90 JAHRE SALZBURGER FESTSPIELE
So, 25.7.2010 - Mo, 30.8.2010
Schauspiel
Hugo von Hofmannsthal 'Jedermann'
Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes
Wiederaufnahme
Für das Zustandekommen des Jedermann bat die Salzburger Festspielhaus-Gemeinde Anfang Juli 1920 die Landesregierung um die kostenlose Bereitstellung von Bauholz für die Festspielbühne in der Felsenreitschule. Um das Projekt zu ermöglichen, verzichtete sie zugunsten von Invaliden, Kriegswaisen und Kriegsgefangenen auf den erwarteten Reingewinn, ebenso wie Max Reinhardt, der Ausstatter Alfred Roller und die Schauspieler auf ihre Gagen sowie Hugo von Hofmannsthal und die Komponisten Einar Nilson und Bernhard Paumgartner auf ihre Tantiemen. Eine Woche später fiel, aus der Not geboren, die Entscheidung, den Jedermann zunächst vor dem Salzburger Dom aufzuführen. Wegen der schwierigen Ernährungslage wurden längere Aufenthaltsgenehmigungen für Besucher verweigert und Extrazüge für die rechtzeitige Abreise der Gäste organisiert. Das Staatsamt für Volksernährung stellte den Einheimischen zusätzliche Mengen an Mehl, Reis und Fett zur Verfügung. Alles andere ist Legende – der Salzburger Jedermann am Domplatz wurde das erfolgreichste und dauerhafteste Provisorium der Theatergeschichte.
Zum 90-Jahr-Jubiläum inszeniert Christian Stückl das Traditionsstück mit einem weitgehend neuen Ensemble und dem jüngsten Jedermann seiner Geschichte.
Christian Stückl, Regie
Marlene Poley, Bühne und Kostüme
Markus Zwink, Musik
Martin Reinke, Gott der Herr
Ben Becker, Tod
Peter Jordan, Teufel
Nicholas Ofczarek, Jedermann
Elisabeth Rath, Jedermanns Mutter
Peter Jordan, Jedermanns guter Gesell
Martin Reinke, Armer Nachbar
Robin Sondermann, Ein Schuldknecht
Britta Bayer, Des Schuldknechts Weib
Robert Reinagl, Der Koch
Birgit Minichmayr, Buhlschaft
Felix Vörtler, Dicker Vetter
Thomas Limpinsel, Dünner Vetter
Sascha Oskar Weis, Mammon
Angelika Richter, Gute Werke
David Supper, Knecht
Riederinger Kinder, Die Spielansager
Ars Antiqua Austria
Gunar Letzbor, Musikalische Leitung
Bei Schlechtwetter im Großen Festspielhaus
Ort:
Domplatz
Termine:
So, 1.8.2010, 17:30
Mi, 4.8.2010, 20:30
Di, 10.8.2010, 17:30
Mi, 11.8.2010, 17:30
So, 15.8.2010, 17:30
Di, 17.8.2010, 17:00
So, 22.8.2010, 17:00
Do, 26.8.2010, 16:30
So, 29.8.2010, 16:30
Mo, 30.8.2010, 16:30
Sophokles 'Ödipus auf Kolonos'
In einer Übersetzung von Peter Stein
Neuinszenierung
Ödipus, der Vatermörder, der mit seiner Mutter vier Kinder gezeugt hat, der ausgestoßene, geächtete Vagabund, kommt, von seiner Tochter Antigone geführt, nach langen Jahren büßender Wanderschaft nach Kolonos, nach Athen, wo ihm das Orakel von Delphi endlich Ruhe im Tode verheißen hat.
Ihn, den letzten der großen Heroen und einzigen legitimen Herrscher Thebens, den vom Schicksal, von den Göttern unwissend in seine Verbrechen Getriebenen, ihn lieben diese grausamen Götter und verwandeln ihn mit seinem Tod in eine Schutzmacht für Athen, das ihm freundlich Asyl gewährt hat. Fortan muss die Welt ohne die Götterähnlichen weiterleben, beherrscht von Usurpatoren (Ödipus’ Schwager Kreon) und Neulingen der Macht (sein Sohn Polyneikes), die den alten, sterbenden Mann mit Gewalt oder Überredung an sich zu bringen suchen, um dadurch ihre widerstrebenden Herrschaftsansprüche zu legitimieren. Ödipus, der sich mit Jähzorn gegen diese Vereinnahmung wehrt, verflucht die Herrscher seiner Vaterstadt und schenkt sich der dem Gesetz verpflichteten Stadt Athen und ihrem Herrscher Theseus, der sich anschickt, die Demokratie zu entwickeln.
Diese Tragödie, mit 90 Jahren 406 v. Chr. geschrieben und erst fünf Jahre später posthum aufgeführt, ist Sophokles’ letztes Werk, mit ihr stirbt auch die attische Tragödie.
Peter Stein
Peter Stein, Regie
Ferdinand Wögerbauer, Bühne
Moidele Bickel, Kostüme
Arturo Annecchino, Musik
Joachim Barth, Licht
Klaus Maria Brandauer, Ödipus
Winfried Goos, Anna Graenzer, Jürgen Holtz, Roman Kaminski, Roman Kanonik, Michael Kinkel, Gerd Kunath, Detlef Lutz, Christian Nickel
Uli Pleßmann, Michael Rothmann, Stephan Schäfer, Andreas Seifert, Martin Seifert, Norbert Stöß, Georgios Tsivanoglou, Axel Werner, Mathias Znidarec
Koproduktion mit dem Berliner Ensemble
Ort:
Perner-Insel, Hallein
Termine:
Fr, 30.7.2010, 19:30
Sa, 31.7.2010, 19:30
Mo, 2.8.2010, 19:30
Di, 3.8.2010, 19:30
Do, 5.8.2010, 19:30
Fr, 13.8.2010, 19:30
Sa, 14.8.2010, 19:30
Mo, 16.8.2010, 19:30
Mi, 18.8.2010, 19:30
Do, 19.8.2010, 19:30
Sa, 21.8.2010, 16:00
Max Reinhardt / William Shakespeare 'Sommernachtstraum'
Picknick, Theater- und Filmaufführung im Park von Schloss Leopoldskron
Wie seine Festspielproduktionen wurde auch Max Reinhardts Rokoko-Schloss Leopoldskron eine große Inszenierung. Im 90. Festspieljahr öffnen sich wieder dessen Tore und laden die Besucher im Park zu einem Sommernachtstraum ganz eigener Art ein. Zwischen Pavillons und unter alten Bäumen erwartet die Gäste ein Picknick im Grünen, gefolgt von Shakespeares Sommernachtstraum. Short Cuts in einer Aufführung durch Schauspielstudierende der Universität Mozarteum Salzburg. Mit Beginn der Dämmerung wird Reinhardts berühmte Hollywoodverfilmung des Sommernachtstraums aus dem Jahr 1935 in der Originalfassung am Ufer des Weihers zu sehen sein. Für jeweils 150 Gäste bieten diese Abende im Park Gelegenheit, jene Atmosphäre zu erleben, die bis zu Reinhardts Emigration diesen Ort so unvergleichlich belebte.
Angeboten wird ein im Kartenpreis inkludiertes Picknick. Bei Regenwetter ist für ein Ausweichquartier gesorgt. Wie bei den Jedermann-Aufführungen wird zwei Stunden vor Beginn die Entscheidung über die Spielstätte getroffen und ist über das Kartenbüro der Festspiele zu erfragen. Parkplätze werden in der Umgebung von Schloss Leopoldskron angeboten, ein Shuttle verkehrt von der Reichenhaller Straße (Abfahrt 18.30 Uhr). Geschlossenes Schuhwerk ist angeraten, ebenso wärmende Kleidung für die Abendstunden.
In Zusammenarbeit mit dem Salzburg Global Seminar und der Universität Mozarteum Salzburg, Abteilung Schauspiel und Regie
Ort:
Schloss Leopoldskron
Termine:
Fr, 30.7.2010, 19:00
So, 1.8.2010, 19:00
Di, 3.8.2010, 19:00
Stefan Zweig / Koen Tachelet 'Angst'
In einer Fassung von Koen Tachelet
Uraufführung
Stefan Zweig, der meisterhafte Erzähler, große Menschenfreund und Salzburger Weltbürger, hielt für Sigmund Freud, seinen väterlichen Freund und Lehrer, auf dem Friedhof in Golders Green bei London die Grabrede. Als Seelenkundiger ganz anderer Art porträtierte Zweig in seinen Büchern jenes bürgerliche Milieu, dessen Pathologien und Träume er so erfolgreich wie kein anderer in Geschichten zu bannen wusste. In seiner 1920 veröffentlichten Novelle Angst wirft Zweig einen scharfsinnigen Blick auf eine Gesellschaft, die nur den verlogenen Umgang mit der Dialektik von Lüge und Wahrheit kennt, und leuchtet mit psychologischem Spürsinn die Innenwelt einer Frau aus, die in einer „trägen, windstillen“ Ehe mit einem erfolgreichen Juristen lebt. Von ihrem Geliebten kommend, einem Musiker, wird sie an dessen Hauseingang von einer heimlichen Mitwisserin abgefangen, die sich als seine verlassene Freundin ausgibt und sie fortan mit stetig wachsenden Forderungen erpresst. Immer größer wird das Bedürfnis der Ehefrau, sich in einem befreienden Akt ihrem Mann anzuvertrauen. Doch je länger sie den erlösenden Moment ungenutzt verstreichen lässt, desto unmöglicher scheint es, jemals zur Wahrheit zurückzufinden. Als sie sich in dem selbst gezimmerten Lügengebäude zu verlieren droht und ihr der Selbstmord als einzig möglicher Ausweg erscheint, nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung.
Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen
Jossi Wieler, Regie
Anja Rabes, Ausstattung
Katja Bürkle, Elsie de Brauw, Stefan Hunstein, André Jung
Film- und Vortragsprogramm
Zwischen dem 28. Juli und 6. August zeigt das Programmkino Das Kino eine Reihe von ausgewählten Verfilmungen der Werke von Stefan Zweig, darunter: Angst (I 1954) von Roberto Rossellini, mit Ingrid Bergman, Mathias Wieman u.a.; Brennendes Geheimnis (GB/D 1988) von Andrew Birkin, mit Faye Dunaway, Klaus Maria Brandauer u.a.; und Schachnovelle (D 1960) von Gerd Oswald mit Curd Jürgens, Mario Adorf, Dietmar Schönherr u.a. Ergänzt wird dieser Schwerpunkt durch Lesungen, Vorträge und Gespräche des Stefan Zweig Centre Salzburg. Beginnzeiten in der Tagespresse oder unter www.daskino.at bzw. www.stefan-zweig-centre-salzburg.at
Ort:
Salzburger Landestheater
Termine:
Fr, 30.7.2010, 19:30
Sa, 31.7.2010, 19:30
Mo, 2.8.2010, 19:30
Di, 3.8.2010, 19:30
Do, 5.8.2010, 19:30
Fr, 6.8.2010, 19:30
Jean Racine 'Phädra'
Neuinszenierung
Theseus, der legendäre König von Troizene, gilt seit sechs Monaten verschollen, da ereilt seinen Hofstaat die Nachricht seines Todes. Wer soll die Nachfolge antreten? Hippolytos, sein Sohn aus erster Ehe, oder das Kind seiner zweiten Gemahlin Phädra? Oder gar Prinzessin Arikia, die athenische Kriegsgefangene an Theseus’ Hof? In der kurzen Spanne, da die politische Macht zur Disposition steht, ergreift eine andere Gewalt ihre Macht über die Menschen: Phädra gesteht Hippolytos ihre Liebe, dieser hingegen offenbart seine verbotene Liebe zu Arikia. Als Theseus unerwartet zurückkehrt, nimmt eine tragische Verstrickung zwischen Schuld, Geständnis, Staatsräson und Begehren ihren Lauf.
Racines 1677 geschriebene Tragödie ist das Werk eines Mannes mit einer beispiellosen Karriere. Im Zentrum der Macht, am Hof Ludwigs XIV., ein- und ausgehend, wo Betrug und Intrige an der Tagesordnung sind, stellt er in diesem Stück die Frage, woran sich Tugend zeigt. „Warum sind nicht an unverwechselbaren Zeichen / die Herzen von Verrätern zu erkennen?“, fragt Theseus. Sie sind, so legt Racines Tragödie nahe, nur mit dem Herzen zu erkennen.
Matthias Hartmann, Regie
Johannes Schütz, Ausstattung
Peter Bandl, LIcht
Sunnyi Melles, Phädra
Mitglieder des Burgtheaterensembles
Koproduktion mit dem Burgtheater Wien
Ort:
Salzburger Landestheater
Termine:
Mi, 18.8.2010, 19:30
Fr, 20.8.2010 - So, 22.8.2010, 19:30
Di, 24.8.2010 - Mi, 25.8.2010, 19:30
Fr, 27.8.2010 - So, 29.8.2010, 19:30
Dichter zu Gast - Claudio Magris:
Verstehen Sie mich bitte recht
Lesung mit Senta Berger
Claudio Magris erfindet in seiner Erzählung Verstehen Sie mich bitte recht den uralten Mythos von Orpheus und Eurydike neu – die Geschichte einer absoluten Liebe: Eine Frau will im Altersheim bleiben, obwohl ihr Mann sie zurückholen möchte. Zwar liebt sie ihren Mann über alles, doch sind ihr die Gründe suspekt, aus denen er sie wiederhaben will. Schließlich ist er ein Dichter, und sie vermutet, er möchte hauptsächlich erfahren, was sich hinter dem Portal des Heims verbirgt, wer der mysteriöse Präsident ist, wer die nicht weniger mysteriösen Insassen sind. Eben weil sie ihren Mann liebt, will sie ihm die Wahrheit ersparen. Dass er sich umgedreht habe, um dem Präsidenten zu danken, sei im Übrigen nur ein dummes Gerücht … Eine Erzählung zwischen Leichtigkeit und Tragik, zwischen Alltagsschilderungen aus einem gewöhnlichen Eheleben und großem Drama.
Claudio Magris, geboren 1939 im italienischen Triest, zählt zu den bedeutendsten Germanisten und Kulturpublizisten Italiens und den wichtigsten Literaten und Essayisten Europas. Als Professor für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Triest betreute er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006 die Übersetzung vieler deutschsprachiger Autoren ins Italienische, darunter Joseph Roth, Arthur Schnitzler und Georg Büchner. Magris nimmt zudem als Essayist und Kolumnist des Corriere della Sera zu innen- und außenpolitischen Themen immer wieder Stellung. Von 1994 bis 1996 saß er als unabhängiges Mitglied eines Linksbündnisses für die Region Triest im römischen Senat und gründete gemeinsam mit Umberto Eco und anderen Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur im Jahr 2002 die Vereinigung „Libertà e Giustizia“ (Freiheit und Gerechtigkeit), um eine kritische Position zur Politik der Regierung unter Silvio Berlusconi zu beziehen.
Große Aufmerksamkeit erlangte Claudio Magris durch seine literarische Tätigkeit. Im Mittelpunkt seiner Bücher stehen die kulturelle und politische Vielfalt der europäischen Gesellschaft, die literarischen Hauptstädte Mitteleuropas und deren Bewohner. Erste internationale Bekanntheit erhielt seine 1963 publizierte Dissertation Der habsburgische Mythos in der österreichischen Literatur. Mit der Veröffentlichung seines Buches Donau. Biographie eines Flusses (dt. 1988) wurde Magris einem größeren Lesepublikum bekannt. Aufsehen erregte auch sein 2005 veröffentlichter Roman Blindlings (dt. 2007), an dem Magris 18 Jahre arbeitete.
Für sein literarisches Werk und sein kulturelles Engagement erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (2001), den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (2005) und zuletzt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2009.
Senta Berger
In deutscher Sprache
In Zusammenarbeit mit der Agentur Graf & Frey und dem Salzburg Global Seminar
Ort:
Salzburger Landestheater
Termin:
So, 1.8.2010, 19:30
Dichter zu Gast - Claudio Magris:
Das Weltreich der Melancholie
Autorenlesung mit Claudio Magris und Karl Schlögel
Ist gesellschaftlicher „Fortschritt“ ein Verlustgeschäft? In seiner Studie zum Habsburgischen Mythos in der österreichischen Literatur untersuchte Claudio Magris das spezifische Verhältnis von Kritik und Treue im Hinblick auf ein niedergehendes Reich. Es ist eine Studie über das Antititanentum der Donauliteratur und ihre pädagogischen Ermahnungen. Der Historiker Karl Schlögel überdenkt das sich vollziehende Unglück hingegen aus der genauen Lektüre von Raum und Zeit, im Ablesen der Weltgeschichte an ihren Hinterlassenschaften. Als Osteuropaspezialist ergänzt seine Perspektive Claudio Magris’ Blick auf Mitteleuropa um die melancholische Erfahrung der durch die Träume und den Terror der Moderne heimatlos gewordenen Menschen.
Claudio Magris, geboren 1939 im italienischen Triest, zählt zu den bedeutendsten Germanisten und Kulturpublizisten Italiens und den wichtigsten Literaten und Essayisten Europas. Als Professor für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Triest betreute er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006 die Übersetzung vieler deutschsprachiger Autoren ins Italienische, darunter Joseph Roth, Arthur Schnitzler und Georg Büchner. Magris nimmt zudem als Essayist und Kolumnist des Corriere della Sera zu innen- und außenpolitischen Themen immer wieder Stellung. Von 1994 bis 1996 saß er als unabhängiges Mitglied eines Linksbündnisses für die Region Triest im römischen Senat und gründete gemeinsam mit Umberto Eco und anderen Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur im Jahr 2002 die Vereinigung „Libertà e Giustizia“ (Freiheit und Gerechtigkeit), um eine kritische Position zur Politik der Regierung unter Silvio Berlusconi zu beziehen.
Große Aufmerksamkeit erlangte Claudio Magris durch seine literarische Tätigkeit. Im Mittelpunkt seiner Bücher stehen die kulturelle und politische Vielfalt der europäischen Gesellschaft, die literarischen Hauptstädte Mitteleuropas und deren Bewohner. Erste internationale Bekanntheit erhielt seine 1963 publizierte Dissertation Der habsburgische Mythos in der österreichischen Literatur. Mit der Veröffentlichung seines Buches Donau. Biographie eines Flusses (dt. 1988) wurde Magris einem größeren Lesepublikum bekannt. Aufsehen erregte auch sein 2005 veröffentlichter Roman Blindlings (dt. 2007), an dem Magris 18 Jahre arbeitete.
Für sein literarisches Werk und sein kulturelles Engagement erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (2001), den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (2005) und zuletzt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2009.
Claudio Magris
Karl Schlögel
In deutscher Sprache
In Zusammenarbeit mit der Agentur Graf & Frey und dem Salzburg Global Seminar
Ort:
Salzburger Landestheater
Termin:
Mi, 4.8.2010, 19:30
Dichter zu Gast - Claudio Magris:
Donau - Biographie eines Flusses
Eine Begegnung zwischen Claudio Magris und Hubert von Goisern
Es ist die literarische und musikalische Reise zu neuen Ufern, die Claudio Magris und Hubert von Goisern in ihren Erfahrungen verbindet. Denn die Donau hat viele Namen, bevor sie nach 2850 Kilometern ins Schwarze Meer mündet: Donau, Dunaj, Duna, Dunar, Dunai. Wer diesem Strom literarisch gerecht werden will, muss ein neues Genre erfinden, um die Geschichte und die Geschichten, die Reiche und Länder, die Menschen und Sprachen zu versammeln. Claudio Magris ist dies gelungen, und sein Donau-Buch ist in 30 Ländern zu einem Standardwerk geworden.
Einen ebenso kühnen Meilenstein hat auch der österreichische Liedermacher und Weltmusiker Hubert von Goisern gesetzt: Mit einem Schubverband, dessen Herzstück ein zur Bühne umgebautes Lastschiff war, fuhr er samt Band und Crew stromabwärts bis zur Mündung der Donau und verschmolz seine eigene Musik in der Begegnung mit lokalen Künstlern mit deren Musiken in zahllosen Konzerten an Bord – bei freiem Eintritt für ein begeistertes Publikum an Land. Beide Flusserkundungen wurden zu einer Odyssee durch die Geschichte einer Region, in der sich die Chronik Europas spiegelt und die Grenzen im wahrsten Sinne des Wortes verschwimmen.
Claudio Magris, geboren 1939 im italienischen Triest, zählt zu den bedeutendsten Germanisten und Kulturpublizisten Italiens und den wichtigsten Literaten und Essayisten Europas. Als Professor für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Triest betreute er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006 die Übersetzung vieler deutschsprachiger Autoren ins Italienische, darunter Joseph Roth, Arthur Schnitzler und Georg Büchner. Magris nimmt zudem als Essayist und Kolumnist des Corriere della Sera zu innen- und außenpolitischen Themen immer wieder Stellung. Von 1994 bis 1996 saß er als unabhängiges Mitglied eines Linksbündnisses für die Region Triest im römischen Senat und gründete gemeinsam mit Umberto Eco und anderen Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur im Jahr 2002 die Vereinigung „Libertà e Giustizia“ (Freiheit und Gerechtigkeit), um eine kritische Position zur Politik der Regierung unter Silvio Berlusconi zu beziehen.
Große Aufmerksamkeit erlangte Claudio Magris durch seine literarische Tätigkeit. Im Mittelpunkt seiner Bücher stehen die kulturelle und politische Vielfalt der europäischen Gesellschaft, die literarischen Hauptstädte Mitteleuropas und deren Bewohner. Erste internationale Bekanntheit erhielt seine 1963 publizierte Dissertation Der habsburgische Mythos in der österreichischen Literatur. Mit der Veröffentlichung seines Buches Donau. Biographie eines Flusses (dt. 1988) wurde Magris einem größeren Lesepublikum bekannt. Aufsehen erregte auch sein 2005 veröffentlichter Roman Blindlings (dt. 2007), an dem Magris 18 Jahre arbeitete.
Für sein literarisches Werk und sein kulturelles Engagement erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (2001), den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (2005) und zuletzt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2009.
Claudio Magris
Hubert von Goisern
In deutscher Sprache
In Zusammenarbeit mit der Agentur Graf & Frey und dem Salzburg Global Seminar
Ort:
Mozarteum
Termin:
Mi, 11.8.2010, 19:30
Dichter zu Gast - Blick ins innere Österreich:
Wien 89 - Zeugnisse des Übergangs
Götz Spielmann: Der Nachbar (Ö 1993)
Im Anschluss an die Filmvorführung Gespräch mit Michael Stavarič, Götz Spielmann und Claudio Magris
Wien blieb, anders als Berlin, eine Stadt, die ihre Brücken und ihren Bezug zu Osteuropa auch in der Zeit des Kalten Krieges nie gänzlich verlor. Und doch hat sich das soziale Klima der Stadt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs durch neue Mitbürger und den wirtschaftlichen Aufschwung der 90er Jahre tiefgreifend gewandelt. Götz Spielmann erlebte während der Vorbereitung und Dreharbeiten zu seinem bewegenden Melodram Der Nachbar 1993 unmittelbar, wie sich die Realität seiner Stadt veränderte und auf seine Arbeit auswirkte. Ein literarischer Beobachter dieser Veränderung ist der Autor, Kolumnist und Kritiker Michael Stavarič. Er war sieben Jahre alt, als seine Familie 1979 von Brno nach Wien übersiedelte. Nach seinem Publizistikstudium arbeitete er als Sekretär, Ghostwriter und Übersetzer für die tschechische Botschaft in Wien, wodurch sein Blick auf die Veränderungen der Metropole seit 1989 geprägt ist.
Drei Filme bilden den Ausgangspunkt für eine Annäherung an Wendepunkte der österreichischen Geschichte, die zugleich zu Schnittstellen in der Biografie von Menschen wurden, weil deren Leben durch die historischen Ereignisse in andere Bahnen gelenkt wurde – Bahnen, die bis in die Gegenwart führen. Claudio Magris, der sich von seiner frühen Erzählung Mutmaßungen über einen Säbel bis zu seinem jüngsten Roman Blindlings als obsessiver Fährtenleser solcher Umschläge der großen Geschichte in die reale Lebensgeschichte einzelner Menschen erwies, begegnet an drei Abenden österreichischen Künstlern und Wissenschaftlern, die mit ihm gemeinsam auf Spurensuche gehen: Wien, Linz und Salzburg sind jene Regionen, die ins Innere eines Landes führen, das mehr ist als die Summe seiner Widersprüche. Eine Begegnung mit Zeugnissen einer Geschichte, die nicht vergeht.
In Zusammenarbeit mit Das Kino
Ort:
Das Kino
Termin:
Sa, 7.8.2010, 18:00
Dichter zu Gast - Blick ins innere Österreich:
Linz / Oberösterreich 34 - Zeugnisse des Bürgerkriegs
Michael Scharang: Die Kameraden des Koloman Wallisch (Ö 1984)
Im Anschluss an die Filmvorführung Gespräch mit Franzobel, Brigitte Kepplinger und Claudio Magris
Der Arbeiteraufstand oder, je nach Betrachtungsweise, Österreichische Bürgerkrieg, der im Februar 1934 gegen den christlichsozialen Austrofaschismus in Linz seinen Anfang nahm und ob seiner Grausamkeiten bis heute dunkle Schatten wirft, führte zu einer gesellschaftlichen Trennung, mit Auswirkungen bis hin zum „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland und die territoriale Trennung des Landes in der Nachkriegszeit. Eine der wenigen filmischen Reflexionen dieser Zeit ist Michael Scharangs Geschichte Die Kameraden des Koloman Wallisch von 1984. Franzobel, Romancier, Lyriker und Dramatiker, schrieb das 2005 aufgeführte Theaterstück hunt oder Der totale Februar über den Schutzbundführer Ferdinand Fageth. Brigitte Kepplinger, Historikerin und Soziologin an der Universität Linz, Franzobel und Claudio Magris nähern sich den Lebensläufen dieser Figuren und ihrer Fernwirkung.
In Zusammenarbeit mit Das Kino
Ort:
Das Kino
Termin:
So, 8.8.2010, 18:00
Dichter zu Gast - Blick ins innere Österreich:
Salzburg 43 - Zeugnisse der Infamie
Nina Gladitz: Zeit des Schweigens und der Dunkelheit (D 1982)
Im Anschluss an die Filmvorführung Gespräch mit Nina Gladitz, Rosa Gitta Martl, Gert Kerschbaumer und Claudio Magris
In einem Interview, das 2002 im Magazin der Frankfurter Rundschau erschien, behauptete die deutsche Filmemacherin und Fotografin Leni Riefenstahl, sie habe „alle Zigeuner, die in Tiefland mitgewirkt haben, nach Kriegsende wieder gesehen. Keinem einzigen ist etwas passiert“. Tatsache ist, dass von den 51 Sinti, die von Leni Riefenstahl zu den Dreharbeiten Anfang der 40er Jahre aus dem Salzburger Zwangslager verpflichtet wurden, nur die wenigsten die anschließende Deportation in die Konzentrationslager überlebten. Nina Gladitz machte Anfang der 80er Jahre mit ihrem Film Zeit des Schweigens und der Dunkelheit das Schicksal der von Leni Riefenstahl eingesetzten Kleindarsteller einer breiten Öffentlichkeit publik. Der Salzburger Historiker und Germanist Gert Kerschbaumer hat die Namen und Schicksalsverläufe der am Rande der Mozart- und Festspielstadt zwangsinternierten Sinti, von 245 Kindern, Frauen und Männern ermittelt. Zu ihren Nachkommen zählt auch Rosa Gitta Martl, Schriftstellerin und Aktivistin, deren Mutter als Lagerinsassin in Leni Riefenstahls Film mitwirkte.
In Zusammenarbeit mit Das Kino
Ort:
Das Kino
Termin:
Mo, 9.8.2010, 18:00
Jakop Ahlbom 'Innenschau'
Amsterdam, Niederlande · Stockholm, Schweden
Young Directors Project
Innenschau ist eine Reise ins Innere des Menschen, dessen Seele sich während der Aufführung Schicht für Schicht offenbart, bis wir im Dunkeln stehen – verschluckt vom Unergründlichen einer fremden Welt. So hält diese Innenschau zugleich Ausschau und führt über die äußere Erscheinung der Dinge und Menschen weit hinaus. Jakop Ahlbom zeigt in seiner sechsten Produktion eine bizarre Welt, in der Menschen von ihren Fantasien und geheimen Wünschen getrieben werden. Überraschend und unentrinnbar wie in einem Thriller verknüpfen sich die Leben einer Krankenschwester, eines Stalkers und eines entlassenen Bankangestellten. Mit einer Mischung aus Tanz, Mime und Livemusik der Band Alamo Race Track stellt Jakop Ahlbom die Welt auf den Kopf und verschafft uns Einlass in das Unterbewusste.
Der schwedische Regisseur Jakop Ahlbom weiß die Momente der Verlegenheit zwischen seinen Figuren auf humorvolle Art darzustellen und gleichzeitig ihre Geschichte mit Spannung und Dramatik zu erzählen. Ahlbom kam Anfang der 90er Jahre in die Niederlande und absolvierte eine Schauspiel-Ausbildung in Amsterdam. Seit 2000 arbeitet er mit seiner eigenen Theatergruppe an einem außergewöhnlichen Œuvre.
Jakop Ahlbom, Regie und Konzept
Alamo Race Track, Musik
Daniël Ament, Bühne
Zita Winnubst, Kostüme
Stefan Dijkman, Licht
Szenario: Jakop Ahlbom, Jeroen van den Berg
Unter anderem mit
Yannick Greweldinger, Judith Hazeleger, Kelly Hirina, Silke Hundertmark, Peter Kádár, Pieter van Loon, Minka Maria Parkkinen, Reinier Schimmel
Eine Produktion von Alles voor de Kunsten
Ort:
republic
Termine:
Fr, 30.7.2010, 20:00
Sa, 31.7.2010, 16:00
d’ores et déjà 'Notre terreur'
(Im Bann des Schreckens)
Paris, Frankreich
Young Directors Project
Das Ideal der Gleichheit verbindet die revolutionäre Regierung Frankreichs von 1793/94 und die großen Revolutionen des 20. Jahrhunderts. Wie kann das Theater dem Schrecken der Revolution ins Auge blicken?
Um uns diese Frage zu stellen, mussten wir dem Fluss bis zu seinem Ursprung folgen. Wir mussten das Leben eines Mannes in der Zeit um 1793/94 studieren, in jenem Moment, da die Freiheit zur Tyrannei wurde. Dieser Mann durfte kein geborener Anführer sein; wir suchten einen Mann ohne sonderliches Gefühl für Dramatik, einen Menschen mit Mängeln und somit eher das Gegenteil eines Helden – einen Mann also, dessen demokratisches Ideal keine Einschränkung durch die Wirklichkeit zuließ. Schließlich suchten wir nach einer Möglichkeit, uns einem Geist und einem Körper gegenüberzustellen, aus dem ein Konflikt ersichtlich wird. Robespierre ist unser Mann.
Sylvain Creuzevault
Die Theatergruppe d’ores et déjà („schon jetzt“) wurde 2002 gegründet. Notre terreur, eine kollektive Arbeit auf Grundlage verschiedener literarischer und historischer Quellen, schildert die Geschichte der Französischen Revolution und den Tod von Robespierre. Sie eröffnet einen Blick auf das Abenteuer einer Revolte, die die Grenzen und Gefahren der Demokratie bereits im Moment ihrer Geburt offenbart.
Eine Produktion von d’ores et déjà, La Colline – théâtre national, Festival d’Automne à Paris, Nouveau Théâtre d’Angers – Centre dramatique national des Pays de la Loire, Célestins – Théâtre de Lyon und Culturgest – Lissabon
Sylvain Creuzevault, Regie
Julia Kravtsova, Bühne
Pauline Kieffer, Kostüme
Marionetten und Maske: Joseph Lapostolle, Loïc Nébréda
Vyara Stefanova, Licht
Cédric Lemaignen, Inspizienz
Mit: Samuel Achache, Benoit Carré, Antoine Cegarra, Eric Charon, Pierre Devérines, Vladislav Galard, Lionel Gonzalez, Arthur Igual, Léo-Antonin Lutinier
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Ort:
republic
Dauer:
Mi, 4.8.2010 - Sa, 7.8.2010, 20:00
Jon Fosse 'Tod in Theben'
Berlin/Hamburg, Deutschland
Young Directors Project
Deutschsprachige Erstaufführung
Gibt es individuelle Freiheit? Ist es Ödipus’ Schuld, dass er den Vater ermordet und die Mutter geheiratet hat? In der Fassung des norwegischen Dramatikers Jon Fosse verdichten sich die drei großen Tragödien Sophokles’ über den Aufstieg und Fall des König Ödipus, sein Exil auf Kolonos und das verhängnisvolle Schicksal seiner Tochter Antigone zu einem durchgehenden Drama von äußerster Reduktion und größter emotionaler Intensität. Es ist das Urstück jedes Familiendramas und ein Stück über Schuld, das Schweigen und die Einsamkeit. So offenbart sich in Tod in Theben eine verblüffende Seelenverwandtschaft zweier Autoren, die zwar Jahrtausende trennen und die doch im Nachdenken über die Unentrinnbarkeit der Geschichte vereint sind.
Angela Richter stellt in ihrer Inszenierung die antiken Figuren in die größtmögliche räumliche Freiheit, in eine Installation aus Licht, in der sie im Dunkeln verschwinden oder im grellen Fokus stehen und so aus einer dunklen Vorahnung in die nüchterne Gewissheit der Katastrophe gerissen werden. Die Zwangsläufigkeit des mythischen Geschehens zwingt die Figuren, sich zu positionieren und nach Spielräumen zu suchen.
Angela Richter, Regie
Katrin Brack, Ausstattung
Jens Dietrich, Dramaturgie
Dirk von Lowtzow, Musik
Philipp Haupt, Video
Andrea Tietz, Produktionsleitung
Unter anderem mit: Sebastian Blomberg, Yuri Englert, Dietrich Kuhlbrodt, Eva Löbau, Oana Solomon, Christoph Theussl
In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
Eine Produktion von Angela Richter, dem Hebbel am Ufer (HAU) Berlin, Kampnagel Hamburg und den Salzburger Festspielen
Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und der Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung Hamburg
Ort:
republic
Termine:
Mi, 11.8.2010 - Fr, 13.8.2010, 20:00
Sa, 14.8.2010, 15:00
Claude Schmitz 'Mary Mother of Frankenstein'
Lüttich, Belgien
Young Directors Project
Eine junge Frau inmitten ihres eigenen Alptraums: Mary Shelley. Um sie herum, von ihr selbst heraufbeschworen, ihre Geister und Visionen.
Der rasante Fortschritt der Biotechnologie, die Möglichkeit des Klonens, die Entschlüsselung der DNS, die potenzielle Verbindung der lebenden und unbelebten Materie, all das sind die wissenschaftlichen Ausformungen eines alten Menschheitstraums. Diesem Traum hat Anfang des 19. Jahrhunderts Mary Shelley eine legendäre Form gegeben: Frankenstein. Das namenlose Monster, durch die Allmacht der Wissenschaft geboren, wird von Victor Frankenstein, der es zum Leben erweckt hat, verstoßen. Aus Enttäuschung, aus Liebesentzug ermordet es daraufhin Familie und Freunde seines Schöpfers.
Der Roman, in einer stürmischen Nacht am Ufer des Genfer Sees erdacht, ist gleichzeitig das unbewusste Echo und eine Art Vorahnung von Marys eigenem Leben. Innerhalb weniger Jahre sterben drei ihrer Kinder; ihre Schwester begeht Selbstmord; ihr Mann, der Dichter Percy Shelley, ertrinkt im Golf von La Spezia. Und nicht zuletzt hat sie die hochfliegenden Ideale und das Scheitern der außergewöhnlichen Menschen in ihrem Umfeld – Percy Shelley, Lord Byron, Claire Clairmont – erlebt, die den Versuch wagten, ein Leben abseits der Norm zu führen.
Claude Schmitz, Regie
Konzept und Text: Marie-France Collard, Claude Schmitz
Simon Siegmann, Bühne und Licht
Greta Goiris, Kostüme
Jean-Pierre Urbano, Musik und Ton
Arié van Egmond, Video
Fred Op De Beeck, Technische Leitung
Unter anderem mit: Michael-Joseph Chance, Fabien Dehasseler, Hedydd Dylan, Yves Noël Genod, Francine Landrain, Arié Mandelbaum, Valéry Massion, Seamus Maynard, Vincent Minne, Rebecca Smith-Williams
In englischer und französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Die Produktion ist der zweite Teil der geplanten Tetralogie Fare Thee Well Tovaritch Homo Sapiens unter der künstlerischen Leitung von Jacques Delculvellerie.
Koproduktion mit Groupov, dem KunstenFestivaldesArts, dem Théâtre National de la Communauté française, Brüssel, und dem Théâtre de la Place, Lüttich
Unterstützt von ParaDies, dem Ministère de la Région Wallonne und der Provinz Lüttich
Ort:
republic
Dauer:
Do, 19.8.2010 - So, 22.8.2010, 20:00
SALZBURGER FESTSPIELE
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1.7. - 26.07.2007:
Montag bis Samstag: 9.30 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr
27.7. - 31.08.2007:
täglich: 9.30 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr