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15. Morgenland Festival Osnabrück

14. bis 29. Juni 2019

DAS MORGENLAND FESTIVAL OSNABRÜCK SETZT NEUE STANDARDS IN DER BEGEGNUNG ZWISCHEN WEST UND OST.
Stefan Buchen, Qantara.de

 

Das Morgenland Festival Osnabrück widmet sich seit 2005 der faszinierenden Musikkultur des Vorderen Orient, von traditioneller Musik bis zu Jazz, Rock und Avantgarde. Mit dem Schwerpunkt auf einer Region, die als „Orient“ unmittelbar positive wie negative Klischeebilder hervorruft, hat sich das Festival zur Aufgabe gemacht, diesen Bildern authentische Eindrücke entgegenzusetzen. Das Festival ermöglicht seinem Publikum und seinen Gästen die Begegnung mit dem Anderen als ein Komplexes – mal Verwandtes, mal inspirierend Fremdes.
Das Osnabrücker Festival hat Chor- und Orchesterprojekte in Iran, Irak, Syrien, Jordanien, Kasachstan, im Libanon und in der Türkei realisiert. Der erste Auftritt eines westlichen Symphonieorchesters in Iran nach 1979 oder die Iran-Premiere der Bach’schen Johannes-Passion waren Höhepunkte in der Geschichte des Festivals, ebenso das wohl erste Internationale Musikfestival in Kurdistan/Irak.
Vom 14. bis 29. Juni 2019 präsentiert das Morgenland Festival Osnabrück
Ergebnisse einer 15-jährigen intensiven Auseinandersetzung mit der Musik Westasiens:
herausragende Solisten und Ensembles der traditionellen Musik wie Alim Qasimov, Moslem Rahal oder Waed Bouhassoun; Experimentelles von den iranischen Musikern Mohsen Namjoo, Makan Ashgvari oder dem Ensemble Constantinople unter der Leitung von Kiya Tabassian und Sandeep Bhagwati, großformatige Projekte wie die erstmalige Zusammenarbeit der Morgenland All Star Band mit dem Osnabrücker Sinfonieorchester oder eine Produktion mit dem syrischen Klarinettisten Kinan Azmeh und der NDR Bigband.

Das Morgenland Festival Osnabrück hat sich in den letzten Jahren zu einem Mekka nicht nur für Musikliebhaber, sondern auch für die ungezählten Musiker entwickelt, die die Friedensstadt längst als ihr zweites Zuhause betrachten.

Das Festival-Programm wird am 26. April 2019 veröffentlicht.
Weitere Informationen unter www.morgenland-festival.com

Kontakt

15. Morgenland Festival Osnabrück
Lohstraße 45a
D-49074 Osnabrück

Telefon: +49 176 2324 3555
E-Mail: info@morgenland-festival.com

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Bewertungen & Erfahrungsberichte 15. Morgenland Festival Osnabrück

Konzert

Eröffnungskonzert:
Taksim Trio / Alim Qasimov & Michel Godard

Das 15. Morgenland Festival Osnabrück beginnt mit einem hochkarätigen Doppelkonzert in St. Marien. Den Anfang macht das Taksim Trio aus Istanbul. Mit Klarinette, Bağlama und Kanun spielen Hüsnü Şenlendirici, İsmail Tunçbilek und Aytaç Doğan traditionelle Instrumente. Doch sie machen eine Musik, die Morgenland und Abendland, türkische Volksmusik und Musik der Roma, Jazz und sogar Flamenco zusammenbringt. Musik, die sowohl in der Türkei populär ist als auch international große Erfolge feiert.

Nach der Pause gibt es ein Wiedersehen mit Alim Qasimov und Michel Godard. 2016 begegneten sich der bekannteste Sänger Aserbaidschans, der im traditionellen Mugham-Stil singt, und der französische Jazz-Tubist, Bassist und Serpent-Spieler zum ersten Mal – beim Morgenland Festival, wo sie ein denkwürdiges Konzert mit zahlreichen Gänsehaut-Momenten gaben. „Er ist schlichtweg einer der größten lebenden Sänger“, schrieb die New York Times, „eine der größten Stimmen der Welt“ nannte ihn Le Monde. Wer Alim Qasimov einmal gehört hat, wird das nicht für übertrieben halten. Begleitet werden die beiden, die inzwischen eine gemeinsame CD eingespielt haben, vom Kamancheh-Spieler Rauf Islamov. Als Gast wird Hüsnü Şenlendirici, der Klarinettist des Taksim Trios, dazustoßen.

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Konzert

Ensemble Constantinople

Constantinople ist ein Ensemble aus Montréal, das Instrumente der europäischen Alten Musik und des Vorderen Orients zusammenbringt. Gegründet wurde es vor zwanzig Jahren vom iranischen Musiker und Produzenten Kiya Tabassian. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern, die aus Ländern wie Senegal, Iran, Türkei und Indien stammen, jetzt aber alle in Montréal wohnen, widmet er sich mit unermüdlicher Neugier den musikalischen Verbindungen zwischen Ost und West. Dabei bewegen sich die Schwerpunkte je nach Projekt zwischen dem mittelalterlichen Spanien und dem alten Persien, dem Gesang der französischen Troubadours und mexikanischer Barockmusik.

Nach Osnabrück kommt das Ensemble mit einem außergewöhnlichen Projekt in großer Besetzung: In „Et je reverrai cette ville étrange“ entwickeln sie nichts weniger als den „Klang einer globalen Stadt“ – eine gemeinsame Sprache, gewachsen aus der Vielfalt unterschiedlicher Traditionen. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem deutsch-indischen Komponisten und Musikwissenschaftler Sandeep Bhagwati in Koproduktion mit dem matralab. Es knüpft an ein Werk des musikalischen Weltenwanderers Claude Vivier (1948-83) an und ist eine Mischung aus komponierter und improvisierter Musik, aus vokalen, instrumentalen und elektronischen Klängen: ein Gebilde zwischen Traum und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart.

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Konzert

Ensemble Maqam

Als Gast: Nour Kamar

Der Geiger und Komponist Maias Alyamani ist ein Wandler zwischen den Welten. Er hat an den Musikhochschulen in Damaskus und Wien studiert und mit klassischen Musikern wie Gidon Kremer und Yo-Yo Ma, aber auch mit Jazzern wie Joe Zawinul und Wynton Marsalis zusammengearbeitet. Er komponierte Musik für die Eröffnung des Opernhauses in Damaskus und für die Arab Olympic Games in Doha und ist Mitglied des Qatar Philharmonic Orchestra, mit dem er auch als Solist regelmäßig auftritt. Alyamanis musikalische Heimat aber ist die traditionelle Musik der arabischen Welt. 2006 gründete er in Wien das inzwischen weltweit erfolgreiche Ensemble MAqam, das klassische arabische Musik spielt, aber mit einem Interpretations- und Aufführungsansatz, als wäre es westliche klassische Musik. Das Repertoire bilden Arrangements traditioneller Musik, Werke von Alyamani, sowie Stücke anderer Komponisten, die speziell für das Ensemble MAqam geschrieben werden. Als Gast wird die junge tunesische Sängerin Nour Kamar hinzustoßen. Sie wurde in einer Talentshow entdeckt und spielte – und sang! – die junge Oum Kulthum in Shirin Neshats Spielfilm „Looking for Oum Kulthum“, welcher am 16. Juni im Rahmen des Festivals ebenfalls zu sehen sein wird.

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Film

Looking For Oum Kulthum

Ein Film von Shirin Neshat

Eigentlich wollte die iranische, in New York lebende Künstlerin Shirin Neshat einen Film über die ägyptische Sängerin Oum Kulthum machen, die in der arabischen Welt wie Maria Callas und Madonna zusammen verehrt wird. Doch stieß sie an so viele Grenzen – weil sie nicht arabisch spricht, weil sie eine Frau ist usw. –, dass das Projekt scheiterte. Statt aber aufzugeben, entschloss sich Shirin Neshat, in ihrem Film genau diese Geschichte zu erzählen – in einer faszinierenden Mischung verschiedener Ebenen und Zeiten, zwischen historischer Realität und Fiktion, zwischen Film und Film-im-Film. Dabei kommt sie nicht nur der legendären Musikerin näher, sondern wird immer wieder mit dem Thema Identität konfrontiert. Die Regisseurin, das Alter Ego von Shirin Neshat, spielt in dieser deutsch-österreichisch-italienisch-marokkanischen Koproduktion Neda Rahmanian. Die in Teheran geborene und in Hamburg aufgewachsene Schauspielerin hatte ihr erstes Engagement 2003-05 am Theater Osnabrück. Heute ist sie im Theater und Fernsehen aktiv und unter anderem als Hauptdarstellerin im Kroatien-Krimi in der ARD zu erleben.

Neda Rahmanian und ihre junge Kollegin Nour Kamar werden bei der Filmvorführung anwesend sein.

Tickets sind nur im Cinema Arthouse erhältlich.

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Konzert

Narek Hakhnazaryan & Saleem Ashkar

Der eine wurde schlagartig bekannt, als er mit 22 Jahren den Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau gewann. Der andere feierte seinen Durchbruch, als er mit 17 Jahren Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 spielte und dabei dem berühmten Dirigenten Zubin Mehta so sehr imponierte, dass der ihn fortan förderte. Der eine stammt aus dem armenischen Jerewan, studierte in Moskau und Boston, erhielt Unterricht von der Cello-Legende Mstislaw Rostro­­powitsch und gilt heute als einer der spannendsten jungen Cellisten der Welt. Der andere wurde als Sohn christlicher Palästinenser im israelischen Nazareth geboren, studierte in London und Hannover, wohnt heute in Berlin und gilt als einer der interessantesten Pianisten weltweit. Beide sind sie dem Morgenland Festival Osnabrück seit Jahren verbunden, heute sind sie mit einem ungewöhnlichen Duo-Programm zu erleben: Der Cellist Narek Hakhnazaryan und der Pianist Saleem Ashkar spielen die Cellosonate Nr. 3 von Ludwig van Beethoven, die zeitgleich mit der berühmten fünften Sinfonie entstand, die einzige Cellosonate von Dmitri Schostakowitsch von 1934, sowie Werke armenischer und arabischer Komponisten.

Tickets sind ausschließlich über das Theater Osnabrück erhältlich.

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Konzert

The Fence, The Rooftop And The Distant Sea

Mit: Gregor Witt, Tibor Reman, Mathias Baier, Narek Hakhnazaryan, Elisaveta Blumina & Dima Orsho

Wenn der Sieger des Tschaikowsky-Wettbewerbs für Cello, eine preisgekrönte Pianistin, die sich leidenschaftlich für osteuropäische Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts einsetzt, sowie der Solo-Oboist, der Solo-Klarinettist und der Solo-Fagottist der Staatskapelle Berlin gemeinsam Kammermusik machen, dann kann man darauf wetten, was auf dem Programm steht: Werke europäischer Komponisten, vielleicht noch, wenn Neue Musik gespielt wird, amerikanischer und in ganz seltenen Fällen auch eines ostasiatischen Komponisten. Heute würde man die Wette verlieren. Elisaveta Blumina, Narek Hakhnazaryan und die Solisten der Staatskapelle Berlin Gregor Witt, Tibor Reman und Mathias Baier spielen Musik junger arabischer Komponisten. Werke in unterschiedlichen Besetzungen von Maias Alyamani, Kinan Azmeh, Bechara El-Khoury, sowie zwei Stücke von Zaid Jabri und Issam Rafea, die speziell für das heutige Konzert geschrieben wurden. Beim Sextett von Issam Rafea gesellt sich Dima Orsho hinzu, die großartige, in Osnabrück als Wandlerin zwischen den musikalischen Welten bestens bekannte Sängerin.

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Konzert

Maya Youssef & Yasamin Shahhosseini

Mit neun Jahren hörte Maya Youssef auf dem Weg zum Geigenunterricht in einem Taxiradio ein Instrument, dessen Klang sie faszinierte. Doch der Fahrer sagte nur: Vergiss es, das Kanun ist ein Männerinstrument. Das hat sich geändert – dank Maya Youssef. Mit 12 gewann sie den nationalen syrischen Musikwettbewerb für das Kanun, eine Kastenzither mit 78 Saiten, später zog sie nach Dubai, unterrichtete in Maskat/ Oman und fand schließlich in London eine neue Heimat. Hier hörte sie eines Abends wieder Nachrichten vom Krieg in Syrien und war so aufgewühlt, dass sie das Kanun zur Hand nahm, um ihre Gefühle zu verarbeiten – heraus kam ihre erste Komposition überhaupt, „Syrian dreams“. Sechs Jahre später erschien bei harmonia mundi ihre erste CD mit eigenen Stücken: eine sehr persönliche Reise durch sechs Jahre Krieg in Syrien, wie sie sagt. Musik ist für Maya Youssef ein Heilmittel, sie steht für das Leben und die Hoffnung auf Menschlichkeit und Frieden in Syrien und in der ganzen Welt.

Den zweiten Teil des Konzerts bestreitet Yasamin Shahhosseini, eine junge Oud-Spielerin aus Teheran, die mit dem traditionellen Instrument ganz neue stilistische Wege erkundet: Ihre Improvisationen ziehen ihre Kraft aus der Tradition und sind zugleich durchpulst vom Drive des modernen Lebens – ohne gleich Jazz oder Popmusik zu sein. Nach zwei Solo-Sets werden Maya Youssef und Yasamin Shahhosseini dann erstmals gemeinsam Musik machen. Man darf gespannt sein!

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Konzert

Dima Orsho: Hidwa

Dima Orsho studierte in ihrer Heimatstadt Damaskus zunächst Klarinette und war Mitglied des Nationalen Syrischen Symphonieorchesters, ehe sie nach Boston zog, um Operngesang zu studieren. Heute bewegt sie sich mit traumwandlerischer Stilsicherheit zwischen Klassik, Jazz und traditioneller arabischer Musik. Sie ist Mitglied im Ensemble Hewar, war Teil von Yo-Yo Mas Silkroad Ensemble und feiert heute die „Plattentaufe“ ihrer zweiten CD unter eigenem Namen: „Hidwa. Lullabies for Troubled Times“, die zu Silvester 2017 in der Fattoria Musica in Osnabrück aufgenommen wurde. Mit dabei sind der tunesische Geiger Jasser Haj Youssef, der Akkordeonist Manfred Leuchter, Salman Gambarov am Klavier, der Kölner Jazzbassist Robert Landfermann und der deutsch-polnische Drummer Bodek Janke.

“These songs are more than lullabies to calm children and put them to sleep... they are songs to put an anxious mind at ease... lullabies for our troubled times.” Dima Orsho

"Dima Orsho paints a dreamlike soundscape out of this world with a voice full of serene passion."
Maja Vasiljevic, Radio Clásica, Madrid

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Konzert

Doppelkonzert: Trio Ré & Mohsen Namjoo

Bereits 2008 sollte Mohsen Namjoo beim Morgenland Festival Osnabrück auftreten. Das Visum war gedruckt und zum Einkleben bereit, aber es war nicht möglich, einen gültigen Pass für ihn zu bekommen. So musste das Konzert abgesagt werden. Damals war Mohsen Namjoo mit seiner Setar, der persischen Laute, noch ein Geheimtipp der Teheraner Underground-Szene. Wegen der Vertonung von Koranversen wurde er in Abwesenheit verurteilt, seitdem lebte er erst in Österreich, mittlerweile in New York. Als eigenwilliger Singer-Songwriter, der traditionelle persische Musik mit Rock und Blues verbindet, genießt er heute große Popularität nicht nur unter jungen Leuten im Iran.

Eröffnet wird das Doppelkonzert in der Lagerhalle von einem jungen Trio, das bereits der nächsten Generation angehört. Kopf des Trio Ré ist Makan Ashgvari, ein Sänger und Songwriter, Schauspieler und Regisseur, der regelmäßig mit den Protagonisten der Teheraner Szene zusammenarbeitet. Seine Mitstreiter im Trio Ré sind Ali Ghahremani an der E-Gitarre und Sanaz Sattarzadeh an der Langhalslaute Tar.

20.00 Uhr: Trio Ré
21:30 Uhr: Mohsen Namjoo

Für die beiden Konzerte sind auch separate Tickets erhältlich.

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Konzert

Kinan Azmeh & NDR Bigband

Der Klarinettist Kinan Azmeh gastierte bereits mehrfach beim Morgenland Festival Osnabrück, mit seinem Ensemble Hewar und Jivan Gasparyan ebenso wie mit dem uigurischen Sänger Perhat Khaliq, mit Giora Feidman ebenso wie mit dem Osnabrücker Symphonieorchester oder als Gründungsmitglied der Morgenland All Star Band. Er hat Klarinette in seiner Heimatstadt Damaskus und an der Juilliard School in New York studiert, ist Mitglied in Yo-Yo Mas Silkroad Ensemble und hat gerade sein neuestes Doppelalbum herausgebracht: „Uneven Sky“. Darauf spielt er gemeinsam mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin Klarinettenkonzerte zeitgenössischer syrischer Komponisten und eigene Werke. In der VW Werkshalle 2 ist er am Samstag als Solist mit der NDR Bigband zu erleben, die ebenfalls schon mehrfach beim Morgenland Festival Osnabrück zu Gast war. Das in Hamburg ansässige Ensemble gilt als eine der besten Bigbands der Welt, ihre Mitglieder sind nicht nur Virtuosen auf ihren Instrumenten, sondern auch stilistisch flexibel und immer bereit für ungewöhnliche Projekte. Wolf Kerschek hat Kinan Azmehs Stücke für Bigband arrangiert. Er wird auch das heutige Konzert leiten. Der Hamburger ist nicht nur Vibraphonist, Dirigent und Komponist, sondern auch einer der gefragtesten deutschen Arrangeure, er arbeitete u.a. für Roger Cicero, Rammstein, Helene Fischer, Till Brönner und mehrere Filmorchester.

Der Jazz-Trompeter Ingolf Burkhardt und der chinesische Sheng-Virtuose Wu Wei begegneten sich beim letztjährigen Morgenland Festival Osnabrück. Der Wunsch, gemeinsam Musik zu machen wurde schnell erfüllt. Im Rahmen eines Projektes der NDR Bigband spielten die zwei Musiker im April in der Hamburger Elbphilharmonie. Heute sind sie als Vorband zu Kinan Azmeh und der NDR Bigband zu erleben.

Es wird einen Shuttle-Service von und zum Werksgelände geben. Weitere Informationen finden Sie in Kürze hier.

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Konzert

Bakustic Jazz

Der Pianist Salman Gambarov ist einer wichtigsten Köpfe der Jazz-Szene von Baku. Und die ist erstaunlich lebendig und innovativ. Baku liegt an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien, hier wurde das erste Konservatorium der Sowjetunion aufgebaut, hier wird der traditionelle Mugham gepflegt, und all dies fließt ein in den aserbaidschanischen Jazz. Unter dem Namen Bakustic Jazz beschreitet der studierte Komponist und Musikwissenschaftler Salman Gambarov in verschiedenen Besetzungen immer wieder neue Wege. 2009 gastierte er mit seinem klassischen Jazztrio beim Morgenland Festival, der Mitschnitt des gefeierten Konzerts erschien auf CD. Am Sonntag ist er gemeinsam mit Vagif Aliyev am Schlagzeug und dem Bassisten Emil Gasanov zu Gast.

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Konzert

Aynur & 4hands

Mit: Aynur, Salman Gambarov, Florian Weber & Michel Godard

Aynur ist die weibliche Stimme Kurdistans. Geboren in Ostanatolien und später aufgewachsen in Istanbul, wurde sie schon mit ihrer ersten CD 2004 zum Star in der Türkei. 2005 wurde ihr Album „Kece Kurdan“ (kurdisches Mädchen) zeitweilig verboten, weil es zum Separatismus aufrufe. Es handelt vom Kampf der kurdischen Frau gegen Feudalismus und Unterdrückung und davon, dass sie ihrer Identität beraubt werden soll - ein Lied, das dazu aufruft, sich der männlichen Vorherrschaft zu widersetzen. 2011 verließ Aynur die Türkei, nachdem sie beim Istanbul Jazz Festival von Nationalisten niedergeschrieen worden war. 2012 eröffnete sie das Festival gemeinsam mit dem Morgenland Chamber Orchestra, 2013 gab sie zusammen mit Kayhan Kalhor, Salman Gambarov und Cemil Qocgiri ein gefeiertes Konzert, die daraus entstandene CD „Hawniyaz“ erhielt den renommierten Preis der Deutschen Schallplattenkritik. In diesem Jahr wird sie begleitet von gleich zwei großartigen Pianisten – 4hands: Salman Gambarov aus Baku und Florian Weber, der zwischen den verschiedensten Projekten in New York und Köln pendelt und dessen zweite CD bei ECM vor Kurzem erschienen ist. Als „Special Guest“ gesellt sich Michael Godard hinzu, der ungemein vielseitige Bassist, Tubist und Serpent-Spieler.

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Konzert

Waed Bouhassoun & Moslem Rahal

Den ersten Teil des Doppelkonzertes in der Lagerhalle bestreiten zwei hochinteressante Musiker- persönlichkeiten aus Damaskus. Die Sängerin Waed Bouhassoun, die sich selbst auf der Oud begleitet, ist oft mit der legendären Oum Kulthum vergleichen worden. Denn kaum eine andere Sängerin aus dem arabischsprachigen Raum interpretiert die alten klassischen Lieder, aber auch Werke zeitgenössischer Dichter und Komponisten so einfühlsam wie Waed Bouhassoun. Regelmäßig arbeitet die Sängerin, die inzwischen in Paris lebt, mit Jordi Savall und seinem Ensemble Hesperion XXI zusammen. Moslem Rahal ist als Ney-Spieler und Musikforscher festes Mitglied dieses Ensembles, das als eines der besten Alte-Musik-Ensembles der Welt gilt. Für den legendären Jordi Savall ist Rahal schlicht „der beste Ney-Spieler überhaupt“. Moslem Rahal war Mitglied des Nationalen Syrischen Symphonieorchesters und Professor für Ney an der Musikhochschule Damaskus. Inzwischen wohnt er in Barcelona und arbeitet mit Musikern verschiedener Genres zusammen. Er ist Gründungsmitglied der Morgenland All Star Band.

Tickets für dieses Konzert sind auch als Kombiticket mit der nachfolgenden Veranstaltung erhältlich.

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Konzert

Manfred Leuchter & Freunde

Manfred Leuchter ist Akkordeonspieler, Produzent u.a. vieler Alben von Reinhard Mey und Stephan Sulke, Arrangeur, Komponist, Toningenieur und passionierter Weltreisender mit langjährigem zweitem Wohnsitz in Marrakesch. Von der Kairo-Oper bis zur Elbphilharmonie, vom Sudan bis zu den Hebriden – wo immer er ist, bewegt er sich schwindelfrei zwischen den Klangkulturen der Welt, ohne die eigene Sprache, den intimen Dialog mit seinem Instrument zu vernachlässigen. Leuchter bringt immer wieder die Musiker, die ihm auf seinen Reisen begegnen, in Europa zusammen. Fürs Morgenland Festival Osnabrück hat er eine erlesene Truppe versammelt: Der Italiener Andrea Piccioni ist ein gefeierter Virtuose an Tambourello und Rahmentrommeln, der schon mit Größen wie Bobby McFerrin und Gianluigi Trovesi auf Tournee war. Feras Charestan aus Syrien ist ein Zauberer auf dem Kanun, Mohamed Najem ein feinsinniger Klarinettist aus Palästina und Bassem Hawar ein nicht minder delikater Meister auf der Djoze, der arabischen Kniegeige, die zu spielen er in Bagdad erlernt hat. Komplettiert wird das Sextett von Leuchters langjährigem Partner am Bass, Antoine Pütz. Wenn Manfred Leuchter und seine Freunde auf der Bühne sind, muss man nur die Augen schließen – und erspürt den Puls der Welt. Und der schlägt irgendwo zwischen Bach und Bagdad.

Tickets für dieses Konzert sind auch als Kombiticket mit der vorhergehenden Veranstaltung erhältlich.

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Konzert

Osnabrücker Symphonieorchester trifft Morgenland All Star Band

Open Air - 15 Jahre Morgenland Festival Osnabrück

Osnabrücker Symphonyorchester
Morgenland All Star Band
Leitung: Naci Özgüc

Kinan Azmeh (Klarinette)
Salman Gambarov & Florian Weber (Klavier)
Maias Alyamani, Ziya Gückan (Violine)
Moslem Rahal (Ney)
Ibrahim Keivo, Dima Orsho (Gesang)
Frederik Köster (Trompete)
Michel Godard (Tuba)
Rony Barrak (Perkussion)
Andreas Müller (Bass)
Bodek Janke (Schlagzeug)


Daniel Schnyder SHOUROUK
Maias Alyamani WARDA & ONE WAY TICKET TO DAMASCUS
Wolf Kerschek Doppelkonzert für 2 Klaviere, Orchester und Morgenland All Star Band (UA)
Kinan Azmeh FANTASY IN THREE CHARACTERS

Das Osnabrücker Symphonieorchester und das Morgenland Festival Osnabrück sind zwei musikalische Akteure, die weit über die Friedensstadt hinaus strahlen. Zum 15-jährigen Jubiläum des Morgenland Festival Osnabrück kommt es zu einem fulminanten Zusammenspiel: Das Osnabrücker Symphonieorchester trifft auf die Morgenland All Star Band. Grandiose Solisten und ein außergewöhnliches Auftragswerk versprechen einen besonderes Konzertereignis!
Die Morgenland All Star Band begeistert ihr Publikum mit einem globalen Soundgeflecht voller Gegensätze und Überraschungen. In ihrer genreübergreifenden Musik vereint sie traditionelle Klänge, Jazz und Rock miteinander. Die Herkunftsländer der Musiker*innen stehen symbolisch für die geografische Reichweite des Morgenland Festival Osnabrück, mit dem sie in dieser Formation seit 2012 eng verbunden sind. Die Morgenland All Stars traten bereits in Amsterdam, Beirut, Izmir und Almaty auf und tourten durch China.

Immer wieder sind das Morgenland Festival Osnabrück und das Osnabrücker Symphonieorchester in der Vergangenheit gemeinsam zu außergewöhnlichen Projekten aufgebrochen: So spielte das Osnabrücker Symphonieorchester im Rahmen des Festivals 2007 in Teheran − das erste Gastspiel eines westlichen Orchesters in der Islamischen Republik seit 1979. Das Oratorium YUNUS EMRE von Ahmed Adnan Saygun gilt als das erste der türkischen Musikgeschichte. Nur eine Einspielung existiert in der türkischen Originalfassung: aufgenommen vom Osnabrücker Symphonieorchester unter der Leitung von Naci Özgüç.

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Konzert

Zenobia

Wie es sich gehört, endet das Festival Samstag Nacht mit einer Party in der Lagerhalle, dieses Jahr mit Musik von Zenobia. Das war einst die legendäre Herrscherin der Wüstenstadt Palmyra. Heute ist Zenobia ein Duo aus Haifa, das Melodien arabischer Popmusik mit elektronischen Beats zu einer unwiderstehlichen groovigen Melange verquirlt. „The Arab Music revolution starts here“, titelte die israelische Zeitung Ha’arez über das junge Duo, das seit zwei Jahren aktiv ist. In der Tat lassen sich Nasser Halahlih und Isam Elias von jeglicher Musik inspirieren, zu der zwischen Levante und Nil getanzt wird. Und machen daraus auf Keyboards und Computern, wie sie es selbst nennen: „elektronische authentische arabische Musik“. Oder einfacher gesagt: Musik, die in Bauch und Beine geht.

Tickets zu 5 Euro sind nur an der Abendkasse erhältlich.

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