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Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie

Die Philharmonie ist seit mehr als 50 Jahren das musikalische Herz Berlins. Bei der Eröffnung 1963 noch an der Peripherie West-Berlins gelegen, wurde sie nach der Wiedervereinigung Teil der neuen urbanen Mitte. Ihre ungewöhnliche, zeltartige Form und ihre weithin leuchtende, gelbe Farbe macht sie zu einem der Wahrzeichen der Stadt. An ihrer ungewöhnlichen Architektur und der neuartigen Konzeption des Konzertsaals entzündeten sich anfangs Kontroversen, mittlerweile dient sie als Vorbild für Konzerthäuser in der ganzen Welt. »Ein Mensch im Angesicht eines andern, gereicht in Kreise, in mächtig schwingendem Bogen um strebende Kristall-Pyramide.« Bereits 1920 notierte der Architekt Hans Scharoun jene Worte als Vision für den idealen Theaterraum. Aus dieser Idee entwickelte er 35 Jahre später den Großen Saal der Philharmonie, in der das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt bildet.

Musik und Mensch im Mittelpunkt

Seit dem Eröffnungskonzert unter Leitung von Herbert von Karajan haben die Berliner Philharmoniker zusammen mit großartigen Dirigenten und Solisten ihrem Publikum viele grandiose Konzerte beschert. Im Oktober 2013 feierten das Orchester und sein Chefdirigent Sir Simon Rattle den 50. Geburtstag ihres Hauses mit drei ganz unterschiedlichen Konzertereignissen, die die besonderen akustischen Möglichkeiten der Philharmonie eindrucksvoll zur Geltung brachten: die doppelchörige Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der Inszenierung von Peter Sellars, das Festkonzert am 20. Oktober, das unter dem Motto »Raumklang« stand, und Arnold Schönbergs Gurre-Lieder.

Unsere Philharmonie-Sonderseite will Sie einladen, in die Geschichte, Architektur und Akustik dieses faszinierenden Hauses einzutauchen: mit Textbeiträgen aus verschiedenen Publikationen, mit einer kleinen Bildergalerie, die den Bau der Philharmonie von der Urskizze bis zur Fertigstellung dokumentiert, mit einem Video und unserer Geschichtssektion, in der Sie nicht nur viel Wissenswertes über das philharmonische Leben seid Erbauung des Konzertsaals finden, sondern einen gesamten Überblick über die Orchestergeschichte von der Gründung des »Philharmonischen Orchesters« bis heute.

Kontakt

Berliner Philharmonie

Herbert-von-Karajan-Str. 1
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30.254 88-0

 

Ticket-Hotline.: +49 (0)30.254 88-999

Anfahrtsmöglichkeiten

mit der U-Bahn:
Linie U2 - Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park

mit der S-Bahn:
Linien S1, S2, S25 Potsdamer Platz

mit dem Bus direkt bis zur Philharmonie:
Linien 148 (Philharmonie), 200 (Philharmonie), 248 (Kemperplatz)
weitere Buslinien: 129 und 341 (Potsdamer Brücke), 348 (Kulturforum)

mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

Bewertungschronik

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Konzert

Jakub Hrůša präsentiert symphonische Dramen und eine Entdeckung

Berliner Philharmoniker
Jakub Hrůša, Dirigent
Stéphanie d'Oustrac, Mezzosopran


Miloslav Kabeláč: Mysterium času (Mysterium der Zeit), Passacaglia für großes Orchester op. 31
Antonín Dvořák: Othello, Konzertouvertüre op. 93
Hector Berlioz: Cléopâtre, Scène lyrique
Béla Bartók: Der wunderbare Mandarin, Suite Sz 73

Bei seinem philharmonischen Debüt im Oktober 2018 erwies sich Jakub Hrůša als begnadeter Geschichtenerzähler: Mit der Aufführung u. a. von Antonín Dvořáks Tondichtung Das goldene Spinnrad stellte er die musikalische Version eines der bekanntesten tschechischen Märchen vor. Nun kehrt der Chefdirigent der Bamberger Symphoniker zum zweiten Mal ans Pult der Berliner Philharmoniker zurück und hat wieder eine mitreißende Tondichtung des tschechischen Komponisten auf das Programm gesetzt: die Konzertouvertüre Othello, die von William Shakespeares gleichnamigen Drama inspiriert ist und eine der destruktivsten Seiten des menschlichen Seins behandelt: Eifersucht, Rachedurst, Wut, zudem auch Liebe, Verzweiflung, Schmerz, und schließlich Reue – Dvořák führt den Titelhelden durch ein weitgespanntes emotionales Spektrum.

Auch Hector Berlioz weiß extreme Seelenlagen wirkungsvoll in Musik zu setzen. In seiner Scène lyrique Cléopâtre geht es um die letzten Augenblicke der ägyptischen Königin vor ihrem Freitod durch einen Schlangenbiss. Sie erinnert sich an glorreiche Zeiten und trauert um den Verlust ihrer Schönheit und Macht. Die Mezzosopranistin Stéphanie d’Oustrac, die als Spezialistin für das französische Repertoire gilt und nach fast 15 Jahren zu den Philharmonikern zurückkehrt, verleiht Kleopatra ihre Stimme. Noch am Anfang seiner Komponistenkarriere stehend bewies Berlioz in diesem Werk, welch revolutionäres Potenzial in ihm steckt. Sein exzentrischer Stil fand bei den Zeitgenossen allerdings noch wenig Anklang.

Einen regelrechten Skandal löste 1926 die Kölner Uraufführung von Béla Bartóks grotesker Ballettpantomime Der wunderbare Mandarin aus. Der ungarische Komponist spiegelt in diesem Werk das apokalyptische Lebensgefühl jener Zeit wider – mit einer aggressiven Motorik, einer atonalen Harmonik und einer expressiven, verstörenden Klangsprache. Das Ballett, aus dem Bartók zwei Jahre nach der Uraufführung eine Konzertfassung in Suitenform zusammenstellte, handelt von einem jungen Mädchen, das von gewissenlosen Zuhältern verschachert werden soll. Drei berührende Geschichten, drei packende Kompositionen.

Den Kontrast dazu bildet das erste Stück des Programms: Mysterium času, in dem Miloslav Kabeláč dem Phänomen der Zeit nachspürt. Der 1908 in Prag geborene Komponist hatte während des Nationalsozialismus und des kommunistischen Regimes in seinem Land keine Chance auf Erfolg. Das prägte seinen Stil. »Seine Stücke sind Studien, was Musik ohne außermusikalische Hilfe ausdrücken kann «, erklärt Hrůša, für den Kabeláč einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts ist.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Jakub Hrůša präsentiert symphonische Dramen und eine Entdeckung

Familienprogramm

Familienkonzert − Merry QUIZmas

Bläser der Berliner Philharmoniker
Sarah Willis, Horn und Moderation
Malte Arkona, Moderation


Hier sind die kleinen und großen Querdenker, Rätselköniginnen und Quizmeister gefragt! Denn unter dem Motto Merry QUIZmas! läuten die Berliner Philharmoniker im Rahmen ihres Education-Programms die Weihnachtszeit ein. Hierfür haben die moderierende Hornistin (oder Horn spielende Moderatorin?) Sarah Willis und die Bläser des Orchesters Malte Arkona eingeladen, der bereits mehrfach in der Berliner Philharmonie für gute Laune gesorgt hat. Das Universaltalent hat sich neben seiner Tätigkeit als Moderator für »Die beste Klasse Deutschlands« (seit 2009 im KiKA) als Synchronsprecher (zuletzt als Turbo im Kinofilm Turbo – kleine Schnecke, großer Traum) sowie als Sänger einen Namen gemacht und gewann bereits drei »ECHO Klassik«-Preise (2013, 2014 und 2015) in der Kategorie »Klassik für Kinder«. Sein Motto: »Man muss als Musikvermittler nicht überreden. Das schafft die Musik schon selber.«

In diesem vorweihnachtlichen Familienkonzert werden Sarah Willis und Malte Arkona die Philharmonie in eine Quizshow mit dem »besten Berliner-Philharmoniker-Publikum Deutschlands« verwandeln. Während sich die Bläser des Orchesters schon einmal in Weihnachtsstimmung spielen, testen die beiden kongenialen Quizmaster das Publikum mit spannenden Fragen zu den Themen Musik, Instrumente, Orchester und natürlich Weihnachten auf Herz und Nieren. Wer weiß etwa, warum die Querflöte zu den Holzblasinstrumenten zählt, oder was ein Flexaton ist? Und wann dürfen sich eigentlich die Kinder in Spanien auf ihre Geschenke freuen? Ob Sarah Willis und Malte Arkona ihrerseits die weniger musikalische als meteorologische Frage beantworten können, ob es wohl in diesem Jahr an Weihnachten wieder Schneeflocken geben wird, bleibt allerdings abzuwarten …

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Kammermusik

Mahler Chamber Orchestra

Kammermusik

Mahler Chamber Orchestra
François-Xavier Roth, Dirigent
Holger Groschopp, Klavier
Stefan Dohr, Horn


Joseph Haydn: Symphonie Nr. 22 Es-Dur »Der Philosoph«
Bohuslav Martinů: Doppelkonzert für zwei Streichorchester, Klavier und Pauken H 271
György Ligeti: Hamburgisches Konzert für Horn und Kammerorchester
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 103 Es-Dur »Mit dem Paukenwirbel«

1997 von Mitgliedern des Gustav Mahler Jugendorchesters gegründet, hat sich das von Claudio Abbado geförderte, künstlerisch maßgeblich von der Zusammenarbeit mit seinem heutigen Ehrendirigenten Daniel Harding geprägte Mahler Chamber Orchestra in kurzer Zeit zu einem der profiliertesten, laut Le Monde sogar zu einem der besten Kammerorchester unserer Zeit entwickelt. Sowohl die Präzision seines Zusammenspiels als auch die stilistische Wandlungsfähigkeit sind es, die dem Mahler Chamber Orchestra ein Repertoire eröffnen, das von der Wiener Klassik bis zur Musik unserer Tage reicht. Geradezu exemplarisch werden diese Qualitäten im heutigen Konzert unter der Leitung des französischen Dirigenten François-Xavier Roth zu erleben sein.

Den Rahmen des Programms bildet Musik von Joseph Haydn. Dieser überraschte während seiner zweiten Londoner Saison in den Jahren 1794/1795 das Publikum u. a. mit sechs neuen Symphonien (Nr. 99 bis Nr. 104), mit denen er sein umfangreiches und zukunftsweisendes symphonisches Schaffen krönte. Setzten sich seine frühen Symphonien noch mit barocken Formtraditionen auseinander – darunter jene 1764 entstandene in Es-Dur, die später den Beinamen Der Philosoph erhielt – hatte Haydn in den 1770er-Jahren bereits zu jenem viersätzigen Satzmodell gefunden, das bis weit in die Romantik grundlegend für die Gattung blieb. Später übertrug er die in seinen Streichquartetten op. 33 entwickelte »ganz neue, besondere Art« (Haydn) der motivischen Verflechtung aller Stimmen auf seine sechs für die Pariser Concerts de la Loge Olympique komponierten Symphonien (Nr. 82 bis Nr. 87). Die Summe seiner Erfahrungen zog er schließlich in den zwölf »Londoner« Symphonien: Haydns spielerischer Umgang mit dem musikalischen Material gibt selbst diffiziler Motivkonstruktion den Anschein spontaner – und noch dazu eingängiger – Erfindungen. Seine Beherrschung der Form ist so überlegen, dass er in fast jedem Satz mit einer überraschenden Wendung wie dem berühmten Paukenwirbel zu Beginn des Kopfsatzes seiner Symphonie Nr. 103 aufwarten kann.

Zwischen den beiden Symphonien Haydns stehen zwei konzertante Werke des 20. Jahrhunderts auf dem Programm: das 1938 entstandene, an das Modell des barocken Concerto grosso anknüpfende Doppelkonzert für zwei Streichorchester, Klavier und Pauken des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů sowie György Ligetis Hamburgisches Konzert für Horn und Kammerorchester aus den Jahren 1998/1999, in dem der philharmonische Solohornist Stephan Dohr als Solist zu hören sein wird.

Mit freundlicher Unterstützung der Aventis Foundation.

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Konzert

Lunchkonzert

Tobias Feldmann, Violine
Jonian Ilias Kadesha, Violine
Sebastian Krunnies, Viola
Seungmin Kang, Violoncello
Han-Wen Jennifer Yu, Klavier


Franz Schubert: Notturno Es-Dur D 897
Dmitri Schostakowitsch: Klavierquintett g-Moll op. 57

Bei den Lunchkonzerten sind grundsätzlich Besucher aller Altersgruppen herzlich willkommen. Bitte beachten Sie aber, dass – anders als bei den Familien- und Kinderkonzerten unserer Education-Abteilung – die Konzeption der Lunchkonzerte nicht explizit auf Kinder ausgerichtet ist.

Mit Rücksicht auf die ausführenden Künstler und die anderen Konzertgäste bitten wir interessierte Eltern, vor dem Besuch eines Lunchkonzertes abzuwägen, ob ihr Kind ca. 45 Minuten still sitzen kann und möchte.

Eintritt frei

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Kammermusik

Kirill Gerstein Klavier

Eine Reise durch Zentraleuropa

Kirill Gerstein, Klavier

Franz Liszt: Ungarischer Geschwindmarsch S. 233
Franz Liszt: Mephisto-Polka S. 217
Franz Liszt: Czárdás obstiné S. 225
Thomas Adès: Blanca Variations aus der Oper The Exterminating Angel
Johannes Brahms: Variationen über ein ungarisches Lied op. 21 Nr. 2
Béla Bartók: Klaviersonate Sz 80
Joseph Haydn: Fantasia C-Dur Hob. XVII:4
György Kurtág: Játékok Spiele (Auswahl)
Franz Schubert: Fantasie C-Dur D 760 »Wanderer-Fantasie« (Bearbeitung von Franz Liszt)

Wenn Kirill Gerstein in die Tasten greift, wirken selbst die wuchtigsten Passagen transparent und fast schwerelos. Sein Spiel besitzt Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit, gleichzeitig erscheint jede Note wohl platziert, jeder Takt vollkommen durchdacht. Es gebe – so der Künstler einmal in einem Interview – in den Werken großer Komponisten keine »Nebensächlichkeiten«. Diese Einstellung, das merkt der Hörer sofort, prägt sein Musizieren. Nach seinem Konzertdebüt beim Züricher Tonhalle-Orchester im Jahr 2000 nahm die internationale Konzertkarriere des jungen Russen rasant an Fahrt auf: 2001 gewann Kirill Gerstein den Internationalen Arthur-Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv, es folgten umjubelte Debüts u. a. bei der Staatskapelle Dresden, den Münchner und den Wiener Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, dem Los Angeles und dem New York Philharmonic, außerdem bei den Salzburger Festspielen und dem Lucerne Festival.

Im April 2016 debütierte er unter Leitung von Semyon Bychkov in den Orchesterkonzerten der Berliner Philharmoniker – mit dem Zweiten Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow, außerdem war er in den letzten Jahren öfters als Kammermusikpartner philharmonischer Musiker zu erleben. Jetzt gibt er zum ersten Mal in der philharmonischen Konzertreihe Klavier einen eigenen Soloabend. Eine Reise durch Zentraleuropa lautet der Titel seines Programms, das gleichzeitig einen zeitlichen Bogen von der Wiener Klassik bis zur zeitgenössischen Musik spannt. Hauptreiseziele dieses Abends sind Österreich und Ungarn. Vor allem die ungarische Musik steht im Zentrum seines Recitals – in verschiedenen Varianten: als Marsch oder Czárdás, virtuos ausgearbeitet von Franz Liszt, als Variationen über ein ungarisches Lied von Johannes Brahms, als Klaviersonate von Béla Bartók oder pianistische Lehrstücke von György Kurtág. Die restlichen Werke des Abends basieren auf Volksliedern: Thomas Adès hat seine Blanca Variations über ein spanisches Volkslied geschrieben, Joseph Haydn ließ sich von einem österreichischen Bauernlied zu seiner humorvollen Fantasia C-Dur inspirieren und Franz Schubert legte seiner monumentalen Wanderer-Fantasie die Melodie seines Lieds »Der Wanderer«zugrunde.

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Konzert

Karajan-Akademie

Akademie IV

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker
Reinhard Goebel, Leitung


Antonio Vivaldi: Concerto für zwei Oboen, zwei Klarinetten, Streicher und Basso continuo C-Dur RV 559
Antonio Vivaldi: Concerto für zwei Violoncelli, Streicher und Basso continuo g-Moll RV 531
Antonio Vivaldi: Concerto für drei Violinen, Streicher und Basso continuo F-Dur RV 551
Antonio Vivaldi: Concerto für vier Violinen, zwei Violen und Basso continuo B-Dur RV 553
Antonio Vivaldi: Concerto für zwei Oboen, zwei Klarinetten, Streicher und Basso continuo C-Dur RV 560
Antonio Vivaldi: Die vier Jahreszeiten op. 8

Die »vorzüglichste Musik« in Venedig, schrieb Charles de Brosses, »ist die der Ospedali. Es sind deren vier, alle von außerehelichen Mädchen oder Waisen besetzt und von solchen, die die Eltern nicht imstande sind aufzuziehen. Sie werden auf Staatskosten erzogen und man bildet sie einzig dazu aus, um sich in der Musik auszuzeichnen. Daher singen sie wie Engel und spielen Violine, Flöte, Orgel, Oboe, Violoncello, Fagott, kurz es ist ihnen kein Instrument so groß, um ihnen Angst einzuflößen.« Weiter schwärmte der französische Musikkenner: »Jenes der vier Ospedali, welches ich am häufigsten besuche und wo es mir am Besten gefällt, ist das der Pietà; es ist auch das erste wegen der Vollkommenheit des Orchesters. Welche Korrektheit der Ausführung! Hier allein hört man diese hervorragenden Stricharten, die zu Unrecht an der Pariser Oper gerühmt werden.«

Für das offenkundig brillante Ensemble der Pietà komponierte Antonio Vivaldi neben zahlreichen Vokalwerken auch die meisten seiner mehr als 500 Instrumentalkonzerte, die auf den berühmten Flötisten, Komponisten und Flötenlehrer Friedrichs des Großen, Johann Joachim Quantz, »einen nicht geringen Eindruck« machten. »Ich unterließ nicht, mir davon einen ziemlichen Vorrath zu sammeln. Die prächtigen Ritornelle des Vivaldi haben mir, in den künftigen Zeiten, zu einem guten Muster gedienet.«

Die Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker widmen sich unter Leitung von Reinhard Goebel einer Auswahl von Antonio Vivaldis Concerti »per vari strumenti«, in denen das barocke Prinzip des Wettstreits, der Zwiesprache und des Dialogs aufs anschaulichste gepflegt wird. Auch eine bekannte Sammlung ist an diesem Abend vertreten: der Konzertzyklus Le quattro stagioni (Die vier Jahreszeiten) op. 8, in dem Vivaldi die musikalische Illustrationskunst auf die Spitze trieb.

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Daniel Harding, Frank Peter Zimmermann und Christian Gerhaher

Berliner Philharmoniker
Daniel Harding, Dirigent
Frank Peter Zimmermann, Violine
Christian Gerhaher, Bariton


Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Gustav Mahler: Lieder aus Des Knaben Wunderhorn: Der Schildwache Nachtlied
Gustav Mahler: Lieder aus Des Knaben Wunderhorn: Wer hat dies Liedlein erdacht?
Gustav Mahler: Lieder aus Des Knaben Wunderhorn: Rheinlegendchen
Gustav Mahler: Lieder aus Des Knaben Wunderhorn: Das irdische Leben
Gustav Mahler: Symphoniesatz Blumine
Gustav Mahler: Lieder aus Des Knaben Wunderhorn: Wo die schönen Trompeten blasen
Gustav Mahler: Lieder aus Des Knaben Wunderhorn: Revelge
Gustav Mahler: Lieder aus Des Knaben Wunderhorn: Der Tamboursg'sell
Gustav Mahler: Lieder aus Des Knaben Wunderhorn: Urlicht

Anlässlich einer von Joseph Joachim als Solist bestrittenen Berliner Aufführung von Ludwig van Beethovens Violinkonzert bescheinigte die Neue Zeitschrift für Musik im Jahr 1853 dem Berliner Publikum, dass es »so gern Alles bekrittelt und bewitzelt und deßhalb das blasierteste der Welt genannt wird«. Nun, die Zeiten haben sich geändert, und heute dürften hiesige Konzertgänger nicht zuletzt auch Dank der Berliner Philharmoniker international zu den musikalisch verwöhntesten zählen.

Mit Frank Peter Zimmermann nimmt sich in diesen drei philharmonischen Konzerten ein Musiker des Soloparts in Beethovens Violinkonzert an, der weltweit dafür bekannt ist, höchsten Ansprüchen gerecht zu werden. Seit seinem philharmonischen Debüt im Jahre 1985 hat der aus Duisburg stammende Geiger dem Berliner Publikum eine Reihe denkwürdiger philharmonischer Konzerterlebnisse beschert, darunter 2003 die Uraufführung von Matthias Pintschers Violinkonzert en sourdine oder 2016 die deutsche Erstaufführung des Zweiten Violinkonzerts von Magnus Lindberg.

Mit Beethovens einzigen Beitrag zur Gattung des Violinkonzerts interpretiert Zimmermann nun ein Werk, das von Geigern anfänglich als unspielbar, von Musikwissenschaftlern später als Idealfall eines Solokonzertes bezeichnet wurde. Tatsächlich stellt die Komposition allerhöchste spieltechnische Anforderungen an ihren Solisten und besticht vor allem im Kopfsatz zugleich durch symphonische Strukturen. Letztere herauszuarbeiten ist die Aufgabe von Daniel Harding, der nach Assistenzen bei Claudio Abbado und Sir Simon Rattle rasch in die erste Reihe von Dirigenten der jüngeren Generation aufstieg und den Berliner Philharmonikern seit 1996 künstlerisch verbunden ist.

Im zweiten Programmteil stehen ausgewählte Lieder aus Gustav Mahlers Zyklus Des Knaben Wunderhorn sowie ein Wiedersehen mit einem langjährigen künstlerischen Freund der Berliner Philharmoniker an: dem als Konzert-, Opern- und Liedsänger Maßstäbe setzenden Christian Gerhaher. Nach seinem philharmonischen Debüt in der Spielzeit 2003/2004 war der Bariton in zahlreichen Aufführungen zu erleben: u. a. den bachschen Passionen nach Matthäus und Johannes, Claude Debussys Pelléas et Mélisande, den Faust-Szenen und dem weltlichen Oratorium Das Paradies und die Peri von Robert Schumann oder Johannes Brahms’ Deutschem Requiem – und natürlich auch immer wieder als Liedsänger. Einen Höhepunkt seiner Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern markierte Gerhahers Ernennung zum Artist in Residence in der Saison 2013/2014.

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Konzert

Carte blanche

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Eintritt frei

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Konzert

Silvesterkonzert mit Kirill Petrenko und Diana Damrau

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko, Dirigent
Diana Damrau, Sopran


Leonard Bernstein: Symphonische Tänze aus West Side Story
George Gershwin: Ein Amerikaner in Paris
sowie Werke von Richard Rodgers, Kurt Weill, Stephen Sondheim und Harold Arlen

Beschwingter Jahresausklang mit dem neuen Chef: Kirill Petrenko präsentiert sich dem Publikum der Berliner Philharmoniker in diesem Programm von einer neuen musikalischen Seite – als Interpret mitreißender Broadway-Melodien. Auf seinem Ausflug ins Musicalfach begleitet ihn Diana Damrau, die erstmals bei den Philharmonikern auftritt. Mit Petrenko hat sie dagegen schon mehrfach zusammengearbeitet und schwärmt über seinen Dirigierstil: »Er ist ein Zauberer!« Die Sopranistin, die ihren Weltruhm mit der virtuosen Partie der Königin der Nacht in Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte begründete, gilt als eine der führenden Sängerinnen des lyrischen und des Koloratur-Fachs. Ihr Bühnendebüt gab sie 1995 in Würzburg allerdings in einem ganz anderen Genre: als Eliza in Frederick Loewes Musical My Fair Lady.

Dass Diana Damrau dieses Genre perfekt beherrscht zeigt sie in diesem Programm mit Hits von Richard Rodgers, Stephen Sondheim, Harold Arlen und Kurt Weill, dem Komponisten der Dreigroschenoper, der in den 1930-Jahren nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in die USA emigrierte und dort am Broadway eine große Karriere startete. Außerdem schlüpft sie mit dem Song I feel pretty in die Rolle der Maria aus Leonard Bernsteins Erfolgsmusical West Side Story. Das Stück ist eine moderne Adaption von Shakespeares Romeo und Julia, in dem zwei rivalisierende Jugendgangs die Liebe zwischen einem Jungen aus der Bronx und einer Puerto-Ricanerin zerstören. Bernstein gelang die faszinierende Synthese aus klassischer Musik, Jazz und lateinamerikanischen Tanzrhythmen. Drei Jahre nach der umjubelten Uraufführung stellte der Komponist die schmissigsten Tanzsätze zu einer symphonischen Suite zusammen.

George Gershwins Tondichtung Ein Amerikaner in Paris darf durchaus als musikalische Autobiografie verstanden werden. In ihr schildert der Komponist seine Eindrücke, die er als junger amerikanischer Student in Paris bekommen hat: den Straßenlärm, die Stimmungen auf der Straße, in den Bars und Cafés, das eigene Heimweh, das schließlich von der Begeisterung über das französische Lebensgefühl vertrieben wird.

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Konzert

Kirill Petrenko und Daniel Barenboim

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko, Dirigent
Daniel Barenboim, Klavier


Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37
Josef Suk: Symphonie c-Moll op. 27 »Asrael«

In seinem Dritten Klavierkonzert wusste Beethoven den Pianisten (also sich selbst) triumphal in Szene zu setzen. Denn nach 111 Orchestertakten beginnt das Klavier gleichsam mit einer imperialen Machtdemonstration, da der Solist in drei Anläufen die gesamte Klaviatur durchmisst, um anschließend das Hauptthema – forte und unisono – in die Tasten zu meißeln: Ein manueller Kraftakt aufgetürmter Oktaven, auf den allerdings umgehend eine in sich gekehrte Piano-Reflexion folgt. Aus dem barocken Konzertieren, dem spielerischen Dialog, wird hier existenzieller Ernst: eine Frage der Selbstbehauptung und der unbeugsamen Subjektivität. Kirill Petrenko hat dieses dritte Beethoven-Konzert aufs Programm gesetzt. Solist ist Daniel Barenboim, dessen Spiel von einem tiefen Partiturverständnis geprägt ist – einer konzentrierten Art des Musizierens, die immer offen für die Entwicklungen des Orchesters bleibt.

Nach der Pause steht die Symphonie Asrael des tschechischen Komponisten Joseph Suk auf dem Programm, dessen Orchesterwerke Kirill Petrenko frühzeitig in sein Repertoire aufgenommen hat. Suk, Schüler und Schwiegersohn von Antonín Dvořák, avancierte zu einem der bedeutendsten tschechischen Komponisten der anbrechenden Moderne. Als ausübender Musiker gehörte er als zweiter Geiger dem weltberühmten Tschechischen Streichquartett an und hat mit diesem Ensemble mehr als 4000 Konzerte in 20 europäischen Ländern gespielt.

Seine um Trauer, Tod und Verklärung kreisende Asrael-Symphonie ist nach dem Todesengel der islamischen und jüdischen Mythologie benannt und entstand nach zwei schweren Schicksalsschlägen: Im Abstand von nur 14 Monaten waren erst Dvořák und dann dessen Tochter, Suks junge Frau Otylka, überraschend verstorben. Seufzermotive und Lamento-Figuren durchziehen das bisweilen hinsichtlich seiner Ausdrucksgewalt (und seiner Gliederung in zwei größere Abschnitte) an die Symphonik Gustav Mahlers erinnernde Werk – ebenso wie ein mit dem Tod assoziiertes »sprechendes« Klangsymbol, das Suk seinem Melodram Radúz a Mahulena entnommen hat. Im zweiten Satz wiederum wird u. a. das markante Hauptmotiv aus Dvořáks Requiem zitiert. Nach einer Danse macabre, die hörbar von den symphonischen Scherzi Peter Tschaikowskys beeinflusst wurde, beginnt der zweite Teil, dessen einleitendes Adagio dem Andenken Otylkas gewidmet ist. Der fünfte und letzte Satz kulminiert schließlich in einem echten »per aspera ad astra«. »Weißt Du«, schrieb Suk an seinen Freund Otakar Šourek, »was ich durchmachen musste, bis ich dieses letzte C-Dur erreichte? Nein, es ist kein Werk des Schmerzes – sondern ein Werk übermenschlicher Kraft.«

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Gespräch

Mitgliedermatinee der Freunde der Berliner Philharmoniker e. V.

»Reden wir über Musik« − Die Berliner Philharmoniker in Israel Erst zweimal gastierten die Berliner Philharmoniker in Israel. Mit Kirill Petrenko reisen die Philharmoniker 2020 erstmals nach 27 Jahren wieder nach Israel und geben dort ihr Europakonzert.

Erst zweimal gastierten die Berliner Philharmoniker in Israel. Der erste Auftritt im April 1990, unter der Leitung von Daniel Barenboim, war für alle ein ebenso aufregendes wie unvergessliches Ereignis. Wie würde das israelische Publikum auf das deutsche Vorzeigeorchester reagieren? »Bei unserem ersten Konzert in Tel Aviv gab es zunächst eher zurückhaltenden Auftrittsapplaus«, erinnerte sich der Geiger und damalige Orchestervorstand Hellmut Stern. Ganz anders am Ende, nach Beethovens Erocia, als sich die »Zuhörer von ihren Sitzen erhoben und uns Ovationen darbrachten. Nun war das Eis gebrochen – durch die Macht der Musik. Als Zugabe spielten wir die Hatikva, die israelische Nationalhymne. Das war ein Signal und wurde auch so verstanden – nicht nur mir, auch vielen meiner Kollegen und dem Publikum kamen die Tränen.« Mit Kirill Petrenko reisen die Philharmoniker 2020 erstmals nach 27 Jahren wieder nach Israel und geben dort ihr Europakonzert. Wir aber wollen vorab in einer Gesprächsrunde erkunden, was dieses Gastspiel heute bedeutet, 75 Jahre nach dem Holocaust und dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

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Konzert

Philharmonisches Streichquartett | Philharmonia Klaviertrio Berlin

Philharmonisches Streichquartett
Philharmonia Klaviertrio Berlin
Feininger Trio
Venus Ensemble Berlin
Noah Bendix-Balgley, Violine
Denis Kozhukhin, Klavier


Josef Suk: Streichquartett Nr. 2 op. 31
Josef Suk: Meditation über den altböhmischen Choral »St.-Wenzeslaus« op. 35a
Josef Suk: Klavierquartett a-Moll op. 1
Josef Suk: Klaviertrio c-Moll op. 2
Josef Suk: Elegie Des-Dur op. 23a
Josef Suk: Klavierquintett g-Moll op. 8
Josef Suk: Vier Stücke für Violine und Klavier op. 17

»Um diesen Mißerfolg hat mich selbst Schönberg beneidet«, schrieb Josef Suk 1912 nach der Berliner Aufführung seines Zweiten Streichquartetts, bei der es zu Tumulten im Publikum kam. Ein Freund meinte, dieses Werk wirke so hypermodern, dass es der Zeit wenigstens zehn Jahre vorausgeeilt sei. Dass Josef Suk zu den bedeutendsten tschechischen Komponisten des 20. Jahrhunderts zählt, wissen heute die wenigsten. Bei seinem Namen denken die meisten zunächst an den großartigen Geiger des weltberühmten Tschechischen Streichquartetts, an den Mann, der der Schwiegersohn Antonín Dvořáks und der Lehrer von Bohuslav Martinů war. Violinist, Pianist, Komponist, Lehrer – das vielseitige musikalische Talent des aus Böhmen stammenden Josef Suk zeigte sich schon früh. Bereits mit elf Jahren begann er sein Studium am Prager Konservatorium. In seinem letzten Studienjahr wurde er Schüler von Antonín Dvořák, bei dem er das erste Werk komponierte, das von ihm veröffentlicht wurde: sein Klavierquartett a-Moll op. 1.

Dieses Konzert mit Kammermusikwerken des tschechischen Komponisten, dem die Berliner Philharmoniker in dieser Saison einen programmatischen Schwerpunkt gewidmet haben, zeichnet Suks Entwicklung von seinem spätromantischen, noch unter dem Einfluss Dvořáks stehenden Klavierquartett zu jenem eingangs erwähnten, avantgardistischen Zweiten Streichquartett nach. Auf dem Weg dorthin entstanden das vom böhmischen Idiom inspirierte Klaviertrio c-Moll, das Klavierquintett g-Moll, das die Bewunderung von Johannes Brahms erregte, die transzendent anmutende Elegie Des-Dur, die Suk anlässlich des Todes des befreundeten Schriftstellers Julius Zeyer schrieb, sowie die Vier Stücke für Violine und Klavier, in denen der Komponist verschiedene Stimmungsbilder schuf – melancholisch, leidenschaftlich, mysteriös, humorvoll. Eine Sonderstellung in Suks Schaffen nimmt die Meditation über den altböhmischen Choral »St. Wenzeslaus« ein. Nur selten griff der Komponist auf vorgegebene Melodien zurück, in diesem Fall verwendete er einen bekannten tschechischen Kirchenhymnus aus dem 12. Jahrhundert, aus dem er ein kontemplatives, inniges musikalisches Gebet schuf.

Bei dieser Hommage an Josef Suk wirken philharmonische Musiker und Ensembles mit: der Erste Konzertmeister Noah Bendix-Balgley, das Philharmonische Streichquartett, das Philharmonia Klaviertrio Berlin, das Feininger Trio und das Venus Ensemble.

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Konzert

Lunchkonzert

Eintritt frei

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Konzert

Herbert Blomstedt und Leif Ove Andsnes

Berliner Philharmoniker
Herbert Blomstedt, Dirigent
Leif Ove Andsnes, Klavier


Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur KV 482
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4 Es-Dur »Romantische« (2. Fassung von 1878/1880)

Anton Bruckner bezeichnete seine 1874 komponierte, bis 1880 einschneidenden Umarbeitungen unterzogene Vierte Symphonie wiederholt als »romantisch«. Was er darunter verstand, erläuterte der Komponist zehn Jahre später, nachdem er dem Werk seine heute als endgültig angesehene Form verliehen hatte: »In der romantischen 4. Sinfonie ist in dem 1. Satz das Horn gemeint, das vom Rathaus herab in den Tag ruft. Dann entwickelt sich das Leben; in der Gesangsperiode ist das Thema: der Gesang der Kohlmeise [...]. 2. Satz: Lied, Gebeth, Ständchen. 3. Jagd und im Trio wie während des Mittagsmahles im Wald ein Leierkasten aufspielt.« Anderen Quellen zufolge soll Bruckner bei der Komposition des Kopfsatzes eine »mittelalterliche Stadt« in der »Morgendämmerung« sowie »Waldesrauschen« im Kopf gehabt haben, während der Arbeit am zweiten Satz hingegen einen »verliebten Bub« beim erfolglosen »Fensterln«, beim Finale ein »Volksfest«. Weitere Beispiele, wie Bruckner sich um eine sprachliche Beschreibung seiner Musik bemühte, ließen sich mehrfach anführen. Eine definitive Aussage im Sinne eines Programms zu seiner Vierten Symphonie blieb er bemerkenswerterweise aber schuldig. Und die standardisierte, viersätzige Satzfolge der Komposition lässt keinen Zweifel daran, dass sich Bruckner eher an klassischen Vorbildern, denn an Werken der sogenannten »Programmmusik« orientierte.

Mit Herbert Blomstedt nimmt sich nicht nur ein langjähriger künstlerischer Partner der Berliner Philharmoniker Bruckners Vierter Symphonie an, sondern zugleich ein Dirigent, der sein tiefes Verständnis für die Musik dieses Komponisten mit denkwürdigen Konzerten in Berlin bereits schon oft unter Beweis gestellt hat.

In der ersten Konzerthälfte gibt es ein Wiedersehen mit dem PianistinResidence der Saison 2010/2011: Leif Ove Andsnes. Der norwegische Pianist, dessen Interpretationen die New York Times einmal »meisterliche Eleganz, Kraft und Einsicht« attestierte, zeigt seine Sicht auf Wolfgang Amadeus Mozarts 1785 in Wien entstandenes Klavierkonzert Es-Dur KV 482. Das Werk zählt zu den sogenannten »symphonischen« Klavierkonzerten Mozarts, in denen der Komponist auf dem Höhepunkt seiner Wiener Glanzzeit neue, zukunftsweisende Wege der Orchesterbehandlung beschritt. Dass Mozart das Es-Dur-Konzert in unmittelbarer zeitlicher Nachbarschaft zu seiner Arbeit an der Oper Le nozze di Figaro schrieb, ist aus der heiter gestimmten, nur in den Variationen des langsamen Mittelsatzes einer sanften Melancholie weichenden Grundstimmung deutlich herauszuhören.

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Kammermusik

Berliner Philharmoniker spielen auf Stradivaris

Philharmonisches Stradivari Sextett Berlin:
Christophe Horák, Violine
Christoph von der Nahmer, Violine
Matthew Hunter, Viola
Walter Küssner, Viola
Stephan Koncz, Violoncello
Knut Weber, Violoncello


Richard Strauss: Streichsextett aus der Oper Capriccio op. 85
Arnold Schönberg: Verklärte Nacht für Streichsextett op. 4
Johannes Brahms: Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18

Das Schaffen Antonio Stradivaris fiel in die Blütezeit der klassischen Geigenbaukunst im italienischen Cremona, die mit den Instrumenten aus seiner Werkstatt einen einmaligen Höhepunkt erreichte. Stradivari verbreiterte den Geigenkorpus und fertigte neue Typen an, die über vollere und längere Wölbungen verfügten, wodurch sich entscheidende klangliche Verbesserungen ergaben. Dabei hielten er und seine Söhne Francesco und Omobono durchgehend ihre hohen Standards aufrecht und verbauten ausschließlich Materialien von bester Qualität. Schon optisch sind die meisten Stradivari-Geigen mit ihrer perfekten Form von Schnecke und F-Löchern, ihrer filigranen Holzmaserung und ihrem rötlich-braunen Farbton mit einem feinen Stich ins Gelbliche Kunstwerke von allerhöchstem Rang.

Das Philharmonische Stradivari Sextett Berlin ist dank großzügiger Unterstützung der Stradivari-Stiftung Habisreutinger ausschließlich mit Instrumenten des Cremoneser Meisters ausgestattet. In diesem Konzert präsentiert das außergewöhnliche Ensemble die Klangpracht der Instrumente mit dem Streichsextett aus Richard Strauss’ letzter Oper Capriccio – eine wehmütige Beschwörung zeitloser Schönheit, die in den schreckensreichen Kriegsjahren 1941/1942 entstand. Anschließend erklingt Arnold Schönbergs Streichsextett Verklärte Nacht nach dem gleichnamigen Gedicht Richard Dehmels: keine Programmmusik im engeren Sinn, wie auch der Dichter bemerkte, als er das Werk zum ersten Mal hörte: »Ich hatte mir vorgenommen, die Motive meines Textes in Ihrer Komposition zu verfolgen; aber ich vergaß das bald, so wurde ich von der Musik bezaubert.« Abgerundet wird der Abend mit Johannes Brahms’ Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18, nach dessen Uraufführung Clara Schumann in ihr Tagebuch schrieb: »Es war über meine Erwartung schön.«

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Kammermusik

Das Tetzlaff Quartett mit Beethoven und Schönberg

Tetzlaff Quartett:
Christian Tetzlaff, Violine
Elisabeth Kufferath, Violine
Hanna Weinmeister, Viola
Tanja Tetzlaff, Violoncello


Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 1 op. 7
Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130 mit Großer Fuge op. 133

Das Publikum kennt Christian Tetzlaff vor allem als gefeierten Solist in den Konzerten der Berliner Philharmoniker. Dabei ist der Geiger auch ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Seit 25 Jahren tritt er mit einem eigenen Quartett auf, zu dem neben seiner Schwester Tanja (Violoncello), die Bratscherin Hanna Weinmeister und die Geigerin Elisabeth Kufferath gehören. Das Ensemble zählt zu den regelmäßigen Gästen der Konzertreihe Quartett und spielt in dieser Saison neben Schönbergs Erstem Streichquartett Beethovens herausforderndes Opus 130 mit Großer Fuge op. 133.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker erfüllte sich der Geiger Christian Tetzlaff einen persönlichen Traum, als er 1994 ein eigenes Streichquartett gründete. Seine musikalischen Verbündeten waren und sind dabei seine Schwester Tanja (Violoncello), die Konzertmeisterin der Philharmonia Zürich (vormals Orchester des Opernhauses Zürich) Hanna Weinmeister (Bratsche) und Elisabeth Kufferath (2. Violine). Von der Presse für »hoch spannende, technisch geradezu perfekte« Interpretationen gelobt und als eines der »weltweit faszinierendsten Kammermusikensembles« unserer Tage gefeiert, präsentiert das Tetzlaff Quartett kurz nach seinem 25-jährigen Jubiläum im Kammermusiksaal der Philharmonie ein ebenso anspruchsvolles wie spannendes musikalisches Programm.

Arnold Schönbergs Streichquartett Nr. 1, dessen Ausarbeitung den Komponisten in den Jahren 1904 und 1905 beschäftigte, stellte sich bei seiner Uraufführung am 5. Februar 1907 als Skandal allererster Güte heraus: »Das Werk schien vielen unmöglich, und sie verließen während des Spiels den Saal; ein besonders witziger sogar durch den Notausgang«, berichtete ein Augenzeuge. »Als auch nachher noch vernehmlich gezischt wurde, ging Gustav Mahler, der unter dieser Zuhörerschaft saß, auf einen der Unzufriedenen los und sagte in seiner wunderbar tätigen Ergriffenheit und gleichsam für die entrechtete Kunst aufflammend: ›Sie haben nicht zu zischen!‹ – Der Unbekannte [erwiderte]: ›Ich zische auch bei Ihren Symphonien!‹« Das mit einer Dauer von knapp 45 Minuten groß dimensionierte Werk fußt harmonisch noch auf der traditionellen Dur-Moll-Tonalität, reizt diese aber bis an ihre Grenzen aus.

Nach eigener Aussage ließ sich Schönberg bei der Arbeit an dieser Komposition von Musik Ludwig van Beethovens inspirieren, denn von dieser lerne man »wie man Eintönigkeit und Leere vermeidet, wie man aus Einheit Mannigfaltigkeit erzeugt, wie man aus Grundmaterial neue Formen schafft«. Kein Wunder also, dass das Tetzlaff Quartett auch ein richtungsweisendes spätes Streichquartett Beethovens auf das Programm gesetzt hat. Dem Schlusssatz dieses Werks wurde 1826 von Zeitgenossen noch bescheinigt, er sei »trüb und verworren«. Beethoven schrieb daraufhin ein leichter verständliches Finale, bestand aber darauf, dass der ursprüngliche Satz unter dem Titel »Große Fuge« im Druck erschien. Wie zukunftsweisend gerade die in dieser Komposition zu beobachtende Auseinandersetzung mit strengen Satztechniken der Vergangenheit sein kann, hat in späteren Jahren niemand klarer erkannt als Arnold Schönberg.

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Konzert

Lunchkonzert

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Kammermusik

Carte blanche

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Eintritt frei

Veranstalter: Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker e.V.
Herbert-von-Karajan-Straße 1

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Konzert

Kirill Petrenko dirigiert Mahlers Sechste Symphonie

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko, Dirigent


Gustav Mahler: Symphonie Nr. 6

In seiner ersten Saison als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker zeigt sich Kirill Petrenko von ganz unterschiedlichen musikalischen Seiten. In diesen Konzerten ist er mit seinem neuen Orchester erstmals als Mahler-Interpret zu erleben. Auf dem Programm steht die Sechste Symphonie, ein Werk, das er ursprünglich bereits im Dezember 2014 bei den Philharmonikern dirigieren sollte, krankheitsbedingt die Aufführungen jedoch absagen musste. Der Mahler-Zyklus, den er seit 2008 mit dem Symphonieorchester Vorarlberg in Bregenz realisiert, gab Petrenko die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Œuvre des Komponisten auseinanderzusetzen und sich eine eigene Lesart zu erarbeiten.

Die Sechste Symphonie ist eines der verstörendsten Stücke Mahlers: Aufruhr und Idylle, Triumph und Katastrophe, Marsch und Choral, Zuversicht und Resignation, Natur, Leben und Tod – all das vereint Mahler zu einem gewaltigen musikalischen Kosmos. »Wie kann ein Mensch von Ihrer Güte so viel Grausamkeit und Unbarmherzigkeit ausdrücken«, soll ein Freund den Komponisten gefragt haben. Mahler – so wird berichtet – habe daraufhin geantwortet: »Es sind die Grausamkeiten, die mir angetan worden sind, die Schmerzen, die ich zu dulden hatte!« Vom Anfang des ersten Satzes mit seinem unerbittlich stampfenden Marschthema bis hin zum grandiosen Finale, in dem Mahler mit zwei gewaltigen Hammerschlägen das gnadenlose Zuschlagen des Schicksals symbolisiert, beschwört der Komponist eine düstere, pessimistische, ja apokalyptische Grundstimmung, die nur vorübergehend durch lichte, hoffungsvolle Momente im Andante moderato und den tänzerischen Duktus des Scherzos unterbrochen wird. Die Sechste Symphonie gilt als prophetisches Werk Mahlers, als Vorwegnahme persönlicher und gesellschaftlicher Katastrophen. »Kein Werk ist ihm so unmittelbar aus dem Herzen geflossen wie dieses«, schreibt Alma Mahler, die Witwe des Komponisten, in ihren Erinnerungen. »Wir weinten damals beide. So tief fühlten wir diese Musik und was sie vorahnend verriet.«

Im Vergleich zu der vorausgegangen Fünften Symphonie erweiterte Mahler das Instrumentarium erheblich. So sind die Holz- und Blechbläsergruppen sehr viel stärker besetzt, außerdem vergrößerte er den Schlagzeugapparat. Neben dem bereits erwähnten Hammer kommen Herdenglocken, tiefe Glocken, Xylofone und Rute zum Einsatz. Dabei ging es dem Komponisten nach eigener Aussage nicht um bloße Effekthascherei. Vielmehr betonte er, dass er vor allem mit dem Schlaginstrumentarium neue Klangmischungen kreieren wollte.

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Konzert

Paavo Järvi dirigiert die »Symphonie fantastique«

Berliner Philharmoniker
Paavo Järvi, Dirigent
Stefan Dohr, Horn


Igor Strawinsky: Scherzo fantastique op. 3
Hans Abrahamsen: Konzert für Horn und Orchester − Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker gemeinsam mit NHK Symphony Orchestra, NTR Zaterdag Matinee, Seattle Symphony Orchestra und Auckland Philharmonia Uraufführung
Hector Berlioz: Symphonie fantastique op. 14

Stefan Dohr, Solohornist der Berliner Philharmoniker, liebt das klassische und romantische Repertoire. Sein Interesse gilt allerdings auch der zeitgenössischen Musik, für die er sich – als Interpret und Initiator neuer Werke – intensiv einsetzt. So brachte er die ihm gewidmeten Hornkonzerte von Herbert Willi (2008), Jorge E. López (2009), Johannes Wallmann (2010), Toshio Hosokawa (2011) und Wolfgang Rihm (2014) zur Uraufführung – das Konzert von Hosokawa, »Moment of Blossoming«, gemeinsam mit den von Sir Simon Rattle dirigierten Berliner Philharmonikern.

Nun steht eine weitere Premiere mit dem Orchester an: die Uraufführung des Hornkonzerts von Hans Abrahamsen. Der dänische Komponist, der zu den führenden Persönlichkeiten der Gegenwartsmusikszene seines Landes zählt, führt einen vielschichtigen musikalischen Dialog mit der Vergangenheit und pflegt ein Idiom poetisch-romantischer Intensität – wobei er sich in seinen Werken (wie die Titel October, Schnee, Wald, Storm og Stille usw. verraten) immer wieder auch auf Naturphänomene bezieht. Dirigent des Abends ist Paavo Järvi, der mit seinen ebenso differenzierten wie energiegeladenen Interpretationen das Publikum rund um den Erdball begeistert. Die Liebe zur Musik wurde ihm in die Wiege gelegt: 1962 als Sohn des Dirigenten Neeme Järvi in Tallinn geboren, studierte er zunächst Schlagzeug und Dirigieren, wobei er seine Ausbildung am Curtis Institute of Music in Philadelphia sowie bei Leonard Bernstein am Los Angeles Philharmonic Institute vervollständigte. Der langjährige Künstlerische Leiter der Kammerphilharmonie Bremen ist Chefdirigent des NHK Symphony Orchestra in Tokio, ein Amt, das er ab dieser Spielzeit auch beim Tonhalle-Orchester Zürich übernimmt.

Nach der Pause widmen sich die Berliner Philharmoniker und Paavo Järvi der Symphonie fantastique vonHector Berlioz, die wie kaum ein zweites Werk der Musikgeschichte die Genrebezeichnung »Symphonische Dichtung« verdient. Fünf »Episode[n] aus dem Leben eines Künstlers« schildert das instrumentale Drama – allerdings nicht in der Realität, sondern in wirren Träumen. Heinrich Heine bezeichnete die Symphonie als »bizarres Nachtstück«, das »nur zuweilen erhellt wird von einer sentimentalweißen Weiberrobe, die darin hin- und herflattert, oder von einem schwefelgelben Blitz der Ironie«. Unbestimmte Leidenschaften werden hier in Klang gefasst, am radikalsten im Traum einer Sabbatnacht, dem fünften und letzten Symphoniesatz, der (wie Berlioz berichtete) »durch seine satanische Wirkung« bereits die Zeitgenossen überwältigte.

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Kinderprogramm

Kitakonzert 3-2-1-LOS!

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Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie

Die Philharmonie ist seit mehr als 50 Jahren das musikalische Herz Berlins. Bei der Eröffnung 1963 noch an der Peripherie West-Berlins gelegen, wurde sie nach der Wiedervereinigung Teil der neuen urbanen Mitte. Ihre ungewöhnliche, zeltartige Form und ihre weithin leuchtende, gelbe Farbe macht sie zu einem der Wahrzeichen der Stadt. An ihrer ungewöhnlichen Architektur und der neuartigen Konzeption des Konzertsaals entzündeten sich anfangs Kontroversen, mittlerweile dient sie als Vorbild für Konzerthäuser in der ganzen Welt. »Ein Mensch im Angesicht eines andern, gereicht in Kreise, in mächtig schwingendem Bogen um strebende Kristall-Pyramide.« Bereits 1920 notierte der Architekt Hans Scharoun jene Worte als Vision für den idealen Theaterraum. Aus dieser Idee entwickelte er 35 Jahre später den Großen Saal der Philharmonie, in der das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt bildet.

Musik und Mensch im Mittelpunkt

Seit dem Eröffnungskonzert unter Leitung von Herbert von Karajan haben die Berliner Philharmoniker zusammen mit großartigen Dirigenten und Solisten ihrem Publikum viele grandiose Konzerte beschert. Im Oktober 2013 feierten das Orchester und sein Chefdirigent Sir Simon Rattle den 50. Geburtstag ihres Hauses mit drei ganz unterschiedlichen Konzertereignissen, die die besonderen akustischen Möglichkeiten der Philharmonie eindrucksvoll zur Geltung brachten: die doppelchörige Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der Inszenierung von Peter Sellars, das Festkonzert am 20. Oktober, das unter dem Motto »Raumklang« stand, und Arnold Schönbergs Gurre-Lieder.

Unsere Philharmonie-Sonderseite will Sie einladen, in die Geschichte, Architektur und Akustik dieses faszinierenden Hauses einzutauchen: mit Textbeiträgen aus verschiedenen Publikationen, mit einer kleinen Bildergalerie, die den Bau der Philharmonie von der Urskizze bis zur Fertigstellung dokumentiert, mit einem Video und unserer Geschichtssektion, in der Sie nicht nur viel Wissenswertes über das philharmonische Leben seid Erbauung des Konzertsaals finden, sondern einen gesamten Überblick über die Orchestergeschichte von der Gründung des »Philharmonischen Orchesters« bis heute.
Ticket-Hotline.: +49 (0)30.254 88-999

Anfahrtsmöglichkeiten

mit der U-Bahn:
Linie U2 - Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park

mit der S-Bahn:
Linien S1, S2, S25 Potsdamer Platz

mit dem Bus direkt bis zur Philharmonie:
Linien 148 (Philharmonie), 200 (Philharmonie), 248 (Kemperplatz)
weitere Buslinien: 129 und 341 (Potsdamer Brücke), 348 (Kulturforum)

mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Berliner Philharmonie

Konzerte / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Konzerte / Konzert Gürzenich-Orchester Köln Köln, Bischofsgartenstr. 1
Konzerte / Konzert Wiener Konzerthaus Wien, Lothringerstraße 20
Konzerte / Konzert Philharmonie Luxembourg Luxembourg, 1, Place de l'Europe
Konzerte / Konzert Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg Salzburg, Schwarzstraße 26
Konzerte / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Konzerte / Konzert Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, Stiftbergstraße 2
Konzerte / Konzert Dresdner Philharmonie Dresden, Schloßstr. 2
Konzerte / Konzert Glocke Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik und Tanz Köln Köln, Unter den Krahnenbäumen 87
Konzerte / Musik Hochschule Luzern Luzern, Zentralstr. 18
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Weimar, Platz der Demokratie 2/3
Konzerte / Konzert Festival Strings Lucerne Luzern, Dreilindenstr. 93
Konzerte / Konzert Philharmonisches Orchester Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Konzerte / Konzert Sinfonieorchester Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Konzerte / Konzert Gewandhaus zu Leipzig Leipzig, Augustusplatz 8
Konzerte / Konzert concerts Pamplona Berlin/Hamburg/Bremen
Konzerte / Konzert Internat. Deutscher Pianistenpreis 29. bis 31.3.2020

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