SALZBURGER JAZZ-HERBST EINZELVERANSTALTUNGEN

15. Salzburger Jazz-Herbst

Do, 28.10.2010 - So, 7.11.2010

The Divas

Der zeitliche Bogen über 15 Jahre Salzburger Jazz-Herbst schließt sich und wir stellen die Damen in den Mittelpunkt des diesjährigen Programmes. Da die Salzburger Festspiele 2010 ihr 90-Jahr-Jubiläum begehen, passt es gut ins Bild, dass wir auch eine Klassikdiva mit ihrem Ausflug in das Jazz-Genre präsentieren.

Seit 1996 hat die Mozartstadt neben ihren zahlreichen Klassik-Festivals mit dem Jazz-Herbst eine hochkarätige Großveranstaltung in ihrem Kulturkalender, die Weltstars dieser wichtigen Musikrichtung an die schönsten Spielorte bringt und Publikum aus aller Welt anzieht. Von Anbeginn an haben wir neben den Legenden des Jazz jungen Künstlern eine Plattform geboten. So halten wir es auch in diesem Jahr.

Der Erfolg des Salzburger Jazz-Herbstes hat viele Väter: die vielen Förderer und Sponsoren; die zahlreichen Mitarbeiter, die jeweils ein ganzes Jahr lang auf das Festival hingearbeitet haben; Prof. Klaus Schulz, der mich in der Programmierung nicht nur der österreichischen Ensembles kompetent unterstützt hat; die Medien, die dem Festival die gebührende Beachtung geschenkt haben und natürlich das Publikum, für das all die Anstrengungen unternommen wurden, die auch mit beachtlichen wirtschaftlichen Risken verbunden waren. Dass Salzburg vom Jazz-Herbst wirtschaftlich profitiert , ist sehr erfreulich.

Mein Dank gilt allen, die ihren Beitrag zu dieser Erfolgsgeschichte geleistet haben. Genießen wir gemeinsam diesen 15. Salzburger Jazz-Herbst mit seinen Konzerten, Filmen, Sonderveranstaltungen und einer Fotoausstellung, die noch einmal die zahlreichen künstlerischen Highlights seit 1996 in Erinnerung ruft.

Es war eine Ehre, für Sie, verehrte Damen und Herren, den Salzburger Jazz-Herbst auf- und ausbauen zu dürfen.

Viel Vergnügen!
Johannes Kunz

Programm 2010

Jazz In The Movies

Do, 28.10.2010, 15:00

Friedrich Gulda: "Piano Concerto" / "Music For Soloists And Band" (1965)

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

15 Jahre Salzburger Jazz-Herbst: "Swinging Portraits"

Do, 28.10.2010, 15:30 | Ausstellungseröffnung

Fotografien von Peter Brunner

Eintritt frei!

Ort:

Museum der Moderne

Paul Gulda: "Friedrich Gulda, Salzburg und All That Jazz"

Eröffnungsempfang der Landeshauptfrau

Do, 28.10.2010, 17:00

Paul Gulda, 1961 in Wien geboren, spielt Paul Gulda seit seinem achten Lebensjahr Klavier. “Meine ersten Lehrer waren zwei Jazzer: Fritz Pauer und Roland Batik. Mein Vater Friedrich Gulda hat mir unbedingte Hingabe an die Musik vermittelt, Leonid Brumberg mich die Grundlagen der russischen Schule gelehrt. Rudolf Serkin hat mir zuletzt wahre Güte und Unterstützung geschenkt. Die Summe daraus zu ziehen, womöglich darüber hinaus zu gehen und dies weiterzugeben, sehe ich als meine Aufgabe an“, sagt Paul Gulda. Seit 1982 spielt er internationale Konzerte als Solist, Kammermusiker, Improvisator, Dirigent und Komponist. Ferner konzipiert Paul Gulda literarisch-musikalische Abende und komponiert Bühnenmusik. Zum 54. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen entstand “Stimmen im Widerhall. Ein musikalischer Diskurs“. Gulda zeichnet auch für Improvisationsperformances mit Jazzpianist Makoto Ozone oder zuletzt mit der Malerin Erdmuthe Scherzer-Klinger verantwortlich. Er agiert bei diesem Empfang nicht nur als Pianist, sondern hält auch die Festrede.

Vor 80 Jahren kam Friedrich Gulda (1930-2000) zur Welt, vor 10 Jahren starb er. “Die Großen des Jazz sowie Bach und Mozart sollen meine Vorbilder sein“, notierte der große Interpret klassischer Musik 1954 in sein Tagebuch und forderte “die Erweiterung der musikalischen Geographie“. Friedrich Gulda studierte bis 1947 bei Bruno Seidlhofer. Mit seinem ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb in Genf begann eine unvergleichlich glanzvolle Karriere als Konzertpianist, die ihn in alle Welt führte. Gulda begann anlässlich von Konzertreisen in die USA mit Jazzmusikern zu spielen, stieg beim Modern Jazz Quartet und Dizzy Gillespie ein. Mit Phil Woods trat er 1956 im New Yorker Club Birdland und beim Newport Jazz Festival auf. Er stellte ein hochkarätig besetztes Euro Jazz Orchester zusammen und rückte den Jazz immer stärker ins Zentrum seiner Aktivitäten. An diesem Eröffnungstag ist Friedrich Gulda in mehreren historischen Filmen zu sehen.

Nur mit Einladung!

Ort:

Residenz

Jazz In The Movies

Do, 28.10.2010, 22:30

Friedrich Gulda: "Solo Flight"
Friedrich Gulda & Joe Zawinul (1986)
Friedrich Gulda: "The Legacy"

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jazz In The Movies

Fr, 29.10.2010, 15:00

Nancy Wilson At Carnegie Hall

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jazz In The Movies

Fr, 29.10.2010, 17:00

"Sonny Rollins - Saxophone Colossus"

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Terence Blanchard Quintet

Fr, 29.10.2010, 19:30 | Tickets online

1962 in New Orleans geboren, lernte Blanchard zunächst Klavier und begann 1976, angeregt von Alvin Alcorn, in dem von Ellis Marsalis betriebenen Center for Creative Arts mit dem Trompetenspiel. 1980-82 war er Mitglied des Lionel Hampton Orchestra, bei Art Blakey‘s Jazz Messengers fungierte er 1982-86 in der Nachfolge von Wynton Marsalis als musikalischer Direktor. Mit Donald Harrison gründete Terence Blanchard ein eigenes Quintett, mit dem er drei Alben veröffentlichte. Nach seiner Beteiligung an den Spike Lee-Filmen “Do The Right Thing“ und “Mo‘ Better Blues“, für den er auch den Schauspieler Denzel Washington trainiert hatte, arbeitete Blanchard als musikalischer Direktor für Lee‘s “Jungle Fever“ und “Malcolm X“, dessen Originalmusik er anschließend zu einer Suite verarbeitete. Zusammen mit dem Brasilianer Ivan Lins veröffentlichte er 1996 “The Heart Speaks“, ein sehr erfolgreiches Album. Terence Blanchard hatte schon früh Clifford Brown und den Miles Davis der 1950er Jahre absorbiert und wies daneben auf modischere Neo-Bop-Archetypen wie Freddie Hubbard und Woody Shaw hin. Seine Filmkompositionen sind hingegen durch den Einfluss der europäischen Klassik gekennzeichnet.

Ort:

Große Universitätsaula

"Musikalische Grafik":

Fr, 29.10.2010, 22:00 | Ausstellungseröffnung

15 Jahre Salzburger Jazz-Herbst-Plakate

Eintritt frei!

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Roberta Gamberini

Fr, 29.10.2010, 22:30 | Tickets online

Sie stammt aus dem italienischen Turin. Und da ihre Familie Jazz liebte, hörte sie schon als Kind diese Musik und spielte ab dem 12. Lebensjahr Klarinette. Fünf Jahre später startete sie ihre Karriere als Sängerin in norditalienischen Jazzclubs. 1998 ging Roberta Gambarini an das New England Conservatory in Boston. Bei der Thelonious Monk International Jazz Vocal Competition errang sie kurz darauf einen dritten Platz. Seither arbeitete Gambarini mit Michael Brecker, Ron Carter, Herbie Hancock, Slide Hampton, Roy Hargrove, Jimmy Heath, Hank Jones, Christian McBride und Toots Thielemans. Schon mit ihrem Debütalbum “Easy To Love“ (2006) schaffte sie eine Grammy-Nominierung. Dann folgte eine erste Kooperation mit dem legendären Pianisten Hank Jones auf der CD “You Are There“. Im Vorjahr erschien das Album “So In Love“, das den Status von Roberta Gambarini als einer der wichtigsten Jazzsängerinnen unserer Zeit in der Nachfolge von Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan und Carmen McRae ausweist.

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Gansch & Roses

Sa, 30.10.2010, 11:00 | Tickets online

Thomas Gansch, der 1975 in St. Pölten geboren wurde und 2001 die Gruppe Gansch & Roses gründete, studierte klassische Trompete an der Wiener Musikuniversität, besuchte zwei Meisterklassen bei Ack van Royen und wurde schließlich Mitglied des Vienna Art Orchestra. 2002 erhielt er den Hans Koller-Preis in der Kategorie “Newcomer des Jahres“. Für die Salzburger Festspiele schrieb Gansch gemeinsam mit seinen Kollegen von Mnozil Brass die Musik zur Oper “Irmingard“.

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Jazz In The Movies

Sa, 30.10.2010, 15:00

Kurt Elling Live In Montreal

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jazz In The Movies

Sa, 30.10.2010, 17:00

"The Genius Of Lady Day Billie Holiday"

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Brad Mehldau

Sa, 30.10.2010, 19:30 | Tickets online

Zuletzt gastierte er 2008 beim 13. Salzburger Jazz-Herbst mit seinem Trio, in diesem Jahr spielt der wichtigste Jazzpianist seiner Generation ein Soloprogramm. 1970 in Jacksonville, Florida, zur Welt gekommen, nahm Brad Mehldau ab den frühen 1990er Jahren kontinuierlich Platten auf. Seit 1996 hat er unter dem Titel “The Art Of The Trio“ eine Serie von Alben veröffentlicht. Zusätzlich zu seinen Solo- und Trioprojekten hat Mehldau sowohl mit einer Vielzahl von Jazzgrößen wie Joshua Redman, Pat Metheny, Charlie Haden und Lee Konitz zusammengearbeitet als auch auf Aufnahmen als Sideman von Michael Brecker, Wayne Shorter, John Scofield und Charles Lloyd mitgewirkt. Und auch in diversen Filmen ist seine Musik vertreten, darunter Stanley Kubrick‘s “Eyes Wide Shut“ und Wim Wender‘s “Million Dollar Hotel“. Beim französischen Film “Ma Femme Est Un Actrice“ zeichnete er für den gesamten Soundtrack verantwortlich. Im Auftrag der Carnegie Hall komponierte Mehldau zwei Werke für Stimme und Piano, die 2005 mit der Sopranistin Renée Fleming aufgeführt und für das Album “A Love Sublime“ aufgenommen wurden, das 2006 erschienen ist.

Ort:

Große Universitätsaula

China Moses

Sa, 30.10.2010, 22:30 | Tickets online

Die Tochter des 1995 verstorbenen Filmregisseurs Gilbert Moses und der Jazzdiva Dee Dee Bridgewater ist Sängerin, Autorin, Produzentin und TV-Moderatorin in einer Person. Sowohl die Stimme als auch die Ausstrahlung als Jazzperformerin hat China Moses von ihrer Mutter geerbt. Wenn sie den Blues singt, bringt sie ihn in Eigenkompositionen wie der Hommage “Dinah’s Blues“ ebenso wie in ihrer Interpretation von “Fat Daddy“ zum Glühen. Publikum und Kritiker sind von ihren Live-Auftritten begeistert.

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Diknu Schneeberger Trio

So, 31.10.2010, 11:00 | Tickets online

Der blutjunge Gitarrist Diknu Schneeberger, Jahrgang 1990, vereint in seinem Spiel Virtuosität und rhythmische Präzision des Gypsy Jazz mit einem ganz besonderen Gefühl für Melodik und Ton. Das Ensemble des Hans Koller-Preisträgers 2006 wird dem Werk des legendären Gitarristen Django Reinhardt (1910-1953) Tribut zollen.

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Jazz In The Movies

So, 31.10.2010, 15:00

Bobby McFerrin Live In Montreal

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jazz In The Movies

So, 31.10.2010, 17:00

Jimmy Smith Live In '69

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jane Monheit Quartet

So, 31.10.2010, 19:30 | Tickets online

Sie kommt aus einer musikalischen Familie und hörte schon als Kind Klassik, Jazz, Bluegrass und Folk. 1977 in Oakdale, Long Island / New York, geboren, studierte Jane Monheit Klarinette und Musiktheorie. Noch während ihrer High-School-Zeit trat sie als Sängerin in Clubs auf und mit 20 Jahren belegte sie den zweiten Platz beim renommierten Thelonious Monk-Wettbewerb. In der Jury saßen damals Dee Dee Bridgewater, Diana Krall und Dianne Reeves. Ihr Debütalbum “Never Never Land“ (2000) nahm Monheit gemeinsam mit Kenny Barron, Ron Carter und Lewis Nash auf. Ein Jahr später folgte die CD “Come Dream With Me“, dann “In The Sun“ (2002) und “Live At The Rainbow Room“ (2003). Das fünfte Album “Taking A Chance On Love“ (2004) kletterte bis auf Platz 1 der US-Jazz-Charts und landete unter den Top100 der Pop-Charts. Die Weihnachts-CD “Season“ (2005), “Surrender“ (2007) und “The Lovers, The Dreamers And Me“ (2008) folgten. Heute ist Jane Monheit eine der führenden amerikanischen Jazzsängerinnen. Sie war übrigens bereits beim 6. Jazz-Herbst 2001 in Salzburg zu hören.

Ort:

Große Universitätsaula

Maria Joao & Mario Laginja

So, 31.10.2010, 22:30 | Tickets online

1956 in Lissabon geboren, begann Mãria Joao 1982 am Hot Club mit ihrer musikalischen Ausbildung. Ab 1983 trat sie mit eigenen Bands auf und 1985 belegte sie beim Wettbewerb in San Sebastian den ersten Preis im Jazzgesang. Nach ihrer Kooperation mit der japanischen Pianistin Aki Takase arbeitete sie mit Manu Katche, Niels-Henning Ørsted Pedersen, Miroslav Vitous, Trilok Gurtu und Joe Zawinul. Nach Salzburg kommt Maria João mit dem portugiesischen Pianisten Mário Laginha, mit dem sie mehr als ein Dutzend Alben eingespielt hat. Maria João bezieht verschiedene Stile wie Weltmusik, Modern Jazz, vor allem aber lateinamerikanische Musik, in ihren Gesang ein.

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Jazz In The Movies

Mo, 1.11.2010, 15:00

"Celebrating Bird - The Triumph Of Charlie Parker"
Art Blakey & Mike Mainieri From 7th Avenue South

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jazz In The Movies

Mo, 1.11.2010, 17:00

Diana Krall Live In Rio

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Ron Carter Nonet

Mo, 1.11.2010, 19:30 | Tickets online

Ron Carter kam 1937 in Ferndale / Michigan zur Welt, erlernte mit zehn Jahren Cello an der High School, dann auch Bass, Geige, Klarinette, Posaune und Tuba. Er studierte an der Eastman School in Rochester, danach an der Manhattan School of Music. Carter ist der perfekte Jazzbassist schlechthin. Er hat Jazzgeschichte geschrieben und sich stets weiterentwickelt. Sein einzigartiges Spiel ist auf rund 3.000 Alben zu hören, etwa 50 davon nahm er als Leader auf. 1963 wurde Ron Carter Mitglied des Miles Davis Quintet. Mit Miles entstanden u.a. die Alben “Seven Steps To Heaven“, “My Funny Valentine“ und “Miles Smiles“. Carter partizipierte auch an einigen Friedrich Gulda-Projekten in Österreich und arbeitete ab 1968 mit der Sängerin Lena Horne, später mit Michel Legrand und nach 1973 mit seinem eigenen New York Jazz Quartet. Ron Carter wurde Dauer-Pollsieger diverser Jazzmagazine, gastierte auf allen wichtigen Festivals und fiel durch seine Johann Sebastian Bach-Interpretationen sowie seine Publikation “Building A Jazz Bass Line“ auf, eine Standardschule für fortgeschrittene Bassisten. Zu erwähnen ist auch “The Music Of Ron Carter“, die 140 seiner Kompositionen enthält.

Ron Carter verfügt über nahezu unbegrenzte technische wie musikalische Mittel, die er aber wohldosiert einsetzt. Er arbeitete mit Eric Dolphy, Don Ellis, Jaki Byard, Charles Lloyd, Mal Waldron, Jazz Composers Orchestra, Herbie Hancock, Hubert Laws, George Benson, McCoy Tyner, Tony Williams, Carlos Santana u.v.a. In Salzburg war Ron Carter zuletzt in Quintettbesetzung bei der Jazzgala zur Festspieleröffnung 2009 zu hören. Diesmal kommt er erstmals mit seinem Nonet. „Man stelle sich vor, es gäbe keinen Ron Carter. Dann gäbe es so viel weniger Kunst auf dieser Welt“, bekannte Stanley Clarke. Der „Fuchs“, wie ihn Nat Adderley genannt hat, ist ein Solist von hohen Graden und wird als Sideman zum ruhenden Pol jedweder Besetzung. Ron Carter: „Der Bassist als Stütze der Gruppe ist verantwortlich für Time, Rhythmus, Harmonik und Linien.“ Seine riskaten Drops sind unnachahmliche Äußerungen rhythmischer Souveränität und seine abgeschliffenen, auf den Kern reduzierten und doch nicht abstrakten Basslinien, wie er sie Mitte der 1960er Jahre bei Miles Davis erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt hat, stecken voller melodischer Abenteuer. Solistisch setzt der von akustischen Instrumenten überzeugte Musiker häufig auch einen Piccolo Bass ein, der etwa drei Viertel eines üblichen Basses misst, klanglich in die Nähe des Cello kommt, pizzicato jedoch wesentlich längere Notenwerte halten kann.

Ort:

Große Universitätsaula

Jazz In The Movies

Mo, 1.11.2010, 22:30

"We Love Ella" feat. Patti Austin & Natalie Cole

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jazz In The Movies

Di, 2.11.2010, 15:00

Taj Mahal And The Phantom Blues Band In St. Luca

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jazz In The Movies

Di, 2.11.2010, 17:00

Art Farmer Live In '64

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Claudia Acuna

Di, 2.11.2010, 19:30 | Tickets online

Sie stammt aus Chile, wurde 1971 in Santiago geboren und interessierte sich schon als Kind für alle Arten von Musik von Folk über Pop bis Oper. Mit 15 Jahren begann sie sich auf Jazz zu konzentrieren, nachdem Claudia Acuna Frank Sinatra, Erroll Garner und Sarah Vaughan gehört hatte. Sie absolvierte Live-Gesangsauftritte mit Künstlern, die gerade in Santiago waren. 1995 ging sie nach New York, wo sie zunächst in der Zinc Bar und im Small‘s auftrat. Später gastierte sie mit ihrer eigenen Band in der berühmten Jazz Gallery. Zu dieser Zeit traf sie auf den Komponisten und Pianisten Jason Lindner, der ihr musikalischer Direktor wurde. Ihr Debütalbum “Wind Front The South“ (1999) erregte großes Aufsehen in der Jazzwelt. Es folgten die CD‘s “Rhythm Of Life“ (2001) und “Luna“ (2004). Auf diversen anderen Alben ist Claudia Acuna gemeinsam mit Peck Almond, George Benson, Joey Calderazzo, Avishai Cohen, Mark Elf, Tom Harrell, Antonio Hart, Arturo O‘Farrill und Guillermo Klein zu hören. Zu erwähnen sind in weiterer Folge die Claudia Acuna-CDs “In These Shoes“ (2008) und “En Este Momento“ (2009).

Letztere erschien als das Debütalbum auf Marsalis Music unter der Leitung von Branford Marsalis. Acuna hat die Gabe, ihre südamerikanischen Wurzeln mit denen des Jazz zu verschmelzen und daraus eine eigene musikalische Sprache zu entwickeln. Auf „En Este Momento“ sind Jazzstandards, traditionelle spanische Volkslieder sowie eigene Kompostionen zu hören. „Einige dieser Stücke kenne ich seit meiner Kindheit, wie zum Beispiel ,La Mentira´, das in den späten 1940er Jahren ein großer Hit von Lucho Gatica, einem der ersten internationalen Crossover-Künstlern, war, oder die drei Stücke von Victor Jara, der von vielen Chilenen mit Bob Dylan gleichgesetzt wird.“ Allen Kompostionen gemein ist eine neue und frische musikalische Ausdrucksform mit einem klaren Bezug zu ihrer Heimat. „Ich habe den Punkt erreicht, wo ich nicht mehr darüber nachdenken muss, ob ich Standards oder Volkslieder singe, oder ob ich meine Stücke in englischer oder spanischer Sprache vortrage. Es ist der richtige Moment meinen eigenen Stil, meine innere Stimme sprechen zu lassen.“ Abbey Lincoln: “Claudia singt in der Tradition der Allergrößten. Aber der Sound ist ihr eigener.“

Ort:

Große Universitätsaula

Jazz In The Movies

Di, 2.11.2010, 22:30

Ceddar Walton Quartet

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jazz In The Movies

Mi, 3.11.2010, 15:00

Anita O'Day Live In '63 & '70
Bernard Allison: "Kentucky Fried Blues"

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jazz In The Movies

Mi, 3.11.2010, 17:00

Coleman Hawkins Live In '62 & '64

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Studio Dan Chamber Music

Mi, 3.11.2010, 19:30 | Tickets online

Daniel Riegler gründete 2005 die Formation Studio Dan. Seither begeistert die außergewöhnliche Verflechtung von Neuer Musik und zeitgenössischem Jazz das Publikum. Der Name der Gruppe leitet sich von dem Frank Zappa-Album „Studio Tan“ (1979) ab. Das Ensemble setzt sich zum einen aus MusikerInnen der jungen österreichischen Jazz- und Improvisationsszene sowie gefragten Instrumentalisten aus der Neuen Musik zusammen. 2008 fungierte das Kollektiv als Stage-Band des Wiener Clubs Porgy & Bess quasi als Ensemble in Residence. Im September 2009 wurde die viel besprochene und gerühmte Doppel-CD „Creatures & Other Stuff“ präsentiert. An diesem Abend zeigt sich das Studio Dan von seiner kammermusikalischen Seite und gestaltet zwei Programme. Zum einen ist da das von Phil Yaeger initiierte Trio Music For Three Elements, das eine außergewöhnliche Kombination von drei akustischen Instrumenten auf ihre Kompatibilität prüft, zum anderen das Quintett Machine Music, das eine opulente Verflechtung von akustischen Instrumenten und ihre elektronische Erweiterung zelebriert. Studio Dan-Gründer Daniel Riegler, 1977 in Graz geboren, studierte bei Rudolf Josel und Ed Neumeister. Der Posaunist und Komponist war auch Mitbegründer der Jazzwerkstatt Wien.

Ort:

ORF

Lisa Sokolov & Nihan Devecioglu

Mi, 3.11.2010, 22:30 | Tickets online

Die New Yorker Sängerin Lisa Sokolov integriert in ihre Performance das Beste aus Neuer Musik, Soul und Jazz. Ihre Alben erfuhren große Anerkennung der Fachwelt. Die CD „Presence“ (2004) erhielt mit fünf Sternen die bestmögliche „Downbeat“-Wertung. Das amerikanische Jazzmagazin nahm erwähntes Album unter die besten CD‘s der Dekade auf. Lisa Sokolov, die bei allen großen Festivals von Montreux bis Spoleto gastiert hat, bringt an diesem Abend Nihan Devecioglu mit, eine an der Universität Mozarteum graduierte Konzert- und Opernsängerin. Sie stammt aus Istanbul und wirkte 2008 in einer Improvisationsoper gemeinsam mit Bobby McFerrin an der New Yorker Carnegie Hall mit.

Dieses interkulturelle Konzert bildet den Abschluss der Triologie "Verklärte Zeit", die 2008 mit Mezzosopran und Live Electronic Music in Istanbul, Salzburg, Bayreuth und Bonn, sowie 2009 mit Mezzosopran, Beatbox und Frettless Guitar in Salzburg und Bayreuth begonnen hat.

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Jazz In The Movies

Do, 4.11.2010, 15:00

Erroll Garner Live In '63 & '64
Woody Herman Live In '64

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jazz In The Movies

Do, 4.11.2010, 17:00

The Blind Boys Of Alabama Live In New York:
"Go Tell It On The Mountain"

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Benjamin Schmid Plays Gulda & Hank

Do, 4.11.2010, 19:30 | Tickets online

Der Salzburger Geiger Benjamin Schmid, in Klassik und Jazz gleichermaßen virtuos, und die Pianistin Sabina Hank, die sich im Jazz eine große internationale Reputation erworben hat, sind quasi Stammgäste im Programm des Salzburger Jazz-Herbstes. Im ersten Teil dieses Konzertes kommt „Wings“ von Friedrich Gulda zur Aufführung, ein Konzertstück für Solovioline und Kammerorchester sowie Rhythmusgruppe. Ferner ist die Sabina Hank-Komposition „Three Songs For An Abandoned Angel“ zu hören. Mit von der Partie ist die Camerata Salzburg. Im zweiten Teil gibt es Improvisationen über Themen von Friedrich Gulda und Sabina Hank. Es spielt das Sabina Hank Trio feat. Benjamin Schmid. Der gebürtige Wiener Benjamin Schmid, der heute in Salzburg lebt, betreibt „Jazz und Improvisation auf ebenso hohem Niveau und mit gleicher Integrität“ (Zitat Yehudi Menuhin). Schmid war einige Male Solopartner von Stephane Grapelli. 1980 machte ein Konzert von Grappelli bei Jazzfestival Burghausen einen unvergesslichen Eindruck auf den damals 12-jährigen Benjamin Schmid. Fünf Jahre nach dieser ersten Begegnung erhielt er beim „Concours Menuhin“ in Paris den ersten Preis für „Improvisation und Jazz“ vom Juryvorsitzenden Grappelli zuerkannt. Und 1994, drei Jahre vor dem Tod des genialen Jazzgeigers, eröffneten die beiden gemeinsam in der Felsenreitschule die Salzburger Festspiele. Schmid musizierte u.a. mit den Jazzmusikern Didier Lockwood, den Gebrüdern Muthspiel, Ray Anderson und Mark Feldman. Eines seiner frühen Idole war Jean-Luc Ponty.

Ort:

Große Universitätsaula

Karrin Allyson

Do, 4.11.2010, 22:30 | Tickets online

Sie ist einer der Stars unter den amerikanischen Jazzvokalistinnen der jungen Generation. Geboren in Great Bend, Kansas, brachte sie 2009 ihr zwölftes Album „By Request - The Best Of Karrin Allyson“ beim Label Concord Jazz heraus. Die Kollektion aus 13 Nummern bietet einen eindrucksvollen Überblick über die Karriere der mehrmals für einen Grammy nominierten Sängerin in den letzten 15 Jahren. Zu ihrem Repertoire gehören Jazzstandards von George Gershwin und Cole Porter, Bossa Nova, Samba und französische Chansons („From Paris To Rio“), Blues („In Blue“) bis hin zu Werken von Thelonious Monk und John Coltrane („Ballads: Remembering John Coltrane“). Die klassisch ausgebildete Karrin Allyson ist darüber hinaus eine großartige Bandleaderin.

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Jazz In The Movies

Fr, 5.11.2010, 15:00

Marylou Williams '78

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Happy Jazz Hour

Fr, 5.11.2010, 17:30

Daniel Schröckenfuchs

nur mit Einladung!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Roy Hargrove Quintet

Fr, 5.11.2010, 19:30 | Tickets online

Der Trompeter und Flügelhornist Roy Hargrove, 1969 in Waco, Texas, geboren, errang weltweite Aufmerksamkeit nach dem Gewinn von zwei Grammies für verschiedene Arten von Musik 1998 für „Habana“ mit seiner afrokubanischen Band Crisol und 2002 für „Directions In Music“ zusammen mit Herbie Hancock und Michael Brecker. Er spielte mit den bedeutendsten Jazzmusikern von Wynton Marsalis bis Joe Henderson und wurde schließlich selbst einer der wichtigsten Solisten auf seinem Instrument. Sein reiner und brillanter Ton war bereits Ende der 1980er Jahre aufgefallen. Zwischen 1989 und 1993 hatte er in schneller Folge fünf hervorragend bewertete Alben veröffentlicht. Er ist ein feuriger Musiker, dessen Stärke die Interpretation von Balladen ist, eine Kunst, die auf der CD „Approaching Standards“ (1994) repräsentiert wird. Zuletzt veröffentlichte er mit seiner Big Band das Album „Emergence“ (2009) zusammen mit Roberta Gambarini. Große Beachtung fand auch die CD „Earfood“. Er ist der Gründer und Leiter der Formation The RH Factor, wo er Elemente von Jazz, Funk, Hip Hop, Soul und Gospel kombiniert. Aktuell arbeitet er oft mit Musikern wie Erykah Badu, Common, D’Angelo und Me'shell Ndegeocello zusammen. Roy Hargrove setzt die Reihe der führenden Trompeter fort, die seit 1996 beim Salzburger Jazz-Herbst zu hören waren: James Morrison, Art Farmer, Wynton Marsalis, Wallace Roney, Nicholas Payton, Randy Sandke, Barrie Lee Hall, Benny Bailey, Claudio Roditi, Jon Faddis oder Randy Brecker.

Ort:

Große Universitätsaula

Gretchen Parlato

Fr, 5.11.2010, 22:30 | Tickets online

Sie entstammt einer Künstlerfamilie in Los Angeles. Gretchen Parlato besuchte in Kalifornien die County High School for the Arts und wurde schon mit 16 für eine Solorolle in einer Produktion der Los Angeles Opera ausgewählt. Sie begann sich dann gleichermaßen für Jazz und brasilianische Musik zu interessieren. Am Thelonious Monk Institute of Jazz Performance studierte Gretchen Parlato Gesang und trat mit Herbie Hancock, Wayne Shorter, Dave Holland, John Scofield und Terence Blanchard auf. 2003 ging sie nach New York und gastierte John Scofield anders abtrennen 2009 mit Benny Green und John Clayton beim Lionel Hampton Jazz Festival. Sie war in zahlreiche Plattenprojekte involviert, darunter Terence Blanchard‘s „Flow“, Kenny Barron‘s „The Traveler“, Esperanza Spalding‘ s „Esparanza“ oder Lionel Loueke‘s „Virgin Forest“. Ihre aktuelle CD “In A Dream” ist 2009 erschienen.

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Original Storyville Jazzband

Sa, 6.11.2010, 11:00 | Tickets online

Dieses Ensemble aus Wien steht in der Tradition des Hot Jazz der New Orleans-Musiker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: King Oliver, Louis Armstrong, Jelly Roll Morton, Clarence Williams, Sidney Bechet und George Lewis. Wichtige Impulse bezieht die Band ferner aus dem Blues und dem frühen Swing.

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Jazz In The Movies

Sa, 6.11.2010, 15:00

Frank Sinatra & Buddy Rich: "Concert For The Americas"

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Happy Jazz Hour

Sa, 6.11.2010, 17:30

Daniel Schröckenfuchs

nur mit Einladung!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Dianne Reeves

Sa, 6.11.2010, 19:30 | Tickets online

Vier Grammies, wiederholt vom „Downbeat“-Kritikerpoll zur „Jazzsängerin des Jahres“ gekürt, durch Coverstories in den führenden Magazinen wie „Jazz Times“ publizistisch geadelt und vom Publikum rund um den Erdball stürmisch gefeiert - all das zeichnet die Jazzdiva Dianne Reeves aus. Sie stammt aus Detroit, Michigan, wo sie 1956 zur Welt kam. Der Trompeter Clark Terry entdeckte ihr musikalisches Talent. Dianne Reeves studierte in Colorado und Los Angeles, war 1981 mit Sergio Mendes und 1983-86 mit Harry Belafonte auf Welttournee. Sie trat mit der Fusion-Band Caldera sowie Airto Moreira, Tony Williams, Herbie Hancock und Stanley Clarke auf. 2003 erschien ein Album im Zusammenhang mit dem George Clooney-Film „Good Night And Good Luck“ und 2008 die CD „When You Know“. Mit Joe Williams wirkte Dianne Reeves 1994 an Gedächtniskonzerten für Dizzy Gillespie mit, 1995 trat sie mit ihm und Jon Hendricks beim Monterey Jazz Festival auf. Auch mit Quincy Jones (1991, Montreux), McCoy Tyner (1991) und Peter Herbolzheimer arbeitete Dianne Reeves zusammen, die Joe Williams “die legitime Fortsetzung all des Guten, das vor ihr kam, von Ethel Waters bis Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan und Carmen McRae” nannte. Dianne Reeves gastierte bereits 2002, 2007 und 2008 beim Salzburger Jazz-Herbst.

Ort:

Großes Festspielhaus

Gerald Clayton Trio

Sa, 6.11.2010, 22:30 | Tickets online

Der 1984 in Utrecht geborene Piano-Shootingstar Gerald Clayton - er ist der Sohn des Bassisten John Clayton und Neffe des Altsaxophonisten Jeff Clayton - wird ob seiner dynamischen Spielweise oft mit Oscar Peterson verglichen. Andere wiederum erinnert sein Spiel an Bill Evans. Doch der Charismatiker Clayton hat eine ganz eigene pianistische Handschrift, wie sein 2009 erschienenes Debütalbum „Two Shade“ zeigt. Im selben Jahr wurde er in der Kategorie „Best Jazz Instrumental Solo“ für seine Interpretation von Cole Porter’s „All Of You“ neben Terence Blanchard und Roy Hargrove für einen Grammy nominiert. Nach Salzburg kommt Gerald Clayton mit Joe Sanders (bass) und Justin Brown (drums).

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Otto Lechner Trio

So, 7.11.2010, 11:00 | Tickets online

Der 1964 in Melk geborene Otto Lechner hat wesentlich dazu beigetragen, das Akkordeon in Österreich wieder populär zu machen. Im Alter von 15 Jahren erblindete er. Sehr erfolgreich war er mit der Gruppe Accordion Tribe, mit Broadlahn, dem Vienna Rai Orchestra und mit den Bethlehem All Stars. Lechner arbeitete ferner mit Joe Zawinul, Dhafer Youssef, Wolfgang Reisinger, Max Nagl und Georg Danzer.

Ort:

Stiegl-Brauwelt

Jazz In The Movies

So, 7.11.2010, 15:00

Ahmad Jamal Live In Baalbeck

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Happy Jazz Hour

So, 7.11.2010, 17:30

Daniel Schröckenfuchs

nur mit Einladung!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Jessye Norman: "Roots - My Life, My Song"

So, 7.11.2010, 19:30 | Tickets online

Ihre Eltern waren aktiv in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Die Mutter, eine Lehrerin, spielte Piano, der Vater, ein Versicherungsagent, sang im Kirchenchor in Augusta, Georgia. Jessye Norman studierte an der Howard University Musik und gewann 1968 den ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Ein Jahr später debütierte sie an der Deutschen Oper Berlin in der Rolle der Elisabeth in Richard Wagner’s „Tannhäuser“. Von nun an gastierte sie an den bedeutendsten Opernhäusern und wurde zu einer der größten Klassik-Sängerinnen. Seit den 1990er Jahren widmet sich Jessye Norman auch dem Jazz und erarbeitete Programme mit Musik von Michel Legrand oder Duke Ellington. Nach Salzburg kommt sie mit einer hochkarätigen Jazzband, Kompositionen von Monk sowie Ellington, Spirituals und Songs, die Ella Fitzgerald, Lena Horne sowie Odetta berühmt gemacht haben. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ urteilte im Vorjahr über die Jazzperformance von Jessye Norman: „Vor ihr haben sich schon andere klassische Musiker im Jazz versucht und sind gescheitert. Anders Norman. Ihr Programm geht weit zurück, bis zu den musikalischen Wurzeln ihrer afroamerikanischen Vorfahren. Das Programm beginnt mit westafrikanischen Trommeln, die bei völlig abgedunkeltem Saal aus einer fernen Zeit und Welt zu kommen scheinen. Die nun folgenden Traditionals machen klar: Norman lebt den Blues tatsächlich, sie identifiziert sich mit dieser Musik, nicht weniger als mit Richard Wagner oder Alban Berg. Ihre klassische Stimmbildung steht Norman dabei nicht im Weg.“

Ort:

Großes Festspielhaus

Jazz In The Movies

So, 7.11.2010, 22:30

"One Night With Blue Note" feat Herbie Hancock

Eintritt frei!

Ort:

Romanischer Keller (Hypo)

Salzburger Jazz-Herbst Veranstaltungs GmbH

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