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Theater an der Wien – Das Opernhaus

Wiens jüngstes und zugleich ältestes Opernhaus.

Und es ist nicht irgendein Theater, sondern das Haus, das Emanuel Schikaneder, vielseitiges Genie, Schauspieler, Organisationstalent und vor allem Librettist der Zauberflöte, 1801 im Geiste Mozarts in Wien erbauen ließ.

Seit Januar 2006, mit den Jubiläumsfeiern zu Mozarts 250. Geburtstag, präsentiert sich das Theater an der Wien als neues Opernhaus der Stadt Wien. Als ganzjährig bespieltes Stagione-Opernhaus eröffnet das Theater an der Wien eine neue, eigenständige Kategorie im anspruchsvollen Wiener Kulturbetrieb. Zwölf Monate im Jahr – mit monatlich einer Premiere – wird Oper im Stagione-System gespielt: das bedeutet gleich bleibende Besetzung von der ersten bis zur letzten Vorstellung und damit kontinuierliche Qualität auf höchstem internationalen Niveau.

Der moderne, offene Zugang zum Musiktheater durch Programm, Bespielung und Künstler wird durch das Haus selbst, seine Architektur und lebendige Lage betont. Ambiente und Materialien, intime Atmosphäre und ideale Akustik im historischen Theater animieren zum Öffnen der Sinne für das Schöne. Das Theater an der Wien stellt bewusst einen wechselseitigen Bezug zu seiner lebendigen Umgebung am Naschmarkt und zur jungen Kulturszene rund um das Schleifmühlviertel her.

Kontakt

Theater an der Wien – Das Opernhaus
Linke Wienzeile 6
A-1060 Wien

Telefon: +43 (1) 588 30-1010, Kartentelefon / (+43/1) 58885
Fax: +43 (1) 588 30 991010
E-Mail: info@theater-wien.at

 

Öffnungszeiten Tageskasse Theater an der Wien:
Montag – Samstag, 10 – 18 Uhr
Bewertungschronik

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Theater an der Wien – Das Opernhaus

Digital

Thaïs

von Jules Massenet

Comédie lyrique in drei Akten und sieben Bildern (1898)
Libretto von Louis Gallet nach dem gleichnamigen Roman von Anatole France

Jules Massenet schrieb seine Oper um die reuige Kurtisane für seine Geliebte, die kalifornische Sopranistin Sybil Sanderson. Das Libretto basiert auf dem gleichnamigen, 1890 erschienenen Skandalroman von Anatole France. In Massenets Oper treten dessen antiklerikale, satirische Elemente zurück, er zeigt die beiden Hauptfiguren in tragischer Selbsttäuschung befangen. Trotz eines skandalösen Busenblitzers von Sanderson war die Uraufführung 1894 nicht besonders erfolgreich. Erst nach einer gründlichen Überarbeitung wurde die zweite, 1898 aufgeführte Fassung zu einem Welterfolg, es entstand sogar ein Stummfilm nach der Oper – mit SängerInnen. Auf der Bühne hängt der Erfolg jeweils an der Interpretin der Titelfigur. Thaïs ist in sängerischer und darstellerischer Hinsicht eine schwierige Rolle. Massenets Musik ist von dem Stil des Fin de siècle geprägt, verführerisch, poetisch und melancholisch. Aber sie ist mehr als nur schillernde, gleißend-elegante Oberfläche – dies Vorurteil stand einem weiteren Erfolg nach 1930 lange im Weg. Massenet gibt mit seiner subtilen psychologischen Zeichnung von Anfang an Hinweise, dass weder Athanaëls Keuschheit noch Thaïs’ Verderbtheit wirklich unumstößlich sind. In der berühmten Méditation werden die inneren Vorgänge während ThaÏs’ Bekehrung geschildert. Die Ausgefeiltheit zeigt sich zudem in einem Netz von musikalischen Motiven, die in der Méditation und im tragischen Ende kulminieren. In der Spiegelarie, Thaïs’ Reflexion über ihr Leben, die ihre Bekehrung vorbereitet, erreicht Massenet eine für die französische Oper beispielhafte Verschmelzung von Wort und Ton, die spätere Komponisten wie Debussy beeinflusste. Strukturell knüpft Massenet bei Thaïs mit den großen Szenen, den Balletten an die Grand-Opéra an, aber eigentlich erlebt man das persönliche Drama zweier Menschen und ihrer fehlgeleiteten, missverstandenen Gefühle zueinander. Ihre Schicksale sind nicht wie bei Rossinis Guillaume Tell oder Verdis Don Carlos mit der großen Politik verknüpft. Man sieht vielmehr, wie die sozialen Festlegungen der Rollen von Mann und Frau in dieser patriarchalischen Gesellschaft menschliche Beziehungen unmöglich machen.

Musikalische Leitung: Leo Hussain
Inszenierung: Peter Konwitschny
Ausstattung: Johannes Leiacker
Licht: Guido Petzold

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Entgegen unserer letzten Ankündigung vor Weihnachten, in der wir Ihnen freudig angekündigt hatten, dass die Vorstellungsserie von Thaïs ab dem 19. Jänner 2021 stattfinden kann, müssen wir Ihnen aktuell mitteilen, dass die Premiere am 19.1. sowie die Vorstellungen am 21. und 23.1. aufgrund der aktuellen Situation nicht stattfinden können. Wir hoffen, dass wir Ihnen bald Ersatztermine nennen können. KarteninhaberInnen werden direkt von unserem Kartenbüro kontaktiert. Unsere MitarbeiterInnen sind bemüht, Ihre Rückabwicklungen zeitnah zu bearbeiten.

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Online

Video on demand

Stöbern Sie in unserem umfangreich Angebot

In Kooperation mit internationalen Livestreaming-Plattformen wie z. B. fidelio und sonostream.tv bietet das Theater an der Wien bereits aufgestrahlte Opernproduktionen Video on demand an.

Ziel ist, einem größeren Opernpublikum die Neuproduktionen des Theater an der Wien und der Kammeroper für einen längeren Zeitraum in HD-Qualität zugänglich zu machen.

Aktuell bieten der unabhängige Online-Anbieter Sonostream.tv und die Streaming-Plattform fidelio folgende Theater an der Wien- und Kammeroper-Produktionen kostenpflichtig VOD an.

Zusätzlich bieten wir Ihnen eine Auswahl unser Kinder- und Jugendprojekte der letzten Jahre kostenlos auf unserem Youtube-Kanal an.

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Online

Mozart: Le nozze di Figaro

Commedia per musica in vier Akten (1786)

Einst hatte der Graf Almaviva die bürgerliche Rosina mit Hilfe des Barbiers Figaro aus den Klauen ihres geldgierigen Vormunds Doktor Bartolo befreit und zu seiner Frau gemacht. Seitdem leben sie auf einem Schloss in der Nähe von Sevilla. Figaro gehört als Kammerdiener zur häuslichen Equipage ebenso wie seine Verlobte, Susanna, die Kammerzofe der Gräfin. Nach der für bald avisierten Hochzeit wollen sie gemeinsam das ihnen vom Grafen zugewiesene Zimmer beziehen. Während Figaro es zunächst noch für einen Vorteil hält, dass ihr Zimmer neben den gräflichen Gemächern liegt, klärt ihn Susanna über die Absichten Almavivas auf: Der Graf hat ein Auge auf sie geworfen. Seit geraumer Zeit langweilt er sich in seiner Ehe und sieht sich gerne nach neuen Objekten um. Nun soll es also Susanna sein. Aber der Graf muss List und Verführung einsetzen, denn er selbst hat das dem Adel zustehende „ius primae noctis“ – das Recht der ersten Nacht – abgeschafft. Die Gräfin weiß längst, dass ihr Gatte ihr untreu ist und spricht sich bei Susanna aus. Diese erzählt ihm von den Annäherungsversuchen des Grafen ihr gegenüber. Figaro kommt hinzu und schnell ist ein Plan geschmiedet: Einerseits soll dem Grafen vorgetäuscht werden, seine Frau hätte einen Liebhaber und andererseits wird ihm ein Stelldichein mit Susanna in Aussicht gestellt, zu dem aber der als Frau verkleidete Page Cherubino erscheinen soll. Der Plan geht nicht in vollem Umfang auf… Die Gräfin hat die Hoffnung nicht aufgegeben und will um die Liebe ihres Mannes kämpfen. Susanna und sie verabreden, nach der Hochzeit die Kleider zu tauschen – sie verfolgen nun ihren eigenen Plan. Endlich findet die Hochzeit statt. Susanna übergibt dem Grafen heimlich einen von der Gräfin vorher diktierten Liebesbrief, Figaro plagt die Eifersucht. Im nächtlichen Garten beginnt nun das Verwirrspiel: Das frisch getraute Paar führt sich gegenseitig an der Nase herum, Cherubino will die Gräfin küssen, küsst versehentlich aber den Grafen, wofür Figaro wiederum eine Ohrfeige kassiert. Schließlich erspäht der eifersüchtige Graf seine Gattin mit Figaro. In flagranti möchte er sie der Öffentlichkeit preisgeben. Aber vorher fand da doch dieser Kleidertausch statt…

Emmanuele Conegliano: 1749 geboren, 1763 vom Judentum zum Katholizismus konvertiert, 1765 niedere Weihen, 1773 Weihe zum Abbé, seit 1783 Dichter für das italienische Theater bei Joseph II. in Wien – uns besser bekannt als Lorenzo Da Ponte, kongenialer Librettist von Wolfgang Amadeus Mozart sowie ein Filou mit zahlreichen amourösen Beziehungen, Schulden und Rechtsstreitigkeiten. Wie genau die Zusammenarbeit mit Mozart – Figaro war das erste gemeinsame Werk der beiden – zustande kam, ist nicht mehr exakt rekonstruierbar. Gerüchteweise trafen sie sich schon im Jahr 1783. Es existieren zwar die Memoiren Da Pontes, allerdings sind diese als historisches Dokument wenig ernst zu nehmen. Fest steht, dass Mozart die Oper Il barbiere di Siviglia von Giovanni Paisiello kennen musste, denn sie war – als erste Vertonung von Beaumarchais’ Figaro-Trilogie – sehr erfolgreich in Wien 1783 gezeigt worden, und die beiden Komponisten hatten sich im Jahr darauf auch kennengelernt. Als dann das zweite Stück um diesen umtriebigen Barbier erfolg- und skandalreich in Paris herauskam, war die Idee, dem Erfolg Paisiellos auf der Basis des neuen Beaumarchais- Stücks nachzueifern, naheliegend. Mozart und Da Ponte mussten allerdings die politisch brisante Vorlage erheblich entschärfen, um zur Aufführung ihres Opernprojektes an der Wiener Hofoper 1786 die Erlaubnis erhalten zu können. Im Libretto hat Da Ponte vor allem die diffizilen Gefühlsbeziehungen zwischen den Figuren herausgearbeitet und Mozarts Kompositionskunst damit eine ebenbürtige Vorlage geliefert: Seine Musik vertieft die Charaktere in einem Maße, das in der Geschichte der Oper kaum mehr erreicht wurde und aus der Komödie ein Seelendrama macht. Trotz Da Pontes Entpolitisierung zeigt das Werk aber immer noch den gesellschaftlichen Umbruch vom Ancien Régime zum bürgerlichen Zeitalter – die Macht des Grafen ist gebrochen, er muss sich einer bürgerlichen Gefühlsmoral beugen. Da dieses bürgerliche Zeitalter immer noch andauert, sind die Ereignisse des Stückes für uns nach wie vor von Interesse, und Mozarts Musik bewirkt, dass uns darüber hinaus die Emotionen seiner Modellfiguren immer wieder tief anrühren.

Inszenierung: Alfred Dorfer, Kateryna Sokolova
Musikalische Leitung: Stefan Gottfried

Neuproduktion des Theater an der Wien, 2020

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Leoncavallo: Zazà

Commedia lirica in vier Akten (1919)

Ruggero Leoncavallos Ruhm gründet sich auf einer einzigen Oper, auf Pagliacci – Der Bajazzo. 1892 uraufgeführt, ist der Welterfolg ein Initialwerk des Verismo. Besser Informierte wissen vielleicht, dass Leoncavallo auch eine Version von La bohème in Konkurrenz zu Giacomo Puccini geschrieben hat. Mit Zazà hatte er jedoch zu Lebzeiten auch einen veritablen Erfolg. Nach der Uraufführung 1900 am Teatro Lirico in Mailand wurde Zazà international häufig gespielt, vorausgesetzt, es gab eine Primadonna, die der anspruchsvollen Titelpartie gewachsen war. Den größten Erfolg konnte Zazà sogar in den 1920er Jahren an der Metropolitan Opera New York verbuchen. Auch Zazá gehört stilistisch zum Verismo und spielt im schillernden Künstlermilieu, allerdings nicht wie der Bajazzo bei einer fahrenden Commedia dell’arte-Truppe, sondern unter semi-sesshaften Varietékünstlern, deren Reputation aber kaum besser ist als die ihrer vazierenden Kollegen. Die Schilderungen von halbseidenen Unterhaltungsshows und bürgerlichem Pariser Heim boten Leoncavallo musikalisch vielfältige Möglichkeiten. Im ersten Akt evoziert er anschaulich die Atmosphäre hinter der Bühne, für die er eine Art von damals experimenteller, moderner Collage-Technik entwickelt. Verschiedene Musiken und Musikstile überlagern sich: Der deklamatorisch-rezitativische Stil der Gespräche hinter der Bühne mischt sich mit den Musikdarbietungen auf der Bühne. Ähnlich schiebt er im dritten Akt in Paris die Gespräche, Totòs Klavierspiel und den durch das Fenster von der Seine in den bürgerlichen Salon hineindringenden Gesang der Wäscherinnen übereinander. In dem prinzipiell an Wagner orientierten Deklamationsfluss blitzen auch immer wieder arienhafte Momente hervor, wachsen sich aber nie zu einer schlagertauglichen Melodie aus – was sicherlich die Popularität von Zazà eingedämmt hat. Leoncavallo kannte aus eigener Erfahrung die Atmosphäre der Varietés, das Leben der Sängerinnen und die bürgerliche Doppelmoral, die sein Stück vorführt, denn vor seinem großen Erfolg mit dem Bajazzo verdiente er sich als Pianist in solchen Etablissements in Paris sein Geld. Kurz vor seinem Tod 1919 straffte er Zazà im Sinne einer stringenteren Dramatik. Am Theater an der Wien zeigen wir diese zweite Fassung, ergänzt um drei Einlagen aus der Erstfassung von 1900.

Inszenierung: Christof Loy
Musikalische Leitung: Stefan Soltész

Neuproduktion des Theater an der Wien, 2020

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Beethoven: Fidelio

Oper in zwei Akten (1806)

Schon seit zwei Jahren ist Florestan verschwunden. Seine Frau Leonore vermutet, dass er in einem geheimen Gefängnis eingekerkert ist, denn er war ein Gegner des Gouverneurs Don Pizarro, der zu seinem Machterhalt ein System aus Korruption und willkürlicher Gewalt etabliert hat. Sie glaubt, dass Florestan in dem gleichen Staatsgefängnis sitzt, in dem auch andere politische Gefangene ihr Dasein fristen. Als Mann verkleidet und unter dem Decknamen „Fidelio“ hat sie sich beim dortigen Kerkermeister Rocco als Gehilfe anstellen lassen. Durch diese Position hofft sie, herausfinden zu können, ob ihr Mann wirklich in diesem Gefängnis sei. Rocco schätzt den Arbeitseifer und Geschäftssinn von Fidelio sehr. Seine Tochter Marzelline hat sich sogar in den Jüngling verliebt und sich von ihrem bisherigen Verlobten Jaquino abgewandt. Zwar ist Leonore die Täuschung des Mädchens unangenehm, aber immer mehr erhärtet sich ihr Verdacht, es könnte sich bei einem geheimnisvollen Gefangenen, den Rocco allein betreuen muss, umFlorestan handeln. So stimmt sie als Fidelio einer baldigen Verbindung mit Marzelline zu, um Roccos Vertrauen zu erlangen. Nun kann sie ihren zukünftigen Schwiegervater bitten, ihn in den geheimen Kerker begleiten zu dürfen. Die Zeit wird knapp, denn überraschend trifft Pizarro ein und erfährt von einer bevorstehenden Überprüfung der Gefängnisse. Er will nun dringend den geheimen Gefangenen beseitigen. Da Rocco sich weigert, dies zu tun, entscheidet er, die Tat selbst auszuüben. Rocco schaufelt mit Fidelios Unterstützung lediglich in dem unterirdischen Gefängnis ein Grab. Es stellt sich heraus, dass dieser, schon kurz vor dem Hungertod stehende Gefangene, tatsächlich Florestan ist. Als Pizarro in den Kerker stürmt, um seinen Gegner zu töten, wirft sich Leonore mit einer Pistole dazwischen und enthüllt ihre wahre Identität. Die Schrecksekunde Verzögerung reicht, um dem inspizierenden Minister und seinen Leuten Zeit zum Eingreifen zu geben. Der Minister ist ein Freund Florestans, der Pizarros Machenschaften nun erkennt und bestraft. Mit Florestan kommen auch alle anderen Opfer von Pizarros Willkür frei. Die Liebe Leonores hat gesiegt.

Inszenierung: Christoph Waltz
Musikalische Leitung: Manfred Honeck

Neuproduktion des Theater an der Wien, 2020

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Moniuszko: Halka

Tragische Oper in vier Akten

Stanisław Moniuszko gelang es, mit Halka 1858 musikalisch einen spezifisch polnischen Ton zu definieren – Halka gilt auch deshalb bis heute als polnische Nationaloper. Der durchschlagende Erfolg beruhte auf der klugen Einbindung polnischer Tänze wie der Mazurka, der Polonaise und den Volkstänzen der Goralen, einer ethnischen Minderheit, die in der Hohen Tatra bis heute lebt. Polen war als eigener Staat seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr existent, umso wichtiger war es für die unter russischer, preußischer oder österreichischer Herrschaft lebenden Polen, eine Identität in ihrer Kultur zu finden. Die Oper zeigt das traurige Ende der Liebesgeschichte zwischen dem reichen jungen Gutsherrn Janusz und einer seiner Untergebenen, dem Goralen-Mädchen Halka, und spiegelt so die zu dieser Zeit aktuelle soziale Struktur der Bevölkerung der Gebiete, in der Polen lebten. Dort war der Staat streng hierarchisch organisiert, und es gab in weiten Teilen noch Leibeigenschaft. Immer wieder flammten Aufstände gegen die feudalistische Gesellschaftsordnung und die Fremdherrschaft auf. In diesem Sinne ist Halka bewusst von Moniuszko und seinem Librettisten Włodzimierz Wolski als hochpolitische Oper entworfen und vom Publikum auch so aufgefasst worden – sie erlangte den Status einer Nationaloper nicht nur aufgrund der Verarbeitung musikalisch traditioneller Motive. Mazurka und Polonaise waren damals auch die Tänze des Adels und wurden somit im Gesamtzusammenhang der Oper eher negativ konnotiert verwendet; die Volksmusik der unteren Stände aus dem bäuerlichen Milieu der Goralen sind positiv dagegen gesetzt. Halkas Weg zur Nationaloper war nicht problemlos: Moniuszko war ein schlecht bezahlter Kapellmeister in Wilna, als er zusammen mit Wolski die Oper konzipierte. Zuerst hatte Halka nur zwei Akte, und keiner wollte sie aufgrund ihres damals explosiven Inhalts aufführen. Es kam 1848 in Wilna erst zu einer konzertanten Aufführung, 1854 gelangte sie dort endlich auch szenisch auf die Bühne und der Erfolg war triumphal. Für die vier Jahre später erfolgende Aufführung in Warschau erweiterte Moniuszko sein Werk auf vier Akte, und in dieser Form erlangten Halka und ihre Schöpfer ihren verdienten Ruhm.

An der Spitze des hochkarätigen Sängerensembles steht Weltstar KS Piotr Beczała, ebenfalls Preisträger des International Opera Awards 2018, die Titelrolle wird von der amerikanischen Sopranistin Corinne Winters verkörpert. Alexey Tikhomirov singt den Stolnik, Natalia Kawałek seine Tochter Zofia. Als ihr Verlobter Janusz wird – neben den Hausdebüts von Piotr Beczała und Corinne Winters – KS Tomasz Konieczny zum ersten Mal am Theater an der Wien zu erleben sein, den Haushofmeister Dziemba übernimmt Lukas Jakobski, der vergangene Saison höchst erfolgreich als Leuthold in Guillaume Tell am Theater an der Wien gastierte. Die Rolle des Dudarsz wird von dem Bassbariton Sreten Manojlović verkörpert. Es spielt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien und singt der Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner).

Inszenierung: Mariusz Treliński
Musikalische Leitung: Łukasz Borowicz

Neuproduktion des Theater an der Wien in Koproduktion mit dem Teatr Wielki Warschau, 2019

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Moniuszko: Halka

Kindertheater

Figaro und die Detektiv*innen

Krimioper
INTERAKTIVES MUSIKTHEATER FÜR KINDER AB 6 JAHREN

- wird verschoben -

Wir befinden uns im Anwesen des Grafen Almaviva aus Le nozze di Figaro, wo die Hochzeit zwischen seinem Friseur Figaro und der Gärtnerin Susanna ansteht. Zu Beginn misst Figaro wie bei Mozart vergnügt das Zimmer aus, doch dann vermisst er Susanna, die plötzlich verschwunden ist. Der Graf beschwichtigt seinen Friseur, die Gärtnerin liebe Pflanzen mehr als Männer und werde wieder auftauchen.
Figaro misstraut seinem adeligen Arbeitgeber und wendet sich an das Detektivbüro der Bassa-Bande, die nach Figuren aus der Entführung aus dem Serail gestaltet sind. Koko, Blondchen und Belmonte übernehmen die Ermittlungen. Gemeinsam mit den Kindern entschlüsseln sie Geheimschriften, verhören Verdächtige, suchen Spuren und kombinieren Hinweise. Wer könnte die/der Täter*in sein: die grimmige Marcellina, der Meisterkoch Bartolo, der schöne Graf oder der Spitzbub Cherubino?

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Figaro und die Detektiv*innen

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Theater an der Wien – Das Opernhaus

Wiens jüngstes und zugleich ältestes Opernhaus.

Und es ist nicht irgendein Theater, sondern das Haus, das Emanuel Schikaneder, vielseitiges Genie, Schauspieler, Organisationstalent und vor allem Librettist der Zauberflöte, 1801 im Geiste Mozarts in Wien erbauen ließ.

Seit Januar 2006, mit den Jubiläumsfeiern zu Mozarts 250. Geburtstag, präsentiert sich das Theater an der Wien als neues Opernhaus der Stadt Wien. Als ganzjährig bespieltes Stagione-Opernhaus eröffnet das Theater an der Wien eine neue, eigenständige Kategorie im anspruchsvollen Wiener Kulturbetrieb. Zwölf Monate im Jahr – mit monatlich einer Premiere – wird Oper im Stagione-System gespielt: das bedeutet gleich bleibende Besetzung von der ersten bis zur letzten Vorstellung und damit kontinuierliche Qualität auf höchstem internationalen Niveau.

Der moderne, offene Zugang zum Musiktheater durch Programm, Bespielung und Künstler wird durch das Haus selbst, seine Architektur und lebendige Lage betont. Ambiente und Materialien, intime Atmosphäre und ideale Akustik im historischen Theater animieren zum Öffnen der Sinne für das Schöne. Das Theater an der Wien stellt bewusst einen wechselseitigen Bezug zu seiner lebendigen Umgebung am Naschmarkt und zur jungen Kulturszene rund um das Schleifmühlviertel her.
Öffnungszeiten Tageskasse Theater an der Wien:
Montag – Samstag, 10 – 18 Uhr

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Theater an der Wien – Das Opernhaus

Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Brienner Straße 50
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3
Aufführungen / Musical Ronacher Wien Wien, Seilerstätte 9
Ereignisse / Festspiele Salzburger Festspiele 17.7. bis 31.8.2021
Familie / Theater Rathener Sommertheater 22.5. bis 29.8.2021
Ereignisse / Festival Lucerne Festival Luzern, Hirschmattstr. 13
Ereignisse / Festival Tonlagen Dresden 11.4. bis 2.5.2021
Konzerte / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Ereignisse / Festival Festival Herbstgold Eisenstadt 15. bis 26.9.2021
Konzerte / Konzert Dresdner Philharmonie Dresden, Schloßstr. 2
Ereignisse / Festspiele Salzburger Pfingstfestspiele 21. bis 24.5.2021
Ereignisse / Festspiele Domstufen-Festspiele Erfurt Erfurt, Domplatz
Ausstellungen / Ausstellung OK im OÖ Kulturquartier LINZ Linz, OK-Platz 1

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