zur Startseite
2

Kunstfest Weimar

26.8.-13.9.2020

„Weimar macht auf!“

Ursprünglich sollte die Edition 2020 unter der Überschrift »Thüringen.Komplex« den Freistaat und seine Gründung vor 100 Jahren reflektieren. Doch nachdem Mitte April das Ausmaß der erforderlichen Umplanungen erkennbar wurde, entschloss sich die künstlerische Leitung als Titel »Weimar macht auf!« als treffenderes Motto zu wählen. Um gewährleisten zu können, auch im Falle einer zweiten Infektionswelle „aufmachen“ zu können, hat das Kunstfest die Gründung des Autokinos an der ALTEN FEUERWACHE WEIMAR mitinitiiert, um eine Open Air- oder auch Drive In- Bühne für ein pandemiesicheres Kernprogramm zur Verfügung zu haben. Drei Schwerpunkthemen werden das Festival bestimmen: CORONA – UMWELT – THÜRINGEN. So werden trotz internationaler Reisebeschränkungen und geltender Hygiene- und Abstandsregeln Stars aus Oper und Tanz, Schauspiel und bildender Kunst der 31. Edition des KUNSTFEST WEIMAR Glanz verleihen!

Kontakt

Kunstfest Weimar
Windischenstr. 10
D-99423 Weimar

Telefon: +49 (0) 3643 / 755 291
E-Mail: info@kunstfest-weimar.de

 

Kartenverkauf

Online
www.kunstfest-weimar.de
www.nationaltheater-weimar.de

Telefonisch
Theaterkasse des DNT
T +49 (0) 3643 / 755 334
Bewertungschronik

Kunstfest Weimar bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Kunstfest Weimar

© Candy Welz
Gespräch

"Hausbesuch": Rolf C. Hemke

Treffen Sie den Festival-Leiter

Rolf C. Hemke, der künstlerische Leiter des KUNSTFEST WEIMAR, besucht Sie und Ihre Familie, Freund*innen und Bekannten zu Hause oder an einem Ort Ihrer Wahl und gibt Ihnen einen ganz individuellen Einblick in das diesjährige Festivalprogramm. Im kleinen Kreis von mindestens fünf Personen berichtet er von den Produktionen des Festivals und gibt Empfehlungen, was Sie auf gar keinen Fall verpassen sollten!

»Hausbesuch«
Termin: Nach Anmeldung unter leitung@kunstfest-weimar.de
Rolf C. Hemke präsentiert das Kunstfest-Programm

"Hausbesuch": Rolf C. Hemke bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte "Hausbesuch": Rolf C. Hemke

Gespräch

"Warten auf das Kunstfest": Rolf C. Hemke

Treffen Sie den Festival-Leiter

Rolf C. Hemke, der künstlerische Leiter des KUNSTFEST WEIMAR, besucht Sie und Ihre Familie, Freund*innen und Bekannten zu Hause oder an einem Ort Ihrer Wahl und gibt Ihnen einen ganz individuellen Einblick in das diesjährige Festivalprogramm. Im kleinen Kreis von mindestens fünf Personen berichtet er von den Produktionen des Festivals und gibt Empfehlungen, was Sie auf gar keinen Fall verpassen sollten!

Rolf C. Hemke präsentiert das Kunstfest-Programm und beantwortet Fragen von Kunstfest-Gästen und Interessierten

Eintritt Frei

"Warten auf das Kunstfest": Rolf C. Hemke bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte "Warten auf das Kunstfest": Rolf C. Hemke

© Jean-Louis Fernandez
Schauspiel

Five Deleted Messages

Falk Richter / Chris Kondek / Dimitrij Schaad

Aus den Nächten des großen Experiments

Der Mensch allein spät in der Nacht, auf sich selbst und seine rasenden Gedanken zurückgeworfen, das ist nicht erst seit Goethes »Faust« ein gängiges Motiv der Literatur. Man kann die Corona-Krise, aus der Distanz betrachtet, auch als gigantisches Experiment am lebenden modernen Subjekt betrachten: Der Mensch wird aus einem rasenden Leben in den Leerlauf des Lockdown geworfen und muss sich plötzlich neu zurechtfinden. Der Terminkalender ist gelöscht. Das Hamsterrad steht still. Der Stress weicht einer Leere und plötzlich steigen große Fragen auf. Wie will ich leben? In der Isolation sieht der Mensch sich der eigenen Verletzlichkeit ausgeliefert, mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert. Wie war mein Leben bis hierher, wie soll es in Zukunft sein? Mit den Fragen brechen auch große Gefühle durch: Einsamkeit und Liebe, Angst und Wut. Das Experiment ist einzigartig. Es findet für jeden individuell und gleichzeitig für alle statt. Es konfrontiert uns mit der Wahrheit über uns selbst und über die Gesellschaft, in die wir nach dieser Nacht zurückkehren.

Nachdem Falk Richter (»Regisseur des Jahres 2018«) im vergangenen Jahr mit seinem großen szenischen Essay »I am Europe« vom NATIONALTHEATER STRASSBURG in Weimar gastierte, entwickelt der Berliner Autor und Regisseur in diesem Jahr für das KUNSTFEST WEIMAR die Performance »Five Deleted Messages« gemeinsam mit einem der Protagonisten des Berliner MAXIM GORKI THEATER, Dimitrij Schaad, der zuletzt mit großem Erfolg in den »Känguru-Chroniken« im Kino zu sehen war.
ENGLISH

Text & Regie: Falk Richter
Video: Chris Kondek
Dramaturgische Mitarbeit: Jens Hillje
Mit: Dimitrij Schaad

Produktion: Kunstfest Weimar

Karten: 17,50 € / ermäßigt ab 8 €
Am 4.9.: 30 € inkl. Ticket: »PAUL oder Im Frühling ging die Erde unter«

Dauer: 60 Min

Barrierefrei (mit Anmeldung)

Gespräch zum Abend: ab dem Tag der Premiere als Podcast
In deutscher Sprache
Ab 12 Jahren

Five Deleted Messages bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Five Deleted Messages

© Yvonne Andrä
Ausstellung

Vom Glück der Provinz

Perspektivwechsel - Ausstellungsreigen im ländlichen Raum

Thüringen: reich an Kultur, schwach an Struktur. Was soll, was ist, was kann Thüringen heute sein? Ein Ausstellungsreigen vernetzt Thüringer Regionen jenseits der Städtekette Erfurt-Weimar-Jena mit dem KUNSTFEST WEIMAR. Die ACC GALERIE WEIMAR und der JENAER KUNSTVEREIN haben zehn kleine Ausstellungsprojekte ausgewählt bzw. mitinitiiert, die das Land 100 Jahre nach seiner Gründung reicher machen. Die Projekte kann man sowohl vor Ort, als auch gebündelt in den zentralen Ausstellungen in Weimar und Jena besuchen. Im Zentrum stehen Initiativen oder Künstler*innen, die oft im Verborgenen agieren und darum umso mehr überraschen können.

Bitte beachten Sie die individuellen Eintrittspreise der einzelnen Ausstellungsorte.

Fernes Rauschen, Nahes Leuchten
Vernissage: 28.8. 16:00 / Ausstellung: 28.8.– 18.10.
In Der Plinzmühle, Jochen & Gisa Bach
Plinz 1 / 07751 Milda / Ot Gro­kröbitz
Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 20:00

Mäzenatentum Auf Thüringisch
Vernissage: 28.8. 19:30 / Ausstellung: 28.8.– 4.11.
In Der Galerie »Pferdestall«, Kulturgut Quellenhof
Garbisdorf 6, 04618 Göpfersdorf
Öffnungszeiten: Do 14:00 – 18:00,
Auf Anfrage & Zu Veranstaltungen

Goethes Topfpflanzen
Vernissage: 29.8. 10:30 / Ausstellung: 29.8.– 13.9.
Im Goethemuseum (Gundelachsches Haus / Glasersches Haus)
Sebastian-Kneipp-Str. 18 / 98714 Stützerbach
Öffnungszeiten: Mi – So 10:30 – 15:30

Gemäldegalerie Der Werktätigen
Vernissage: 29.8. 14:00 / Ausstellung: 29.8.– 30.9.
In Der Gasmaschinenzentrale Maxhütte, Unterwellenborn
Bergweg 1 / 07333 Unterwellenborn
Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 16:00

Aus Den Büchern In Die Zeit
Vernissage: 29.8. 17:00 / Ausstellung: 29.8.– 15.11.
Im Museum Schloß­ Burgk / Burgk 17 / 07907 Schleiz
Öffnungsz.: Di – So 10:00 – 18:00 / Ab 1.11. Di – So 11:00 – 16:00

Nacktfrösche
Vernissage: 30.8. 14:00 / Ausstellung: 30.8.– 13.9.
Im Hotel Wei­er Hirsch, Schwarzburg
Friedrich-Ebert-Platz 13-15 / 07427 Schwarzburg
Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 17:00

Der Müllers Lust – Konkret
Vernissage: 30.8. 18:00 / Ausstellung: 30.8.– 22.11.
Im Kunsthaus Müller, Museum Für Steindruck
Markt 6 / 07343 Wurzbach
Öffnungszeiten: Mi – So 10:00 – 12:30 + 15:00 – 18:00

Cuno Hoffmeisters Plattensammlung
Vernissage: 30.8. 21:00 / Ausstellung: 30.8.– 31.12.
Im Astronomiemuseum Der Sternwarte Sonneberg
Sternwartestra­e 32 / 96515 Sonneberg
Öffnungsz.: Tägl. 11:00 – 17:00, Ab 13.9. Di – So 13:00 – 17:00

Zeigt Her »Eure« Fü­ße – Zeigt Her »Eure« Strümpf‘:
102 Jahre Strumpftechnologie
Vernissage: 1.9. 14:00 / Ausstellung: 1.9.– 10.9.
In Der Südeichsfeldhalle Diedorf
Brückenstr. 3, 99988 Diedorf / Öffnungszeiten: Di, Mi, Do
13:30 – 17:30 / Mo, Fr, Sa & So Geschlossen

Andreas Martius – Farben. Formen. Themen.
Vernissage: 1.9. 18:00 / Ausstellung: 1.9.– 8.11.
Im Museum Für Stadtgeschichte
Kirchplatz 7 / 07806 Neustadt an der Orla
Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 12:00 – 17:00 / Sa 10:00 – 17:00
So 14:00 – 17:00 / Mo & Di Geschlossen

»Landutensil« Ausstellung In Acc Galerie Weimar & Jenaer
Kunstverein ab dem 27.08.
»Was Bin Ich?« – Ein Heiteres Dorf-Dinge-Raten
Termin: 5.9. 19:00 In Der Acc Galerie Weimar u.a. weitere Informationen auf www.acc-weimar.de

Vom Glück der Provinz bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Vom Glück der Provinz

© Thomas Müller
Schauspiel

Schwimmen nach… (Thüringen)

Steve Karier

Ein partizipativer Solo-Abend – jeden Abend anders

»Schwimmen nach … (Thüringen)« – eine theatralische Erkundung von und Reflexion über Thüringen, hundert Jahre nach seiner Gründung. Der Abend ist eine improvisierte Annäherung eines ganz und gar unvorbelasteten Luxemburgers an Thüringen, genauso wie eine Selbstbetrachtung aus der Mitte des Landes heraus. Thema ist weniger die Thüringer Kulturhistorie, sondern der unerwartete, subjektive Blick auf Geschichten von Ur-Thüringer*innen und solchen, die zugezogen sind. Was prägt Thüringen in den Augen von Fremden, in den Augen von Neu-Thüringer*innen und in den Augen der Menschen, die hier geboren, aufgewachsen und sozialisiert worden sind? Was macht Thüringen zur Heimat?

Der luxemburgische Performer Steve Karier »schwimmt« jeweils dorthin, wo die Aufführung gerade gastiert: Also »Schwimmen nach Jena« genauso wie »Schwimmen nach Wolfsbehringen«, um nur Anfangs- und Endpunkt der 17-tägigen Tour durch Thüringen mit seinen Städten und Dörfern zu benennen: 17 Aufführungen an 17 Orten in 17 Tagen – und jeden Abend anders. Mit ein wenig Glück können Sie Zeug*in der Erzählung Ihrer eigenen Geschichte auf der Bühne werden!

Wir rufen alle Menschen in Thüringen auf, ihre Geschichten beizusteuern!

Bis zum 30.7. können Sie Ihre Geschichten als Word- oder Pdf-Datei an folgende E-Mail-Adresse senden: GESCHICHTEN(at)KUNSTFEST-WEIMAR.DE

Einzige Teilnahmebedingung: Wir akzeptieren die Geschichten nur in digitaler Form als Email eingesandt. Sollten Sie des Deutschen nicht perfekt mächtig sein – kein Problem! Einige der eingesandten Geschichten werden jeden Abend zur Sprache kommen, andere dann just an dem Ort, aus dem sie stammen. Mit ein wenig Glück können Sie Zeuge der Erzählung ihrer eigenen Geschichte auf der Bühne werden!

Praktische Hinweise:
Der Open Call wird über das Kunstfest Weimar und seine 17 Partner lanciert. Um uns die Zuordnung der Geschichten zu einzelnen Orten, an denen diese zur Sprache kommen sollen, zu erleichtern, bitten wir Sie, sich nach Möglichkeit den Spielort in Ihrer Nähe herauszusuchen, den Sie dann für die Aufführung auch aufzusuchen planen. Nur so können wir sicherstellen, dass Sie tatsächlich auch die Chance haben, ihre eigene Geschichte auf der Bühne zu sehen! Jenseits des generellen Open Calls in diesem Katalog werden Sie feststellen, dass die über unsere Veranstaltungspartner verbreiteten Fragestellungen nach Regionen ausdifferenziert sind, einzig um Ihnen die Themenfindung etwas zu erleichtern!

Performance: Steve Karier
Dramaturgie & Externe Betrachtung: Rolf C. Hemke, Andreas Wagner

Produktion: Kunstfest Weimar

Förderung: Kulturstiftung Thuringen, Jenakultur, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Le Gouvernement Du Grand-Duche De Luxembourg – Ministere De La Culture

Schwimmen nach… (Thüringen) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Schwimmen nach… (Thüringen)

© Dominik Steinmann
Performance

Im tiefen, queeren Wald

Mara May/ Micha Kranixfeld

Audioinstallation in Weimarer Gartenlokal

In der Mitte der Republik: Eine tausend Quadratkilometer große, grüne Fläche, eine kultivierte Wildnis, ein Naherholungsgebiet für Vögel aller Art. Manche suchen hier den Rückzug aus der Stadt, andere leben hier schon immer. Das Mikrofon macht sich auf Wanderung durchs Unterholz.

In ihrem Hörstück begegnet das Regie-Duo, Mara May aus Weimar und Micha Kranixfeld aus Leipzig, Personen, die von der Selbstverständlichkeit queerer Landschaften abseits der Städte berichten: Der Thüringer Wald wird zur Heterotopie. Dokumentarisches und Fiktives jagen einander durchs Gebüsch. Das Hörstück ist als Installation im GARTENLOKAL »AUGUST FRÖLICH« zu hören. Mit Kopfhörern richten Besuchende den Blick in die Ferne. Bis wohin reicht die Stadt?

Konzept & Regie: Mara May, Micha Kranixfeld
Szenographie: Dominik Steinmann
Komposition: Hauptmeier / Recker
Dramaturgie: Julia Gabel, Johann Mittmann
Dramaturgische Beratung: Anna Wegricht

Produktion: Deutschlandfunk Kultur, Kunstfest Weimar, Syndikat Gefährliche Liebschaften

Öffnungszeiten: 16:00 - 22:00 Uhr
Dauer: 60 Min
Eintritt frei

Schnaps & Gespräch im Radiogarten anstelle einer Vernissage: Do 3.9. 20:30 + 22:05 Gemeinsames hören der Ursendung

Sie können sich das Hörstück ab 27.8. kostenlos auf das eigene mobile Endgerät downloaden. Bitte bringen Sie eigene Kopfhörer mit. Ansonsten können sie sich die Ausstattung vor Ort ausleihen.

In deutscher Sprache

Koproduktion: KGV »AUGUST FRÖLICH«, Vielfalt Leben – Queerweg Verein für Thüringen E.V., Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen E.V.

Im tiefen, queeren Wald bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Im tiefen, queeren Wald

© Yvonne Andrä
Ausstellung

Landutensil

Vom Glück der Provinz

Nachdem Yvonne Andrä und Stefan Petermann für »Jenseits der Perlenkette« zehn der kleinsten Dörfer Thüringens besuchten, kehren sie nun zurück – und entnehmen jedem Dorf ein Objekt, das eine besondere Geschichte des Ortes erzählt. Diese Objekte und Fotos, welche die durch die Entnahme entstehende Leerstelle im Dorf zeigen, stellen sie aus. Zusätzlich gibt es das heitere Dorf-Dinge-Raten »Was bin ich?«. Ein prominentes Team errät durch Fragen ungewöhnliche Objekte, die Yvonne Andrä und Stefan Petermann aus zehn der kleinsten Thüringer Dörfer mitgebracht haben. Die beiden Künstler erzählen dazu die Geschichte der Objekte und ihrer Beziehung zum Dorf.

Laufzeit Jenaer Kunstverein: 27.8.– 10.10.
Laufzeit ACC Galerie Weimar: 27.8.– 29.11.

Vernissage Acc Galerie Weimar: Do 27.8. 18:00
Öffnungszeiten ACC Galerie Weimar:
Mo – Do, So 12:00 – 18:00, Fr & Sa 12:00 – 20:00
Eintritt ACC Galerie: 3 € / ermäßigt 2 €

Vernissage Jenaer Kunstverein: Do 27.8. 20:30
Öffnungszeiten Jenaer Kunstverein:
Mi, Fr, Sa 12:00 – 16:00, Do 12:00 – 19:00

Bitte beachten Sie die individuellen Eintrittspreise der einzelnen Ausstellungsorte.

Landutensil bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Landutensil

© Andrea Nickel
Konzert

Promenadenkonzerte

Mit Mitgliedern der Staatskapelle Weimar und Opernsänger*innen des Ensembles des DNT

Schon seit Mai »intervenieren« einzelne Musiker*innen oder kleine Musikensembles der STAATSKAPELLE WEIMAR mit Kurzkonzerten im öffentlichen oder halböffentlichen Raum, besuchen Altenheime und Kindergärten – bis zu 25 solcher »Einsätze« pro Woche hat das Orchester absolviert. Für das KUNSTFEST WEIMAR bietet das Orchester zu sechs Terminen kleine informelle »Promenadenkonzerte« von etwa 20 Minuten: Vom 28.8 bis 6.9. werden jeweils freitags, samstags und sonntags Orchestermusiker*innen in einem nicht näher eingegrenzten Zeitraum zwischen 12:00 und 15:00 Spontankonzerte im Ilmpark in der Nähe des Stern geben, manchmal auch begleitet von Sänger*innen des Opernensembles. Bummeln Sie im Park, halten Sie Augen und Ohren offen und lassen Sie sich musikalisch inspirieren!

Mit Mitgliedern der Staatskapelle Weimar und Opernsänger*innen des Ensembles des DNT

Dauer: 20 Min (außer bei Regen)

Promenadenkonzerte bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Promenadenkonzerte

© Thomas Schröder
Schauspiel

PAUL oder Im Frühling ging die Erde unter

Sibylle Berg / Ersan Mondtag / Benny Claessens

Jugendlicher Einzelgänger in der Corona-Zone

Paul ist ein Jedermann ohne herausragende Eigenschaften und konsequenter Einzelgänger. Doch jetzt, da draußen Kontaktverbote gelten, fehlen ihm die Menschen plötzlich. Unvermittelt denkt er an die Zeit zurück, als er 15 war, vaterlos mit seiner Mutter lebte und nicht gerne vor die Tür ging, um Freunde zu treffen, die er gar nicht hatte. Doch auch damals hielt Paul es an einem besonders heißen Sommertag nicht mehr mit sich allein in seinem Zimmer aus, irgendwas war aus dem Lot geraten: Im Kopf herrschte Starre, der Körper kribbelte, nichts passte mehr zusammen. Also nahm Paul widerwillig sein Rad, fuhr durch die verhasste, viel zu helle Stadt und landete schließlich an einem Badesee, wo er sich und die Zeit vergessen konnte – bis er merkte, dass außer ihm noch jemand da war …

Die gebürtige Weimarerin Sibylle Berg ist eine der scharfzüngigsten Chronist*innen der Bundesrepublik, ob auf der Bühne, mit ihren Romanen oder ihren Kolumnen. PAUL ist ihr erster Text, der in Weimar uraufgeführt wird. Berg hat den Text für den einzigartigen Charakter-Darsteller Benny Claessens geschrieben, der ihn gemeinsam mit Star-Regisseur Ersan Mondtag erarbeitet hat.

PAUL oder Im Frühling ging die Erde unter bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte PAUL oder Im Frühling ging die Erde unter

© Giulio Favotto
Aufführung

Mephistopheles

Anagoor

Die teuflische Selbstzerstörungskraft des Menschen in packenden Bildern

Im Lichte des Mephisto-Zitats »Ich bin der Geist, der stets verneint«, beschäftigt sich das preisgekrönte italienische Kollektiv ANAGOOR mit der zeitgenössischen Dimension der mephistophelischen Selbstzerstörungskraft des Menschen. Regisseur Simone Derai und Musiker Mauro Martinuz setzen in ihrer Video- und Klanginstallation »Mephistopheles« Bilder idyllischer Landschaften gegen solche massiver Umweltverschmutzung und -zerstörung. Inspiriert von Goethes Beschreibung arkadischer Landschaften auf seiner Italienreise recherchierten ANAGOOR mehrere Jahre den rücksichtslosen Raubbau in ihrer Heimat: Diese eindrucksvollen Bilder wurden für die Installation arrangiert und werden visuell kommentiert oder paraphrasiert.

»Mephistopheles«, eine Koproduktion mit dem KUNSTFEST WEIMAR, erinnert in seiner Form ganz bewusst an das traditionelle italienische »Cinema all’aperto«, das Freiluft-Kino, verbunden mit live-generierter Elektro-Musik. Nach der italienischen Uraufführung folgt eine kleine Thüringen-Tour mit vier Spielorten vom urbanen Ambiente der ALTE FEUERWACHE WEIMAR am Goethe-Geburtstag bis hin zur KLOSTERRUINE VEßRA.

2018 erhielt das im Jahr 2000 gegründete Kollektiv ANAGOOR den silbernen Löwen bei der Theaterbiennale in Venedig. Die Gruppe zeichnet sich durch eine eindringliche Bildsprache aus, die reduziert und ästhetisiert mit Chiffren und Symbolen unseres kulturellen Gedächtnisses spielt.

Fr. 28.08./ 20:30 Uhr: Alte Feuerwache Weimar
Sa. 29.08./ 20:30 Uhr: Schloss Elisabethenburg, Meiningen
(externer Kartenverkauf)
Di. 01.09./ 20:30 Uhr: Zughafen Kulturbahnhof, Erfurt
Fr. 04.09./ 20:30 Uhr: Festival Provinzschrei, Kloster Veßra
(externer Kartenverkauf)

Karten: 10 € / ermäßigt ab 6 €
Dauer: 70 Min

Barrierefrei (mit Anmeldung)

Gespräch zum Abend: ab dem Tag der Premiere als Podcast
In italienischer Sprache
Mit deutschen Untertiteln
Ab 14 Jahren

Mephistopheles bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Mephistopheles

© Sonya Schönberger
Ausstellung

Goethes Topfpflanzen

Vom Glück der Provinz

Brutpflanze, Passionsblume, Duftgeranie, Grünlilie: Einst wurden sie als Raritäten von Pflanzenjägern in den Tropen erbeutet und sind nun in den Zimmerpflanzenabteilungen der Gartencenter aller Länder billig zu haben. Sonya Schönberger stellt anhand von Fotos, Pflanzen und weiteren Exponaten die Frage nach unserer Reflexion und postkolonialen Verantwortung im Umgang mit exotischen Pflanzen, wie jenen in Weimars GOETHE-NATIONALMUSEUM.

Öffnungszeiten: Mi – So 10:30 – 15:30

Goethes Topfpflanzen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Goethes Topfpflanzen

Ausstellung

Aus den Büchern in die Zeit

Vom Glück der Provinz

Was einst handschriftliche Besitzvermerke in unikaten Büchern waren,
wurden mit Aufkommen des Buchdrucks im 15. Jahrhundert kleine gedruckte oder gestempelte grafische Kunstwerke – Exlibris – die die in Auflagen hergestellten und nun jedermann zugänglichen Bücher zierten. Neben einer beachtlichen Sammlung an Künstlerbüchern sowie originalgrafischen und Samisdat-Zeitschriften beherbergt das hoch über der Saale thronende MUSEUM SCHLO BURGK im Südosten Thüringens mit mehr als 80.000 Blättern aus sechs Jahrhunderten eine der großen Exlibris-Sammlungen Europas und zeigt daraus 100 Highlights aus 100 Jahren Land Thüringen.

Öffnungsz.: Di – So 10:00 – 18:00 / Ab 1.11. Di – So 11:00 – 16:00

Aus den Büchern in die Zeit bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Aus den Büchern in die Zeit

© Verein Kulturpalast Unterwellenborn
Ausstellung

Gemäldegalerie der Werktätigen

Vom Glück der Provinz

Der Kulturpalast »Johannes R. Becher« des Stahlwerks Maxhütte Unterwellenborn steht als Beispiel für die erste Generation von Kulturhäusern in der DDR. Der KULTURPALAST UNTERWELLENBORN E.V. stellt ein Konzept seiner Wiedernutzbarmachung vor – und Kunstwerke der ehemaligen Maxhüttengalerie aus. Sie spiegelte die Darstellung der Arbeitswelt in der DDR-Kunst wider.

Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 16:00

Gemäldegalerie der Werktätigen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Gemäldegalerie der Werktätigen

© Emilia Milewska
Performance

Ghostdance – the art of living on a damaged planet

Thomas Köck / Andreas Spechtl

Eine konzertante Reise durch den Shutdown

Unter dem Label GHOSTDANCE arbeiten der steirische Autor Thomas Köck, Träger des Mülheimer Dramatikerpreises 2018 und 2019, und der Musiker Andreas Spechtl (u.a.: JA, PANIK; CHRISTIANE RÖSINGER; DIE TÜREN) seit 2017 zusammen. Sie entwickeln ortsspezifische, konzertante Readymades, die z.B. bei IMPULSTANZ WIEN, im THEATER BASEL und auf ARTE zu sehen waren. Seit über einem Jahr nun arbeiten sie rund um das Thema »the art of living on a damaged planet« und beschäftigen sich mit den gespenstischen Folgen von Klimawandel, Raubbau an der Natur und den gravierenden ökonomischen Verschiebungen – sowohl auf nationaler Ebene wie im globalen Kontext. Für das KUNSTFEST WEIMAR entsteht ein einmaliges Durational, eine Langzeit-Performance, basierend auf musikalisch-textlichen Auszügen einer Reise mitten im Lockdown-Sommer 2020 quer durch ein renationalisiertes Europa: Vorbei an gespenstischen Landschaften, stillgelegten Minen, sterbenden Kleinstädten, verlassenen oder überfüllten Flüchtlingslagern – entlang der Wanderroute der Aale, die regelmäßig quer durch Europa migrieren in den Westatlantik, die Sargassosee, um dort zu laichen und dann zu sterben.

Von & Mit: Thomas Köck & Andreas Spechtl
Video: Thomas Köck & Andreas Spechtl
Sopran: Ylva Sofia Stenberg
Performance: Annina Walt

Produktion: Kunstfest Weimar

Karten: 17,50 € / ermäßigt ab 8 €
Dauer: 180 Min
Barrierefrei (mit Anmeldung)

Gespräch zum Abend: ab dem Tag der Premiere als Podcast
In deutscher Sprache
Ab 14 Jahren

Ghostdance – the art of living on a damaged planet bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Ghostdance – the art of living on a damaged planet

© Eugen Grominger
Ausstellung

Der Müllers Lust – konkret

Vom Glück der Provinz

Unweit des südlichen Rennsteigs an der thüringisch-bayerischen
Grenze liegt das Landstädtchen Wurzbach. Am Markt steht ein vom Leipziger
Künstler Michael Fischer-Art farbenfroh bemalter Trafo-Turm und gleich nebenan das KUNSTHAUS MÜLLER mit dem deutschlandweit einzigen privaten Museum für Steindruck. In der Steindruck-Werkstatt ließen und lassen u.a. namhafte
Auftraggeber wie Günter Grass, Alfred T. Mörstedt und Armin Müller-Stahl ihre grafischen Blätter drucken. Eigens für das KUNSTFEST WEIMAR zeigt das Ehepaar Müller Blätter zur konkreten Kunst und Poesie aus ihren Editionen von Eugen Gomringer und Ursula Benker-Schirmer.

Öffnungszeiten: Mi – So 10:00 – 12:30 + 15:00 – 18:00

Der Müllers Lust – konkret bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Der Müllers Lust – konkret

© Candy Welz
Performance

Wie sag ich´s meinem rechten Nachbarn?

Philipp Ruch

Provokationskünstler mit seinem engagierten Kommentar zu den »Thüringer Verhältnissen«

»Der Rassismus frisst sich durch Deutschland. Mittlerweile ist aus dem ganzen Blödsinn eine neue Schlüsselerzählung mutiert […] das Wahnbild eines Deutschlands als ›Regimedeutschland‹ «, konstatiert Philipp Ruch in seiner »Anleitung für kompromisslose Demokraten«, die er im vergangenen Jahr unter dem Titel »Schluss mit der Geduld« veröffentlichte. Längst ist der Punkt in unserer Gesellschaft überschritten, an dem man sich zurücklehnen und darauf vertrauen kann, dass die wehrhafte deutsche Demokratie ihre Feinde schon im Zaume hält. Die Corona-Krise mit den Auswüchsen von Verschwörungstheoretikern und Virus-Leugnern hat weiter zur Verschärfung der Situation beigetragen. In diesen zutiefst beunruhigenden Zeiten ist jede*r gefragt, gegen Rassismus und Antisemitismus den Mund aufzumachen – lautstark!

Eine Künstler*innengruppe, die diese Forderung schon seit Jahren – polarisierend, hochumstritten, aber ohne Zweifel erfolgreich – umsetzt, ist das ZENTRUM FÜR POLITISCHE SCHÖNHEIT unter seinem Leiter Philipp Ruch. Nach seinem Diskursprojekt »Das Riff der Geschichte« beim KUNSTFEST WEIMAR 2019 kehrt Ruch nach Thüringen zurück für eine meinungsfreudige Levitenlese, auch in Anbetracht der – vor der Corona-Krise – weit über Deutschland hinaus diskutierten »Thüringer Verhältnisse«.

In Ruchs Lecture Performance geht es um den Abwehrkampf gegen Rechts, den auch jede*r Einzelne führen sollte. »Wie sag ich’s meinem rechten Nachbarn?« wird bekannte und noch unveröffentlichte Ideen, Texte und Videos des Aktionskünstlers mit einer ganz subjektiven Sicht auf die Corona-Krise und die »Thüringer Verhältnisse« verbinden. Und er entwirft ein Szenario für das Jahr 2025.

Konzept & Regie: Philipp Ruch
Produktion: Zentrum für Politische Schönheit
Koproduktion: Kunstfest Weimar

Karten: 10 €
Dauer: 70 Min

Barrierefrei (mit Anmeldung)
In deutscher Sprache
Ab 16 Jahren

Wie sag ich´s meinem rechten Nachbarn? bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Wie sag ich´s meinem rechten Nachbarn?

© Martin Neubert
Ausstellung

Nacktfrösche

Vom Glück der Provinz

Thüringer Profanarchäolog*innen wie Sibylle Mania und Martin Neubert zeigen Zeugnisse einer längst verblichenen Ära der Porzellanherstellung. In der Schwarza sammelten sie sogenannte »Nacktfrösche« – einst im Flüsschen entsorgte, fehlerhafte Porzellanfiguren und Scherben, von denen, nun rundgewaschen, meist nur kykladisch anmutende Fragmente erhalten sind.

Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 17:00

Nacktfrösche bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Nacktfrösche

© Kunstfest Weimar 2020 / Anna-Lena Fuhrmann
Performance

Weimar blüht auf!

Setzen Sie ein Zeichen für ein grünes Weimar

Ab dem 1. September sollen in Thüringen wieder mehr Kulturveranstaltungen möglich sein – auch das KUNSTFEST WEIMAR startet dann in den üblichen Spielstätten und im öffentlichen Raum. Diesen Moment wollen wir feiern! Frei nach dem Festivalthema starten wir die Aktion »Weimar blüht auf!«: Wir schenken Ihnen eine von 1500 Topfblumen – holen Sie sich diese ab, pflanzen Sie sie in Ihren Garten ein oder stellen Sie sie aufs Fensterbrett. Die Blumen sind schon vergriffen? Hängen Sie als gemeinsames Zeichen, dass Weimar »wieder aufmacht« einfach das Haushaltsutensil, das jede*r zu Hause hat, nach außen gut sichtbar in Ihr Fenster: ein buntes Geschirrtuch. Zu welcher Aktion haben wir Sie inspiriert? Schicken Sie uns ein Foto von Ihrer Pflanze oder Ihrem Geschirrtuch bis zum 4.9.2020. Eine Auswahl der Bilder wird auf www.kunstfest-weimar.de veröffentlicht und unter allen Einsendungen verlosen wir 2x 2 Karten für eine Vorstellung in der letzten Woche des KUNSTFEST WEIMAR 2020.

Idee: Marlies Kink, Katharina Rückl
Produktion: Kunstfest Weimar
Kooperation: Naturhof Egendorf Des Lebenshilfe-Werk Weimar/ Apolda E.V.

Die Blumen können Sie am 31.8. ab 12:00 im Bereich zwischen KUNSTFEST-Büro (Windischenstraße 10) und Theaterplatz abholen – solange der Vorrat reicht. Blumen oder Geschirrtuch sollten abends herausgestellt, eingepflanzt bzw. herausgehängt werden, damit ab dem nächsten Morgen die Stadt ein Stückchen bunter wird!

Auch das Deutsche Nationaltheater & Staatskapelle Weimar öffnet wieder die Türen. Zum Saisonauftakt präsentieren die Hausmitglieder am 1.9. um 00:00 Uhr die »One Minute-Show« unter dem Motto »Offene Herzen« – diesmal auf dem Theaterplatz.

Förderung: Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen E.V., Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Aktion Mensch

Weimar blüht auf! bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Weimar blüht auf!

Ausstellung

Cuno Hoffmeisters Plattensammlung

Vom Glück der Provinz

Cuno Hoffmeisters Plattensammlung ist wissenschaftlicher Natur: Der Gründer der weltweit angesehenen STERNWARTE SONNEBERG initiierte das inzwischen 270.000 Fotogläser umfassende zweitgrößte Astroplattenarchiv der Erde. Auf Glas wurden momenthaft Sternenkonstellationen fotografisch festgehalten, um die Veränderungen des Himmelsbildes zu dokumentieren. Das Astronomiemuseum stellt die prägnantesten Stücke vor.

Öffnungsz.: Tägl. 11:00 – 17:00, Ab 13.9. Di – So 13:00 – 17:00

Cuno Hoffmeisters Plattensammlung bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Cuno Hoffmeisters Plattensammlung

Performance

Dumbworld

"Wegwerfopern"

Ironischer Musiktheater-Zyklus in sieben Teilen für den öffentlichen Raum

Wenn Sie Anfang September in die Stadt kommen, dann passen Sie auf! Die Bananenverkäuferin am Markt, das Grüppchen Raucher*innen vor dem Büro oder einfach nur der Stapel Sperrmüll an der Straßenecke: Menschen und Dinge könnten unvermittelt in Gesang ausbrechen! Unter dem Titel »Wegwerfopern« zeigt DUMBWORLD, das nordirische Gespann aus Komponist Brian Irvine und Librettist und Regisseur John McIlduff, einen Musiktheaterparcours im öffentlichen Raum. Sieben, etwa zehnminütige »Kurzopern« erobern an unterschiedlichen Orten die Stadt. Darin verbindet sich Gesang – dargeboten von Sänger*innen des DNT – mit Aufnahmen des RTÉ CONCERT ORCHESTRA. Dieser Zyklus entwickelt sich unablässig weiter und aus ihm ist mittlerweile eine Art eigenständiges Musiktheaterformat entstanden. Gemeinsames Element dieser Kurzopern ist ihre jeweils anekdotisch-karikierende Situation, die sich auf den ersten Blick nicht von ihrer alltäglichen Umgebung unterscheiden lässt. Beim KUNSTFEST WEIMAR werden die Künstler*innen ihr bisheriges OEuvre erstmals als Zyklus präsentieren.

Damit tritt die hohe Form der Oper aus dem Theater heraus auf die Straße und mischt sich unter die Leute. Zu hören ist keine komplizierte, neutönende Musik. Brian Irvine ist in seiner Stilistik der britischen Schule des 20. Jahrhunderts in der Nachfolge von Benjamin Britten oder Harrison Birtwistle verpflichtet.

Kurzopern: Two Angels Play I Spy / To Do List / Wake Up Son / Suck It In / Drive By Shooting / I Just Sell Bananas / Ironing Board

Komponist: Brian Irvine
Libretto & Regie: John Mcilduff
Soundtrack: RTÉ Concert Orchestra
Dirigent: Fergus Sheil
Kostüm: Clodagh Deegan
Video: Conan Mcivor (Two Angels Play I Spy), Killian Waters (Drive By Shooting) /
Mit: Camila Riberosouza, Silvia Schneider, Katrin Niemann, Elke Sobe (I Just Sell Bananas), Sayaka Shigeshima, Alik Abdukayumov, Oleksandr Pushniak (To Do List), Alexander Günther (Wake Up Son), Opernchor des DNT (Suck It In), Statisterie des DNT (Ironing Board Blues), Amy Ni Fherraigh, Philip Keegan (Two Angels Play I Spy), Sylvia O'brien, Doreen Curran, Dan Reardon (Drive By Shooting)
Choreinstudierung: Emanuel Winter
Musikalische Studienleitung: Dirk Sobe

Produktion: Dumbworld, Irish National Opera
Koproduktion: Kunstfest Weimar, Deutsches Nationaltheater & Staatskapelle Weimar
Förderung: Staatskanzlei Thüringen, Arts Council of Northern Ireland, The Arts Council (An Chomhairle Ealaíon)

Die Opern dauern jeweils ca. 10 Minuten und werden in unregelmäßigen Abständen wiederholt. Jeder Zuschauer kann seinen eigenen Parcours erlaufen; weitere Informationen gibt es im Festivalzentrum.

Eintritt frei
Barrierefrei

In englischer Sprache
Mit deutscher Übersetzung
Ab 10 Jahren

Dumbworld bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Dumbworld

Performance

DNT-Ensemble

One Minute-Show

Auch das Deutsche Nationaltheater & Staatskapelle Weimar öffnet wieder die Türen. Zum Saisonauftakt präsentieren die Hausmitglieder am 1.9. um 00:00 Uhr die »One Minute-Show« unter dem Motto »Offene Herzen« – diesmal auf dem Theaterplatz.

DNT-Ensemble bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte DNT-Ensemble

© Soliman Hashemi
Performance

Flucht nach Thüringen - Gestern & Heute

Lydia Ziemke

Teil II – Auftauchen – Ein vielstimmiges Audioprojekt

Die Berliner Künstlerin Lydia Ziemke geht mit ihrer Kompanie SUITE42 in dieser audio-installativen Arbeit im öffentlichen Raum von zwei Prämissen aus: Die eine ist, dass sich seit jeher Menschen aufgrund lebensfeindlicher Umstände dazu gezwungen sehen, eine neue Heimat zu suchen. Die andere, dass die unterschiedlichen Formen der Kunst eine menschliche Begegnung unabhängig von Sprache und Ort ermöglichen. Die Weltkriege, das geteilte, dann wiedervereinigte Deutschland, der Balkankrieg, der Syrienkrieg, weitere Konflikte sowie der Klimawandel brachten und bringen viele Menschen in Bewegung, die – auch – nach Thüringen kamen oder kommen.

Ziemke recherchiert und führt Gespräche im ganzen Freistaat, taucht in Archive ein, wählt aus und setzt Schlaglichter, die das vielschichtige Thema beleuchten. Während sich Teil I des Projekts 2019 unter dem Titel »Versunken« auf die dunklen Seiten der Flucht konzentrierte, liegt in diesem Jahr der Fokus auf den Momenten, in denen die Menschen »Auftauchen«, um ihr Leben wieder selbst zu gestalten. Ziemke arbeitet mit ebenjenen Thüringer*innen zusammen, die sich durch das Medium der Kunst mit ihrem neu gewonnenen Lebensort auseinandersetzen. Daraus entstehen Hörerlebnisse, die sich mit konkreten Orten der Stadt Weimar verbinden. An diesen wird die Installation über eine Skulptur auch visuell sicht- und erlebbar. Durch einen Download auf ihr eigenes Smartphone bietet sich den Interessierten ein leichter Zugang zu den jeweiligen Teilen des Hörstücks. Man kann die einzelnen Orte ganz konkret ansteuern oder sich seinen eigenen Audio-Walk kreieren.

1.9./ Kick-Off 10:00 Uhr am Info Pavillon
1.9. bis 13.09 Ganztags

Konzept und Regie: Lydia Ziemke
Ausstattung: Claire Schirck
Musik: Owen Lasch
Gesang: Öz Kavaller
Aufnahme und Produktion: Nils Lauterbach
Künstlerische Mitarbeit & Übersetzung: Leila Khorsandi
Mit: Salman Wakili, Sahar Darwish Zadeh, Elham Ersal, Baldur Haase, Roghaye Wiseh, Bernd Langguth, Bernhard Post, u.v.a.

Produktion: Kunstfest Weimar, suite42
Förderung: Thüringer Staatskanzlei

In deutscher Sprache

Flucht nach Thüringen - Gestern & Heute bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Flucht nach Thüringen - Gestern & Heute

© Zih-Sin Jian
Tanz

Phit-Nan-So – Schutzraum

Shang-Chi Sun / Chaong-Wen Ting

Bauhaus reloaded: interdisziplinäre Installation von taiwanesischen Künstlern

Der Choreograph Shang-Chi Sun und der Bildende Künstler Chaong-Wen Ting, die beide in Berlin und Taipeh leben, widmen sich der Bedeutung des Begriffes »Heimat« aus ihrem ganz eigenen Blickwinkel. Ihre gemeinsame Arbeit für das KUNSTFEST WEIMAR im BAUHAUS-MUSEUM WEIMAR nennen sie »Phit-Nan-So – Schutzraum«, weiter gefasst auch »Zufluchtsort « oder eben »Heimat«. Bildende Kunst, Performance und Musik treten bei dieser Installation in einem modernen Bauhaus-Sinne miteinander in den Dialog: Chaong-Wen Ting beginnt bereits ab Mitte August im BAUHAUS-MUSEUM WEIMAR mit seiner Installationsarbeit aus Materialien, die er zuvor in Weimar und Umgebung gesammelt hat. Seine Arbeit kann im Prozess auch in der ersten Hälfte des Festivals beobachtet werden. In der letzten Kunstfestwoche kreiert Shang-Chi Sun mit fünf Tänzer*innen seiner Kompanie eine Choreographie für die Skulptur unter Verwendung von Live-Musik – u.a. »Interieur I« von Helmut Lachenmann. Dabei erhält die Arbeit ganz unversehens eine politische Dimension, da sich insbesondere Shang-Chi Sun in seiner Choreographie vor dem Hintergrund von »Heimat« auf das Thema der »Verwandlung« konzentriert. Sun interessiert insbesondere, »wie Symbole aus dem Alltagsgebrauch durch Manipulation verändert werden«. Nach dem Installations-Parcours »Light Interdiction« im Vorjahr setzt das KUNSTFEST WEIMAR mit diesem Projekt die Zusammenarbeit mit dem IDOLON STUDIO der taiwanesischen Kuratorin Chun-Chi Wang fort.

Choreographie und Regie: Shang-Chi Sun
Instalation: Chaong-Wen Ting
Musik: Helmut Lachenmann
Tanz: Shang-Chi Sun Kompanie

Produktion: Chun-Chi Wang / Idolon Studio
Koproduktion: Kunstfest Weimar & Klassik Stiftung Weimar
Förderung: Außenministerium der Republik China (Taiwan), Kulturabteilung Der Taipeh-Vertretung In Der Bundesrepublik Deutschland, Department Of Cultural Affairs Taipei City Government

Zu den Öffnungszeiten des Museums 9:30 -18:00, Dienstag Schließtag (Außer Vernissage)
Preis im Museumseintritt integriert
Barrierefrei

Vernissage: Di 1.9. 17:00 Uhr

Installative Arbeit:
2.9. 10:30–12:00
3.9. 14:30–16:00
4.9. 10:30–12:00
5.9. 14:30–16:00
6.9. 10:30–12:00

Performance:
10.9. 10:30–12:00 / 14:30–16:00
11.9. 10:30–12:00 / 14:30–16:00
12.9. 10:30–12:00 / 14:30–16:00

Phit-Nan-So – Schutzraum bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Phit-Nan-So – Schutzraum

© Thomas Zill
Ausstellung

Zeigt her »Eure« Füße – zeigt her »Eure« Strümpf’: 102 Jahre Strumpftechnologie

Vom Glück der Provinz

Das STRUMPFMUSEUM zeigt anhand von Bildern, Texten und Strickwaren die wechselvolle Geschichte der Strickwarenproduktion in Diedorf von 1906 bis 2008. Die Exponate reichen vom historischen Damenstrumpf über Angelschnursöckchen und Stricktangas bis zur vorführbereiten Konfektionsmaschine. Im Fokus der Ausstellung für das KUNSTFEST WEIMAR stehen jedoch die Sparstrümpfe. Wer möchte, kann sich vom Museumsleiter persönlich einen eigenen Sparstrumpf stricken lassen.

Öffnungszeiten: Di, Mi, Do
13:30 – 17:30 / Mo, Fr, Sa & So Geschlossen

Zeigt her »Eure« Füße – zeigt her »Eure« Strümpf’: 102 Jahre Strumpftechnologie bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Zeigt her »Eure« Füße – zeigt her »Eure« Strümpf’: 102 Jahre Strumpftechnologie

© Xenia Gorodnia. Animation: Parva Zahedbanis
Installation

Lehrstuhl Multimediales Erzählen

neuronal.landscapes

Audiovisuelle Installation

Das Projekt »neuronal.landscapes« will die ästhetische Wahrnehmung erweitern und dem Betrachter die Welt aus einem anderen Blickwinkel zeigen. Drei Semester lang arbeiteten Studierende und Dozentinnen der Professur »Multimediales Erzählen« der BAUHAUS-UNIVERSITÄT WEIMAR mit Hilfe von Animationen und Videomapping an diesem installativen Projekt. Die Arbeit nähert sich unseren naiven Vorstellungen vom kreativ arbeitenden Geist und erforscht imaginäre Orte durch experimentelle Animationen.

Künstlerische Betreuung: Ana María Vallejo, Catalina Giraldo
Animationen: Mamdoh Alsawah, Andrea Geyer, Xenia Gorodnia, Mahin Khodayari, Katharina Mänz, Luca Munteanu, Julia Prokopidis, Lucia Schmidt, Yuan Tian, Florian Tolk, Guojun Tong, Juliane-Sophie Rohde, Parva Zahedbanis
Objektkonzept & Bau: Angélica Carvajal
Tongestaltung: Florian Tolk

Öffnungszeiten: 15:00 - 20:00, Schließtag: 5.9.

Lehrstuhl Multimediales Erzählen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Lehrstuhl Multimediales Erzählen

© Martina De Dominicis
Tanz

Je m'appelle Fanta Kaba

Kettly Noël

Gefeiertes Tanzsolo der malisch-haitianischen Star-Choreographin

Eine Frau irrt nachts durch eine afrikanische Stadt, vielleicht Bamako? Ihr Körper verschmilzt mit der Musik, dem Licht, bis sie sich geheimnisvoll im Raum auflöst. »Je m’appelle Fanta Kaba« ist eine Performance zwischen Tanz und Installation, eine intime und verstörende Erzählung auf der Suche nach dem Anderswo, die in der Realität und Fantasie miteinander verschwimmen. Inspiriert vom legendären Ambiente der Bars und Nachtclubs Bamakos ergründet Kettly Noël die Beziehung zwischen einer Frau und den Sehnsüchten, die sie auslöst. Kettly Noël war im Rahmen des vierteiligen choreographischen Projektes »Signifying Ghosts« mit einer Uraufführung beim KUNSTFEST WEIMAR 2019 zu Gast.

Choreographie, Tanz, Text & Konzept: Kettly Noël
Kostüm: Sahar Freemantle
Externe Betrachtung: Nelisiwe Xaba

Produktion: Donko Seko, Bamako
Koproduktion: Le Quartz-Scène Nationale de Brest, Bonlieu-Scène Nationale D’annecy
Förderung: Institut Français, Ministère Des Affaires Étrangères Et Européennes; Service De Coopération Et D’action Culturelle De L’ambassade De France Au Mali Gastspielförderung: Institut Français Deutschland – Bureau Du Theatre Et De La Danse, Institut Français En Thuringue – Erfurt

Karten: 14 € / ermäßigt 8 €
Dauer: 60 Min

Barrierefrei mit Anmeldung
In französischer Sprache
Mit deutschen Untertiteln
Ab 14 Jahren

Je m'appelle Fanta Kaba bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Je m'appelle Fanta Kaba

Ausstellung

Farben. Formen. Themen.

Andreas Martius

Vom Glück der Provinz

»Gedanken fließen aus meinen Händen«, so schildert der frei zwischen Disziplinen und Ausdrucksformen vagabundierende Bildhauer, Maler und Grafiker Andreas Martius, fast 70, mit einem jugendlichen Blitzen in den Augen den Prozess seiner künstlerischen Produktion. Er orientiert sich nicht an Stilen oder Zeitgeschmack, sondern laboriert intuitiv mit zufälligen Materialien und lässt sich von der Natur ebenso wie von Lebenswelten und vom weltpolitischen Geschehen inspirieren.

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 12:00 – 17:00 / Sa 10:00 – 17:00
So 14:00 – 17:00 / Mo & Di Geschlossen

Farben. Formen. Themen. bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Farben. Formen. Themen.

© Mirjam Devriendt
Schauspiel

Are we not drawn onward to new erA

Ontroerend Goed

Aus den Nächten des großen Experiments

Das Stück beginnt, wie es endet: Im Garten Eden, mit der schlafenden Eva unter dem Apfelbaum. Doch dazwischen sehen wir in einem eleganten Bilderreigen die beunruhigenden Fragen unserer Zeit vorbeiziehen: Umweltzerstörung, Plastikvermüllung, Turbokapitalismus. Die Globalisierung sowie ein starker Wachstums- und Fortschrittsglaube haben die Welt, in der wir leben, maßgeblich verändert. Viele Entwicklungen scheinen dramatisch und nicht umkehrbar – sie lassen sich nicht mehr zurückspulen. Oder etwa doch?

Die flämische Kompanie ONTROEREND GOED lässt ihre Performance »Are we not drawn onward to new erA« um den Point of no Return kreisen, der der Menschheit kurz bevorsteht – oder hat sie ihn schon überschritten? Ist es fünf vor oder schon fünf nach zwölf? Die Form trägt der Abend bereits in seinem Titel, der als Palindrom sowohl vorwärts wie rückwärts gelesen werden kann: Der erste Teil läuft ab dem Wendepunkt wieder zurück, allerdings mit überraschender Bedeutungsverschiebung.

Die Arbeiten von Regisseur Alexander Devriendt und ONTROEREND GOED sind von einem unbändigen Einfallsreichtum gekennzeichnet. Für jede Produktion erfinden sie eine eigene Form. Ihre Performance »Lies« wurde ein europaweiter Festivalerfolg. »Are we not drawn onward to new erA«, welches vom englischen THE GUARDIAN als »konzeptionell wagemutig« und »formal verblüffend« gelobt wurde, kommt in Weimar zur deutschen Erstaufführung.

Konzept & Regie: Alexander Devriendt
Musik: William Basinski »The Disintegration Loops«
Arrangement: Joris Blanckaert
Dramaturgie: Jan Martens
Szenographie: Philip Aguirre Y Otegui
Mit: Angelo Tijssens, Charlotte De Bruyne, Jonas Vermeulen, Karolien De Bleser, Maria Dafneros, Vincent Dunoyer

Produktion: Ontroerend Goed, Spectra Ensemble

Koproduktion: Arts Centre Vooruit Gent, Theatre Royal Plymouth, Adelaide Festival, Richard Jordan Productions Ltd

Karten: 20 € / 15 € / 10 € / ermäßigt ab 8 €
Dauer: 70 Min

Barrierefrei (mit Anmeldung)
In englischer Sprache
Mit deutschen Übertiteln
Ab 12 Jahren

Förderung: Thüringer Ministerium Für Umwelt, Energie Und Naturschutz, Flämische Gemeinschaft, Provinz Ostflandern, Stadt Gent

Are we not drawn onward to new erA bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Are we not drawn onward to new erA

© Theo Eshetu
Schauspiel

Endlose Aussicht

Theresia Walser / Judith Rosmair / Theo Eshetu

Ferien auf dem Seuchendampfer

Jona sitzt in ihrer Kabine vor ihrem Frühstücksei. 10 Tage Rundreise Pazifik, Panamakanal, Karibik. Ihre Geschwister haben ihr diese Kreuzfahrt geschenkt. Nur dass die Reise längst vorbei ist. Und sie noch immer hier sitzt: 38 oder 40 Tage? Wobei sie nicht sicher ist, ob es bereits wieder Abend ist. Zum Ei ein Schlückchen Weißwein, da macht man nichts verkehrt. Schließlich verschwimmen die Zeitzonen in diesen Gewässern. Und was bedeutet schon Zeit angesichts dieser endlosen Brühe da draußen? Immerhin hat sie eine Einzelkabine, zwar ohne Fenster, aber mit Kabelfernsehen! Selbst das Meer geht ihr inzwischen auf die Nerven. Mit ihrem Smartphone versendet Jona Nachrichten, Lebenszeichen, Berichte von einem Schiff, das seit Wochen auf dem Meer herumtreibt wie ein riesiger fauler Backenzahn. Ihr Monolog kennt viele Stimmen: Sie redet nicht nur mit sich, sie redet mit allen, die nicht mehr um sie sind. Längst ist sie Teil einer Kreuzfahrtgesellschaft, die sich an die monströse Normalität gewöhnt hat. Zum Glück ist auch das Glück eine Erfindung! …

Theresia Walser ist eine der erfolgreichsten Dramatiker*innen ihrer Generation. Der Text wird von Judith Rosmair zum Leben erweckt, die bereits als Protagonistin an vielen der führenden deutschsprachigen Bühnen zu sehen war. Für das Videodesign zeichnet DOCUMENTA-Künstler Theo Eshetu verantwortlich.

Regie: Judith Rosmair & Theresia Walser
Text: Theresia Walser
Dramaturgische Begleitung: Rolf C. Hemke & Marlies Kink
Video: Theo Eshetu
Mit: Judith Rosmair

Produktion: Kunstfest Weimar

Koproduktion: Euro-Studio Landgraf, Titisee-Neustadt

Karten: 17,50 € / ermäßigt ab 8 €
Dauer: 60 Min

Barrierefrei (mit Anmeldung)

Gespräch zum Abend: ab dem Tag der Premiere als Podcast
In deutscher Sprache
Ab 14 Jahren

Endlose Aussicht bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Endlose Aussicht

Film

Die Spinnen - Teil 2: Das Brillantenschiff

Fritz Lang

Stummfilm / Konzert
(D, 1920)

Kay Hoog führt seinen Kampf gegen den Geheimbund »Die Spinnen« fort: Nun geht es um Rache für den Tod seiner Geliebten und die Jagd nach einem diamantenen Buddha, der der Sage nach Herrschaft über ganz Asien verleihen soll. Seine Suche führt ihn vom unterirdischen Chinesenviertel von San Francisco bis auf die Falkland-Inseln. Fritz Lang interessierte sich von Beginn seines filmischen Schaffens an für die Inszenierung des Verbrechens, die auch seine späteren Filme wie »Dr. Mabuse« oder »Metropolis« prägen. Mit der »Spinnen«-Tetralogie knüpft Lang bewusst an die Tradition der seinerzeit kommerziell sehr erfolgreichen Fortsetzungsfilme an.

Regie & Bühne: Fritz Lang
Mit: Carl de Vogt, Ressel Orla, Lil Dagover
Live-Musik: John Sweeney

John Sweeny
Der international gefragte Pianist begleitet seit 1990 an den wichtigsten Orten in Großbritannien Stummfilme, u.a. am NATIONAL FILM THEATRE LONDON. Er ist Stammgast beim BRITISH SILENT CINEMA FESTIVAL und seit 2000 einer der führenden Musiker beim Festival GIORNATE DEL CINEMA MUTO in Pordenone (Italien).

The internationally renowned pianist has been accompanying silent films at the most prestigious British venues since 1990, e.g. at the NATIONAL FILM THEATRE LONDON. He is a regular performer at the BRITISH SILENT CINEMA FESTIVAL and has been one of the leading musicians at the Festival GIORNATE DEL CINEMA MUTO in Pordenone (Italy) since 2000.

Karten für das Lichthaus pro Abend: 10 € / ermäßigt 7 €

Format: DCP, Viragiert
Dauer: 100 Min
Barrierefrei mit Anmeldung

Die Spinnen - Teil 2: Das Brillantenschiff bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Die Spinnen - Teil 2: Das Brillantenschiff

Film

Der Golem, wie er in die Welt kam

Paul Wegener

Erstaufführung Filmmusik
Stummfilm / Konzert
(D, 1920) / Filmklassiker mit Uraufführung der rekonstruierten Original-Musik

Eine bisher verschollene Filmmusik des Weimarer Kinos erlebt ihre neue Uraufführung: die Originalmusik zu »Der Golem, wie er in die Welt kam« des jüdischen Komponisten Dr. Hans Landsberger, der 1941 in einem Internierungslager ums Leben kam. Der Stummfilmmusiker Richard Siedhoff zeichnete nach ihrer Wiederentdeckung 2018 für die Rekonstruktion und Neuorchestrierung der Musik verantwortlich. Erstmals seit den 1920er Jahren wird das Gesamtkunstwerk »Der Golem« in seiner ursprünglichen Form wiederaufgeführt. Die Anziehungskraft der Sage aus dem Prager Ghetto ist ungebrochen: Rabbi Löw sieht in den Sternen das drohende Unheil für seine Gemeinde. Als der Kaiser befiehlt, die Juden zu vertreiben, formt Löw einen »künstlichen Menschen« aus Lehm und erweckt ihn mit magischen Kräften zum Leben.

Die Rettung seines Volkes gelingt, doch das Werkzeug erhebt die Hand gegen seinen Schöpfer. Die STAATSKAPELLE WEIMAR begleitet die Wiederaufführung in einer Besetzung, die dem typischen Stil einer Kinokapelle der 1920er Jahre entspricht. Der Film – zwischen 2017 und 2020 vom FILMMUSEUM MÜNCHEN restauriert – enthält alle originalen, expressionistisch gestalteten Zwischentitel. Der Vortrag »Auf der Suche nach dem Golem« von Stefan Drößler (FILMMUSEUM MÜNCHEN) gibt Auskunft über die Entstehung von Wegeners drei Golem-Filmen und die Film-Rekonstruktion. Richard Siedhoff spricht zudem über die Rekonstruktion der wiederentdeckten Originalmusik von Dr. Hans Landsberger.

Regie: Paul Wegener
Filmmusik: Dr. Hans Landsberger, bearbeitet von Richard Siedhoff
Mit: Paul Wegener, Albert Steinrück, Ernst Deutsch, Lyda Salmonova.
Live-Musik: Staatskapelle Weimar, Dirigat: Burkhard Götze

Karten für das Lichthaus pro Abend: 10 € / ermäßigt 7 €
Dauer: 91 Min
Barrierefrei mit Anmeldung

Fr 4.9. 18:00: Vortrag »Auf Der Suche Nach Dem Golem« von Stefan Drößler. Ort: Lichthaus Kino

Der Golem, wie er in die Welt kam bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Der Golem, wie er in die Welt kam

Konzert

Uraufführung eines Bildes

Anselm Kiefer / Matthias Goerne

Kunstfest Weimar und Galerie Ropac

Das KUNSTFEST WEIMAR führt 2020 gemeinsam mit seinem Botschafter Matthias Goerne das für das Kunstfest entwickelte Konzertformat »Uraufführung eines Bildes« fort. Nachdem 2019 im Rahmen dieser Reihe ein Bild von Georg Baselitz erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, freuen wir uns sehr, dass dieses Jahr Anselm Kiefer zu diesem Anlass ein neues Werk schaffen wird. Kiefer gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Maler weltweit. Seine Gemälde sind häufig schroffe, gespenstische Bilder von eindrucksvoller Körperlichkeit, die nicht zuletzt durch die verwendeten Materialien entsteht. Er setzte sich in seinem Schaffen vielfach mit Geschichte und Mythologie sowie der Identität Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg auseinander. Noch kennen auch wir das neue Werk nicht – seien sie also mit uns gespannt! Matthias Goerne, in Weimar geborener, auf den Konzertpodien und Opernbühnen der Welt gefeierter Bariton-Star, entwickelt ein auf das Bild speziell abgestimmtes Liedprogramm, welches das Werk mit Atmosphären aber auch inhaltlichen Bezügen bespielt und interpretiert. Wie im letzten Jahr wird es eine Einführung zu Werk und Schaffen des Malers von einem renommierten, vom Künstler benannten Kunsthistoriker geben.

Maler: Anselm Kiefer
Bariton: Matthias Goerne
Pianist: Alexander Schmalcz
Musik: Franz Schubert „Winterreise“ OP. 39, D 911
Künstlerische Leitung: Heiner Bastian
Produktion: Kunstfest Weimar
Kooperation: Galerie Ropac

Karten: 20 € - 40 € / ermäßigt ab 8 €

Dauer: 90 Min

In deutscher Sprache
Ab 12 Jahren

Uraufführung eines Bildes bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Uraufführung eines Bildes

© Andreas Nickel
Konzert

Promenadenkonzerte

Mit Mitgliedern der Staatskapelle Weimar und Opernsänger*innen des Ensembles des DNT

Mit Mitgliedern der Staatskapelle Weimar und Opernsänger*innen des Ensembles des DNT

Schon seit Mai »intervenieren« einzelne Musiker*innen oder kleine Musikensembles der STAATSKAPELLE WEIMAR mit Kurzkonzerten im öffentlichen oder halböffentlichen Raum,
besuchen Altenheime und Kindergärten – bis zu 25 solcher »Einsätze« pro Woche hat das Orchester absolviert. Für das KUNSTFEST WEIMAR bietet das Orchester zu sechs Terminen kleine informelle »Promenadenkonzerte« von etwa 20 Minuten: Vom 28.8 bis 6.9. werden jeweils freitags, samstags und sonntags Orchestermusiker*innen in einem nicht näher eingegrenzten Zeitraum zwischen 12:00 und 15:00 Spontankonzerte im Ilmpark in der Nähe des Stern geben, manchmal auch begleitet von Sänger*innen des Opernensembles. Bummeln Sie im Park, halten Sie Augen und Ohren offen und lassen Sie sich musikalisch inspirieren!

Jeweils zwischen 12:00 – 15:00 Uhr

Dauer: 20 Min (außer bei Regen)

Promenadenkonzerte bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Promenadenkonzerte

© Doreen Schuster
Performance

Melancholie der Sammlung

Szenische Installation über das Artensterben

Taxidermie ist die Kunst der Haltbarmachung von Tierkörpern. Sie hat zum Ziel, natürliche Verwesungsprozesse aufzuhalten und – durch die Bewahrung einer Anmutung des Natürlichen – die Illusion von Leben zu erzeugen. Dabei ist der Tod des auszustopfenden Tiers Voraussetzung. Eigentlich bleibt nur die Haut, die einen neuen Körper umschließt: So besetzt das Präparat kunstvoll eine Leerstelle und verweist auf das vormals lebende Tier oder auch den Verlust seiner ganzen Spezies. Vor dem Hintergrund zeitgenössischer Diskurse über das Artensterben wirft »Melancholie der Sammlung« damit auch die Frage auf, inwiefern Kulturdepots als Wissensarchive (über Natur) und speicherndes kollektives Gedächtnis Ausdruck der menschlichen Angst vor der eigenen Endlichkeit sind.

Die von dem freien Leipzig-Berliner Kollektiv HECKE / RAUTER / WILLMANN eigens für das KUNSTFEST WEIMAR entwickelte szenische Installation »Melancholie der Sammlung« ist ein temporäres, für Besucher*innen zugängliches Archiv von Ton-, Bild- und Textdokumenten, begleitet durch eine Live-Präparation. Im REITHAUS wird ein begehbares Archiv installiert, in dem Leben, menschliches wie tierisches, betrachtet, erinnert und befragt wird. Umringt von Bälgen und Verpackungsmaterialien, Werkzeugen und anatomischen Studien setzen sich die Performer*innen mit der Sinnhaftigkeit und Bedeutung menschlicher Sammlungspraxis auseinander.

Die Besucher*innen sind eingeladen, Exponate von nahem zu betrachten, an Hörstationen Originaltonspuren zu lauschen und in der weitläufigen Szenerie des Schaulagers dokumentarisches Material zu entdecken sowie einer Live-Präparation beizuwohnen.

Künstlerische Leitung:Alisa Hecke, Julian Rauter
Performance: Katharina Bill, Malte Scholz, Nina Maria Wyss
Bühne: Andi Willmann
Dramaturgie: Nadine Vollmer
Live-Präparation: Lydia Mäder

Koproduktion: Kunstfest Weimar, Schauspiel Leipzig, Musée d’histoire naturelle de la Ville de Genéve, Theaterdiscounter Berlin, Roxy Birsfelden, Naturhistorisches Museum Basel, Dirty Debüt, Arc Artist Residency, Naturalienkabinett Waldenburg

Projektförderung: Kulturstiftung des Bundes, Kulturstiftung des Freistaats Thüringen

Gastspielförderung: Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Karten: 6 € / ermäßigt ab 4 €
(Tagesticket - mehrfacher Eintritt möglich)

In deutscher Sprache

Melancholie der Sammlung bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Melancholie der Sammlung

© Neven Petrovic
Tanz

Body Shots & Vis Motrix

CocoonDance

Tänzerische Suche auf der Grenze zwischen Kunstwesen und Mensch

BODY SHOTS
Mit der Uraufführung »Body Shots« – Weimar Version setzt COCOONDANCE seine dekonstruierenden Körperinszenierungen aus »Vis Motrix« fort: Anthropomorphe Wesen, Artefakte, Zwitterwesen aus Beseelten und Unbeseelten wirken vertraut menschlich und sind uns zugleich radikal fremd. Ihnen gegenüber kann uns auch der eigene Körper als bloße Konstruktion erscheinen. »Body Shots« untersucht die schmale Grenze der Wahrnehmung zwischen Kunstwesen und Mensch, entwirft hierzu quasimenschliche Ersatzkörper: anonym, frei von geschlechtlichen, ethnischen und gesellschaftlichen Stereotypen. Im besten Fall können diese Artefakte zum Einfühlungskörper, zur Projektionsfläche für den Betrachter werden. Zurück bleibt eine Vision vom Menschen und die Frage, was unser Menschsein eigentlich ausmacht. COCOONDANCE war bereits mit der Premiere ihres vierteiligen Zyklus »Signifying Ghosts« beim KUNSTFEST WEIMAR 2019 zu Gast. Nun kehrt die renommierte Bonner Company, unter der Leitung der Schweizer Choreografin Rafaële Giovanola, mit zwei physisch distanzierten Arbeiten zurück.

VIS MOTRIX
»Vis Motrix« erschafft genauso bizarre wie faszinierende Wesen mit virtuoser Strenge und hybrider Energie. Wie Geschöpfe aus einer anderen Welt bewegen sich die Tänzer*innen durch den Raum, verschmelzen zu einer Symbiose aus Mensch und Maschine und erzeugen einen hypnotischen Sog. Doch was genau ist die »Vis Motrix«, die bewegende Kraft, die Seele der Bewegungen der Mischwesen? COCOONDANCE begibt sich hier auf die Suche nach dem posthumanen Körper: Transhumanismus als traumatischer Tanzreigen, der nicht unberührt lässt.

»Body Shots« – Weimar Version
Choreographie & Regie: Rafaële Giovanola
Komposition: Jörg Ritzenhoff
Raum & Licht: Marino Frankola
Realisierung: Jasper Diekamp
Kostüm: Petra Dančević
Dramaturgie: Rainald Endrass
Mit: Fa-Hsuan Chen, Martina De Dominicis, Álvaro Esteban, Eleonora Vrdoljak, Marin Lemić

Produktion: Cocoondance
Koproduktion: Zagreb Dance Center (Zpc), Staatstheater Darmstadt
Förderung: Kulturstiftung Des Bundes Im Fonds »Doppelpass – Fonds Fur Kooperationen Im Theater«, Ministerium Für Kultur Und Wissenschaft Des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundesstadt Bonn, Rheinenergiestiftung Kultur

»Vis Motrix«
Choreographie & Regie: Rafaële Giovanola
Musik: Franco Mento
Dramaturgie: Rainald Endrass
Kostüme: Cocoondance
Mit: Fa-Hsuan Chen, Martina De Dominicis, Susanne Schneider, Anna Kempin
Produktion: Cocoondance
Koproduktion: Theater Im Ballsaal, Théâtre Du Crochetan, Malévoz Quartier Culturel, Monthey (Ch)
Förderung: Bundesstadt Bonn, Ministerium Für Kultur und Wissenschaft Des Landes Nordrhein-Westfalen, Residenzprogramm Triennale Des Kantons Wallis Théâtrepro Valais, Le Conseil De La Culture Etat Du Valais, La Loterie Romande

Karten: 20 € / 15 € / 10 € / ermäßigt 8 €
Dauer: Body Shots 25 Min / Vis Motrix 40 Min

Barrierefrei mit Anmeldung
Ab 12 Jahren

Body Shots & Vis Motrix bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Body Shots & Vis Motrix

Film

"Romeo und Julia im Schnee" / "Kohlhiesels Töchter"

Ernst Lubitsch

Stummfilm / Konzert
Im Anschluss an den Film »Romeo und Julia im Schnee« (D, 1920) folgt der Film »Kohlhiesels Töchter« (D, 1920)

»Romeo und Julia im Schnee«

Regiestar Ernst Lubitsch stand 1920 im Zenit seiner Karriere in Deutschland und dominierte die Leinwände der Weimarer Kinos. Die STUMMFILM-RETROSPEKTIVE würdigt den Regisseur mit einer Doppelvorführung von zwei grotesken Shakespeare-Adaptionen: In »Romeo und Julia im Schnee« führt Lubitsch die weltberühmte Tragödie ad absurdum und verlegt sie in den verschneiten Schwarzwald. Hier stehen sich die verfeindeten schwäbischen Bauernfamilien »Capulethofer« und »Montekugerl« gegenüber, deren liebestrunkene Sprösslinge ihrem Dasein ein frühes Ende setzen wollen. Dem lebensmüden Paar verkauft der Apotheker anstelle von Gift jedoch nur Zuckerwasser.

»Kohlhiesels Töchter«

Diese freie Adaption von Shakespeares »Der Widerspenstigen Zähmung« wurde zu einem der größten Kinoerfolge des Jahres 1920. Der Gastwirt Kohlhiesel hat zwei ungleiche Töchter: Die liebreizende Gretel darf erst heiraten, wenn ihre ältere, kratzbürstige Schwester Liesel unter der Haube ist. Der Jagdbursche Xaver befolgt den arglistigen Rat eines Rivalen, zunächst Liesel zu ehelichen und mit Schikanen zur Scheidung zu zwingen, um dann Gretel heiraten zu können. Lubitschs Clou: Henny Porten in einer Doppelrolle spielt beide Schwestern und brilliert besonders als Liesel mit Charme und schauspielerischer Präsenz.

»Romeo und Julia im Schnee«
Regie: Ernst Lubitsch
Mit: Lotte Neumann, Gustav von Wangenheim, Jakob Tiedtke, Marga Köhler, Ernst Rückert
Live-Musik: John Sweeney

»Kohlhiesels Töchter«
Regie: Ernst Lubitsch
Mit: Henny Porten, Emil Jannings, Gustav von Wangenheim, Jakob Tiedtke
Live-Musik: John Sweeney

John Sweeny
Der international gefragte Pianist begleitet seit 1990 an den wichtigsten Orten in Großbritannien Stummfilme, u.a. am NATIONAL FILM THEATRE LONDON. Er ist Stammgast beim BRITISH SILENT CINEMA FESTIVAL und seit 2000 einer der führenden Musiker beim Festival GIORNATE DEL CINEMA MUTO in Pordenone (Italien).

The internationally renowned pianist has been accompanying silent films at the most prestigious British venues since 1990, e.g. at the NATIONAL FILM THEATRE LONDON. He is a regular performer at the BRITISH SILENT CINEMA FESTIVAL and has been one of the leading musicians at the Festival GIORNATE DEL CINEMA MUTO in Pordenone (Italy) since 2000.

Karten für das Lichthaus pro Abend: 10 € / ermäßigt 7 €

»Romeo und Julia im Schnee«
Format: 35 mm, Viragiert
Dauer: 41 Min

»Kohlhiesels Töchter«
Format: 35 mm, S/W
Dauer: 58 Min

Barrierefrei mit Anmeldung

"Romeo und Julia im Schnee" / "Kohlhiesels Töchter" bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte "Romeo und Julia im Schnee" / "Kohlhiesels Töchter"

© Bohimil Kostohryz
Musiktheater

Müllerin

Dumbworld

Schuberts Liederzyklus für Kids und Mehlsäcke

Es flüstert der Bach, er rauscht, er lockt und ein junger Mehlsack hockt am Bache und lauscht. Ein Mehlsack? Das komische Liedduo der Kompanie KOPLA BUNZ erzählt die Geschichte vom unglücklichen Mehlsack mit viel Witz, Humor und absurden Objekten. Der berühmte Liederzyklus »Die schöne Müllerin« von Schubert wird liebevoll für Kinder aufbereitet. Klassiker wie »Das Wandern ist des Müllers Lust« erklingen aus aller Munde. Die Bearbeitung dieses Meisterwerkes der Musikgeschichte legt KOPLA BUNZ in die Hände der für ihre Arbeit für junges Publikum mehrfach ausgezeichneten Regisseurin Ela Baumann, die zu einer humorvollen Reise voller Sang und Klang einlädt.

Konzept: Borisowitsch & Jhang
Regie: Ela Baumann
Bühne: Florian Angerer
Klavier: Denis Ivanov
Gesang: Jean Bermes

Produktion: Kopla Bunz
Koproduktion: Kulturhaus Mersch
Förderung: Le Gouvernement Du Grand-Duché Du Luxembourg – Ministère De La Culture, L`Oeuvre Nationale De Secours Grande-Duchesse Charlotte, Fondation Indépendence

Karten: 10 € / ermäßigt 6 €

Barrierefrei mit Anmeldung

In deutscher Sprache
Ab 6 Jahren

Müllerin bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Müllerin

© Guido Werner
Konzert

Porträt Walther von Goethe

Ulf Bästlein / Christoph Ritter

Walther von Goethe war der Enkel des »großen« Goethe. Er wird 1818 in ein Umfeld hineingeboren, das all seinen Begabungen Entfaltungsmöglichkeiten eröffnet, sodass er es zu seiner Zeit als Komponist und Autor zu Anerkennung bringt. Der Abend zeichnet das Bild dieses liebenswürdigen, gebildeten Menschen nach, dessen – heute vergessenes – Werk den Geist der Romantik atmet. Ulf Bästlein studierte Gesang in Freiburg und verfolgt eine internationale Opern- und Konzerttätigkeit. Daneben gibt er Meisterkurse und hält in Graz eine Gesangsprofessurinne. Er wird begleitet von dem Leipziger Pianisten Christoph Ritter.

Bassbariton & Sprecher: Ulf Bästlein
Klavier: Christoph Ritter
Lieder & Texte: Walther Von Goethe

Produktion: Kunstfest Weimar
Koproduktion: Klassik Stiftung Weimar
Förderung: Thüringer Staatskanzlei

Karten: 17,50 € / ermäßigt 8 €
Dauer: 90 min

Porträt Walther von Goethe bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Porträt Walther von Goethe

Film

Cabiria

Giovanni Pastrone

Stummfilm / Konzert
(IT, 1914)

Internationale Filme gewinnen in den Weimarer Kinos des Jahres 1920 zusehends an Bedeutung. Einer diese Filme ist der aus der prunkvollen Operntradition geborene Monumentalfilm »Cabiria«, der in den Augen vieler Zeitgenossen das junge Medium zur Kunstgattung aufwertete. Regisseur Giovanni Pastrone zeigt ein Entführungs- und Liebesdrama in der römischen Antike. Das Mädchen Cabiria wird vor einem Vulkanausbruch gerettet, soll dann aber in Karthago als Sklavin dem Gott Moloch geopfert werden. Doch dem jungen römischen Spion Fulvio gelingt ihre Rettung. Gerahmt wird die Handlung durch poetische Zwischentitel des Dichters Gabriele D’Annunzio.

Regie: Giovanni Pastrone
Mit: Umberto Mozzato, Bartolomeo Pagano, Lidia Quaranta
Live-Musik: Richard Siedhoff, Mykyta Sierov.

Richard Siedhoff
Der Pianist und Komponist gilt als eines der gefragtesten Nachwuchstalente auf seinem Gebiet. Seit 2008 hat er mehr als 300 Stummfilme am Klavier begleitet, gastiert regelmäßig auf internationalen Festivals, ist auf zahlreichen DVD-Einspielungen
vertreten und hat bereits einige Orchesterpartituren für Stummfilme geschrieben.

The pianist and composer Richard Siedhoff is one of the most in-demand new talents in his field. Since 2008, he has provided piano accompaniment to over 300 silent films. He regularly appears at international festivals, is featured on numerous DVD recordings and has already written several orchestrations for silent films.

Mykyta Sierov
Mykyta Sierov wurde in Kiew geboren, studierte klassische Oboe am dortigen Konservatorium und an der HfM FRANZ LISZT WEIMAR. Er ist begehrter Orchester- und Solomusiker, Komponist und ist auch im Jazz zuhause.

Mykyta Sierov was born in Kiev and studied classical oboe both at the local academy of music and at the HfM FRANZ LISZT WEIMAR. He is sought after in both orchestra and solo formats and is also an accomplished jazz musician.

Karten für das Lichthaus pro Abend: 10 € / ermäßigt 7 €

Format: DCP, Viragiert
Dauer: 168 Min
Barrierefrei mit Anmeldung

Cabiria bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Cabiria

© Matthias Zaijgier
Schauspiel

Ich bin nicht bereit, gerettet zu werden* & Pandemie - Eine Wiedergängerin

Sivan Ben Yishai / Marie Bues / Niko Eleftheriadis

*Frank Castorf, Der Spiegel, 28.4.2020 #ReOpenDieFriseursalons

Ich bin nicht bereit, gerettet zu werden*

Und bevor wir aufstehen für die »Ich bin mir meines Privilegs bewusst«-Hymne, kurze Pause: Essen ist fertig, der Spargel steht schon auf dem Tisch und nach dem zweiten Dish treffen wir uns pünktlich um 19 Uhr auf dem Balkon und applaudieren den Pfleger*innen, die sterben – als Teil des Jobs, die sterben – damit ihr leben könnt, die sterben – und es ist immer traurig, wenn ein Mensch stirbt (…) aber es ist der Lauf der Dinge, den wir akzeptieren müssen; Richtig: Akzeptanz! Das Drama ist vorbei, bye, thx, next! Und jetzt klicken wir auf den »Care«-Button, because we care, und jetzt klicken wir auf den »Soli«-Button (coming soon auf deinem lokalen Facebook), der Kapitalismus hat sich seine Gegner*innen wieder einverleibt, Vulnerability ist der Hype, Empathie ist jetzt ein Slogan und hey: Frau Merkel! Können wir bitte das weinerliche Gesicht loswerden? Wir brauchen einen Anführer, keine Nanny! #freedom #MyLifeMatters #ReOpenDieFriseursalons

Eine performative Collage, erarbeitet von Privilegierten (die wissen, dass sie es sind) (und sich dessen bewusst sind) (sehr bewusst) (dass sie aus einer privilegierten Position sprechen) (und sprechen) (und sprechen) (und immer weiter sprechen)

Pandemie - Eine Wiedergängerin

Was, wenn ein Virus nicht nur der schwere Befall eines Organismus wäre? Wenn es die Gesellschaft nicht in den Kollaps, sondern aus ihm herausführte? Das Virus führt eine Ärztin und einen Patienten im weitläufigen Labyrinth der Bühnenräume des HAUS DER ANTIKÖRPER zusammen. In gemeinsamer Quarantäne geben sie sich allen Phasen eines Krankheitsverlaufes mit entsprechenden Wechselwirkungen hin. Aus gegenseitiger Ansteckung, Immunisierung, Gefährdung und Heilung erwächst das Modell einer eigensinnigen, widerständigen und stolzen Gemeinschaft.

*Frank Castorf, Der Spiegel, 28.4.2020

»Ich bin nicht bereit, gerettet zu werden*«

Text: Sivan Ben Yishai
Regie: Marie Bues
Video: Marie Bues, Niko Eleftheriadis
Mit: Niko Eleftheriadis, Sivan Ben Yishai
Produktion: Kunstfest Weimar
Koproduktion: Theater Rampe Stuttgart

Theaterfilm »Pandemie – Eine Wiedergängerin«

Von Marie Bues, Niko Eleftheriadis, Marie Ulbricht, Luise Heiderhoff, Annatina Huwiler
Text: Natascha Gangl
Koproduktion: Backsteinhaus Produktion, Theater Rampe, Theater Lübeck
Förderung: Kulturstiftung Des Bundes Im Fonds »Doppelpass – Fonds Fur Kooperationen Im Theater«, Land Baden-Württemberg

Karten: 17,50 € / ermäßigt ab 8 €
Dauer: 40 Min (Performance) & 45 Min (Film)

Barrierefrei (mit Anmeldung)

Gespräch zum Abend: ab dem Tag der Premiere als Podcast
In deutscher Sprache
Ab 14 Jahren

Ich bin nicht bereit, gerettet zu werden* & Pandemie - Eine Wiedergängerin bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Ich bin nicht bereit, gerettet zu werden* & Pandemie - Eine Wiedergängerin

© Thilo Beu
Schauspiel

Keine Angst - Lockdown!

Lothar Kittstein / Stefan Hornbach / Swaantje Lena Kleff

Absurdes und Tragisches aus dem Corona-Alltag

Zwei Solos renommierter Autoren, mit denen das DNT regelmäßig zusammenarbeitet, bilden den Fokus dieses Abends, der von Regisseurin Swaantje Lena Kleff und den Dramaturginnen Eva Bormann und Lisa Evers eingerichtet wird.

REIMT SICH AUF HYÄNE
von Lothar Kittstein

Mitte März 2020 ergibt sich in Köln bei einer 49-jährigen Frau mit Down-Syndrom ein Verdacht auf Infektion mit dem Corona-Virus. Wie viele andere Menschen mit Behinderung wird sie sofort in eine Quarantäne-Wohngruppe gebracht und dort isoliert. Wenige Tage später, am 21. März, stirbt sie an dem Virus. Es ist der zweite derartige Todesfall in der Stadt. Mehr wurde über die Frau nicht bekannt. Wie hat sie die Pandemie, wie hat sie den Lockdown in Deutschland, wie hat sie die letzten Tage erlebt? Hier ist ihr fiktives Tagebuch.

DIE ENDLICHE UNGESCHICHTE I-XII

von Stefan Hornbach

Rob und Ed bleiben zu Hause. Rob beginnt mit der Neusortierung seiner Bücher, Ed flüchtet sich in virtuelle Welten. Doch der staatlich verordnete Lockdown droht für die beiden zum Dauerzustand zu werden. In kurzen Gesprächen befragen sie den Spielraum ihrer Möglichkeiten, eingeklemmt zwischen Netflix und dem Wunsch, etwas Besonderes zu sein oder zu erschaffen. Sie beginnen zu fürchten, wonach sie sich sehnen: Das Leben, wie sie es kannten, Verantwortung, körperliche Nähe. Ein Ende ihrer gemeinsamen Geschichte wird so unausweichlich wie unmöglich.

Regie: Swaantje Lena Kleff
Dramaturgie: Eva Bormann, Lisa Evers
Text: Lothar Kittstein, Stefan Hornbach
Mit: Johanna Geißler, Bastian Heidenreich, Marcus Horn

Karten: 17,50 € / ermäßigt ab 8 €
Dauer: 60 Min

Barrierefrei (mit Anmeldung)

Gespräch zum Abend: ab dem Tag der Premiere als Podcast
In deutscher Sprache
Ab 14 Jahren

Keine Angst - Lockdown! bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Keine Angst - Lockdown!

© H.Hoffmann
Diskussion

Der fremde Blick

Roberto Ciulli

Eine ganz persönliche Reise ins Theater

Zum KUNSTFEST WEIMAR 2020 lädt Roberto Ciulli, der 2019 mit dem Theaterpreis DER FAUST für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, das Weimarer Publikum zu einer besonderen »Reise ins Theater« ein. Roberto Ciulli gilt in Deutschland als einer der wichtigsten Theatermacher seiner Generation. Der Gründer und Leiter des THEATER AN DER RUHR blickt auf eine über sechs Jahrzehnte umspannende künstlerische Lebensreise zurück: Von Mailand nach Mülheim an der Ruhr und von dort aus um die ganze Welt. Der charismatische Theatermacher erzählt von den Erlebnissen, Eindrücken und Geschichten seines künstlerischen Schaffens und seiner Liebe zum italienischen Wein. Außerdem stellt er sein neues Buch »Der fremde Blick« vor, aktuell erschienen im ALEXANDER VERLAG BERLIN.

Von & Mit: Roberto Ciulli
Moderation: Rolf C. Hemke

Karten: 15 €

Barrierefrei mit Anmeldung
In deutscher Sprache

Der fremde Blick bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Der fremde Blick

Film

Das Himmelsschiff

Holger-Madsen

(DK, 1918) / Vorfilm: »Die lustige Löwenjagd« R: John Hagenbeck, 9 min, 35 mm

Von der damals beginnenden Luftfahrt fasziniert, entwirft Holger-Madsen, der seinen Vor- und Nachnamen mit einem Bindestrich versah, eine pazifistische Utopie mit Motiven aus Romanvorlagen: Mit dem Zeppelin »Excelsior« unternimmt Kapitän Avanti Planetaros mit seiner Besatzung eine Expedition zum Mars. Dort treffen sie auf menschenähnliche Wesen, die sich als höherentwickeltes, harmonisches Volk aus Pazifisten und Vegetariern entpuppen. Doch ein unüberlegter Gewaltakt sorgt für Aufruhr, während Planetaros in der Marsianerin Marya eine Seelenpartnerin findet.

Regie: Holger-Madsen
Mit: Gunnar Tolnæs, Zanny Petersen, Philip Blech, Lilly Jacobsson
Live-Musik: Matthias Hirth

Matthias Hirth
Der studierte Jazz-Pianist, Komponist und Musikpädagoge aus Dresden begleitet seit 2002 Stummfilme. Sein musikalisch vielseitiges Repertoire reicht von Jazz über elektronische Musik, Neoklassik bis Salsa und Latin. International gastierte er u.a. beim FESTIVAL DE CINE ALEMÁN in Madrid.

The trained jazz pianist, composer and music instructor from Dresden has accompanied silent films since 2002. His musically diverse repertoire ranges from Jazz to Electronic music, Neo-classical, Salsa and Latin. He has guest performed at several international festivals including the FESTIVAL DE CINE ALEMÁN in Madrid.

Karten für das Lichthaus pro Abend: 10 € / ermäßigt 7 €

Format: DCP, S/W
Dauer: 81 Min
Barrierefrei mit Anmeldung

Vorfilm: »Die lustige Löwenjagd« R: John Hagenbeck, 9 min, 35 mm

Das Himmelsschiff bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Das Himmelsschiff

© privat
Konzert

Nietzsche als Künstler

Axel Thielmann / Christoph Ritter

Mit Heldenpose, Konventionen nacheifernd oder fragmentarisch zweifelnd äußert sich Friedrich Nietzsche als Komponist; wortgewaltig war er als Dichter. Im Lichte des Nietzsche Zitats »Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können« zeichnen der für den MDR tätige TV- und Radiosprecher Axel Thielmann und der Leipziger Pianist Christoph Ritter ihr Porträt des Philosophen Nietzsche, den sie als vielseitigen Künstler begreifen und einem Publikum näher bringen wollen. Das Programm knüpft in Kooperation mit der KLASSIK STIFTUNG WEIMAR an das unmittelbar vor dem KUNSTFEST WEIMAR beendete Projekt »Nietzsche Superstar. Ein Parcours der Moderne« an.

Sprecher: Axel Thielmann
Klavier: Christoph Ritter
Texte & Werke für Klavier: Friedrich Nietzsche

Produktion: Kunstfest Weimar
Koproduktion: Klassik Stiftung Weimar
Förderung: Thüringer Staatskanzlei

Karten: 17,50 € / ermäßigt 8 €
Dauer: 90 Min

Nietzsche als Künstler bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Nietzsche als Künstler

© archipel 33
Film

Bamako

ARTE-Filmabend

Melé und ihr Mann Chaka sind Anwohner eines belebten Hinterhofs in Malis Hauptstadt Bamako. Inmitten dieses bunten Kosmos des afrikanischen Alltags findet eine Gerichtsverhandlung statt: Es wird Klage erhoben gegen die Entwicklungspolitik der Weltbank und die Aktivitäten des Internationalen Währungsfonds. Erdrückt von Schulden kämpft der afrikanische Kontinent ums Überleben. Während der Prozess voranschreitet, geht das Leben im Hof seinen normalen Gang. »Bamako« ist ein gewitztes Lehrstück von universeller Dimension.

Beim ARTE- Filmabend spielt der Kunstfestkünstler Habib Dembélé mit.

Regie: Abderrahmane Sissako

Mit: Aissa Maiga, Tiecoura Traore, Maimouna Helene Diarra, Balla Habib Dembele, Danny Glover, u.A.

Produktion: Les Films Du Worso, Dune Vision, Arte France Cinema, Arches Film, Orange Studio, Arte France

Mit Freundlicher Unterstutzung von ARTE

Eintritt frei
Dauer: 115 Min
Barrierefrei mit Anmeldung

Film mit dem Kunstfest Weimar-Künstler Habib Dembélé.
Orginalfassung
Mit deutschen Untertiteln

Bamako bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Bamako

Film

"Das Schloss am Abhang" / "Die Bodega von Los Cuerros"

Max Obal / Erik Lund

Im Anschluss an den Film »Das Schloss am Abhang« (D, 1919) folgt »Die Bodega von Los Cuerros« (D, 1919)

»Das Schloss am Abhang«

Seit dem Ersten Weltkrieg waren Detektivserien sehr erfolgreich. In Weimar erfreute sich der vom Produzenten Ernst Reicher nach Sherlock Holmes’ Vorbild kreierte Gentleman-Detektiv »Stuart Webbs« großer Beliebtheit. An die 50 Episoden produzierte Reichers im Ambiente des Londoner Jack-the-Ripper-Viertels Whitechapel, von denen allerdings nur wenige erhalten sind. In »Schloss am Abhang« wird die wohlhabende Miss Gerdy von Erpressern gefangen gehalten. Webbs begibt sich auf die Suche nach ihr, folgt per Flugzeug den Brieftauben der Verbrecherbande, deckt deren Versteck auf und wird durch eine Rutschbahn sogleich ins Verlies befördert. Es folgt eine akrobatische Flucht mit allerhand Überraschungen.

»Die Bodega von Los Cuerros«

Da das frühe deutsche Kinorepertoire nur fragmentarisch erhalten ist, konnte bislang auch nur ein Teil dieses Filmerbes kanonisiert werden. Anhand rekonstruierter Spielpläne ist es allerdings möglich, in der Rezeption des Weimarer Kinos bislang kaum beachtete Filmschaffende zu entdecken, wie z.B. Erik Lund. Mit 13 Produktionen und insgesamt 82 Vorführungen bestimmte er das Programm der Weimarer Lichtspielhäuser im Jahr 1920 maßgeblich mit. Das Filmwerk »Die Bodega von Los Cuerros« kann als verblüffende Wiederentdeckung im Kontext seines nahezu vollständig verschollenen OEuvres gelten.
ENGLISH

»Das Schloss am Abhang«

Regie: Max Obal
Mit: Ernst Reicher, Charlotte Böcklin
Live-Musik: Tobias Rank

»Die Bodega von Los Cuerros«
Regie: Erik Lund
Mit: Bruno Kastner, Ria Jende
Live-Musik: Tobias Rank

Tobias Rank
Tobias Rank studierte Klavier, Komposition, Cembalo und Improvisation in Leipzig, wo er auch als Dozent tätig war. Seit 1999 reist er mit seinem WANDERKINO durch Europa, für das er ein Oldtimer-Feuerwehrauto benutzt. Er komponierte zahlreiche Bühnenmusiken und Chansons, meist Vertonungen romantischer oder zeitgenössischer Lyrik.

Tobias Rank studied piano, composition, harpsichord and improvisation in Leipzig, where he also worked as lecturer. He has been touring Europe with his travelling cinema in a vintage fire engine since 1999. He also composed numerous stage music pieces and chansons, mostly musical versions of romantic or contemporary poetry.

Karten für das Lichthaus pro Abend: 10 € / ermäßigt 7 €

»Das Schloss am Abhang«
Format: 35 mm, Viragiert
Dauer: 44 Min

»Die Bodega von Los Cuerros«
Format: 35 mm, Viragiert
Dauer: 71 Min

Barrierefrei mit Anmeldung

"Das Schloss am Abhang" / "Die Bodega von Los Cuerros" bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte "Das Schloss am Abhang" / "Die Bodega von Los Cuerros"

Lesung

"Wahrscheinlich wollte ich Marlon Brando werden"

Falk Richter / Thomas Thieme

Den Berliner Dramatiker und Regisseur Falk Richter und den Weimarer Schauspieler Thomas Thieme verbindet eine lange Arbeitsfreundschaft: 2004 hatte Falk Richters »Unter Eis« mit Thomas Thieme in der Hauptrolle Premiere, das bis zur Spielzeit 2019/20 im Repertoire der Berliner SCHAUBÜHNE lief. Das KUNSTFEST WEIMAR nimmt diese Konstellation zum Anlass, Thieme und Richter zu einer besonderen Begegnung einzuladen: Thieme wird Auszüge seiner Rolle des Beraters Paul Niemand aus »Unter Eis« sprechen, einer scharfen Analyse von Sprache und Ideologie, die die gesamte Existenz erfasst und nach den Auswirkungen eines technokratischen Denkens fragt. Richter hingegen wird aus seinem Text »Safe Places« (2016) lesen, der die Frage stellt, wohin wir mit Europa steuern und welche Lebensbedingungen wir uns dabei schaffen. Welche privaten und politischen Strategien gibt es im Umgang mit den Herausforderungen einer offenen Gesellschaft und wie reagieren wir auf Ausbrüche von Fremdenfeindlichkeit und nationalistischer Selbstbehauptung? Im zweiten Teil werden beide gemeinsam Passagen aus ihrem Gespräch in THEATER DER ZEIT (2018) lesen, um dieses danach weiterzuspinnen und auf aktuelle politische Ereignisse – auch in Thüringen – einzugehen.

Von & Mit: Thomas Thieme & Falk Richter

Karten: 20 € /15€ / 10€ / ermäßigt ab 8 €

Barrierefrei mit Anmeldung
In deutscher Sprache
Ab 16 Jahren

"Wahrscheinlich wollte ich Marlon Brando werden" bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte "Wahrscheinlich wollte ich Marlon Brando werden"

© Festival Di Spoleto / Ph.Mlantonelli-Agf
Schauspiel

La Scortecata

Emma Dante

Sarkastisches Neapolitanisches Theatermärchen für Erwachsene

Der Zauber einer weiblichen Stimme klingt in den Ohren des jungen Königs so süß, dass er sich verliebt. Doch statt einem schönen jungen Mädchen gehört die Stimme einer hässlichen Alten, die mit ihrer nicht minder verschrumpelten Schwester in einer ärmlichen, verfallenen Behausung lebt. So beginnt »La Scortecata«, das vieldeutige zehnte Märchen des ersten Tages in Giambattista Basiles Märchensammlung »Lo cunto de li cunti« (übersetzt: »Das Märchen der Märchen«). Dabei handelt sich um ein »Pentamerone« – eine Sammlung von 50 Geschichten, die nach einer neapolitanischen Tradition in fünf Tagen zu erzählen sind. Die große sizilianische Regisseurin Emma Dante hat dieses Märchen für Erwachsene zum Ausgangspunkt für ihre Produktion genommen. Der Titel entstammt dem neapolitanischen Dialekt und bedeutet so viel wie »Die Geschundene«, was das Schicksal der hässlichen Alten andeutet, der es nicht gerade wohl ergeht.

Emma Dante, die mit ihrer COMPAGNIA SUD COSTA OCCIDENTALE bei nahezu allen großen internationalen Festivals gastierte, hat die beiden einzigen Rollen mit Männern besetzt: Die beiden alten Frauen werden von den italienischen Theaterstars Salvatore D’Onofrio und Carmine Maringola gespielt. Emma Dante inszeniert diesen leichten, abgründigbösen Abend im Stil einer modernen Commedia dell’Arte und in altem neapolitanischen Dialekt. Dabei ist großes Schauspieler-Theater entstanden, das den schönen Schein hinterfragt und die Begriffe von Schönheit und Alter, Liebe und Verlangen ironisch auf den Kopf stellt. Das KUNSTFEST WEIMAR präsentiert die in Italien und Frankreich gefeierte Produktion als deutsche Erstaufführung.

Text & Regie: Emma Dante
Bühne & Kostüm: Emma Dante
Mit: Salvatore D’onofrio, Carmine Maringola

Produktion: Festival Di Spoleto 60, Teatro Biondo Di Palermo
Koproduktion: Atto Unico, Compagnia Sud Costa Occidentale

Karten: 17,50 € / ermäßigt ab 8 €
Dauer: 70 Min

Barrierefrei (mit Anmeldung)
In neapolitanischem Dialekt mit deutschen Übertiteln
Mit deutschen Übertiteln
Ab 16 Jahren

La Scortecata bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte La Scortecata

Film

"Alkohol" / "Opfer"

Alfred Lind & E. A. Dupont / Ernst Fielder-Spies

Im Anschluss an »Alkohol« (D, 1919/1920) folgt der Film »Opfer« (D, 1919)

»Alkohol«
Erik Elvestadt offenbart seiner Verlobten Hella, Sohn einer Alkoholikerin und eines suchtkranken Mörders zu sein – als dieser plötzlich auftaucht: Aus Schmerz über die Trennung von seinem Sohn ist er aus der Strafanstalt entflohen. In Rückblenden schildert der Film von Lind und Dupont die Geschichte des ehemaligen Bankbeamten von der ersten Veruntreuung bis hin zum schicksalhaften Mord. Das Drama veranschaulicht beklemmend die Abgründe der Alkoholsucht und entfaltet geschickt die filmischen Attraktionen einschlägiger Milieus. Der Film gehört zu der damals verbreiteten Gattung des massentauglichen und moralischen Aufklärungsfilms.

»Opfer«
Im zaristischen Moskau kämpft die Revolutionärin Sonja Sassuwitsch für Menschenrechte. Als Opfer einer heimtückischen Intrige des Adels soll sie den vermeintlichen Tyrannen Alexis töten. Doch gerade der tendiert dazu, die geforderten Reformen auf den Weg bringen zu wollen – und er verliebt sich unsterblich in Sonja.

»Alkohol«
Regie: Alfred Lind, E. A. Dupont
Mit: Emil Birron, Hanni Weisse, Jean Moreau, Ernst Rückert
Live-Musik: Günter A. Buchwald

»Opfer«
Regie: Ernst Fiedler-Spies
Mit: Carola Toelle, Werner Krauß, Henri Peters-Arnolds
Live-Musik: Günter A. Buchwald.

Günter A. Buchwald
Komponist Günter A. Buchwald aus Freiburg i.Br. ist einer der Pioniere der Stummfilmrenaissance und gilt heute weltweit als einer der besten Stummfilmmusiker. Seit 1978 hat er mehr als 3.300 Stummfilme musikalisch gestaltet – als Pianist, Violinist, Komponist und Dirigent. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

Composer Günter A. Buchwald from Freiburg i.Br. is one of the pioneers of the silent film renaissance and internationally renowned as one of the best silent film musicians. Since 1978, he has provided the music for over 3,300 silent films – as pianist, violinist, composer and conductor. He has won multiple awards.

Karten für das Lichthaus pro Abend: 10 € / ermäßigt 7 €

»Alkohol«
Format: 35 MM, Viragiert
Dauer: 66 Min

»Opfer«
Format: 35 MM, S/W
Dauer: 52 Min

Barrierefrei mit Anmeldung

"Alkohol" / "Opfer" bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte "Alkohol" / "Opfer"

© Lichthaus Weimar
Film

Die Brüder Karamasoff

Carl Froelich

(D, 1920)

Die erste »Russenwelle« auf den Weimarer Leinwänden begann 1920 mit zahlreichen Literaturverfilmungen. Dazu gehörte auch Froelichs Verfilmung »Die Brüder Karamasoff« nach dem gleichnamigen Dostojewski-Roman. Zwischen Dimitri und seinem versoffenen Vater Fedor Karamasoff entbrennt Streit um Geld, genauso wie um die Prostituierte Gruschenka. Letztlich ist es sein Halbbruder Pawel Smerdjakoff, der den gemeinsamen Vater erschlägt und sich erhängt. Doch da sich insgeheim alle Karamasoff-Brüder den Tod des Vaters wünschten, zerreißt sie nun gemeinsam die Schuld.

Regie: Carl Froelich, Dmitri Buchowetzki
Mit: Emil Jannings, Fritz Kortner, Bernhard Goetzke
Live-Musik: Günter A. Buchwald

Günter A. Buchwald
Komponist Günter A. Buchwald aus Freiburg i.Br. ist einer der Pioniere der Stummfilmrenaissance und gilt heute weltweit als einer der besten Stummfilmmusiker. Seit 1978 hat er mehr als 3.300 Stummfilme musikalisch gestaltet – als Pianist, Violinist, Komponist und Dirigent. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

Composer Günter A. Buchwald from Freiburg i.Br. is one of the pioneers of the silent film renaissance and internationally renowned as one of the best silent film musicians. Since 1978, he has provided the music for over 3,300 silent films – as pianist, violinist, composer and conductor. He has won multiple awards.

Karten für das Lichthaus pro Abend: 10 € / ermäßigt 7 €

Format: 35 mm, S/W
Dauer: 94 Min
Barrierefrei mit Anmeldung

Vorfilm: »Vetter Fürst«; Regie: Franz Osten; 15 Min

Die Brüder Karamasoff bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Die Brüder Karamasoff

© Kunstfest Weimar 2020, Anne-Lena Fuhrmann
Performance

Weimar macht auf!

Erste Edition

Bürgersteigtheater und Sehnsuchtsfenster – eine Stadtteilperformance

Nach dem Vorbild von »Altona macht auf!« in Hamburg, das von Tania Lauenburg und Carsten Brandau initiiert wurde, öffnet jetzt auch Weimar erstmals seine Fenster und Hauseingänge für ein ganz besonderes Projekt: Die Anwohner*innen der Weimarer Altstadt präsentieren sich bei »Weimar macht auf!« den Zuschauer*innen mit kurzen künstlerischen Performances. Mit Bezug zum Umwelt-Fokus des KUNSTFEST WEIMAR werden die Anwohner*innen selbst entwickelte Beiträge vorstellen – vom Fenster aus erzählen, im Hauseingang tanzen oder vom Balkon aus szenisch darbieten. Geflüsterter Protest, gesungene Klagen oder lautstark gebrüllte Zukunftsvisionen dürfen die Straßen erfüllen. Auch die bunten Geschirrtücher von »Weimar blüht auf!« werden dabei eine tragende Rolle spielen – seien Sie gespannt! Für alle Fälle ist auch eine virtuelle Variante geplant.

Das Gesamtprojekt wird durch eine Theaterpädagogin professionell angeleitet – ob zunächst in digitaler Form oder, wie ursprünglich geplant, durch Gruppenworkshops, wird sich noch zeigen. Aus den einzelnen Darbietungen entstehen Parcours, die interessierten Zuschauer*innen (ggf. mit Zugangsbeschränkung aufgrund der Corona-Maßnahmen) offenstehen.
ENGLISH

Idee: Rolf C. Hemke, Linda Langer

Produktion: Kunstfest Weimar
Kooperation: Naturhof Egendorf Des Lebenshilfe-Werk Weimar/ Apolda E.V.
Förderung: Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

kostenlos
Dauer: ca. 45 Min

Treffpunkt: Info-Pavillon, auf dem Theaterplatz
Überwiegend barrierefrei (z.T. Kopfsteinpflaster)

Theaterpädagogische Begleitung: ab Mittwoch, den 8.7.
finden wöchentlich von 18:30 – 21:00 Uhr theaterpädagogische Workshops zur Vorbereitung des Projekts statt (Einstieg ist auch später möglich).
Interessierte Anwohner*innen melden sich bitte an unter:
katharina.rueckl@kunstfest-weimar.de. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Jeder Workshop wird einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt haben.

Weimar macht auf! bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Weimar macht auf!

© Candy Welz
Musiktheater

In den Seilen (Vom Ende) - Die Oper #2

Novoflot

Genre Oper neugedacht

Die Berliner Opernkompanie NOVOFLOT entwickelt einen dreiteiligen Zyklus mit keinem geringeren Ziel, als den Neustart des Genres auszurufen. Als einen »wundervoll fragenden, tastenden, suchenden Abend« beschrieb die DEUTSCHE BÜHNE die Uraufführung des ersten Teils der Koproduktion im Rahmen des KUNSTFEST WEIMAR 2019.

Ausgehend von der Beschäftigung mit dem Werk von Claudio Monteverdi, dem »Gründungsvater« des Genres Oper, denkt das Künstlerkollektiv in dieser Trilogie darüber nach, welche andere Entwicklung die Gattung hätte nehmen können, wären weitere Werke des Meisters aus Mantua erhalten geblieben – denn der Großteil seines OEuvres bleibt verschollen, nur drei Werke sind überliefert. NOVOFLOT untersucht dieses vorhandene Material und fragt sich und uns: Wie könnte die Oper heute anders aussehen oder klingen?

Nachdem die Kompanie im ersten Teil des Zyklus »Orfeo« als Klangquelle zur Erzeugung eines »Big Bang« der Operngeschichte verwendete, besichtigt sie in »Die Oper #2« Monteverdis letzte Oper »Die Krönung der Poppea«. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn NOVOFLOT erforscht das Werk in einem Rundgang durch das DEUTSCHE NATIONALTHEATER und folgt bei dieser Opernexpedition konkreten Hinweisen auf Fragmente bisher unentdeckter Monteverdi-Opern. Neben einem Streicherensemble der STAATSKAPELLE WEIMAR wird erneut eine Auswahl von international bekannten Jazzsolist*innen dabei sein: u.a. Chris Dahlgren (USA), Antonis Anissegos (GR), Hayden Chisholm (NZ), Eric Schaefer (D) und Kathrin Pechlof (D).
ENGLISH

Regie & Konzept: Sven Holm
Musikalische Leitung: Vicente Larrañaga
Dramaturgie & Konzept: Malte Ubenauf
Ausstattung: Nina Von Mechow
Kontrabass & Gesang: Chris Dahlgren
Tasten: Antonis Anissegos
Saxophon & Gesang: Hayden Chisholm
Schlagzeug: Eric Schaefer
Harfe: Kathrin Pechlof
Gesang: Almut Kühne
Tanz: Ichi Go
Mit: Mitgliedern der Staatskapelle Weimar

Produktion: Novoflot, Deutsches Nationaltheater & Staatskapelle Weimar, Kunstfest Weimar
Koproduktion: CPH Opera Festival, Teater Undergrunden
Förderung: Senatsverwaltung Kultur und Europa Berlin, Kulturstiftung des Bundes im Fonds »Doppelpass – Fonds für Kooperationen im Theater«

Karten: 20 € / ermäßigt 8 €

Barrierefrei mit Anmeldung

In italienischer und deutscher Sprache
Ab 14 Jahren

In den Seilen (Vom Ende) - Die Oper #2 bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte In den Seilen (Vom Ende) - Die Oper #2

Film

Kinderblock 66 - Return to Buchenwald

Im Anschluss: Gesprächsrunde mit Naftali Fürst – Protagonist und Buchenwaldüberlebender – Livestream

Tausende Menschen, die die Vernichtungslager im Osten überlebt hatten, wurden unter furchtbaren Strapazen im Winter 1944 /1945 nach Buchenwald gebracht. Unter ihnen waren viele Juden und Jüdinnen und darunter wiederum zahlreiche Kinder und Jugendliche. Sie wurden von den Häftlingen in einem besonderen Block vor dem Zugriff der SS-Wachen versteckt: Block 66. Hier erlebten etwa 900 von ihnen die Befreiung am 11. April 1945. Der Film erzählt die Geschichten von vier Überlebenden und begleitet sie auch, als sie – 65 Jahre nach der Befreiung – im April 2010 nach Buchenwald zurückkehren.

Regie & Drehbuch: Rob Cohen

Mit: Naftali Fürst, Pavel Kohn, Israel-Laszlo Lazar, Alex Moskovic

Produktion: Achava Festspiele Thüringen, Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau Dora

Eintritt frei
Dauer: 120 Min
Barrierefrei mit Anmeldung

Im Anschluss: Gesprächsrunde mit Naftali Fürst – Protagonist und Buchenwaldüberlebender – Livestream
Orginalfassung

Mit deutschen Untertiteln

Kinderblock 66 - Return to Buchenwald bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Kinderblock 66 - Return to Buchenwald

© Bohumil Kostohryz
Schauspiel

Kanuté ka visa ko

Habib Dembélé

Spielerisches Solo zur Klima-Migration

Durch Armut, Wassermangel und die Ausbreitung der Wüsten schwinden für Kanuté die Lebensgrundlagen in seinem Dorf im Westen Malis. Er zieht in die nahe gelegene Stadt Kayes, um Arbeit zu finden, um Jahre später in Bamako zu landen. Es ist schließlich sein Sohn Kanuté Jr., der sich – angezogen vom reichen Europa – um ein Visum und ein Ticket über das Mittelmeer bemüht. Doch seine Geschichte verläuft ganz anders als geplant … Habib Dembélé wird seine viel gespielte, ungemein unterhaltsame Performance «Kanuté ka visa ko» (übersetzt »Das Visum für Kanuté«) überarbeiten und in Weimar in aktualisierter Fassung erstaufführen. Er wurde in Europa sowohl durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Regielegende Peter Brook bekannt, als auch durch seine Filme, u. a. »Bamako« des bekannten mauretanischen Regisseurs Abderrahmane Sissako.

Text & Regie: Habib Dembélé
Mit: Habib Dembélé
Produktion: Guimba National

Förderung: Thüringer Ministerium Für Umwelt, Energie Und Naturschutz, Institut français Deutschland – Bureau du Theatre et de la Danse, Institut français en Thuringue – Erfurt

Karten: 14 € / ermäßigt ab 8 €
Dauer: 70 Min

Barrierefrei (mit Anmeldung)
In französische Sprache
Mit deutschen Übertiteln
Ab 12 Jahren

Kanuté ka visa ko bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Kanuté ka visa ko

© Thomas Müller
Performance

Wir sind hier!

Künstlerische Intervention zur Erinnerung an die Überlebenden von Buchenwald

DIE VERHÜLLUNG
Das eingerüstete Rathaus von Weimar wird für vier Wochen zum Symbolort für das Erinnern. Ein großformatiges Foto der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald vom April 1945 wird die Rathausfassade komplett einhüllen. Die befreiten Buchenwaldhäftlinge und die Silhouette des Lagereingangs mit der berühmten Turmuhr werden den Stadtraum dominieren. Das befreite Konzentrationslager Buchenwald wird temporär zum Bestandteil der Weimarer Innenstadt.

DER FILM | DIE MENSCHEN
Auf einer großformatigen Videowall wird der 2012 entstandene Dokumentarfilm »Ottomar Rothmann – Mensch« des Regisseurs Thomas Kutschker gezeigt. Rothmann war seit 1943 Häftling im Konzentrationslager Buchenwald. Im Gespräch beschreibt er das alltägliche Leben der Häftlinge – von der Ankunft bis zum Tod. Darüber hinaus wird die Videowall für aktuelle Aussagen u.a. von Überlebenden des KZ Buchenwald genutzt.

DIE PROJEKTION
In den Abendstunden wird die Fassade des Rathauses mit großformatigen Projektionen im Geiste GENIUS LOCI WEIMAR bespielt. Fotografische Porträts von 22 Buchenwaldüberlebenden – »Die Zeugen« – sind Grundlage dieser künstlerischen Arbeit von Hendrik Wendler. Die Fotografien von Thomas Müller sind seit April 2019 als Ausstellung im öffentlichen Raum in der Weimarer Nordvorstadt zu sehen.

Idee & Umsetzung: Martin Kranz (Achava Festspiele Thüringen), Rolf C. Hemke (Kunstfest Weimar), Anke Klüßendorf (Förderverein Buchenwald)
Dokumentarfilm Videowall: Thomas Kutschker
Großprojektionen: Hendrik Wendler (Genius Loci Weimar)
Beratung & Bildmaterial: Rikola-Gunnar Luttgenau (Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora)
Verhüllung Rathaus: Pigmentpol Weimar
Gestaltung & Grafik: Philipp Wiegandt (Goldwiege Weimar)

Vorführung: täglich 10:00, 12:00, 16:00, 18:00, jeweils 15 Min
Spielort: Rathaus der Stadt Weimar, Marktplatz

Vernissage: Sa. 12.9. 20:00
Übertragung der Vernissage als Livestream unter www.weimar.de

Wir sind hier! bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Wir sind hier!

© Martin Kranz, Thomas Müller
Performance

Gang nach Buchenwald

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald

Das KUNSTFEST WEIMAR, die ACHAVA FESTSPIELE THÜRINGEN und DEUTSCHLANDFUNK KULTUR nehmen den 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald zum Anlass, eine soziale Skulptur zu entwickeln. Ausgangspunkt ist der Bahnhofsvorplatz, von dem die Zuschauer*innen gemeinschaftlich, im Gedenken vereint, die neun Kilometer lange historische Route nach Buchenwald hinaufwandern: Vom Bahnhofsvorplatz durch die Unterführung der Bahngleise, über die Ettersburger Straße, durch den Ettersberger Wald hinauf bis zum »Carachoweg«. Einerseits führte die SS bis 1939 so die Häftlinge ins Lager, andererseits war dies der Weg, den die rund 1000 Weimarer Bürger*innen am 16. April 1945 nahmen, als sie von US-amerikanischen Besatzungstruppen dazu gezwungen wurden, sich das Grauen von Buchenwald mit eigenen Augen anzuschauen.

Geleitet werden die Teilnehmer*innen von einem Audiowalk, in dem sich der Klang- und Radiokünstler Christoph Korn mit der Route auseinandersetzt und eine Atmosphäre des »Eingedenkens« schafft. Vor den Toren der heutigen Gedenkstätte werden die Teilnehmer*innen von per Videostream aus aller Welt zugeschalteten Buchenwald-Überlebenden in Empfang genommen und zu einem Gedankenaustausch und einem gemeinsamen Erinnern eingeladen. Bereits verstorbene Buchenwald-Häftlinge wie die Dichter Imre Kertész, Stéphane Hessel oder Jorge Semprún werden durch ihre Texte präsent sein. Beiträge von Musik, die in Beziehung zum KZ Buchenwald steht, ergänzen die Veranstaltung.

Idee, Konzept, Gesamtprojektleitung: Rolf C. Hemke
Konzept & Organisatorische Kooperation: Martin Kranz
Historische Beratung: Naftali Fürst
Konzeptionelle Beratung: Prof. Volkhard Knigge, Rikola-Gunnar Lüttgenau
Audiowalk: Christoph Korn
Mit: Mitgliedern der Staatskapelle Weimar und Schauspieler*Innen des Ensembles des Dnt

Produktion: Kunstfest Weimar
Koproduktion: Achava Festspiele Thüringen, Deutschlandfunk Kultur
Förderung: Bundeszentrale für Politische Bildung, Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika, Leipzig

Treffpunkt: Bahnhofsvorplatz (August-Baudert-Platz)
Eintritt Frei
Eine Anmeldung beim Besucherservice des DNT ist notwendig unter service@nationaltheater-weimar.de oder unter 03643/755334.

Festes Schuhwerk und witterungsgerechte Kleidung werden empfohlen. Bitte vergessen sie ihre Verpflegung nicht. Die Ursendung des Audiowalk als Hörstück erfolgt auf Deutschlandfunk Kultur am 13.9.2020 um 18:05 Uhr.

Sie können sich den Audiowalk vor Ort kostenlos auf das eigene mobile Endgerät downloaden. Bitte bringen Sie eigene Kopfhörer mit. Ansonsten können sie sich die Ausstattung vor Ort ausleihen.

Workshop »Gang nach Buchenwald«
Gesucht werden Jugendliche und Erwachsene jeden Alters, die sich auf unterschiedliche Weisen jenen Themen annähern, die mit dem »Gang nach Buchenwald« aufgerufen werden.

In deutscher Sprache
Ab 12 Jahren

Mit freundlicher Unterstützung durch den Förderverein Buchenwald E.V.

Gang nach Buchenwald bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Gang nach Buchenwald

Konzert

Romantik & Krise

Elizaveta Birjukova / Christoph Ritter

Romantik und die Einsamkeit in einer Welt der Krise ist Thema dieses Programms: Die Zeitgenossen Annette Schlünz (*1964) und Yasutaki Inamori (*1978) erklingen befreit von der melancholischen Glückseligkeit Robert Schumanns, die in seinen »Märchenbilder op. 113« zu erkennen ist. Mauricio Kagel (1931–2008) reflektiert Schumann in seinem »Phantasiestück«. Am Ende entführt uns Franz Schubert in seinem monumentalen Variationszyklus »Introduktion und Variationen D 802« in die befreienden Gefilde der Virtuosität. Elizaveta Birjukova lehrt – neben reger Konzerttätigkeit – bei internationalen Meisterkursen, Christoph Ritter ist Professor für Liedgestaltung an der HfM FRANZ LISZT WEIMAR.

Flöte: Elizaveta Birjukova
Klavier: Christoph Ritter
Werke Von: Annette Schlunz, Yasutaki Inamori, Mauricio Kagel, Franz Schubert, Robert Schumann

Produktion: Kunstfest Weimar
Koproduktion: Klassik Stiftung Weimar
Förderung: Thüringer Staatskanzlei

Karten: 17,50 € / ermäßigt 8 €
Dauer: 90 Min

Romantik & Krise bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Romantik & Krise

© Guido Werner
Konzert

Das GEOJAZZProjekt "Samaia"

Instrumental- und Vokalmusik begegnen georgischem Tanz, dem immateriellen Weltkulturerbe Georgiens

»Samaia« ist das deutsch-georgische Musikprojekt von Manfred Bründl, Bassist sowie seit 1996 Professor an der HfM FRANZ LISZT WEIMAR, und Zaza Miminoshvili, dem in Stuttgart lebenden georgischen Gitarristen, Komponisten und Arrangeur. Dieses Konzertformat entspinnt einen musikalischen Dialog zwischen zwei Kulturen: Archaische georgische Männergesänge, die mal sakral aufgeladen wirken, dann wieder von folkloristischer Ausgelassenheit sind, verbinden sich mit quirligem, hochvirtuosem Jazz. Illustriert und visualisiert wird das Konzert durch eine Solodarbietung von Aleksandre »Lexo« Chumburidze, einem der bedeutendsten Tänzer Georgiens. Daraus entsteht »folklore imaginaire« im besten Sinne.

Künstlerische Leitung: Manfred Bründl
Gitarre, Komposition, Arrangement: Zaza Miminoshvili
Kontrabass: Manfred Bründl
Tanz, Div. Traditionelle Instrumente, Gesang: Lexo Chumburidze
Perkussion, Div. Blasinstrumente, Gesang: Niko Charkviani
Trompete, Flügelhorn: Frederik Köster

Produktion: Manfred Bründl
Koproduktion: Kunstfest Weimar, Achava Festspiele Thüringen
Förderung: Auswärtiges Amt, Thüringer Staatskanzlei, Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales

Karten: 17,50 € / ermäßigt 8 €
Dauer: 90 Min
Barrierefrei mit Anmeldung

Das GEOJAZZProjekt "Samaia" bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Das GEOJAZZProjekt "Samaia"

Musiktheater

Free Bach 212

Johann Sebastian Bach / Miki Espuma / David Cid

La Fura dels Baus

»Free Bach 212« des weltweit gefeierten katalanischen Regiekollektivs »La Fura dels Baus« versteht sich als ein Formexperiment zu Johann Sebastian Bachs Bauern-Kantate (BWV.212): Die Gruppe um ihr charismatisches Gründungsmitglied Miki Espuma und seinen Co-Regisseur David Cid, realisiert Bachs bekannteste weltliche Kantate als ein inszeniertes, bebildertes und immer wieder ironisch gebrochenes Konzert. Bach und sein Textdichter Picander verhandeln in ihrem Werk die Gegensätze von Volks- und Kunstmusik, von Stadt und Landleben. Dies interpretiert das Barockquartett Divina Mysteria unter der Leitung von Thor Jorgen und Pavel Amilcar in historischer Aufführungspraxis. Die Solopartien singen der Bariton Joan Garcia Goma und die Mezzosopranistin Eulalia Fantova. Bachs Übergänge zwischen den musikalischen Stilen interpretiert Miki Espuma als Sollbruchstellen und nutzt sie – der barocken Tradition folgend – zu Extempores und musikalischen Variationen, um die Kontraste des Werks künstlerisch ins Heute zu überführen. So wird Bach ein ums andere Mal unterbrochen, paraphrasiert oder konterkariert durch elektronische Musik und Flamenco, visualisiert durch den Ausdruckstänzer Miguel Angel Serrano und die Flamenco-Sängerin und -Tänzerin Mariola Membrives. Die Videoprojektionen von David Cid tauchen die Bühne immer wieder in atmosphärisch dichte Bilder und machen den Abend zu einer Sinneserfahrung, jenseits musikalischer Konventionen.

Regie, Idee und Text: Miki Espuma, David Cid
Musikalische Regie: Pavel Amilcar, Thor Jorgen, Miki Espuma
Video: David Cid
Ton: David Casamitjana, Albert Surià
Licht: David Hoyo, Jaime Llerins
Gesang: Mariola Membrives
Tanz: Miguel Ángel Serrano
Mezzosopran: Eulàlia Fantova
Bariton: Joan Garcia Gomà
Violine: Pavel Amilcar
Bratsche: Letizia Moros
Kontrabass: Thor Jorgen
Cembalo: Andrés Alberto Gómez
Produktionsleitung: Marta Coll
Bühne: Fernando Bravo
Technik: Roger Serra

Karten: 20- 40 € / ermäßigt ab 8 €

Dauer: 70 Min
In deutscher und spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Free Bach 212 bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Free Bach 212

2

Kunstfest Weimar

26.8.-13.9.2020

„Weimar macht auf!“

Ursprünglich sollte die Edition 2020 unter der Überschrift »Thüringen.Komplex« den Freistaat und seine Gründung vor 100 Jahren reflektieren. Doch nachdem Mitte April das Ausmaß der erforderlichen Umplanungen erkennbar wurde, entschloss sich die künstlerische Leitung als Titel »Weimar macht auf!« als treffenderes Motto zu wählen. Um gewährleisten zu können, auch im Falle einer zweiten Infektionswelle „aufmachen“ zu können, hat das Kunstfest die Gründung des Autokinos an der ALTEN FEUERWACHE WEIMAR mitinitiiert, um eine Open Air- oder auch Drive In- Bühne für ein pandemiesicheres Kernprogramm zur Verfügung zu haben. Drei Schwerpunkthemen werden das Festival bestimmen: CORONA – UMWELT – THÜRINGEN. So werden trotz internationaler Reisebeschränkungen und geltender Hygiene- und Abstandsregeln Stars aus Oper und Tanz, Schauspiel und bildender Kunst der 31. Edition des KUNSTFEST WEIMAR Glanz verleihen!
Kartenverkauf

Online
www.kunstfest-weimar.de
www.nationaltheater-weimar.de

Telefonisch
Theaterkasse des DNT
T +49 (0) 3643 / 755 334

Kunstfest Weimar bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Kunstfest Weimar

Ereignisse / Festspiele Salzburger Festspiele 1. bis 30.8.2020
Ereignisse / Festival Lucerne Festival 14. bis 23.8.2020
Ereignisse / Festspiele Domstufen-Festspiele Erfurt 10.7. bis 2.8.2020
Ereignisse / Festival Höri Musiktage Bodensee vom 5.6. bis 16.8.2020
Ereignisse / Festival Young Euro Classic Berlin 1. bis 10.8.2020
Ereignisse / Festival Münchener Biennale ab 15. Mai 2020 (online)
Ereignisse / Festival intersonanzen Fest der Neuen Musik 20. bis 25.8.2020
Ereignisse / Festival Ost-West Musikfest Niederösterreich 12.7. bis 29.10.2020
Ereignisse / Festival Morgenland Festival Osnabrück 2. bis 6.12.2020
Ereignisse / Festival Kammermusiktage Bergkirche Büsingen 21. bis 23. August 2020
Ereignisse / Festival Festival Herbstgold Eisenstadt 9. bis 20.9.2020
Ereignisse / Messe ArtMuc 22. bis 25.10.2020