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Wiener Konzerthaus

Konzerte der Wiener Konzerthausgesellschaft

Das Wiener Konzerthaus zählt zu den bedeutendsten Institutionen des internationalen Musiklebens. Gemeinsam mit Staatsoper und Musikverein bildet es jene prominente Trias, die den weltweiten Ruf Wiens als führende Musikmetropole begründet, und ist dank seiner wohl einmaligen Verbindung von Traditionsbewusstsein und Innovationsfreude längst unentbehrlich für das lebendige kulturelle Klima Wiens.

Kontakt

Wiener Konzerthaus
Lothringerstraße 20
A-1030 Wien

Telefon: +43 1 242002
Fax: +43 1 24200-110
E-Mail: ticket@konzerthaus.at

 

Infotelefon: +43 1 24200-100
Konzert

Wiener Symphoniker / Gimeno

"Im Klang"

Wiener Symphoniker
Teresa Vogl, Moderation
Gustavo Gimeno, Dirigent


Igor Strawinski: L'oiseau de feu. Symphonische Suite (Fassung von 1945) (1911/1945)

Bei diesem innovativen Konzertformat sitzen die Orchestermitglieder weit verteilt im Parterre des Großen Saals, ein Teil der Zuhörerinnen und Zuhörer nimmt zwischen ihnen Platz und befindet sich so mitten «Im Klang». Das Publikum erhält die Gelegenheit, die Orchestermitglieder hautnah bei ihrer Arbeit zu erleben und Strawinskis «Feuervogel», eines der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts, in dem der Komponist den aufgeregt flatternden Vogel aus einem russischen Märchen eindrucksvoll musikalisch charakterisiert, einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben. Teresa Vogl, Ö1-Moderatorin und -Redakteurin, wird die Veranstaltung moderieren.

Veranstalter & Verantwortlicher: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

MusicAeterna / Currentzis

"Mahler: Symphonie Nr. 4"

MusicAeterna
Anna Lucia Richter, Sopran
Teodor Currentzis, Dirigent


Gustav Mahler: Des Knaben Wunderhorn (Auswahl)
Symphonie Nr. 4 G-Dur für großes Orchester und Sopran-Solo (1899-1901)

Mahlers Wunderhorn
Dass seine Symphonik, ungeachtet der Dimensionen, der Komplexität und – ja! – auch der Gebrochenheit dieser Musik, im schlichten (Volks-)Lied wurzle, ist ein Gemeinplatz der Mahler-Exegese, und wie klischeehaft diese Auffassung auch sein mag, als so triftig erweist sie sich doch, wenn wir einen Blick auf die Entstehungsgeschichten vor allem der ersten vier Symphonien werfen: Bereits der symphonische Erstling, der Anfang 1888 Mahlers unverwechselbaren Ton «mit einem Schlag» (der Komponist an seinen Freund Fritz Löhr) zum Schwingen bringt, zitiert an zentralen Stellen die «Lieder eines fahrenden Gesellen», deren Texte Mahler unter dem Eindruck der 1805 bis 1808 in drei Bänden erschienenen Volksliedanthologie «Des Knaben Wunderhorn» selbst gedichtet hatte. Und diese von Achim von Arnim und Clemens Brentano (mehr nach atmosphärischen denn nach philologischen Kriterien) zusammengetragene Sammlung wurde in weiterer Folge zur einzigen Textquelle sämtlicher Lieder, die Mahler bis 1901 komponieren sollte. «Wunderhorn»-Vertonungen fanden auch Eingang in die 1894 vollendete zweite und in die bereits zwei Jahre später abgeschlossene dritte Symphonie – sei es als direkte Integration von Liedern wie «Urlicht» und «Es sungen drei Engel» (formal jeweils als Pänultima), sei es als instrumentales Zitat wie im Fall der Scherzi beider Symphonien, die die Lieder «Des Antonius von Padua Fischpredigt» und «Ablösung im Sommer» aufgreifen. Das bereits Anfang 1892 entstandene Lied «Das himmlische Leben» wurde schließlich zur Grundlage der erst 1899/1900 komponierten vierten Symphonie: Das ganze Werk schrieb Mahler in Hinblick darauf, dieses längst existierende Lied zu einem Symphoniefinale zu machen, dessen sich über drei lange Sätze erstreckende Vorbereitung er gleichsam nachträglich fingierte.

Es ist somit ein dichtes intertextuelles und auch transmediales Verweisnetz, das die ersten vier Symphonien Mahlers zueinander in Beziehung setzt und in dessen imaginärem Zentrum «Des Knaben Wunderhorn» steht. Wenn nun die einzelnen Teile von Mahlers «Wunderhorn-Tetralogie» im Wiener Konzerthaus in chronologischer Abfolge (und in ungefährem Zweiwochenrhythmus) erklingen, ist es daher nur konsequent, wenn diese Serie zum Saisonabschluss in einer Aufführung ausgewählter «Wunderhorn»-Lieder, gesungen von der jungen Sopranistin Anna Lucia Richter, kulminiert.

Überhaupt lassen die Interpretinnen und Interpreten ein Mahler-Fest der besonderen Art erwarten: Das Königliche Concertgebouworchester Amsterdam, das in den internationalen Orchester-Rankings seit Jahren mit den Wiener und den Berliner Philharmonikern um Platz 1 rittert, kann auf eine lange Mahler-Tradition zurückblicken, die bis in die Ära des langjährigen Chefdirigenten Willem Mengelberg zurückreicht. Mengelberg, der mit Mahler persönlich befreundet war, setzte sich, etwa mit dem legendären Amsterdamer Mahler-Fest des Jahres 1920, für dessen Symphonien schon zu Zeiten ein, als sie noch keineswegs zum Kernbestand kanonisierter Meisterwerke zählten, und noch im Herbst 1940 dirigierte er in den bereits besetzten Niederlanden eine Aufführung der Ersten. Dasselbe Werk erklingt nun – nach einem Klavierkonzert von Prokofjew mit Porträtkünstler Daniil Trifonov als hochkarätigem Solisten – unter der Leitung von Daniele Gatti, der – nach Eduard van Beinum, Bernard Haitink, Riccardo Chailly und Mariss Jansons, die allesamt bedeutende Mahler-Dirigenten waren und sind – Mengelbergs Position aktuell innehat. Mahler selbst brachte seine Erste im Herbst 1889 in Budapest zur Uraufführung, wo er seit einem Jahr als Musikdirektor des Königlichen Opernhauses amtierte. Die Aufführung stieß damals auf äußerst geteilte Meinungen, heute freilich ist seine Musik auch in der Stadt der allerersten Aufführung einer Mahler’schen Symphonie längst angekommen. Überzeugen können wir uns davon in der Aufführung der Zweiten, jenes Werkes übrigens, mit dem Iván Fischer und das von ihm gegründete Budapest Festival Orchestra 1992 ihren Einstand im Wiener Konzerthaus gefeiert haben. Mit Christina Landshamer und Elisabeth Kulman erwarten wir zwei herausragende Solistinnen.

Gleiches gilt für die britische Mezzosopranistin Alice Coote, die das «Nachtwandler-Lied» aus Friedrich Nietzsches «Also sprach Zarathustra» singen wird, den vierten Satz der Dritten und Mahlers einziges «Lied» aus dieser Zeit, das nicht dem «Wunderhorn» entstammt. Mit der Dritten verabschiedet sich Cornelius Meister im Wiener Konzerthaus als Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, mit dem er hier nicht nur mehrere Werke Mahlers, sondern auch viele zeitgenössische Kompositionen aufgeführt hat. Als exemplarisch für sein Wirken kann daher die Kombination von Mahler mit der Uraufführung eines neuen Stücks von Konzerthaus-Ehrenmitglied Beat Furrer gelten.

Teodor Currentzis schließlich mag als charismatischer Tausendsassa unter den Dirigenten der Gegenwart den jungen Leonard Bernstein und damit einen weiteren großen Mahler-Interpreten der Vergangenheit in Erinnerung rufen. Dass er und sein Orchester MusicAeterna dazu berufen sind, die Überzeichnungen und Brüche, das Verstörende, ja Bestürzende der Musik Mahlers in all ihrer Drastik erlebbar zu machen, haben sie bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Diese Aspekte Mahlers aber davor zu bewahren, in Vergessenheit zu geraten, ist gerade heute, da er endlich kanonisiert ist, das Gebot der Stunde.

Veranstalter & Verantwortlicher: Wiener Konzerthausgesellschaft
Konzert

Saisoneröffnung: The Percussive Planet Ensemble / Grubinger

"The Bernstein Experience"

The Percussive Planet Ensemble
Martin Grubinger, Percussion
Martin Grubinger sen., Percussion
Rainer Furthner, Percussion
Alexander Georgiev, Percussion
Slavik Stakhov, Percussion
Sebastian Lanser, Drums
Luis Ribeiro, Percussion
Rhani Krija, Percussion
Alexander Jung, E-Gitarre
Heiko Jung, E-Bass
Per Rundberg, Klavier
Jan Eschke, Keyboard
Aneel Soomary, Trompete
Andreas Pranzl, Trompete
Philipp Fellner, Posaune
Alexander von Hagke, Saxophon


Zur Eröffnung der Bernstein-Trilogie bietet Martin Grubinger ein Bernstein-Erlebnis, das das Wiener Konzerthaus zum Beben bringen wird. Niemand versteht es so effektvoll und virtuos, die Vielfalt der Schlaginstrumente ins Rampenlicht zu rücken wie der aus Salzburg stammende Musiker. Wenn Grubinger nun mit seinem aus Künstlern aus vielen Teilen der Welt zusammengesetzten und souverän zwischen den Kulturen agierenden Percussive Planet Ensemble auf Bernstein trifft, ist dies mehr als nur ein Konzert, berührt sich Grubingers Denken doch eng mit dessen Verständnis von Musik als zutiefst menschliche Möglichkeit der Kommunikation.

Veranstalter & Verantwortlicher: Wiener Konzerthausgesellschaft
Liederabend

Jonas Kaufmann, Tenor

"Das bin ich selbst."

Jonas Kaufmann, Tenor
Helmut Deutsch, Klavier


Franz Liszt: Ausgewählte Lieder nach Texten von Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine und anderen
Gustav Mahler: Fünf Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert (1901-1902)
sowie ausgewählte Lieder von Hugo Wolf und Richard Strauss

Bei ihrem aktuellen Liederabend widmen sich Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch Werken der österreichischen und deutschen Romantik und der frühen Moderne. Aus dem umfangreichen und pianistisch anspruchsvollen Liedschaffen von Franz Liszt gelangen dabei vor allem Vertonungen von Gedichten von Johann Wolfgang von Goethe und Heinrich Heine zur Aufführung: große Literatur in Töne gesetzt von einem großen Individualisten, der im überaus genauen Nachspüren der Texte einen regelmäßigen Strophenbau musikalisch stets aufzubrechen und vielgliedrig neu zu formen wusste. Gustav Mahlers Textauswahl für die im Umfeld seiner Symphonie Nr. 5 komponierten Fünf Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert erfolgte aus einem zutiefst persönlichen Blickwinkel. So scheint das innige «Liebst du um Schönheit» an seine junge Frau Alma gerichtet. Und über das elegische «Ich bin der Welt abhanden gekommen» soll der Komponist gesagt haben: «Das bin ich selbst.» Kostbarkeiten aus dem farbenreichen und fein ziselierten Œuvre von Hugo Wolf und Richard Strauss runden den Abend ab.

Veranstalter & Verantwortlicher: Wiener Konzerthausgesellschaft
Ereignisse / Oper Volksoper Wien Wien, Währingerstraße 78
Ereignisse / Festival ImpulsTanz Wien Wien, Museumstraße 5/21
Ereignisse / Konzert classic.Esterhazy Eisenstadt Eisenstadt, Esterházyplatz 5
Ereignisse / Festival Wiener Kabarett Festival Wien, Lichtenfelsgasse 2
Ereignisse / Konzert Universität für Musik & darst. Kunst Wien Wien, Anton-von-Webern-Platz 1
Ereignisse / Aufführung Brut Wien Wien, Karlsplatz 5
Ereignisse / Jazz Jazz Fest Wien Wien, Lammgasse 12/8
Ereignisse / Festival Internationales Kulturfestival Esperantella Wien, Künstlergasse 11
Ereignisse / Kulturveranstaltung ImPulsTanz Wien, Museumstr. 5/21
Vienna International Dance Festival
Ereignisse / Vortrag Printed Matter: Art vs. Fashion. Fotografie an der Schnittstelle von Mode und Kunst, Magazinen und Museen. Wien, Absberggasse 27
Ereignisse / Symposium Initiative-Schwendermarkt Wien, Schwendermarkt 1