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Mülheimer Theatertage NRW

10. Mülheimer KinderStücke – das Forum deutschsprachiger Gegenwartsdramatik für Kinder
vom 12.5. bis 17.5.2019


Die besten Stücke im Wettbewerb um den Mülheimer KinderStückePreis.

Seit 2007 gibt es in Mülheim an der Ruhr die „KinderStücke“. Von 2007 bis 2009 liefen sie – in einem eigens dafür aufgestellten Theaterzelt in der Innenstadt – im Rahmenprogramm der "Stücke".
Als Wettbewerb findet das Festival seit 2010 statt. Fünf Stücke in der wirksamsten Aufführung, meist der Uraufführung, werden jährlich in Mülheim an der Ruhr gezeigt. Bewertet werden, wie bei den "Stücken", die Texte – nicht die Inszenierungen.
Die Auswahl trifft ein unabhängiges Gremium aus den in der jeweiligen Saison uraufgeführten deutschsprachigen Stücken. Eine Jury aus drei Theaterschaffenden, Kritiker*innen und Dramatiker*innen vergibt am Ende des Festivals den mit 10.000 Euro dotierten Mülheimer KinderStückePreis.
Das Programm wird durch ein umfangreiches theaterpädagogisches Angebot für Schulen begleitet.

Die Mülheimer „KinderStücke 2019“ werden veranstaltet vom Theater- und Konzertbüro der Stadt Mülheim an der Ruhr und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Kontakt

Mülheimer Theatertage NRW
Theater- und Konzertbüro Mülheim an der Ruhr
Akazienallee 61
D-45478 Mülheim an der Ruhr

Telefon: +49 (0)208-4554113
E-Mail: kinder@stuecke.de

 

Für Schülergruppen ist der Eintritt frei.
Kartenreservierung für Schülergruppen ab dem 19. März 2018 ausschließlich bei:
Kristin Posekardt
Telefon: +49 (0)208-455 41 28 (Mo-Fr von 10 bis 12 Uhr) oder kinder@stuecke.de

Eintritt für alle anderen:
Kinder: 3,00 Euro
Erwachsene 6,00 Euro

erhältlich bei allen reservix-Vorverkaufsstellen und online
Hotline +49(0)180- 670 07 33 (0,20 Euro/Anruf, Mobilfunkpreis max. 0,60 Euro)

In Mülheim
Touristinfo im MedienHaus
Synagogenplatz 3, 45468 Mülheim an der Ruhr
Tel. +49 (0)208-960 960
Theater

Haydi! Heimat!

Katja Hensel
Landestheater Schwaben, Memmingen

Heimat. Kemal wusste wahrscheinlich immer, was das Wort bedeutet, solange er nicht darüber nachdenken musste. Jetzt aber muss er. Die Schule will, dass er irgendetwas mitbringt, was für ihn mehr als nur Geburtsort, Adresse und Zuhause ist – Heimat eben. Eine einfache Hausaufgabe, wie es scheint. Kemal muss nichts schreiben oder rechnen, er muss nicht einmal ein Buch aufschlagen. Das, was er hier wissen und kennen soll, weiß und kennt er doch schon. Nur was? Was ist so beschaffen, dass es genau für seine, Kemals, Heimat stehen kann?
Kemal gibt sich ehrlich Mühe, aber ihm will nichts einfallen. Er fragt seine Familie. Ein Fehler. Fußballshirt, Reisepass, sogar eine Schüssel Milchreis werden fröhlich zu Beweisstücken für Heimat aufgerufen. Alle wissen Bescheid, aber niemand hat eine Ahnung. Kemal nun aber schon: Wer keine Heimat hat, dem fehlen mehr als nur ein paar Hausaufgaben. „Ich hab nichts … Ich bin auch nichts“, verzweifelt er und wird krank. Das ändert sich, als das Mädchen Ella vor ihm steht. Mit „Haydi“, dem türkischen Lieblingskinderbuch der Großmutter, finden die beiden Heimat, während sie sie erfinden.
Wenngleich von Faschismus und volkstümelndem Kitsch schwer beschädigt, bezeichnet das Wort „Heimat“ ein wichtiges Lebensgefühl. Autorin Katja Hensel weiß das. Sie lüftet den Begriff mit viel Situationskomik und Wortwitz durch, ohne ihn lächerlich werden zu lassen.

Oliver Bukowski

„Heidi“ gehört zu den beliebtesten Kinderbüchern in der Türkei. „Haydi!“ heißt auf Türkisch aber auch „Auf geht’s!“.

Uraufführung am 17. März 2018, Landestheater Schwaben, LTS Memmingen

Mit: Anke Fonferek, Miriam Haltmeier, Tobias Loth, Sandro Šutalo
Regie: Anne Verena Freybott
Bühne und Kostüme: Franziska Isensee
Dramaturgie: Silvia Stolz

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

Aufführungsrechte: Verlag für Kindertheater Weitendorf GmbH

Ab 8 Jahren

Gefördert von „Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater“

www.landestheater-schwaben.de
Theater

Die Eisbärin

von Eva Rottmann
Theater Kanton Zürich

Mona hat einen eigenen Youtube-Kanal. „Die Eisbärin“ ist ihr Markenname, und eine Eisbärenmaske ist ihr Alleinstellungsmerkmal. Wieder einmal auf der Suche nach einem besonders coolen Moment für ihren Videoblog, landet sie in ihrem ehemaligen Klassenzimmer und sprengt den Unterricht. Sie steht unter Druck, denn die Zahl ihrer Abonnenten befindet sich im Sinkflug. Vielleicht sollte sie mehr von sich und ihrem Leben preisgeben, um ihren Followern zu gefallen? Schließlich entscheidet sie sich, ein sehr persönliches Video zu posten. Darin erzählt sie von einem Schultag vor 10 Jahren, der ihr Leben grundlegend verändert hat.
Eva Rottman hat einen Monolog geschrieben, der die Schüler immer wieder interaktiv mit ins Spiel einbezieht. Sie beschreibt und hinterfragt vor allem jene Bereiche der sozialen Medien, in denen die Selbstinszenierung das eigene Leben beherrscht und quasi eine Parallelwelt entsteht. Dabei gerät das eigene Ich immer mehr aus dem Fokus, und der Spiegel der Anderen wird zum alleinigen Gradmesser. Gefallen um jeden Preis ist die Devise, auch wenn man sich dabei selbst verleugnet.

Werner Mink

Ein Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich

Uraufführung am 27. September 2018, Theater Kanton Zürich

Mit: Judith Cuénod
Regie: Klaus Hemmerle

Aufführungsdauer: eine Unterrichtseinheit

Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin

Ab 10 Jahren

www.theaterkantonzuerich.ch
Theater

Ich, Ikarus

von Oliver Schmaering / Sanzhar Baiterekov
Theater an der Parkaue, Junges Staatstheater Berlin

Aus der griechischen Mythologie stammt die Geschichte von Ikarus und seinem Vater Dädalus, die gemeinsam mit selbst gebauten Flügeln übers Mittelmeer fliehen. Ikarus fliegt trotz der Warnung des Vaters zu nah an der Sonne und stürzt in den Tod. Oliver Schmaering lässt Ikarus in einem Monolog zusammen mit einer kleinen Musikerbesetzung von der Geschichte ihrer Flucht und seinen Nöten mit dem Vater erzählen, die zu dem Unglück führten. „Lieber ich sein und fallen, als mein Vater sein und fliegen.“ Ikarus überlegt in der Rückschau: Was hat er richtig gemacht, wann falsch gehandelt?
Die Inszenierung von Annette Jahns bezieht die fünf Musiker in die Darstellung von Ikarus’ Erzählung mit ein, so dass zusammen mit der für Ikarus nach neuen Tönen forschenden Musik des kasachischen Komponisten Sanzhar Baiterekov eine ganz besondere Form des Musiktheaters für Kinder entsteht.

Thomas Irmer

Uraufführung am 1. Juni 2018, Theater an der Parkaue, Berlin

Mit: Florian Pabst (Schauspiel), Eun-Joo Borgwardt-Lee (Violine), Sabine Grüner (Cello), Jan Heinke (Naturinstrumente), Ulf Mengersen (Kontrabass), Friedrich Bassarak (Akkordeon)
Regie: Annette Jahns
Komposition: Sanzhar Baiterekov
Bühne und Kostüme: Tom Böhm
Dramaturgie: Sarah Wiederhold
Theaterpädagogik: Sarah Kramer

Gefördert von „Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater“sowie durch den Freundeskreis des THEATER AN DER PARKAUE. Kompositionsauftrag finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung.

Aufführungsdauer: 70 Minuten, keine Pause

Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben Gmbh & Co. KG, Berlin

Ab 10 Jahren

www.parkaue.de
Theater

Die größte Gemeinheit der Welt

von Dirk Laucke
Junges Schauspiel Düsseldorf

Tilla, neun Jahre, fühlt sich nach dem Tod des Bruders mit ihrer Trauer allein gelassen. Die Eltern sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt, die Schwester ist noch zu klein, der Schulalltag Stress. Doch in ihrer Fantasie ist sie die Superheldin Riot Girl und hat den mächtigen Captain Resistance zur Seite, wenn es in den Kampf gegen das Böse und Ungerechte geht. Aus der Erfahrung der Fantasiewelten wird Tilla zu einem Mädchen, das sich schließlich auch im Alltag gegen große und kleinere Gemeinheiten besser zu behaupten weiß.
Die Inszenierung von Christoph Seeger-Zurmühlen verhilft den von Marvel-Comic-Figuren inspirierten Fantasiehelden Tillas zu beeindruckenden, mit entsprechendem Sounddesign unterstützten Auftritten in dieser Uraufführung des ersten Kinderstücks, das der renommierte Dramatiker Dirk Laucke für das Junge Schauspiel Düsseldorf geschrieben hat.

Thomas Irmer

Uraufführung am 22. April 2018, Junges Schauspiel Düsseldorf

Mit: Maëlle Giovanetti, Jonathan Gyles, Alessa Kordeck, Maria Perlick, Bernhard Schmidt-Hackenberg
Regie: Christof Seeger-Zurmühlen
Bühne und Kostüme: Kirsten Dephoff
Musik: Bojan Vuletić
Sounddesign: Marco Schretter
Dramaturgie: Judith Weißenborn
Theaterpädagogik: Thiemo Hackel

Aufführungsdauer: 2 Stunden, eine Pause

Aufführungsrechte: Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH, Berlin

Ab 8 Jahren

www.dhaus.de
Theater

Ich lieb dich

von Kristo Šagor
Schauburg München

Ob sich nun Unterschiede anziehen oder Gleich & Gleich Erfolg verspricht. Ob es besser ist, sich früh zu binden, oder vorher lange und gut zu prüfen: Wer nicht gerade frisch verliebt ist, fragt sich immer mal wieder, was sie denn eigentlich ist, die Liebe. Besonders dann, wenn sie missglückt. Julians Eltern geht es so, sie lassen sich scheiden. Und wenn das schon so erwachsenen und erfahrenen Eltern widerfährt, was passiert denn erst mit seiner Liebe zu Lia und ihrer zu ihm? Wollen sie sich nicht verlieren, müssen sie es jetzt genau wissen. Hat Liebe etwa ein Verfallsdatum? Wie viel Ferne braucht die Nähe? Geschwisterliebe, Elternliebe zum Kind, Liebe unter Freunden, Liebe zu Haustieren oder zum Zitroneneis – was unterscheidet die vielen Sorten von Liebe, was ist ihnen gemein? Bedeutet „ich lieb dich“ mehr als „ich liebe dich“, oder verhält es sich umgekehrt? Wie liebten sich die Großeltern in der Vergangenheit und wie sollte in Zukunft geliebt werden? Und, und, und … Wer nicht fragt, bleibt nicht nur dumm, sondern womöglich auch allein und einsam. Ob das richtig ist, wissen Lia und Julian noch nicht so genau. Für den Moment stimmt es.
Die Sprache begeistert durch Kraft, Präzision und Komik, aber spätestens seit „Patricks Trick“ verblüfft Kristo Šagor mit seiner dramaturgischen Meisterschaft, mit nur wenigen Darsteller*innen ganze Ensemble-Welten zu erzeugen. Kaum jemand beherrscht die Mittel der Bühne so sicher wie dieser Autor und Regisseur.

Oliver Bukowski

Uraufführung am 23. Februar 2018, Schauburg München

Mit: David Benito Garcia, Anne Bontemps
Regie: Ulrike Günther
Bühne und Kostüm: Andreas A. Strasser
Musikalische Mitarbeit: Till Rölle
Dramaturgie: Anne Richter
Theaterpädagogik: Josefine Rausch

Aufführungsdauer: ca. 50 Minuten, keine Pause

Aufführungsrechte: Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH, Berlin

Ab 8 Jahren

Gefördert von „Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater“

www.schauburg.net
Familie / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Familie / Museum Explorado Kindermuseum Duisburg Duisburg, Philosophenweg 23-25
Familie / Theater Sternschnuppen Theater Dortmund Welver-Stocklarn, Ringstr. 20
Familie / Freizeit Zeiss Planetarium Bochum Bochum, Castroperstr. 67
Familie / Familienprogramm Grugapark Essen Essen, Virchowstraße 167a

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