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Wiener Festwochen

Die Wiener Festwochen 2019 finden vom 10. Mai bis 16. Juni statt.

Während des Eröffnungswochenendes werden die Wiener Festwochen im 22. Gemeindebezirk erkunden, welche Bedeutung einem Stadtfestival zukommen kann. Eine Reihe von künstlerischen Projekten setzt sich mit dem urbanen (Zusammen-)Leben auseinander. Großteils werden die Arbeiten spezifisch für bestimmte Orte der Donaustadt und/oder zusammen mit ihren Bewohner*innen entwickelt.
Von allen Wiener Gemeindebezirken weist die Donaustadt das höchste Bevölkerungswachstum auf. Hier, auf der anderen Seite des Flusses, ist das Durchschnittsalter niedriger als in Wien insgesamt.
Noch gibt es vergleichsweise wenig kulturelle Infrastruktur oder öffentliche Veranstaltungen. Die Wiener Festwochen 2019 verlassen die Innenstadt und starten mit einem Programm an Veranstaltungen rund um die Erste Bank Arena für drinnen und draußen, mit kurzen Stücken und durativen Installationen, (Disco-)Eislaufen und Partys. Als Kernstück wird Mariano Pensottis Diamante aufgeführt, ein meisterhafter Theatermarathon über eine städtische Siedlung in einer verlassenen Gegend. Gleichzeitig wird über mehrere Stunden hinweg eine schwarze Fahne von Hand zu Hand weitergereicht, und eine Gruppe von Frauen schart sich temporär wie Zugvögel auf einem öffentlichen Platz zusammen. Die Gegend wird durch überraschende künstlerische Interventionen zum Leben erweckt, menschliche Begegnungen finden statt. Von einem Gemeindebau, der den Herzschlag seiner Bewohner*innen hörbar macht, bis zu einer Bibliothek lebender Bücher – all diese Projekte setzen sich mit Formen des sozialen Zusammenlebens, mit Marginalisierungsprozessen und kulturellen Leerstellen auseinander und sind für alle zugänglich (großteils bei freiem Eintritt). Nach dem Eröffnungswochenende des Festivals ziehen einige dieser Projekte in andere Teile der Stadt weiter.

Mit Werken von Mette Edvardsen, Bouchra Ouizguen, Mariano Pensotti / Grupo Marea, Alice Ripoll / Cia REC, Ula Sickle, Sarah Vanhee, Benjamin Verdonck, Anna Witt

Kontakt

Wiener Festwochen
Wiener Festwochen Gesellschaft m.b.H.
Lehárgasse 11/1/6
A-1060 Wien

Telefon: +43 (0)1 589 22-0
Fax: +43 (0)1 589 22-49
E-Mail: festwochen@festwochen.at

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Wiener Festwochen

Theater

Markus Öhrn:
3 Episodes of Life

THEATER / FILM

Bereits mehrmals sorgte der international erfolgreiche Schwede Markus Öhrn bei den Festwochen mit seinen unverwechselbaren Theaterstücken für Aufsehen. In seiner neuesten Arbeit untersucht er, ausgehend von #MeToo, Missbrauchsfälle im beruflichen Umfeld. Seine eigenwillige Bühnensprache entwickelte er für die Auftragsarbeit weiter, souverän spielt er mit Erzähl- und Darstellungsformen. An drei aufeinanderfolgenden Abenden, in atmosphärisch und ästhetisch immer wieder völlig neuen Episoden, kippt eine alltägliche Arbeitssituation und führt schließlich in einen Gerichtssaal. Öhrn bedient sich dabei einer neuen Form, die er „Silent Movie Theatre“ nennt: In jeder Folge trifft Stummfilm auf Performance. Erneut kommen jene Masken zum Einsatz, die fast schon zu Öhrns Markenzeichen geworden sind. Die Österreicherin Dorit Chrysler, eine der weltbesten Theremin-Spieler*innen, komponiert gemeinsam mit Öhrns langjährigem Begleiter, Pianist Arno Waschk, für jede Episode eine eigene musikalische Stimmung, die sie live in Wien performen. Surreal, hochaktuell und analytisch genau ist die Reise in menschliche Abgründe. Eine Serie mit Suchtpotenzial!

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Regie, Bühne Markus Öhrn. Mit Dorit Chrysler (Komposition, Theremin), Arno Waschk (Komposition, Klavier, Musikalische Leitung), Schauspiel Janet Rothe, Jakob Öhrman, Masken, Kostüm, Requisite Makode Linde, Text Myra Åhbeck Öhrman, Instrumentenbau Derek Holzer, Tontechnik Eskil Lövström.

PRODUKTION
Produktion Wiener Festwochen, Institutet Kofinanziert von Kampnagel (Hamburg), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt a.M.). Mit Unterstützung von Swedish Arts Council.

Uraufführung Mai 2019, Wiener Festwochen

TERMINE
Episode 1 -> 12. / 17. / 24. / 31. Mai, 20.30
Episode 2 -> 13. / 18. / 25. Mai, 1. Juni, 20.30
Episode 3 -> 14. / 19./ 26. Mai, 2. Juni, 20.30
Dauer: ca. 1 Std. pro Episode
Episode 1 - 3 -> 9. Juni, 16.00
Dauer: ca. 5 Std. 30 Min., inkl. 2 Pausen

PREISE
Euro 20,- (Episode 1, 2, 3) / Euro 42,- (Episode 1 - 3)

KARTENINFO
Bei gleichzeitigem Kauf von Karten für alle drei Teile von 3 Episodes of Life im Vorverkauf verringert sich der Eintrittspreis um 30%. Für die Vorstellung am 9. Juni beträgt der Preis statt 60,- Euro bereits nur 42,- Euro. Dieser Preis kann nicht weiter ermäßigt werden.

SPRACHE
Deutsch mit englischen Untertiteln

DAUER
ca 1 Std. pro Episode

PUBLIKUMSGESPRÄCH
26. Mai, im Anschluss an die Vorstellung

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Performance

Christoph Meier, Ute Müller, Robert Schwarz, Lukas Stopczynski:
LAX BAR

VISUAL ARTS / PERFORMANCE

Alles begann als vier Kunstschaffende aus Österreich und Deutschland auf Artists’ Residency in Los Angeles beschlossen, die berühmte American Bar von Adolf Loos nachzubauen. Der elegante Klassiker der österreichischen Moderne passte nämlich fast perfekt in ihr Hinterhof-Studio – nur eben kleiner skaliert. Mit wenig finanziellen Mitteln wurde Mahagoni zu Karton, Glas zu Fliegengitter und anstatt Signature Cocktails gab es alles „on the rocks“. Der Wiener Charme des legendären Originals stellte sich auch in der Baumarkt-Version ein und bald trank und schwitzte die Kunstszene von L. A. zusammengepfercht zwischen den Pressspanplatten. Zwei Jahre später wurde die Bar im Kellergeschoss eines Brüsseler Kunstraums wiedergeboren, mit einem Interieur zur Gänze aus Schilf. Und weil sich nun ein ehemaliger Schallplattenladen in Wien Favoriten mit seiner verdächtig Loos’schen Fassade geradezu anbietet, soll die Bar noch ein drittes Mal in Erscheinung treten. Die LAX BAR ist eine begehbare Rauminstallation und gestaltet sich im konsequenten Spiel mit Maßstab und Material. Als Kopie bewusst fehlerhaft und visuell verfremdet, geografisch ihrem Original so nah wie nie zuvor. An manchen Abenden ist die LAX BAR auch performatives Happening, einschließlich einer Reihe künstlerischer Gastauftritte. Und wenn dann ein Freitag den nächsten bedingt, ist sie vor allem auch: eine ziemlich gute Bar.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Von und mit Christoph Meier, Ute Müller, Robert Schwarz, Lukas Stopczynski und Gästen.

PRODUKTION
Ein Auftragswerk von Wiener Festwochen

Öffnungszeiten Installation:
29. Mai, 17 bis 22 Uhr
30. Mai bis 16. Juni, jeweils Do – So, 17 bis 22 Uhr

Barbetrieb und Performances:
17. / 24. / 31. Mai, 7. / 14. Juni, ab 19 Uhr

ORT
Laxenburger Straße 4, 1100 Wien

HINWEIS
Begrenztes Platzangebot

Eintritt frei

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Theater

René Pollesch:
Deponie Highfield

Im Gegensatz dazu wie „Sichtbarkeit“ gerade diskutiert wird, müsste es vielmehr um Folgendes gehen, dass Frauen genauso unsichtbar sein dürfen wie weiße Männer. Dass überhaupt alles Markierte undeutlich sein kann. Also um eine optische Politik müsste es gehen, die die Dinge in das Dunkle zieht, raus aus der Erhellung, in die Nicht-Transparenz. Auf einer besseren Darstellung der Welt müsste man beharren, einer zuverlässigen und durchsetzbaren, die sich nicht in der Suche nach Repräsentation erschöpft. In einem Regime der Überdeutlichkeit, der Erhellung, des Realismus also, ist der weiße Mann ja unsichtbar. Es gibt einen Blick, der bestrebt ist zu repräsentieren und zugleich der Repräsentation zu entgehen, und der will auch die vollkommen transparente Vermittlung der Welt. Aber gegen die Gefräßigkeit des Auges ginge es ja gerade darum, „nicht sichtbar“ zu sein. René Pollesch

René Pollesch inszeniert seit Jahren seine eigenen Stücke an zahlreichen Theatern. Seine Praxis als Regisseur und Autor, als jemand, der schreibend tätig ist, indem er Texte produziert und Inhalte ins Spiel bringt, vertraut wesentlich auf die Autorschaft der im Theater versammelten Künstler*innen, allen voran der Schauspieler*innen, Bühnenbildner*innen und Kostümbildner*innen.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Text, Regie René Pollesch. Bühne Katrin Brack. Kostüm Tabea Braun. Licht Michael Hofer. Dramaturgie Anna Heesen. Mit Kathrin Angerer, Birgit Minichmayr, Caroline Peters, Irina Sulaver, Martin Wuttke.

PRODUKTION
Koproduktion Wiener Festwochen, Burgtheater (Wien)

Uraufführung Mai 2019, Wiener Festwochen

PREISE
Euro 59,- / 46,- / 38,- / 26,- / 12,- / 4,-(Stehplatz)

SPRACHE
Deutsch

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Performance

Apichatpong Weerasethakul:
Fever Room

PERFORMANCE / FILM

Als Filmemacher ist Apichatpong Weerasethakul längst eine feste Größe: 2010 wurde er als erster Thailänder mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet, die BBC zählt drei seiner Filme zu den 100 bedeutendsten des 21. Jahrhunderts. Mit Fever Room, sein erstes Projekt für und mit dem Theaterraum, erweitert er das Kino um eine neue Dimension – und begeistert Publikum wie Kritik. Ausgangspunkt des Abends ist sein jüngster Film Cemetery of Splendour. Umgeben von Leinwänden tauchen die Zuschauer*innen in Projektionen ein, in Traumlandschaften aus Licht, Nebel und Schatten. Weerasethakuls Figuren nehmen in Parallelwelten Zuflucht, während ihre Heimat am Rande des Zusammenbruchs steht. Ihre persönlichen Geschichten vermischen sich mit jener des Landes. Anklänge an die gegenwärtige Militärdiktatur in Thailand sind erkennbar. Virtuos mit den Mitteln von Kino und Theater spielend, erschafft Weerasethakul ein Meisterwerk, das neue Möglichkeiten der Wahrnehmung eröffnet. Die Sinne sind hier genauso wichtig wie das Denken.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Regie Apichatpong Weerasethakul. Produktionsleitung Sompot Chidgasornpongse. Projektion, Visual Design Rueangrit Suntisuk. Licht Pornpan Arayaveerasid. Ton Akritchalerm Kalayanamitr, Koichi Shimizu. Assistenz Visual Design Piti Boonsom. Assistenz Licht Voratorn Peerapongpan. Cast Film Jenjira Pongpas, Banlop Lomnoi. Kamera Chatchai Suban. Kamera Assistenz Thanayos Roopkhajorn. Tonschnitt Chalermrat Kaweewattana. Buchhaltung Parichart Puarree. Postproduktion Siripun Sangjun. Senior Colorist Passakorn Yaisiri. Digital Colorist Chaitawat Thrisansri. Digital Conform Nuttacha Khajornkaitsakul. Post Supervisor Lee Chatametikool.

PRODUKTION
Produktion Kick the Machine Films Ein Auftragswerk von Asia Culture Center – ACC Theater (Gwangju).

Uraufführung September 2015, Asia Culture Center – ACC Theater (Gwangju).

PREISE
Euro 25,-

SPRACHE
Thai mit deutschen und englischen Untertiteln

DAUER
90 Min.

HINWEIS
Mit Stroboskop-Effekten

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Theater

Azade Shahmiri:
ﯽﯾاﺪﺻﯽﺑ
Voicelessness

Wie verändert das digitale Zeitalter unsere Vorstellung von Gerechtigkeit und Wahrheit? Die 1982 geborene iranische Regisseurin und Autorin Azade Shahmiri lässt in dem intimen Stück Voicelessness eine Schauspielerin mit den digitalen Abbildern und Stimmen anderer Menschen zusammentreffen. Die junge Nava gräbt in der Vergangenheit nach Antworten. Was geschah mit ihrem Großvater? Was passierte damals und liegt noch immer wie ein dunkler Schatten über ihrem Leben? Weit entfernt ist für Nava unsere Gegenwart. Sie lebt im Jahre 2070 und hat einen Weg gefunden, Stimmen aus der Vergangenheit zu hören.
Mit deren Hilfe sowie durch Videoaufnahmen von Verwandten und Freund*innen ist sie in der Lage, ihre eigene Version der Geschichte zu schreiben. Voicelessness wirft Fragen auf, die dringlicher kaum sein können: Wie kann man weit zurückliegende Verbrechen nachweisen? Wie sie ahnden, wenn die beteiligten Menschen längst tot sind? Eine eindringliches Debüt, das noch lange zu denken gibt.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Regie Azade Shahmiri. Text Soheil Amirsharifi, Azade Shahmiri. Mit Shadi Karamroudi, Azade Shahmiri. Video Soheil Amirsharifi. Inspizienz Mohammad Mehdi Chakeri Licht Ali Kouzehgar. Musik Adib Ghorbani. Kostüm Marzie Seyedsalehi. Video mit Behzad Dorani, Sajad Tabesh, Hoda Heidari, Mariam Rahimivand. Kamera Navid Moheymanian, Vahid Alvandifar Ton Hadi Manavipour. Schnitt, Farbkorrektur Mohsen Kheyrabadi. Tonschnitt Hossein Ghourchian. Video Assistenz Mohammad Mehdi Chakeri. Deutsche Übersetzung Sima Djabar Zadegan.

PRODUKTION
Koproduktion Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Zürcher Theater Spektakel

Uraufführung Mai 2017, Kunstenfestivaldesarts (Brüssel)

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Theater

Toshiki Okada / chelfitsch:
三 月 の 5 日 間 リクリエーション
Five Days in March
Re-creation

Mit Five Days in March gelang dem japanischen Dramatiker und Regisseur Toshiki Okada 2004 der Durchbruch. Es gilt heute als Meilenstein des zeitgenössischen japanischen Theaters und tourte durch die ganze Welt. Eine Gruppe junger Japaner*innen berichtet darin von fünf Tagen im März 2003 – darunter jenem Tag, an dem die USA begannen, den Irak zu bombardieren. Was das Stück so reizvoll und aufregend neu machte, sind seine starken Kontraste: Vor dem Hintergrund von Krieg und Protest erzählen die Performer*innen in schlampigem Jugendslang banale Geschichten von Konzerten, Sex und Freundschaft. Während sie ihre seltsam ziellose, unartikulierte Suada von sich geben, vollführen ihre Körper völlig losgelöste, beinah tanzende Bewegungen. In einer an Brecht geschulten Weise macht Okada ihr Lebensgefühl zwischen Apathie, Isolation und Angst spürbar. Über zehn Jahre später kommt er auf diese Arbeit zurück; er möchte den Veränderungen in der japanischen Gesellschaft, vor allem dem steigenden politischen Engagement, Rechnung tragen. In der Re-creation legt eine neue Generation junger Performer*innen den Text wie eine Folie auf das Japan nach Fukushima und untersucht, was sich seit der Jahrtausendwende verändert hat – und was nicht.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Text, Regie Toshiki Okada. Mit Chieko Asakura, Riki Ishikura, Yuri Itabashi, Ayaka Shibutani, Ayaka Nakama, Leon Kou Yonekawa, Manami Watanabe Bühne Torafu Architects. Technische Leitung Koro Suzuki. Licht Tomomi Ohira (ASG). Ton Norimasa Ushikawa. Kostüm Kyoko Fujitani (FAIFAI). Regieassistenz Mana Inukai. Englische Übersetzung Aya Ogawa. Fotos Kenta Cobayashi Associated Production precog co.,LTD. Executive Producer Akane Nakamura. Chief Producer Tamiko Ouki. Administration Mai Hyodo. Producer Megumi Mizuno. Associate Producer Takafumi Sakiyama. Administrationsassistenz Minako Iwai, Sara Gunnare, Saki Miwa.

PRODUKTION
Produktion chelfitsch, KAAT Kanagawa Arts Theatre (Yokohama). Koproduktion KAAT Kanagawa Arts Theatre (Yokohama), ROHM Theatre Kyoto, Kunstenfestivaldesarts (Brüssel). Mit Unterstützung von Toyohashi Arts Theatre PLAT, Nagano City Arts Center, Yamaguchi Center for Arts and Media
Residency Toyohashi City Toyohashi Arts Theatre PLAT. In Kooperation mit Steep Slope Studio, Kinosaki International Arts Center.

Uraufführungen
Five Days in March, Februar 2004, Sphereamex (Tokio)
Five Days in March Re-creation, Dezember 2017, KAAT Kanagawa Arts Theatre (Yokohama)

PREISE
Euro 30,- / 20,- / 15,-

SPRACHE
Japanisch mit deutschen und englischen Übertiteln

DAUER
90 Min.

PUBLIKUMSGESPRÄCH
29. Mai, im Anschluss an die Vorstellung

Toshiki Okada / chelfitsch: 三 月 の 5 日 間 リクリエーション Five Days in March Re-creation bewerten:

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Toshiki Okada / chelfitsch: 三 月 の 5 日 間 リクリエーション Five Days in March Re-creation

Tanz

François Chaignaud, Marie-Pierre Brébant:
Symphonia Harmoniæ Cælestium Revelationum

Hildegard von Bingen war ein Universalgenie. Sie tat sich nicht nur als Dichterin und Gelehrte hervor, sondern auch als Komponistin. Symphonia Harmoniæ Cælestium Revelationum heißt die Sammlung geistlicher Lieder, die bis heute von einer magischen Aura umgeben sind. Für ihre gemeinsame Arbeit hat Sänger, Choreograf und Historiker François Chaignaud die mittelalterlichen Kompositionen auswendig gelernt, die Musikerin Marie-Pierre Brébant spielt dazu die ukrainische Lautenzither Bandura. Frei von musikalischen oder performativen Konventionen erwecken sie die spirituelle, heilende Kraft der Musik zum Leben, die vom wissenschaftlich-logischen Denken der heutigen westlichen Welt durchaus weit entfernt ist. Chaignauds Stimme bewegt sich wie schwerelos im Raum und bereichert die Melodien der Symphonie der Harmonie der himmlischen Erscheinungen um eine skulpturale Dimension. Die mehrstündige Performance wird zu einem meditativen Erlebenis.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Performance François Chaignaud, Marie-Pierre Brébant. Gesang, Tanz François Chaignaud Bandura, Musikalische Adaptation Marie-Pierre Brébant. Bühne Arthur Hoffner. Licht Philippe Gladieux. Technische Leitung Anthony Merlaud. Ton Christophe Hauser. Lateinische Prosodie Angela Cossu. Produktionsleitung Barbara Coffy-Yarsel, Chloé Schmidt, Jeanne Lefèvre, Clémentine Rougier. Distribution Sarah de Ganck/Art Happens.

PRODUKTION
Produktion Vlovajob Pru. Koproduktion Bonlieu Scène Nationale Annecy, Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), PACT Zollverein (Essen), Centre Chorégraphique National de Caen en Normandie, BIT Teatergarasjen (Bergen), Arsenal/Cité musicale-Metz, CN D Centre national de la danse (Lyon), MC93 – Maison de la culture de Seine-Saint-Denis (Bobigny), Les 2 Scènes - Scène nationale de Besançon. Mit Unterstützung von Villa Noailles (Hyères), BoCA Biennale of Contemporary Art (Porto). Dank an Lucie Jolivet, Lyubomyr Shevchuk
Residency CN D Centre national de la danse (Lyon), La Métive - lieu international de résidence de création artistique (Moutier-d'Ahun), FRAC Franche-Comté (Besançon), les Subsistances (Lyon). Vlovajob Pru wird unterstützt von Ministère de la Culture et de la Communication (DRAC Auvergne-Rhône-Alpes) und Région Auvergne-Rhône. Cecilia Bengolea und François Chaignaud sind Artistes associés am Bonlieu Scène nationale Annecy.

Uraufführung Mai 2019, Kunstenfestivaldesarts (Brüssel)

PREISE
Euro 25,-

DAUER
ca. 3 Std.

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Performance

Romeo Castellucci / Socìetas
La vita nuova

Ein Gefühl von Aufbruch liegt in der staubgeschwängerten Luft eines verwaisten Parkhauses, in dem sich eine Gruppe von Männern versammelt hat. Eine Bruderschaft, die inmitten der herrenlosen Autos einen Messias hervorbringen will. Sie suchen nach einem neuen Anfang für die Menschheit, nach einem besseren Zusammenleben. Aber besser als was? An Politik, Arbeit, die moderne Gesellschaft glauben sie nicht länger. In seinem jüngsten Werk La vita nuova will Romeo Castellucci nichts weniger als einen konsequenten Neubeginn. Der Stammgast bei den Wiener Festwochen sorgt immer wieder für heftige Diskussionen. Sein klang- und bildgewaltiges, radikales Œuvre verlangt, dass durch die Bühnenkunst ein neues, unmittelbares Verständnis des Seins entsteht. Auch die Propheten der Parkgarage wollen nicht länger eine leere, oberflächliche Existenz mit einer Kunst führen, die sich in der Behauptung erschöpft – sie wollen die Kunst des Lebens wieder erlernen. In einer Umwandlung nicht nur der Werte, sondern auch der Dinge, erschaffen sie sich einen neuen Garten Eden.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Regie Romeo Castellucci. Text Claudia Castellucci. Musik Scott Gibbons. Mit Sedrick Amisi Matala, Abdoulay Djire, Siegfried Eyidi Dikongo, Olivier Kalambayi Mutshita, Mbaye Thiongane. Regieassistenz Filippo Ferraresi. Bühnenobjekte Plastikart Studio (Istvan Zimmermann, Giovanna Amoroso). Umsetzung Kostüm Grazia Bagnaresi. Technische Leitung Paola Villani. Bühnentechnik Andrei Benchea (Leitung), Eugenio Resta, Carmen Castellucci, Daniele Magnani. Licht Andrea Sanson. Ton Nicola Ratti. Produktionsleitung Benedetta Briglia, Giulia Colla. Produktionsassistenz Caterina Soranzo. Internationale Promotion Gilda Biasini. Administration Michela Medri, Elisa Bruno, Simona Barducci. Beratung Massimiliano Coli. Szenenfotografie Stefan Glagla. Video Luca Mattei.

PRODUKTION
Produktion Socìetas Koproduktion BOZAR Paleis voor Schone Kunsten (Brüssel), Kanal Centre Pompidou (Brüssel), La Villette (Paris)
Socìetas wird unterstützt von Ministero dei beni e attività culturali, Regione Emilia Romagna, Comune di Cesena

Uraufführung November 2018, Kanal – Centre Pompidou (Brüssel)

PREISE
Euro 25,-

SPRACHE
Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln

DAUER
60 Min.

HINWEIS
Keine Sitzgelegenheiten

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Theater

Robert Wilson, Darryl Pinckney, Isabelle Huppert
Mary Said What She Said

Nach dem unvergessenen Monolog Orlando aus dem Jahr 1993 arbeiten Robert Wilson, Isabelle Huppert und Autor Darryl Pinckney endlich wieder zusammen. Gleich nach der Weltpremiere im Pariser Théâtre de la Ville bringen die Festwochen Mary Said What She Said nach Wien. Der Regisseur und bildende Künstler Bob Wilson ist seit den 1960er Jahren wichtiger Impulsgeber und Wegbereiter des zeitgenössischen Theaters. Mit der Abstraktion in Raum, Zeit und Schauspielführung setzte er neue ästhetische Maßstäbe. Nun bietet er der großartigen Huppert nicht weniger als den Thron von Mary Stuart an, Königin von Frankreich und Schottland. Pinckney schrieb ihr einen wortgewaltigen Monolog auf den Leib. Eine Geschichte über Liebe, Macht, Verrat – und über unbändigen Freiheitsdrang, gespielt von einer der charismatischsten Schauspielerinnen unserer Zeit. Es ist das fesselnde Porträt einer starken, außergewöhnlichen Persönlichkeit, einer Frau, die bis zur letzten Sekunde kämpft. An ihrem letzten Morgen trägt die Königin Rot.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Text Darryl Pinckney. Regie, Bühne Licht Robert Wilson. Mit Isabelle Huppert. Musik Ludovico Einaudi. Kostüm Jacques Reynaud. Regieassistenz Charles Chemin. Assistenz Bühne Annick Lavallée-Benny. Assistenz Licht Xavier Baron. Ton Nick Sagar. Übersetzung Fabrice Scott.

PRODUKTION
Produktion Théâtre de la Ville Paris. In Zusammenarbeit mit EdM Productions. Koproduktion Wiener Festwochen, Internationaal Theater Amsterdam, Teatro della Toscana (Florenz), Thalia Theater (Hamburg).

Uraufführung Mai 2019, Théâtre de la Ville Paris

PREISE
Euro 65,- / 55,- / 43,- / 31,- / 20,-

SPRACHE
Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Robert Wilson, Darryl Pinckney, Isabelle Huppert Mary Said What She Said bewerten:

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Tanz

Lia Rodrigues:
Fúria

Was bedeutet es, einen Körper zu haben? Einen Mund, der sprechen und schreien kann, Hände, um jemanden zu berühren oder etwas zu zerschlagen? In ihrer jüngsten Arbeit Fúria untersucht die brasilianische Choreografin Lia Rodrigues mit neun Tänzer* innen, wie man als Gemeinschaft Handlungsmacht übernimmt, aus eigener Kraft seine Welt aufbaut. Für die 1956 geborene Rodrigues, die in Maré, der größten Favela Rio de Janeiros, eine Schule für zeitgenössischen Tanz betreibt, hat der Tanz immer eine soziale Notwendigkeit. Ihr unerschütterlicher Glaube an die Kraft der Kunst ist Motor ihres Schaffens. Fúria bedeutet Hetze oder Wut, was sowohl an den neuen, mit faschistischen und gewaltverherrlichenden Aussagen schockierenden Präsidenten Brasiliens als auch an den ohnmächtigen Ärger der Bürger*innen denken lässt. Was könnte eine Gruppe aus solchen Emotionen entstehen lassen? Gleichzeitig Marsch, Parade und Prozession wirft diese kraftvolle, fesselnde Performance einen hoffnungsvollen Blick darauf, wofür Menschen zusamen einstehen können.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Choreografie Lia Rodrigues. Assistenz Amalia Lima. Von und mit Leonardo Nunes, Felipe Vian, Clara Cavalcanti, Carolina Repetto, Valentina Fittipaldi, Andrey Silva, Karoll Silva, Larissa Lima, Ricardo Xavier. Musik Auszüge traditioneller Lieder und Tänze der Kanaken von Neukaledonien. Dramaturgie Silvia Soter. Künstlerische Mitarbeit, Fotos Sammi Landweer. Licht Nicolas Boudier. Dank an Zeca Assumpçao, Inês Assumpçao, Alexandre Seabra, Mendel. Internationale Vertretung Thérèse Barbanel.

PRODUKTION
Produktion Chaillot – Théâtre national de la Danse (Paris) mit Unterstützung der Fondation d’entreprise Hermès im Rahmen des Programms New Settings. Koproduktion Festival d’Automne (Paris), le CENTQUATRE-PARIS, MA scène nationale (Montbéliard), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt a.M., im Rahmen des Festivals Frankfurter Position 2019 – eine Initiative der BHF BANK Stiftung), Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Teatro Municipal do Porto, Festival DDD - dias de dança (Porto, Matosinhos, Gaia), Theater Freiburg, Muffatwerk (München), Lia Rodrigues Companhia de Danças. Mit Unterstützung von Redes da Maré - Centro de Artes da Maré (Rio de Janeiro) Lia Rodrigues ist Artiste associée des Chaillot – Théâtre national de la Danse und des CENTQUATRE-PARIS.

Uraufführung November 2018, Festival d’Automne (Paris)

PREISE
Euro 30,- / 20,-

DAUER
70 Min.

PUBLIKUMSGESPRÄCH
2. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Lia Rodrigues: Fúria

Performance

Sorour Darabi:
Savušun

Savušun, die neueste Arbeit von Sorour Darabi, ist eine Ode an die Verletzlichkeit, an fühlende, lebendige Wesen. Wie in seiner Performance Farci.e steht auch hier der Körper im Mittelpunkt. Wortwörtlich bedeutet „Savušun“: den Tod des Siyāwasch, des sagenumwobenen persischen Prinzen, beklagen. Inspiriert von der präislamischen Trauerzeremonie, die noch heute von schiitischen Muslimen zelebriert wird, untersucht der*die iranische Künstler*in, wofür der (männliche) Körper stehen kann. Denn in diesen traditionellen Ritualen des Trauerns, Schreiens, Singens und Schlagens erkennt Sorour Darabi eine heterogene Schönheit: Männer, die ihre Kraft und ihre Schwäche der zusehenden Menge offenbaren. Das gemeinsame Erlebnis ruft widersprüchliche und gemischte Gefühle: Stärke, Gewalt, Schmerz, Trauer und Zärtlichkeit.

Die Wiener Festwochen bieten mit Farci.e und Savušun zwei ausdrucksstarke Einblicke in einen originellen künstlerischen Kosmos.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Choreografie, Performance Sorour Darabi. Licht Yannick Fouassier, Jean-Marc Ségalen. Dramaturgie Pauline Le Boulba. Künstlerische Beratung Céline Cartillier, Mathieu Bouvier. Ton Clément Bernerd. Administration Charlotte Giteau. Touring Sandrine Barrasso.

PRODUKTION
Produktion Météores (Nantes). Koproduktion Montpellier Danse (mit Unterstützung der BNP Paribas Foundation), CN D Centre national de la danse (Pantin), La Villette (Paris), La Maison CDCN Uzès Gard Occitanie, La Fée Nadou (L’Affenadou), Zürcher Theater Spektakel, ICI - CCN Montpellier – Occitanie / Pyrénées Méditerranée, Sophiensaele (Berlin), Fonds Transfabrik – Fonds franco-allemand pour le spectacle vivant. Mit Unterstützung von SPEDIDAM, Ballet du Nord CCN Roubaix. Dank an Pouya Ehsaei, Florian De Sépibus, Agnieszka Ryszkiewicz, Ali Moini, Bryan Campbell, DD Dorvillier, Hossein Fakhri, Kamnoush Khosrovani, Maria Rössler, Tirdad Hashemi.

Uraufführung Juni 2018, Montpellier Danse

PREISE
Euro 20,-

SPRACHE
Kurze Passage auf Französisch mit englischen Übertiteln

DAUER
50 Min.

PUBLIKUMSGESPRÄCH
4. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

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Tanz

Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas, Amandine Beyer / B’Rock Orchestra:
Die sechs Brandenburgischen Konzerte

TANZ / MUSIK

Eine der wichtigsten Visionärinnen im zeitgenössischen Tanz trifft auf einen der bedeutendsten Musiker und Komponisten überhaupt. Zwölf Männer und vier Frauen aus drei Generationen von Anne Teresa De Keersmaekers Kompanie Rosas tanzen zu den Klängen von Johann Sebastian Bach. Die belgische Choreografin und Tänzerin kehrt damit zu einem Komponisten zurück, der sie seit den 1980er-Jahren begleitet. Lange wagte sich De Keersmaeker nicht an die komplexe Komposition, losgelassen aber haben die Brandenburgischen Konzerte sie nie. Beinahe vier Jahrzehnte später war die Zeit reif. Nach intimeren Abenden arbeitet sie nun erneut mit einem starken Ensemble und einem hervorragenden Orchester. Und es gelingt ihr eine kongeniale Ergänzung der Konzerte: Die betörend schlichte Choreografie, aus Grundbausteinen von Bewegung wie Gehen, Drehen oder Hüpfen, nimmt der Musik nichts von ihrer Einzigartigkeit, im Gegenteil. Der Tanz lässt die Komposition erst in all ihren Facetten erkennen. Auch, wenn Bach die Brandenburgischen Konzerte sicherlich nicht als Tanz-Musik geschrieben hat – De Keersmaeker beweist, dass sie getanzt gehören.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Choreografie Anne Teresa De Keersmaeker. Musikalische Leitung Amandine Beyer. Von und mit Boštjan Antončič, Carlos Garbin, Frank Gizycki, Marie Goudot, Robin Haghi, Cynthia Loemij, Mark Lorimer, Michaël Pomero, Jason Respilieux, Igor Shyshko, Luka Švajda, Jakub Truszkowski, Thomas Vantuycom, Samantha van Wissen, Sandy Williams, Sue Yeon Youn. Zweitbesetzung Lav Crnčević, José Paulo dos Santos, Anika Edström Kawaji, Bilal El Had. Mit Musik von Johann Sebastian Bach (Brandenburgische Konzerte, BWV 1046-1051). Orchester B’Rock Orchestra (Violine Amandine Beyer (Solovioline), Jivka Kaltcheva, David Wish Viola Manuela Bucher, Luc Gysbregts, Marta Páramo Cello Rebecca Rosen, Frédéric Baldassare, Julien Barre Viola da gamba Frédéric Baldassare, Julien Barre Kontrabass, Violone Tom Devaere Traversflöte Manuel Granatiero Oboe Antoine Torunczyk, Stefaan Verdegem, Jon Olaberria Fagott Benny Aghassi Trompete Bruno Fernandes Horn Bart Aerbeydt, Mark De Merlier Blockflöte Bart Coen, Benny Aghassi Cembalo Andreas Küppers) Ansager Lav Crnčević. Kostüm An D'Huys. Bühne, Licht Jan Versweyveld. Dramaturgie Jan Vandenhouwe. Künstlerische Mitarbeit Femke Gyselinck. Administration Anne Van Aerschot. Ton Alban Moraud, Aude Besnard. Musikalische Beratung Kees van Houten. Musikalische Assistenz Juan María Braceras, Ekachai Maskulrat. Assistenz Bühne, Licht Pascal Leboucq, François Thouret. Koordination Kostüm Heide Vanderieck Sewing Viviane Coubergs, Charles Gisèle, Ester Manas, Maria Eva Rodrigues-Reyes Garderobe Emma Zune, Ella De Vos, Ester Manas .Technische Leitung Joris Erven. Technik Max Adams, Joris De Bolle, Quinten Maes, Michael Smets.

PRODUKTION
Produktion Rosas. Koproduktion B’Rock Orchestra, Volksbühne (Berlin), La Monnaie / De Munt (Brüssel), Opéra de Lille, Opéra National de Paris, Sadler’s Wells (London), Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Concertgebouw (Brügge), Hollandfestival (Amsterdam) Dank an Gli Incogniti, Inge Grognard. Mit Unterstützung durch das Tax Shelter Programm der Belgischen Regierung in Zusammenarbeit mit Casa Kafka Pictures Tax Shelter empowered by Belfius.
Rosas wird unterstützt von der Flämischen Gemeinschaft und BNP Paribas Foundation.

Uraufführung September 2018, Volksbühne Berlin

PREISE
Euro 59,- / 46,- / 36,- / 30,- / 26,- / 21,- / 18,- / 15,- / 12,- / 9,- / 7,- / 5,- / 4,- (Stehplatz)

DAUER
2 Std.

EINFÜHRUNGEN ZUR MUSIK
3. Juni, 19.30 Uhr, 4. Juni, 17.30 Uhr,
Theater an der Wien, Großer Pausenraum

Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas, Amandine Beyer / B’Rock Orchestra: Die sechs Brandenburgischen Konzerte bewerten:

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas, Amandine Beyer / B’Rock Orchestra: Die sechs Brandenburgischen Konzerte

Theater

Mazen Kerbaj, Lina Majdalanie, Rabih Mroué:
Borborygmus

1. Ein gluckerndes, knurrendes oder quietschendes Geräusch im Magen,
verursacht durch Gas, das durch den Körper strömt.
2. Ein Geräusch, das auf Mangel oder Sättigung hinweist.
3. Eine unverständliche Rede.
4. Eine peinliche – jedoch ungefährliche – Situation.
5. Ein Stück über das alles und mehr.

Borborygmus heißt die neueste Arbeit von Rabih Mroué und Lina Majdalanie, ihre erste Zusammenarbeit mit dem Musiker Mazen Kerbaj. Im Gegensatz zu früheren dokumentarischen Arbeiten des Duos stehen die Gedanken und Gefühle der drei libanesischen Künstler*innen im Mittelpunkt, die vor der traurigen Realität unserer Welt offensichtlich kapituliert haben. Das Stück treibt Desillusionierung und Scheitern auf die Spitze, bis sie die Form ultimativen Widerstands annehmen. Was scheinbar fest und sicher ist, bringt diese schwarze Komödie, dieses Anti-Requiem des Lebens, in Bewegung – und macht es möglich, über Leben, Tod und … Verdauungsgeräusche zu lachen.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Von und mit Mazen Kerbaj, Lina Majdalanie, Rabih Mroué. Licht, Ton, Technische Leitung Thomas Köppel. Englische Übersetzung Ziad Nawfal.

PRODUKTION
Ein Auftragswerk von HAU Hebbel am Ufer (Berlin), Walker Art Center (Minneapolis). Koproduktion Wiener Festwochen, Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt a. M.). Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Deutschland), Rosa-Luxemburg-Stiftung (Beirut).

Uraufführung Jänner 2019, Walker Art Center (Minneapolis)

PREISE
Euro 30,- / 25,- / 19,- / 12,-

SPRACHE
Arabisch mit deutschen und englischen Übertiteln

DAUER
ca. 70 Min.

PUBLIKUMSGESPRÄCH
5. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Mazen Kerbaj, Lina Majdalanie, Rabih Mroué: Borborygmus bewerten:

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Mazen Kerbaj, Lina Majdalanie, Rabih Mroué: Borborygmus

Performance

Sorour Darabi:
Farci.e

Sprache kann eine Zumutung sein. Der*die iranische Künstler*in Sorour Darabi hat das am eigenen Leib erfahren.
Während des Choreografie-Studiums in Montpellier erlebte er*sie, welch starken Einfluss Sprache auf die Wahrnehmung der Welt hat. In seiner*ihrer Muttersprache Farsi gibt es keine Geschlechtsmarkierungen, im Französischen wiederum ist alles entweder männlich oder weiblich. Eine echte Entdeckung ist die davon inspirierte Performance Farci.e, 2016 beim Zürcher Theater Spektakel mit dem Jury-Preis geehrt.
Mit Witz und einer Spur Frechheit zeigt er*sie, wie Worte und die durch sie vermittelten Ordnungen in den Körper eindringen.

Die Wiener Festwochen bieten mit Farci.e und Savušun zwei ausdrucksstarke Einblicke in einen originellen künstlerischen Kosmos.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Choreografie, Performance Sorour Darabi. Licht Yannick Fouassier. Beleuchtung Jean-Marc Ségalen. Künstlerische Beratung Mathieu Bouvier.

PRODUKTION
Produktion Météores (Nantes). Koproduktion Montpellier Danse, ICl - CCN Montpellier - Occitanie/Pyrénées Méditerranée. Mit Unterstützung von CN D Centre national de la danse (Pantin), Honolulu Nantes, Théâtre de Vanves Dank an Loïc Touze, Raïssa Kim, Florence Diry, Pauline Brun, Jule Flierl, Clair.E Olivelli, Zar Amir Ebrahimi.

Uraufführung Juni 2016, Montpellier Danse

PREISE
Euro 20,-

DAUER
40 Min.

Sorour Darabi: Farci.e bewerten:

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Tanz

Marcelo Evelin / Demolition Inc, Hugo Wolf Quartett:
Matadouro live

TANZ / MUSIK

Das Leben ist ein Kampf ums Überleben. Diese Worte erscheinen oft wie eine hohle Phrase. Doch die existenzielle Realität dahinter zeigt der brasilianische Choreograf und Performer Marcelo Evelin in seinem 2010 entstandenen Matadouro, das bis heute nichts von seiner berührenden und zugleich provozierenden Kraft verloren hat. Zur Livemusik von Franz Schuberts Quintett in C-Dur umrunden acht Tänzer*innen unermüdlich die Bühne. Ein ikonografisches Bild, das den Widerspruch zwischen europäischen Vorstellungen von der Schönheit der Kunst und der harten Realität von Armut und Gewalt aufzeigt. Evelin selbst kennt diesen Bruch. Er lebt seit 1986 in Europa und hat hier unter anderem mit Pina Bausch getanzt, pendelt jedoch nach wie vor in seine Heimatstadt Teresina, wo er das Kunstzentrum CAMPO betreibt. Matadouro ist der letzte Teil einer Trilogie in Anlehnung an das brasilianische Epos Os Sertões von Euclides da Cunha, in dem eine Gruppe von Separatist*innen für soziale Gerechtigkeit kämpft. Eine kraftvolle Choreografie, ein fesselnder Kampf um Menschlichkeit und Würde.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Choreografie Marcelo Evelin. Von und mit Allexandre Santos, Andrez Lean Ghizze, Cipó Alvarenga, Fábio Crazy da Silva, Fagão Silva, Izabelle Frota, Jacob Alves, Marcelo Evelin. Künstlerische Mitarbeit Layane Holanda. Dramaturgie Silvia Soter. Mit Musik von Josh S., Jaap Lindjer, Franz Schubert (Quintett in C Dur) interpretiert von Hugo Wolf Quartett. Foto Sérgio Caddah. Produktionsleitung Regina Veloso. Touring Sofia Matos/Materiais Diversos.

PRODUKTION
Produktion CAMPO arte contemporânea (Teresina). Ein Werk von Demolition Incorporada in Zusammenarbeit mit Núcleo do Dirceu.

Uraufführungen
Matadouro, November 2010, Festival Panorama (Rio de Janeiro)
Matadouro live, Juni 2019, Wiener Festwochen

PREISE
Euro 30,- / 20,- / 15,-

DAUER
ca. 65 Min.

PUBLIKUMSGESPRÄCH
6. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

EINFÜHRUNGEN ZUR MUSIK
5. / 6. / 7. Juni, 20 Uhr, Foyer der Halle E + G im MuseumsQuartier

Marcelo Evelin / Demolition Inc, Hugo Wolf Quartett: Matadouro live bewerten:

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Film

Markus Öhrn:
Bergman in Uganda

FILM / PERFORMANCE

Eine neue Form des Geschichtenerzählens ist in den letzten Jahren in Uganda entstanden. Vee-Jays arbeiten in provisorischen Kinosälen, wie man sie in Slums und abgelegenen Dörfern findet. Ihre Kunst besteht in der Live-Übersetzung von Filmen – meist Hollywood-Blockbuster – für ein lokales Publikum. Der schwedische Künstler Markus Öhrn (dessen neues Werk 3 Episodes of Life bei den Festwochen uraufgeführt wird) hatte die Idee, die Filme von Ingmar Bergman in diesem besonderen kulturellen Kontext vorzuführen. Daraus entwickelte er Bergman in Uganda, eine Installation, bei der das Publikum zwischen zwei Leinwänden sitzt. Während auf die eine Persona (1966) projiziert wird, sehen wir auf der anderen, wie ein lokaler Geschichtenerzähler dieses exemplarische Werk mit Worten beschreibt und erklärt. Wie werden Filme von Bergman in den Elendsvierteln von Kampala heutzutage gesehen? Wie können die komplexe Introspektion der Figuren und der Lebensstil der sogenannten westlichen Welt in einen anderen Kontext übersetzt und in diesem interpretiert werden? Nicht ohne Ironie lädt Markus Öhrn das europäische Publikum ein, zu sehen, wie auf ihre eigene Kultur ein Blick von außen geworfen wird. Eine verwirrende und erfrischende Veränderung der Perspektive.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Kamera, Schnitt Markus Öhrn. Featuring Persona (1996) von Ingmar Bergman. Mit VJ HD.

PRODUKTION
Produktion Markus Öhrn, Swedish Subterranean Movie Company. Mit Unterstützung von Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Swedish Arts Grant Committee, Stadsschouwburg Amsterdam, Volksbühne (Berlin).

Uraufführung Mai 2014, Kunstenfestivaldesarts (Brüssel)

PREISE
Euro 12,-

SPRACHE
Lingala mit englischen Untertiteln

DAUER
90 Min.

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Theater

Milo Rau / NTGent:
Orest in Mossul

»Es geht nicht mehr nur darum, die Welt darzustellen. Es geht darum, sie zu verändern.« So beginnt das Manifest, das Milo Rau als neuer Leiter des Stadttheaters NTGent verfasst hat. Der 2018 mit dem Europäischen Theaterpreis ausgezeichnete Schweizer, einer der kontroversesten und erfolgreichsten zeitgenössischen Theatermacher, legt mit seinen dokumentarischen Arbeiten den Finger in die Wunden der Gegenwart – und verändert sie tatsächlich: Sein Kongo-Tribunal, zum Beispiel, zwang zwei Minister zum Rücktritt. In Wien, wo seine Inszenierungen bisher selten zu sehen waren, präsentiert er bei den Wiener Festwochen eine brandneue Arbeit. In Orest in Mossul begegnet er der antiken Tragödie von Aischylos ganz im Sinne des Manifestes: »wörtliche Adaption verboten.« Was Rau an der Orestie interessiert, ist die Einführung eines modernen Rechtssystems. Ein Ende des blutigen Teufelskreises aus Mord und Rache ist erst durch einen Prozess möglich, der eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft erlaubt. Als Vorbereitung für sein Stück arbeitet er im Irak und stellt anhand der antiken Tragödie eine wichtige Frage zu einem aktuellen Konflikt: Wie begegnet man der Gewalt im Nahen Osten und ganz konkret den IS-Kämpfer*innen, ohne in archaische Muster zu verfallen?

KÜNSTLERISCHES TEAM
Regie Milo Rau. Mit Duraid Abbas, Susana AbdulMajid, Elsie de Brauw, Joke Emmers, Risto Kübar, Johan Leysen, Bert Luppes, Marijke Pinoy. Bühne, Kostüm Anton Lukas. Dramaturgie Stefan Bläske.

PRODUKTION
Produktion NTGent, Schauspielhaus Bochum. Koproduktion TANDEM Scène Nationale (Douai/Arras). In Zusammenarbeit mit Action Zoo Humain.
Mit Unterstützung von Tax Shelter Programm der Belgischen Regierung.

Uraufführung April 2019, NTGent

PREISE
Euro 59,- / 46,- / 38,- / 26,- / 18,-

SPRACHE
Niederländisch, Arabisch, Englisch und Deutsch mit deutschen und englischen Übertiteln

DAUER
ca. 2 Std.

PUBLIKUMSGESPRÄCH
7. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Milo Rau / NTGent: Orest in Mossul bewerten:

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Performance

Benjamin Verdonck:
Liedlein für Gigi

Der wahre Zauber des Theaters lässt sich oft erst (wieder-)entdecken, wenn aller Pomp wegfällt und nur noch der Kern bleibt: Bilder, Farben, Geschichten und davor ein staunendes und bezaubertes Publikum. Lediglich einen kleinen, wenn auch höchst durchdachten vertikalen Aufbau aus unzähligen Schichten in Form eines Guckkastens und eine Handvoll Schnüre braucht der belgische Autor und Theatermacher Benjamin Verdonck, um die Zuseher*innen in unbekannte Welten zu entführen. Liedlein für Gigi ist der neueste Teil seiner Serie von Miniatur-Theatern, die er zur Gänze selbst baut. Begleitet von zwei Musikern lässt Verdonck, an seinen Fäden ziehend, wie ein Zauberer neue Szenerien entstehen und wieder in den Kulissen verschwinden. Der ruhige Abend wirkt in unserem hektischen Alltag wie ein heilsames Gegenmittel. Ein kleines, unaufdringliches Gesamtkunstwerk, das dem Publikum die Notwendigkeit fiktiver Welten spüren lässt.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Von und mit Benjamin Verdonck. Musik Bram Devens, Tomas de Smet. Dramaturgie Sven Roofthooft. Bühne Benjamin Verdonck, Lucas van Haesbroeck. Licht Lucas van Haesbroeck. Kostüm Filip Eyckmans.

PRODUKTION
Produktion Toneelhuis (Antwerpen). Mit Unterstützung von Casa Kafka Pictures Tax Shelter empowered by Belfius. Distribution Something Great.

Uraufführung Jänner 2018, Bourlaschouwburg (Antwerpen)

PREISE
Euro 20,-

DAUER
50 Min.

PUBLIKUMSGESPRÄCH
7. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Benjamin Verdonck: Liedlein für Gigi bewerten:

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Performance

Romeo Castellucci / Socìetas:
Le Metope del Partenone

Schreckliche Unfälle finden statt, Rettungskräfte kommen zum Einsatz. Ein Kampf um Leben und Tod. Romeo Castellucci zwingt zum Hinsehen. Der Italiener, der die europäische Theaterszene seit den 1980er Jahren nachhaltig geprägt hat, ist dieses Jahr bei den Festwochen gleich zweimal zu Gast. Wie La vita nuova steht Le Metope del Partenone für einen wichtigen Teil seines Schaffens, der in Wien bisher selten zu sehen war: performative Arbeiten außerhalb klassischer Theaterräume. Plötzlich und scheinbar ohne Ursache eintretende Schicksalsfälle werden in Le Metope del Partenone zu Skulpturen im Raum. Ähnlich den Metopen antiker Friese, auf denen mythische Kampfhandlungen zu Stein gerinnen, bilden sie – realistisch und metaphorisch – das menschliche Los ab. Rätsel unterbrechen die entsetzlichen Szenen. Wie in der griechischen Legende der Sphinx werden wir aufgefordert, uns selbst als Körper wie als Geisteswesen zu erkennen.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Regie Romeo Castellucci. Text Claudia Castellucci. Künstlerische Mitarbeit Silvia Costa. Special Effects, Make-up Plastikart Studio (Istvan Zimmermann, Giovanna Amoroso). Mit Silvia Costa, Dirk Glodde, Zoe Hutmacher, Liliana Kosarenko, Maximilian Reichert, Sergio Scarlatella. Mit Musik von Alexander Knaifel (Blazhenstva). Dank an Wiener Rotes Kreuz.

PRODUKTION
Koproduktion Theater Basel, La Villette (Paris), Festival d’Automne (Paris). In Zusammenarbeit mit Socìetas. Socìetas wird unterstützt von Ministero die beni e attivitá culturali, Regione Emilia Romagna, Comune di Cesena.

PREISE
Euro 25,-

SPRACHE
Projektionen in deutscher Sprache

DAUER
45 Min.

HINWEIS
Keine Sitzgelegenheiten

HINWEIS
Das Stück beinhaltet schockierende Bilder, die für sensible Besucher*innen unangenehm sein können.

Romeo Castellucci / Socìetas: Le Metope del Partenone bewerten:

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Theater

Tiago Rodrigues / Teatro Nacional D.Maria II:
Sopro

Sopro – Portugiesisch für Hauch – handelt von einem Theater, das vergangen ist, doch durch die Erinnerung einer Souffleuse wieder zum Leben erweckt wird. Das jüngste Stück des Dramatikers und Regisseurs Tiago Rodrigues basiert auf Anekdoten, die Cristina Vidal während der 39 Jahre ihrer Tätigkeit als Souffleuse am Lissaboner Teatro Nacional D.Maria II sammelte. Normalerweise verbirgt sie sich hinter den Schauspieler*innen, nun aber tritt sie erstmals ins Rampenlicht, um ihnen ihre eigenen Erinnerungen zu soufflieren. Sie agiert etwas widerwillig und macht keinen Hehl daraus, dass sie von diesem innovativen Regie-Einfall nicht sonderlich viel hält und den Anweisungen des Regisseurs einzig aus Loyalität zu ihrem Theater folgt. Das Stück, das aus Fragmenten klassischer Texte (von Racine, Tschechow oder Sophokles) und Geschichten aus dem Leben hinter den Kulissen besteht, wird von dem Wunsch vorangetrieben, das Unsichtbare darzustellen. Sopro ist eine bewegende Hommage an alle im Theater-Hintergrund tätigen Menschen und an einen verschwindenden Beruf. Den Geist des Theaters beschwörend, lässt es die Wärme eines Atems spüren, der nicht fassbar oder vollständig kontrollierbar ist … aber den Erinnerungen immer wieder neues Leben einhaucht.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Regie Tiago Rodrigues. Mit Beatriz Brás, Carla Bolito, Cristina Vidal, Isabel Abreu, Marco Mendonça, Romeu Costa. Bühne, Licht Thomas Walgrave. Kostüm Aldina Jesus. Ton Pedro Costa. Regieassistenz Catarina Rôlo Salgueiro. Beleuchtung Daniel Varela. Produktionsleitung Rita Forjaz. Produktionsassistenz Joana Costa Santos.

PRODUKTION
Produktion Teatro Nacional D.Maria II (Lisbon). Koproduktion ExtraPôle Provence-Alpes-Côte d’Azur, Festival d’Avignon, Théâtre de la Bastille (Paris), La Criée - Théâtre national de Marseille, Le Parvis scène nationale Tarbes Pyrénées, Festival Terres de Paroles Seine-Maritime – Normandie (Rouen), Théâtre Garonne Scène européenne (Toulouse), Teatro Viriato (Viseu). Mit Unterstützung von Office national de diffusion artistique.

Uraufführung Juli 2017, Festival d’Avignon

PREISE
Euro 40,- / 34,- / 29,- / 25,- / 21,- / 18,- / 14,- / 12,- / 10,- / 5,-

SPRACHE
Portugiesisch mit deutschen und englischen Übertiteln

DAUER
2 Std.

PUBLIKUMSGESPRÄCH
8. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Tiago Rodrigues / Teatro Nacional D.Maria II: Sopro bewerten:

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Tiago Rodrigues / Teatro Nacional D.Maria II: Sopro

Musik

Encyclopédie de la parole, Joris Lacoste, Pierre-Yves Macé:
Suite n°3 – Europe

MUSIK / PERFORMANCE

Wie lassen sich Unbehagen, Hohn oder Hass darstellen? Encyclopédie de la parole antwortet darauf mit eigenen Waffen: Worten und Musik. Nach den großartigen Stücken Suite n°1 und Suite n°2 zehren die französischen Künstler weiterhin von ihrer umfangreichen Sammlung aus Tondokumenten, die einer Bestandsaufnahme von Mündlichkeit in all ihren Formen gleichkommt. Dieses Mal sind sie besonders an jenen Worten interessiert, die Menschen aus verschiedenen Gründen und in unterschiedlichem Ausmaß nur ungern hören. Ob standardisierte Jobinterviews, Verschwörungstheorien oder Schimpftiraden, Suite n°3 – Europe bringt sie auf die Bühne und macht daraus 26 Vertonungen in den offiziellen Sprachen der Europäischen Union. In Form eines Liederabends bringen zwei Sänger*innen und ein Pianist sie zum Vortrag, ganz in den europäischen Traditionen von Oper oder Sprechgesang. Die schönen Melodien versuchen das Unerträgliche zu mildern, wenden sich gegen die Heftigkeit der zweifelhaften Äußerungen, die auch Realität des Kontinent sind, und erlauben sogar darüber zu lachen.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept Encyclopédie de la parole. Dramaturgie, Regie Joris Lacoste, Komposition, Musik Pierre-Yves Macé. Mit Bianca Iannuzzi, Laurent Deleuil, Denis Chouillet (Klavier). Künstlerische Mitarbeit Elise Simonet. Choreografie Lenio Kaklea. Bühne, Licht Florian Leduc. Ton Stéphane Leclercq. Technische Leitung Florian Leduc. Kostüm Ling Zhu. Gesangstraining Vincent Leterme. Stimmcoaching Valérie Philippin. Hospitanz Yvan Loiseau. Leitung Übersetzung Marie Trincaretto. Englischer Text Julie Etienne. Sammlungskoordination Joris Lacoste, Valérie Louys, Marion Siéfert, Elise Simonet. Beiträge Archivsammlung Christa Antoniou (CY), Zsolt Boros (HU), Tamara Bracic Vidmar (SL), Rita Bukauskaite (LIT), Ida Daniel (BUL), Milena Ilieva (BUL), Pierre Daubigny (POL), Ania Szczepanska (POL), Glen Falzon (MT), Antoine Cassar (MT), Nicole Genovese (FIN), Kim Jeitz (LU), Genevieve Leyh (ENG), Lenka Luptakova (SK), Shane Mansfield (GLA), Barbara Matijevic (HR), Sabine Macher (DE), Nicolas Melard (AT), Olivier Van Nooten (NL), Daniel Naami (NL), Federico Paino (IT), Ruta Pakalne (LV), Alise Bokaldere (LV), Birgit Peeters (BE), Tomás Pereira Ginet-Jaquemet (ES), Sergiu Popescu (RO), David Roenner (SE), Brigitte Schima (AT), Soren Stecher-Rasmussen (DK), Maia Means (DK) et Sotiris Vasiliu (GR). Dank an Sarah Becher, Nikola Bencova, Isabel Calvo, David-Alexandre Gueniot, Patricia Almeida, Anneke Lacoste, Nuno Lucas, Marie Pullerits, Raquel Rodrigues da Costa Gomes de Sousa Workshoppartner Teatro Municipal do Porto, Baltoscandal Festival (Rakvere). Sprachcoaching Kim Andringa, Zsolt Boros, Rita Bukauskaite, Pierre Daubigny, Astrid De Graef, Nicole Genovese, Hanna Hedman, Milena Ilieva, Lénio Kaklea, Nuno Lucas, Christa Antoniou, Barbara Matijevic, Nele Suisalu, Bara Prochaskova, Sergiu Popescu, Kristine Borodina, Sarka Vancurova, Gabrielle Sargent, Ania Szczepanska Judyta Steffek, Alexander Nielsen. Produktionsleitung Edwige Dousset. Produktionsassistenz Justine Noirot in Zusammenarbeit mit Ligne Directe (Judith Martin, Marie Tommasini). Tour Management Garance Crouillere.

PRODUKTION
Produktion Echelle 1:1 (mit Unterstützung von Ministère de la Culture et de la Communication / DRAC Île-de-France, Conseil régional d'Île-de-France) in Zusammenarbeit mit Ligne Directe. Koproduktion Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Théâtre de la Ville (Paris), Festival d’Automne (Paris), La Comédie de Reims - CDN / Festival Reims Scènes d’Europe, São Luiz Teatro Municipal (Lissabon), Alkantara Festival (Lissabon), Le phénix scène nationale Valenciennes, Théâtre Garonne - Scène européenne (Toulouse), Baltoscandal (Rakvere), Göteborgs dans- och teaterfestival, L’apostrophe - scène nationale de Cergy-Pontoise et du Val d’Oise, Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt a. M.). Mit Unterstützung von Institut français (Paris), Ville de Saint-Denis, Conservatoire de musique et de danse and Nanterre-Amandiers, Centre dramatique national, CN D Centre national de la danse, House On Fire, NXTSTP – Kulturprogramm der Europäischen Union.

Uraufführung Oktober 2017, Théâtre Garonne – Scène européenne (Toulouse)

PREISE
Euro 35,- / 26,- / 21,- / 15,- / 8,- / 4,-(Stehplatz)

SPRACHE
Alle offiziellen Sprachen der EU mit deutschen Übertiteln

DAUER
90 Min.

PUBLIKUMSGESPRÄCH
11. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Encyclopédie de la parole, Joris Lacoste, Pierre-Yves Macé: Suite n°3 – Europe bewerten:

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Film

Béla Tarr:
Missing People

FILM / VISUAL ARTS

Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt – das wurde 2018 erneut bestätigt. Doch die makellose Oberfläche der Metropole voller Habsburger-Pomp, Sachertorte und strahlend weißer Lipizzaner zeigt nur eine Seite. Viele Bewohner*innen passen nicht in dieses Bild hinein. Sie sind durch Armut und gesellschaftliche Hierarchien dem Auge entzogen. In Missing People gibt Béla Tarr ihnen Sichtbarkeit zurück. Der Ungar, dessen Hauptwerk Sátántangó als eines der wichtigsten Werke der Filmgeschichte gilt, kommt laut seinem Kollegen Gus Van Sant dem tatsächlichen Rhythmus des Lebens so nahe wie kaum ein anderer Filmemacher. So auch in seinem neuesten Projekt, für das er nach einer langen Schaffenspause erstmals wieder Regie führt. In ein paar wenigen Einstellungen dreht er einen Film, der genau jene unsichtbaren Menschen an einem Ort zeigt, zu dem sie sonst wohl keinen Zugang haben. Präsentiert wird das so entstandene Werk ausschließlich im Rahmen der Festwochen – und zwar am Drehort selbst. Das Publikum ist dort unter sich. Von den Protagonist*innen des Films bleiben nur Spuren. Ein engagiertes Projekt, das auf eindringliche Weise für Menschlichkeit eintritt.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Regie Béla Tarr

PRODUKTION
Ein Auftragswerk von Wiener Festwochen

Uraufführung Juni 2019, Wiener Festwochen

PREISE
Euro 20,-

AUGUSTIN
Am 15. Juni können beide Vorstellungen von Missing People von Béla Tarr gegen Vorlage einer aktuellen Ausgabe der Wiener Straßenzeitung Augustin bei freiem Eintritt besucht werden.
Karten sind nach Verfügbarkeit am 15. Juni jeweils an der Abendkasse im Foyer der Halle E+G im MuseumsQuartier erhältlich.

Béla Tarr: Missing People bewerten:

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Béla Tarr: Missing People

Musik

David Marton / Road Opera:
Narziss und Echo

MUSIK / THEATER

Mit unkonventionellen Ideen bereichert David Marton das Musiktheater stets aufs Neue. Ausgebildet als Pianist in Budapest und Berlin, arbeitete er mit Theatergrößen wie Christoph Marthaler oder Frank Castorf. In seinen eigenen Werken experimentiert er entlang der Frage, wie aus Musik Theater entstehen kann. Für die Uraufführung von Narziss und Echo untersucht David Marton die unmögliche Zusammenkunft zweier mythologischer Figuren. Die Nymphe Echo kann lediglich durch die Wiederholung fremder Worte kommunizieren, während der Jüngling Narziss nicht von seinem Spiegelbild lassen kann. In ihrer Begegnung treffen klangliche und bildliche Selbstreflexion aufeinander und finden doch nicht zusammen. Für Marton ein Grundthema in der Kunst: Die Frage nach Identität und der (Un)möglichkeit einer Brücke vom Ich zum Anderen. Der Mythos Ovids wird hier in seine Einzelteile zerlegt und in einer unaufhörlichen Metamorphose, in der die Musik von Barock bis Gegenwart mit der digitalen Geräuschkulisse unseres Alltags konfrontiet wird, neu zusammengesetzt.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Regie David Marton. Bühne Christian Friedländer. Licht Henning Streck. Dramaturgie Lucien Strauch, Barbara Engelhardt. Komposition Paul Brody, Michael Wilhelmi, Klanggestaltung Daniel Dorsch. Kostüm Valentine Solé. Regieassistenz Lisa Como. Mit Thorbjörn Björnsson, Paul Brody (Trompete), Vinora Epp, Marie Goyette, Michael Wilhelmi (Klavier).

PRODUKTION
Produktion Théâtre Vidy-Lausanne. Koproduktion Wiener Festwochen, Maillon Théâtre de Strasbourg - scène européenne, Nouveau Théâtre de Montreuil, Théâtre de Caen, Les 2 Scènes - Scène Nationale de Besançon. Mit Unterstützung von L’École de la Comédie de Saint-Étienne / DIÈSE # Auvergne-Rhône-Alpes, Pro Helvetia - Schweizer Kulturstiftung, Europäisches Programm für grenzüberschreitende Zusammenarbeit Interreg Frankreich-Schweiz 2014-2020, FEDER Gefördert von Hauptstadtkulturfonds Berlin.

PREISE
Euro 30,- / 20,- / 15,-

SPRACHE
Mehrere Sprachen mit deutschen Übertiteln

PUBLIKUMSGESPRÄCH
14. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

David Marton / Road Opera: Narziss und Echo bewerten:

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Bewertungen & Erfahrungsberichte David Marton / Road Opera: Narziss und Echo

Performance

Federico León:
Yo escribo. Vos dibujás.

C. G. Jung schrieb, es gäbe in der Natur nichts Zufälliges oder Nutzloses. Was Federico León mit Yo escribo. Vos dibujás. (Ich schreibe. Du zeichnest.) in Wien entwirft, bezeichnet er als chaotisches Öko-System. Der Schauspieler, Autor, Regisseur und Filmemacher ist eine Schlüsselfigur in der argentinischen Off-Szene. Seine aktuellste Arbeit ist ein riesiges, dreidimensionales Puzzle, in dem sich die Zuschauer*innen frei bewegen können. Wie auf einer Art Straßenfest mischen sie sich unter Menschen, die teils selbstvergessen, aber immer fokussiert ihren Tätigkeiten nachgehen. Ein mysteriöses System muss dahinterliegen.
Aber welches? Botschaften machen die Runde und lenken den Blick auf Übersehenes. Doch jede*r sieht etwas anderes, niemand kann das Rätsel alleine lösen. Diese beeindruckende Arbeit mit einer großen Anzahl an lokalen Performer*innen ist wie ein ausgeklügeltes Spiel, dessen Regeln man (noch) nicht kennt.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Text, Regie Federico León. Mit Claudia Schijman, Felipe Boucau und 23 Wiener Performer*innen. Bühne Ariel Vaccaro. Assistenz Bühne Valentina Remenik. Musik, Ton Diego Vainer. Licht David Seldes. Kostüm Paola Delgado. Umsetzung Dummy Cecilia Polidoro. Casting María Laura Berch, Mariana Berch. Regieassistenz Juan Francisco Reato. Technische Koordination Laura Copertino.
Koordination Produktion Rodrigo Manuel Pérez. Produktionsleitung Melisa Santoro Aguirre. Produktionsassistenz Tamara Belenky.

PRODUKTION
Produktion ZELAYA. Koproduktion Wiener Festwochen, Teatro Nacional Argentino - Teatro Cervantes (Buenos Aires), FITEI (Porto), Teatro do Bairro Alto (Lissabon), Kunstenfestivaldesarts (Brüssel). Mit Unterstützung von Iberescena, Mecenazgo.

Uraufführung März 2019, Teatro Nacional Argentino – Teatro Cervantes (Buenos Aires)

PREISE
Euro 25,-

SPRACHE
Spanisch mit deutscher Übersetzung

DAUER
ca. 75 Min.

HINWEIS
Keine Sitzgelegenheiten im ersten Teil der Vorstellung

PUBLIKUMSGESPRÄCH
14. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Federico León: Yo escribo. Vos dibujás. bewerten:

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Federico León: Yo escribo. Vos dibujás.

Performance

Sarah Vanhee:
Oblivion

Was passiert mit den Dingen, die man Tag für Tag wegwirft? Die belgische Künstlerin, Performerin und Autorin Sarah Vanhee hat für Oblivion ein Jahr lang all ihren realen und virtuellen Abfall gesammelt – und daraus ein Bühnenjuwel gemacht. Gemeinsam mit ihr wechselt das Publikum konstant die Perspektive: Was geschieht mit den Beziehungen und Ideen, die man verwirft, weil sie misslungen sind, kaputt oder unbrauchbar? Mit Körperflüssigkeiten, die man absondert, den abgestorbenen Zellen? All den Dingen, die man längst vergessen hat, die aber immer noch existieren? Am Anfang sind da nur Kartons, die Vanhee wohlüberlegt ausräumt, während sie mit dem Publikum spricht. Nichts ist hier Zufall. Je voller die Bühne wird, desto zahlreicher werden die Assoziationen. Nicht nur um die Konsum- und Wegwerfgesellschaft geht es Vanhee in ihrem herausfordernden Solo. Sie fragt auch nach Schaffensprozessen, seien es alltägliche oder künstlerische. Vor allem aber wirft sie einen liebevollen, achtsamen Blick auf etwas, das viel zu oft vergessen wird: die Schönheit des Unnützen.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Performance Sarah Vanhee. Ton Alma Söderberg, Hendrik Willekens. Künstlerische Beratung Mette Edvardsen, Berno Odo Polzer. Stimme Jakob Ampe. Produktionsassistenz Linda Sepp. Technik Bart Huybrechts.

PRODUKTION
Koproduktion CAMPO (Gent), HAU Hebbel am Ufer (Berlin), Göteborgs dans- och teaterfestival, Noorderzon Performing Arts Festival Groningen, Kunstenfestivaldesarts (Brüssel, im Rahmen von NXTSTP – Kulturprogramm der Europäischen Union). Mit Unterstützung von Vlaamse overheid Dank an Manyone, Pianofabriek Kunstenwerkplaats (Saint-Gilles), Kaaitheater (Brüssel).

Uraufführung November 2015, CAMPO (Gent)

PREISE
Euro 20,-

SPRACHE
Englisch mit deutschen Übertiteln

DAUER
2 Std. 15 Min.

Sarah Vanhee: Oblivion bewerten:

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Sarah Vanhee: Oblivion

Musik

Ictus:
Pneuma

Pneuma ist zugleich Konzert, Installation und ein kollektiver Akt des Atmens und Zuhörens. Dieses Format geht auf die Idee des französischen Künstlers Philippe Quesne zurück, der eine aufblasbare, luftgefüllte Membran als besonderen Spielort konzipierte. Ictus, ein in Brüssel beheimatetes Ensemble für zeitgenössische Musik, das für sein mutiges Repertoire und seine Experimentierfreude bekannt ist, hat für dieses Setting eine erste Version entwickelt. Daraus entstand Pneuma, ein musikalisches Programm, das sich mit dem menschlichen Atem beschäftigt. Das Publikum bewegt sich frei und kann die Musik auch liegend genießen. Für den chorischen Beginn des Abends lassen die Musiker*innen ihren Atem erklingen und Geräuschlandschaften entstehen. Klingend, schwingend und fühlbar ist dieses Stück der Auftakt zu einem einzigartigen Erlebnis von ergreifend schöner Musik.

PROGRAMM
Michael Schmid, Breathcore – Wiener Version (2019)
Sofia Gubaidulina, De Profundis (1978)
Heinz Holliger, Lied (1971)
Sofia Gubaidulina, In Croce (1991)
Michael Schmid, Breathcore II – Wiener Version (2019)
Jürg Frey, Streichquartett 2 (1998 – 2000)

Dieses Projekt ist Teil eines Schwerpunkts, den das Wiener Konzerthaus der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina am 15. und 16. Juni mit jeweils 2 Konzerten widmet.
Die Programmdetails finden Sie auf www.konzerthaus.at/gubaidulina

KÜNSTLERISCHES TEAM
Von und mit Ictus (François Deppe, Alexandre Fostier, Luca Piovesan, Eva Reiter, Jeroen Robbrecht, Michael Schmid, George van Dam).

PRODUKTION
Produktion Wiener Festwochen, Ictus. In Kooperation mit Wiener Konzerthaus.

Uraufführung Pneuma, Juni 2019, Wiener Festwochen

PREISE
Euro 25,-

DAUER
85 Min.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Ictus: Pneuma

Performance

Sarah Vanhee:
undercurrents

»Jeder Laut, den wir von uns geben, ist ein Stückchen Autobiographie. Er hat zwar einen absolut persönlichen Kern, seine Flugbahn jedoch ist öffentlich. Ein Stück nach außen projiziertes Innen.« Anne Carson
2013 begann die belgische Künstlerin Sarah Vanhee, das ästhetische und politische Potenzial des Schreis zu erforschen. Diese Recherche führte bisher zu verschiedenen Ausdrucksformen und Formaten, in denen Vanhee Menschen die Möglichkeit gibt zu schreien. Das Wissen, dass jede Person unterschiedlich klingt, ließ sie verschiedene Techniken und Methoden entwickeln, die auch jene einbinden, die noch nie zuvor geschrien haben. Ihrer Ansicht nach ist das Schreien ein Grundrecht und demokratisches Mittel. Für das Eröffnungswochenende haben die Wiener Festwochen Vanhee eingeladen, gemeinsam mit Bewohner*innen der Donaustadt eine Intervention zu erarbeiten. Alle Teilnehmenden bringen dafür ihre persönliche Motivation sowie ihre ganz eigene Art und Weise des Schreiens mit ein. Diese „Screamscape“ ermöglicht es den Zuhörenden, vorübergehend unter die Oberfläche der Gesellschaft zu tauchen und stellt eine Verbindung her zu einem tieferen und ungezähmteren Daseinsgefühl.

KÜNSTLERISCHES TEAM
Konzept, Choreografie Sarah Vanhee. Künstlerische Mitarbeit Britt Hatzius.
Mit Teilnehmer*innen aus Donaustadt Dank an Jakob Ampe Voice-Trainer Christian Reiner. Textnachweis Anne Carson, Glas, Ironie und Gott, Piper, 2000, S. 172.

PRODUKTION
Produktion Wiener Festwochen, Manyone

Uraufführung Mai 2019, Wiener Festwochen

Im Anschluss an die Lecture collected screams

HINWEIS
Keine Sitzgelegenheiten

Eintritt frei

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Sarah Vanhee: undercurrents

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