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Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie

Die Philharmonie ist seit mehr als 50 Jahren das musikalische Herz Berlins. Bei der Eröffnung 1963 noch an der Peripherie West-Berlins gelegen, wurde sie nach der Wiedervereinigung Teil der neuen urbanen Mitte. Ihre ungewöhnliche, zeltartige Form und ihre weithin leuchtende, gelbe Farbe macht sie zu einem der Wahrzeichen der Stadt. An ihrer ungewöhnlichen Architektur und der neuartigen Konzeption des Konzertsaals entzündeten sich anfangs Kontroversen, mittlerweile dient sie als Vorbild für Konzerthäuser in der ganzen Welt. »Ein Mensch im Angesicht eines andern, gereicht in Kreise, in mächtig schwingendem Bogen um strebende Kristall-Pyramide.« Bereits 1920 notierte der Architekt Hans Scharoun jene Worte als Vision für den idealen Theaterraum. Aus dieser Idee entwickelte er 35 Jahre später den Großen Saal der Philharmonie, in der das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt bildet.

Musik und Mensch im Mittelpunkt

Seit dem Eröffnungskonzert unter Leitung von Herbert von Karajan haben die Berliner Philharmoniker zusammen mit großartigen Dirigenten und Solisten ihrem Publikum viele grandiose Konzerte beschert. Im Oktober 2013 feierten das Orchester und sein Chefdirigent Sir Simon Rattle den 50. Geburtstag ihres Hauses mit drei ganz unterschiedlichen Konzertereignissen, die die besonderen akustischen Möglichkeiten der Philharmonie eindrucksvoll zur Geltung brachten: die doppelchörige Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der Inszenierung von Peter Sellars, das Festkonzert am 20. Oktober, das unter dem Motto »Raumklang« stand, und Arnold Schönbergs Gurre-Lieder.

Unsere Philharmonie-Sonderseite will Sie einladen, in die Geschichte, Architektur und Akustik dieses faszinierenden Hauses einzutauchen: mit Textbeiträgen aus verschiedenen Publikationen, mit einer kleinen Bildergalerie, die den Bau der Philharmonie von der Urskizze bis zur Fertigstellung dokumentiert, mit einem Video und unserer Geschichtssektion, in der Sie nicht nur viel Wissenswertes über das philharmonische Leben seid Erbauung des Konzertsaals finden, sondern einen gesamten Überblick über die Orchestergeschichte von der Gründung des »Philharmonischen Orchesters« bis heute.

Kontakt

Berliner Philharmonie

Herbert-von-Karajan-Str. 1
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30.254 88-0

 

Ticket-Hotline.: +49 (0)30.254 88-999

Anfahrtsmöglichkeiten

mit der U-Bahn:
Linie U2 - Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park

mit der S-Bahn:
Linien S1, S2, S25 Potsdamer Platz

mit dem Bus direkt bis zur Philharmonie:
Linien 148 (Philharmonie), 200 (Philharmonie), 248 (Kemperplatz)
weitere Buslinien: 129 und 341 (Potsdamer Brücke), 348 (Kulturforum)

mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

Bewertungschronik

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Konzert

Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker
Emmanuelle Haïm, Dirigentin
Lucy Crowe, Sopran
Florian Sempey, Bariton


Henry Purcell: Suite aus der Semi-opera The Fairy Queen
Georg Friedrich Händel: Feuerwerksmusik HWV 351
Georg Friedrich Händel: Apollo e Dafne, Kantate für Sopran, Bass, Flöte, Oboe, Streicher und Basso continuo HWV 122

Emmanuelle Haïm studierte am Konservatorium ihrer Heimatstadt Paris Klavier und Orgel, bis sie das Cembalo und damit die Welt der Alten Musik für sich entdeckte. Als musikalische Assistentin von William Christie und Cembalistin in dessen Ensemble Les Arts Florissants verdiente sie sich erste musikalische Sporen. Im Jahr 2000 gründete sie dann ihre eigene Formation, Le Concert dʼAstrée, mit der sie bis heute weltweit gastiert und immer wieder preisgekrönte Einspielungen von Werken des musikalischen Barockzeitalters vorlegt. Als ausgewiesene Spezialistin für historische Aufführungspraxis stand Emmanuelle Haïm aber schon bald auch am Dirigentenpult von Klangkörpern wie dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin oder dem hr-Sinfonieorchester in Frankfurt am Main.

Ihre Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern geht auf das Jahr 2002 zurück: Damals war sie als Assistentin von Sir Simon Rattle als Continuospielerin an Aufführungen von Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion beteiligt. 2008 gab Emmanuelle Haïm mit Aufführungen von Georg Friedrich Händels Cäcilien-Ode dann ihr Debüt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker, drei Jahre später leitete sie ein philharmonisches Konzertprogramm mit Werken von Händel und Jean-Philippe Rameau, das ein der Musik des französischen Komponisten gewidmetes Education-Projekt nach sich zog. Seitdem hat Emmanuelle Haïm das Repertoire der Berliner Philharmoniker immer wieder um selten gespielte Werke bereichert, darunter etwa Händels Oratorium La resurrezione, das sie 2014 in der Philharmonie zur Aufführung brachte.

Überhaupt ist Händel ein Komponist, welcher der charismatischen Musikerin besonders am Herzen liegt – nicht zuletzt, weil sie nach eigener Aussage dessen einzigartiges Gespür für die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der menschlichen Stimme besonders schätzt. Kein Wunder also, dass Emmanuelle Haïm für diese Konzerte der Berliner Philharmoniker neben der Feuerwerksmusik, einem 1749 uraufgeführten orchestralen Evergreen Händels, mit der Kantate Apollo e Dafne auch eine selten zu hörende, ganz im Banne der italienischen Oper des frühen 18. Jahrhunderts stehende Vokalkomposition des Komponisten auf das Programm gesetzt hat. Den Auftakt dieses Konzertabends bilden Auszüge aus Henry Purcells 1692 in London aus der Taufe gehobenem, auf William Shakespeares Sommernachtstraum basierendem Bühnenwerk TheFairy-Queen.

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Kammermusik

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Kammermusik

Mitglieder der Berliner Philharmoniker
Emmanuelle Haïm, Cembalo und Leitung


Henry Purcell: Sonata of three Parts g-Moll Z 790
Biagio Marini: Sonata sopra »La Monica«
Alessandro Stradella: Sinfonia Nr. 22 für Violine und Basso continuo d-Moll
Antonio Caldara: Triosonate B-Dur op. 2 Nr. 2
Marin Marais: Suite Nr. 2 g-Moll
Georg Friedrich Händel: Triosonate b-Moll HWV 386b
Jean-Marie Leclair: Deuxième Récréation de musique d'une exécution facile g-Moll op. 8

»Ich bin von Musik besessen – und relativ stur. Wenn ich etwas unbedingt will, muss ich es irgendwann auch haben.« Zielstrebig hat Emmanuelle Haïm ihren Kindheitswunsch, Dirigentin zu werden, verfolgt, obwohl sie zunächst Klavier, Orgel und Cembalo studiert hat, mit »Fächern wie Komposition, Harmonielehre, Kontrapunkt, Musikgeschichte und Improvisation« (Haïm). Als musikalische Assistentin von William Christie rückte schließlich die Ensembleleitung in den Fokus: »Ich habe einfach begriffen, dass es nun Zeit war, erwachsen zu werden und das zu tun, was ich schon als Kind tun wollte.«

Was folgte, war ein Traumstart, da Emmanuelle Haïm bei Sir Simon Rattle assistierte, den sie bei den Salzburger Festspielen 1999 kennenlernte: »Ich habe Cembalo gespielt und die Klavierproben begleitet. […] Er war ein so unglaublicher Dirigent, der so viel aus den Leuten dort herausgeholt hat – mit seiner enorm charismatischen Art. Seine Autorität hatte überhaupt nichts Brutales. Das gefiel mir sehr. Außerdem ist er auf eine erfrischend neue Weise an die Alte Musik herangegangen. […] Danach war mir klar: Genauso muss ich es auch machen.« Heute gilt Emmanuelle Haïm als eine der interessantesten Künstlerpersönlichkeiten der Alte-Musikszene – nicht umsonst wird sie in Großbritannien »The Ms Dynamite of French Baroque« genannt.

Gemeinsam mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker widmet sie sich Werken von Henry Purcell, Marin Marais und Georg Friedrich Händel. Ebenfalls an diesem Abend vertreten: Werke von Jean-Marie Leclair, den die Zeitgenossen als »Corelli Frankreichs« verehrten und durch den in seiner Heimat die virtuose Geigenkunst Eingang in die kompositorische Praxis fand.

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Konzert

Berliner Philharmoniker | Roth | Aimard

Berliner Philharmoniker
François-Xavier Roth, Dirigent
Pierre-Laurent Aimard, Klavier


Joseph Haydn: Symphonie Nr. 59 A-Dur »Feuersymphonie«
Béla Bartók: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 Sz 119
Béla Bartók: Tanz-Suite Sz 77
Edgard Varèse: Arcana für großes Orchester (revidierte Fassung von 1960)

»Transformationen« – so könnte das Motto für dieses Konzertprogramm lauten. Jeder Programmpunkt beleuchtet diesen Begriff auf eigene Weise: Edgard Varèse ließ sich zu seinem Orchesterwerk Arcana von der Lehre des Paracelsus inspirieren, dem großen Arzt, Alchemisten und Mystiker des 16. Jahrhunderts, der nach einem Universalmittel suchte, das die Fähigkeit besitzt, den Menschen zu heilen, zu verwandeln und zu erneuern. Varèse galt Zeit seines Lebens als Provokateur, als einer, der die tradierte Musik in eine neue Klanglichkeit überführen wollte. Seine Stücke sind geräuschhaft, grell, aggressiv, sprunghaft und spiegeln auf einzigartige Weise das moderne Lebensgefühl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wider. Der aus Frankreich stammende Komponist emigrierte 1915 in die USA, wo er mit Amériques und Arcana jene zwei monumentalen Orchesterwerke schrieb, mit denen er sich als einer der innovativsten Köpfe seiner Zeit ausgewiesen hat.

Auch Béla Bartóks Drittes Klavierkonzert entstand in den USA. Aber unter vollkommen anderen Umständen: Nach seiner Emigration gelang es dem Ungarn nicht, sich in Amerika eine Lebensgrundlage zu schaffen. Das öffentliche Interesse an seinen Werken blieb gering, einzig die Kompositionsaufträge führender Künstler, allen voran Sergej Koussevitzky, sicherten ein gewisses Einkommen. Als der Komponist sein Drittes Klavierkonzert für seine Frau, die Pianistin Ditta Pásztory konzipierte, war er schwerkrank und bereits vom Tod gezeichnet. In dem Konzert schlug er einen Ton an, den man von seinen anderen beiden Klavierkonzerten nicht kannte: nachdenklich, romantisch, voller Andacht. Bartòk greift auf Kompositionstechniken des Barock wie Fuge und Kontrapunktik zurück und verbindet diese mit dem charakteristischen ungarischen Idiom, das seine Musik auszeichnet. Für Pierre-Laurent Aimard, dem Solisten des Programms, liegt nach eigener Aussage die Herausforderung des Konzerts darin, die Phrasierung so zu gestalten, »dass es barockartig, aber auch bartók-artig klingt.«

Eröffnet wird das Programm von der sogenannten Feuersymphonie Joseph Haydns. Der Beiname, den das Werk erst später erhielt, geht auf die Vermutung zurück, Haydn habe das Werk als Zwischenaktmusik für das Schauspiel die Feuersbrunst geschrieben. Die Symphonie besticht durch ihren impulsiven, dramatischen Gestus. Haydn arbeitet mit kurzen, knappen, gegensätzlichen Motiven, die er teilweise voneinander ableitet, untereinander variiert und die dem Stück eine mitreißende rhythmische Sogwirkung geben. Mit François-Xavier Roth steht ein Dirigent am Pult der Berliner Philharmoniker, der in seiner Programmkonzeption gerne die Balance zwischen alter und neuer Musik sucht und außerdem ein ausgewiesener Spezialist für das Œuvre Edgard Varèses ist.

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Konzert

Philharmonie »Late Night«

Mitglieder der Berliner Philharmoniker
François-Xavier Roth, Dirigent
Sarah Aristidou, Sopran


Edgard Varèse: Density 21.5 für Flöte solo
Edgard Varèse: Hyperprism für Bläser und Schlaginstrumente
Edgard Varèse: Intégrales für kleines Blasorchester und Schlagzeuger
Edgard Varèse: Ionisation für 13 Schlagzeuger
Edgard Varèse: Octandre für sieben Bläser und Kontrabass
Edgard Varèse: Offrandes, zwei Stücke für Sopran und Kammerorchester
Edgard Varèse: Poème électronique für Tonband

Klangvisionen am späten Abend: »Stellen Sie sich die Projektion einer geometrischen Figur auf einer Ebene vor, wobei die Figur und die Ebene sich im Raum bewegen – beide mit willkürlich wechselnden Geschwindigkeiten in Bezug auf Vorwärtsbewegung und Drehung.« Edgard Varèse war fasziniert von einer einkomponierten räumlichen Bewegung von Klängen – ebenso wie von der Verwendung unterschiedlicher Geräuschwerte, die primär durch Percussionsinstrumente erreicht wurden und unter dem Schlagwort »Befreiung des Klangs« in die Musikgeschichte eingingen. All dies ist in Werken wie Hyperprism, Intégrales und Ionisation deutlich ausgeprägt.

Neben diesen Werken widmen sich Mitglieder der Berliner Philharmoniker und François-Xavier Roth in dieser Late Night auch Edgard Varèses Octandre, in dem sich der Komponist voller Vitalität mit vier einzeln besetzten Holzbläsern, drei Blechbläsern und einem Kontrabass vom traditionellen Streicherklang abwandte, der für ihn das 18. und 19. Jahrhundert repräsentierte. In Offrandes wiederum wird die Sopranstimme von orchestralen Atmosphären umgeben, deren Klangpalette vom zartesten Pianissimo bis zur plötzlichen Eruption reicht.

21,5 bezeichnet die Dichte von Platin und gab Density 21.5 für Flöte seinen Titel: Das Werk schrieb Varèse für den Flötisten Georges Barrère, der um ein kurzes Solo gebeten hatte, mit dem er 1936 im Rahmen eines New Yorker Galakonzerts sein neues Platininstrument präsentieren wollte. Die endgültige »Befreiung des Klangs« erreichte Varése in seinen letzten Werken für Elektronik, u. a. in seinem Poème électronique für Tonband, das während der Brüsseler Weltausstellung 1958 in Le Corbusiers Philips-Pavillon von mehreren Millionen Menschen gehört wurde.

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Kammermusik

Concerto Melante auf originalen Stainer-Instrumenten

Jakob Stainer zum 400. Geburtstag

Raimar Orlovsky, Violine und Leitung
Reinhard Goebel, Moderation


Georg Muffat: Sonate für Streicher und Basso continuo Nr. 2 g-Moll aus Armonico tribtuo
Heinrich Ignaz Franz Biber: Sonate für Streicher und Basso continuo Nr. 6 a-Moll aus Fidicinum sacro-profanum
Francesco Saverio Geminiani: Concerto grosso für Streicher und Basso continuo d-Moll »La Follia« nach Arcangelo Corellis Violinsonate op. 5 Nr. 12
Francesco Maria Veracini: Ouvertüre Nr. 1 B-Dur für Streicher, zwei Oboen, Fagott und Basso continuo
Georg Philipp Telemann: Konzert für vier Violinen, Streicher und Generalbass A-Dur TWV 54:A1
Johann Sebastian Bach: Konzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo d-Moll BWV 1043

1998 wurde die Konzertreihe Mitglieder und Gäste der Berliner Philharmoniker auf historischen Instrumenten ins Leben gerufen, zehn Jahre später ging aus diesen musikalischen Begegnungen das Instrumentalensemble Concerto Melante hervor, dessen wohlklingender, italienisch anmutender Name sich auf ein Pseudonym des Komponisten Georg Philipp Telemann beruft, der aus den Silben seines Nachnamens ein Anagramm bildete. Dessen Musik war dann auch das 2010 erschienene CD-Debüt der Formation gewidmet. Mittlerweile hat das in wechselnden Besetzungen von vier bis zu einem Dutzend Instrumentalisten musizierende Concerto Melante auf Tonträgern und in Konzerten nicht nur Werke ihres Namensgebers interpretiert, sondern auch Musik von heute zum Teil in Vergessenheit geratenen Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts zur Diskussion gestellt.

In diesem Konzert der Serie Originalklang erinnert Concerto Melante an den 400. Geburtstag des Tiroler Geigenbauers Jacob Stainer. Vermutlich in Italien ausgebildet, fertigte der 1619 in Absam bei Innsbruck geborene Stainer Streichinstrumente, deren Bauweise an die der berühmten Cremoneser Werkstatt der Familie Amati erinnern. Stainer belieferte u. a. die Hofkapelle in Salzburg, den Innsbrucker Hof sowie die Hofkapelle von Köthen mit Instrumenten. Aber auch Musiker in München, Nürnberg, Bozen, Meran, Venedig und der Schweiz wussten die Schöpfungen des Tiroler Meisters zu schätzen.

In Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel, dem es seit vielen Jahren künstlerisch verbunden ist und der als Moderator durch den Abend führt, hat das unter der Leitung des philharmonischen Geigers Raimar Orlovsky in diesem Konzert auf originalen Stainer-Instrumenten musizierende Concerto Melante ein Programm mit Werken von Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts zusammengestellt – darunter der böhmische Geiger und Komponist Heinrich Ignatz Franz Biber, der aus Savoyen stammende Georg Muffat sowie die beiden italienischen Violinisten und Komponisten Francesco Geminiani und Francesco Maria Veracini. Neben Johann Sebastian Bach ist außerdem – wie könnte es anders sein? – auch Georg Philipp Telemann mit einem Konzert für vier Violinen, Streicher und Generalbass vertreten.

Diese musikalische Hommage an das Leben und Schaffen von Stainer wird am 26. Oktober ab 11 Uhr sein wissenschaftliches Äquivalent in einer Ausstellung sowie einem Symposium des Staatlichen Instituts für Musikforschung finden. Und wer sich an der lebendigen Musizierweise des Concerto Melantenicht satthören kann, der hat am 24. und 31. Mai 2020 die Gelegenheit, dieses Ensemble auch noch in einem Giacomo Casanova gewidmeten Philharmonischen Salon mit Interpretationen von Musik italienischer Komponisten des Barockzeitalters zu erleben.

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Konzert

Karajan-Akademie

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker
Mitglieder der Berliner Philharmoniker
Stefan Dohr, Horn und Leitung


Nachholtermin für das ursprünglich am 12. Mai geplante Konzert

Werke von Paul Dukas, Olivier Messiaen, Claude Debussy, Thierry de Mey, Henri Tomasi, Aaron Copland, Chou Wen-Chung, Vito Žuraj und Leonard Bernstein

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Konzert

Lunchkonzert

Upama Muckensturm, Flöte
Leslie Riva-Ruppert, Violoncello
SooJin Anjou, Klavier


Nikolai Kapustin: Trio für Flöte, Violoncello und Klavier op. 86
Philippe Gaubert: Trois Aquarelles für Flöte, Violoncello und Klavier

Bei den Lunchkonzerten sind grundsätzlich Besucher aller Altersgruppen herzlich willkommen. Bitte beachten Sie aber, dass – anders als bei den Familien- und Kinderkonzerten unserer Education-Abteilung – die Konzeption der Lunchkonzerte nicht explizit auf Kinder ausgerichtet ist.

Mit Rücksicht auf die ausführenden Künstler und die anderen Konzertgäste bitten wir interessierte Eltern, vor dem Besuch eines Lunchkonzertes abzuwägen, ob ihr Kind ca. 45 Minuten still sitzen kann und möchte.

Eintritt frei

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Konzert

Berliner Philharmoniker | Mehta | Grosz | Quandt

Berliner Philharmoniker
Zubin Mehta, Dirigent
Amihai Grosz, Viola
Ludwig Quandt, Violoncello


Richard Strauss: Don Quixote, Symphonische Dichtung op. 35
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«

»Etwas von Don Quixote steckt in uns allen«, meint Ludwig Quandt, Erster Solocellist der Berliner Philharmoniker in einem Interview für die Digital Concert Hall. Was den Quixote für ihn so faszinierend macht? »Die Art, wie er die Welt wahrnimmt. Es gibt eine große Diskrepanz zwischen seiner Vorstellung und der Realität.« Eine Hammelherde oder Windmühlen sind in Quixotes Augen ein feindliches Heer, das es zu bekämpfen gilt, eine hässliche Bauernmagd entzündet sein Herz, weil er sie für Dulcinea, die schönste Frau der Welt hält. Ihm zur Seite steht der treue, pragmatische Diener Sancho Pansa, der fatalistisch sämtliche Torheiten seines Herrn aushält. Miguel de Cervantes’ 1605 veröffentlichte Erzählung vom Ritter aus la Mancha gehört zu den wichtigsten Romanen der europäischen Kulturgeschichte. Der spanische Dichter schuf mit ihm eine Parodie auf die damals so beliebten Ritterromane. Der parodistische Ansatz Cervantes’ sowie die Situationen, die Quixote in seinem Wahn erlebt, inspirierten Richard Strauss zu seiner Tondichtung Don Quixote, in der er auf humorvolle, ironische Weise die musikalische Form der Variation persifliert. Gleichzeitig gelang ihm eine musikpsychologisch geniale Charakterisierung von Don Quixote, instrumental dargestellt von einem Solocello, und seinem Diener Sancho Pansa, dem die Solobratsche ihre Stimme leiht. In diesem Konzertprogramm ist Amihai Grosz, seit 2010 Erster Solobratschist des Orchesters, der Gefährte von Ludwig Quandt, der mit seinem Cello den verschrobenen Ritter musikalisch zum Leben erweckt.

Am Pult steht ein langjähriger künstlerischer Freund der Berliner Philharmoniker: Zubin Mehta, den das Orchester in der vergangenen Saison zu seinem Ehrenmitglied ernannte und der gerne in seinen Programmen Werke von Richard Strauss und Ludwig van Beethoven kombiniert. Umso überraschender, dass er eine der bekanntesten Symphonien des Wiener Meisters, seine Eroica, bislang noch nie bei den Philharmonikern dirigiert hat. Mit diesem Werk sprengte der Komponist die damaligen Gattungsnormen – nicht nur thematisch, formal und harmonisch, sondern auch in Hinblick darauf, dass sie Beethovens Monumentalstil etabliert. Gleichzeitig transportiert die Symphonie, die unter dem Eindruck der Revolutionsmusiken Frankreichs entstanden ist und thematisch auf Beethovens Ballett Die Geschöpfe des Prometheus Bezug nimmt, eine politische Botschaft: Sie setzt sich mit dem Ideal eines neuen Menschen auseinander, das die durch die Französische Revolution und die Napoleonischen Kriege ausgelösten gesellschaftlichen Umwälzungen hervorgebracht haben.

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Konzert

70 Jahre "Freunde der Berliner Philharmoniker"

Eine Jubiläums-Matinee

Kaum zu glauben: Die »Freunde« werden 70! Das muss gefeiert werden! Die erste Matinee der Spielzeit 2019/20 steht deshalb ganz im Zeichen unserer eigenen Geschichte. Als Laudatorin wird Christina Stresemann, Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof und stellvertretende Vorsitzende des »Freunde«-Kuratoriums, die Entwicklung des Vereins beleuchten.

Kaum zu glauben: Die »Freunde« werden 70! Das muss gefeiert werden! Die erste Matinee der Spielzeit 2019/20 steht deshalb ganz im Zeichen unserer eigenen Geschichte. Als Laudatorin wird Christina Stresemann, Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof und stellvertretende Vorsitzende des »Freunde«-Kuratoriums, die Entwicklung des Vereins beleuchten: Gegründet wurde er am 5. Oktober 1949, als große Bürgerinitiative, um den Bau der neuen Philharmonie zu ermöglichen, doch auch nach Erreichen dieses Ziels bleibt noch viel Gutes zu tun. Als Tochter des langjährigen Intendanten Wolfgang Stresemann weiß Christina Stresemann so einiges zu erzählen. Und natürlich spielen auch die Philharmoniker zu unserem Ehrentag auf, mit der Ersten Serenade von Johannes Brahms in der Nonett-Fassung. Anschließend stoßen wir dann alle auf das Jubiläum an.

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Klavierkonzert

Alice Sara Ott

Kammermusik

Alice Sara Ott, Klavier

Claude Debussy: Suite bergamasque
Claude Debussy: Rêverie
Erik Satie: Gnossienne Nr. 1
Erik Satie: Gymnopédie Nr. 1
Erik Satie: Gnossienne Nr. 3
Frédéric Chopin: Nocturne b-Moll op. 9 Nr. 1
Frédéric Chopin: Nocturne Es-Dur op. 9 Nr. 2
Frédéric Chopin: Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23

Nicht selten beginnen große Musikerkarrieren mit einer Absage: Als ein berühmter Kollege im November 2010 kurz vor seinem Auftritt im Londoner Barbican Centre erkrankt war, suchte man verzweifelt nach Ersatz. Man fand Alice Sara Ott. Von einer »erstaunlichen Bravourleistung, aus der Legenden entstehen« war über den Debüt-Auftritt der deutsch-japanischen Pianistin im Guardian zu lesen, von einem »Spiel, das mit erfrischender Freiheit, Flüssigkeit und bar jeglicher Künstlichkeit erklingt« (The Times). Zudem kann Alice Sara Ott ihrem Instrument ungewohnte Farben abgewinnen und versteht es, auch der kleinsten Floskel Gewicht zu verleihen, ohne das jeweilige Werk zu überfrachten. Dabei sind es die anmutigen Feinheiten, denen die Pianistin unter Verzicht auf übermäßigen Pedalgebrauch zu neuem Glanz verhilft – Nuancen, die bei anderen oft untergehen.

Nachdem sie im September bei den Berliner Philharmonikern mit Ravels G-Dur-Konzert ihr Debüt beim Orchester gegeben hat, folgt nun ihr Klavierabend im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin. Für den Anfang ihres Programms hat Alice Sara Ott Claude Debussys Suite bergamasqueausgewählt, die in die lyrische Welt Verlaines eintaucht und deren berühmtester Satz, die träumerische Nachtmusik Clair de lune, auf die gleichnamige erste Nummer von dessen Gedichtsammlung Fêtes galantes zurückgeht. Nach Debussys »sehr lieblich und sehr ausdrucksvoll« vorzutragender Rêverie widmet sich Alice Sara Ott drei kurzen Stücken von Erik Satie – meditativen Werken, die ohne »espressivo« wenige musikalische Gedanken von unterschiedlichen Seiten beleuchten. Abgerundet wird der Abend mit Frédéric Chopins poetischen Nocturnes op. 9 Nr. 1 und Nr. 2 (von denen letzteres neben dem Trauermarsch aus der Sonate Nr. 2 zu den bekanntesten Werken Chopins zählt) sowie der Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23, in der die Musik in einem wilden Presto con fuoco kulminiert.

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Konzert

Zubin Mehta dirigiert Bruckners Achte Symphonie

Berliner Philharmoniker
Zubin Mehta, Dirigent


Anton Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll (2. Fassung von 1890)

Der 2. Oktober 2011 war zweifellos ein denkwürdiger Tag in den an musikalischen Höhepunkten nicht gerade armen Annalen der Berliner Philharmoniker: Denn an jenem Abend feierte Zubin Mehta sein 50-jähriges Jubiläum am Dirigentenpult des Orchesters. Der besondere Clou: Das Werke von Gottfried von Einem, Robert Schumann und Gustav Mahler umfassende Programm war exakt dasselbe, mit dem Mehta auf Einladung seines Förderers Herbert von Karajan im September 1961 – damals noch im Konzertsaal der Hochschule der Künste (heute: Universität der Künste) – seinen philharmonischen Einstand gab.

Zu den rund 200 Aufführungen, die Mehta und die Berliner Philharmoniker bis zum heutigen Tage sowohl in Berlin als auch auf Konzertreisen gemeinsam bestritten haben, zählte auch ein spontan auf den Spielplan gesetztes Konzert vom 25. Januar 2014, das dem Andenken an den nur fünf Tage zuvor verstorbenen Claudio Abbado gewidmet war – eine Herzensangelegenheit für alle Akteure, war Mehta doch seit 1956 eng mit dem langjährigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker befreundet. Als Ausdruck seiner einzigartigen künstlerischen Verbundenheit mit Mehta ernannte das Orchester den 1936 in Bombay geborenen, an der Wiener Musikakademie von Hans Swarowsky ausgebildeten Dirigenten im Februar 2019 dann zu seinem Ehrenmitglied. Der philharmonische Cellist Knut Weber, Mitglied des Orchestervorstands der Berliner Philharmoniker, betonte in seiner Laudatio: »Kein Dirigent hat unser Orchester über einen längeren Zeitraum dirigiert, kaum ein Gastdirigent hat die Berliner Philharmoniker häufiger geleitet. Wobei Gastdirigent zu kurz greift. Sie können mit unserem Orchester mit vielem in Verbindung gebracht werden, aber schon lange nicht mehr als ›Gast‹. Viel eher als Freund, Vorbild, künstlerischer Ratgeber, Publikumsliebling und musikalische Instanz.«

In der Saison 2019/2020 ist Mehta in zwei philharmonischen Programmen zu erleben: Nachdem er an drei Abenden Ende Oktober und Anfang November Werke von Richard Strauss und Ludwig van Beethoven präsentiert hat, leitet er in diesen Konzerten der Berliner Philharmoniker Aufführungen von Anton Bruckners Achter Symphonie. Das Kaiser Franz Joseph I. von Österreich gewidmete Werk beschäftigte seinen Komponisten über einen Zeitraum von nicht weniger als sechs Jahren – eine Mühe, die sich lohnen sollte, wurde die Uraufführung der monumentalen Komposition von rund 80 Minuten Dauer durch die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Hans Richter am 18. Dezember 1892 doch zu einem der größten Erfolge, der Bruckner zu Lebzeiten vergönnt war.

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Konzert

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Karajan-Akademie

Cornelius Meister, Dirigent
Vera-Lotte Boecker, Sopran
Johannes Kammler, Bariton


Akademie II

Richard Wagner: Siegfried-Idyll
Friedrich Goldmann: Lagebericht für Sopran, Bariton und sieben Spieler
Hans Werner Henze: Drei Lieder über den Schnee für Sopran, Bariton und acht Instrumente
Ernst Toch: Bunte Suite für Orchester op. 48
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21

»Mit manchen Daten verbinden wir, ohne lange nachdenken zu müssen, wichtige historische Ereignisse: Der 9. November ist solch ein Tag«, meint Cornelius Meister, seit 2018 Generalmusikdirektor der Staatsoper und des Staatsorchesters Stuttgart. Der aus Hannover stammende Dirigent, der in dieser Saison erstmals mit den Stipendiaten der Karajan-Akademie zusammenarbeitet, hat ein Programm zusammengestellt, das auf vielfältige Weise auf den 9. November Bezug nimmt.

Die meisten von uns verbinden dieses Datum vor allem mit dem Fall der Mauer, der nun 30 Jahre zurückliegt. Damals zählte Friedrich Goldmann zu den führenden Komponisten der DDR, während Hans Werner Henze zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der BRD gehörte. Im September 1989 hatte das Scharoun Ensemble Berlin in Frankfurt/Main ein Konzert mit Werken aus Ost- und Westdeutschland gegeben, bei dem Goldmanns Lagebericht und Henzes Drei Lieder über den Schnee uraufgeführt wurden. Niemand habe – so Meister – damals zu hoffen gewagt, dass die deutsche Einheit unmittelbar bevorstehen würde.

Die Bunte Suite von Ernst Toch soll an ein anderes Ereignis erinnern: an die sogenannte Reichspogromnacht des 9. November 1938. Während der Diktatur der Nationalsozialisten wurden jüdische Komponisten wie Pavel Haas, Hans Krása und Victor Ullmann im Konzentrationslager ermordet; Ernst Toch hatte das Glück dem Terror zu entkommen. Er konnte bereits 1933 in die USA emigrieren, wo er in Hollywood als Filmkomponist wirkte.

Aus der historischen Distanz betrachtet gilt auch der 9. November 1848 als ein wichtiges Datum, da es den Wendepunkt für die Märzrevolution bedeutete. Richard Wagner, dessen Siegfried-Idyll erklingt, beteiligte sich in seiner Dresdner Zeit an den revolutionären Aktionen und musste daraufhin – bereits steckbrieflich gesucht – die Flucht ergreifen. Auf den Tag genau 70 Jahre später wurde in Deutschland nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg die Republik ausgerufen. An die sogenannte Novemberrevolution möchte Cornelius Meister mit der Ersten Symphonie von Ludwig van Beethoven erinnern, einem Werk, das zu seiner Entstehungszeit in seiner Konzeption umstürzlerisch wirkte und für den Dirigenten ein Symbol revolutionärer Veränderungen ist: »Dieses Konzertprogramm gibt uns die Möglichkeit, über den Klang und die Töne hinaus Musik in Verbindung zu setzen zur Geschichte und zur Gesellschaft – allgemeiner: zu dem, woher wir kommen und wo wir uns befinden.«

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Gespräch

Philharmonischer Diskurs

30 Jahre Mauerfall

Marianne Birthler und Kevin Kühnert im Gespräch mit Theo Koll

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker spielen Werke von Ludwig van Beethoven u. a.

In diesem Jahr jähren sich die friedliche Revolution in der DDR und der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. Am Abend des 9. November 1989 gingen die ersten Schlagbäume an der deutsch-deutschen Grenze hoch – die Mauer war offen! Es sollte »zusammenwachsen was zusammengehört«, wie Willy Brandt sagte, doch 30 Jahre später gibt es immer noch viel Trennendes. Warum? Wie kann das überwunden werden? Darüber diskutieren Marianne Birthler, ehemalige Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, und der 1989 geborene Kevin Kühnert, Vorsitzender der »Jusos« in der SPD. Das Gespräch moderiert der Journalist Theo Koll, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin.

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Kammermusik

Jazz at Berlin Philharmonic

Kammermusik

Black String:
Yoon Jeong Heo, Geomungo
Jungsoo Oh, E-Gitarre
Aram Lee, Daegeum und Yanggeum
Minwang Hwang, Ajaeng und Janggu
NES:
Nesrine Belmokh, Gesang und Violoncello
Matthieu Saglio, Gesang und Violoncello
David Gadea, Perkussion
Special Guests:
Nguyên Lê, Gitarre
Majid Bekkas, Gimbri und Gesang


East-West

Die fruchtbare musikalische Begegnung zwischen Europa und Asien, zwischen Okzident und Orient (der ja bis nach Nordafrika reicht und zu weiteren Verbindungen führt) steht im Mittelpunkt des East-West-Abends im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin.

Dieser beginnt mit Black String, dem außergewöhnlichen Quartett der Koreanerin Yoon Jeong Heo, die das Geomungo spielt, die sechssaitige koreanische Zither mit langem Griffbrett, die mit dünnen Bambusstöcken angeschlagen wird. Zusammen mit Jungsoo Oh an der Gitarre, Aram Lee an den Bambusflöten Daegeum und Yonggeum sowie Min Wang Hwang an der zweifelligen Trommel Janggu und der Webbrettzither Ajaeng tragen sie die eineinhalb Jahrtausende umspannende koreanische Musiktradition in die freie Improvisation und den modernen Jazz.

Als zweites Ensemble ist das Trio NES mit der Sängerin und Cellistin Nesrine Belmokh, dem Cellisten Mattieu Saglio und dem Perkussionisten David Gadea zu Gast. Ihre mit der hypnotischen, unerhört harmonisch verschmolzenen und stets mit arabisch-andalusischen Elementen unterlegte Mischung aus Jazz, Pop, Soul und Folk ist ein faszinierendes Klangerlebnis. In Valencia, einem ethnischen wie kulturellen Schmelztiegel, haben sich die Franko-Algerierin, der Franzose und der Spanier kennengelernt, und entsprechend vielstimmig, vielsprachig und multistilistisch ist ihre Musik. Zumal die drei aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommen: Belmokh trat bereits unter Dirigenten wie Lorin Maazel oder Daniel Barenboim sowie mit dem Cirque du Soleil auf, Gadea mit der Flamenco-Elite und Saglio wird als vielseitiger Solist gefeiert.

Die perfekte Brücke zwischen all diesen Provenienzen schlagen die Stargäste dieses Abends: Der französisch-vietnamesische Gitarrist Nguyên Lê, der mit seiner Musik seit jeher zwischen Ost und West, zwischen Jazz und asiatischer Volksmusik, zwischen Jimi Hendrix und Quincy Jones vermittelt. Und der marokkanische Oud- und Gimbri-Spieler Majid Bekkas, der schon seit den 1990er Jahren die Gnawa-Musik seines Landes in Blues und Jazz überführt, unter anderem im Joachim Kühn Trio und bei Klaus Doldingers Passport.

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Konzert

Bartoli | Les Musiciens du Prince-Monaco | Capuano

Arien aus dem 18. Jahrhundert

Cecilia Bartoli, Mezzosopran
Les Musiciens du Prince-Monaco
Gianluca Capuano, Leitung

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Konzert

Le Concert d'Astrée | Haïm

Le Concert d'Astrée
Emmanuelle Haïm, Dirigentin
Marie Perbost, Sopran
Samuel Boden, Tenor
Zachary Wilder, Tenor
Victor Sicard, Bariton


Jean-Philippe Rameau: Motette »In convertendo Dominus«
Jean-Joseph Cassanéa de Mondonville: Motette »In exitu Israel«
André Campra: Messe de Requiem

Wenn Emmanuelle Haïm die Bühne betritt, strahlt sie eine grenzenlose Begeisterung für ihre Sache aus, was sich spontan auf das Publikum überträgt. Kein Wunder, dass die französische Dirigentin mit »ihrem« feurig-flexiblen Instrumental- und Vokalensemble Le Concert d’Astrée einen Erfolg nach dem nächsten feiert. »Ich habe Le Concert d’Astrée mit Musikern gegründet, die eine ähnliche Auffassung alter Partituren haben: Wir suchen Texttreue, aber nicht dogmatisch und immer lebendig.«

Im Kammermusiksaal erweisen Emmanuelle Haïm und Le Concert d’Astrée Jean-Philippe Rameau ihre Reverenz, dessen geistliche Motette »In convertendo Dominus« auf dem Programm steht – ein siebensätziges Werk für Soli, Chor und Orchester, in dem die dramatischen Mittel bereits an die späteren Musiktheaterwerke des französischen Barockmeisters denken lassen. Es folgt mit Jean-Joseph Cassanéa de Mondonvilles Motette »In exitu Israel« das Werk eines Komponisten, dem Frankreich laut zeitgenössischen Berichten »im Kirchengesang ebenso viel zu verdanken hat wie Monsieur Rameau im Bereich des Theaters«. Das Werk von 1753 musste in den beiden folgenden Jahrzehnten acht Mal pro Konzertsaison aufgeführt werden – wohl nicht zuletzt aufgrund seiner eindrucksvollen musikalischen Darstellung entfesselter Naturgewalten im Mittelteil.

Zum Abschluss des Abends, an dem mit Marie Perbost (Sopran), Samuel Boden (Tenor), Zachary Wilder (Tenor) und Victor Sicard (Bariton) ein renommiertes Solistenensemble vertreten ist, steht André Campras bemerkenswert besetzte Messe de Requiem auf dem Programm, in dem vier Klanggruppen vorgesehen sind: ein fünfstimmiger »Grand Chœur«, ein zwei- bis dreistimmiger »Petit Chœur«, drei Vokalsolisten sowie eine als »Symphonie« bezeichnete Instrumentalgruppe.

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Berliner Philharmoniker | Currentzis

Berliner Philharmoniker
Teodor Currentzis, Dirigent
Zarina Abaeva, Sopran
Clémentine Margaine, Mezzosopran
N. N., Tenor
Evgeny Stavinsky, Bass
musicAeterna chorus of Perm Opera Chor


Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

»Er inszeniert das Stück als Psychothriller«, hieß es in einer Kritik des NDR nach der Aufführung von Giuseppe Verdis Messa da Requiem durch Teodor Currentzis. Im Frühjahr 2019 tourten der griechische Dirigent und sein Ensemble musicAeterna of Perm Opera durch Europa und begeisterten mit ihrer intensiven, mitreißenden und anrührenden Interpretation von Verdis Totenmesse. Nun gibt Currentzis, der bereits zweimal auf Einladung der Stiftung Berliner Philharmoniker mit musicAeterna im Kammermusiksaal und der Philharmonie zu erleben war, mit diesem Werk sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern. Verdis Requiem wird allgemein gerne als die »beste Oper« des italienischen Komponisten bezeichnet. Currentzis hat dazu eine ganz andere Haltung: »Mir ist wichtig: Das Verdi-Requiem ist sakrale, ja heilige Musik. Das hat mit Gott zu tun. Wenn Verdi sich als Agnostiker gibt, führt er uns in die Irre«, meint der Dirigent in einem Interview, das er im Rahmen seiner Requiem-Tournee gab.

Der Tod des großen italienischen Schriftstellers Alessandro Manzoni, den Verdi sehr bewunderte und verehrte, im Jahr 1873 war der Anlass für die Entstehung des Stücks. Den letzten Satz »Libera me« gab es bereits. Verdi hatte ihn fünf Jahre zuvor geschrieben, nachdem Gioacchino Rossini gestorben war und er führende Komponisten Italiens aufgerufen hatte, gemeinsam ein Requiem-Pasticcio für ihn zu verfassen. Obwohl alle Kollegen seinem Aufruf folgten und ihren Beitrag leisteten, scheiterte seine Initiative an dem Kleinmut der lokalen Behörden. Verdi griff später den von ihm komponierten Satz auf und integrierte ihn mit Abwandlungen in das neue Werk. Zusammen mit dem apokalyptisch gestalteten »Dies irae«, der liturgischen Totensequenz, in dem der Komponist mit Pauken und Trompeten den Aufruhr des Jüngsten Gerichts beschwört, bildet das »Libera me« die musikalischen Eckpfeiler des Requiems. Verdi schildert in ihm die existenziellen Erschütterungen eines Menschen im Angesicht des Todes. Er wirft seine gesamte Erfahrung als Opernkomponist in die Waagschale und schafft eine musikalisch wie dramaturgisch geniale Komposition, die den Hörer durch viele Emotionen führt: Angst, Schrecken, Verzweiflung, Trauer, Demut, Hoffnung auf Erlösung ... Verdi setzt auf Kontraste: Archaik und Expression, Liturgie und Oper, Kontemplation und Tumult – und schuf dadurch ein Werk voller Wucht, Intensität und Dramatik. Die plötzlichen Wechsel in Dynamik, Tempo, Klangfarbe und Stimmung machen Verdis Totenmesse zu einem der herausforderndsten und gleichzeitig schönsten Chorwerke des 19. Jahrhunderts.

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Konzert

Lunchkonzert

Eintritt frei

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Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie

Die Philharmonie ist seit mehr als 50 Jahren das musikalische Herz Berlins. Bei der Eröffnung 1963 noch an der Peripherie West-Berlins gelegen, wurde sie nach der Wiedervereinigung Teil der neuen urbanen Mitte. Ihre ungewöhnliche, zeltartige Form und ihre weithin leuchtende, gelbe Farbe macht sie zu einem der Wahrzeichen der Stadt. An ihrer ungewöhnlichen Architektur und der neuartigen Konzeption des Konzertsaals entzündeten sich anfangs Kontroversen, mittlerweile dient sie als Vorbild für Konzerthäuser in der ganzen Welt. »Ein Mensch im Angesicht eines andern, gereicht in Kreise, in mächtig schwingendem Bogen um strebende Kristall-Pyramide.« Bereits 1920 notierte der Architekt Hans Scharoun jene Worte als Vision für den idealen Theaterraum. Aus dieser Idee entwickelte er 35 Jahre später den Großen Saal der Philharmonie, in der das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt bildet.

Musik und Mensch im Mittelpunkt

Seit dem Eröffnungskonzert unter Leitung von Herbert von Karajan haben die Berliner Philharmoniker zusammen mit großartigen Dirigenten und Solisten ihrem Publikum viele grandiose Konzerte beschert. Im Oktober 2013 feierten das Orchester und sein Chefdirigent Sir Simon Rattle den 50. Geburtstag ihres Hauses mit drei ganz unterschiedlichen Konzertereignissen, die die besonderen akustischen Möglichkeiten der Philharmonie eindrucksvoll zur Geltung brachten: die doppelchörige Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der Inszenierung von Peter Sellars, das Festkonzert am 20. Oktober, das unter dem Motto »Raumklang« stand, und Arnold Schönbergs Gurre-Lieder.

Unsere Philharmonie-Sonderseite will Sie einladen, in die Geschichte, Architektur und Akustik dieses faszinierenden Hauses einzutauchen: mit Textbeiträgen aus verschiedenen Publikationen, mit einer kleinen Bildergalerie, die den Bau der Philharmonie von der Urskizze bis zur Fertigstellung dokumentiert, mit einem Video und unserer Geschichtssektion, in der Sie nicht nur viel Wissenswertes über das philharmonische Leben seid Erbauung des Konzertsaals finden, sondern einen gesamten Überblick über die Orchestergeschichte von der Gründung des »Philharmonischen Orchesters« bis heute.
Ticket-Hotline.: +49 (0)30.254 88-999

Anfahrtsmöglichkeiten

mit der U-Bahn:
Linie U2 - Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park

mit der S-Bahn:
Linien S1, S2, S25 Potsdamer Platz

mit dem Bus direkt bis zur Philharmonie:
Linien 148 (Philharmonie), 200 (Philharmonie), 248 (Kemperplatz)
weitere Buslinien: 129 und 341 (Potsdamer Brücke), 348 (Kulturforum)

mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Berliner Philharmonie

Konzerte / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Konzerte / Konzert Gürzenich-Orchester Köln Köln, Bischofsgartenstr. 1
Konzerte / Konzert Wiener Konzerthaus Wien, Lothringerstraße 20
Konzerte / Konzert Philharmonie Luxembourg Luxembourg, 1, Place de l'Europe
Konzerte / Konzert Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg Salzburg, Schwarzstraße 26
Konzerte / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Konzerte / Konzert Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, Stiftbergstraße 2
Konzerte Glocke Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik und Tanz Köln Köln, Unter den Krahnenbäumen 87
Konzerte / Musik Hochschule Luzern Luzern, Zentralstr. 18
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Weimar, Platz der Demokratie 2/3
Konzerte / Konzert Festival Strings Lucerne Luzern, Dreilindenstr. 93
Konzerte / Konzert Philharmonisches Orchester Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Konzerte / Konzert Sinfonieorchester Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Konzerte / Konzert Gewandhaus zu Leipzig Leipzig, Augustusplatz 8
Konzerte / Konzert concerts Pamplona Kleinmachnow, Johannistisch 34

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