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Duisburger Philharmoniker

Klangerlebnisse schaffen, mit höchster Präzision Musik gestalten um unvergessliche Abende zu kreieren und nachhaltige Eindrücke zu hinterlassen – dafür arbeiten die 93 Musiker der Duisburger Philharmoniker aus rund 15 verschiedenen Nationen stets an dem perfekten Klang.

Im Jahr 1877 mit dreißig Musikern als „Brandtsche Kapelle“ gegründet, sind die Duisburger Philharmoniker heute eines der großen Orchester Deutschlands.
Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Moderne. Mit letzterem folgen sie einer langen Tradition: „Will man über das zeitgenössische Schaffen auf dem Laufenden bleiben, muss man nach Duisburg fahren“ – so hatte ein Kritiker zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben. Damals wurde die „Neue Musik“ noch von Komponisten wie Max Reger und Richard Strauss repräsentiert, die ihre Werke in Duisburg selber vorstellten.

International renommierte Dirigenten, wie Kirill Petrenko, Antoni Wit, Alun Francis oder Axel Kober arbeiteten in jüngster Zeit mit den Duisburger Phiharmonikern. Jonathan Darlington gestaltete von 2002 bis 2011 als Generalmusikdirektor des Orchesters sein künstlerisches Schaffen. Seine Vorgänger waren unter anderen Alexander Lazarew und Bruno Weil. Darlington entwickelte in seiner Zeit spannende Alternativen zur konventionellen Programmplanung. Anerkannt wurde das in der Spielzeit 2009/2010 als die Duisburger Philharmoniker vom Deutschen Musikverlegerverband für das bundesweit beste Konzertprogramm ausgezeichnet wurden.

Die CD-Einspielung des Tschaikowsky-Violinkonzertes mit der Solistin Susanna Yoko Henkel wurde in 2011 mit einem begehrten Echo Klassik ausgezeichnet. Die Liste der mit dem Orchester auftretenden Solisten ist erlesen: Als da wären die Pianisten Barry Douglas und Boris Bloch, die Geiger Frank Peter Zimmermann und Pinchas Zukermann, Daniel Hope und Isabelle Faust, die Cellisten Antonio Meneses und Sol Gabetta sowie Matt Haimovitz, um nur einige zu nennen.

Regelmäßig ist das Orchester Gast bei international renommierten Festivals, wie dem Klavierfestival Ruhr und der „Ruhrtriennale“, bei der sie mit Weltstars wie Vesselina Kasarova, Anna Netrebko und Neil Shicoff auf der Bühne gestanden haben. In 2011 feierten die Duisburger Philharmoniker bei der „Ruhrtriennale“ mit der Aufführung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ unter dem Dirigenten Kirill Petrenko triumphale Erfolge. So war in der Zeitung „Die Welt“ zu lesen: „Trotz prominenter Sängerbesetzung bleibt das Orchester der Star dieser Aufführung, stets aufmerksam, aus dem Geist des Gesangs musizierend, nah am Grundgedanken.“
Die Auszeichnungen sind dem Orchester stets Ansporn, niemals aber ein Ruhekissen.

Kontakt

Duisburger Philharmoniker
Philharmonie Mercatorhalle, CityPalais
König-Heinrich-Platz
D-47051 Duisburg

Telefon: +49 (0)203/283 62-123
Fax: +49 (0)203/283 62-220
E-Mail: philharmoniker@stadt-duisburg.de

 

Theaterkasse Duisburg
Opernplatz, 47051 Duisburg
Tel. +49 (0)203-283 62 100 (Karten)
Tel. +49 (0)203-283 62 110 (Abonnements)
Fax +49 (0)203-283 62 210
E-Mail karten@theater-duisburg.de
Konzert

BEAT#02

Repercussion:
Simon Bernstein, Percussion
Veith Kloeters, Percussion
Rafael Sars, Percussion
Johannes Wippermann, Percussion
Max Kotzmann, Drumset
Matthias Akeo Nowak, Kontrabass
Teresa Grünhage, Visuals


„Tosender Applaus vom durch und durch gemischten Publikum – vom Opernfan über Hip-Hopper bis zu Elektronikern hatte Repercussion alle überzeugt von der alles ergreifenden Macht des Beat! Das schreit nach einer Fortsetzung.“

So schrieb das Duisburger Stadt-Panorama nach dem fulminanten Einstieg in die neue Reihe „Beat“. Vor ausverkauftem Haus hatten die vier jungen Multipercussionisten das überholte Bild des Orchesterschlagzeugers ganz neu definiert. Und auch der Wunsch des Kritikers sollte nicht ungehört verhallen: Mit kreativen Ideen und einer außergewöhnlichen Show geht Repercussion nun in die nächste Runde – BEAT#02.

Unter dem Motto „Go Between“ stehen diesmal Werke des Niederländers Ruud Wiener und des Brasilianers Antonio Carlos Jobim auf dem Programm, aber auch Klassiker der Schlagwerkliteratur sowie eigene, speziell für BEAT#02 komponierte und arrangierte Stücke des „Spitzenensembles“ (WAZ).

Wie schon bei der Premiere 2018 reißen die vier Schlagzeuger Wände ein und sprengen Grenzen – zwischen Unterhaltung und Klassik, aber vor allem zwischen Bühne und Publikum.

Auch in diesem Jahr lädt Repercussion dazu wieder profilierte Gäste ein. Musik von Menschen für Menschen – das bleibt das Ziel!
Konzert

Toccata 4

Stephen Tharp, Orgel

Man schürt wohl kaum Vorurteile mit der Bemerkung, dass in den USA alles ein bisschen größer ist. Das gilt natürlich auch für die Orgeln, die dazu geschaffen sind, Konzertsäle von den Aus­maßen europäischer Fußballstadien zu beschallen. Als geschmeidiger Lenker dieser pneumatischen Klang­giganten hat sich der amerikanische Organist Stephan Tharp hohen Ruhm erworben. 1970 geboren, graduierte er am Illinois College und an der North­western University; private Studien in Paris schlossen sich an. Seither hat Stephen Tharp als Konzert­organist den gesamten Erdball bereist – 50 Tourneen und mehr als 1400 Konzerte führten ihn neben den großen amerikanischen Konzertsälen auch ins Leipziger Gewandhaus, den Moskauer Tschaikowsky-Saal, die Tonhalle Zürich und die Dresdner Frauenkirche.

Als 2008 Papst Benedikt XVI. New York City besuchte, war Stephen Tharp als offizieller Organist beteiligt. Nachdem er bereits an mehreren großen Kirchen der Ostküsten-Metropole Dienst getan hatte, wurde er 2014 zum „Artist in Residence“ an St. James’ Church Madison Avenue berufen. Stephen Tharps besonderer Sinn für die Farbenpracht und raum­greifende Klangentfaltung der Orgel schlägt sich auch in seinem Duisburger Programm nieder, das in einer effektvolle Bearbeitung von Tschaikowskys „Ouvertüre 1812“ gipfelt: Orgelsound in Cinemascope.

Edward Elgar: Imperial March op. 32
Percy Whitlock: Fantasie-Choral Des-Dur
William Walton / Stephen Tharp: Hymne von Agincourt aus der Filmmusik zu „Henry V“
George Baker: Deux Evocations
Marcel Dupré: Orgelsinfonie Nr. 2 op. 26
Peter Tschaikowsky / Stephen Tharp: Ouverture solenelle „1812“ op. 49
Konzert

studio-orchester duisburg

studio-orchester duisburg
Johannes Witt, Dirigent
Stefan Hülsermann, Klarinette


Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

„Fast zum Heulen schön“, so schrieb die Presse bereits über die sensiblen Interpretationen von Stefan Hülsermann. Der Kasseler Klarinettist berührt sein Publikum durch Virtuosität gepaart mit Ausdrucksstärke – Tugenden, die er im berühmten Klarinettenkonzert von Mozart voll zur Geltung bringen kann. Die lyrischen Pastelltöne dieses Stücks setzen sich auch in Brahms’ 2. Sinfonie fort, die im Sommer 1877 entstand, und durch eine eher heitere Grundstimmung wirkt. Johannes Witt, der 2. Kapellmeister des Aalto-Theaters Essen, leitet als Gastdirigent das studio-orchester duisburg.
Konzert

Auferstehungssinfonie

10. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker
Axel Kober, Dirigent
Anke Krabbe, Sopran
Ingeborg Danz, Alt
philharmonischer chor duisburg
LandesJugendChor NRW


An keiner seiner Sinfonien hat Gustav Mahler so lange und so mühevoll gearbeitet wie an der 1894 vollendeten zweiten. Über sechs Jahre erstreckte sich der Kompositionsprozess, unterbrochen durch lange Pausen, für die nicht zuletzt die hohe Arbeitsbelastung des umtriebigen Dirigenten verantwortlich war. Eine wichtige Inspirationsquelle für das Werk war die romantische Volksliedsammlung „Des Knaben Wunderhorn“: Im Scherzo zitiert Mahler ausgiebig aus seiner Vertonung von „Des Antonius von Padua Fischpredigt“, einer bitterbösen Satire über die Vergeblichkeit aller moralischen Belehrungen.

Größer könnte der Kontrast kaum sein als zum nachfolgenden „Urlicht“, in dem sich christliches Heilsvertrauen mit geradezu kindlicher Naivität ausspricht. Um die Konzeption des Finalsatzes hatte Mahler lange gerungen. Da starb im Februar 1893 der große Dirigent Hans von Bülow. Mahler besuchte seine Hamburger Totenfeier, bei der Friedrich Klopstocks Auferstehungs-Ode gesungen wurde. In diesem Moment zündete der Funke: „Wie ein Blitz traf mich dies, und alles stand ganz klar und deutlich vor meiner Seele! Auf diesen Blitz wartet der Schaffende – das ist die ‚heilige Empfängnis‘! Was ich damals erlebte, hatte ich nun in Tönen zu schaffen.“

Was Mahler auf dieses Erlebnis hin „in Tönen schuf“, war ein epochales Meisterwerk, eine Musik von Tod und Auferstehung, von Zeitlichkeit und Ewigkeit. In Duisburg stand die „Auferstehungssinfonie“ zuletzt im Mai 2011 auf dem Programm, als Schlusstück des großen Mahler-Zyklus zum 150. Geburtstag und 100. Todestag des Komponisten. Für die umsichtige Aufschlüsselung der vielstimmigen Partitur könnte es keinen besseren Sachwalter geben als Axel Kober, den Chefdirigenten der Duisburger Philharmoniker. Der philharmonische chor duisburg war auch schon 2011 dabei, ebenso die großartige Altistin Ingeborg Danz, die den Duisburger Philharmonikern aus vielen gemeinsamen Projekten vertraut ist. An ihrer Seite ist die Sopranistin Anke Krabbe zu erleben, die als langjähriges Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein in zentralen Partien des lyrischen Fachs Erfolge feiern konnte.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll „Auferstehungssinfonie“
Konzert

Barockmusik mit Hackbrett

5. Profile-Konzert

Elisabeth Seitz, Hackbrett
Barockensemble der Duisburger Philharmoniker auf historischen Instrumenten


Auf arabisch heißt es Santur, auf ungarisch Zymbal, auf italienisch Salterio. Der deutsche Name klingt dagegen wie der eines hölzernen Küchen­utensils: Hackbrett. Das mit Schlägeln gespielte Saiteninstrument ist vor allem aus der alpenländischen Folklore bekannt, es hat aber auch eine große Tradition in der europäischen Kunstmusik. Der weithin bekannten Hackbrett-Virtuosin Elisabeth Seitz kommt das Verdienst zu, die Barockliteratur für dieses wandlungsfähige Musikinstrument wiederentdeckt zu haben.

Werke von Paolo Salulini, Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi u. a.
Konzert

Tanzekstasen

11. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker
Clemens Schuldt, Dirigent
Armida Quartett:
Martin Funda, Violine
Johanna Staemmler, Violine
Teresa Schwamm, Viola
Peter-Philipp Staemmler, Violoncello
– Artists in Residence –


So hatten sich die Apparatschiks der ungarischen Kulturbürokratie das natürlich nicht vorgestellt. Szenen aus dem rumänischen Dorfleben: ja gerne. Rassige Tanzfolklore: noch besser. Aber die schrägen Harmonien und kratzigen Klänge, die ihnen der junge György Ligeti da zumutete, entsprachen keineswegs ihrem Konzept einer heilen kommunistischen Klangwelt. So kam das effektvolle, mitreißende Concert Românesc anno 1951 in Buda­pest nur bis zur Probe – und verschwand danach für 20 Jahre in der Schublade. Solche Fehler konnten dem erfahrenen Sergej Prokofjew natürlich nicht mehr passieren. Der russische Komponist, durch jahrelange Kämpfe mit Stalins Schergen zermürbt, blieb in seiner gleichfalls 1951 vollendeten letzten Sinfonie auf der sicheren Seite, goss eingängige, nachromantisch blühende Melodien in eine klare, stabile Form. Und doch ist da eine Melancholie, eine Abschiedstrauer, die sich durch alle Konventionen hindurch Bahn bricht und dem Stück einen sehr persönlichen Stempel aufdrückt.

„Enthusiastisch und voller Energie“ beschrieb die Süddeutsche Zeitung den jungen Dirigenten Clemens Schuldt, der sich seine Sporen als Orchestergeiger verdient hatte, bevor er den Sprung in eine Kapell­meister-Laufbahn wagte. 2016 übernahm der gebürtige Bremer die Leitung des Münchener Kammerorchesters; Gastdirigate führten ihn unter anderem zum BBC Philharmonic, zu den Bamberger Symphonikern sowie den Sinfonieorchestern des WDR, SWR und ORF. Gemeinsam mit dem Armida Quartett präsentiert Clemens Schuldt ein Werk des Schweizer Komponisten und Saxofonisten Daniel Schnyder, der mit großem Erfolg an der Schnittstelle von Klassik und Jazz arbeitet. „Impetus“ überschrieb der seit 1992 in New York lebende Musiker sein Konzert für Streichquartett und Orchester. Aus der Taufe gehoben wurde es 2014 vom Artemis Quartett, den Lehrern und Mentoren der Duisburger „Artists in Residence“. Quartett und Orchester liefern sich hier einen rhythmisch zugespitzten, höchst unterhaltsamen Schlagabtausch. „Man hört eine freche Tanzkapelle aus der Zukunft“, befand die Frankfurter Rundschau – was wiederum einen Bogen zu György Ligetis furiosem Concert Românesc schlägt.

György Ligeti: Concert Românesc
Daniel Schnyder: „Impetus“, Konzert für Streichquartett und Orchester
Sergej Prokofjew: Sinfonie Nr. 7 cis-Moll op. 131
Konzert

Mozart Exploded

Artists in Residence

Armida Quartett:
Martin Funda, Violine
Johanna Staemmler, Violine
Teresa Schwamm, Viola
Peter-Philipp Staemmler, Violoncello
Ensemble der Duisburger Philharmoniker
Andreas Oberaigner, Klarinette
Nina Horvath, Rezitation


Manche Menschen schießen bekanntlich gern mal mit Kanonen auf Spatzen. Musiker benutzen dazu natürlich lieber – Kanons. „Canons and Sparrows“ heißt ein ebenso witziges wie temporeiches Stück, das der Komponist und Schlagzeuger Johannes Fischer 2016 im Auftrag der BBC für das Armida Quartett schrieb. Fetzige Rhythmen und verwinkelte Poly­phonie kommen hier auf originelle Weise zusammen – und dazu pfeifen die Spatzen unüberhörbar vom Dach. Wolfgang Amadeus Mozart hätte an diesem intelligenten Spaß sicher seine Freude gehabt. In seiner Berliner Konzertreihe „Mozart Exploded“ setzt das Armida Quartett den Klassiker mit zeitgenössischen Komponisten und Gästen aus anderen Kunstformen an einen Tisch.

Auch in Duisburg kommt es unter diesem Titel zu spannenden Begegnungen. Gemeinsam mit Streichern der Duisburger Philharmoniker legt sich das Armida Quartett bei einem agilen frühen Mozart-Divertimento in die Kurven; danach schlägt man konzertante Funken aus der Serenata Notturna, die Mozart 1776 für den Salzburger Karneval komponierte. Im späten Klarinettenquintett A-Dur – einem der schönsten, stimmungsvollsten Werke Mozarts – ist Solo-Klarinettist Andreas Oberaigner mit von der Partie. Die Theater- und Filmschauspielerin Nina Horvath gibt mit Auszügen aus Mozarts mal frechen, mal anrührenden Briefen einen Einblick in Wesen und Werkstatt des Meisters.

Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento D-Dur KV 136
Serenata Notturna D-Dur KV 239
Johannes Fischer: Canons and Sparrows
Wolfgang Amadeus Mozart: Klarinettenquintett A-Dur KV 581

Ort: Duisburg-Ruhrort, Gemeindehaus
Klavierkonzert

Große Klaviermusik 5. Konzert

Werke von Ludwig van Beethoven

Yeol Eum Son (a. G.), Klavier-Recital

Große Klaviermusik Sparkassenkonzerte
veranstaltet von der Folkwang Universität der Künste

Angaben zu den SolistInnen und den gespielten Werken finden Sie auch unter: www.folkwang-uni.de/grosse-klaviermusik

Weitere Veranstaltungen aus den Folkwang Diszi­plinen Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft finden Sie im Internet unter: www.folkwang-uni.de/veranstaltungen.

Im Rahmen der „Großen Klaviermusik“ findet außerdem das „Forum für Junge PianistInnen“ mit Folkwang Studierenden statt. Die Termine erfahren Sie kurzfristig unter www.folkwang-uni.de/veranstaltungen.
Konzert

Nicolas Altstaedt: Bach-Suiten

Benefizkonzert

Nicolas Altstaedt, Violoncello

Mit sämtlichen Suiten Bachs, dem sogenannten „Alten Testament“ der Cellisten im Gepäck kehrt der international gefragte und demnach viel reisende Cellist Nicolas Altstaedt für ein Konzert nach Duisburg zurück. Bereits vor zwei Jahren als Artist in Residence 2016/17 der Duisburger Philharmoniker stand der Gesamtzyklus der sechs Suiten für Violoncello von Johann Sebastian Bach auf dem Plan. Jedoch wurde die komplette Aufführung durch eine gerissene Saite auf dem fünfsaitigen Cello vereitelt. Noch während der Verleihung des Musikpreises der Stadt Duisburg 2018 kündigte Nicolas Altstaedt ein Benefizkonzert für den Klimaschutz an, in dem er nun alle sechs Suiten vollständig aufführen wird.

Johann Sebastian Bach: Die sechs Suiten für Violoncello solo
Suite Nr. 1 G-Dur BWV 1007
Suite Nr. 2 d-Moll BWV 1008
Suite Nr. 3 C-Dur BWV 1009
Suite Nr. 4 Es-Dur BWV 1010
Suite Nr. 5 c-Moll BWV 1011
Suite Nr. 6 D-Dur BWV 1012
Konzert

Composing Voices

KOnzertMEDitation 3

Dagmar Boecker, Stimme, Wort, Gesang
Frederik Schauhoff, Gesang
Julia Spies, Gesang
Michael Gees, Klavier


Mit seinen KOnzertMEDitationen hat der Pianist und Liedbegleiter Michael Gees ein ganz eigenes Format geschaffen, das im improvisatorischen Zusammenwirken unterschiedlicher Künstler und Künste besondere, geschützte Räume der Begegnung und Kommunikation entstehen lässt – für die Ausführenden ebenso wie für das Publikum. Schöpferisches Miteinander und Kooperation statt Wettbewerb: Diesen Grundsätzen folgt die innovative Reihe, die seit Jahren erfolgreich im Gelsenkirchener Consol Theater läuft und nun auch nach Duisburg kommt. Michael Gees, der hier vor allem als klangmagischer Begleiter des Tenors Christoph Prégardien bekannt ist, hat dazu eine Reihe von Künstlerfreunden eingeladen, die wie er für eine grenzüberschreitende Kreativität stehen.

Improvisation
Kammermusik

les essences

9. Kammerkonzert

Internationales Streichorchester
„les essences“
Önder Baloglu, Leitung


Den „Schnee von gestern“ („Les Neiges d’antan“) fing der belgische Komponist und Geiger Eugène Ysaÿe in einem stimmungsvollen Tonpoem ein. Es könnte beinahe die Überschrift über diesem anregenden Konzertprogramm sein, das ganz dem nostalgischen Rückblick auf vergangene Blütezeiten gewidmet ist. Edvard Grieg huldigte Ludvig Holberg, dem großen Lustspieldichter des dänischen Barock, mit seiner berühmten Streicher-Suite. Die Polin Grażyna Bacewicz und der in die USA emigrierte Schweizer Ernest Bloch machten sich Formmodelle und Musizierweisen des 18. Jahrhunderts kreativ zu eigen. Mit Heinrich Ignaz Franz Biber kommt ein origineller Meister des böhmischen Hochbarock zu Wort, mit Kurt Atterberg ein schwedischer Nachromantiker, der sich dem Weg in die Moderne hartnäckig verweigerte.

Der Geiger Önder Baloglu wurde 1988 im türkischen Adana geboren. Mit „les essences“ hat der Konzertmeister der Duisburger Philharmoniker und Dozent der Folkwang Universität ein Ensemble aus Musikern unterschiedlicher Nationalitäten geschaffen, das bereits bei seinen ersten Auftritten in der Region für Begeisterung sorgte. Nach dem Hamborner Serenadenkonzert im Juli 2017 rühmte die ­Rheinische Post besonders die „kühle Klarheit und sanfte Sinnlichkeit“ im Spiel der jungen Truppe, die sich mit besonderer Vorliebe den Raritäten des Streichorchester-­Repertoires zuwendet.

Edvard Grieg: „Aus Holbergs Zeit“, Suite im alten Stil für Streichorchester op. 40
Heinrich Ignaz Franz Biber: Battaglia à 10 D-Dur
Kurt Atterberg: Suite Nr. 3 für Violine, Viola und Streichorchester op. 19
Grażyna Bacewicz: Konzert für Streichorchester
Eugène Ysaÿe: „Les Neiges d’antan“ für Violine und Streichorchester op. 23
Ernest Bloch: Concerto Grosso Nr. 1 für Streichorchester und obligates Klavier
Konzert

Beethoven-Zyklus 8. Konzert

Ludwig van Beethoven: Die Klaviersonaten

Saleem Ashkar, Klavier

Beethovens 32 Klaviersonaten zyklisch aufzuführen, so Saleem Ashkar, habe sein Leben verändert. Bereits an mehreren Orten hat er die imposante Werkserie präsentiert; dazu ist eine Gesamt­aufnahme beim Traditionslabel DECCA im Entstehen. In der vergangenen Spielzeit brachte Saleem Ashkar das ambitionierte Projekt auch nach Duisburg. „Eine über jeden Zweifel erhabene Spieltechnik und einen ebenso glasklaren wie butterweichen Anschlag“ hob die Rheinische Post nach dem Eröffnungsabend hervor, dem noch drei weitere folgten. Vier Konzerte in der aktuellen Spielzeit runden den Zyklus ab.

Saleem Ashkar kam 1976 als Sohn palästinensischer Christen in Nazareth zur Welt. Sein Studium absolvierte er an der Royal Academy of Music in London und an der Musikhochschule Hannover. Am Beginn seiner internationalen Karriere stand ein Auftritt mit Zubin Mehta und dem Israel Philharmonic Orchestra – da war Saleem Ashkar ganze 17 Jahre alt. Mit 22 debütierte er unter der Leitung von Daniel Barenboim in der New Yorker Carnegie Hall. Seither gastierte er bei Spitzenorchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra und dem Concertgebouworkest Amsterdam.

Saleem Ashkar ist an einem der größten Krisen­herde der Welt aufgewachsen. So verwundert es nicht, dass die Beschäftigung mit Ludwig van Beet­hoven über die rein musikalische Kraft der Werke hinaus auch eine besondere weltanschauliche Dimension für ihn hat: „Mit seinem Schaffen implizierte Beethoven stets eine aktive Teilhabe an den politischen und sozialen Veränderungen seiner Umgebung – von seiner Bewunderung und anschließenden Ablehnung Napoleons zu seinem fortwährenden Kampf gegen ein rigides Sozialsystem, welches das Schicksal eines Menschen von Geburt an determinierte.“

In keiner seiner Werkgruppen wird die stilistische Entwicklung Beethovens so deutlich wie in den Klaviersonaten. Haydns Formwitz und Mozarts Poesie sind in den Werken der ersten Periode noch deutlich nachzuweisen, aber dann drängt es den jungen Komponisten mit Macht in neue Ausdruckswelten. Die gesteigerte emotionale Kraft spiegelt sich besonders anschaulich im Titel der c-Moll-Sonate op. 13 wider: „Pathétique“. Nachdem Saleem Ashkar die große Trias der späten Sonaten op. 109, 110 und 111 bereits in der letzten Spielzeit präsentiert hat, steht im Abschlusskonzert am 19. Juni noch ein visionäres, die Grenzen der Gattung sprengendes Werk zur Debatte. „Nach Umfang und Anlage“, so notierte der große Alfred Brendel, „geht die Hammerklaviersonate weit über alles hinaus, was auf dem Gebiet der Sonatenkomposition jemals gewagt und bewältigt wurde.“

Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 9 E-Dur, op. 14/1
Sonate Nr. 18 Es-Dur op. 31/3
Sonate Nr. 29 B-Dur op. 106
„Hammerklaviersonate“
Konzert

Klangkraft Orchester

Fantastisch!

Klangkraft Orchester
Henry Cheng Dirigent


„Fantastisch“ spannt einen weiten Bogen von der Klassik über die Filmmusik bis zum Pop

Angefangen hat alles vor über 40 Jahren: 1974 als Jugendorchester Duisburg gegründet, trägt das Klangkraft Orchester seit 2012 seinen aktuellen Namen. Und dem machen die rund 60 Musikerinnen und Musiker auch alle Ehre. Unter Leitung ihres neuen Chefdirigenten Henry Cheng treten sie an, das klassische Konzertformat gründlich umzukrempeln. Das Programm „Fantastisch“ spannt einen weiten Bogen von der Klassik über die Filmmusik bis zum Pop.
Konzert

Der Flug des Ikarus

12. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker
Oksana Lyniv, Dirigentin
Maximilian Hornung, Violoncello


Die deutsche Spruchweisheit hat es immer schon gewusst: Hochmut kommt vor dem Fall. Don Juan lädt das steinerne Standbild des ermordeten Komturs zu Gast – und bezahlt dafür mit seinem Leben. Der griechische Jüngling Ikarus kommt mit einem Flugwerk aus Wachs und Federn der Sonne zu nah – und stürzt in den Tod. In „Der steinerne Gast“ (1969) zeichnet der ukrainische Komponist Vitali Hubarenko die Geschichte des bestraften Verführers Don Juan mit den Mitteln der großen russisch-sowjetischen Balletttradition anschaulich nach. Der 1980 in Duisburg geborene Komponist Hauke Berheide wiederum lässt sich in seinem neuen Cellokonzert vom altgriechischen Ikarus-Mythos inspirieren. Ihm geht es dabei weniger um eine detailliert nachzeichnende Programmmusik als um die Strukturidee des Stürzens und Fallens, wie er sie in der antiken Erzählung dargestellt findet.

Solist der Uraufführung ist der junge Cellist Maximilian Hornung, der 2005 beim Deutschen Musikwettbewerb und 2007 beim Musikwettbewerb der ARD siegreich war. Mit 23 Jahren wurde er Solo-Cellist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, räumte diesen prestigereichen Posten aber bereits nach vier Jahren wieder, um seine solistische Karriere weiter zu verfolgen. Mit der ukrainischen Dirigentin Oksana Lyniv hat Hauke Berheide bereits bei der Münchner Uraufführung seiner preisgekrönten Oper „Mauerschau“ zusammengearbeitet. Die 1978 geborene Musikerin wurde durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrats gefördert. 2013 ging sie als Assistentin Kyrill Petrenkos an die Bayerische Staatsoper; 2017 wurde sie als Chefdirigentin an die Grazer Oper und das Philharmonische Orchester Graz berufen.

Hauke Berheide hat es 2013 aus privaten Gründen in die USA verschlagen; seinen tschechischen Kollegen Antonín Dvořák lockte 1892 ein lukratives Jobangebot über den großen Teich. In den drei Jahren, die er als Konservatoriumsdirektor in New York verbrachte, entstand auch sein weitaus populärstes Werk, die Sinfonie „Aus der Neuen Welt“. Unzählige Forscher haben versucht, hier Elemente der indigenen amerikanischen Folklore zu entdecken – aber es waren eher die alten Lieder seiner böhmischen Heimat, die dem heimweh­kranken Komponisten in der Fremde durch den Kopf gingen.

Vitali Hubarenko: Suite Nr. 1 aus dem Ballett „Der steinerne Gast“ op. 16
Hauke Berheide: „Icaro“, Konzert für Violoncello und Orchester
Uraufführung · Auftragswerk der Duisburger Philharmoniker
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“
Konzert

Herzmusik

Konzertangebote für Menschen mit Demenz und ihre Begleiter

Musiker der Duisburger Philharmoniker

„Wir sind immer gerne in Konzerte gegangen. Prima, dass es für meine Frau und mich so ein Angebot mit klassischer Musik hier in Duisburg gibt“, so ein Angehöriger nach einem „Herzmusik“-Konzert im Theater Duisburg. Eine schöne entspannte Stunde an einem besonderen Ort außerhalb des Zuhauses oder des Pflegeheims anzubieten, fernab des oft anstrengenden und belastenden Alltags – das ist das Ziel von „Herzmusik“. Ein Konzert mit klassischer Musik zu besuchen, ist für die Betroffenen, aber auch für ihre Angehörigen und Pflegekräfte ein ganz besonderes Erlebnis. Hier kann man trotz der Erkrankung gemeinsam Musik genießen, Freude empfinden und Kraft tanken.

Dass Musik häufig als „Königsweg“ im Bereich der Demenz angesehen wird, haben auch die Musiker der Duisburger Philharmoniker erkannt. Sie freuen sich, das Projekt „Herzmusik“ mit auf den Weg gebracht zu haben. Unabhängig davon, welche musikalischen Erfahrungen die Besucher mitbringen und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist – Musik spricht die Emotionen aller Menschen an. Wo Gespräche aufgrund einer demenziellen Veränderung schwierig werden, kann die Musik verbliebene Ressourcen wachrufen und eine Verbindung zur Gegenwart schaffen. „Es ist ein wunderbarer Weg, ein Stück Lebensqualität zu erhalten“, erklärt Intendant Prof. Dr. Alfred Wendel. „Wenn es um Musik geht, dann sind Betroffene und Gesunde gleicher­maßen ange­sprochen, denn sie kann einfach und unmittelbar Gefühle und Erinnerungen wachrufen.“ Dank der Unterstützung durch die Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker, die Alzheimer Gesellschaft und das Demenz-Service Zentrum Westliches Ruhrgebiet können wir auch in dieser Saison wieder zwei verschiedene Konzert­formate für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Begleiter anbieten.

Originalwerke und Bearbeitungen vom Barock bis zur Moderne
Konzert

Streichtrios

6. Profile-Konzert

Mercè Escanellas Mora, Violine
Friedemann Hecker, Viola
Fulbert Slenczka, Violoncello


Weniger ist oft mehr – und ein Streichtrio ist keineswegs ein Quartett, das nur auf drei Rädern fährt. Gerade der Verzicht auf das klassische Satzprinzip der Vierstimmigkeit stellt den Komponisten ganz eigene Aufgaben, die schon der junge Ludwig van Beethoven mit größter Bravour löste. Beethovens op. 8 wurde zum Modell für die äußerst kunstvoll gearbeitete Serenade des ungarischen Nachromantikers Ernst von Dóhnayni – und an der wiederum orientierte sich der 23-jährige Musikstudent Zoltán Kodály in seinem leichtfüßigen Intermezzo.

Ludwig van Beethoven: Serenade D-Dur op. 8
Zoltán Kodály: Intermezzo
Ernst von Dohnányi: Serenade C-Dur op. 10
Kammermusik

Boris Giltburg

Kammerkonzert EXTRA

Boris Giltburg, Klavier

„Der Einstand gelang famos: Der Pianist Boris Giltburg, Residenzkünstler der Duisburger Philharmoniker, entpuppte sich bei ­seinem Soloauftritt als ­wendiger Virtuose ohne jede ­Angeberei und als Meister des Klangs.“ Mit seinem ­russischen ­Rezital-Programm hatte Boris Giltburg den ­Rezensenten der WAZ ­restlos überzeugt. Auch die folgenden ­Auftritte des 1984 geborenen Israelis gestalteten sich im Urteil von Presse und Publikum zu Stern­stunden. Wer es ­versäumt hat, den längst zur ­Weltelite ­zählenden ­Musiker als „Artist in Residence“ zu ­erleben, bekommt nun eine weitere Gelegenheit: Mit den 24 Préludes von Sergej ­Rachmaninow ­präsentiert Boris Giltburg einen ­bedeutenden Klavierzyklus der russischen Spätromantik.

Auf den ersten Blick verbinden sich die 24 Stücke nicht ohne weiteres zur Einheit. Tatsächlich aber hat Rachmaninow die Reihe planvoll aufgebaut. Auf den vom Komponisten stets sarkastisch kommentierten Welterfolg des frühen cis-Moll-Préludes folgten 1903 die äußerst kontrastreichen 10 Préludes op. 23. Sieben Jahre ergänzte der Komponist die Sammlung um weitere 13 Stücke in den restlichen Tonarten des Quintenzirkels. Mit diesem eindrucksvollen Klangpanorama zwischen stiller Melancholie und virtuoser Kraftentfaltung, zwischen Askese und Sinnenrausch knüpfte der Komponist zugleich an ein großes Vorbild an: die 24 Préludes op. 28 von Frédéric Chopin.

Sergej Rachmaninow: Prélude cis-Moll op. 3/2
10 Préludes op. 23
13 Préludes op. 32
Konzerte / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Konzerte / Klassik Berliner Philharmoniker Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Konzerte / Konzert Gürzenich-Orchester Köln Köln, Bischofsgartenstr. 1
Konzerte / Konzert Philharmonie Luxembourg Luxembourg, 1, Place de l'Europe
Konzerte Glocke Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik und Tanz Köln Köln, Unter den Krahnenbäumen 87
Konzerte / Musik Hochschule Luzern Luzern, Zentralstr. 18
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Weimar, Platz der Demokratie 2/3

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