STAATSGALERIE STUTTGART

Die Staatsgalerie Stuttgart gehört mit ihrem reichen Bestand an Gemälden und Plastiken vom 14. bis 20. Jahrhundert zu den meistbesuchten Museen Deutschlands, ihr Hauptsammelgebiet ist die Kunst des 20. Jahrhunderts. In der ständigen Sammlung sind derzeit ca. 800 Kunstwerke zu sehen und die Graphische Sammlung präsentiert in Sonderschauen Werke aus Ihrem 400.000 Blätter umfassenden Fundus. Jährlich finden ca. sieben bis acht Ausstellungen statt, die von einem reichen Führungsprogramm begleitet werden.

Sonderausstellungen

… nur Papier, und doch die ganze Welt …

200 Jahre Graphische Sammlung

Sa, 17.7.2010 - Mo, 1.11.2010

2010 feiert die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart ihr zweihundertjähriges Bestehen mit einer großen Sonderausstellung »…nur Papier, und doch die ganze Welt...«. Zum Jubiläum präsentiert sie sich in einem Reichtum wie nie zuvor mit Kunstwerken aus allen Epochen.

Zu sehen sind Werke der Alten Meister Martin Schongauer, Albrecht Dürer und Hans Burgkmair bis hin zu Rembrandt, der großen Italiener Raffael, Giambattista Tiepolo und Giovanni Battista Piranesi, der deutschen Romantiker Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge, der Franzosen Eugène Delacroix und Auguste Rodin als Buchillustratoren, der Vertreter der Klassischen Moderne mit Wassily Kandinsky, Pablo Picasso und Max Beckmann, der Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka und Otto Dix sowie der Vertreter der Pop Art, Andy Warhol und Roy Lichtenstein, bis hin zur Gegenwartskunst mit Tomma Abts, Tacita Dean und der Ikone der Punk- und New-Wave-Bewegung Patti Smith. In einer Auswahl von rund 300 herausragenden Arbeiten spiegelt sich die gesamte Kunst auf und mit Papier wider: Zeichnungen, Aquarelle, Druckgraphiken, illustrierte Bücher, Plakate, Collagen, Fotografien und Videokunst zum Thema Papier. Unter den Werken finden sich durchaus überraschende Blätter wie die skizzenhafte Bleistiftzeichnung eines kleinen Amors im Laufschritt von Caspar David Friedrich (1806) oder Kurioses wie der Papierknäuel work n° 88 von Martin Creed (1995). Die Graphische Sammlung lebt vom kontinuierlichen Ausbau ihrer Sammlung. Unter dem Titel Wunschzettel ist daher ein Raum innerhalb der Ausstellung den Neuerwerbungswünschen aus der Gegenwartskunst gewidmet: Leihgaben werden mit dem Ziel präsentiert, sie in Zusammenarbeit mit engagierten Förderern für die Sammlung zu erwerben. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hatje Cantz Verlag (308 Seiten, 250 Abbildungen), im Museumsshop zum Preis von 29,80 Euro erhältlich. Kuratoren: Dr. Corinna Höper, Dr. Hans-Martin Kaulbach, Alice Koegel Assistenz: Dr. des. Vera Klewitz, Dr. des. Dagmar Schmengler

Le diable à Paris

Eine Metropole im Wandel

Sa, 31.7.2010 | Ausstellungseröffnung

Sa, 31.7.2010 - So, 28.11.2010

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Le Diable à Paris, eine zweibändige Publikation von 1845/46, die das soziale Leben in Paris und Veränderungen des Stadtbilds auf humoristische Weise beschreibt. Der Teufel – zu bequem, diese Aufgabe selbst zu übernehmen – greift darin auf Werke berühmter Autoren des 19. Jahrhunderts zurück. Die Buchillustrationen finden ihren Widerhall in Karikaturen von Honoré Daumier und Fotografien von Charles Marville oder Eugène Atget. Die Perspektive der Grotesken von Charles Meryon und vor allem Étienne Moreau-Nélaton gewährt einen Überblick auf die Metropole im Wandel und ihre »Teufel im Detail«.

SAMMLUNGEN

Die historischen württembergischen Wurzeln und die internationale Ausrichtung nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmen heute den unverwechselbaren Charakter der Sammlungen. Ihr Spektrum umfasst Werke der europäischen Kunst des 14. bis 20. Jahrhunderts sowie der amerikanischen Avantgarde nach 1945. Verschiedene Hauptakzente finden sich in den jeweiligen Sammlungsbereichen hinsichtlich Künstler, Epochen oder Stilströmungen. Die vertretenen Kunstgattungen wie Malerei, Skulptur, Zeichnung, Graphik und Photo-Kunst zeigen darüber hinaus die Vielfalt der künstlerischen Techniken. Ein Anziehungspunkt für Forscher sind die vier Archive mit ihrem reichen Fundus an Briefen, Büchern und vielen weiteren Dokumenten.

Gemälde und Skulpturen
Das Spektrum der Sammlungen verdankt die Staatsgalerie ihrer ebenso langen wie wechselvollen Geschichte. Sie reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert, in die Zeit der württembergischen Herzöge. Deren Sammlungen bilden den Grundstock der Bestände Alter Meister. Gemäß dem Bildungsideal des 19. Jahrhunderts lag bald ein Schwerpunkt auf dem »Schwäbischen Klassizismus«, der heute einen singulären Platz einnimmt.

Im 20. Jahrhundert setzten erstmals kunsthistorisch ausgebildete Direktoren Akzente in den historischen Sammlungen und im Bereich der damaligen Avantgarde. Große Verluste durch Beschlagnahmungsaktionen der Nationalsozialisten und Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs brachten eine tief greifende Zäsur. Seit 1945 erfolgt der gezielte Auf- und Ausbau in den Sammlungsbereichen des 20. Jahrhunderts bis heute.

Graphische Sammlung
Zur Besonderheit einer Graphischen Sammlung gehört es, dass aus konservatorischen Gründen ihre reichen Schätze in kurzen Zeitabschnitten ausgestellt werden können. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Schwerpunkte unserer weit über 400.000 Blätter umfassenden Sammlung. Unser Ziel ist es, die hochkarätigen Werke auf Papier in einer Datenbank zu erfassen und so dem Publikum und der Wissenschaft verfügbar zu machen. Dafür suchen wir Sponsoren.

Wer Originale betrachten möchte, kann sich mittwochs (15.00 - 20.00 Uhr) im Studiensaal der Graphischen Sammlung die gewünschten Werke vorlegen lassen.

Barockgalerie – Die Staatsgalerie im Schloss Ludwigsburg
Die zum 300jährigen Jubiläum des Schlosses Ludwigsburg am 7. Mai 2004 eröffnete »Barockgalerie« zeigt Gemälde aus dem Besitz der Staatsgalerie Stuttgart. Deutsche und italienische Malerei des 17. und 18. Jahrhundert bildet den Schwerpunkt des Bestandes, dessen Grundstock auf die herzogliche Sammlung in Schloss Ludwigsburg selbst zurückgeht.

Die Sammlungen des Grafen Gustav Adolf von Gotter und des Burggrafen Roeder bereicherten diese eher bescheidene Kollektion um herausragende Werke des deutschen Barock. Wichtige italienische, vor allem venezianische Gemälde gelangten durch die 1852 erworbene Pinakothek Barbini-Breganze in die Sammlung.

Eine gezielte Ankaufspolitik setzte jedoch erst nach dem 2. Weltkrieg ein. Die weitaus größte Zahl der in Ludwigsburg gezeigten Werke gelangte erst in dieser Zeit in das Museum.

Archive
Die Staatsgalerie verwahrt umfangreiche Archivbestände von den beiden Stuttgarter Künstlern Oskar Schlemmer und Adolf Hölzel. Daneben besitzt sie den Nachlass des Kunsthistorikers Will Grohmann.

Der Forschung zugänglich ist auch das Archiv Sohm, die weltweit größte Sammlung intermediärer Kunst wie z.B. Fluxus, Happening, Beat und Underground, Wiener Aktionismus und Konkrete Poesie.

Recherchen vor Ort sind nach Voranmeldung möglich.

Neue Perspektiven in der Sammlung
Ein »museum in motion« fördert den Dialog zwischen Kunst und Betrachter. Die Staatsgalerie stellt deshalb ihre eigenen Bestände vermehrt in den Vordergrund, indem sie unter dem Motto »Neue Perspektiven in der Sammlung« von Zeit zu Zeit die Präsentation ihrer Kunstwerke in den einzelnen Bereichen verändert und damit neue Sichtweisen eröffnet.

Das Museum wird dergestalt zum Ort der Kunst, in dem Werke untereinander und mit dem Betrachter immer wieder in neue »Dialoge« treten.

STAATSGALERIE STUTTGART

Konrad-Adenauer-Str. 30 - 32
70173 Stuttgart

Telefon: +49 (0)711 . 470 40 0
Fax: +49 (0)711 . 236 99 83
E-Mail: info@staatsgalerie.de

Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr - So 10.00 - 18.00 Uhr
Do 10.00 - 21.00 Uhr
Mo geschlossen

An Feiertagen
geöffnet zu den üblichen Zeiten, außer an Karfreitag, Heilig Abend und 1. Weihnachtsfeiertag: geschlossen

Studiensaal der Graphischen Sammlung:
mittwochs 15.00 - 20.00 Uhr und nach Vereinbarung; Eingang Urbanstraße 41

Archive:
Besuche nach Vereinbarung


Anfahrt
Stadtbahn U1, U2, U4, U9, U14
BusLinien 40, 42, 43