STUTTGARTER BALLETT

Spielzeit 2017/18

DIE FANTASTISCHEN FÜNF

Uraufführungen von Marco Goecke, Katarzyna Kozielska, Roman Novitzky, Louis Stiens, Fabio Adorisio

Premiere: 23. März 2018, Schauspielhaus

Der Ballettabend DIE FANTASTISCHEN FÜNF ist zugleich Abschiedsgeschenk für Ballettintendant Reid Anderson und eine aufregende Präsentation der choreographischen Vielfalt des Stuttgarter Balletts.

Zu den Grundpfeilern der Intendanz Reid Andersons gehörte es, Uraufführungen zu beauftragen, Talente zu entdecken und choreographischen Nachwuchs zu fördern. Über die Jahre hat er eine ganze Riege einzigartiger choreographischer Stimmen auf den Weg gebracht, deren künstlerisches Potential vor kreativer Kraft sprüht. Fünf davon, die ihm besonders am Herzen liegen – Marco Goecke, Katarzyna Kozielska, Louis Stiens, Roman Novitzky und Fabio Adorisio – kreieren für diesen Ballettabend im Schauspielhaus neue Stücke.

Marco Goecke, von Anderson 2005 zum Hauschoreographen des Stuttgarter Balletts ernannt, sorgte mit seiner einzigartigen, kompromisslosen Tanzsprache einst für Aufruhr in der Tanzwelt. Nun gehört er zu den anerkanntesten Choreographen der Gegenwart und wird von internationalen Compagnien beauftragt. Für das Stuttgarter Ballett kreierte er bereits 13 Choreographien.

Katarzyna Kozielska, die schon mehrere erfolgreiche Arbeiten für das Stuttgarter Ballett kreiert hat – zuletzt Dark Glow im Stuttgarter Opernhaus – ist bekannt für ihren selbstbewussten, modernen und pointierten Umgang mit der klassischen Tanzsprache.

Louis Stiens, der schon während seiner Ausbildung zum Tänzer mit dem Choreographieren begann, hat mittlerweile fünf Stücke für das Stuttgarter Ballett kreiert und seine Arbeit als Choreograph auch über die Theaterbühne hinaus an Orte wie die Liederhalle Stuttgart, den Treffpunkt Rotebühlplatz, den Projektraum LOTTE oder die Porsche-Arena getragen.

Roman Novitzky ist eines der choreographischen Glanzlichter der vergangenen Noverre-Abende und besticht durch seine gleichermaßen intelligenten wie humorvollen Stücke. Insbesondere seine zweite Arbeit für die Noverre-Gesellschaft, Are you as big as me?, wurde zum Kulthit und begeisterte das Publikum in Deutschland wie Japan. Auch sein Cello contra bass wurde mit großem Erfolg ins Repertoire des Stuttgarter Balletts übernommen.

Fabio Adorisio kreiert seit 2013 eigene Stücke und gehört zu den Nachwuchschoreographen, die sich bei den Junge Choreographen-Abenden der Noverre-Gesellschaft besonders hervorgetan haben. Seither entstanden weitere eindrückliche Choreographien, unter anderem Herbst in Die Vier Jahreszeiten (für die John Cranko Schule), Left behind (für die Aktion Weihnachten) und Blind Thought (für das New Yorker Choreographic Institute).

CHOREOGRAPHIE: Marco Goecke, Katarzyna Kozielska, Roman Novitzky, Louis Stiens, Fabio Adorisio

Ort:

Schauspielhaus

Termine:

Fr, 23.3.2018, 19:00 | Premiere |
Mi, 28.3.2018, 19:00 |

La fille mal gardée / Das schlecht behütete Mädchen

BALLETT VON SIR FREDERICK ASHTON

Das fröhliche Familienballett La fille mal gardée gehört zu den gelungensten des berühmten Choreographen Sir Frederick Ashton – dem Meister des eleganten englischen Stils. Seine frische und humorvolle Version des traditionellen Balletts verhalf La fille mal gardée zu einer Renaissance auf den Ballettbühnen. Bis heute gehört seine überaus geistreiche Choreographie zum Kanon der beliebtesten Handlungsballette des 20. Jahrhunderts und zu den wenigen Balletten im Genre der Komödie überhaupt.

La fille mal gardée zählt zu den ältesten überlieferten Balletten und ist das erste Stück in der Tanzgeschichte, dessen Handlung nicht in der Mythologie, sondern im realen, wenngleich idealisierten Leben des 18. Jahrhunderts angesiedelt ist. Es zeichnet das Bild eines idyllischen Landlebens mit bodenständigen Charakteren: Lise, die Tochter der Witwe Simone, und der junge Landwirt Colas sind ineinander verliebt. Doch Simone hat den ehrgeizigen Plan, Lise mit Alain, dem einfältigen Sohn eines wohlhabenden Weingutbesitzers, zu verheiraten und hütet die gewitzte Lise wie ihren Augapfel. Die jungen Liebenden Lise und Colas müssen sich also allerhand einfallen lassen, um sich auf dem Hof, bei der Ernte auf dem Feld oder im Haus immer wieder heimlich treffen zu können.

Ashton verbindet die Zeitlosigkeit der Geschichte mit einer tänzerisch hochanspruchsvollen Choreographie, die von beeindruckend brillanten Soli und eleganten Pas de deux über große folkloristische Ensembleszenen bis hin zu humorvollen schauspielerischen Darbietungen mit allem aufwartet, was Zuschauer jeden Alters zum Staunen und Lachen bringt.

CHOREOGRAPHIE: Sir Frederick Ashton
MUSIK: Ferdinand Hérold arrangiert von John Lanchberry
BÜHNENBILD UND KOSTÜME: Osbert Lancaster
ERSTAUFFÜHRUNG BEIM STUTTGARTER BALLETT: 12. Mai 2000
MUSIKALISCHE LEITUNG: Wolfgang Heinz
URAUFFÜHRUNG: 28. Januar 1960, Royal Ballet, London

Ort:

Opernhaus

Termine:

Sa, 3.3.2018, 19:00 | Wiederaufnahme |
Mi, 7.3.2018, 19:00 |
Do, 8.3.2018, 18:00 |
Sa, 10.3.2018, 19:00 |
Sa, 17.3.2018, 19:00 |
Mo, 26.3.2018, 19:00 |

Stuttgarter Ballett

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Oberer Schloßgarten 6
D 70173 Stuttgart

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