Vienna Art Orchestra
Das Vienna Art Orchestra, eine der führenden Big-Bands Europas, wurde 1977 in Wien von mathias rüegg gegründet. Nach einem kurzen, aber intensiven aktionistischen Beginn eroberte der junge Klangkörper mit seinem postmodernen Stil, irgendwo zwischen Wiener Schmäh und Avantgarde angesiedelt, die Konzertbühnen Europas (Tango from Obango, From No Time to Rag time, The Minimalism of Erik Satie u.a.). Ende der 80er Jahre (die Zerfallserscheinungen traten schon vorher ein) löste sich die zehn Jahre lang konstante Besetzung um Wolfgang Puschnig, Lauren Newton, Roman Schwaller, Wolfgang Reisinger, John Sass und Christian Radovan auf, und es folgte eine Zeit der Neuorientierung, die erst wieder ab 1992, mit den Produktionen Fe & Males und La Belle et La Bête als gelungen bezeichnet werden kann. Eine zweite Generation von Musikern um Matthieu Michel, Andy Scherrer, Klaus Dickbauer und Florian Bramböck bildet seither das Rückgrat der Band, zusammen mit Bumi Fian und Harry Sokal. rüegg zieht sich als Komponist mehrere Jahre zurück und arrangiert verschiedene thematische Programme wie European Songbook, Nine Immortal (Non)Evergreens for Eric Dolphy, Ballads, American Rhapsody, Duke Ellington’s Sound of Love & All That Strauss.
Bis 1997 spielt das VAO in kleinerer Besetzung, langjährige Musiker wie Herbert Joos, Uli Scherer und Heiri Känzig verlassen die Band. Das 1998 (dank Thorsten Benkenstein) zur Big-Band erweiterte Orchester, das sich von seinen frühen Avantgarde-Anfängen zu einem reifen Klangkörper entwickelt hat, arbeitet seither konsequent an dramaturgisch durchgestalteten & visuell konzipierten Programmen, und fühlt sich dem europäischen und dem amerikanischen Erbe gleichermaßen verpflichtet. Nach wie vor spielt die Stimme im Orchester eine große Rolle: Anna Lauvergnac folgt Urszula Dudziak und Lauren Newton.
Der Musikerpool des VAO vergrößert, verjüngt und verändert sich (Thomas Gansch, Arkady Shilkloper, Christian Muthspiel, Adrian Mears, Robert Bachner, Herwig Gradischnig, Martin Koller, Alegre Correa, Georg Breinschmid, Robert Riegler, Mario Gonzi & Jojo Mayer), vor allem auch in Bezug auf die stilistischen Anforderungen der verschiedenen Programme. Seit 2001 ist das VAO mit zwei Rhythm-Sections, einer akustischen und einer elektrischen, unterwegs. Das europäisch-internationale VAO ist eine rare Großformation, die ausschließlich aus hochkarätigen Solisten besteht, trotzdem homogen klingt und auf Starssolisten verzichtet. Mit Artistry in Rhythm, A Centenary Journey sowie Art & Fun hat sich rüegg als Komponist wieder zurückgemeldet.
2007 folgt die Trilogy "3" mit 39 Kompositionen, in denen es um eine Begegnung zwischen amerkanischer und europäischer Kultur geht. 13 amerikanische Schauspielerinnen treffen auf 13 Europäische Denker. American Dreams, European Visionaries und Visionaries & Dreams heissen die drei Programme, mit denen das VAO im 30. Jubiläumsjahr 78 Konzerte bestreitet. Ab 2009 gibt es wieder einen grossen Wechsel. Ab 2009 gibt es wieder einen großen Wechsel.
Nach zehn Jahren Big Band, "verwandelt" sich das VAO in ein Kammerorchester mit den Jazzsolisten Harry Sokal, Juraj Bartos und Nico Gori und der Schweizer Sängerin Corin Curschellas, und präsentiert das Programm "Third Dream",aus der Feder von m.rüegg.
Das Orchester gab über 900 Konzerte in 55 Ländern, nahm mehr als 40 Tonträger auf, gilt als offizieller Kulturbotschafter. Und wie bisher, gibt es wieder herausragende junge Talente zu entecken und mitzuverfolgen. In dieser Besetzung u.a. die Pianistin Johanna Gröbner, der Flötist Thomas Frey oder Fagottist Mattias Kronsteiner.
Österreichs und wurde vielfach, auch in den USA ausgezeichnet.