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Theater Münster

Theater ist Ort der Unterhaltung und der Auseinandersetzung, der Verzauberung, der Utopien und der Identitätsstiftung, ist Ort der Wahrnehmung gesellschaftspolitischer Zusammenhänge und Zukunftswerkstatt. Theater ist Ort der Suche nach Werten und Orientierung und Spiegel seiner Zeit und natürlich ist Theater immer Ort des gemeinschaftlichen Erlebnisses.

Das Theater der Stadt Münster ist alles in einem! Als größte und traditionsreichste Kultureinrichtung Münsters sieht das Theater Münster mit seinen fünf Sparten – Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Konzert und Jungem Theater – die Vermittlung dieser Vielfalt an ein breites Publikum als seine zentrale Aufgabe.

In jeder Spielzeit stehen im Großen Haus, im variablen Kleinen Haus und in der neuen Spielstätte U2 rund 30 Premieren und 600 Vorstellungen auf dem Spielplan. Sie bilden ein breit gefächertes Programm aus Bekanntem und Neuem – angefangen von den großen Klassikern bis hin zu Ur- und Erstaufführungen.

Kontakt

Theater Münster
Neubrückenstraße 63
D-48143 Münster

Telefon: +49 (0)2 51-59 09-0
Fax: +49 (0)2 51-59 09-202

 

Theaterkasse
dienstags bis freitags 10:00 -19:30 Uhr
samstags 10:00 -14:00 Uhr
Tel.: +49 (0)2 5-59 09-100
Fax: +49 (0)2 5-59 09-205
Bewertungschronik

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Theater Münster

Vorstellungsausfall bis 19.4

Der Spielbetrieb am Theater Münster wird ab sofort eingestellt. Zur Vermeidung der weiteren Verbreitung des Corona-Virus hat der Krisenstab der Stadt Münster entschieden, dass alle Veranstaltungen bis zum 19. April 2020 (einschließlich Gastspiele) abgesagt werden.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Vorstellungsausfall bis 19.4

Theater

Prinz Friedrich von Homburg

Schauspiel von Heinrich von Kleist

Premiere: 25. April 2020

»In den Staub mit allen Feinden Brandenburgs.«

Eine Nacht in Fehrbellin. Der junge Prinz von Homburg – halb wachend, halb schlafend – bindet sich im Garten des Schlos­ses vor den Augen der Hofgesellschaft einen Siegeskranz. Es ist ein Traumbild, das Kleist an den Anfang und an das Ende seines rätselhaften letzten Schauspiels stellt. Es folgt die Geschichte einer eigenmächtigen Tat. Homburg widersetzt sich in der Schlacht dem Befehl seines Vaters, des Kurfürs­ten von Brandenburg. Zwar kehrt er als strahlender Sieger aus der Schlacht zurück, doch das Kriegsrecht gilt auch für ihn. Ungläubig nimmt er das Todesurteil entgegen. Auf dem Weg ins Gefängnis blickt er entsetzt in das für ihn ausgeho­bene Grab. Prinzessin Natalie von Oranien unternimmt einen letzten Versuch den Kurfürsten umzustimmen. Die Begnadi­gung erteilt der Kurfürst unter einer Bedingung: Könne der Prinz das Urteil für ungerecht halten, so sei er frei. Homburg überwindet seine Todesangst und akzeptiert das Urteil. Mit verbundenen Augen führt man ihn ins Freie. Er glaubt sich dem Tode nahe, doch anstatt der tödlichen Kugel erhält er den Kranz des Siegers.

Traum oder Wirklichkeit? Rebell gegen die Disziplin einer militärischen Gesellschaft oder narzisstischer Träumer? Dem preußischen Hof war das Stück verhasst. Bis heute liegt die Kraft und Faszination von Kleists letztem Schauspiel aus dem Jahr 1811 in den ewigen Widersprüchen zwischen Gefühl und Ratio.

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Operette

Der Vetter aus Dingsda

Operette von Eduard Künneke

»Onkel und Tante, ja das sind Verwandte, die man am liebsten nur von hinten sieht!«

Für die schöne, reiche und fast volljährige Julia soll ein Ehe­ mann gefunden werden. Ihr Onkel Josse, gleichzeitig ihr Vor­mund, hat da klare Vorstellungen: Sein Neffe August soll es werden, damit das üppige Erbe in der Familie bleibt. Julia aber sehnt sich nach ihrem Roderich, dem sie vor sieben Jah­ren die Treue geschworen hat. Der weilt allerdings seitdem in »Dingsda«, genauer gesagt in Batavia. Dann taucht auf einmal ein ebenso geheimnisvoller wie attraktiver Fremder auf. Ist das der lang erwartete Roderich, der von seinem exo­tischen Ausflug heimgekehrt ist?

Eduard Künnekes (1885–1953) Erfolgsoperette DER VETTER AUS DINGSDA entstand in der Blütezeit der Berliner Operet­te. Mit den neuesten Tänzen wie Foxtrott, Paso Doble und Tango huldigt Künneke der Tanzwut der Goldenen Zwanziger Jahre ebenso wie mit dem unverzichtbaren Walzer. Das Spieß­bürgertum des 20. Jahrhunderts wird hier mit viel Wortwitz und Situationskomik augenzwinkernd aufs Korn genommen, so dass Text und Musik für beste Unterhaltung sorgen.

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Musiktheater

Der Untergang des Hauses Usher

(THE FALL OF THE HOUSE OF USHER)
Oper von Philipp Glass nach der Erzählung von Edgar Allan Poe

»Doch ich kann nicht fliehen, dies Haus hält mich, der Stein zerfällt.«

Nachdem William einen verzweifelten Brief seines Jugendfreundes Roderick Usher erhalten hat, besucht er den schwer Erkrankten und seine mysteriöse Zwillingsschwester Madeline. Angekommen, wird William Zeuge der letzten Tage des aussterbenden Geschlechts der Ushers und sein Aufenthalt gerät zu einem aussichtslosen Höllentrip... Edgar Allan Poes berühmte Horrorgeschichte fasziniert seit über einem Jahrhundert Dichter, Dramatiker und Komponisten. Poe deutet viel an, sagt aber kaum etwas konkret: Ist die Geschichte wirklich oder eine Halluzination? In welcher Beziehung stehen William, sein Freund Roderick Usher und Rodericks Schwester Madeline? Wurde sie lebendig begraben oder ist sie ein Dämon, der sich am Ende spektakulär rächt? Inzest, Homosexualität, Mord und das Übernatürliche hängen in der Luft, aber solche Dinge können nur in der Vorstellung des Publikums existieren.

Philip Glass (*1937) ist einer der Hauptvertreter der sogenannten »Minimal Music«. Seine Oper THE FALL OF THE HOUSE OF USHER wurde 1988 in Cambridge (Massachusetts) uraufgeführt und gehört zu den populärsten Werken des amerikanischen Komponisten. Mit seinen hypnotisch-fesselnden Klangwelten beschreibt Glass kongenial die mysteriöse Atmosphäre der Literaturvorlage und schlägt gleichzeitig – mit Anleihen an Film und Tanz – einen Bogen von der klassischen Musiktradition zur modernen Popkultur.

Musikalische: Leitung Stefan Veselka
Inszenierung: Sebastian Ritschel
Bühne & Kostüme: Sebastian Ritschel
Mitarbeit: Bühne Sophia Debus
Video: Sven Stratmann
Dramaturgie: Ronny Scholz

In deutscher Sprache

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Theater

Mein Vater und seine Schatten

Auftragsstück für das Schauspiel Münster von Martin Heckmanns

»Du musst dich schon anstrengen, damit ich mich für dich interessiere.«

»Ich will die Geschichte der Bundesrepublik als Biografie eines Mannes erzählen, der zentrale historische Ereignisse am eigenen Leib erfahren und gestaltet hat. Ein Autor meines Alters erzählt die Geschichte seines Vaters mit Wut, Neid und Staunen, der Vater kann jederzeit Einspruch erheben. Eine Vater- Sohn-Drama also, eine Abrechnung. Die Grundsituation ist das Zwiegespräch zwischen Vater und Sohn über Erziehung, Erwartung, Gestaltung der Zukunft. ›Du musst Dich schon anstrengen, damit ich mich für Dich interessiere‹– dieser Satz ist Teil des Konflikts.« (Martin Heckmanns)

Der in Mönchengladbach geborene Autor Martin Heck­manns zählt zu den meistbeachteten Autoren seiner Gene­ration. Zu seinen bekanntesten Stücken zählen KRÄNK, SCHIESS DOCH, KAUFHAUS!, DAS WUNDERVOLLE ZWISCHENDING, WÖRTER UND KÖRPER, KOMMT EIN MANN ZUR WELT und EIN TEIL DER GANS. Er war zuletzt Drama­turg und Hausautor am Staatstheater Dresden. Seine Stü­cke wurden an vielen großen Theatern im ganzen deutsch­ sprachigen Raum uraufgeführt und zahlreich nachgespielt. Jetzt schreibt Martin Heckmanns erstmals ein Stück für das Schauspiel Münster.

Inszenierung: Frank Behnke
Bühnenbild: Peter Scior
Kostüme: Ayşe Gülsüm Özel
Musik: Leonardo Mockridge
Dramaturgie: Barbara Bily

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat

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Tanz

Der himmlische Spiegel

Tanzabend von Hans Henning Paar zu Musik von Pierre Oser
inspiriert von Hieronymus Boschs GARTEN DER LÜSTE

»Warum seid ihr so sehr gequält, dass ihr sogar davon träumen müsst?«

Lust und Schrecken, Versuchung und Höllenqualen, Glaube und Aberglaube – kein Künstler malte die menschlichen Sehn­süchte, Abgründe und Ängste so anschaulich und gleichzei­tig auch so rätselhaft wie Hieronymus Bosch. Sein um etwa 1495 entstandenes Triptychon DER GARTEN DER LÜSTE fasziniert durch verlockend­-verstörende Bilderwelten, denn nirgends liegen Traum und Albtraum, Utopie und Dystopie so eng beieinander wie in diesem Werk: In einer futuristisch anmutenden Traumlandschaft, in der Lebloses animiert und Größenverhältnisse verkehrt werden, geben sich Figuren einem zügellosen Treiben hin und gehen bizarrste Paarungen ein. Es ist eine Welt, in der Trug und Wahrheit, Heil und Hölle sich kaum mehr voneinander trennen. Bosch präsentiert uns, humorvoll­-grotesk als auch moralisierend, die Vielfalt der Welt in all ihren Facetten und Möglichkeiten. Denn die Saat des Übels liegt schon im Paradies... und die Hölle ist überall, in jeder Epoche der Menschheitsgeschichte.

Inspiriert von der Zeitlosigkeit der metamorphen und fan­tastischen Bilderwelt Boschs, spürt Hans Henning Paar in sei­ner Inszenierung den fragilen und ambivalenten Zuständen der menschlichen Psyche nach. Unterstützt von der eigens für diesen Tanzabend komponierten Musik Pierre Osers ent­steht ein faszinierendes Zusammenspiel von Raum, Klang und Bewegung.

Musikalische Leitung: Thorsten Schmid-Kapfenburg
Inszenierung & Choreografie: Hans Henning Paar
Bühne & Kostüme: Anna Siegrot
Video: Sven Stratmann
Dramaturgie: Esther von der Fuhr
Choreografische Assistenz: László Nyakas
Musik: Pierre Oser

Aufführungsdauer ca. 80 Minuten, keine Pause

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Musical

Anatevka (Fiddler on the roof)

Musik von Jerry Bock Gesangstexte von Sheldon Harnick

Buch von Joseph Stein
Basierend auf den Geschichten von Sholem Alejchem mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl Deutsche Fassung von Rolf Merz und Gerhard Hagen

»Wenn ich einmal reich wär’...«

Die jüdischen Bürger im kleinen Dorf Anatevka leben noch in den alten Traditionen. Doch die Zeiten sind unsicher, immer wieder finden antijüdische Ausschreitungen statt. Jeder ist wie ein Fiedler auf dem Dach – krampfhaft bemüht, eine fröh­liche Weise zu spielen, ohne herabzustürzen. Keiner ist reich, viele Wünsche sind offen, doch der Sabbat ist heilig und wird festlich begangen. So hält es auch Tevje, der Milchmann. Was würde er nicht alles tun, wenn er einmal reich wär‘! Doch er hat genug Sorgen mit seinen fünf Töchtern, die er und seine Frau Golde »unter die Haube« bringen möchten. Im Zuge der Judenpogrome durch den Zaren erfolgt die Ausweisung der Bewohner Anatevkas. Das Entsetzen der Menschen, denen man die Heimat nimmt, ist groß, doch sie sind wehrlos und müssen sich fügen. Bei aller Trostlosigkeit bleibt die Hoff­nung auf ein späteres Wiedersehen.

Dass ein Musical nicht Glanz und Gloria sowie ein ver­träumtes Happy End haben muss, um zu begeistern, beweist FIDDLER ON THE ROOF, das in Deutschland unter dem Titel ANATEVKA bekannt wurde. Die Handlung, die in vie­len Szenen die Waage zwischen heiter und bitterernst hält, basiert auf den Erzählungen des ostjüdischen Dichters Sho­lem Alejchem. Mit Rückgriffen auf die Musik der früher in Osteuropa siedelnden jüdischen Bevölkerung schuf Jerry Bock (1928–2010) seine beste Partitur und Evergreens wie Wenn ich einmal reich wär’ und ist es Liebe?

Musikalische Leitung: Stefan Veselka
Inszenierung: Nilufar K. Münzing
Choreografie: Jason Franklin
Bühne & Kostüme: Bernhard Niechotz
Choreinstudierung: Joseph Feigl
Dramaturgie: Ronny Scholz
Musikvermittlung: Ilka Roßbach

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Theater

Effi Briest

Schauspiel nach dem Roman von Theodor Fontane

Effi Briest ist gerade einmal 17 Jahre alt, als sie nach einer unbeschwerten und behüteten Kindheit von ihren Eltern mit dem 20 Jahre älteren Baron von Innstetten verheiratet wird. Nach der Hochzeit zieht sie mit dem gefühlsarmen Bräuti­gam in die Provinz und das Leben als Ehefrau entpuppt sich als gar nicht so glamourös und aufregend, wie es sich die lebenshungrige Effi vorgestellt hatte. Mit unstillbarer Sehnsucht nach wahrer Liebe beginnt Effi übermütig eine Affäre mit dem überaus charmanten und gutaussehenden Major Crampas. Doch auch hier findet sie kein Glück und beendet die Beziehung aufgrund des vorherrschenden Drucks von Vernunft und Moral. Als ihr Mann in die Hauptstadt versetzt wird, sieht Effi die Chance, sich von ihrer Schuld zu befreien und steuert mit Hoffnung einem neuen Lebensglück ent­gegen. Jahre später findet Innstetten die Liebesbriefe des Majors, die Effi niemals vernichtet hatte. Eine Wendung, die katastrophale Folgen nach sich zieht.

Fontanes Roman EFFI BRIEST ist ein Klassiker der deut­schen Literatur und ein Höhepunkt des poetischen Realis­mus. Der Stoff hat auch heute nicht an Aktualität eingebüßt, denn der natürliche Drang nach persönlichem Glück wird immer wieder durch gesellschaftlichen Erwartungsdruck in Frage gestellt.

Inszenierung: Gregor Tureček
Bühne & Kostüme: Juliette Collas
Musik. Constantin John
Dramaturgie: Monika Marta Kosik

Kooperation mit dem Schauspiel Münster

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Theater

Wer hat meinen Vater umgebracht

nach dem Roman von Édouard Louis

Die Geschichte seines Lebens erzählen heißt, die Geschichte meiner Abwesenheit schreiben.

Mit seinem dritten Roman WER HAT MEINEN VATER UMGEBRACHT setzt Édouard Louis das autobiographische Schreiben fort und schließt eine Klammer um die Familienerzählung seines Erstlingswerks Das Ende von Eddy. Aufgewachsen in der nordfranzösischen Provinz, berichtet er von einem Leben gefangen in brutalen Verhältnissen, der Entdeckung seiner Homosexualität und dem Wunsch, das enge, ihn umgebende Milieu zu verlassen – was schließlich zum Bruch mit der eigenen Familie führt. In WER HAT MEINEN VATER UMGEBRACHT kehrt der mittlerweile in Paris lebende Autor zu seinen Wurzeln zurück und versucht das eigene Verhältnis zum Vater aufzuarbeiten. Dessen Gesundheitszustand ist erschreckend desolat ebenso wie das politische System Frankreichs, was Louis zum Anlass nimmt, beides miteinander in Bezug zu setzen und zu dem Schluss zu kommen, dass die regierenden Eliten der letzten Jahrzehnte seinem Vater mit ihren neoliberalen Politiken und dem damit einhergehenden Sozialabbau buchstäblich das Rückgrat gebrochen hätten. Louis’ Abrechnung mit den französischen Präsidenten und die gleichzeitige Aussöhnung mit seiner Familie ist eine provozierende Attacke gegen das politische System und ein aufwühlendes Vater-Sohn Drama.

Inszenierung: Michael Letmathe

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Theater

En Midsummernachtsdraum

Komödie von William Shakespeare

Mönsterländsk plat van Hannes Demming

Eifersüchteleien, Liebeswirren und ein großes amouröses Chaos sind die Zutaten dieser Sommernacht. Die ist so fantas­tisch, sagenumwoben und märchenhaft, dass es sich eigent­lich nur um einen Traum handeln kann: Herzog Theseus hat in einer großen Schlacht Amazonenkönigin Hippolyta besiegt und möchte sie nun heiraten. Da taucht ein Vater mit sei­ner Tochter, ihrem Liebhaber, einem Nebenbuhler und noch einer Buhlerin auf, die alle nicht so wollen wie der Vater. Die vier Liebenden fliehen in den nahen Athener Wald, weil die eine nicht den anderen will sondern den einen, der andere will die eine, aber nicht die andere, die den anderen will. Im Wald liegen Elfenkönig Oberon und seine Königin Titania im Clinch. Und dann unternimmt noch eine Gruppe Handwerker in demselben Wald den hilflosen Versuch, ein Theaterstück einzustudieren. Das Chaos ist perfekt, als der koboldige Puck den einen Liebenden mit dem anderen verwechselt und dann der eine und der andere beide die andere Liebende wollen; und Puck dann auch noch einem Handwerker einen Eselskopf hext und Titania sich in diesen verliebt...

Die Niederdeutsche Bühne spielt im Jahr ihres 100. Geburtstages Shakespeares berühmteste Komödie.

Inszenierung: Cornelius Demming
Bühnenbild: Kerstin Bayer
Kostüme: Helgard Classen-Seifert

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Theater

Der Bundesbürger

Auftragsstück von Annalena und Konstantin Küspert

Uraufführung

Er war ein »Münchhausen« der bundesdeutschen Politik, der vorgab »Klartext« zu reden, um die deutsche Politik ehrlicher zu machen. Seine Selbstinszenierungen schwankten zwischen Genialität und Größenwahn. Münster wurde durch ihn immer wieder zur Bühne, manchmal sogar für die Weltpolitik. Vielleicht war es die luftige Perspektive des leidenschaftlichen Fallschirmspringers, die ihn gleichsam zum kühnen Visionär, unseriösen Paradiesvogel und »Lügenbaron« der Bundespolitik machte? Aufstieg und Fall eines Politikers, dieses gängige Erzählmuster, hatte bei ihm schließlich eine besonders tragische Dimension. Er endete im »freien Fall« auf einem Feld im Münsterland, während Einsatzkommandos der Staatsanwaltschaft seine Büros durchsuchten. Annalena und Konstantin Küspert erzählen die Schelmengeschichte eines Mannes, der Politik zur Bühne für eine Marketingshow machte und selbst sein Tod wurde noch als medialer Coup gesehen.

Inszenierung: Ruth Messing
Bühne & Kostüme: Ayşe Gülsüm Özel
Dramaturgie: Michael Letmathe

Aufführungsdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

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Theater

Der gute Mensch von Sezuan

Parabelstück von Bertolt Brecht
Mit Musik von Paul Dessau

»Für eure grossen Pläne, ihr Götter – war ich armer Mensch zu klein.«

Beunruhigt über die Zustände auf dem Planeten Erde reisen drei Götter in geheimer Mission in die chinesische Provinz auf der Suche nach »guten Menschen«. Niemand erkennt in den Fremden die Götter und niemand nimmt sie auf, bis sie schließlich auf die arme Prostituierte Shen Te treffen, die ihnen ihr Zimmer für die Nacht überlässt. Das großzügige Geldgeschenk, das ihr darauf die Götter überreichen, ist Shen Tes Startkapital für ein gutes Leben und ein kleines Tabak­geschäft. Als ihre Gutmütigkeit immer rücksichtsloser von anderen Menschen ausgenutzt wird, und sie schließlich aus Liebe zu einem jungen Flieger ihr letztes Geld verleiht, erfin­det sie den Verwandten Shui Ta und schlüpft immer häufiger in dessen Rolle. Shui Ta ist ein knallharter Geschäftsmann und macht aus dem kleinen Tabakladen schnell ein florie­rendes Unternehmen. Aber lange bleibt das doppelte Spiel nicht unentdeckt und Shui Ta wird vor Gericht geladen, um das Verschwinden Shen Tes aufzuklären.

DER GUTE MENSCH VON SEZUAN, 1943 in Zürich urauf­geführt, spielt in China, das heute mehr mit Brechts ökono­mischer Fantasie zu tun hat, als ihm vermutlich lieb wäre. Mögen Brechts Antworten für heute nicht mehr gelten, seine Fragen an die Beschaffenheit unseres Wirtschaftssystems sind gerade in globalisierten und digitalisierten Zeiten wei­ter unbequem.

Musikalische Leitung: Stefan Veselka
Inszenierung: Sebastian Ritschel
Bühne & Kostüme: Sebastian Ritschel
Mitarbeit Bühne: Sophia Debus
Video: Sven Stratmann
Dramaturgie: Ronny Scholz

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Theater

Das Tagebuch der Anne Frank

Monooper von Grigori Frid

In ihrem Tagebuch nimmt sich die 13-jährige Anne Frank, was ihr im wahren Leben verwehrt bleibt: Raum und gedankliche Freiheit. Über zwei Jahre wird sie in den faschistisch besetzten Niederlanden gemeinsam mit ihrer Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt. Ihre Gefühle, tiefgründigen Gedanken, Hoffnungen und Ängste hält sie dabei in ihren Aufzeichnungen fest, in denen ihr unbeugsamer Lebenswille ebenso Ausdruck findet.

Die zweiteilige Mono-Oper von Grigori Frid (1915 – 2012) hat mit ­einem fast wortgetreuen Libretto aus den Originaltexten Anne Franks eine tief berührende musikalisch-lyrische Erzählung geschaffen.

Musikalische Leitung & Klavier: Fabian Liesenfeld
Inszenierung: Jan Holtappels
Bühne & Kostüme: Melanie Walter
Dramaturgie: Ronny Scholz

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Theater

FRÄULEINELSE.COM

nach Arthur Schnitzlers Novelle FRÄULEIN ELSE

»Eine Viertelstunde dastehen vor ihrer Schönheit …«, das ist der Preis, den Else zahlen soll, um ihre Familie aus einer finanziellen Not zu retten. Aus Liebe zu ihrem Vater zeigt sie sich dem Geschäftsfreund nackt, ohne die Folgen für sich selbst abschätzen zu können.

Arthur Schnitzler, der Sigmund Freud des Theaters, ist ein Meister des inneren Monologs. Das innere Erleben seiner Figur wird dabei auch immer zu einem kritischen Gesellschaftsbild. Wieweit gehen Menschen, um den äußeren Schein zu wahren? Wieviel sind sie bereit zu opfern? Bei FRÄULEIN ELSE ist es die Würde der Tochter, die leichtfertig verspielt wird.

Andrea Spicher katapultiert diese Geschichte in ihrer Spielfassung ins 21. Jahrhundert, in eine Welt von Instagram und Facebook.

Regie / Konzept & Spiel: Andrea Spicher

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Theater Münster

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Das Theater der Stadt Münster ist alles in einem! Als größte und traditionsreichste Kultureinrichtung Münsters sieht das Theater Münster mit seinen fünf Sparten – Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Konzert und Jungem Theater – die Vermittlung dieser Vielfalt an ein breites Publikum als seine zentrale Aufgabe.

In jeder Spielzeit stehen im Großen Haus, im variablen Kleinen Haus und in der neuen Spielstätte U2 rund 30 Premieren und 600 Vorstellungen auf dem Spielplan. Sie bilden ein breit gefächertes Programm aus Bekanntem und Neuem – angefangen von den großen Klassikern bis hin zu Ur- und Erstaufführungen.
Theaterkasse
dienstags bis freitags 10:00 -19:30 Uhr
samstags 10:00 -14:00 Uhr
Tel.: +49 (0)2 5-59 09-100
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Aufführungen / Theater Theater Bielefeld Bielefeld, Brunnenstraße 3-9
Aufführungen / Theater Theater Osnabrück Osnabrück, Domhof 10/11
Aufführungen / Varieté GOP Kaiserpalais Bad Oeynhausen Bad Oeynhausen, Im Kurgarten 8
Aufführungen / Theater Theaterlabor im Tor 6 Bielefeld, H.-Kleinewächter-Str. 4

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