SALZBURGER LANDESTHEATER

Spielzeit 2009/10

Das Salzburger Landestheater hält als Dreispartenhaus ein breit gefächertes Programmangebot bereit: klassische und zeitgenössische Oper, Schauspiel aus Vergangenheit und Gegenwart, Spitzen-Ballett und modernes Tanztheater sowie Kinderstücke.
Von September bis Juni hebt sich (fast) jeden Tag der Vorhang, an sehr vielen Tagen sogar zweimal.

Müllers Büro

Musical von Niki List

Premiere: 15. März 2010, Kammerspiele

In der zum Kultfilm avancierten Krimiparodie „Müllers Büro" erblickte 1983 ein Detektiv das Licht der Welt, wie ihn Österreich und die Welt noch nicht gesehen hatten: "Er ist wie Brando, wie Valentino, ist wie Clark Gable, ist schön wie Kino, ist außen hart und innen weich." Die Handlung, die sein Schicksal entscheidet, ist schnell erzählt: Der chronisch unterbeschäftigte Privatdetektiv Max Müller trinkt wie immer seinen unwiderruflich letzten Schluck Whiskey, als ihm die Rettung in Gestalt der attraktiven und zudem finanzkräftigen Klientin Bettina Kant erscheint. Und obgleich sich Müller prompt in sie verliebt, übernimmt er den Auftrag, ihren verschollenen Freund Mike zu finden. Mit seinem Kompagnon Larry taucht er ab in die Welt der Zuhälter und Gangsterbosse. Doch kaum haben sie Mike gefunden, ist dieser wenig später schon tot. Unversehens geraten Müller und Larry zwischen die Fronten eines Bandenkrieges, und nach und nach stirbt jeder, der mit ihnen etwas zu tun hatte. Am Ende sind alle tot, die Guten und die Gangster, alle außer dem netten Fräulein Schick und der seltsamen Frau Copain, die immer wissen will, wie spät es ist. Und wehe dem Zuschauer, der das nicht weiß...
Niki List, Autor und Regisseur des Films, entwickelte eine Musicalversion, die 2007 mit großem Erfolg am Wiener Metropol-Theater uraufgeführt wurde. In ihr erklingen Lieder wie „Männer sind wie Marzipan", „Männerfreundschaft" oder „Ich will mehr". Sie wurden zu Evergreens, die daran erinnern, dass man nie weiß, wer zuletzt lacht, und mit schwarzem Humor die Tür zum Leben immer wieder offen halten. „Müllers Büro” inszeniert der Musicalspezialist Kurt Schrepfer, der inzwischen auf nahezu allen Musicalbühnen des deutschsprachigen Raumes zu Hause ist.

Ort:

Kammerspiele

Termine:

Sa, 13.3.2010, 19:00
Mo, 15.3.2010, 19:30 | Premiere
Mi, 17.3.2010, 19:30
Do, 18.3.2010, 19:30
Mo, 22.3.2010, 19:30
Do, 25.3.2010, 19:30
Fr, 26.3.2010, 19:30
Sa, 27.3.2010, 19:00
Mo, 29.3.2010, 19:30
Di, 30.3.2010, 19:30
Sa, 3.4.2010, 19:00
Di, 6.4.2010, 19:30
Mi, 7.4.2010, 19:30

König Shakespeare

von John von Düffel

Uraufführung: 20. März 2010, Landestheater

Shakespeare im Ruhestand. Der Barde ist nach seiner rauschenden Londoner Theaterzeit heimgekehrt in das beschauliche Stratford zu seiner acht Jahre älteren Frau. Sein größter Wunsch: eine gutbürgerliche Existenz. Er kauft Immobilien und hinterzieht Steuern wie jeder brave Mann und hätte gewiss so weitergelebt, wäre da nicht eines Tages seine ehemalige Theatertruppe erschienen, angeführt von Richard Burbage, mit der Bitte um ein neues Stück, eine Komödie möglichst, einen Kassenerfolg! Nur sehr widerwillig greift William Shakespeare noch einmal zur Feder, denn die ist ziemlich eingerostet: Statt Poesie und Witz verfasst er Alltagsprosa, statt über große Gefühle schreibt er über Steuerpolitik. Doch Burbage weiß Rat: Er lockt Shakespeare nach London und quartiert ihn bei den Barlingtons ein, einer Witwe mit zwei bildschönen Töchtern. Zum ersten Mal seit Jahren hat er wieder eine Idee: König Heinrich VIII., die Geschichte des größten Ehebrechers und Frauenverschleißers des englischen Königshauses. Privates und Historisches, Fakten und Fiktionen mischen sich zu einer letzten großen Shakespeare-Phantasie… Doch dann muss der Dichter erkennen, dass sich die Schwestern keineswegs aus Liebe um ihn streiten, sondern nur um das Geld, das Burbage ihnen versprochen hat. Aus Verzweiflung verbrennt Shakespeare sein Manuskript, und sein letztes Stück „Heinrich VIII.“ kommt 1613 ganz ohne große Gefühle heraus – stattdessen geht's um Steuerpolitik. Insofern ist es möglicherweise ein Glücksfall, dass das Theater bei der Premiere abbrennt.
John von Düffel, geboren 1966, ist ein mehrfach preisgekrönter deutscher Autor von Romanen und Theaterstücken. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet er seit 1993 auch als Dramaturg am Theater, seit 2000 am Thalia Theater in Hamburg. Der hier zur Uraufführung kommende Text ist ein Auftragswerk für das Salzburger Landestheater.

Ort:

Landestheater

Termine:

Sa, 20.3.2010, 19:00 | Premiere
Fr, 26.3.2010, 19:30
Sa, 3.4.2010, 19:00
Di, 13.4.2010, 19:30
Do, 15.4.2010, 19:30
Mi, 21.4.2010, 19:30
Sa, 24.4.2010, 19:00
Do, 6.5.2010, 19:30
Fr, 7.5.2010, 19:30
Mi, 12.5.2010, 19:30
Do, 13.5.2010, 19:00
Do, 27.5.2010, 19:30
So, 30.5.2010, 19:00
Di, 8.6.2010, 19:30
Fr, 11.6.2010, 19:30

Arianna

Oper in zwei Akten von Benedetto Marcello

Premiere: 11. April 2010, Landestheater

Benedetto Marcellos Oper „Arianna" kursierte seit ihrer privaten Uraufführung für einen römischen Kardinal als Geheimtipp unter Musikern. Hier ist ein Juwel zu entdecken! Die Handlung der Oper ist wohlbekannt und doch neu. Ariadne klagt auf Naxos ihr Leid. Theseus ist mit ihrer Schwester Phädra durchgebrannt und hat sie sitzen gelassen. Dass der Gott Bacchus sie begehrt, kann sie nicht trösten. Da lässt dieser das Schiff des Theseus durch einen Sturm zurücktreiben. Nun sind die beiden Flüchtlinge dazu gezwungen, sich mit Ariadne auseinanderzusetzen - und in dieser Gruppentherapie bewältigt sie die Erfahrung der Trennung und gewinnt die Freiheit zu einer neuen Liebe.
Der venezianische Patriziersohn Benedetto Marcello wurde berühmt mit seiner Satire „Il teatro alla moda", in der er sich über die Unsitten der Oper lustig machte. Doch er gehörte zu den Kritikern, die es auch besser machen konnten:Obwohl er in erster Linie seiner Vaterstadt als Ratsherr und Diplomat diente, verschaffte er sich mit seinen Kompositionen Respekt in Europa. Auch Bach und Telemann gehörten zu seinen Bewunderern. Mit Michael Form konnte für die Leitung der Barockoper einer der interessantesten Spezialisten gewonnen werden. Seinen Namen machte er sich zunächst als Blockflöten-Virtuose und als Leiter des Spezialensembles „Les Flamboyants" für die Musik des Mittelalters, bevor er sich auch dem Dirigieren zuwandte und besonders beim Barockfest im Schwetzinger Rokokotheater Triumphe feierte.

Uraufführung 1726 in Venedig

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Landestheater

Termine:

So, 11.4.2010, 18:00 | Premiere
Mi, 14.4.2010, 19:30
So, 18.4.2010, 15:00
Fr, 23.4.2010, 19:30
Fr, 30.4.2010, 19:30

Türkisch Gold

von Tina Müller

Premiere: 16. April 2010, Kammerspiele

Aus „Türkisch Gold” sind die Ohrringe, die Jonas seiner besten Freundin Luiza aus den Sommerferien mitgebracht hat. Aber die Freude daran wird getrübt, denn Jonas hat sich in Aynur verliebt, eine Türkin, die ausgerechnet in die Parallelklasse von Luiza geht. Ihre Eifersucht lässt sich Luiza nicht anmerken, schließlich haben die beiden am Strand ja nur stundenlang geredet und sich nicht einmal geküsst. Luiza konfrontiert Jonas mit sämtlichen Klischees und Vorurteilen, die eine Beziehung zwischen einem deutschen Jungen und einer in Deutschland geborenen Türkin als unmöglich erscheinen lassen. Was würde wohl Aynurs Bruder Kerim dazu sagen, und was erst dessen Freunde? Wie würde sich Aynurs Familie verhalten, wie die Klassenkameraden, der eigene Vater? Gibt es nicht Ehrenmorde bei den Türken? Muss Jonas jetzt Angst haben und am besten gar ein Moslem werden? Luiza und Jonas geraten über das Für und Wider einer solchen Liebe in einen Streit, der sie in ein Rollenspiel treibt. Mal übernimmt Jonas Aynurs Rolle, mal ist es Luiza. Sie schlüpfen in fiktive Figuren, die des Bruders, der Großmutter, des Vaters, und sind doch in jeder selbst präsent, mit ihren Vorurteilen, ihren Ängsten, mit ihren Hoffnungen und Wünschen. Eine wahre Berg- und Talfahrt der ständig widerstreitenden Gefühle durchlebt Jonas und wird sich seiner Liebe immer unsicherer. Aber er verteidigt sie, denn: „Kennst du das, wenn es hier drin so voll sticht? ... Kurze Zeit dachte ich, ich hab' n Herzfehler." Dass es bei Luiza auch sticht, und zwar doppelt, bemerkt er nicht.
„Türkisch Gold" wurde von der 1980 in Zürich geborenen und inzwischen mehrfach preisgekrönten Autorin Tina Müller geschrieben. Mit viel Einfühlungsvermögen gelingt ihr ein Spiel im Spiel, das alles wandelbar und offen lässt, besonders die eigene Identität. Denn nichts ist labiler und so schwer zu finden wie diese, gerade wenn man sechzehn ist und zum ersten Mal verliebt.

Für Jugendliche ab 12 Jahren geeignet.

Ort:

Kammerspiele

Termine:

Fr, 16.4.2010, 19:30 | Premiere
Di, 20.4.2010, 19:30
Fr, 23.4.2010, 19:30
Mo, 26.4.2010, 19:30
Di, 27.4.2010, 19:30

Figaro für Kinder

von Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere: 17. April 2010, Landestheater

Der junge Cherubino ist wie ein Wirbelwind und überall dort aufzufnden, wo er nicht sein dürfte. Deshalb ist der Graf auch nicht so gut auf ihn zu sprechen und will ihn von seinem Anwesen schicken. Cherubino wünscht sich aber doch nichts sehnlicher, als mit seiner Barbarina zu Figaros und Susannas Hochzeit zu gehen. Die einzige Person, die ihm aus dieser verzwickten Situation helfen kann, ist die Gräfn. Er muss sie
sprechen. Doch als er sie endlich in ihrem Schlafzimmer fndet, kommt der Graf. Wo sich verstecken? Wie dem neuerlichen Zorn des Grafen entgehen? Wie kommt man jetzt hier raus?
Mit dem „Figaro für Kinder“ startet das Salzburger Landestheater eine neue Serie von Opern für Kinder mit voller Orchesterbesetzung.

Für Kinder ab 8 Jahren geeignet.

Ort:

Landestheater

Termine:

Sa, 17.4.2010, 16:00 | Premiere
Mi, 21.4.2010, 11:00
Do, 20.5.2010, 11:00

Wiener Abend

Lebensgefühl einer Stadt von Peter Breuer

Premiere: 30. April 2010, Probebühne im Rainberg

Klingende Geigen, ein schwebender Drei-Viertel-Takt, rauschende Drehungen - gibt es einen Tanz, der für Wien typischer wäre als der Walzer? Er drückt pure Glückseligkeit aus. Zur gleichen Zeit entstehen in dieser Stadt Werke wie „Der Tod und das Mädchen” oder „Die Winterreise” von Franz Schubert. Diese Gegensätze sind typisch für Wien, und gerne vereinen sie sich in ein und derselben Person. Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt. Wahrscheinlich konnte nur in dieser Stadt die Psychoanalyse überhaupt entstehen. Bis heute ist es ein tiefes Bedürfnis der Wiener, ihre jeweiligen Befindlichkeiten vergnüglich oder bissig abzutasten. Keiner geht mit sich selbst so hart ins Gericht wie der Wiener. Und immer wieder entsteht gerade daraus große Kunst.
Für Peter Breuer sind beispielsweise Friedrich Guldas „G'schichten aus dem Golowinerwald” so ein typischer Fall der genüsslichen Selbstbeschau eines Wieners und seiner Stadt. Sie gaben den entscheidenden Anstoß, diesen Ballettabend zu konzipieren. Denn schon lange fasziniert den Ballettdirektor des Salzburger Landestheaters diese Stadt mit ihren Widersprüchen, die enorme Vielfalt der Musik und die Fülle der Gefühle, die daraus entstehen. Diese unterschiedlichen Gefühle stehen sich an diesem Abend mit Wiener Musik von Mozart bis Falco in Episoden und Stimmungsbildern oder durch die reine Poesie des Tanzes gegenüber. Es erwartet Sie ein Streifzug durch die menschliche Natur des Wieners.

Ort:

Probebühne im Rainberg

Termine:

Fr, 30.4.2010, 19:30 | Premiere
Do, 6.5.2010, 19:30
Fr, 14.5.2010, 19:30
Sa, 15.5.2010, 19:00
Fr, 21.5.2010, 19:30
Sa, 22.5.2010, 19:00
Do, 27.5.2010, 19:30
Sa, 29.5.2010, 19:00
So, 30.5.2010, 19:00
Fr, 4.6.2010, 19:30

Tosca

Oper in drei Akten von Giacomo Puccini (1858-1924)

„Tosca" ist das Drama der großen Gefühle, verkörpert in der Operndiva Floria Tosca. Puccinis Meisterwerk fasst alle Erfolgsrezepte der italienischen Oper zusammen: die Dramatik, den melodischen Schwung, den rhythmischen Drive - und eine moderne Dramaturgie. Tosca liebt und lebt mit größter Leidenschaft und macht gerade deshalb alles falsch. Als sie ihre Irrtümer erkennt, geht sie in den Tod.
Puccinis Oper spielt vor dem Hintergrund der napoleonischen Kriege. Der König von Neapel hat Rom zurückerobert und ein Terrorregime etabliert, das von dem perversen Polizeichef Scarpia geleitet wird. Anhänger der Aufklärung und der republikanischen Verfassung gelten als verdächtig, werden verhaftet und gefoltert. Angelotti, einem Vertreter der Republik, gelingt die Flucht, und er versteckt sich in der Kirche St. Andrea, wo sein Freund Cavaradossi gerade an einem Altarbild arbeitet. Tosca kommt in die Kirche und vermutet hinter der Aufgewühltheit Cavaradossis eine heimliche Konkurrentin. Scarpia entdeckt die Spuren des Geflohenen und nutzt Toscas Eifersucht, um ihr die nötigen Informationen zu entlocken. Seine sadistische Lust könnte er aber erst durch den Besitz der verängstigten Frau erfüllen...
Der brasilianische Regisseur André Heller-Lopes, der seine musikalische Prägung am Royal Opera House in London erhielt und Leiter des „Young Artists“ Programm an der Oper Lissabon ist, vereint seine Visionen mit den Bilderwelten des Bühnenbildners Jürgen Kirner.

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn am Balkon des Karl-Böhm-Saals

Ort:

Haus für Mozart

Termine:

Do, 11.3.2010, 19:00
So, 14.3.2010, 17:00
Di, 16.3.2010, 19:00
Fr, 19.3.2010, 19:00
So, 21.3.2010, 19:00
Di, 23.3.2010, 19:00

Lost and Found

Ein Herz und andere Dinge
englisch/deutsches Kinderstück von Rike Reiniger

August hat sein Zimmer in einen Gerümpelplatz verwandelt. Hoffnungslos, hier Ordnung machen zu wollen. Also weg mit dem Kram. Da schneit Judy ins Chaos und findet, dass weder der Kochlöffel noch der Schraubenzieher „into the bin“ gehören. Into was? Screwdriver, wooden spoon, jumper? Judy spricht nur englisch und August versteht Bahnhof. Außerdem nervt ihn, dass sie aufräumen statt wegwerfen will. Bis sie auf die Idee kommen, ein Fundbüro zu eröffnen: Lost and found. Herrlich, was sich in einem Kinderzimmer alles finden lässt. Judy und August geben sich mit Händen, Füßen und schließlich auch ihren Herzen einem wundervollen Spiel hin.
Mit diesem englisch-deutschen Stück lässt sich sinnlich und spannend die andere Sprache lernen. The children's room is a mess. August has to tidy up and put everything back in its place: screwdriver, saucepan and toothbrush. Judy with her idea of opening a Lost and Found could be a big help. Unfortunately August doesn't understand what she says, because Judy only speaks English. How the two of them manage to make themselves understood in all the multi-lingual confusion will have young audiences laughing in their seats.
Rike Reiniger ist Dramaturgin und Schriftstellerin. Ihr Stück „Lost and Found” hat schon weit über 100 Aufführungen erlebt. Es ist ein bezauberndes deutsch-englisches Kinderstück und richtet sich an Kinder und Jugendliche, die über erste Grundkenntnisse der englischen Sprache verfügen. Es ist empfohlen von 8 bis 12 Jahren.
Das Salzburger Landestheater erarbeitet „Lost and Found" als mobile Produktion. Die Premiere findet im Theater OVAL im Europark statt. Mit der Aufführungsserie im Europark wird erstmals eine freundschaftliche Kooperation zwischen OVAL und Landestheater begründet.
„Lost and Found" kann neben den Aufführungen im OVAL auch für das Klassenzimmer gebucht werden.

Für Kinder ab 8 Jahren geeignet.

Theater OVAL im Europark

Ort:

Kammerspiele

Termine:

Di, 23.3.2010, 10:00
Mi, 24.3.2010, 10:00
Sa, 27.3.2010, 15:00

Eine kleine Tanzgeschichte

ein Familienballett von Peter Breuer

Sicher ist es Euch schon mal so gegangen: Ihr hört eine Musik und ohne dass Ihr es merkt, fangt Ihr an, Euch zu bewegen. Erst wollen die Füße und Hände mitmachen, und wenn Euch die Musik richtig gut gefällt, dann würdet Ihr am Liebsten wild dazu hüpfen und springen. Kennt Ihr das?
Dann seid Ihr genau richtig bei Peter Breuers kleiner Tanzgeschichte, denn hier gehen wir der Frage auf den Grund, warum die Menschen tanzen. Wie hat das alles angefangen? Und wie ist daraus das Ballett entstanden? Der Ballettdirektor des Salzburger Landestheaters zeigt es Euch.
Kommt mit uns auf Reisen in die Welt des Tanzes und erlebt ein aufregendes und abwechslungsreiches Ballett im Landestheater. Wir freuen uns auf Euch!

Für Kinder ab 8 Jahren geeignet.

Ort:

Landestheater

Termin:

Sa, 13.3.2010, 15:00

Lumpazivagabundus

von Johann Nestroy

Drei grundverschiedene Handwerker - Tischler Leim, Schuster Knieriem und Schneider Zwirn - eint ein gemeinsames Schicksal: Sie ziehen das Feiern und Trinken ebenso wie das Betteln der Arbeit vor und werden, ohne etwas davon zu ahnen, zum Wetteinsatz. Denn im Feenreich tobt ein heftiger Streit. Dem bösen Geist Lumpazivagabundus, Herrscher der Liederlichen und Lasterhaften, sollen die Anhänger abgerungen werden. Die Glücksfee Fortuna wettet gegen die Liebesfee Amorosa, dass es ihr gelänge, wenigstens zwei der drei Burschen zum tugendhaften Leben zu bekehren. Amorosa hält dagegen: allein die wahre Liebe könne dieses Wunder bewirken. Doch ein unerwarteter Geldsegen in Form eines Lotteriegewinns stellt die drei Gesellen auf die Probe.Werden sie das Schicksal mit den Füßen treten oder rechtschaffene Bürger werden? Zwirn und Knieriem finden so viel Gefallen an ihrem verschwenderischen Lebensstil, dass selbst das Beispiel des durch Liebe bekehrten Freundes Leim sie nicht zu überzeugen vermag. Denn so verschieden die Menschen auch sind, so stark wirkt dennoch in ihnen der Hang zur Natur des allzu Menschlichen. Und so wetteifert in ihnen die Lust am Unmoralischen mit den Geboten der reinen Liebe. Und wer siegt? Man ahnt es.
Nestroys 1833 geschriebener Klassiker des Wiener Volkstheaters besitzt viel Witz und Tempo. „Nestroy ist der erste deutsche Satiriker," schrieb Karl Kraus, „in dem sich die Sprache Gedanken macht über die Dinge. "Und so gelang es Nestroy, mit dem „Lumpazivagabundus" eine Charakterkomödie zu entwickeln, die mit satirischer Kritik die sich abzeichnende soziale Umschichtung der Wiener Gesellschaft widerspiegelte.
Die Regisseurin Beverly Blankenship erwarb sich seit 1992 nicht nur in Österreich einen Namen als erfolgreiche Schauspiel-, Opern- und Filmregisseurin.

Inszenierung: Beverly Blankenship
Bühnenbild: John Lloyd Davies
Kostüme: Susanne Hubrich
Dramaturgie: Bettina Oberender/Felix Breyer
Couplets: Werner Schneyder
Bühnenmusik/Akkordeon: Sigrid Gerlach-Waltenberger

Ort:

Landestheater

Termine:

Mi, 24.3.2010, 19:30
Do, 1.4.2010, 19:30
Fr, 9.4.2010, 19:30
Do, 22.4.2010, 19:30
Fr, 23.4.2010, 11:00
Mi, 28.4.2010, 19:30
So, 2.5.2010, 19:00
So, 9.5.2010, 15:00
Do, 20.5.2010, 19:30
Di, 25.5.2010, 19:30
Mi, 26.5.2010, 19:30
Fr, 28.5.2010, 19:30
Di, 1.6.2010, 19:30

Der Freischütz

Romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber (1786-1826)

Das Salzburger Landestheater mit seinem intimen Raum ist für das deutsche Singspiel und die deutsche Spieloper ideal geeignet. Webers "Freischütz" wagte sich aus dieser Gattung am weitesten auf neues Terrain vor und bereitete damit den Boden für die Musikdramen Richard Wagners. Aus der Idylle des Försterhauses bricht das Übernatürliche hervor und stürzt die Menschen in existenzielle Bedrohungen.
Ein Mann in größter Not: Um seine Agathe heiraten zu können, muss Max einen Probeschuss abliefern, doch es will ihm kein Treffer mehr gelingen. So wird er williges Opfer seines teuflischen Kameraden Kaspar, mit dem er im Krieg war und Schlimmes durchgemacht hat. Alle verhöhnen Max, so dass er auf Kaspars Angebot eingeht, mit "Freikugeln" zu schießen. Die siebte gehört allerdings dem Teufel, der sie lenken kann, wohin es ihm beliebt. Agathe und ihre Freundin Ännchen versuchen vergeblich, die bedrückende Atmosphäre durch Späße aufzulockern - die Brautkrone wird durch eine Totenkrone vertauscht, und plötzlich scheint es so, als habe Max mit der Satanskugel seine eigene Braut erschossen. Bevor alle den Stab über ihn brechen, mahnt der Eremit, lieber das unmenschliche Prüfungsritual abzuschaffen. Die romantische Klangsphäre des "Freischütz" liegt bei dem neuen Musikdirektor Leo Hussain in besten Händen: Die Schauer der Wolfsschlucht, die protzende Pracht der Jägerchöre, die Anmut der verängstigten Frauenwelt, die Ausdruckskraft
und Blut, in denen sich Grundängste unseres Daseins manifestieren.

Musikalische Leitung: Leo Hussain
Inszenierung: Annilese Miskimmon
Bühne und Kostüme: Simon Holdsworth
Dramaturgie: Heiko Voss
Choreinstudierung: Karl Kamper und Thomas Huber
Opernchor und Extrachor, Mozarteum Orchester Salzburg

Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Logen-Foyer

Ort:

Landestheater

Termine:

Do, 25.3.2010, 19:30
Fr, 16.4.2010, 19:30
Di, 27.4.2010, 19:30
Fr, 4.6.2010, 19:30
So, 6.6.2010, 15:00

Faust I - Der Tragödie erster Teil

Johann Wolfgang von Goethe

Der Faust-Stoff, begonnen 1773, beschäftigte Goethe sprichwörtlich bis zur Bahre, und er wurde ein Jahrhundertdrama, ein Stück über die Natur des modernen Menschen, dessen mittelalterliche Fabel längst zum Schulstoff wurde: Mephisto verspricht, Fausts unstillbaren Taten- und Erkenntnishunger befriedigen zu können. Faust wettet dagegen und ist bereit, ihm seine Seele zu übergeben, sollte dieser Recht behalten. Zusammen unternehmen sie eine Reise durch die kleine und die große Welt, die sie hineinführt in das Leben mit all seinen Verlockungen und Verführungen. Faust ist das Inbild eines rastlosen Menschen, der nach Erkenntnis strebt und an die Stelle des Wortes die Tat setzt. Gleichzeitig ist er auch das Inbild eines Charakters, der in seinem Drang nach Macht und Selbstverwirklichung Szene für Szene alles verrät und zerstört, was ihm einst lieb und kostbar war: die Wissenschaft, die Geliebte, das eigene Kind und dann die Natur, die eigene Zukunft. Ist er selbst die Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft?
Seine Entwicklung zum Höheren erinnert an die Evolutionstheorie Darwins, der geboren wurde, als Goethes „Faust I” erschien. Und doch betrachtet Goethe diese Entwicklung mit Skepsis: Drei Leichen und eine Wahnsinnige pflastern Fausts Weg. Er ist ein Getriebener, ein Karrierist, ein Mensch auf der Epochenschwelle, angehaucht vom Geist des Kapitalismus und die zerrissene Gestalt einer neuen Zeit, über die Goethe 1826 schrieb: „Fausts Charakter stellt einen Mann dar, welcher den Besitz höchsten Wissens, den Genuss der schönsten Güter für unzulänglich achtet, seine Sehnsucht auch nur im mindesten zu befriedigen. Diese Gesinnung ist der modernen so analog, dass mehrere gute Köpfe die Lösung einer solchen Aufgabe zu unternehmen sich gedrängt fanden." Der neue Intendant Carl Philip von Maldeghem inszeniert die Eröffnungspremiere des Schauspiels.

Inszenierung: Carl Philip von Maldeghem
Ausstattung: Christian Floeren
Dramaturgie: Felix Breyer

Ort:

Landestheater

Termine:

Mo, 17.5.2010, 17:00
Di, 18.5.2010, 11:00
Fr, 11.6.2010, 19:30

Frau Luna

Operette in zwei Akten von Paul Lincke

Ihre Premiere feierte „Frau Luna" am Silvesterabend 1899 in Berlin, an der Schwelle zum neuen Jahrhundert, in dem der Mensch erstmals zum Mond fliegen sollte. Das Stück lebt von seinen unsterblichen Melodien und etablierte sich als neuer Typus der Operette, der zu Singspiel und Musical hinführt. Die Faszination des Mondes ist es, die den Mechaniker Steppke und zwei Freunde vereint: sie haben einen Ballon konstruiert, mit dem sie zum Mond fliegen möchten. Sie haben die Rechnung aber ohne ihre Zimmerwirtin gemacht, die sich beim Abflug an der Gondel festklammert und so mit von der Partie ist. Als die Abenteurer den Mond erreichen, erfahren sie, dass es den Mann im Mond gar nicht gibt. Aber sie begegnen dem Prinz Sternschnuppe in seinem Sphärenauto und vielen anderen Mondgestalten. Natürlich entwickeln sich, wie es sich für eine Operette gehört, allerlei amouröse Verwicklungen, als sich die Herrscherin des Mondes in Steppke verliebt. Dabei sind Paul Lincke einige der einprägsamsten, populärsten und schönsten Melodien des Genres gelungen wie „Schlösser, die im Monde liegen” oder „Schenk mir doch ein kleines Stückchen Liebe".
Andreas Gergen leitete das Schlossparktheater in Berlin. Christian Struppeck war künstlerischer Leiter der Stage Entertainment und entwickelte u.a. den Erfolgshit „Ich war noch niemals in New York" von Udo Jürgens für das Hamburger Operettenhaus.

Dauer: 2 h 20 (inkl. einer Pause)

Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Logen-Foyer

Ort:

Landestheater

Termine:

Fr, 12.3.2010, 19:30
So, 28.3.2010, 19:30
Do, 29.4.2010, 19:30
Di, 4.5.2010, 19:30
Mi, 19.5.2010, 19:30

Ballett: Marilyn

Peter Breuer / Andreas Geier

Ein Ballett von Peter Breuer und Andreas GeierMarilyn Monroe! Der Name allein lässt in unseren Köpfen dutzende von Bildern entstehen: Das weiße Kleid über dem U-Bahn- Schacht, das kurzsichtige Dummchen aus „Wie angelt man sich einen Millionär?" oder das Pin-up-Girl in Bademoden. Auch mehr als 45 Jahre nach ihrem Tod ist die Monroe eine der bekanntesten Filmikonen Hollywoods und ungebrochen das Sexsymbol des 20. Jahrhunderts. Dabei wollte sie die Rolle der hübschen, aber dummen Blondine eigentlich nie spielen. Immer versucht, eine andere zu werden, war sie nie zufrieden, vor allem nicht mit sich selbst, was zu Depressionen und Tablettensucht führte. Ein Leben, in dem der amerikanische Traum Wirklichkeit wurde, aber auch ein Leben der unerfüllten Hoffnungen, wovon nicht allein drei gescheiterte Ehen und zahlreiche Affären zeugen. Über 40 Bücher versuchen dem Mythos Marilyn Monroe auf die Spur zu kommen, und nur einer konnte sie nüchtern und detailliert beschreiben: „Die Organe sind in normaler Position und Beziehung zueinander, der Körper ist 166 Zentimeter lang und wiegt 53 Kilogramm", so der Arzt, der die Obduktion vornahm und das Gewicht ihres Herzens mit 300 Gramm angab.
Was könnte näher liegen, als diesen Mythos in sinnliche Bilder zu übersetzen, wie es nur das Ballett kann? Den Kampf gegen den eigenen Körper, die äußerst komplizierten Beziehungen zu ihren Männern, dem Schauspiellehrer Lee Strasberg oder ihrer Therapeutin. Den Rhythmus des Abends gibt uns Hollywood vor, die unverwechselbare Stimme von „I Wanna Be Loved by You" oder „Diamonds are a Girl's Best Friend" und das Pochen von 300 Gramm gebrochenem Herzen.

Idee und Choreographie: Peter Breuer
Buch: Andreas Geier
Ausstattung: Dorin Gal

Termin:

Do, 18.3.2010, 19:30

Salzburger Landestheater

Schwarzstraße 22
A-5020 Salzburg

Telefon: +43 (0) 662 / 87 15 12 - 222
Fax: +43(0) 662 / 87 15 12 - 291
E-Mail: service@salzburger-landestheater.at