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Theater Konstanz

Theater Konstanz - am längsten bespielte Bühne Europas!

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Theater Konstanz
Konzilstraße 11
D-78462 Konstanz

Telefon: +49 (0)7531-900150
E-Mail: theaterkasse@konstanz.de

Theater

Der brave Soldat Schweijk

Schauspiel nach dem Schelmenroman von Jaroslav Hašek

Premiere: 15. März 2019

Jaroslav Hašeks weltberühmter, 1921 als Groschenheft verkaufter Schelmenroman zeigt Schweijks Odyssee durch die osteuropäischen Gebiete des Ersten Weltkriegs. Im Spiegel aktueller Kriegsszenarien erscheint dieser skurrile Antiheld als ein ersehnter Zeitgenosse, der die Verhältnisse mit geschwätziger Lebensbejahung und provozierendem Schwachsinn in Frage stellt.

Seit dem Attentat auf den Thronfolger Franz Ferdinand befinden wir uns im Krieg. Schweijk weiß das und meldet sich provokant freiwillig zum Dienst, mit Krücken und Rollstuhl. Denn dieser Krieg muss sein: „Das wird ein Gemetzel." Dass Schweijk daraufhin verhaftet, in die Psychiatrie gesteckt, als Idiot ausgelacht und als Vaterlandsverräter beschimpft werden wird, fordert den Prager Wirtshausanarchisten nur noch mehr heraus. Als Offiziersdiener an der Front gelingt ihm der große Coup: Autoritäten, Frontlinien und Befehle gelten für ihn nicht. Er lässt Militärchargen und Kriegsbürokraten im Feuerwerk seines bizarren Widerspruchsgeistes tanzen und reißt die nationale Hierarchie der österreich-ungarischen Vielvölkerarmee lachend nieder. Schweijk treibt sein wildes Spiel mit einer zwischen Lethargie und Chaos zerrissenen Welt, die den Einzelnen zu einer Nummer und die Menschenseele überflüssig werden lässt.

REGIE: Sapir Heller
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Ursula Gaisböck
KOSTÜME: Ursula Gaisböck
DRAMATURGIE: Eivind Haugland
Musical

Cabaret

Buch von Joe Masteroff nach dem Stück „Ich bin eine Kamera“ von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood; Musik von John Kander, Gesangstexte von Fred Ebb

Premiere: 12. April 2019

Wie keine andere Zeit stehen die wilden Zwanziger für ein Leben im Moment, ein Reich des Möglichen, die Magie des Aufbruchs. Immer dabei auch die Fratze der Armut, des Hasses, der Restriktion. Cabaret ist ein musikalischer Bilderbogen Berlins am Ende einer Epoche, der vom zwielichtigen Nachtclub-Conferencier bis zur Pensionswirtin, vom Tingel-Tangel-Star bis zum jüdischen Gemüsehändler reicht.

Silvester 1929: Die braunen Schatten werden immer größer und gleichzeitig tanzt man im Kit-Kat-Club alles, was Mode ist. Cabaret-Star Sally Bowles genießt die Liaison mit dem schüchternen Cliff, der aus den USA angereist, über das „Roaring Berlin" staunt. Dann die Katastrophe: Kündigung, improvisiertes Überleben in einer Pension, Sally treibt ab, die ersten Fensterscheiben splittern - die Nazis sind da. Cliff verlässt Berlin - ohne Sally, die daran glaubt, auch in Zukunft als umschwärmtes Showgirl die Welt außerhalb der Bühne vergessen zu machen. Willkommen, bienvenue, welcome beim Tanz auf dem Vulkan.

REGIE: Rosamund Gilmore
MUSIKALISCHE LEITUNG: Tobias Schwencke
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Carl Friedrich Oberle
KOSTÜME: Carl Friedrich Oberle
CHOREOGRAFIE: Christina Menne
DRAMATURGIE: Daniel Grünauer
Theater

Momentum

Schauspiel von Lot Vekemans

Deutsch von Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach

Wenn man beginnt, über seine eigene Vergangenheit zu stolpern, wird es Zeit, Entscheidungen zu treffen. Ist die politische Macht es wert, Privates zu opfern?

Der Ruf des großen Meinrad Hoffmann, Parteivorsitzender und politischer Führer seines Landes, ist angekratzt. Seine Frau Ebba diskutiert mit seinem engsten Berater, mit dem sie nebenbei ein Verhältnis hat, elegante Exitstrategien und unterstützende Image-Reden. Denn an der Basis wächst die Skepsis und bei der nächsten Parteiversammlung müssen klare Zeichen gesendet werden. Nicht nur deswegen hat Ebba einen jungen Dichter angestellt, der die richtigen Worte finden soll, diese aber verweigert. Vielleicht auch, weil sie ihr nie geborenes Kind vermisst, das sich immer deutlicher zu Wort meldet.

Die niederländische Autorin Lot Vekemans beschreibt in ihrem Drama in eindringlicher Weise ein intensives Beziehungsgeflecht, in dem Politisches und Privates nicht voneinander trennbar sind. Machterhalt und Liebe werden gegeneinander ausgespielt, während die jüngere Generation sich abwendet.

REGIE: Claudia Meyer
Theater

Gerron

Figurentheater und Schauspiel nach dem Roman von Charles Lewinsky

In Charles Lewinksys düsterem, weitgehend auf Tatsachen beruhendem Porträt des Künstlers Kurt Gerron, stellt sich die Frage der Moral, die zum Kräfte zehrenden Kampf mit sich selbst führt. Am Theater Konstanz wird nun die Geschichte Gerrons mit Schauspieler*innen und Puppen neu belebt.

Kurt Gerron, der ehemalige Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs und Filmstar der Zwischenkriegszeit, ist im nationalsozialistischen System nur noch Jude. Als er im Frühjahr 1944 in das Ghetto Theresienstadt deportiert wird, sind seine Eltern bereits in Sobibor ermordet worden. Dort bekommt er den Auftrag, einen Film zu drehen, der das erniedrigende Dasein der Juden als Paradies schildern soll. Trotz des bevorstehenden Kriegsendes und seiner Gewissensbisse entscheidet er sich, den Film zu machen. Das Leben von vielen hängt jetzt von ihm ab: denn solange sie drehen, gibt es für die Darsteller*innen keine Deportation.

REGIE: Annette Gleichmann
Theater

Der Reichsbürger

Monolog von Annalena und Konstantin Küspert

Sie sind mitten unter uns, sie sehen aus wie jeder andere, verhalten sich zumeist wie jeder andere, und doch sind sie nicht wie jeder andere. Sie sind Reichsbürger, also Menschen, die die grundgesetzliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland ablehnen. In ihrer Denkwelt wurde das Deutsche Reich nie aufgelöst, Deutschland ist weiterhin ein besetzter Staat und sie selbst sehen sich in der Rechtsnachfolge des Kaiserreichs. Konsequenterweise lehnen sie deutsche Gesetze ab, zahlen keine Steuern und stellen eigene Pässe und Dokumente aus. Was soweit nach schrulligen Sonderlingen klingt, wurde 2016 im fränkischen Georgensmünd bitterer Ernst, als ein bewaffneter Reichsbürger auf Polizisten schoss. Bei Reichsbürgern wurden mehrfach Waffen und sogar Sprengstoff gefunden. Sie stellen mitunter auch eigene Polizeieinheiten auf und fördern so den Nährboden für ausgrenzendes und oft antisemitisches Gedankengut.

Annalena und Konstantin Küspert beleuchten die Psyche eines Reichsbürgers, verfolgen die Gedanken und Hintergründe und fragen vor allem: Wie viel Reichsbürger steckt in uns?

REGIE: Wolfgang Hagemann
AUSSTATTUNG / BÜHNE: Wolfgang Hagemann
KOSTÜME: Wolfgang Hagemann
DRAMATURGIE: Dorothea Jüttner, Daniel Grünauer
Comedy

Staatsfreund Nr. 1

Abdelkarim

Abdelkarim hat sich oft gefragt, was er eigentlich ist: ein deutscher Marokkaner oder ein marokkanischer Deutscher? Mittlerweile weiß er es: Er ist ein Deutscher gefangen im Körper eines Grabschers. Abdelkarim hat sich aber um den Gesellschaftsteilnahmeschein bemüht und er hat es geschafft! Er ist der wichtigste Mann in Deutschland. Er ist der „Staatsfreund Nr. 1"! Von der Jugendkultur, über das Leben in der Bielefelder Bronx bis hin zu tagesaktuellen und gesellschaftspolitischen Themen spinnt Abdelkarim gleichermaßen irritierende wie feinsinnige Geschichten. Ist das nun Comedy oder Kabarett? Es ist vor allem eins: saukomisch. Abdelkarim ist Stammgast im TV mit gefeierten Auftritten u.a. bei der „heute show", „Die Anstalt", „TV total" und seiner eigenen Reihe „StandUpMigranten". Sein erstes Solo-Liveprogramm „Zwischen Ghetto und Germanen" war vielerorts ausverkauft und wurde von der Presse mit Lobeshymnen überhäuft. Ausgezeichnet u.a. mit dem Bayerischen Kabarettpreis und dem
Deutschen Fernsehpreis 2018 ist er jetzt mit seinem 2. Programm „Staatsfreund Nr. 1" auf Deutschlandtour!

www.abdelkarim.tv
Theater

Judas

Lot Vekemans

Jesus ist für uns gestorben. Und Judas hat für uns verraten. Er personifiziert das Böse - gleichgültig wie oft das Christentum immer wieder die eigene Religion verrät. Seit zwei Jahrtausenden ist Judas der Anti-Held per se. In ihm verachtet das Abendland sich selbst, wie es sich in seinem Heiland verehrt.

Was aber veranlasste den Jünger Judas Iskariot zu seiner Tat, wie lauteten seine Motive? Und wenn er jetzt vor uns stünde, würde er sagen: „Ich bin gestorben, in der Schlinge an einem toten Baum/ Ich bin gestorben und habe so alle Schuld auf mich genommen/ Alle Schuld/ Die der Hohepriester/ Der Römer/ Des Volkes/ Von jedem, der ihn nicht retten wollte"?

Die vielfach ausgezeichnete niederländische Autorin Lot Vekemans gibt dem Geächteten eine Stimme und damit sein Menschsein zurück. Sie lässt ihn erzählen, wie es dazu kam, dass man einen Messias ans Kreuz schlug, der die Welt nicht verbessern konnte. Und weshalb sich ein Verräter erhängte, der das Leben genauso verteidigte, wie die tägliche Schwierigkeit, es zu ertragen.

Wulf Twiehaus studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin, seitdem inszenierte er unter anderem an der Berliner Schaubühne, am Staatstheater Mainz, am Schauspiel Leipzig, an den Theatern Potsdam, Heidelberg, Magdeburg, Aachen, Erlangen und Bremen sowie am Krétákör Theater in Budapest und am Kamerni Teatar 55 in Sarajewo. 2007 wurde er Oberspielleiter am Stadttheater Konstanz und arbeitet seit 2010 wieder als freier Regisseur sowie Hausregisseur am Theater Konstanz.

AUSSTATTUNG / BÜHNE: Wulf Twiehaus
KOSTÜME: Wulf Twiehaus
DRAMATURGIE: Miriam Fehlker
MIT: Axel Julius Fündeling
MUSIK: Stefan Baumann
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Theater Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Lofft Leipzig Leipzig, Spinnereistr. 7
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Oper Oper Köln Köln, Offenbachplatz
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3

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