STAATSOPER STUTTGART
Spielzeit 2010/11
1. Liederabend: MICHAEL SCHADE
Im Rahmen des Musikfestes Stuttgart
Tenor: Michael Schade
Klavier: Wolfram Rieger
Lieder von Franz Schubert
Der Deutsch-Kanadier Michael Schade ist weltweit einer der führenden lyrischen Tenöre in Oper und Konzert. Er arbeitet mit den wichtigsten Dirigenten unserer Zeit zusammen und tritt regelmäßig in den bedeutendsten Opernhäusern und Konzertsälen auf. Der Sommer gehört seit vielen Jahren den Salzburger Festspielen. Mit diesem Schubert-Abend eröffnet der begeisterte Liedinterpret im Rahmen des Musikfestes Stuttgart die Saison der Stuttgarter Oper.
In Zusammenarbeit mit der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart
Ort:
Opernhaus
Termin:
Mo, 13.9.2010
Luisa Miller
GIUSEPPE VERDI
Premiere: 26. September, 18 Uhr, Opernhaus
"Es ist ein großartiges Drama, voller Leidenschaft und theatralisch sehr effektvoll", schreibt Verdi an den Librettisten Salvatore Cammarano über Schillers bürgerliches Trauerspiel Kabale und Liebe. Verdis 1849 in Neapel uraufgeführte Oper Luisa Miller ist jedoch keine Vertonung dieses Schauspiels - sie ist eine italienische Oper eigenen Zuschnitts, die die Grundkonflikte des Schiller'schen Dramas mit ihren Mitteln in neuer Weise erzählt. Das bürgerliche Milieu des Stoffes inspiriert Verdi zu einer Hinwendung zur Welt des Privaten, die ihn zu einer ganz neuen emotionalen Beweglichkeit und Intimität in der musikalischen Zeichnung der Charaktere führt. Die politische Brisanz des Schauspiels erscheint in der Oper als Thematisierung grundlegender ethisch-moralischer Werte, die in dem konfliktträchtigen Verhältnis zweier Väter zu ihren Kindern schließlich in die Katastrophe führt.
Unter dem Gedanken: "Lügenhafte Verhältnisse sind schlimmer als offene Gewalt", und in einem Bühnenraum, der Wahrheit und Lüge gleichermaßen dient, erzählt Regisseur Markus Dietz diese Oper. Das Scheitern der Luisa an einer von Lügen und Intrigen gesteuerten Welt wird dabei zugleich zum Scheitern dieser Welt angesichts der Lauterkeit Luisas.
Der Regisseur Markus Dietz zeigt nach vielbeachteten Inszenierungen im Bereich Schauspiel und Oper erstmals eine Produktion an der Staatsoper Stuttgart, der dänische Dirigent Thomas Søndergård leitet nach erfolgreichen Vorstellungen von Puccinis Tosca nun hier am Haus eine Premiere.
Musikalische Leitung: Thomas Søndergård
Regie: Markus Dietz
Bühne: Franz Lehr
Mitarbeit Bühne: Christof Piaskowski
Kostüme: Anna Eiermann
Licht: Reinhard Traub
Chor: Michael Alber
Dramaturgie: Angela Beuerle, Albrecht Puhlmann
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Ort:
Opernhaus
Termine:
So, 26.9.2010, 18:00 | Premiere
Fr, 1.10.2010
Mi, 6.10.2010
Fr, 8.10.2010
Fr, 15.10.2010
So, 24.10.2010
Fr, 29.10.2010
Mo, 1.11.2010
Di, 9.11.2010
So, 14.11.2010
Fr, 19.11.2010
Pnima
CHAYA CZERNOWIN
Kammeroper für vier Vokalsolisten, sechs Instrumentalsolisten und Streichorchester
"Pnima" (Hebräisch: "Ins Innere"), die erste Oper der israelischen Komponistin Chaya Czernowin, beschreibt die Auseinandersetzung mit dem Trauma des Holocaust als Erfahrung der "zweiten Generation". Bezug nehmend auf David Grossmans Roman "Stichwort: Liebe", doch ohne Worte, begibt sich dieses Werk auf einen schonungslosen Gang durch innere Zustände, in denen sich Gefühle bittersten Schmerzes und intensivsten Lebens unmittelbar verbinden: "Was heißt Schönheit? Ich glaube, das Schönste, was es gibt, ist: in die innere Dunkelheit sehen" (Chaya Czernowin). Aus Klängen entsteht ein Theater, in dem die eigentliche Protagonistin die Musik ist, die in ihrer wesentlichsten Funktion zum Ausdrucksträger dessen wird, was jenseits aller sprachlichen Fassbarkeit liegt.
Chaya Czernowin wurde 1957 in Haifa, Israel geboren. Ihre internationale Komponistenlaufbahn wird begleitet von zahlreichen Stipendien und Preisen. Nach Professuren in San Diego, Kalifornien und Wien lehrt sie ab Sommer 2009 als Professorin in Harvard. Der Dirigent und Komponist Johannes Kalitzke ist besonders als Interpret zeitgenössischer Musik weltweit bekannt. 2000 dirigierte er die Uraufführung von "Pnima" bei der Münchner Biennale, an der Staatsoper Stuttgart war er bereits mit der Uraufführung von Adriana Hölszkys "Giuseppe e Sylvia" zu erleben. Die koreanische Regisseurin Yona Kim zeigt mit "Pnima" ihre erste Arbeit in Stuttgart.
Musikalische Leitung: Johannes Kalitzke
Regie: Yona Kim
Bühne: Herbert Murauer
Kostüme: Katharina Weissenborn
Licht: Reinhard Traub
Dramaturgie: Angela Beuerle, Albrecht Puhlmann
Ort:
Opernhaus
Termine:
Di, 5.10.2010 | Wiederaufnahme
Sa, 9.10.2010
Di, 12.10.2010
Sa, 16.10.2010
Aida
GIUSEPPE VERDI
Die 1871 in Kairo uraufgeführte "Aida" ist vielleicht Giuseppe Verdis berühmteste Oper. Jedenfalls ist sie das Werk, in dem der Komponist mehr als in allen vorhergehenden Opern seine eigenen Vorstellungen von Musiktheater verwirklichen konnte - ließ ihm sein Auftraggeber, der ägyptische Vizekönig Ismail Pascha, doch alle Freiheiten bei der Umsetzung des "ägyptischen Entwurfs". Was entstand, ist ein großartiges Theaterwerk in ägyptischem Dekor, dessen Musik die oft als banal verurteilte Handlung durch ungeheure Höhen und Tiefen der Gefühle führt. Die Verschmelzung von italienischem Melodramma und französischer Grand Opéra gibt Verdi dabei die Mittel in die Hand, ein Kammerspiel in großer Besetzung zu schaffen: In dem Ineinandergreifen von privatem Wollen und öffentlichem Handeln wird das Schicksal des jungen Feldherrn Radamès, der Pharaonentochter Amneris und der äthiopischen Sklavin Aida unerbittlich vorangetrieben.
Der Regisseur Karsten Wiegand erzählt seine "Aida" aus der Sicht des Radamès, eines jungen Mannes, der davon träumt, gesellschaftlichen Erfolg mit der Erfüllung seiner großen Liebe zu verbinden. Die musikalische Gestaltung dieser an leuchtenden Melodien so reichen Partitur übernimmt der Stuttgarter Generalmusikdirektor Manfred Honeck.
Musikalische Leitung Manfred Honeck / Timo Handschuh
Regie Karsten Wiegand
Bühne Bärbl Hohmann
Kostüme Anna Eiermann
Licht Reinhard Traub
Chor Michael Alber
Dramaturgie Angela Beuerle
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Ort:
Opernhaus
Termine:
Do, 14.10.2010
Fr, 22.10.2010
Mo, 25.10.2010
So, 31.10.2010
Do, 4.11.2010
Fr, 12.11.2010
Mo, 15.11.2010
Die Schliefernasen und der kleine Mruschel
Sitzkissenkonzert
von 5-7 Jahren (bis Klasse 1)
Tief am Meeresgrund wohnt der kleine Mruschel auf seiner Mruschelmuschel. Manchmal ist er traurig, weil es um ihn herum so dunkel ist. Dann weint er. Wenn die Schliefernasen vorbeikommen, bringen sie dem Mruschel ein bisschen Licht mit. Sie haben nämlich Leuchtaugen, und wo sie mit ihren kleinen Booten hinkommen, wird das Meer hell. Der kleine Mruschel beneidet sie sehr um diese Leuchtaugen - wie gerne hätte er auch welche ...
Jört Meder (Gambe und E-Gambe) und Raija Siikavirta (Clownin) erzählen die Geschichte aus Friedl Hofbauers Kinderbuch mit Musik für Gambe und eigenen Improvisationen für das alte Streichinstrument und dessen elektronische Version.
Ort:
Opernhaus / Foyer III. Rang
Termine:
Mi, 29.9.2010, 10:30
Do, 30.9.2010, 09:30
Do, 30.9.2010, 11:00
Fr, 1.10.2010, 09:30
Fr, 1.10.2010, 11:00
Sa, 2.10.2010, 15:00
Di, 5.10.2010, 10:30
1. Sinfoniekonzert
Dirigent: Manfred Honeck
Klavier: Piotr Anderszewski
Walter Braunfels: Musik aus der Oper „Szenen aus dem Leben der heiligen Johanna" op. 57
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert B-Dur KV 595
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Zu Walter Braunfels' letzter Oper "Szenen aus dem Leben der heiligen Johanna" hat Manfred Honeck eine besondere Beziehung - er dirigierte 2001 beim Schwedischen Rundfunk die postume (konzertante) Uraufführung. Zur Saisoneröffnung präsentiert er nun im 1. Sinfoniekonzert einige instrumentale Ausschnitte. Mozart hat das Konzert KV 595 in seinem Todesjahr 1791 geschrieben, als letztes von insgesamt 21 Solo-Klavierkonzerten. Solist ist Piotr Anderszewski, Pole, heute aber eher Weltbürger, ein Künstler, der ohne jede äußerliche Attitüde in seinen Interpretationen den Werken auf den Grund zu kommen sucht. Brahms' Vierte bezeichnet gleichfalls einen Endpunkt - der Komponist beschloss mit ihr sein sinfonisches Gesamtwerk, nicht, ohne einen Blick auf die Vergangenheit zu werfen: Im vierten Satz verarbeitet der Komponist in Form einer ausgedehnten Passacaglia ein leicht abgewandeltes Bach-Thema. In den verbleibenden zwölf Lebensjahren schuf Brahms als einziges Orchesterwerk nur noch das Doppelkonzert, ansonsten beschränkte er sich auf Kammermusik, Klavier- und Vokalwerke.
Ort:
Liederhalle, Beethovensaal
Termine:
So, 10.10.2010
Mo, 11.10.2010
Staatstheater Stuttgart
Oberer Schloßgarten 6
70173 Stuttgart
Telefon: +49 (0)7 11-20 32-0
Fax: +49 (0)7 11-20 32-3 89
Kartenservice
Vorverkaufskasse im Foyer des Opernhauses, Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart
(Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr)
Telefonischer Vorverkauf: 0711. 20 20 90
(Mo-Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr)
Fax: 0711. 20 20 920
Online: www.staatstheater.stuttgart.de
Anfahrt
Mit dem Auto
A8 Karlsruhe - Stuttgart (Ausfahrt Stuttgart-Degerloch)
München - Stuttgart (Ausfahrt Stuttgart-Degerloch)
A81 Würzburg - Heilbronn - Stuttgart (Ausfahrten Stuttgart - Feuerbach,
Stuttgart - Zuffenhausen)
A81 Bodensee - Singen - Rottweil - Stuttgart (Ausfahrt Stuttgart - Zentrum)
Bundesstraßen B10, B14, B27, B295 (Jeweils Richtung Stadtmitte, Hauptbahnhof)
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Bundesbahn ICE, IC, InterRegio bis Hauptbahnhof (noch 10 Gehminuten)
Straßenbahn U1, U2, U4, U9 und U14 bis Staatsgalerie, U5, U6, U7, U14 und U15 bis Hauptbahnhof
Bus 40, 42, 42 bis Staatsgalerie, N2 - 6 bis Hauptbahnhof
S-Bahn S1 - 6, Bus