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Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie

Die Philharmonie ist seit mehr als 50 Jahren das musikalische Herz Berlins. Bei der Eröffnung 1963 noch an der Peripherie West-Berlins gelegen, wurde sie nach der Wiedervereinigung Teil der neuen urbanen Mitte. Ihre ungewöhnliche, zeltartige Form und ihre weithin leuchtende, gelbe Farbe macht sie zu einem der Wahrzeichen der Stadt. An ihrer ungewöhnlichen Architektur und der neuartigen Konzeption des Konzertsaals entzündeten sich anfangs Kontroversen, mittlerweile dient sie als Vorbild für Konzerthäuser in der ganzen Welt. »Ein Mensch im Angesicht eines andern, gereicht in Kreise, in mächtig schwingendem Bogen um strebende Kristall-Pyramide.« Bereits 1920 notierte der Architekt Hans Scharoun jene Worte als Vision für den idealen Theaterraum. Aus dieser Idee entwickelte er 35 Jahre später den Großen Saal der Philharmonie, in der das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt bildet.

Musik und Mensch im Mittelpunkt

Seit dem Eröffnungskonzert unter Leitung von Herbert von Karajan haben die Berliner Philharmoniker zusammen mit großartigen Dirigenten und Solisten ihrem Publikum viele grandiose Konzerte beschert. Im Oktober 2013 feierten das Orchester und sein Chefdirigent Sir Simon Rattle den 50. Geburtstag ihres Hauses mit drei ganz unterschiedlichen Konzertereignissen, die die besonderen akustischen Möglichkeiten der Philharmonie eindrucksvoll zur Geltung brachten: die doppelchörige Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der Inszenierung von Peter Sellars, das Festkonzert am 20. Oktober, das unter dem Motto »Raumklang« stand, und Arnold Schönbergs Gurre-Lieder.

Unsere Philharmonie-Sonderseite will Sie einladen, in die Geschichte, Architektur und Akustik dieses faszinierenden Hauses einzutauchen: mit Textbeiträgen aus verschiedenen Publikationen, mit einer kleinen Bildergalerie, die den Bau der Philharmonie von der Urskizze bis zur Fertigstellung dokumentiert, mit einem Video und unserer Geschichtssektion, in der Sie nicht nur viel Wissenswertes über das philharmonische Leben seid Erbauung des Konzertsaals finden, sondern einen gesamten Überblick über die Orchestergeschichte von der Gründung des »Philharmonischen Orchesters« bis heute.

Kontakt

Berliner Philharmonie

Herbert-von-Karajan-Str. 1
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30.254 88-0

 

Ticket-Hotline.: +49 (0)30.254 88-999

Anfahrtsmöglichkeiten

mit der U-Bahn:
Linie U2 - Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park

mit der S-Bahn:
Linien S1, S2, S25 Potsdamer Platz

mit dem Bus direkt bis zur Philharmonie:
Linien 148 (Philharmonie), 200 (Philharmonie), 248 (Kemperplatz)
weitere Buslinien: 129 und 341 (Potsdamer Brücke), 348 (Kulturforum)

mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

Bewertungschronik

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Konzert

Lunchkonzert

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Kammermusik

Carte blanche

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Eintritt frei

Veranstalter: Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker e.V.
Herbert-von-Karajan-Straße 1

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Konzert

Kirill Petrenko dirigiert Mahlers Sechste Symphonie

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko, Dirigent


Gustav Mahler: Symphonie Nr. 6

In seiner ersten Saison als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker zeigt sich Kirill Petrenko von ganz unterschiedlichen musikalischen Seiten. In diesen Konzerten ist er mit seinem neuen Orchester erstmals als Mahler-Interpret zu erleben. Auf dem Programm steht die Sechste Symphonie, ein Werk, das er ursprünglich bereits im Dezember 2014 bei den Philharmonikern dirigieren sollte, krankheitsbedingt die Aufführungen jedoch absagen musste. Der Mahler-Zyklus, den er seit 2008 mit dem Symphonieorchester Vorarlberg in Bregenz realisiert, gab Petrenko die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Œuvre des Komponisten auseinanderzusetzen und sich eine eigene Lesart zu erarbeiten.

Die Sechste Symphonie ist eines der verstörendsten Stücke Mahlers: Aufruhr und Idylle, Triumph und Katastrophe, Marsch und Choral, Zuversicht und Resignation, Natur, Leben und Tod – all das vereint Mahler zu einem gewaltigen musikalischen Kosmos. »Wie kann ein Mensch von Ihrer Güte so viel Grausamkeit und Unbarmherzigkeit ausdrücken«, soll ein Freund den Komponisten gefragt haben. Mahler – so wird berichtet – habe daraufhin geantwortet: »Es sind die Grausamkeiten, die mir angetan worden sind, die Schmerzen, die ich zu dulden hatte!« Vom Anfang des ersten Satzes mit seinem unerbittlich stampfenden Marschthema bis hin zum grandiosen Finale, in dem Mahler mit zwei gewaltigen Hammerschlägen das gnadenlose Zuschlagen des Schicksals symbolisiert, beschwört der Komponist eine düstere, pessimistische, ja apokalyptische Grundstimmung, die nur vorübergehend durch lichte, hoffungsvolle Momente im Andante moderato und den tänzerischen Duktus des Scherzos unterbrochen wird. Die Sechste Symphonie gilt als prophetisches Werk Mahlers, als Vorwegnahme persönlicher und gesellschaftlicher Katastrophen. »Kein Werk ist ihm so unmittelbar aus dem Herzen geflossen wie dieses«, schreibt Alma Mahler, die Witwe des Komponisten, in ihren Erinnerungen. »Wir weinten damals beide. So tief fühlten wir diese Musik und was sie vorahnend verriet.«

Im Vergleich zu der vorausgegangen Fünften Symphonie erweiterte Mahler das Instrumentarium erheblich. So sind die Holz- und Blechbläsergruppen sehr viel stärker besetzt, außerdem vergrößerte er den Schlagzeugapparat. Neben dem bereits erwähnten Hammer kommen Herdenglocken, tiefe Glocken, Xylofone und Rute zum Einsatz. Dabei ging es dem Komponisten nach eigener Aussage nicht um bloße Effekthascherei. Vielmehr betonte er, dass er vor allem mit dem Schlaginstrumentarium neue Klangmischungen kreieren wollte.

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Konzert

Paavo Järvi dirigiert die »Symphonie fantastique«

Berliner Philharmoniker
Paavo Järvi, Dirigent
Stefan Dohr, Horn


Igor Strawinsky: Scherzo fantastique op. 3
Hans Abrahamsen: Konzert für Horn und Orchester − Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker gemeinsam mit NHK Symphony Orchestra, NTR Zaterdag Matinee, Seattle Symphony Orchestra und Auckland Philharmonia Uraufführung
Hector Berlioz: Symphonie fantastique op. 14

Stefan Dohr, Solohornist der Berliner Philharmoniker, liebt das klassische und romantische Repertoire. Sein Interesse gilt allerdings auch der zeitgenössischen Musik, für die er sich – als Interpret und Initiator neuer Werke – intensiv einsetzt. So brachte er die ihm gewidmeten Hornkonzerte von Herbert Willi (2008), Jorge E. López (2009), Johannes Wallmann (2010), Toshio Hosokawa (2011) und Wolfgang Rihm (2014) zur Uraufführung – das Konzert von Hosokawa, »Moment of Blossoming«, gemeinsam mit den von Sir Simon Rattle dirigierten Berliner Philharmonikern.

Nun steht eine weitere Premiere mit dem Orchester an: die Uraufführung des Hornkonzerts von Hans Abrahamsen. Der dänische Komponist, der zu den führenden Persönlichkeiten der Gegenwartsmusikszene seines Landes zählt, führt einen vielschichtigen musikalischen Dialog mit der Vergangenheit und pflegt ein Idiom poetisch-romantischer Intensität – wobei er sich in seinen Werken (wie die Titel October, Schnee, Wald, Storm og Stille usw. verraten) immer wieder auch auf Naturphänomene bezieht. Dirigent des Abends ist Paavo Järvi, der mit seinen ebenso differenzierten wie energiegeladenen Interpretationen das Publikum rund um den Erdball begeistert. Die Liebe zur Musik wurde ihm in die Wiege gelegt: 1962 als Sohn des Dirigenten Neeme Järvi in Tallinn geboren, studierte er zunächst Schlagzeug und Dirigieren, wobei er seine Ausbildung am Curtis Institute of Music in Philadelphia sowie bei Leonard Bernstein am Los Angeles Philharmonic Institute vervollständigte. Der langjährige Künstlerische Leiter der Kammerphilharmonie Bremen ist Chefdirigent des NHK Symphony Orchestra in Tokio, ein Amt, das er ab dieser Spielzeit auch beim Tonhalle-Orchester Zürich übernimmt.

Nach der Pause widmen sich die Berliner Philharmoniker und Paavo Järvi der Symphonie fantastique vonHector Berlioz, die wie kaum ein zweites Werk der Musikgeschichte die Genrebezeichnung »Symphonische Dichtung« verdient. Fünf »Episode[n] aus dem Leben eines Künstlers« schildert das instrumentale Drama – allerdings nicht in der Realität, sondern in wirren Träumen. Heinrich Heine bezeichnete die Symphonie als »bizarres Nachtstück«, das »nur zuweilen erhellt wird von einer sentimentalweißen Weiberrobe, die darin hin- und herflattert, oder von einem schwefelgelben Blitz der Ironie«. Unbestimmte Leidenschaften werden hier in Klang gefasst, am radikalsten im Traum einer Sabbatnacht, dem fünften und letzten Symphoniesatz, der (wie Berlioz berichtete) »durch seine satanische Wirkung« bereits die Zeitgenossen überwältigte.

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Kinderprogramm

Kitakonzert 3-2-1-LOS!

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Konzert

Puccinis Suor Angelica – Faith to Face

Education

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker
Gesangssolistinnen und Studentinnen der Berliner Musikhochschulen
Chor des Vokalhelden-Chorprogramms
Nico and the Navigators
Kirill Petrenko, Dirigent
Nicola Hümpel, Regie und Kostüm
Oliver Proske, Bühnenkonzept und Videotechnik
Ann Toomey, Sopran (Suor Angelica)
Katarina Dalayman, Sopran (La zia principessa)
Daniela Vega, Mezzosopran (La badessa)
Fleur Barron, Mezzosopran (La suora zelatrice)
Sarah Laulan, Alt (La maestra delle novizie)
Aurora Marthens, Sopran (Suor Genovieffa)
Qing Wang, Sopran (Suor Dolcina)
Aphrodite Patoulidou, Sopran (La suora infirmiera)
Alessia Schumacher, Sopran (1. Almosensucherin)
Ekaterina Bazhanova, Mezzosopran (2. Almosensucherin und 2. Laienschwester)
Yeo-Jung Ha, Sopran (1. Laienschwester)
Bernadeta Astari, Sopran (1. Novizin)
Yui Kawaguchi, Choreografie (Suor Osmina)
Matan Porat, Klavier und Komposition Prolog

Giacomo Puccini: Suor Angelica

Erstmals dirigiert Kirill Petrenko in der Philharmonie Berlin eine Opernaufführung: Giacomo Puccinis Drama Suor Angelica spielt in einem Kloster und erzählt die berührende Geschichte einer jungen Nonne. Auch wenn Ort und Zeit wenig mit unserer heutigen Lebensrealität zu tun haben, ist die Botschaft der Oper aktueller denn je: Es geht um Menschlichkeit in einer inhumanen Umgebung und das Ringen um die eigene Würde – zeitgemäß herausgearbeitet von Regisseurin Nicola Hümpel und interpretiert von jungen Nachwuchssängerinnen, dem Chor des Vokalhelden-Chorprogramms und der Karajan-Akademie. Ein spannendes musikalisches Erlebnis für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren.

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Kammermusik

Debüt: die Pianistin Beatrice Rana

Beatrice Rana, Klavier

Johann Sebastian Bach: Italienisches Konzert F-Dur BWV 971
Robert Schumann: Concert sans orchestre f-Moll op. 14
Isaac Albéniz: Iberia, Band 3
Igor Strawinsky: Trois Mouvements de Pétrouchka

Brilliant, kultiviert und einfühlsam – so beschreibt die Presse den Stil von Beatrice Rana. 1993 in Copertino geboren, zählt sie zu den führenden Pianistinnen der jüngeren Generation. Im Rahmen der Reihe Klavier gibt die Italienerin ihr Debüt in den philharmonischen Konzerten und beeindruckt mit einem ungewöhnlichen Programm: Neben Johann Sebastian Bachs Italienischem Konzert und Robert Schumann Concert sans orchestre erklingen Isaac Albéniz Iberia und Igor Strawinsky Trois Mouvements de Pétrouchka.

Einführung: 19:15 Uhr

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Kammermusik

Lucile Richardot, Sébastien Daucé und das Ensemble Correspondances

Ensemble Correspondances
Sébastien Daucé, Orgel und Leitung
Lucile Richardot, Mezzosopran


Perpetual Night

In der Barockzeit galt die Melancholie als Leiden der Genies – und als ein Gefühl, das sich lustvoll mit Musik ausdrücken lässt. Vor allem in Großbritannien wurde die »sweet melancholy« als Geisteshaltung kultiviert. Kein Wunder, dass die Melancholie auch ein Lieblingsthema der englischen Musik wurde – jene bitter-süße Schwermut, der sich die Mezzosopranistin Lucile Richardot und das von Sébastien Daucé geleitete französische Barockensemble Correspondances in diesem Konzert unter dem Motto »Perpetual Night« widmen.

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Festival

Strom − Festival für Elektronische Musik

Philharmonie Berlin unter Strom: Bei diesem zweitägigen Festival steht die Philharmonie Berlin zum ersten Mal ganz im Zeichen elektronischer Musik. Die von Stefan Goldmann kuratierte Veranstaltung verbindet die einzigartige Architektur der Philharmonie mit Auftritten hervorragender internationaler Künstler, u.a. Kruder & Dorfmeister, Ryoji Ikeda, Nina Kraviz, KiNK und Robert Henke. Sie alle eint, dass sie die Grenzen ihrer Genres erweitert oder gänzlich neue Musikgattungen bestimmend geformt haben – kreativ, unkonventionell, zukunftsweisend.

Elektronische Musik in der Philharmonie Berlin

DIE KÜNSTLER AUF EINEN BLICK:

Freitag, 7. Februar 2020
Kruder & Dorfmeister
KiNK
Stefan Goldmann
Voiski
Don’t DJ
Robert Henke (Installation)
Marco C. (Visuals)

Samstag, 8. Februar 2020
Nina Kraviz
Ryoji Ikeda
Cristian Vogel
Deena Abdelwahed
SÖS Gunver Ryberg
Robert Henke (Installation)
Marco C. (Visuals)

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Konzert

Carte blanche

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Eintritt frei.

Veranstalter:
Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker e.V.
Herbert-von-Karajan-Straße 1

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Konzert

Kirill Petrenko dirigiert Strawinsky, Zimmermann und Rachmaninow

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko, Dirigent


Igor Strawinsky: Symphonie in drei Sätzen
Bernd Alois Zimmermann: Alagoana. Caprichos Brasileiros, Ballettsuite
Sergej Rachmaninow: Symphonische Tänze op. 45

Die Musik des 20. Jahrhunderts gilt oft als spröde. Wie falsch dieses Vorurteil ist, zeigt Kirill Petrenko mit drei zwischen 1940 und 1950 entstandenen Werken, die auf verschiedene Weise Klangsinnlichkeit und Energie verbreiten. Wir erleben die rhythmische Durchschlagskraft von Strawinskys Symphonie in drei Sätzen, die Verbindung von Innovation und brasilianischem Flair in Zimmermanns Alagoana und schließlich die schwelgerische Wehmut in Rachmaninows Symphonischen Tänzen.

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Konzert

Late Night

Schlagzeuger der Berliner Philharmoniker
James Wood, Leitung


Gérard Grisey: Le Noir de l'Étoile

Pythagoras glaubte, unsere Planeten bewegten sich auf Kristallschalen. Deren Reibung erzeuge (so ähnlich, wie ein feuchter Finger, den man über einen Glasrand kreisen lässt) die Klänge der Sphärenmusik: sie fiele nur deshalb nicht auf, weil sie schon immer unser Ohr erfüllt habe. Heute wissen wir: Im Vakuum ist es unendlich still. Deshalb war es eine Sensation, als Ende der 1960er-Jahre erstmals aus den Tiefen des Weltalls mysteriöse Radiosignale geortet wurden. Die vermeintlichen Botschaften einer fremden Intelligenz entpuppten sich als Pulsare – als Rotationssignale implodierter Sonnensysteme, die als nur wenige Kilometer große Neutronensterne von immenser Schwerkraft um sich selbst kreisen und elektromagnetische Wellen aussenden. Überträgt man diese Wellen in Klänge, entsteht eine interstellare Rhythmusmaschine, mit komplex ratternden und pumpenden Geräuschen, die den französischen Spektralisten Gérard Grisey zu seinem Schlagzeugstück Le Noir de l’Étoile inspirierten.

In dieser Late Night präsentieren die Schlagzeuger der Berliner Philharmoniker Griseys selten aufgeführtes Werk, das mit seinen kosmischen Klangkaskaden für eine neue Erfahrung von Raum und Zeit sorgt. Das rund einstündige Stück, bei dessen Aufführung die sechs Instrumentalisten um das Publikum herum platziert werden, gliedert sich in drei Abschnitte, zwischen denen per Zuspielband im 6-Kanal-Surround-System die Wellen des Pulsars Vela erklingen, dann die des Pulsars 0329+54. Griseys Partitur entfaltet sich auf der Basis von deren Rotationsimpulsen, wobei die Musiker – oft mehr als zwei Schlegel gleichzeitig bedienend – Griseys nuancenreiche Klangketten mit Kraft und Schnelligkeit durch den Raum tanzen lassen.

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Konzert

»Wahre Kunst ist eigensinnig« − Eine Beethoven-Matinee

Und noch ein Geburtstag, an dem 2020 keiner vorbeikommt: Vor 250 Jahren kam Ludwig van Beethoven zur Welt, von dem es heißt, er sei der »Titan« unter den Komponisten. Tatsächlich kann wohl jeder mit dem Namen Beethoven etwas anfangen, selbst wenn er zur klassischen Musik gar keine Beziehung hat. Für die Klassik-Aficionados aber ist Beethovens Kunst so etwas wie das Tor zum Elysium. Doch wie gut kennen wir Beethoven wirklich? Bei dieser literarisch-musikalischen Beethoven-Matinee lassen wir Zeitzeugen zu Wort kommen, die Beethoven selbst erlebt haben und sich an ihn erinnern – »eine ganz ungebändigte Persönlichkeit« nannte ihn Goethe. Und wir hören Werke, denen man nicht alle Tage begegnet, ja, die man vielleicht gar nicht mit Beethoven verbinden würde. Wie formulierte es schon der Meister selbst? »Wahre Kunst ist eigensinnig …«

Gäste werden um einen Unkostenbeitrag von nicht weniger als 20 € pro Person (Kinder 10 €) gebeten.

Veranstalter/Kartenverkauf:
Freunde der Berliner Philharmoniker e.V.

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Kammermusik

Philharmonischer Salon

Heikko Deutschmann, Sprecher
Imogen Kogge, Sprecherin
Varian Fry Quartett:
Philipp Bohnen, Violine
Marlene Ito, Violine
Martin von der Nahmer, Viola
Sennu Laine, Violoncello (als Gast)
Cordelia Höfer, Klavier
Götz Teutsch, Programmgestaltung


»O' könnt' ich Euch noch einmal sehen« − Robert und Clara Schumann: Anfang und Ende einer Ehe

Musik von Clara und Robert Schumann sowie von Johannes Brahms

Texte von Clara und Robert Schumann, Monica Steegman, Caroline Peters, Uwe Henrik Peters, Beatrix Borchard und Berthold Litzmann

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Konzert

Das Philharmonische Klavierquartett Berlin spielt Brahms, Bridge und Elfman

Berliner Philharmonisches Klavierquartett:
Luis Esnaola Violine
Matthew Hunter Viola
Knut Weber Violoncello
Markus Groh Klavier


Frank Bridge: Klavierquartett fis-Moll »Phantasy Quartet«
Danny Elfman: Klavierquartett − Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker gemeinsam mit dem Lied Center of Performing Arts Lincoln, Nebraska Deutsche Erstaufführung
Johannes Brahms: Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25

Das Philharmonische Klavierquartett Berlin, 1985 als Kammermusikvereinigung der Berliner Philharmoniker gegründet, führt nun in zweiter Generation das Erfolgskonzept des Ensembles fort. Die reizvolle Besetzung von Klavier und Streichtrio hat viele große Komponisten bis in die Gegenwart inspiriert. Neben einem Klassiker des Genres, dem Ersten Klavierquartett von Johannes Brahms, stehen ein Werk des Engländers Frank Bridge sowie die Deutsche Erstaufführung des Klavierquartetts von Danny Elfman auf dem Programm.

Einführung: 19:15 Uhr

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Konzert

Gefängnisprojekt »Fidelio«

Education

Simon Rössler, Musikalische Gesamtleitung
Peter Atanassow, Regie
Theatergruppe aufBruch in der JVA Tegel
Lukas Böhm, Leitung der Percussion-Workshops
Judith Kamphues, Leitung der Gesangs-Workshops
Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker
Studierende der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin


Ludwig van Beethoven: Fidelio op. 72

Ludwig van Beethovens Oper Fidelio ist eine Hymne an die Freiheit. Der Kontrast zwischen der düsteren Kerkerhaft infolge politischer Willkür sowie dem Licht der Gerechtigkeit und Freiheit ist nicht nur auf der Bühne sichtbar, sondern auch in Beethovens Musik eindrucksvoll zu hören. Die Stärke dieser ethisch-moralischen Idee in Verbindung mit der musikalischen Kraft und Schönheit von Beethovens Partitur machen Fidelio so einzigartig unter den großen Werken der Opernliteratur.

Was liegt näher als diesen Stoff an einem authentischen Ort mit ganz eigener biografischer Authentizität zu erzählen? Das Gefangenenensemble der JVA Tegel erarbeitet unter Anleitung des Teams des Gefängnistheaters aufBruch und den Musikworkshop-Leitern Lukas Böhm und Judith Kamphues im Rahmen des dreimonatigen Projekts eine ganz eigene Singspiel-Version des Fidelio.

Kooperation des Education-Programms der Berliner Philharmoniker mit dem Gefängnistheater aufBruch

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Kammermusik

Philharmonischer Salon

Heikko Deutschmann, Sprecher
Imogen Kogge, Sprecherin
Varian Fry Quartett:
Philipp Bohnen, Violine
Marlene Ito, Violine
Martin von der Nahmer, Viola
Sennu Laine, Violoncello (als Gast)
Cordelia Höfer, Klavier
Götz Teutsch, Programmgestaltung


»O' könnt' ich Euch noch einmal sehen« − Robert und Clara Schumann: Anfang und Ende einer Ehe

Musik von Clara und Robert Schumann sowie von Johannes Brahms

Texte von Clara und Robert Schumann, Monica Steegman, Caroline Peters, Uwe Henrik Peters, Beatrix Borchard und Berthold Litzmann

Traumpaar oder Ehetragödie? Clara und Robert Schumann verband eine innige Liebe und die Leidenschaft zur Musik. Weil Claras Vater die Beziehung missbilligte, erstritten sich die beiden gerichtlich die Erlaubnis zur Eheschließung. Als sie 1840 endlich heiraten konnten, schienen sie am Ziel ihrer Wünsche: »Wir genießen ein häusliches Glück, das ich früher nie gekannt, ein sogenanntes häusliches Glück verspottete mein Vater allezeit«, notierte Clara in ihr Tagebuch. Als Ideal ihrer Partnerschaft galt den beiden eine persönliche und künstlerische Symbiose. Gemeinsam studierten sie musikalische Meisterwerke, tauschten sich darüber intensiv aus und realisierten gemeinsame künstlerische Vorhaben. »Wir geben dann auch Manches unter unseren beiden Namen heraus, die Nachwelt soll uns ganz wie ein Herz und eine Seele betrachten und nicht erfahren, was von Dir, was von mir ist«, schrieb Robert.

Am Anfang ihrer Ehe war Clara eine gefeierte, berühmte Pianistin, Robert ein noch relativ unbekannter Komponist. Schon bald sollte sich das ändern: Durch ihre Aufgaben als Hausfrau und Mutter musste Clara ihre künstlerischen Ambitionen immer wieder zurücknehmen, während Roberts Schaffensdrang durch die neue Häuslichkeit beflügelt wurde und sich allmählich auch Erfolg für seine Werke einstellte. So gab es trotz der offenkundigen Zuneigung zueinander auch eine latente Konkurrenzsituation. Clara rang darum, ihrer Rolle als Künstlerin, Komponistin, Mutter sowie Ehe- und Hausfrau gerecht zu werden. Belastend wirkte sich auch Roberts labiler psychischer Zustand aus, mit dem seine Ehefrau umgehen musste. Die beiden lebten eine für damalige Zeit ungewöhnliche Partnerschaft, denn wegen der oftmals prekären finanziellen Situation gab Clara ihre Konzerttätigkeit nie ganz auf.

In diesem Philharmonischen Salon entführt Götz Teutsch sein Publikum in die Welt von Clara und Robert Schumann, lässt es anhand zeitgenössischer Texte, vorgelesen von Heikko Deutschmann und Imogen Kogge, teilhaben an ihrem Alltag, ihrer Geselligkeit, ihrem Denken und Fühlen. Für den musikalischen Rahmen sorgen das Varian Fry Quartett und die Pianistin Cordelia Hofer mit Werken von Clara und Robert Schumann sowie Johannes Brahms.

Einführung: 15:15 Uhr

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Konzert

Albtraum und Idylle

Scharoun Ensemble Berlin
Gäste
Ulrich Matthes, Sprecher


Musik von Claude Debussy, Paul Hindemith, Franz Schubert, Jörg Widmann und Richard Wagner

Texte von Franz Kafka, Joseph von Eichendorff, Wolfgang Herrndorf, Bertolt Brecht und Heinrich von Kleist

Eine klagende Flöte, rauschende Brunnen, verwehte Töne in der Dämmerung: Clemens Brentanos Gedicht Das Abendständchen (»Hör, es klagt die Flöte wieder«) greift typische Motive der Romantik auf. Der Text zeichnet ein poetisches Naturbild, das die Schwebe zwischen Hell und Dunkel, Ruhe und Bewegung thematisiert. Voller Poesie ist auch Claude Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune, welches die von Ovid überlieferte Legende von Pan und Syrinx aufgreift. Der bocksbeinige Faun, der der Nymphe nachstellt, liebt es, die schläfrigen Schafherden aus ihrer Mittagsruhe aufzuscheuchen und »panischen« Schrecken zu verbreiten – Angst und Entspannung liegen hier eng beieinander.

Unter dem Motto »Albtraum und Idylle« geht das Scharoun Ensemble Berlin diesem emotionalen Wechselbad nach. Auf dem durchkomponierten Programm stehen neben Ausschnitten aus Paul Hindemiths neoklassizistischer Ballettmusik Der Dämon (die mit ihrer markanten Rhythmik bisweilen groteske Züge annimmt) auch der mit sanften Durklängen endende zweite Satz aus Franz Schuberts Quartett Der Tod und das Mädchen; wie in dem zugrundeliegenden Lied tritt der Tod hier als Tröster und Freund auf. Eine Brücke von der Romantik zur Gegenwart schlägt Jörg Widmanns Fieberphantasie für Klavier, Streichquartett und Klarinette: »Robert Schumanns Melodik«, so der Komponist, »empfinde ich oft wie das Ausschlagen einer Fieberkurve: nervös, flackernd, fiebrig, unendlich viele kleinere und größere Wellenberge und Wellentäler innerhalb des großen Linienzugs.« Weitere Werke des Abends sind der langsame Satz aus Schuberts Oktett sowie Wagners Siegfried-Idyll in der Fassung für Kammerensemble. Ulrich Matthes liest Texte von Joseph von Eichendorff, Heinrich von Kleist, Franz Kafka, Bertolt Brecht und anderen.

Einführung: 19:15 Uhr

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Konzert

Yannick Nézet-Séguin dirigiert Mahlers Dritte Symphonie

Berliner Philharmoniker
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Elīna Garanča, Mezzosopran
Damen des Rundfunkchors Berlin
Knaben des Staats- und Domchors Berlin


Gustav Mahler: Symphonie Nr. 3 d-Moll

Es sind elementare Botschaften der Natur – inklusive Erzählungen von Blumen und Tieren –, die Gustav Mahler in seiner Dritten Symphonie ausformuliert. Damit schuf er ein gigantisches Weltenpanorama, mit einem überwältigend schönen Hymnus als Gipfelpunkt. Interpreten dieser Aufführung sind Yannick Nézet-Seguin, designierter Leiter der New Yorker Met, und Elīna Garanča, die nicht nur »über stimmliche Schönheit verfügt, sondern auch jene undefinierbare Magie, die man Charisma nennt« (The Telegraph).

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Konzert

Simon Rattle dirigiert Strauss und Beethoven

Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle, Dirigent
Jonathan Kelly, Oboe
Iwona Sobotka, Sopran
Benjamin Bruns, Tenor
David Soar, Bariton
Rundfunkchor Berlin
Simon Halsey Chor-Einstudierung


Richard Strauss: Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur WoO 144
(Jonathan Kelly Oboe)
Ludwig van Beethoven:
Christus am Ölberge, Oratorium op. 85
(Iwona Sobotka Sopran, Benjamin Bruns Tenor, David Soar Bariton, Rundfunkchor Berlin, Simon Halsey Chor-Einstudierung)

In seinem Oboenkonzert gelang es Richard Strauss auf geradezu magische Weise, im Geiste Mozarts und Schuberts zu komponieren, ohne die eigene künstlerische Identität zu verleugnen. Simon Rattle interpretiert das Werk mit dem philharmonischen Solooboisten Jonathan Kelly. Danach präsentiert er Beethovens Oratorium Christus am Ölberge, das weniger geistliche Andacht als opernhafte Expressivität vermittelt, beispielsweise in einer sich dramatisch zuspitzenden Szene, die die Verhaftung Jesu schildert.

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Konzert

Akademie für Alte Musik Berlin

Akademie für Alte Musik Berlin
Bernhard Forck, Violine und Leitung
Isabelle Faust, Violine
Xenia Löffler, Oboe


Johann Sebastian Bach: Konzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo d-Moll BWV 1043
(Isabelle Faust, Violine)
Carl Philipp Emanuel Bach: Symphonie C-Dur Wq 182 Nr. 3
Johann Sebastian Bach: Konzert für Oboe, Violine, Streicher und Basso continuo c-Moll (Rekonstruktion nach BWV 1060)
( Isabelle Faust, Violine / Xenia Löffler, Oboe)
Johann Sebastian Bach: Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo g-Moll, Rekonstruktion nach BWV 1056
(Isabelle Faust, Violine)
Johann Sebastian Bach: Triosonate für zwei Violinen und Basso continuo C-Dur nach der Triosonate für Orgel BWV 529
(Isabelle Faust, Violine)
Johann Sebastian Bach: Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo d-Moll (Rekonstruktion nach BWV 1052)
(Isabelle Faust, Violine)

Sieben Jahre vor dem Fall der Mauer in Ost-Berlin ins Leben gerufen, musizierte sich die Akademie für Alte Musik – von Fans und Freunden kurz »Akamus« genannt – rasch auf einen der vorderen Plätze international renommierter Ensembles für historisch informierte Aufführungspraxis. Seit 1984 gestaltet Akamus eine bis heute bestehende Abonnementreihe im Konzerthaus Berlin, 1987 legte sie ihre erste von mittlerweile unzähligen, vielfach mit Preisen bedachten Tonträgeraufnahmen vor. 1994 begann eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Staatsoper, für deren Aufführungen barocker Bühnenwerke die Formation unter der Leitung von René Jacobs regelmäßig Unter den Linden gastiert.

Seit 2012 ist Akamus mit einer eigenen Konzertreihe außerdem fest im Spielplan des Prinzregententheaters in München verankert. Von den rund hundert Auftritten, welche die Akademie für Alte Musik pro Jahr bestreitet, finden viele im Rahmen von Gastspielen rund um den gesamten Globus statt – denn nicht nur in ganz Europa, sondern auch in Süd- und Nordamerika sowie auf dem asiatischen Kontinent ist das Orchester, das je nach Werk in kammermusikalisch reduzierter oder großer orchestraler Besetzung musiziert, ein vielgefragter und gerne gesehener Gast. Zu den Solisten, mit denen Akamus eine langjährige künstlerische Freundschaft verbindet, gehört neben dem Cembalisten Andreas Staier, dem Countertenor Bejun Mehta, dem Pianisten Alexander Melnikov oder dem Bariton Michael Volle auch die Geigerin Isabelle Faust. Zusammen mit ihr spielte die Akademie für Alte Musik auf ihrer jüngsten CD unter der musikalischen Leitung von Bernhard Forck Violinkonzerte von Johann Sebastian Bach ein. Die Presse war begeistert: Ein »Heidenspaß« befand die Welt am Sonntag und der Bayerische Rundfunk jubelte: »Ein Bach-Album, das keine Wünsche offen lässt.«

Auch dieses Konzert im Kammermusiksaal der Philharmonie steht ganz im Zeichen der Musik des Thomaskantors. Neben Isabelle Faust ist dabei nicht nur die Oboistin Xenia Löffler – seit 2001 Mitglied und Solo-Oboistin der Akademie für Alte Musik – sondern auch Bernhard Forck in Doppelfunktion als Dirigent und Geiger zu erleben. Außerdem auf dem Programm: eine Komposition des 1714 geborenen Bach-Sohnes Carl Philipp Emmanuel, der lange Jahre in musikalischen Diensten des preußischen Königs Friedrich II. stand. Mit der Aufführung von Carl Philipp Emmanuel Bachs Symphonie in C-Dur ist in diesem Konzert somit auch ein Stück klingende Berliner Musikgeschichte am Übergang vom Barockzeitalter zur Klassik zu erleben.

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Konzert

Carte blanche

Karajan-Akademie

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Eintritt frei.

Veranstalter:
Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker e.V.

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Konzert

Sir Simon Rattle dirigiert Berio und Bartók

Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle, Dirigent
Neue Vocalsolisten Stuttgart


Luciano Berio: Sinfonia für acht Stimmen und Orchester
(Neue Vocalsolisten Stuttgart)
Béla Bartók: Konzert für Orchester Sz 116

Simon Rattle dirigiert mit Bartóks Konzert für Orchester eines der eindrucksvollsten Werke des 20. Jahrhunderts. Der todkranke, vor den Nationalsozialisten in die USA geflohene Komponist gibt sich hier mal melancholisch, mal sarkastisch – um dann wieder, ganz überraschend, jugendliche Frische, Elan und Lebensfreude freizusetzen. Am Beginn des Abends steht Luciano Berios Sinfonia, die kreativ und unkonventionell mit Klängen, Geräuschen und Sprache spielt: ein geheimnisvolles musikalisches Labyrinth.

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Kammermusik

Kurzfestival Tel Aviv - Berlin:
Israel Contemporary Players

Israel Contemporary Players
Ilan Volkov, Dirigent
Saar Berger, Horn
Yaron Deutsch, Gitarre
Zohar Shafir, Vocals
Ohad Fishof, Vocals


Zeitgenössische israelische Musik

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Konzert

Kurzfestival Tel Aviv – Berlin:
Omer Klein Trio

Omer Klein Trio
Shalosh Trio
Avi Avital, Mandoline
Ksenija Sidorova, Akkordeon
Itamar Doari, Percussion

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Konzert

Orgel

Stephen Tharp, Orgel

Toccatissima! Orgel virtuos

Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge d-Moll BWV 565
Carlos Seixas: Toccata prima g-Moll
Girolamo Frescobaldi: Toccata seconda
Juan Bautista Cabanilles: Tocata II de mà esquerra
Guy Bovet: Toccata planyavska
Henri Mulet: Esquisses byzantines: Nr. 10 Tu es Petra
Joseph Jongen: Toccata op. 104
Anthony Newman: Orgelsymphonie Nr. 1: Prelude/Toccata
Anton Heiller: Tanz-Toccata
Jean Guillou: Toccata op. 9
Charles-Marie Widor: Orgelsymphonie Nr. 5 op. 42 Nr. 1: 5. Satz Toccata

Der Begriff »Toccata« stammt aus dem Italienischen (»toccare uno stromento«) und bedeutet übersetzt so viel wie »ein Instrument schlagen«. Doch das darf man natürlich nicht wörtlich verstehen. In der Musik bezeichnet die »Toccata« eine Komposition, die meist zwischen schnellen Passagen in kurzen Notenwerten und vollstimmigen Akkorden wechselt. Das bekannteste Beispiel dafür ist zweifellos Johann Sebastian Bachs berühmte Toccata in d-Moll.

Das heutige Programm vereint ausschließlich Toccaten: beginnend im Barock über die Romantik bis in die Neuzeit. Selbstverständlich fehlt weder Bachs d-Moll-Toccata noch die ebenfalls legendäre Toccata aus Charles-Marie Widors Fünfter Orgelsymphonie. Guy Bovets geheimnisvoll dahinhuschende Toccata planyavska erinnert an Minimal Music, während Anton Heillers Tanz-Toccata ein mitreißendes Bravourstück darstellt. Am Ende erklingt Jean Guillous apokalyptische Toccata op. 9, die wie ein Naturereignis über die Hörer kommt und die man so schnell nicht vergessen wird.

Mit dem New Yorker Stephen Tharp begrüßen wir einen Musiker, der in der Orgelwelt den Ruf eines Supervirtuosen genießt und für den technische Schwierigkeiten nicht zu existieren scheinen. Die Finger fliegen über die vier Manuale und die Füße rasen über das Pedal …

Einführung: 10:15 Uhr

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Kinderprogramm

Kitakonzert 3-2-1-LOS!

Education

(nur für Kita-Gruppen nach vorheriger Anmeldung)

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Jazz

Jazz at Berlin Philharmonic

Jazzrausch Bigband
STEGREIF.orchester
Nils Landgren, Posaune


Beethoven-Remix

Kuratiert von Siggi Loch

Zwei aktuelle Trends der Jazzszene kann man bei diesem besonderen Beethoven-Abend in der Philharmonie Berlin beobachten: Zum einen die Wiederentdeckung und sinnvolle Implementierung der Klassik jenseits früherer Crossover- oder Third-Stream-Pfade – nur logisch angesichts der Tatsache, dass die meisten jungen Jazzmusiker zunächst eine klassische Ausbildung genossen haben. Zum anderen die neue Lust an der großen Besetzung, das Anknüpfen an die Big-Band-Ära also, die in den 1940er- und 1950er-Jahren vor allem aus wirtschaftlichen, nicht aus künstlerischen Gründen endete.

Für beides ist die Münchner Jazzrausch Bigband des Posaunisten Roman Sladek ein perfektes Beispiel. Erst vor fünf Jahren gegründet, hat sie sich mit zwei bahnbrechenden Technojazz-Programmen, aber auch mit diversen anderen Experimenten vom Rap-Soul- bis zum [sic!] Bruckner-Projekt zum aktuell vielleicht erfolgreichste Jazzorchester der Welt gemausert: Gut 120 Auftritte pro Saison bestreitet man inzwischen – auch als Headliner bei vielen wichtigen Festivals. Im vergangenen Jahr war man als erste deutsche Big Band in New Yorks Lincoln Center eingeladen und tourte auch in China und Afrika.

Während die Jazzrausch Bigband sich vom Jazz in Richtung Beethoven bewegt, geht das vom Hornisten Juri de Marco als Verein gegründete STEGREIF.orchester aus Berlin den umgekehrten Weg. Ob mit Schubert, Brahms oder dem hier zu hörenden Gründungsprojekt #freebeethoven – das 30-köpfige Ensemble versucht mit freien, Elemente anderer Genres einbindenden Bearbeitungen das symphonische Erbe in die orchestrale Gegenwart zu holen.

Stargast dieses Abends ist der auch in Berlin bestens bekannte Posaunist Nils Landgren, der nicht nur als prägende Gestalt des auf der eigenen, also auch klassischen Musiktradition aufbauenden europäischen Jazz, sondern auch als langjähriges Big-Band-Mitglied und erfahrener Orchesterleiter für diesen Abend prädestiniert ist.

Einführung: 19:15 Uhr

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Kammermusik

La Voce Strumentale

Dmitry Sinkovsky, Violine und Leitung
Julia Lezhneva, Sopran
Luca Pianca, Laute


Georg Philipp Telemann: Concerto grosso für Violine, Streicher und Basso continuo B-Dur TWV 51:B1
Nicola Porpora: »Come nave in ria tempesta«, Arie des Nino aus der Oper Semiramide, regina dell’Assiria
(Julia Lezhneva, Sopran)
Carl Heinrich Graun: »Senza di te, mio bene«, Arie der Volumnia aus der Oper Coriolano
(Julia Lezhneva, Sopran)
Antonio Vivaldi: Concerto für Laute, zwei Violinen und Basso continuo D-Dur RV 93
(Luca Pianca, Laute)
Carl Heinrich Graun: »D’ogni aura al mormorar«, Arie des Aristeo aus der Oper Orfeo
(Julia Lezhneva, Sopran)
Antonio Vivaldi: »Agitata da due venti«, Arie der Costanza aus der Oper Griselda RV 718
(Julia Lezhneva, Sopran)
Johann Adolf Hasse: Adagio und Fuge g-Moll für Streicher und Basso continuo
Antonio Vivaldi: »Zeffiretti, che sussurrate«, Arie der Ippolita aus der Oper Ercole sul Termodonte RV 710
(Julia Lezhneva, Sopran)
Georg Friedrich Händel: »Un pensiero nemico di pace«, Arie aus dem Oratorium Il Trionfo del Tempo e del disiganno HWV 46a
(Bendetto Pamphilj, Julia Lezhneva Sopran)
Antonio Vivaldi: Concerto für Violine, Streicher und Basso continuo d-Moll RV 242
Carl Heinrich Graun: »No, no, di Libia fra l’arene«, Arie des Silla aus der Oper Silla
(Julia Lezhneva, Sopran)
Georg Friedrich Händel: »Brilla nell’alma«, Arie der Rossane aus der Oper Alessandro
(Julia Lezhneva, Sopran)

Es geht um Macht, Intrige, Verrat, Krieg und Frieden, Treue und Liebe – die Opern des 18. Jahrhunderts faszinieren, berühren und bewegen die Zuschauer und beschwören große Gefühle. Vor allem, weil begnadete Komponisten verstanden, mit ihrer Musik die Emotionen der Protagonisten auszuleuchten, zu intensivieren und zu überhöhen. Die russische Sopranistin Julia Lezhneva, die im Oktober 2019 mit Werken von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern gegeben hat, kehrt nun in der Konzertreihe Vokal zurück, um im Kammermusiksaal ein Programm mit Arien der führenden Opernkomponisten des 18. Jahrhunderts zu präsentieren: Georg Friedrich Händel, das alles überragende Operngenie seiner Zeit, Nicola Porpora, der nicht nur Komponist, sondern außerdem Gesangslehrer war und daher die menschliche Stimme wirkungsvoll einzusetzen wusste, Carl Heinrich Graun, der ebenfalls Sänger war, und schließlich Antonio Vivaldi, den wir heute vor allem als Instrumentalkomponisten kennen, der jedoch auch über 50 Opern geschrieben hat. Mit ihrer klaren, flexiblen, brillanten und koloratursicheren Stimme besitzt Julia Lezhneva ideale Voraussetzungen den Emotionen der barocken Bühnenfiguren in all ihren Facetten nachzuspüren.

Begleitet wird die Sopranistin von der Gruppe La Voce Strumentale, mit der die Sängerin eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet. Das Streicherensemble, das sich aus Preisträgern verschiedener internationaler Musikwettbewerbe zusammensetzt und sich auf Musik des Barock und der Klassik sowie zeitgenössische Musik spezialisiert hat, komplettiert das Programm an diesem Abend mit Instrumentalkompositionen von Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi und Johann Adolf Hasse. Mit Dmitry Sinkovsky, der die Formation 2011 gegründet hat, steht eine Mehrfachbegabung am Pult des Orchesters: Der gebürtige Russe versteht es gleichermaßen sein Publikum als Dirigent, Geiger und Countertenor mitzureißen.

Einführung: 19:15 Uhr

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Konzert

Kirill Petrenko dirigiert »Fidelio« in der Philharmonie

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko, Dirigent
Marlis Petersen, Sopran (Leonore)
Matthew Polenzani, Tenor (Florestan)
Peter Rose, Bass (Rocco)
Hanna-Elisabeth Müller, Sopran (Marzelline)
Paul Schweinester, Tenor (Jaquino)
Wolfgang Koch, Bariton (Don Pizarro)
Tareq Nazmi, Bass (Don Fernando)
Stephen Chambers, Tenor (1. Gefangener)
David Ostrek, Bass (2. Gefangener)
Rundfunkchor Berlin
Gijs Leenaars, Chor-Einstudierung


Ludwig van Beethoven: Fidelio op. 72 (3. Fassung von 1814)

Beethovens einzige Oper Fidelio ist ein Plädoyer für die Überwindung von Machtwillkür und Tyrannei – und eine Hymne auf die Liebe. Eindringlich reflektiert das Werk Beethovens lebenslange Devise »Freyheit über alles lieben; Wahrheit nie, (auch sogar am Throne nicht) verläugnen«. Kirill Petrenko dirigiert das Werk nach Aufführungen bei den Osterfestspielen Baden-Baden in der Philharmonie. In der Hauptrolle erleben wir Marlis Petersen, derzeit Artist in Residence der Berliner Philharmoniker.

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Konzert

Bundesjugendorchester

Bundesjugendorchester
Christoph Altstaedt, Dirigent
Adrian Pereyra, E-Gitarre


Auf Einladung der Berliner Philharmoniker

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«: 1. Satz
Brett Dean: »Testament« – Music for 12 Violas
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«: 2. Satz
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«: 3. Satz
Mark Barden: Auftragskomposition BTHVN 2020 des Bundesjugendorchesters für elektrische Gitarre und Orchester
(Adrian Pereyra, E-Gitarre)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«: 4. Satz

Beethoven meets Avantgarde. Das Bundesjugendorchester hat sich zum Beethoven-Jahr eine besondere Programmkonzeption ausgedacht: Es integriert in die Aufführung der Eroica ‒ eine der meistgespielten Symphonien des Jubilars ‒ zwei Stücke von zeitgenössischen Komponisten: Brett Deans Testament sowie ein neues Werk für Orchester und E-Gitarre, das Mark Barden im Auftrag des Deutschen Musikrats für das Bundesjugendorchester geschrieben hat.

Brett Dean, ehemaliger Bratscher der Berliner Philharmoniker und heute einer der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation, ließ sich von Beethovens »Heiligenstädter Testament« inspirieren. Eine wichtige Inspiration für dieses Werk war die Vorstellung von Beethovens Schreibfeder, die leise, aber hörbar über das Papier huscht. Zitate aus dem Ersten Rasumowsky-Quartett spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Brett Dean konzipierte sein Stück ursprünglich für zwölf Bratschen und erarbeitete später eine Fassung für klassische Orchesterbesetzung.

Mark Barden, Schüler von Rebecca Saunders, Mathias Spahlinger und Jörg Widmann, versteht den Klang als physisches Phänomen. Ihm geht es nicht darum, mit musikalischem Material zu spielen, sondern Klänge zu sammeln und zusammenzustellen. Seine Musik ist hochvirtuos und geräuschhaft zugleich. »Mark Bardens Werk inszeniert das Scheitern, das sich unmittelbar an oder jenseits der Grenzen dessen einstellt, was wir hören und physisch umsetzen können«, heißt es in der Laudatio der Ernst von Siemens Musikstiftung, dessen Förderpreisträger der in Berlin lebende amerikanische Komponist 2015 war.

Als 1803 seine Dritte Symphonie entstand, zählte Beethoven, der heute für uns ein Klassiker ist, zu den avantgardistischsten Komponisten seiner Zeit. Der heroische Gestus des Werks, der neuartige Umgang mit dem Material und die kühne Harmonik wirkten revolutionär und unerhört modern. Das Bundesjugendorchester, in dem die begabtesten jungen Instrumentalisten Deutschlands spielen und das einmal im Jahr auf Einladung der Philharmoniker nach Berlin kommt, stellt dieses ungewöhnliche Programm unter der Leitung von Christoph Altstaedt vor.

Einführung: 19:15 Uhr

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Konzert

Carte blanche

Karajan-Akademie

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Eintritt frei.

Veranstalter: Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker e.V.

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Konzert

Berliner Philharmoniker | Iván Fischer

Berliner Philharmoniker
Iván Fischer, Dirigent
Daniel Stabrawa, Violine
Bruno Delepelaire, Violoncello
Jonathan Kelly, Oboe
Stefan Schweigert, Fagott


Joseph Haydn: Sinfonia concertante B-Dur Hob. I:105
(Daniel Stabrawa, Violine; Bruno Delepelaire, Violoncello; Jonathan Kelly, Oboe; Stefan Schweigert; Fagott)
Franz Liszt: Eine Faust-Symphonie in drei Charakterbildern (Fassung ohne Schlusschor von 1854)

Als Chefdirigent des Konzerthausorchesters hat Iván Fischer von 2012 bis 2018 in unzähligen Konzerten unter Beweis gestellt, mit welch stilistischer Treffsicherheit er sich Musik aus unterschiedlichsten Epochen anzunehmen vermag. An diesen beiden Abenden, an denen er im Rahmen einer bis in das Jahr 1989 zurückreichenden künstlerischen Zusammenarbeit auch in dieser Saison am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker steht, präsentiert er ein Programm, das kontrastreicher nicht sein könnte.

Joseph Haydns Sinfonia concertante für Oboe, Fagott, Violine, Violoncello und Orchester entstand während des ersten London-Aufenthalts des Komponisten in der Konzertsaison 1791/1792. Als Mischung zwischen Instrumentalkonzert und Symphonie verbindet die ursprünglich aus Frankreich stammende Gattung Merkmale des barocken Concerto grossomit dem zyklischen Formenkanon der klassischen Orchestermusik. Die Engländer wurden 1792 mit der seinerzeit noch relativ jungen musikalischen Form bekannt gemacht: Der ehemalige Haydn-Schüler Ignaz Pleyel hatte mit mehreren solcher Werke beim Publikum an der Themse für Furore gesorgt. Haydn, der bereits in einigen seiner frühen Symphonien konzertierende Soloinstrumente verwendet hatte, parierte – und schuf mit seiner Sinfonia concertante ein Musterbeispiel der Gattung. In der dreisätzigen Komposition gelang ihm ein bewundernswerter Ausgleich zwischen dem kammermusikalisch eng verflochtenen Zusammenspiel der vier konzertierenden Soloinstrumente und dem Orchester. In diesen Aufführungen sind neben dem philharmonischen Ersten Konzertmeister Daniel Stabrawa drei weitere Mitglieder der Berliner Philharmoniker in den anspruchsvollen Solopartien des Werkes zu erleben.

65 Jahre nach Haydns Sinfonia concertante wurde in Weimar Franz Liszts Faust-Symphonie uraufgeführt. Das in jeder Hinsicht groß dimensionierte, auf dem ersten Teil von Johann Wolfgang von Goethes Tragödie basierende Werk stellt den Versuch dar, die klassische Form der Symphonie mit der jüngeren, wesentlich von Liszt geprägten Gattung der Symphonischen Dichtung in Einklang zu bringen: Die drei Sätze des Werks stellen musikalische Charakterbilder der Protagonisten von Goethes Bühnenstück dar und folgen zugleich klassischen Satzprinzipien. So weist der erste, Faust gewidmete Satz Züge der Sonatenform auf, während Liszts kompositorisches Portrait Gretchens als langsamer Mittelsatz fungiert. Der dritte und letzte Satz mutet zunächst wie ein diabolisches Scherzo an, wird durch motivisch-thematische Rückgriffe auf die beiden vorangegangenen Sätze zugleich aber auch den Ansprüchen an ein symphonisches Finale gerecht – ein Geniestreich, der die Figur des Mephistopheles musikalisch ebenso suggestiv wie farbenreich charakterisiert.

Einführung: 19:15 Uhr

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Kammermusik

Beethoven-Marathon

Ensembles der Berliner Philharmoniker und Gäste

Sämtliche Streichquartette sowie weitere Werke, u. a.: Gassenhauer-Trio op. 11, Klavierquintett op. 16, Septett op. 20, Sextett op. 71 und Oktett op. 103

2020 feiert die internationale Musikwelt den 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens, der als der meistgespielte klassische Komponist überhaupt gilt. Als kompromissloser Quer- und Vorausdenker, der jeder Konvention oder Routine eine Absage erteilte, ist er Inspiration und Vorbild unzähliger Menschen geworden. Anlässlich des Beethoven-Jubiläums werden zahlreiche philharmonische Ensembles innerhalb von zwei Tagen einen Großteil von Beethovens Kammermusik zur Aufführung bringen: ein Konzert-Marathon, der zu den besonderen Höhepunkten dieser Spielzeit zählt.

Auf dem Programm stehen sämtliche Streichquartette – angefangen vom frühen Opus 18 bis hin zu den visionären letzten Gattungsbeiträgen, die neben einer zunehmenden inneren Komplexität immer größere, gegen die damaligen Gattungsnormen verstoßende formale Konzeptionen aufweisen. Gegenüber Karl Holz, dem zweiten Geiger des Schuppanzigh-Quartetts, soll der Komponist diesbezüglich gesagt haben, jedes der Stücke sei eben »in seiner Art! Die Kunst will es von uns, dass wir nicht stehen bleiben. Sie werden eine neue Art der Stimmführung bemerken, und an Fantasie fehlt’s, Gottlob, weniger als je zuvor.«

Im Beethoven-Marathon bietet sich die seltene Gelegenheit, in kurzer zeitlicher Abfolge diese erstaunliche musikalische Entwicklung zu verfolgen, die Beethoven im Streichquartett-Genre vollzogen hat. Darüber hinaus gibt es noch weitere Kammermusik vom Duo bis zum Oktett zu entdecken. Mit dabei sind u. a. das Scharoun Ensemble Berlin, das Venus Ensemble, das Brahms Ensemble, das Varian Fry Quartett, das Philharmonische Streichquartett und das Marzona Quartett. Zudem haben sich für diesen Beethoven-Marathon aber auch Philharmoniker zusammengetan, die sonst keine festen Formationen bilden.

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Konzert

Orgel

Isabelle Demers, Orgel
Christophe Horák, Violine


Absolut Beethoven

Max Reger: Phantasie und Fuge d-Moll op. 135b
Ludwig van Beethoven: Romanze G-Dur op. 40 (Fassung für Violine und Orgel von Isabelle Demers)
(Christophe Horák, Violine)
Rachel Laurin: Neues Werk für Orgel, Urauführung
Ludwig van Beethoven: Romanze F-Dur op. 50 (Fassung für Violine und Orgel von Isabelle Demers)
(Christophe Horák, Violine)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (Fassung für Orgel von Isabelle Demers)

Das hat man noch nie gehört: Ludwig van Beethovens gesamte Fünfte Symphonie auf der Orgel. Doch passt Beethovens Musik überhaupt auf die »Königin der Instrumente«? Unbedingt, sagt die kanadische Starorganistin Isabelle Demers. Die Schönheit und orchestrale Klangpracht seiner Partituren lassen sich kongenial auf einer großen Konzertsaalorgel wie der in der Philharmonie Berlin darstellen. Last, but not least ist das Konzert eine wunderbare Bereicherung des Beethoven-Marathons, der an diesem Wochenende im Kammermusiksaal stattfindenden.

Isabelle Demers, Orgelprofessorin an der Baylor University im texanischen Waco, erhält Unterstützung von Christophe Horák, Mitglied in der Gruppe der 2. Violinen der Berliner Philharmoniker. Gemeinsam musizieren sie Beethovens Romanzen – eingerichtet für Violine und Orgel. Mit Werken von Max Reger und der Uraufführung einer neuen Komposition der kanadischen Komponistin Rachel Laurin stellt sich Isabelle Demers auch als Solistin vor.

Einführung: 10:15 Uhr

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Jazz

Jazz at Berlin Philharmonic

Grégoire Maret, Harmonika
Romain Collin, Klavier
Edmar Castañeda, Harfe
Kurt Rosenwinkel Trio:
Kurt Rosenwinkel, Gitarre
Dario Deidda, Bass
Gregory Hutchinson, Schlagzeug


Americana

Spätestens seit den frühen 1950er-Jahren, als US-Jazzstars wie Dizzy Gillespie nach Kuba und Brasilien reisten, und im Gegenzug lateinamerikanische Musiker wie Tito Puente oder Antonio Carlos Jobim nach New York gingen, beeinflussten sich die autochtonen Musikgenres Amerikas gegenseitig. Der Kanon der »Americana«, wie man typische kulturelle Schöpfungen der Vereinigten Staaten nennt, hat seither Einflüsse des ganzen Doppelkontinents aufgesogen. Und immer noch ist New York der Schmelztiegel dieser Legierungen, wie man im letzten Konzert der Reihe des Jazz at Berlin Philharmonic erkennen kann.

Denn so international die beiden außergewöhnlichen Trios dieses Abends auch besetzt sind, ihr musikalischer Ausgangspunkt ist der »Big Apple«. Dort wurde der Kolumbianer Edmar Castañeda, der Meister der Arpa llanera (der südamerikanischen Harfe), zum Tradition mit Improvisation verbindenden Star. Genau wie der Schweizer Grégoire Maret, sein Partner an der anderen »Harp«, der Mundharmonika, die er bereits an der Seite vieler Stars wie Pat Metheny, Herbie Hancock oder Sting spielte. Dieses einzigartige Instrumentengespann, bei dem das eine im Kosmos südamerikanischer Rhythmen und Melodien, das andere im nordamerikanischen Blues verwurzelt ist, wird durch den französischen, inzwischen ebenfalls in New York lebenden Pianisten Romain Collin ergänzt.

Bis er 2004 nach Berlin zog, war auch der Gitarrist Kurt Rosenwinkel mehr als ein Jahrzehnt lang ein wichtiger Exponent der New Yorker Jazzszene. Er geht mit dem italienischen Bassisten Dario Deidda – der sieben Mal in Folge den italienischen Jazz Award in seinem Fach gewonnen, aber auch viel mit US-Stars wie Dave Liebman oder Tom Harrell gearbeitet hat – und dem waschechten New Yorker Schlagzeuger Greg Hutchinson auf die Suche nach dem gemeinsamen amerikanischen Nenner.

Kuratiert von Siggi Loch

Einführung: 19:15 Uhr

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Kinderprogramm

Sing mit: Vokalhelden-Schulklassenkonzert

Education

Wenn die Vokalhelden zum Schulklassenkonzert einladen, dann ist eines sicher: Nicht nur der Chor auf dem Podium, sondern auch die im Publikum sitzenden Schulkinder bekommen die Möglichkeit, aus voller Kehle zu singen. Zu singen bedeutet Spaß, Freude und gute Laune!

Vokalhelden Kinderchöre Level 1
Mitglieder der Berliner Philharmoniker und Gäste

Vokalhelden-Schulklassenkonzert

Wenn die Vokalhelden zum Schulklassenkonzert einladen, dann ist eines sicher: Nicht nur der Chor auf dem Podium, sondern auch die im Publikum sitzenden Schulkinder bekommen die Möglichkeit, aus voller Kehle zu singen. Zu singen bedeutet Spaß, Freude und gute Laune! Das Programm besteht aus bekannten Liedern des internationalen Repertoires. Zur Vorbereitung erhalten die Lehrerinnen und Lehrer ausgewählte Lieder mit Noten sowie eine Aufnahme der Begleitung. So kann ein Teil des Programms im Vorfeld im Schulunterricht oder in der Schulchorprobe erarbeitet werden; der andere Teil wird im Konzert gemeinsam spielerisch einstudiert. Eine Band bestehend aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und Gästen begleitet die jungen Sängerinnen und Sänger.

Bitte beachten Sie: Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldungen ist notwendig. Anmeldebeginn für Schulklassen ab Januar 2019.

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Kammermusik

Cédric Tiberghien - Klavier

Cédric Tiberghien, Klavier

Ludwig van Beethoven: Fünf Variationen D-Dur über »Rule Britannia« WoO 79
Morton Feldman: Last Pieces
Ludwig van Beethoven: Sechs leichte Variationen G-Dur über ein eigenes Thema WoO 77
John Cage: Sieben Haiku
Ludwig van Beethoven: Neun Variationen c-Moll über einen Marsch von Dressler WoO 63
George Crumb: Processional
Ludwig van Beethoven: Zwölf Variationen C-Dur über das »Menuett à la Viganò« WoO 68
John Cage: In a Landscape
Ludwig van Beethoven: Sieben Variationen C-Dur über »God save the King« WoO 78

Einführung: 19:15 Uhr

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Kammermusik

Philharmonisches Oktett Berlin

Philharmonisches Oktett Berlin:
Daishin Kashimoto, Violine
Romano Tommasini, Violine
Amihai Grosz, Viola
Christoph Igelbrink, Violoncello
Esko Laine, Kontrabass
Wenzel Fuchs, Klarinette
Stefan Dohr, Horn
Mor Biron, Fagott


Hugo Kaun: Oktett in F op. 34
Toshio Hosokawa: Oktett Uraufführung Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker
Franz Schubert: Oktett F-Dur D 803

Auch im Bereich der Musik lässt sich mitunter beobachten: Im eigenen Land gilt der Prophet wenig. Das zeigt sich am Beispiel des 1863 in Berlin geborenen Komponisten Hugo Kaun. Nach Studien an der Königlichen Hochschule für Musik (heute: Universität der Künste Berlin) ließ sich der als Sohn eines Textilfabrikanten geborene Kaun 1887 in den Vereinigten Staaten von Amerika nieder, wo er nach weiterführenden musikalischen Studien als Hochschullehrer, Chorleiter und Dirigent tätig war und in finanziell schwierigen Zeiten auch als Komponist von Unterhaltungsmusik in Erscheinung trat. Seine Freundschaft mit dem aus Ostfriesland stammenden, seit Jugendtagen in den USA lebenden Dirigenten Theodore Thomas führte dazu, dass das von diesem 1891 ins Leben gerufene Chicago Symphony Orchestra auch Symphonien von Kaun zur Aufführung brachte. 1902 kehrte Kaun nach Berlin zurück, wo er zunächst an der Akademie der Künste, dann am Konservatorium der Musik Klindworth-Scharwenka unterrichtete. Dass Kauns der Ästhetik der Spätromantik verpflichtete Musik nach dem Tod ihres Komponisten im Jahre 1932 während der Zeit des Nationalsozialismus besonders häufig aufgeführt wurde – Kaun war gut mit dem auf Richard Strauss als Präsident der Reichsmusikkammer folgenden Peter Raabe befreundet gewesen – erschwerte nach Ende des Zweiten Weltkriegs eine vorurteilsfreie Bewertung.

Mit dem Philharmonischen Oktett Berlin stellt eine der ältesten und traditionsreichsten Kammermusikformationen der Berliner Philharmoniker ein während Kauns amerikanischer Zeit entstandenes Werk neu zur Diskussion: das melodienselige, alle Ausdrucksregister der Besetzung virtuos ziehende Oktett op. 34 aus dem Jahr 1891. Außerdem gibt es als Uraufführung ein von der Stiftung Berliner Philharmoniker in Auftrag gegebenes neues Werk des 1955 geborenen japanischen, u. a. in Berlin und Freiburg im Breisgau in die Lehre gegangenen und in der Vergangenheit bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik als Dozent tätigen Komponisten Toshio Hosokawa zu erleben.

Den Abschluss des Abends bildet jenes Werk, das die Formation eines gemischten, Blas- und und Streichinstrumente auf den Plan rufenden Oktetts ureigentlich ins Leben rief: Franz Schuberts 1824 entstandenes Oktett in F-Dur. In sechs Sätzen, die formal noch in der Tradition des Divertimentos stehen, im Bereich des Ausdrucks aber bereits in symphonische Bereiche vordringen, lotet Schuberts Werk alle Möglichkeiten der Besetzung aus und setzt bis heute Maßstäbe für Gattungsbeiträge aus der Feder anderer Komponisten.

Einführung: 19:15 Uhr

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Kammermusik

Berliner Barock Solisten

Berliner Barock Solisten
Reinhard Goebel, Leitung
Benjamin Appl, Bariton
Christoph Hartmann, Oboe


Carl Philipp Emanuel Bach: »Ich bin vergnügt mit meinem Stande«, Kantate Wq deest
(Benjamin Appl, Bariton)
Monsieur Bach de Berlin: Sinfonia für Streicher und Basso continuo F-Dur
Johann Christoph Friedrich Bach: Pygmalion, Kantate für Bass, Streicher und Basso continuo über einen Text von Karl Wilhelm Ramler
(Benjamin Appl, Bariton)
Wilhelm Friedemann Bach: Sinfonia für Streicher und Basso continuo B-Dur Fk 71
Johann Sebastian Bach: »Ich habe genug«, Kantate für Bass, Oboe, Streicher und Basso continuo BWV 82
(Benjamin Appl, Bariton; Christoph Hartmann, Oboe)

Die Berliner Barock Solisten machen ihrem Namen gleich in zweifacher Weise alle Ehre. Denn die Musikerinnen und Musiker verfügen nicht nur über eine außergewöhnliche künstlerische Kompetenz in Sachen historischer Aufführungspraxis, alle sind auch herausragende Solisten. Im Mai 2018 haben die Berliner Barock Solisten Reinhard Goebel zu ihrem neuen künstlerischen Leiter ernannt: »Ich sehe die Zukunft der Orchestermusik des Barock in den Händen moderner Ensembles – der Fetisch ›Originalinstrument‹ hat ausgedient, nicht aber der profund gebildete Fachmann, der ein Orchester in die Tiefendimensionen der Kompositionen führt« (Reinhard Goebel). 2020 feiern die Berliner Barock Solisten ihr 25-jähriges Bestehen.

In diesem Jubiläumskonzert widmen sie sich Musik der weitverzweigten Bach-Familie, die zwei Jahrhunderte lang unzählige Kantoren, Organisten und Stadtpfeifer in vielen Städten Thüringens stellte. Den Anfang macht die erst 2009 wiederentdeckte Kantate »Ich bin vergnügt mit meinem Stande« von Carl Philipp Emanuel Bach. Bei dem um 1733 entstandenen Werk für Bariton, Streicher und Basso continuo, das sich im musikalischen Bestand der Stadtkirche im sächsischen Mügeln wieder anfand, handelt es sich um die älteste erhaltene Vokalkomposition des berühmtesten der Bach-Söhne: Stilistisch ist sie noch deutlich im Barockzeitalter verhaftet. Nach einer unter dem Autorennamen »Monsieur Bach de Berlin« überlieferten Sinfonia F-Dur (C. P. E. Bach?) steht die weltliche Kantate Pygmalion von Johann Christoph Friedrich Bach auf dem Programm, des nach Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel dritten Sohns des Leipziger Thomaskantors. Nach einer B-Dur-Sinfonia des ältesten Sohns Wilhelm Friedemann erklingt abschließend Johann Sebastian Bachs Kantate »Ich habe genug« BWV 82. Es singt der Bariton Benjamin Appl, die obligaten Oboenpartien übernimmt Christoph Hartmann.

Einführung: 19:15 Uhr

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Konzert

Carte blanche

Karajan-Akademie

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Eintritt frei.

Veranstalter: Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker e.V.

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Konzert

Berliner Philharmoniker | Daniel Stabrawa

Berliner Philharmoniker
Daniel Stabrawa, Violine und Leitung


Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 B-Dur KV 207
Andrzej Panufnik: Konzert für Violine und Streichorchester
Franz Schubert: Symphonie Nr. 5 B-Dur D 485

»Für mich war es schon als Kind klar, dass ich Geiger werden würde«, erzählte Daniel Stabrawa in einem Interview für die Digital Concert Hall. Seine Leidenschaft für das Instrument und die Musik prädestinierten ihn geradezu für diesen Beruf. 1983 wurde der gebürtige Krakauer Mitglied der Berliner Philharmoniker, 1986 übernahm er von Michel Schwalbé die Stelle des Ersten Konzertmeisters. Seither kennt ihn das Publikum der Berliner Philharmoniker vor allem in dieser Funktion, der ebenso souverän wie unaufdringlich die Kommunikation zwischen Dirigent und Orchester koordiniert und immer wieder mit wunderbar gestalteten Solopassagen betört. Auch als Solist tritt Daniel Stabrawa regelmäßig vor das Orchester. Zuletzt war er 2016 unter der Leitung von Sir Simon Rattle mit Karol Szymanowskis Zweiten Violinkonzert zu erleben. In diesem Programm erscheint er allerdings nicht nur als Sologeiger, sondern auch als Dirigent. Die Orchesterleitung hat er Mitte der 1990er-Jahre für sich entdeckt, im Laufe der Zeit wurde diese Tätigkeit für ihn immer wichtiger, nicht zuletzt dank der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit namhaften Ensembles und Künstlern.

Daniel Stabrawa und die Berliner Philharmoniker eröffnen das Konzert mit dem Violinkonzert B-Dur KV 207, das Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von 17 Jahren schrieb. Mozart, der selbst ein hervorragender Geiger war und die Möglichkeiten des Instruments genau kannte, schuf mit diesem Werk ein ebenso berührendes wie virtuoses Stück. Zwei lebhaft und brillant gestaltete Ecksätze umrahmen einen Mittelsatz, in dem die Geige – getragen vom Orchester – einen innigen, melodisch-ausgreifenden Gesang anstimmt.

Die gesanglichen und lyrischen Seiten der Violine kommen auch in Andrzej Panufniks Violinkonzert zur Geltung. Der polnische Komponist, der 1954 nach England emigrierte, hat das Stück Anfang der 1970er-Jahre für Yehudi Menuhin geschrieben. »Als mich Menuhin bat, für ihn ein Violinkonzert zu komponieren, dachte ich sofort an seine einzigartigen spirituellen und poetischen Qualitäten und fühlte, ich sollte ihm die Möglichkeit geben, diese seltenen Gaben zur Geltung zu bringen und seine tiefe innere Musikalität nicht durch virtuoses Feuerwerk zu verdecken«, bemerkte der Komponist.

Den Abschluss des Programms bildet wieder ein Jugendwerk: Franz Schubert komponierte seine B-Dur-Symphonie mit 19 Jahren. Noch sind seine großen Vorbilder Josef Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart unüberhörbar, doch in Hinblick auf die unkonventionelle harmonische Gestaltung und die unverwechselbare Melodik zeigt sie doch bereits Schuberts einzigartiger Individualstil.

Einführung: 19:15 Uhr

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Kammermusik

Philharmonischer Salon

Rufus Beck, Sprecher
Concerto Melante
Raimar Orlovsky, Violine und Leitung
Cordelia Höfer, Hammerklavier
Götz Teutsch, Programmgestaltung


Texte von Giacomo Casanova: Aus Geschichte meines Lebens

Musik von Antonio Vivaldi, Domenico Gallo, Baldassare Galuppi und Giuseppe Sammartini

Ein Albtraum: Am 26. Juli 1755 wurde Giacomo Girolamo Casanova auf Befehl der Inquisition in Venedig von »dreißig bis vierzig Häscher[n]« verhaftet und umgehend in die berüchtigten »Piombi« oberhalb der Sala dei Inquisitori unter dem Bleidach des Dogenpalastes gebracht – ein Hochsicherheitsgefängnis mit katastrophalen Haftbedingungen. Nachdem sich die dicke, eisenbeschlagene Tür von nur dreieinhalb Fuß hinter ihm geschlossen hatte (Casanova war fünf Fuß neun Zoll groß, also knapp 1,80 Meter), fand er sich in einem engen, niedrigen Raum ohne Bett und Stuhl; für Möblierung und Verpflegung hatten die Häftlinge selbst aufzukommen. Eine winzige Luke ließ nur diffuses Tageslicht herein, überall Staub und Dreck, furchtbare Hitze.

Er habe, schrieb der Abenteurer in seiner spektakulären Geschichte meines Lebens, die Fensterluke nicht sehen können, im Zwielicht aber die Ratten, groß wie Hasen. Sofort nach der Verhaftung begann er mit der Planung seiner Flucht. Aus einem Riegel fertigte er sich einen »Spieß« an, »der die Dicke eines Spazierstockes hatte und etwa zwanzig Zoll lang war«. Mit ihm hackte er unter seinem Bett »ein Loch von zehn Zollen« in den Boden. Erst der zweite Fluchtversuch gelang: In der Nacht zum 1. November 1756 verließen Casanova und sein Mitgefangener Marino Balbi ihre Zellen, gelangten aufs Dach, durch ein Fenster wieder zurück in den Dogenpalast, den sie durch einen der Haupteingänge verließen; ihnen öffnete die Palastwache, wohl geblendet von Casanovas eleganter Kleidung, die er sich hatte beschaffen können.

Im Philharmonischen Salon widmet sich Gastgeber Götz Teutsch dem Leben Casanovas, dessen Memoiren das Opus magnum seines schriftstellerischen Schaffens bildet. Die von Götz Teutsch zusammengestellten Texte liest der Theater- und Filmschauspieler Rufus Beck, der auch ein erfolgreicher Synchron-- und Hörbuchsprecher (Harry Potter) ist. Auf dem musikalischen Programm stehen Werke der Venezianer Antonio Vivaldi, Domenico Gallo und Baldassare Galuppi sowie des »Frühklassikers« Giuseppe Sammartini. Unter der Leitung von Raimar Orlovsky spielt das »historisch informierte« Concerto Melante. Die Pianistin Cordelia Höfer ist in diesen Konzerten an einem Hammerflügel zu erleben.

Einführung: 15:15 Uhr

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Konzert

Chamber Orchestra of Europe | Renaud Capuçon

Chamber Orchestra of Europe
Renaud Capuçon Violine


Ludwig van Beethoven: Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47 »Kreutzer-Sonate« (Bearbeitung für Violine und Streicher von Richard Tognetti)
Franz Schubert: Streichquartett d-Moll D 810 »Der Tod und das Mädchen« (Bearbeitung für Streichorchester von Gustav Mahler)

Im zweiten Konzert, welches das 1981 von ehemaligen Mitgliedern des European Community Youth Orchestra gegründete Chamber Orchestra of Europe in dieser Saison auf Einladung der Stiftung Berliner Philharmoniker gibt, stehen zwei kammermusikalische Schlüsselwerke des 19. Jahrhunderts in Orchesterbearbeitungen auf dem Programm. Ludwig van Beethoven schrieb seine Violinsonate A-Dur op. 47 in den Jahren 1802/1803 für den als Kind einer Polin und eines Äthiopiers geborenen Geiger George Polgreen Bridgetower (1778 – 1860), mit dem er das Werk am 24. Mai 1803 im Wiener Augarten auch aus der Taufe hob. Erst nachdem es zu einem Zerwürfnis zwischen Komponist und Geiger gekommen war, widmete Beethoven das Werk vor seiner Drucklegung im Jahr 1804 dann dem französischen Violinvirtuosen Rodolphe Kreutzer (1766 – 1831), über den er schrieb: »Dieser Kreutzer ist ein guter, lieber Mensch, der mir bej seinem Aufenthalte sehr viel Vergnügen gemacht hat, seine Anspruchslosigkeit und Natürlichkeit ist mir viel lieber als alles Exterieur oder inferieur der meisten Virtuosen – da die Sonate für einen tüchtigen Geiger geschrieben ist, umso passender ist die Dedication an ihn.«

Dass er die Interpreten, aber auch die Hörer des fortan »Kreutzer-Sonate« genannten Werks mit seinerzeit unbekannten Herausforderungen konfrontierte, war Beethoven wohl bewusst: Nicht umsonst wies er die Komposition im Erstdruck als »Sonate für Klavier und eine obligate Violine, geschrieben in einem sehr konzertanten Stil, fast wie dem eines Konzerts« (»Sonata per il Pianoforte ed un Violino obligato, scritta in uno stile molto concertante, quasi come d'un concerto«) aus. Besonders deutlich hörbar wird dieser Aspekt in der Bearbeitung der »Kreutzer-Sonate« für Violine und Streichorchester, die der Australier Richard Tognetti – seines Zeichens künstlerischer Leiter und Konzertmeister des Australian Chamber Orchestras – erstellt hat. Den Violinpart übernimmt in dieser Aufführung mit Renaud Capuçon einer der charismatischsten Geiger unserer Tage.

20 Jahre nachdem Beethovens »Kreutzer-Sonate« im Druck herausgekommen war, schrieb Franz Schubert das Streichquartett d-Moll D 810. Wie auch Beethoven gestaltete Schubert den langsamen Satz als Folge von Variationen. Das ihnen zugrundeliegende Thema basiert auf den ersten Takten der Matthias-Claudius-Vertonung »Der Tod und das Mädchen«, die Schubert im Jahr 1817 komponiert hatte. Den orchestralen Charakter dieses Streichquartetts hat Gustav Mahler in den 1890er-Jahren dazu bewogen, das formal groß dimensionierte Werk für Streichorchester zu bearbeiten.

Einführung: 19:15 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung der Aventis Foundation.

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Konzert

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker
Zoi Tsokanou, Dirigentin
Marlis Petersen, Sopran


Akademie VI

Johann Sebastian Bach: »Mein Herze schwimmt in Blut«, Kantate BWV 199 (1. Satz)
Johann Sebastian Bach: »Mein Herze schwimmt in Blut«, Kantate BWV 199 (2. Satz)
Johann Sebastian Bach: »Mein Herze schwimmt in Blut«, Kantate BWV 199 (3. Satz)
Johann Sebastian Bach: »Mein Herze schwimmt in Blut«, Kantate BWV 199 (4. Satz)
Ernst Krenek: Ô Lacrimosa… für Sopran und sieben Instrumente op. 48a
Arnold Schönberg: Kammersymphonie Nr. 2 es-Moll für kleines Orchester op. 38
Manfred Trojahn: Terzinen über Vergänglichkeit für Sopran und Orchester
Johann Sebastian Bach: »Mein Herze schwimmt in Blut«, Kantate BWV 199 (5. Satz)
Johann Sebastian Bach: »Mein Herze schwimmt in Blut«, Kantate BWV 199 (6. Satz)
Johann Sebastian Bach: »Mein Herze schwimmt in Blut«, Kantate BWV 199 (7. Satz)
Johann Sebastian Bach: »Mein Herze schwimmt in Blut«, Kantate BWV 199 (8. Satz)
Walter Braunfels: Die Gott minnende Seele nach Gedichten von Mechthild von Magdeburg op. 53
Ernst Krenek: Monolog der Stella für Sopran und Orchester op. 57a

Einführung: 19:15 Uhr

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Konzert

Berliner Philharmoniker | Tugan Sokhiev

Berliner Philharmoniker
Tugan Sokhiev, Dirigent
Emmanuel Pahud, Flöte


Aram Chatschaturjan: Konzert für Flöte und Orchester, Transkription von Jean-Pierre Rampal nach dem Violinkonzert d-Moll
Igor Strawinsky: Le Sacre du printemps (revidierte Fassung von 1947)

Die Berliner Philharmoniker, schrieb der Tagesspiegel, inspiriere Tugan Sokhievs »gestisch-sinnliches Dirigat« zu einer »derart differenzierten Spielweise (und sichtlichen Spielfreude), dass man sich mehr solcher Showmaster am Pult des Scharoun-Baus wünschte«. Grund zur Vorfreude, denn der ehemalige DSO-Chefdirigent und jetzige Musikdirektor des Moskauer Bolschoi-Theaters ist nun erneut am Pult der Berliner Philharmoniker zu Gast.

Im ersten Programmteil steht ein Werk Aram Chatschaturjans auf dem Programm, dessen Säbeltanz eine für den Komponisten zweifelhafte Berühmtheit erlangte: »Ehrenwort, wenn ich gewusst hätte, dass er solche Popularität erlangen und meine anderen Werke mit dem Ellenbogen wegstoßen würde, hätte ich ihn niemals geschrieben! Irgendwo im Ausland hat man mich schon als ›Mister Säbeltanz‹ angekündigt […]« Doch nicht Chatchaturjans »ungehorsames und lärmendes Kind« seiner »musikalischen Familie« wird Tugan Sokhiev dirigieren, sondern die ätherische Flöten-Transkription seines Violinkonzerts, die Jean-Pierre Rampal auf Vorschlag des Komponisten angefertigt hat. In ihr zeigt sich einmal mehr die für Chatschaturjan typische Verbindung traditioneller musikalischer Modelle mit Elementen der mitreißenden transkaukasischen Folklore, die in brillanter Orchestrierung vor dem Hörer ausgebreitet wird. Den Flötenpart übernimmt in diesen Konzerten der philharmonische Soloflötist Emmanuel Pahud.

Nach der Pause steht mit Igor Strawinskys Le Sacre du printemps ein Werk auf dem Programm, dessen Premiere als einer der größten Theaterskandale in die Musikgeschichte eingegangen ist: Laut der Überlieferung von Jean Cocteau revoltierte an jenem Abend des 29. Mai 1913 der Saal des Pariser Théâtre des Champs-Élysées »von Anfang an. Man lachte, höhnte, pfiff, ahmte Tierstimmen nach, und vielleicht wäre man dessen auf die Dauer müde geworden, wenn nicht die Menge der Ästheten und einige Musiker in ihrem übertriebenen Eifer das Logenpublikum beleidigt, ja tätlich angegriffen hätten.« Kein Zweifel: Strawinskys Sacre verstörte die Zeitgenossen, weshalb das naheliegende Bonmot vom »Massacre du printemps« schnell die Runde machte. Laut amtlichem Polizeibericht waren nach der Uraufführung 27 leichtverletzte Damen und Herren aus der Hautevolee zu beklagen. Dennoch: Bereits während der dritten konzertanten Aufführung, die unter der Leitung von Pierre Monteaux am 5. April1914 im Pariser Casino stattfand, erlebte das energiegeladene Jahrhundertwerk, das die Musikgeschichte in neue Bahnen lenkte, seinen Durchbruch.

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Konzert

Lunchkonzert

Eintritt frei.

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Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie

Die Philharmonie ist seit mehr als 50 Jahren das musikalische Herz Berlins. Bei der Eröffnung 1963 noch an der Peripherie West-Berlins gelegen, wurde sie nach der Wiedervereinigung Teil der neuen urbanen Mitte. Ihre ungewöhnliche, zeltartige Form und ihre weithin leuchtende, gelbe Farbe macht sie zu einem der Wahrzeichen der Stadt. An ihrer ungewöhnlichen Architektur und der neuartigen Konzeption des Konzertsaals entzündeten sich anfangs Kontroversen, mittlerweile dient sie als Vorbild für Konzerthäuser in der ganzen Welt. »Ein Mensch im Angesicht eines andern, gereicht in Kreise, in mächtig schwingendem Bogen um strebende Kristall-Pyramide.« Bereits 1920 notierte der Architekt Hans Scharoun jene Worte als Vision für den idealen Theaterraum. Aus dieser Idee entwickelte er 35 Jahre später den Großen Saal der Philharmonie, in der das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt bildet.

Musik und Mensch im Mittelpunkt

Seit dem Eröffnungskonzert unter Leitung von Herbert von Karajan haben die Berliner Philharmoniker zusammen mit großartigen Dirigenten und Solisten ihrem Publikum viele grandiose Konzerte beschert. Im Oktober 2013 feierten das Orchester und sein Chefdirigent Sir Simon Rattle den 50. Geburtstag ihres Hauses mit drei ganz unterschiedlichen Konzertereignissen, die die besonderen akustischen Möglichkeiten der Philharmonie eindrucksvoll zur Geltung brachten: die doppelchörige Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der Inszenierung von Peter Sellars, das Festkonzert am 20. Oktober, das unter dem Motto »Raumklang« stand, und Arnold Schönbergs Gurre-Lieder.

Unsere Philharmonie-Sonderseite will Sie einladen, in die Geschichte, Architektur und Akustik dieses faszinierenden Hauses einzutauchen: mit Textbeiträgen aus verschiedenen Publikationen, mit einer kleinen Bildergalerie, die den Bau der Philharmonie von der Urskizze bis zur Fertigstellung dokumentiert, mit einem Video und unserer Geschichtssektion, in der Sie nicht nur viel Wissenswertes über das philharmonische Leben seid Erbauung des Konzertsaals finden, sondern einen gesamten Überblick über die Orchestergeschichte von der Gründung des »Philharmonischen Orchesters« bis heute.
Ticket-Hotline.: +49 (0)30.254 88-999

Anfahrtsmöglichkeiten

mit der U-Bahn:
Linie U2 - Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park

mit der S-Bahn:
Linien S1, S2, S25 Potsdamer Platz

mit dem Bus direkt bis zur Philharmonie:
Linien 148 (Philharmonie), 200 (Philharmonie), 248 (Kemperplatz)
weitere Buslinien: 129 und 341 (Potsdamer Brücke), 348 (Kulturforum)

mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Berliner Philharmonie

Konzerte / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Konzerte / Konzert Gürzenich-Orchester Köln Köln, Bischofsgartenstr. 1
Konzerte / Konzert Wiener Konzerthaus Wien, Lothringerstraße 20
Konzerte / Konzert Philharmonie Luxembourg Luxembourg, 1, Place de l'Europe
Konzerte / Konzert Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg Salzburg, Schwarzstraße 26
Konzerte / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Konzerte / Konzert Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, Stiftbergstraße 2
Konzerte / Konzert Dresdner Philharmonie Dresden, Schloßstr. 2
Konzerte / Konzert Glocke Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik und Tanz Köln Köln, Unter den Krahnenbäumen 87
Konzerte / Musik Hochschule Luzern Luzern, Zentralstr. 18
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Weimar, Platz der Demokratie 2/3
Konzerte / Konzert Festival Strings Lucerne Luzern, Dreilindenstr. 93
Konzerte / Konzert Philharmonisches Orchester Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Konzerte / Konzert Sinfonieorchester Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Konzerte / Konzert Gewandhaus zu Leipzig Leipzig, Augustusplatz 8
Konzerte / Konzert concerts Pamplona Berlin/Hamburg/Bremen
Konzerte / Konzert Internat. Deutscher Pianistenpreis 29. bis 31.3.2020

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