SALZBURGER FESTSPIELE 2012

Fr, 20.7.2012 - So, 2.9.2012

SCHAUSPIEL

Hugo von Hofmannsthal
"Jedermann"

Wiederaufnahme
In deutscher Sprache

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes

Grundidee: Jedermann suchte das Unendliche im Endlichen, durch Häufung des Endlichen (deshalb ist ihm, er habe noch nichts genossen, mit Companie noch so wenig fröhliche Stunden verbracht, mit Sinneslust noch so wenige selige Nächte, habe erst angefangen, Mammon sich zu unterwerfen). Nun in großer Reue sieht er, daß hier das Unendliche zu realisieren ist: im grenzenlosen Sehnen, Sich-Zerfleischen. Da tritt Weisheit vor und nimmt ihn gegen sich selber in Schutz, sagt: für den Menschen ist das Unendliche nur im göttlichen Geheimniss, im Symbol faßbar.
Hugo von Hofmannsthal, Aus den ersten Notizen, 1904

Christian Stückl, Regie
Marlene Poley, Bühnenbild und Kostüme
Markus Zwink, Musik

Martin Reinke, Gott der Herr/Ein armer Nachbar
Ben Becker, Tod
Nicholas Ofczarek, Jedermann
Elisabeth Rath, Jedermanns Mutter
Peter Jordan, Jedermanns guter Gesell/Teufel
Birgit Minichmayr, Buhlschaft
Robin Sondermann, Ein Schuldknecht
Britta Bayer, Des Schuldknechts Weib
Felix Vörtler, Dicker Vetter
Thomas Limpinsel, Dünner Vetter
Sascha Oskar Weis, Mammon
Lina Beckmann, Gute Werke
Robert Reinagl, Der Koch
David Supper, Knecht
Riederinger Kinder, Die Spielansager
Ars Antiqua Austria
Gunar Letzbor, Musikalische Leitung

Bei Schlechtwetter im Großen Festspielhaus

Ort:

Domplatz
A-5020 Salzburg

Termine:

Sa, 21.7.2012, 20:30 | Tickets online |
So, 22.7.2012, 20:30 | Tickets online |
So, 29.7.2012, 21:00 | Tickets online |
Di, 31.7.2012, 17:00 | Tickets online |
So, 5.8.2012, 21:00 | Tickets online |
Mi, 8.8.2012, 20:30 | Tickets online |
Sa, 11.8.2012, 21:00 | Tickets online |
Do, 16.8.2012, 17:00 | Tickets online |
Mo, 20.8.2012, 17:00 | Tickets online |
Fr, 24.8.2012, 17:00 | Tickets online |
So, 26.8.2012, 17:00 | Tickets online |
Di, 28.8.2012, 17:00 | Tickets online |

Heinrich von Kleist
"Prinz Friedrich von Homburg"

Neuinszenierung

Am 21. November 1811, also vor 200 Jahren, wählte der geniale Dichter und grandios Gescheiterte Heinrich von Kleist gemeinsam mit seiner Gefährtin Henriette Vogel den Freitod. Gewalt spiegelt sich immer auch in dessen Werk wider. „Die Welt war Kleist ein Krieg … und noch die Liebe ist ihm ein prächtiges Schlachtfeld“, wurde konstatiert. – Den Kleist’schen Abgründen folgen nun im Festspielsommer 2012 Andrea Breth und ihr kongenialer Bühnenbild-Partner Martin Zehetgruber und bringen dessen Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg auf die Bühne des Salzburger Landestheaters. Ein Wiedersehen gibt es dabei mit dem früheren Jedermann-Darsteller Peter Simonischek als Kurfürst Friedrich. Die Rolle des Prinzen, der den Befehl des Kurfürsten missachtet und deshalb zum Tode verurteilt wird, übernimmt August Diehl, der damit bei den Salzburger Festspielen debütiert.
„Kleists Kurfürst verurteilt den Prinzen von Homburg wegen Insubordination zum Tode, obwohl es dessen Wagemut war, der die Schweden überrannt hatte. … In Prinz und Kurfürst steht sich der menschliche Dualismus von Vernunft und Trieb, Sittlichkeit und Sinnlichkeit gegenüber. Indem der Prinz sich dem Todesurteil des Kurfürsten unterwirft, scheint die Rationalität des Gesetzes zu siegen, aber alles, was das Stück bis dahin dagegen aufgewendet hat, wird doch nicht vergessen, im Gegenteil, der ich-verlorene Schwärmer, der Prinz, hinterlässt den stärkeren Eindruck. Zu Recht trägt das Stück seinen Namen als Titel; er ist der Held. Wenn Kleist ein dem Königshof genehmes Stück schreiben wollte, ist ihm das gründlich misslungen. Dafür ist es ein Meisterwerk über die Zerrissenheit des Menschen geworden, das gerade in dem, was dem Hof missfiel, seine Modernität beweist“, erläutert der Dramaturg der Salzburger Produktion, Wolfgang Wiens.

Andrea Breth, Regie
Martin Zehetgruber, Bühnenbild
Moidele Bickel, Kostüme
Wolfgang Wiens, Dramaturgie
Bert Wrede, Musik
Friedrich Rom, Lichtdesign
Alexander Nefzger, Sounddesign

Peter Simonischek, Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
Andrea Clausen, Die Kurfürstin
Katharina Lorenz, Prinzessin Natalie von Oranien
Udo Samel, Feldmarschall Dörfling
August Diehl, Prinz Friedrich Arthur von Homburg
Hans-Michael Rehberg, Obrist Kottwitz
Roland Koch, Graf Hohenzollern
und weitere Ensemblemitglieder des Burgtheaters

Koproduktion mit dem Burgtheater Wien

Ort:

Salzburger Landestheater
Schwarzstraße 22, A-5020 Salzburg

Termine:

Sa, 28.7.2012, 19:00 | Tickets online |
Mo, 30.7.2012, 19:00 | Tickets online |
Di, 31.7.2012, 19:00 | Tickets online |
Mi, 1.8.2012, 19:00 | Tickets online |
Fr, 3.8.2012, 19:00 | Tickets online |
Sa, 4.8.2012, 19:00 | Tickets online |
So, 5.8.2012, 19:00 | Tickets online |
Di, 7.8.2012, 19:00 | Tickets online |
Mi, 8.8.2012, 19:00 | Tickets online |
Do, 9.8.2012, 19:00 | Tickets online |
Sa, 11.8.2012, 19:00 | Tickets online |
So, 12.8.2012, 19:00 | Tickets online |

Henrik Ibsen
"Peer Gynt"

In einer englischen Fassung von Irina Brook (*1963)

Neuinszenierung
Mit deutschen Übertiteln

Irina Brooks Nationalität ist das Theater. Als Künstlerin, die in Theatern beiderseits des Atlantiks gleichermaßen beheimatet ist, die am Théâtre du Soleil und beim Festival in Avignon inszeniert und Frankreichs bedeutendste Auszeichnung für Regie, den Prix Molière, erhalten hat, deren Muttersprache jedoch Englisch ist, erscheint ihr der Wechsel zwischen Sprachen, Kulturen und Theaterformen so natürlich wie das Atmen.
Sie wurde in eine Theaterfamilie geboren. Nun ist das nicht sonderlich ungewöhnlich für erfolgreiche Theatermacher, aber die Theaterfamilie, in die Irina Brook geboren wurde (sie ist die Tochter des Regisseurs Peter Brook und der Schauspielerin Natasha Parry), ist eine besondere und höchst kosmopolitische. Irina Brooks Haltung zum Vermächtnis ihres Vaters ist erfrischend unkompliziert. Sie hatte keine Hemmungen, die gleichen Stücke wie ihr Vater anzugehen, und wenn sie es tat – etwa mit Ein Sommernachtstraum oder Der Sturm –, waren die Ergebnisse auffällig anders.
Für die Salzburger Festspiele wird Irina Brook eine Neuproduktion von Peer Gynt in englischer Sprache schaffen, mit einem für sie typischen internationalen Ensemble vielgestaltiger darstellerischer Herkunft.
Peer Gynt folgt dem Titelhelden um die ganze Welt und zurück nach Hause, von der grünen Jugend bis ins graue Alter. Obwohl als dramatisches Gedicht verfasst, ohne besondere Rücksicht auf die praktischen Anforderungen der Bühne zu nehmen, enthält Ibsens erstes Meisterwerk eine wahre Fülle an dramatischem Material, etwa wenn Peers impulsives Verhalten und seine Unersättlichkeit ihn Hals über Kopf durch eine Reihe heimischer und mythischer Welten treiben, durch Wahnvorstellungen und Irrsinn, durch Szenen der Liebe, des Todes und der Trolle. Ausgehend von traditionellen norwegischen Volkserzählungen, weist Ibsens Porträt dieser überlebensgroßen Figur über seine bisweilen schneidende Kritik eines Volkscharakters hinaus und wird so zu einem der einflussreichsten Narrative des 19. Jahrhunderts: von Reisen, Kolonisierung und unternehmerischem Genie – und vom seelenlosen Individualismus dahinter.
David Tushingham, Irina Brooks Nationalität ist das Theater. Als Künstlerin, die in Theatern beiderseits des Atlantiks gleichermaßen beheimatet ist, die am Théâtre du Soleil und beim Festival in Avignon inszeniert und Frankreichs bedeutendste Auszeichnung für Regie, den Prix Molière, erhalten hat, deren Muttersprache jedoch Englisch ist, erscheint ihr der Wechsel zwischen Sprachen, Kulturen und Theaterformen so natürlich wie das Atmen.
Sie wurde in eine Theaterfamilie geboren. Nun ist das nicht sonderlich ungewöhnlich für erfolgreiche Theatermacher, aber die Theaterfamilie, in die Irina Brook geboren wurde (sie ist die Tochter des Regisseurs Peter Brook und der Schauspielerin Natasha Parry), ist eine besondere und höchst kosmopolitische. Irina Brooks Haltung zum Vermächtnis ihres Vaters ist erfrischend unkompliziert. Sie hatte keine Hemmungen, die gleichen Stücke wie ihr Vater anzugehen, und wenn sie es tat – etwa mit Ein Sommernachtstraum oder Der Sturm –, waren die Ergebnisse auffällig anders.
Für die Salzburger Festspiele wird Irina Brook eine Neuproduktion von Peer Gynt in englischer Sprache schaffen, mit einem für sie typischen internationalen Ensemble vielgestaltiger darstellerischer Herkunft.
Peer Gynt folgt dem Titelhelden um die ganze Welt und zurück nach Hause, von der grünen Jugend bis ins graue Alter. Obwohl als dramatisches Gedicht verfasst, ohne besondere Rücksicht auf die praktischen Anforderungen der Bühne zu nehmen, enthält Ibsens erstes Meisterwerk eine wahre Fülle an dramatischem Material, etwa wenn Peers impulsives Verhalten und seine Unersättlichkeit ihn Hals über Kopf durch eine Reihe heimischer und mythischer Welten treiben, durch Wahnvorstellungen und Irrsinn, durch Szenen der Liebe, des Todes und der Trolle. Ausgehend von traditionellen norwegischen Volkserzählungen, weist Ibsens Porträt dieser überlebensgroßen Figur über seine bisweilen schneidende Kritik eines Volkscharakters hinaus und wird so zu einem der einflussreichsten Narrative des 19. Jahrhunderts: von Reisen, Kolonisierung und unternehmerischem Genie – und vom seelenlosen Individualismus dahinter.
David Tushingham, Aus dem Englischen von Wolfgang Herles

Irina Brook, Regie
Noëlle Ginefri, Bühnenbild
Magali Castellan, Kostüme
Guillaume Antonini, Helene Arntzen, Komposition
Guillaume Antonini, Musikalische Leitung
Arnaud Jung, Lichtdesign
Laurent Courtin, Regieassistenz

Mit Ingvar E. Sigurdsson, Mireille Maalouf, Shantala Shivalingappa, Augustin Ruhabura, Scott Koelher, Johanna Hilaire, Jerry Di Giacomo u.a.

Musiker: Guillaume Antonini, Helene Arntzen, Diego Asensio, Gen Shimaoka u.a.

Ort:

Pernerinsel
A-5400 Hallein

Termine:

Mo, 30.7.2012, 19:30 | Tickets online |
Mi, 1.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Do, 2.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Fr, 3.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 4.8.2012, 19:30 | Tickets online |
So, 5.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Di, 14.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Mi, 15.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Fr, 17.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 18.8.2012, 19:30 | Tickets online |

William Shakespeare | Irina Brook
"La Tempête"

In einer französ. Fassung von Irina Brook (*1963)
Nach William Shakespeare (1564–1616)

Mit deutschen Übertiteln

Irina Brooks Nationalität ist das Theater. Als Künstlerin, die in Theatern beiderseits des Atlantiks gleichermaßen beheimatet ist, die am Théâtre du Soleil und beim Festival in Avignon inszeniert und Frankreichs bedeutendste Auszeichnung für Regie, den Prix Molière, erhalten hat, deren Muttersprache jedoch Englisch ist, erscheint ihr der Wechsel zwischen Sprachen, Kulturen und Theaterformen so natürlich wie das Atmen.
Sie wurde in eine Theaterfamilie geboren. Nun ist das nicht sonderlich ungewöhnlich für erfolgreiche Theatermacher, aber die Theaterfamilie, in die Irina Brook geboren wurde (sie ist die Tochter des Regisseurs Peter Brook und der Schauspielerin Natasha Parry), ist eine besondere und höchst kosmopolitische. Irina Brooks Haltung zum Vermächtnis ihres Vaters ist erfrischend unkompliziert. Sie hatte keine Hemmungen, die gleichen Stücke wie ihr Vater anzugehen, und wenn sie es tat – etwa mit Ein Sommernachtstraum oder Der Sturm –, waren die Ergebnisse auffällig anders.
Für die Salzburger Festspiele wird Irina Brook eine Neuproduktion von Peer Gynt in englischer Sprache schaffen, mit einem für sie typischen internationalen Ensemble vielgestaltiger darstellerischer Herkunft.
Um eine breitere Sicht auf Irina Brooks Arbeit zu ermöglichen, werden wir auch Gastvorstellungen ihrer Inszenierung von La Tempête (Der Sturm) zeigen, einer üppig komischen Version von Shakespeares letztem großen Stück, in der Prospero als Zauberer in der Küche auftritt, als Inhaber eines italienischen Restaurants. Diese Produktion – von nur fünf Schauspielern in französischer Sprache gespielt – verwendet Elemente des Zirkus, des Slapstick und der Clownerien: eine frische und lebhafte Interpretation dieser bewegenden Geschichte über Vater und Tochter, über Zauberei, die Macht der Elemente und Rache – und eine großartige Darbietung an körperlicher Schauspielerei und virtuoser Koordination.
David Tushingham, Aus dem Englischen von Wolfgang Herles

Irina Brook, Regie
Noëlle Ginefri, Bühnenbild
Sylvie Martin-Hyszka, Nathalie Saulnier, Kostüme
Arnaud Jung, Lichtdesign

Mit Renato Giuliani, Ysmahane Yaqini, Bartlomiej Soroczynski, Scott Koelher u. a.

Gastspiel Compagnie Irina Brook und Maison de la Culture de Nevers et de la Nièvre

Ort:

Pernerinsel
A-5400 Hallein

Termine:

Fr, 24.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 25.8.2012, 19:30 | Tickets online |
So, 26.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Di, 28.8.2012, 19:30 | Tickets online |

Händl Klaus | Franui
"Meine Bienen. Eine Schneise"

Uraufführung
Auftragswerk der Salzburger Festspiele

Vaterlos sind die Bienen: Königin und Arbeiterinnen bilden ihren sammelwütigen Staat, ein großes Matriarchat. – Allein mit der Mutter lebt Lukas im Wald. Sein Vater ist ihm unbekannt; das Kind ist zwar im Weitsprung begabt, aber die Sprünge gehen ins Leere: Hartnäckig schweigt seine Mutter auf Fragen nach dem Unbekannten, der sich längst in Lukas zeigt – im gewaltbereiten Kind, das da nach Mutters Plan von der Natur erzogen wird. Dieses Kind, in Phantomschmerz gehalten, muß sich wehren, und also greift „die Natur“: Asche stiebt auf, als Lukas daherspringt. Hier hat es schrecklich gebrannt; weiß und wüst liegt der riesige Tatort – die verhaßte Natur ist getroffen. Vierzehn Bienenstöcke standen am Waldrand; jetzt, von unbekannter Hand zerstört, glosende Stümpfe, rufen sie mit Peter einen gründlichen Inspektor, in Lukas’ Augen den möglichen Vater, auf den – heimlich geschmiedeten? – Plan: einen Ermittler – der Mutter verbunden? – in eigener Sache?
Als auch Wim, der Wanderimker, „noch so ein Vater“, gewesener Häftling, erscheint, setzt die große, von allen ersehnte Suchbewegung ein. Alle sind dabei verdächtig: mögliche Täter, wie sie sammeln und reden. Aus ihren Spuren, die weit zurück reichen, und den Schlüssen, die sie ziehen, entsteht ein zitterndes Bild, von Bienen erwidert – die sie umkreisen.

Händl Klaus
Händl Klaus (*1969 in Rum/Tirol) lebt in Wien, Berlin und Port am Bielersee (Schweiz). Nach der Schauspielausbildung in Wien folgte ein Engagement am dortigen Schauspielhaus. Sein Hörspiel Kleine Vogelkunde (ORF) wurde als Hörspiel des Jahres 1996 ausgezeichnet. Für den Erzählband (Legenden) erhielt er den Rauriser Literaturpreis und den Robert-Walser-Preis. Beim Filmfestival in Locarno 2008 erhielt er für seinen Film März den Leoparden für den besten Erstlingsfilm. 2004 wurde (Wilde) Mann mit traurigen Augen mit dem Buchpreis der deutschsprachigen Literaturkommission des Kantons Bern ausgezeichnet, der 2006 auch an Dunkel lockende Welt vergeben wurde. 2004 wurde Händl Klaus von Theater heute zum besten Nachwuchsautor und 2006 zum Dramatiker des Jahres gewählt. 2007 erhielt er den Großen Literaturpreis des Landes Tirol, die Fördergabe des Schiller-Gedächtnispreises des Landes Baden-Württemberg sowie den Welti-Dramatikerpreis der Stadt Bern.

Musicbanda Franui
Die Osttiroler Musicbanda Franui bekannt geworden durch ihre Neu-Interpretation von Schubert-, Brahms- und Mahlerliedern verwandelt die Bienengeschichte von Händl Klaus in ein Musikstück: Dabei verbindet sich Franuis einmalige Klangbatterie (die besondere Mischung aus Holz- und Blechbläsern, Saiteninstrumenten und Streichern) erstmals mit einem Knabensopran. Und: Die musikalischen Vorgänge im Bienenstock vom hellen Gesang der Königin bis hin zum metallischen Klang von Schlagwerk, das der Imker beim Einfangen eines Bienenschwarms zuweilen in die Hand nimmt dienen Franui als Grundlage für die Erfindung einer musikalischen Welt, in der Vertrautes verdunkelt erscheint und Fernes plötzlich in die Nähe rückt.

Nicolas Liautard, Regie
Giulio Lichtner, Bühnenbild
Marie Odin, Kostüme
David Tushingham, Dramaturgie
Andreas Schett, Markus Kraler, Komposition
Andreas Schett, Musikalische Leitung
Jérémie Papin, Lichtdesign

Stefan Kurt, Peter
André Jung, Wim
Brigitte Hobmeier, Kathrin
Ein Wiltener Sängerknabe, Lukas
Franui Musicbanda
Johannes Eder, Klarinette, Bassklarinette
Andreas Fuetsch, Tuba
Romed Hopfgartner, Altsaxophon, Klarinette
Markus Kraler, Kontrabass, Akkordeon
Angelika Rainer, Harfe, Zither, Gesang
Bettina Rainer, Hackbrett, Gesang
Markus Rainer, Trompete, Kornett, Gesang
Andreas Schett, Trompete, Kornett, Gesang
Martin Senfter, Ventilposaune, Gesang
Nikolai Tunkowitsch, Violine

Ort:

Salzburger Landestheater
Schwarzstraße 22, A-5020 Salzburg

Termine:

Do, 23.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 25.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Mo, 27.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Mi, 29.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Do, 30.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Fr, 31.8.2012, 19:30 | Tickets online |

Theatre-Rites
"Mojo"

David Tushingham

Aus dem Englischen von Wolfgang Herles
Für alle Neugierigen ab 5 Jahren

*„Mojo“ ist ein schönes, nicht ganz einfach definierbares Wort, dessen euphorischer Klang Spaß, Kreativität und Energie andeutet.

Stell dir vor, du warst noch nie im Theater. Mojo ist die perfekte Aufführung, um damit anzufangen, ein Theater-Geher zu werden. Und solltest du schon angefangen haben – keine Sorge, du bist auch willkommen.
Unter der mitreißenden künstlerischen Leitung von Sue Buckmaster hat das in London beheimatete Ensemble Theatre-Rites das Theater für Kinder und Familien verwandelt. Viele ihrer Vorstellungen sind für ein Publikum gemacht, das nur wenig Theatererfahrung hat. Sie kreieren ein starkes, sinnliches Theater, ein Theater mit nur wenigen Worten, das aber Musik, Licht und Bewegung nutzt, um dynamische, prägende Begegnungen zu schaffen. Ein solches Theater ist Fest und Offenbarung zugleich; wie von Zauberhand verwandeln sich Gegenstände und nehmen menschliche Züge an, und alltägliche Orte werden zu Schauplätzen wunderbarer Abenteuer.
Theatre-Rites bietet Kindern Theaterformen, die sonst eher auf Erwachsene abzielen – und Erwachsenen außergewöhnliche Theatererfahrungen, die auch für ein junges Publikum geeignet sind. In Zusammenarbeit mit anderen Festivals, wie dem London International Festival of Theatre, den Wiener Festwochen, dem Theater der Welt und der Ruhrtriennale, hat Theatre-Rites seine Zuschauer auf Reisen durch imaginäre Welten entführt.
Mojo* bedeutet eine andere Art von Reise. Es geht ums Erwachsenwerden, darum, „dein Mojo zu finden“, Neues über dich selbst herauszufinden und zu erkunden, wer du bist. Manchmal hat man vielleicht Angst dabei, aber dieser Prozess ist voller Freude und eine echte Befreiung.
Mojo, das heißt auch mitreißende Livemusik von Adriano Adewale und Leo Altarelli und die außergewöhnlichen tänzerischen Fähigkeiten von Arthur Pita, dessen Choreografien berühmt sind für ihren Humor und ihren charakteristischen Ausdruck.
Komm und entdecke dein Mojo!

Sue Buckmaster, Regie
Arthur Pita, Co-Regie und Choreografie
Peter Mumford, Bühne und LIchtdesign
Adriano Adewale, Leo Altarelli, Komposition
Michael Fowkes, Puppendesign
Keith Clouston, Musikalische Leitung
Suzy Peters, Kostüme
John van der Put, Konsulent für Zauberei
Scott Brooker, Helly McGrother, Jonathan Saville, Yvonne Stone, Puppenmacher

Mit Adriano Adewale, Leo Altarelli, Cody Choi, Laura Cubitt, Mohsen Nouri, Simon Palmer, Tanya Richam-Odoi, Clemmie Sveaas.

Koproduktion mit Theatre-Rites und dem Barbican London

Ort:

Pernerinsel
A-5400 Hallein

Termine:

Do, 9.8.2012, 18:00 | Tickets online |
Sa, 11.8.2012, 14:00 | Tickets online |
Sa, 11.8.2012, 18:00 | Tickets online |
So, 12.8.2012, 11:00 | Tickets online |
So, 12.8.2012, 15:00 |

Thalias Kompagnons, Nürnberg
"Das Mädchen aus der Feenwelt"
oder "Der Bauer als Millionär"

Ein Machtspielchen nach Franz Kafka (1883–1924)

Gastspiel

Thalias Kompagnons, Nürnberg bewegen sich mit international gefeierten Produktionen im Grenzbereich zwischen Schauspiel-, Figuren- und Musiktheater. Mit ihren hintergründig-frechen Opern- und Klassikerversionen (Wagners Ring, Macbeth, Zauberflöte u.a.) eroberten sie gleichermaßen Off-Bühnen, Festivals und Staatstheater. Gastspiele führten sie u.a. zu den Wiener Festwochen und auf Theaterfestivals in über 20 Ländern in Europa, Asien, Australien und Amerika.

Tristan Vogt, Bearbeitung und Spiel
Joachim Torbahn, Regie, Bühne, Puppen
Sasa Batnozic, Licht

Koproduktion von Thalias Kompagnons mit der Tafelhalle Nürnberg

Ort:

Schauspielhaus Salzburg

Termine:

Di, 7.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Mi, 8.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Fr, 10.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Mo, 13.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Di, 14.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Mi, 15.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Do, 16.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Fr, 17.8.2012, 19:30 | Tickets online |

Thalias Kompagnons, Nürnberg
"Kafkas Schloss"

Ein Machtspielchen nach Franz Kafka (1883–1924)

Gastspiel

Thalias Kompagnons, Nürnberg bewegen sich mit international gefeierten Produktionen im Grenzbereich zwischen Schauspiel-, Figuren- und Musiktheater. Mit ihren hintergründig-frechen Opern- und Klassikerversionen (Wagners Ring, Macbeth, Zauberflöte u.a.) eroberten sie gleichermaßen Off-Bühnen, Festivals und Staatstheater. Gastspiele führten sie u.a. zu den Wiener Festwochen und auf Theaterfestivals in über 20 Ländern in Europa, Asien, Australien und Amerika.

Tristan Vogt, Bearbeitung und Spiel
Joachim Torbahn, Regie, Bühne, Puppen
Sasa Batnozic, Licht

Koproduktion von Thalias Kompagnons mit der Tafelhalle Nürnberg

Ort:

Schauspielhaus Salzburg

Termine:

So, 19.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Mo, 20.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Di, 21.8.2012, 19:30 | Tickets online |

Tick Tock Productions, Südafrika
"Trapped"

Montblanc & Salzburg Festival Young Directors Project

Uraufführung
Auftragswerk der Salzburger Festspiele
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Jeder will Freiheit. Freiheit von Schmerz, von Leid und von Vernichtung; jeder will frei sein von Regeln, frei wählen, sich frei bewegen, frei sein. In ihrer ganz eigenen Welt treffen wir auf Figuren wie Die Diva, Die Frau, Tata, Mr. Personality, Die Soldaten, Die Zwillinge; wir hören in zehn verschiedenen Sequenzen, von denen jede für sich allein stehen könnte, die Geschichten dieser zwischen der Vergangenheit und den Anforderungen der Gegenwart Zerrissenen; wir erfahren, wie sie Wege und Anleitung suchen, die Ketten abzuschütteln, die sie hindern, sich vorwärts zu bewegen. Universelle Themen werden behandelt, Themen, die das Gefühl vermitteln können, in der Falle zu sitzen – ohne Ausweg.

Den Figuren ist nicht klar, dass sie eigentlich alle Freiheit der Welt haben, alles tun, sein und haben können, was sie wollen. Doch es gibt Regeln – und manche Regeln lassen sie glauben, in einer Zwangsjacke zu stecken, die ein erfülltes Leben verhindert. Es ist eine harte Welt: Entweder sie halten sich an die Regeln oder sie machen ihre eigenen.

Princess Zinzi Mhlongo, Regie
Thando Lobese, Bühne und Kostüme
Zimkitha Kumbaca, Komposition
Hlengiwe Lushaba Madlala, Choreographie
Mandla Mtshali, Lichtdesign
Thunyelwa Thambe Rachwene, Stage Manager

Mit Bennedict Bongani Masango, Thapelo J Sebogodi, Rantebeng Makapan, D'Anne Mahlangu, Nkoto Anne Keitu Malebye.

In Zusammenarbeit mit Tick Tock Productions

Ort:

republic
Anton-Neumayr-Platz 2, A-5020 Salzburg

Termine:

Di, 31.7.2012, 20:00 | Tickets online |
Mi, 1.8.2012, 20:00 | Tickets online |
Do, 2.8.2012, 20:00 | Tickets online |
Fr, 3.8.2012, 20:00 | Tickets online |

Theater Montagnes Russes, Österreich
"Jakob Michael Reinhold Lenz"

Montblanc & Salzburg Festival Young Directors Project
Mit Texten von Jakob Michael Reinhold Lenz (1751–1792), Georg Büchner (1813–1837), Johann Friedrich Oberlin (1740–1826)

Uraufführung
Auftragswerk der Salzburger Festspiele
In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln

Jakob Michael Reinhold Lenz: Sturm-und-Drang-Dichter; unbestritten sein außerordentliches Talent, vielfach belegt sein empfindliches Gemüt. In seinen jungen Jahren noch als literarisches Genie hochgelobt, gerät Lenz im Laufe seines Lebens mehr und mehr in Vereinzelung und Isolation. Für die geistige Enge seines streng religiösen Elternhauses und seiner Heimat in Livland ein zu großer Freigeist, für die Dichtergesellschaft rund um Goethe am Hof in Weimar zu wenig elegant, zu wenig höflich, zu wenig gut angezogen, schlichtweg zu arm, bleibt Lenz zeitlebens ein „Landläufer“, ein Unbehauster und Unverstandener.

Wenige Jahrzehnte nach Lenz’ Tod beschreibt Georg Büchner dessen Aufenthalt im Steintal, jener kargen wie eindrücklichen Landschaft. Zwanzig Tage verbringt Lenz dort im Hause des Pfarrers Oberlin. Zwanzig Tage, die zum Sinnbild einer lebenslänglichen Suche werden und in denen sich wiederkehrende Themen und Zustände verdichten: die allmähliche Verrückung der Wahrnehmung, das Einwirken der Natur, die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Gemeinsamkeit mit den Anderen, die Zerrissenheit und Ambivalenz zwischen religiösem Wahn und Atheismus, zwischen Hybris und Selbstgeißelung, Manie und Langeweile, Traum und Wachheit.

Theater Montagnes Russes um die Regisseurin Cornelia Rainer nimmt Lenz’ gut dokumentierten Aufenthalt im Steintal zum Ausgangspunkt für ein theatrales Porträt des Dichters. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Musik: Erstmals arbeitet Cornelia Rainer mit dem Schweizer Kollektiv Schi-lunsch-naven zusammen, bestehend aus der Musikerin Sophie Hunger und den Musikern Christian Prader und Julian Sartorius. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft – Cornelia Rainer stammt aus den Tiroler, die Mitglieder von Schi-lunsch-naven aus den Schweizer Bergen –, den einheimischen Dialekten und dem jeweiligen Liedgut prägt die Arbeiten aller.

Theater Montagnes Russes ist eine von der Regisseurin Cornelia Rainer geleitete Theatercompagnie, die projektweise verschiedene Interpreten zusammenführt. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit gibt es mit dem Bühnen- und Kostümbildner Aurel Lenfert und der Dramaturgin Sibylle Dudek.

Cornelia Rainer, Regie
Aurel Lenfert, Bühne und Kostüme
Sibylle Dudek, Dramaturgie
Schi-Lunsch-Naven (Sophie Hunger, Christian Prader, Julian Sartorius), Komposition
Christian Prader, Musikalische Leitung

Mit Manfred Böll, Markus Meyer, Julian Sartorius u. a.

Eine Produktion von Theater Montagnes Russes

Ort:

republic
Anton-Neumayr-Platz 2, A-5020 Salzburg

Termine:

Fr, 10.8.2012, 20:00 | Tickets online |
Sa, 11.8.2012, 20:00 | Tickets online |
So, 12.8.2012, 20:00 | Tickets online |
Mo, 13.8.2012, 20:00 | Tickets online |

Gisèle Vienne, Frankreich
"Éternelle Idole"

Montblanc & Salzburg Festival Young Directors Project
Realisierung mit Hilfe der Technik von Le Quartz - Scène Nationale de Brest

Gastspiel der Company DACM

Im Zentrum von Éternelle Idole steht eine junge Schlittschuhläuferin, deren fragile Schönheit und Unschuld zugleich den Geist einer ermordeten Lolita zu evozieren scheint. Die Eisbahn gehört zu den magischen Orten der Adoleszenz und erweckt bei den meisten von uns sehr lebendige Erinnerungen an die Verwirrung unserer Gefühle in jener Zeit. Éternelle Idole untersucht die Spannung zwischen der Verwundbarkeit des Individuums und der strengen Disziplin, der es sich selbst unterwirft. Der kunstvolle Tanz auf dem Eis verkörpert Schönheit und Gefährdung eben dieses Widerspruchs.

Gisèle Vienne, Konzeption, Choreografie und Bühnenbild
Stephen O'Malley, Musikalische Leitung und Produktion
Patrick Riou, Licht

Dargestellt von und entwickelt in Zusammenarbeit mit Aurore Ponomarenko und Jonathan Capdevielle.
Junge Schlittschuhläuferinnen und Hockeyspieler

Koproduktion mit Le Quartz – Scène Nationale de Brest, Centre Choréographique National de Montpellier Languedoc Roussillon

Ort:

Eisarena Volksgarten
Hermann-Bahr-Promenade 2, A-5020 Salzburg

Termine:

Sa, 18.8.2012, 18:00 | Tickets online |
So, 19.8.2012, 18:00 | Tickets online |
Di, 21.8.2012, 18:00 | Tickets online |
Mi, 22.8.2012, 18:00 | Tickets online |

Gisèle Vienne, Frankreich
"This is how you will disappear"

Montblanc & Salzburg Festival Young Directors Project
Realisierung mit Hilfe der Technik von Le Quartz - Scène Nationale de Brest

Gastspiel der Company DACM

This is how you will disappear. Gisèle Vienne schafft Produktionen, die von Tod, Sex und Gewalt besessen sind. Ein verstörender Kosmos zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. „Für mich ist erotische Phantasie ein Vergrößerungsspiegel, der unser Verhalten in der Gesellschaft reflektiert – und beeinflusst. Wir alle haben unsere Exzesse, unsere Unsicherheiten, und es ist besser, sich ihnen zu stellen, als es sich in beruhigenden ,Wahrheiten‘ gemütlich zu machen. Es ist es allemal wert, seine Leidenschaften zu kennen…“

Gisèle Vienne, Konzeption, Regie, Choreographie und Bühnenbild
Stephen O'Malley, Peter Rehberg, Komposition und Live elektronische Musik
Dennis Cooper, Text und Liedtexte
Patrick Riou, Licht
Fujiko Nakaya, Nebelskulptur
Shiro Takatani, Video

Dargestellt von und entwickelt in Zusammenarbeit mit Jonathan Capdevielle, Margrét Sara Gudjónsdóttir und Jonathan Schatz.

Ort:

republic
Anton-Neumayr-Platz 2, A-5020 Salzburg

Termine:

Sa, 18.8.2012, 20:30 | Tickets online |
So, 19.8.2012, 20:30 | Tickets online |
Di, 21.8.2012, 20:30 | Tickets online |
Mi, 22.8.2012, 20:00 | Tickets online |

Performance Group Tuida/Südkorea
"Hamlet Cantabile"

Montblanc & Salzburg Festival Young Directors Project
Nach William Shakespeare (1564–1616)

Gastspiel der Performance Group Tuida

In koreanischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Zu Gast im YDP
Auf der Suche nach besonders interessanten jungen Regisseuren begegnen uns zuweilen Produktionen, die zwar nicht mehr den Wettbewerbskriterien des YDP entsprechen, aber exemplarisch für Aufbruch und die Suche nach neuen Ausdrucksformen sind. Nicht alles über 40 ist schließlich „alt“. Wir wollen Ihnen derartige Produktionen nicht vorenthalten und präsentieren daher, außerhalb des Wettbewerbs und zu Gast im YDP, die koreanische Theatertruppe Tuida mit Hamlet Cantabile.

Ein Hamlet-Exorzismus. Ein Geisterseher, Bobyree, fand, als er durch das Tal wanderte, einen Schädel. Der Wind wehte durch den Schädel und blies eine traurige Weise. Neben dem Schädel lag ein verblichenes Notizbuch, das wohl dem Schädel gehört hatte, als er noch am Leben war. Als er im Notizbuch las, erfuhr Bobyree, dass der Schädel Hamlet geheißen hatte und nicht Abschied nehmen konnte, sondern jede Nacht in dieser Welt umherwanderte. Bobyree beschloss, einen Exorzismus zu vollziehen, um den Geist zu erlösen. – Eine komische Tragödie, von der vier Narren Kunde geben – ein heilloses Durcheinander von Puppen, Masken und Musik.

Seit ihrer Gründung 2001 hat sich die Performance Group Tuida mit ihrer Suche nach einer neuen Theatersprache, die Puppen, Gegenstände und den menschlichen Körper als kreative Mittel einsetzt, Anerkennung sowohl bei Kritik wie auch Publikum erworben. Die Performance Group Tuida wurde von acht Absolventen der koreanischen Nationalen Hochschule der Künste gegründet. Jedes Jahr kommt eine neue Produktion heraus, mit dem Ziel, offene Stücke zu schaffen. Ihre Stücke, die die Traditionen östlicher wie westlicher Clowns verbinden, sind eine Verschmelzung phantastischer und kreativer Puppen, Masken und Musik. Ihr Stil gründet sich auf kontinuierlichem, kühnem Experimentieren. Ihre Produktionen, gleichermaßen koreanisch wie kosmopolitisch, fanden großen Beifall bei zahlreichen internationalen Festivals in Japan, China, Hongkong, Taiwan, den USA und Irland.

Bae Yo-Sup, Regie und Text
Han Jung-Rim, Komposition und Musikalische Leitung
Kim Kyung-Hee, Bühne und Puppen
Lee Jin-Hee, Kostüme
Chae Song-Hwa, Maske
Lee Hyun-Joo, Stage Manager und Licht

Lee Ji-Youn, Hamlet
Kim Soo-Ah, Gertrude
Choi Jae-Young, Claudius
Hwang Hye-Ran, Ophelia
Jung Hyun-Suk, Polonius

Ort:

republic
Anton-Neumayr-Platz 2, A-5020 Salzburg

Termine:

Mo, 27.8.2012, 20:00 | Tickets online |
Di, 28.8.2012, 20:00 | Tickets online |
Mi, 29.8.2012, 20:00 | Tickets online |
Do, 30.8.2012, 20:00 | Tickets online |

Franui Musicbanda
"Mahlerlieder"

Sven-Eric Bechtolf, Rezitation
Johannes Eder, Klarinette, Bassklarinette
Andreas Fuetsch, Tuba
Romed Hopfgartner, Sopran- und Altsaxophon, Klarinette, Bassklarinette
Markus Kraler, Kontrabass, Akkordeon
Bettina Rainer, Hackbrett, Gitarre, Gesang
Markus Rainer, Trompete, Kornett, Gesang
Andreas Schett, Trompete, Kornett, Gesang
Martin Senfter, Ventilposaune, Gesang
Nikolai Tunkowitsch, Violine


Auftragswerk der Ludwigsburger Schlossfestspiele · Koproduktion mit den Tiroler Festspielen Erl, den Festspielen Südtirol/Alto Adige Festival und dem Wiener Konzerthaus

Mit den Mahlerliedern vervollständigte das Ensemble Franui seine Trilogie (Brahms, Schubert, Mahler) über die Liedkunst im 19. Jahrhundert. Walter Kappacher hat eigens zu den Mahlerliedern Texte geschrieben, die Sven-Eric Bechtolf zur Uraufführung bringen wird.

Walter Kappacher, Text
Markus Kraler/Andreas Schett, Komposition/Musikalische Bearbeitung

Ort:

Große Universitätsaula
Max-Reinhardt-Platz, A-5020 Salzburg

Termin:

So, 22.7.2012, 19:30 | Tickets online |

Franui Musicbanda
"Frische Ware"

Musik für Totengräber

Johannes Eder, Klarinette, Bassklarinette
Andreas Fuetsch, Tuba
Romed Hopfgartner, Sopran- und Altsaxophon, Klarinette, Bassklarinette
Markus Kraler, Kontrabass, Akkordeon
Bettina Rainer, Hackbrett, Gitarre, Gesang
Markus Rainer, Trompete, Kornett, Gesang
Andreas Schett, Trompete, Kornett, Gesang
Martin Senfter, Ventilposaune, Gesang
Nikolai Tunkowitsch, Violine


Frische Ware – so nennt die Musicbanda Franui ihre musikalische Szenenfolge, die Trauermusik von Franz Schubert oder Robert Schumann mit der Tradition ländlicher Blaskapellen vereint und dabei unaufhörlich die Grenzen zwischen den volkstümlichen Vorbildern sogenannter Beerdigungsmusiken und ihrer „klassischen“ Aneignung verwischt.

Markus Kraler/Andreas Schett, Komposition/Musikalische Bearbeitung

Ort:

Große Universitätsaula
Max-Reinhardt-Platz, A-5020 Salzburg

Termin:

Di, 24.7.2012, 19:30 | Tickets online |

Franui Musicbanda
"Brahms Volkslieder"

Sven-Eric Bechtolf, Rezitation
Johannes Eder, Klarinette, Bassklarinette
Andreas Fuetsch, Tuba
Romed Hopfgartner, Sopran- und Altsaxophon, Klarinette, Bassklarinette
Markus Kraler, Kontrabass, Akkordeon
Angelika Rainer, Harfe, Zither, Gesang
Bettina Rainer, Hackbrett, Gitarre, Gesang
Cornelia Rainer, Bandoneon, Gesang
Markus Rainer, Trompete, Kornett, Gesang
Sylvia Rainer, Gesang
Andreas Schett, Trompete, Kornett, Gesang
Martin Senfter, Ventilposaune, Gesang
Nikolai Tunkowitsch, Violine


Die Volkslieder WoO 33 von Johannes Brahms erzählen von Zuneigung und Abschiednehmen, von Liebestollheit, Verlust und abgrundtiefer Trauer. In der Bearbeitung durch die Musicbanda Franui ist das Erbmaterial dieser Volkslieder in ständigem Wandel begriffen; Ganz- und Halbstrophen, Melodien und Textzeilen finden im wohlgeordneten Chaos zueinander. Sven-Eric Bechtolf verknüpft den solcherart entstandenen Liederreigen mit Ödön von Horváths Roman 36 Stunden.

Markus Kraler / Andreas Schett, Komposition / Musikalische Bearbeitung

Ort:

Große Universitätsaula
Max-Reinhardt-Platz, A-5020 Salzburg

Termin:

Di, 14.8.2012, 19:30 | Tickets online |
Begleitprogramm

Kleist. Geschichte einer Seele

Kleist-Lesungen

Eine szenische Lesung mit Ulrich Matthes

Ort:

Salzburger Landestheater
Schwarzstraße 22, A-5020 Salzburg

Termin:

So, 29.7.2012, 19:30 | Tickets online |

SALZBURGER FESTSPIELE

KARTENBÜRO

Herbert von Karajan Platz 11
A-5010 Salzburg

Telefon: +43-662-8045-500
Fax: +43-662-8045-555
E-Mail: info@salzburgfestival.at

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag:
8.00 bis 12.30 Uhr und 13.00 bis 16.30 Uhr
1.7. - 26.07.2007:
Montag bis Samstag: 9.30 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr
27.7. - 31.08.2007:
täglich: 9.30 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr