zur Startseite

Stuttgarter Ballett

Das Stuttgarter Ballett ist eine der weltweit führenden Ballett-Compagnien. In den ständigen Spielstätten Opernhaus, Schauspielhaus und Kammertheater Stuttgart ebenso wie im Rahmen nationaler und internationaler Gastspiele tanzt das Stuttgarter Ballett seit über 50 Jahren an der Weltspitze.

Das hohe technische Niveau und das stilistisch breite Repertoire des Stuttgarter Balletts ziehen nicht nur das Publikum, sondern auch Künstler aus der ganzen Welt an.

Hinter den Kulissen arbeiten aber noch weit mehr Menschen zusammen, um unserem Publikum stets Ballett auf allerhöchstem Niveau zeigen zu können.

Kontakt

Stuttgarter Ballett
Staatstheater Stuttgart
Oberer Schloßgarten 6
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49 (0)7 11-20 32-0
Fax: +49 (0)7 11-20 32-491

 

Kartentelefon: +49 (0)711-20 20 90
Tanz

One of a kind

Jiří Kylián

Premiere: 22. Februar 2019

„One of a kind“, zu Deutsch „einzigartig“, gilt nicht nur für dieses abendfüllende Stück, sondern auch für den Choreographen selbst. 1968 wurde Jiří Kylián, von Prag über die Royal Ballet School in London kommend, von John Cranko als Tänzer des Stuttgarter Balletts engagiert. Es war der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere, die nachhaltig den europäischen Tanz beeinflussen sollte und die bis heute Maßstäbe in der Tanzwelt setzt. Das 50-jährige Jubiläum seiner Ankunft in Stuttgart feiert das Stuttgarter Ballett mit der Stuttgarter Erstaufführung eines seiner Meisterwerke: One of a Kind.

Schon bald nach seiner Aufnahme in die Compagnie und obwohl noch Tänzer, wurde Kylián von John Cranko, der sein choreographisches Talent erkannt und gefördert hatte, beauftragt, Stücke für das Stuttgarter Ballett zu kreieren. Diese weckten das Interesse des Nederlands Dans Theaters in Den Haag, dessen Direktor Kylián 1977 wurde. Über 20 Jahre lang leitete er die niederländische Compagnie, schuf wegweisende zeitgenössische Stücke für sie und machte aus ihr eines der gefragtesten Ensembles der Welt.

One of a Kind ist eines der wenigen abendfüllenden Stücke in seinem Oeuvre. Es umfasst das ganze Spektrum des Kyliánschen Bewegungsvokabulars: von elegisch bis wild und animalisch, von schneller als menschenmöglich zu zeitlupenlangsam, von zerbrechlich und filigran zu spektakulär virtuos. Die 20 Tänzerinnen und Tänzer agieren gleichberechtigt und dennoch ist jede Begegnung der Geschlechter geprägt von Spannung und einer subtilen Erotik. Wie so oft in seinen Stücken, wird die menschliche Existenz mit Bildern von betörender Schönheit und einer tiefgehenden Emotionalität erforscht. Geheimnisvolle, poetische Bilder entstehen, die von humorvollen Momenten durchbrochen werden. So abwechslungsreich wie die Choreographie ist auch die Musik; hochästhetisch zudem das Bühnenbild des japanischen Architekten Atsushi Kitagawara.

Mit diesem Stück feiert das Stuttgarter Ballett einen seiner Helden und beschert seinem Publikum den ersten Neuzugang zum wundervollen Kylián-Repertoire seit über 20 Jahren.

Choreographie: Jiří Kylián
Musik: Brett Dean, Carlo Gesualdo da Venosa, David Hykes, Frame-Cut-Frame, Benjamin Britten, Chiel Meijering, David Lumsdaine, John Cage
Bühnenbild: Atsushi Kitagawara
Kostüme: Joke Visser
Licht (original): Michael Simon
Licht (Neugestaltung): Kees Tjebbes
Ballett

Aufbruch

Ballettabend

Uraufführung: 28. März 2019

Weimar 1919: Ein Ort und ein Jahr, die bis heute für Aufbruch und Fortschritt stehen. Ein Ort und ein Jahr, an und in dem alte Strukturen aufgebrochen wurden. 1919 wird in Weimar eine demokratische Verfassung, die unter anderem Grundrechte etabliert, Stände aufhebt sowie das Frauenwahlrecht einführt, beschlossen. Gleichzeitig gründen visionäre KünstlerInnen eine neue Schule, die Kunst und Handwerk vereinen will – und somit Form und Funktionalität – und die SchülerInnen unabhängig von Geschlecht, sozialer Herkunft oder Rasse aufnehmen will. Beide Ereignisse prägen bis heute unser Verständnis von Demokratie und Kunst.

Zum 100-jährigen Jubiläum der Verabschiedung der Weimarer Verfassung und der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar entsteht der Ballettabend AUFBRUCH!, eine Koproduktion des Deutschen Nationaltheaters Weimar und des Stuttgarter Balletts. Im Auftrag von Ballettintendant Tamas Detrich lassen sich drei internationale ChoreographInnen von dem Aufbruchsjahr 1919 inspirieren. Die Niederländerin Nanine Linning ist bekannt für ihre aparten, einzigartigen Gesamtkunstwerke, die eine Synthese aus Konzept, Tanz, bildender Kunst und Avantgarde Design bilden. Die Polin Katarzyna Kozielska, die sich des klassischen Ballettvokabulars bedient, es aber mit eigenartigen, humorvollen Einfällen aufbricht, hat mit ihren hochästhetischen Stücken auf sich aufmerksam gemacht und gilt als Hoffnungsträgerin für eine neue Generation von Choreographinnen. Der Rumäne Edward Clug ist derzeit einer der gefragtesten Choreographen Europas; seine intelligenten, am schmalen Grat zwischen Schönheit und Beklemmung entlang wandernden Stücke, lösen tiefgehende Emotionen und Gedankenströme bei ZuschauerInnen aus. Drei AusnahmekünstlerInnen also, die aufbrechen, um dem Ausnahmejahr und -ort 1919/Weimar zu begegnen.

Gesamtkonzept und Choreographie: Nanine Linning
Uraufführung / Choreographie: Nanine Linning
Uraufführung / Choreographie: Katarzyna Kozielska
Uraufführung / Choreographie: Edward Clug
Ballett

Die sieben Todsünden / Seven Heavenly Sins

Ballett mit Gesang von Kurt Weill

Text von Bertolt Brecht / Live Testimonial by Peaches

Mit Schauspiel, Gesang und Tanz ist Die sieben Todsünden wie prädestiniert für eine Koproduktion von Staatsoper Stuttgart, Stuttgarter Ballett und Schauspiel Stuttgart. Einst bildeten der Komponist Kurt Weill, der Dramatiker Bertolt Brecht und der Choreograph George Balanchine den künstlerischen Dreierbund für das „Ballett mit Gesang“. Nun übernimmt ein junges Duo: Anna-Sophie Mahler führt Regie, während Louis Stiens die Choreographie kreiert.

Die sieben Todsünden – Faulheit, Stolz, Zorn, Völlerei, Unzucht, Habsucht und Neid – markieren die Stationen der jungen Anna, die von ihrer Familie losgeschickt wird, um das Geld für ihren Lebenstraum zu verdienen. Das Streben nach Wohlstand ist oberstes Gebot und entscheidet über Sünde und Tugend.

Regie: Anna-Sophie Mahler, featuring Peaches
Musikalische Leitung: Stefan Schreiber
Choreographie: Louis Stiens
Bühne: Katrin Connan
Kostüme: Marysol del Castillo
Licht: Jörg Schuchardt
Dramaturgie: Katinka Deecke

Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Tanz

Free Fall

Fotografische Studie von Jiří Kylián

Im Vorfeld der Stuttgarter Erstaufführung von seinem Abendfüller One of a Kind beweist der Choreograph, Fotograf und Regisseur Jiří Kylián seine Vielseitigkeit mit einer Ausstellung im Stuttgarter Kammertheater. Ein grüner Apfel in spitzen Fingern, tanzende Hände und Grimassen, eine Frau und ihre Doppelgängerin bilden eine Fotoinstallation zwischen gestern und morgen. Mit seinen Bildern hält er die Zeit an und damit die Schönheit des Moments fest. „Frozen Choreography“, „eingefrorene Choreographie“, nennt Kylián sein Konzept und schickt die BetrachterInnen durch einen labyrinthartigen Tempel. Gewidmet seiner Muse, der ehemaligen Tänzerin u.a. des Stuttgarter Balletts Sabine Kupferberg, die auf den zahlreichen Bildern zu betrachten ist, lässt das Werk eintauchen in eine Welt jenseits der Grenzen von Realität und Imagination. Zu Johann Sebastian Bachs Die Kunst der Fuge (Contrapunktus I) eröffnet sich ein bewegungsloses Theater, das die Gegenwart überdauert und doch nicht ganz still steht.

Fotos und Konzept: Jiří Kylián
Künstlerin: Sabine Kupferberg (und ihr Duplikat)
Musik: Johann Sebastian Bach
Fotografischer Berater: Joris Jan Bos
Künstlerischer Assistent: Patrick Marin
Lichtgestaltung und Technische Leitung: Loes Schakenbos
Maske: Sara Meerman

Free Fall wird von Kylian Productions BV produziert und in Zusammenarbeit mit Korzo Producties realisiert.
Ballett

Die Kameliendame

Ballett in drei Akten von John Neumeier
nach dem Roman von Alexandre Dumas d. J.

Sie ist eine der berühmtesten Frauengestalten der Weltliteratur: Marguerite Gautier, genannt die Kameliendame. Ihr Leben und Schicksal wurden im gleichnamigen Roman von Alexandre Dumas d.J. festgehalten, wobei sich Dumas auf seine eigenen Erfahrungen mit der Edelkurtisane Marie Duplessis bezog. In ärmste Verhältnisse hineingeboren, schon als junges Mädchen vom Vater „verkauft“, schaffte sie es, durch ihren Liebreiz, ihre Schönheit und Intelligenz eine Ausnahmestellung in der Demimonde von Paris zu erreichen, sodass selbst Herzoge sich glücklich schätzten, von ihr als Liebhaber ausgesucht zu werden. Ihr schillerndes Leben fand allerdings ein jähes Ende: Sie starb mit nur 23 Jahren an Schwindsucht. Verewigt hat Dumas sie vor allem durch seine Schilderung ihres noblen Verzichts auf die Liebe des jungen Armand Duval zugunsten seiner Familie sowie ihrer Ehre und ihres guten Namens.

Im Jahr 1978 nahm sich der Choreograph John Neumeier dieser Frau und dieses Romans an. Inspiriert dazu hatte ihn Marcia Haydée, ihrer Zeit nicht nur Primaballerina des Stuttgarter Balletts, sondern auch dessen Direktorin. Mit diesem Werk schuf Neumeier eines seiner schönsten Ballette; ein Stück, in dem einfach alles stimmt: von dem geschmackvoll, aber spärlich eingerichteten Bühnenbild über die – im feinen Kontrapunkt – üppigen Kostüme von Jürgen Rose bis hin zur ergreifenden Musik Frédéric Chopins. Dramaturgisch bis ins letzte Detail durchdacht, mit anspruchsvoller Choreographie und einer emotionalen Tiefe, der man sich nicht entziehen kann, ist und bleibt Die Kameliendame eines der Juwelen im Repertoire des Stuttgarter Balletts. Zur Feier des 40. Jubiläums dieses Ausnahmewerks wird Die Kameliendame wiederaufgenommen.

Choreographie und Inszenierung: John Neumeier
Musik: Frédéric Chopin
Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose
Uraufführung: 4. November 1978, Stuttgarter Ballett
Musikalische Leitung: James Tuggle
Staatsorchester Stuttgart
Ballett

Shades of White

CHOREOGRAPHIEN VON JOHN CRANKO, NATALJA MAKAROWA UND GEORGE BALANCHINE

Der Ballettabend SHADES OF WHITE vereint drei erlesene Stücke – ein jedes in Weiß gekleidet –, die das klassische Ballett zelebrieren. Das Herzstück des Abends bildet Natalja Makarowas weltberühmte Fassung von „Das Königreich der Schatten“ aus La Bayadère (Die Tempeltänzerin): umrahmt von einem traumwandlerisch schönen Corps de ballet tanzt der Krieger Solor mit dem Geist seiner verstorbenen Geliebten, der Bayadère Nikija. Bei Konzert für Flöte und Harfe setzt John Cranko Wolfgang Amadeus Mozarts heitere Musik spielerisch-virtuos in Tanz um und spielt augenzwinkernd mit den Gepflogenheiten des klassischen Balletts. Zum Finale des Abends entzündet George Balanchine mit Sinfonie in C ein grandioses Feuerwerk des Tanzes zu Georges Bizets aufbrausender Musik: ein elegantes, prachtvolles, lebensbejahendes Ballett – kristallbesetze weiße Tutus inbegriffen.

MUSIKALISCHE LEITUNG: James Tuggle

KONZERT FÜR FLÖTE UND HARFE
CHOREOGRAPHIE: John Cranko
MUSIK: Wolfgang Amadeus Mozart
URAUFFÜHRUNG: 26. März 1966, Stuttgarter Ballett

DAS KÖNIGREICH DER SCHATTEN AUS: LA BAYADÈRE
CHOREOGRAFIE: Natalja Makarowa nach Marius Petipa
MUSIK: Ludwig Minkus, arrangiert von John Lanchbery
BÜHNENBILD: Jadwiga Maria Jarosiewicz
URAUFFÜHRUNG: 3. Juli 1974, American Ballet Theatre

SINFONIE IN C
CHOREOGRAFIE: George Balanchine
MUSIK: Georges Bizet
URAUFFÜHRUNG: 28. Juli 1947, Ballet de l'Opéra de Paris
Ereignisse / Festival ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart Stuttgart, Siemensstraße 13
Ereignisse / Festival Sommermusik im oberen Nagoldtal
Ereignisse / Festival Schwetzinger SWR Festspiele Baden-Baden, Hans-Bredow-Straße
Ereignisse / Festival Festival Europäischer Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd, Waisenhausgasse 1-3
Ereignisse / Kulturveranstaltung Stadthalle Leonberg Leonberg, Römerstr. 110
Ereignisse / Kulturveranstaltung Italienisches Kulturinstitut Stuttgart Stuttgart, Lenzhalde 69
Ereignisse / Kulturveranstaltung Evangelische Akademie Bad Boll Bad Boll, Akademieweg 11
Ereignisse / Kulturveranstaltung Neue Akropolis e.V. Stuttgart Stuttgart, Theodor-Heuss-Str. 16
Ereignisse / Varieté Friedrichsbau Varieté Stuttgart, Friedrichstraße 24
Ereignisse / Konzert Opernfestspiele Heidenheim Heidenheim an der Brenz, Grabenstraße 15