KUNSTMUSEUM ST. GALLEN

Das Kunstmuseum St.Gallen bietet ein attraktives Ausstellungsprogramm von internationaler Ausstrahlung und beherbergt als Schatzkammer der Region Ostschweiz eine reiche Sammlung von Gemälden und Skulpturen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart, die in wechselnden Präsentationen gezeigt wird.

Sonderausstellungen

Beitrag auf art-tv.ch

Ambigu.
Zeitgenössische Malerei zwischen Abstraktion und Narration

Sa, 5.6.2010 - So, 12.9.2010

Ambigu (franz.) bedeutet so viel wie ‹unentschieden, zweideutig›. Für eindeutige künstlerische Positionen indes stand die Malerei des 20. Jahrhunderts. Geprägt vom grundlegenden Gegensatz zwischen figurativen und abstrakten Bildtraditionen wurde letztere zum Markenzeichen der Moderne, führte indes auch zum viel zitierten Ende der Malerei. Die Postmoderne beendete die Vorstellungen künstlerischer Avantgarden und öffnete mit ihrem ‹anything goes› das Feld malerischer Möglichkeiten. Die Revision der Moderne fand ihren Ausdruck im Rückgriff auf historische Bildsprachen, manifestierte sich aber auch in hybriden, zweideutigen künstlerischen Haltungen, wie sie für die zeitgenössische Malerei im Werk von Raoul De Keyser und Mary Heilmann exemplarisch sind. Darin verbinden sich unterschiedliche Traditionen, abstrakte Bildformen werden durch narrative Referenzen aufgeladen. Oft missverstanden wurden die beiden Kunstschaffenden zu eigentlichen Impulsgebern für die zeitgenössische Malerei. ‹Ambigu› konfrontiert Werkgruppen von Raoul De Keyser und Mary Heilmann mit Arbeiten junger Künstler, die sich eigenständig auf die Vorbilder beziehen. Damit führt das Kunstmuseum St.Gallen seine Tradition thematischer Ausstellungen fort, die zeitgenössische Malerei unter wechselnden Perspektiven reflektiert – und zugleich deren Sinnlichkeit zelebriert.

Kurator: Konrad Bitterli

Next Generation.
Einblicke in junge Ostschweizer Privatsammlungen

Sa, 3.7.2010 - So, 31.10.2010

Das Sammeln bildender Kunst hat in St.Gallen eine reiche Tradition, die sich im Bereich der klassischen Moderne in der Sammlung des Kunstmuseums mit den Schenkungen von Erna und Curt Burgauer, Annette Bühler, Franz Larese und Jürg Janett oder Heinrich Emanuel Schmid verbindet. Das private Sammeln bildet die eigentliche Basis für die Tätigkeit des Kunstvereins St.Gallen, und dank grosszügiger privater Schenkungen konnte die Sammlung des Kunstmuseums in den vergangenen Jahren substantiell ausgebaut werden. Die reichen Bestände von Ostschweizer Sammlerinnen und Sammlern, die sich oft ein Leben lang leidenschaftlich der modernen und zeitgenössischen Kunst gewidmet haben, bildeten die Basis zahlreicher Ausstellungen im Kunstmuseum St.Gallen.
In ‹Next Generation – Einblicke in junge Ostschweizer Privatsammlungen› öffnet sich das Kunstmuseum einer jungen Generation von Sammlerinnen und Sammlern. Die Ausstellung ermöglicht einen ersten Einblick in ihre mit grosser Neugierde, mit viel Engagement, Umsicht und Sachkenntnis zusammengetragenen Kollektionen, deren Spektrum von regionaler zu internationaler Kunst, von etablierten zu noch weitgehend unbekannten und ungesicherten Positionen reicht. Bei aller Ausrichtung auf eine meist jüngere Künstlergeneration unterstreicht ‹Next Generation› zugleich die Kontinuität des privaten Kunstengagements und die wahre Leidenschaft des Sammelns.

Kurator: Konrad Bitterli

Kunstmuseum St.Gallen

Museumstr. 32
CH-9000 St. Gallen

Telefon: +41.71.242 06 71
Fax: +41.71.242 06 72
E-Mail: info@kunstmuseumsg.ch

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Mittwoch bis 20 Uhr

Geschlossen jeden Montag - ausser Ostermontag und Pfingstmontag - sowie Neujahr, Karfreitag, 1. August, Heiligabend, Weihnachtstag und Silvester.