Aufführungen OsterKlang-Festival

14. OsterKlang-Festival

Sa, 27.3.2010 - So, 4.4.2010

Das 14. OsterKlang-Festival spannt in der Zeit von 27. März bis 4. April 2010 seinen
musikalischen Bogen über eine Vielzahl von außergewöhnlichen Projekten – von der Alten Musik, zeitgenössischem Tanz, Lyrik von Thomas Bernhard bis zur Moderne. An vier Spielorten präsentieren international renommierte KünstlerInnen und Ensembles ein auserlesenes Programm, welches sowohl Bezug auf die Reflexion über das Leben und den Abschied nimmt, als auch den Anspruch auf höchste künstlerische Qualität erhebt. Im Zentrum des Festivalprogramms steht die neue Tanzproduktion 3Adieux von Anne Teresa De Keersmaeker und Jérôme Bel. Während der Osterwoche werden der Musikverein, die Minoritenkirche, Hofburgkapelle sowie das Theater an der Wien bespielt.

Psalmensymphonie

Wiener Philharmoniker
Pierre Boulez, Musikalische Leitung
Wiener Singverein (Ltg.Johannes Prinz)
Evelyn Herlitzius, Sopran
Jolanda Fogasová, Mezzosopran
Ladislav Elgr, Tenor
Dmitry Ivashchenko, Bass
Anton Holzapfel, Organist


Igor Strawinski:
Symphonie der Blasinstrumente
Psalmensymphonie
Léos Janácek:
Glagolitische Messe

Pierre Boulez und die Wiener Philharmoniker eröffnen das diesjährige OsterKlang-Festival im Wiener Musikverein mit Igor Strawinskis Symphonie der Blasinstrumente, seiner Psalmensymphonie sowie der zeitgleich entstandenen Glagolitischen Messe von Léoš Janácek. Gedichte des Jubels, aber auch des Zorns, des Gerichts und des Fluchs prägen die Psalmensymphonie; hierfür griff der Komponist auf alttestamentarische Psalmen zurück. Anders als Strawinski lehnte Janácek in seiner Glagolitischen Messe die lateinische Sprache wegen ihres abstrakten Charakters ab und setzte den altkirchenslawischen Text des mährischen Landespatrons Cyril in Musik. Janácek wollte in diesem Werk den „Glauben an das ewige Leben des Volkes“ ausdrücken. So ist seine Glagolitische Messe denn auch keine demütige Anbetung, sondern ein Lobgesang voller Lebensoptimismus.

Ort:

Musikverein, Großer Saal
Bösendorferstraße 12, A-1010 Wien

Termin:

Sa, 27.3.2010, 15:30

3Adieux

Ballett von Anne Teresa De Keersmaeker und Jérôme Bel
Musik von Gustav Mahler
transkribiert von Arnold Schoenberg

Premiere: Sonntag, 28.03.2010, 19:30 Uhr

Der Tanzabend 3Adieux ist eine Begegnung zweier eigenwilliger Ausnahmekünstler: der mathematischen und gleichzeitig expressiven Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker und des französischen Choreografen Jérôme Bel, Schöpfer von umstrittenen Performances wie The Show Must Go On. Durch regelmäßige Gespräche über ihre Arbeiten haben die beiden zueinander gefunden. Sie verbindet ihre unendliche Neugier nach dem, was ein menschlicher Körper auf der Bühne alles ausdrücken, abbilden und produzieren kann.

Ausgangspunkt für 3Adieux ist der letzte Teil von Gustav Mahlers Lied von der Erde, jenem sechsteiligen Zyklus, den er in den Schicksalsjahren 1907-09 auf Nachdichtungen altchinesischer Lyrik von Hans Bethge komponierte. Die komplexe und mysteriöse Partitur wehrt sich auf den ersten Blick hartnäckig gegen die oben genannte und von Anne Teresa De Keersmaeker sowie Jérôme Bel angestrebte Körperlichkeit. In 3Abschied erklingt aus Mahlers Werk nur der Schlussteil, der Abschied, in einer dreifachen Wiederholung. 3Abschied ist ein Werk über Stille, über Verschwiegenheit und über Verwunderung, die in die szenische Realität eines Körpers übersetzt werden.

„Gerade wegen der Gefahr, in eine Wiederholung zu geraten, wie auch der Titel bereits aussagt, werden wir unser Herzblut in dieses Stück legen. Wir werden versuchen, es zu verstehen und zu erfassen. Es wird sich uns nicht leicht erschließen, aber genauso wie Gustav Mahler, der sich nicht fürchtete, als er mit dem Tod konfrontiert wurde, werden auch wir uns nicht fürchten.“ (Anne Teresa De Keersmaeker und Jérôme Bel)

Eine Auftragsproduktion von Rosas
In Koproduktion mit dem Théâtre de la Monnaie Bruxelles,
der Opéra de Lille und dem Sadler’s Wells Dance House London

Konzeption & Tanz: Anne Teresa De Keersmaeker
Konzeption: Jérome Bel
Gesang: Sara Fulgoni
Musikalische Leitung: Georges-Elie Octors
Orchester: Ictus Ensemble

Ort:

Theater an der Wien
Linke Wienzeile 6, A-1060 Wien

Termine:

So, 28.3.2010, 19:30 | Premiere
Mo, 29.3.2010, 19:30

Cristo nell’ orto

Oratorium von Johann Joseph Fux

Premiere: Dienstag, 30.03.2010, 19:30 Uhr

Bach Consort Wien
Rubén Dubrovsky, Musikalische Leitung

Cristo: Gianluca Buratto
Giustizia divina: Bernarda Bobro
Anima contemplativa: Yeere Suh
Angelo confortatore di Cirsto: Terry Wey
Amor divino verso l'uomo: Adrian Strooper


Am Dienstag der Karwoche, am 12. April 1718, erklang in der Kapelle der Wiener Hofburg erstmals das Oratorium Cristo nell’ orto (Christus im Garten) aus der Feder des österreichischen Komponisten und Hofkapellmeisters Johann Joseph Fux. Nun, 292 Jahre später, spielt das Bach Consort Wien unter der Leitung von Rubén Dubrovsky das Werk in der Minoritenkirche. Das Ensemble steht für eine neue Generation von virtuosen Barockmusikern und fand in der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit den Werken Bachs und seiner Zeitgenossen zu einer eigenen musikalischen Sprache.

Ort:

Minoritenkirche
Minoritenplatz, A-1010 Wien

Termin:

Di, 30.3.2010, 19:30

Sonnengesang

Musik von Knut Nystedt, John Tavener, Sofia Gubaidulina

Premiere: Mittwoch, 31.03.2010, 19:30 Uhr

Johannes Hiemetsberger, Musikalische Leitung
Chorus Sine Nomine
Friedrich Kleinhapl, Violoncello
Josef Gumpinger, Schlagwerk
Johann Krasser, Schlagwerk
István Mátyás, Celesta


Knut Nystedt: Stabat Mater für Chor und Violoncello
John Tavener: Svyati für Solocello und Chor
Knut Nystedt: O Crux für Chor a capella
Sofia Gubaidulina: Sonnengesang für Solocello, 4 Solisten, Chor und Schlagwerk

Er ist weit mehr als eine traumhaft schöne Naturschilderung: Der Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi setzt sich mit der Frage der menschlichen Existenz sowie dem Sinn und Grund unseres Lebens auseinander. Die russische Komponistin Sofia Gubaidulina vertonte den Text 1997 zum 70. Geburtstag des Cellisten Mstislav Rostropowitsch in der ungewöhnlichen Besetzung für Violoncello, Schlagzeug und Kammerchor. Für Violoncello und Chor schrieb auch der englische zeitgenössische Komponist John Tavener das Werk Svyati. Weiters erklingen in der Minoritenkirche das Stabat Mater und O Crux des norwegischen Komponisten Knut Nystedt, der die Wurzeln seiner modernen experimentellen Kompositionen im Gregorianischen Choral sieht.

Ort:

Minoritenkirche
Minoritenplatz, A-1010 Wien

Termin:

Mi, 31.3.2010, 19:30

Requiem para cervantes

Musik von Mateo Romero und Pedro Ruimonte

Premiere: Donnerstag, 01.04.2010, 19:30 Uhr

La Grande Chapelle (Ltg. Albert Recasens)
Schola Antiqua di Madrid
Anna Dennis, Sopran
María Eugenia Boix, Sopran
Anna Crookes, Sopran
Gabriel Díaz Cuesta, Countertenor
Daniel Collins, Countertenor
Daniel Joy, Tenor
Albert Casals, Tenor
Reuben Thomas, Bass


Mateo Romero (ca. 1575-1647): Missa pro Defunctis
Pedro Ruimonte (1565-1627): Absolutiones

Mateo Romero, der so genannte „Maestro Capitán“, war um 1616, dem Todesjahr des großen Dichters Cervantes, der wichtigste Komponist am spanischen Hof und Leiter der königlichen Kapelle. Sein Schaffen zeichnet sich durch seine polyphonen Werke für zwei Chöre aus, welche in den großen Musikzentren Europas sehr beliebt waren. Pedro Ruimonte wiederum stand um die Wende zum 17. Jahrhundert in Brüssel im Dienste Erzherzog Alberts, des Prinzregenten von Flandern. Begegnet sind sich die beiden Komponisten wohl nie; am Gründonnerstag vereinen das spanische Vokal- und Instrumentalensemble La Grande Chapelle und das Vokalensemble Schola antiqua di Madrid in der Minoritenkirche frühbarocke spanische Trauermusik der Beiden zu einer
Totenmesse, die sie dem Andenken Cervantes’ widmen.

Ort:

Minoritenkirche
Minoritenplatz, A-1010 Wien

Termin:

Do, 1.4.2010, 19:30

In hora mortis

Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Thomas Bernhard, Ottorino Respighi

Premiere: Freitag, 02.04.2010, 19:30 Uhr

Angelika Kirchschlager, Mezzosopran
Peter Simonischek, Rezitation
Christian Altenburger, Violine
Holger Groh, Violine
Thomas Selditz, Viola
Franz Bartolomey, Violoncello


Johann Sebastian Bach: Suite Nr. 2 d-Moll für Violoncello solo, BWV 1008
Thomas Bernhard: In hora mortis, Gedichtzyklus 1958
Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 2 d-Moll für Violine solo, BWV 1004
Ottorino Respighi: Il Tramonto (Der Sonnenuntergang) für Mezzosopran & Streichquartett, Vertonung des Gedichtes The Sunset (1816) von P. B. Shelley

Musik und Worte prägen das Karfreitagskonzert in der Minoritenkirche:
In hora mortis – In der Stunde des Todes. Peter Simonischek liest aus Thomas Bernhards Gedichtzyklus über unerlöste Sehnsucht, tiefe Not, Trauer, Klage und Verzweiflung. Trauer prägt auch das Gedicht The Sunset des englischen Romantikers Shelley, das die Geschichte zweier Liebender erzählt: Ein Paar wandert in der Abendsonne, als der Mann sich bewusst wird, die Sonne nie richtig gesehen zu haben und sich wünscht, sie am nächsten Tag mit der Frau zu betrachten. Doch am nächsten Morgen findet ihn seine Geliebte tot auf. Sie lebt weiter, versorgt ihren Vater und stirbt nach Jahren resignierter Trauer. Die Liebestod-Thematik bewegte den Komponisten Ottorino Respighi. Er schuf ein leidenschaftliches Werk und entschied sich in der ursprünglichen Fassung seiner Vertonung für die intime Besetzung von Mezzosopran und Streichquartett. Beim diesjährigen OsterKlang gestalten Angelika Kirchschlager, Christian Altenburger, Holger Groh, Thomas Selditz und Franz Bartolomey Respighis Il Tramonto.

Ort:

Minoritenkirche
Minoritenplatz, A-1010 Wien

Termin:

Fr, 2.4.2010, 19:30

La Resurrezione

Oratorium von Georg Friedrich Händel

Premiere: Samstag, 03.04.2010, 19:30 Uhr

Wiener Akademie
Martin Haselböck, Musikalische Leitung

Angelo: Kirsten Blaise
Maddalena: Robin Johannsen
Cleophe: Markus Forster
San Giovanni: Bernhard Berchtold
Lucifero: Tobias Schabel


Alljährlich begeistert Martin Haselböck mit seiner Wiener Akademie das Publikum des OsterKlang-Festivals mit interessanten Interpretationen barocker Werke. 2010 steht Georg Friedrich Händels erstes Oratorium La Resurrezione (Die Auferstehung) auf dem Programm. Dieses frühe Werk des 23-jährigen Komponisten über die Auferstehung Jesu Christi lässt mit seinem reichen musikalischen Ausdruck die Nähe zur Oper spüren. Das Werk stellt nicht Christus
selbst in den Mittelpunkt, sondern den Kampf zwischen Himmel und Hölle um die Seele Christi sowie die Trauer und die Freude seiner Getreuen.

Ort:

Hofburgkapelle
Hofburg-Schweizerhof, A-1010 Wien

Termin:

Sa, 3.4.2010, 19:30

Frühling in Wien

Fabio Luisi und die Wiener Symphoniker

Premiere: Sonntag, 04.04.2010, 19:30 Uhr

Wiener Symphoniker
Fabio Luisi, Musikalische Leitung


Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Fabio Luisi präsentieren die Wiener Symphoniker heuer zu Ostern ein Programm unter dem Motto „Wiener Wasser“, mit dem sie den Frühling in Wien musikalisch einläuten und das OsterKlang-Festival ausklingen lassen.

Ort:

Musikverein
Bösendorferstraße 12, A-1010 Wien

Termin:

So, 4.4.2010, 19:30

OsterKlang-Festival

Theater an der Wien

Linke Wienzeile 6
A-1060 Wien

Telefon: (+43/1) 58885 Kartentelefon / (+43/1) 58830-660
Fax: (+43/1) 58830-650
E-Mail: oper@theater-wien.at

TELE FON ISCHE BESTELLUNGEN:
Bei Wien-Ticket unter (+43/1) 58885 (tägl. 9-20h)
Gebühren bei telefonischer Bestellung: ¤ 4,– inkl. Versand
bei Bezahlung mit Kreditkarte (Ausland ¤ 6,–).

BESTELLUNG IM INTERNET :
www.theater-wien.at
Online-Bestellung nur mit Kreditkarte
Gebühr: ¤ 4,– inkl. Versand (Ausland ¤ 6,–).

Mit dem OsterKlang Trio-Ticket erhalten Kunden beim Kauf von derselben Anzahl von Karten für drei Veranstaltungen eine Ermäßigung von 20% (ausgenommen sind Stehplätze).