Staatsgalerie Stuttgart

Die Staatsgalerie Stuttgart gehört mit ihrem reichen Bestand an Meisterwerken vom 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu den beliebtesten Museen Deutschlands. Der imposante Museumskomplex sowie unsere Sammlung spiegeln die Verbindung von Tradition und Moderne wider.
Auf rund 12.000 m2, verteilt auf den Altbau von 1843, den berühmten postmodernen Stirling-Bau und die 2002 errichteten Steib-Hallen, präsentieren wir unsere hochkarätige Kollektion. Zu den bedeutenden Beständen zählen rund 400.000 Werke der Graphischen Sammlung, altschwäbische Tafelmalerei sowie herausragende Werke des Schwäbischen Klassizismus des 19. Jahrhunderts. Zweifellos bildet die Klassische Moderne mit Werken aus den Jahren von 1900 bis 1980 den Sammlungsschwerpunkt unseres Museums. Besondere Highlights sind Oskar Schlemmers »Figurinen zum Triadischen Ballett« aus den frühen 1920er- Jahren, die berühmten »Rückenakte« (1909-1930) von Henri Matisse, zahlreiche Werke Picassos, u.a. die Skulpturengruppe »Die Badenden« (1956) und der vom Künstler noch persönlich eingerichtete Joseph Beuys-Raum.


Sonderausstellungen

Der Meister von Meßkirch

Katholische Pracht in der Reformationszeit

Fr, 8.12.2017 | Eröffnung

Fr, 8.12.2017 - Mo, 2.4.2018

Im Reformationsjahr 2017 widmet die Staatsgalerie dem Meister von Meßkirch erstmals eine umfassende monographische Ausstellung. Der Meister von Meßkirch gehört zu den bedeutendsten deutschen Malern der frühen Neuzeit. Obschon sich der ausschließlich im oberschwäbischen Raum tätige Künstler als historisch verbürgte Person bis heute nicht sicher fassen lässt, ist sein Rang als herausragender Kolorist seit langem unbestritten. Seine Altarbilder beanspruchen höchstes historisches Interesse, da sie – entgegen der sich in Württemberg fast flächendeckend durchsetzenden Reformation – das regionale Festhalten am altgläubigen Bekenntnis dokumentieren. Ein Großteil seiner heute verstreut in Museen und Privatsammlungen Europas und der USA befindlichen Tafelbilder und Zeichnungen sind in der Ausstellung vereint zu sehen. In aufschlussreichen Konstellationen mit annähernd zeitgleich entstandenen Werken protestantischer Ausrichtung präsentiert, kann so ein differenzierter Eindruck von den künstlerischen Ausdrucksformen im Zeitalter der Reformation vermittelt werden.

Unter der Schirmherrschaft von Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

Marcel Duchamp

zu Gast im Schaufenster Sohm

Do, 26.10.2017 - So, 18.2.2018

Marcel Duchamp (1887-1968) bleibt bis heute einer der wichtigsten Wegbereiter für eine Neudefinition von Kunst. Indem er einen Alltagsgegenstand zum Kunstwerk erhob und damit das "Ready-made" erfand, revolutionierte er die Kunstgeschichte. Duchamp wurde mit seinen Ideen zum Vordenker einer ganzen Generation von Konzeptkünstlern. Bis heute haben seine Werke und Schriften eine immense Bedeutung für die Gegenwartskunst.

Konzipiert als Hommage an den legendären "Flaschentrockner", den Duchamp 1914 als gewöhnlichen Haushaltsgegenstand kaufte und anschließend zum Kunstwerk erklärte, zeigen wir erstmals einen Einblick in unseren umfangreichen Marcel Duchamp-Bestand. Ergänzt wird der Sammlungsbestand durch ein einzigartiges Archiv, das von dem Schweizer Künstler und Duchamp-Forscher Serge Stauffer zwischen 1950 und 1989 zusammengetragen wurde.

Das Gastspiel von Marcel Duchamp im "Schaufenster Sohm" ist gemeinsam mit einem international besetzten Workshop am 26./27. Oktober 2017 Auftakt für ein umfangreiches Ausstellungsprojekt, das 2018 bei uns zu sehen sein wird.

Offenes Depot 03
Simon Starling

seit 26. Oktober

In der dritten Ausstellung dieser Reihe präsentiert Simon Starling (*1967 in Epsom/Großbritannien, lebt und arbeitet in Kopenhagen) seine Auswahl aus den Archiven und Depots der Staatsgalerie Stuttgart mit eigenen und in diesem Zusammenhang auch neu entstandenen Arbeiten. Ausgangspunkt für sein Projekt ist das Fotoatelier samt seinem Archiv, das heute mehrere 10.000 Schwarzweiß-Negative, Diapositive und Abzüge von Aufnahmen einzelner Werke wie von Sammlungspräsentationen, Ausstellungen und Eröffnungen beherbergt. Starlings Recherche gilt Dokumentation und Dokumenten, die Sammlungspräsentationen und ihre Geschichte zeigen. Der Fokus liegt auf den Jahren der Wiedereröffnung des Museums nach dem Zweiten Weltkrieg. Gemeinsam mit den Fotografen der Staatsgalerie Stuttgart arbeitet der Künstler und Träger des Turner Prize (2005) im Fotoatelier des Museums. Dabei reaktiviert er auch die inzwischen ausgediente, aber noch vorhandene analoge Technik, um neue Arbeiten für diese Ausstellung zu produzieren und damit aus seiner Perspektive ein Stück Geschichte der Institution zu „erzählen“.

SAMMLUNGEN

Die historischen württembergischen Wurzeln und die internationale Ausrichtung nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmen heute den unverwechselbaren Charakter der Sammlungen. Ihr Spektrum umfasst Werke der europäischen Kunst des 14. bis 20. Jahrhunderts sowie der amerikanischen Avantgarde nach 1945. Verschiedene Hauptakzente finden sich in den jeweiligen Sammlungsbereichen hinsichtlich Künstler, Epochen oder Stilströmungen. Die vertretenen Kunstgattungen wie Malerei, Skulptur, Zeichnung, Graphik und Photo-Kunst zeigen darüber hinaus die Vielfalt der künstlerischen Techniken. Ein Anziehungspunkt für Forscher sind die vier Archive mit ihrem reichen Fundus an Briefen, Büchern und vielen weiteren Dokumenten.

Gemälde und Skulpturen
Das Spektrum der Sammlungen verdankt die Staatsgalerie ihrer ebenso langen wie wechselvollen Geschichte. Sie reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert, in die Zeit der württembergischen Herzöge. Deren Sammlungen bilden den Grundstock der Bestände Alter Meister. Gemäß dem Bildungsideal des 19. Jahrhunderts lag bald ein Schwerpunkt auf dem »Schwäbischen Klassizismus«, der heute einen singulären Platz einnimmt.

Im 20. Jahrhundert setzten erstmals kunsthistorisch ausgebildete Direktoren Akzente in den historischen Sammlungen und im Bereich der damaligen Avantgarde. Große Verluste durch Beschlagnahmungsaktionen der Nationalsozialisten und Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs brachten eine tief greifende Zäsur. Seit 1945 erfolgt der gezielte Auf- und Ausbau in den Sammlungsbereichen des 20. Jahrhunderts bis heute.

Graphische Sammlung
Zur Besonderheit einer Graphischen Sammlung gehört es, dass aus konservatorischen Gründen ihre reichen Schätze in kurzen Zeitabschnitten ausgestellt werden können. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Schwerpunkte unserer weit über 400.000 Blätter umfassenden Sammlung. Unser Ziel ist es, die hochkarätigen Werke auf Papier in einer Datenbank zu erfassen und so dem Publikum und der Wissenschaft verfügbar zu machen. Dafür suchen wir Sponsoren.

Wer Originale betrachten möchte, kann sich mittwochs (15.00 - 20.00 Uhr) im Studiensaal der Graphischen Sammlung die gewünschten Werke vorlegen lassen.

Barockgalerie – Die Staatsgalerie im Schloss Ludwigsburg
Die zum 300jährigen Jubiläum des Schlosses Ludwigsburg am 7. Mai 2004 eröffnete »Barockgalerie« zeigt Gemälde aus dem Besitz der Staatsgalerie Stuttgart. Deutsche und italienische Malerei des 17. und 18. Jahrhundert bildet den Schwerpunkt des Bestandes, dessen Grundstock auf die herzogliche Sammlung in Schloss Ludwigsburg selbst zurückgeht.

Die Sammlungen des Grafen Gustav Adolf von Gotter und des Burggrafen Roeder bereicherten diese eher bescheidene Kollektion um herausragende Werke des deutschen Barock. Wichtige italienische, vor allem venezianische Gemälde gelangten durch die 1852 erworbene Pinakothek Barbini-Breganze in die Sammlung.

Eine gezielte Ankaufspolitik setzte jedoch erst nach dem 2. Weltkrieg ein. Die weitaus größte Zahl der in Ludwigsburg gezeigten Werke gelangte erst in dieser Zeit in das Museum.

Archive
Die Staatsgalerie verwahrt umfangreiche Archivbestände von den beiden Stuttgarter Künstlern Oskar Schlemmer und Adolf Hölzel. Daneben besitzt sie den Nachlass des Kunsthistorikers Will Grohmann.

Der Forschung zugänglich ist auch das Archiv Sohm, die weltweit größte Sammlung intermediärer Kunst wie z.B. Fluxus, Happening, Beat und Underground, Wiener Aktionismus und Konkrete Poesie.

Recherchen vor Ort sind nach Voranmeldung möglich.

Neue Perspektiven in der Sammlung
Ein »museum in motion« fördert den Dialog zwischen Kunst und Betrachter. Die Staatsgalerie stellt deshalb ihre eigenen Bestände vermehrt in den Vordergrund, indem sie unter dem Motto »Neue Perspektiven in der Sammlung« von Zeit zu Zeit die Präsentation ihrer Kunstwerke in den einzelnen Bereichen verändert und damit neue Sichtweisen eröffnet.

Das Museum wird dergestalt zum Ort der Kunst, in dem Werke untereinander und mit dem Betrachter immer wieder in neue »Dialoge« treten.

Staatsgalerie Stuttgart

Konrad-Adenauer-Str. 30 - 32
D 70173 Stuttgart

Telefon: +49 (0)711 . 470 40 0
Fax: +49 (0)711 . 236 99 83
E-Mail: info@staatsgalerie.de

Öffnungszeiten
10.00 - 18.00 Uhr
Do 10.00 - 20.00 Uhr
Mo geschlossen

An Feiertagen
geöffnet zu den üblichen Zeiten, außer an Karfreitag, Heilig Abend und 1. Weihnachtsfeiertag: geschlossen

Studiensaal der Graphischen Sammlung:
mittwochs 15.00 - 20.00 Uhr und nach Vereinbarung; Eingang Urbanstraße 41

Archive:
Besuche nach Vereinbarung

Anfahrt
Stadtbahn U1, U2, U4, U9, U14
BusLinien 40, 42, 43