STAATSGALERIE STUTTGART
Die Staatsgalerie Stuttgart gehört mit ihrem reichen Bestand an Gemälden und Plastiken vom 14. bis 20. Jahrhundert zu den meistbesuchten Museen Deutschlands, ihr Hauptsammelgebiet ist die Kunst des 20. Jahrhunderts. In der ständigen Sammlung sind derzeit ca. 800 Kunstwerke zu sehen und die Graphische Sammlung präsentiert in Sonderschauen Werke aus Ihrem 400.000 Blätter umfassenden Fundus. Jährlich finden ca. sieben bis acht Ausstellungen statt, die von einem reichen Führungsprogramm begleitet werden.
Sonderausstellungen
Russ, Kohle, Bleistift
Hermann Pleuers Eisenbahnzeichnungen
Sa, 17.9.2011 - So, 12.2.2012


Hermann Pleuer, »Tender- und Schlepptenderlokomotiven im Bahnbetriebswerk Esslingen«, 1907, Sammlung Schloss Fachsenfeld
2011 jährt sich der Todestag des Künstlers, der gerne als Hauptvertreter des ‚Schwäbischen Impressionismus’ bezeichnet wird, zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass zeigt die Staatsgalerie eine Auswahl aus dem reichen Bestand an Zeichnungen Pleuers zum Thema Eisenbahn. Die Blätter entstammen der Sammlung Schloss Fachsenfeld, die sich als Depositum in der Graphischen Sammlung befindet. In rasch festgehaltenen Eindrücken und detaillierten Studien erfasste Pleuer die harte Arbeit in der Maschinenfabrik, die Technik der Lokomotiven, fahrende Züge in der Landschaft, städtische Eisenbahnarchitektur sowie die Atmosphäre im Bahnhof.Eine interessante Ergänzung bilden Fotografien, Blaupausen und Postkarten aus dem Firmenarchiv der Maschinenfabrik Esslingen, dem Entstehungsort der von Pleuer gezeichneten Lokomotiven. Der Vergleich mit diesen historischen Dokumenten zeigt Pleuers bisweilen sehr realistischen Blick.
SAMMLUNGEN
Die historischen württembergischen Wurzeln und die internationale Ausrichtung nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmen heute den unverwechselbaren Charakter der Sammlungen. Ihr Spektrum umfasst Werke der europäischen Kunst des 14. bis 20. Jahrhunderts sowie der amerikanischen Avantgarde nach 1945. Verschiedene Hauptakzente finden sich in den jeweiligen Sammlungsbereichen hinsichtlich Künstler, Epochen oder Stilströmungen. Die vertretenen Kunstgattungen wie Malerei, Skulptur, Zeichnung, Graphik und Photo-Kunst zeigen darüber hinaus die Vielfalt der künstlerischen Techniken. Ein Anziehungspunkt für Forscher sind die vier Archive mit ihrem reichen Fundus an Briefen, Büchern und vielen weiteren Dokumenten.
Gemälde und Skulpturen
Das Spektrum der Sammlungen verdankt die Staatsgalerie ihrer ebenso langen wie wechselvollen Geschichte. Sie reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert, in die Zeit der württembergischen Herzöge. Deren Sammlungen bilden den Grundstock der Bestände Alter Meister. Gemäß dem Bildungsideal des 19. Jahrhunderts lag bald ein Schwerpunkt auf dem »Schwäbischen Klassizismus«, der heute einen singulären Platz einnimmt.
Im 20. Jahrhundert setzten erstmals kunsthistorisch ausgebildete Direktoren Akzente in den historischen Sammlungen und im Bereich der damaligen Avantgarde. Große Verluste durch Beschlagnahmungsaktionen der Nationalsozialisten und Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs brachten eine tief greifende Zäsur. Seit 1945 erfolgt der gezielte Auf- und Ausbau in den Sammlungsbereichen des 20. Jahrhunderts bis heute.
Graphische Sammlung
Zur Besonderheit einer Graphischen Sammlung gehört es, dass aus konservatorischen Gründen ihre reichen Schätze in kurzen Zeitabschnitten ausgestellt werden können. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Schwerpunkte unserer weit über 400.000 Blätter umfassenden Sammlung. Unser Ziel ist es, die hochkarätigen Werke auf Papier in einer Datenbank zu erfassen und so dem Publikum und der Wissenschaft verfügbar zu machen. Dafür suchen wir Sponsoren.
Wer Originale betrachten möchte, kann sich mittwochs (15.00 - 20.00 Uhr) im Studiensaal der Graphischen Sammlung die gewünschten Werke vorlegen lassen.
Barockgalerie – Die Staatsgalerie im Schloss Ludwigsburg
Die zum 300jährigen Jubiläum des Schlosses Ludwigsburg am 7. Mai 2004 eröffnete »Barockgalerie« zeigt Gemälde aus dem Besitz der Staatsgalerie Stuttgart. Deutsche und italienische Malerei des 17. und 18. Jahrhundert bildet den Schwerpunkt des Bestandes, dessen Grundstock auf die herzogliche Sammlung in Schloss Ludwigsburg selbst zurückgeht.
Die Sammlungen des Grafen Gustav Adolf von Gotter und des Burggrafen Roeder bereicherten diese eher bescheidene Kollektion um herausragende Werke des deutschen Barock. Wichtige italienische, vor allem venezianische Gemälde gelangten durch die 1852 erworbene Pinakothek Barbini-Breganze in die Sammlung.
Eine gezielte Ankaufspolitik setzte jedoch erst nach dem 2. Weltkrieg ein. Die weitaus größte Zahl der in Ludwigsburg gezeigten Werke gelangte erst in dieser Zeit in das Museum.
Archive
Die Staatsgalerie verwahrt umfangreiche Archivbestände von den beiden Stuttgarter Künstlern Oskar Schlemmer und Adolf Hölzel. Daneben besitzt sie den Nachlass des Kunsthistorikers Will Grohmann.
Der Forschung zugänglich ist auch das Archiv Sohm, die weltweit größte Sammlung intermediärer Kunst wie z.B. Fluxus, Happening, Beat und Underground, Wiener Aktionismus und Konkrete Poesie.
Recherchen vor Ort sind nach Voranmeldung möglich.
Neue Perspektiven in der Sammlung
Ein »museum in motion« fördert den Dialog zwischen Kunst und Betrachter. Die Staatsgalerie stellt deshalb ihre eigenen Bestände vermehrt in den Vordergrund, indem sie unter dem Motto »Neue Perspektiven in der Sammlung« von Zeit zu Zeit die Präsentation ihrer Kunstwerke in den einzelnen Bereichen verändert und damit neue Sichtweisen eröffnet.
Das Museum wird dergestalt zum Ort der Kunst, in dem Werke untereinander und mit dem Betrachter immer wieder in neue »Dialoge« treten.
STAATSGALERIE STUTTGART
Konrad-Adenauer-Str. 30 - 32
D-70173 Stuttgart
Telefon: +49 (0)711 . 470 40 0
Fax: +49 (0)711 . 236 99 83
E-Mail:
info@staatsgalerie.de
Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr - So 10.00 - 18.00 Uhr
Do 10.00 - 21.00 Uhr
Mo geschlossen
An Feiertagen
geöffnet zu den üblichen Zeiten, außer an Karfreitag, Heilig Abend und 1. Weihnachtsfeiertag: geschlossen
Studiensaal der Graphischen Sammlung:
mittwochs 15.00 - 20.00 Uhr und nach Vereinbarung; Eingang Urbanstraße 41
Archive:
Besuche nach Vereinbarung
Anfahrt
Stadtbahn U1, U2, U4, U9, U14
BusLinien 40, 42, 43