Kunstmuseum         Lokremis    

KUNSTMUSEUM ST. GALLEN

Das Kunstmuseum St.Gallen geniesst mit seinen attraktiven Wechselausstellungen zeitgenössischer und moderner Kunst internationale Ausstrahlung. Als Schatzkammer der Ostschweiz beherbergt das Museum eine reiche Sammlung von Gemälden und Skulpturen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart, die in wechselnden Präsentationen gezeigt wird. Die Lokremise dient als Kulturlabor für die zeitgenössische Kunst.

Aktuelle Ausstellungen

Silvia Bächli

Far Apart - Close Together

Sa, 11.2.2012 | Eröffnung

Sa, 11.2.2012 - So, 13.5.2012

Silvia Bächli (*1956) gilt als die bedeutendste Zeichnerin ihrer Generation in der Schweiz. Das belegen nicht zuletzt Ausstellungen in wichtigen Museen wie dem Genfer Musée d’art moderne et contemporain, dem Pariser Centre Pompidou oder dem Museu Serralves in Porto. Seit den späten 1970er Jahren hat sie ihr zeichnerisches Schaffen gleichermassen behutsam wie konsequent entwickelt. Der expressive Zugriff auf Körperlichkeit wich bald einer beinahe introspektiv zu nennenden Sicht auf die Wirklichkeit. Die alltägliche Wahrnehmung bildet den Ausgangspunkt für einen künstlerischen Prozess, in dessen Verlauf sich die Dinge zunehmend von sich selbst entfremden und autonome zeichnerische Form erlangen. Die meist kleinformatigen Einzelblätter fügt Silvia Bächli zu fein ausbalancierten, mehrteiligen Wandkompositionen zusammen.
Seit den 1990er Jahren entstanden zudem raumgreifende Tischinstallationen und zuletzt auch grossformatige Papierarbeiten mit feingliedrigen Lineamenten oder floralen Motiven.
Far Apart – Close Together: Die Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen, die in enger Kooperation mit der Künstlerin entsteht, wird die unterschiedlichen Präsentationsformen erstmals systematisch darstellen. Dabei offenbart sich Silvia Bächlis zeichnerisches Schaffen als durchaus «installativ», eröffnet sich doch gerade in der räumlichen Setzung ein profunder Einblick in ihren einzigartigen zeichnerischen Kosmos.

Kurator: Konrad Bitterli

Abb.: Silvia Bächli, ohne Titel, aus: das (to Inger Christensen)
Biennale di Venezia, 2009, Courtesy the artist, Galerien Skopia, Genf,
Vera Munro, Hamburg, Barbara Gross, München, Nelson-Freeman, Paris-New York

Ort:

Kunstmuseum

Nadim Vardag

Sa, 31.3.2012 | Eröffnung

Sa, 31.3.2012 - So, 24.6.2012

Nadim Vardag beschäftigt sich in seinen Skulpturen, Videoarbeiten und Installationen ebenso mit der wissenschaftlichen Fotografie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wie mit dem klassischen Kinofilm. In sehr kurzen Loops lässt er Szenen alter Filme sich wiederholen und schafft dazu Installationen, die seine zeichnerischen Analysen in einen dreidimensionalen
Raum stellen. Dem Künstler gelingt es, einen Spannungsbogen aufzubauen, der die Funktionsweisen von Foto und Film anschaulich werden lässt: Er beleuchtet sowohl unsere Wahrnehmung wie das Wesen des Mediums selbst. Doch geht es nie um eine gängige Analyse der Erzählstruktur des Films, sondern um die Möglichkeiten einer Regie des Affektes und die Bandbreite seiner psychologischen Wirkung. Nadim Vardag löst die Bilder dabei aus ihrem angestammten Handlungszusammenhang und schafft poetische Bilder in neuen minimalen Settings, die unmittelbar gefangen nehmen.

Nadim Vardag, geboren 1980 in Regensburg, studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. 2009 erhielt er den BC & Belvedere Contemporary Art Award mit einer zughörigen Ausstellung im Augarten des Wiener Belvedere. Nach zahlreichen Beteiligungen an internationalen Gruppenausstellungen ist die St.Galler Präsentation seine erste Einzelausstellung in einem Schweizer Museum.

Kurator: Roland Wäspe

Abb.: Cuno Amiet, Mutter mit Kind in Blumenwiese, 1899
Kunstmuseum St.Gallen

Ort:

Kunstmuseum
© art-tv.ch

Walter Burger

und Künstlerfreunde

Sa, 12.11.2011 - So, 18.3.2012

Im Zentrum der Ausstellung Walter Burger und Künstlerfreunde steht eine eindrückliche Reihe von Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen, die Maria Burger, die Witwe des Künstlers, 2011 dem Kunstmuseum St.Gallen geschenkt hat. Diese grossartige Werkgruppe vermag das Schaffen von Walter Burger (Emmen LU 1923–2010 Berg SG) umfassend darzustellen, sofern man den grossen Block der unverrückbaren Kunstam-Bau-Aufträge ausklammert, durch die der Künstler in der Ostschweiz vielfach präsent ist. Die Ausstellung wird den Bogen spannen von den frühen Ölgemälden, die sich an der analytischen Sicht seines Basler Lehrers Hans Stocker orientieren, über die Studien zu den Skulpturen der 1960er und 1970er Jahre und die zugehörigen Plastiken aus geschmiedetem Eisen und emaillierten Farbtafeln bis hin zu den filigranen Drahtskulpturen der letzten Jahre. Die leuchtenden Aquarelle auf historischen Papieren aus alten Kontobüchern stehen den beiläufigen Skizzen auf Briefkuverts gegenüber, die in inspirierter Zweitverwendung das zugesandte Verbrauchsmaterial nutzen.

Erweitert wird die Ausstellung durch intime Werke anderer Künstler aus der Sammlung von Maria und Walter Burger. Von den gewichtigen Schweizer Eisenplastikern werden Werke von Robert Müller (Zürich 1920–2003 Villiers-le-Bel bei Paris), Josef Maria Odermatt (* Stans 1934) und Bernhard Luginbühl (Bern 1929–2011 Langnau) gezeigt. Ebenso sind Zeichnungen und Plastiken von Franz Eggenschwiler (Solothurn 1930–2000 Bern) zu sehen, den eine lebenslange Freundschaft mit Walter Burger verband.

Kurator: Roland Wäspe

Abb.: Walter Burger, Küche (Urs), 1959/60 (Ausschnitt)
Kunstmuseum St.Gallen

Ort:

Kunstmuseum

Kunstmuseum St.Gallen

Museumstr. 32
CH-9000 St. Gallen

Telefon: +41 (0)71-242 06 71
Fax: +41 (0)71-242 06 72
E-Mail: info@kunstmuseumsg.ch

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Mittwoch bis 20 Uhr

Geschlossen:
jeden Montag - ausser Ostermontag und Pfingstmontag - sowie Neujahr, Karfreitag, 1. August, Heiligabend, Weihnachtstag und Silvester.