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Theater Erfurt

Entstehung des Stadttheaters

1877 wurde dort, wo das bisherige Opernhaus steht, ein Theater errichtet. Es konnte mit 1150 Plätzen aufwarten, blieb aber zunächst ohne eigenes Ensemble. Opern- und Schauspielvorstellungen wurden vom Coburg-Gothaischen Hoftheater, zeitweise auch vom Hofschauspiel Dresden und vom Münchner Theater am Gärtnerplatz gegeben. 1894 beginnt die Geschichte des eigenen Ensembles, später als in anderen großen deutschen Städten. Das erste „Stadt-Theater“ wurde am 15. September 1894 eröffnet. Zwei Jahre zuvor hatte die Stadt das bestehende Gebäude übernommen und vollständig umgebaut, finanziert von Erfurter Bürgern. Nunmehr bot es 1025 Plätze. Den Theaterbetrieb leitete ein Direktor, der das Haus als Dreisparten-Theater wie damals üblich auf eigene Rechnung pachten und betreiben musste.

Kontakt

Theater Erfurt
Theaterplatz 1
D-99084 Erfurt

E-Mail: info@theater-erfurt.de

 

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Eingang Martinsgasse, D-99084 Erfurt
Telefon +49 (0) 361 22 33 155
Mo-Fr 10 bis 18 Uhr l Sa 10 bis 14 Uhr
sonn- und feiertags geschlossen
Oper

Fra Diavolo

Oper von Daniel François Esprit Auber

Premiere: 06. Oktober 2018, Großes Haus

Die Gastwirtstochter Zerline liebt den armen Offizier Lorenzo, der mit seinen Soldaten Fra Diavolo, den Anführer einer berüchtigten Räuberbande, sucht. Zerlines Vater dagegen hat einen reichen Bräutigam im Visier. Ein reisendes Ehepaar, das gerade von Fra Diavolos Leuten ausgeraubt wurde, trifft im Gasthaus ein. Ihr Bargeld aber hatten sie gut versteckt. Als „Marquis“ getarnt ist auch Fra Diavolo unter den Gästen und setzt nun alles daran, mit der Hilfe zweier Bandenmitglieder auch den Rest der Beute zu bekommen. Der nächtliche Raubanschlag wird durch das überraschende Dazwischentreten Lorenzos vereitelt. Fra Diavolo, der dabei in Zerlines Zimmer angetroffen wird, schürt Lorenzos Eifersucht, um ihn auf eine falsche Spur zu bringen. Doch Zerline und Lorenzo kommen den Banditen auf die Schliche und stellen Fra Diavolo eine Falle.

Der Gentleman-Räuber Fra Diavolo ist die Hauptperson in dieser spritzigen französischen Oper, die durch ihre packenden Melodien und Rhythmen berühmt wurde. Dem schillernden und gewieften Charmeur sind zwei Spießgesellen an die Seite gestellt, die für komische Momente sorgen, dem Helden aber mit ihrer Dummheit schließlich zum Verhängnis werden. In Paris gehörte Fra Diavolo bis ins 20. Jahrhundert hinein zu den erfolgreichsten Opern und auch in Deutschland zählte sie lange Zeit zum festen Repertoire.
Theater

Diven sterben einsam

Musical für eine Schauspielerin von Dirk Audehm und Thomas Möckel

Uraufführung: 12. Oktober 2018, Studio

"Ihr könnt mir doch alle nicht das Wasser reichen, und wenn – dann wüsste ich, es wäre vergiftet!" hallt es von der Seitenbühne, kurz bevor die Tür knallt und Jane Purcy Mulligan die schummrig ausgeleuchtete Künstlergarderobe betritt. Die Wut über die Unfähigkeit einer Kollegin vermag auch nicht der von Ankleiderin Margret bereitgelegte, angewärmte Bademantel zu mildern. Nur ein Wodka hilft da noch. Doch auch der scheint mangels frischer Zitrone nicht wirklich zu beruhigen. Sehr schnell wird klar: Hier hat man es nicht mit einer gescheiterten Existenz zu tun, einer Schauspielerin, die nur in der dritten Reihe stand, sondern einem Schlachtschiff der Kunst, die ihr Leben und ihre Leidenschaft in den Dienst des Berufes stellte, wenn auch nur in der englischen Provinz. So erzählt sie nun und singt – die Mulligan. Und dabei wird kräftig nach allen Seiten ausgeteilt, bekommen Regisseure, Kollegen, Kritiker, Liebespartner, Politiker und selbst Ankleiderinnen ihr Fett weg. Aber auch die Zuschauer werden sich im Idealfall wiedererkennen. Vielleicht in dem scheinbar nie enden wollenden Kampf um das Glück oder in den manchmal komischen Seiten des Scheiterns.

Der Schauspieler, Regisseur und Autor Dirk Audehm begeisterte mit seinem Stück am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin Publikum und Kritiker gleichermaßen. Gemeinsam mit Thomas Möckel überarbeitete er seine "Diven" nun zu einer Musical-Fassung. Ein Abend über und für das Überleben des Theaters, mit unglaublichem Witz, Tragik, schwarzem Humor und großem Gefühl.
Ballett

Giselle

Ballett mit Orchester von Silvana Schröder

Premiere: 10. November 2018, Großes Haus

In Giselles entrückter Welt ist alles verdreht. Sie ist einsam, sehnsüchtig nach Liebe und tanzt sich voller Leidenschaft in ihre Träume hinein. Die Grenzen von Realität und Vorstellung, von Wahrheit und Täuschung verschwimmen. Findet Giselle in Albrecht einen Mann, dem sie vertrauen darf, einen Partner, der ihre Liebe aufrichtig erwidert?

Das 1841 uraufgeführte Ballett Giselle ist ein Schlüsselwerk der französischen Romantik. Sein Libretto von Théophile Gautier (1811–1872) basiert auf Heinrich Heines Schilderung einer deutschen Sage in De l’Allemagne (1835): dem Glauben an gespenstische, tanzende Luftgeister, die in der Nacht treulose Männer zu Tode tanzen. Das Tanzen, eines der Lieblingsmotive der Romantik, steht als eigentliche Handlung des Balletts im Mittelpunkt. So entscheidet der Tanz nicht nur über das Schicksal Giselles, sondern auch über das Leben ihrer Liebhaber. Mit seiner vielseitigen, lyrisch-eleganten Ballettmusik von Adophe Adam (1803–1856) gehört Giselle bis heute zu den beliebtesten Werken des klassischen Balletts.

Silvana Schröder inszeniert Giselles Geschichte als perfekte Illusion und das Tanzen als einen Prozess der Selbstentfaltung. Giselle ist die erste Koproduktion des Theaters Erfurt mit dem Thüringer Staatsballett von Theater&Philharmonie Thüringen. Sie wird sowohl in Erfurt (hier mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt) als auch in Gera und Altenburg zu sehen sein.

Film ab-Tipp: Giselle – Dancers (USA 1987) mit Mikhail Baryshnikov
Oper

Die Zauberflöte

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Der verirrte Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht beauftragt, deren Tochter Pamina aus den Händen Sarastros, des Anführers eines Priesterordens zu befreien. Der Naturmensch Papageno soll ihn bei diesem Abenteuer begleiten. Aber die beiden werden entdeckt und von Sarastro aufgefordert, sich den lebensgefährlichen Aufnahmeprüfungen des Ordens zu stellen. Mithilfe ihrer Zauberinstrumente überstehen sie gefährliche Situationen, doch zur finalen Feuer- und Wasserprobe ist es Pamina, die Tamino hindurchführt. Das Duett mit dem Fazit „Mann und Weib und Weib und Mann“ markiert eine musikalische Schlüsselszene der Oper, in der die weiterhin aktuelle Frage nach dem Verhältnis der Geschlechter gestellt und eine Utopie formuliert wird, die über den Personen und Interessen der Kontrahenten Sarastro und Königin steht.

Mit der Gattungsbezeichnung „Große Oper“ und zugleich „Deutsche Oper“ formulierten Schikaneder und Mozart ihren Anspruch, die Grenzen zwischen zwei Formprinzipien zu überschreiten, der durchgängig gesun- genen großen Oper mit ernstem Sujet – damals nur auf Italienisch oder Französisch denkbar – und dem Singspiel (mit gesprochenen Dialogen) in der Volkssprache. Die Zauberflöte richtete sich an ein äußerst gemischtes Publikum vom Hochadel bis zur vorstädtischen Handwerkerschaft, ist zugleich Welterklärungstheater und Volksbelustigung. Trotz oder gerade wegen des freien Umgangs mit Inhalt und Form wurde aus einem Gelegenheitswerk eine der bekanntesten und beliebtesten Opern.

In deutscher Sprache mit Übertiteln
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Konzert Berliner Philharmoniker Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstraße 6-20
Aufführungen / Theater Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Konzert Philharmonie Luxembourg Luxembourg, 1, Place de l'Europe
Aufführungen / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Konzert Gürzenich-Orchester Köln Köln, Bischofsgartenstr. 1
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen Glocke Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Aufführungen / Tanz HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Lofft Leipzig Leipzig, Lindenauer Markt 21
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Oper Oper Köln Köln, Offenbachplatz
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3