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Museum der Moderne Salzburg

Das Museum der Moderne Salzburg besteht aus zwei Häusern an zwei spektakulären Standorten:

Das Museum der Moderne Salzburg im Rupertinum – ein barockes Haus für neue künstlerische Konzepte mitten in der Altstadt
Das Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg – moderne Kunst in einem zeitgenössischem Rahmen auf dem Mönchsberg

Das Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg liegt an exponierter Stelle über der Altstadt und präsentiert sich als neue, zeitgemäße Architektur für Ausstellungen größeren Zuschnitts und Sammlungspräsentationen in internationalem Zusammenhang. Der eigene umfangreiche Sammlungsbesitz wie auch große Wechselausstellungen internationaler zeitgenössischer Kunst lassen sich in einem angemessenen Rahmen präsentieren. Das Museum der Moderne Salzburg im Rupertinum, ein von den Erzbischöfen errichtetes barockes Stadtpalais, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Festspielhaus und Dombezirk, wurde für die Präsentation von moderner Kunst adaptiert. Beide Gebäude des Museum der Moderne Salzburg verfügen über rund 3.000 m2 Ausstellungsfläche für thematische und monographische Ausstellungen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, die aber auch für Präsentationen von Graphik und Fotografie zur Verfügung stehen.

Geschichte des Museums

Die Idee zur Gründung eines Museums für moderne Kunst und der Sammlung geht auf die Initiative des Salzburger Kunsthändlers Friedrich Welz zurück, der einen großen Teil seiner privaten Sammlung dem Land Salzburg übereignete. Durch seine persönliche Freundschaft mit Oskar Kokoschka gelangte so ein beträchtliches Konvolut von Arbeiten des großen österreichischen Expressionisten in die Sammlung Rupertinum.
1983 wurde das Rupertinum als Salzburger Museum für moderne Kunst und Graphische Sammlung der Öffentlichkeit übergeben. Der Gründungsdirektor, Otto Breicha, integrierte am Haus auch die Österreichische Fotogalerie als bedeutendste Sammlung zeitgenössischer österreichischer Fotografie.
Im Oktober 2004 wurde mit der Eröffnung des Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg auch die ehemalige Landessammlung Rupertinum in das neue Konzept des gemeinsamen Museum der Moderne Salzburg integriert. Seit September 2013 ist Frau Dr. Sabine Breitwieser Direktorin am Museum der Moderne Salzburg. Sie folgt Toni Stooss, der für das Museum über 7 Jahre tätig war.

Mit der Vergrößerung der Ausstellungsfläche um das beinahe Zehnfache der ursprünglichen räumlichen Möglichkeiten und der Ausrichtung der Programme auf zwei Häuser hat sich auch der Anspruch im Bereich der Ausstellungen und der Sammeltätigkeit auf internationale Standards verändert. Aus dem lokalen Museum im stilvollen Altstadthaus mit feinen Ausstellungen meist von graphischen Werken der Klassischen Moderne wurde eine international aufsehenerregende Institution mit großzügigen Räumen und Präsentationsmöglichkeiten für große Formate, installative Arbeiten, Medienkunst und umfangreiche Sammlungsquerschnitte.

Kontakt

Museum der Moderne Salzburg
Mönchsberg 32
A-5020 Salzburg

Telefon: +43.662.84 22 20-403
Fax: +43.662.84 22 20 - 700
E-Mail: info@mdmsalzburg.at

 

Häuser:
Mönchsberg, Mönchsberg 32, A-5020 Salzburg
Telefon +43 662 84 22 20-403

Rupertinum, Wiener-Philharmoniker-Gasse 9, A-5020 Salzburg
Telefon +43 662 84 22 20-451
Ausstellung

Ernst Ludwig Kirchner. Der Maler als Fotograf

Ernst Ludwig Kirchner (1880 Aschaffenburg, DE – 1938 Davos, CH) gilt als der einzige expressionistische Künstler, der sich ernsthaft mit der Fotografie beschäftigt hat. Kirchner hinterließ etwa 1300 Glas- und Zellulose-Negative, ein Konvolut von Vintage-Prints sowie gebundene Fotoalben mit Aufnahmen seiner Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Druckgrafiken. Die Ausstellung versammelt eine Auswahl von rund 300 Fotografien und präsentiert Beispiele aus allen Genres, die der Künstler bedient hat: von Akten und Atelierszenen über Porträts bis hin zu Landschaften und Sachfotografien. Obwohl Kirchner sich nicht als Fotokünstler verstand, schöpfte er doch die Möglichkeiten der Fotografie umfänglich aus und nutzte sie unter anderem als Schule des Sehens für seine Kunst. Die Ausstellung bietet eine umfassende Gesamtschau des fotografischen Blicks in Kirchners Œuvre und zeigt – ergänzt durch eine kleine Auswahl an Gemälden – erstmalig in Österreich diese immer noch wenig bekannte Werkgruppe des berühmten deutschen Expressionisten.

Zusätzlich präsentiert die Ausstellung eine Werkserie des Schweizer Fotografen Stephan Bösch (1982 St. Gallen, CH), die Ernst Ludwig Kirchners fiktivem Alter Ego Louis de Marsalle ein Gesicht gibt.

Kurator_innen: Thorsten Sadowsky, mit Lena Nievers
Ausstellung

Asger Jorn. Das druckgrafische Werk

Asger Jorn (1914 Vejrum, DK – 1973 Aarhus, DK) gilt als eine der wichtigsten und schillerndsten Figuren der europäischen Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihm gelingt es, durch die Synthese von Surrealismus, Informel, Action-Painting und nordischer Volkskunst eine neue figurative Malerei zu entwickeln, die als Vorläufer der Neuen Wilden und der italienischen Transavanguardia gelten kann. Jorn feiert in seinen Bildern einen fröhlichen künstlerischen Vandalismus, der sich von allen klassischen Wert- und Formbegriffen freimacht und stattdessen die Schaffung des Wunderbaren, Unbekannten, Rätselhaften, Imaginären und Chaotischen zur Aufgabe der Kunst erklärt. Die häufig in seinen Bildern auftretenden Fabelwesen dürfen deshalb auch nicht als eine Remythisierung der ernüchterten Moderne verstanden werden; vielmehr übernehmen sie die Funktion einer spielerisch experimentellen Bildstörung, welche die ästhetischen Normen der Hochkultur beständig unterläuft.

Seinen Ruf als der bedeutendste dänische Künstler des 20. Jahrhunderts hat Jorn mit seiner Malerei und seiner Druckgrafik gegründet. Sein druckgrafisches Werk umfasst über 500 Blätter und wird erstmals in seiner ganzen Fülle außerhalb Dänemarks ausgestellt.
Ausstellung

Camera Austria International

Labor für Fotografie und Theorie

Camera Austria ist seit mehr als 40 Jahren ein Verein für Fotografie in Graz, eine Diskussionsplattform, ein Ausstellungshaus, ein Verlag, ein Archiv, eine Bibliothek sowie Veranstalter von Workshops und Symposien. Mit dieser Ausstellung widmet sich das Museum der Moderne Salzburg dem Einfluss der Institution auf die österreichische Fotografie sowie den Netzwerken und Beziehungen, die durch die Initiativen von Camera Austria entstanden sind.

Eine der Aufgaben von Museen ist die Aufarbeitung der eigenen Bestände und deren Kontextualisierung. Angesichts dessen ist es für unser Haus von Bedeutung, die Aktivitäten, die sich aus dem Engagement von Camera Austria heraus entwickelt haben, zu befragen. Mit dem Schwerpunkt auf künstlerischer Fotografie in Österreich sind in Salzburg seit 1981 die museumseigene Fotosammlung und die Fotosammlung des österreichischen Bundes beheimatet. Die in Graz angestoßenen Fragestellungen bilden sich in dem Gesamtkonvolut mit 22 000 Arbeiten ab, zum einen in den Beständen der Camera-Austria-Gründer Manfred Willmann und Seiichi Furuya, zum anderen in denen der zahlreichen Teilnehmer_innen an Ausstellungen und Symposien.

Die aktuelle Ausstellung gliedert sich in acht Kapitel, in denen frühe Wegbegleiter_innen mit aktuellen zeitgenössischen Positionen zusammentreffen. Es entwickeln sich visuelle Diskurse über Fotografie, die seit den 1980er-Jahren in Graz geführt wurden und heute immer noch Relevanz haben. Die Ausstellung ist keine Retrospektive, sondern die Möglichkeit, Aspekte aus der Geschichte der Institution einer Aktualisierung zu unterziehen. In den Themenfeldern „Topografie & Landschaft“, „Bild & Identität“, „Lebensraum & Repräsentation“, „Komposition & Dekonstruktion“, „Bild & Politik“, „Recherche & Archiv“, „Bildpolitik & Wissenschaft“ und „Privatheit & öffentliches Bild“ entwickeln sich Dialoge zwischen 37 Künstler_innen aus elf Nationen. Daneben bieten Ton- und Videoaufzeichnungen der von Camera Austria veranstalteten Symposien einen erweiterten Blick auf das, was durch das Agieren der Institutionin Österreich und international Verbreitung fand.
Ausstellung

Macht der Sprache

Aus den Sammlungen

Die zweite Sammlungsausstellung im Jubiläumsjahr der Generali Foundation widmet sich derAuseinandersetzung mit Sprache. Dies ist bereits die zehnte thematische Präsentation mit Werken aus den Sammlungen des Museum der Moderne Salzburg und den ihm anvertrauten Dauerleihgaben wie der Fotosammlung des Bundes und der Sammlung Generali Foundation. In Zeiten „alternativer Fakten“ und „Fake News“ rückt die Ausstellung die künstlerische Reflexion auf die Macht der Sprache in den Blick.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts verstärkt und verändert sich der Dialog zwischen Bild und Text: Sprache wird Teil von Form und Inhalt der Kunst. Wörter, Wortfragmente und Texte sind Bestandteil von Bildern und Collagen. In den Werken der konkreten Poesie der 1950er-Jahre wird Sprache zum Material, und in der Konzeptkunst der zwei darauffolgenden Jahrzehnte, in der die Idee zur Kunst wird, ist die Sprache zentrales Medium des künstlerischen Ausdrucks. Die Ausstellung präsentiert eine Vielzahl von Werken internationaler Künstler_innen dieser Zeit und setzt diese in einen Zusammenhang mit jüngeren Installationen, Skulpturen und Bildern, in denen Beziehungen von Sprache und Institutionskritik, Diskriminierung oder Genderfragen thematisiert werden.

Sprache beeinflusst das menschliche Denken und Handeln. Wörter können subtil manipulieren, Metaphern können Wahlen entscheiden. Die Macht der medialen und politischen Sprache zeigt sich immer wieder in der Propaganda diktatorischer Staaten, aber auch in ihrem Einfluss auf die Verwendung von Sprache im alltäglichen Leben. In Zeiten, in denen Lügen als „alternative Fakten“ beschrieben und der eigenen Auffassung widersprechende Nachrichten als „Fake News“ abgekanzelt werden, wirft die Ausstellung einen Blick auf die Darstellung und Verwendung von Buchstaben, Worten und Sätzen in Werken der Sammlungen des Museums seit Anfang des 19. Jahrhunderts bis heute. Der Umgang der Künstler_innen mit Sprache reicht dabei von kritisch über formal bis poetisch und spielerisch.
Ausstellungen / Ausstellung Mozart-Museen Salzburg Salzburg, Schwarzstraße 26
Ausstellungen / Galerie Fotohof Salzburg Salzburg, Inge-Morath-Platz 1-3
Ausstellungen / Museum Haus der Natur Salzburg Salzburg, Museumsplatz 5
Ausstellungen / Museum Georg Trakl Gedenkstätte Salzburg Salzburg, Waagplatz 1a
Ausstellungen / Museum Dommuseum zu Salzburg Salzburg, Domplatz 1a (Domvorhalle)
Ausstellungen / Galerie Galerie 2C for Art Salzburg, Rainerstraße 4