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Summerwinds Münsterland

Europas Holzbläser Festival | 29. Juni – 2. September 2018
Klassik, Crossover, Weltmusik in 40 Sommerkonzerten


Wenn exzeptionelle Musikerinnen und Musiker in vielfältigen Ensemblebesetzungen ihre Windinstrumente an inspirierenden Spielorten spielen, ist wieder „summertime“ mit summerwinds.
Zum fünften Mal präsentiert die GWK - Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit unter ihrer Intendanz ein internationales Musikfestival mit rund 40 Konzerten und vielen Kooperationspartnern an besonderen Orten, dazu an ausgewählten Spielstätten begleitende Vorträge zu einem Spezifikum des Ortes oder zum Thema „Holzbläser“.

BlockBuster
Nach dem großen Erfolg bei den summerwinds 2016 eröffnet die GWK-Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit Europas Holzbläserfestival auch in diesem Jahr mit dem BlockBuster.
Wieder geht es in Münsters Mitte an zwei Tagen um die Blockflöte. Auch diesmal ist die lichtdurchflutete Bürgerhalle der Bezirksregierung am Domplatz die „Messehalle“, in der namhafte Blockflötenbauer und -firmen ihre Blockflötenmodelle vorstellen.
Man kann Instrumente ausprobieren, fachsimpeln, über die Vielfalt der Blockflöte staunen. Man kann sich ein neues Instrument kaufen oder sein eigenes reparieren lassen. Zudem bieten Verlage Noteneditionen und Musikalienhandlungen alles rund um die Blockflöte an. Parallel finden Workshops, ein Meisterkurs sowie Konzerte ausgewählter Laienensembles und Nachwuchsmusiker*innen statt.
Das große Eröffnungskonzert der summerwinds 2018 spielt der Blockflötenvirtuose Maurice Steger mit dem La Cetra Barockorchester Basel in der Apostelkirche in Münster am 29. Juni. Mit dem Ensemble PRISMA und der Blockflötistin Tabea Debus sind am Samstag in einem Doppelkonzert hochkarätige junge Solistinnen und Solisten im Festsaal des barocken Erbdrostenhofs zu Gast.

Vielfältige und einzigartige Ensembles
Nach dem BlockBuster durchwehen bei den 5. summerwinds die Holzbläser den münsterländischen Sommer. International anerkannte Solisten und Ensembles, Holzbläserformationen und gemischte Gruppen, Große Namen und Rising Stars kommen zu Europas „woodwinds“-Fest an rund 40 attraktive Spielorte in Münster und im Münsterland.

Besondere Orte
Klein und fein, immer attraktiv und besonders, ist jede summerwinds-Location eine Reise wert – und für das Münsterland charakteristisch: von der Burg bis zum umgenutzten Bauernhof, vom Herrenhaus bis zur Industriegießerei, von der Kirche bis zu Künstleratelier und privater Kunst-Collection, vom ehemaligen Kloster bis hin zur alten Zeche oder Schnapsbrennerei und zum modernen Heimatmuseum.

Inspiriert – Impulsgespräche
Summerwinds findet an besonderen Locations statt, die inspirieren, als solche schon. Sieben Orte können Sie als Konzertbesucher darüber hinaus in Vorträgen und Gesprächen erkunden: die Gießerei des Global Players Grunewald, der in Bocholt Formen herstellt, wie es nur 20 weitere Betriebe in der Welt können, die Ateliers des Bildhauers Ulrich Möckel in Beckum und der Künstlergemeinschaft Wettringen, die Ausstellungen „Unerwartete Begegnung“ im Otto Modersohn Museum Tecklenburg, „Der Fall der Sterne“ in der Draiflessen Collection in Mettingen und „Es läuft wie geschmiert“ des chinesischen Künstlers Qiwei Zhang in Dorsten. In der Saline Gottesgabe in Rheine-Bentlage öffnet das Salzsiedehaus für Sie und in Sassenberg-Füchtorf erleben Sie im Herrenhaus von Korff erst kürzlich freigelegte Wandmalereien aus dem 19. Jahrhundert.

Mit summerwinds entdecken Sie das MünsterLand und die große Welt der Holzblasinstrumente.

Dr. Susanne Schulte, GWK

Kontakt

Summerwinds Münsterland
Veranstalter: GWK - Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit e.V.
Fürstenbergstr. 14
D-48147 Münster

Telefon: (0)251 / 591 30 41
Fax: (0)251 / 591 65 40
E-Mail: gwk@lwl.org

Konzert

Wind und Meer

MAGDUS
Bartek Dus, Sopran- und Altsaxophon
Magdalena Dus, Klavier


Ob es Klänge so frei, als seien sie körperlos, spielt, als wehte ein Wind, oder melancholisch süße, auch bittre Melodien und Harmonien von existenzieller Schwere, immer prägt Könner- und Leidenschaft und ein profundes Einverständnis den Auftritt von MagDu?. Und da das preisgekrönte Duo das ganze Leben in Originalwerken und Transkriptionen für Saxophon und Klavier preist, kommen Übermut und Humor, seliger Gesang, robuste Attacken und ekstatische Eskapaden oder klassisch Beschwingtes sowie jazzig Beswingtes in seinem Programm nicht zu kurz. Wer bei "Summertime" schwelgt und bei "I've got rhythm" groovt, erlebt mit MagDu? gewiss auch Brahms' Tiefe und Heiterkeit und das, was Daniel Barenboim meinte, als er im Hinblick auf Debussys 100. Todestag in diesem Jahr über den großen französischen Neuerer der Musik (Die Welt, 25.03.2018) bemerkte: "Debussy ist, als ob Sie, wenn Sie Ihr Leben lang in den Bergen gewohnt haben, plötzlich am Meer stehen. Ohne es je vorher gesehen zu haben."

Claude Debussy (1862-1918): Präludium and Menuett aus der Suite Bergamasque
Maurice Ravel (1875-1937): Sonatine
Johannes Brahms (1833-1897): Sonate Nr. 1 f-Moll für Klarinette und Klavier op. 120
George Gershwin (1898-1937): Three Preludes
Claude Debussy: Rhapsodie für Altsaxophon und Klavier
Sergej Prokofjew (1891-1953): Suite aus dem Ballet "Romeo und Julia"
George Gershwin: A Gershwin Fantasy für Altsaxophon und Klavier
Konzert

Happy Birthday, Lenny!

SONIC.ART SAXOPHONQUARTETT
Adrian Tully, Sopran | Alexander Doroshkevich, Alt | Claudia Meures, Tenor | Annegret Tully, Bariton


Morgen wird "Lenny" 100. Am Vorabend erweist ihm das international preisgekrönte sonic.art Quartett mit einem All-American-Programm Reverenz, das emotional so intensiv ist wie Bernsteins Musik, egal, ob er komponierte oder den Taktstock schwang. Neben den unsterblichen Musical-Melodien des Jubilars steht in seinem Sinn Herzergreifend-Schönes auf dem Programm: Hypnotische Minimal Music von Philipp Glass, der sein Quartett nach seinem Soundtrack zu "Mishima" schrieb, Paul Schraders Spielfilm über die Zerrissenheit des japanischen Dichters Mishima, der die Harmonie zwischen dem Selbst, der Kunst und der Gesellschaft suchte und öffentlich Sepuku, rituellen Selbstmord, beging. Sodann Barbers berühmtes Adagio, das auch beim Begräbnis John F. Kennedys, ein enger Freund Bernsteins, oder am Jahrestag des 11. Septembers erklang und als Titelmusik Oliver Stones Antikriegsfilm "Platoon" begleitet. Dazu Gershwins unter die Haut gehende Melodien.
Seine Antwort, so Bernstein nach dem Mord an Kennedy, auf Gewalt sei dies: "noch intensiver Musik machen, noch schöner, mit mehr Hingabe als je zuvor". Bernstein glaubte daran, dass er, wenn er nur gut genug komponierte und musizierte, die Welt mit seiner Musik vielleicht heilen könnte. Und er hoffte, dass der, der die Harmonie in der Musik erlebt, sie auch im Leben verwirklichen könnte. "Wenn sich nur genügend Herzen für die Schönheit großer Musik öffneten, wäre dort kein Platz mehr für das Böse, für Gier oder Hass." Total uncool, total cool, dieser tribute an "Lenny": dramatisch, ausgelassen, hoffnungsgeladen, verzweifelt traurig und frolic and funny.

Leonard Bernstein (1918-1990): Overture to "Candide"
George Gershwin (1898-1937): Suite after "Porgy and Bess"
Philip Glass (*1937): Streichquartett Nr. 3 "Mishima"
Leonard Bernstein: Slava!
Samuel Barber (1910-1981): Adagio
George Gershwin (1898-1937): Three Preludes
Leonard Bernstein: Selections from "West Side Story"
Konzert

Der Anfang von allem

JUTTA RICHTER, Schriftstellerin
XENON SAXOPHON QUARTETT
Lukas Stappenbeck, Sopran | Anže Rupnik, Alt | Adrian Durm, Tenor | Benjamin Reichel, Bariton


"Dabei hat alles so gut angefangen": Die erste Liebesgeschichte der Welt fand in einem Garten statt. Dieser war das Paradies. Jutta Richter erzählt Adams Sehnsucht, seine große Liebe zu Eva und den Biss in den Apfel, der alles ändert, neu - aus der Erinnerung Adams, von seiner Katze klug kommentiert. Und sie erzählt die erste Familiengeschichte nach der Vertreibung aus Eden so, als trüge sie heute sich zu: Eifersucht, Vernachlässigung, Zärtlichkeit, das Glück und das Unglück mit Kain und Abel, dem starken Kämpfer und dem "Windhauchkind, dem sanften Sohn". Dazu der erste Mord, die erste unüberwindbare Trauer. Eine Geschichte voller Kraft, erzählt unterm Blick der Güte, über die Irrsal und Wirrsal des Menschseins. Poesie, die ergreift, fesselnd gelesen von der Autorin selbst, die vielfach ausgezeichnet ist. Musikalisch setzt das international preisgekrönte Xenon Saxophonquartett das Drama der (ersten) Menschen in Szene. "Sie sind seltsame Wesen, denkt die Katze" ...

KONZERT-LESUNG
Jutta Richter liest aus "Der Anfang von allem".
Im Wechsel mit der Schriftstellerin spielt Xenon.

Georg Friedrich Händel (1685-1759): Ankunft der Königin von Saba, arr. von Xenon
Edvard Grieg (1843-1907): Aus Holbergs Zeit
Iannis Xenakis (1922-2001): XA2
Modest Mussorgsky (1839-1881): Bilder einer Ausstellung, arr. von Xenon
Konzert

Hommage an Piazolla

ENSEMBLE 87
Lukas Stappenbeck, Sopransaxophon | Anže Rupnik, Altsaxophon | Adrian Durm, Tenorsaxophon | Benjamin Reichel, Baritonsaxophon | Krisztián Palágyi, Akkordeon | Sergey Markin, Klavier


Leidenschaft, raffiniert durch Kunst, kultiviert durch Form: das ist Tango Nuevo - das ist "Ensemble 87". Es zündet, wenn die jungen Tangospezialisten Astor Piazzolla ihre Reverenz erweisen, auch weil sie das in weltweit einmaliger Besetzung tun. Neben den Welthits Piazzollas steht neuster Tango aus Ost und Süd auf ihrem Programm. Die sechs Freunde aus Deutschland, Ungarn, Slowenien und Russland - Meisterstudenten an der Musikhochschule Köln, die als Solisten oder als Xenon Saxophone Quartet international gastieren und ausgezeichnet wurden - haben sich ihre Lieblingsstücke auf den Leib arrangiert und bringen sie in einzigartigem Sound auf die Bühne. Zudem spicken sie ihren Auftritt mit virtuosen Solos: Ginasteras argentinische Tänze für Klavier sind schräg, zubeißend, wild. Zubitskys "Ommagio" für Akkordeon solo reißt mit; effektvoll und orgiastisch Dargentons "Stierkampf" in Fuerte Apache (ein zwielichtiger Bezirk von Ciudadela bei Buenos Aires). Melancholie und Erotik, Lebensdrang und bodenloser Fall, Sinnlichkeit, Tiefe, schmeichelnde, kratzende, ab und zu schmerzende Harmonien: Neuer Tango ist alles und alles zugleich, ein Brennspiegel des Dramas, das unser Leben ist.

Astor Piazzolla (1921-1992): Escualo | Primavera porteña | Contrabajisimo
Vladimir Zubitsky (*1953): Omaggio ad Astor Piazzolla
Astor Piazzolla: Verano porteño | Adios nonino | Otono porteño | Four for Tango | Soledad
Juan Dargenton (*1959): Corrida en Fuerte Apache
Astor Piazzolla: Fugat | Soledad
Alberto Ginastera (1916-1983): Danzas Argentinas
Astor Piazzolla: Four for Tango | Invierno porteño
Konzert

AB-WEG-IG

TRIO CON ABBANDONO
Beate Müller, Klarinette | Claudia Quakernack, Akkordeon | Anne-Lise Cassonet, Violoncello


Die außergewöhnliche Besetzung gründet in der Freundschaft der Drei, das Crossover des Programms in ihrer grenzenlosen Musikalität. Das preisgekrönte Trio con abbandono macht mit "AB-WEG-IG" eine weltgewandte Expresstour durch Zeiten und Genres. Melancholisch und dramatisch Piazzollas "Jahreszeiten", Tango Nuevo auf Buenos Aires. Der Hafenstadt am Río de la Plata gegenüber, auf dieser Seite des Atlantik, liegt Lisboa, die weiße Stadt am Tejo, auf die Peter Ludwig seinen Neuen Tango schrieb. Kunst-Tanz auch mit Klezmer und Barock, einem französisch-italienischen Medley aus den Variationen des alten musikalischen Musters der "Folia" - nachdem Beethovens Rondo den verlornen Groschen hüpfen und kreiseln und die Wut darüber munter grollen ließ. Mit seinem Originaltitel "Alla ingharese quasi un Capriccio" hebt der 25-Jährige Beethoven auf das Kapriziös-Launenhafte und das ungarische Feuer seines Stückes ab. Erst 24 war Bernstein, als er seinen Erstling, die Klarinettensonate, publizierte. Mit diesem "echten Bernstein", schon außerhalb der "Klassik-Piste" komponiert, gratuliert das Trio als Duo mit Hingabe, "con abbandono", dem leidenschaftlichen Amerikaner zu seinem 100. Geburtstag. Und im Duett "Off Pist" des Schweden Henryson bringt es ihm ein Ständchen, das Klassik, Jazz und Rock vermischt: vertrackte Kapriolen, souverän neben der Spur, fröhlich, hip, frech.

Peter Ludwig (*1951): Lisboa
Traditional: Klezmer
Svante Henryson (*1963): "Off Pist" für Klarinette und Cello
Leonard Bernstein (1918-1990): Sonata für Klarinette und Akkordeon
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Rondo G-Dur op. 129, "Die Wut über den verlorenen Groschen (Cent)", arr. Brack Owlbick
Marais, Corelli, Vivaldi: La Folia
Astor Piazzolla (1921-1992): Die Jahreszeiten
Konzert

Psalmen, Tänze, Kostbarkeiten

ENSEMBLE KOUTÉ
Gregor Schulenburg, Querflöte / Duduk / Kyotaku | Marion Haak-Schulenburg, Gesang / Rahmentrommel | Ian Melrose, Gitarre / Low Whistle | Mathis Mayr, Violoncello


In seinem Namen klingt das französische écouter an, als sei er die Aufforderung: "Hört her und lauscht!" und der beglückte Ausruf: "Wir haben gehört." Gehört hat das Ensemble Kouté selbst viele Musiken der Welt - und sich von ihnen zu seiner ganz eigenen Weltmusik inspirieren lassen: von Folk und Volksmusik, Liedern und ausgelassenen Tänzen aus Schweden, Irland, Deutschland etwa, von arabischen Weisen, von Psalmen oder liturgischer Musik aus Armenien, von der europäischen Klassik und experimentellen Klängen Neuer Musik, von den japanischen Honkyokus, die Zen-Mönche zur Meditation spielen. All dies interpretiert Kouté in seinen Improvisationen, Mixturen und Eigenkompositionen neu, in seinem fremd-vertrauten, originären Sound, den neben Querflöte und Tin Whistle die Bambusflöte Kyotaku und die Duduk mit ihrem weichen, bauchigen Klang prägen. Hochkarätige Musiker mit nicht nur einer künstlerischen Heimat, Weltbürger, weitgereist, durch diverse Kulturen, mentale Welten, von denen sie auch in ihrer Moderation berichten: Wer das Ensemble Kouté hört, wird inspiriert, zum Innehalten und Sich-Versenken, zu Neugier und Ausgelassenheit, zur Andacht und zum Tanz.

Psalmen, Tänze, Lieder, Improvisationen
Konzert

Flying High

BAIT JAFFE KLEZMER ORCHESTRA
Sascha Schönhaus, Saxophon / Klarinette | Andreas Wäldele, Violine / Mandoline | Niculin Christen, Klavier / Akkordeon | David Schönhaus, Kontrabass


Mehr als 25 Jahre spielt die Band "ihren" Klezmer und immer erfindet sie ihn und sich wieder neu. Von der Familiengeschichte der Brüder Schönhaus beseelt, trägt das Quartett das Feuer der archaischen osteuropäisch-jiddischen Tradition weiter: in seinem ganz eigenen Idiom. Den urtümlichen Sound der Klezmorim von vor mehr als 100 Jahren nehmen die studierten Jazzer auf und verbinden ihn, mit Mut zum Pop, zur Klassik und zu starken Gefühlen, mit der Energie und Improvisationskunst des Jazz. Musikalisch erzählen sie neue Geschichten und alte neu, etwa die der spektakulären Flucht von Großvater Beba, einem gewöhnlichen Soldaten der Roten Armee, vor den Wirren der Russischen Revolution, seinem "Flying High" 1917 im Doppeldecker. Er flog die Maschine, die er und ein Freund von der kaiserlichen deutschen Armee gekapert hatten, von Königsberg nach Berlin, wo er mit seiner Familie lebte, bis alle nach Israel auswanderten, um jedoch bald schon zurückzukehren. 1942 wurde Großvater Schönhaus in Majdanek ermordet -. Bait Jaffe, hebräisch für "schönes Haus", treibt den Klezmer weiter, kraftvoll und ergreifend, zärtlich und überraschend, im Geist der Tradition und mit dem Feeling von heute, im Höhenflug - flying high.

Eigenkomppositionen: Beba's Dream | Bielski's Bulgar | Jerusalem in the Wood | A Jingale und sain Maidele | Wus gewen, is gewen | The Mispoche u.a.
Ausstellung

Gießereiführung

Herzlich lädt Grunewald die Konzertbesucher zu einer Führung durch die Gießerei ein.

2013 nahm Grunewald seine Aluminium- und Eisengießerei neu Am Busskolk in Bocholt in Betrieb. Grunewald ist ein weltweit tätiger Werkzeug- und Formenbauer sowie Hersteller von Prototypen und gegossenen Kleinserien. Das Unternehmen arbeitet auf höchstem Qualitätsniveau, mit hochmodernen Verfahrenstechniken in der Formerei und bei der Rückgewinnung und Wiederverwertung der Ressourcen. In der Gießerei ist ein Twin Induktionsschmelzofen mit einer Schmelzleistung von 350 kg pro Stunde in Betrieb.

Bitte melden Sie sich bei der GWK an, wenn Sie vor Ihrem Konzertbesuch an einer Führung durch die Gießerei teilnehmen wollen. Frau Dettmar, GWK, nimmt Ihre Anmeldung bis Freitag, 24. August gerne an. Tel: 0251 591-3041, Email: sabrina.dettmar@lwl.org

In Kooperation mit der Grunewald GmbH & Co. KG | www.grunewald.de
Konzert

Buon divertimento!

ELSE ENSEMBLE
Niklas Liepe, Violine | Lena Eckels, Viola | Valentin Scharff, Violoncello | Peter Josiger, Kontrabass | Tim Henning Lüttge, Flöte | Shelly Ezra, Klarinette | Teddy Ezra, Klarinette / Bassethorn | Theo Plath, Fagott | Marc Gruber, Horn


Selten gespieltem und eher unbekanntem Repertoire hat sich das Else Ensemble verschrieben, mit renommierten Preisen ausgezeichnete junge Musiker*innen aus Deutschland und Israel, die international gastieren. Sie haben sich nach der expressionistischen Dichterin Else Lasker-Schüler benannt. Mit Mozarts Fragment stellt das Ensemble eine lebhafte Vorstudie zu dessen Klarinettenquintett K 581 vor, in dem der Klassiker die Ausdrucksmöglichkeiten der Klarinette radikal erweiterte. An der Klassik und frühen Romantik orientierte sich Adolphe Blanc. Der Komponist, der heute wiederentdeckt wird, bot mit seinen Kompositionen der in Paris seinerzeit vorherrschenden Opernmode die Stirn. Er schrieb "absolute Musik", die dem Publikum gefiel, und hielt damit in Frankreich die Tradition der Kammermusik aufrecht. Sehr charmant, wunderbar sanglich und empfindsam, ist sein Septett Opus 40 mit einer konzentriert-wilden Tarantella im Scherzo: einer exquisiten und originellen Miniatur, die vor rhythmisch-melodischer Energie birst. Heiter auch die Grundstimmung von Brahms' erster Serenade, die in Detmold, am Hof Prinz Leopolds II., als Nonett entstand. Der 25-Jährige ließ sich von den famosen Bläsern seines Orchesters anregen und von Haydn und Mozart, der farbenfroh-schillernden Welt ihrer klassischen Divertimenti. Buon divertimento - viel Vergnügen!

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) / Franz Beyer (*1922): Fragment F-Dur KV Anh. 90 für Klarinette, Bassetthorn und Streichtrio
Adolphe Blanc (1828-1885): Septett E-Dur op. 40
Johannes Brahms (1833-1897): Serenade Nr. 1 D-Dur, op. 11
Ereignisse Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, Stiftbergstraße 2
Ereignisse / Konzert Bielefelder Philharmoniker Bielefeld, Brunnenstraße 3-9
Ereignisse / Konzert Sinfonieorchester Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Ereignisse / Kulturveranstaltung Kurhaus Bad Hamm Hamm, Ostenallee 87
Ereignisse / Varieté GOP Kaiserpalais Bad Oeynhausen Bad Oeynhausen, Im Kurgarten 8