STUTTGARTER BALLETT

Spielzeit 2017/18

Begegnungen

Choreographien von Jerome Robbins und John Cranko

Premiere: 13. Januar 2018, Opernhaus

Die beiden choreographischen Meisterwerke Dances at a Gathering und Initialen R.B.M.E., vereint im Ballettabend BEGEGNUNGEN, sind zwei wahre Loblieder auf die Freundschaft und menschliche Verbundenheit. Auf geniale, lebendigste und tiefgehende Weise fangen die beiden Choreographie-Giganten Jerome Robbins und John Cranko im Tanz die ganze Leichtigkeit und Melancholie des Lebens sowie ein Stück Zeitgeschichte ein. Bis heute gehören beide Ballette zu den choreographischen Kostbarkeiten des Stuttgarter Repertoires.

Jerome Robbins‘ Dances at a Gathering, das 1969 in New York uraufgeführt wurde, gilt als eine der bedeutendsten Ballettschöpfungen der Epoche. In seiner wehmütig-zarten Choreographie fängt Robbins meisterhaft den Zeitgeist einer sich im Umbruch befindenden Gesellschaft ein: Von vielen Zuschauern und Kritikern wurde das Stück als Antwort auf die Unruhen infolge des Vietnamkriegs und die Attentate auf Martin Luther King und John F. Kennedy in den USA betrachtet. Die fließend-leichten, bisweilen spielerisch choreographierten Bewegungen erzählen von Abschied und Aufbruch sowie von der Wertschätzung des Einzelnen und von Gemeinschaft untereinander. Robbins selbst bezeichnete sein Werk, das er zur beschwingten Klaviermusik Frédéric Chopins kreierte, als seine „Hymne auf den Tanz“.

Neben seinen weltberühmten Handlungsballetten gehört John Crankos Initialen R.B.M.E. unumstritten zu den wichtigsten und brillantesten Werken des Stuttgarter Choreographen. Kreiert für seine Ersten Solisten, Musen und Freunde Richard Cragun, Birgit Keil, Marcia Haydée und Egon Madsen ist Initialen R.B.M.E. das persönlichste Werk Crankos: Zur Musik von Johannes Brahms schuf er eine Ode auf die Freundschaft, in der die Verehrung für seine Tänzer weiterlebt und sich zugleich die Essenz seines künstlerischen Schaffens konzentriert. Zum 90. Geburtstag Crankos tanzt die Compagnie dieses Freundschaftsballett, das wie kaum ein anderes den Geist seines Schöpfers und einer ganzen Ära des Stuttgarter Balletts in sich trägt.

Mit Chopins tänzerischen Klavierstücken und Brahms zweitem Klavierkonzert bietet der Ballettabend BEGEGNUNGEN auch musikalisch ein exquisites Programm.

CHOREOGRAPHIE: Jerome Robbins
MUSIK: Frédéric Chopin
KOSTÜM: Joe Eula
LICHT: Jennifer Tipton
MUSIKALISCHE LEITUNG: James Tuggle

Ort:

Opernhaus

Termine:

Sa, 13.1.2018, 19:00 | Premiere |
Mi, 17.1.2018, 19:00 |
Sa, 20.1.2018, 19:00 |
So, 21.1.2018, 19:00 |

Cranko Pur

Choreographien von John Cranko

Weltbekannt wurde der Choreograph John Cranko vor allem durch seine abendfüllenden Handlungsballette, doch für das Stuttgarter Ballett kreierte er auch eine Vielzahl genialer kleinerer Werke. Für den Ballettabend CRANKO PUR hat Ballettintendant Reid Anderson aus diesen eine exquisite Auswahl eher selten gesehener Schmuckstücke getroffen: L’Estro Armonico, Brouillards und Jeu de Cartes – ein reiner Cranko-Ballettabend also in festlichem Gedenken an den Stuttgarter Compagnievater, der am 15. August 2017 neunzig Jahre alt geworden wäre.

Aus Antonio Vivaldis Konzertzyklus L’Estro Armonico wählte Cranko drei Stücke aus, zu denen er ein reines Bewegungsballett ohne Handlung kreierte. Dieses bestechende „ballet pur“ beweist Crankos erstaunlichen choreographischen Ideenreichtum, mit dem er die Musik tänzerisch Gestalt annehmen lässt.

Sein zyklisches Ballett Brouillards kreierte Cranko zu neun stimmungsvollen Préludes für Klavier des Komponisten Claude Débussy. Poetische Bilder fädeln sich zu einer tänzerischen Perlenkette auf, jedes erzählt seine eigene Geschichte. Von humorvoll bis melancholisch, von virtuos bis dramatisch – Crankos Ausdrucksvielfalt kennt keine Grenzen!

In Jeu de Cartes erweckt Cranko zur Musik des berühmten Ballettkomponisten Igor Strawinsky mit choreographischem Witz und musikalischer Finesse ein Pokerspiel zum Leben. Drei Mal werden die Karten gemischt, drei Mal ergeben sich neue Spielsituationen, die von der Figur des Jokers (der beim Poker eigentlich gar nicht mit von der Partie ist) gehörig durcheinander gebracht werden. Ursprünglich für das Choreographiegenie George Balanchine komponiert, ist es doch Crankos Version von Strawinskys Jeu de Cartes, die bis heute als die gelungenste gilt – vor allem auf Grund seines humorvollen musikalischen Gespürs und seiner Gabe, die Spielkarten als lebendige Charaktere zu zeichnen.

Ort:

Opernhaus

Termine:

So, 26.11.2017, 14:00 |
So, 26.11.2017, 19:00 |

Schwanensee

Ballett von John Cranko

Wenn es ein Ballett gibt, das als Inbegriff für den klassischen Tanz stehen kann, so ist es sicherlich Schwanensee, das vor über 120 Jahren zu Beginn der Blütezeit des russisch-zaristischen Balletts seine Geburtsstunde erlebte. Sehnsuchtsvolle Musik des kongenialen Ballettkomponisten Peter I. Tschaikowsky verbindet sich hier formvollendet mit einer anmutigen, klassisch-romantischen Bewegungssprache. Welt­weit erliegen Ballettliebhaber bis heute dem Zauber der grazilen Schwanen-Mädchen in den „weißen Akten“ und der zeitlosen Thematik von Liebe, Treue und Verrat – ein Ballett von überirdischer Strahlkraft!

Als sich der Stuttgarter Choreograph John Cranko 1963 dem berühmten Stoff annahm, schuf er eine Schwanensee-Version von einzigartiger Intensität: Mit seinem untrüglichen erzählerischen Gespür formte er aus der bis dahin eher schablonenhaften Rolle des Prinzen einen lebendigen Charakter, der die Liebestragödie tatsächlich durchlebt, und verlieh dem Ballettmärchen so noch mehr emotionale Tiefe. In seiner Fassung fasziniert zudem die Psychologie der berühmten Doppelrolle der Odette im weißen Schwanenkleid und ihrer schwarzen Gegenspielerin Odile.

Das Ballett erzählt die Geschichte der als Schwan verzauberten Prinzessin Odette, die sich in den Prinzen Siegfried verliebt. Dieser schwört, sie durch seine treue Liebe aus dem Bann des bösen Zauberers Rotbart zu befreien. Doch dann lässt er sich von Odile – ein Dämon in Frauengestalt, der Odette bis aufs Haar gleicht – täuschen und verführen. Als Siegfried seinen Irrtum erkennt, ist es bereits zu spät: Er verliert nicht nur Odette, die weiterhin in ihrer Schwanengestalt an Rotbart gebunden ist, sondern auch sein eigenes Leben.

Seit nunmehr 45 Jahren lässt John Crankos Schwanensee die Herzen des Publikums in Stuttgart höher schlagen und zieht junge wie alte, neugierige wie eingefleischte Ballettzuschauer in seinen Bann.

CHOREOGRAPHIE: John Cranko, frei nach traditionellen Fassungen
MUSIK: Peter I. Tschaikowsky
BÜHNENBILD UND KOSTÜME: Jürgen Rose

Ort:

Opernhaus

Termine:

Mi, 6.12.2017 | Wiederaufnahme |
Sa, 9.12.2017, 19:00 |
Do, 14.12.2017, 19:00 |
Fr, 15.12.2017, 19:00 |
Mo, 18.12.2017, 19:00 |
Sa, 23.12.2017, 19:00 |
Mo, 25.12.2017, 17:00 |
Sa, 30.12.2017, 19:00 |
Sa, 6.1.2018, 19:00 |

Aktion Weihnachten

EINE VORWEIHNACHTLICHE BENEFIZMATINEE MIT DER JOHN CRANKO SCHULE UND DEM STUTTGARTER BALLETT

John Cranko Schule und Stuttgarter Ballett laden, gemeinsam mit den Stuttgarter Nachrichten, zu einem festlichen, gemischten Ballettprogramm ins Opernhaus. Die Kartenerlöse kommen einem guten Zweck zu. Ein wunderbares Balletterlebnis für die ganze Familie!

Ort:

Opernhaus

Termin:

So, 10.12.2017, 11:00 |

Stuttgarter Ballett

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