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NRW Theatertreffen

„Vorsicht, zerbrechlich!“
NRW-Theatertreffen 2019 in Münster!
30. Mai bis 8. Juni 2019


Zehn herausragende Inszenierungen aus NRW

Vom 30. Mai bis zum 8. Juni ist das Theater Münster Gastgeber für das NRW-Theatertreffen 2019. Zehn herausragende Inszenierungen, die eine Fachjury aus rund 40 Produktionen ausgewählt hat, zeigen am Theater Münster sowie im Theater im Pumpenhaus die ganze Vielfalt der nordrhein-westfälischen Theaterlandschaft.

Sie werden durch ein umfangreiches Rahmenprogramm aus Performances, Lesungen und Gesprächsveranstaltungen ergänzt, das unter dem Motto „Vorsicht, zerbrechlich!“ steht. Von der Fragilität – von Lebensentwürfen, Beziehungen oder Gesellschaften – zeugen schon Titel wie Kleists Klassiker „Der zerbrochne Krug“ oder „Im Herzen der Gewalt“ nach dem Roman des jungen Autors Édouard Louis. Seit jeher verhandelt das Theater die Zerbrechlichkeit der Herzen und Seelen, der sicher geglaubten Weltbilder oder alten Glaubenssätze.
Das Jahr 2019 ist ein besonderes Jubiläums- und Erinnerungsjahr, daher möchten wir mit unserem Motto „Vorsicht, zerbrechlich!“ noch andere Bezüge herstellen: 70 Jahre Demokratie in Deutschland, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Wiedervereinigung. Diese Jubiläen fallen in eine Zeit, in der die Demokratie und ihre Institutionen in einer tiefen Vertrauenskrise stecken.

Das Theater als Ort der Freiheit und Utopien kann im besten Fall das kulturelle Herz und Rückgrat einer aktiven Zivilgesellschaft, Impulsgeber und demokratischer Erfahrungsraum sein – für die Theaterschaffenden ebenso wie für Sie, unser Publikum.
In diesem Sinne laden wir Sie herzlich ein, beim NRW-Theatertreffen unsere Gäste zu sein, mit den Künstler*innen aus ganz NRW und uns zu reflektieren, zu diskutieren – und zu feiern!

Dr. Ulrich Peters, Generalintendant
Frank Behnke, Schauspieldirektor

Kontakt

NRW Theatertreffen
Theater Münster
Neubrückenstraße 63
D-48143 Münster

Telefon: +49 (0)251-59 09-0
E-Mail: kontakt@nrw-theatertreffen.de

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Bewertungen & Erfahrungsberichte NRW Theatertreffen

Fest

Eröffnung

Seien Sie dabei, wenn wir das NRW-Theatertreffen 2019 im Kleinen Haus mit Grußworten und einer Performance des Münsteraner Schauspielensembles feierlich eröffnen!

– Eintritt frei –

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Theater

Der Theatermacher

Komödie von Thomas Bernhard
Schauspiel Dortmund

Im heruntergekommenen Tanzsaal des Gasthofs „Schwarzer Hirsch“: Hier ausgerechnet, im Dörfchen Utzbach, macht der Staatsschauspieler Bruscon Station mit seiner Menschheitskomödie „Das Rad der Geschichte“. Er selbst in tragender Rolle – und zu seinem Leidwesen auch alle Mitglieder seiner Familie in den Nebenrollen: die Kinder untalentiert, seine Frau ein nicht enden wollender Hustenanfall. Bruscons Ansprüche sind maßlos gegen sich selbst, gegenüber seiner Familie – und dem Ort des Schauspiels. Damit die Wirkung des herausragenden Werks sich voll entfalten kann, so Bruscon, muss am Ende der Vorstellung jegliches Licht im Gasthof „Schwarzer Hirsch“ verlöschen, auch die Notbeleuchtung! Ein Albtraum für die Feuerwehr! Doch das ist nicht das einzige Problem...

Thomas Bernhard hat mit dieser Komödie, 1985 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt, allen Kunsttyrannen und Theaterbesessenen ein Denkmal gesetzt. Der Theatermacher Bruscon ist ein Paradebeispiel des Bernhard‘schen Figurenkabinetts: unwiderstehlich mißgelaunt und rechthaberisch – dabei ungebremst in der Sinnlichkeit und Musikalität seiner Sprache. Thomas Bernhard (1931-1989) gilt neben Werner Schwab, Elfriede Jelinek und Peter Handke als der bedeutendste Autor im Österreich des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Inszenierung: Kay Voges
Bühne: Daniel Roskamp
Kostüme: Mona Ulrich
Musik: T.D. Finck von Finckenstein
Video-Art: Mario Simon / Tobias Hoeft
Dramaturgie Michael Eickhoff / Matthias Seier

Mit: Andreas Beck / Christian Freund / Janine Kreß / Uwe Rohbeck / Alexandra Sinelnikova

Dauer: 2 Stunden 30 Minuten / keine Pause
Nachgespräch um 22:30 Uhr / Foyer Großes Haus

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Im Herzen der Gewalt

nach Édouard Louis / Fassung von Alice Buddeberg und Viktoria Göke
Theater Bielefeld

Nach einem mit Freunden verbrachten Heiligabend passiert Édouard, bepackt mit Geschenken, den Place de la République, als er von Reda angesprochen wird. Bezaubert von dem Lächeln, den Augen, dem Atem des völlig fremden Mannes, nimmt er den Algerier mit zu sich nach Hause. Stundenlang lieben sie sich, verkrallen sich ineinander, aus Angst der Andere könne verschwinden. Und sie erzählen von ihrem Leben: Der Kabyle Reda von seinem Vater, der in den Sechzigern als mittelloser Einwanderer in einem von Rassisten geführten Wohnheim in der Banlieue strandet – der Bretone Édouard von seiner stumpfen Familie, die er nicht einmal an Weihnachten besucht. Als er entdeckt, dass Reda ihn bestohlen hat, kommt es zum Streit. Der fremde Liebhaber tobt, würgt Édouard, bedroht ihn mit einer Waffe, erniedrigt und vergewaltigt ihn. Als seine Freunde ihn drängen, Reda anzuzeigen, gerät Édouard in die Mühlen einer kalten, diskriminierenden Justizmaschinerie. Er verliert die Macht über sein Leben, seine Geschichte, seine Sprache. Doch am schlimmsten ist etwas anderes. „Ich war zum Rassisten geworden. Der Rassismus, also das, was ich immer als das meinem Wesen radikal Entgegengesetzte empfunden hatte, das absolut andere meiner selbst, erfüllte mich unvermittelt, ich war die Anderen geworden."

Die radikale soziale Relevanz dieses Romans führte zu einem Welterfolg. Er verweist durch die Misshandlung, die Édouard widerfährt, auf eine Gesellschaft, in der Ressentiments, Unterdrückung, Beherrschung und die Dominanz des Maskulinen an der Tagesordnung sind. Zugleich öffnet er den Raum für eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Gewalt im Allgemeinen, indem er die Unterscheidung zwischen dem Intimen und dem Politischen als konstruiert entlarvt.

Inszenierung: Alice Buddeberg
Bühne und Kostüme: Sandra Rosenstiel
Musik: Stefan Paul Goetsch
Dramaturgie: Viktoria Göke

Mit: Lukas Graser / Doğa Gürer / Alexander Stürmer

Dauer: 1 Stunde 20 Minuten / keine Pause
Einführung um 19:00 Uhr / Foyer Kleines Haus
Nachgespräch um 21:00 Uhr / Foyer Kleines Haus

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Theater

König Ubu # Am Königsweg

von Alfred Jarry und Elfriede Jelinek
Theater an der Ruhr / Mülheim

Die zweite Inszenierung von Philipp Preuss am Theater an der Ruhr bezieht Jelineks Text „Am Königsweg“, der den politischen Aufstieg und vermutlichen Fall von Donald Trump behandelt, auf Alfred Jarrys legendären „Anschlag auf das klassische Theater“: König Ubu.

Preuss, der schon in seiner letzten Arbeit am Theater an der Ruhr („Leonce und Lena“) dem medialen Zeitalter ironisch begegnete, führt in seinem neuen Stück diesen Weg konsequent fort und fordert eine Medienkompetenz, die in der Auseinandersetzung mit den eigenen Filterblasen unschätzbar wäre.

"Ich versuche, wenns nicht anders geht, mich an die Wahrheit zu halten, doch wie soll man sich an etwas halten, das ständig schwankt? Wie soll man sich da an was halten, das man nicht findet, weil man es gar nicht kennt, wie soll man wissen, wo die Wahrheit ist, wenn man sie noch nie gesehen hat? Wie soll man sie erkennen? Soll ich sie etwa suchen? Ich habe wirklich Besseres zu tun!

Alles ist wahr, was gesagt wird, das heißt, alles ist wahr, und alles ist falsch, was brauchen wir noch Seher?"

Von Philipp Preuss stammen Arbeiten u.a. am Schauspielhaus Bochum, Theater Dortmund, Schauspiel Frankfurt, Deutsches Theater Berlin, Schaubühne Berlin, Schauspiel Leipzig, Residenztheater München. Preuss inszeniert seit 2001 Ausstellungen mit fiktiv-virtuellen Künstlerfiguren, die von Schauspielern dargestellt werden, er erweitert den Theaterbegriff in den Bereich der Bildenden Kunst.

Inszenierung: Philipp Preuss
Bühne und Kostüme: Ramallah Aubrecht
Video: Konny Keller
Licht: Jochen Jahnke
Dramaturgie: Helmut Schäfer

Mit: Klaus Herzog / Fabio Menéndez / Thomas Schweiberer / Rupert J. Seidl / Simone Thoma

Dauer: 2 Stunden 30 Minuten / eine Pause
Einführung um 17:30 Uhr / Theater im Pumpenhaus
Nachgespräch um 20:45 Uhr / Theater im Pumpenhaus

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Theater

Extrem laut und unglaublich nah

nach Jonathan Safran Foer / Bühnenfassung von Peter Helling
Burghofbühne Dinslaken

Oskar Schell ist Denker, Astronom, Erfinder und Pazifist. Er sammelt die sonderbarsten Dinge und schreibt regelmäßig in sein Was-ich-schon-alles-erlebt- habe-Album. Der letzte Eintrag gilt seinem Vater, der während der Anschläge auf das World-Trade-Center starb. Danach war nichts mehr wie vorher: die hinterlassenen Botschaften des Vaters auf dem Anrufbeantworter, versteckt im Kleiderschrank, die verwaiste Wohnung, die Mutter, die sich immer sorgt. Und dann findet Oskar bei den Sachen seines Vaters einen Schlüssel in einem Briefumschlag, beschriftet mit dem Wort „Black". Oskar will das passende Schloss zum Schlüssel finden, um dessen Geheimnis zu lüften. Doch es gibt laut Oskars Berechnungen in New York 9 Mio. Menschen und circa 162 Mio. mögliche Schlösser für diesen Schlüssel. Eine Suche beginnt, bei der Oskar auf unterschiedlichste Menschen und ihre Geschichten trifft.

„Extrem laut und unglaublich nah“ ist die wunderschöne, poetische Geschichte einer Suche nach den verschiedenen Facetten des Lebens, eine Sinnsuche und ein berührendes Familienportrait. Oskars Erkundung der Stadt und seiner Bewohner bringt ihn immer wieder in skurrile und aberwitzige Situationen, die ihm viel Mut und Eigensinn abverlangen. Jonathan Safran Foer schrieb 2005 einen Erfolgsroman, der vom SPIEGEL zu den 50 wichtigsten Romanen unserer Zeit gezählt wird.

Inszenierung: Mirko Schombert
Bühne und Kostüme: Jörg Zysik
Musik: Stefan Jan Exner
Dramaturgie: Nadja Blank

Mit: Jan Exner / Philip Pelzer / Malte Sachtleben / Julia Sylvester / Christiane Wilke

Dauer: 1 Stunde 55Minuten / eine Pause
Einführung um 19:00 Uhr / Foyer Kleines Haus
Nachgespräch ium 21:30 Uhr / Theatertreff

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Theater

Schuld und Sühne

im Kopf von Raskolnikow – eine theatrale Filminstallation nach Fjodor Dostojewski
Theater Oberhausen

Vier Leinwände markieren die Welt und das Figurenaufgebot aus dem berühmten Kriminalroman von Fjodor Dostojewski. Dazwischen der begabte, aber mittellose Jurastudent Raskolnikow, gespielt von Christian Bayer. Er ist der Einzige, der live zu sehen sein wird. Und wird damit zum Komplizen des Publikums.

Raskolnikow hat eine Theorie entwickelt, nach der es außergewöhnlichen Menschen erlaubt sein soll, im Dienste des allgemeinen Fortschritts Verbrechen zu begehen. Aus dem geplanten Mord an der Pfandleiherin Aljona Iwanowna wird ein Doppelmord: Lisaweta, die Schwester des Opfers, erscheint am Tatort und Raskolnikow spaltet ihr den Schädel mit einem Beil. Aus dem Verbrechen wird Schuld und der Mord bringt keine Erleichterung. Raskolnikow wird dadurch noch mehr zum Außenseiter und ringt mit sich und der Welt darum, nicht den Verstand zu verlieren. Gefangen in seiner Perspektive, als seien wir in seinem Kopf, werden Raskolnikows Erlebnisse, Gedanken und Ängste unmittelbar und intensiv zu unseren. Dieser große Roman der Weltliteratur entfaltet durch die zahlreichen Mitwirkenden aus Oberhausen und der Region seine Vielschichtigkeit und wird so zu einer groß angelegten Erzählung nicht nur über Verbrechen und Strafe, sondern auch über Schuld und Sühne. Der Regisseur Bert Zander blickt mit seiner Kamera unausweichlich in die Abgründe der menschlichen Natur und zeigt im Dialog von Film und Theater gespaltene Wesen, hin- und hergerissen von gegensätzlichen Kräften: Liebe und Hass, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse.

Regie: Bert Zander
Ausstattung: Lene Schwind
Team: Andrea Barba / Fabian Barba / Alexander Biehn / Julie Konradsen / Bettina Katja Lange / Natascha Zander
Studiomusik und Einstudierung: Martin Engelbach
Dramaturgie: Elena von Liebenstein / Meike Sasse

Mit: Torsten Bauer / Christian Bayer / Susanne Burkhard / Clemens Dönicke / Ayana Goldstein / Burak Hoffmann / Elisabeth Hoppe / Banafshe Hourmazdi / Ronja Oppelt / Anna Polke / Emilia Reichenbach / Daniel Rothaug / Jürgen Sarkiss / Mervan Ürkmez / Lise Wolle / Klaus Zwick

Gueststarring: Andreas Döhler / Florian Fiedler / Jonas Steglich / Mislav Stambuk

Dauer: 3 Stunden 30 Minuten / eine Pause
Einführung um 19:00 Uhr / Foyer Kleines Haus
Nachgespräch um 23:00 Uhr / Theatertreff

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Theater

Der zerbrochne Krug

Lustspiel von Heinrich von Kleist
Düsseldorfer Schauspielhaus

Nachdem nachts in Eves Zimmer ein Krug zu Bruch gegangen ist, wird am nächsten Morgen vor Gericht weit mehr verhandelt als bloß Keramik. Eves Mutter verlangt, den Bräutigam zur Rechenschaft zu ziehen, Ruprecht aber will die Verlobung lösen – denn er war’s nicht, der den Krug zerbrochen hat. Wer tatsächlich in der Kammer war, darüber schweigt sich Eve aus. Heinrich von Kleists Lustspiel über das Corpus Delicti eines zerbrochenen Kruges gehört seit mehr als 200 Jahren zum Kernrepertoire des deutschsprachigen Theaters, es dürfte also niemanden überraschen, dass der Dorfrichter Adam, der über dem seltsamen Fall zu Gericht sitzt, der gesuchte Krugzertrümmerer ist. Wie Adam versucht, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, und sich dabei an den Galgen lügt, das ist die eine Seite dieses Lustspiels. Die andere liest sich wie ein brandaktueller Kommentar zur #MeToo-Debatte. Denn der Machtmissbrauch des Richters reicht von Urkundenfälschung über Vetternwirtschaft und Erpressung bis zu sexueller Nötigung. Es ist nicht nur die Geschichte des unrechten Adam, sondern ebenso die einer ganzen Gesellschaft, die eine fragwürdige Autorität stützt, statt Eve zuzuhören.
Andreas Grothgar wird Dorfrichter Adam spielen, Cennet Rüya Voß spielt die Eve. Die junge Regisseurin Laura Linnenbaum zeigte bisher Inszenierungen u. a. am Theater Bonn, am Staatstheater Kassel und am Berliner Ensemble. Sie ist außerdem Kuratorin und künstlerische Leiterin des Festivals Unentdeckte Nachbarn in Chemnitz, das mit dem Chemnitzer Friedenspreis ausgezeichnet wurde.

Inszenierung: Laura Linnenbaum
Bühne: Valentin Baumeister
Kostüme: Ulrike Obermüller
Musik: Justus Wilcken
Dramaturgie: Felicitas Zürcher

Mit: Markus Danzeisen / Stefan Gorski / Andreas Grothgar / Florian Lange / Rainer Philippi / Michaela Steiger / Cennet Rüya Voß

Dauer: 2 Stunden / keine Pause
Einführung um 19:00 Uhr / Foyer Großes Haus
Nachgespräch ium 21:30 Uhr / Foyer Großes Haus

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Theater

Bilder von uns

von Thomas Melle
Schauspiel Wuppertal

Mit der Erinnerung ist es merkwürdig: Sie lässt manchmal blinde Flecken in der eigenen Lebensgeschichte stehen.

Für Jesko Drescher läuft es gut: er ist als Manager erfolgreich, im gesellschaftlichen Leben etabliert und Familienvater. Eine ihm zugespielte Fotografie aus seiner Schulzeit im Internat wirft ihn buchstäblich aus der Bahn. Wer hat ihm das geschickt? Wie kam es zu dieser Nacktaufnahme?

Jeskos Leben gerät aus den Fugen. Er spürt seine früheren Mitschüler auf, die sehr unterschiedliche Strategien der »Vergangenheitsbewältigung« verfolgen: von totaler Leugnung und Verdrängung bis hin zur Selbstzerstörung. Wer möchte schon gerne ein Opfer sein? - Dann doch lieber die Deutungshoheit über den eigenen Werdegang behalten!

Thomas Melle, der mit seinem vieldiskutierten Roman ›Die Welt im Rücken‹ 2016 auf die Shortlist zum Deutschen Buchpreis kam, entwirft in ›Bilder von uns‹ eine vielstimmige Auseinandersetzung mit dem Vergessen, Verdrängen und der Anerkennung der Wahrheit. Was für die einen überlebensnotwenig erscheint, hat für die anderen tödlichen Konsequenzen.

Inszenierung: Henri Hüster
Bühne und Kostüme: Hanna Rode
Choreografie: Sylvana Seddig
Dramaturgie: Barbara Noth

Mit: Philippine Pachl / Alexander Peiler / Martin Petschan / Julia Reznik / Konstantin Rickert / Lena Vogt / Stefan Walz

Dauer: 1 Stunde 45Minuten / keine Pause
Einführung um 19:00 Uhr / Foyer Kleines Haus
Nachgespräch um 21:30 Uhr / Theatertreff

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Theater

Zur schönen Aussicht

von Ödön von Horváth
Schlosstheater Moers

Irgendwo in den europäischen Alpen liegt das Hotel „Zur schönen Aussicht“: Doch die Gäste bleiben aus und das Personal hat sich von der Außenwelt isoliert. Der Hotelbesitzer ist längst pleite, der Chauffeur hat mindestens einen Mord auf dem Gewissen, der ebenfalls kriminelle Kellner sucht seine Schuhe, der verschuldete Spieler droht mit Suizid und alle dienen der Baronin, die als einzig zahlender Gast das Machtzentrum in diesem Biotop markiert. Nach und nach fallen alle Grundwerte einer liberalen Gesellschaft im Kampf um den größtmöglichen eigenen Vorteil. Als die junge Christine verkündet, ein Kind vom Hotelbesitzer zu haben, verschwört sich die Gruppe gegen sie und die Lage eskaliert.

Wie in einem Laborexperiment lässt Horváth in seinem 1926 entstandenen Stück unterschiedliche soziale Klassen und Lebensmodelle aufeinanderprallen. Das Ergebnis ist ein bitteres und sehr komisches Panoptikum der Zwischenkriegszeit, das mehr mit der aktuellen Situation in Europa zu tun hat, als uns angenehm ist.

Mit Unterstützung der Freunde des Schlosstheaters e. V.

Inszenierung: Ulrich Greb
Bühne: Birgit Angele
Kostüme: Elisabeth Weiss
Dramaturgie: Larissa Bischoff

Mit: Magdalene Artelt / Patrick Dollas / Lena Entezami / Matthias Heße / Roman Mucha / Elisa Reining / Frank Wickermann

Dauer: 1 Stunde 50Minuten / keine Pause
Einführung um 19:00 Uhr / Foyer Kleines Haus
Nachgespräch um 21:30 Uhr / Theatertreff

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Theater

Unterwerfung

nach Michel Houellebecq / Fassung von Jeroen Versteele
Schauspielhaus Bochum

François verfolgt die Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Die alten Parteien haben sich mit dem Spitzenkandidaten der muslimischen Partei verbündet, um den rechten Front National zu verhindern. Der charismatische Muslimbruder, Mohammed Ben Abbes, vereint immer mehr Stimmen auf sich, dabei kommt es in Paris zu bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen. François flüchtet aus der Stadt. Als er zurückkehrt, ist sein Land ein anderes: ein muslimisches. Ben Abbes ist Staatspräsident, er führt die Theokratie ein, die Scharia, das Patriarchat und die Polygamie. Wird auch François konvertieren?

Inszenierung. Johan Simons
Bühne. Johan Simons auf den Resten des „Plattform“-Bühnenbildes von Bert Neumann
Kostüme. An De Mol
Dramaturgie. Koen Haagdorens, Cathrin Rose

Mit. Guy Clemens / Stefan Hunstein / Karin Moog / Mercy Dorcas Otieno / Mourade Zeguendi

Dauer: 1 Stunde 45 Minuten / keine Pause
Einführung um 19:00 Uhr / Foyer Großes Haus
Nachgespräch um 21:45 Uhr / Foyer Großes Haus

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Theater

Die Hamletmaschine

von Heiner Müller
Theater Krefeld und Mönchengladbach

„Ich spiele keine Rolle mehr. Meine Worte haben mir nichts mehr zu sagen. Meine Gedanken saugen den Bildern das Blut aus. Mein Drama findet nicht mehr statt. Hinter mir wird die Dekoration aufgebaut. Von Leuten, die mein Drama nicht interessiert, für Leute, die es nichts angeht.“.

Heiner Müller schrieb Die Hamletmaschine 1977 im Rahmen seiner Übersetzungsarbeit an Shakespeares Hamlet : ein nur neunseitiger Text, zutiefst persönlich und zugleich politisch. Ein Hohelied des Welt-Theaters – und dessen Abgesang. Müller stellt die Position des Intellektuellen in einer Welt, die aus den Fugen ist, radikal in Frage, er seziert Shakespeare und setzt die verbliebenen Fragmente neu zusammen.

In ihrer Inszenierung konfrontiert Nava Zukerman, die Leiterin des Tel Aviver Tmu-Na Theaters, Heiner Müllers Text mit Originaldialogen aus Shakespeares Hamlet. Im so entstehenden Echoraum geht sie mit dem Ensemble auf die Suche nach Ophelia, Horatio, Gertrude, Claudius und Hamlet im 21. Jahrhundert.

Inszenierung: Nava Zuckerman
Bühne: Ariel Tal Arbiv (Idee), Lydia Merkel (Realisierung) Kostüme Liron Minkin (Idee), Lydia Merkel (Realisierung)
Musik: Eyal Shecter / Serge Corteyn
Dramaturgie: Martin Vöhringer

Mit: Crescentia Dünßer / Jannike Schubert / Michael
Ophelders / Paul Steinbach / Bruno Winzen sowie
Serge Corteyn (Gitarre / Elektronik)

Dauer: 1 Stunde 45 Minuten / keine Pause
Einführung um 14:30 Uhr / Theater im Pumpenhaus
Nachgespräch um 17:30 Uhr / Theater im Pumpenhaus

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Kinderprogramm

Max und Moritz

WESTWIND | PULK FIKTION
nach Wilhelm Busch

für alle ab 10 Jahren

Aus Wilhelm Buschs populären Bildergeschichten um Max und Moritz und ihre üblen Streiche macht pulk fiktion ein anarchisches Happening und lässt das unzertrennliche Lausbubengespann als Frauenduo auftreten. Die Aufführung konfrontiert das Publikum mit der eigenen Schadenfreude und untersuchen die Machtstrukturen, die dahinter liegen. Genussvoll werden die Lust am Bösen zelebriert, die Schranken der politischen Korrektheit und moralischen Lauterkeit eingerissen und das Boshafte, Fiese, Gemeine regiert. Die Musik spielt so laut, bis die Ohren fiepen, die Videoanimation tanzt aus der Reihe und Wasserbomben fallen von der Decke... Wo soll das enden? Und wo hört der Spaß auf?

Eine Koproduktion von pulk fiktion mit dem FFT Düsseldorf und dem Freien Werkstatt Theater Köln. Gefördert durch die Stadt Köln, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Fonds Darstellende Künste.

Inszenierung: Hannah Biedermann
Ausstattung :Ria Papadopoulou
Projektionen: Norman Grotegut
Verschaltete Elemente: Sebastian Schlemminger
Technik und Lichtdesign: Peter Behle
Produktion: Esther Schneider

Mit: Karoline Kähler / Clara Minckwitz / Matthias Meyer

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Show

KABELJAU & TALK

Literarische Late-Night-Show
mit Malte Abraham und Lara Sielman

Im Zentrum der an US-amerikanische Late-Night-Formate angelehnten Show steht das Manuskript einer Autorin/eines Autors, an dem sie/er aktuell arbeitet und das auf der Bühne mit zwei Expert*innen diskutiert wird. Diese entspringen der Welt der Romane und arbeiten im Nachtclub, Flüchtlingsheim oder bei der UNO. Sie begegnen dem Text mit ganz eigenen Fragen und ermöglichen so überraschende Perspektivwechsel auf den Roman von Morgen.

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Aufführung

KOR! Demokratisches Sprechtheater

I am the voice of Germany. I can sing. I can shout und vor allem kann ich sprechen. Die Münsteraner Schauspielerin Sandra Bezler präsentiert ihr neues Sprechchorprojekt.

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Lesung

ICH BIN EUROPA

Falk Richter liest aus seinen Stücken

Der international gefeierte Autor und Regisseur Falk Richter kommt für zwei Lesungen nach Münster: Samstagnacht liest er aus seinen Büchern SMALL TOWN BOY und ICH BIN EUROPA, Sonntagmittag aus seinen Poetikvorlesungen.

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Gespräch

PASSION ALS BERUF?

Expert*innenbrunch zur Arbeit im Theater

In Kooperation mit Frau Prof. Dr. Annette Zimmer vom Institut für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster laden wir Sie zum Austausch mit Expert*innen aus Wissenschaft und Theaterbetrieb ein.

– Eintritt frei –

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Lesung

DISCONNECTED

Falk Richter liest aus seinen Poetikvorlesungen

Der international gefeierte Autor und Regisseur Falk Richter kommt für zwei Lesungen nach Münster: Samstagnacht liest er aus seinen Büchern SMALL TOWN BOY und ICH BIN EUROPA, Sonntagmittag liest er aus seinen Poetikvorlesungen.

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Theater

KASIMIR UND KAROLINE

von Ödön von Horváth
Theater Münster

»Und die Liebe höret nimmer auf« ist das zynische Motto, das Ödön von Horváth diesem kleinen Totentanz über das Ende einer Liebe in Zeiten der Krise voranstellt. Schauplatz ist das Münchner Oktoberfest in unserer Zeit.

Kasimir ist Chauffeur und hat gerade seine Arbeit verloren, aber seine Freundin Karoline will unbedingt auf dem Oktoberfest ihren Spaß haben. Da Kasimir nicht in Stimmung ist und Karoline trotzig ­ihren Willen durchsetzt, trennen sich ihre Wege. Karoline stürzt sich ins Vergnügen. Erst trifft sie auf den Zuschneider Schürzinger und lässt sich in die Achterbahn einladen, dann zieht sie mit einem alten ­bierseligen Kommerzienrat weiter. Kasimir versucht derweil seinen Kummer zu vergessen und hängt sich an den Kleinkriminellen Merkl Franz. Nach einigen Maß Bier lässt sich ­Kasimir dazu überreden bei einem Diebstahl Schmiere zu stehen. Am Ende der Nacht treffen sich Kasimir und Karoline auf einem Parkplatz noch einmal wieder. Merkl Franz ist von der Polizei geschnappt worden und der Kommerzienrat hat einen Herzinfarkt erlitten.

KASIMIR UND KAROLINE, 1932 entstanden, ist eine »Ballade von stiller Trauer gemildert durch Humor« schrieb Ödön von Horváth. Wie kaum ein anderer Autor entlarvt er das Abgründige und Monströse in seinen Figuren. Er zeichnet das Bild einer von Abstiegsängsten und Aufstiegsfantasien getriebenen Gesellschaft, die ebenso gierig ist wie innerlich leer.

Inszenierung: Frank Behnke
Bühne & Kostüme: Martin Miotk
Sound & Musikal. Einstudierung: Leonardo Mockridge
Dramaturgie: Barbara Bily

Mit: Regine Andratschke / Sandra Bezler / Ulrike Knobloch / Ronny Miersch / Gerhard Mohr / Isabelle Reißberg / Jonas Riemer / Wilhelm Schlotterer / Paul Maximilian Schulze

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Kinderprogramm

DAS BESONDERE LEBEN DER HILLETJE JANS

WESTWIND | ECHTZEIT-THEATER
von Ad de Bont und Allan Zipson / Bearbeitung des echtzeit-theaters

für alle ab 9 Jahren

Hilletje Jans wächst im 18. Jahrhundert in den Niederlanden auf. Als sie plötzlich Waise wird, soll sie bei Ihrer Tante in Amsterdam unterkommen. Dort wird Hilletje fälschlich als Mörderin beschuldigt und muss die nächsten Jahre unschuldig im Spinnhaus verbringen. Danach nimmt sie ihr Schicksal in die Hand und heuert als Junge verkleidet auf einem Schiff an.

Mit direkter, manchmal derber Sprache und pointiertem Witz wirft das Ensemble des echtzeit-theaters in dieser packenden Abenteuergeschichte einen humorvollen Blick auf die Geschlechterrollen von damals, heute und morgen …

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Münster, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, dem NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste.

Inszenierung: David Gruschka
Kostüme: Maria Wolgast

Mit: David Gruschka / David Kilinc / Nina Krücken / Dimitri Schwartz

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Gespräch

MINISTERIUM FÜR MITGEFÜHL

Das Kollektiv von Autor*innen und Künstler*innen leistet empathisch Widerstand gegen die Verrohung der Sprache und soziale Kälte. Buchen Sie Ihren individuellen Gesprächstermin mit den Minister*innen in der Rüstkammer des Stadtweinhauses.

12:00 - 13.30 Uhr & 15.00 - 16.30 Uhr
alle 30 Min.

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Theater

Brillante Saleté – Glänzender Dreck

FRINGE ENSEMBLE + GAMBIDI

In deutscher und französischer Sprache sowie in Mòoré

Gold besitzt natürliche Schönheit und stabilen Wert – seit jeher übt es eine magische Faszination auf die Menschen aus. In Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt und zugleich einem der bedeutendsten Goldproduzenten Afrikas, sind die Folgen des Goldrausches offensichtlich: Während Jugendliche und Männer unter Einsatz ihres Lebens graben und schürfen, geht das Land vor die Hunde...

Das fringe ensemble hat mit einem deutsch-burkinischen Ensemble, den Slam-Poeten des Collectif Qu'on sonne & Voix-ailes, einem burkinischen und einem türkischen Musiker und einer deutschen Videokünstlerin im Espace Culturel Gambidi, Burkina Faso ein Stück über die Macht des Goldes entwickelt. „Brillante Saleté“ entstand aus Interviews, die das Regieteam in Burkina Faso mit Menschen führte, deren Leben durch die Goldsuche und ihre Folgen bestimmt ist.

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.

Eine Produktion des fringe ensemble, Bonn in Kooperation mit dem Espace Culturel Gambidi, Ouagadougou

Regie: Frank Heuel
Bühne, Kostüme & Video: Annika Ley
Musik: Elisé Soudre, Ömer Sarıgedik

Mit Collectif „Qu’on sonne & Voix-ailes“ (Abdelaziz Béranger Yameogo „B-ranger“ / Anthony Kibsa Ouedraogo „Tony“ / Leger Christian Dah „Terence“), Lazare Kabore „Koro Lazare 1er“ / Philine Bührer / David Fischer / Laila Nielsen)

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Show

THE END OF AMERICA

von & mit Frederik Tidén

Seit mehr als zwei Jahren ist Donald Trump der mächtigste Mann der Welt, und noch immer ist es schwer, damit fertig zu werden. Frederik Tidén ist Dramaturg am Düsseldorfer Schauspielhaus und holt Perücke, High-Heels und Make-up hervor, um als Sophia Sophia Mohammed Ali Walker in den Nahkampf mit The Donald zu gehen.

– Eintritt frei –

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Kinderprogramm

Der Bär, der nicht da war

WESTWIND | THEATER MARABU

Musiktheater-Uraufführung
nach dem Bilderbuch von Oren Lavie
für alle ab 4 Jahren

Es war einmal ein Juckreiz. Der kratzt sich und ist plötzlich: Ein Bär, der vorher nicht da war.
Der Bär findet einen Zettel, auf dem steht: „Bist du ich?“ „Gute Frage“, denkt er und macht sich auf den Weg es herauszufinden.
Auf der Suche begegnet er dem bequemem Bergrind, dem saumseligen Salamander und dem vorletzten Vorzeige-Pinguin, lauscht seiner eigenen Stille und folgt ihrem Klang, erfreut sich an Blumen und schönen Gedanken, verirrt sich beim geradeaus Fahren auf dem trägen Schildkröten-Taxi und findet schließlich und zu seiner großen Freude – sich selbst.

„Der Bär, der nicht da war“ erzählt lustvoll und philosophisch von der Suche nach der eigenen Identität und der Freude an der (Selbst-) Erkenntnis und ermutigt dazu, der Welt offen, neugierig und gelassen zu begegnen.

Eine Koproduktion von Theater Marabu, Beethovenfest Bonn und dem Jungen Nationaltheater Mannheim in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft.

Komposition: Markus Reyhani
Inszenierung: Claus Overkamp
Ausstattung: Regina Rösing
Performance / Video / Ton & Musik: Tina Jücker / Bene Neustein / Faris Yüzbasioglu / Tobias Gubesch (Klarinette) / Daniel Staravoitau oder Philip Zubarik (Fagott)

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Lesung

INSTITUT FÜR CHAUVINISTISCHE WEITERBILDUNG (ICW)

Autorinnenlesung

Moderation Dr. Jörg Albrecht (Künstlerischer Leiter CfL)

Die Autorinnen des ICW Katja Brunner, Daniela Janjic, Gerhild Steinbuch, Darja Stocker und Ivna Žic lesen aus ihren Werken. Eine Kooperation mit der Burg Hülshoff – Center for Literature (CfL).

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Theater

Münster 69. Revolution in der Provinz

Stadtrecherche von Ruth Messing und dem Ensemble
Theater Münster

Wir schreiben das Jahr 1969. An den Städtischen Bühnen Münster wird feierlich der Grundstein für das Kleine Haus gelegt. »Der Weg ins Theater führt durch den Arsch des Intendanten«, posaunt eine Gruppe protestierender Studenten und Studentinnen dem ehemaligen Intendanten Horst Gnekow durch ein Megafon entgegen. Harte Kritik am Status quo, radikales Rütteln an vorhandenen Strukturen und eine Stimmung, die Aufbruch und Verbesserung verspricht: Das Private soll politisch und das Politische privat sein.

In einer Stückentwicklung wollen wir die Revolution in der Provinz ­feiern. Wie erinnert sich der Münsteraner und die Münsteranerin an ­dieses Stück Geschichte? Und wie können wir von Veränderung ­erzählen, wenn wir als Theaterschaffende selbst heute noch in stark hierarchischen Strukturen arbeiten? Es lebe die Mitbestimmung?!

Inszenierung & Stückentwicklung: Ruth Messing
Bühne & Kostüme: Melanie Walter
Dramaturgie: Michael Letmathe
Mit: Christian Bo Salle / Paul Maximilian Schulze / Carolin Wirth

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Theater

DAS FLOSS DER MEDUSA

Schauspiel nach dem Roman von Franzobel
Theater Münster

Was bedeutet Moral, was Zivilisation in einer extremen Situation, in der es nur noch um das bloße Überleben geht? Im Juni 1816 bricht ein Konvoi von vier Schiffen mit über 400 Passagieren, darunter die Fregatte Medusa, von einem französischen Hafen in Richtung Afrika auf. Ziel ist das Kolonialreich Senegal. Am 18. Juli des gleichen Jahres entdeckt der Kapitän eines anderen Schiffes vor der Westküste Afrikas ein etwa 20 Meter langes Floß mit 15 grauenhaft entstellten Gestalten. Es sind die letzten Überlebenden von insgesamt 147 Passagieren, die nach der Havarie der Medusa auf einem notdürftig zusammengezimmerten Floß ohne genügend Wasser und Nahrung zwei Wochen auf offener See trieben.

Die historisch belegte Geschichte vom Untergang der Medusa zählt zu den größten Katastrophen der Seefahrt und wurde u. a. von Théodore Géricault in seinem weltbekannten Historiengemälde festgehalten, das man im Pariser Louvre sehen kann. Franzobel nutzt in seinem Roman von 2017 diese Geschichte für ein ebenso monströses wie grandioses Experiment über Menschen im Ausnahmezustand. Unbekümmert erzählt er die Geschichte neu und durchschießt sie immer wieder mit Verweisen auf die Gegenwart: Von der europäischen Flüchtlingspolitik bis zur Havarie der Costa Concordia, Das Floß der Medusa trifft ins Herz, zeigt die ungeschminkte Fratze des Menschen und entfaltet ein spannendes "Theater der Grausamkeit".

Inszenierung: Stefan Otteni
Bühnenbild: Peter Scior
Kostüme: Ayse Gülsüm Özel
Musik / Gesang & Musikalische Einstudierung: Mariana Sadovska
Kampfchoreografie: Klaus Figge
Dramaturgie: Michael Letmathe

Mit: Frank-Peter Dettmann / Ilja Harjes / Louis Nitsche / Christoph Rinke / Mariana Sadovska / Christian Bo Salle / Sandra Schreiber / Carola von Seckendorff / Andrea Spicher

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Fest

PREISVERLEIHUNG

Während des Theatertreffens wird eine Fachjury die zehn Wettbewerbsstücke ansehen und einen Preis für eine Inszenierung vergeben, ein Ensemble sowie eine Darstellerin oder einen Darsteller auszeichnen.

– Eintritt frei –

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Ereignisse / Festival Morgenland Festival Osnabrück Osnabrück, Lohstraße 45a
Ereignisse / Kulturveranstaltung Kurhaus Bad Hamm Hamm, Ostenallee 87

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