Oper Stuttgart

Spielzeit 2017/2018

Don Pasquale

von Gaetano Donizetti

Premiere: 25. März 2018, Opernhaus

Altersempfehlung für Schulklassen

Eine Reihe sich überstürzender Orchesterschläge im fortissimo – in die anschließende Stille hinein erhebt ein einziges Cello seine Stimme: und uns ergreift der ganze Zauber einer Sommernacht! Ganz am Ende, viele Verirrungen und Katastrophen später, hören wir diese Melodie noch einmal, diesmal als Liebeslied zu Gitarrenklängen, das ein junger Mann seiner Liebsten darbringt: »willst Du mich sterben sehen – unerhört?« Eine traurigere und bittere Komödie als die vom gealterten Don Pasquale, der sein Leben lang auf Mehrung seines Reichtums und seiner Macht über andere bedacht war, der seinen Neffen enterbt, weil dieser eine andere Frau heiraten möchte, als er für richtig hält, der in die Fänge eines zwielichtigen Therapeuten und dessen skrupelloser Komplizin gerät, und dessen wohlabgeschirmtes Dasein in einem Strudel der Gewalt versinkt, gibt es nicht.

Der 45-jährige Donizetti fühlt Krankheit und Tod herannahen, als er dieses Stück für Paris, die Hauptstadt des Luxus und der Moden, komponiert. Er verausgabt sich in einer der überströmendsten, glänzendsten und poetischsten Opernpartituren, die die italienische Oper je geschaffen hat. Er, dessen tragische Opern immer wieder den Absolutheits- und Glücksanspruch des Individuums im Untergang gefeiert hatten, entdeckt nun die bürgerliche Kehrseite des Individualismus: den Egoismus und seine Kälte. Die Uraufführung im Januar 1843 wurde zum Triumph, der dieses Stück bis heute begleitet.

Musikalische Leitung: Giuliano Carella, Marco Comin
Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne: Jens Kilian
Kostüme: Teresa Vergho
Licht: Reinhard Traub
Chor: Christoph Heil

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termin:

So, 25.3.2018 | Premiere |

Medea

von Luigi Cherubini

Heiko Cullmann (Kritische Originalausgabe)
Bettina Bartz / Werner Hintze (Neue deutsche Textfassung)

Altersempfehlung für Schulklassen

Der Tragödiendichter Euripides gestaltet in seiner 431 v. Chr. uraufgeführten Medea eine Episode aus dem Argonauten-Mythos: Medea, Tochter des Königs von Kolchis am Schwarzen Meer, verliebte sich in den Griechen Iason, der mit ihrer Hilfe das Goldene Vlies raubte, und mit dem gemeinsam sie floh. Heimatlos zogen sie mit ihren beiden Kindern durch Griechenland. Kreon, der König von Korinth, wäre nun bereit, Iason und den Kindern Asyl zu gewähren, unter der Bedingung, dass er seine Tochter heiratet und sich dafür von der Barbarin Medea trennt. Euripides lässt – in Abkehr von der Überlieferung – die verratene und verstoßene Geliebte, Ehefrau und Mutter Amok laufen: sie mordet die Braut und ihre beiden Kinder. Diese Bluttat einer Frau hat nicht aufgehört, immer wieder neue Gestaltungen und Deutungsversuche zu provozieren.

Die bis heute gültigste musikalische Prägung erfuhr der Stoff durch Luigi Cherubini (1760-1842). Beethoven und Brahms betrachteten den in Frankreich tätigen Tonschöpfer als größten dramatischen Komponisten aller Zeiten, und die 1797 uraufgeführte Medea als sein Meisterwerk. Seitdem sich Maria Callas in den 1950er Jahren für das Werk erneut stark gemacht hatte, gehört es international zum Kernrepertoire. Ein Problem stellt die Fassungsfrage dar, denn Cherubini musste das Werk aus aufführungspraktischen Rücksichten mit gesprochenen Dialogen versehen. In Stuttgart wird das Werk in einer eigens angefertigten deutschen Übersetzung und Dialogfassung präsentiert.

Musikalische Leitung: Alejo Pérez
Regie: Peter Konwitschny
Bühne und Kostüme: Johannes Leiacker
Licht: Reinhard Traub
Chor: Christoph Heil
Dramaturgie: Bettina Bartz

in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termine:

Mi, 31.1.2018, 19:00 |
Mo, 5.2.2018, 19:00 |

Hänsel und Gretel

von Engelbert Humperdinck

Altersempfehlung

»Herrgott, wirf Geld herab! Nichts hab ich zu leben, kein Krümchen, den Würmern zu essen zu geben« – der verzweifelte Ausruf von Hänsels und Gretels Mutter bringt die Situation der Familie auf den Punkt. Der Hunger zehrt an allen, die Kinder müssen arbeiten und dürfen nicht spielen, der Vater betäubt seine Situation mit Alkohol. Kein Wunder, dass die Kinder, in die Wildnis geschickt und unter Ängsten dort eingeschlafen, eine Gegenwelt vor sich sehen – ein komplett essbares Haus, scheinbar für sie allein. Aber dieses Haus ist nicht zum Verzehr für sie gedacht, im Gegenteil: Hier sollen die Kinder selbst verspeist werden.

Engelbert Humperdinck und Adelheid Wette schufen in den frühen 1890er Jahren nicht nur die berühmteste aller Märchenopern, sondern auch eine präzise Darstellung sozialer Not. So arm, dass es an Essen fehlt? Solche Armut kennen wir seit Jahrzehnten nicht mehr, wir haben sie in andere Länder »ausgelagert«. Der russische Regisseur Kirill Serebrennikov sucht sie dort, wo wir sie vermuten und wohin unser Schuldgefühl sie projiziert: in Afrika. »Wenn die Not aufs Höchste steigt, Gott der Herr die Hand uns reicht« verspricht das Libretto von Adelheid Wette. Aber wie können wir verhindern, dass das Lebkuchenhaus zum Schlachthaus wird? Und wen müssen wir dafür in den Ofen schieben?

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch
Regie, Bühne und Kostüme: Kirill Serebrennikov
Video: Ilya Shagalov
Licht: Reinhard Traub
Kinderchor: Christoph Heil
Dramaturgie: Ann-Christine Mecke

in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termin:

Mo, 5.2.2018, 19:00 |

Fidelio

von Ludwig van Beethoven

Der Oper liegt eine Episode aus der Schreckensherrschaft der Französischen Revolution zugrunde. J. N. Bouilly wollte selbst erlebt haben, was er 1798 in seinem Libretto Leonore oder Die eheliche Liebe schilderte: Einer Frau gelingt es in der Verkleidung eines Mannes, ihren Gatten aus dem Kerker zu befreien. In der österreichischen Monarchie mussten für Beethovens Oper alle Hinweise auf den politischen Kontext getilgt werden. Doch seine packende Musik ist voll revolutionärer Dringlichkeit. Zugleich entwächst Beethovens Leonore der ihr gesellschaftlich zugedachten Rolle als bürgerliche Ehefrau.

Wir spielen Beethovens einzige Oper, die er zwischen 1805 und 1814 in drei Anläufen erarbeitete, in der Fassung letzter Hand, inklusive ihrer originalen Dialogszenen.

Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling
Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne: Bert Neumann
Kostüme: Nina von Mechow
Licht: Lothar Baumgarte
Chor: Christoph Heil

Ort:

Opernhaus

Termine:

So, 4.2.2018, 18:00 |
Fr, 9.2.2018, 19:00 |
Fr, 23.2.2018, 19:00 |
Mi, 28.2.2018, 19:00 |
Fr, 23.3.2018, 19:00 |
Di, 27.3.2018, 19:00 |

Don Giovanni

Von Wolfgang Amadeus Mozart

Don Giovanni – Inbegriff des unwiderstehlichen Verführers, der unbeschwert von einer Eroberung zur nächsten eilt. Treibende Kraft des Geschehens in der heiter-ironischen Inszenierung von Andrea Moses sind jedoch die auf ihn fixierten Frauen. Von ihnen wird Don Giovanni nicht wirklich geliebt, vielmehr ist er Spiegel- und Projektionsfläche ihrer Bedürfnisse: die in strenger väterlicher Obhut erzogene Donna Anna sucht in ihm das Abenteuer, die allen Bindungen entflohene Donna Elvira emotionale Stabilität, das Unterschichtenmädchen Zerlina den sozialen Aufstieg. sie machen es dem Verführer leicht, entwickeln sich jedoch zu wahren Rache-Engeln, als sie ihn nicht halten können.

Musikalische Leitung: Willem Wentzel
Regie: Andrea Moses
Bühne und Kostüme: Christian Wiehle
Choreografie: Jacqueline Davenport
Licht: Reinhard Traub
Chor: Christoph Heil
Dramaturgie: Hans-Georg Wegner, Moritz Lobeck

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termine:

Di, 23.1.2018, 19:00 |
Fr, 26.1.2018, 19:00 |
Fr, 2.2.2018, 19:00 |

Die Nachtwandlerin

Vincenzo Bellini

Ausgerechnet in das Waisenmädchen Amina hat sich der junge reiche Grundbesitzer Elvino, die beste Partie im Dorf, verliebt. Amina arbeitet für ihre Ziehmutter Teresa in der Wassermühle eines Alpentals. Um sie heiraten zu können, hat Elvino seine Verlobung mit der Wirtin Lisa gelöst. Als jedoch ein Fremder in Lisas Gasthof absteigt und Amina in seinem Bett schlafend aufgefunden wird, zerbricht die Beziehung an Elvinos Eifersucht. Am Ende legt die verstoßene Amina eine riskante Unschuldsprobe ab. Die 1831 in Mailand uraufgeführte Sonnambula wurde zu einem Welterfolg des Belcanto.

Musikalische Leitung: Michele Gamba
Regie: Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne und Kostüme: Anna Viebrock
Licht: Reinhard Traub
Chor: Michael Alber
Dramaturgie: Sergio Morabito, Angela Beuerle

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termine:

So, 28.1.2018, 18:00 |
Do, 1.2.2018, 19:00 |
Do, 8.2.2018, 19:00 |
Mi, 14.2.2018, 19:00 |
Do, 22.2.2018, 19:00 |
Fr, 9.3.2018, 19:00 |
Do, 15.3.2018, 19:00 |
Mo, 19.3.2018, 19:00 |

Ariodante

von Georg Friedrich Händel

Ariodante, ein junger italienischer Ritter, hat im schottischen Heer Karriere gemacht. Dem Aufsteiger wird, zu Beginn von Händels Oper, die Hand der schwärmerisch verehrten Prinzessin Ginevra versprochen, was ihn zugleich in den Rang des Thronfolgers katapultiert: Ein völlig unerwartetes Geschehen, das auf erhebliche subkutane Erschütterungen des ständischen Ordnungsgefüges verweist. Doch nach den wie im Rausch erlebten Verlobungsfeierlichkeiten kommt es am Morgen des Hochzeitsstages zum Eklat. Die hochgemuten Lebensentwürfe der gegen alle Konvention vereinten Liebenden Ariodante und Ginevra zerbechen.

Polinesso, Herzog von Albany, hat die Illusionen und inneren Widersprüche ihres individualistischen Subjektentwurfs durchschaut und nutzt sein Wissen zu ihrer gnadenlosen Demontage. In der Maske des Intriganten tritt uns in Polinesso ein Philosoph der kritischen Aufklärung entgegen, der – Mozarts Don Alfonso aus Così fan tutte nicht unähnlich – die Identitäts- und Glückssuche der Liebenden den grausamsten Bewährungsproben aussetzt und letztlich ihres Scheiterns überführt.

Händel schrieb mit Ariodante 1735 eine seiner letzten und schönsten Opern für sein Londoner Publikum, die zugleich eine der ersten ist, die die gesellschaftlichen Verwerfungen der Moderne reflektiert, wie sie sich in der damals bevölkerungsstärksten Großstadt und mächtigstem Handelszentrum der Welt ankündigten.

Musikalische Leitung: Giuliano Carella
Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne und Kostüme: Nina von Mechow
Beleuchtungs- und Videokonzept: Voxi Bärenklau

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termine:

Di, 30.1.2018, 19:00 |
Mo, 12.2.2018, 19:00 |
Sa, 24.2.2018, 19:00 |
Mo, 5.3.2018, 19:00 |
So, 11.3.2018, 18:30 |
Di, 20.3.2018, 19:00 |

Orpheus in der Unterwelt (Orphée aux Enfers)

von Jacques Offenbach

»Was ist ein Drama? Wenn zwei sich kloppen, das ist Drama. Und was ist eine Tragödie?
Wenn einer auf der Strecke bleibt, ist es eine Tragödie«. Dieses Bonmot des Theaterkünstlers Einar Schleef hätte Jacques Offenbach gefallen. Denn der Komponist besaß ein gutes Gespür für Balanceakte abseits des Lexikons für unumstößliche Wahrheiten.
Dass »zwei sich kloppen« gerät bei ihm denn auch zum Ausgangspunkt seiner 1858 in Paris uraufgeführten ›Opéra bouffon‹, die den antiken Mythos vom Thrakischen Sänger parodiert, der mit seinem Gesang sogar die Unterwelt zu rühren vermochte. Nicht mit dem jähen Tod von Orpheus‘ geliebter Braut Eurydike auf dem Hochzeitsfest lässt Offenbach sein Musiktheater beginnen, sondern mit den Streitereien des Ehepaares, dessen glückliche Tage längst vorüber sind: Man betrügt sich gegenseitig mit Schäfern und Nymphen, alles läuft auf eine baldige Scheidung hinaus. Und so ist Orpheus auch zunächst erleichtert, als Eurydikes Geliebter, der sich als Unterwelt-Gott Pluto entpuppt, sie zu sich in den Hades entführt. Erst als die öffentliche Meinung mit der Drohung einschreitet, Orpheus‘ Ruf zu ruinieren, erklärt er sich zähneknirschend dazu bereit, Eurydike aus dem Hades zurückzuholen.

Offenbach, der ganz genau wusste, wo zwischen Drama und Tragödie die Komödie lauert, entfacht mit Orpheus‘ Aufbruch in die Götterregionen eine seiner wildesten und vergnüglichsten Operetten.

Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling
Regie: Armin Petras
Bühne: Susanne Schuboth
Kostüme: Dinah Ehm
Video: Rebecca Riedel
Licht: Reinhard Traub
Chor: Christoph Heil
Dramaturgie: Malte Ubenauf

in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Ort:

Opernhaus

Termine:

Mi, 24.1.2018, 19:00 |
Sa, 27.1.2018, 19:00 |

Die Zauberflöte

Von Wolfgang Amadeus Mozart

Changierend zwischen Märchen, Mysterienspiel und Kasperle-Oper, zwischen Zauberspektakel und Hort freimaurerischer Geheimlehren hat Die Zauberflöte seit ihrer Uraufführung 1791 vielerlei Interpretationen und Bewertungen erfahren. Unangefochten blieb stets die Bewunderung für die berührende Kraft und Originalität von Mozarts Musik. Aber eben auch die Vieldeutigkeit der Geschichte vom Prinzen Tamino, der sich in das Bildnis Paminas verliebt und sich im Auftrag ihrer Mutter, der Königin der Nacht, auf den Weg macht, Pamina aus den Fängen des vorgeblich bösen Sarastro zu befreien, trägt zu ihrer Faszination bei. Dass und wie sich auf dieser Reise ein vermeintlich festgefügtes Wertesystem als brüchig erweist und eine junge Generation sich auf die auch schmerzvolle Suche nach einer Wahrheit jenseits der Wahrheit ihrer Eltern begibt, ist Zeichen der Modernität dieses Werkes, das nicht nur im deutschsprachigen Raum zu den beliebtesten und meistgespielten Werken des Opernrepertoires zählt.

Musikalische Leitung: Roland Kluttig
Regie: Peter Konwitschny
Bühne und Kostüme: Bert Neumann
Licht: Lothar Baumgarte
Video: Philip Bußmann
Chor: Christoph Heil
Dramaturgie: Juliane Votteler

Ort:

Opernhaus

Termine:

Mo, 29.1.2018, 19:00 | Wiederaufnahme |
Sa, 3.2.2018, 19:00 |
So, 18.2.2018, 15:00 |
Mo, 26.2.2018, 19:00 |
Di, 6.3.2018, 19:00 |
Fr, 16.3.2018, 19:00 |
Sa, 24.3.2018, 19:00 |

Sitzkissenkonzert: Die drei Räuber

nach dem gleichnamigen Buch von Tomi Ungerer
für Kinder von 5 bis 7 Jahren

Die drei Räuber überfallen Kutschen und berauben die Reisenden. Als sie eines Tages auf einem ihrer Raubzüge auf das kleine Waisenmädchen Tiffany treffen, wendet sich ihr Leben. Sie beginnen nach anderen unglücklichen Kindern zu suchen, für die sie ein prächtiges Schloss kaufen und schließlich eine ganze Stadt gründen.

Termine:

Do, 25.1.2018, 09:30 |
Do, 25.1.2018, 11:00 |
Sa, 27.1.2018, 14:00 |
Sa, 27.1.2018, 15:30 |
Mo, 5.2.2018, 09:30 |
Mo, 5.2.2018, 11:00 |
Di, 6.2.2018, 09:30 |
Di, 6.2.2018, 11:00 |
Mi, 14.2.2018, 09:30 |
Mi, 14.2.2018, 11:00 |
Do, 15.2.2018, 09:30 |
Do, 15.2.2018, 11:00 |
Sa, 24.2.2018, 14:00 |
Sa, 24.2.2018, 15:30 |

Parsifal

Richard Wagner

Amfortas, der Gralskönig, leidet. Der Zauberer Klingsor hat dem von einer »teuflisch schönen Frau« Verführten mit einem heiligen Speer eine Wunde geschlagen. Jedes Mal, wenn der König die Gralsenthüllung vollzieht, von der sich die Gralsritter nähren, bricht diese Wunde von neuem auf. Alle Hoffnung knüpft sich an die Ankunft eines »reinen Toren«, der »durch Mitleid wissend« werden soll. Parsifal ahnt von seiner Bestimmung zum Erlöser nichts. Die Seherin Kundry klärt ihn über sein Geschick auf. Bis er den Weg zur Gralsburg findet, ist die Gralsgemeinschaft der Auflösung nahe.

Wagners »Bühnenweihfestspiel«, uraufgeführt 1882 in Bayreuth, entfaltet seinen »Karfreitagszauber« stellenweise in archaisierender Einfachheit, dann wieder in kühner Harmonik an der Grenze zur Atonalität.

Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling
Regie: Calixto Bieito
Bühne: Susanne Gschwender
Kostüme: Mercè Paloma
Licht: Reinhard Traub
Chor und Kinderchor: Christoph Heil, Johannes Knecht
Dramaturgie: Xavier Zuber

Ort:

Opernhaus

Termine:

So, 25.2.2018, 16:00 |
So, 4.3.2018, 16:00 |
So, 18.3.2018, 16:00 |
Fr, 30.3.2018, 16:00 |

Oper Stuttgart

Oberer Schloßgarten 3
D 70173 Stuttgart

Telefon: +49 (0)7 11-20 32-0
Fax: +49 (0)7 11-20 32-3 89