LWL-Industriemuseum
TextilWerk Bocholt

Forum für Textilkultur

Über 20.000 Spindeln drehten sich einst in der Spinnerei Herding in Bocholt. Heute ist der imposante Backsteinbau mit seinen vier Geschossen ein Forum für Textilkultur. In dem spannungsreich restaurierten Industriedenkmal werden Geschichte und Gegenwart des Textilen lebendig. Sonderausstellungen geben Einblicke in historische und moderne Technik, zeigen Modedesign und internationale Textilkunst. Veranstaltungsräume und ein gläsernes Dachcafé bieten Platz für vielfältige Veranstaltungen – vom Konzert über Kabarett bis zur Kriminacht.

In unmittelbarer Nähe liegt als weiterer Standort unseres TextilWerks die Weberei. Hier riecht es nach Öl und Arbeit, und die Webstühle rattern so laut, dass man sich unwillkürlich die Ohren zuhält. Was Sie heute bei einem Besuch erleben, war für tausende Männer und Frauen vor 100 Jahren Alltag. Wir zeigen Ihnen, wie der Takt der Maschinen ihre Arbeit diktierte. Herzstück der Museumsfabrik ist die große Webhalle. Unter den Sheddächern setzen Transmissionsriemen und lange Antriebswellen über 30 historische Maschinen in Bewegung. Unsere Mitarbeiter produzieren hier täglich Stoffe für Handtücher und Tischdecken unserer historischen Kollektion.

Abseits der lärmenden Fabrik lernen Sie in einem komplett eingerichteten Arbeiterhaus samt bewirtschaftetem Garten den kargen Lebensalltag der Familien kennen.

Lust auf Leben

Fotos von Johannes Weber aus seinem Dorf, 1946-1955

So, 2.7.2017 - So, 31.12.2017

In der Spinnerei des TextilWerks Bocholt wird die Ausstellung „Lust auf Leben!“ präsentiert.

Die Fotografien von Johannes Weber sind im münsterländischen Dorf Nottuln zwischen 1946 und 1955 aufgenommen worden und dokumentieren das Leben in der Nachkriegszeit. Entstanden ist die Fotoausstellung in Zusammenarbeit mit dem LWL-Medienzentrum für Westfalen. In mehr als 6.000 Fotografien hielt der Amateurfotograf Johannes Weber zwischen 1946 und 1955 mit seiner Leica-Kleinbildkamera das Leben im münsterländischen Nottuln fest. Für die Ausstellung wurden 80 aussagekräftige Fotografien der Sammlung Weber ausgewählt. Sie erzählen von einer vergessenen Welt, die bis vor einem halben Jahrhundert in vielen Dörfern und Kleinstädten Westfalens Alltag war, und zeugen von der „Lust auf Leben!“ in der entbehrungsreichen Nachkriegszeit.

Die Fotografien werden gemeinsam mit historischen Strickmaschinen präsentiert, denn Johannes Weber war auch „Haus- und Hoffotograf“ seines Arbeitgebers, des Stumpfherstellers Gebrüder Rhode. Ursprünglich bei der Hamburger Nordwolle beschäftigt, war er im Winter 1945/46 an den Sitz seines neuen Arbeitgebers nach Nottuln gezogen.

Seine Fotografien zeigen aber auch die Entwicklung des Strumpfherstellers, des damals einzigen Industriebetriebes vor Ort, sowie die herausgehobene Position der Fabrikantenfamilie. Besonders dieser Spannungsbogen zwischen dem Alltag der Unternehmer und dem münsterländischen Dorfleben macht einen großen Reiz der Weberschen Fotografien aus.

Ort:

TextilWerk Bocholt

Reif für die Insel

Tourismus auf Sylt, Hiddensee und Mallorca

So, 2.7.2017 - So, 31.12.2017

Inseln sind der Inbegriff von Urlaub. Auf einem überschaubaren Stück Land, von Wasser umgeben, versprechen sie einen wohltuenden Abstand zum alltäglichen Trott. Drei solcher Paradiese werden vorgestellt: Sylt, Hiddensee und Mallorca. Die Ausstellung zeigt, wie diese Inseln für den Tourismus entdeckt wurden, wie sich die Art des Urlaubs auf ihnen im Laufe der Zeit geändert hat und welchen Wandel sie durch den Fremdenverkehr erfahren haben. Die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten dieser Inseln offenbaren, wie die Deutschen ihren Urlaub verbringen – damals und heute, in Ost und West.

Ort:

TextilWerk Bocholt

LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur

TextilWerk Bocholt
- Spinnerei -

Industriestraße 5
D 46395 Bocholt

Telefon: +49 (0)2871 21611-0
Fax: +49 (0)231 6961-114
E-Mail: textilwerk@lwl.org

- Weberei -

Uhlandstraße 50
D 46397 Bocholt

Öffnungszeiten
Die Weberei ist ganzjährig geöffnet.
Di–So sowie an Feiertagen 10–18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Montags geschlossen, außer an Feiertagen