinerkirche lange unvollendet. Erst rund 100 Jahre nach der Weihe entwarf François de Cuvilliés der Ältere 1765 eine Fassade im Stile des Rokokos mit nur leichten Veränderungen, die sein Sohn François de Cuvilliés der Jüngere vollendete.

Text: muenchen.de
Foto: Theatinerkirche am Odeonsplatz, Foto: Katy Spichal / muenchen.de