Wiener Konzerthaus

Konzerte der Wiener Konzerthausgesellschaft

Spielzeit 2017/2018

Saisoneröffnung: Wiener Philharmoniker / Harding

Wiener Philharmoniker
Daniel Harding, Dirigent


Gustav Mahler: Symphonie Nr. 6 a-moll (1903-1904)

In seinem imponierenden Schaffen versuchte Gustav Mahler, die Welt in all ihrem Glück und Leid zum Klingen zu bringen. Nahezu sein gesamtes Symphoniewerk wird in der aktuellen Spielzeit im Wiener Konzerthaus zu erleben sein, dargeboten von verschiedenen Meisterorchestern, interpretiert von starken Persönlichkeiten am Pult. Mit dem Auftakt hierzu ist gleichzeitig die glanzvolle Saisoneröffnung selbst verbunden. Sie wird von den Wiener Philharmonikern bestritten und liegt in den kundigen Händen von Daniel Harding, der Mahlers Kosmos schon in ganz jungen Jahren an der Seite der Mahler-Koryphäe Claudio Abbado erforschen konnte. Orchester und Dirigent haben ihre Mahler-Zusammenarbeit bereits vor einigen Jahren mit einer viel beachteten Einspielung der fragmentarischen Zehnten dokumentiert. Nun machen sie sich ans Ausloten der beeindruckenden Sechsten.

Diese sechste Symphonie von Gustav Mahler gilt als musikalisches Manifest der Hoffnungslosigkeit. Den Bogen finster von a-moll zu a-moll schlagend, umweht sie die Aura des vernichtenden Schicksals. Dessen Zuschlagen meint man in den zwei berühmt gewordenen Hammerschlägen des Finalsatzes zu hören. Doch als Mahler 1903/04 an diesem Werk arbeitete, befand er sich als Direktor der Wiener Hofoper noch auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Und mit der gut zwanzig Jahre jüngeren Alma Schindler war gerade erst eine der begehrtesten Schönheiten Wiens seine Frau geworden. Vielleicht ahnte Mahler ja, dass alles Glück trügerisch war. Doch Almas etwas abgründige Ansicht, Mahler hätte mit der Sechsten seine eigenen Schicksalsschläge gleichsam vorauskomponiert, leistete nur einer trüben Mystifizierung Vorschub. Derart in lebensgeschichtlicher Ergriffenheit befangen, wird man dieser so scharf und klar konzipierten Symphonie nur schwer gerecht. Denn die steten Aufhellungen, die das große Werk durchziehen, sind keine leichtgewichtigen Episoden. Man mag sie als wirklichkeitsfern vernehmen, als illusorische Folie, auf der eine erbarmungslose Realität erst Kontur gewinnt. Doch sie nehmen durchaus großen Raum ein und gestatten immer wieder ein sehnsuchtsvolles Aufatmen. So bezieht die Sechste ihre Energie aus dem Konflikt zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Der immer wiederkehrende jähe Wechsel eines Dur-Klanges ins Moll ist ein durchgehendes Merkmal dieser Symphonie. Die Wucht ihrer Abstürze ist deshalb so groß, weil man in ihrem befreiten Hochfliegen so gerne das trügerische Versprechen auf Dauerhaftigkeit hören würde; ein singuläres Ausloten der Extreme, das bereits bei seiner Uraufführung großen Eindruck auf das Publikum machte.

VERANSTALTER: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Großer Saal

Termin:

Di, 12.9.2017, 19:30 |

MusicAeterna / Currentzis

Mozart: Requiem

MusicAeterna Chor
Julia Lezhneva, Sopran
Catriona Morison, Mezzosopran
Thomas Cooley, Tenor
Tareq Nazmi, Bass
Teodor Currentzis, Dirigent


Thomas Tallis: Spem in alium. Motette für vierzig Stimmen in acht Chören (1567 um)
Alfred Schnittke: Three sacred hymns (1983-1984)
Henry Purcell: Hear my prayer, O Lord Z 15 (1680-1682 ca.)
Alfred Schnittke: Konzert für Chor (II. «Sabran' je pesen sikh, gde kazhdyj stikh») (1984-1985)
Henry Purcell: I will sing unto the Lord Z 22 (1679)
György Ligeti: Lux aeterna (1966)
Henry Purcell: Remember not, Lord, our offences Z 50 (1679-1681 ca.)
Alfred Schnittke: Konzert für Chor (IV. «Sej trud, shto nachinal ja supavan' jem'») (1984-1985)
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d-moll K 626 (1791)

Teodor Currentzis’ extravaganter Stil hat das Instrumentalensemble MusicAeterna zu einem internationalen Bestseller gemacht. Doch viel begehrter noch als dieses ist bereits der Chor gleichen Namens. Ob Mahler Chamber Orchestra, Freiburger Barockorchester oder Le Poème Harmonique – alle reißen sie sich um dieses unter Vitaly Polonsky zur Höchstform aufgelaufene Sängerkollektiv. Nun debütiert der MusicAeterna Chor u. a. mit Mozarts Requiem endlich im Wiener Konzerthaus.

VERANSTALTER: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Großer Saal

Termin:

Mi, 13.9.2017, 19:30 |

Klangforum Wien / Cambreling

Gebrauchsmusik/Kunstmusik

Klangforum Wien
Sylvain Cambreling, Dirigent


Arnold Schönberg: Begleitungsmusik zu einer Lichtspielscene op. 34 (1929-1930)
Unsuk Chin: Gougalon. Szenen aus einem Straßentheater (2009-2011)
Mauricio Kagel: Südwesten (Die Stücke der Windrose für Salonorchester) (1992-1993)
Bernd Alois Zimmermann: Metamorphose. Musik zum gleichnamigen Film von Michael Wolgensinger (1954)

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Mozart-Saal

Termin:

Fr, 15.9.2017, 19:30 |

Philharmonic Five

Mission Possible

Philharmonic Five
Tibor Kováč, Violine
Ekaterina Frolova, Violine
Gerhard Marschner, Viola
Peter Somodari, Violoncello
Christopher Hinterhuber, Klavier


Antonín Dvořák: Klavierquintett A-Dur op. 81 (1887)

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft

Termin:

So, 17.9.2017, 19:30 |

Diana Krall

Turn Up The Quiet World Tour

Diana Krall, Gesang, Klavier
Stuart Duncan, Violine
Anthony Wilson, Gitarre
Robert Hurst, Bass
Karriem Riggins, Schlagzeug


Nach ihrem gefeierten Auftritt im letzten Sommer kehrt Diana Krall wieder zurück in den Großen Saal. Die kanadische Sängerin und Pianistin zählt seit nahezu einem Vierteljahrhundert zu den Top-Stars der Jazz-Szene. In den letzten dreißig Jahren hat sie mehr Alben verkauft als jede andere Jazz- Künstlerin. Fünf Grammys, acht Juno-Awards und weltweit neun Gold-, drei Platin- und sieben Multi-Platin-Alben unterstreichen ihren Erfolg. Im Mai veröffentlicht sie ihr neues Album «Turn Up The Quiet» und kehrt dabei zu den Wurzeln zurück, mit denen sie die Basis ihrer Weltkarriere legte. Freuen Sie sich auf Klassiker des Jazz und unvergleichliche Lieder aus dem «Great American Songbook»!

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Großer Saal

Termine:

Mo, 18.9.2017, 19:30 |
Di, 19.9.2017, 19:30 |

Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai / Gerstein / Bychkov

Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai
Kirill Gerstein, Klavier
Semyon Bychkov, Dirigent


Sergej Rachmaninoff: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-moll op. 18 (1900-1901)
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Symphonie Nr. 4 f-moll op. 36 (1877)

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Großer Saal

Termin:

Mi, 20.9.2017, 19:30 |

Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker

Mozart: Le nozze di Figaro

Mitglieder der Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker, Orchester
Studierende der österreichischen Musik-Universitäten, Solistinnen und Solisten
Minsoo Ahn, Figaro (Bariton)
Aleksandra Szmyd, Susanna (Sopran)
Kristján Jóhannesson, Conte d'Almaviva (Bariton)
Laura Meenen, Contessa d'Almaviva (Sopran)
Ghazal Kazemi, Cherubino (Mezzosopran)
Helene Feldbauer, Marcellina (Mezzosopran)
Zuzana Spót Ballánová, Barbarina (Sopran)
Savva Tikhonov, Don Basilio / Don Curzio (Tenor)
Tair Tazhigulov, Bartolo (Bass)
Jakob Mitterrutzner, Antonio (Bariton)
Felix Hornbachner, Dirigent
Wolfgang Gratschmaier, Regie


Wolfgang Amadeus Mozart: Le nozze di Figaro. Opera buffa in vier Akten K 492 (Halbszenische Aufführung in italienischer Sprache in gekürzter Fassung) (Libretto: Lorenzo da Ponte, nach Beaumarchais) (1785-1786)

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Mozart-Saal

Termin:

Do, 21.9.2017, 19:30 |

Fridays@7: Wiener Symphoniker / Netopil

Wiener Symphoniker
Wiener Singakademie, Chor
Simona Šaturová, Sopran
Adam Plachetka, Bassbariton
Tomáš Netopil, Dirigent


Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 6 D-Dur op. 60 (1880)
Te Deum op. 103

Konzertausklang mit der Wiener Singakademie und Thomas Schindl, Schlagzeug, Leitung: Heinz Ferlesch

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Großer Saal

Termin:

Fr, 22.9.2017, 19:00 |

Wiener Symphoniker / Netopil

Antonín Dvořák: Te Deum

Wiener Symphoniker
Wiener Singakademie, Chor
Simona Šaturová, Sopran
Adam Plachetka, Bassbariton
Tomáš Netopil, Dirigent


Johannes Brahms: Tragische Ouverture d-moll op. 81 (1880)
Antonín Dvořák: Te Deum op. 103
Symphonie Nr. 6 D-Dur op. 60 (1880)

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Großer Saal

Termin:

So, 24.9.2017, 19:30 |

Concerto Melante / Orlovsky

Membra Jesu Nostri

Concerto Melante
Himlische Cantorey
Hanna Herfurtner, Gräfin Otilie von Gleichen
Ina Siedlaczek, Gräfin Otilie von Gleichen
David Erler, Altus
Jan Kobow, Tenor
Ralf Grobe, Bass
Raimar Orlovsky, Violine, Leitung


Dietrich Becker: Sonata à 4 e-moll
Nicolaus Bruhns: Hemmet Eure Tränenflut. Madrigal a-moll
Dietrich Buxtehude: Membra Jesu Nostri. Kantate in sieben Teilen Bux WV 75 (1680)

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Mozart-Saal

Termin:

So, 24.9.2017, 19:30 |

The Syndicate

File Under Zawinul

The Syndicate
Émile Parisien, Saxophon
Vincent Peirani, Akkordeon
Tony Paeleman, Fender Rhodes
Manu Codjia, Gitarre
Linley Marthe, Bass
Mino Cinélu, Percussion
Aziz Sahmaoui, Percussion, Gesang
Paco Sery, Schlagzeug


A Tribute to Joe Zawinul

«Sitzenbleiben unmöglich» könnte das Motto des Auftaktkonzerts zum Zyklus «Jazz» in der Saison 2017/18 lauten: Anlässlich des 10. Todestags von Joe Zawinul bietet The Syndicate mit seinem Programm «File Under Zawinul» eine überwältigende Hommage an einen der wahren Giganten des Jazz.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Großer Saal

Termin:

Mo, 25.9.2017, 19:30 |

Philharmonix

Reloaded

Philharmonix
Noah Bendix-Balgley, Violine
Sebastian Gürtler, Violine
Thilo Fechner, Viola
Stephan Koncz, Violoncello
Ödön Rácz, Kontrabass
Daniel Ottensamer, Klarinette
Christoph Traxler, Klavier


Repertoireschönheiten in neuem Gewand

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Großer Saal

Termin:

Sa, 30.9.2017, 19:30 |

Triolino "saitenschwung"

Panfili & Skielboe
Rusanda Panfili, Violine
Jonas Skielboe, Gitarre
Sarah Jeanne Babits, Schauspiel, Konzept, Inszenierung
Berenike Heidecker, Musikvermittlung
Christoph Holzeis, Kunstvermittlung
Werner Moebius, Kunstvermittlung
Raimund Pleschberger, Kunstvermittlung


Wirbelnde Saiten und tänzelnde Bögen begleiten Triolino bei einem kunterbunten und beschwingten Abenteuer.

Werke von Astor Piazzolla, Aleksey Igudesman, Manuel de Falla u. a.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft

Ort:

Berio-Saal

Termine:

Fr, 29.9.2017, 14:30 |
Fr, 29.9.2017, 16:30 |
Sa, 30.9.2017, 10:30 |
Sa, 30.9.2017, 14:00 |
Sa, 30.9.2017, 16:00 |

Wiener Konzerthaus

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