VOLKSOPER WIEN

Tosca

Oper von Giacomo Puccini

Giacomo Puccini verfolgte klare Absichten mit seinem am 14. Jänner 1900 in Rom aufgeführten Meisterwerk: "Die Stimmung in der 'Tosca' ist nicht romantisch und lyrisch, sondern leidenschaftlich, qualvoll, düster. Mit 'La Bohème' wollten wir Tränen ernten, mit 'Tosca' wollen wir das Gerechtigkeitsgefühl der Menschen aufrütteln und ihre Nerven ein wenig strapazieren. Bis jetzt waren wir sanft, jetzt wollen wir grausam sein."

Vor dem Hintergrund der napoleonischen Zeit rollt die Handlung der Oper binnen 24 Stunden ab. Neun Monate sind seit dem Sturz der römischen Republik vergangen, und Scarpia, Chef der römischen Polizei, hat ein Terrorregime errichtet, das jede republikanische Regung im Keim erstickt. Auch die Sängerin Floria Tosca und ihr Geliebter, der Maler Mario Cavaradossi, geraten in einen tödlichen Konflikt mit dem brutalen Polizeichef... Am 20. Februar 1907 dirigierte Alexander von Zemlinsky die Wiener Erstaufführung der "Tosca" an der Volksoper. Zum 150. Geburtstag von Giacomo Puccini, 101 Jahre nach ihrer Wiener Erstaufführung an der Volksoper und 50 Jahre nach der letzten Wiener Neuinszenierung, bringt die Volksoper eine neue "Tosca" heraus. Mit Alfred Kirchner konnte ein international renommierter Regisseur für die erste Opernpremiere der Spielzeit gewonnen werden. Dem Wiener Publikum ist der langjährige Oberspielleiter des Burgtheaters unter anderem als Regisseur von "Chowanschtschina" unter der musikalischen Leitung von Claudio Abbado an der Wiener Staatsoper in Erinnerung. Den "Ring des Nibelungen" unter der Leitung von James Levine inszenierte er in Bayreuth, "Tristan und Isolde" unter Sir Simon Rattle in Amsterdam. Die musikalische Leitung von Puccinis Meisterwerk liegt in den Händen des Spaniers Josep Caballé-Domenech, der an der Volksoper bereits die Zarzuela-Gala und die Wiederaufnahme von "Die Hochzeit des Figaro" leitete und im Juli 2008 im Theater an der Wien die Zarzuela "Luisa Fernanda" mit Plácido Domingo und Patricia Petibon dirigiert hat. Die schwedische Sopranistin Ann-Marie Backlund, die zuletzt als Chrysothemis (Elektra) unter Sebastian Weigle in Barcelona Erfolge feierte, debütiert an der Volksoper als Tosca an der Seite des ungarischen Tenors János Bándi als Cavaradossi. Die Rolle des Scarpia wird von Morten Frank Larsen gesungen. Der Preisträger der Eberhard Wächter Medaille verkörperte zuletzt die Strauss-Rollen Mandryka (Arabella) und Jochanaan (Salome) an der Wiener Staatsoper. Sein Debüt an der New Yorker Met als Capriccio-Graf an der Seite von Renée Fleming steht bevor.

Regie: Alfred Kirchner
Ausstattung: Karl Kneidl
Dramaturgie: Birgit Meyer

Dirigent: Josep Caballé-Domenech
Floria Tosca, Sängerin: Ann-Marie Backlund
Mario Cavaradossi, Maler: János Bándi
Baron Scarpia, Chef der Polizei: Morten Frank Larsen
Cesare Angelotti, ehemaliger Konsul von Rom: Stefan Cerny
Der Mesner: Martin Winkler
Spoletta, Polizeiagent: Karl-Michael Ebner
Sciarrone, Gendarm: Stefan Tanzer
Ein Schließer: Heinz Fitzka

Spieldauer: 2 Stunden 30 Minuten, Pausen: 1

Termine:

Fr, 10.9.2010, 19:00
Di, 14.9.2010, 19:30
Fr, 17.9.2010, 19:00
Fr, 24.9.2010, 19:00
Fr, 8.10.2010, 19:00
Mo, 11.10.2010, 19:00
Do, 14.10.2010, 19:00
Di, 19.10.2010, 19:00

La Traviata

Oper von Giuseppe Verdi

Die schöne Edelkurtisane Violetta Valéry, begehrter Mittelpunkt der Pariser Salons, verliebt sich in den jungen Alfredo Germont. Hans Gratzers Inszenierung erzählt die vielleicht berühmteste Oper der Welt in traumhaften, poetischen Bildern.

Die berühmte, aussichtslose Liebesgeschichte zwischen der Kurtisane Violetta und Alfredo, dem Sprössling einer angesehenen Pariser Familie. Alfredos Vater teilt Violetta mit, dass ihr Verhältnis mit Alfredo die Hochzeit von Alfredos Schwester gefährdet, und bittet sie, ihren Geliebten zu verlassen. Aus Verzweiflung stürzt sie sich in ihr altes Kurtisanenleben zurück, was ihre lebensgefährliche Krankheit, die Schwindsucht, noch verschlimmert. Alfredo ist über ihr Verhalten tief empört, erfährt jedoch später die wahren Beweggründe. Er verzeiht ihr und sie stirbt in seinen Armen.

Regie: Hans Gratzer
Bühnenbild: Hans Gratzer
Kostüme: Barbara Naujok
Licht: Frank Sobotta
Dramaturgie: Birgit Meyer
Dirigent: Alfred Eschwé

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Spieldauer: 2 Stunden 30 Minuten, Pausen: 1

Termine:

So, 5.9.2010, 19:00
Mi, 8.9.2010, 19:00
Sa, 11.9.2010, 19:00
Mi, 15.9.2010, 19:00
Sa, 18.9.2010, 19:00
So, 26.9.2010, 16:30

Die Fledermaus

Operette von Johann Strauß

Johann Strauß' Meisterwerk ist einer der tragenden Bausteine des Repertoires der Wiener Volksoper. Erleben Sie die turbulente Geschichte um den Herrn von Eisenstein und seine Gattin Rosalinde, ausgelöst durch die inszenierte Rache einer Fledermaus, in einer Neueinstudierung von Heinz Zednik.

Vor einigen Jahren auf dem Schönbrunner Maskenball. Als Gäste waren u. a. Gabriel von Eisenstein und sein Freund Dr. Falke eingeladen. Eisenstein, als Schmetterling verkleidet, spielte Falke, der als Fledermaus ging, damals einen solchen Streich, dass dieser zum Gespött des ganzen Bezirks wurde. Was sich in den folgenden drei Akten der Fledermaus ereignet, ist die inszenierte Rache einer Fledermaus.

Szenische Neueinstudierung: Heinz Zednik
Bühnenbild: Pantelis Dessyllas
Kostüme: Doris Engl
nach Originalentwürfen von: Evelyn Frank
Choreographie: Lili Clemente / Susanne Kirnbauer

Spieldauer: 3 Stunden 15 Minuten, Pausen: 2

Termine:

Sa, 4.9.2010, 19:00
Mo, 6.9.2010, 19:00
Do, 9.9.2010, 19:00
Mo, 20.9.2010, 19:00
Mi, 13.10.2010, 19:00
Do, 21.10.2010, 19:00

Spielzeit 2010/11

Open Air Saisonauftakt

Spezial

Mit einem Freiluftkonzert im Arne-Carlsson-Park unterhalb der Volksoper an der Währinger Straße/Ecke Spitalgasse starten wir in die neue Saison. Mit dabei sind Stars und Lieblinge, vor allem viel Musik. Ein kultureller Höhepunkt unter freiem Himmel, den sich niemand entgehen lassen sollte!

#Eröffnungskonzert 2010
Internationale Stars und Publikumslieblinge präsentieren Höhepunkte aus der Welt der Operette, Oper und des Musicals. Die Bandbreite reicht von Musicalhits wie "This nearly was mine" aus "South Pacific" gesungen von dem weltberühmten Opernbass KS Ferruccio Furlanetto zu Opernarien wie Puccinis "Nessun dorma" aus Turandot, von dem Prolog aus "Pagliacci" bis zum Finale aus "Carmen", von Auszügen aus "My Fair Lady" mit Volksoperndirektor Robert Meyer bis zu Kurt Weils "Lady in the Dark" mit KS Angelika Kirchschlager. Weltberühmte Arien aus Lehárs "Der Zarewitsch", Oscar Straus’ "Ein Walzertraum" und Johann Strauss "Der Zigeunerbaron" dürfen ebenso wenig fehlen wie "Oh mio babbino caro" aus Puccinis "Gianni Schicchi". KS Kurt Rydl ist mit Auszügen aus den Opern "Zar und Zimmermann" (gemeinsam mit Sebastian Reinthaller) und "Die verkaufte Braut" vertreten. Christoph Wagner-Trenkwitz führt als Moderator durch den Abend.

Bei Schlechtwetter findet das Konzert ab 20:00 Uhr in der Volksoper statt. Platzkarten für das Schlechtwetterprogramm in der Volksoper sind ab 1. September an allen Bundestheaterkassen erhältlich.
Eintritt frei!

Spieldauer: 1 Stunde 30 Minuten, Pausen: 1

Termin:

Fr, 3.9.2010, 19:30

Lehár, Straus & Stolz

Spezial

Premiere: Dienstag 07. September 2010

Die Volksoper feiert 410 Jahre Operettengeschichte - mit dem jeweils 140. Geburtstag von Oscar Straus und Franz Lehár sowie dem 130er von Robert Stolz. Alle drei Persönlichkeiten prägten auf ihre Weise die Ära der "silbernen" Operette und gingen über sie hinaus: Straus als Filmkomponist, Lehár als Schöpfer gewichtiger Werke mit opernhaftem Flair und Robert Stolz als vielleicht letzter Meister des deutschen Liedes.

Lehár, Straus & Stolz
Unsterbliche Schlager aus selten aufgeführten Stücken der drei Titanen der leichten Muse werden erklingen: von "Held meiner Träume" und "Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben" (Oscar Straus) über "Schön ist die Welt" und "Wär’ es auch nichts als ein Traum vom Glück" (Franz Lehár) bis hin zu "Du sollst der Kaiser meiner Seele sein" und "Du, du, du, schließ’ deine Augen zu" (Robert Stolz).

Gestaltung und Präsentation: Alfred Eschwé, Christoph Wagner-Trenkwitz

Spieldauer: 2 Stunden 30 Minuten, Pausen: 1

Termine:

Di, 7.9.2010, 19:00 | Premiere
So, 12.9.2010, 19:00
Do, 16.9.2010, 19:00
So, 19.9.2010, 16:30
Mo, 27.9.2010, 19:00

Hello, Dolly!

Musical von Jerry Herman

Premiere: Samstag 25. September 2010

Ein Mittelding aus "Lustiger Witwe" und barbiergleichem Faktotum der ganzen Stadt ist Dolly Gallagher, verwitwete Levi. Als Heiratsvermittlerin hat sie sich unentbehrlich gemacht und findet für jeden und jede die rechte Partie. Schließlich auch für sich selbst: Dem reichen Horace Vandergelder aus Yonkers nützt sein Sträuben nichts, er landet unter Dollys Haube.

Jerry Hermans bezauberndes Musical hat auch 46 Jahre nach der Uraufführung nichts von seinem Charme eingebüßt. 1964 wurde es mit Carol Channing in der Titelrolle uraufgeführt, 1969 mit Barbra Streisand und Walter Matthau verfilmt, schon im Jahr davor mit Marika Rökk erstmals in Wien gezeigt. An der Volksoper hielt das Stück 1984 Einzug, Dagmar Koller war die Dolly jener Jahre. In Josef Ernst Köpplingers Neuinszenierung tritt ein bewährtes Komödiantenpaar in den Hauptrollen an: Sigrid Hauser und Hausherr Robert Meyer.

Regie: Josef Ernst Köpplinger
Bühnenbild: Sam Madwar
Kostüme: Rainer Sinell
Choreographie: Ricarda Regina Ludigkeit
Choreinstudierung: Thomas Böttcher

Dirigent: John Owen Edwards

Spieldauer: 2 Stunden 30 Minuten, Pausen: 1

Termine:

Mi, 22.9.2010, 19:00 | Voraufführung
Do, 23.9.2010, 19:00 | Voraufführung
Sa, 25.9.2010, 19:00 | Premiere
Di, 28.9.2010, 19:00
Sa, 2.10.2010, 19:00
Mo, 4.10.2010, 19:00
Mi, 6.10.2010, 19:00
Sa, 9.10.2010, 19:00
So, 10.10.2010, 19:00
Di, 12.10.2010, 19:00
So, 17.10.2010, 19:00
Mo, 18.10.2010, 19:00
Fr, 22.10.2010, 19:00
So, 24.10.2010, 19:00
Mo, 25.10.2010, 19:00
Mi, 27.10.2010, 19:00
So, 31.10.2010, 16:30

operettts

Spezial

Es finden sich 3 Sänger auf der Bühne wieder, alle in dem Bewusstsein, ein Soloprogramm zu gestalten. Aus der Eigendynamik dieser absurden Grundsituation entwickelt sich ein Feuerwerk von humoristischen und musikalischen Überraschungen, wobei die 25 wichtigsten Operetten dabei in nur 2 Stunden auf die Bühne gestellt werden. Ob Musikkabarett, ein quietschender Klavierhocker, Medleys, a cappella Ensembles, sing a long oder ein ganzer Operettenabend in zehn Minuten, ....

Spieldauer: 2 Stunden

Termin:

Fr, 15.10.2010, 20:00

Volksoper Wien

Währingerstraße 78
A-1090 Wien

Telefon: +43 (1) 514 44-30

Anfahrt
Öffentliche Verkehrsmittel
U-Bahnlinie U6
Straßenbahnen 40, 41, 42
Bus 40A
Haltestelle: Währinger Straße / Volksoper

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