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Wiener Konzerthaus

Konzerte der Wiener Konzerthausgesellschaft

Das Wiener Konzerthaus zählt zu den bedeutendsten Institutionen des internationalen Musiklebens. Gemeinsam mit Staatsoper und Musikverein bildet es jene prominente Trias, die den weltweiten Ruf Wiens als führende Musikmetropole begründet, und ist dank seiner wohl einmaligen Verbindung von Traditionsbewusstsein und Innovationsfreude längst unentbehrlich für das lebendige kulturelle Klima Wiens.

Kontakt

Wiener Konzerthaus
Lothringerstraße 20
A-1030 Wien

Telefon: +43 1 242002
Fax: +43 1 24200-110
E-Mail: ticket@konzerthaus.at

 

Infotelefon: +43 1 24200-100
Konzert

Kenny Barron

75 Years Jubilee Concert

Kenny Barron, Klavier

«75 Years Jubilee Concert»

Kommenden Juni wird der geniale Pianist Kenny Barron 75 Jahre alt. Er, der schon in jungen Jahren in Bands von Altvorderen wie Yusef Lateef, Lee Morgan und James Moody spielte, zählt zu den großen Lyrikern des Jazz. Ausgezeichnet verstand er sich mit dem Saxophonisten Stan Getz, der ein ähnlich ausgeprägter Romantiker war. In den 1960er-Jahren begleitete Barron neben Getz auch Lalo Schifrin, Lou Donaldson und Dizzy Gillespie. Trompeter Freddie Hubbard nötigte ihn sogar dazu, sich kurze Zeit mit Avantgardemusik zu beschäftigen. In den 1970er-Jahren veröffentlichte er eine Reihe von wegweisenden Soloalben wie «Sunset to Dawn» und «Peruvian Blue», bei denen er sich auch am Fender Rhodes Piano bewies. In den letzten Jahren zeigte er mit Einspielungen mit Dave Holland und Ron Carter auf. Nun kehrt Kenny Barron ins Wiener Konzerthaus zurück und zwar erstmals solo und unplugged!

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Rotterdam Philharmonic Orchestra / Wang / Nézet-Séguin

Überraschungen

Rotterdam Philharmonic Orchestra
Yuja Wang, Klavier
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent


Joseph Haydn: Symphonie f-moll Hob. I/49 «La Passione» (1768)
Sergej Rachmaninoff: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 g-moll op. 40 (1926)
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Symphonie Nr. 4 f-moll op. 36 (1877-1878)

Jede von Yuja Wangs Interpretationen birgt Überraschungen. Ihre Tastenkünste werden als «makellos» und «atemberaubend» beschrieben, und auch die Herzen des Wiener Publikums hat sie mit souveräner Leichtigkeit im Sturm erobert. Mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra gibt das chinesische «Tastenwunder» bei seiner Rückkehr in den Großen Saal mit Rachmaninoffs letztem Klavierkonzert Einblicke in die virtuose russische Spätromantik.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Wiener Symphoniker / Schade / Manacorda

Wiener Symphoniker
Herren der Wiener Singakademie, Chor
Michael Schade, Tenor
Antonello Manacorda, Dirigent


Felix Mendelssohn Bartholdy: Ouverture «Die Hebriden / Fingalshöhle» op. 26 (1829-1833)
Robert Schumann: Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38 «Frühlingssymphonie» (1841)
Johannes Brahms: Rinaldo. Kantate op. 50 für Tenor, Männerchor und Orchester (1863-1868)

Als Brahms' vor genau 150 Jahren vollendete Kantate «Rinaldo» im Februar 1869 in Wien uraufgeführt wurde, freute sich der Komponist, die Darbietung «war so gut, wie ich es nicht leicht wieder erlebe». Doch er beklagte auch, von Seiten des Publikums und der Kritiker sei «nicht so viel Rühmliches zu vermelden». Sein Opus 50, mit dem Brahms seinen Opernambitionen am nächsten kam, stellt ungewöhnlich hohe Anforderungen an das Orchester und den Solisten. Es bedarf schon eines Ausnahmetenors wie Michael Schade – heuer Porträtkünstler des Wiener Konzerthauses –, um der anspruchsvollen Titelrolle gerecht zu werden. Die Presse bescheinigt ihm eine Bandbreite «von heldischer Stärke bis zu wispernder Zartheit», die ideale Voraussetzungen bildet für eine angemessene Ausdeutung der Vertonung von Goethes Adaption des 16. Gesangs von Tassos «Das befreite Jerusalem». Der in Berlin lebende italienische Dirigent Antonello Manacorda ist sich der Besonderheiten der Brahms'schen Tonsprache bewusst. Für ihn gibt es nicht nur eine einzige Klangkultur, sondern eine «Brahms-Kultur» ebenso wie eine «Beethoven-Kultur» und andere. «Für mich ist der Klang mit einem Komponisten verbunden, nicht mit einem Orchester», sagt Manacorda, der gleichzeitig Chefdirigent eines Kammerorchesters (der Kammerakademie Potsdam) und eines umfangreicheren Sinfonieorchesters ist (des Het Gelders Orkest in Arnheim). Er betont stets den künstlerischen Dialog. «Ich sage immer, dass ein Orchester im Grunde genommen ein großes Quartett ist und ich will einem Symphonieorchester helfen, so aufeinander zu hören, wie es ein Kammermusiker auf ganz natürliche Weise machen würde», betont Manacorda. Dadurch ergeben sich ideale Voraussetzungen, um Brahms' im Konzertrepertoire zu Unrecht vernachlässigten «Rinaldo» Anerkennung zu verschaffen. Auf dem Programm stehen des weiteren Mendelssohns «Hebriden-Ouverture» sowie die Erste Symphonie von Brahms' Freund Schumann.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Miguel Poveda

Adoptivsohn

Miguel Poveda, Gesang
Jesús Guerrero, Gitarre
Joan Albert Amargós, Klavier
Paquito González, Percussion


Er stammt aus der Nähe von Barcelona und ist kein Gitano, zählt aber trotzdem zu den derzeit wohl erfolgreichsten Flamenco-Sängern: Miguel Poveda. In Sevilla, wo er seit 2003 lebt, adelte man ihn zum «Adoptivsohn». Im authentischen Flamenco-Gesang gilt Poveda, der unzählige bedeutende Auszeichnungen erhalten hat, als Offenbarung. Es sind Stilrichtungen aus Jerez de la Frontera, einer der Geburtsstätten des Flamenco, die dem Sänger-Star besonders am Herzen liegen. Nichtsdestotrotz hat er auch einige Ausflüge in andere Genres unternommen, etwa in Richtung Jazz, Sufi-Musik oder Tango. In seinem letzten Album «Sonetos y Poemas para la Libertad» widmet er sich großen spanischen Dichtern. Überzeugen Sie sich von der ganzen Bandbreite der Ausdruckskraft des beeindruckenden Sängers!
Konzert

Gemischter Satz: Vorspiel

Dorothee Oberlinger, Blockflöte
Florian Boesch, Bassbariton
Musicbanda Franui
Fauré Quartett
Dörte Lyssewski, Lesung
Víkingur Ólafsson, Klavier
Die Strottern & Blech
Willi Resetarits, Gesang, Mundharmonika, Ukulele
Ernst Molden, Gesang, Gitarre
Walther Soyka, Wiener Knopfharmonika, Gesang
Hannes Wirth, Gitarre, Gesang
Steinbrener / Dempf & Huber, Bühnenraumkunst


19:00 Uhr, 1. Teil
Fauré Quartett / Dorothee Oberlinger / Dörte Lyssewski
Dauer ca. 40 Minuten

20:10 Uhr, 2. Teil
Musicbanda Franui / Florian Boesch / Dorothee Oberlinger / Vikingur Olafsson / Dörte Lyssewski
Dauer ca. 40 Minuten

21:20 Uhr, 3. Teil
Dorothee Oberlinger / Dörte Lyssewski / Die Strottern & Blech & Molden / Resetarits / Soyka / Wirth
Dauer ca. 40 Minuten

Beim Vorspiel erfüllen facettenreiche Klänge den Mozart-Saal. Das Fauré Quartett präsentiert «Klassik ohne Grenzen» und die Musicbanda Franui gibt sich mit Bariton Florian Boesch gewohnt vielfältig. Zum Abschluss vereinen sich Die Strottern & Blech mit Molden/ Resetarits/Soyka/Wirth für einen einmaligen Auftritt zur Band. Als Bindeglied fungieren Rezitationen von Dörte Lyssewski sowie pianistische und flötistische Interludien von Víkingur Ólafsson und Dorothee Oberlinger.
Konzert

ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Fray / Metzmacher

ORF Radio-Symphonieorchester Wien
David Fray, Klavier
Ingo Metzmacher, Dirigent


George Gershwin: Cuban Overture «Rumba» (1932)
Arnold Schönberg: Konzert für Klavier und Orchester op. 42 (1942)
Charles Ives: The Fourth of July (3. Satz aus A Symphony: New England Holidays) (1904-1913)
Bernd Alois Zimmermann: Alagoana «Caprichos Brasileiros». Ballett-Suite für Orchester (1951-1955)
Konzert

Daniel Behle, Tenor

Prüfstein

Daniel Behle, Tenor
Sveinung Bjelland, Klavier


Franz Schubert: Die schöne Müllerin D 795 (1823)

Mit der «Schönen Müllerin» hat Franz Schubert 1823 nicht nur den ersten seiner beiden eigenen, sondern den ersten abendfüllenden Liederzyklus überhaupt komponiert und damit eine ganze Gattungstradition begründet. Zwar sollten mehrere Jahrzehnte vergehen, ehe es allgemein übliche Praxis wurde, das Werk in seiner Gesamtheit und als einzigen Programmpunkt eines Liederabends aufzuführen, seither aber ist die Realisierung von Schuberts visionärer Idee zum stets aufs Neue gerne gehörten Prüfstein aller großen Interpreten geworden. In deren illustre Abfolge reiht sich nun mit seinem ersten Liederabend im Wiener Konzerthaus auch Daniel Behle ein. Der aus Hamburg gebürtige Tenor kann auf eine bemerkenswerte Laufbahn zurückblicken: Nach einem Posaunen- und einem Kompositionsstudium begann er erst spät seine Gesangsausbildung – bei seiner Mutter, der international erfolgreichen Opernsängerin Renate Behle. Mittlerweile hat er sich als einer der vielseitigsten Tenöre unserer Zeit etabliert – mit einem Repertoire, das von barocken Meisterwerken bis hin zu ganz neuen Kompositionen reicht und Mozart- oder Wagner-Rollen ebenso umfasst wie die großen Liederzyklen von Brahms, Schumann und eben Schubert.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Klavierabend Khatia Buniatishvili

Tastenrausch

Khatia Buniatishvili, Klavier

Johannes Brahms: Sonate Nr. 3 f-moll op. 5 (1853)
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Der Nussknacker op. 71 (Bearbeitung als Konzertsuite für Klavier: Mikhail Pletnev) (1891-1892)
Franz Liszt: Rhapsodie espagnole S 254 (1863)
Réminiscences de «Don Juan» de Mozart S 418 (1841)

Die georgische Tastenvirtuosin Khatia Buniatishvili kam sehr früh in Berührung mit Werken Franz Liszts, mit dem sie die Vorliebe für Transkriptionen teilt. Mit Mikhail Pletnevs hervorragender Bearbeitung von Tschaikowskys Nussknacker-Suite überzeugt sie davon, dass der Flügel das Instrument der Verwandlung ist, das in die Rolle jedes Instruments schlüpfen kann. Neben diesem Tastenrausch interpretiert die Pianistin, die mit Betreten der Bühne die Welt in Stillstand zu versetzen scheint, Brahms’ an symphonische Ausmaße heranreichende Sonate in f-moll.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Bobby McFerrin

Circlesongs

Bobby McFerrin, Stimme
Joey Blake, Gesang
Dave Worm, Gesang, Vocal Percussion
Mitglieder der Wiener Singakademie, Chor
Daniela Denner, Sopran
Katharina Stahr, Sopran
Esther Wratschko, Sopran
Dietlinde Gattinger, Alt
Henriette Lersch, Alt
Sarah Miranda, Alt
Fabio Felsberger, Tenor
Hannes Fleischer, Tenor
Oliver Stech, Tenor
Luiz de Godoy, Bass
Rainer Kalchhauser, Bass
Hartmut Schöbitz, Bass


Einer der genialsten Stimmakrobaten unserer Zeit ist Bobby McFerrin – eine lebende Legende. Während manche stets den Ohrwurm und Welthit «Don’t Worry Be Happy» mit ihm verbinden, wissen andere nur zu gut, dass er intensiv mit den bedeutendsten Jazz-Musikern unserer Zeit zusammengearbeitet hat. Wer im Juni 2015 den genialen Duo-Abend mit Chick Corea versäumt hat, dem bietet sich im Mai die Gelegenheit, McFerrins großes Improvisationstalent, mit dem er ein komple! es Orchester zu imitieren versteht, zu erleben. In seinem neuesten Projekt steht die Interaktion mit dem Publikum im Vordergrund.
Bobby McFerrin

Einer der genialsten Stimmakrobaten unserer Zeit ist Bobby McFerrin – eine lebende Legende. Während manche stets den Ohrwurm und Welthit «Don’t Worry Be Happy» mit ihm verbinden, wissen andere nur zu gut, dass er intensiv mit den bedeutendsten Jazz-Musikern unserer Zeit zusammengearbeitet hat. Wer im Juni 2015 den genialen Duo-Abend mit Chick Corea versäumt hat, dem bietet sich im Mai die Gelegenheit, McFerrins großes Improvisationstalent, mit dem er ein komple! es Orchester zu imitieren versteht, zu erleben. In seinem neuesten Projekt steht die Interaktion mit dem Publikum im Vordergrund.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Ensemble Resonanz / Zubel / Daletska / Pomàrico

disappearances

Ensemble Resonanz
Agata Zubel, Sopran
Christina Daletska, Mezzosopran
Emilio Pomàrico, Dirigent


Leoš Janáček: Zápisník zmizelého «Tagebuch eines Verschollenen» (Bearbeitung: Johannes Schöllhorn) (1917-1919)
Georges Aperghis: Migrants. Drei Interludien zu Leoš Janáčeks «Tagebuch eines Verschollenen» mit Texten aus Joseph Conrads «Heart of Darkness» und von Flüchtlingen (EA)

«Ich möchte ihnen ein Gesicht geben, nicht nur den ertrunkenen Körpern an Europas Küsten, sondern auch den Lebenden, die ohne Identität, nicht länger als lebend erkennbar, durch Europa wandern.» Vor ziemlich genau einem Jahrhundert setzte Leoš Janáček einem imaginären Verschollenen ein Denkmal. Mit seinem hinzukomponierten neuen Werk versucht Georges Aperghis, den realen Verschollenen unserer Zeit eine Stimme zu verleihen.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Die Strottern & Velvet Elevator Orchester

Im Großformat

Die Strottern
Klemens Lendl, Gesang, Violine
David Müller, Gesang, Gitarre, Säge
Velvet Elevator Orchester
Boris Lipov, Flöte
Cornelia Pesendorfer, Oboe, Englischhorn
Viola Falb, Altsaxophon
Ray Aichinger, Tenorsaxophon
Markus Pechmann, Trompete, Flügelhorn
Lorenz Raab, Trompete, Flügelhorn
Martin Ptak, Posaune
Chris Amstätter, Bassposaune
Julia Maly, Violine
Emily Stewart, Violine
Lena Fankhauser, Viola
Benedikt Endelweber, Violoncello
Martin Wöss, Klavier, Keyboard
Heinz Fallmann, Gitarre
Josef Wagner, Bass
Michael Leibetseder, Schlagzeug


Das 16-köpfige Retro-Filmorchester Velvet Elevator wurde 2005 von Heinz Fallmann und Martin Ptak gegründet, um die wunderbaren Melodien und ausgefeilten Arrangements der TV- und Filmsoundtracks der 60er- bis 80er-Jahre live auf die Bühne zu bringen. Gemeinsam mit den Strottern macht sich das Orchester auf die Suche nach Wiener Liedern und Chansons «im Großformat», wie sie in den 70er- und 80er-Jahren vor allem im legendären Austrophon-Studio im Wiener Konzerthaus entstanden sind.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Jonas Kaufmann / Kate Aldrich

L'Opéra

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Jonas Kaufmann, Tenor
Kate Aldrich, Mezzosopran
Jochen Rieder, Dirigent


Ambroise Thomas: Ouverture zu «Mignon» (1866)
Giacomo Meyerbeer: Pays merveilleux! ... O paradis (Arie des Vasco aus «L'africaine») (1865)
Emmanuel Chabrier: Habanera
Jaques Fromental Halévy: Rachele quand du Seigneur (Arie für Tenor aus «Die Jüdin») (1834)
Georges Bizet: L'amour est un oiseau rebelle «Die Liebe ist ein wilder Vogel» (Habanera der Carmen aus «Carmen») (1873-1874)
La fleur que tu m'avais jetée «Hier an dem Herzen treu geborgen» (Blumenarie des Don José aus «Carmen») (1873-1874)
Danse bohemienne (Carmen-Suite Nr. 2) (1873-1874)
Jules Massenet: Clair de lune (Werther) (1884-1886)
Il faut nous séparer (Duett Werther / Charlotte aus «Werther») (Libretto: Blau, Milliet, Hartmann nach Goethe) (1884-1886)
Hector Berlioz: Ungarischer Marsch (La damnation de Faust op. 24) (1846)
Merci, doux crepuscule (Arie des Faust aus «La damnation de Faust» op. 24) (1846)
Jacques Offenbach: Ouverture zu «Die Rheinnixen»
Charles Gounod: L'amour! l'amour! oui, son ardeur ... Ah! Lève toi «Die Liebe! Ja ihre Macht» (Rezitativ und Cavatine des Romeo aus «Romeo und Julia») (1867)
Jules Massenet: Le dernier sommeil de la vierge (La vierge)
Ah! tout est bien fini! ... O souverain, ô juge, ô père (Arie des Rodrigue aus «Le Cid») (Libretto: Adolphe P. d'Ennery, Louis Gallet und Edouard Blau, nach Corneille) (1885)
Georges Bizet: Aragonaise (Carmen-Suite Nr. 1) (1873-1874)
C'est toi? C'est moi! «Du bist's? Ich bin's!» (Duett Carmen / Don José aus «Carmen») (1873-1874)

Der Startenor Jonas Kaufmann spielt seine enge Beziehung zum Repertoire der französischen Oper des 19. Jahrhunderts und seine unerhört strahlende, dramatische Präsenz bei diesem Arienabend aufs Schönste aus. Lyrische Partien, dramatischer Impetus und heroische Töne verbindet das Programm, das nicht nur Freundinnen und Freunde der Grand Opéra begeistern wird.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Königliches Concertgebouworchester Amsterdam / Trifonov / Gatti

Mahler: Symphonie Nr. 1

Königliches Concertgebouworchester Amsterdam
Daniil Trifonov, Klavier
Daniele Gatti, Dirigent


Sergej Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 C-Dur op. 26 (1917-1921)
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur (1888)

Mahlers Wunderhorn

Dass seine Symphonik, ungeachtet der Dimensionen, der Komplexität und – ja! – auch der Gebrochenheit dieser Musik, im schlichten (Volks-)Lied wurzle, ist ein Gemeinplatz der Mahler-Exegese, und wie klischeehaft diese Auffassung auch sein mag, als so triftig erweist sie sich doch, wenn wir einen Blick auf die Entstehungsgeschichten vor allem der ersten vier Symphonien werfen: Bereits der symphonische Erstling, der Anfang 1888 Mahlers unverwechselbaren Ton «mit einem Schlag» (der Komponist an seinen Freund Fritz Löhr) zum Schwingen bringt, zitiert an zentralen Stellen die «Lieder eines fahrenden Gesellen», deren Texte Mahler unter dem Eindruck der 1805 bis 1808 in drei Bänden erschienenen Volksliedanthologie «Des Knaben Wunderhorn» selbst gedichtet hatte. Und diese von Achim von Arnim und Clemens Brentano (mehr nach atmosphärischen denn nach philologischen Kriterien) zusammengetragene Sammlung wurde in weiterer Folge zur einzigen Textquelle sämtlicher Lieder, die Mahler bis 1901 komponieren sollte. «Wunderhorn»-Vertonungen fanden auch Eingang in die 1894 vollendete zweite und in die bereits zwei Jahre später abgeschlossene dritte Symphonie – sei es als direkte Integration von Liedern wie «Urlicht» und «Es sungen drei Engel» (formal jeweils als Pänultima), sei es als instrumentales Zitat wie im Fall der Scherzi beider Symphonien, die die Lieder «Des Antonius von Padua Fischpredigt» und «Ablösung im Sommer» aufgreifen. Das bereits Anfang 1892 entstandene Lied «Das himmlische Leben» wurde schließlich zur Grundlage der erst 1899/1900 komponierten vierten Symphonie: Das ganze Werk schrieb Mahler in Hinblick darauf, dieses längst existierende Lied zu einem Symphoniefinale zu machen, dessen sich über drei lange Sätze erstreckende Vorbereitung er gleichsam nachträglich fingierte.

Es ist somit ein dichtes intertextuelles und auch transmediales Verweisnetz, das die ersten vier Symphonien Mahlers zueinander in Beziehung setzt und in dessen imaginärem Zentrum «Des Knaben Wunderhorn» steht. Wenn nun die einzelnen Teile von Mahlers «Wunderhorn-Tetralogie» im Wiener Konzerthaus in chronologischer Abfolge (und in ungefährem Zweiwochenrhythmus) erklingen, ist es daher nur konsequent, wenn diese Serie zum Saisonabschluss in einer Aufführung ausgewählter «Wunderhorn»-Lieder, gesungen von der jungen Sopranistin Anna Lucia Richter, kulminiert.

Überhaupt lassen die Interpretinnen und Interpreten ein Mahler-Fest der besonderen Art erwarten: Das Königliche Concertgebouworchester Amsterdam, das in den internationalen Orchester-Rankings seit Jahren mit den Wiener und den Berliner Philharmonikern um Platz 1 rittert, kann auf eine lange Mahler-Tradition zurückblicken, die bis in die Ära des langjährigen Chefdirigenten Willem Mengelberg zurückreicht. Mengelberg, der mit Mahler persönlich befreundet war, setzte sich, etwa mit dem legendären Amsterdamer Mahler-Fest des Jahres 1920, für dessen Symphonien schon zu Zeiten ein, als sie noch keineswegs zum Kernbestand kanonisierter Meisterwerke zählten, und noch im Herbst 1940 dirigierte er in den bereits besetzten Niederlanden eine Aufführung der Ersten. Dasselbe Werk erklingt nun – nach einem Klavierkonzert von Prokofjew mit Porträtkünstler Daniil Trifonov als hochkarätigem Solisten – unter der Leitung von Daniele Gatti, der – nach Eduard van Beinum, Bernard Haitink, Riccardo Chailly und Mariss Jansons, die allesamt bedeutende Mahler-Dirigenten waren und sind – Mengelbergs Position aktuell innehat. Mahler selbst brachte seine Erste im Herbst 1889 in Budapest zur Uraufführung, wo er seit einem Jahr als Musikdirektor des Königlichen Opernhauses amtierte. Die Aufführung stieß damals auf äußerst geteilte Meinungen, heute freilich ist seine Musik auch in der Stadt der allerersten Aufführung einer Mahler’schen Symphonie längst angekommen. Überzeugen können wir uns davon in der Aufführung der Zweiten, jenes Werkes übrigens, mit dem Iván Fischer und das von ihm gegründete Budapest Festival Orchestra 1992 ihren Einstand im Wiener Konzerthaus gefeiert haben. Mit Christina Landshamer und Elisabeth Kulman erwarten wir zwei herausragende Solistinnen.

Gleiches gilt für die britische Mezzosopranistin Alice Coote, die das «Nachtwandler-Lied» aus Friedrich Nietzsches «Also sprach Zarathustra» singen wird, den vierten Satz der Dritten und Mahlers einziges «Lied» aus dieser Zeit, das nicht dem «Wunderhorn» entstammt. Mit der Dritten verabschiedet sich Cornelius Meister im Wiener Konzerthaus als Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, mit dem er hier nicht nur mehrere Werke Mahlers, sondern auch viele zeitgenössische Kompositionen aufgeführt hat. Als exemplarisch für sein Wirken kann daher die Kombination von Mahler mit der Uraufführung eines neuen Stücks von Konzerthaus-Ehrenmitglied Beat Furrer gelten.

Teodor Currentzis schließlich mag als charismatischer Tausendsassa unter den Dirigenten der Gegenwart den jungen Leonard Bernstein und damit einen weiteren großen Mahler-Interpreten der Vergangenheit in Erinnerung rufen. Dass er und sein Orchester MusicAeterna dazu berufen sind, die Überzeichnungen und Brüche, das Verstörende, ja Bestürzende der Musik Mahlers in all ihrer Drastik erlebbar zu machen, haben sie bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Diese Aspekte Mahlers aber davor zu bewahren, in Vergessenheit zu geraten, ist gerade heute, da er endlich kanonisiert ist, das Gebot der Stunde.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Artemis Quartett / Leonskaja

Artemis Quartett
Vineta Sareika, Violine
Anthea Kreston, Violine
Gregor Sigl, Viola
Eckart Runge, Violoncello
Elisabeth Leonskaja, Klavier


Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 5 B-Dur op. 92 (1952)
Antonín Dvořák: Klavierquintett A-Dur op. 81 (1887)
Dmitri Schostakowitsch: Klavierquintett g-moll op. 57 (1940)

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Artemis Quartett / Leonskaja

Artemis Quartett
Vineta Sareika, Violine
Anthea Kreston, Violine
Gregor Sigl, Viola
Eckart Runge, Violoncello
Elisabeth Leonskaja, Klavier


Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 5 B-Dur op. 92 (1952)
Antonín Dvořák: Klavierquintett A-Dur op. 81 (1887)
Dmitri Schostakowitsch: Klavierquintett g-moll op. 57 (1940)

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Wiener KammerOrchester / Tamestit / Leleux

Zwei herausragende Solisten

Wiener KammerOrchester
Antoine Tamestit, Viola
François Leleux, Oboe, Dirigent


Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie C-Dur K 189k (1774)
Johann Nepomuk Hummel: Potpourri op. 94 für Viola und Orchester (1821-1822 ca.)
Ludwig August Lebrun: Konzert für Oboe und Orchester Nr. 1 d-moll op. 2 (1777)
Joseph Haydn: Symphonie C-Dur Hob. I/82 «L'Ours» (1786)

Mit dem Bratschisten Antoine Tamestit und dem Oboisten François Leleux, der auch selbst dirigiert, hat das Wiener KammerOrchester diesmal gleich zwei herausragende Solisten an seiner Seite, wenn es Symphonien von Mozart und Haydn Raritäten von Johann Nepomuk Hummel und Ludwig August Lebrun gegenüberstellt. Der Mozart-Zeitgenosse Lebrun war ein gefeierter Oboenvirtuose, der mit sechs Konzerten für sein Instrument einen der wichtigsten Beiträge zu dieser Gattung in der Klassik leistete. Das Potpourri für Viola und Orchester von Mozarts Schüler Hummel, das zahlreiche Zitate aus Opern seines Lehrers und Rossinis enthält, füllt eine Lücke im vergleichsweise schmalen Bratschensolorepertoire der klassisch-frühromantischen Epoche und gehört so zum Kernrepertoire jedes Bratschisten.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Bach-Kantaten XXX

Zehnte Runde

Ensemble Claudiana
Company of Music
Hana Blažíková, Sopran
Terry Wey, Altus
Thomas Walker, Tenor
Georg Nigl, Bass
Luca Pianca, Laute, Leitung


Johann Sebastian Bach: Es ist das Heil uns kommen her BWV 9 (1732-1735 ca.)
Nimm von uns, Herr, du treuer Gott BWV 101 (1724)
Ärgre dich, o Seele, nicht BWV 186 (1723)

Der Zyklus «Bach-Kantaten» im Wiener Konzerthaus ist in dieser Saison bereits in die zehnte Runde gegangen. Seit dem ersten Konzert im November 2008 mit dabei sind das Ensemble Claudiana unter der Leitung des Lautenisten Luca Pianca sowie der Bass Georg Nigl. Bereits zum dritten Mal gesellt sich nun das Vokalensemble Company of Music hinzu, das seit 2014 im Wiener Konzerthaus einen eigenen Zyklus bestreitet und dabei schon wiederholt seine große Vielfalt bewiesen hat.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Scharoun Ensemble Berlin

Vier Perlen

Scharoun Ensemble Berlin

Antonín Dvořák: Bagatellen op. 47 für zwei Violinen, Violoncello und Harmonium (1878)
Streichquintett G-Dur op. 77 (1875)
Terzett C-Dur op. 74 für zwei Violinen und Viola (1887)
Suite A-Dur op. 98 (Bearbeitung für Kammerensemble: Andreas Tarkmann) (1894)

Das 1983 von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker gegründete Scharoun Ensemble Berlin ist international für seine innovative Programmgestaltung bekannt. Für seine Rückkehr ins Wiener Konzerthaus hat es vier Perlen aus Antonín Dvořáks Schaffen ausgewählt. Diese genießen in der jeweiligen Gattung aufgrund ihrer erfinderischen Besetzung eine Sonderstellung und sind genau deshalb perfekt geeignet für eine in wechselnder Besetzung spielende Kammermusikformation. Ein abwechslungsreicher Abend, der Dvořáks Ideenreichtum huldigt.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Mariza

Fado Bailado

Mariza, Gesang
José Manuel Neto, Portugiesische Gitarre
Pedro Jóia, Gitarre
Yami, Bassgitarre
Vicky Marques, Schlagzeug, Percussion


Längere Zeit galt der Fado in Portugal als verstaubt. Mariza hat die dicke Staubschicht, die sich auf Portugals melancholischer Volksmusik abgelagert hatte, mit ihrer sanft schmelzenden Stimme weggehaucht. Von Anfang an hat sie, wie sie meint, einfach nur Musik gemacht, daher sah sie auch kein Problem darin, Elemente aus Gospel, Jazz, Pop, Bossa Nova oder Flamenco zu integrieren. Bereits als Fünfjährige gab die in Mosambik geborene und in Portugal aufgewachsene Mariza im Lokal ihres Vaters in Lissabon erste Auftritte. Nach Konzerten zu Ehren der legendären Fado-Königin Amália Rodriguez im Jahr 2000 wurde sie zur besten Fado-Stimme des Jahres gekürt. Mittlerweile tritt sie längst auf den großen Bühnen der Welt wie der Carnegie Hall in New York oder der Royal Albert Hall in London auf. Beheimatet ist Marizas Gesang trotz aller Erneuerungen wie der ursprüngliche Fado tief in der menschlichen Seele.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Brad Mehldau Trio

Brad Mehldau Trio
Brad Mehldau, Klavier
Larry Grenadier, Kontrabass
Jeff Ballard, Schlagzeug


Trotz zahlreicher Solo- und Nebenprojekte, die in Fusion, Klassik und Pop hineinreichen, ist sein langjähriges Trio mit Larry Grenadier und Jeff Ballard immer noch das künstlerische Zentrum von Brad Mehldau. Wie kein anderer schafft er es, im Trioformat komplexe Musik sinnlich klingen zu lassen. Im Vorjahr brachte Mehldau mit «Blues and Ballads» sein elftes Trioalbum heraus. Das Brad Mehldau Trio versteht es, die Stille als konstitutives Element zu nutzen. Es zählt nicht umsonst zu den besten und gefragtesten Jazztrios unserer Zeit. Die Pausen im narrativen Fluss sind beinah wichtiger als die gesetzten Noten. Besonders innig passiert dies bei Popsongs: Paul McCartneys «My Valentine» etwa oder «River Man» von Nick Drake. «Ich mag ihn, weil er aus dem Nichts kommt und Stücke in eine neue Dimension führen kann», sagte Saxophonlegende Wayne Shorter einst über Brad Mehldau. Das gilt immer noch.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Kinderprogramm

Mini-Blauli

Kinder und PädagogInnen des Kindergartens Wilhelm-Kreß-Platz 33
Katharina Cerny, Violine
Lorenzo Gangi, Percussion
Wiltrud Hüttler-Grassl, Violine
Sue Milischowsky, Klavier
Elisabeth Schmetterer, Violine
Monika Jeschko, Moderation


Mit den fröhlichen Stimmen der Kinder unternimmt der Schmetterling Blauli eine musikalische Reise: Lieder aus aller Welt werden mit den Musikerinnen und Musikern im Kindergarten gelernt und im Anschluss gemeinsam im Wiener Konzerthaus aufgeführt.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Klavierabend Elisabeth Leonskaja

Beethoven: Die drei letzten Sonaten

Elisabeth Leonskaja, Klavier

Ludwig van Beethoven:
Sonate E-Dur op. 109 (1820)
Sonate As-Dur op. 110 (1821)
Sonate c-moll op. 111 (1821-1822)
Beethoven: Die drei letzten Sonaten

Dass Elisabeth Leonskaja 1978 nach ihrem Weggang aus der Sowjetunion Wien als ihre zweite Heimstätte auserkoren hatte, ist für die Klavierbegeisterten hier eine glückliche Fügung des Schicksals. Auf die Frage, warum es die in Tiflis geborene Musikerin ausgerechnet in die Donaumetropole verschlagen hatte, antwortete sie in einem Interview: «Als ich nach Wien kam, war ich geblendet vom Musik- und Kulturleben dieser Stadt. Als Musikerin wüsste ich gar nicht, wohin ich sonst soll – ist es doch eine deutschsprachige Stadt, wo fast alle Komponisten gelebt haben …» Auch der Bonner Beethoven verbrachte bekannterweise einen Gutteil seines Lebens hier, und so kann man sprichwörtlich einen Blick in die «Studierstube» werfen: Nicht allzu weit vom Wiener Konzerthaus entfernt in Wien-Landstraße liegt etwa eine der Wohnungen, die Beethoven 1821/22 während der Entstehungszeit seiner letzten Klaviersonate bezog. Diese Sonate, wie auch die Sonaten opp. 109 und 110, interpretiert die Pianistin am 23. Mai. Wie bereits bei ihrer zyklischen Gesamtaufführung der Schubert-Sonaten nähert sich Elisabeth Leonskaja kanonischen Kompositionen gerne «im Ganzen», und so widmet sie dem von Beethoven ursprünglich als Trias geplanten Werkkomplex einen eigenen Abend.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Red Baraat

Neuer Sound

Red Baraat
Sunny Jain, Gesang, Dhol
Sonny Singh, Trompete, Gesang
Jonathon Haffner, Sopransaxophon
Kenneth Bentley, Sousaphon
Jonathan Goldberger, Gitarre
Chris Eddleton, Schlagzeug


Stellen Sie sich die Musik einer indischen Hochzeit, einer wuchtigen Brass-Band, coolen New Orleans Jazz und Sounds aus New Yorker Clubs gleichzeitig vor. Das können Sie nicht? Dann hören Sie sich einfach an, was herauskommt, wenn die energiegeladene und mitreißende Formation Red Baraat spielt. Wie schon Fanfare Ciocărlia, La Brass Banda oder Federspiel vereinen sie traditionelle Klänge mit zeitgenössischen Stilelementen. Zum Bhangra-Rhythmus aus dem Punjab, gespielt auf einer traditionellen Dhol-Trommel, gesellen sich Klänge von Funk, Latin und Jazz. Dabei entsteht ein ganz neuer Sound, der in New York binnen kürzester Zeit zum Renner auf allen Festivals wurde. Die Musiker aus Brooklyn begeistern mittlerweile weltweit mit ihren unschlagbaren Live-Auftritten.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Orchestra of the Age of Enlightenment / Paterson

Wiene: Der Rosenkavalier

Orchestra of the Age of Enlightenment
Geoffrey Paterson, Dirigent


Film «Der Rosenkavalier» (Regie: Robert Wiene, A 1925)
Richard Strauss: Musik zu «Der Rosenkavalier» (Regie: Robert Wiene, Ö 1925) (Fassung für Salonorchester) (1909-1910/1925)

Im Rahmen der Reihe «Film + Musik live» präsentiert das Orchestra of the Age of Enlightenment mit dem britischen Dirigenten Thomas Kemp Robert Wienes Filmadaption des «Rosenkavalier» – selbstverständlich mit der Musik von Strauss, und zwar in einer Fassung für kleines Kinoorchester. Der große Filmerfolg baut freilich auf jenem der Oper auf. Diese zählt seit ihrer Uraufführung 1911 zu den beliebtesten des 20. Jahrhunderts und ist durchaus von wienerischem Flair: Der berühmte «Rosenkavalier-Walzer» geht auf Josef Strauß’ «Dynamiden-Walzer» zurück, und auch die Handlung ist in Wien angesiedelt. Bühne frei und Film ab für «eine wienerische Maskerad’»!

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Hagen Quartett

Konstante

Hagen Quartett
Lukas Hagen, Violine
Rainer Schmidt, Violine
Veronika Hagen, Viola
Clemens Hagen, Violoncello


Ludwig van Beethoven: Streichquartett A-Dur op. 18/5 (1799)
Anton Webern: Streichquartett in einem Satz (1905)
Claude Debussy: Streichquartett g-moll op. 10 (1893)

Das Hagen Quartett, bereits seit Jahrzehnten eine der zentralen Konstanten des kammermusikalischen Geschehens in Wien und weit darüber hinaus und seit 2012 Ehrenmitglied der Wiener Konzerthausgesellschaft, hat sich für sein letztes Zykluskonzert in dieser Saison ein Programm vorgenommen, das auf besonders stimmige Weise frühe Werke bedeutender Innovatoren kombiniert: Beethovens Streichquartett op. 18/5 von 1799 lässt in seiner starken Abhängigkeit vom Vorbild Mozart noch kaum erahnen, welch abenteuerliche Wege sein Urheber noch einschlagen würde. Ähnliches gilt für Weberns gut viertelstündiges Streichquartett aus dem Jahr 1905, das noch als Versuch einer Übertragung des formalen Prinzips der symphonischen Dichtungen von Liszt oder Strauss auf die Kammermusik gelten kann. Vor allem harmonisch erinnert es indes stark an die Musik Debussys, dessen einziges Streichquartett von 1893 eine wichtige Etappe auf dem Weg zu seiner charakteristischen eigenen Tonsprache darstellt.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Olga Peretyatko

Great Voices

Ural Philharmonic Orchestra
Olga Peretyatko, Sopran
Dmitry Liss, Dirigent


Mikhail Glinka: Ouverture zu «Ruslan und Ludmila» (1842)
Grustnye moj «Ich bin traurig, mein Vater» (Arie/Cavatine der Ludmila aus «Ruslan und Ludmila») (Libretto: Nestor Wassiljewitsch Kukolnik) (1842)
Modest Mussorgski: Morgendämmerung an der Moskwa (Chowanschtschina) (1872-1880)
Nikolai Rimski-Korsakow: Ging der Schlaf am Ufer hin (Sadko op. 5) (1867)
Ivan Sergeitsch, lasst uns in den Garten gehen! ... Schaut, was für ein blaues Glöckchen habe ich gepflückt! (Arie der Marfa aus «Die Zarenbraut») (1898)
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Fantasieouverture h-moll «Romeo und Julia» (1869)
Sergej Rachmaninoff: Vocalise op. 34/14 (14 Lieder) (1912/1915)
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Melodram und Tanz der Gaukler (Snegurochka «Schneeflöckchen» op. 12) (1873)
Sergej Rachmaninoff: Zdes' khorosho «Wie schön ist's hier!» op. 21/7 (1902)
Ne poj, krasavica «Singe nicht, schöne Geliebte» op. 4/4 (Sechs Lieder) (1892-1893)
Alexander Borodin: Polowetzer Tänze (Fürst Igor) (1869-1870/1874-1887)
Dmitri Schostakowitsch: Die Zauberuhr (Moskau, Tscherjomushki op. 105) (1958)

Es ist nicht nur ihrem viel beachteten Auftritt als Rossignol in Strawinskis gleichnamiger Oper zu verdanken, dass die junge Koloratursopranistin Olga Peretyatko immer wieder als «russische Nachtigall» bezeichnet wird, sondern auch der Mühelosigkeit, mit der die gebürtige St. Petersburgerin ihre Stimme in schwindelerregende Höhen aufsteigen lässt. Nachdem sie beim Rossini Festival Pesaro 2007 an der Seite von Juan Diego Flórez als Desdemona in Rossinis Otello aufgetreten war, wurde die Wahlberlinerin als aufgehender Stern am Opernhimmel gefeiert. 2013 gab sie an der Seite von Rolando Villazón in Mozarts Lucio Silla ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen. Mittlerweile gehört Olga Peretyatko bereits zu den Fixpunkten am Firmament. So erhielt die Belcanto-Sängerin 2016 beispielsweise den Echo Klassik für ihre solistische Rossini-Einspielung. Großen Erfolg feierte sie auch in Rimski-Korsakows Opernrarität Die Zarenbraut an der Mailänder Scala und an der Metropolitan Opera in New York. Das Programm unseres Zyklus’ bietet Olga Peretyatko die Gelegenheit, ihrer russischen Seele nicht nur mit einer Arie aus dieser Oper, sondern auch mit Arien und Liedern von Glinka, Mussorgski, Rachmaninoff, Tschaikowsky, Schostakowitsch und Strawinski Ausdruck zu verleihen.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Wiener Klaviertrio / Gilmore

Vom Trio zum Quartett

Wiener Klaviertrio
David McCarroll, Violine
Matthias Gredler, Violoncello
Stefan Mendl, Klavier
Benjamin Marquise Gilmore, Viola


Ludwig van Beethoven: Klaviertrio c-moll op. 1/3 (1793)
Frank Zabel: Klaviertrio Nr. 2 «inner voices, traces» (EA)
Robert Schumann: Klavierquartett Es-Dur op. 47 (1842)

Zum Ausklang seines diesjährigen Zyklus erweitert sich das Wiener Klaviertrio zum Quartett: Mit dem u. a. in Wien ausgebildeten englischen Geiger und Bratschisten Benjamin Marquise Gilmore bringt das Ensemble das einzige Klavierquartett von Schumann zur Aufführung, das letzte größere Werk aus dem Jahr 1842, in dem der Pianist und Komponist nach den frühen Klavierwerken und dem «Liederjahr» 1840 geradezu systematisch die verschiedenen Gattungen der Kammermusik erforschte.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Kinderprogramm

Triolino "fainkling"

Empfohlen für Kinder von 3 bis 6 Jahren

Fainschmitz
Jannis Klenke, Gitarre
Martin Burk, Kontrabass
Matthias Vieider, Saxophon, Klarinette, Megaphon
Alexander Kranabetter, Trompete
Sarah Jeanne Babits, Schauspiel, Konzept, Inszenierung
Berenike Heidecker, Musikvermittlung
Christoph Holzeis, Kunstvermittlung
Werner Moebius, Kunstvermittlung
Raimund Pleschberger, Kunstvermittlung


Mit swingenden Liedern machen es sich die fein klingenden Fainschmitzer bei Triolino gemütlich.

Werke von Django Reinhardt, Paolo Conte u. a.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Budapest Festival Orchestra / Landshamer / Kulman / Ivan Fischer

"Mahler: Symphonie Nr. 2"

Budapest Festival Orchestra
Wiener Singakademie, Chor
Christina Landshamer, Sopran
Elisabeth Kulman, Mezzosopran
Iván Fischer, Dirigent


Gustav Mahler: Symphonie Nr. 2 c-moll für Sopran, Alt, Chor und Orchester «Auferstehungs-Symphonie» (1888-1894)

Mahlers Wunderhorn

Dass seine Symphonik, ungeachtet der Dimensionen, der Komplexität und – ja! – auch der Gebrochenheit dieser Musik, im schlichten (Volks-)Lied wurzle, ist ein Gemeinplatz der Mahler-Exegese, und wie klischeehaft diese Auffassung auch sein mag, als so triftig erweist sie sich doch, wenn wir einen Blick auf die Entstehungsgeschichten vor allem der ersten vier Symphonien werfen: Bereits der symphonische Erstling, der Anfang 1888 Mahlers unverwechselbaren Ton «mit einem Schlag» (der Komponist an seinen Freund Fritz Löhr) zum Schwingen bringt, zitiert an zentralen Stellen die «Lieder eines fahrenden Gesellen», deren Texte Mahler unter dem Eindruck der 1805 bis 1808 in drei Bänden erschienenen Volksliedanthologie «Des Knaben Wunderhorn» selbst gedichtet hatte. Und diese von Achim von Arnim und Clemens Brentano (mehr nach atmosphärischen denn nach philologischen Kriterien) zusammengetragene Sammlung wurde in weiterer Folge zur einzigen Textquelle sämtlicher Lieder, die Mahler bis 1901 komponieren sollte. «Wunderhorn»-Vertonungen fanden auch Eingang in die 1894 vollendete zweite und in die bereits zwei Jahre später abgeschlossene dritte Symphonie – sei es als direkte Integration von Liedern wie «Urlicht» und «Es sungen drei Engel» (formal jeweils als Pänultima), sei es als instrumentales Zitat wie im Fall der Scherzi beider Symphonien, die die Lieder «Des Antonius von Padua Fischpredigt» und «Ablösung im Sommer» aufgreifen. Das bereits Anfang 1892 entstandene Lied «Das himmlische Leben» wurde schließlich zur Grundlage der erst 1899/1900 komponierten vierten Symphonie: Das ganze Werk schrieb Mahler in Hinblick darauf, dieses längst existierende Lied zu einem Symphoniefinale zu machen, dessen sich über drei lange Sätze erstreckende Vorbereitung er gleichsam nachträglich fingierte.

Es ist somit ein dichtes intertextuelles und auch transmediales Verweisnetz, das die ersten vier Symphonien Mahlers zueinander in Beziehung setzt und in dessen imaginärem Zentrum «Des Knaben Wunderhorn» steht. Wenn nun die einzelnen Teile von Mahlers «Wunderhorn-Tetralogie» im Wiener Konzerthaus in chronologischer Abfolge (und in ungefährem Zweiwochenrhythmus) erklingen, ist es daher nur konsequent, wenn diese Serie zum Saisonabschluss in einer Aufführung ausgewählter «Wunderhorn»-Lieder, gesungen von der jungen Sopranistin Anna Lucia Richter, kulminiert.

Überhaupt lassen die Interpretinnen und Interpreten ein Mahler-Fest der besonderen Art erwarten: Das Königliche Concertgebouworchester Amsterdam, das in den internationalen Orchester-Rankings seit Jahren mit den Wiener und den Berliner Philharmonikern um Platz 1 rittert, kann auf eine lange Mahler-Tradition zurückblicken, die bis in die Ära des langjährigen Chefdirigenten Willem Mengelberg zurückreicht. Mengelberg, der mit Mahler persönlich befreundet war, setzte sich, etwa mit dem legendären Amsterdamer Mahler-Fest des Jahres 1920, für dessen Symphonien schon zu Zeiten ein, als sie noch keineswegs zum Kernbestand kanonisierter Meisterwerke zählten, und noch im Herbst 1940 dirigierte er in den bereits besetzten Niederlanden eine Aufführung der Ersten. Dasselbe Werk erklingt nun – nach einem Klavierkonzert von Prokofjew mit Porträtkünstler Daniil Trifonov als hochkarätigem Solisten – unter der Leitung von Daniele Gatti, der – nach Eduard van Beinum, Bernard Haitink, Riccardo Chailly und Mariss Jansons, die allesamt bedeutende Mahler-Dirigenten waren und sind – Mengelbergs Position aktuell innehat. Mahler selbst brachte seine Erste im Herbst 1889 in Budapest zur Uraufführung, wo er seit einem Jahr als Musikdirektor des Königlichen Opernhauses amtierte. Die Aufführung stieß damals auf äußerst geteilte Meinungen, heute freilich ist seine Musik auch in der Stadt der allerersten Aufführung einer Mahler’schen Symphonie längst angekommen. Überzeugen können wir uns davon in der Aufführung der Zweiten, jenes Werkes übrigens, mit dem Iván Fischer und das von ihm gegründete Budapest Festival Orchestra 1992 ihren Einstand im Wiener Konzerthaus gefeiert haben. Mit Christina Landshamer und Elisabeth Kulman erwarten wir zwei herausragende Solistinnen.

Gleiches gilt für die britische Mezzosopranistin Alice Coote, die das «Nachtwandler-Lied» aus Friedrich Nietzsches «Also sprach Zarathustra» singen wird, den vierten Satz der Dritten und Mahlers einziges «Lied» aus dieser Zeit, das nicht dem «Wunderhorn» entstammt. Mit der Dritten verabschiedet sich Cornelius Meister im Wiener Konzerthaus als Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, mit dem er hier nicht nur mehrere Werke Mahlers, sondern auch viele zeitgenössische Kompositionen aufgeführt hat. Als exemplarisch für sein Wirken kann daher die Kombination von Mahler mit der Uraufführung eines neuen Stücks von Konzerthaus-Ehrenmitglied Beat Furrer gelten.

Teodor Currentzis schließlich mag als charismatischer Tausendsassa unter den Dirigenten der Gegenwart den jungen Leonard Bernstein und damit einen weiteren großen Mahler-Interpreten der Vergangenheit in Erinnerung rufen. Dass er und sein Orchester MusicAeterna dazu berufen sind, die Überzeichnungen und Brüche, das Verstörende, ja Bestürzende der Musik Mahlers in all ihrer Drastik erlebbar zu machen, haben sie bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Diese Aspekte Mahlers aber davor zu bewahren, in Vergessenheit zu geraten, ist gerade heute, da er endlich kanonisiert ist, das Gebot der Stunde.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Eos-Quartett

Eos-Quartett
Willy Büchler, Violine
Christian Blasl, Violine
Roman Bernhart, Viola
Andreas Pokorny, Violoncello


Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett C-Dur K 465 «Dissonanzen-Quartett» (1785)
Ludwig van Beethoven: Streichquartett f-moll op. 95 (1810)
Franz Schubert: Streichquartett a-moll D 804 «Rosamunde» (1824)

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Philharmonic Five

Popstars der Klassik

Philharmonic Five
Tibor Kováč, Violine
Ekaterina Frolova, Violine
Gerhard Marschner, Viola
Peter Somodari, Violoncello
Christopher Hinterhuber, Klavier


Erich Wolfgang Korngold: Klavierquintett E-Dur op. 15 (1921-1922)

Vier Mitglieder der Wiener Philharmoniker bilden zusammen mit einem der fulminantesten Klaviervirtuosen unserer Tage die Philharmonic Five – ein Quintett der Superlative, das man getrost als neuen Vorreiter in der klassischen Wiener Musiklandschaft bezeichnen darf. Mit einem Jugendwerk des Wunderkindes Erich Wolfgang Korngold nähern sie sich der Frage, was Vivaldi, Falco, Mozart, Paganini und Liszt gemeinsam haben: Sie alle versetzten das Publikum als «Pop-Ikonen» ihrer jeweiligen Zeit in euphorische Verzückung.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Wiener Symphoniker / Gautier Capuçon / Jordan

Eine recht lustige Vorführung

Wiener Symphoniker
Gautier Capuçon, Violoncello
Philippe Jordan, Dirigent


Richard Strauss: Don Quixote. Fantastische Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters op. 35 (1897)
Herbert Müller, Viola
Ein Heldenleben. Tondichtung für großes Orchester op. 40 (1898)

Mit Tondichtungen wie «Don Quixote» und «Ein Heldenleben» etablierte sich der junge Richard Strauss als einer der brillantesten Vertreter der musikalischen Moderne Deutschlands. Die beiden beinahe zeitgleich komponierten Werke sind als direkte Pendants zu verstehen. Und als solche erklingen sie in den Konzerten der Wiener Symphoniker auch nicht zufällig gemeinsam. Den unterschiedlichen fantastischen Abenteuern von «Don Quixote» entsprechend, wählte Strauss einen großen, effektvollen Orchesterapparat und vermischte Orchestervariationen mit Elementen der symphonischen Dichtung und des Instrumentalkonzerts. Über eine von ihm dirigierte Aufführung des «Don Quixote» in Frankfurt notierte Strauss zufrieden: «Er ist sehr originell, durchaus neu in den Farben und eine recht lustige Vorführung.» Im Wiener Konzerthaus schlüpft mit dem Franzosen Gautier Capuçon einer der führenden Cello-Virtuosen unserer Zeit in die musikalische «Rolle» des Don Quixotes. Das Thema von Quixotes treuem Begleiter Sancho Pansa ist vorwiegend der Viola – interpretiert vom Wiener Bratschisten Herbert Müller – vorbehalten. «Ein Heldenleben» bildete den vorläufigen krönenden Abschluss von Strauss’ Auseinandersetzung mit der Gattung. Bezüglich seiner historischen Bedeutung verglich sich der Münchner Komponist gern mit Napoleon oder Caesar. «Ein Heldenleben» ist eine monumentale Selbstdarstellung – natürlich mit den dementsprechend hohen musikalischen Anforderungen. «Die anderen komponieren, ich mach’ Musikgeschichte!»

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Quatuor Mosaïques / Sabine Meyer

Quatuor Mosaïques
Erich Höbarth, Violine
Andrea Bischof, Violine
Anita Mitterer, Viola
Christophe Coin, Violoncello
Sabine Meyer, Klarinette


Joseph Haydn: Streichquartett G-Dur Hob. III/66 (1790)
Streichquartett C-Dur Hob. III/77 «Kaiserquartett» (1797)
Johannes Brahms: Klarinettenquintett h-moll op. 115 (1891)

Dass der kulturelle Austausch zwischen Österreich und Ungarn auch schon vor dem Ausgleich von 1867 bestens funktionierte, belegt das Konzert des Quatuor Mosaïques: Neben Haydns «Kaiserquartett» erklingt das vierte Quartett aus dessen Opus 64, das dem ungarischen Geiger Johann Tost gewidmet ist. Für Brahms’ Klarinettenquintett, das Anklänge an ungarische Volksmusik aufweist, bittet das Ensemble die achtfache ECHO-Preisträgerin Sabine Meyer auf die Bühne.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

PHACE | Luft

PHACE
Agata Zubel, Stimme
Michael Wendeberg, Dirigent


Helmut Lachenmann: temA (1968)
Francesca Verunelli: Cinemaolio (2014)
Thomas Wally: Caprice (VIII) pa[ren]thétique für kleines Ensemble (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE, mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus
Agata Zubel: NOT I (2010)

Die Stimme, das Atmen und die Luft: Helmut Lachenmann ist mit seiner präzise ausdifferenzierten Klangwelt zur prägenden Gestalt für Generationen von Musikschaffenden geworden. Seine Musik und seine theoretischen Schriften haben unser Hören und Denken über Musik verändert. In «temA» thematisiert er das Atmen als energetischen Vorgang und schafft einen die menschliche Stimme umkreisenden Klangkosmos vollkommener Schönheit. Das Brechen der Stille hat die Komponistin und Sängerin Agata Zubel an «Not I» besonders fasziniert. Im gleichnamigen Monolog von Samuel Beckett beginnt eine traumatisierte Frau, zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder zu sprechen. Agata Zubel entwickelt aus diesem Text eine fesselnde Tour de Force durch verschiedenste Formen der Stimmkunst, vom Sprechen über vokale Geräusch-Performance bis hin zum virtuos-emphatischen Gesang.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Tigran Hamasyan

An Ancient Observer

Tigran Hamasyan, Klavier

«An Ancient Observer»

Nach Pianisten von der Statur eines Tigran Hamasyan gierte der Jazz immer schon. Der aus dem ländlichen Armenien stammende Musiker verinnerlichte die reichhaltige Folklore seiner Heimat schon früh. Neben dem Studium von armenischem, indischem und skandinavischem Folk beschäftigte sich Hamasyan auch lange mit der Klassik. Seine wilden Improvisationen begleitet er mit Silbengesang. Obwohl längst in den USA ansässig, besucht er regelmäßig seine alte Heimat. Aus ihr schöpft er, wenn er improvisiert. Daraus resultieren Hamasyans originelle Melodien und seine interessanten Harmonien, die dem zeitgenössischen Jazz einen neuen Drall geben. Der Dreißigjährige zählt heute zu den begehrtesten Jazz-Acts des Planeten. Selbst eine Ikone wie Herbie Hancock meinte einmal zu ihm: «Tigran, you are my teacher now.»

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Klavierabend Sir András Schiff

Sir András Schiff, Klavier

Felix Mendelssohn Bartholdy: Fantasia fis-moll op. 28 «Sonate écossaise» (1833)
Ludwig van Beethoven: Sonate Fis-Dur op. 78 (1809)
Johannes Brahms: Acht Klavierstücke op. 76 (1878)
Sieben Fantasien op. 116 (1892)
Johann Sebastian Bach: Englische Suite Nr. 6 d-moll BWV 811 (1720 um)

Endlich ist Sir András Schiff wieder im Wiener Konzerthaus zu erleben! Nach dem Zyklus mit Beethoven-Sonaten im Jahr 2014 und einem Porträt in der letzten Saison gestaltet der außergewöhnliche Pianist wieder einen Soloabend und beweist damit auch seinen wunderbaren Einfallsreichtum bei der Gestaltung von Konzertprogrammen. Im Mittelpunkt des Abends stehen Werke von Brahms, umrahmt von solchen seiner Vorbilder Mendelssohn Bartholdy, Beethoven und Bach. Die schöpferische Freiheit des Komponisten, mal virtuos, mal lyrisch, liegt den Werken dieses Abends, darunter zwei mit dem Titel «Fantasie», wie ein Motto zugrunde.

Veranstalter: Wiener Konzerthausgesellschaft
Ereignisse / Oper Volksoper Wien Wien, Währingerstraße 78
Ereignisse / Festival Wiener Festwochen Wien, Lehárgasse 11/1/6
Ereignisse / Konzert classic.Esterhazy Eisenstadt Eisenstadt, Esterházyplatz 5
Ereignisse / Festival Wiener Kabarett Festival Wien, Lichtenfelsgasse 2
Ereignisse / Führung Wienführung DDr. Anna Ehrlich Wien, Reisnerstrasse 59/9
Ereignisse / Konzert Universität für Musik & darst. Kunst Wien Wien, Anton-von-Webern-Platz 1
Ereignisse / Aufführung Brut Wien Wien, Karlsplatz 5
Ereignisse / Jazz Jazz Fest Wien Wien, Lammgasse 12/8
Ereignisse / Festival Internationales Kulturfestival Esperantella Wien, Künstlergasse 11
Ereignisse / Kulturveranstaltung ImPulsTanz Wien, Museumstr. 5/21
Vienna International Dance Festival
Ereignisse / Vortrag Printed Matter: Art vs. Fashion. Fotografie an der Schnittstelle von Mode und Kunst, Magazinen und Museen. Wien, Absberggasse 27
Ereignisse / Symposium Initiative-Schwendermarkt Wien, Schwendermarkt 1